AN/1437/2021
Homeoffice in der Coronapandemie: Auswirkungen auf die Gleichstellung?
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SPD Anfrage nach § 4
3235 Zeichen
An die Vorsitzende des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern Frau Teresa De Bellis-Olinger An die Vorsitzende des Kölner Rates Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 16.06.2021 AN/1437/2021 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 21.06.2021 Homeoffice in der Coronapandemie: Auswirkungen auf die Gleichstellung? Sehr geehrte Frau Ausschussvorsitzende, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die Antragsteller bitten Sie, beigefügte Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung des Aus- schusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern am 21.06.2021 zu setzen: Grundsätzlich ist die Möglichkeit des Arbeitens im Homeoffice zu befürworten, nicht allein aus Gründen der damit verbundenen Chancen für die Digitalisierung der Arbeitsprozesse. So könnten z. B. auch durch bessere Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen für beide ein Gewinn an Lebensqualität entstehen. Neben den positiven Chancen, die das Homeoffice bietet, kann es jedoch auch zu Benachteiligungen von Frauen, insbesondere Müttern, kom- men, wie jüngste Studien der Hans-Böckler-Stiftung vermuten lassen. So haben die Recherchen der Stiftung u. a. ergeben, dass Mütter – vor allem alleinerziehen- de – in der Zeit der Schul- und Kitaschließungen stärker von Corona belastet sind als Väter. Zudem haben Frauen mit minderjährigen Kindern deutlich mehr als Männer ihre Arbeitszeit reduziert, und die Hauptlast der Kinderbetreuung während des coronabedingten Lockdowns wurde von Müttern getragen, und zwar über alle Bildungsniveaus und Erwerbssituationen hinweg. Die SPD-Fraktion fürchtet die Langzeitfolgen, die diese Entwicklung nach sich ziehen könn- te, z. B. die Verfestigung von Teilzeit im weiteren beruflichen Werdegang vor allem von Frauen. Zudem ist nicht auszuschließen, dass sich durch Arbeitszeitreduzierung in Verbin- dung mit Homeoffice die Karrierechancen vor allem von Frauen verringern könnten. Im Hinblick auf die Situation der Beschäftigten der Stadt Köln und ihrer Unternehmen stellen sich folgende Fragen: - 2 - 1. In welchem Umfang haben Frauen gegenüber Männern seit dem ersten Lockdown zu- sätzlich vom Homeoffice Gebrauch gemacht? 2. Wie viele Arbeitszeitreduzierungen oder Freistellungen wurden seit dem Lockdown bean- tragt? (Bitte schlüsseln Sie hier das Verhältnis von Frauen gegenüber Männern auf.) 3. Sind die Arbeitsreduzierungen mit einer Befristung vorgesehen? (Bitte schlüsseln Sie hier das Verhältnis von Frauen gegenüber Männern auf.) 4. Welche unterstützenden Maßnahmen plant die Verwaltung, um Frauen Aufstiegschancen zu bieten, die aus Gründen der Kinderbetreuung Homeoffice, Teilzeit- oder Freistel- lungsmodelle gewählt haben und die von dieser Möglichkeit weiter Gebrauch machen möchten? 5. Wie sehen diese Zahlen bei den Unternehmen mit städtischer Beteiligung aus? Mit freundlichen Grüßen gez. Mike Homann SPD-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1437/2021
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 16.06.2021
- Erstellt
- 16.06.2021 10:09