2820/2021/2
Sachstandsbericht zum Projekt Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln (MiQua) - Stand 3. November 2021
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/26 Vorlagen-Nummer 24.11.2021 2820/2021/2 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bauausschuss 29.11.2021 Ausschuss Kunst und Kultur 30.11.2021 Sachstandsbericht zum Projekt Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln (MiQua) - Stand 3. November 2021 Der Sachstandsbericht zum „MiQua. LVR- Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln“, Stand: 3. November 2021, wird zur Kenntnisnahme vorgelegt. gez. Greitemann
Anlage 1 - Projektstatusbericht
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MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Sachstandsbericht für den Lenkungskreis Verwaltung am 25.11.2021, den Bauausschuss der Gebäudewirtschaft am 29.11.2021, den Ausschuss Kunst und Kultur am 30.11.2021 und den Lenkungskreis Politik am 15.12.2021 1. Kerndaten des Projektes Standort: Rathausplatz Bauherrin: Dezernat für Kunst und Kultur Planungszeit: Juli 2008 bis heute Bauzeit: 2014 - 2024 Projektbeschreibung: Vor dem historischem Rathaus befindet sich ein großes Ausgrabungsfeld mit Überresten aus der Römerzeit und einer alten jüdischen Gemeinde. Das Grabungsfeld erhält eine Betondecke, unter der die Ausstellung eingerichtet wird. Entlang Marspfortengasse und Unter Goldschmied, im Bereich der alten jüdischen Synagoge, ensteht der oberirdische Teil das "MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln". 2. Termine Meilensteine: Planungsbeschluss 09/2008 ✓ AB 02.2 - Trockenbauarbeiten MiQua (Veröffentlichung) in Kürze Baubeschluss (51,773 Mio. €) 07/2011 ✓ MPZ-TGA-06 - Fördertechnik MPZ (Beauftragung) 10/2021 Baubeschluss (77,0 Mio. €) 07/2017 ✓ AB 03.3 - Metallbauarbeiten MiQua (Beauftragung) in Kürze Baugenehmigung 01/2014 ✓ Baubeginn 07/2015 ✓ Stahlbetonarbeiten (Ende) 06/2021 ✓ Fertigstellung Bau 09/2024 Nutzungsbeginn 03/2025 Auszug Entwurf neuer Rahmenterminplan (Stand: 11/2021): 03.11.2021 06 Stand: Index: 1 von 3 MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Sachstandsbericht für den Lenkungskreis Verwaltung am 25.11.2021, den Bauausschuss der Gebäudewirtschaft am 29.11.2021, den Ausschuss Kunst und Kultur am 30.11.2021 und den Lenkungskreis Politik am 15.12.2021 03.11.2021 06 Stand: Index: 3. Kosten Ratsbeschluss Juli 2011: Baukosten 35,417 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 72% Baunebenkosten inkl. Grabungskosten 16,356 Mio. € Fördermittel des Landes 28% Gesamtsumme (brutto) 51,773 Mio. € ∑ 100% Kostenberechnung Opt. III 2015: Baukosten 37,777 Mio. € Baunebenkosten 16,622 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 47% Grabungskosten 7,179 Mio. € Fördermittel des Landes 53% Gesamtsumme (brutto) 61,578 Mio. € ∑ 100% Ratsbeschluss Juli 2017: Kostenberechnung Opt. III 2015 61,578 Mio. € Erhöhung Projektbudget Ratsbeschluss 07/2017 11,817 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 58% zzgl. Risikoaufschlag 3,670 Mio. € Fördermittel des Landes 42% Gesamtsumme (brutto) 77,000 Mio. € ∑ 100% Ratsbeschluss Mai 2021: Ratsbeschluss 07/2017 77,000 Mio. € Erhöhung Anteil Entscheidungsvorlagen 3,674 Mio. € Erhöhung Anteil Mehrkosten Projektdurchführung 34,374 Mio. € Zwischensumme (brutto) 115,000 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 73% zzgl. Risikoaufschlag 11,571 Mio. € Fördermittel des Landes 27% Gesamtsumme (brutto) 127,000 Mio. € ∑ 100% Prognose Gesamtkostensituation: Stand 03.11.2021 Zahlungsstand= 58,573 Mio. € 4. Risiken Grün Gelb Rot 1 Baugrund (Schadstoff, Denkmal, ...) - Restabwicklung Bereich OK Gelände / Böschungsbereiche 2 Änderung der Planung durch Nutzer 3 Gesetzliche Änderungen 4 Insolvenzen - Firma MBM (Glas-Metall-Fassade) 5 Mangelhafte Fremdleistungen 6 Genehmigungsverfahren 7 Ausschreibungs- Vergabeverfahren - Neuausschreibungen (mind. 7 Gewerke) 8 Bauablauf 9 Vergaberisiko (Baupreisentwicklung und Marktlage) 61,578 Mio. € 32,700 Mio. € 127,000 Mio. € 44,300 Mio. € 32,700 Mio. € 77,000 Mio. € 93,300 Mio. € 33,700 Mio. € Verfügt (Auftragsstand = HA + NV) = 88,941 Mio. € Die Risiken werden entsprechend des Projektstandes und der Erkenntnisse aus Planung und Ausführung sukzessive fortgeschrieben und bewertet. Auf Basis des derzeitigen Planungsstandes (LPH 5 abgeschlossen) sind insbesondere die folgenden Risiken zu beachten: 37,473 Mio. € 14,300 Mio. € 51,773 Mio. € 28,878 Mio. € 0,0 20,0 40,0 60,0 80,0 100,0 120,0 140,0 Σ 115,0 Mio. € Projektkosten 58,573Zahlungs- stand Verfügt 88,941 115,0 € 11,6 € 0,0 20,0 40,0 60,0 80,0 100,0 120,0 140,0 Σ 127,0 Mio. € Zahlungs- stand 58,573 Verfügt 88,941 Gesamt = Projekt + Risiko Risiko Projektkosten 2 von 3 MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Sachstandsbericht für den Lenkungskreis Verwaltung am 25.11.2021, den Bauausschuss der Gebäudewirtschaft am 29.11.2021, den Ausschuss Kunst und Kultur am 30.11.2021 und den Lenkungskreis Politik am 15.12.2021 03.11.2021 06 Stand: Index: 5. Erläuterung Sachstand Planung / Ausschreibung / Vergabe: Ausführung: Kosten: Termine: Legende planmäßig mittleres Risiko hohes Risiko Aufgrund der mehrfach verschobenen Fertigstellungstermine des MiQua waren die ausführenden Firmen, vor allem der Stahlbetonarbeiten sowie des Stahlbaus nicht mehr an die vertraglich vereinbarten Termine des damals gültigen Terminplans gebunden. Im letzten Jahr liefen intensive Gespräche und Verhandlungen mit den Firmen über Beschleunigungsvereinbarungen, die mittlerweile abgeschlossen werden konnten. Mit der Firma der Stahlbetonarbeiten konnte im Juli 2019 eine Vereinbarung über neue Termine getroffen werden. Die Verhandlungen mit der Firma für den Stahlbau konnten im März 2020 ebenfalls abgeschlossen werden. Die Arbeiten des Stahlbaus laufen derzeit noch hinter dem ursprünglichen Zeitplan hinterher. Die Verzögerung wurde im aktualisierten Terminplan berücksichtigt. Gleichwohl wird vom Unternehmer eine Beschleunigung der Arbeiten verlangt und mit den Folgegewerken eine parallele Ausführung abgestimmt, um die verlorene Zeit wieder aufzuholen. Die derzeitige Terminprognose führt zu einem baulichen Fertigstellungstermin für das Gesamtprojekt zum 09/2024. Somit ergibt sich ein Eröffnungstermin in 03/2025 (+6 Monate). Der Terminplan sowie der Bauablauf werden in enger Abstimmung fortlaufend mit den Bauleitungen aktualisiert und optimiert. Aufgrund der unter dem Punkt Ausführung benannten Verzögerungen mit dem Gewerk Stahlbau, besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich Verzögerungen im weiteren Bauablauf einstellen. Das Risiko wird als "hoch" eingestuft. Mit Stand vom 07.03.2021 wurde eine Nachtragskostenberechnung als Kostenaufstellung/-prognose zur Vorlage beim Rat zur haushaltsrechtlichen Unterrichtung erstellt. Die Kostenprognose dieser Nachtragskostenberechnung beläuft sich auf 127,0 Mio. €. Am 06.05.2021 wurden in der Ratssitzung der Stadt Köln die Mehrkosten i.H.v. 50 Mio. € zur Kenntnis genommen, sodass die Gesamtaufwendungen des Projektes MiQua sich auf 127,0 Mio. € belaufen. Die Ausschreibungen für das Prätorium sowie für die Teilmaßnahme MPZ sind abgeschlossen. Es werden nun sukzessive die Ausbaugewerke für den Neubaubereich ausgeschrieben, sofern die Ausführungstermine sicher feststehen. Zu Beginn stehen hier die beiden Ausschreibungen AB 02.2 Trockenbauarbeiten und AB 03.3 Metallbauarbeiten an. Das Risiko wird als "mittel" eingestuft, aufgrund der noch auszuschreibenden Gewerke für Ausbau + Ausstellung. Das Risiko wird als "planmäßig" eingestuft. Das Risiko wird als "hoch" eingestuft, aufgrund der Verzögerungen bei den Stahlbauarbeiten und der Eintaktung der nachfolgenden Gewerke. Im Bereich der Achse 41 + 42 (Anschlüsse an Archäologische Zone zum Bestand Prätorium) laufen derzeit die Durchbrucharbeiten. Die Sandentnahme läuft derzeit im Bereich unter den Deckenfeldern 8 bis 10 (vor der Rathauslaube). Außerdem laufen in der Ebene 00, in enger Abstimmung mit den Archäologen, die Vorbereitungen der weiteren Durchbrüche, die ersten Unterfangungsarbeiten sowie Vorbereitungen der Parcoursstegerstellung. Im Stahlbau wurde der 1. + 2. Bauabschnitt zu ca. 90 % montiert. Die ersten Stahlbauteile des 3. Bauabschnitts wurden ebenfalls montiert. Ein Großteil des Stahlbaus des 3. + 4. Bauabschnitts sind bereits gefertigt und beschichtet und bereit zur Montage. Es wurde im Oktober nach dem Verguss der Rauten des 1. + 2. Bauabschnittes die Betonage der Filigrandecken der Ebene 01 + 02 im 1. + 2. Bauabschnitt abgeschlossen. Nachlaufend sollten die Zimmermann- und Dachabdichtungsarbeiten parallel zur weiteren Montage der Bauabschnitte 3 + 4 des Stahlbaus erfolgen. Insgesamt laufen die Arbeiten des Stahlbaus jedoch noch hinter dem ursprünglichen Zeitplan hinterher. Die Fertigstellung der 4 Bauabschnitte war ursprünglich zum 31.03.2021 geplant und erstreckt sich aktuell bis ca. 04/2022. Die laufenden Verhandlungen mit dem Stahlbauunternehmen erweisen sich weiterhin als sehr kompliziert. Aufgrund der Unzuverlässigkeit und fehlenden Termintreue des Unternehmers sind weitere Verzögerungen im Bauablauf zu verzeichnen, sodass hierdurch hohe Risiken für die weitere Planbarkeit des Bauablaufes der nachlaufenden Gewerke entstehen. Die Verzögerungen führen dazu, dass die witterungsabhängigen Arbeiten an Dach und Fassade erst im Frühjahr begonnen werden können und haben aktuell eine Terminverschiebung um weitere 4 Monate zur Folge. Die durch den Stahlbau verursachten Verzögerungen sollten von den Nachfolgenden Gewerken durch Parallelisieren der Arbeiten aufgefangen werden. Es kann zur Zeit nicht mehr sichergestellt werden, dass dies in vollem Umfang umgesetzt werden kann. Im Prätorium laufen die Arbeiten derzeit stetig weiter. Es finden hier parallel Trockenbau- und Estricharbeiten, Putzarbeiten sowie die Verlegung technischer Gebäudeausrüstung statt. Die Eintaktung der Firmen für die Holzinnentüren und Stahlrahmentüren hat ebenfalls stattgefunden. In Kürze startet die Sanierung und Reinigung der Decke im Prätorium, gefolgt von den Installationen der Stromschienen unterhalb der Decke. Bei den Durchbrucharbeiten gab es zuletzt Verzögerungen durch den Wechsel des Nachunternehmers. Die Durchbrüche an Achse 41+42 sollen nun bis zum Jahreswechsel durchgeführt werden. Im MPZ wurde der Großteil der Arbeiten abgeschlossen. Es folgen noch Feinmontagen der TGA sowie der Einbau der Türen und der Kompaktschleuse an der Sicherheitszentrale. In Kürze beginnen die Arbeiten am 2. Bauabschnitt der Decke Prätorium auf dem nördlichen Rathausplatz. Diese werden in mehreren Teilabschnitten ausgeführt, um den Zugang zum Spanischen Bau möglichst aufrecht zu erhalten. Die Arbeiten erstrecken sich daher voraussichtlich bis Sommer 2022. 3 von 3
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2820/2021/2
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 24.11.2021
- Erstellt
- 19.11.2021 09:31