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AN/0202/2025

Sofortmaßnahmen gegen die Wohnungsnot von Studierenden: Zwischennutzung städtischer Flächen für Wohnraum und sofortiger Ausbau alternativer Wohnformen

Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Grüne) 06.02.2025

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 13.02.2025

Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Grüne)

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Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Grüne)

5281 Zeichen

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat 
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Köln 
Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
 
 
An  
die Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses 
Sabine Pakulat 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 06.02.2025 
 
AN/0202/2025 
 
Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Stadtentwicklungsausschuss 06.02.2025 
Rat 13.02.2025 
 
Sofortmaßnahmen gegen die Wohnungsnot von Studierenden: Zwischennutzung 
städtischer Flächen für Wohnraum und sofortiger Ausbau alternativer Wohnformen 
Sehr geehrte Vorsitzende, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
wir bitten Sie, den folgenden Änderungsantrag auf die Tagesordnung des Stadtentwicklungs-
ausschusses am 06.02.2025 sowie für die Ratssitzung am 13.02.2025 zu setzen 
 
Beschluss: 
 
Die Stadtverwaltung wird aufgefordert: 
 
1. ein Forum o.ä. zu organisieren, bei dem gemeinsam mit den Hochschulen, den AS-
ten, dem Land, dem Studierendenwerk und Hostels sowie anderen Akteuren der Tou-
rismus- und Hotelbranche diskutiert werden kann, wie ein temporäres Unterkunftspro-
gramm für Studienanfänger*innen entwickelt werden könnte. Ziel ist es, insbesondere 
Erstsemester, die von außerhalb kommen, bei der Überbrückung der ersten Wochen 
ihres Studiums zu unterstützen und so die studentische Wohnungsnot zu lindern. 
 
2. gemeinsam mit den Trägern von Pflegeeinrichtungen sowie anderen relevanten Akt-
euren zu prüfen, ob in Köln verstärkt Projekte wie „Wohnen gegen Hilfe in der Pflege-
einrichtung“ angeboten werden können. Das Projekt soll nicht nur die Wohnungsnot 
der Studierenden lindern, sondern auch zur Entlastung der Pflegeeinrichtungen in 
Köln beitragen. Hierbei könnten bestehende Beispiele, wie das erfolgreiche Projekt 
der Diakonie Michaelshoven im ehemaligen Kinderheimgelände in Sülz oder „Zusam-
men anders wohnen“ in Köln Kalk, als Orientierung dienen.

- 2 - 
 
3. das Gespräch mit den Trägern von Krankenhäusern zu suchen, um sich für die tem-
poräre Nutzung leerstehender oder bald freigezogener Krankenhausgebäude als In-
terims-Wohnraum für Studierende und Auszubildende einzusetzen. 
 
4. das Modell der Direktvergabe von städtischen Wohnungsbaugrundstücken verstärkt 
für das Kölner Studierendenwerk (oder ähnlichen Investoren) anzuwenden, so dass 
dieses in der Lage ist, größere Studierendenwohnheime und –dörfer zu bauen. 
 
5. geeignete ungenutzte Flächen zu identifizieren, die temporär für Wohnlösungen wie 
z. B. Container-Wohnungen oder „Tiny Häuser“ bereitgestellt werden können. Ge-
meinsam mit Studierendenwerken, IHK Köln, HWK Köln, DGB Köln-Bonn, Woh-
nungsbaugenossenschaften, dem Land und privaten Partnern sollen auf diesen Flä-
chen Wohnanlagen errichtet werden, die schnell realisierbaren Wohnraum für Studie-
rende und Auszubildende schaffen. Die Container-Wohnungen sollen mindestens 
über eine Grundausstattung (Bett, Schreibtisch, Küchenzeile, Bad) verfügen. 
 
6. leerstehende Gewerbeflächen, Bürogebäude oder Hallen zu identifizieren, die sich 
temporär zu studentischen Wohnheimen umfunktionieren lassen. Diese sollen in Zu-
sammenarbeit mit Studierendenwerken, Wohnungsbaugenossenschaften und priva-
ten Partnern entsprechend als Notunterkünfte hergerichtet werden. 
 
7. universitätsnahe Gebäude zu identifizieren, die das Studierendenwerk gemeinsam 
mit dem AStA für Notschlafstellen nutzen kann. Das Land Nordrhein-Westfalen wird 
aufgefordert, Mittel bereitzustellen, um diese Einrichtungen menschenwürdiger zu ge-
stalten. 
 
8. die Bewerbung und Unterstützung des Programms „Wohnen für Hilfe“, das Studie-
rende in Wohnpartnerschaften mit Senior*innen und Familien vermittelt, zu intensivie-
ren und zu prüfen, ob das Portal zur Zimmervermittlung (mein-zuhause-in-koeln.de) 
des AStA genutzt werden kann oder ob es einer neuen digitalen Anwendung bedarf, 
um das Matching zwischen Senior*innen und Studierenden zu erleichtern und die Ka-
pazitäten auszubauen. Es soll dabei auch geprüft werden, ob das Programm „Woh-
nen für Hilfe“ auch auf Auszubildende ausgeweitet werden kann, hier ist jedoch die 
begrenzte zeitliche Verfügbarkeit der Auszubildenden im Alltag zu beachten. 
 
9. feste Ansprechpartner*innen innerhalb der Verwaltung für die Kölner Studierenden-
schaften und Auszubildenden zu benennen, um eine kontinuierliche Zusammenarbeit 
und schnelle Abstimmungen sicherzustellen. 
 
10. Der Rat der Stadt Köln fordert das Studierendenwerk auf, zeitnah Kapazitäten und 
Strukturen zu schaffen, um die eigene Um- und Neubauaktivität signifikant zu erhö-
hen. Das Studierendenwerk muss kurzfristig in der Lage sein, angebotene Flächen 
zu bebauen. Das Land soll dafür z. B. geeignete Liegenschaften im Landesbesitz 
identifizieren und den Studierendenwerken zur Verfügung stellen. 
 
 
Begründung: 
Erfolgt mündlich. 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. gez. gez.

- 3 - 
 
Lino Hammer 
Grüne- 
Fraktionsgeschäftsführer 
Niklas Kienitz 
CDU- 
Fraktionsgeschäftsführer 
Thomas Breustedt 
SPD- 
Fraktionsgeschäftsführer 
   
gez. gez.  
Michael Weisenstein 
DIE LINKE 
Fraktionsgeschäftsführer 
Lucas Sickmöller 
Volt- 
Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (2)

06.02.2025 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 3.3.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: ohne Votum behandelt

Zur Sitzung
13.02.2025 Rat
Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0202/2025
Typ
Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Grüne)
Datum
06.02.2025
Erstellt
06.02.2025 12:29