AN/0034/2023
Beschwerdelage Schaafenstraße, Anfrage Die Linke
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Anfrage (Die Linke BV1)
4957 Zeichen
Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/0034/2023 Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 26.01.2023 Beschwerdelage Schaafenstraße Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Herren, wir bitten Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der BV Innenstadt zu setzen: Ausgedehnte Tagesmüdigkeit, Leistungsabfall, Gereiztheit, Schwächung des Immunsystems, Schmerzempfindlichkeit, innere Unruhe, Depressionen, Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen… Die Liste an mittel- und unmittelbaren Folgen von Schlafmangel, bzw. Entzug ließe sich beliebig fortsetzen. Symptome und Krankheitsverläufe sind hinlänglich bekannt und erforscht, auch die Zunahme von Beschwerden im Zusammenhang mit erhöhten Lärm-Emissionen in urbanen Ballungszentren. Insbesondere die überregional bekannten und hochfrequentierten Feier- Hotspots haben bekanntermaßen in der jüngeren Vergangenheit zu erheblichen Problemen für die Anwohner*innen geführt. Sie waren und bleiben Thema im politischen Diskurs, in Medien und den damit befassten amtlichen Stellen. Die vielfach beklagte Ballermannisierung immer weiterer Teile der Innenstadt ist keinesfalls gottgegeben oder klaglos zu ertragen. Nachdem sich die Situation 2020/2021 coronabedingt temporär beruhigt oder verlagert hatte, laufen die Zustände in diesem Sommer an vielen Stellen wieder gepflegt aus dem Ruder. So auch rund um die Ausgehmeile Schaafenstraße. Bereits im September 2021 haben sich zahlreiche Anwohner*innen zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen, die nachvollziehbarer Weise nicht mehr bereit sind, die erheblichen Einschränkungen von Lebens- und Wohnqualität hilflos hinzunehmen. Per Unterschrift haben zahlreiche Unterstützer*innen ihren Unmut dokumentiert, es besteht Handlungsbedarf. In diesem Zusammenhang bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen: Herrn Bezirksbürgermeister Andreas Hupke Herrn Bürgeramtsleiter Dr. Ulrich Höver Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Bezirksvertretung Innenstadt Ludwigstraße 8 50667 Köln Michael Scheffer Fraktionsvorsitzender michael.scheffer@stadt -koeln.de Gunda Wienke Stellv. Fraktionsvorsitzende gunda.wienke @stadt -koeln.de - 2 - 1. Welche Maßnahmen hat die Stadt Köln im vergangenen Sommer getroffen, um die Anwohnerschaft ausreichend vor Lärmbelästigungen, Wildpinkeln, Vandalismus und anderen Begleiterscheinungen des Hotspots Schaafenstraße/A&O Hostel im Mauritiuswall /Spielplatz in der Rubensstraße inklusive der Seitenstraßen zu schützen? 2. Wie schätzen Polizei und Ordnungsdienst die Problemlagen im benannten Bereich ein, welche Interventionsmöglichkeiten sind kurz- und mittelfristig denkbar bzw. wünschenswert? In diesem Zusammenhang bitten wir um aussagekräftige Auswertungen der Einsatzprotokolle der vergangenen Monate. 3. Zahlreiche runde Tische, Konsultationskreise, Arbeitszusammenhänge, Beiräte, Krisenstäbe - mithin unter Einbeziehung des Stadtvorstands – sind seit 2018 damit befasst, schlüssige Konzepte zur Bewältigung der Probleme an Weiberfastnacht sowie am 11.11. zu erarbeiten. Welche städtischen Austauschformate gibt es, der dokumentierten (ganzjährigen) Fehlentwicklung im Umfeld der Schaafenstraße/A&O Hostel im Mauritiuswall/Spielplatz in der Rubensstraße zu begegnen? Welche ordnungspartnerschaftlichen Zusammenschlüsse sind vorstellbar und wünschenswert? Steht die Stadt Köln im Austausch mit den ansässigen Gastronomie-Betrieben? 4. Wäre es nicht zwingend, der dokumentierten starken Verunreinigungen (Glasscherben auf den Straßen, überquellende Mülleimer, Urin und Fäkalien der Feiernden auf der Straße und in den Hauseingängen,…) mindestens durch erhöhte Reinigungsintervalle der Abfallwirtschaftsbetrieb Köln (AWB) entgegen zu wirken? Kann gewährleistet werden, dass diese Reinigungen nicht in den frühen Morgenstunden durchgeführt werden, da damit ja das Ruhebedürfnis der Anwohner*innen noch mehr zerrüttet würde? Würde ein entsprechender Beschluss der politischen Gremien Abhilfe schaffen? 5. Blaupause für vielerlei unerfreuliche Entwicklungen, die keinesfalls als zeitgemäße Mediterranisierung verklärt werden sollten, ist und bleibt die Entwicklung rund um den Brüsseler Platz im Belgischen Viertel. Eine temporäre Befriedung konnte hier nur durch die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln vom 18.5.2018 (Aktenzeichen 13 K 3600/16) und den durch Allgemeinverfügung der Stadt Köln verhängten Verweilverboten erreicht werden. Wie wird die Stadt Köln eine mögliche neuerliche juristische Auseinandersetzung vermeiden? Wie soll der Gesundheitsschutz/Schutz vor Lärmbelästigungen analog in anderen innenstädtischen Problembereichen gewährleistet werden? Mit freundlichen Grüßen, Michael Scheffer Gunda Wienke Fraktionsvorsitzender Stellvertretende Fraktionsvorsitzende
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungOrte (5)
- Ludwigstraße 8
- Rubensstraße
- Brüsseler Platz
- Schaafenstraße
- Mauritiuswall
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Details
- Aktenzeichen
- AN/0034/2023
- Typ
- Anfrage nach § 4 BV1 (Die Linke)
- Datum
- 13.01.2023
- Erstellt
- 12.01.2023 17:07