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2006/0446

Bericht 2004/2005 des Zentrums für Erziehungshilfe des Städtischen Sozialdienstes und des Staatlichen Schulamtes

Magistratsvorlage 29.06.2006

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2006/0446

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Impressum:  
Herausgegeben vom Magistrat der Wiss enschaftsstadt Darmstadt, Sozial-
verwaltung und dem Staatlichen Schulam t für den Landkreis Darmstadt-Dieburg 
und die Stadt Darmstadt

2 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
 
 
Inhaltsverzeichnis: 
 
     Seite 
1.       Einleitung.....................................................................................................3 
 
 
 
2.  Räumlic hkeiten ...........................................................................................6 
 
3.  Personelle und inhaltlic he Erweiterung des ZfsE....................................6 
 
4.  Falldarst ellungen........................................................................................7 
4.1      Thomas D.................................................................................................... 7 
4.2   F abian A. ..................................................................................................... 9 
 
5. Zahlen, Date n, Fakten............................................................................... 11 
5.1 Verteilung der Fälle auf die Darmstädter Grundschulen............................. 12 
5.2 Gründe, die zur Anmeldung beim ZfsE führten........................................... 13 
5.3 Beratung und K oordination......................................................................... 13 
5.4 Ambulante Förderung................................................................................. 15 
5.5 Hilfen zur Er ziehung ...................................................................................15 
5.6 Aufnahme- und Entsc heidungsverfahren ...................................................17 
5.7 Öffentlichkeitsarbeit, fallü bergreifende Kooperationen und 
 Teilnahme an Fortbild ungsveranstaltungen................................................ 18 
 
6 . Zusammenfassung und Ausblick ...........................................................20

3 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
Kern der Arbeit des ZfsE ist die Zusammenarbeit von Schule und 
Jugendamt in einer Institution . Hiermit konnte für den Grundschulbereich 
eine Brücke zwischen zwei Institutionen geschlagen werden, die bisher häufig 
unabhängig voneinander gearbeitet haben. 
 
  
    
Land HessenLand Hessen Wissenschaftsstadt DarmstadtWissenschaftsstadt Darmstadt
Staatliches SchulamtStaatliches Schulamt Städtisches 
Schulamt
Städtisches 
Schulamt Sozialverwaltung
Jugendamt
Sozialverwaltung
Jugendamt
Kooperationsvertrag
Kern:
Zusammenarbeit 
von Schule und 
Jugendhilfe in 
einer Institution
 
1. Einleitung  
 
Das Zentrum für schulische Erziehungsh ilfe (ZfsE) der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt besteht seit dem 1. März 2001. Der vorliegende Doppel-Jahresbericht 
dokumentiert die Arbeit des ZfsE für den Zeitraum vom 01.01.04 – 31.12.05.  
. 
Das ZfsE versteht sich als Hilfeangebot für Darmstädter Grundschülerinnen und 
Grundschüler, die in oder mit der Schu le Probleme haben und dies durch ihr 
Verhalten zeigen, sowie deren Eltern, Lehrerinnen und Lehrer.

4 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
Die Aufgaben des Zentrums für schulische Erziehungshilfe 
betreffen im Wesentlichen den Bereich der Prävention. 
Ziel der Förderung im ZfsE ist es, durch frühzeitige 
pädagogische Interventionen Ausgrenzung von Kindern zu 
verhindern. 
Die Arbeit des ZfsE ist pädagogisch und be inhaltet insbesondere die Einleitung, 
Durchführung, Koordinierung  und Begleitung der erfo rderlichen schulischen und 
außerschulischen Hilfen.  
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
 
Antrag auf Beratung 
durch die Lehrkraft der 
Schule (nach §1 der 
VO)
Anfrage der Eltern
Eltern werden 
informiert
Abstimmung mit 
der Lehrkraft
Erstgespräch im Tandem BeratungErstgespräch im Tandem Beratung
Innen- und 
Außensicht
Kind-Umfeld-
Diagnose
Runder Tisch 
mit allen an der 
Erziehung 
beteiligten
Einrichtung 
außerschulischer Hilfen 
(nach dem KJHG)
auf Antrag der Perso-
nensorgeberechtigten
Antrag auf ambulante 
Förderung durch die Schule 
(nach §2 der VO)
mit Zustimmung 
der Eltern 
 
Zugangswege 
und 
Vorgehensweise

5 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
Aufgabenschwerpunkte des ZfsE sind: 
 
- Beratung von Lehrerinnen und  Lehrern, Eltern, Schülerinnen und 
Schülern 
- Ambulante schulische Betreuung von Schülerinnen und Schülern 
- Vermittlung außerschulischer Hilfen. 
Durch die Koordinierung schulischer und außerschulischer Hilfen soll gewähr-
leistet werden, dass die Kinder auf ihren St ammschulen verbleiben können. In die 
Arbeit des ZfsE werden nicht nur die genannten Schülerinnen und Schüler 
einbezogen, sondern auch deren Eltern , wichtige Bezugspersonen sowie 
Lehrerinnen und Lehrer. Lehrer, Eltern und Schüler können gleichermaßen eine 
Beratung beim ZfsE anfragen. 
 
Im ZfsE arbeiten Förder schullehrkräfte und Sozial arbeiter an einem Ort 
zusammen (Tandem-Prinzip), um die Arbeit  von Schule und Jugendhilfe auf eine 
gemeinsame Basis zu stellen. 
 
 
 
 
 
 
Die an der Erziehung Beteiligten – Familie , Schule und Jugendhilfe – müssen das 
Kind in den Mittelpunkt ste llen und sich an seinen Bedü rfnissen orientieren.  Dies 
bedeutet die konkrete Lebenswelt des jewe iligen Kindes sowie die je besonderen 
Lebenslagen von Mädchen und Jungen zu berücksichtigen. 
Dabei fungiert das ZfsE als Schnittste lle zwischen den beteiligten Personen und 
Institutionen sowie als Vermittlungsstelle zwischen unterschiedlichen Positionen 
und Sichtweisen.  
 
Das ZfsE strebt eine möglichst zeitnahe Bearbeitung der An fragen an. Aufgrund 
der hohen Nachfrage konnte diese Vorgabe nicht immer eingehalten werden.  
Für den Bereich der ambulanten schulischen Förderung musste eine Warteliste 
angelegt werden (vgl. S. 15). Wie in den Vorjahren entstanden sowohl im Jahr 
2004, als auch im Jahr 2005 auch für Bera tungsanfragen Wartezeiten von 3 bis 6 
Monaten.

6 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
 
2. Räumlichkeiten 
 
Die im Jahresbericht 2003 beschriebene Notwendigkeit des Umzugs in neue 
Räume wurde trotz nachgewie sener hoher Schadstoffbelastung erst zum August 
2004 umgesetzt. 
Im Juli 2004 fand der Umzug des ZfsE in Räume in de r Landwehrstraße 26 statt. 
Der Umzug erfolgte maßgeblich durch Eigenleistung der Mitarbeiterin und 
Mitarbeiter des ZfsE, da seitens des städt ischen Schulamtes le diglich ein Helfer 
bereitgestellt werden konnte. Für se ine engagierte Hilfe bei unserem Umzug 
möchten wir uns an dieser Stelle nochmals bei Herrn Fr ancioso (vom Städtischen 
Schulamt als Springer eingesetzter Hausmeister) bedanken. 
In der Landwehrstraße 26 steht dem ZfsE eine ehemalige Wohnung mit einem 
großen und zwei kleinen Zimmern, einer kleinen Küche und einer Toilette zur 
Verfügung. Das große Zimmer fungiert al s Büro und ist mit Schreibtischen, 
Computern und mehreren Telefonanschlüssen ausgestattet. 
Das zweite Zimmer dient als Besprechungsraum. Ein drittes, sehr kleines Zimmer, 
das mit einem Telefonanschluss ausge stattet ist, diente zunächst als 
Ausweichraum. Mit den im Jahr 2005 er folgten Veränderungen der inhaltlichen 
Ausrichtung, sowie der personellen Erweiterung (si ehe unten) musste dieser 
Raum ebenfalls zum Büroraum umfunktioniert werden. 
 
 
 
3. Personelle und inhaltliche  Erweiterung des ZfsE 
 
Im Februar 2005 wurde da s ZfsE um eine 0,75-Sozialarbeiterinnenstelle 
aufgestockt, im August 2005 kam eine Förderschullehrerinnenstelle hinzu. 
Insgesamt arbeiten nun im ZfsE eine So zialarbeiterin und ei n Sozialarbeiter im 
Umfang von 1,75 Stell en, sowie zwei Förder schullehrerinnen und ein 
Förderschullehrer im Umfang von 3 vollen Stellen. 
Einhergehend mit dieser personellen Aufs tockung wurde auch eine inhaltliche 
Ausweitung der Tätigkeit des ZfsE ve reinbart. Neben der Gruppe der Darmstädter 
Grundschülerinnen und –schüler als Adre ssaten der Angebote des ZfsE, sollen 
jetzt auch die 5. und 6. Klassen von weiterführenden Schulen als neue Zielgruppe 
hinzukommen. Mit dieser Erweiterung si nd jetzt Darmstädter Schülerinnen und 
Schüler der 1. bis 6. Klassen mögliche Adressaten der Angebote des ZfsE, sofern 
sie Probleme in oder mit Schule haben und dies durch ihr Verhalten zeigen.  
Die personelle und in haltliche Erweiterung des ZfsE ist bereits in die Konzeption 
der Einrichtung eingearbeitet und soll in Zukunft reflektiert und evaluiert werden.

7 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
 
4. Falldarstellungen 
 
Die für diesen Jahresbericht ausgewählten Falldarstellungen beschäftigen sich mit 
dem im Jahr 2005 hinzugekommenen neuen Aufgabenbereich, der Sekundarstufe 
I. In diesem Zusammenhang möchten wir zwei  Fälle darstellen, die für uns zwei 
mögliche Idealtypen der mit der neuen Aufgabe einher gehenden Vorgehens-
weisen beschreiben. Im ersten Fall mö chten wir einen vom ZfsE begleiteten 
Übergang von der Grundschule in die Sek undarstufe I beschreiben, im zweiten 
Fall wurden die aufgetretenen Schwierigkei ten im Umgang mit dem Schüler erst 
nach dessen Übergang in die Sekundarstufe I erstmalig  an das ZfsE gemeldet. 
Der zweite Fall beschreibt eine Entwi cklung, wie sie vor dem Hintergrund der 
präventiven Arbeit des ZfsE nicht w ünschenswert ist, aber dennoch Teil der 
konkreten Arbeit dieser Einrichtung ist. 
 
 
4.1  Thomas D. ∗ 
 
Mit dem Schüler Thomas D. möchten wir ei nen Fallverlauf aufgr eifen, der sowohl 
die Arbeit des ZfsE in der Grundschule als auch im Übergang zur Sekundarstufe I 
dokumentiert.  
Thomas wurde bereits im Schulj ahr 2003/2004 von seiner damaligen 
Klassenlehrerin zunächst dem zuständi gen Beratungs- und Förderzentrum auf 
Grund seiner schwachen Leistungen in Verbindung mit auffälligen 
Verhaltensweisen (Rückzug, handgreif liche Streitereien in der Pause, 
Leistungsverweigerung, ...) gemeldet. Thom as besuchte damals die 3. Klasse. Er 
hatte bereits einmal die 3. Klasse wiederholt. 
Eine intensive Diagnostik durch die einge schaltete Förderschullehrerin machte 
deutlich, dass Thomas’ Intelligenzleistungen im durchsc hnittlichen Bereich lagen. 
Es musste also davon ausgegangen we rden, dass die Ursache seiner 
Leistungsprobleme nicht mi t mangelnder Intelligenz begründet werden konnten. 
Auf Grund dieser Daten wurde vermutet, dass Thomas’ Leistungsprobleme eher 
eine andere Ursache haben. Die  ebenfalls aufgetretenen Verhaltensauffälligkeiten 
führten dazu, dass das ZfsE in die Überlegungen miteinbezogen wurde. 
In einem ersten Beratungsgespräch, an de m die Eltern, die Klassenlehrerin, eine 
Fachlehrerin sowie zwei Kollegen des ZfsE  (Förderschullehrer und Sozialarbeiter) 
teilnahmen, wurde deutlich, dass zumindest ein uneinheitliches 
Erziehungsverhalten der beiden Elternteile vorzuherrschen schien. Eine in diesem 
Gespräch gewonnene erste Hypothese ve rortete die Ursachen für Thomas’ 
                                            
∗ Alle persönlichen Daten sind anonymisiert.

8 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
Schwierigkeiten in außerschulische Kontex te, in diesem Fall in innerfamiliäre 
Bedingungszusammenhänge. Im weiteren Verl auf der Überlegungen wurde dann 
im Wesentlichen mit den Eltern sowie dem Kind gearbeitet. In den folgenden 
Gesprächen mit den Eltern wurde deut lich, dass diese eine sehr große 
Bereitschaft zeigten, mit dem ZfsE zusammenzuarbeiten.  
Für die Kollegen des ZfsE konkretisi erte sich die erste Hypothese 
folgendermaßen: Thomas kommt aus einem  sehr liebevollen Elternhaus. Die 
Eltern bemühen sich intensiv darum, es den Kindern (Thomas hat noch eine kleine 
Schwester) gut ergehen zu lassen. Es fällt  ihnen dabei manchmal schwer, klare 
Grenzen zu setzen und konkrete Erwartungen zu formulieren. Thomas’ 
intellektuelles Potential über steigt bereits zu diesem Zeitpunkt das seiner Eltern 
erheblich. Thomas scheint sich sehr mi t seiner Mutter zu identifizieren und 
„erlaubt“ sich nicht, deren frühere schulische Leistungen zu überschreiten.  
 
Die auf der Basis dieser Hypothe se ergriffenen Maßnahmen sahen 
folgendermaßen aus: 
 
Problem Maßnahme 
Schwache schulische Leistung Ambulante Förderung durch das ZfsE mit 
Beginn der 4. Klasse 
Uneinheitliches Erziehungsverhalten Elterngespräche 
Leistungsverweigerung auf Grund der 
vermuteten Identifizierung mit der 
Mutter 
Beginn einer Psychot herapie bei einer 
Kinder- und Jugendpsychotherapeutin (2-
mal wöchentlich) 
Koordination der verschiedenen 
Maßnahmen 
Regelmäßige Absprachen zwischen 
Eltern, Therapeutin, Lehrerin und ZfsE 
 
Unter dem Einfluss dieser Maßnahmen gelang es Thomas, sowohl seine sozialen 
Auffälligkeiten als auch sein Leistungsverhalten so zu verändern, dass er das 
Klassenziel der 4. Klasse erreichen k onnte und damit der Übergang in die 
weiterführende Schule vorberei tet werden konnte. Thomas entschied sich im 
Einvernehmen mit seinen Eltern für den Besuch der örtlichen Gesamtschule.  
Mit Beginn des neuen Schuljahres nah m das ZfsE Kontakt mit der neuen 
Klassenlehrerin von Thomas auf. In Absprache mit den Eltern und der Therapeutin 
war vereinbart worden, das Angebot der  ambulanten Förderung durch das ZfsE 
gegenüber der weiterführenden Schule aufrechtzuerhalten.  
Die Reaktion der neuen Kla ssenlehrerin auf dieses Angebot war zunächst eher 
zurückhaltend. Die Vorgehensweise des ZfsE  schien ihr auf den ersten Blick nicht 
mit ihren persönlichen Vorstellungen von Unterricht in der Sekundarstufe I 
vereinbar. Nach mehreren Gesprächen konnte aber dennoch eine gemeinsame 
Ebene gefunden werden, die die weitere ambulante Förderung in der Schule

9 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
sicherstellen konnte. Thomas wurde ab diesem Zeitpunkt (Oktober 2005) im 
Mathematik-Unterricht begleitet. Der erst e Eindruck des Förderschullehrers nach 
der Weiterführung der Ambulanten Förder ung stellte sich dann folgendermaßen 
dar: Durch den Umstand, dass der Förderschullehrer Thomas schon in der vierten 
Klasse betreut hatte, kannte er nicht nur  ihn selbst bereits, sondern auch einen 
Großteil der restlichen Klasse (Kinder , die von Thomas’ Grundschule gekommen 
waren). Bereits am Aufstellplatz begrüßt en viele Kinder den Förderschullehrer mit 
einem erfreuten: „Hallo, Herr D.!!“.  In einem Nebensatz hörte der 
Förderschullehrer zufällig Thomas hinter sich sagen: „Endlich bekomme ich wieder 
Unterstützung, das ist gut.“ Die Psychot herapeutin, die mit Thomas nach wie vor 
regelmäßig arbeitet, berichtete ebenfalls, dass er strahlend in ihre Praxis 
gekommen sei und mitgeteilt  habe, dass es zwei gute Nachrichten gäbe: Er habe 
erstens eine gute Note geschrieben und zweitens sei Herr D. wieder da.  
Zwischenzeitlich zeigt Thomas im Unterricht zeitweise eine gute Mitarbeit, die sich 
aber noch nicht immer in den Noten in Kl assenarbeiten niederschlägt. In der 
mündlichen Mitarbeit lässt er aber i mmer wieder seine pfiffigen Ideen (man 
gewinnt hin und wieder  den Eindruck, „wohldosiert!“) einfließen. Zur Zeit bleibt zu 
hoffen, dass sich diese Entwicklung auch auf seine Zensuren auswirken wird. Bei 
gleich bleibenden Noten könnte das Erreichen des Klassenziels gefährdet sein.  
Die Zusammenarbeit von Eltern, Schule, Psychotherapeutin und ZfsE gestaltet 
sich sehr kooperativ. Es gibt regelmä ßige Absprachen bezüglich der weiteren 
Vorgehensweisen. Thomas ist in diese Überlegungen über das ZfsE eingebunden 
und bekommt eine regelmäßige Rückkopplung. 
 
 
4.2  Fabian A. 
 
Fabian war schon in der Kindergarten-  und Grundschulzeit extrem  
verhaltensauffällig. Mit Hilfe des Städtisc hen Sozialdienstes wurden Hilfen zur 
Erziehung eingeleitet und begleitet. (Psychologische Praxis Petra, 
Betreuungshelferin). Außerdem waren da s Sozialpädiatrische Zentrum und die 
Kinder- und Jugendpsychiatrie in Riedstadt involviert. Von schulischer Seite wurde 
in der Grundschulzeit kein Antrag auf Be ratung beim ZfsE gestellt und auch kein 
A+E Verfahren im Sinne der Schule für Erziehungshilfe eingeleitet. 
 
Im Oktober 2005 wurde das ZfsE von de r Koordinatorin für Erziehungshilfe 
darüber informiert, dass die neue Klassenlehr erin von Fabian um Unterstützung in 
der Arbeit mit Fabian bittet. 
Der Junge war ohne weitergehende Informati onen in der 5. Klasse angemeldet 
worden. Er äußerte gleich am ersten Tag, „dass er jeden zusammenschlagen 
werde, der ihm Böses wolle“.  Außer halb der Klasse ereigneten sich umgehend 
gravierende Konflikte mit älteren Schülern. Auch im Unterricht veränderte sich sein

10 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
anfänglich gutes Bemühen. Wutausbrüche, Aggressionen gegen Mitschüler und 
Lehrkräfte, Besserwisserei und negativ e Kommentare beein trächtigten in 
enormem Maße den Schulalltag.  
Fabian brachte außerdem eine ausgeprägte Lese-Rechtschreibschwäche mit. 
 
Zu diesem Zeitpunkt war der Städtische Sozialdienst seit mehreren Monaten aus 
dem Fall ausgestiegen, weil nach 4 Ja hren intensiven Bemühens die einzige 
Maßnahme, die noch einen Erfolg vers prach (Fremdunterbringung), von der 
Mutter kategorisch abgelehnt worden war.  
 
Die Arbeit der Zentrumsko llegin bestand vorerst darin, die Informationen der 
verschiedenen Helfersystem e auszutauschen und si ch auf den neuesten 
Sachstand zu bringen.  
In Gesprächen mit dem Jahrgangsteam der Schule wurde überlegt, ob es 
innerhalb der Schule noch nicht genutzte Fördermöglichkeiten gibt. Die 
Einbeziehung des Schulsozialarbeiters gab etwas Entspannung für die Pausen 
und für eine Randstunde. Ansonsten wurde es als große Gefahr erlebt, dass 
Fabian unvorhersehbar ausrastet, und durch  tätliche Angriffe Mitschüler und 
Lehrkräfte verletzt. 
Eine kleine Lerngruppe in einer pädagogisch-therapeut ischen Einrichtung wurde 
als einzig sinnvolle Möglichkeit gesehen, Fabian langfristig zu helfen.  
Außerdem wurde das längst notwendige Aufnahme- und Entscheidungsverfahren 
zur Feststellung eines sonderpädagogischen  Förderbedarfs im Sinne der Schule 
für Erziehungshilfe auf den Weg gebracht. 
 
In zwei Gesprächen mit der Mutter konnte darüber hinaus deren Bereitschaft 
geweckt werden, eine Fremdunterbri ngung ihres Sohnes in den Bereich der 
Möglichkeit zu rücken. 
Im neuen Jahr wird es das Ziel des ZfsE sein, in Zusammenarbeit mit der Mutter 
und der zuständigen Sozialarbeiterin vom Städtischen Sozialdienst, eine adäquate 
Beschulung und Unterbringung von Fabian möglich zu machen und zu finden. 
 
Die Arbeit des Zentrums für schulische Erziehungshilfe bestand, bzw. besteht bei 
dieser Art von Fällen darin, Bestehendes zu sammenzuführen, zu koordinieren, zu 
recherchieren und zu bündeln und de n Weg für weitergehende  Maßnahmen zu 
bereiten.

11 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
 
5.     Zahlen, Daten, Fakten 
 
Die statistischen Aussagen über die Arbeit des ZfsE basieren auf Daten, die in der 
Zeit zwischen dem 01.01.2004 und dem 31.12.2005 erhoben wurden.  
Alle Zahlen, Daten und Fa kten belegen  die hohe Na chfrage nach den Angeboten 
des ZfsE.  
 
Eltern wandten sich oft mit konkreten Fragen an das ZfsE, wie z.B.: 
„Was können wir noch tun,  damit unser Kind sich im Unterricht besser 
konzentrieren kann?“ 
„Wie kann ich meinen Sohn dazu bringen, dass er di e Hausaufgaben regelmäßig 
macht?“ 
Neben konkreten Fragen äußerten Lehrer auc h diffuse Befürchtungen, wie z.B.: 
„Ich glaube, das Kind wird zu Hause geschlagen“, 
„Ich frage mich, ob der Junge den Tag über genügend Betreuung erhält“. 
 
In der Arbeit  des ZfsE wurde oftmals deutlich, dass die Schwierigkeiten der 
Kinder bzw. Schwierigkeiten mit den Ki ndern eine zunächst nicht bedachte außer-
schulische Komponente aufwie sen. Nicht selten waren die Schwierigkeiten des 
Kindes Symptom für  innerfamiliäre Konflikte.  
In einigen Fällen schienen die Symptome , die sich im Verhalten der Kinder 
zeigten, aus tieferliegende n Beziehungskonflikten z wischen Lehrkraft und 
Schülerin bzw. Schüler zu resultieren.

12 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
 
5.1      Verteilung der Fälle auf die Darmstädter Grundschulen 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
Fälle des ZfsE in Darmstadt pro Schule in 2004/2005  
(Beratung und Ambulanz) 
GAZ (1/4) 
WBS (4/6) ALS (9/13) 
EKS (23/18)
SchiS (16/6) 
CMS (5/9) 
KKS (4/6)
GS (2/2)
DWS (5/0)
MWS (9/7)
BS (7/10)FES (5/7) 
EHKS (6/2) 
WHS (2(9)/4)
FS (0/0)
LSS (1/4)
AS (1/5)
HHfS (8/8)
HHS (4/4)
GAZ: Georg-August-Zinn-Schule 
WBS: Wilhelm-Busch-Schule 
ALS: Astrid-Lindgren-Schule 
CMS: Christian-Morgenstern-Sch. 
EKS: Erich-Kästner-Schule 
SchiS: Schillerschule 
KKS: Käthe-Kollwitz-Schule 
GS: Goetheschule 
DWS: Diesterwegschule 
HHS: Heinrich-Heine-Schule 
EHKS: Elly-Heuss-Knapp-Schule 
MWS: Mornewegschule 
FES: Friedrich-Ebert-Schule 
HHfS: Heinrich-Hoffmann-Schule 
BS: Bessunger Schule 
AS: Andersenschule 
FS: Frankensteinschule 
LSS: Ludwig-Schwamb-Schule 
WHS: Wilhelm-Hauff-Schule 
StAh: Stadtteilschule Arheilgen 
WLS: Wilhelm-Leuschner-Schule 
ZfsE 
In dieser Statistik erscheinen 
die 76 Fälle, in denen das 
ZfsE in den Grundschulen 
tätig geworden ist. 2 Fälle, in 
denen das ZfsE im Übergang 
von Kindergarten zu Schule 
tätig geworden ist, werden 
hier nicht ausgewiesen. 
In der Wilhelm-Hauff-Schule 
wurden insgesamt 9 Kinder 
wegen Verhaltensauffällig-
keiten betreut. Aufgrund 
interner Regelungen an der  
der WHS wurden in 2004 2 
dieser Fälle vom ZfsE 
bearbeitet. 
StAh (0/1) 
WLS (0/1)

13 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
Erstanfragen      2004 2005 
Lehrkräfte 59 43 
Eltern 9 13 
Schulamt / 4 
StSD / 1 
Kindergärten / / 
Andere 2 / 
Genannte Gründe 2004 2005 
Störendes Verhalten im Unterricht 50 53 
Aggressives Verhalten in den Pausen 37 29 
Regressives Verhalten im Unterricht 14 14 
Aufmerksamkeitsprobleme im Unterricht 39 50 
Schulleistungsprobleme in Verbindung mit Störungen des 
Unterrichts 
29 43 
Unregelmäßiger Schulbesuch 0 6 
Kind steht unter massivem Leistungsdruck  4 8 
(vermutete) Probleme im häuslichen Umfeld 47 81 
Essstörung 0 1 
Auffälligkeiten im Kindergarten 0 2 
Auffälligkeiten in Verbindung mit (vermuteter) 
Hochbegabung 
4 2 
5.2 Gründe, die zur Anmeldung beim ZfsE führten 
 
Als Gründe, die zur Anmeldung beim ZfsE führten, wurden von den Ratsuchenden 
folgende genannt (Mehrfachnennungen möglich):  
 
 
 
 
 
5.3 Beratung und Koordination 
 
Aus den beim ZfsE eingehenden An fragen haben sich im Jahr 2004 70 Neufälle 
ergeben. Von den in den Vorjahren 
entstandenen Fällen wurden 43 Fälle 
im Jahr 2004 weiter bearbeitet. Die 
Gesamtzahl der in 2004 
bearbeiteten Fälle beträgt daher 
113. 
Im Jahr 2005 ergaben sich aus den 
Anfragen 61 Neufälle . Aus den 
Vorjahren wurden 56 Fälle

14 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
weiterbearbeitet. Die Gesamtzahl der in 2005 bear beiteten Fälle beträgt daher 
117. 
In allen Fällen wurden Beratungsgespräc he geführt. In fast allen Fällen wurden 
mindestens 2 Gespräche, in Einzelfällen bis zu 12 Gespräche, geführt. 
Die Erstanfragen kamen im Dokumentationszeitraum von Lehrkräften, Eltern, dem 
Städtischen Sozialdienst sowie von Na chbarn oder weitläuf igeren Verwandten. 
Die Verteilung der Erstanfragen ist der vorstehenden Tabelle zu entnehmen. 
 
Die Beratungsgespräche mit den Grundsc hullehrerinnen und –l ehrern wurden in 
der Regel nach dem Modell der „Kooper ativen Beratung“ durchgeführt. Im 
Rahmen dieser Methode werden in den Beratungsgesprächen gemeinsam 
Ansatzpunkte für eine Unterstützung der pädagogischen Aufgabe entwickelt. Einer 
möglichst genauen und differenzierten Besc hreibung des Problems aus Sicht der 
Lehrkraft schließt sich der Versuch an, die Perspektive des Schülers bzw. der 
Schülerin einzunehmen. Die Formulier ung eines Unterrichts- und Erziehungsziels 
für das Kind soll zu einer Konkretisier ung in der weiteren Planungsarbeit der 
Lehrkraft führen. Schrift lich werden für das formu lierte Ziel gemeinsam 
Möglichkeiten der Lösung ge funden und die Lehrkraft in  der Umsetzung beratend 
unterstützt. 
 
Die Beratungsgespräche mit den Eltern  dienen der Problemanalyse und der 
Klärung des erzieherischen Be darfs. In den Gespräc hen mit den Eltern wurden 
Perspektiven für außerschulische Hilfen erarbeitet. Es erfolgte Beratung in Fragen 
der Erziehung und hinsichtlich psychosozia ler Problemlagen. Themen waren hier 
z.B. „inkonsequentes Erziehungsver halten“ und Grenzsetzung gegenüber dem 
Kind, Paarkonflikte der Eltern, die Sit uation alleinerziehender  Elternteile sowie 
Sucht und psychische Probleme von Eltern teilen. In einigen  Beratungen wurden 
finanzielle Schwierigkeiten und mit unzureichendem Wohnraum verbundene 
Probleme thematisiert. Oftmals reichte de n Eltern die Information über bestimmte 
Beratungsgespräche  2004 (113 Fälle) 2005 (117 Fälle)
Gespräche mit Lehrerinnen und 
Lehrern 
143    (in 2003: 77) 111 
Gespräche mit Eltern 109    (in 2003:  78) 155 
Runde Tische und 
Koordinationsgespräche 
166  (in 2003:  182) 208 
Gesamtsumme 337 (in 2002: 254) ) 474

15 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
Amb. Förderung Mädchen Jungen 
2004 19 3 16 
2005 18 2 16 
Sozialleistungen aus. Dar über hinaus wurden Eltern an andere Einrichtungen, 
Ämter und Dienste vermittelt. 
 
In den sogenannten „Runden Tischen“ und „Koordinationsgesprächen“ wurden 
Absprachen zwischen den am Erzieh ungsprozess beteiligten Personen und 
Institutionen getroffen. Die „Runden Ti sche“ dienen im Be sonderen dem Aus-
tausch aller am Erziehungsprozess bet eiligten Personen über ihre jeweiligen 
Sichtweisen, Vorgehensweisen und Ziel e. Eventuell auftretende Widersprüche 
oder gar Ablehnungen der einz elnen Systeme untereinand er sollen in diesem 
Rahmen artikuliert und reflektiert werden. 
 
 
 
5.4 Ambulante Förderung 
 
Schülerinnen und Schüler, deren Verhalten in der Schule sich durch Beratung der 
Lehrkräfte nicht in ausreichendem 
Maß verändern lässt, können durch 
die Förderschullehrer des ZfsE 
ambulant im Unterricht betreut 
werden. Den Förderschullehrern 
des ZfsE stehen hierfür pro Lehrkraft 12 Unterrichtsstunden zur Verfügung. Für 
einen Schüler oder eine Schülerin können  maximal 4 Stunden ei ngesetzt werden. 
Im Dokumentationszeitraum hat das Zentrum für Erziehungshilfe insgesamt 37 
(2004: 19, 2005: 18) Schülerinnen und Schüler ambulant gefördert.  
 
Es hat sich gezeigt, dass die Nachfrage nach ambulanter Förderung sehr hoch ist. 
Für Neuanfragen besteht derzeit eine Wartezeit von mindestens 6 Monaten. Auf 
der Warteliste stehen zum Redaktionsschluss 5 Kinder. 
 
 
 
5.5 Hilfen zur Erziehung 
 
Als Kooperationsstelle von Schule und J ugendamt vermittelt das  ZfsE bei Bedarf 
Hilfen zur Erziehung nach dem Sozialgesetzbuch, Achtes Buch - Kinder- und 
Jugendhilfe (SGB VIII).  
 
Bei den Hilfen zur Erziehun g nach dem SGB VIII handelt es  sich um individuelle 
Hilfen für einzelne Kinder und deren Fam ilien. Die verschiedenen Hilfearten 
werden in den §§ 28 bis 35 des SGB VIII aufgeführt und richten sich nach dem 
pädagogischen Bedarf im Einzelfall.

16 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
 
Für die vom ZfsE geförderten Kinder  erfolgt die Antragstellung der 
Personensorgeberechtigten auf Hilfe zur Erziehung bei der im ZfsE tätigen 
Sozialpädagogin oder dem im ZfsE tä tigen Sozialarbeiter, die beide vom 
Städtischen Sozialdienst an das ZfsE abgeordnet sind.  
Die Entscheidungen über die Einleitung, Veränderung oder Beendigung einer Hilfe 
zur Erziehung erfolgen in der Regionalgruppensitzung der zuständigen Regional-
gruppe des Städtischen Sozialdienstes. Die Mitarbeiter des ZfsE (Sozialpädagogin 
oder Sozialarbeiter und  zu ständige Förderschullehrkraft) bringen ihren Vorschlag 
in die Regionalgruppensitzung des Städtischen Sozialdienstes ein. Die Begleitung 
und Hilfeplanung liegt beim ZfsE. 
 
In 2004 hat das ZfsE 14 Kinder im Rahm en der Hilfen zur Erziehung begleitet. Bei 
diesen 14 Kindern handelte es sich um 2 Mädchen und 12 Jungen. 
In 2005 wurden 12 Kinder im Rahmen der Erziehungs hilfe durch das ZfsE 
begleitet. Hierbei handelte es sich um 2 Mädchen und 10 Jungen. 
 
Die in der obigen Tabelle  aufgeführten Gesamtzahl en unterscheiden nicht nach 
neu eingeleiteten und aus den Vorjahren weiter bestehenden Hilfen.  
Hilfeart Anzahl 
2004 
Anzahl
2005 
§ 29 SGB VIII 
Soziale Gruppenarbeit 
 
1 
 
1 
§ 30 SGB VIII 
Erziehungsbeistand, Betreuungshelfer 
 
2 
 
1 
§ 31 SGB VIII 
Sozialpädagogische Familienhilfe 
 
6 
 
4 
§ 32 SGB VIII 
Erziehung in einer Tagesgruppe 
 
1 
 
5 
§ 34 SGB VIII 
Heimerziehung 
 
3 
 
1 
§ 35 SGB VIII 
Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung 
 
1 
 
0 
Hilfen zur Erziehung gesamt 14 12

17 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
 
Diesbezüglich lässt sich folgende Verteilung konstatieren:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Hilfen zur Erziehung k önnen über das Ende der schulischen Unterstützung 
hinaus weiter bestehen. Gemäß der Konzeption des ZfsE geht die Zuständigkeit in 
diesen Fällen nach einem halben Jahr an die Bezirkssozialarbeit über. Für die aus 
den Vorjahren bestehenden Hilfen ergibt sich folgende Verteilung: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5.6 Aufnahme- und Entscheidungsverfahren 
 
Die am ZfsE arbeitenden Förderschullehrkräfte haben die Aufgabe A+E-Verfahren 
im Bereich Erziehungshilf e durchzuführen. Der zeitliche Schwerpunkt dieser 
Aufgabe liegt im Frühjahr, zwischen Februar und Mai.  
Die Förderschullehrkräfte des Zf sE haben im Erhebungszeitraum 20 A+E-
Verfahren durchgeführt. 
 
 
 
 
2004 2005 Hilfen zur Erziehung 
14 12 gesamt    
4 8 neu eingeleitet Hilfen  
10 4 aus den Vorjahren bestehende Hilfen     
2004 2005  
10 4 aus den Vorjahren besteh ende Hilfen zur Erziehung 
6 1 dieser Hilfen wurden an di e Bezirkssozialarbeit des StSD 
übergeben 
2 3 dieser Hilfen wurden beendet 
2 0 dieser Hilfen werden we iterhin vom ZfsE begleitet

18 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
5.7 Öffentlichkeitsarbeit, fallüberg reifende Kooperationen und Teilnahme 
an Fortbildungsveranstaltungen 
 
Die Mitarbeiter des ZfsE haben im Be richtszeitraum folgende Formen von 
Öffentlichkeitsarbeit betrieben, bzw. mi t folgenden Einricht ungen Kooperations-
gespräche geführt: 
 
• Kooperationsgespräch mit den Mitarbeite rn der Beratungsstelle der Kinder- 
und Jugendakademie Südhessen 
• Kooperationsgespräche mit Mitarbeite rn des schulpsychologischen Dienstes 
• Kooperationsgespräche mit Mitarbei terinnen und Mitarbeitern des KOMM-
Projekts Darmstadt 
• Kooperationsgespräch mit den Mitarbeiterinnen des „Zentrums für schulische 
Erziehungshilfe“ des Landkreises Darmstadt-Dieburg 
• Kooperationsgespräch mit der Schulsozial arbeiterin der Astrid-Lindgren-Schule  
• Durchführung Weiterbildung Kooperative  Beratung im Rahmen der Lehrer- und 
Lehrerinnenfortbildung 
• Vorstellung des ZfsE in der „Leitungs -AG“ der städtischen Kindertagesstätten 
• Teilnahme am KOMM-Fachtag 
• Vorstellung des ZfsE bei der Präsent ation von „familien-willkommen“ des 
Mütterzentrums Darmstadt

19 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
• Teilnahme am „BFZ-Tag“ zum Them a „Kooperation zwi schen Schule und 
Jugendhilfe“ 
• Vorstellung des ZfsE im Gesprächskreis mit türkischen Eltern an der 
Schillerschule 
• Ein Mitarbeiter des ZfsE absolvier t eine dreijährige Weiterbildung in 
systemischer Beratung an der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt 
• Teilnahme an der Fachtagung „F remdplatzierung“ im StSD 
• Teilnahme am Pädagogischen Tag der Einrichtung KOMM 
• Teilnahme am „BFZ-Tag“ zum Them a „Außerschulische Beratungs- und 
Unterstützungssysteme“ 
• Teilnahme am Fachtag in Solms zu m Thema „Es geht um Kooperation!“ 
• Bericht im „Darmstädter Echo“ im Rahmen des Umzugs in die neuen 
Räumlichkeiten

20 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
6. Zusammenfassung und Ausblick 
 
Das Zentrum für schulische Erziehungshilf e hat am 8.3.2001 offi ziell seine Arbeit 
aufgenommen. Die Mitarbeiter können zu m jetzigen Zeitpunkt auf 5 Jahre 
gemeinsamer Arbeit zurückblicken. 
 
 
Die gewonnenen Erfahr ungen haben gezeigt, dass der Kern unserer Arbeit, die 
Zusammenarbeit von Schule und Jugendamt in  einer Institution, verschiedene 
positive Effekte für Kinder, deren Verhalten als auffällig beschrieben wird, hat. Die 
positiven Effekte werden auf mehreren Ebenen deutlich: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die im Verlauf der 5 Jahre erhobenen statistischen Daten belegen eine 
permanent hohe Nachfrage der vom ZfsE angebotenen Hilfen. Die 
ungebrochene Nachfrage des Angebotes des ZfsE in den Jahren 2004 und 
2005 bescheinigt die Bedeutung des ZfsE. Diese Erkenntnisse führten 
dazu, dass die Träger dieser Inst itution - die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt und das Land Hessen -  im Laufe des Jahres 2003 das Zentrum 
für schulische Erziehungshilfe als Regelangebot etabliert haben. 
 
Hilfen werden 
gemeinsam 
erarbeitet 
Schulische und außer-
schulische Probleme wer-
den eingehend beleuchtet 
Umfassende Beratung 
aller, an der Erziehung 
Beteiligten 
Positiver Effekt 
durch „kurze 
Wege“ 
Koordination von schu-
lischen und außerschu-
lischen Hilfen 
Verdeutlichung des 
Hilfebedarfs 
Vermeidung von 
A+E-Verfahren 
durch präventive 
Arbeit 
„Störendes Verhalten“ als 
Türöffner in die 
Lebenswelt des Kindes 
Positive Effekte der Arbeit des ZfsE

21 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
Durch die umfassende Beratung aller an der Erziehung eines Kindes Beteiligten 
(Eltern, Schule, Hort etc.) ist es möglich, schulische und außerschulische 
Probleme eingehend zu beleuchten und gemeinsam Hilfen zu erarbeiten. 
Die enge Zusammenarbeit v on Jugendhilfe und Schule, di e im ZfsE gegeben ist, 
erweist sich hier als außerordentlich wirksam. 
 
Im Einzelfall tritt das ZfsE als Vermittler und Koordinationsstelle für die geeigneten 
und notwendigen schulischen und außerschulischen Hilfen auf. Dadurch kann ein 
unkoordiniertes Nebeneinander von Hilfen verhindert werden. 
 
Die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe öffnet den Blick über 
das störende Verhalten eines Kindes hi naus, in die Lebenswelt des Kindes und 
führt zu für das Kind günstigen und effizienten Lösungen. 
 
Eltern können oftmals viel eher die Notwendigkeit von Hilfen erkennen und 
akzeptieren, wenn die Schwierigkei ten ihres Kindes aus verschiedenen 
Perspektiven (Schule, Jugendhilfe, andere Beteiligte) am „Runden Tisch“ 
dargestellt werden. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bedarf an Begleitung von 
Grundschülern in die 
weiterführende Schule 
 
→ in 2005 eingerichtet! 
Bedarf an ambulanter 
Förderung ist hoch, 
Tendenz steigend 
Bedarf an höherer 
personeller Ausstattung 
des ZfsE 
 
→ in 2005 Aufstockung! 
Informationsbedarf über 
Umgang mit „schwierigen 
Kindern“ ist hoch 
Über die derzeitigen Möglichkeiten des ZfsE hinausgehender Bedarf

22 Jahresbericht 2004/2005 
  Zentrum für schulische Erziehungshilfe 
Durch die präventive Arbeit des Zf sE konnte im J ahr 2004 und 2005 in  21 Fällen 
von der Beantragung eines A+E-Ve rfahrens auf Überprüfung von 
sonderpädagogischem Förderbedarf im Sinn e der Schule für Erziehungshilfe 
abgesehen werden. Lehrerinnen und Lehr er, die in ihren Klassen mit 
verhaltensauffälligen Kindern konfr ontiert werden, scheinen in der 
unterstützenden, präv entiven Arbeit des ZfsE eine H ilfe zu erfahren, die den 
Schritt hin zu einem A+E-Verfahren als letzter Möglichkeit seltener werden lässt. 
 
Die Erfahrungen zeigen, dass der Bedarf an ambulanter schulischer Förderung – 
bereits wie in den Vorjahren evaluiert – we iterhin sehr hoch ist. Die mittlerweile im 
ZfsE zur Verfügung stehenden 36 Wochenst unden decken den Bedarf zur Zeit 
weitgehend. Die Wartezeit beträgt dennoch in der Regel mindestens 6 Monate.  
 
Die Begleitung von Schülern aus der Gr undschule in die weiterführende Schule 
durch das ZfsE wurde begonnen. Die Effekte dies er Erweiterung des 
Zuständigkeitsbereichs des ZfsE müssen zu einem späteren Zeitpunkt evaluiert 
werden. Erste Erkenntnisse sind aber bereits in diesem J ahresbericht (z.B. in den 
Fallberichten) enthalten. 
 
Die im Verlauf der 5 J ahre gemeinsamer Arbeit gewonnenen Erfahrungen zeigen, 
dass das zugrunde gelegte Stellenverhältnis  von 1 Sozialarbeiterstelle zu 2 
Förderschullehrerstellen nicht dem tatsächlichen Bedarf entspricht. Nach unserem 
Dafürhalten wäre ein Verhältnis von 1,5 Sozialarbeiterstellen zu 2 
Förderschullehrerstellen angezeigt. 
   
Nach wie vor bleibt festzustellen, da ss der Bedarf an Information über sozial-
pädagogische und sonderpädagogisc he Sichtweisen in den Grundschulen hoch 
ist. Dieser Bedarf könnte durch vom ZfsE organisierte 
Fortbildungsveranstaltungen oder Vortragsreihen gedeckt werden. Dies ist mit der 
gegenwärtigen personellen Ausstattung, trotz Aufstockung, kaum zu realisieren.  
 
Die gegenwärtig genutzten Räumlichkeiten sind durch die Personalaufstockung 
bereits wieder zu klein geworden. In den Räumen in der Landwehrstraße gibt es 
zwei Büroräume und ein Besprechungszi mmer. Die neue personelle Ausstattung 
erlaubt aber auch die Arbeit in mehrer en Tandems parallel, so dass regelmäßig 
zwei Besprechungszimmer notwendig wären. Hier gibt es zur Zeit immer wieder 
Überschneidungen, die dazu führen, dass das  mögliche Potenzial des Zentrums 
für schulische Erziehungshilfe nicht voll ausgeschöpft werden kann. Vor diesem 
Hintergrund werden erneut dringend größere Räumlichkeiten benötigt.

anlage 1

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ZfsE

Zentrum
für
schulische
Erziehungshilfe

Wissenschaftsstadt 
Darmstadt

Jahresbericht 2004/2005
- Berichtszeitraum 01.01.2004-31.12.2005 -





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Æç{>›4ðù56pœýÇšKÚç\ƵÏíAs~f«1
ǁ?ÿÁýÍò&^4ŽËyȲç;>×Úg{löŸãq¼ùm–w|6ûkÜРYÃÄ»›eçªÄÁ¤šö< ×äÙ'»ß§¼Í_Óz}·‰Ú𮨣ñÚÓ§þÊ̔RêqfÉ~Æõ3qÛ8ËÜ|®õ¦&u0ý-‰7†\r}e䳦¡!ù”~ÿ»Ö¨“8˜ØÁø|,9Ík&ŸÏýã³ñ¹|o.¦p0ÔÊäàÖ $‡
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Zimmermann

2006/0446

2044 Zeichen

Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 
 
Magistratsvorlage 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
06.07.2006 
an den Magistrat Beteiligt vor Dezernat II 
Amt: Sozialverwaltung 
 zur Kenntnis 
 zur Beschlussfassung 
Magistrats-
beschlussfassung: 
Bezirksverwaltung 
DA-Wixhausen 
Frauenbüro 
 
Vorlage-Nr. 2006/0446 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
 
  
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
 OBW zur Befassung 
 zur Kenntnis 
 zur Beschlussfassung 
 zur abschließenden Beschluss- 
 fassung Fachausschuss 
Internet  ja  nein 
 
Tagesordnung  I  II 
Verteiler: 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung 
Magistrat 
 
Betreff: Bericht 2004/2005 des Zentrums für Erziehungshilfe des Städtischen Sozialdienstes und 
des Staatlichen Schulamtes 
 
Vorlage vom: 29.06.2006 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Der vorliegende Bericht wird zur Kenntnis genommen. 
2. Die Vorlage ist den Stadtverordneten zur Kenntnis zu geben. 
3. Dem Jugendhilfeausschuss zur Kenntnis. 
 
 
 
 
Anlagen: Titel Jahresbericht 2004/2005 
Jahresbericht ZfsE 2004/2005 
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
 
Bericht zur Magistratsvorlage vom 29. Juni 2006: 
 
 
Das Zentrum für Erziehungshilfe ist seit dem 20.11.2000 von der Wissenschaftsstadt Darmstadt in 
Kooperation mit dem Land Hessen, vertreten durch das Staatliche Schulamt des Landkreises 
Darmstadt-Dieburg, gegründet worden und legt seinen zweiten Jahresbericht vor. 
 
Die im Verlauf der 5 Jahre erhobenen statistischen Daten belegen eine permanent hohe Nachfrage 
der vom Zentrum für schulische Erziehungshilfe angebotenen Hilfen. Die ungebrochene Nachfrage 
des Angebotes des Zentrums für schulische Erziehungshilfe bescheinigt die Bedeutung des Zentrums. 
Diese Erkenntnisse führten dazu, dass die Träger dieser Institution – die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt und das Land Hessen – im Laufe des Jahres 2005 das Zentrum für schulische 
Erziehungshilfe ausgebaut haben.  
 
Darmstadt, den 29. Juni 2006 
ge/mu 
 
 
Dezernat II 
 
 
 
 
 
Wolfgang Glenz 
Bürgermeister 
 
 
Anlage 
Bericht 2004/2005 des Zentrums für Erziehungshilfe

Beratungsverlauf (1)

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Orte (1)

  • Landwehrstraße 26

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Details

Vorlagen-Nr.
2006/0446
Typ
Magistratsvorlage
Datum
29.06.2006
Erstellt
29.09.2026 00:00