2026/2017
Beantwortung einer Anfrage gemäß § 4 der Geschäftsordnung zu Masern
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
3595 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/53/530/1 Vorlagen-Nummer 03.07.2017 2026/2017 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Gesundheitsausschuss 04.07.2017 Beantwortung einer Anfrage gemäß § 4 der Geschäftsordnung zu Masern Mit der beim Amt der Oberbürgermeisterin am 22.06.2017 eingegangenen Anfrage bitten die Frakti- onen von CDU und Bündnis 90/ Die Grünen um Beantwortung von Fragen zu Masern. 1. Warum ist in NRW eine so hohe Erkrankungsrate zu beobachten? 2. Wie stellt sich die Situation in Köln dar und welche Altersgruppen sind besonders betrof- fen? 3. In welchem Rahmen überprüft das Gesundheitsamt den Impfstatus der Kölner Kinder? 4. Wie sieht die Situation bei den aus dem Ausland neu zugewanderten Menschen aus und gibt es hier eine spezielle Beratung zum Impfschutz? 5. Wie bewertet die Verwaltung die neu aufgenommene Meldepflicht der Kindertageseinrich- tung an das Gesundheitsamt, wenn Eltern dort keinen Nachweis über Impfungen bzw. eine Impfberatung vorlegen, in der gerade vom Bundestag verabschiedeten Änderung des In- fektionsschutzgesetzes? Die Verwaltung nimmt wie folgt Stellung: Zu 1: Es gibt bundesweit relativ viele Masernfälle im Vergleich zu den Vorjahren. Jahr Anzahl 2006 2.307 2007 567 2008 553 2009 523 2010 780 2011 1.607 2012 165 2013 1.771 2014 442 2015 2.464 2016 325 2017 (nur I. Quartal) 401 (Quelle: RKI) 2 Ein Schwerpunkt in Europa liegt aktuell in Rumänien und Italien. In NRW traten bisher die meisten Fälle in Duisburg, gefolgt von Essen auf. Dort waren hauptsächlich nicht krankenversicherte und ungeimpfte Personen betroffen, darunter sehr viele kleine Kinder. Die Familien stammten häufig aus osteuropäischen EU-Ländern. In anderen Kreisen und Städten in NRW sind bisher nur ver- einzelt Fälle an Masernerkrankungen aufgetreten. Zu 2: In Köln gibt es im Jahr 2017 bisher 15 laborchemisch bestätigte Masernfälle. Das Altersspektrum reicht von 1 Jahr bis 50 Jahre. Am häufigsten sind bisher Erwachsene betroffen (Präsentation Gesundheitsausschuss am 9. Mai 2017). Zu 3: Der Impfstatus Kölner Kinder wird im Rahmen der Kindergartenuntersuchungen, der Schulein- gangsuntersuchungen und der Seiteneinsteigeruntersuchungen überprüft. Es erfolgt eine Bera- tung zu nicht erfolgten Impfungen. Die Eltern bekommen zudem ein Empfehlungsschreiben für die behandelnde Kinderärztin/ den behandelnden Kinderarzt. Zu 4: In Köln sind bisher keine erhöhten Erkrankungszahlen an Masern bei neu zugewanderten Men- schen zu beobachten. Durch den Einsatz von Gesundheitsamt und niedergelassenen Kinderärz- tinnen und Kinderärzten im Rahmen von Impfsprechstunden in Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete konnten bislang Ausbrüche verhindert werden. Nachimpfungen werden in der Regel von den niedergelassenen Kinderärztinnen und Kinderärzten übernommen. Im Rahmen der Sei- teneinsteiger-Untersuchungen überprüft der Kinder- und Jugendärztliche Dienst (KJGD) die durchgeführten Impfungen. Bei nicht versicherten Personen/Familien gibt es von der Malteser Migrantenmedizin eine spezielle Kindersprechstunde mit Impfangebot. Der Impfstoff wird vom Gesundheitsamt gestellt und vom Land NRW finanziert. Zu 5: Dies bewertet die Verwaltung kritisch. Hierdurch wird aus Erfahrung die Durchimpfungsrate nicht wesentlich gesteigert werden können. Zudem verliert die Gesundheitsbehörde gerade bei beson- ders vulnerablen Bevölkerungsgruppen an Vertrauen, wenn sie als Kontrollbehörde wahrgenom- men wird. gez. Dr. Rau
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2026/2017
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 03.07.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27