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V/0335/2007

"Älter werden in Münster"

Vorlagen 26.04.2007

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 10.05.2007, TOP 2.4

Beschlussvorlage

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Ansehen

Antrag der CDU-Fraktion an den Rat vom 21.03.07, Nr. A-R/0012/2007, Älter werden in Münster, Leitantrag zur Sozialpolitik für Seniorinnen und Senioren

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Ansehen

Beschlussvorlage

8870 Zeichen

V/0335/2007 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Sozialamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Antrag der CDU-Fraktion an den Rat Nr. A-R/0012/2007 vom 21.03.2007: 
"Älter werden in Münster"; Leitantrag zur Sozialpolitik für Seniorinnen und Senioren 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
10.05.2007 Hauptausschuss Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
Die Verwaltung wird beauftragt, 
 
1. die thematischen Einzelgesichtspunkte des Antrags zu prüfen, aufzubereiten und in einem Be-
richt an den Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung zusammenzufassen. 
 
2. Mit diesen Maßgaben wird der Antrag an den Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeits-
förderung verwiesen. 
 
 
Begründung: 
 
1. Antrags- und Beschlusslage 
 
Mit der Vorlage „Wohnen im Alter, Fortschreibung 2005 (V/0798/2005) hat die Stadt Münster 
Handlungsempfehlungen zur nachfragegerechten Bereitstellung von Wohn- und Dienstleistungs-
angeboten für Seniorinnen und Senioren sowie für Menschen mit Behinderung vorgelegt.  
 
Mit dem „Pflegebericht 2005 des Sozialamtes“ (V/1058/2006) hat die Stadt Münster erstmals die 
Felder soziodemografische Entwicklung, Pflege und Wohnen, gestützt durch eine eigenständig 
durchgeführte Bestandserhebung über das vorhandene Angebot an und die Nachfrageentwicklung 
von Pflegediensten und Pflegeeinrichtungen in Münster dargestellt. Mit der Zielrichtung einer an-
gemessenen und bedarfsorientierten Angebotspräsenz pflegerischer Verbundsysteme in den 
Stadtteilen, weist die Verwaltung auch im Rahmen von Investorengesprächen jeweils explizit auf 
eine Über- bzw. Unterversorgung von Wohn- und Pflegeangeboten in den Quartieren hin.  
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0335/2007 
Auskunft erteilt: 
Herr  Schulze auf´m Hofe 
Ruf: 
492 50 25 
E-Mail: 
SchulzeaufmHofe@stadt-
muenster.de  
Datum: 
25.04.2007 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0335/2007 
An diese Maßnahmen bzw. Empfehlungen anknüpfend re gt der Leitantrag der CDU-Fraktion „Älter 
werden in Münster“ vom 21.03.2007 darüber hinausgehend an,  
• eine selbstbestimmte Lebensführung insbesondere auch für alleinstehende ältere Men-
schen in der eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen,  
• die intergenerativen Aktivitäten in den Begegnungs- und Kommunikationszentren zu ver-
stärken und darüber hinaus, verstärkt Aspekte von Beratung und Information aufzugreifen 
sowie ehrenamtliches Engagement in diesem Bereich zu stärken, 
• ambulante pflegerische Verbundangebote und haushaltsnahe Dienstleistungen im Rahmen 
von Case Management einzelfallorientiert und quartiersnah anzubieten und 
• den weiteren Ausbau der pflegerischen Hilfestrukturen stärker auf das Ziel „ambulant vor 
stationär“ auszurichten.  
 
Der Antrag empfiehlt darüber hinaus eine  
• Zurückhaltung bei den Investitionen von vollstationären Pflegeeinrichtungen sowie 
• Bündelung der städtischen Angebote für ältere und hilfebedürftige Menschen zur Optimie-
rung der Steuerungsmöglichkeiten der Verwaltung. 
 
Der Antrag verweist, zumal mit Blick auf die Zieldimensionen „ambulant vor stationär“ und „Pflege 
in Orientierung am konkreten Bedarf im Einzelfall“ auf die dazu in der Vorlage V/0713/2006 (Hilfe 
zur Pflege – Analyse und Stellungnahme der Verwaltung zu den Aussagen und möglichen Konso-
lidierungspotentialen aus dem Interkommunalen Vergleich) getroffenen Aussagen.  
 
In seiner Begründung verweist der Antrag auf Dimensionen des demographischen Wandels und 
damit verbundene Anforderungen an kommunales Handeln; er betont ferner die Kompetenzen, 
Erfahrungen und Ressourcen vieler älterer Menschen, von denen die Gesellschaft heute und 
nachfolgende Generationen profitieren. Darüber hinaus wird auf die Notwendigkeit einer engen 
Kooperation zwischen den Vertretern der Senioren, den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege, 
den Kirchen und Religionsgemeinschaften, freigew erblichen Anbietern, der Verwaltung und den 
politischen Entscheidungsträgern hingewiesen, um die für das Zusammenleben der Generationen 
notwendige Infrastrukturentwicklungen entsprechend anzupassen.  
 
 
 
2. Hinweise zu den Einzelanliegen 
 
Selbstbestimmung und Selbständigkeit unterstützen 
Das Ziel,
 Selbständigkeit im Alter und bei Pflegebedürftigkeit möglichst lange und möglichst weit-
gehend zu erhalten, gehört zum Kern des Aufgabenverständnisses in den Handlungsfeldern Pfle-
ge und Altenhilfe. Die Weiterentwicklung erreichbarer Infrastrukturangebote für ältere und mobili-
tätseingeschränkte Menschen ist in diesem Zusammenhang eine der wichtigsten Aufgaben der 
Sozial- und Pflegeplanung in enger Kooperation mit weiteren Fachbereichen der Verwaltung. Die 
Aufgabe besteht insbesondere darin, entstehenden sozialräumlichen Defiziten entgegenzuwirken 
und der wachsenden Nachfrage an barrierefreiem Wohnraum sowie Dienstleistungsangeboten zu 
entsprechen. Diesen Auftrag (Vorlage „Wohnen im Alter, Fortschreibung 2005“; V/0798/2005) 
greift die Verwaltung im Rahmen der Bauleitplanung und in den Planungsgesprächen mit Investo-
ren laufend auf. Die wesentliche Zielvorgabe ist hier die Vernetzung von Wohn- und Serviceange-
boten in den Quartieren. 
 
Neuausrichtung der offenen sozialen Altenarbeit 
Die bestehe
nde Angebotsvielfalt und das flächendeckend vorhandene Netzwerk an Begegnungs-
stätten in Trägerschaft der Kirchen, der Verbände der freien Wohlfahrtsträger und weiterer Träger 
bietet ein breites Angebot in den Bereichen Freizeit, Bildung und Beratung. Über die Sicherung 
dieser Angebotslandschaft hinaus empfiehlt der Antrag eine stadtteilorientierte und verstärkt inter-
generative Ausrichtung der vorhandenen Begegnungsstätten an. Beispielhaft wird das Modellpro-
jekt „Mehrgenerationenhaus“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 
genannt, in dem intergenerationelle Begegnungs-, Kommunikations- und Erfahrungsräume ge-

- 3 - 
V/0335/2007 
schaffen werden. Mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus der evangelischen Apostelkirchengemeinde, 
wird dieser Ansatz in der Stadtmitte von Münster bereits umgesetzt. Ferner plädiert der Antrag für 
eine systematischere Erschließung ehrenamtlichen Engagements jüngerer Seniorinnen und Senio-
ren. Verschiedene Beispiele, in deren Zusammenhang dieser Gesichtspunkt bereits aufgegriffen 
wird, finden sich in der Vernetzung von Begegnungsstätten sowie weiteren ehrenamtlichen Aktivi-
täten im Rahmen des stadtteilorientierten Projekts „Von Mensch zu Mensch“ wieder.  
 
Ambulant vor stationär – Infrastruktur für Hilfe und Pflege sichern 
Die Nachfrage nach 
haushaltsnahen und pflegeergänzenden Dienstleistungen steigt. Demgegen-
über sind im Bereich der vollstationären Pflege erste Tendenzen auszumachen, die Angebots-
überhänge andeuten, die sich aufgrund weiterer in Bau bzw. in Planung befindlicher Vorhaben 
sowie durch die Realisierung von ambulant betreuten Wohngemeinschaften für demenziell er-
krankte Menschen jedenfalls in Teilbereichen des vollstationären Sektors vergrößern könnten. Das 
Informationsbüro Pflege verzeichnet zudem einen deutlichen Anstieg frei gemeldeter Plätze in voll-
stationären Einrichtungen und konstatiert erstmals eine größere Nachfrage im Bereich hauswirt-
schaftliche Hilfen/Betreuung vor der Nachfrage zur Organisation der Pflege. Der Antrag verweist 
hier auf den Ansätze eines stadtteilorientierten Case Managements, konzipiert als individuelles 
häusliches Hilfe- und Pflegearrangement.  
 
Konsolidierungspotentiale der Hilfen zur Pflege  
In der Vorla
ge „Haushaltskonsolidierungsprogramm 2007 bis 2010 – Abschlussbericht der Firma 
Rödl & Partner; hier: Hilfen zur Pflege – Analyse und Stellungnahme der Verwaltung zu den Aus-
sagen und möglichen Konsolidierungspotentialen aus dem interkommunalen Vergleich“ (Nr. 
V/0713/2006 an den Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung) wird zusammen-
fassend eine Reduzierung der Kosten nicht generell ausgeschlossen, allerdings mit dem Hinweis, 
dass aufgrund der demografischen Entwicklung und der damit zu erwartenden Steigerung der 
Fallzahl verlässliche Prognosegrundlagen fehlen. Auch mit Blick auf die Erschließung möglicher 
Konsolidierungspotenziale empfiehlt der Antrag die Entwicklung eines Case Management-
Verfahrens.  
 
Steuerung der Hilfeangebote 
Der Leitantrag verweist auf die Verteilung der V
erantwortung der Hilfen für ältere Menschen in ver-
schiedenen Verwaltungseinheiten. Die Verwaltung soll danach prüfen, inwieweit eine Zusammen-
fassung der Verantwortung für die Altenhilfe innerhalb der Sozialverwaltung zu Synergieeffekten 
führen kann.  
 
 
 
3. Weiteres Verfahren 
 
Den Bericht über die Umsetzungsmöglichkeiten für die im Antrag dargestellten Ziele und Perspek-
tiven wird die Verwaltung nach Vorberatungen in der Pflegekonferenz und den zuständigen Fach-
ausschüssen im 4. Quartal 2007 dem Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung 
vorlegen. 
 
 
In Vertretung 
 
 
gez. 
Dr. Heinrichs 
 
Anlagen

Antrag der CDU-Fraktion an den Rat vom 21.03.07, Nr. A-R/0012/2007, Älter werden in Münster, Leitantrag zur Sozialpolitik für Seniorinnen und Senioren

8077 Zeichen

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
Fraktionsgeschäftsstelle 
Mauritzstraße 7-8 
.
 48143 Münster 
Telefon (0251) 4 18 43-0 
.
 Telefax (0251) 4 31 36 
e-mail fraktion@cdu-ms.de 
.
 http://www.cdu-ms.de 
 
1 
Antrag der CDU-Fraktion   Nr.: A-R/0012/2007 
an den Rat der Stadt Münster 
 
 
 
         20. März 2007 
 
 
Älter werden in Münster 
Leitantrag zur Sozialpolitik für Seniorinnen und Senioren 
 
 
Der Rat beauftragt die Verwaltung, zeitnah ein erweitertes Gesamtkonzept zu entwickeln, 
dass der sich verändernden demographischen Entwicklung Rechnung trägt. Hierbei sind 
insbesondere nachstehende Aspekte zu berücksichtigen: 
 
 
• Selbstbestimmung und Selbständigkeit unterstützen  
Die Lebensbedingungen müssen in den Stadtteilen so gestaltet werden, dass sie 
den Bedürfnissen älterer Menschen entsprechen und dem Entstehen besonderer 
Hilfebedürftigkeit entgegenwirken. Die Menschen können umso besser länger 
selbständig leben, wenn die Bedingungen darauf eingestellt werden. Dazu 
gehören geeignete Wohnungen, Einkaufen, Dienstleistungen, ÖPNV, 
Begegnungszentren etc. 
 
• Angebote der offenen sozialen „Altenarbeit“ neu ausrichten  
Bestehende Begegnungs- und Kommunikationsangebote sollten einen stärkeren 
intergenerativen Charakter erhalten (Mehrgenerationenhäuser), neben 
Angeboten der Selbsthilfe sollten sie auch Beratung und Information über 
individuelle  Lebenshilfen vorhalten, zu Qualifizierungs- und Bildungsmaßnahmen 
anregen sowie Tätigkeitsfelder für ehrenamtliches Engagement bieten. 
 
• Infrastruktur für Hilfe und Pflege sichern - ambulant vor stationär 
Dreiviertel der Menschen unserer Stadt möchten im Alter - gegebenenfalls mit 
Unterstützung - in ihrer bisherigen Wohnung leben. Der Umzug in eine stationäre 
Einrichtung wird nur für den Fall besonderer Hilfebedürftigkeit in Erwägung 
gezogen. 
Die bisherige Hilfestruktur ist in den letzten Jahren von einem Ausbau der 
stationären Angebote geprägt gewesen. Die Versorgung mit stationären 
Pflegeplätzen in Münster ist auf die nächste Zukunft hin ausreichend.   
 
Der weitere Ausbau der Hilfestruktur ist daher stärker auf das Ziel ambulant vor 
stationär auszurichten. Dazu gehört neben den Angeboten der ambulanten 
Pflege auch die Weiterentwicklung der haushaltsnahen Dienstleistungen zur 
Unterstützung der Selbständigkeit im Alter.  
 
Das Zusammenwirken von verschiedenen Diensten und Dienstleistungen muss 
im Einzelfall mit dieser Zielsetzung optimiert werden. Gerade für allein lebende 
Menschen sollte das  Case Management als Hilfe für den Einzelnen erprobt 
werden.

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
Fraktionsgeschäftsstelle 
Mauritzstraße 7-8 
.
 48143 Münster 
Telefon (0251) 4 18 43-0 
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 Telefax (0251) 4 31 36 
e-mail fraktion@cdu-ms.de 
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2 
• Kommunale Handlungsfähigkeit erhalten 
In ihrer Berichtsvorlage 713/2006 zur Haushaltskonsolidierung 2007 – 2010 
konstatiert die Verwaltung, dass die Kosten pro Platz in der stationären Pflege im 
Vergleich zu den Vergleichsstädten hoch sind und stellt den generellen Umstand, 
dass der Umfang der Hilfe zur Pflege reduzierungsbedürftig ist, nicht in Frage.  
 
Die Verwaltung sollte möglichst bis Ende 2007 aufzeigen, wie Kosten im Bereich 
der Leistungen zur Pflege eingespart werden können ohne das die Versorgung 
der Menschen in Umfang und Qualität eingeschränkt wird. 
 
Ansatzpunkte bieten sich zum Beispiel im Rahmen der Begutachtungen zur 
Feststellung der Heimbedürftigkeit durch die Hinzuziehung von Pflegefachkräften 
(ergänzend zu den städtischen Sozialarbeitern) einschließlich der Erprobung 
eines Case Managements. Weitere Potenziale könnten in der Verbesserung der 
Verfahren vom Übergang aus dem Krankenhaus zurück in die eigene Wohnung 
und in der Reduzierung der Heimaufnahmen bei sogenannten Pflegestufe 0 
Fällen liegen. Auch Kostenvergleiche zwischen stationären und ambulanten 
Angeboten einschließlich ambulant betriebener Hausgemeinschaften können 
Hinweise für  Kostensenkungen geben, andererseits dem Wunsch nach einem 
selbständigen und selbstbestimmten Leben im Alter entsprechen. 
 
• Entscheidungshilfen für Investoren und Betreiber 
Die Versorgung mit stationären Pflegeplätzen unter Berücksichtigung der 
vorliegenden Planungen ist in Münster derzeit ausreichend. Mit der 
bevorstehenden Reform der Pflegeversicherung wird die ambulante Versorgung 
von Pflegebedürftigen ein größeres Gewicht erhalten. Die Verwaltung sollte 
hierauf in Gesprächen mit Investoren und Betreibern hinweisen und die mit 
neuen stationären Einrichtungen verbundenen wirtschaftlichen Risiken aufzeigen.  
 
• Steuerung der Hilfen für ältere Menschen verbessern 
    Begutachtungen zur Heimbedürftigkeit sowie im B ereich der ambulanten 
Pflege, die Betreuungsstelle, das Projekt Mensch zu Mensch, die Pflegeberatung 
usw. sind derzeit in unterschiedlichen Verwaltungsbereichen angesiedelt. Zur 
Optimierung der Steuerungsmöglichkeiten prüft die Verwaltung,  inwieweit eine 
Bündelung der Kompetenzen im Bereich der Sozialverwaltung zur 
Effizienzsteigerung sinnvoll ist.  
 
 
Begründung: 
 
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster wird in den kommenden Jahren durch 
eine älter werdende Bevölkerung geprägt. Bereits heute sind 21,5% der Bevölkerung älter 
als 60 Jahre. Die Gruppe der Menschen die älter als 70 Jahre ist, wird sich bis zum Jahr 
2015 um ca. 17,1 % oder 5504 Personen auf dann 37.710 Personen erhöhen, davon 
werden dann  ungefähr 14.500 Personen älter als 80 Jahre sein. 
 
Die Gruppe der Seniorinnen und Senioren in Münster stellt keine homogene Gruppe dar. 
Die durchschnittliche Lebenserwartung  bei Männern beträgt heute 78 Jahre und bei Frauen

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
Fraktionsgeschäftsstelle 
Mauritzstraße 7-8 
.
 48143 Münster 
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.
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3 
83,2 Jahre. Nach Eintritt des Rentenalters schließen sich die dritte und vierte Lebensphase 
(bis 80 und über 80 Jahre) an.  Die jüngere Gruppe der Senioren ist mobil und  aktiv und 
wichtiger Bestandteil der ehrenamtlichen Arbeit unserer Stadt. Mit zunehmendem Alter tritt 
ein Bedarf für Hilfen zum selbständigen Wohnen oder auch bei Pflegebedürftigkeit ein. Die 
Zahl der Haushalte, in denen ältere Menschen allein leben, wird ebenfalls zunehmen; 
häufiger als noch heute werden diese Menschen über keinen familiären Hintergrund 
verfügen. Soweit sie auf Hilfen angewiesen sein werden, stehen Angehörige, die die Hilfen 
aufeinander abstimmen und organisieren könnten, nicht zur Verfügung. 
 
Das Älterwerden der Menschen ist ein Geschenk für die Gesellschaft wie für den Einzelnen 
und bietet eine große Chance für ein stärkeres Miteinander der Generationen. Die älteren 
Menschen verfügen über Kompetenzen und Ressourcen, die für die nachfolgenden 
Generationen unverzichtbar sind. Die kommunale Politik muss dem Zusammenleben der 
Generationen einen Rahmen geben und die bestehende Infrastruktur dieser Entwicklung 
anpassen. Hierzu ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den Vertretungen der Senioren, 
den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege, den Kirchen und Religionsgemeinschaften, den 
gewerblichen Anbietern, der Verwaltung und den politischen Entscheidungsträgern 
erforderlich. 
 
Politik für Seniorinnen und Senioren ist kein isoliertes Aufgabenfeld der Sozialpolitik. Es ist 
daher erforderlich, dass Verwaltung und Rat  ressortübergreifend auf die dargestellten 
Entwicklungen reagieren. 
 
 
 
 
gez. 
H.-Dieter Sellenriek 
Frank Baumann 
Sybille Benning 
Georg Berding 
Heinz-Georg Buddenb äumer 
Elfriede Dalla Riva-Hanning 
Edgar Dr üge 
Dr. Dietmar Erber 
Markus Funk 
Magdalene Gefroi 
Richard M. Halberstadt 
 
 
 
Eleonore Heyne 
Christoph Jahn 
Horst Kisnat 
Rolf Klein 
Karl Kleine-Wilke 
Marliese Kosmider 
Franz-Pius Graf von Merveldt 
Dieter Maager 
Josef Messing 
Ursula M öllers 
 
 
Andreas Nicklas 
Robert Otte 
Karin Reismann 
Josef Rickfelder 
Ursula Schaffstein 
Günter Schulze Blasum 
Barbara Stober  
Stefan Weber 
Helga Welker 
Simone Wendland

Beratungsverlauf (1)

10.05.2007 Hauptausschuss
TOP 2.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Mauritzstraße 7

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0335/2007
Typ
Vorlagen
Datum
26.04.2007
Erstellt
06.10.2020 14:37