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V/0031/2008

Förderung von Maßnahmen der Jugendberufshilfe - AIM jugend+

Vorlagen 25.01.2008

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Nächste Beratung: Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien, Sitzung am 28.02.2008, TOP 11

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

10059 Zeichen

V/0031/2008 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Förderung von Maßnahmen der Jugendberufshilfe - AIM jugend+ 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
19.02.2008 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 
21.02.2008 Ausschuss für Gleichstellung Vorberatung 
27.02.2008 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Vorberatung 
28.02.2008 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Entscheidung
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Förderung der in der Begründung aufgeführten Projekte wird zugestimmt. 
2. Der im Entwurf des Haushaltsplanes auf Seite 433 ausgewiesene Sperrvermerk über 
100.000 € für das Projekt „Stadtteilwerkstatt West“ wird für das Jahr 2008 aufgehoben.  
3. Die Erfolgsbeobachtung der im Jahr 2007 geförderten Projekte wird zur Kenntnis  
genommen 
 
II. Kosten/Folgekosten 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass im Haushaltsjahr 2008 Gesamtkosten in Höhe von 
300.000 € für die aufgeführten Projekte entstehen. 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: 
 
Aufwendungen 
 
 Nr. Bezeichnung Haus h.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 
 
Seite HHPl. 
0603 
 
432 
Förderung von benachteiligten 
jungen Menschen 
2008 300.000  
Teilergebnisplan (Zei-
le) 
15 Transferaufwendungen    
 
Insgesamt: 300.000  
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0031/2008 
Auskunft erteilt: 
Frau Dr. Ringbeck 
Ruf: 
492 28 80 
E-Mail: 
Ringbeck@stadt-muenster.de  
Datum: 
10.01.2008 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0031/2008 
Der o. g. Beschluss ergeht vorbehaltlich der Zustimmung des Rates zum Entwurf des Haushalts-
plans 2008. 
 
 
Begründung: 
 
zu 1: Flankierende Maßnahmen der Jugendberufshilfe 
 
Die Stadt Münster verfolgt das Ziel, im Rahmen der zum Zwecke der Jugendberufshilfe der AIM 
jugend+ zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von 300.000 €, benachteiligte junge Menschen in 
Münster bei der beruflichen und sozialen Integration zu fördern. Hierzu beschloss der Rat der 
Stadt Münster im Jahr 2007 das Handlungsprogramm, das folgende übergreifende Ziele verfolgt: 
 
• Ziel 1: Effektive Unterstützung einer intensiven und an den individuellen Problemlagen 
ausgerichteten Betreuung und Förderung junger Menschen in Ergänzung zu den Aufgaben 
der AMS (nachrangige Förderung) 
• Ziel 2: Profilierung und Ausdifferenzierung der bewährten Strukturen, die für die Erfüllung 
der eigenständigen Aufgaben (z.B. Schulsozialarbeit, Jugendwerkstätten etc.) im Rahmen 
der Jugendberufshilfe in der Stadt Münster geschaffen wurden. 
• Ziel 3: Stärkere Verwirklichung des präventiven Auftrages der Jugendhilfe / Jugendsozial-
arbeit als eigenständige Funktion für junge Menschen im Übergang von der Schule ins Be-
rufsleben, insbesondere für diejenigen, die noch nicht zum SGB II-Klientel gehören. 
 
Im Jahr 2008 sollen weitere Projekte der Jugendberufshilfe gefördert werden, da die Notwendigkeit 
der flankierenden Förderung weiter gegeben ist und keine Zuständigkeit nach SGB II und SGB III 
besteht, bzw. eine ergänzende Förderung der Jugendberufshilfe erforderlich ist. Ziel der Projekt-
förderung über die AIM jugend+ ist es, die Lücken, die sich infolge der rechtlichen Vorgaben der 
Akteure ergeben zu schließen und passgenaue Angebote unterbreiten zu können.  
 
Die Agentur für Arbeit, die Arbeitsgemeinschaft Münster und die Stadt Münster verfolgen das Ziel, 
Jugendliche in Arbeit und Ausbildung durch entsprechende Maßnahmen zu integrieren. Als Ergeb-
nis der „Jugendkonferenzen“ verständigten sich die Akteure auf ein abgestimmtes und gemeinsa-
mes Vorgehen. Mit der Kooperationsvereinbarung zwischen der Arbeitsgemeinschaft Münster, der 
Agentur für Arbeit und der Stadt Münster (Dezernat für Bildung, Familie, Jugend, Kultur und Sport) 
wurde das „Fördersystem zur Optimierung der ber uflichen Integration junger Menschen im Alter 
zwischen 15 und 25 Jahren“ vereinbart. Bei der Unterzeichnung am 28.01.2008 verständigten sich 
die Akteure darauf die gemeinsamen Ziele zu optimieren und bedarfsgerecht weiter zu entwickeln. 
Dies beinhaltet auch die Evaluation der Angebote.  
 
Auf dieser Grundlage schlägt die Verwaltung die Förderung acht unterschiedlicher Projekte bei 
verschiedenen Trägern, sowie die Förderung von drei Einzelplätzen „Arbeiten und Lernen“ und vier 
Einzelplätzen im Rahmen „Überbetriebliche Ausbildung, mit einem Mittelvolumen von insgesamt 
300.000 € im Jahr 2008 vor: 
 
 
Lfd. 
Nr. 
Träger Maßnahme Zeitraum Betrag 
- € - 
1 JAZ * Flüchtlingsprojekt  01.01.2008 
30.12.2009 
45.000,00
2 GEBA Step by Step – Beru fliche Orientierung  für 
junge Mütter 
01.01.2008 
31.12.2008 
31.500,00
3 Lernen Fördern 
e.V: 
Vermittlung arbeitsmarktrelevanter Grund-
kompetenzen 
01.09.2008 
31.08.2009 
47.500,00
4 VIP Antiagressivitätstraining für Jungen und 
Mädchen 
12 Wochen 20.500,00
5 Stadt Münster 
 
Schulverweiger-Projekt 
 
22.07.2008 
21.07.1009 
28.000,00

- 3 - 
V/0031/2008 
 
 
6 JAZ GEMMA - Berufsorientierung Mädchen und 
junge Frauen 
01.05.2008 
31.07.2009 
49.500,00
7 JAZ Beratungsangebot Streetwork 
 
01.01.2008 
31.12.2008 
2.000,00
8 JAZ Einzelplätze in der Maßnahme „Arbeiten + 
Lernen“  
01.01.2008 
31.12.2008 
24.000,00
9 Adolph-Kolping-
Schule 
Projekt in einer  Kita in Koop. mit der Abtei-
lung berufliche Grundbildung   
01.01.2008 
31.12.2008 
5.000,00
10 Lernen Fördern 
e.V: 
Flankierender Unterricht zum Nachholen des 
Hauptschulabschlusses im Lernort-Süd und 
der Stadtteilwerkstatt 
01.01.2008 
31.12.2008 
16.000,00
11 GEBA BAFF – Betriebliche Ausbildung in Teilzeit – 
3 Einzelplätze 
01.01.2008 
31.12.2008 
22.000,00
12 JAZ BÜE – Überbetriebliche Ausbildung - Einzel-
platz 
01.08.2008 
31.07.2009 
9.000,00
  Summe  300.000,00
* Das JAZ hat für das Flüchtlingsprojekt Bundesmitte l beantragt, die AIM jugend+ Projektförderung ist  
die notwendige Koförderung 
 
Die Projekte sind mit der Arbeitsgemeinschaft Münster abgestimmt. Die Arbeitsgemeinschaft betei-
ligt sich bei der Projekt Nr. 2, 3,6 anteilig an der Finanzierung. 
 
 
zu 2: Flankierende Maßnahmen des Landes und des Bundes 
 
Die Rahmenbedingungen für das Werkstattjahr wurden bereits im Jahr 2007 verbessert und nach 
wie vor werden mehr Jugendliche erreicht und Jugendliche erhalten eine Chance hierüber, z.B. 
den fehlenden Schulabschluss nachzuholen bzw. sozial  stabilisiert zu werden. Angesichts der 
unveränderten Ausgangslage schlägt die Verwaltung vor, in 2008 die Stadtteilwerkstatt-West nicht 
einzurichten und dies Thema aufzugreifen, wenn sich die finanziellen und bedarfsbezogenen 
Rahmenbedingungen verändern. 
 
Die Verwaltung empfiehlt den Sperrvermerk für 2008 aufzuheben. Für das Jahr 2009 prüft die 
Verwaltung, inwieweit die Maßnahmen des Werkstattjahres die Integrationschancen von Jugendli-
chen verbessert haben und den Bedarf für die Stadtteilwerkstatt West.  
 
 
zu 3: Erfolgsbeobachtung und Bericht über die Maßnahmen der Jugendberufshilfe  
 
Im Jahr 2007 wurden über die AIM jugend+ acht Projekte und sechs Einzelplätze als Maßnahmen 
der Jugendberufshilfe gefördert. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln in Höhe von 300.000 € 
konnten insgesamt 123 Plätze gefördert werden. 82 Plätze (67 %) waren von jungen Frauen be-
setzt. 
 
Die Erfolgsbeobachtung bezieht sich auf die Projekte, die im Jahr 2007 planmäßig beendet wur-
den. In die Auswertung können somit fünf Projekte mit insgesamt 78 Plätzen berücksichtigt wer-
den. Insgesamt wurden davon 39 Jugendliche (darunter 21 junge Frauen) erfolgreich in Arbeit, 
Ausbildung, Schule oder in eine weiterführende  berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme vermit-
telt. Dies entspricht einer Vermittlungsquote von 50 Prozent, die allerdings bei der Betrachtung 
der jeweiligen Projekte abweicht, wie die nachfolgende Übersicht zeigt:

- 4 - 
V/0031/2008 
Träger/ Maßnah-
me 
Plätze Aus-
bildung 
Schule Berufsvorbreitende 
Maßnahme 
Arbeits- 
aufnahme 
Erfolgs-
quote 
GEBA Berufsori-
entierung für junge 
Mütter 
 
15 
 
3 
 
1 
 
0 
 
3 
 
47 % 
Lernen Fördern 
e.V.; Vermittlung 
Grund-  
kompetenzen 
 
15 
 
1 
 
1 
 
8 
 
1 
 
73 % 
JAZ 
Gemma 
15 0 4 3 0 47 % 
GEBA 
BAFF – Vorbrei-
tung auf Betriebli-
che Ausbildung  
 
13 
 
4 
 
0 
 
3 
 
0 
 
 
54 % 
JAZ 
Flüchtlingsprojekt 
20 
 
0 0 0 4 20 %  
 
 
Die Vermittlungsquoten sind – trotz schwieriger Zielgruppen – sehr gut. Bei den vielfältigen Prob-
lemlagen und Defiziten, die die Jugendlichen mitbringen, wären Quoten zwischen 30 und 40 Pro-
zent schon eine Erfolg. Dieser Erfolg ist ein deutlicher Beleg dafür, dass durch ineinandergreifende 
und passgenaue Angebote, die die Jugendberufshilfe mit ihrem sozial- und arbeitspädagogischem 
Charakter einbeziehen, sinnvoll sind. Gleichwohl ist beabsichtigt, die Projektförderung noch er-
folgsorientierter auszurichten. Insbesondere sollen nicht erreichte Vermittlungsquoten dazu führen, 
dass Projekte nicht weiter gefördert werden. Die Notwendigkeit hier strikter vorzugehen ergibt sich 
auch angesichts des zur Verfügung stehenden Mittelvolumens. Die Vielfältigkeit der Problemlagen 
erfordert eine größere Flexibilität des Mitteleinsatzes. Insbesondere geht es auch darum neue und 
innovative Ansätze zu erproben.  
 
Die unterdurchschnittliche Vermittlungsquote des Flüchtlingsprojektes beim JAZ ergibt sich durch 
die Zielgruppe. Das Projekt ist ausschließlich für Flüchtlinge mit Duldungsstatus, d.h., dass sie 
keine Arbeitserlaubnis haben. Ziel des Projektes ist, die Persönlichkeit zu stabilisieren und ihnen 
während der nicht abschätzbaren Aufenthaltsdauer die Möglichkeit zu geben, sich zu qualifizieren 
und ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Konkret handelt es sich im engeren Sinne nicht um 
eine Maßnahme der Jugendberufshilfe im Hinblick auf Integration ins Arbeitsleben. Angesichts 
dieser Ausgangslage ist der Träger gefordert, andere Finanzierungsquellen zu erschleißen. Es ist 
beabsichtigt das Projekt nach Auslaufen der dann insgesamt dreijährigen Förderung durch die AIM 
jugend+ nicht mehr zu fördern.  
 
I. V. 
 
gez. 
 
Dr. Andrea Hanke 
Stadträtin

Beratungsverlauf (4)

19.02.2008 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
21.02.2008 Ausschuss für Gleichstellung
TOP 4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
27.02.2008 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung
TOP 4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
28.02.2008 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 11 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0031/2008
Typ
Vorlagen
Datum
25.01.2008
Erstellt
06.10.2020 14:37