AN/2180/2021
Nicht bearbeitete Anträge im Ausländeramt Köln- Mülheim und deren Konsequenzen für die Antragstellenden
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Nicht bearbeitete Anträge im Ausländeramt Köln- Mülheim und deren Konsequenzen für die Antragstellenden
2639 Zeichen
Herrn Bezirksbürgermeister
Stadtbezirk Mülheim
Norbert Fuchs
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
DIE LINKE. Fraktion
in der Bezirksvertretung
Köln- Mülheim
Bezirksrathaus
Köln- Mülheim
Wiener Platz 2a
51065 Köln
Köln, den 17.10.2021
Anfrage gem. § 38 der Geschäftsordnung des Rates
Nicht bearbeitete Anträge im Ausländeramt Köln- Mülheim und deren
Konsequenzen für die Antragstellenden
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker,
sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister Fuchs,
Der Kölner Flüchtingsrat e.V. erhebt Vorwürfe gegen die Stadtverwaltung, weil es seit
Wochen einen Bearbeitungsstau bei Anträgen von Geflüchteten gibt.
Auch der Kölner Runde Tisch für mehr Integration weist darauf hin, dass die
Aufenthaltserlaubnisse von ausländischen Bewohner*innen Kölns nicht fristgerecht
bearbeitet werden können, weil Personal in den entsprechenden Ämtern fehlt und
Termine wegen Corona nicht stattfinden konnten.
Am 06.10.2021 meldete WDR 1 online, dass die Stadt Köln prüfe, ob mehr Personal
eingesetzt werden kann.
Geflüchtete und andere ausländische Bewohner*innen Kölns haben Angst nicht legal
in Deutschland bleiben zu können, keinen Arbeitsvertrag oder Sozialhilfe zu
bekommen. Der Flüchtlingsrat fordert eine bessere Technik, weil die Telefonhotline
viel zu schnell überlastet sei und nach dem 25.Anruf zusammenbrechen würde.
In diesem Zusammenhang bitten wir um die Beantwortung der folgenden Fragen:
1. Wie viele Sachbearbeiter*innen- Stellen im Ausländeramt Köln- Mülheim sind
seit wann bekannt und wie viele Stellen wurden mittlerweile nachbesetzt?
2. Wie viele Fälle müssen pro Sachbearbeiter*in bearbeitet werden und
entspricht das dem Durchschnitt der Ausländerämter in ganz NRW bzw. in
ganz Deutschland?
3. Hat die verantwortliche Amtsleitung auswerten lassen, wie viele Menschen
Nachteile durch die Verzögerung erleiden mussten und wie viele sind dies?
4. Um welche Nachteile handelt es sich dabei?
5. Wird den entsprechenden Menschen Hilfestellung angeboten, um die
erfahrenen Nachteile rückwirkend aufzuarbeiten und wie sieht die Hilfestellung
konkret aus?
Mit freundlichen Grüßen
gez. Nijat Bakis Beate Hane-Knoll
Fraktionsvorsitzender stellvertretende Fraktionsvorsitzende
DIE LINKE. in der Bezirksvertretung Köln- Mülheim
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/2180/2021
- Typ
- Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
- Datum
- 18.10.2021
- Erstellt
- 18.10.2021 08:31