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1551/2018

Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Fuß- und Radweg Rautenstrauchkanal, Köln-Lindenthal (Az.: 02-1600-17/18)

Beschlussvorlage Bezirksvertretung 19.06.2018

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 3 (Lindenthal), Sitzung am 24.09.2018, TOP 5.1.1

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

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Anlage 1 Eingabe

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Beschlussvorlage Bezirksvertretung

2550 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VIII/66/661/4 
 
Vorlagen-Nummer 
 1551/2018 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Fuß- und Radweg Rautenstrauchkanal, Köln-Lindenthal 
(Az.: 02-1600-17/18) 
Beschlussorgan 
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung Lindenthal dankt dem Petenten für seine Eingabe und spricht sich dafür aus, 
der Empfehlung der Verwaltung zu folgen.  
 
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 02.07.2018

2 
Begründung: 
Der Petent beantragt die Trennung des Fuß- und Radweges am Rautenstrauchkanal (s. Anlage). 
 
Stellungnahme der Verwaltung: 
Die Wege entlang des Rautenstrauchkanals stellen sowohl für den Fuß- als auch für den Radverkehr 
eine attraktive Wegeverbindung dar. Im Radverkehrskonzept für Köln-Lindenthal wurde diese Achse 
daher intensiv untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass die Radwegeverbindung entlang der Kanäle 
nicht nur landschaftlich reizvoll ist, sondern auch für die Radfahrenden zwischen den Außenbezirken 
im Kölner Westen und Lindenthal eine  attraktive Route darstellt. Anders als auf den parallel verlau-
fenden Straßenzügen Aachener Straße (viele Ampeln) und Friedrich-Schmidt-Straße (lange Warte-
zeiten an der Querung des Gürtels) kommen Radfahrende entlang der Kanäle stetig ohne viele Halte 
voran. Der in Mittellage befindliche Kanal stellt, ähnlich wie Straßenbahngleise eine Barriere dar. Die 
angrenzenden Quartiere sind zudem als Quell- und Zielorte für Radverkehr einzustufen. Die Erfah-
rung zeigt, dass eine Trennung des Fuß- und Radverkehrs auf die jeweils gegenüberliegenden Ka-
nalufer in der Praxis nicht angenommen wurde, da weder Radfahrende noch zu Fuß Gehende Um-
wege in Kauf nehmen. Von separierten Fuß- und Radwegen auf beiden Uferseiten sieht das Amt für 
Straßen und Verkehrsentwicklung ebenfalls ab. Der Untergrund lässt an dieser Stelle keine Markie-
rungen zu und die vorhandenen Breitenverhältnisse verhindern eine praxistaugliche Trennung der 
beiden Verkehrsarten. 
Daher wurde mit dem Radverkehrskonzept Lindenthal beschlossen, die parallel zu den Kanälen ver-
laufenden Erschließungsstraßen (u.a. Clarenbachstraße, Rautenstrauchstraße) als Fahrradstraßen 
auszuweisen um die Hauptführung für den Radverkehr über diese Straßen zu leiten. Konflikte zwi-
schen dem Fuß- und Radverkehr sollten hiermit reduziert werden. Um diese Route zu verdeutlichen, 
werden in 2018 Fahrradstraßenpiktogramme aufgebracht. 
 
Anlage 
1. Eingabe

Anlage 1 Eingabe

6912 Zeichen

Bürgereingabe vom 08.02.2018: 
Folgende Information oder Nachricht wurde über das Online-Formular 'Kontakt' an Sie 
geschickt 
Anliegen:  
Sehr geehrte Damen und Herren. Ich schreibe Ihnen im Namen vieler Anwohner und 
„Besucher“ Lindenthals. Konkret - um es kurz zu machen - geht es um den 
Rautenstrauchkanal und die dortigen Fuß,- und Radwege entlang der Abschnitte 1,2 und 3. 
Der Rautenstrauchkanal ist nicht nur Oase der Ruhe, Grünstreifen für Bürger, Tiere und 
Pflanzen. Er ist auch ein direkter Verbindungsweg für Radfahrer zw. Aachener Weiher und 
Stadtwald. Zwischen Innenstadt und dem Westen. Der Rautenstrauchkanal hat jeweils zur 
nördlichen wie zur südlichen Seite einen Autofreien Weg. Für Fussgänger und Radfahrer 
zugleich. Und DAS ist das Problem. Der Umstand, dass Fußgänger und Radfahrer zugleich 
beide Wege benutzen ist extrem gefährlich. Warum? Nun Radfahrer fahren hier - und 
erlauben Sie eines, ich bin selbst Radfahrer - mit extrem hoher Geschwindigkeit, oft 
nebeneinander hier entlang, dass man als Fußgänger fast zur Zielscheibe wird. Hundehalter, 
mit Hunden an der Leine, erleben hier täglich eine Welle der Beschimpfung und des 
erhöhten Risikos für Mensch und Tier. Dieser Abschnitt zählt in Köln wohl zu ein 
befahrensten Radstrecken. Studenten, die hier zur Uni, zur Sporthochschule oder zu ihren 
Wohnheimen fahren. Schulen, die hier direkt am Kanal liegen. Berufstätige etc. Die Anzahl 
der Radfahrer gerade zur Rushhour ist enorm. Aber auch die Zahl der Fußgänger, die hier 
erheblichen Gefahren und Auseinandersetzungen ausgesetzt sind. Unser Vorschlag: Eine 
Aufteilung der beiden Wege. Der nördliche Weg für Radfahrer. Der südliche Weg für 
Fussgänger. So wäre das Problem sofort gelöst. Sicher. Unkompliziert und schnell. Wie 
gesagt. Ich bin selbst Radfahrer. Aber in Zeiten wie diesen, in denen Radfahrer oft ohne 
Rücksicht auf die Anderen und ohne Rücksicht auf Regeln diese Strecke als Super Highway 
benutzen, und das oft nebeneinander ohne auszuweichen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis 
hier größeres passiert. Im Gespräch mit unzähligen Fussgängern gibt es einen einheitlichen 
begeisterten Tenor: Ja, zur Trennung Radfahrer und Fussgänger. Ja zur Sicherheit auf 
unseren Wegen. Die einen auf der nördlichen Kanalseite. Die anderen auf der südlichen. Vor 
allem: Es wäre so einfach und so leicht, baulich einzurichten. Wir möchten Sie dringend und 
freundlich bitten, dies zu erwägen. Es gründet sich parallel schon eine kleine Bewegung, die 
in Betracht zieht, eine Unterschriftenaktion zu starten. Gespräche mit dem Stadtanzeiger und 
dem Express sind bereits angefragt. Wir, die Bürger Lindenthals und Kölns. würden uns sehr 
freuen, wenn diese Idee eine Umsetzung findet. Zum Wohle des Veedels. Zur Sicherheit der 
vielen Radfahrer und Fussgänger, und vor allem Schüler und Kinder. Besten Dank für Ihre 
Aufmerksamkeit. Freundliche Grüße,

Antwortschreiben der Verwaltung vom 18.04.2018: 
 
Sehr geehrter Herr  
  
vielen Dank für Ihr Schreiben vom 8. Februar 2018, in dem Sie anregen den 
Rautenstrauchkanal für Fußgänger und Fahrradfahrer aufzuteilen. Der nördliche Weg soll für 
Radfahrer und der südliche Weg für Fußgänger zur Verfügung stehen. 
  
Inzwischen liegt mir die Stellungnahme vom Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung vor, 
aus der hervorgeht, dass die Wege entlang des Rautenstrauchkanals sowohl für den Fuß- 
als auch für den Radverkehr eine attraktive Wegeverbindung darstellen. Im 
Radverkehrskonzept für Köln-Lindenthal wurde diese Achse daher intensiv untersucht. Dabei 
wurde festgestellt, dass die Radwegeverbindung entlang der Kanäle nicht nur landschaftlich 
reizvoll ist, sondern auch für die Radfahrenden zwischen den Außenbezirken im Kölner 
Westen und Lindenthal eine schnelle Verbindung darstellt. Anders als auf den parallel 
verlaufenden Straßenzügen Aachener Straße (viele Ampeln) und Friedrich-Schmidt-Straße 
(lange Wartezeiten an der Querung des Gürtels) kommen Radfahrende entlang der Kanäle 
stetig ohne viele Halte voran. Der in Mittellage befindliche Kanal stellt, ähnlich wie 
Straßenbahngleise eine Barriere dar. Die angrenzenden Quartiere sind zudem als Quell- und 
Zielorte für Radverkehr einzustufen.  
  
Die Erfahrung zeigt, dass eine Trennung des Fuß- und Radverkehrs auf die jeweils 
gegenüberliegenden Kanalufer in der Praxis nicht angenommen wurde, da weder Radfahrer 
noch Fußgänger Umwege in Kauf nehmen. Eine Trennung beider Verkehrsarten ist daher an 
dieser Stelle nicht sinnvoll. 
  
Daher wurde mit dem Radverkehrskonzept Lindenthal beschlossen, die parallel zu den 
Kanälen verlaufenden Erschließungsstraßen (unter anderem Clarenbachstraße, 
Rautenstrauchstraße) als Fahrradstraßen auszuweisen, um die Hauptführung für den 
Radverkehr über diese Straßen zu leiten. Konflikte zwischen dem Fuß- und Radverkehr 
sollten hiermit reduziert werden. Um diese Route zu verdeutlichen, werden in 2018 
Fahrradstraßenpiktogramme aufgebracht. 
  
Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben. Sollten Sie noch Fragen 
haben, können Sie sich direkt an das 
Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung 
Stadthaus Deutz - Westgebäude 
Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln 
Servicetelefon: 0221/221-30295 
E-Mail strassen-verkehrsentwicklung@stadt-koeln.de 
wenden. 
Mit freundlichen Grüßen 
Im Auftrag 
  
Gezeichnet: Dr. Ulrich Höver

2. Schreiben des Petenten vom 27.04.2018: 
 
Geehrte  
 
ganz herzlichen Dank für ihre ausführliche Mail. Das freut mich, dass Sie sich bei mir 
zurückmelden. 
Lieder kann ich die Argumente nicht ganz nachvollziehen. Wenn ich darf: 
 
1) Sie schreiben, dass der Kanal eine attraktive Verbindung ist: ja. Genau. Deswegen 
ist diese auch stark genutzt, wodurch es ja erst zu den Problemen vor Ort kommt. 
2) Sie schreiben: „eine schnelle Verbindung“. Ja. Aber die Trennung von Fußgänger 
und Radfahrer würde dies nicht verändern 
3) Sie schreiben, dass die Friedrich Schmidt Strasse ein lange Wartezeit bei 
Querung des Gürtels mit sich brächte. Diese haben Sie auch bei Querung auf dem 
Rad/ Fussweg. Da gibt es keinen Unterschied! 
4) Ohne Halte?? Nein. Denn der Kanal Fuss/ Rad Weg kreuzt diverse Strassen. 
Noch viel schlimmer: Teils ohne Ampel, Rad oder Zebra Überweg, so dass hier ein 
enorme zusätzliche Gefahr vorliegt. Denn die Radfahrer queren die Strasse, ohne zu 
halten. Beispiel: Lortzing Strasse. 
Diese Überquerung ist fast schon kriminell gefährlich. 
 
Ich bin nicht Sicher, ob hier mal vor Ort ein Lage Befund oder eine reale Begehung 
vorgenommen wurde.  
Sollte dies geschehen sein, bin ich sicher, dass die Überlegungen neu überdacht 
werden würden. 
 
Ich bin aktuell mit der Kölner Lokal Presse in Kontakt, die hier einen Bericht machen 
wird, da sie vor Ort die Gefahren gesehen haben. 
Wenn ich darf, würde ich ihre Ausführungen an die Journalisten zur Erklärung der 
Sichtweise der Stadt Köln weiterleiten. 
 
Mit den besten Grüßen

Beratungsverlauf (1)

24.09.2018 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 5.1.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (6)

  • Friedrich-Schmidt-Straße
  • Clarenbachstraße
  • Rautenstrauchstraße
  • Willy-Brandt-Platz 2
  • Aachener Straße
  • Stadtwald

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Details

Aktenzeichen
1551/2018
Typ
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
Datum
19.06.2018
Erstellt
09.05.2018 12:24