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Beauftragung einer künstlerischen Intervention am Waidmarkt

Mitteilung Ausschuss 1527/2024 vom 13.06.2024

Stand: Am 20.06.2024 im Stadtentwicklungsausschuss beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Dezernat, Dienststelle VII/VII/2 Vorlagen-Nummer 13.06.2024 1527/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 13.06.2024 Ausschuss Kunst und Kultur 18.06.2024 Stadtentwicklungsausschuss 20.06.2024 Beauftragung einer künstlerischen Intervention am Waidmarkt Am 03.03.2022 hatte Frau Oberbürgermeisterin Reker anlässlich des Jahrestages des Einsturzes des Kölner Stadtarchivs die Einbindung der Kölner Bürger*innen in die Ge- staltung eines Kultur- und Gedenkortes am Waidmarkt angekündigt. In einer sogenannten Projektwerkstatt arbeitete sodann ein Gremium bestehend aus vier Expert*innen aus den Bereichen Kunst und Kultur sowie Architektur und Stadtpla- nung, die von den Bürgerinitiativen „Köln kann auch anders“ und „ArchivKomplex“ ent- sandt wurden, von Januar 2023 bis Februar 2024 an der Erstellung eines Konzepts zur Implementierung von Kultur und Gedenken am Waidmarkt. Die Projektwerkstatt wurde von der startklar a+b GmbH, einem Büro für nachhaltige Quartiersentwicklung und bürgerschaftliches Engagement, begleitet und moderiert. Zudem unterstützten die Fachämter der Verwaltung, u.a. das Dezernat für Kunst und Kultur/ Planungsreferat, das Stadtplanungsamt, das Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau und das Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, sowie Vertreter*in- nen der KVB die Projektwerkstatt bei der Erstellung des Konzepts. Insgesamt fanden in den Jahren 2023 und 2024 zwanzig Arbeitstreffen der Arbeitsgruppe und der Ver- waltung statt, darunter mehrere Sitzungen unter der Teilnahme der Beigeordneten für Kunst und Kultur und Planen und Bauen sowie zwei Sitzungen unter dem Vorsitz von Frau Oberbürgermeisterin Reker. Nach der Einstellung der Planungen für einen unterirdischen Kulturort (K3) (Vorlagen- Nr. 1357/2023) Mitte 2023 konzentrierten sich die Überlegungen der Projektwerkstatt auf eine oberirdische Lösung für Kultur und Gedenken. Das finale Konzept „Ergeb- nisse der Projektwerkstatt 2023 – kompakt. Auf dem Weg zu einem Neuen Waid- markt“ wurde am 31. Mai 2024 eingereicht und ist der Mitteilung als Anlage beigefügt. Es soll in einer Veranstaltung zusammen mit den Bürgerinitiativen vorgestellt werden. 2 Als erster Baustein der Umsetzung des Konzeptes „Auf dem Weg zu einem Neuen Waidmarkt“ wird die Künstlergruppe Observatorium aus Rotterdam mit der Realisie- rung einer künstlerischen Intervention am Waidmarkt im Sommer 2024 beauftragt. Die Umsetzung soll im Herbst 2024 starten. Die Ergebnisse der Projektwerkstatt werden aktuell von der Verwaltung geprüft. Die vorgelegten Ideen und Anregungen werden aufgearbeitet und in eine Umsetzungs- strategie eingebettet, die über eine Beschlussvorlage Ende 2024/Anfang 2025 zur Ab- stimmung in die politischen Gremien eingebracht wird. Im Anschluss an den Beschluss der politischen Gremien sollen die weiteren Maßnah- men aus dem Konzept der Projektwerkstatt entsprechend der Umsetzungsstrategie realisiert werden. In Planung ist ein Werkstattverfahren, in dem die Entwicklung des Waidmarkts unter Beteiligung der Akteur*innen vor Ort und Teilhabe der Kölner Stadt- gesellschaft fortgeführt wird. Die Schüler*innen aus den Bildungseinrichtungen vor Ort sollen in unterschiedlichen Formaten am Prozess partizipieren. Eine erste Veranstal- tung zur Beteiligung der Schüler*innen soll noch in diesem Jahr stattfinden. Gez. Greitemann Anlage: Anlage 1 Konzept „Ergebnisse der Projektwerkstatt 2023 – kompakt. Auf dem Weg zu einem Neuen Waidmarkt"
  • Anlage 1 Konzept "Auf dem Weg zu einem Neuen Waidmarkt" der Projektwerkstatt

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    Ergebnisse der Projektwerkstatt 2023 - kompakt Auf dem Weg zu einem Neuen Waidmarkt Autor*innen: Bernadette Heiermann Kay von Keitz Thomas Luczak Georg Dietzler unterstützt durch Kerstin Asher Joachim Boll (startklar a+b) im Auftrag der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Skizze: Thomas Luczak „Vorgeschichten“ 2009 bis 2023 Luftbild unmittelbar nach dem Einsturz Foto: AKx-Reader Ein Ereignis, das Köln aufwühlte und bis heute eine offene Wunde hinterlässt: der Einsturz des Stadtarchivs an der Severinstraße am 3. März 2009. Institutionelles Versagen haben es viele Bürger*innen genannt, auf jeden Fall wurde stadtgesellschaftliches Vertrauen in öffentliches Handlungsverantwortung erschüttert. Zwei Menschen kamen beim Einsturz des Stadtarchivs ums Leben. Kostbare Archi- valien zur Kölner Stadtgeschichte gingen unwiderruflich verloren. Ausschnitt der Fassade des eingestürzten Archivgebäudes 3 Zwar wurde in einem Wettbewerbsverfahren in den Jahren 2011/12 eine erste Antwort als „Stadt - reparatur“ gefunden. Mit dem Abstand von 15 Jahren nach dem Archiveinsturz erscheint diese aber dem Ereignis nicht mehr angemessen, zumal das Hauptziel des damaligen Wettbewerbs die Einord - nung einer Erweiterung der Kaiserin-Augusta-Schule (KAS) war. Eine Antwort auf den Archiveinsturz an der Severinstraße war eher Nebenthema. Viele Archivalien konnten aus der Einsturzgrube gerettet und aufwändig restauriert werden. Das Stadtarchiv hat am Eifelwall in einem Neubau einen neuen Standort gefunden. Der alte Standort an der Severinstraße ist Geschichte. Juristisch wurde 2020 ein außergerichtlicher Vergleich mit der bauverantwortlichen ARGE Nord- Süd, der Stadt Köln und der KVB geschlossen. Seitdem kann der unterirdische Bau der neuen U-Bahn-Linie weiterverfolgt werden. Teil des Vergleichs ist, dass die ARGE der Stadt 4,8 Mio. Euro zur Verfügung stellt, mit denen künstlerisch-kulturelle Antworten zur Erinnerung an den Archiveinsturz finanziert werden können. Angesichts des Archiveinsturzes sind aus der Zivilgesellschaft zwei Initiativenzusammenschlüsse entstanden: köln kann auch anders (k2a2) und ArchivKomplex (AKx). Sie ringen seit Jahren um ganz unterschiedliche Vorschläge, damit das Thema des Archiveinsturzes nicht in Vergessenheit gerät. Gemeinsam mit der Stadt organisieren sie an den Jahrestagen des 3. März Gedenkveran - staltungen, bei den sich die Oberbürgermeisterin Henriette Reker seit Jahren engagiert beteiligt. Ein Vorschlag für ein perspektivisches Gesamtkonzept bzw. einen Verfahrensvorschlag, wie man zu einem solchen Konzept kommen will, lag bis 2022 aber noch nicht vor. Daher schlug die Oberbürgermeisterin vor, in einem moderierten Verfahren einer Projektwerk - statt durch von k2a2 und AKx entsandte Expert*innen sowie mit Unterstützung von Kolleg*innen aus der Verwaltung (Kulturdezernat, Stadtplanungsamt, Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahn - bau, Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, NS-Dokumentationszentrum) sowie der KVB ein Perspektivkonzept zu entwerfen und zur Diskussion zu stellen. Im Herbst 2023 wurde die Lang - fassung eines Konzepts in die stadtinterne Diskussion eingebracht. Baugrube und Baustelle am Waidmarkt Foto: Chistoph Seelbach, KVB Straßenszene unmittelbar nach dem Archiveinsturz 2009 Foto: AKx-Reader, Jo Schwartz Anfang 2024 wurden der Oberbürgermeisterin die Kernpunkte vorgestellt. Sie bat die Projektwerk - statt um eine Kurzfassung, die einer Mitteilung an die Politik beigefügt werden soll. Diese Kurzfas - sung liegt mit diesem Dokument vor. Sie gibt den Diskussionsstand der Projektwerkstatt wieder. 54 Gerade wegen des von vielen Kölner*innen gefühlten „institutionellen Versagens“ sollte es darum gehen, am Waidmarkt ein Stück „Stadt der Zukunft“ zu bauen, den Blick von der Vergangenheit auf die Zukunft zu richten und die Stadtgesellschaft dabei aktiv mitzunehmen. Dies gilt ganz besonders für die jüngeren Generationen. Daher auch der Titel der Kurzdokumentation: „Auf dem Weg zu einem Neuen Waidmarkt“. Die Projektwerkstatt ist sich bewusst, dass der Stadtraum an der Severinstraße zwischen Blau- und Mühlenbach sowie im Bereich Spitzen- und Löwengasse bislang ein eher wenig gemischt belebter urbaner Raum ist. Drei Faktoren haben aber das Potenzial, das zu ändern: • eine hohe städtische Flächenverfügbarkeit, • ein langjähriger Projektentwicklungs- und Aktivierungsprozess z.T. bis Mitte der 2030er Jahre • Kraft und Dynamik von drei großen Schulen in unmittelbarer Nachbarschaft. Bislang ist die Diskussion um das Einsturzereignis stark auf die Themen eines Erinnerungsorts und der baulichen Dimensionen von U-Bahn-Bau und privaten Bauinvestitionen ausgerichtet. Die Projektwerkstatt möchte den Blick weiten auf Fragen der Nutzung öffentlicher Räume, auf eine gerade wegen des Vorlaufs stärkere Gemeinwohlorientierung und auf lebendige Urbanität. Während des gesamten Beratungsprozesses in der Projektwerkstatt rückte die Notwendigkeit von Prozessverständigungen immer mehr in den Fokus. Das Jahr 2024 soll nach Ansicht der Projekt - werstatt eine Art „Schubumkehr“ bringen, von der Beschäftigung mit Vergangenem zur Ausrichtung auf Zukunft und Perspektive. Dazu gehören zwei Aspekte: • ganz konkrete Vorschläge für 2024/25 („ins Machen kommen“) als Einstieg in einen möglichst offenen und öffentlichen Projektentwicklungsprozess sowie • die Verständigung auf einen Rahmen bis Mitte der 2030er Jahre. Hervorzuheben ist, dass mit der moderierten Projektwerkstatt im Jahr 2023 eine immer vertrau - ensvollere Kooperation unter allen eingebundenen Partner*innen um ein gutes Perspektivkonzept gelungen ist. Dies gilt sowohl für die dezernatsübergreifende Kooperation (Kultur und Planung) als auch für die Kooperation zwischen Stadt und externem Sachverstand aus der Zivilgesellschaft. Mit den Ergebnissen der Projektwerkstatt liegt ein Gesamtvorschlag zur Entwicklung eines „Neuen Waidmarkts“ vor, der kommunalpolitisch und öffentlich diskutiert werden kann und muss, der einen Rahmen darstellt zur schrittweisen weiteren Konkretisierung auf der längeren Strecke der nächsten Jahre: Erinnerung, aber wie? Der Stadtraum kann mehr – den ganzen Raum in den Blick nehmen Ein lebendiger S tadtraum braucht motivierte Akteur*innen Künstlerische Interventionen Der Prozess bis Anfang der 2030er Jahre „Köpfe aufmachen“ – der Orientierungsrahmen Eine Antwort auf das Einsturzereignis des Stadtarchivs muss aus Sicht der Projektwerkstatt mehr sein als Erinnern oder bloßes Gedenken und eine alleinige Fokussierung auf Kunst und Kultur. Sie muss den gesamten für Köln so wichtigen Stadtraum am Waidmarkt und an der Severinstraße in den Blick nehmen. Ikarus-Skulptur von Kurt-Wolf von Borries am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium und Schild des Künstlers Micha Kuball (Quelle: Micha Kuball) 76 Es soll ein Ort der Erinnerung, aber kein klassischer „Gedenkort“ entstehen. Dies wäre ein falscher Maßstab im Vergleich mit anderen Gedenkstätten. Erschwerend kommt hinzu, dass am Ort des Einsturzes kaum noch Originales aus der Zeit vor dem Einsturz existiert, sondern aktuell nur die baulichen Folgen aus dem Einsturz selbst. Erinnerung soll nicht in Abseiten oder den Hinterhof verdrängt werden, sondern im Stadtraum sichtbar sein. Die Projektwerkstatt schlägt vor diesem Hintergrund vor, Schritt für Schritt einen Ort der Erinne - rung zu konkretisieren, u.a. im Rahmen von künstlerischen Impulsen ab 2024. Zweitens: Die Antwort auf das Einsturzereignis soll nicht in erster Linie retrospektiv, sondern ausdrücklich prospektiv auf die Zukunft gerichtet sein (z.B. Bezug zur örtlichen Demokratie und der kommunalpolitischen Teilhabe der Zivilgesellschaft). Hierzu ist 2024 in einem ersten Schritt der Kontakt mit den benachbarten Schulen und auch weiteren Bildungsträgern in Köln zu suchen sowie um Antworten und Vorschläge zu ringen – z.B. durch einen öffentlichen außerschulischen Lernort für Erinnerung, Demokratie und Zukunft. Drittens: Antworten auf das Einsturzereignis dürfen nicht verengt werden auf einen Erinnerungs - ort am Neuen Waidmarkt. Vielmehr sollen sich Antworten in einem ausdrücklich zukunftsorien - tierten und stadtgesellschaftlich basierten Gesamtkonzept aus Städtebau, Architektur, Freiraum, gemeinwohlorientierten Nutzungen und einer kooperativen Organisation urbaner Lebendigkeit wiederfinden. Eine Anregung: Spiegelpavillon von Norman Foster im öffentlichen Raum am Marseille Hafen als Ort der Reflexion, Foto: Joachim Boll Die „Bibliothek der verbrannten Bücher“ von Micha Ullmann in Berlin als Zeichen im öffentlichen Raum, Quelle: Wikipedia Mit dem gemeinsam von Stadt und den Bürgerinitiativen von AKx und k2a2 initiierten Jahrestag zum Archiveinsturz am 3. März ist ein inzwischen eingeübtes traditionelles Erinnerungs-Format entstanden. Wie bei anderen vergleichbaren Veranstaltungen liegt darin aber über die Zeit die Gefahr einer formalen Erstarrung. Das Format ist ein Zwischenstand, aber keine langfristige Antwort. Was aber stattdessen? Weitgehender Konsens in Diskussionen über Erinnerungskulturen ist, dass physische Denkmale oder Mahnmale, materielle Relikte oder erläuternde Texttafeln alleine nicht zielführend sind, wenn sie nicht in einen „Bildungsrahmen der Erziehung zur Mündigkeit“ (Adorno) eingebunden sind. Statt der Größe von Objekten oder einem überwältigenden Auftritt sind eher subtile Störungen der gewohnten Wahrnehmung zu bevorzugen. Dennoch sollte am Neuen Waidmarkt auch ein physi - scher Ort entstehen, an dem man sich versammeln kann – idealerweise im Kontext städtebaulicher Maßnahmen und komplementärer Angebote für Diskussionen und Debatten. Die Projektwerkstatt bevorzugt einen Erinnerungsort, der nicht mit dem Zeigefinger zukünftigen Generationen Halb- Erklärungen verordnet, sondern sich in das Alltagsleben einordnet. Eine deutliches Sichtbarmachen der Katastrophe des Stadtarchiveinsturzes im öffentlichen Raum ist seit Jahren Position von Bürgerinitiativen und Stadtöffentlichkeit. Eine Verschiebung des Erinne - rungs-/Gedenkortes auf die Rückseite möglicher Bebauungen ist nach den zahlreichen Diskussio - nen aus heutiger Sicht keine akzeptable Antwort mehr. Das führt zur Frage, ob Erinnerungspräsenz und mögliche Bebauung überhaupt getrennte Aspekte sind oder nicht miteinander verschmelzen können. Eine narrative Architektur, die von der Vergangenheit erzählt, wäre ebenso denkbar wie eine künstlerische Intervention im öffentlichen Raum. Daraus leitet die Projektwerkstatt drei Schlussfolgerungen bzw. Vorschläge ab: Erstens: Am Neuen Waidmarkt bzw. im direkten Zusammenhang der Einsturzstelle soll mit einem angemessenen Zeichen oder der Markierung eines Orts an die zwei Toten, an die dramatische Veränderung und den kulturellen Verlust erinnert werden. Hier soll auch das (in Teilen der Stadt - gesellschaft empfundene) „institutionelle Versagen“ Ausdruck finden. Erinnern, aber wie? 98 Im Rahmen der Projektwerkstatt sind im Hinblick auf einen „Neuen Waidmarkt“ drei Grundpositionen für den engeren Raum um das ehemalige Archivgrundstück diskutiert worden: großer öffentlicher Freiraum für Begrünung und Platz, für Bühnen zur künstlerisch-kulturellen Nutzung, im Ergebnis deutlich geringere und eher untergeordnete Bebauung Neubebauung in vergleichbarer Dichte wie vor dem Einsturz mit Freiflächen in einem weitgehend autofreien Campus für Gemeinwohl, Kultur, Bildung Blockrandbebauung mit Wohn- und Gewerbenutzung durch private Investoren nach den Ergebnissen des Ideenteils des Wettbewerbsverfahrens von 2012 Die dritte Position scheint der Projektwerkstatt wegen des zwischenzeitlich erreichten Diskussions - stands und wegen der Aufgabe der Halle K³ überholt. Die Projektwerkstatt spricht sich für die zwei - te Position kombiniert mit der ersten als Orientierung und zur Konkretisierung für Städtebau und Nutzung in den weiteren Verfahrensschritten aus. Für den „Neuen Waidmarkt“ wurden „Bilder der Zukunft“ diskutiert, die sich an urbanen "Naturräumen ", an Experimentierräumen für Ernährung und Klima orientieren oder an kulturellen und stadtgesellschaft - lichen Denk- und Kreativräumen, alles kombinierbar mit innerstädtischen neuen Wohnformen. Beispiel - haft genannt seien: öffentliche Kulturmensa, grünes Klassenzimmer mit Gewächshaus und Koch-Labo - ren, Essbare Stadt-Projekte, urbane Allmende, Verweilorte, kulturelle Bühnen, Bildungswerkstätten für Demokratie, etc. Baulich wäre das umzusetzen sowohl in klimaresilienten Freiraumkonzepten als auch in gebäudlichen Infrastrukturen mit ungewöhnlicher Architektur. Partner *innen könnten sein: städtische Fachämter, aber auch zivilgesellschaftliche Ernährungsinitiativen, soziale Beschäftigungsträger, Schu - len und Hochschulen sowie weitere Bildungsträger, Kulturszenen, genossenschaftliche Initiativen des Wohnens. Damit unterstreicht die Projektwerkstatt noch einmal den thematischen Fokus auf Zukunft als Antwort auf das Einsturzereignis des Stadtarchivs. Die Projektwerkstatt hat sich schlussendlich dafür ausgesprochen, das zuvor Beschriebene unter dem Leitbild einer Kulturellen Bildungslandschaft zu - sammenzufassen. So können Themen der nächsten Generation(en) aufgenommen, kann stadtgesell - schaftlicher Zusammenhalt gestärkt werden und ein beispielhaftes Stück Stadt der Zukunft wachsen, so können reale Akteur *innen am Standort mitgenom - men sowie zusätzliche gewonnen werden. In der Konsequenz spricht sich die Projektwerkstatt dafür aus, die weiteren städtebaulichen, architekto - nischen und Nutzungskonkretisierungen nicht alleine im Rahmen klassischer geschlossener Wettbewerbs - verfahren und interner planungsrechtlicher Überset - zungen anzugehen. Sie schlägt stattdessen vor, den Prozess in einer Abfolge von öffentlichen Planungs - werkstätten unter Einbeziehung von potenziellen Rea - lisierungsakteur*innen umzuformen (Stadt, öffentliche Einrichtungen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft). Die durch den Archiveinsturz notwendige „Stadt - reparatur“ kann zum Anlass für ein Entwicklungs - programm genommen werden, um diesen wichti - gen Kölner Stadtraum zu einem Zukunftsraum als Antwort auf den Archiveinsturz umzugestalten. Dazu gehören das ehemalige Archivgrundstück möglichst inklusive der noch privaten Grund - stücke im Norden sowie der gesamte öffentliche Raum inklusive der benachbarten öffentlichen Nutzungen. Das Grundstück des eingestürzten Archivgebäudes liegt in einem besonderen öffentlichen Raum zwischen City und Südstadt. Seine Talente und Potenziale dringen erst nach und nach ins fachpoliti- sche und öffentliche Bewusstsein. Dies ging in den frühen 2010er Jahren und dem damaligen Wunsch nach schnellen Antworten ein wenig unter. Angedeutet seien hier: die historische Nord-Süd-Ach - se (Römerstraße, mittelalterliche Stadtmauer) mit ihren baulichen Resten, St. Georg, Korrekturen der gravierenden Überformungen aus der unmittelbaren Nachkriegszeit mit dem Bruch zu Südstadt und Hoher Pforte, die früheren kulturellen Nutzungen von Kristall- palast und Volkshaus, die heutigen Schulen, die Potenziale einer Verkehrswende durch die faktische Herausnahme des motorisierten Verkehrs seit über zehn Jahren u.v.a.m. Der Stadtraum kann mehr - den ganzen Raum in den Blick nehmen Eigendarstellung Projektwerkstatt Schematische Darstellung der Projektwerkstatt Dachgarten Gewächshäuser Multispace Temporäre Residenzen Multispace Kreativgewerbe Werkstätten Offene Lern- räume Schlitzwand Lamelle 11 Forum / Bühne Vortrag Ausstellung Kulturmensa/-cafe 1110 Der Projektwerkstatt ist es besonders wichtig, dass diese Anregungen nicht auf die lange Bank geschoben werden, sondern dass die vorgeschlagenen Handlungsansätze möglichst zügig in den Jahren 2024/25 angegangen werden, weil die Erfahrung lehrt, dass derartige Projektentwicklungen einen langen Vorlauf und einen langen Atem bis zu ihrer Realisierung brauchen. Die Projektwerkstatt empfiehlt, dass ein solcher Vorlauf möglichst parallel oder im unmittelbaren Zusammenhang der künstlerischen Interventionen beginnt und dass sich die federführenden Dezernate (Kunst und Kultur sowie Planen und Bauen) bei der Umsetzung durch externen Sachverstand unterstützen lassen. Zwei Beispiele der Projektentwicklung in kooperativer kommunal-zivilgesellschaftlicher Verantwortung:                               ! "# $ "%&&                '()*++                                                           '()*++  '()*++  '()*++  !'()*++ "  '(),-+++ #  $        ' ( .  / -)")0-+1-,2 % &  ' & Beispiel BOB CAMPUS Wuppertal • gemeinwohlorientierte Umnutzung eines Stadtareals in Barmen • Kooperation Urbane Nachbarschaft BOB gGmbH und Stadt bei Projektentwicklung, Planung + bauliche Investition • betriebliche Verantwortung BOB gGmbH mit städtischen und zivilgesellschaftlichen Partnern • Kosten Planen + Bauen: 15,5 Mio. Euro • Kosten Projektentwicklung + Prozessorganisation: 2,3 Mio. Euro über sechs Jahre, Beispiel Altstadtquartier Büchel, Aachen • Umnutzung zentrales Innenstadtareal (Abriss eines Parkhauses) zwischen Dom und Bushof • Stadtentwicklungsgesellschaft SEGA als neuer Entwicklungsträger • Aktivierung von Stadtmacher*innen und Pionier*innen (Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Uni), Netzwerkaufbau • Motivierung von Stadtmacher*innen (seit 2017/18) Planungswerkstätten zu städtebaulichen Leitbildern (2020/21) Wettbewerb Freiraum und Städtebau (2022) Konzeptverfahren zu Teilbausteinen (ab 2023) Realisierungen (2026-2028) Dem Waidmarkt ist das Leben entzogen worden. Damit er nicht ein beliebiger ʻZwischenraumʻ zwischen City und Südstadt bleibt, sondern in mittelfristiger Perspektive ein lebendiger urbaner Stadt - raum im Sinne eines „Neuen Waidmarkts“ werden kann, schlägt die Projektwerkstatt drei konkrete Leitlinien und Handlungsansätze vor. Leitbild Kulturelle Bildungslandschaft: Die benachbarten weiterführenden Schulen, städtische oder stadtnahe öffentliche Bildungseinrichtungen, aber auch private und zivilgesellschaftliche Partner*innen können zu einem Dialog angestiftet werden, zu einer Eroberung des Stadtraums am „Neuen Waidmarkt“, zum Aufbau einer Mitte mit den Themen Bildung, Kultur und den Zu- kunftsfragen der nächsten Generationen. Stadtkulturelle Bespielung durch Stadt und Zivilgesellschaft: Die K³-Halle als unterirdischer Kulturort musste aus technischen Gründen aufgegeben werden. Die dort eingesparten Mittel können in eine einfache oberirdische Infrastruktur (gebäudlich oder im Freiraum) für kulturelle Veranstaltungen, Werkstätten und Aktionen und ein niederschwelliges ʻPlatzmanagement ’ in- verstiert werden. Mit dem Kulturdezernat wäre eine perspektivische Partnerkonstruktion und ein Umsetzungskonzept zu prüfen, die auch zivilgesellschaftliche Initiativen einschließen sollte. Austesten neuer kooperativer Träger- und Betriebsmodelle: Die Stadt kann und sollte möglichst nicht die alleinige Investorin und Betreiberin sein. Die Projektwerkstatt regt an, anhand möglicher Projektoptionen in einen öffentlichen Dialog einzusteigen, Akteur*innen und Mitstreiter*innen zur weiteren Projektentwicklung einzuladen, z.B. für einen Campus „Neuer Waidmarkt“, für ein Haus des Wissens, für einen Bildungs- und Kulturpavillon, für eine öffentliche Mensa und einen Markt des guten Lebens. Dieser Dialog kann als öffentlicher Projektaufruf nicht nur zur Beteiligung, sondern zur Bereitschaft verantwortlicher Teilhabe organisiert werden. Dieser Vorschlag ist gut kombinierbar mit den Anregungen zur kulturellen Bildungslandschaft und zur stadtkulturellen Bespielung. Unter Umständen lassen sich auf diesem Weg auch neue Wohnprojektideen zur Unterstützung der Kernanliegen eines „Neuen Waidmarkts“ mobilisieren. Ein lebendiger Stadtraum braucht motivierte Akteur*innen Simon Veith, Montag Stiftung Urbane Räume gAG Quelle: SEGA 1312 Die künstlerische Intervention 2024/25 soll und kann aus den Mitteln, die der Stadt aus dem juristischen Vergleich mit der ARGE zur Verfügung stehen, finanziert werden (ähnlich sollte in den Folgejahren verfahren werden). Auf diesem Weg besteht die Chance, dass das Jahr 2024 im besten Fall zum ʻgame changer’ im öffentlichen Bewusstsein wird, als Übergang von der Vergangenheit in die Zukunft und als ideeller Öffner des heute hermetisch abgeschlossen Orts der Baustelle. Die Projektwerkstatt rät dazu, die erste künstlerische Intervention zeitlich mit der Akteursakti - vierung für Nutzungs-/bauliche Infrastrukturprojekte und neue Träger- und Betriebsmodelle im vorherigen Kapitel zu synchronisieren. AKx und k2a2 haben von Anfang an künstlerische Wettbewerbe und künstlerische Interventionen als experimentelle Möglichkeiten gesehen, um einen angemessenen Umgang mit dem Einsturzereig - nis zu finden und dem Ort eine neue Bedeutung zu geben. Kunst kann den Horizont erweitern, kann für Ungewöhnliches und Neues sensibilisieren, kann eine gestaltende Kraft in öffentlichen Stadträumen entfalten und Zeichen setzen. Sie kann aktivieren und zum Mitmachen anregen. Die Projektwerkstatt hat dies aufgenommen. Sie schlägt über mehrere Jahre serielle künst - lerische Interventionen vor, für die sich im besten Fall interdiszipliäre Künstlergruppen in einem Juryverfahren bewerben können. Jedes Jahr werden wechselnde Themen aufgerufen. Die Künstlergruppen sollen am Waidmarkt in Kooperation mit lokalen Akteur*innen, Bewohner*nnen, aber auch stadtgesellschaftlichen Initiativen temporäre, u.U. auch dauerhafte Installationen oder provisorische Architekturen erarbeiten, dann realisieren und mit öffentlichen Veranstaltungen begleiten. Zur Aufgabe gehört jeweils eine gute Dokumentation des Arbeitsprozesses und der Ergebnisse sowie eine Bewertung durch eine breit besetzte Jury im Hinblick auf die weitere Pro - jektentwicklungsschritte am „Neuen Waidmarkt“. Zum Einstiegsjahr 2024/25 wird die mit derartigen Projekten sehr erfahrene und erfolgreiche Künstlergruppe Observatorium aus Rotterdam aus Zeitgründen ohne vorlaufendes Auswahlver - fahren vorgeschlagen. Als Einstiegsthema 2024/25 soll die „Zukunft des Stadtgedächtnisses - neue urbane Räume des Erinnerns“ am Waidmarkt gesetzt werden. Als mögliche Orte kommen infrage: • punktuell und zeitlich eingeschränkt Teile der Baustelle oder Flächen in ihrer unmittelbaren Nähe (in Abstimmung mit dem laufenden Bauprozess), • die Schulhöfe der unmittelbar benachbarten Gymnasien oder • öffentliche Räume an der Severinstraße unmittelbar nördlich oder südlich der Baustelle. Künstlerische Interventionen Beispiel Zandpoort - Landmark Pavillon in Tilburg-Reeshof (2019) (Quelle: Künstlergruppe Observatorium) Beispiel Venlo Influvium - Wasserspeicher Pavillon (2018) (Quelle: Künstlergruppe Observatorium) Beispiel Place du Torrent - Greening the Campus in Grenoble (2022) (Quelle: Künstlergruppe Observatorium) Beispiel Péague Sauvage in Nantes (2012) (Quelle: Künstlergruppe Observatorium) 1514 Entscheidend wird allerdings sein, dass und wie der Planungsprozess im Hinblick auf Städtebau/ Planungsrecht und die notwendigen baulichen Investitionen geöffnet sowie durch die Stadtgesell- schaft, durch Kunst und Kultur, durch Ideen für Nutzung und Verantwortung öffentlich mitgestaltet werden kann. Insofern schlägt die Projektwerkstatt nicht einfach einen weiteren eher klassischen städtebaulich-architektonischen Wettbewerb (wie 2011/12) vor, sondern einen schrittweisen Prozess von offenen Planungswerkstätten. Die in dieser Kurzdokumentation aufgezeigten Projektbeispiele zeigen, dass und wie das gelingen und zu ungewöhnlich guten Ergebnissen führen kann. Der „Neue Waidmarkt“ sollte in die Zukunftsprojekte der Stadtent - wicklung in Köln und damit in die Stadtstrategie Köln 2030+ aufge - nommen werden. Dieser sollte eine entsprechende Wertschätzung und kommunalpolitische Priorisierung des langen Atems erfahren. Denn nur unter diesen Voraussetzungen scheint der Projektwerkstatt eine Realisierung im beschriebenen Sinne möglich. Prozessstruktur 2024-2030 2024 " a des Kursbuchs" 2025 "Jahr der Ideenschmiede" 2026 "Jahr des Schwurs" 2027 "Jahr des E ntwurfs" 2028 "Jahr der E ntscheidungen" 2029 "Jahr der Planung" 2030 "Jahr des Baubeginns" o Jahr Vor-Ort Büro 3. März Information Ankündigung Werkstätten Information + Öffentlichkeits- arbeit 1.Bürger- beteiligung 2.Bürger- beteiligung 3.Bürger- beteiligung 4.Bürger- beteiligung 5.Bürger- beteiligung Beteiligung Aktivierung Steuerung E ntscheidungen Planung Künstlerische Impulse Ratsentscheid Vorgehen 2024-2030 Vorklärung Planungsrecht Verkehr Liegenschaften Aktivierung Akteur*innen Anlaufstelle Prüfen+ Bewerten Projektideen Kommission Koordination Ratsentscheid Konzept- Alternativen Freiraumvisionen Magischer Realismus Das Laboratorium am Waidmarkt Konkretisierung Trägerschaft + Verantwortung Ratsentscheid Grundstücke Bebauungsplan Kooperation Trägerschaft Kooperations- Vereinbarungen Planungs- werkstätten Nutzung und Kooperation Planungs- werkstätten Nutzung und Kooperation Planungs- werkstätten Varianten Abgabe ProjektideenAufruf Projektideen Ankündigung Werkstatt- prozess Die Zukunft des Stadtgedächtnisses (OBSERVATORIUM) Planungs- werkstätten Nutzung und Kooperation Planungs- werkstätten Nutzung und Kooperation Planungs- werkstätten Nutzung und Kooperation Der ganzheitliche Vorschlag der Projektwerkstatt zum „Neuen Waidmarkt“ nimmt nicht nur die Themen Erinnerung, Städtebau und Stadt der Zukunft sowie perspektivische Trägerschafts- und Betriebsverantwortungen in den Fokus, sondern auch die not - wendigen Prozesse auf dem Weg zur Realisierung bis Anfang der 2030er Jahre. Für die Jahre 2024/25 werden seitens der Projektwerkstatt als Einstieg in die Perspektive sehr konkret Prozessvorschläge vorgenommen: künstlerische Interventionen (Observatorium Rotterdam) Akteursaktivierung (im Hinblick auf potenzielle Projekte wie Kulturelle Bildungslandschaft, Campus, Haus des Wissens, Kultur-/Bildungspavillon, Mensa und Markt, …) Sie liegen der Stadt Köln in einer textlichen Langfassung vor und sollen aus Sicht der Projekt - werkstatt im weiteren Prozess der Projektentwicklung „Neuer Waidmarkt“ konkretisierend genutzt werden. Erst Anfang der 2030er Jahre ist mit einer möglichen Fertigstellung des unterirdischen U-Bahn- Bauwerks zu rechnen. Dann ist gewissermaßen der ʻDeckel drauf’ und die Umgestaltung des oberirdischen „Neuen Waidmarkts“ kann beginnen. Die Zeit bis dahin muss nach Meinung der Projektwerkstatt für einen stadtgesellschaftlicher Dialog über die besten Lösungen genutzt werden. Aller Erfahrung nach braucht die Projektentwicklung diese Zeit und den entsprechenden langen Atem. In der Projektwerkstatt wurde eine Prozessstruktur mit Meilensteinen in einer Rhythmik der Jahre von 2024 bis 2030 erarbeitet (siehe Abbildung). Dabei wird aufgezeigt, wie die inhaltlichen Ebenen von künstlerischen Impulsen, der (städtebaulichen) Planung, der Akteurseinbindung bis hin zu neuen Trägerschafts- und Betriebskonstruktionen sowie die Bürger*innenbeteiligung miteinander verzahnt werden. Ein Prozess bis Anfang der 2030er Jahre eigene Darstellung Projektwerkstatt 1716 Kontakt Stadt Köln: Dezernat VII - Kunst und Kultur startklar a+b „Wir sollten uns auch noch in vielen Jahren an die Katastrophe erinnern und an die Gründe, die zu ihr geführt haben. Diese Erinnerung muss ihren Ausdruck aber vor allem in einem neuen bedeutenden Stück Stadt finden, das als eine mögliche Zukunftsperspektive für urbanes Leben an diesem Ort verstanden werden kann.“

Beratungsverlauf

  1. 13.06.2024

    Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)

    TOP 9.11, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 18.06.2024

    Ausschuss Kunst und Kultur

    TOP 8.9, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  3. 20.06.2024 zuletzt

    Stadtentwicklungsausschuss

    TOP 18.10, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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