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1527/2024

Beauftragung einer künstlerischen Intervention am Waidmarkt

Mitteilung Ausschuss 13.06.2024

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Nächste Beratung: Stadtentwicklungsausschuss, Sitzung am 20.06.2024, TOP 18.10

Mitteilung Ausschuss

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Ansehen

Anlage 1 Konzept "Auf dem Weg zu einem Neuen Waidmarkt" der Projektwerkstatt

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Ansehen

Mitteilung Ausschuss

3522 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/VII/2 
 
Vorlagen-Nummer 13.06.2024 
 1527/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 13.06.2024 
Ausschuss Kunst und Kultur 18.06.2024 
Stadtentwicklungsausschuss 20.06.2024 
 
Beauftragung einer künstlerischen Intervention am Waidmarkt 
Am 03.03.2022 hatte Frau Oberbürgermeisterin Reker anlässlich des Jahrestages des 
Einsturzes des Kölner Stadtarchivs die Einbindung der Kölner Bürger*innen in die Ge-
staltung eines Kultur- und Gedenkortes am Waidmarkt angekündigt.  
In einer sogenannten Projektwerkstatt arbeitete sodann ein Gremium bestehend aus 
vier Expert*innen aus den Bereichen Kunst und Kultur sowie Architektur und Stadtpla-
nung, die von den Bürgerinitiativen „Köln kann auch anders“ und „ArchivKomplex“ ent-
sandt wurden, von Januar 2023 bis Februar 2024 an der Erstellung eines Konzepts 
zur Implementierung von Kultur und Gedenken am Waidmarkt.  
Die Projektwerkstatt wurde von der startklar a+b GmbH, einem Büro für nachhaltige 
Quartiersentwicklung und bürgerschaftliches Engagement, begleitet und moderiert. 
Zudem unterstützten die Fachämter der Verwaltung, u.a. das Dezernat für Kunst und 
Kultur/ Planungsreferat, das Stadtplanungsamt, das Amt für Brücken, Tunnel und 
Stadtbahnbau und das Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, sowie Vertreter*in-
nen der KVB die Projektwerkstatt bei der Erstellung des Konzepts. Insgesamt fanden 
in den Jahren 2023 und 2024 zwanzig Arbeitstreffen der Arbeitsgruppe und der Ver-
waltung statt, darunter mehrere Sitzungen unter der Teilnahme der Beigeordneten für 
Kunst und Kultur und Planen und Bauen sowie zwei Sitzungen unter dem Vorsitz von 
Frau Oberbürgermeisterin Reker.  
Nach der Einstellung der Planungen für einen unterirdischen Kulturort (K3) (Vorlagen-
Nr. 1357/2023) Mitte 2023 konzentrierten sich die Überlegungen der Projektwerkstatt 
auf eine oberirdische Lösung für Kultur und Gedenken. Das finale Konzept „Ergeb-
nisse der Projektwerkstatt 2023 – kompakt. Auf dem Weg zu einem Neuen Waid-
markt“ wurde am 31. Mai 2024 eingereicht und ist der Mitteilung als Anlage beigefügt. 
Es soll in einer Veranstaltung zusammen mit den Bürgerinitiativen vorgestellt werden.

2 
 
Als erster Baustein der Umsetzung des Konzeptes „Auf dem Weg zu einem Neuen 
Waidmarkt“ wird die Künstlergruppe Observatorium aus Rotterdam mit der Realisie-
rung einer künstlerischen Intervention am Waidmarkt im Sommer 2024 beauftragt. Die 
Umsetzung soll im Herbst 2024 starten. 
Die Ergebnisse der Projektwerkstatt werden aktuell von der Verwaltung geprüft. Die 
vorgelegten Ideen und Anregungen werden aufgearbeitet und in eine Umsetzungs-
strategie eingebettet, die über eine Beschlussvorlage Ende 2024/Anfang 2025 zur Ab-
stimmung in die politischen Gremien eingebracht wird.  
Im Anschluss an den Beschluss der politischen Gremien sollen die weiteren Maßnah-
men aus dem Konzept der Projektwerkstatt entsprechend der Umsetzungsstrategie 
realisiert werden. In Planung ist ein Werkstattverfahren, in dem die Entwicklung des 
Waidmarkts unter Beteiligung der Akteur*innen vor Ort und Teilhabe der Kölner Stadt-
gesellschaft fortgeführt wird. Die Schüler*innen aus den Bildungseinrichtungen vor Ort 
sollen in unterschiedlichen Formaten am Prozess partizipieren. Eine erste Veranstal-
tung zur Beteiligung der Schüler*innen soll noch in diesem Jahr stattfinden. 
Gez. Greitemann  
Anlage: 
Anlage 1 Konzept „Ergebnisse der Projektwerkstatt 2023 – kompakt. Auf dem Weg zu 
einem Neuen Waidmarkt"

Anlage 1 Konzept "Auf dem Weg zu einem Neuen Waidmarkt" der Projektwerkstatt

28083 Zeichen

Ergebnisse der Projektwerkstatt 2023 - kompakt
Auf dem Weg 
zu einem 
Neuen Waidmarkt
Autor*innen:
Bernadette Heiermann
Kay von Keitz
Thomas Luczak
Georg Dietzler
unterstützt durch
Kerstin Asher
Joachim Boll
(startklar a+b)
im Auftrag der Oberbürgermeisterin 
der Stadt Köln
Skizze: Thomas Luczak

„Vorgeschichten“ 
2009 bis 2023
Luftbild unmittelbar nach dem Einsturz 
Foto: AKx-Reader 
Ein Ereignis, das Köln aufwühlte und bis heute eine offene Wunde 
hinterlässt: der Einsturz des Stadtarchivs an der Severinstraße am 
3. März 2009. Institutionelles Versagen haben es viele Bürger*innen 
genannt, auf jeden Fall wurde stadtgesellschaftliches Vertrauen in 
öffentliches Handlungsverantwortung erschüttert. Zwei Menschen 
kamen beim Einsturz des Stadtarchivs ums Leben. Kostbare Archi-
valien zur Kölner Stadtgeschichte gingen unwiderruflich verloren.
Ausschnitt der Fassade 
des eingestürzten Archivgebäudes
3

Zwar wurde in einem Wettbewerbsverfahren in den Jahren 2011/12 eine erste Antwort als „Stadt -
reparatur“ gefunden. Mit dem Abstand von 15 Jahren nach dem Archiveinsturz erscheint diese aber 
dem Ereignis nicht mehr angemessen, zumal das Hauptziel des damaligen Wettbewerbs die Einord -
nung einer Erweiterung der Kaiserin-Augusta-Schule (KAS) war. Eine Antwort auf den Archiveinsturz 
an der Severinstraße war eher Nebenthema.
Viele Archivalien konnten aus der Einsturzgrube gerettet und aufwändig restauriert werden.  
Das Stadtarchiv hat am Eifelwall in einem Neubau einen neuen Standort gefunden. Der alte 
Standort an der Severinstraße ist Geschichte.
Juristisch wurde 2020 ein außergerichtlicher Vergleich mit der bauverantwortlichen ARGE Nord-
Süd, der Stadt Köln und der KVB geschlossen. Seitdem kann der unterirdische Bau der neuen 
U-Bahn-Linie weiterverfolgt werden. Teil des Vergleichs ist, dass die ARGE der Stadt 4,8 Mio. 
Euro zur Verfügung stellt, mit denen künstlerisch-kulturelle Antworten zur Erinnerung an den 
Archiveinsturz finanziert werden können.
Angesichts des Archiveinsturzes sind aus der Zivilgesellschaft zwei Initiativenzusammenschlüsse 
entstanden: köln kann auch anders (k2a2) und ArchivKomplex (AKx). Sie ringen seit Jahren um 
ganz unterschiedliche Vorschläge, damit das Thema des Archiveinsturzes nicht in Vergessenheit 
gerät. Gemeinsam mit der Stadt organisieren sie an den Jahrestagen des 3. März Gedenkveran -
staltungen, bei den sich die Oberbürgermeisterin Henriette Reker seit Jahren engagiert beteiligt. 
Ein Vorschlag für ein perspektivisches Gesamtkonzept bzw. einen Verfahrensvorschlag, wie man 
zu einem solchen Konzept kommen will, lag bis 2022 aber noch nicht vor.
Daher schlug die Oberbürgermeisterin vor, in einem moderierten Verfahren einer Projektwerk -
statt durch von k2a2 und AKx entsandte Expert*innen sowie mit Unterstützung von Kolleg*innen 
aus der Verwaltung (Kulturdezernat, Stadtplanungsamt, Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahn -
bau, Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, NS-Dokumentationszentrum) sowie der KVB ein 
Perspektivkonzept zu entwerfen und zur Diskussion zu stellen. Im Herbst 2023 wurde die Lang -
fassung eines Konzepts in die stadtinterne Diskussion eingebracht. 
Baugrube und Baustelle am Waidmarkt
 Foto: Chistoph Seelbach, KVB
Straßenszene unmittelbar nach dem Archiveinsturz 2009
Foto: AKx-Reader, Jo Schwartz
Anfang 2024 wurden der Oberbürgermeisterin die Kernpunkte vorgestellt. Sie bat die Projektwerk -
statt um eine Kurzfassung, die einer Mitteilung an die Politik beigefügt werden soll. Diese Kurzfas -
sung liegt mit diesem Dokument vor. Sie gibt den Diskussionsstand der Projektwerkstatt wieder.
54

Gerade wegen des von vielen Kölner*innen gefühlten „institutionellen Versagens“ sollte es darum 
gehen, am Waidmarkt ein Stück „Stadt der Zukunft“ zu bauen, den Blick von der Vergangenheit auf 
die Zukunft zu richten und die Stadtgesellschaft dabei aktiv mitzunehmen. Dies gilt ganz besonders 
für die jüngeren Generationen. Daher auch der Titel der Kurzdokumentation: „Auf dem Weg zu 
einem Neuen Waidmarkt“.
Die Projektwerkstatt ist sich bewusst, dass der Stadtraum an der Severinstraße zwischen Blau- und 
Mühlenbach sowie im Bereich Spitzen- und Löwengasse bislang ein eher wenig gemischt belebter 
urbaner Raum ist. Drei Faktoren haben aber das Potenzial, das zu ändern:
 • eine hohe städtische Flächenverfügbarkeit,
 • ein langjähriger Projektentwicklungs- und Aktivierungsprozess z.T. bis Mitte der 2030er Jahre 
 • Kraft und Dynamik von drei großen Schulen in unmittelbarer Nachbarschaft.
Bislang ist die Diskussion um das Einsturzereignis stark auf die Themen eines Erinnerungsorts  
und der baulichen Dimensionen von U-Bahn-Bau und privaten Bauinvestitionen ausgerichtet. Die  
Projektwerkstatt möchte den Blick weiten auf Fragen der Nutzung öffentlicher Räume, auf eine  
gerade wegen des Vorlaufs stärkere Gemeinwohlorientierung und auf lebendige Urbanität.
Während des gesamten Beratungsprozesses in der Projektwerkstatt rückte die Notwendigkeit von 
Prozessverständigungen immer mehr in den Fokus. Das Jahr 2024 soll nach Ansicht der Projekt -
werstatt eine Art „Schubumkehr“ bringen, von der Beschäftigung mit Vergangenem zur Ausrichtung 
auf Zukunft und Perspektive. Dazu gehören zwei Aspekte:
  • ganz konkrete Vorschläge für 2024/25 („ins Machen kommen“) als Einstieg in einen möglichst  
   offenen und öffentlichen Projektentwicklungsprozess sowie
 • die Verständigung auf einen Rahmen bis Mitte der 2030er Jahre.
Hervorzuheben ist, dass mit der moderierten Projektwerkstatt im Jahr 2023 eine immer vertrau -
ensvollere Kooperation unter allen eingebundenen Partner*innen um ein gutes Perspektivkonzept 
gelungen ist. Dies gilt sowohl für die dezernatsübergreifende Kooperation (Kultur und Planung) als 
auch für die Kooperation zwischen Stadt und externem Sachverstand aus der Zivilgesellschaft.
Mit den Ergebnissen der Projektwerkstatt liegt ein Gesamtvorschlag zur Entwicklung eines „Neuen 
Waidmarkts“ vor, der kommunalpolitisch und öffentlich diskutiert werden kann und muss, der einen 
Rahmen darstellt zur schrittweisen weiteren Konkretisierung auf der längeren Strecke der nächsten 
Jahre:
 Erinnerung, aber wie?
 Der Stadtraum kann mehr –  
 den ganzen Raum in den Blick nehmen
 Ein lebendiger S tadtraum braucht motivierte Akteur*innen
 Künstlerische Interventionen
 Der Prozess bis Anfang der 2030er Jahre
„Köpfe aufmachen“ – 
der Orientierungsrahmen
Eine Antwort auf das Einsturzereignis des Stadtarchivs muss aus 
Sicht der Projektwerkstatt mehr sein als Erinnern oder bloßes  
Gedenken und eine alleinige Fokussierung auf Kunst und Kultur.  
Sie muss den gesamten für Köln so wichtigen Stadtraum am  
Waidmarkt und an der Severinstraße in den Blick nehmen. 
Ikarus-Skulptur von Kurt-Wolf von Borries am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium und 
Schild des Künstlers Micha Kuball (Quelle: Micha Kuball)
76

Es soll ein Ort der Erinnerung, aber kein klassischer 
„Gedenkort“ entstehen. 
Dies wäre ein falscher Maßstab im Vergleich mit anderen Gedenkstätten. Erschwerend  
kommt hinzu, dass am Ort des Einsturzes kaum noch Originales aus der Zeit vor dem Einsturz 
existiert, sondern aktuell nur die baulichen Folgen aus dem Einsturz selbst. Erinnerung soll  
nicht in Abseiten oder den Hinterhof verdrängt werden, sondern im Stadtraum sichtbar sein.  
Die Projektwerkstatt schlägt vor diesem Hintergrund vor, Schritt für Schritt einen Ort der Erinne -
rung zu konkretisieren, u.a. im Rahmen von künstlerischen Impulsen ab 2024.
Zweitens: Die Antwort auf das Einsturzereignis soll nicht in erster Linie retrospektiv, sondern 
ausdrücklich prospektiv auf die Zukunft gerichtet sein (z.B. Bezug zur örtlichen Demokratie und 
der kommunalpolitischen Teilhabe der Zivilgesellschaft). Hierzu ist 2024 in einem ersten Schritt 
der Kontakt mit den benachbarten Schulen und auch weiteren Bildungsträgern in Köln zu suchen 
sowie um Antworten und Vorschläge zu ringen – z.B. durch einen öffentlichen außerschulischen 
Lernort für Erinnerung, Demokratie und Zukunft. 
Drittens: Antworten auf das Einsturzereignis dürfen nicht verengt werden auf einen Erinnerungs -
ort am Neuen Waidmarkt. Vielmehr sollen sich Antworten in einem ausdrücklich zukunftsorien -
tierten und stadtgesellschaftlich basierten Gesamtkonzept aus Städtebau, Architektur, Freiraum, 
gemeinwohlorientierten Nutzungen und einer kooperativen Organisation urbaner Lebendigkeit 
wiederfinden.
Eine Anregung: Spiegelpavillon von Norman Foster im öffentlichen 
Raum am Marseille Hafen als Ort der Reflexion, Foto: Joachim Boll 
Die „Bibliothek der verbrannten Bücher“ von Micha Ullmann in 
Berlin als Zeichen im öffentlichen Raum, Quelle: Wikipedia 
Mit dem gemeinsam von Stadt und den Bürgerinitiativen von  
AKx und k2a2 initiierten Jahrestag zum Archiveinsturz am 3. März 
ist ein inzwischen eingeübtes traditionelles Erinnerungs-Format 
entstanden. Wie bei anderen vergleichbaren Veranstaltungen liegt 
darin aber über die Zeit die Gefahr einer formalen Erstarrung.  
Das Format ist ein Zwischenstand, aber keine langfristige Antwort. 
Was aber stattdessen? 
Weitgehender Konsens in Diskussionen über Erinnerungskulturen ist, dass physische Denkmale 
oder Mahnmale, materielle Relikte oder erläuternde Texttafeln alleine nicht zielführend sind, wenn 
sie nicht in einen „Bildungsrahmen der Erziehung zur Mündigkeit“ (Adorno) eingebunden sind. Statt 
der Größe von Objekten oder einem überwältigenden Auftritt sind eher subtile Störungen der  
gewohnten Wahrnehmung zu bevorzugen. Dennoch sollte am Neuen Waidmarkt auch ein physi -
scher Ort entstehen, an dem man sich versammeln kann – idealerweise im Kontext städtebaulicher 
Maßnahmen und komplementärer Angebote für Diskussionen und Debatten. Die Projektwerkstatt 
bevorzugt einen Erinnerungsort, der nicht mit dem Zeigefinger zukünftigen Generationen Halb-  
Erklärungen verordnet, sondern sich in das Alltagsleben einordnet.
Eine deutliches Sichtbarmachen der Katastrophe des Stadtarchiveinsturzes im öffentlichen Raum 
ist seit Jahren Position von Bürgerinitiativen und Stadtöffentlichkeit. Eine Verschiebung des Erinne -
rungs-/Gedenkortes auf die Rückseite möglicher Bebauungen ist nach den zahlreichen Diskussio -
nen aus heutiger Sicht keine akzeptable Antwort mehr. Das führt zur Frage, ob Erinnerungspräsenz 
und mögliche Bebauung überhaupt getrennte Aspekte sind oder nicht miteinander verschmelzen 
können. Eine narrative Architektur, die von der Vergangenheit erzählt, wäre ebenso denkbar wie 
eine künstlerische Intervention im öffentlichen Raum.
Daraus leitet die Projektwerkstatt drei Schlussfolgerungen bzw. Vorschläge ab:
Erstens: Am Neuen Waidmarkt bzw. im direkten Zusammenhang der Einsturzstelle soll mit einem 
angemessenen Zeichen oder der Markierung eines Orts an die zwei Toten, an die dramatische 
Veränderung und den kulturellen Verlust erinnert werden. Hier soll auch das (in Teilen der Stadt -
gesellschaft empfundene) „institutionelle Versagen“ Ausdruck finden.
Erinnern, 
aber wie?
98

Im Rahmen der Projektwerkstatt sind im Hinblick auf einen „Neuen Waidmarkt“ drei Grundpositionen für 
den engeren Raum um das ehemalige Archivgrundstück diskutiert worden:
 großer öffentlicher Freiraum für Begrünung und Platz, für Bühnen zur künstlerisch-kulturellen
 Nutzung, im Ergebnis deutlich geringere und eher untergeordnete Bebauung
 Neubebauung in vergleichbarer Dichte wie vor dem Einsturz mit Freiflächen in einem  
 weitgehend autofreien Campus für Gemeinwohl, Kultur, Bildung 
 Blockrandbebauung mit Wohn- und Gewerbenutzung durch private Investoren nach den  
 Ergebnissen des Ideenteils des Wettbewerbsverfahrens von 2012 
Die dritte Position scheint der Projektwerkstatt wegen des zwischenzeitlich erreichten Diskussions -
stands und wegen der Aufgabe der Halle K³ überholt. Die Projektwerkstatt spricht sich für die zwei -
te Position kombiniert mit der ersten als Orientierung und zur Konkretisierung für Städtebau und 
Nutzung in den weiteren Verfahrensschritten aus.
Für den „Neuen Waidmarkt“ wurden „Bilder der Zukunft“ diskutiert, die sich an urbanen "Naturräumen ", 
an Experimentierräumen für Ernährung und Klima orientieren oder an kulturellen und stadtgesellschaft -
lichen Denk- und Kreativräumen, alles kombinierbar mit innerstädtischen neuen Wohnformen. Beispiel -
haft genannt seien: öffentliche Kulturmensa, grünes Klassenzimmer mit Gewächshaus und Koch-Labo -
ren, Essbare Stadt-Projekte, urbane Allmende, Verweilorte, kulturelle Bühnen, Bildungswerkstätten für 
Demokratie, etc. Baulich wäre das umzusetzen sowohl in klimaresilienten Freiraumkonzepten als auch 
in gebäudlichen Infrastrukturen mit ungewöhnlicher Architektur. Partner *innen könnten sein: städtische 
Fachämter, aber auch zivilgesellschaftliche Ernährungsinitiativen, soziale Beschäftigungsträger, Schu -
len und Hochschulen sowie weitere Bildungsträger, Kulturszenen, genossenschaftliche Initiativen des 
Wohnens. Damit unterstreicht die Projektwerkstatt noch einmal den thematischen Fokus auf Zukunft als 
Antwort auf das Einsturzereignis des Stadtarchivs. 
Die Projektwerkstatt hat sich schlussendlich dafür 
ausgesprochen, das zuvor Beschriebene unter
dem Leitbild einer Kulturellen Bildungslandschaft zu -
sammenzufassen. So können Themen der nächsten 
Generation(en) aufgenommen, kann stadtgesell -
schaftlicher Zusammenhalt gestärkt werden und ein 
beispielhaftes Stück Stadt der Zukunft wachsen, so 
können reale Akteur *innen am Standort mitgenom -
men sowie zusätzliche gewonnen werden.
In der Konsequenz spricht sich die Projektwerkstatt 
dafür aus, die weiteren städtebaulichen, architekto -
nischen und Nutzungskonkretisierungen nicht alleine 
im Rahmen klassischer geschlossener Wettbewerbs -
verfahren und interner planungsrechtlicher Überset -
zungen anzugehen. Sie schlägt stattdessen vor, den 
Prozess in einer Abfolge von öffentlichen Planungs -
werkstätten unter Einbeziehung von potenziellen Rea -
lisierungsakteur*innen umzuformen (Stadt, öffentliche 
Einrichtungen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft).
Die durch den Archiveinsturz notwendige „Stadt -
reparatur“ kann zum Anlass für ein Entwicklungs -
programm genommen werden, um diesen wichti -
gen Kölner Stadtraum zu einem Zukunftsraum als 
Antwort auf den Archiveinsturz umzugestalten. 
Dazu gehören das ehemalige Archivgrundstück 
möglichst inklusive der noch privaten Grund -
stücke im Norden sowie der gesamte öffentliche 
Raum inklusive der benachbarten öffentlichen 
Nutzungen.
Das Grundstück des eingestürzten Archivgebäudes liegt in einem 
besonderen öffentlichen Raum zwischen City und Südstadt. Seine 
Talente und Potenziale dringen erst nach und nach ins fachpoliti-
sche und öffentliche Bewusstsein. Dies ging in den frühen 2010er 
Jahren und dem damaligen Wunsch nach schnellen Antworten ein 
wenig unter. Angedeutet seien hier: die historische Nord-Süd-Ach -
se (Römerstraße, mittelalterliche Stadtmauer) mit ihren baulichen 
Resten, St. Georg, Korrekturen der gravierenden Überformungen 
aus der unmittelbaren Nachkriegszeit mit dem Bruch zu Südstadt 
und Hoher Pforte, die früheren kulturellen Nutzungen von Kristall-
palast und Volkshaus, die heutigen Schulen, die Potenziale einer 
Verkehrswende durch die faktische Herausnahme des motorisierten 
Verkehrs seit über zehn Jahren u.v.a.m.
Der Stadtraum kann mehr 
- den ganzen Raum in den 
Blick nehmen
Eigendarstellung Projektwerkstatt Schematische Darstellung der Projektwerkstatt
Dachgarten
Gewächshäuser
Multispace
Temporäre 
Residenzen
Multispace
Kreativgewerbe
Werkstätten
Offene Lern-
räume
Schlitzwand
Lamelle 11
Forum / Bühne
Vortrag
Ausstellung
Kulturmensa/-cafe
1110

Der Projektwerkstatt ist es besonders wichtig, dass diese Anregungen nicht auf die lange Bank 
geschoben werden, sondern dass die vorgeschlagenen Handlungsansätze möglichst zügig in den 
Jahren 2024/25 angegangen werden, weil die Erfahrung lehrt, dass derartige Projektentwicklungen 
einen langen Vorlauf und einen langen Atem bis zu ihrer Realisierung brauchen.
Die Projektwerkstatt empfiehlt, dass ein solcher Vorlauf möglichst parallel oder im unmittelbaren 
Zusammenhang der künstlerischen Interventionen beginnt und dass sich die federführenden  
Dezernate (Kunst und Kultur sowie Planen und Bauen) bei der Umsetzung durch externen  
Sachverstand unterstützen lassen.
Zwei Beispiele der Projektentwicklung in kooperativer kommunal-zivilgesellschaftlicher  
Verantwortung:

	



	



	
	
	




	




 
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Beispiel BOB CAMPUS Wuppertal
• gemeinwohlorientierte Umnutzung eines Stadtareals in Barmen
• Kooperation Urbane Nachbarschaft BOB gGmbH und Stadt  
  bei Projektentwicklung, Planung + bauliche Investition  
• betriebliche Verantwortung BOB gGmbH mit städtischen und  
  zivilgesellschaftlichen Partnern
 
• Kosten Planen + Bauen: 15,5 Mio. Euro
• Kosten Projektentwicklung + Prozessorganisation:  
  2,3 Mio. Euro über sechs Jahre, 
Beispiel Altstadtquartier Büchel, 
Aachen
• Umnutzung zentrales Innenstadtareal  
  (Abriss eines Parkhauses) zwischen Dom und Bushof
• Stadtentwicklungsgesellschaft SEGA als neuer 
  Entwicklungsträger
• Aktivierung von Stadtmacher*innen und Pionier*innen 
  (Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Uni), Netzwerkaufbau
• Motivierung von Stadtmacher*innen (seit 2017/18)
  Planungswerkstätten zu städtebaulichen Leitbildern (2020/21)
  Wettbewerb Freiraum und Städtebau (2022)
  Konzeptverfahren zu Teilbausteinen (ab 2023)
  Realisierungen (2026-2028)
Dem Waidmarkt ist das Leben entzogen worden. Damit er nicht 
ein beliebiger ʻZwischenraumʻ zwischen City und Südstadt bleibt, 
sondern in mittelfristiger Perspektive ein lebendiger urbaner Stadt -
raum im Sinne eines „Neuen Waidmarkts“ werden kann, schlägt die 
Projektwerkstatt drei konkrete Leitlinien und Handlungsansätze vor.
Leitbild Kulturelle Bildungslandschaft: Die benachbarten weiterführenden Schulen, städtische 
oder stadtnahe öffentliche Bildungseinrichtungen, aber auch private und zivilgesellschaftliche 
Partner*innen können zu einem Dialog angestiftet werden, zu einer Eroberung des Stadtraums 
am „Neuen Waidmarkt“, zum Aufbau einer Mitte mit den Themen Bildung, Kultur und den Zu-
kunftsfragen der nächsten Generationen.
Stadtkulturelle Bespielung durch Stadt und Zivilgesellschaft: Die K³-Halle als unterirdischer 
Kulturort musste aus technischen Gründen aufgegeben werden. Die dort eingesparten Mittel 
können in eine einfache oberirdische Infrastruktur (gebäudlich oder im Freiraum) für kulturelle 
Veranstaltungen, Werkstätten und Aktionen und ein niederschwelliges ʻPlatzmanagement ’ in-
verstiert werden. Mit dem Kulturdezernat wäre eine perspektivische Partnerkonstruktion und ein 
Umsetzungskonzept zu prüfen, die auch zivilgesellschaftliche Initiativen einschließen sollte. 
Austesten neuer kooperativer Träger- und Betriebsmodelle: Die Stadt kann und sollte  möglichst 
nicht die alleinige Investorin und Betreiberin sein. Die Projektwerkstatt regt an, anhand möglicher 
Projektoptionen in einen öffentlichen Dialog einzusteigen, Akteur*innen und Mitstreiter*innen zur 
weiteren Projektentwicklung einzuladen, z.B. für einen Campus „Neuer Waidmarkt“, für ein Haus 
des Wissens, für einen Bildungs- und Kulturpavillon, für eine öffentliche Mensa und einen Markt 
des guten Lebens. Dieser Dialog kann als öffentlicher Projektaufruf nicht nur zur Beteiligung, 
sondern zur Bereitschaft verantwortlicher Teilhabe organisiert werden. Dieser Vorschlag ist gut 
kombinierbar mit den Anregungen zur kulturellen Bildungslandschaft und zur stadtkulturellen  
Bespielung. Unter Umständen lassen sich auf diesem Weg auch neue Wohnprojektideen zur 
Unterstützung der Kernanliegen eines „Neuen Waidmarkts“ mobilisieren.
Ein lebendiger Stadtraum 
braucht motivierte 
Akteur*innen
Simon Veith, Montag Stiftung Urbane Räume gAG
Quelle: SEGA
1312

Die künstlerische Intervention 2024/25 soll und kann aus den Mitteln, die der Stadt aus dem  
juristischen Vergleich mit der ARGE zur Verfügung stehen, finanziert werden (ähnlich sollte in  
den Folgejahren verfahren werden). Auf diesem Weg besteht die Chance, dass das Jahr 2024  
im besten Fall zum ʻgame changer’ im öffentlichen Bewusstsein wird, als Übergang von der  
Vergangenheit in die Zukunft und als ideeller Öffner des heute hermetisch abgeschlossen Orts 
der Baustelle.
Die Projektwerkstatt rät dazu, die erste künstlerische Intervention zeitlich mit der Akteursakti -
vierung für Nutzungs-/bauliche Infrastrukturprojekte und neue Träger- und Betriebsmodelle im 
vorherigen Kapitel zu synchronisieren.
AKx und k2a2 haben von Anfang an künstlerische Wettbewerbe 
und künstlerische Interventionen als experimentelle Möglichkeiten 
gesehen, um einen angemessenen Umgang mit dem Einsturzereig -
nis zu finden und dem Ort eine neue Bedeutung zu geben.
Kunst kann den Horizont erweitern, kann für Ungewöhnliches und Neues sensibilisieren, kann 
eine gestaltende Kraft in öffentlichen Stadträumen entfalten und Zeichen setzen. Sie kann  
aktivieren und zum Mitmachen anregen.
Die Projektwerkstatt hat dies aufgenommen. Sie schlägt über mehrere Jahre serielle künst -
lerische Interventionen vor, für die sich im besten Fall interdiszipliäre Künstlergruppen in einem 
Juryverfahren bewerben können. Jedes Jahr werden wechselnde Themen aufgerufen. Die 
Künstlergruppen sollen am Waidmarkt in Kooperation mit lokalen Akteur*innen, Bewohner*nnen, 
aber auch stadtgesellschaftlichen Initiativen temporäre, u.U. auch dauerhafte Installationen oder 
provisorische Architekturen erarbeiten, dann realisieren und mit öffentlichen Veranstaltungen 
begleiten. Zur Aufgabe gehört jeweils eine gute Dokumentation des Arbeitsprozesses und der 
Ergebnisse sowie eine Bewertung durch eine breit besetzte Jury im Hinblick auf die weitere Pro -
jektentwicklungsschritte am „Neuen Waidmarkt“.
Zum Einstiegsjahr 2024/25 wird die mit derartigen Projekten sehr erfahrene und erfolgreiche 
Künstlergruppe Observatorium aus Rotterdam aus Zeitgründen ohne vorlaufendes Auswahlver -
fahren vorgeschlagen. Als Einstiegsthema 2024/25  soll die „Zukunft des Stadtgedächtnisses - 
neue urbane Räume des Erinnerns“ am Waidmarkt gesetzt werden.  
Als mögliche Orte kommen infrage: 
 • punktuell und zeitlich eingeschränkt Teile der Baustelle oder Flächen in ihrer unmittelbaren 
   Nähe (in Abstimmung mit dem laufenden Bauprozess), 
 • die Schulhöfe der unmittelbar benachbarten Gymnasien oder 
 • öffentliche Räume an der Severinstraße unmittelbar nördlich oder südlich der Baustelle.
Künstlerische 
Interventionen
Beispiel Zandpoort - Landmark Pavillon in Tilburg-Reeshof (2019) 
(Quelle: Künstlergruppe Observatorium)
 Beispiel Venlo Influvium - 
Wasserspeicher Pavillon (2018) 
(Quelle: Künstlergruppe Observatorium) 
 Beispiel Place du Torrent -  Greening the Campus in 
Grenoble (2022)  (Quelle: Künstlergruppe Observatorium)
Beispiel Péague Sauvage in Nantes (2012) 
(Quelle: Künstlergruppe Observatorium)
1514

Entscheidend wird allerdings sein, dass und wie der Planungsprozess im Hinblick auf Städtebau/
Planungsrecht und die notwendigen baulichen Investitionen geöffnet sowie durch die Stadtgesell-
schaft, durch Kunst und Kultur, durch Ideen für Nutzung und Verantwortung öffentlich mitgestaltet 
werden kann. Insofern schlägt die Projektwerkstatt nicht einfach einen weiteren eher klassischen 
städtebaulich-architektonischen Wettbewerb (wie 2011/12) vor, sondern einen schrittweisen Prozess 
von offenen Planungswerkstätten. Die in dieser Kurzdokumentation aufgezeigten Projektbeispiele 
zeigen, dass und wie das gelingen und zu ungewöhnlich guten Ergebnissen führen kann.
Der „Neue Waidmarkt“ sollte in die Zukunftsprojekte der Stadtent -
wicklung in Köln und damit in die Stadtstrategie Köln 2030+ aufge -
nommen werden. Dieser sollte eine entsprechende Wertschätzung 
und kommunalpolitische Priorisierung des langen Atems erfahren. 
Denn nur unter diesen Voraussetzungen scheint der Projektwerkstatt 
eine Realisierung im beschriebenen Sinne möglich.
Prozessstruktur 2024-2030
2024
" a  des 
Kursbuchs"
2025
"Jahr der 
Ideenschmiede"
2026
"Jahr des 
Schwurs"
2027
"Jahr des 
E ntwurfs"
2028
"Jahr der 
E ntscheidungen"
2029
"Jahr der 
Planung"
2030
"Jahr des
Baubeginns"
 
 
o
Jahr 
Vor-Ort
Büro
3. März
Information
Ankündigung
Werkstätten
Information +
Öffentlichkeits-
arbeit
1.Bürger-
beteiligung
2.Bürger-
beteiligung
3.Bürger-
beteiligung
4.Bürger-
beteiligung
5.Bürger-
beteiligung
Beteiligung
Aktivierung
Steuerung
E ntscheidungen Planung
Künstlerische
Impulse
Ratsentscheid
Vorgehen
2024-2030
Vorklärung
Planungsrecht
Verkehr
Liegenschaften
Aktivierung
Akteur*innen
Anlaufstelle
Prüfen+
Bewerten
Projektideen
Kommission
Koordination
Ratsentscheid
Konzept-
Alternativen
Freiraumvisionen Magischer
Realismus
Das Laboratorium
am Waidmarkt
Konkretisierung
Trägerschaft +
Verantwortung
Ratsentscheid
Grundstücke
Bebauungsplan
Kooperation
Trägerschaft
Kooperations-
Vereinbarungen
Planungs-
werkstätten
Nutzung und
Kooperation
Planungs-
werkstätten
Nutzung und
Kooperation
Planungs-
werkstätten
Varianten
Abgabe
ProjektideenAufruf
Projektideen
Ankündigung
Werkstatt-
prozess
Die Zukunft des
Stadtgedächtnisses
(OBSERVATORIUM)
Planungs-
werkstätten
Nutzung und
Kooperation
Planungs-
werkstätten
Nutzung und
Kooperation
Planungs-
werkstätten
Nutzung und
Kooperation
Der ganzheitliche Vorschlag der Projektwerkstatt zum „Neuen 
Waidmarkt“ nimmt nicht nur die Themen Erinnerung, Städtebau 
und Stadt der Zukunft sowie perspektivische Trägerschafts- und 
Betriebsverantwortungen in den Fokus, sondern auch die not -
wendigen Prozesse auf dem Weg zur Realisierung bis Anfang der 
2030er Jahre.
Für die Jahre 2024/25 werden seitens der Projektwerkstatt als Einstieg in die Perspektive sehr  
konkret Prozessvorschläge vorgenommen:
 künstlerische Interventionen (Observatorium Rotterdam)
 Akteursaktivierung (im Hinblick auf potenzielle Projekte wie Kulturelle Bildungslandschaft,  
 Campus, Haus des Wissens, Kultur-/Bildungspavillon, Mensa und Markt, …)
Sie liegen der Stadt Köln in einer textlichen Langfassung vor und sollen aus Sicht der Projekt -
werkstatt im weiteren Prozess der Projektentwicklung „Neuer Waidmarkt“ konkretisierend genutzt 
werden.
Erst Anfang der 2030er Jahre ist mit einer möglichen Fertigstellung des unterirdischen U-Bahn-
Bauwerks zu rechnen. Dann ist gewissermaßen der ʻDeckel drauf’ und die Umgestaltung des 
oberirdischen „Neuen Waidmarkts“ kann beginnen. Die Zeit bis dahin muss nach Meinung der  
Projektwerkstatt für einen stadtgesellschaftlicher Dialog über die besten Lösungen genutzt werden. 
Aller Erfahrung nach braucht die Projektentwicklung diese Zeit und den entsprechenden langen 
Atem.
In der Projektwerkstatt wurde eine Prozessstruktur mit Meilensteinen in einer Rhythmik der Jahre 
von 2024 bis 2030 erarbeitet (siehe Abbildung). Dabei wird aufgezeigt, wie die inhaltlichen Ebenen 
von künstlerischen Impulsen, der (städtebaulichen) Planung, der Akteurseinbindung bis hin zu 
neuen Trägerschafts- und Betriebskonstruktionen sowie die Bürger*innenbeteiligung miteinander 
verzahnt werden. 
Ein Prozess bis Anfang 
der 2030er Jahre
eigene Darstellung Projektwerkstatt
1716

Kontakt
Stadt Köln: Dezernat VII - Kunst und Kultur
startklar a+b
„Wir sollten uns auch 
noch in vielen Jahren an 
die Katastrophe erinnern 
und an die Gründe, die zu 
ihr geführt haben. 
Diese Erinnerung muss 
ihren Ausdruck aber vor 
allem in einem neuen 
bedeutenden Stück Stadt 
finden, das als eine mögliche 
Zukunftsperspektive für 
urbanes Leben an diesem 
Ort verstanden werden 
kann.“

Beratungsverlauf (3)

13.06.2024 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 9.11 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
18.06.2024 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.9 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
20.06.2024 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 18.10 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1527/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
13.06.2024
Erstellt
07.05.2024 13:05