V/0355/2007
Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 2007/2008
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Entwicklung
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Entwicklung der Teilnehmerzahlen 28.427 27.688 26.951 25.533 20.000 25.000 30.000 2003 2004 2005 2006 Entwicklung der Unterrichtsstunden 53.517 52.030 50.877 46.774 40.000 50.000 60.000 2003 2004 2005 2006
Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 2007/2008
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1 Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der der Stadt Münster 2007/2008 2 Inhaltsverzeichnis 1. Berichte 1.1 Allgemeine Organisationsentwicklung der VHS Mün ster 1.2 Leistungsdaten 2006 und Haushaltsentwicklung 20 07 2. Programmangebot und inhaltliche Schwerpunkte für das Studienjahr 2007/2008 2.1 Drittmittel finanzierte Projekte 2.2 Planungen der Programmbereiche 2.2.1 Gesellschaft, Politik, Geschichte 2.2.2 Erziehung, Familie, Älterwerden 2.2.3 Gesundheit, Leben mit Behinderungen 2.2.4 Sprachen und Länder 2.2.5 Beruf und Wirtschaft 2.2.6 EDV und Medienbildung 2.2.7 Kulturelle Bildung 3 1. Berichte 1.1 Allgemeine Organisationsentwicklung der VHS Mün ster „Bildung ist kein Luxus!“ So lautete die Hauptthese von Prof. Rita Süssmuth i n ihrem Hauptreferat zur Fachtagung anlässlich des 60. Geburtstages der Volk shochschule Münster im Oktober 2006. Auch Oberbürgermeister Dr. Berthol d Tillmann unterstrich die Bedeutung der Erwachsenenbildung und die besondere Rolle, die hierbei der städtischen Volkshochschule zukommt. Es müsse d arum gehen, auch durch die Weiterbildung die Chancen zur Teilhabe am beruflichen und ge- sellschaftlichen Leben in Zeiten zu gewährleisten, in denen sich ein perma- nenter Strukturwandel abspielt. „Nicht nur die beruflich verwertbare Bildung führt zu volkswirtschaftlichen Effekten. Auch in der allgemeinen und politischen W eiterbildung besteht in Deutschland zusätzlicher Bedarf, dessen Deckung übe r die wirtschaftliche Rendite hinaus soziale Zukunftsfähigkeit absichert. Dies gilt z. B. angesichts • zunehmender antidemokratischer Tendenzen in der Ge sellschaft für die politische Bildung , die Demokratie- und Partizipationsfä- higkeit sichert, • zunehmender Orientierungsdefizite von Kindern und Jugendlichen für die Familienbildung , die Eltern in ihrer Erziehungs- und Wer- tebildungsverantwortung stärkt, • des Zusammenlebens vieler Kulturen in unserer Gese llschaft für die interkulturelle Bildung, • explodierender Gesundheitskosten für die Gesundheitsbildung , die den eigenverantwortlichen Umgang mit Gesundheit und Prä- vention fördert, • rückläufiger Versorgungsansprüche gegenüber dem St aat (z. B. Renten) für die ökonomische Bildung , die komplexe Zusammen- hänge aufzeigt und zur eigenen Vorsorge motiviert.“ * Dennoch: Der Umfang des Weiterbildungsangebots in D eutschland hält dem europäischen Vergleich nicht Stand, darüber sind si ch alle Bildungsexperten einig. Entsprechende Ergebnisse gibt es auch im Bli ck auf die Weiterbil- dungsbeteiligung Erwachsener sowohl in der beruflichen als auch in der allgemeinen Bildung. Die Teilnahmezahlen sanken in den vergangenen Jah- ren kontinuierlich. So auch in der Bildungsstadt Mü nster. Ein Zeichen einer sich permanent verändernden Gesellschaft und einer damit einhergehenden Veränderung des Freizeitverhaltens von Bürgerinnen und Bürgern. Für viele scheint Bildung nach Schule und Berufsausbildung in zwischen durchaus zum „Luxus“ geworden zu sein. „Vieles spricht dafür , dass die rückläufige Weiterbildungsbeteiligung in einem ursächlichen Zus ammenhang zur Redu- zierung der öffentlichen Förderung steht: Denn in e uropäischen Ländern, in denen der Staat mehr Ressourcen für das lebenslange Lernen zur Verfü- gung stellt (beispielsweise in Großbritannien oder in den skandinavischen Ländern), steigt die Weiterbildungsquote kontinuier lich an. Die Weiterbil- dungsbeteiligung liegt in Deutschland weit unter de m europäischen Durch- schnitt“. * *Stellungnahme des Deutschen Volkshochschulverbandes zur Anhörung des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technologie vom 29. Januar 2007 in Berlin. 4 Trotz massiver Mittelkürzungen durch Land und Kommu ne ist es der Volks- hochschule bislang gelungen, ein qualitatives und v ielfältiges Weiterbil- dungsangebot für die Bürgerinnen und Bürger der Sta dt vorzuhalten. Aller- dings mussten in den zurückliegenden drei Jahren di e Teilnehmergebühren um durchschnittlich 18 Prozent angehoben, erstmalig auch die Honorare der Dozentinnen und Dozenten gekürzt und Personalabbau im Bereich von Ser- vice- und Dienstleistung umgesetzt werden. Im Leitbild der Volkshochschule Münster heißt es: „Die VHS ist kommunales Dienstleistungszentrum für Bildung, Begegnung, Kommunikation und Kultur“. Mit ihren Angeboten zur beruflichen, persönlichen, politischen und kulturellen Bildung will sie das lebensbegleitende Lernen unabh ängig von Alter, Her- kunft, Weltanschauung und sozialer Situation oder G eschlecht fördern. Über sechs Jahrzehnte ist es gelungen, die individuelle Entfaltung der Persönlich- keit sowie die Teilhabe am politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben durch Bildungsangebote zu unterstützen und den Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Generationen, unterschiedlicher R eligionen und unter- schiedlicher Anschauungen möglich zu machen. Die Volkshochschule gehör- te für die Bürgerinnen und Bürger damit zu den wich tigen Säulen in der Kul- tur- und Bildungsstadt Münster. Ein besonderes Augenmerk hat die VHS in den vergang enen Jahren immer auf die Kooperation und die Netzwerkarbeit mit ande ren Kultureinrichtungen und Trägern der Weiterbildung gelegt. In der prakti schen Bildungsarbeit wa- ren das vielfältige Veranstaltungsreihen mit versch iedenen Fachbereichen der Universität, hochkarätig besetzte Fachtagungen, Kooperationen (wie z. B. mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zus ammenarbeit), die Unter- stützung von Theaterprojekten oder Festivals wie z. B. das internationale Festival „Madness and Arts“ oder das internationale Jugendtheaterfestival, das von der Theaterwerkstatt Cactus Junges Theater initiiert wurde. Koope- rationen mit verschiedenen Gruppen ausländischer Bü rgerinnen und Bürger waren fester Bestandteil der Arbeit der VHS. Profil bildende, oft in Kooperati- on durchgeführte Projekte der politisch-historische n und kulturellen Bildung bedurften häufig besonderer finanzieller Unterstütz ung. Außer diesen zum Teil sehr aufwendigen Projekten beliefen sich jedoc h die „Honorarkostende- ckungsgrade“ für Kurse, Seminare und Veranstaltungen in den vergangenen Jahren stets auf durchschnittlich über 120 Prozent. Auch der im Rahmen der Haushaltskonsolidierung erst ellte interkommunale Vergleich mit verschiedenen großstädtischen Volksho chschulen der Firma Rödl und Partner belegt, dass die Volkshochschule M ünster bei den wirt- schaftlichen Kennzahlen durchgängig deutlich unter den berechnenden Mit- telwerten liegt, beim Zuschuss je Unterrichtsstunde sogar den besten Wert der Vergleichsstädte aufweist. So liegt auch der Zuschuss je Einwohner lediglich bei 5,67 Euro in Münster und damit um 2,66 Euro unter dem Mit- telwert der Vergleichsstädte. Die im Rahmen der Haushaltsberatungen für den Haush alt 2007 beschlos- senen Einsparvorgaben werden nur durch erhebliche S truktur verändernde Einschnitte in der VHS umzusetzen sein. Erneute wei treichende Gebühren- erhöhungen, Honorarkürzungen bei den nebenberuflich en Dozentinnen und Dozenten sowie die Aufgabe kostenintensiver Angebot e im Bereich der poli- tisch-historischen Bildung und von Kooperationsproj ekten wird ebenso un- umgänglich sein wie die weitere Einsparung von Pers onal insbesondere im Bereich der Servicedienste wie Beratung, Informatio n und Durchführung der Veranstaltungen. 5 Die notwendigen Voraussetzungen für die Entwicklung einer zeitgemäßen, innovativen und dienstleistungsorientierten Weiterb ildungsarbeit in der Volkshochschule Münster werden nur noch sehr einges chränkt vorhanden sein. Die Formel ist einfach: Wenn die Qualität des Angebots sinkt, der Preis aber gleichzeitig steigt, wird das Ergebnis sein, d ass die Kunden zu Hause bleiben. 1.2 Leistungsdaten 2006 und Haushaltsentwicklung 20 07 Weiterbildungsangebot und Teilnehmerzahlen weiter rückläufig Im zurückliegenden Jahr 2006 wur den an der Volkshochschule Münster 46 774 Unterrichtsstunden in 2 042 Veranstaltungen durchgeführt. 25 533 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten das Bildungs angebot der VHS. Gegenüber dem Jahr 2005 ergab sich ein erheblicher Rückgang bei den Un- terrichtsstunden um 8,1 Prozent. Die Teilnehmerzahl en sanken um 5,3 Pro- zent. Der Anteil der Teilnahme von Frauen und Männern an den Angeboten der Volkshochschule blieb auch im zurückliegenden Jahr konstant. 2006 nahmen 18 579 Frauen und 6 954 Männer teil. Besonders deutlich ist der Rückgang von Kursen, Tages- und Wochense- minaren sowie Bildungsurlauben . Gegenüber 2005 wurden 171 Veranstal- tungen weniger durchgeführt. Die Zahl der Unterrich tsstunden bei Kursen ging von 47 259 auf 43 668 (7,6 Prozent) zurück. Di e Zahl der Teilnehmen- den ging von 21 131 auf 19 596 (7,3 Prozent) zurück. Die Zahl der Teilnehmenden an Einzelveranstaltungen (Vorträge, Exkursi- onen, Ausstellungen und Prüfungen) blieb mit 5 937 Teilnehmenden in 308 Veranstaltungen in etwa konstant. Allerdings wurden kostenintensivere, mit großer Außenwirkung verbundene und damit in der Ver gangenheit Profil bil- dende Veranstaltungen erheblich reduziert. Deutlich angestiegen ist dagegen die Zahl der Sprac hprüfungen. Ingesamt wurden im vergangenen Jahr 106 Prüfungen mit 906 Te ilnehmenden durch- geführt. Hierbei handelte es sich vor allem um die Cambridge ESOL Prüfun- gen, an denen 468 Schülerinnen und Schüler aus 47 Schulen teilnahmen. Mehr Qualifizierungsprojekte Ebenfalls deutlich zugenommen haben im Jahr 2006 Dr ittmittel finanzierte Qualifizierungsprojekte. 257 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten an 15 Maßnahmen und Projekten teilnehmen, für die 351.000 Euro an Drittmittel akquiriert werden konnten. Die Volkshochschule konzipiert und führt im Auftrag des Personal- und Or- ganisationsamtes das Fortbildungsprogramm für die M itarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung. 1 256 städtische M itarbeiter/innen nahmen an 124 Seminaren teil. Teilnehmerbefragung im Herbst 2006: Inhaltliches gut – Äußeres schlecht Sehr zufrieden waren die Teilnehmerinnen und Teilne hmer mit der Qualität der Bildungsangebote der Volkshochschule. Im Herbst semester 2006 wur- den als Vorbereitung für das Qualitätsmanagement 10 Prozent der Kurse aller Fachbereiche evaluiert. An der Befragung nahm en 1 366 Kursteilneh- merinnen und Kursteilnehmer teil. Die Frage nach de r Zufriedenheit mit der Durchführung der besuchten Veranstaltung beantworte ten 67 Prozent der 6 Befragten mit „sehr gut“. Auf einer Bewertungsskala von ++ (1) bis -- (4) er- gab sich ein Mittelwert von 1,34. Die Fachkompetenz der Dozentinnen und Dozenten wurde besonders hoch beurteilt. Hier lag d er Mittelwert bei 1,16. Die schlechteste Bewertung seitens der Teilnehmende n erhielt die Ausstat- tung der Kursräume mit einem Mittelwert von 1,87. D ie in vielen Fällen nicht erwachsenengerechten Unterrichtsräume in Schulen wu rden mit 2,24 be- sonders schlecht beurteilt. Die Auswertung der Umfr age ist in der Anlage beigefügt. Finanzsituation der VHS Die finanzwirtschaftlichen Ziele konnten in 2006 ei ngehalten werden. Durch die erneute Anhebung von Teilnehmerentgelten um dur chschnittlich 8 Pro- zent, die Kürzung von Honoraren bei den nebenamtlichen Dozenten um rund 3 Prozent sowie die Reduzierung von Angeboten in ko stenintensiven Berei- chen ergab sich eine deutliche Verschiebung der Fin anzierungsanteile zu Lasten der Teilnehmenden. Der Anteil der durch Teilnehmerentgelte erbracht wird, stieg von 36,9 Prozent auf 42,6 Prozent, währ end sich der städtische Anteil von 41,4 auf 28,5 Prozent reduzierte. Hierbe i ist jedoch darauf hinzu- weisen, dass durch die geänderte doppische Rechnung gegenüber dem Jahr 2005 Leistungsbeziehungen für stadteigene Gebäude u nd anderes um etwa 400.000 Euro geringer ausfallen. Trotzdem ist die d eutliche Verschiebung der Finanzierungsanteile zu Lasten der Teilnehmende n zu erkennen. Das durchschnittliche Entgelt je Kurs stieg von 56,70 E uro auf 59,33 Euro (Die Erhöhung wurde erst zum Herbst 2006 wirksam.). Vom Rat der Stadt Münster wurden für die kommenden Jahre weitere gravie- rende Konsolidierungsmaßnahmen beschlossen. Neben d er parallel erfolg- ten erneuten Kürzung der Landeszuweisung ab 2007 um jährlich ca. 50.000 Euro (seit 2002 insgesamt um 176.690 Euro weniger L andeszuweisungen) soll der kommunale Zuschuss bis 2009 um weitere 178 .500 Euro pro Jahr reduziert werden. Zu der zunächst durch das Rödl-Gu tachten vorgeschlage- nen Zuschusskürzung um rund 103.000 Euro wurde eine darüber hinausge- hende Einsparsumme von weiteren 75.000 Euro beschlo ssen. Die ein- schneidenden Maßnahmen zur Deckung dieses zusätzlic hen Einsparvolu- mens sowie die Kompensation des Wegfalls von Landeszuschüssen in Höhe von 50.000 Euro pro Jahr werden zu den Beratungen d es Haushaltsplanes 2008 vorgelegt. Zur Realisierung der beschlossenen Sparvorgaben ist eine erneute Erhö- hung der Kursgebühren um jeweils 0,10 Euro je Unter richtsstunde ab 2008 unumgänglich. Damit wurden die Entgelte für Weiterb ildungsangebote der Volkshochschule Münster in den letzten fünf Jahren um durchschnittlich 28,0 Prozent erhöht. Darüber hinaus wird der Service run d um die Durchführung von Bildungsveranstaltungen, die Beratung und Infor mation, der Anmelde- service im Info-Treff aufgrund der unvermeidlichen Personalreduzierungen weiter eingeschränkt werden. Als erster Schritt wer den die Öffnungszeiten des Info-Treffs am Samstag und Dienstagnachmittag entfallen. 7 2. Programmangebote und inhaltliche Schwerpunkte für das Studienjahr 2007/2008 2.1 VHS – Weiterbildung innovativ: Drittmittel finanzierte Projekte Seit Anfang der neunziger Jahre engagiert sich die VHS Münster, im Rah- men der Drittmittelförderung stark in der Weiterbil dung und Beratung von erwachsenen Menschen in beruflich definierten Übergängen. Im Vordergrund steht die Entwicklung, Verzahnung, Realisierung und Evaluation sowie die Profilierung von barrierefrei zugänglichen, nachfra georientierten - vor allem aber innovativen - Qualifizierungsbausteinen und B eratungselementen. Des Weiteren geht es kontinuierlich um die Entwicklung und Realisierung von Maßnahmen, die Struktur- und Kommunikationsverbesse rungen im Weiter- bildungs- und Beratungsbereich intendieren. Die in den letzten Jahren u. a. im Rahmen von EU-Pr ogrammlinien angeleg- ten und ausgebauten Kooperationsstrukturen im Konte xt der Projekte „Ler- nende Regionen Münster / Münsterland“, „Equal“, „Me ine Region – meine berufliche Chance“ werden auch in 2007 / 2008 gepfl egt und im Interesse der Adressatinnen und Adressaten von Weiterbildung und Beratung genutzt. Die von der Volkshochschule Münster in Kooperation mit der AMS, der A- gentur für Arbeit, verschiedenen Kammern und u. a . durch Landes- und ESF-Mittel sowie mit Unternehmensbeteiligung durchg eführte Projektarbeit bewegt sich schwerpunktmäßig in fünf, nachfolgend dargestellten Geschäfts- feldern. Für alle fünf Geschäftsfelder existiert ein Businessplan. Um den Adressatinnen und Adressaten ein passgenaues Einmünden in die Angebote der jeweiligen Geschäftsfelder zu ermöglic hen, ist diesen eine of- fene Anlaufstelle für Menschen in beruflich definie rten Übergängen vor- geschaltet (modellhafte Förderung durch das Program m Lernende Regio- nen) Adressatinnen und Adressaten sind : erwachsene Männer und Frauen in be- ruflichen Übergangssituationen, insbesondere Mensch en mit Migrationshin- tergrund, Alleinerziehende, Geringqualifizierte, po tenzielle Fachkräfte, Be- rufsrückkehrerinnen, Menschen mit ausbaufähiger Gru ndbildung, Menschen mit und ohne Beschäftigung usw. In der Anlaufstelle wird folgendes Angebot vorgehalten: • Individuelle Berufswegberatung inkl. der Heranführ ung an bzw. die Vermittlung von flankierendem lebenspraktischem Support (bis zu vier kostenfreien Beratungsgesprächen inkl. Sprachstandserhebung) • Dokumentation der Weiterbildungs- und Beratungsbed arfe als Grund- lage für Konzept- und Projektentwicklung • Bei Bedarf Weitervermittlung in die in Geschäftsfe lder gegliederten Weiterbildungs- und Beratungsangebote der VHS oder anderer Träger Das „Modell Anlaufstelle“ wird in 2007 in der Trägerlandschaft Münsters en- gagiert diskutiert. Es hat gute Chancen sich zum St andardangebot in der Erstberatung von Adressaten und Adressatinnen der W eiterbildung zu entwi- ckeln. 8 Die Geschäftsfelder der Qualifizierungsprojekte der VHS 1. Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit Entwicklung und Realisierung von tragfähigen Konzep ten und Handlungs- strategien mit dem mittel- oder langfristigen Ziel der Erhöhung der Existenz sichernden Erwerbsbeteiligung von Müttern und Väter n u. a. auch für Eltern von Kindern unter drei Jahren. Das Weiterbildungs- und Beratungsangebot wurde in 2007 aufgrund der hohen Auslastung und Nac hfrage deutlich profi- liert und vergrößert. Die Vernetzung der Angebote ist sehr weit fortgesch ritten. In 2007/2008 wird nochmals verstärkt ein Augenmerk auf die besondere Lebenssituation von allein Erziehenden in Münster gelegt. 2. Berufsfeld Betreuen und Versorgen Aufbau und Realisierung eines modular gegliederten Orientierungs- und Qualifizierungssystems im o. g. Berufsfeld mit dem Ziel des Erwerbs eines Berufsabschlusses als Hauswirtschafterin und der Be schäftigungsaufnahme im erlernten Beruf. Verbesserung der Erwerbssituati on von hauswirtschaftli- chen Fachkräften und der Lebenssituation von hauswi rtschaftlich und sozial- pflegerisch zu versorgenden Menschen in der Stadt. Die in 2006 in Koopera- tion mit der Arbeitsgemeinschaft Münster aufgebaute Beratungsstelle „Ar- beitgeber Privathaushalt“ wird ihre Arbeit aufgrund der guten Nachfrage fort- setzen. Durch die Beteiligung am Projekt „Kombilohn NRW“ und die Einbin- dung dieses Projektes in die o. g. Ziellinie ist ei n deutlicher Zuwachs an sozi- alversicherungspflichtiger Beschäftigung im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen zu erwarten. 3. Migration und Integration Gewährleistung der beruflichen und gesellschaftlich en Integration von Men- schen, die aufgrund von Herkunft und Status von Aus grenzung bedroht sind. Optimierung der Zugänge und der Passgenauigkeit von Bildungs-, Bera- tungs- und Beschäftigungsangeboten. Verzahnung von Weiterbildung und Beratung im Hinblick auf gesellschaftliche Integration und Orientierung, Qua- lifizierung und Beschäftigungsaufnahme. Integration . Potenzialentwicklung. Im Projekt „Regionen stärken Frauen“ wird z. B. ein regionales „Ansprache- system“ für Berufsrückkehrerinnen mit Migrationshin tergrund entwickelt und damit gezielt ihre Integration in den Arbeitsmarkt forciert. 4. Grundbildung - Alphabetisierung Entwicklung und Gewährleistung von barrierefreien Z ugängen zu miteinan- der verzahnten Beratungs- und Weiterbildungsangebot en, die Grundlagen des Lesens und Schreibens vermitteln. Optimierung v on vorhandenen Ba- sisqualifikationen und Entwicklung von Motivation u nd Strategien im Hinblick auf einen beruflichen Einstieg. Aufbau eines region alen Netzwerks Grundbil- dung - Alphabetisierung unter Beteiligung des Bunde samtes für Migration, des Bundesverbandes Alphabetisierung, der Arbeitsge meinschaft Münster sowie relevanter Bildungsträger. 5. Beschäftigungsförderung für Beschäftigte Entwicklung und Erhöhung der Weiterbildungsbereits chaft, der Beschäfti- gungsfähigkeit und Veränderungskompetenz von einzel nen Beschäftigten und betrieblichen Systemen durch verzahnte Weiterbi ldung und Beratung. Intensivierung dieses Handlungsansatzes durch die Beantragung des Projek- tes „Kommune trifft Lernende Region“, im Rahmen der Vertiefungsphase II der Lernenden Region. 9 2.2 Programmplanungen der Bereiche 2.2.1 Gesellschaft, Politik, Geschichte Die große Resonanz auf die Fachtagung „Perspektive n der Weiterbildung in Deutschland“ zum 60-jährigen Bestehen der Volkshoch schule Münster im Oktober 2006 hat verdeutlicht, dass bürgerschaftlic hes Engagement einen erheblichen Beitrag zur Vitalität und Demokratiefäh igkeit einer Stadtgesell- schaft leistet. Dieses Engagement benötigt professi onelle Unterstützung, Koordinierung, Vermittlung bei Konflikten sowie Ort e des Lernens und der Begegnung. Zu einem bedeutenden Ort der Weiterbildu ng und Begegnung gehört bisher die Volkshochschule Münster, die im Fachbereich „Gesell- schaft, Politik, Geschichte“ mit öffentlichkeitswir ksamen und bürgernahen Veranstaltungen dazu anregt, aus der Vergangenheit zu lernen, Wissen für die Gegenwart zu erhalten, um Zukunft verantwortlich gestalten zu können. Aufgrund der erheblich eingeschränkten finanziellen Rahmenbedingungen werden „Großprojekte“ wie professionelle Ausstellun gen, Veranstaltungen mit prominenten Referent(inn)en oder Autor(inn)en, die über die Region aus- strahlen und bisher hohe Teilnehmerzahlen aufwiesen , ab 2008 kaum noch möglich sein. Auch eine professionelle Werbung für diese, bisher stark fre- quentierten Bildungsveranstaltungen, ist durch die Budgeteinsparungen nicht mehr finanzierbar. Zum ersten Mal werden aufgrund der finanziellen Ein schränkungen im Früh- jahr 2008 voraussichtlich keine (7.) Jüdischen Kulturtage Münster in Ko- operation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdis che Zusammenarbeit Münster stattfinden können. Ein traditionell verank erter Schwerpunkt des Fachbereiches, der zur Förderung von Toleranz und D emokratieverständnis in der Bürgerschaft beitragen konnte, aber in der D urchführung einen hohen Zuschussbedarf hatte, der aus Mitteln des VHS-Budge ts nicht mehr finan- ziert werden kann. Der Teilbereich Ökologie wird im neuen Jahresprogramm aufgrund der Kon- solidierungsmaßnahmen den Bürgerinnen und Bürgern n icht mehr angebo- ten. Im Herbst 2007/ Frühjahr 2008 steht das Thema „China“ im Mittelpunkt der politisch-historischen Bildung. Ein Land, welches n icht nur die Olympiade im Jahr 2008 ausrichten wird, sondern in einer globalisierten Welt immer stärker an Bedeutung und Einfluss gewinnt. Dabei geht es zu m einen um Wissens- vermittlung: politisches System, Länderkunde, Gesch ichte. Zum anderen geht es um ein Verstehen kultureller Identitäten un d Ausdrucksformen, die zum interkulturellen Verständnis und zur Förderung der Toleranz im Umgang mit fremden Kulturen beitragen. Auch die Themen „Me nschenrechte in Chi- na“ und die Situation Tibets werden im Herbst 2007 aufgegriffen. Basierend auf den Erfahrungen mit der Durchführung von Interkulturellen Trainings wird ab Herbst das - im Rahmen des Deutschen Volks hochschul- Verbandes konzipierte - Zertifikat „Xpert Culture Communication skills“ in der politisch-historischen Bildung angeboten. Gezielt s ollen neue Adressaten und Multiplikator(inn)en für eine fundierte Vermitt lung von interkulturellen Kompetenzen und zur Förderung der Integration gewonnen werden. 10 Anknüpfend an das erfolgreiche Ausstellungsprojekt „Weltreligionen, Welt- frieden, Weltethos“ im vergangenen Jahr, welches vo n über 800 Schü- ler(inne)n wahrgenommen und bearbeitet worden ist, beteiligt sich der Fach- bereich erneut an der Koordination und Ausgestaltun g des „Friedenskultur- monats September“. Die repräsentative Ausstellung des Instituts für Frie- denspädagogik Tübingen „Peace-Counts (Frieden zählt) - die Erfolge der Friedensmacher“ soll in Münster gezeigt werden und vor allem junge Men- schen ansprechen. Zur Betreuung der Ausstellung sol len neben ehrenamtli- chen Helfer(inne)n auch Student(inn)en gewonnen werden, welche eine spe- zielle Schulung durch die Volkshochschule erfahren, um Führungen und di- daktische Projekte im Rahmen der Präsentation unternehmen zu können. Zum besseren Verständnis der Europäischen Union bie tet der Fachbereich im Oktober 2007 in Kooperation mit dem Deutschland- und Europapoliti- schen Bildungswerk NRW eine Studienfahrt nach Prag mit dem Thema „Tschechien - ein neues Mitglied in der EU“ an. Im Teilbereich Philosophie und Weltreligionen werden weiterhin Tages- fahrten, Vorträge, Kurse und politisch-kulturelle N achmittage zur weltan- schaulich neutralen Orientierung und kompetenten W issensvermittlung an- geboten. Ab 2008 allerdings zu höheren Gebühren. Das Themenfeld Geschichte wird ab 2008 in ebenfalls eingeschränktem Umfang angeboten, dabei wird die Stadtgeschichte „M ünster im Mittelalter“ einen Schwerpunkt bilden. Zur Förderung des Ehrenamtlichen Engagements von Sc hülerinnen und Schülern beteiligt sich der Fachbereich am Projekt „Service Learning/ Ver- antwortung Lernen“, welches von der Stiftung Bürgerwaisenhaus, der Stif - tung Westfalen-Initiative und der Stiftung Bürger f ür Münster finanziell getra- gen sowie in Kooperation mit der Freiwilligenagent ur Münster durchgeführt wird. Ziel ist es, die Erfahrungen der beteiligten Schulen, Schülerinnen und Schüler mit ihrem sozialen Engagement im Stadtteil zu begleiten, zu reflek- tieren und zu unterstützen. Zur Stärkung der Praxi s sollen seitens der Volkshochschule konkrete Unterrichtshilfen, -materi alien zum Thema „Servi- ce Learning“ entwickelt werden (Drittmittelfinanzie rung, s. Ratsantrag vom 27.06.06). 2.2.2 Erziehung, Familie, Älterwerden Pädagogik, Partnerschaft und Familie Insbesondere Angebote für junge Familien , die Gruppen nach dem päda- gogischen Konzept des Prager-Eltern-Kind-Programms (PEKiP), die alters- differenzierten Angebotsformen für Eltern mit Klein kindern, sowie die fachdi- daktischen Gruppen zur Montessori-Pädagogik zur frü hkindlichen Förderung werden uneingeschränkt nachgefragt und sehr gut an genommen. Die Ange- bote werden in den Fachräumen der Innenstadt in de r VHS-Überwasser, als auch in den VHS-Räumen der Stadthalle Hiltrup angeboten. Da die Räume in Hiltrup durch Einsparungsvorgaben im Jahre 2008 aufgegeben werden müssen, wird dieses Angebot in der Tagesarbeit für etwa 120 junge Familien in Hiltrup nicht mehr durchgeführt werden können, s ollten keine Ersatzräume zur Verfügung gestellt werden. Finanzielle Mittel z ur Anmietung von Räumen stehen aufgrund der Sparvorgaben nicht zur Verfügun g. Bereits in den ver- gangenen zwei Studienjahren wurden die Gebühren jew eils erhöht. Auch 11 2008 wird die Gebühr nochmals ansteigen müssen. Di e finanzielle Belast- barkeit von jungen Familien ist aber bereits jetzt begrenzt, wie die Rückmel- dungen, dass die Kurse aufgrund der Kosten nicht me hr besucht werden können, belegen. Der Wunsch nach Teilnahme an Elter n-Kind-Angeboten gerade auch bei einkommensschwächeren Zielgruppen s teigt. Gerade mit Kleinkindern müssen Familien oft mit einem Gehalt a uskommen. Kommt Teilzeitbeschäftigung oder Arbeitslosigkeit eines P artners hinzu, ist die Teil- nahme gerade an den sozial stabilisierenden, wohnor tnahen Eltern-Kind- Gruppen für die Eltern nicht mehr finanzierbar. An der Mitwirkung zur Durchführung der „ Münsteraner Konflikttagung “ (mit jeweils 400 Teilnehmenden) kann sich der Fachbereic h nicht mehr beteili- gen, da die erforderlichen Arbeitsressourcen vor al lem im Info- Treff/Anmeldungen wegen gekürzter Personalressourcen nicht mehr zur Ver- fügung stehen. In enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Kinder, Jug endliche und Familien und dem Verein Münsteraner Tageseltern wird die Qualifizierung von Betreu- ungspersonen in der Kindertagespflege durchgeführt. Damit konnte und kann die Qualität der frühkindlichen Betreuung in Münste r erheblich aufgewertet werden. Der Erwerb des TMQ-Zertifikates (Tagesmütter und Tagesväter qualifizieren sich) des Landesverbandes der Volksho chschulen NRW stellt zudem für die teilnehmenden Tagesmütter eine mögli che Einkommensver- besserung dar. Die Volkshochschule Münster ist zudem vom Bundesverband für Kinderbetreuung in der Tagespflege e.V. als Ma ßnahmeträger anerkannt worden, sodass das erworbene VHS-Zertifikat damit a uch bundesweit als Qualifikationsnachweis anerkannt ist. Der vierte Le hrgang beginnt im Januar 2008. Die zweijährige berufsbegleitende Fortbildung für P ädagogen und Pädago- ginnen aus Vorschule und Schule zum Erwerb des Nationalen Montessori- Diploms gehört zum festen Angebot der Volkshochschule Mün ster. Durch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Montessori-Ges ellschaft e.V. wur- den die qualitativen Anforderungen an Ausbildung un d Prüfung deutlich ge- steigert. Eine weitere berufsbegleitende Zusatzqualifikation für pädagogische Fach- kräfte wird im April 2008 beginnen. In Zusammenarbe it mit dem Verein für Gruppenarbeit mit Eltern und ihren Kindern im 1. Le bensjahr, PEKiP e.V. wird die umfangreiche Zusatzausbildung zur PEKiP-Gruppenleiterin ange- boten. Diese Zusatzausbildung ist Voraussetzung, um Gruppen nach dem Konzept des Prager-Eltern-Kind-Programms durchführen zu können. Älterwerden - Ältersein Mehr als je zuvor wird die Notwendigkeit von „Lern en als lebensbegleiten- des Prinzip“ zur Bewältigung der gesellschaftlichen Anforderungen erkenn- bar. Der Ruf nach Übernahme an Verantwortung für ge sellschaftliche Belan- ge und Ehrenamt richtet sich zunehmend an die Generation der „jung en Alten“. Gerade hier ist Weiterbildung gefragt, denn die immer spezialisierte- ren Tätigkeiten ehrenamtlicher, engagierter älterer Menschen bedürfen der Aneignung von Kompetenz und der Weiterbildung. Eigeninitiative, Selbsthilfe und Selbstengagement, Ehrenamt und bürger- schaftliches Engagement bedarf der Unterstützung , ja ist ohne Ressourcen, wie Raumnutzung und fachliche Unterstützung nicht m achbar. Durch die Unterstützung der Volkshochschule sind die vielfältigen Initiativen der ZwAR- 12 Gruppen, das Projekt „Füreinander-Miteinander“, die Vernetzung der Aktiven, die Unterstützung von engagierten Projekten ermögli cht worden. In diesen Bereichen sind naturgemäß keine Einnahmen zu erziel en. Ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement kann nicht geför dert werden, indem von den potenziellen „Helfern“ Gebühren oder Mieten verlangt werden! Wirt- schaftlichkeit ist in diesem Angebotsbereich schwer messbar, wenngleich gesellschaftlich unumstritten! Die Moderation, Hilf estellung bei Organisation und Vernetzung, Beratung, Unterstützung bei speziellen Bildungsnachfragen, oder auch Kontaktvermittlung zu anderen Institutionen wird in der VHS direkt nachgefragt und in Anspruch genommen. Hier stellt s ich der Fachbereich den Bürgernachfragen, Supportleistungen für die Se lbstorganisation von Gruppen, sowie Bildungsangebote zur Steigerung der erforderlichen Kompe- tenzen bereitzustellen. Die ehrenamtlichen Macher der viermal jährlich erscheinenden „MSZ - Münsters Senioren Zeitung“ mit einer Auflage von über 8 000 Zei tungen setzen sich aktiv für die Seniorenpolitik der Stadt ein. Die Zeitung refinanziert sich durch Werbeeinnahmen und wird von der Stiftung Siverdes unterstützt. Die Volkshochschule stellt Ressourcen wie Rechnungs stellungen, Raumver- gabe, technische Hilfsmittel, Abwicklung der Finanz ierung, Verteilung der Zeitungen und fachliche Betreuung bereit. Durch die voraussichtlichen Kür- zungen personeller Ressourcen im Schreibbereich und im Rechnungswesen werden die bisher geleisteten Unterstützungen bei d er Erstellung der MSZ nur noch erheblich eingeschränkt möglich sein. Ob u nd wie die MSZ weiter fortgeführt werden kann, ist zurzeit noch offen. Nutzer und Nutzerinnen der VHS-Senioren-Bildungsangebote sind aber nicht nur die „jungen aktiven Alten“ sondern auch Mensche n, die zunehmend in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Bildungsangebo te haben hier konzeptio- nell immer eine starke soziale Komponente. Die meis t langfristig angelegten Bildungsangebote finden wohnortnah statt. Da Lerne n und Weiterbildung wichtige Elemente der Lebensqualität sind, haben au ch Menschen mit al- tersbedingten gesundheitlichen Einschränkungen in der Solidargemeinschaft einen Anspruch auf Weiterbildung. Gerade bei diesen Zielgruppen ist eine moderate Gebührengestaltung unerlässlich, um tatsäc hlich den Zugang zu Bildungsangeboten unabhängig vom Einkommen zu gewährleisten. Gerade verwitwete Frauen, die nach dem Tod ihres Eh epartners mit äußerst geringen Renten und Pensionen auskommen müssen, geh ören zu Volks- hochschulnutzerinnen. Der Besuch von Weiterbildungs angeboten ist eine anerkannte Möglichkeit, am gesellschaftlichen Lebe n teilzunehmen und nicht vollends zu vereinsamen. Immer wieder werden von Beratungsstellen und Angehörigen Beratungen gesucht und angenommen, um entsprechende Bildungsangebote zuzuordnen. Weitere Gebührenerhöhu ngen aufgrund er- forderlicher Einsparvorgaben sind sozial unverträgl ich und treffen genau die Zielgruppen, die der Unterstützung bedürfen. Die „Service-Angebote“ rund um das Thema Pflege, in Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern, wie Krankenkassen, Pflegebüro , Clemens-Wallrath- Haus etc. können durch erfolgreiche Kooperationen t eilweise für die Teil- nehmenden unentgeltlich angeboten werden. Damit lei stet die VHS einen präventiven Beitrag zur Alters- und Gesundheitsvors orge. Weiter hin wird die bundesweite Aktion „Altersvorsorge macht Schule“ zur Information der Not- 13 wendigkeit der privaten Altersvorsorge mit zwei Seminaren unterstützt. Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit Angesichts der globalen klimatischen Veränderungen und den damit ver- bundenen Zukunftsperspektiven für jetzige und künftige Generationen ist ein erhebliches Umdenken auf politischen, wirtschaftlic hen und gesellschaftli- chen Ebenen erforderlich. Die Bereitschaft zum Um denken setzt unabding- bar Bildung voraus. Die Weltkommission für Umwelt u nd Entwicklung defi- niert: „Nachhaltig ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Genera- tion entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger G enerationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.“ Die Volkshochschule Münster ist einer von 15 ausgew ählten Standorten in der Bundesrepublik, die an dem Projekt: „Generationen lernen gemein- sam: Nachhaltigkeit“ teilnehmen. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Gesamt- projekt wird von der Katholischen Bundesarbeitsgeme inschaft für Erwachse- nenbildung gesteuert. Ziel ist die Förderung kommun ikativer Lernangebote für das Miteinander der Generationen, die sich geme insam der Verantwor- tung der globalen Entwicklung stellen. Der Fachbereich „Familie und Älterwerden“ wird in d iesem Zusammenhang in Kooperation zwei intergenerationell ausgerichtet e Projekte in der Praxis erproben. Die Erfahrungen der unterschiedlichen Pro jekte im Bundesgebiet werden in der Fachöffentlichkeit diskutiert, die Er gebnisse mit wissenschaftli- cher Begleitung der Universität Erlangen –Nürnberg dokumentiert und publi- ziert. 2.2.3 Gesundheit Auch in diesem Fachbereich führt die Konsolidierun g zu einer Reduzierung des Angebotes der kostenintensiveren Vorträge und S eminare. Da es in den vergangenen Jahren zunehmend auch andere Anbieter g ibt, die Informati- onsveranstaltungen über Krankheitsbilder, Ursachen, Diagnostik und Thera- pie anbieten, hat die VHS ihre Angebote bereits erh eblich zurückgefahren. Dies wird für das neue Studienjahr weiter erfolgen. Im Fachbereich finden seit Jahren integrative Angebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen und/oder Psychiatrieerfahrungen statt. Das „Theater Sycorax“ führt seine Proben einmal wöchentlich als VHS-Kurs durch und „Die Klinke“ wird durch ein Redaktionsteam des Psycho-Sozialen Zentrums ebenfalls als VHS-Kurs erarbeitet. Diese Angebote liegen nicht im Honorar kostendeckenden Bereich, sondern werden von der VHS finanziell unterstützt. Sie sind in ihrer Existenz bedroht, we nn die städtischen Zu- schüsse ab 2008 in vollem Umfang reduziert werden. Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter wir d immer mehr auch eine Aufgabe öffentlicher Einrichtungen. „Verschied ene Studien, so zuletzt der Jugendgesundheitssurvey der WHO, dokumentieren, dass zwar die sub- jektive Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ins gesamt zufriedenstel- lend ist, dass aber dennoch ein großer Teil etwa 20 Prozent erhebliche Ge- sundheitsdefizite in physischer und psychischer Hinsicht aufweisen.“ Gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung, dem Land NR W und dem Ge- meindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe fi ndet in Münster das 14 Projekt „Kitas und Schulen bewegen…“ statt. Beteiligt sind in drei Stadttei- len vier Grundschulen und vierzehn Kitas. Es soll ein Bewusstsein für die Bedeutung von Gesundheit und Bildung als Grundlage für erfolgreiche Bil- dungs- und Entwicklungsprozesse erzeugt werden. Die Gesamtkoordination für das Projekt liegt in der VHS. Die Zahl der adipösen Kinder steigt trotz breiter P räventionsprojekte besorg- niserregend an. Die VHS beteiligt sich im neuen St udienjahr zum zweiten Mal mit ihrem Schwerpunkt Ernährung an dem seit 200 6 in Münster unter ärztlicher Leitung durchgeführten Projekt „Adimobil“ . Angestrebt wird eine nachhaltige Änderung im Ernährungs- und Bewegungsve rhalten und im Le- bensstil der ganzen Familie. Die aktive Teilnahme d er Eltern ist daher we- sentlich für den Erfolg im Schulungsprogramm. Was Kinder über gesundes Essen und Trinken wissen s ollten, vermittelt ih- nen wieder der Hase Kasimir , der im Frühjahr 2008 zum dritten Mal nach Münster kommt. Die Aktion findet wieder in Zusammen arbeit mit dem Ge- sundheitshaus und weiteren Kooperationspartnern sta tt. Adressaten sind Kinder zwischen 4 und 10 Jahren, denen anhand einer Ausstellung alles rund um eine gesunde Ernährung vermittelt wird. Die Kita- oder Schulkinder kommen mit ihren Erzieherinnen und Lehrerinnen in d ie Ausstellung, sodass das Thema nachhaltig in den Einrichtungen weiter be sprochen werden kann. Hierzu bietet die VHS pädagogische und inhaltliche Unterstützung an. Das Kochen für Coole Cliquen erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 18. Es ist jedes Mal wieder beein- druckend, mit welch großem Engagement Kinder und Ju gendliche sich für eine gesunde Ernährung interessieren. Die Modulare Weiterbildung Gesundheitsförderung für sozialpädagogi- sche Fachkräfte und Mitarbeiterinnen in der Kinder- und Jugendhilfe, an of- fenen Ganztagsschulen und in der Übermittagsbetreuu ng eröffnet die Mög- lichkeit der Implementierung von Gesundheitsthemen in die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Einrichtungen. Frauengesundheit Fachtagung : „Gegen häusliche Gewalt“ . Im November 2006 hat im Rat- hausfestsaal eine Tagung zu diesem Thema bereits st attgefunden mit dem Schwerpunkt der Vernetzung aller beteiligten Akteur e auf kommunaler Ebe- ne. Im Jahr 2008 befasst sich die Fachtagung mit dem Thema der Arbeit mit den Tätern. Auch diese Veranstaltung wird von dem A rbeitskreis Häusliche Gewalt der Kommunalen Gesundheitskonferenz Münster durchgeführt. Naturheilkunde. Dieser Themenschwerpunkt wird bis auf eine kleine Vor- tragsreihe und die seit fast 20 Jahren stattfindende Fastenwoche eingestellt. Psychologie im Alltag. Dieser Bereich ist in den vergangenen Jahren be- reits reduziert worden und wird mit den erfolgreich stattfindenden Veranstal- tungen zu den Grundlagen der Psychologie im Studien jahr 2008/2009 wei- tergeführt. Ernährung und Gesundheit Das Interesse an gesunder Ernährung ist nach wie vo r sehr groß. Die ver- 15 schiedenen Schwerpunkte dieses Programmbereichs „Gr undlagen des Ko- chens“, „Kochen in den Jahreszeiten“, „Vollwertig - Vegetarisch“ und „Inter- nationale Küche“ garantieren den Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm, in dem die Grundlagen einer gesunden Ernä hrung und ökologi- sche Aspekte der Landwirtschaft neben vielen Tipps zur praktischen Haus- haltsführung und leckeren Rezepten nicht zu kurz kommen. Entspannungsangebote in der VHS In der Hektik und im Stress des Alltages gewinnen A nleitungen zur Entspan- nung, zum Stressabbau in der Gesundheitsbildung zun ehmend an Bedeu- tung. Die angebotenen Entspannungskurse waren durch weg sehr gut be- sucht, einige waren in 2006/2007 mit Wartelisten ve rsehen. Das Übungspro- gramm im Studienjahr 2007/2008 wird deshalb in der Struktur an die Bedarfe der Teilnehmer/innen angepasst. Weitere Fortbildung en werden erarbeitet und neue, interessante Entspannungsmethoden vorgestellt. Bewegung und Körpererfahrung Entsprechend dem Motto „Es gibt nichts Gutes – auße r man tut es – raus aus dem Sessel, der guten Laune entgegen“, bietet d er Bereich Gesundheit der VHS auch 2007/2008 den bewegungswilligen Bürger n ein interessantes, gesundheitsorientiertes und präventives Bewegungspr ogramm, denn Bewe- gungskurse dienen dem Körper- und Gesundheitsbewus stsein, dem Stress- abbau, der Gewichtsregulation und der Körperhaltung . Aufgrund der guten Auslastung der Kurse werden diese in bewährter, jed och aktualisierter Form fortgesetzt oder durch neue Anregungen ersetzt Wassergymnastikkurse als Mittel zur Förderung von Kraft und Ausdauer ohne Belastung der Gelenke erfreuen sich nach wie v or, insbesondere bei älteren Menschen, größter Beliebtheit. Leider haben Bäderschließungen so- wie immense Kostenerhöhungen seitens der Badbetreib er dazu geführt, dass das Angebot reduziert werden musste und nicht in vollem Umfang auf- gefangen werden kann. Aufgrund der großen Resonanz und der präventiven Wi rkung wird das The- ma “Gesunderhaltung des Rückens“ weiterhin ein Schwerpunktthema des Bewegungsprogramms sein. Auch das Bewegungsangebot für ältere Menschen ist sehr gefragt. Eine komplette Anpassung an den Bedarf scheitert leider an Finanzierbarkeit an- zumietender Bewegungsräume. Auch der Bereich “Bewegungskurse für Menschen mit Erkrankungen“, wird ein Schwerpunktthema des Bewegungsprogramms bl eiben. Die Kurse Bewegung für Frauen mit Osteoporose, nach Brust-OP oder mit psychischen Erkrankungen werden gut angenommen und bilden in be währter Form eine wichtige und verlässliche wöchentliche Bewegungs- u nd Kommunikations- plattform für erkrankte Menschen. Gebärdensprache Seit Mai 2002 ist die Deutsche Gebärdensprache (DGS ) als eigenständige Sprache anerkannt. Im VHS-Programm werden weiterhin Gebärdensprach- kurse im Bereich Sprachen angeboten, die in verschi edene Leistungsstufen gestaffelt sind. Bei Bedarf werden zusätzlich theme nspezifische Gebärden- 16 sprachkurse, auch firmenbezogen, eingerichtet. Der Bedarf an den u. a. von der VHS initiierten, r egelmäßig stattfindenden „Kommunikationsforen“ , in denen gehörlose Menschen über aktuelle The- men aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft inform iert werden, ist weiterhin groß und die Teilnehmerzahl unverändert hoch. So s ind für das Kalender- jahr 2007 zunächst drei Kommunikationsforen geplant. 2.2.4 Sprachen und Länder Lesen und Schreiben lernen für Erwachsene/Alphabetisierung Trotz 10-jähriger Schulpflicht gibt es nach wie vor viele, auch deutsche Er- wachsene, die nicht - oder nicht ausreichend - lese n und schreiben können. Diese Zielgruppe der so genannten „funktionalen Analphabe t(inn)en“ versucht die VHS seit vielen Jahren durch ein beson ders niedrigschwelliges Angebot zu erreichen. Grundlegende Fertigkeiten im Lesen und Schreiben werden vermittelt und ermöglichen den betroffenen Menschen die Teilnahme auch an schriftlicher Kommunikation im täglichen (Berufs-)Leben. Die VHS bemüht sich kontinuierlich, das oftmals tab uisierte Thema der man- gelnden Schriftsprachekenntnisse bei Erwachsenen in s öffentliche Bewusst- sein zu bringen. Zu diesen Aktivitäten gehört insbe sondere seit Jahren die enge Kooperation mit dem in Münster ansässigen Bundesverband Alpha- betisierung e. V. und dessen „ ALFA-Telefon“ . Nur über eine große Me- dienpräsenz übermittelt sich dieses in Münster einm alige Angebot an die be- troffene Zielgruppe. Das Angebot der Volkshochschul e Münster umfasst künftig 18 Kurse pro Jahr und erreicht ca. 200 Teil nehmer/-innen, die ein stark ermäßigtes Entgelt von 0,70 € (0,80 € ab 1.1. 08) pro Unterrichtsstunde zahlen. Wichtige Integrationshilfe: Deutsch als Fremdsprache (DaF) Grundvoraussetzung für die Teilnahme am gesellschaf tlichen Leben in Deutschland ist das Beherrschen der deutschen Sprache. Für Migrant(inn)en aller Herkunft bietet die Volkshochschule seit viel en Jahren auf verschiede- nen Niveaustufen Deutschkurse an. Das Kurskonzept s chließt landeskundli- che, politische und kulturelle Informationen mit ein. Die VHS bietet das „Europäische Zertifikat Deutsch“ , die „Zentrale Mit- telstufenprüfung des Goethe-Instituts“ sowie das „Kleine bzw. Große Sprachdiplom des Goethe-Instituts“ als anerkannte Prüfungen an, die re- ge in Anspruch genommen werden. Im Jahr 2006 absolv ierten insgesamt 98 Teilnehmer/-innen erfolgreich diese anspruchsvollen Prüfungen. Zurzeit finden mit ermäßigten Entgelten ca. 120 DaF-Kurse mit ca. 2 500 Teilnehmer(inne)n pro Jahr an der VHS Münster statt. Auch hier wird ab dem 1.1.08 das Entgelt um 10 Cent pro Unterrichtsst unde angehoben. In- wieweit diese erneute Erhöhung Auswirkungen auf die Teilnehmerzahlen hat, bleibt abzuwarten. „Club D“ – Deutsch für Sekundarstufenschüler/-innen mit Migrations- hintergrund Seit Januar 2005 läuft dieses Projekt, in dem Schül er/-innen mit Migrations- 17 hintergrund nachmittags ihre Deutschkenntnisse weit erhin kostenlos verbes- sern können. Es wird nach Niveau- und Altersstufen differenziert unterrichtet. Das Angebot erfreut sich eines regen Zuspruchs, tro tz der Freiwilligkeit der Teilnahme. Bei mindestens siebzigprozentiger Teilna hme geben die VHS- Kursleiterinnen eine positive Rückmeldung an die He rkunftsschulen, was zu einem Erfolgsvermerk auf den Zeugnissen führt. Erfr eulich ist die hohe Moti- vation, mit der dieses zentrale und somit mit Anrei sezeiten verbundene An- gebot in der VHS-Überwasser von ca. 80 Schüler(inne )n pro Halbjahr aus allen Stadtteilen wahrgenommen wird. Zu einem Höhepunkt im Studienjahr hat sich das jähr lich stattfindende „In- ternationale Sommerfest“ an der VHS-Überwasser entwickelt, bei dem zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus den verschie denen Ländern der Welt, die an Sprachkursen „Deutsch als Fremdsprache “ teilnehmen, mit mehr als 500 Gästen in interkulturellen Austausch t reten. Inwieweit die Fi- nanzierung dieser wichtigen Großveranstaltung zukün ftig sichergestellt wer- den kann, ist noch zu prüfen. Beim dreiwöchigen „Feriensprachkurs Deutsch als Fremdsprache“ be- grüßt die VHS jeweils im August ca. 60 bis 90 junge Leute aus bis zu 20 Na- tionen in Münster; häufige Gäste sind Teilnehmer/-i nnen aus Münsters Part- nerstädten. Der Sprachkurs 2007 seht ganz im Zeiche n des Kunst-Sommers mit vielfältigen Info-Programmteilen zur „Skulptur 2007“. 20 Fremdsprachen im Angebot der Volkshochschule Das Fremdsprachenangebot der Volkshochschule umfass t die großen Welt- und Verkehrssprachen, die Landessprachen der meiste n Partnerstädte Münsters sowie die der benachbarten Staaten. Besonderes Kennzeichen des umfangreichen Angebotes ist auf allen Ni- veaus die jeweilige Landeskunde, die dazu beiträgt, Land und Leute in ihrem kulturellen Selbstverständnis zu begreifen. Dazu tragen auch besonders kon- zipierte Sprachstudienfahrten bei. In einer Reihe von Sprachen kann auf international anerkannte Prüfungen vorbereitet werden, die fast alle an der Volkshochs chule Münster abgelegt werden können. Besonders viele Teilnehmer/-innen (m ind. 140) nehmen an den zweimal pro Jahr an der Volkshochschule stattfindenden Prüfungen der Cambridge University teil. Als Prüfungszentrum ist die VHS Münster für die (auch berufsbezogenen) Europäischen Sprachenzertifikate vom A 1 bis zum B 2-Niveau des Ge- meinsamen Europäischen Referenzrahmens für das Lern en und Lehren von Sprachen, sowie für die Schwedisch-Prüfung Swedex akkreditiert. Für alle diese Prüfungen ist eine steigende Nachfrage zu verzeichnen. Aufgrund der großen Nachfrage versucht der Fremdspr achenbereich, dieses hohe Niveau zu halten, das zur Zeit zusätzlich zu d en Alphabetisierungskur- sen und den Deutsch als Fremdsprache-Kursen ca. 550 Kurse mit ca. 6 500 Teilnehmer(inne)n pro Studienjahr umfasst. Aufgrund der geringer werdenden Zuschüsse wird die langjährige Zusam- menarbeit mit den binationalen Gesellschaften einge schränkt werden müs- sen. So wird z. B. der Círculo Hispano-Alemán in de r derzeitigen Form ein- gestellt werden müssen. 18 Auch das Qualifizierungsangebot für Sprachkursleitende wird aus Kos- tengründen ab dem kommenden Studienjahr stark eingeschränkt werden. Mit diesem regelmäßigen Fortbildungsangebot für Kurslei tende hat der Bereich bisher die hohe Qualität seines Sprachangebots gesi chert. Dieses Quali- tätsmerkmal des VHS-Sprachenbereichs ist jedoch mit hohem personellen Aufwand verbunden, der zukünftig wegen des Wegfalls von Personalres- sourcen nicht mehr zu leisten ist. In Kooperation mit dem Bundesverband Alphabetisierung wird ein Fortbil- dungsprogramm für Kursleiter/-innen in der Alphabet isierung durchgeführt, das von Teilnehmer(inne)n aus ganz Nordrhein-Westfa len und darüber hin- aus aus dem deutschsprachigen Ausland in Anspruch genommen wird. Cambridge ESOL Prüfungen als Schulprojekt wird fortgesetzt Eine Kooperation zwischen dem Ministerium für Schul e und Weiterbildung, Cambridge ESOL (English for Speakers of Other Langu ages) und den Prü- fungszentren (für das Münsterland nur Volkshochschu le Münster) ermöglicht es Schülerinnen und Schülern seit dem Schuljahr 200 4/2005 zusätzlich zum Unterricht ein Englischzertifikat der Cambridge-Uni versität zu erwerben. An- geboten werden Prüfungen zu den Referenzniveaus B1 (PET), B2 (FCE) und C1 (CAE) des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens. Von 27 Schu- len in und um Münster legten im laufenden Schuljahr 468 Schüler/-innen ein Cambridge Certificate in English durch die VHS Münster ab. Weitere 30 Schüler/innen werden den offiziellen Juni –Termin, der an der VHS dieses Mal mit ca. 70 eigenen Teilnehmer/innen stattfindet, wahrnehmen. In diesem Zusammenhang bereitet die Volkshochschule Münster schulüber- greifend Realschüler/innen auf die PET-Prüfung in einem schulexternen Kurs vor, da dieses schulintern nicht geleistet werden kann. Sprachkurse auf Bestellung: Ein Service (nicht nur) für die städtischen Mitarbeiter/innen Nachgefragt wird in diesem Bereich besonders die fa chspezifische Sprach- fortbildung. So führt die Volkshochschule Kurse für Verkehrsüberwachende, für Veterinäre, für Schulsekretärinnen oder auch fü r Mitarbeiter/innen von Münster Marketing durch. Auch internationale Austau schschüler/-innen an Münsteraner Gymnasien erhalten durch die VHS Deutschunterricht. Ähnliche Maßnahmen wird es auch im nächsten Studienjahr geben. 2.2.5 Beruf und Wirtschaft Der besondere Schwerpunkt der Arbeit in 2007/2008 liegt im weiteren Aus- bau der abschlussbezogenen beruflichen Weiterbildung. Weiterhin wird das vom Deutschen Volkshochschul-Verband konzipierte Zer- tifikat „Xpert personal business skills“ angeboten. Das Training von Schlüsselqualifikationen ist seit vielen Jahren fes ter Bestandteil der Fachbe- reichsarbeit. Darüber hinaus wird das Zertifikat „Xpert business“ nun in allen Teil-Modulen angeboten. Die Teilnehmenden schließen hier nach er folgreichen Prüfungen in der Finanzbuchführung I, II und Finanzbuchführun g EDV zunächst mit dem Abschluss "Geprüfte Fachkraft für Finanzbuchfüh rung" ab. Dieses Mo- dulsystem ist nun mit den Modulen „Kosten- und Leis tungsrechnung“ und „Finanzwirtschaft“ weiter ausgebaut worden und ermö glicht den Abschluss „Finanzbuchhalter/in“. 19 Neu im Programm sind die ersten Module zur Erlangun g des Abschlusses Lohnbuchhalter/in, die neuen Xpert Module 8x8 Wirts chaftswissen und die Vorbereitung zur AdA-Prüfung (Ausbildung der Ausbilder). Die Lehrgänge zum NLP-Practitioner und Master-Practitioner (Neurolingu- istisches Programmieren) haben seit Jahren ihren fe sten Platz im Programm des Fachbereichs und werden nun in einer neuen Modulform buchbar sein. Der Ausbildungslehrgang „Ressourcenorientierter Coa ch“ wird ebenfalls nach ersten Erfahrungen auf Modulform umgestellt, u m den Teilnehmenden stärkere Entscheidungsmöglichkeiten und Wahlmöglich keiten während der Ausbildung einzuräumen. In dieser Ausbildung erwerb en die Teilnehmenden Kenntnisse und praktische Erfahrungen mit wirksamen Methoden aus fol- genden unterschiedlichen Beratungsansätzen: Neuro-l inguistisches Pro- grammieren (NLP), Transaktionsanalyse (TA), Systemi sche Ansätze (Sys- temische Fragetechniken, reflektierendes Team, Aufs tellungsarbeit). Die Ausbildung kann mit einem Zertifikat abgeschlossen werden. Durch Teilnahme an Projekten wie z. B. „Kita macht Musik“ in Zusammenar- beit mit der städtischen Musikschule werden weitere berufliche Qualifikatio- nen angeboten werden können. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit in 2007/2008 is t die Beratung Bildungs- interessierter im Rahmen der Vergabe von Bildungssc hecks. Die damit ver- bundenen Beratungsgespräche haben im letzten Semester gezeigt, dass der Beratungsbedarf wächst und Beratung in Zukunft eine n Arbeitsschwerpunkt in der Fachbereichsarbeit bilden wird. 2.2.6 EDV und Medienbildung Rückblick Die Volkshochschulen in Nordrhein-Westfalen wie im gesamten Bundesge- biet haben in den vergangenen Jahren flächendeckend dafür gesorgt, dass der Umgang mit dem Computer von vielen Tausenden vo n Erwachsenen erlernt werden konnte. Eines der hervorgehobenen Ma rkenzeichen einer modernen Weiterbildungsarbeit der Volkshochschulen. Nachdem im Studienjahr 2005 bei der Bildungsnachfra ge nach EDV-Kursen bereits eine Stabilisierung eingetreten war, ist im zurückliegenden Studien- jahr 2006 erstmals eine zurückgehende Kursauslastun g zu verzeichnen. Ein großer Teilnehmerrückgang bei den Seniorenkursen um 6 Prozent ist auffällig. Bis dato war dies ein stetig wachsendes Geschäftsfeld. Ein gewichtiger Grund für die sinkende Auslastung in den EDV-Kursen ist die im Studienjahr 2006 vorgenommene erneute Entgelterh öhung um 8 Prozent. Die Kurse sind für viele Bildungsinteressierte inzwischen zu teuer. Außerdem ist durch den Verzicht auf regelmäßige Soft- und Hardwareaktualisierung aufgrund der Sparmaßnahmen die Kursqualität spürbar gesunken. Dies be- legen die Teilnehmerseminarbeurteilungen Anfang 2007 bereits deutlich. Weitere Ursachen für die sinkenden Teilnehmerzahlen liegen in der ebenfalls aus Spargründen erfolgten Aufgabe der EDV-Broschüre zu Beginn des je- weiligen Frühjahrssemesters, bisher ein verlässlich es Instrument der aktuel- len Kurswerbung, in der Kündigung des ECDL (Europea n Computer Driving Licence) autorisierten Prüfungszentrums (internatio nal anerkanntes EDV- Zertifikat) und in Kursangebotsreduzierungen, alles amt vorgenommene Maßnahmen im Rahmen der Sparvorgaben durch Land und Kommune. 20 Die beschlossene Entgelterhöhung zu Beginn des Früh jahrssemesters 2008 wird den Trend des Nachfragerückgangs zweifellos ve rstärken. Die Folge sind drohende Einnahmeverluste, denn alle Kurse im Fachbereich EDV wur- den bislang mindestens kostendeckend durchgeführt. Ausblick Der durch die Konsolidierungsvorgaben 2008 ff. notw endige Personalabbau erfordert eine weitere Angebotsreduzierung des bish er sehr einnahmeträch- tigen EDV-Fachbereichs. Nur durch den Abbau von Ang eboten kann die bis- herige Beratungs- und Servicequalität annähernd gehalten werden. EDV-Angebote zur Basisqualifizierung Das Kernangebot im Bereich der Basisqualifizierung, bei dem es um die Vermittlung von Orientierungswissen und Erschließun gskompetenzen auf den Gebieten EDV-Standardanwendungen , elektronische Kommunikati- on und Internet geht, wird reduziert und ergänzt um ein Angebot EDV - Grundlagen für türkische Mitbürger. Spezielle Schulungen und Workshops mit konkreten An wendungsbezügen wie z.B. „Barrierefreie Dokumente erstellen“ oder „ Die E-Mail-Flut bewälti- gen“ runden das Angebot ab. Insgesamt steht im kommenden Studienjahr im Zentrum des Bereichs der Standardanwendungen die Um stellung auf WIN- DOWS VISTA und OFFICE 2007. Berufliche EDV-Qualifizierungsangebote und Zertifikatskurse In diesem Teilbereich geht es um die Vermittlung be ruflich verwertbarer und praxisbezogener Qualifikationen in kaufmännischen E DV-Anwendungen, Netzwerken, Programmierung und multimedialen EDV-An wendungen. Hier ist es besonders wichtig, unseren Teilnehmer/innen die Möglichkeit zu bie- ten, sich in Lehrgängen qualifizieren zu können, Pr üfungen zu absolvieren und anerkannte IT-Zertifikate zu erlangen, die auf dem Arbeitsmarkt einen hohen Stellenwert haben. So wird weiterhin der „Xpert-Business“-Lehrgang „Geprüfte Fachkraft für Finanzbuchführung“ angeboten und mit dem Xpert-Business-Lehrgang „Geprüfte Fachkraft Lohn- und Gehalt“ komplettiert. Die Prüfungs- und Qualifizierungsseminare zu den Mi crosoft-Zertifizierungen werden von insgesamt sechs Modulen auf zwei Module reduziert. Der im letzten Studienjahr sehr erfolgreich gestartete Leh rgang „PC-System- Betreuer/-in“ wird erneut angeboten. Zielgruppenorientierte Angebote Aufgrund der geplanten Entgelterhöhung ist ein weit erer Teilnahmerückgang zu erwarten. Die Angebote in diesem Bereich werden deshalb reduziert. VHS-Angebote für Schulen Neben den bewährten PC-Einführungsworkshops und den Kursen zur Schreibtechnik mit Einführung in Word, die inzwischen mit zahlreichen Schu- len erfolgreich durchgeführt werden, wird im kommen den Studienjahr im Rahmen eines aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanzierten Projek- tes ein Lehrgang „ IT-Kompetenzen im Kontext von Berufsorientierung“ mit dem Zusatzmodul „Jobradio“ des VHS-Bürgerfunkst udios angeboten. Dieser Kurs richtet sich an Schülerinnen und Schüle r, die sich auf dem Weg in die Ausbildung befinden, ihre Qualifikationen ve rbessern wollen und ihre IT-Handlungskompetenzen mit einem europaweit anerka nnten IT-Zertifikat 21 belegen möchten. Im Rahmen von Lehrerfortbildungen hat das PC-Zertifikat „e-card.nrw“, das in Kooperation mit den Volkshochschulen und dem Ministerium für Schu- le und Weiterbildung entwickelte wurde, nach wie vo r einen hohen Stellen- wert. Insgesamt haben im vergangenen Studienjahr 155 (angehende) Lehre- rinnen und Lehrer dieses Zertifikat an der Volkshoc hschule Münster erwor- ben. VHS als Partner der städtischen IT-Ausbildung Über diese drei zielgruppenorientierten Angebotsber eiche hinaus führt die Volkshochschule seit September 2005 die städtischen IT- Grundlagenschulungen durch. Ämterspezifische Nachfragen nach Fortbil- dungsseminaren zeigt die innerstädtische Akzeptanz der VHS als qualifizier- ten Schulungspartner, bedeutet aber auch hohen orga nisatorischen Bera- tungs- und Organisationsaufwand. Bürgermedien und Bürgerfunk Durch laufende Projekte für Grundschulen („Kulturst rolche“, „Skulpturenre- porter“) des Amtes für Schule und Weiterbildung verlagert sich die Arbeit des VHS-Bürgerfunkstudios bis 2008 stärker in Richtung „Medienkompetenzver- mittlung“. Dies sieht auch das voraussichtlich Mitt e 2007 geänderte Landes- mediengesetz NW vor. Durch die gesetzlichen Einschr änkungen der Sende- zeit auf täglich eine Stunde reduziert sich das Sen devolumen des VHS- Bürgerfunkstudios. Da sich das Studio jedoch in ein em Zertifizierungspro- zess zur Qualitätssteigerung des Bürgerfunks in NRW befindet (Abschluss im August 2007), werden nach den angekündigten Über gangszeiträumen des Gesetzgebers neue Ausrichtungsschwerpunkte gesc haffen. Gefährdet ist die finanzielle Ausstattung des Bürgerfunks dur ch den Wegfall der Minu- tenförderung durch die Landesanstalt für Medien. Hi er gilt es ebenfalls trag- fähige Lösungen für die finanzielle Ausstattung der Anbieter des Bürgerfunks in Münster zu finden. 2.2.7 Kulturelle Bildung "Kulturelle Bildung" fördert Kreativität und gestal terische Fähigkeiten, erwei- tert die kulturellen und kommunikativen Kompetenzen und sensibilisiert für interkulturelle Lebenszusammenhänge. In den Sparten „Literatur und The- ater“, „Musik und Tanz“, „Kunst und Gestalten“ sowie „Foto und Film“ wird das kenntnisorientierte Bildungsangebot in Vor trägen, Tagesfahrten, Führungen und Seminaren vermittelt, die fertigkeits orientierten Inhalte in Wochenend-Workshops und extensiven Kursen. Auf dieser Grundlage ist der kreative Dialog zwischen Teilnehmer(inne)n und Doze nt(inn)en sicher- gestellt, der kreative und soziale Schlüsselqualifi kationen zum Ziel hat und neue Perspektiven und Anregungen für die geistige u nd gestalterische Aus- einandersetzung mit der eigenen Lebenswelt schafft. Die Anleitung für selbstständige Schritte bei Rezeption und Produktio n von Literatur, Musik, Kunst und Medien ist das Profil des Programmbereichs. Im neuen Studienjahr wird es erstmalig seit Einführ ung des nordrhein- westfälischen Weiterbildungsgesetzes im Jahre 1975 zu deutlichen Pro- grammkürzungen in den Sparten Literatur, Musik und Kunst kommen. Schwerpunkte wird es deshalb im kommenden Studienja hr erstmalig nicht 22 geben. Ergänzende Nachplanungen sind denkbar, wenn ein deutlich ange- hobener Deckungsgrad erwartbar ist. Dieser wird ang estrebt durch die Profi- lierung – nicht Ausweitung – der Kooperationen mit anderen Bildungsträgern der Stadt und ausgewählten Partnern der Privatwirts chaft. Hier scheint es erfreuliche Entwicklungen für den Bereich der Fotog rafie und Präsentation in einer Beteiligung an der Fotoakademie und dem Präse ntationsfestival der hiesigen Fotofachzeitschrift "fotoforum" in der Hal le Münsterland und der VHS-Überwasser zu geben. Die Konsolidierungsvorgaben für 2007 und 2008 könne n auch in diesem Fachbereich nicht allein durch bedarfsgerechte Verknappung und strukturelle Bereinigung des Programmangebots erfüllt werden. Es ist zu erwarten, dass die Gebührenerhöhungen in Verbindung mit einer Red uktion der Angebots- vielfalt, einer mangelnden Ausstattung der Fachräume und reduzierter Servi- celeistungen zu einem Rückgang der Teilnehmerzahlen führen werden. Dies trotz der anerkannt hohen fachlichen, pädagogischen und künstlerischen Qualität der Dozentinnen und Dozenten, eines bislang auf die Nachfrage und Bedürfnisse der Teilnehmenden abgestimmten Bildungs programms und ei- ner kreativen Öffentlichkeitsarbeit.
Kurs-Seminarauswertung
969 Zeichen
Volkshochschule Münster Kurs-/Seminarauswertung Herbstsemester 2006 Kurse/Seminare insgesamt: 142 Befragte insgesamt (= 100%): 1.366 Bewertung (4er Skala ++ bis --) Frage: ++ (1) + (2) - (3) -- (4) ohne Angabe Mittelwert Frage 1: Waren Sie mit der Veranstaltung insgesamt zufrieden? 919 67% 427 31% 17 1% 1 0% 2 0% 1,34 Frage 2: Wie beurteilen Sie die Fachkompetenz der Dozentin/des Dozenten? 1.142 84% 221 16% 2 0% _ 0% 1 0% 1,16 Frage 3: Wie beurteilen Sie die Fähigkeit der Dozentin/des Dozenten zu methodischen Vermittlung? 931 68% 400 29% 30 2% _ 0% 5 0% 1,34 Frage 4: Wurde auf Ihre Fragen und Wünsche eingegangen? 1.025 75% 307 22% 20 1% _ 0% 14 1% 1,26 Frage 5: Wie bewerten Sie die Ausstattung der Kursräume? 448 33% 668 49% 206 15% 33 2% 11 1% 1,87 Frage 6: Waren Sie mit der Kurs-/Seminarorganisation und dem Service zufrieden? 671 49% 611 45% 65 5% 4 0% 15 1% 1,56
Finanzierungsanteile
1442 Zeichen
Finanzierungsanteile 2002
Eigenerzielte
Einnahmen
37,5%
Drittmittel
6,6%
Landeszu-
weisung WBG
15,7%
Stadt Münster
40,2%
Finanzierungsanteile 2009 (Plan)
Stadt Münster
29,2%
Drittmittel
7,0%
Landeszu-
weisung WBG
13,7%
Eigenerzielte
Einnahmen
50,1%
2002 2005 2006 2007 2009
Finanzierungsanteile Euro
prozent.
Anteil Euro
prozent.
Anteil Euro
prozent.
Anteil Euro
prozent.
Anteil Euro
prozent.
Anteil
Landeszuweisung WBG 629.794 € 15,7% 535.815 € 12,9% 503.780 € 14,1% 453.400 € 13,1% 453.400 € 13,7%
Drittmittel 265.300 € 6,6% 234.178 € 5,7% 351.260 € 9,9% 232.200 € 6,7% 232.200 € 7,0%
Teilnehmerentgelte 1.452.890 € 36,2% 1.528.185 € 36,9% 1.515.066 € 42,6% 1.530.000 € 44,2% 1.537.000 € 46,5%
Sonst. Entgelte, Erstattungen 53.370 € 1,3% 131.720 € 3,2% 174.010 € 4,9% 120.000 € 3,5% 120.000 € 3,6%
Stadt Münster 1.617.623 € 40,2% 1.713.816 € 41,4% 1.016.199 € 28,5% 1.125.900 € 32,5% 964.500 € 29,2%
- davon Aufwand 1.531.690 € 967.173 € 713.799 € 691.200 € 547.800 €
- davon Leistungsverechnung Gebäude u. a. 85.933 € 746.643 € 302.400 € 434.700 € 416.700 €
Summe 4.018.977 € 100,0% 4.143.714 € 100,0% 3.560.315 € 100,0% 3.461.500 € 100,0% 3.307.100 € 100,0%
Kameraler Zuschuss (Geld) Stadt Münster 990.650 € 745.620 € 616.750 € 584.000 € 425.000 €
Beschlussvorlage
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V/0355/2007 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Schule und Weiterbildung Betrifft Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 2007/2008 Beratungsfolge 31.05.2007 Kulturausschuss Vorberatung 05.06.2007 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Den vom Beirat der Volkshochschule am 07.05.2007 entwickelten Grundzügen der Bildungsar- beit 2007/2008 (siehe Anlage) wird zugestimmt. 2. Die Beschlussfassung erfolgt unter dem Vorbehalt der Bereitstellung der erforderlichen Haus- haltsmittel. II. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die Mittel sind im doppischen Haushaltsplan 2007 und in der Ergebnis- und Finanzplanung 2006 – 2010, Produktgruppe 0402, veranschlagt. Begründung: Nach § 4 der Satzung der Volkshochschule verabschiedet der Ausschuss für Schule und Weiter- bildung die Grundzüge der Lehrplangestaltung eines Studienjahres. Im Rahmen dieser Grundzüge hat die Volkshochschule das Recht auf selbstständige Lehrplangestaltung. Die inhaltlichen Grundzüge der Lehrplangestaltung sind in der Anlage „Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bil- dungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 2007/2008“ dargestellt. Der Beirat der Volkshochschule Münster hat sich in seiner Sitzung am 07.05.2007 mit den Grund- zügen der Planungen der Bildungsarbeit 2007/2008 befasst und wie folgt beschlossen: Vorlagen-Nr.: V/0355/2007 Auskunft erteilt: Herr Böll Ruf: 492 43 14 E-Mail: Boell@stadt-muenster.de Datum: 04.05.2007 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0355/2007 Der Beirat äußert vor dem Hintergrund der erheblich reduzierten Zuweisungsbeträge und der be- schlossenen Konsolidierungsmaßnahmen Sorge um den Fortbestand eines hoch qualifizierten Weiterbildungsangebotes der Volkshochschule Münster. Der Beirat nimmt die „Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 2007/2008“, die die Volkshochschule trotz der Einschnitte vorgelegt hat, zu- stimmend und mit Respekt zur Kenntnis. Der Beirat fordert die Politik auf, dafür Sorge zu tragen, dass die beschlossenen Sparmaßnahmen nicht in dieser drastischen Konsequenz umgesetzt werden. Das Weiterbildungsangebot der Volkshochschule umfasst entsprechend dem Weiterbildungsge- setz NRW Inhalte, die die Entfaltung der Persönlichkeit fördern, die Fähigkeit zur Mitgestaltung des demokratischen Gemeinwesens stärken und die Anforderungen der Arbeitswelt bewältigen helfen. Es umfasst die Bereiche der allgemeinen, politischen, beruflichen und kulturellen Weiterbildung und schließt Eltern- und Familienbildung mit ein. Die Angebote richten sich überwiegend an Einzelinteressenten (Kurse und Veranstaltungen), daneben werden jedoch Mitarbeiterfortbildungen für Firmen und Verwaltung sowie Maßnahmen im Auftrag Dritter im Bereich Qualifizierung (Projekte) angeboten. Das Unterrichtsvolumen im vergangenen Jahr verringerte sich um 8,1 % auf 46.774 Unterrichts- stunden. Die hohe Anzahl der Teilnehmenden mit rund 25.500 und die Ergebnisse der Umfrage bei den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern bestätigte erneut die hohe Akzeptanz, beson- ders bezogen auf die inhaltliche Qualität des Weiterbildungsangebotes der Volkshochschule der Stadt Münster. Die Planung für das kommende Studienjahr steht unter den hohen Konsolidierungsvorgaben. Die konkreten Maßnahmen zur Umsetzung der Konso lidierungsvorgaben, auch im Hinblick auf die Anzahl der Angebote, werden zu den Haushaltsberatungen 2008 vorgelegt. Die Grundzüge der inhaltlichen Planung der 7 Fachbereiche für das Studienjahr 2007/2008 sind den ausführlichen Beschreibungen der Anlage zu entnehmen. i. V. Dr. Hanke Stadträtin Anlagen: Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 2007/2008.
Anteile der Fachbereiche
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Anteile Unterrichtsstunden Beruf und Wirtschaft 3,78% Sprachen und Länder 51,49 % Gesundheit 14,93% Erziehung, Familie, Älterwerden 9,80% Kulturelle Bildung 8,52% EDV und Medienbildung 9,19% Gesellschaft, Poltitik, Geschichte 2,29% Anteile Teilnehmer Gesundheit 21,39% Erziehung, Familie, Älterwerden 7,70% Gesellschaft, Poltitik, Geschichte 11,45% EDV und Medienbildung 9,48% Kulturelle Bildung 9,55% Beruf und Wirtschaft 4,06% Sprachen und Länder 36,36% Anteile der Fachbereiche
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0355/2007
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 04.05.2007
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37