AN/1421/2024
Trinkwasserbrunnen in Köln-Höhenhaus
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Anlage 1 - Schreiben der Stadtteilkonferenz Höhenhaus zur Trinkbrunnenrealisierung
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Seite 1 von 3 Absender: Stadtteilkonferenz Köln-Höhenhaus An die Bezirksvertretung Köln-Mülheim Herrn Norbert Fuchs (Bezirksbürgermeister von Köln -Mülheim) Alle gewählten Mitglieder der Bezirksvertretung Köln -Mülheim Bitte um Herbeiführung eines Beschlusses der Bezirksvertretung Köln -Mülheim auf Einrichtung eines öffentlichen Trinkbrunnens am ausgewiesenen Höhenhauser Hotspot (Kreuzung Honschaftsstraße / Im Weidenbruch ) Sehr geehrte Damen und Herren , die Stadtteilkonferenz Höhenhaus hat sich auf ihrer Sitzung am 3. September 2024 ein- gehend mit der Notwendigkeit eines öffentlichen Trinkbrunnens für Höhenhaus befasst. Die nachstehend unterzeichnenden Höhenhauser Institutionen (alle Mitglieder der Stadtteilkonferenz) bitten Sie auf diesem Weg, baldmöglichst einen Beschluss mit fol- gendem Inhalt herbeizuführen: Die Bezirksvertretung Köln-Mülheim fordert den Rat der Stadt Köln auf, die Errich- tung eines öffentlichen Trinkbrunnens in dem von der Stadt Köln ausgewiesenen Hotspot im Bereich der Kreuzung von Honschaftsstraße und Im Weidenbruch zu be- willigen, die entsprechenden Mittel dafür bereitzustellen und die Verwaltung mit der notwendigen Planung und Umsetzung zu beauftragen . Dieser Brunnen soll der Bevölkerung möglichst schon im Frühsommer 2025 zur Verfügung stehen. Begründung: 1. Der Klimawandel führt seit längerem zu mehrfachen Hitzeperioden mit Tempera- turen über 30 Grad. Darunter leiden besonders ältere Menschen, Kinder und Schwangere. Angesichts weltweit steigender Temperaturen ist damit zu rechnen, dass solche Situationen immer häufiger werden. 2. Die Stadt Köln hat auf wissenschaftlicher Grund- lage eine „Klimaanalysekarte“ erstellt, die in Hö- henhaus einen „Hitzehotspot“ ausweist. Dieser betrifft das Zentrum des Stadtteils mit Geschäf- ten, drei nahegelegenen Schulen (davon eine un- mittelbar im Hitzehotspot – Schule Thymianweg) und einer Kita sowie Kirche (St. Johann Baptist, beide ebenso unmittelbar im Hitzehotspot) , siehe Karte. Hitze-Hotspot Höhenhaus Seite 2 von 3 3. Die Stadt Köln hat die Notwendigkeit von öffentlichen Trinkbrunnen grundsätzlich anerkannt, für das gesamte Stadtgebiet 18 Brunnen bereits geplant und davon 13 errichtet. Unlängst wurde das Vorhaben aus Haushaltsgründen (siehe bspw. Arti- kel im Kölner Stadtanzeiger vom 20.09.24) eingestellt. 4. Der Betrieb eines Trinkbrunnens kostet laut städtischen Angaben aktuell jährlich maximal 14.000 Euro (darin sind die Errichtungskosten bereits eingerechnet). Als Maßstab zu anderen kommunalen Zuschüssen: Die Stadt Köln zahlt jährlich bspw. rund 60 Millionen Euro Zuschuss zum Betrieb der städtischen Bühnen. Mit einem solchen Betrag könnte man jährlich 4.285 Trinkbrunnen betreiben. Andere Großstädte, wie bspw. Wien, leisten sich im Vergleich immerhin bereits rund 1.500 öffentliche Trinkbrunnen. 5. Durch Trinkbrunnen wird der Bedarf an Einweg-Plastikflaschen verringert. Dies hilft, Plastikmüll zu vermeiden und die Belastung der Umwelt durch die Produk- tion und Entsorgung von Plastik zu reduzieren. Wasser aus öffentlichen Brunnen stammt in der Regel aus lokalen Quellen, was den ökologischen Fußabdruck ge- genüber abgefülltem Wasser deutlich reduziert. Die Verfügbarkeit von Trinkbrun- nen motiviert Menschen zudem, wiederverwendbare Wasserflaschen mitzuneh- men, anstatt Einwegflaschen zu kaufen. 6. Wasser ist das wichtigste Grundnahrungsmittel aller Menschen und ein Grund- recht. Eine Stadt wie Köln ist verpflichtet, ihren Bürger*innen eine Basisdaseins- vorsorge zu gewährleisten, wozu die kostenlose Bereitstellung von Wasser in Hit- zeperioden gehört. 7. Ein Trinkbrunnen am Hitzehotspot Höhenhaus ließe sich sogar schnell errichten , denn eine unverbindliche Vorprüfung durch die Rheinenergie (Errichter und Be- treiber der Trinkbrunnen) ergab, dass der Anschluss an das Trinkwassersystem ohne größeren Aufwand umsetzbar wäre. Die katholische Gemeinde Heilige Fa- milie hat sich dafür offen gezeigt, den Trinkbrunnen gegebenenfalls auf ihrem im Hotspot gelegenen Grundstück (gut öffentlich zugänglich) errichten zu lassen. 8. Alternative Maßnahmen, wie die Werbung für das deutschlandweite private Pro- jekt „Refill“, können einen Trinkbrunnen nicht ersetzen. Ein Testversuch konnte dafür nur 6 Teilnehmende gewinnen, denen nicht zumutbar ist, kostenlos tausen- den Höhenhauser*innen die Wasserflaschen zu füllen. Es kommt hinzu, dass fast alle Teilnehmenden nur kurze Öffnungszeiten haben und in der heißen Mittagszeit sogar geschlossen sind (ebenso an Sonn- und Feiertagen). Für Höhenhaus kommt hinzu, dass es hier so gut wie keine „kühlen Orte“ (nach Maßstab des Hit- zeaktionsplans der Kommune) gibt. Vor diesem Hintergrund bitten die Unterzeichnenden darum , den eingangs genannten Beschluss herbeizuführen. Köln, den 07.10.2024 Seite 3 von 3 Unterzeichnende Einrichtungen der Stadtteilkonferenz Höhenhaus Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH AWO Kreisverband Köln e. V. – Jugend- und Nachbarschaftshaus Bodestraße AWO Kreisverband Köln e. V. – Seniorenkoordination im Bezirk Mülheim Caritasverband für die Stadt Köln e. V . – ArbeitslosenBürgerCentrum Höhenhaus Caritasverband für die Stadt Köln e. V . – Fachbereich Sozialraumarbeit Caritasverband für die Stadt Köln e. V . – Leistungsbereich Wohnorte für Flüchtlinge CSH Köln gGmbH – Gemeinwesenarbeit am Donewald Familientreff Klamöttchen Friends Sozialwerk der Ecclesia Kirche Johannesschule Höhenhaus Katholische Kindertagesstätte St. Johann Baptist Katholische Kirchengemeinde Heilige Familie Katholische Jugendagentur Köln gGmbH – OT Haus der Jugend SeniorenNetzwerk Höhenhaus Seniorenvertretung Mülheim SKM Familienzentrum Mülheim SPD Ortsverein Dünnwald-Höhenhaus Volksbank Dünnwald-Holweide eG
Sachstandsbericht BV
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Dezernat, Dienststelle
I/02-9/0
Vorlagen-Nummer
AN/1421/2024
Stand: 15.10.2025
Sachstandsbericht
Trinkwasserbrunnen in Köln-Höhenhaus
Gemeinsamer Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der SPD-Fraktion, der CDU-
Fraktion , der Fraktion DIE LINKE sowie der Einzelmandatsträger Tücks (FDP) und
Altefrohne (Die PARTEI) vom 21.10.2024
Beschluss:
Die Bezirksvertretung unterstützt die Forderung der Stadtteilkonferenz Höhenhaus und fordert
die Verwaltung auf, einen öffentlichen Trinkbrunnen in dem von der Stadt Köln ausgewiese-
nen Hotspot im Bereich der Kreuzung von Honschaftsstraße und Im Weidenbruch zu planen
und umzusetzen. Dieser Brunnen soll der Bevölkerung möglichst schon im Frühsommer 2025
zur Verfügung stehen.
2
Status in Bearbeitung
erledigt
Bearbeitungsstand November 2024:
Neben den bereits installierten zwölf Trinkwasserbrunnen, die jährlich Betriebskosten in Höhe
von 169.480 EUR verursachen, prüfte die Verwaltung, 18 weitere Trinkwasserbrunnen (zwei
je Stadtbezirk) zu installieren. Mögliche Standorte für je zwei Trinkwasserbrunnen in den neun
Stadtteilen wurden zwischenzeitlich identifiziert und auf ihre technische Umsetzbarkeit hin ge-
prüft. So auch für den Bezirk Mülheim. Die möglichen Standorte sind den Bezirksvertretungen
im Rahmen einer Beschlussvorlage zur finalen Entscheidung der Standorte vorzulegen.
Aktuell laufen die Arbeiten zur Aufstellung des Doppelhaushaltes 2025/2026.
Vor dem Hintergrund der derzeitigen Herausforderungen für die öffentlichen Haushalte, ist die
Finanzierung der jährlich anfallenden Folgekosten der zusätzlichen Trinkwasserbrunnen in
Höhe von 283.464 EUR p.a. nicht gesichert. Die entsprechenden Beschlussvorlagen können
erst in die politischen Gremien eingebracht werden, wenn die erforderlichen Mittel gesichert
sind.
Mit einer Errichtung weiterer Trinkwasserbrunnen ist angesichts der Haushaltslage in den
kommenden zwei Jahren nicht zu rechnen.
Bearbeitungsstand Mai 2025:
Die Haushaltslage bleibt weiterhin sehr angespannt – auch nach Genehmigung des Haushalts
2025/2026. Aktuell wird geprüft, welche Möglichkeiten es im Rahmen der derzeitigen Haus-
haltssituation zur Errichtung und insbesondere den fortlaufenden Betrieb weiterer Trinkwas-
serbrunnen gibt. Gewünscht ist nach wie vor, dass jeder Bezirk berücksichtigt wird, auch
wenn weniger zusätzliche Trinkwasserbrunnen als ursprünglich geplant errichtet werden soll-
ten. Ein Terminplan kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht mitgeteilt werden.
Bearbeitungsstand Oktober 2025:
Zuletzt wurde die Möglichkeit ins Auge gefasst, zumindest neun weitere Trinkwasserbrunnen
(einen pro Bezirk) errichten zu lassen. Die Finanzierung der jährlichen Folgekosten von nur
neun Trinkwasserbrunnen kann jedoch ebenfalls nicht für die vorgesehene Vertragslaufzeit
mit der Rhein Energie gesichert werden, trotz der Mittel, die über den politischen Verände-
rungsnachweis zugesetzt wurden.
Weitere Trinkwasserbrunnen würden analog zum bestehenden Vertrag mit der Rhein Energie
über die 12 bereits bestehenden Trinkwasserbrunnen ergänzt werden. Dieser Vertrag sieht
eine Laufzeit bis zum 30.09.2036 vor (Ende der aktuellen Konzession der Rhein Energie).
Hinzu kommt die weiterhin angespannte Haushaltslage – der Haushalt 2025/2026 wurde unter
Auflagen genehmigt – die es erforderlich macht, geplante Maßnahmen zu prüfen und zu prio-
risieren.
Die Verwaltung sucht weiterhin nach Möglichkeiten zur Errichtung weiterer Trinkwasserbrun-
nen, die jedoch noch hinsichtlich der Finanzierbarkeit genau abgestimmt werden müssen.
Nächste Schritte:
Die Finanzierungsmöglichkeiten werden weiterhin geprüft
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
März 2026
Gemeinsamer Antrag_Trinkwasserbrunnen Hoehenhaus
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Köln, den 21.10.2024 Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, die SPD-Fraktion, die CDU-Fraktion, die Fraktion DIE LINKE sowie die Einzelmandatsträger von FDP und Die PARTEI in der Bezirksvertretung Mülheim bitten Sie, nachstehenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Mülheim zu setzen. Antrag: Trinkwasserbrunnen in Köln-Höhenhaus Beschlussvorschlag: Die Bezirksvertretung unterstützt die Forderung der Stadtteilkonferenz Höhenhaus und fordert die Verwaltung auf, einen öffentlichen Trinkbrunnen in dem von der Stadt Köln ausgewiesenen Hotspot im Bereich der Kreuzung von Honschaftsstraße und Im Weidenbruch zu planen und umzusetzen. Dieser Brunnen soll der Bevölkerung möglichst schon im Frühsommer 2025 zur Verfügung stehen. Begründung: Siehe hierzu beigefügte Anlage Schreiben der Stadtteilkonferenz Höhenhaus. gez. Jonas Höltig gez. Alexander Lünenbach gez. Thomas Portz (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) (SPD-Fraktion) (CDU-Fraktion) gez. Beate Hane-Knoll gez. Torsten Tücks gez. Andreas Altefrohne (Fraktion DIE LINKE) (EMT FDP) (EMT Die PARTEI) Anlage: - Schreiben der Stadtteilkonferenz Höhenhaus Gleichlautend an: Herrn Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs - Stadtbezirk Mülheim- Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker -Rathaus- Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN SPD-Fraktion CDU-Fraktion Fraktion DIE LINKE FDP – Einzelmandatsträger DIE PARTEI - Einzelmandatsträger in der Bezirksvertretung Köln-Mülheim Wiener Platz 2 a 51065 Köln
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1421/2024
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 22.10.2024
- Erstellt
- 22.10.2024 10:02