3957/2022
Ergebnis des Realisierungswettbewerbs nach RPW 2013 für das Vorhaben "Hotelneubau am Freizeitbad Aqualand in Köln-Chorweiler"
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VI/612 Vorlagen-Nummer 28.11.2022 3957/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtentwicklungsausschuss 01.12.2022 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 06.12.2022 Ergebnis des Realisierungswettbewerbs nach RPW 2013 für das Vorhaben "Hotelneubau am Freizeitbad Aqualand in Köln-Chorweiler" Die AQUALAND Freizeitbad am Fühlinger See GmbH & Co. KG möchte ihr bereits bestehendes Frei- zeitbad an der Merianstraße 1 im Stadtteil Chorweiler um ein Hotel ergänzen. Zur Umsetzung und planungsrechtlichen Sicherung des Vorhabens ist die Neuaufstellung eines Bebauungsplans erforder- lich. Der Stadtentwicklungsausschuss hat daher in seiner Sitzung am 3. September 2020 die Einlei- tung des Bebauungsplanverfahrens (vorhabenbezogener Bebauungsplan) beschlossen. Um die städte- und hochbauliche Qualität des Vorhabens zu sichern, hat sich die Vorhabenträgerin verpflichtet, für den Hotelneubau einen Realisierungswettbewerb durchzuführen. Das Qualifizierungs- verfahren wurde von der Vorhabenträgerin – in Abstimmung mit der Verwaltung – in Form eines nichtoffenen, anonymen Realisierungswettbewerbs nach RPW 2013 im ersten Halbjahr 2022 ausge- lobt und durchgeführt. Das Wettbewerbsverfahren wurde betreut von Stottrop Stadtplanung, Köln. Eingeladene Wettbewerbsteilnehmer*innen 1. super future collective in Arge mit Johannes Kappler Architektur und Städtebau GmbH, Nürn- berg 2. Studie ELE, Köln 3. Aretz Dürr Architekten, Köln 4. Andreas Heller Architects & Designers, Hamburg 5. Schultearchitekten, Köln 6. pdb architekten, Ruhstorf an der Rott Von den sechs eingeladenen Büros nahm das Preisgericht unter Vorsitz von Herrn Dipl.-Ing. Thorsten Kock, Architekt, Stuttgart, mit Fach- und Sachpreisrichter*innen – bestehend aus externen Ex- pert*innen, der Fachverwaltung und stimmberechtigten Vertreter*innen aus der Politik – in einer ers- ten Preisgerichtssitzung am 17. Mai 2022 drei Arbeiten in die engere Wahl und forderte diese Büros zur Überarbeitung der Entwürfe auf. In der zweiten Sitzung am 21. Juni 2022 wurde dann der Entwurf "Aqu'otel" des Büros Schultearchi- tekten, Köln, mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Weiterhin empfahl das Preisgericht der Ausloberin ein- stimmig, die Arbeit des 1. Preisträgers für die weitere Bearbeitung der Planungsaufgabe zugrunde zu legen. Beurteilung des Preisgerichts „Am Standort neben dem Aqualand ist die Urlaubsarchitektur, die insbesondere durch die Freisitze und die runden Strukturen erzeugt wird, angemessen. Durch die überarbeitete und nun konsequente- re Fügung zwischen Sockelgeschoss und Obergeschossen wird der gesamte Entwurf geerdet. Die 2 natürliche Belichtung der Zimmerflure sowie der atmosphärische Patio tragen zur hohen Raumqualität bei. Die Strukturierung des Erdgeschosses im Allgemeinen und der Eingangszone im Speziellen finden Anklang. Die Eingangssituation könnte jedoch noch weiter ausformuliert werden. Die städtebauliche Gestalt des Hotels nimmt sich angenehm zurück und wirkt dennoch kraftvoll. Die Außenraumgestaltung und der Zwischenraum zwischen Hotel und Freizeitbad sind dem Standort an- gemessen und vermögen uneingeschränkt zu überzeugen. Der Entwurf versiegelt zwar erhebliche Teile des Baufelds, dieses Problem wird vonseiten der städti- schen Vertreter allerdings als lösbar eingeschätzt. Im Rahmen der Planung der Außenanlagen sollte eine Minimierung der Versiegelung angestrebt werden. Die Plausibilisierung der Modulbauweise kann nachvollzogen werden. Die Fassadenbegrünung in Form der bodengebunden Rankkletterpflanzen ist plausibel, funktional und gut umsetzbar. Die Atmo- sphäre, Optik und Materialität des Entwurfs tragen zur qualitätvollen Anmutung des Hotels bei und erzeugen das geeignete Bild eines Urlaubshotels. Die Höhe und Geschossigkeit des Hotels wird als angemessen beurteilt. Insgesamt hat sich der Ent- wurf im Rahmen der Überarbeitung stark verbessert.“ Wettbewerbsplatzierung 1. Schultearchitekten, Köln 2. Aretz Dürr Architekten, Köln 3. super future collective in Arge mit Johannes Kappler Architektur und Städtebau GmbH, Nürn- berg Die ausgezeichneten Arbeiten und die Ergebnisse des Wettbewerbsverfahrens wurden vom 12. bis zum 16. September 2022 im Foyer des Bezirksrathauses Chorweiler ausgestellt. Anlagen Anlage 1 1. Preis, Schultearchitekten, Köln Anlage 2 2. Preis, Aretz Dürr Architekten, Köln Anlage 3 3. Preis, super future collective in Arge mit Johannes Kappler Architektur und Städte- bau GmbH, Nürnberg Anlage 4 Wettbewerbsdokumentation Gez. Greitemann
Anlage_3_Dritter_Preis
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Anlage 3 3. Preis super future collective in Arge mit Johannes Kappler Architektur und Städ- tebau GmbH, Nürnberg Realisierungswettbewerbs nach RPW 2013 „Hotelneubau am Freizeitbad Aqualand in Köln-Chorweiler“ Ausloberin: AQUALAND Freizeitbad am Fühlinger See GmbH & Co. KG GSPublisherVersion 0.58.100.15 Landschaftsräumliche Setzung Der Neubau des Hotels Aqualand erstreckt über die gesamte Breite des Entwurfsgrundstücks parallel zur Merianstraße. Dies führt zu einer klaren Adressbildung des Gebäudes an einer der wichtigsten Zugänge nach Köln-Chorweiler. Gleichzeitig bildet der Baukörper den Auftakt einer prägnanten Landschafts- struktur, die nach Norden die angrenzenden Sportplätze und Parkplatzanlagen mit dichtem Gehölz um- säumt. Der Stadtraum zwischen dem Hotel und dem Freizeitbad wird sowohl räumlich als auch funktio- nal als gemeinsamer Eingangsbereich artikuliert. Programmatische Schichtung Die drei wesentlichen Teile des Raumprogramms sind in vertikaler Richtung geschichtet. Im Erdge- schoss befindet sich der Eingangsbereich mit Gastronomie, sodass diese Nutzungen vom angrenzenden Freiraum maximal profitieren können. Die optimale Erreichbarkeit des Restaurants und der Bar begüns- tigt dabei auch einen schwellenlosen Zugang von externen Gästen. Über eine zentrale Erschließungszone mit Aufzügen und Treppe gelangt man in den Konferenzbereich mit Tagungs- und Verwaltungsräumen im 1. Obergeschoss. Die Raumspangen sind so organisiert, dass sich eine maximale Anzahl an unter - schiedlichen Raumkonfigurationen ergeben kann. Es folgen vier weitere Obergeschosse mit insgesamt 120 Hotelzimmern, die einen komfortablen Schlafraum und eine großzügigen Sanitärzelle mit einem räumlich differenzierten Bereich für das WC bieten. Skulpturale Gestalt Um dem Gebäude eine differenzierte Gestalt im Landschaftsraum zu geben, wird die Grundfläche nicht nur in vertikaler Richtung extrudiert. Stattdessen werden die Volumina der einzelnen Programmteile subtil zueinander versetzt. Neben der ästhetischen Wirkung als Blickfang entlang der Merianstraße erge- ben sich durch diese Verschiebung auch funktionale Vorteile. Im Erdgeschoss entsteht ein starker Bezug der Hotellobby und der gastronomischen Einrichtungen zum Außenraum. Im 1. Obergeschoss profitie- ren die Gäste im Tagungsbereich von einem Freibereich mit Ausblick ins Grüne. Zudem sind sie durch die Fassadenbegrünung von Einblicken aus dem Straßenraum geschützt. Gebäudetypologische Organisation Der Hotelneubau ist als Dreibund organisiert. An der Außenfas- sade können alle Aufenthaltsräume optimal belichtet und belüf- tet werden. Die innere Raumzone ist für die vertikale Erschlie- ßung, Neben- und Sanitärräume sowie Lufträume reserviert, die eine natürliche Belichtung der Erschließungsbereiche und eine Sichtbeziehung zwischen den einzelnen Etagen ermöglichen. Damit kann für den Gebäudekomplex die für Hotels typische Erschließungsform mit einem dunklen, unattraktiven Mittel- gang vermieden werden, ohne die Flächeneffizient einzuschrän- ken. Für Hotelgäste bieten sich optimale Orientierungsmöglich- keiten im gesamten Gebäude und attraktive Raumfolgen von der Hotellobby bis zum Hotelzimmer. Für den Betrieb des Ho- tels ergeben sich zudem maximale Vorteile durch kurze Wege für das Personal. Den brandschutztechnischen Anforderungen wird durch die Verwendung von Brandschutzvorhängen begeg- net, die als kostengünstige Standardlösung in die abgehängten Decken entlang der Deckenöffnungen integriert sind. Nachhaltiges Konstruktionsprinzip Das als Hybridkonstruktion konzipierte Tragwerk des Hotel- neubaus besteht aus einem Massivholzbau mit Stahlbetoner - schließungskernen in den Regelobergeschossen sowie einem Stahlbetonbau vom Untergeschoss bis zum 1. Obergeschoss. Die Besonderes Alleinstellungsmerkmal Wie kein zweites Hotel auf dem Kölner Hotelmarkt nutzt das Gebäude die Lagegunst im Grünen und die optimale Anbin- dung an den Wellnessbereich des Aqualands als Alleinstellungs- merkmal. Der Landschaftsraum der Umgebung findet im Inne- ren durch Pflanzenelemente und durch die Fassadenbegrünung vor der Geschossebene des Konferenzbereichs seine Fortset- zung, die zusätzlich für ein frisches Raumklima sorgen. Auch die Dachflächen sind als Grünflächen ausgebildet und dienen als Retentionsflächen dem Klimaschutz. Ebenso trägt die Ver - wendung lokaler Baumaterialien zum nachhaltigen Gebäude- konzept und einer natürlichen Erscheinungsform bei. Ergänzt wird dies durch die Farbgebung des Hotelneubaus, mit der das photosynthetische Grün der Umgebung aufgenommen wird. Durch diese Farbgebung wird das Hotel Aqualand selbstver - ständlicher Bestandteil des Landschaftsraums um den Fühlinger See. IV II II I I Anlieferung Hotelvorfahrt Parkplatz +22.55m +9.50m VI Abstandsflächen +20.04m +22.58m +12.45m +6.56m +8.50m 34 STP. 22 STP. 32 Rad-STP. FW I GSPublisherVersion 0.47.100.17 15,21 m2 15,21 m2 14,44 m2 14,44 m2 Verwaltung A A BB 99,27 m2132,50 m2 82,77 m298,98 m2 62,63 m2 Konferenz LobbyVerwaltung / Direktorat WC / MWC / DWC / MWC / D Konferenz 2 Konferenz 3 Konferenz 4 Konferenz 5 Verwaltung Liftlanding Liftlanding 17,07 m217,07 m2 Serviceaufzug Konferenz zuschaltbar Verwaltung Konferenz 7 Konferenz 6 15,21 m2 Garderobe 25,11 m225,11 m225,11 m2 50,50 m2 100,49 m2 25,11 m2 32,80 m2 62,54 m2 89,97 m2 280 m2 Terrasse Flur 45,20 m2 Flur 45,20 m2 DIN 277 Nr. 5.6.2 TH 6,50 qm2 TH 6,50 qm2 Konferenz 1 GSPublisherVersion 0.47.100.17 Küche Lager Lobby / Foyer Anlieferung Rezeption Service Offices Gepäckraum SO Rezeption Müll Küche Vorbereitung 38,60 qm222,20 qm2 58 qm2 15,50 qm2 Bar 16,60 m2 16,60 m2 Foyer / Liftlanding Serviceaufzug 191 qm2 149 qm2 Restaurant 427 qm2 176 qm2 252 qm2 31,00 qm2 27 qm2 Buffet 32 Fahrradstellplätze Anrichte / Service Offices 31,00 Terrasse II 106 qm2 Terrasse I 219 qm2 Backoffice 15,50 qm2 Treppenhaus 14 qm2 Treppenhaus 14 qm2 A A BB GSPublisherVersion 0.47.100.17 A A BB 30,99 m230,99 m2 17,07 m217,07 m2 EtagenlagerEtagenlager Serviceaufzug Flur Liftlanding Liftlanding Zimmer 1 24,50 m2 Zimmer 2 23,63 m2 Zimmer 3 23,63 m2 Zimmer 4 23,63 m2 Zimmer 5 23,63 m2 Zimmer 6 23,63 m2 Zimmer 7 23,63 m2 Zimmer 8 23,63 m2 Zimmer 9 23,63 m2 Zimmer 10 23,63 m2 Zimmer 11 23,63 m2 23,63 m2 Zimmer 13 Zimmer 14 23,63 m2 Zimmer 15 23,63 m2 Zimmer 16 24,50 m2 Zimmer 17 23,63 m2 Zimmer 18 23,63 m2 Zimmer 19 23,63 m2 Zimmer 20 23,63 m2 Zimmer 21 23,63 m2 Zimmer 22 23,63 m2 Zimmer 23 23,63 m2 Zimmer 24 23,63 m2 Zimmer 25 23,63 m2 Zimmer 26 23,63 m2 Zimmer 27 23,63 m2 Zimmer 28 23,63 m2 Zimmer 29 23,63 m2 Zimmer 30 23,63 m2 17,07 m2 TH 6,50 qm2 TH 6,50 qm2 213 m2 Zimmer 12 23,63 m2 GSPublisherVersion 0.47.100.17 15,21 m2 14,44 m2 15,21 m2 14,44 m2 12,13 m2 23,96 m224,25 m2 22,77 m2 39,54 m2 Hauswirtschaft Werkstatt / LagerMitarbeiter Bademantelgang WC MWC D WC MWC D Umkleide D Umkleide HWC HWC D Lager für PutzmittelLager für MöbelLost & Found 23 m223 m2 RLT Gastro RLT KonferenzRLT Foyer RLT Nebenräume 47,62 m235 m2 Mitarbeiter 13 m2 Gastronomie Lager Flur 47 m2 61 m2 47 m2 47 m2 Sanitär / Heizung 144,03 m2 WC barrierefrei 9,3 m2 Serverraum 23 m2 23 m2 23 m2 47,63 m2 Lager für Wäsche Gastronomie Lager Liftlanding Liftlanding 17,07 m2 7,94 m2 Serviceaufzug 72 m2 TH 6,50 qm2 TH 6,50 qm2 205 m2 A A BB WAHREN DESGRÜNRAUMS HOTEL BAR REST. GEMEINSAMMER EINGANGSBEREICH MARIAN STRASSE HOTELNEUBAU AM AQUALAND ORTSSPEZIFISCH. MODULAR. NACHHALTIG GSPublisherVersion 0.50.100.17 GSPublisherVersion 0.50.100.17 MODULARE DOPPELZIMMER VERWALTUNG GROSSE KONFERENZRÄUME RESTAURANT ANLIEFERUNG BAR REZEPTION WC WC WÄSCHE TECHNIK LAGER TECHNIK UMKLEIDE BADEMANTELGANG RG 1.OG EG UGHWR TERRASSE KÜCHE GSPublisherVersion 0.50.100.17 MODULARE DOPPELZIMMER VERWALTUNG GROSSE KONFERENZRÄUME RESTAURANT ANLIEFERUNG BAR REZEPTION WC WC WÄSCHE TECHNIK LAGER TECHNIK UMKLEIDE BADEMANTELGANG RG 1.OG EG UGHWR TERRASSE KÜCHE GSPublisherVersion 0.50.100.17 MODULARE DOPPELZIMMER VERWALTUNG GROSSE KONFERENZRÄUME RESTAURANT ANLIEFERUNG BAR REZEPTION WC WC WÄSCHE TECHNIK LAGER TECHNIK UMKLEIDE BADEMANTELGANG RG 1.OG EG UGHWR TERRASSE KÜCHE GSPublisherVersion 0.50.100.17 MODULARE DOPPELZIMMER VERWALTUNG GROSSE KONFERENZRÄUME RESTAURANT ANLIEFERUNG BAR REZEPTION WC WC WÄSCHE TECHNIK LAGER TECHNIK UMKLEIDE BADEMANTELGANG RG 1.OG EG UGHWR TERRASSE KÜCHE NATÜRLICHE BELICHTUNG NATÜRLICHE BELÜFTUNG BLICKBEZIEHUNG Lageplan 1:500 Erdgeschoss | 1:200 Regelgeschoss (2.-5. OG) | 1:200 1. Obergeschoss| 1:200 Untergeschoss | 1:200 GSPublisherVersion 0.50.100.17 KONFERENZ ZIMMER LOGISTIK FOYER BAR RESTAURANT GSPublisherVersion 0.50.100.17 MASSIVBAU HOLZBAU M e r i a n s t r a ß e Das Ziel des Bebauungsvorschlags für das Hotel am Aqualand ist es, auf der einen Seite einen passgenau- en urbanen Stadtbaustein für ein Familienhotel im Landschaftsraum um Köln-Chorweiler zu verorten und auf der anderen Seite einen Prototyp für eine neue Generation nachhaltiger Hotelimmobilien zu entwickeln, der wirtschaftliche und funktionale Effizienz mit einer einzigartigen Aufenthaltsqualität für die Gäste verknüpft. Gleichzeitig wird in dem überarbeiteten Entwurf der Vorschlag der Wettbewerbs- jury aufgegriffen, über die Ausbildung einer attraktiven Vorderseite des Hotels nach Osten einen Dialog mit dem Gebäudevolumen des Aqualands aufzubauen und beide Baukörper über einen gemeinsamen Eingangsbereich als Platz mit einer hohen Aufenthaltsqualität zu einem Ensemble zusammenzubinden. Auch die Erscheinung des Baukörpers als Familienhotel für Badegäste wird gestärkt, indem nicht mehr die Geschossebene mit den Tagungsräumen, sondern der Erdgeschossbereich mit den gastronomischen Einrichtungen eine besondere Artikulation mit einer starken Verzahnung zum Landschaftsraum und zum Aqualand erfährt. Durch die konsequente Verwendung von Holzwerkstoffen und Begrünungsele- menten in den Fassaden und im Innenraum setzt sich das Gebäude deutlich von der den Stadtteil Chor- weiler dominieren Architektursprache ab. Die Alleinstellungsmerkmale des Neubaus ergeben sich aus den folgenden Einzelaspekten und schaffen einen Ort, der positive Assoziationen sowohl für Urlaubs- als auch Geschäftsgäste weckt und bleibende Erinnerungen schafft. Materialien werden dabei entsprechend ihrer technisch-konst- ruktiven Stärken unter Berücksichtigung ästhetischer und wirt- schaftlicher Gesichtspunkte und der gewünschten Nachhaltigkeit eingesetzt. Die Geschossdecken der in Skelettbauweise geplanten Holz- konstruktion sind als Holzbetonverbunddecken vorgesehen. Die nichttragenden Zimmertrenn- und Flurwände sind als Massiv- holz- oder Holzständerwände angedacht. Eine hohe Stückzahl an identischen Elementen stellen in Verbindung mit einem maxima- len Vorfertigungsgrad und dem Einsatz typisierter Bauelemente eine wirtschaftliche Konstruktion und einen zeitlich optimier - ten und effektiven Bauablauf sicher. Die wesentlichen tragenden Holzkonstruktionen erfüllen aufgrund der Massivholz bzw. Holz- betonverbund-Ausbildung ohne zusätzliche Maßnahmen die An- forderungen aus dem Brandschutz. Die Bauwerkslasten aus den Holzkonstruktionen der Regelober - geschosse werden über den massiven Gebäudesockel abgetragen. Der Vertikallastabtrag zeichnet sich durch ein durchgängiges Stützenraster aus, so dass auf aufwendige Abfangekonstruktionen verzichtet werden kann. Durch eine vorgezogene Herstellung der Stahlbetonkernwände ergibt sich eine optimierte Bauablauffolge, die durch zeitliche Ge- werketrennung und klar definierte Schnittstellen überzeugt. Die Holzkonstruktionen sind im Wesentlichen werkseitig vorgefer- tigt, werden elementiert zur Baustelle gebracht und mit Nach- lauf zu den Erschließungskernen montiert. Durch den hohen Vorfertigungsgrad wird die Montage- und Bauzeit reduziert, in- folge der werkseitigen Herstellung erhöht sich die Ausführungs- qualität in den sichtbaren, oberflächenfertigen Holzflächen der Deckenuntersichten und Stützen. Dezernat für Planen und Bauen © AQUALAND Freizeitbad am Fühlinger See GmbH & Co. / super future collective, Johannes Kappler Architektur und Städtebau GmbH
Anlage_1_Erster_Preis
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Anlage 1 1. Preis Schultearchitekten, Köln Realisierungswettbewerbs nach RPW 2013 „Hotelneubau am Freizeitbad Aqualand in Köln-Chorweiler“ Ausloberin: AQUALAND Freizeitbad am Fühlinger See GmbH & Co. KG Dezernat für Planen und Bauen Stellplätze Freizeitbadgäste Merianstraße AQUALAND Stellplätze Hotel VI Stellplätze Hotel Zufahrt VI Feuerwehrzufahrt Fahrradstellplätze AQUALAND I 21,00 m AQU'OTEL Anlieferung 17,55 m 4,75 m Außen- gastronomie Hotelvorfahrt Taxivorfahrt VORPLATZ Dachterrasse Intensive Dachbegrünung Intensive Dachbegrünung V 8.40 8.40 8.40 48.25 51.10 46.20 20.40 20.40 3.00 32.35 16.15 32.50 © AQUALAND Freizeitbad am Fühlinger See GmbH & Co. / Schultearchitekten
Anlage_4_Wettbewerbsdokumentation
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Hotelneubau amAqualand in Köln-Chorweiler Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 Wettbewerbsdokumentation 2 Wettbewerbsbetreuung: Stottrop Stadtplanung Manuel Keller Marsiliusstraße 20 50937 Köln Ausloberin: Aqualand FreizeitbadAm Fühlinger See GmbH & Co KG Merianstraße 1 50765 Köln Vertreten durch ihren Geschäftsführer Marcus Steinhart. STOTTROP STADTPLANUNG August 2022 3 Inhaltsverzeichnis Einführung 4 Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten und Preisverteilung 8 Preisgerichtssitzung am 17. Mai 2022 10 Preisgerichtssitzung am 21. Juni 2022 36 4 Einführung DasPlangebiet DasnebendemBaufelddesHotelneubausliegendeFreizeit- bad weist eine Firsthöhe von ca. 22 m über dem angrenzen- den Gelände auf. Der höchste Gebäudeteil ist ein im Süd- westen liegender Turm, der im Erdgeschoss den Hauptein- gang des Aqualandes beherbergt. Der Haupteingang liegt seitlich des Komplexes zu der Stellplatzanlage hin orientiert, die durch das Hotel überplant wird. Die dort vorhandenen Stellplätze werden auf die rückwärtige Schotterfläche verla- gert, welche durch Baumpflanzungen und Entsiegelung ge- stalterisch aufgewertet wird. Das weitere Umfeld des Plangebiets ist grundsätzlich von ei- nem offenen Landschaftsbild geprägt. Im Norden und Wes- ten grenzt die Stellplatzanlage desAqualands unmittelbar an die Bezirkssportanlage Merianstraße. Auf der anderen Seite der Merianstraße befinden sich unterschiedliche Tennisanla- gen. Darüber hinaus liegt im Osten das Naherholungsgebiet des Fühlinger Sees, während sich im Westen wesentliche Siedlungsteile Köln-Chorweilers befinden. Große Teile der umgebenden Flächen werden für den ruhenden Verkehr ge- nutzt. AnlassdesWettbewerbs DieAqualand FreizeitbadAm Fühlinger See GmbH & Co KG ist Eigentümerin des Freizeitbades „Aqualand“ in Köln-Chor- weilerundbeabsichtigt,unmittelbarnebendembestehenden Freizeitbad ein Hotel zu errichten. Das Freizeitbad wurde im Jahr 1991 eröffnet und entfaltet ein großes touristisches Po- tential in Köln-Chorweiler. Die Erweiterung des Aqualandes durchdenHotelneubausolldenStandortChorweilerstärken. Zur Umsetzung dieses Vorhabens hat der Stadtentwick- lungsausschuss der Stadt Köln am 3. September 2020 den Beschluss gefasst, nach § 12 Absatz 2 BauGB ein Bebau- ungsplanverfahren (vorhabenbezogener Bebauungsplan) einzuleiten. Umdiestädte-undhochbaulicheQualitätzusichern,hatsich die Eigentümerin verpflichtet, einen Realisierungswettbe- werb für den Neubau des Hotels durchzuführen. Das Plangebiet, Quelle: Stottrop Stadtplanung 5 Wettbewerbsvorgaben Ziel des Verfahrens ist die Erarbeitung einer angemessenen architektonischen Lösung für ein nachhaltiges und wirt- schaftliches Hotel mit einer hochwertigen Gestaltung, das seiner besonderen Lage am Ortseingang und in unmittelba- rer Nähe zum Freizeitbad gerecht wird. Aufgrund der erhaltenswerten Baumbestände soll ein Bau- körper entstehen, der möglichst wenig in die vorhandenen Gehölzflächen eingreift. Zwecks Berücksichtigung verschie- dener Ziele des Umweltschutzes ist eine Fassadenbegrü- nung vorzusehen. Der Bereich zwischen dem Haupteingang des Aqualands und dem Haupteingang des Hotelneubaus soll als attraktive, autofreie Aufenthalts- und Bewegungsfläche gestaltet wer- den. Die Erschließung des Hotelneubaus ist grundsätzlich über die Merianstraße gewährleistet und soll über die vor- handene Zufahrt erfolgen. Das Hotel soll für Gäste des Aqualandes mit dem Wunsch nach einem mehrtägigen Aufenthalt Übernachtungsmöglich- keiten mit direkterAnbindung an das Freizeitbad bieten. Dar- überhinaussolldasHotel–ausgestattetmitSeminarräumen und einem à la carte Restaurant – eine Übernachtungsmög- lichkeit für Geschäftskunden und Veranstaltungen der umlie- genden Gewerbebetriebe darstellen. Darüber hinaus muss- ten Vorgaben im Hinblick auf die Zimmeranzahl (zwischen 120 und 144) und die Hotelklassifizierung eingehalten wer- den. Wettbewerbsart Der Wettbewerb wurde als nichtoffener, anonymer Realisie- rungswettbewerb gemäß den Richtlinien für Planungswett- bewerbe (RPW 2013) durchgeführt. Die Ausloberin hat die sechs Wettbewerbsteilnehmer*innen direkt bestimmt (Einla- dungswettbewerb). Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen hat die Über- einstimmung mit den RPW unter der Registriernummer W 84/21 vermerkt. Die Wettbewerbssprache war deutsch. Geltungsbereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes (VEP) Einbeziehung gemäß § 12 (4) BauGB Planwirkungsbereich der Vorlage zur Orientierung von Mitgliedern des Rates, der Ausschüsse und der Bezirksver- tretungen, die wegen Befangenheit an den Beratungen zu diesem Tagesordnungspunkt nicht teilnehmen dürfen. Anlage 1 Maßstab 1 : 5 000 N Stadtplanungsamt Geltungsbereich des (Vorhabenbezogenen) Bebauungsplanes Freizeitbad Aqualand - Hotelneubau in Köln - Chorweiler 0 10050 200 300 Meter Bestandsplan und Geltungsbereich des Bebauungsplanes (ohne Maßstab), Quelle: Stadt Köln 6 PlangebietundUmgebung Alle Abbildungen: Plangebiet und Umgebung, Quelle: Stottrop Stadtplanung 7 8 BeurteilungderWettbewerbsarbeitenundPreisverteilung DieArbeiten wurden durch ein Preisgericht unter dem Vorsitz von Herrn Thorsten Kock beurteilt. Dem Preisgericht gehörten folgende Personen an: Fachpreisrichter*innen 1. Markus Greitemann,Architekt, Dezernent für Planen und Bauen der Stadt Köln 2. Jürgen Minkus,Architekt, Vorsitzender des Gestaltungsbeirats der Stadt Köln 3. Annette Paul,Architektin, Köln 4. Prof. Barbara Holzer,Architektin, Berlin 5. Thorsten Kock,Architekt, Stuttgart 6. Monika Güldenberg,Architektin, Gelsenkirchen Sachpreisrichter*innen 1. Marcus Steinhart, Geschäftsführer derAqualand FreizeitbadAm Fühlinger See GmbH & Co KG 2. Reinhard Zöllner, Bezirksbürgermeister Chorweiler 3. Kirsten Jahn, Sachkundige Einwohnerin für den Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Köln (GRÜNE-Fraktion) 4. Oliver Krems, Sachkundiger Einwohner für den Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Köln (SPD-Fraktion) 5. Monika Roß-Belkner, Vertreterin der CDU-Fraktion im Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Köln StellvertretendeFachpreisrichter*innen 1. Eva Herr, Stadtplanerin, Leiterin des Stadtplanungsamtes der Stadt Köln 2. Hans-Martin Wolff, Teamleiter im Stadtplanungsamt der Stadt Köln 3. Johannes Löbbert,Architekt, Berlin 4. Christof Gemeiner,Architekt, Hilden 5. Antonio Molina,Architekt, Köln StellvertretendeSachpreisrichter*innen 1. Ahmet Kahraman, Manager des Hotelprojekts 2. Marcela Cano, Sachkundige Einwohnerin für den Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Köln (DIE LINKE-Fraktion) 3. Maria Tillessen,Architektin, Sachkundige Einwohnerin für den Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Köln (FDP-Fraktion) 4. Isabella Venturini, Vertreterin der VOLT-Fraktion im Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Köln Vorprüfer*innen 1. Maximilian Örtl, Stadtplanungsamt Köln, Bezirksplaner Stadtbezirk 6 2. Marie Kötterheinrich, Stadtplanungsamt Köln 3. Klaus Fedde, Stadtplanungsamt Köln 4. Henrike Neumann, Stadtplanung Zimmermann 5. Regina Stottrop, Stottrop Stadtplanung 6. Manuel Keller, Stottrop Stadtplanung 9 Wettbewerbsteilnehmer*innen 1. super future collective inArge mit Johannes Kappler Architektur und Städtebau GmbH, Nürnberg 2. Studio ELE, Köln 3. Aretz DürrArchitekten, Köln 4. Andreas HellerArchitects & Designers, Hamburg 5. Schultearchitekten, Köln 6. pdb architekten, Ruhstorf an der Rott Beurteilungskriterien Das Preisgericht bildete sein Urteil aus der Qualität der Wett- bewerbsarbeiten und legte hierbei folgenden Bewertungs- rahmen zugrunde: • Architektur- und Gestaltungsqualität • Einhaltung planungsrechtlicher Vorschriften • Erfüllung des Raumprogramms • Erfüllung der funktionalenAnforderungen • Qualität der Erschließung • Einhaltung der wirtschaftlichen Vorgaben • Nachhaltigkeit • (Städtebaulicher) Zusammenhang des Hotelneu- baus mit dem bestehendenAqualand-Gebäude • Nachvollziehbare und kohärente innere Logik des Entwurfs • Äußere und innere Erschließung • Brandschutz • Anmutung • Attraktivität der Erdgeschosszone und deren Auswirkungen in denAußenbereich • Beziehung des Hotels zum Ort Chorweiler und zur Merianstraße Die Reihenfolge der Kriterien stellt keine Wertung dar. Preisverteilung Jede*r Wettbewerbsteilnehmer*in erhält eine Aufwandsent- schädigung von 5000,- €. Zusätzlich wurden nach intensiver Beratung der Jury drei Preise vergeben: 1.Preis (29.750,- €) Schultearchitekten, Köln 2.Preis (17.850,- €) Aretz DürrArchitekten, Köln 3.Preis (11.900,- €) super future collective inArge mit Johannes KapplerArchi- tektur und Städtebau, Nürnberg EmpfehlungdesPreisgerichts Das Preisgericht empfiehlt derAusloberin einstimmig, dieAr- beit des 1. Preisträgers für die weitere Bearbeitung der Auf- gabe auf Basis der formulierten Empfehlungen und Kritik- punkte zu Grunde zu legen. 10 Preisgerichtssitzungam17.Mai2022 Die Jury tritt unter dem Vorsitz von Thorsten Kock zusam- men. Von den sechs eingereichtenArbeiten werden in dieser Sitzung drei Arbeiten im zweiten Rundgang ausgeschieden. Damit verbleiben dreiArbeiten in der engeren Wahl. Während der anschließenden vertiefenden Diskussion über die verbliebenen Arbeiten werden wesentliche Überarbei- tungsbedarfe der dreiArbeiten in der engeren Wahl erkannt. Auf Empfehlung des Vorsitzenden wird einstimmig entschie- den, eine Überarbeitungsphase für dieArbeiten der engeren Wahl vorzusehen und Empfehlungen für die Überarbeitung zu formulieren. Das Verfahren soll noch vor der Sommerpause zu einemAb- schluss gebracht werden. Als zweite Preisgerichtssitzung wird der 21.06.2022 festgelegt, in der ein erneuter Bericht der Vorprüfung vorgelegt werden soll. Die Anonymität des Verfahrens wird beibehalten. Das Preisgericht formuliert die Empfehlungen zur Überarbei- tung der drei verbliebenen Arbeiten und verabschiedet die Empfehlungen. Sie bittet die Vorprüfung darum, dafür Sorge zu tragen, dass die Empfehlungen den Büros anonym zuge- stellt werden. 11 Preisgerichtssitzungam17.Mai2022 Engere Wahl 2. Rundgang 2. RundgangEngere Wahl Engere Wahl 2. Rundgang 12 BeurteilungdesPreisgerichts DieAußenraumqualitätensowieinsbesonderederPlatz zwischen Hotelneubau und Aqualand werden positiv hervorgehoben. Die Veranstaltungsbereiche im EG sind passend ange- ordnet. Insgesamt wird die freie Grundrissorganisation jedoch kritisiert. Die Eingangssituation hat eher den Charakter eines Platzhalters. In den Regelgeschossen besitzen die Flure weitgehend keine natürliche Belich- tung Die Umsetzbarkeit der dargestellten Modulbauweise wird kritisch hinterfragt. Am Standort neben demAqualand ist die Urlaubsarchi- tektur, die insbesondere durch die Freisitze und die run- den Strukturen erzeugt wird, angemessen. Die Kon- struktion und Fügung der Geschosse ist anspruchsvoll und wird bautechnisch hinterfragt. Der Solitär nimmt den Gehölzbestand komplett in An- spruch. Von der Dachterrasse auf dem Sockelgeschoss hat man lediglich einen Ausblick auf die rückwärtige Stellplatzanlage. EngereWahl(1012) Schultearchitekten, Köln Marie-Sophie Schulte, Wilhelm Schulte, Jessica Smidt, Vladimir Bludov, Thomas Schäfer, Helena Schulte, Christoph Nagel Modell Baukonstruktives Schema Schnitt Norden Grundriss Regelgeschoss 13 Perspektive Grundriss Erdgeschoss 14 Kubatur / Volumetrie • Der Sockel soll in Bezug auf Volumetrie nach Norden und in Bezug zur Fügung mit den Obergeschossen bearbeitet werden. • Die konstruktive Systematik des Gebäudes ist in Verbindung von Obergeschossen und Erdgeschoß zu entwickeln, auch soll die konkrete Fügung überprüft werden. • Die Höhe des Erdgeschosses ist zu überprüfen. • DieAusrichtung des Dachgartens auf der Sockelzone zum rückwärtig gelegenen Parkplatz wird hinterfragt. Grundrisse • Der Grundriss des Sockelgeschosses ist zu plausibilisieren. • Die Eingangssituation sollte ausformuliert werden. • Die Qualität und die natürliche Belichtung der Hotelflure sind zu prüfen. Brandschutz / Bauweise • Der Brandschutz ist zu prüfen, insb. die Rettungswege der Hotelgeschosse. Die Verwendung der Freisitze hierfür ist zu überprüfen. Eine sich überlagernde Ausweisung von Freisitzflächen für die Zimmer und Fluchtbalkonen erscheint nicht plausibel. In der Flächenberechnung sind die Flächen gemäß der tatsächlichen Nutzung entweder als Balkone oder als Fluchtbalkone zu ermitteln und gesondert auszuweisen. • DieRaummodulederHotelzimmersindzuprüfen.Der vorgeschlagene Modulbau wird in Verbindung mit den abgerundeten Formen und den damit verbundenen Sonderelementen in Frage gestellt. Fassadenbegrünung • Die Fassadenbegrünung als Teil der Aufgabenstel- lung sollte plausibilisiert werden. EngereWahl(1012) Schultearchitekten, Köln Marie-Sophie Schulte, Wilhelm Schulte, Jessica Smidt, Vladimir Bludov, Thomas Schäfer, Helena Schulte, Christoph Nagel EmpfehlungzurÜberarbeitung Die Setzung und städtebauliche Figur kann mit ihrer Raum- und Platzbildung überzeugen. Die Anmutung des Ge- bäudes wirkt einem Freizeithotel angemessen und wird er- reicht durch die geschwungenen Baukörper und das Mate- rial Holz. Die gezeigte Durcharbeitung sowohl konzeptio- neller Gesichtspunkte als auch der Details lässt die Jury daranzweifeln,obdienötigeQualitätinderDurcharbeitung erreichtwerdenkann.DiegeplanteUmsetzungineinermo- dularen Bauweise wird angesichts der runden und freien Formen in Frage gestellt. Auch kann die Fügung des Gebäudes zwischen der So- ckelzone und den Obergeschossen nicht überzeugen. Es bestehen Bedenken, dass Unterseiten und Schnittflächen entstehen, die nur schwer gelöst werden können.Auch die gewählte Höhe des Sockelgeschosses ist mit 3,5 m deut- lich zu niedrig für die Raumgröße. Die dunklen Hotelzim- merflure werden kritisch gesehen. Insgesamt zweifelt die Jury an, ob das erzeugte Bild auch qualitätvoll umgesetzt werden kann. 15 Grundriss 1. Obergeschoss Fassadenanschnitt Fassadenansicht Ansicht Nord Ansicht Süd 16 BeurteilungdesPreisgerichts Das Sockelgeschoss ist funktional aufgebaut und bietet durchdieaußenliegendeErschließungeinMaximuman Nutzfläche. Im 1. OG kann die Entscheidung zurAnord- nung der Technikräume direkt vor der Terrasse nicht nachvollzogen werden. Die Flure auf den Regelge- schossen bieten kein Raumerlebnis. Das weitestge- hende Fehlen eines Untergeschosses sowie die relativ niedrigeBGFsindvordemHintergrundeinerwirtschaft- lichen Realisierung positiv zu bewerten. Zwar überzeugt die Konzeptidee, die Bepflanzung in den Mittelpunkt des Entwurfs zu rücken, Fragen zur Instandhaltung und zur allgemeinen Funktionalität bleiben aber bestehen und können nicht geklärt werden. Die Umsetzbarkeit der Grünfassade wird kontrovers diskutiert. Die Funktionalität der Pflanztröge wird beispielsweise hinsichtlich der Bewässerung kritisch hinterfragt. Die eigenständige, wiedererkennbare und zukunftsfä- hige Architektur wird als geeignet für den Standort Chorweiler betrachtet. Die Darstellung der Pläne wird als unübersichtlich bemängelt. EngereWahl(1014) Aretz DürrArchitekten, Köln SvenAretz, Jakob Dürr, Ben Schumann, Luca Stein, Sofija Bozic Modell Ansicht Osten Grundriss Regelgeschoss Ansicht Süden mitAqualand 17 Perspektive Grundriss Erdgeschoss 18 Instandhaltungs- und Pflegemöglichkeit der Grünfassade Pflanztröge und Vegetation werden im Laufe des Lebens- zyklus einer Vegetationspflege als auch Instandhaltung bedürfen. Wie ist die Erreichbarkeit gewährleistet? In diesem Zuge wird angezweifelt, dass das Substratvolu- menindenPflanztrögenohnezusätzlicheBewässerungin Hitzeperioden ausreicht. Ggf. sind hier zusätzliche Aussa- gen der Verfasser nötig. Sockelgeschoss: Vertiefung EG – Grundriss: Der Entwurfsverfasser sieht in dem ausladenden Sockel- geschoss die maßgebenden öffentlich zugänglichen Raumnutzungen vor. Der öffentliche Besucherverkehr für Konferenz- und Restaurantbesucher wird über den ostsei- tigen Eingang (Stirnseite) in die an Nord-/und Südseite ausgedehnten Konferenz- und Gastronomiebereiche ge- leitet. Dies führt zu langen Wegen und Fluren, deren Raumqualität durch entsprechende Durchgangsbereiche fraglich ist. Es ist zu prüfen, wie eine kompaktere und frei- ere Grundrissorganisation Flure und Durchgangsbereiche verbessern kann. Dachgarten OG1: PrüfungderNutzungsanordnung/PufferzoneDachgarten: Der intensiv begrünte Dachgarten auf der Südseite bietet durch die vorgelagerte Grünfassade Potenziale, die der- zeit noch unzureichend genutzt werden. Öffentliche Zu- gänglichkeit ist nur am Rand gegeben, die angrenzenden Räume sind anonyme Neben- und Technikräume. Es wird empfohlendieDefinition„Puffergeschoss“hinsichtlichNut- zungsanordnung und Raumangebot zu prüfen, um das Aufenthaltspotential des Dachgartens auszuschöpfen und dabei auch mögliche Lärmbelastungen aus dem Verkehrs- aufkommen zu bedenken. EngereWahl(1014) Aretz DürrArchitekten, Köln SvenAretz, Jakob Dürr, Ben Schumann, Luca Stein, Sofija Bozic EmpfehlungzurÜberarbeitung Der Ansatz die Fassadenbegrünung zum Ausgangspunkt des Gebäudekonzeptes zu machen überzeugt zunächst. Innerhalb der Jury bestehen jedoch Bedenken hinsichtlich der Umsetzbarkeit und dauerhaften Qualität der vorge- schlagenen Grünfassade. Da für das architektonische Ge- samtbild die Grünfassade von entscheidender Bedeutung ist, wird eine Vertiefung und fachlich nachvollziehbare Er- läuterung notwendig. Gleichermaßen konnten Aussagen zur Qualität des kom- pakten und funktional aufgebauten Baukörpers (Fassaden, Materialien) in den vorliegenden Plänen nicht eindeutig be- stimmt werden. Daher empfiehlt die Jury eine Vertiefung folgender The- men: Fachliche Nachweise Grünfassade: Darstellung und Erläuterung der Fassadenvegetation über die Jahreszeiten und Himmelsrichtung. Es bestehen Bedenken, ob die Grünfassade auch zur ve- getativen Ruhephase (Herbst/Winter) eine ansprechende Ästhetik(Fassade)alsauchRaumqualitätindenBereichen des Dachgartens und Atrien und somit auch Nutzungen (Hotelzimmer) entwickeln kann. Es wird eine fachliche und gestalterische Ausarbeitung der Grünfassade hinsichtlich des Vegetationskonzepts sowie Erscheinungsbilder über die jahreszeitliche Entwicklung erwartet. Der Entwurf differenziert die vorgeschlagene Fassadenbe- grünung nicht hinsichtlich Ihrer Ausrichtung. Es bestehen Bedenken, ob die Vegetation an der Nordfassade ausrei- chende Wachstumsbedingungen hat. Hierzu wird eine fachliche Erläuterung zur Versorgungssicherstellung er- wartet und entsprechende Entwurfsüberarbeitung. Wie wird die notwendige und qualitative Belichtung der Räume sichergestellt? Die hinter Grünfassade und Atrien liegenden Räume benötigen sowohl funktional als auch qualitativ Belichtungsmindestmengen. Welche Maßnahmen bzw. Vegetationsdichte sehen die Entwurfsverfasser, um dies über alle Jahreszeiten zu gewährleisten? Grundriss 1. Obergeschoss 196-geschossiger Gebäuderiegel: • Die kompakte Organisation des den Hotelzimmern die- nenden Gebäuderiegels ist nachvollziehbar. Dennoch werden die architektonischen Qualitäten hinsichtlich Fassadenmaterial, Qualität der Erschließungsflure (Breite, Belichtung/Ausblick, Materialität), nicht er- kennbar. Hierzu werden weitergehende Aussagen er- wartet. • Die Fassadenabschlüsse der Gebäudestirnseiten sind durch die Erschließungselemente (Treppenhäuser und Aufzüge) dominiert, die einen Ausblick und Lichteinfall verbauen. Es wird eine Prüfung der Auswirkung auf die angrenzenden Räume und Qualitäten empfohlen und eine verständliche und nachvollziehbare Darstellung auch der beiden Stirnfassaden erwartet. • Die Ausgestaltung der „Atrien“ zwischen Grünfassade und Baukörper benötigen, in konstruktiver, tragwerks- technischer und auch atmosphärischer Hinsicht eine vertiefende Darstellung. Lageplan Schnitt Ansicht 20 EngereWahl(1011) super future collective inArge mit Johannes KapplerArchitektur und Städtebau, Nürnberg Ames Kader, Johannes Kappler BeurteilungdesPreisgerichts Die Schlichtheit und Einfachheit des Entwurfs entfaltet zunächst einen klaren Kontrast zur Erlebnisarchitektur des Aqualands. Die damit einhergehende Anmutung des Hotels wird vor dem Hintergrund der negativen Konnotation solcher Kubaturen im Stadtteil Chorweiler von Teilen der Jury jedoch kritisch gesehen. Der Entwurf erzeugt mit einfachen Mitteln, wie zum Bei- spiel dem Atrium, gute Raumqualitäten. Die Zonierung des EG und 1. OG wird positiv hervorgehoben. Durch die Verortung des Konferenzbereichs und der Küche auf unterschiedlichen Geschossen entstehen jedoch lange Laufwege. Durch die Ausnutzung der gesamten Länge des Bau- feldsentstehteinsehrlangerBaukörper,dernahandas Aqualand rückt und einen lediglich sehr schmalen Vor- platz zwischen Hotel und Aqualand zur Folge hat. Der fehlende Bezug der Eingangssituation sowie der Stirn- seite des Hotels werden kritisch gesehen. Durch die Fassadenrasterung und die „Schublade“, die durchaus alsAlleinstellungsmerkmal gesehen wird, werdenAsso- ziationenaneinKongresshotelgeweckt.DerForderung nach einer Fassadenbegrünung wird nicht nachge- kommen. Modell Ansicht Norden Grundriss Regelgeschoss Belichtungskonzept 21 Grundriss Erdgeschoss Grundriss 1. Obergeschoss 22 Außenraumbezüge • Wenngleich die funktionale Qualität vom Grund- satzherüberzeugt,wirdempfohlen,dieseimDetail weiter zu profilieren. In diesem Zusammenhang sollte geprüft werden, ob die Öffnung der Fassade im Erdgeschossbereich mit der Freisitznutzung zur Merianstraße hin, insbesondere aus Lärmschutz- gründen, tragfähig ist. • Die in derAuslobung formulierteAnforderung einer Fassadenbegrünung ist zu thematisieren und Vor- schläge hierfür zu unterbreiten. Anmutung / Fassade • Da die Anmutung des Gebäudes aufgrund der schlichten Kubatur und der Rasterfassade als wie- derkehrendes Motiv im Kontext der städtebauli- chen Gestalt Köln-Chorweilers Widerspruch in der Öffentlichkeit erwarten lässt (Monotonie, Häufung), wird empfohlen, sich des gestalterischen Erschei- nungsbildes im Sinne einer sich „zurückneh- menden“Wirkungnochmalsanzunehmenundkon- kret darzustellen, welche Materialität geplant ist. Die optische Qualität der Fassade ist vor diesem Hintergrund weiterzuentwickeln und deutlicher her- auszuarbeiten.FürdieGiebelseiten,derenDarstel- lungen sich in Grund- und Aufriss unterscheiden, werden ehrliche und konzeptionell nachvollzieh- bareAussagen erwartet. Brandschutz / Technik • EssindgrundsätzlicheAussagenzumBrandschutz desAtriumbereiches zu treffen. • Technische Dachaufbauten mitAusnahme von PV- Anlagen sollen nicht vorgenommen werden. Das bedeutet, dass ausreichend Technikflächen an an- derer Stelle vorzusehen sind. EngereWahl(1011) super future collective inArge mit Johannes KapplerArchitektur und Städtebau, Nürnberg Ames Kader, Johannes Kappler EnpfehlungenzurÜberarbeitung Die Jury hat den Eindruck, dass das Gebäude mit seiner Nordseite zu nah an das Gebäude des Aqualandes heran- rückt und es damit versäumt, eine städtebaulich deutlich ausformulierte Vorfläche und Eingangsfläche vor dem Frei- zeitbad und dem Hotel auszubilden. Innerhalb der Jury be- stehen zudem Bedenken, ob die atmosphärische Qualität, die in den Details erkennbar wird, sich bei der baulichen Umsetzung auch einstellt. Hier fehlen eindeutigeAussagen zu den Materialien der Fassaden. Zudem wird hinterfragt, ob das eher an ein Tagungshotel erinnernde Gebäude einenangemessenenBezugzudemOrtundderAufgaben- stellung, ein Familienhotel für Badegäste zu sein, nach- kommt, zumal in direkter Nachbarschaft der Freizeiteinrich- tung Aqualand. Einige Jurymitglieder bemängeln au- ßerdem die sehr schlichte Kubatur und Rasterfassade des Gebäudes, die in Chorweiler eher negativ konnotiert ist. Städtebauliche Setzung / Eingangsbereich • DenEntwurfsverfassernwirdempfohlen,dieräumliche Situation des gemeinsamen „Eingangsbereiches“ räumlich und funktional zu optimieren. Hierbei sollte darauf hingewirkt werden, die Raumbildung insbeson- dere mit Blick auf den gegenüberliegenden Zugang zum Aqualand ablesbarer, großzügiger und im Sinne eines Entrees mit entsprechender Aufenthaltsqualität zu gestalten. In diesem Zusammenhang soll überprüft werden, ob der Hotel-Baukörper an seiner Ostseite in notwendigem Umfang eingekürzt und der Eingang ver- legt werden könnte. Damit verbindet sich der An- spruch, eine Win-Win-Situation für beide Baukörper (Aqualand und Hotel) • Im Zusammenhang mit dem vorgenannten Eingangs- bereich wird empfohlen, seine räumlich-funktionale Wirkung möglichst in den nördlich angrenzenden Frei- raum fortzusetzen. 23 Lageplan Fassadenansicht Landschaftsräumliche Setzung Landschaftsräumliche Setzung Programmatische Schichtung Skulpturale Gestalt 24 BeurteilungdesPreisgerichts Die eigenwillige Gebäudekonfiguration (Y-Form) wird aus der vorhandenen Situation abgeleitet und entwi- ckelt. Sie lässt den vorhandenen Gehölzbestand weit- gehend unangetastet und fokussiert die gemeinsame Eingangssituation von Bestandsgebäude und Neubau zunächst auf recht schlüssige Weise. Insgesamt erscheint die Erschließung (Vorfahrt undAn- lieferung) als nachvollziehbar und gut gelöst. Es soll ein Gebäude mit "größtmöglicher Hüllfläche" ge- schaffen werden, was angesichts der gewünschten Nachhaltigkeitsaspekte auf wenig Verständnis stößt. Die von den Verfassern beabsichtigte Konzeption "Ge- bäude der kurzen Wege" wird begrüßt. Allerdings er- zeugt die Grundrisskonfiguration wenig räumliche Qua- litäten und bleibt im Ansatz stecken. Die Raumzonen der öffentlichen Bereiche sind im Erdgeschoss richtig verortet, die Trennung von Konferenzbereich und Küche ist jedoch nicht optimal. Die Erdgeschosszone sowie die (durch die Gebäude- konfiguration entstehenden) differenzierten Außen- räume werden positiv bewertet. Die Fassade zeigt eine horizontale Schichtung und ist - sachlichtrocken-vonhöchsterSchlichtheit.Eineexten- sive Dachbegrünung ist angedeutet. Die vorgeschlagene Hybridkonstruktion ist zeitgemäß. 2.Rundgang(1010) Studio ELE, Köln Kilian Eisgruber, Til Ewert, Michael Schürmann, Jonas Schäfer Modell Materialcollage Wellbandprofil Photovoltaikmodul Sockelzone Betonfertigteil Ansicht Norden Grundriss Regelgeschoss 25 Perspektive Grundriss Erdgeschoss 26 2.Rundgang(1010) Studio ELE, Köln Kilian Eisgruber, Til Ewert, Michael Schürmann, Jonas Schäfer Lageplan Ansicht Süd Ansicht WestAnsicht Ost 27 Grundriss Untergeschoss Entwurfskonzept FassadenschnittSchematische Darstellung Fassadenansicht 28 BeurteilungdesPreisgerichts Die Gebäudekonfiguration eines L-förmigen Gebäudes auf einem ausladenden Sockelgeschoss, vermag nicht zu überzeugen. Dem Gebäude fehlt eine Identität und es stellt keinen Bezug zum Freizeitbad her. Die Verlän- gerung der Fassade ins Dachgeschoss mit raumweise ausgebildeten Staffelgeschossen kann weder formal noch in Hinblick auf Funktionalität oder Wirtschaftlich- keit überzeugen.Auf dem Sockel- sowie Dachgeschoss entstehen zahlreiche Restflächen. Die Verkleidung der Giebelflächen mit Photovoltaikele- mentenwirdgestalterischhinterfragt.DieAnmutungder Fassaden vermag nicht zu überzeugen. Die Funktiona- litätundDarstellungderHolzschalungderFassadewird hinterfragt. Insgesamt stellt die Arbeit keinen Beitrag für einen nachhaltigen Hotelneubau in engem räumlichem Bezug zumAqualand dar. 2.Rundgang(1013) pdb architekten, Ruhstorf an der Rott Peter D. Bergler Modell Ansicht Südost Grundriss Regelgeschoss Skizze 29 Perspektive Grundriss Erdgeschoss 30 2.Rundgang(1013) pdb architekten, Ruhstorf an der Rott Peter D. Bergler Lageplan Ansicht Nordwest Ansicht Nordost Ansicht Südwest CC B A A B SERVICE-OFFICE BANKETT FOYER BANKETT / VERANSTALTUNG BANKETT / VERANSTALTUNG 02 BANKETT / VERANSTALTUNG 01 18 m² 18 m² BUFFET 12 m² 74 m²GEPÄCKLAGER 112 m² LEERGUT MÜLL 117 m² 12 m² SERVER 4.2 m² ANLIEFERUNG / VERTEILUNG PERSONALEINGANG PERSONALAUFENTHALT NEBENRAUM RESTAURANT VERWALTUNG RESTAURANT TERRASSE KÜCHE LOBBY / REZEPTION / BAR SERVICE-OFFICE BAR 124 m² 376 m² 238 m² 45 m² 25 m² 185 m² 74 m² 52 m² 14 m² 62 m² BACKOFFICE 21 m² PV PV PV PV UG EG 1.OG 2.OG 3.OG 4.OG 5.OG 6.OG DG -3.50 +0.00 +4.92 +7.75 +10.58 +13.41 +16.24 +19.07 +21.82 +24.57 ±0.00 +4.77 EXTENSIVE BEGRÜNUNG TERRASSE UG EG 1.OG 2.OG 3.OG 4.OG 5.OG 6.OG DG -3.50 +0.00 +4.92 +7.75 +10.58 +13.41 +16.24 +19.07 +21.82 +24.65 ±0.00 +24.65 +4.21 EXTENSIVE BEGRÜNUNG UG EG 1.OG 2.OG 3.OG 4.OG 5.OG 6.OG DG -3.50 ±0.00 +4.92 +7.75 +10.58 +13.41 +16.24 +19.07 +22.00 +24.65 EXTENSIVE BEGRÜNUNGINTENSIVE BEGRÜNUNGTERRASSE VORFAHRT +4.77+4.77 +4.92 +4.92 +22.00 +22.00 +21.85 +21.85 I I MÜLL MERIANSTRASSE ZUFAHRT GARTENTERRASSE VII VIII VII VIII VII Kurve r außen =10,5m Aufstellfläche 5 x 11 m Kurve r außen =10,5m Aufstellfläche 5 x 11 m Aufstellfläche 5 x 11 m 0,4 H= 10.00 0,4 H= 8.80 0,4 H= 8.80 0,4 H= 8.80 0,4 H= 10.00 H= 3.00 H= 3.00 H= 3.00 H= 3.00 H= 3.00 H= 3.00 H= 3.00 +24.66 +24.66 +24.66 +24.66 AN LIEF ERUNG SÜDEN OSTEN LAGEPLAN 1_500 ANSICHT NORDOST 1_200 ANSICHT SÜDOST 1_200 ANSICHT SÜDOST 1_200 ANSICHT NORDWEST 1_200 GRUNDRISS ERDGESCHOSS 1_200 SCHNITT A-A 1_200SCHNITT B-B 1_200 Photovoltaikanlage an den Wänden mit individueller Farbgebung. Fensterverglasung mit transparenten PV Modulen auf den Sonnenseiten. Glasbrüstung im Dachgeschoss und PV Pultdächermit transluzenten PV Elementen. SCHNITT C-C 1_200 HOTELNEUBAU AM AQUALAND IN KÖLN-CHORWEILER 1/2 270420 Das Gebäude gliedert sich in zwei Baukörper, die von einer vertikalen Erschließungsachse erschlossen werden. Die öffentlichen Bereiche und die Funktionsflächen werden in einem Sockelgeschoss angeordnet, welches voll unterkellert wird. Zur Aktivierung der Dachfläche werden 7 Module aus dem 6. Obergeschoss mit Modulen auf der Dachfläche, als Maisonette-Apartments mit Terrasse, verbunden. Geschlossene Wandflächen an den Stirnseiten der Baukörper erhalten eine Photovoltaikanlage oder werden begrünt. 31 SchnittA Schnitt B Schnitt C Grundriss 1. Obergeschoss Grundriss Dachgeschoss Fassade 32 BeurteilungdesPreisgerichts Die grundsätzliche Setzung des Gebäudes wird nach- vollzogen. Die starke Betonung der Eingangssituation durch dasAusstanzen der Ecken erscheint jedoch frag- würdig. Das Hotel wird in seinerAnmutung als unspezi- fisch kritisiert und entwickelt keinen besonderen Bezug zum Standort oder dem Bestandsgebäude des Aqua- lands. Die Gebäudenutzung als Hotel erschließt sich beimAnblick der Fassade nicht direkt. Die Idee, die Fassadenbegrünung als wesentlich glie- derndes Element des Gebäudes einzusetzen, wird positiv gesehen. Die Funktionalität der Fassadenbegrü- nung wird jedoch aufgrund der sich stets verjüngenden Pflanzflächen kritisch hinterfragt. Auch wenn ein Atrium grundsätzlich zu einer ange- nehmen Raumatmosphäre beitragen kann, bleibt der Charakter des Atriums im vorliegenden Fall unklar (öffentlich oder halb öffentlich?). Die aus Brandschutz- gründen notwendige Sprinkleranlage wird in diesem Bereich als nicht wirtschaftlich eingeschätzt. Die Mitarbeiterräume im EG befinden sich in einer städ- tebaulich wichtigen Lage und liegen damit ungünstig. Die räumliche Wirkung der Treppen im Luftgeschoss über dem EG wird kritisiert. Durch die Gebäudeform kann der zu schützende Gehölzbestand weitestgehend erhalten werden. Ansonsten entsteht durch die Gebäudekonfiguration kein Mehrwert für die Freiraumqualitäten. 2.Rundgang (1015) Andreas HellerArchitects & Designers, Hamburg Andreas Heller Modell Ansicht Norden Grundriss Regelgeschoss Begrünungskonzept und Funktionsverteilung 33 Perspektive Grundriss Erdgeschoss HOTELNEUBAU AM AQUALAND IN KÖLN-CHORWEILER 807069 BEGRÜNUNGSKONZEPT ANSICHT OST 1:200 ANSICHT SÜD 1:200 LAGEPLAN 1:500 ANSICHT NORD 1:200 F ASSADENSCHNITT 1:50 Aqualand: Rund und Wasser - Das Hotel: Dreieckig und Pflanzen. Das Ensemble eines Hotelneubaus im Zusammenspiel mit dem bestehenden Aqualand Freizeitbad stellen die Verfasser in einen lebendigen und doch schlüssigen Kontrast. Die starke Eingangsgeste des Neubaus ist so- wohl ein Orientierungspunkt auf dem Weg in Richtung Ortseingang Köln-Chorweiler – gewisser-maßen eine Landmarke –, und komplettiert und betont auch die Geste der Haupterschließungsseite zusammen mit dem Treppenaufgang zum Aqualand den Vorplatz für beide Einrichtungen. Die Architektur des Aqualand Freizeitbads mit ihrer Komposition aus runden Geometrien, farbenfrohen Ge - bäudehüllen und den auslandenden Gebäudeteilen stellt eine markante, Freitzeitpark-ähnliche Erscheinung dar. Die Leitidee für den Hotelneubau an der Merianstraße stellt nun der szenografischen Bäderarchitektur einen klaren, lichten Neubau mit seiner nachhaltigen Kernaussage – symbolisiert durch die Begrünung der Eingangsfassade – entgegen. Architektur Die Architektur des Hotelneubaus beruht einerseits auf einer hohen Effizienz der Architektursprache und an- dererseits mit einer dem Hotelalltag dienenden Grundrissaufteilung. Die horizontale Gliederung der Fassade und die leicht vom Eingangsbauteil sich verschlankende Geschossplatten-Lisenen nehmen in dem vorderen Bereich zusätzlich Pflanzkästen auf. Die helle Farbe des Hotels mit seiner außergewöhnlich akzentuierten Begrünung setzt ein elegantes bauliches Zeichen für Köln-Chorweiler. Durch die Anordnung von Foyer, Lobby, Café, Restaurant und Außenterrasse bietet sich ein hoher Erlebnis - charakter für die Gäste. Die Seminar- und Veranstaltungsbereiche im ersten Obergeschoss sind klar abge - trennt und werden über die Aufzüge und eine, Freitreppe erschlossen. Die Vorzonen und die obere Lobby zu den Seminarräumen bieten den T eilnehmenden Raum zur Muße, zum Austausch und zur Erholung. Die kleine Bar und die Außenterrasse vervollständigen das Angebot. Clou ist die Belichtung der Seminar-Lobby durch ein Oberlicht über dem offenen Lichthof. Im Innern des Hotels nehmen kleine grüne Oasen die Formensprache des Dreiecks und die Pflanzenwelt der weitläufigen, umgebenden Landschaft auf und wandeln diese zu Ruhezonen um. Organisation Die Organisation des Hotelneubaus ist ebenfalls klar in seiner horizontalen Ordnung ablesbar. Die repräsen - tative Eingangsgeste führt im Erdgeschoss zur Rezeption, die sich im süd-westlichen Bereich, entlang der Merianstraße, in die notwendigen, funktionalen Bereiche der Verwaltung mit Büros, Lagern, Mitarbeiter-Be - reichen, der Anlieferung sowie der Restaurant-Küche erstreckt. Im Nord-Osten befindet sich der großzügige Restaurant-Bereich, der den Hotel-, jedoch auch den Aqualand-Gästen dient. Ein zentraler Erschließungskern bietet eine Aufzugsgruppe mit kurzem Weg zu den Hotelzimmern in den Obergeschossen. Über eine offene Treppe im Foyer sind die Veranstaltungsbereiche im ersten Obergeschoss zu erreichen. Hier sind auch die Seminar- und Konferenzbereiche um ein zentrales Foyer angeordnet. Eine Garderobe, zahlreiche T oiletten, Austrittsmöglichkeiten auf den Balkon und die Anordnung der Bar gestalten dieses Geschoss als separat und unabhängig zu betreibende Funktions-einheit. Im zweiten bis fünften Ober - geschoss sind insges. 133 Hotelzimmer um das Atrium angeordnet – jeweils in wirtschaftlich, wiederholender Ausstattung eines 4-Sterne Standards. Es gibt zwei Familienzimmer, auf jedem Geschoss gibt es ein barriere- freies Zimmer und jeweils acht Zimmer können miteinander verbunden werden. Ein separater Service-Aufzug und Housekeeping-Bereiche sichern den Service auf jedem Geschoss. Hervorzuheben ist, dass die House - keeping-Räume überall ausreichend dimensioniert sind. Alle Bereiche sind barrierefrei. Erschließung und Anlieferung Der imposante Haupteingang des Hotelneubaus liegt im Osten, dem Eingang des Aqualandes gegenüberge - stellt. Eine gemeinsame Vorfahrt von Hotel und Freizeitbad dient der Drop-Off Zone, der T axivorfahrt sowie der Behindertenvorfahrt. Ein separater Mitarbeiterzugang entlang der südlichen Erdgeschosszone stellt einen reibungslosen Betrieb des Hotels sicher. Die Anlieferung des Hotels, sowie die Müllentsorgung befinden sich im südlichen, abgewandten T eil des Hotels, nahe der Zufahrt von der Merianstraße. Ausreichende Wendebereiche vermeiden Konflikte mit Wegebeziehungen der Aqualand-Gäste. Konstruktion und Fassade Der Hotelneubau ist als Stahlbetonskelettbau in Hybridbauweise mit vorgefertigten Fassaden-Modulen und teilweise ausgemauerten Feldern konzipiert. So ist eine weitgehend ressourcenschonende Bauweise möglich. Das gleichmäßige Raster der Hotelzimmer ermöglicht es, eine möglichst große Stückzahl dieser Elemente vor- zufertigen, was große Zeit- und Kostensicherheit in der Umsetzung verspricht. Die modulierten Fassadenele - mente sind neben den bodentiefen Aluminium-Holzfenstern mit weißen Aluminium-Verbundplatten verkleidet. Alle Hotelzimmer sind mit innenliegendem, textilem Blend- und Sichtschutz ausgestattet. Die Lüftung und Be- heizung der Zimmer erfolgt zum T eil durch die eine durch Fensterklappen realisierte Zuluft und wird durch Wär- mepumpen in seiner energetisch optimalen Ausrichtung unterstützt. Die gebäudetechnischen Anlagen werden unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit geplant und optimiert ausgelegt. Auf dem begrün- ten Dach unterstützen nachhaltige Ansätze wie integrierte Photovoltaik-Anlagen den wirtschaftlichen Rahmen. Freiraumkonzept Das Freiraumkonzept umfasst drei Bereiche jeweils mit einer robusten und pflegeleichten Außenraumgestal - tung. 1) Der gemeinsame V orplatz des Ensembles wird vom Aqualand Freizeitbad und dem Hotel flankiert. Der Auftakt für das „doppelte Vergnügen“ aus Hotelaufenthalt und Bäderlandschaft. 2) Die mark ante begrünte Eingangsgeste des Neubaus sowie die umlaufende, horizontale Fassadenbegrü- nung betonen die Dynamik zwischen den beiden Gebäuden und den markanten Standort an der Merianstraße. 3) Der Baumbestand im Norden wird v ollständig erhalten und bildet eine harmonische Verknüpfung zum weitläufigen Gelände. GEGENSÄ TZLICHE + ERGÄNZENDE FORMSPRACHE FUNKTIONSVERTEILUNG Anlieferung Vorfahrt Zugang Mitarbeiter Haupteingang Eingang Aqualand Stellplätze Hotelgäste/Mitarbeiter Ⅵ Merianstraße Ⅰ Ⅲ Aqualand Freizeitbad Stellplätze Freizeitbad + 20,80m + 1,80m ± 0,000m E-Ladestation Zufahrt T errasse 34 2.Rundgang (1015) Andreas HellerArchitects & Designers, Hamburg Andreas Heller Lageplan Ansicht Süd 35 Fassadenschnitt Fassadenansicht Grundriss 1. Obergeschoss SchnittAA Grundriss Untergeschoss 36 37 Preisgerichtssitzungam21.Juni2022 1. Preis 2. Preis 3. Preis 38 BeurteilungdesPreisgerichts Am Standort neben demAqualand ist die Urlaubsarchi- tektur, die insbesondere durch die Freisitze und die runden Strukturen erzeugt wird, angemessen. Durch die überarbeitete und nun konsequentere Fügung zwi- schen Sockelgeschoss und Obergeschossen wird der gesamte Entwurf geerdet. Die natürliche Belichtung der Zimmerflure sowie der atmosphärische Patio tragen zur hohen Raumqualität bei. Die Strukturierung des Erdgeschosses im Allgemeinen und der Eingangszone im Speziellen finden Anklang. Die Eingangssituation könnte jedoch noch weiter aus- formuliert werden. Die städtebauliche Gestalt des Hotels nimmt sich ange- nehm zurück und wirkt dennoch kraftvoll. Die Außen- raumgestaltung und der Zwischenraum zwischen Hotel und Freizeitbad sind dem Standort angemessen und vermögen uneingeschränkt zu überzeugen. Der Entwurf versiegelt zwar erhebliche Teile des Bau- felds, dieses Problem wird vonseiten der städtischen Vertreter allerdings als lösbar eingeschätzt. Im Rahmen der Planung derAußenanlagen sollte eine Minimierung der Versiegelung angestrebt werden. DiePlausibilisierungderModulbauweisekannnachvoll- zogen werden. Die Fassadenbegrünung in Form der bodengebundenRankkletterpflanzenistplausibel,funk- tional und gut umsetzbar. Die Atmosphäre, Optik und Materialität des Entwurfs tragen zur qualitätvollen An- mutungdesHotelsbeiunderzeugendasgeeigneteBild eines Urlaubshotels. Die Höhe und Geschossigkeit des Hotels wird als ange- messen beurteilt. Insgesamt hat sich der Entwurf im Rahmen der Überarbeitung stark verbessert. 1.Preis(1012) Schultearchitekten, Köln Marie-Sophie Schulte, Wilhelm Schulte, Jessica Smidt, Vladimir Bludov, Thomas Schäfer, Helena Schulte, Christoph Nagel Skizze Hotelfoyer und Patio Schnitt Norden Grundriss Regelgeschoss Skizze Hotelgastronomie 39 Fassadenansicht Grundriss EG Perspektive 40 1.Preis(1012) Schultearchitekten, Köln Marie-Sophie Schulte, Wilhelm Schulte, Jessica Smidt, Vladimir Bludov, Thomas Schäfer, Helena Schulte, Christoph Nagel Lageplan Ansicht Süden 41 Fassadenschnitt Grundriss Staffelgeschoss Schnitt 42 BeurteilungdesPreisgerichts Der Ansatz die Fassadenbegrünung zum Ausgangs- punkt des Gebäudekonzeptes zu machen wird in der Jury kontrovers diskutiert. Der starke Konzeptansatz hängt wesentlich davon ab, ob dem durch die diagonal vorgesetzte Begrünung entstehenden Zwischenraum echte Raumqualitäten zugesprochen werden können. Hierzu gibt es in der Jury unterschiedliche Einschät- zungen. Die Raumqualität der Dachterrassen wird vor dem Hintergrund der das Raumbild prägenden und deutlich sichtbaren Pflanzkübel hinterfragt. Die Funktio- nalität der Bewässerung in sommerlichen Hitzeperi- oden sowie der hohe Pflege- und Instandhaltungsbe- darf der Bepflanzung werden weiterhin kritisch ge- sehen. Die Attraktivität des Blickes aus den Hotelzim- mern in die Grünfassade wird innerhalb der Jury kontro- vers diskutiert. Die Überarbeitung des Grundrisses des 1. OG (Veror- tung der Bar an zentraler Stelle, Verlagerung der Technik- und Lagerräume in das UG) überzeugt. Die beidseitige Öffnung der Dachgärten trägt zur Aufent- haltsqualität bei. Die Rezeption im 1. OG erscheint zu- nächst ungewohnt, wird aber doch als funktional beur- teilt. Die Qualitäten der Rücksprünge im EG bleiben unklar. Ansonsten kann der – im Vergleich zur ursprünglichen Abgabe – nun durchlässigere Grundriss im EG über- zeugen. Die aufwändige Konstruktion der Grünfassade wird als wenig wirtschaftlich eingeschätzt, da insgesamt zwei Fassaden errichtet werden müssen. Die Robustheit der eingesetzten Materialien bei der Konstruktion der Grün- fassade wird als dem Standort nicht angemessen emp- funden. Die Höhenentwicklung des Hotels mitsamt den Aufbauten wird, insbesondere im Vergleich mit den an- derenArbeiten, kritisch gesehen. Der Mut, die Konsequenz und die Innovationskraft des Entwurfs werden gewürdigt. Angesichts der privaten Bauherrenschaft, der nach wie vor im Raum stehenden Frage nach der (wirtschaftlichen) Umsetzbarkeit sowie fehlende Referenzen ähnlicher Pilotprojekte kann der zukunftsfähige Entwurf die Jury jedoch nicht vollends überzeugen. 2.Preis (1014) Aretz DürrArchitekten, Köln SvenAretz, Jakob Dürr, Ben Schumann, Luca Stein, Sofija Bozic Ansicht Osten Grundriss Regelgeschoss Ansicht Süden mitAqualand Statisches System 43 Perspektive Grundriss Erdgeschoss Fassade 44 2.Preis (1014) Aretz DürrArchitekten, Köln SvenAretz, Jakob Dürr, Ben Schumann, Luca Stein, Sofija Bozic Lageplan Blick aus Hotelzimmer Struktur Grünfassade Ansicht Nord-Ost 45 Grundriss Erdgeschoss Bepflanzung Jahreszeiten Piktogramme Pflanzschema 46 BeurteilungdesPreisgerichts Die Schlichtheit und Einfachheit des Entwurfs entfaltet zunächst einen klaren Kontrast zur Erlebnisarchitektur des Aqualands. Die damit einhergehende Anmutung des Hotels wird vor dem Hintergrund der negativen Konnotation solcher Kubaturen im Stadtteil Chorweiler von Teilen der Jury jedoch kritisch gesehen. Durch die Fassadenrasterung werden Assoziationen an ein Kon- gresshotel geweckt. Die Jury hinterfragt, ob diese Hal- tung die richtigeAntwort auf dieAufgabenstellung ist. Der Raum zwischen Hotel undAqualand gewinnt durch die Einkürzung des Baukörpers zwar an Qualität, insge- samt reagiert die Architektur des Hotelneubaus aller- dings weiterhin zu wenig auf das Freizeitbad. Auch die Verlegung des Haupteingangs an die nordöstliche Fas- sade kann städtebaulich nicht überzeugen. Der Entwurf erzeugt mit einfachen Mitteln, wie zum Bei- spiel dem Atrium, gute Raumqualitäten. Die Zonierung des EG und 1. OG wird positiv hervorgehoben. Durch die Verortung des Konferenzbereichs und der Küche auf unterschiedlichen Geschossen entstehen jedoch lange Laufwege. Der im Rahmen der Überarbeitung hinzugefügte Bau- körper steht der ursprünglichen Stringenz des Entwurfs entgegenundwirktwieeinnachträglicherAnbau.Durch den Wegfall der „Schublade“ bzw. des Freisitzes verliert das Hotel gegenüber dem Ursprungsentwurf ein we- sentlichesAlleinstellungsmerkmal. Die Betonung der Bel Etage mit einer Fassadenbegrü- nung vor dem Konferenzgeschoss wird hinterfragt, ist nicht funktional und besitzt keine ausreichende Sub- strathöhe für die dargestellte Bepflanzung bzw. Begrü- nungsintensität. Die Materialität der Fassade (Holz) ist nicht ablesbar. Insbesondere die Giebelfassaden lassen in diesem Zu- sammenhang Qualität vermissen. Insgesamt wurden die Überarbeitungsempfehlungen nicht ausreichend umgesetzt, so dass sich der Entwurf im Rahmen der Überarbeitung nur unwesentlich verbessert hat. 3.Preis(1011) super future collective inArge mit Johannes KapplerArchitektur und Städtebau, Nürnberg Ames Kader, Johannes Kappler Ansicht Norden Grundriss Regelgeschoss Schnitt Belichtungskonzept Gebäudetypologische Organisation 47 Perspektive Grundriss Erdgeschoss Fassadenansicht 48 3.Preis(1011) super future collective inArge mit Johannes KapplerArchitektur und Städtebau, Nürnberg Ames Kader, Johannes Kappler Lageplan SchnittA Schnitt B 49 Schnitt Foyer/Konferenz/Zimmer Ansicht Süden Grundriss Erdgeschoss Ansicht Westen Ansicht Osten 50 51
Anlage_2_Zweiter_Preis
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Anlage 2 2. Preis Aretz Dürr Architekten, Köln Realisierungswettbewerbs nach RPW 2013 „Hotelneubau am Freizeitbad Aqualand in Köln-Chorweiler“ Ausloberin: AQUALAND Freizeitbad am Fühlinger See GmbH & Co. KG Dezernat für Planen und Bauen © AQUALAND Freizeitbad am Fühlinger See GmbH & Co. / Aretz Dürr Architekten
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3957/2022
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 28.11.2022
- Erstellt
- 21.11.2022 09:33