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3957/2022

Ergebnis des Realisierungswettbewerbs nach RPW 2013 für das Vorhaben "Hotelneubau am Freizeitbad Aqualand in Köln-Chorweiler"

Mitteilung Ausschuss 28.11.2022

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 6 (Chorweiler), Sitzung am 06.12.2022, TOP 10.2.7

Mitteilung Ausschuss

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Ansehen

Anlage_3_Dritter_Preis

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Ansehen

Anlage_1_Erster_Preis

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Ansehen

Anlage_4_Wettbewerbsdokumentation

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Ansehen

Anlage_2_Zweiter_Preis

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Ansehen

Mitteilung Ausschuss

4595 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VI/612 
 
Vorlagen-Nummer 28.11.2022 
 3957/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Stadtentwicklungsausschuss 01.12.2022 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 06.12.2022 
 
Ergebnis des Realisierungswettbewerbs nach RPW 2013 für das Vorhaben "Hotelneubau am 
Freizeitbad Aqualand in Köln-Chorweiler" 
Die AQUALAND Freizeitbad am Fühlinger See GmbH & Co. KG möchte ihr bereits bestehendes Frei-
zeitbad an der Merianstraße 1 im Stadtteil Chorweiler um ein Hotel ergänzen. Zur Umsetzung und 
planungsrechtlichen Sicherung des Vorhabens ist die Neuaufstellung eines Bebauungsplans erforder-
lich. Der Stadtentwicklungsausschuss hat daher in seiner Sitzung am 3. September 2020 die Einlei-
tung des Bebauungsplanverfahrens (vorhabenbezogener Bebauungsplan) beschlossen. 
 
Um die städte- und hochbauliche Qualität des Vorhabens zu sichern, hat sich die Vorhabenträgerin 
verpflichtet, für den Hotelneubau einen Realisierungswettbewerb durchzuführen. Das Qualifizierungs-
verfahren wurde von der Vorhabenträgerin – in Abstimmung mit der Verwaltung – in Form eines 
nichtoffenen, anonymen Realisierungswettbewerbs nach RPW 2013 im ersten Halbjahr 2022 ausge-
lobt und durchgeführt. Das Wettbewerbsverfahren wurde betreut von Stottrop Stadtplanung, Köln. 
 
Eingeladene Wettbewerbsteilnehmer*innen 
1. super future collective in Arge mit Johannes Kappler Architektur und Städtebau GmbH, Nürn-
berg 
2. Studie ELE, Köln 
3. Aretz Dürr Architekten, Köln 
4. Andreas Heller Architects & Designers, Hamburg 
5. Schultearchitekten, Köln 
6. pdb architekten, Ruhstorf an der Rott 
 
Von den sechs eingeladenen Büros nahm das Preisgericht unter Vorsitz von Herrn Dipl.-Ing. Thorsten 
Kock, Architekt, Stuttgart, mit Fach- und Sachpreisrichter*innen – bestehend aus externen Ex-
pert*innen, der Fachverwaltung und stimmberechtigten Vertreter*innen aus der Politik – in einer ers-
ten Preisgerichtssitzung am 17. Mai 2022 drei Arbeiten in die engere Wahl und forderte diese Büros 
zur Überarbeitung der Entwürfe auf. 
 
In der zweiten Sitzung am 21. Juni 2022 wurde dann der Entwurf "Aqu'otel" des Büros Schultearchi-
tekten, Köln, mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Weiterhin empfahl das Preisgericht der Ausloberin ein-
stimmig, die Arbeit des 1. Preisträgers für die weitere Bearbeitung der Planungsaufgabe zugrunde zu 
legen. 
 
Beurteilung des Preisgerichts 
„Am Standort neben dem Aqualand ist die Urlaubsarchitektur, die insbesondere durch die Freisitze 
und die runden Strukturen erzeugt wird, angemessen. Durch die überarbeitete und nun konsequente-
re Fügung zwischen Sockelgeschoss und Obergeschossen wird der gesamte Entwurf geerdet. Die

2 
 
natürliche Belichtung der Zimmerflure sowie der atmosphärische Patio tragen zur hohen Raumqualität 
bei. 
 
Die Strukturierung des Erdgeschosses im Allgemeinen und der Eingangszone im Speziellen finden 
Anklang. Die Eingangssituation könnte jedoch noch weiter ausformuliert werden. 
 
Die städtebauliche Gestalt des Hotels nimmt sich angenehm zurück und wirkt dennoch kraftvoll. Die 
Außenraumgestaltung und der Zwischenraum zwischen Hotel und Freizeitbad sind dem Standort an-
gemessen und vermögen uneingeschränkt zu überzeugen. 
 
Der Entwurf versiegelt zwar erhebliche Teile des Baufelds, dieses Problem wird vonseiten der städti-
schen Vertreter allerdings als lösbar eingeschätzt. Im Rahmen der Planung der Außenanlagen sollte 
eine Minimierung der Versiegelung angestrebt werden. 
 
Die Plausibilisierung der Modulbauweise kann nachvollzogen werden. Die Fassadenbegrünung in 
Form der bodengebunden Rankkletterpflanzen ist plausibel, funktional und gut umsetzbar. Die Atmo-
sphäre, Optik und Materialität des Entwurfs tragen zur qualitätvollen Anmutung des Hotels bei und 
erzeugen das geeignete Bild eines Urlaubshotels.  
 
Die Höhe und Geschossigkeit des Hotels wird als angemessen beurteilt. Insgesamt hat sich der Ent-
wurf im Rahmen der Überarbeitung stark verbessert.“ 
 
Wettbewerbsplatzierung 
1. Schultearchitekten, Köln 
2. Aretz Dürr Architekten, Köln 
3. super future collective in Arge mit Johannes Kappler Architektur und Städtebau GmbH, Nürn-
berg 
 
Die ausgezeichneten Arbeiten und die Ergebnisse des Wettbewerbsverfahrens wurden vom 12. bis 
zum 16. September 2022 im Foyer des Bezirksrathauses Chorweiler ausgestellt. 
 
 
Anlagen  
Anlage 1 1. Preis, Schultearchitekten, Köln 
Anlage 2 2. Preis, Aretz Dürr Architekten, Köln 
Anlage 3 3. Preis, super future collective in Arge mit Johannes Kappler Architektur und Städte-
bau GmbH, Nürnberg 
Anlage 4 Wettbewerbsdokumentation 
 
 
Gez. Greitemann

Anlage_3_Dritter_Preis

12087 Zeichen

Anlage 3
3. Preis 
super future collective in Arge mit Johannes Kappler Architektur und Städ-
tebau GmbH, Nürnberg 
Realisierungswettbewerbs nach RPW 2013  
„Hotelneubau am Freizeitbad Aqualand in Köln-Chorweiler“
Ausloberin: AQUALAND Freizeitbad am Fühlinger See GmbH & Co. KG
GSPublisherVersion 0.58.100.15
Landschaftsräumliche Setzung
Der Neubau des Hotels Aqualand erstreckt über die gesamte Breite des Entwurfsgrundstücks parallel zur 
Merianstraße. Dies führt zu einer klaren Adressbildung des Gebäudes an einer der wichtigsten Zugänge 
nach Köln-Chorweiler. Gleichzeitig bildet der Baukörper den Auftakt einer prägnanten Landschafts-
struktur, die nach Norden die angrenzenden Sportplätze und Parkplatzanlagen mit dichtem Gehölz um-
säumt. Der Stadtraum zwischen dem Hotel und dem Freizeitbad wird sowohl räumlich als auch funktio-
nal als gemeinsamer Eingangsbereich artikuliert.
Programmatische Schichtung
Die drei wesentlichen Teile des Raumprogramms sind in vertikaler Richtung geschichtet. Im Erdge-
schoss befindet sich der Eingangsbereich mit Gastronomie, sodass diese Nutzungen vom angrenzenden 
Freiraum maximal profitieren können. Die optimale Erreichbarkeit des Restaurants und der Bar begüns-
tigt dabei auch einen schwellenlosen Zugang von externen Gästen. Über eine zentrale Erschließungszone 
mit Aufzügen und Treppe gelangt man in den Konferenzbereich mit Tagungs- und Verwaltungsräumen 
im 1. Obergeschoss. Die Raumspangen sind so organisiert, dass sich eine maximale Anzahl an unter -
schiedlichen Raumkonfigurationen ergeben kann. Es folgen vier weitere Obergeschosse mit insgesamt 
120 Hotelzimmern, die einen komfortablen Schlafraum und eine großzügigen Sanitärzelle mit einem 
räumlich differenzierten Bereich für das WC bieten.
Skulpturale Gestalt
Um dem Gebäude eine differenzierte Gestalt im Landschaftsraum zu geben, wird die Grundfläche nicht 
nur in vertikaler Richtung extrudiert. Stattdessen werden die Volumina der einzelnen Programmteile 
subtil zueinander versetzt. Neben der ästhetischen Wirkung als Blickfang entlang der Merianstraße erge-
ben sich durch diese Verschiebung auch funktionale Vorteile. Im Erdgeschoss entsteht ein starker Bezug 
der Hotellobby und der gastronomischen Einrichtungen zum Außenraum. Im 1. Obergeschoss profitie-
ren die Gäste im Tagungsbereich von einem Freibereich mit Ausblick ins Grüne. Zudem sind sie durch 
die Fassadenbegrünung von Einblicken aus dem Straßenraum geschützt. 
Gebäudetypologische Organisation
Der Hotelneubau ist als Dreibund organisiert. An der Außenfas-
sade können alle Aufenthaltsräume optimal belichtet und belüf-
tet werden. Die innere Raumzone ist für die vertikale Erschlie-
ßung, Neben- und Sanitärräume sowie Lufträume reserviert, die 
eine natürliche Belichtung der Erschließungsbereiche und eine 
Sichtbeziehung zwischen den einzelnen Etagen ermöglichen. 
Damit kann für den Gebäudekomplex die für Hotels typische 
Erschließungsform mit einem dunklen, unattraktiven Mittel-
gang vermieden werden, ohne die Flächeneffizient einzuschrän-
ken. Für Hotelgäste bieten sich optimale Orientierungsmöglich-
keiten im gesamten Gebäude und attraktive Raumfolgen von 
der Hotellobby bis zum Hotelzimmer. Für den Betrieb des Ho-
tels ergeben sich zudem maximale Vorteile durch kurze Wege 
für das Personal. Den brandschutztechnischen Anforderungen 
wird durch die Verwendung von Brandschutzvorhängen begeg-
net, die als kostengünstige Standardlösung in die abgehängten 
Decken entlang der Deckenöffnungen integriert sind.
Nachhaltiges Konstruktionsprinzip 
Das als Hybridkonstruktion konzipierte Tragwerk des Hotel-
neubaus besteht aus einem Massivholzbau mit Stahlbetoner -
schließungskernen in den Regelobergeschossen sowie einem 
Stahlbetonbau vom Untergeschoss bis zum 1. Obergeschoss. Die 
Besonderes Alleinstellungsmerkmal
Wie kein zweites Hotel auf dem Kölner Hotelmarkt nutzt das 
Gebäude die Lagegunst im Grünen und die optimale Anbin-
dung an den Wellnessbereich des Aqualands als Alleinstellungs-
merkmal. Der Landschaftsraum der Umgebung findet im Inne-
ren durch Pflanzenelemente und durch die Fassadenbegrünung 
vor der Geschossebene des Konferenzbereichs seine Fortset-
zung, die zusätzlich für ein frisches Raumklima sorgen. Auch 
die Dachflächen sind als Grünflächen ausgebildet und dienen 
als Retentionsflächen dem Klimaschutz. Ebenso trägt die Ver -
wendung lokaler Baumaterialien zum nachhaltigen Gebäude-
konzept und einer natürlichen Erscheinungsform bei. Ergänzt 
wird dies durch die Farbgebung des Hotelneubaus, mit der das 
photosynthetische Grün der Umgebung aufgenommen wird. 
Durch diese Farbgebung wird das Hotel Aqualand selbstver -
ständlicher Bestandteil des Landschaftsraums um den Fühlinger 
See.
IV
II
II
I
I
Anlieferung
Hotelvorfahrt
Parkplatz
+22.55m
+9.50m
VI
Abstandsflächen
+20.04m
+22.58m
+12.45m
+6.56m
+8.50m
34 STP.
22 STP.
32 Rad-STP.
FW
I
GSPublisherVersion 0.47.100.17
15,21 m2
15,21 m2
14,44 m2
14,44 m2
Verwaltung
A A
BB
99,27 m2132,50 m2 82,77 m298,98 m2
62,63 m2
Konferenz LobbyVerwaltung / Direktorat
WC / MWC / DWC / MWC / D
Konferenz 2 Konferenz 3 Konferenz 4 Konferenz 5
Verwaltung
Liftlanding Liftlanding
17,07 m217,07 m2
Serviceaufzug
Konferenz zuschaltbar
Verwaltung Konferenz 7
Konferenz 6
15,21 m2
Garderobe
25,11 m225,11 m225,11 m2
50,50 m2
100,49 m2
25,11 m2
32,80 m2
62,54 m2
89,97 m2
280 m2
Terrasse
Flur
45,20 m2
Flur
45,20 m2
DIN 277 Nr. 5.6.2
TH
6,50 qm2
TH
6,50 qm2
Konferenz 1
GSPublisherVersion 0.47.100.17
Küche
Lager
Lobby / Foyer
Anlieferung
Rezeption
Service Offices
Gepäckraum
SO
Rezeption
Müll
Küche
Vorbereitung
38,60 qm222,20 qm2
58 qm2
15,50 qm2
Bar
16,60 m2 16,60 m2
Foyer / Liftlanding
Serviceaufzug
191 qm2
149 qm2
Restaurant
427 qm2
176 qm2
252 qm2
31,00 qm2
27 qm2
Buffet
32 Fahrradstellplätze
Anrichte /
Service Offices
31,00
Terrasse II
106 qm2
Terrasse I
219 qm2
Backoffice
15,50 qm2
Treppenhaus
14 qm2
Treppenhaus
14 qm2
A A
BB
GSPublisherVersion 0.47.100.17
A A
BB
30,99 m230,99 m2
17,07 m217,07 m2
EtagenlagerEtagenlager
Serviceaufzug
Flur
Liftlanding Liftlanding
Zimmer 1
24,50 m2
Zimmer 2
23,63 m2
Zimmer 3
23,63 m2
Zimmer 4
23,63 m2
Zimmer 5
23,63 m2
Zimmer 6
23,63 m2
Zimmer 7
23,63 m2
Zimmer 8
23,63 m2
Zimmer 9
23,63 m2
Zimmer 10
23,63 m2
Zimmer 11
23,63 m2 23,63 m2
Zimmer 13 Zimmer 14
23,63 m2
Zimmer 15
23,63 m2
Zimmer 16
24,50 m2
Zimmer 17
23,63 m2
Zimmer 18
23,63 m2
Zimmer 19
23,63 m2
Zimmer 20
23,63 m2
Zimmer 21
23,63 m2
Zimmer 22
23,63 m2
Zimmer 23
23,63 m2
Zimmer 24
23,63 m2
Zimmer 25
23,63 m2
Zimmer 26
23,63 m2
Zimmer 27
23,63 m2
Zimmer 28
23,63 m2
Zimmer 29
23,63 m2
Zimmer 30
23,63 m2
17,07 m2 TH
6,50 qm2
TH
6,50 qm2
213 m2
Zimmer 12
23,63 m2
GSPublisherVersion 0.47.100.17
15,21 m2 14,44 m2
15,21 m2 14,44 m2
12,13 m2 23,96 m224,25 m2 22,77 m2
39,54 m2
Hauswirtschaft
Werkstatt / LagerMitarbeiter
Bademantelgang
WC MWC D
WC MWC D
Umkleide D Umkleide HWC HWC D
Lager für PutzmittelLager für MöbelLost & Found
23 m223 m2
RLT Gastro RLT KonferenzRLT Foyer RLT Nebenräume
47,62 m235 m2
Mitarbeiter
13 m2
Gastronomie Lager
Flur
47 m2
61 m2
47 m2 47 m2
Sanitär / Heizung
144,03 m2
WC barrierefrei
9,3 m2
Serverraum
23 m2
23 m2 23 m2 47,63 m2
Lager für Wäsche Gastronomie Lager
Liftlanding Liftlanding
17,07 m2 7,94 m2
Serviceaufzug
72 m2
TH
6,50 qm2
TH
6,50 qm2
205 m2
A A
BB
WAHREN DESGRÜNRAUMS
HOTEL
BAR
REST.
GEMEINSAMMER
EINGANGSBEREICH
MARIAN STRASSE
HOTELNEUBAU AM AQUALAND
ORTSSPEZIFISCH. MODULAR. NACHHALTIG
GSPublisherVersion 0.50.100.17
GSPublisherVersion 0.50.100.17
MODULARE DOPPELZIMMER
VERWALTUNG
GROSSE KONFERENZRÄUME
RESTAURANT
ANLIEFERUNG BAR
REZEPTION
WC WC
WÄSCHE TECHNIK
LAGER
TECHNIK
UMKLEIDE BADEMANTELGANG
RG
1.OG
EG
UGHWR
TERRASSE
KÜCHE
GSPublisherVersion 0.50.100.17
MODULARE DOPPELZIMMER
VERWALTUNG
GROSSE KONFERENZRÄUME
RESTAURANT
ANLIEFERUNG BAR
REZEPTION
WC WC
WÄSCHE TECHNIK
LAGER
TECHNIK
UMKLEIDE BADEMANTELGANG
RG
1.OG
EG
UGHWR
TERRASSE
KÜCHE
GSPublisherVersion 0.50.100.17
MODULARE DOPPELZIMMER
VERWALTUNG
GROSSE KONFERENZRÄUME
RESTAURANT
ANLIEFERUNG BAR
REZEPTION
WC WC
WÄSCHE TECHNIK
LAGER
TECHNIK
UMKLEIDE BADEMANTELGANG
RG
1.OG
EG
UGHWR
TERRASSE
KÜCHE
GSPublisherVersion 0.50.100.17
MODULARE DOPPELZIMMER
VERWALTUNG
GROSSE KONFERENZRÄUME
RESTAURANT
ANLIEFERUNG BAR
REZEPTION
WC WC
WÄSCHE TECHNIK
LAGER
TECHNIK
UMKLEIDE BADEMANTELGANG
RG
1.OG
EG
UGHWR
TERRASSE
KÜCHE
NATÜRLICHE BELICHTUNG
NATÜRLICHE BELÜFTUNG
BLICKBEZIEHUNG
Lageplan 1:500
Erdgeschoss | 1:200
Regelgeschoss (2.-5. OG) | 1:200
1. Obergeschoss| 1:200
Untergeschoss | 1:200
GSPublisherVersion 0.50.100.17
KONFERENZ
ZIMMER
LOGISTIK
FOYER  BAR  RESTAURANT
GSPublisherVersion 0.50.100.17
MASSIVBAU
HOLZBAU
M   e   r   i   a   n   s   t   r   a    ß  e 
Das Ziel des Bebauungsvorschlags für das Hotel am Aqualand ist es, auf der einen Seite einen passgenau-
en urbanen Stadtbaustein für ein Familienhotel im Landschaftsraum um Köln-Chorweiler zu verorten 
und auf der anderen Seite einen Prototyp für eine neue Generation nachhaltiger Hotelimmobilien zu 
entwickeln, der wirtschaftliche und funktionale Effizienz mit einer einzigartigen Aufenthaltsqualität für 
die Gäste verknüpft. Gleichzeitig wird in dem überarbeiteten Entwurf der Vorschlag der Wettbewerbs-
jury aufgegriffen, über die Ausbildung einer attraktiven Vorderseite des Hotels nach Osten einen Dialog 
mit dem Gebäudevolumen des Aqualands aufzubauen und beide Baukörper über einen gemeinsamen 
Eingangsbereich als Platz mit einer hohen Aufenthaltsqualität zu einem Ensemble zusammenzubinden. 
Auch die Erscheinung des Baukörpers als Familienhotel für Badegäste wird gestärkt, indem nicht mehr 
die Geschossebene mit den Tagungsräumen, sondern der Erdgeschossbereich mit den gastronomischen 
Einrichtungen eine besondere Artikulation mit einer starken Verzahnung zum Landschaftsraum und 
zum Aqualand erfährt. Durch die konsequente Verwendung von Holzwerkstoffen und Begrünungsele-
menten in den Fassaden und im Innenraum setzt sich das Gebäude deutlich von der den Stadtteil Chor-
weiler dominieren Architektursprache ab. 
Die Alleinstellungsmerkmale des Neubaus ergeben sich aus den folgenden Einzelaspekten und schaffen 
einen Ort, der positive Assoziationen sowohl für Urlaubs- als auch Geschäftsgäste weckt und bleibende 
Erinnerungen schafft.
Materialien werden dabei entsprechend ihrer technisch-konst-
ruktiven Stärken unter Berücksichtigung ästhetischer und wirt-
schaftlicher Gesichtspunkte und der gewünschten Nachhaltigkeit 
eingesetzt.
Die Geschossdecken der in Skelettbauweise geplanten Holz-
konstruktion sind als Holzbetonverbunddecken vorgesehen. Die 
nichttragenden Zimmertrenn- und Flurwände sind als Massiv-
holz- oder Holzständerwände angedacht. Eine hohe Stückzahl an 
identischen Elementen stellen in Verbindung mit einem maxima-
len Vorfertigungsgrad und dem Einsatz typisierter Bauelemente 
eine wirtschaftliche Konstruktion und einen zeitlich optimier -
ten und effektiven Bauablauf sicher. Die wesentlichen tragenden 
Holzkonstruktionen erfüllen aufgrund der Massivholz bzw. Holz-
betonverbund-Ausbildung ohne zusätzliche Maßnahmen die An-
forderungen aus dem Brandschutz.
Die Bauwerkslasten aus den Holzkonstruktionen der Regelober -
geschosse werden über den massiven Gebäudesockel abgetragen. 
Der Vertikallastabtrag zeichnet sich durch ein durchgängiges 
Stützenraster aus, so dass auf aufwendige Abfangekonstruktionen 
verzichtet werden kann.
Durch eine vorgezogene Herstellung der Stahlbetonkernwände 
ergibt sich eine optimierte Bauablauffolge, die durch zeitliche Ge-
werketrennung und klar definierte Schnittstellen überzeugt. Die 
Holzkonstruktionen sind im Wesentlichen werkseitig vorgefer-
tigt, werden elementiert zur Baustelle gebracht und mit Nach-
lauf zu den Erschließungskernen montiert. Durch den hohen 
Vorfertigungsgrad wird die Montage- und Bauzeit reduziert, in-
folge der werkseitigen Herstellung erhöht sich die Ausführungs-
qualität in den sichtbaren, oberflächenfertigen Holzflächen der 
Deckenuntersichten und Stützen.
Dezernat für Planen und Bauen
© AQUALAND Freizeitbad am Fühlinger See GmbH & Co. / 
super future collective, Johannes Kappler Architektur und Städtebau GmbH

Anlage_1_Erster_Preis

687 Zeichen

Anlage 1
1. Preis 
Schultearchitekten, Köln 
Realisierungswettbewerbs nach RPW 2013  
„Hotelneubau am Freizeitbad Aqualand in Köln-Chorweiler“
Ausloberin: AQUALAND Freizeitbad am Fühlinger See GmbH & Co. KG
Dezernat für Planen und Bauen
Stellplätze 
Freizeitbadgäste
Merianstraße
AQUALAND
Stellplätze Hotel
VI
Stellplätze Hotel
Zufahrt
VI
Feuerwehrzufahrt
Fahrradstellplätze
AQUALAND
I
21,00 m
AQU'OTEL
Anlieferung
17,55 m
4,75 m
Außen-
gastronomie
Hotelvorfahrt
Taxivorfahrt
VORPLATZ
Dachterrasse
Intensive
Dachbegrünung
Intensive
Dachbegrünung
V
8.40
8.40
8.40
48.25
51.10
46.20
20.40
20.40
3.00
32.35
16.15
32.50
© AQUALAND Freizeitbad am Fühlinger See GmbH & Co. / Schultearchitekten

Anlage_4_Wettbewerbsdokumentation

45165 Zeichen

Hotelneubau amAqualand
in Köln-Chorweiler
Realisierungswettbewerb nach RPW 2013
Wettbewerbsdokumentation

2
Wettbewerbsbetreuung:
Stottrop Stadtplanung
Manuel Keller
Marsiliusstraße 20
50937 Köln
Ausloberin:
Aqualand FreizeitbadAm Fühlinger See GmbH & Co KG
Merianstraße 1
50765 Köln
Vertreten durch ihren Geschäftsführer Marcus Steinhart.
STOTTROP
STADTPLANUNG
August 2022

3
Inhaltsverzeichnis
Einführung 4
Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten und Preisverteilung 8
Preisgerichtssitzung am 17. Mai 2022 10
Preisgerichtssitzung am 21. Juni 2022 36

4
Einführung
DasPlangebiet
DasnebendemBaufelddesHotelneubausliegendeFreizeit-
bad weist eine Firsthöhe von ca. 22 m über dem angrenzen-
den Gelände auf. Der höchste Gebäudeteil ist ein im Süd-
westen liegender Turm, der im Erdgeschoss den Hauptein-
gang des Aqualandes beherbergt. Der Haupteingang liegt
seitlich des Komplexes zu der Stellplatzanlage hin orientiert,
die durch das Hotel überplant wird. Die dort vorhandenen
Stellplätze werden auf die rückwärtige Schotterfläche verla-
gert, welche durch Baumpflanzungen und Entsiegelung ge-
stalterisch aufgewertet wird.
Das weitere Umfeld des Plangebiets ist grundsätzlich von ei-
nem offenen Landschaftsbild geprägt. Im Norden und Wes-
ten grenzt die Stellplatzanlage desAqualands unmittelbar an
die Bezirkssportanlage Merianstraße. Auf der anderen Seite
der Merianstraße befinden sich unterschiedliche Tennisanla-
gen. Darüber hinaus liegt im Osten das Naherholungsgebiet
des Fühlinger Sees, während sich im Westen wesentliche
Siedlungsteile Köln-Chorweilers befinden. Große Teile der
umgebenden Flächen werden für den ruhenden Verkehr ge-
nutzt.
AnlassdesWettbewerbs
DieAqualand FreizeitbadAm Fühlinger See GmbH & Co KG
ist Eigentümerin des Freizeitbades „Aqualand“ in Köln-Chor-
weilerundbeabsichtigt,unmittelbarnebendembestehenden
Freizeitbad ein Hotel zu errichten. Das Freizeitbad wurde im
Jahr 1991 eröffnet und entfaltet ein großes touristisches Po-
tential in Köln-Chorweiler. Die Erweiterung des Aqualandes
durchdenHotelneubausolldenStandortChorweilerstärken.
Zur Umsetzung dieses Vorhabens hat der Stadtentwick-
lungsausschuss der Stadt Köln am 3. September 2020 den
Beschluss gefasst, nach § 12 Absatz 2 BauGB ein Bebau-
ungsplanverfahren (vorhabenbezogener Bebauungsplan)
einzuleiten.
Umdiestädte-undhochbaulicheQualitätzusichern,hatsich
die Eigentümerin verpflichtet, einen Realisierungswettbe-
werb für den Neubau des Hotels durchzuführen.
Das Plangebiet, Quelle: Stottrop Stadtplanung

5
Wettbewerbsvorgaben
Ziel des Verfahrens ist die Erarbeitung einer angemessenen
architektonischen Lösung für ein nachhaltiges und wirt-
schaftliches Hotel mit einer hochwertigen Gestaltung, das
seiner besonderen Lage am Ortseingang und in unmittelba-
rer Nähe zum Freizeitbad gerecht wird.
Aufgrund der erhaltenswerten Baumbestände soll ein Bau-
körper entstehen, der möglichst wenig in die vorhandenen
Gehölzflächen eingreift. Zwecks Berücksichtigung verschie-
dener Ziele des Umweltschutzes ist eine Fassadenbegrü-
nung vorzusehen.
Der Bereich zwischen dem Haupteingang des Aqualands
und dem Haupteingang des Hotelneubaus soll als attraktive,
autofreie Aufenthalts- und Bewegungsfläche gestaltet wer-
den. Die Erschließung des Hotelneubaus ist grundsätzlich
über die Merianstraße gewährleistet und soll über die vor-
handene Zufahrt erfolgen.
Das Hotel soll für Gäste des Aqualandes mit dem Wunsch
nach einem mehrtägigen Aufenthalt Übernachtungsmöglich-
keiten mit direkterAnbindung an das Freizeitbad bieten. Dar-
überhinaussolldasHotel–ausgestattetmitSeminarräumen
und einem à la carte Restaurant – eine Übernachtungsmög-
lichkeit für Geschäftskunden und Veranstaltungen der umlie-
genden Gewerbebetriebe darstellen. Darüber hinaus muss-
ten Vorgaben im Hinblick auf die Zimmeranzahl (zwischen
120 und 144) und die Hotelklassifizierung eingehalten wer-
den.
Wettbewerbsart
Der Wettbewerb wurde als nichtoffener, anonymer Realisie-
rungswettbewerb gemäß den Richtlinien für Planungswett-
bewerbe (RPW 2013) durchgeführt. Die Ausloberin hat die
sechs Wettbewerbsteilnehmer*innen direkt bestimmt (Einla-
dungswettbewerb).
Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen hat die Über-
einstimmung mit den RPW unter der Registriernummer W
84/21 vermerkt. Die Wettbewerbssprache war deutsch.
Geltungsbereich des vorhabenbezogenen
Bebauungsplanes (VEP)
Einbeziehung gemäß
§ 12 (4) BauGB
Planwirkungsbereich der Vorlage zur Orientierung von
Mitgliedern des Rates, der Ausschüsse und der Bezirksver-
tretungen, die wegen Befangenheit an den Beratungen zu
diesem Tagesordnungspunkt nicht teilnehmen dürfen.
Anlage 1
Maßstab  1 : 5 000
N
Stadtplanungsamt
Geltungsbereich des (Vorhabenbezogenen) Bebauungsplanes
  Freizeitbad Aqualand - Hotelneubau
in Köln - Chorweiler
0 10050 200 300 Meter
Bestandsplan und Geltungsbereich des Bebauungsplanes
(ohne Maßstab), Quelle: Stadt Köln

6
PlangebietundUmgebung
Alle Abbildungen: Plangebiet und Umgebung, Quelle: Stottrop Stadtplanung

7

8
BeurteilungderWettbewerbsarbeitenundPreisverteilung
DieArbeiten wurden durch ein Preisgericht unter dem Vorsitz
von Herrn Thorsten Kock beurteilt. Dem Preisgericht
gehörten folgende Personen an:
Fachpreisrichter*innen
1. Markus Greitemann,Architekt, Dezernent für Planen
und Bauen der Stadt Köln
2. Jürgen Minkus,Architekt, Vorsitzender des
Gestaltungsbeirats der Stadt Köln
3. Annette Paul,Architektin, Köln
4. Prof. Barbara Holzer,Architektin, Berlin
5. Thorsten Kock,Architekt, Stuttgart
6. Monika Güldenberg,Architektin, Gelsenkirchen
Sachpreisrichter*innen
1. Marcus Steinhart, Geschäftsführer derAqualand
FreizeitbadAm Fühlinger See GmbH & Co KG
2. Reinhard Zöllner, Bezirksbürgermeister Chorweiler
3. Kirsten Jahn, Sachkundige Einwohnerin für den
Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Köln
(GRÜNE-Fraktion)
4. Oliver Krems, Sachkundiger Einwohner für den
Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Köln
(SPD-Fraktion)
5. Monika Roß-Belkner, Vertreterin der CDU-Fraktion im
Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Köln
StellvertretendeFachpreisrichter*innen
1. Eva Herr, Stadtplanerin, Leiterin des
Stadtplanungsamtes der Stadt Köln
2. Hans-Martin Wolff, Teamleiter im Stadtplanungsamt
der Stadt Köln
3. Johannes Löbbert,Architekt, Berlin
4. Christof Gemeiner,Architekt, Hilden
5. Antonio Molina,Architekt, Köln
StellvertretendeSachpreisrichter*innen
1. Ahmet Kahraman, Manager des Hotelprojekts
2. Marcela Cano, Sachkundige Einwohnerin für den
Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Köln
(DIE LINKE-Fraktion)
3. Maria Tillessen,Architektin, Sachkundige Einwohnerin
für den Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Köln
(FDP-Fraktion)
4. Isabella Venturini, Vertreterin der VOLT-Fraktion im
Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Köln
Vorprüfer*innen
1. Maximilian Örtl, Stadtplanungsamt Köln,
Bezirksplaner Stadtbezirk 6
2. Marie Kötterheinrich, Stadtplanungsamt Köln
3. Klaus Fedde, Stadtplanungsamt Köln
4. Henrike Neumann, Stadtplanung Zimmermann
5. Regina Stottrop, Stottrop Stadtplanung
6. Manuel Keller, Stottrop Stadtplanung

9
Wettbewerbsteilnehmer*innen
1. super future collective inArge mit Johannes Kappler
Architektur und Städtebau GmbH, Nürnberg
2. Studio ELE, Köln
3. Aretz DürrArchitekten, Köln
4. Andreas HellerArchitects & Designers, Hamburg
5. Schultearchitekten, Köln
6. pdb architekten, Ruhstorf an der Rott
Beurteilungskriterien
Das Preisgericht bildete sein Urteil aus der Qualität der Wett-
bewerbsarbeiten und legte hierbei folgenden Bewertungs-
rahmen zugrunde:
• Architektur- und Gestaltungsqualität
• Einhaltung planungsrechtlicher Vorschriften
• Erfüllung des Raumprogramms
• Erfüllung der funktionalenAnforderungen
• Qualität der Erschließung
• Einhaltung der wirtschaftlichen Vorgaben
• Nachhaltigkeit
• (Städtebaulicher) Zusammenhang des Hotelneu-
baus mit dem bestehendenAqualand-Gebäude
• Nachvollziehbare und kohärente innere Logik des
Entwurfs
• Äußere und innere Erschließung
• Brandschutz
• Anmutung
• Attraktivität der Erdgeschosszone und deren
Auswirkungen in denAußenbereich
• Beziehung des Hotels zum Ort Chorweiler und zur
Merianstraße
Die Reihenfolge der Kriterien stellt keine Wertung dar.
Preisverteilung
Jede*r Wettbewerbsteilnehmer*in erhält eine Aufwandsent-
schädigung von 5000,- €.
Zusätzlich wurden nach intensiver Beratung der Jury drei
Preise vergeben:
1.Preis (29.750,- €)
Schultearchitekten, Köln
2.Preis (17.850,- €)
Aretz DürrArchitekten, Köln
3.Preis (11.900,- €)
super future collective inArge mit Johannes KapplerArchi-
tektur und Städtebau, Nürnberg
EmpfehlungdesPreisgerichts
Das Preisgericht empfiehlt derAusloberin einstimmig, dieAr-
beit des 1. Preisträgers für die weitere Bearbeitung der Auf-
gabe auf Basis der formulierten Empfehlungen und Kritik-
punkte zu Grunde zu legen.

10
Preisgerichtssitzungam17.Mai2022
Die Jury tritt unter dem Vorsitz von Thorsten Kock zusam-
men. Von den sechs eingereichtenArbeiten werden in dieser
Sitzung drei Arbeiten im zweiten Rundgang ausgeschieden.
Damit verbleiben dreiArbeiten in der engeren Wahl.
Während der anschließenden vertiefenden Diskussion über
die verbliebenen Arbeiten werden wesentliche Überarbei-
tungsbedarfe der dreiArbeiten in der engeren Wahl erkannt.
Auf Empfehlung des Vorsitzenden wird einstimmig entschie-
den, eine Überarbeitungsphase für dieArbeiten der engeren
Wahl vorzusehen und Empfehlungen für die Überarbeitung
zu formulieren.
Das Verfahren soll noch vor der Sommerpause zu einemAb-
schluss gebracht werden. Als zweite Preisgerichtssitzung
wird der 21.06.2022 festgelegt, in der ein erneuter Bericht
der Vorprüfung vorgelegt werden soll. Die Anonymität des
Verfahrens wird beibehalten.
Das Preisgericht formuliert die Empfehlungen zur Überarbei-
tung der drei verbliebenen Arbeiten und verabschiedet die
Empfehlungen. Sie bittet die Vorprüfung darum, dafür Sorge
zu tragen, dass die Empfehlungen den Büros anonym zuge-
stellt werden.

11
Preisgerichtssitzungam17.Mai2022
Engere Wahl 2. Rundgang
2. RundgangEngere Wahl
Engere Wahl 2. Rundgang

12 BeurteilungdesPreisgerichts
DieAußenraumqualitätensowieinsbesonderederPlatz
zwischen Hotelneubau und Aqualand werden positiv
hervorgehoben.
Die Veranstaltungsbereiche im EG sind passend ange-
ordnet. Insgesamt wird die freie Grundrissorganisation
jedoch kritisiert. Die Eingangssituation hat eher den
Charakter eines Platzhalters. In den Regelgeschossen
besitzen die Flure weitgehend keine natürliche Belich-
tung
Die Umsetzbarkeit der dargestellten Modulbauweise
wird kritisch hinterfragt.
Am Standort neben demAqualand ist die Urlaubsarchi-
tektur, die insbesondere durch die Freisitze und die run-
den Strukturen erzeugt wird, angemessen. Die Kon-
struktion und Fügung der Geschosse ist anspruchsvoll
und wird bautechnisch hinterfragt.
Der Solitär nimmt den Gehölzbestand komplett in An-
spruch. Von der Dachterrasse auf dem Sockelgeschoss
hat man lediglich einen Ausblick auf die rückwärtige
Stellplatzanlage.
EngereWahl(1012)
Schultearchitekten, Köln
Marie-Sophie Schulte, Wilhelm Schulte, Jessica Smidt, Vladimir Bludov, Thomas Schäfer, Helena Schulte, Christoph Nagel
Modell
Baukonstruktives Schema
Schnitt Norden
Grundriss Regelgeschoss

13
Perspektive
Grundriss Erdgeschoss

14 Kubatur / Volumetrie
• Der Sockel soll in Bezug auf Volumetrie nach Norden
und in Bezug zur Fügung mit den Obergeschossen
bearbeitet werden.
• Die konstruktive Systematik des Gebäudes ist in
Verbindung von Obergeschossen und Erdgeschoß zu
entwickeln, auch soll die konkrete Fügung überprüft
werden.
• Die Höhe des Erdgeschosses ist zu überprüfen.
• DieAusrichtung des Dachgartens auf der Sockelzone
zum rückwärtig gelegenen Parkplatz wird hinterfragt.
Grundrisse
• Der Grundriss des Sockelgeschosses ist zu
plausibilisieren.
• Die Eingangssituation sollte ausformuliert werden.
• Die Qualität und die natürliche Belichtung der
Hotelflure sind zu prüfen.
Brandschutz / Bauweise
• Der Brandschutz ist zu prüfen, insb. die
Rettungswege der Hotelgeschosse. Die Verwendung
der Freisitze hierfür ist zu überprüfen. Eine sich
überlagernde Ausweisung von Freisitzflächen für die
Zimmer und Fluchtbalkonen erscheint nicht plausibel.
In der Flächenberechnung sind die Flächen gemäß
der tatsächlichen Nutzung entweder als Balkone oder
als Fluchtbalkone zu ermitteln und gesondert
auszuweisen.
• DieRaummodulederHotelzimmersindzuprüfen.Der
vorgeschlagene Modulbau wird in Verbindung mit den
abgerundeten Formen und den damit verbundenen
Sonderelementen in Frage gestellt.
Fassadenbegrünung
• Die Fassadenbegrünung als Teil der Aufgabenstel-
lung sollte plausibilisiert werden.
EngereWahl(1012)
Schultearchitekten, Köln
Marie-Sophie Schulte, Wilhelm Schulte, Jessica Smidt, Vladimir Bludov, Thomas Schäfer, Helena Schulte, Christoph Nagel
EmpfehlungzurÜberarbeitung
Die Setzung und städtebauliche Figur kann mit ihrer Raum-
und Platzbildung überzeugen. Die Anmutung des Ge-
bäudes wirkt einem Freizeithotel angemessen und wird er-
reicht durch die geschwungenen Baukörper und das Mate-
rial Holz. Die gezeigte Durcharbeitung sowohl konzeptio-
neller Gesichtspunkte als auch der Details lässt die Jury
daranzweifeln,obdienötigeQualitätinderDurcharbeitung
erreichtwerdenkann.DiegeplanteUmsetzungineinermo-
dularen Bauweise wird angesichts der runden und freien
Formen in Frage gestellt.
Auch kann die Fügung des Gebäudes zwischen der So-
ckelzone und den Obergeschossen nicht überzeugen. Es
bestehen Bedenken, dass Unterseiten und Schnittflächen
entstehen, die nur schwer gelöst werden können.Auch die
gewählte Höhe des Sockelgeschosses ist mit 3,5 m deut-
lich zu niedrig für die Raumgröße. Die dunklen Hotelzim-
merflure werden kritisch gesehen. Insgesamt zweifelt die
Jury an, ob das erzeugte Bild auch qualitätvoll umgesetzt
werden kann.

15
Grundriss 1. Obergeschoss
Fassadenanschnitt Fassadenansicht
Ansicht Nord
Ansicht Süd

16 BeurteilungdesPreisgerichts
Das Sockelgeschoss ist funktional aufgebaut und bietet
durchdieaußenliegendeErschließungeinMaximuman
Nutzfläche. Im 1. OG kann die Entscheidung zurAnord-
nung der Technikräume direkt vor der Terrasse nicht
nachvollzogen werden. Die Flure auf den Regelge-
schossen bieten kein Raumerlebnis. Das weitestge-
hende Fehlen eines Untergeschosses sowie die relativ
niedrigeBGFsindvordemHintergrundeinerwirtschaft-
lichen Realisierung positiv zu bewerten.
Zwar überzeugt die Konzeptidee, die Bepflanzung in
den Mittelpunkt des Entwurfs zu rücken, Fragen zur
Instandhaltung und zur allgemeinen Funktionalität
bleiben aber bestehen und können nicht geklärt
werden. Die Umsetzbarkeit der Grünfassade wird
kontrovers diskutiert. Die Funktionalität der Pflanztröge
wird beispielsweise hinsichtlich der Bewässerung
kritisch hinterfragt.
Die eigenständige, wiedererkennbare und zukunftsfä-
hige Architektur wird als geeignet für den Standort
Chorweiler betrachtet.
Die Darstellung der Pläne wird als unübersichtlich
bemängelt.
EngereWahl(1014)
Aretz DürrArchitekten, Köln
SvenAretz, Jakob Dürr, Ben Schumann, Luca Stein, Sofija Bozic
Modell
Ansicht Osten
Grundriss Regelgeschoss
Ansicht Süden mitAqualand

17
Perspektive
Grundriss Erdgeschoss

18 Instandhaltungs- und Pflegemöglichkeit der Grünfassade
Pflanztröge und Vegetation werden im Laufe des Lebens-
zyklus einer Vegetationspflege als auch Instandhaltung
bedürfen. Wie ist die Erreichbarkeit gewährleistet?
In diesem Zuge wird angezweifelt, dass das Substratvolu-
menindenPflanztrögenohnezusätzlicheBewässerungin
Hitzeperioden ausreicht. Ggf. sind hier zusätzliche Aussa-
gen der Verfasser nötig.
Sockelgeschoss:
Vertiefung EG – Grundriss:
Der Entwurfsverfasser sieht in dem ausladenden Sockel-
geschoss die maßgebenden öffentlich zugänglichen
Raumnutzungen vor. Der öffentliche Besucherverkehr für
Konferenz- und Restaurantbesucher wird über den ostsei-
tigen Eingang (Stirnseite) in die an Nord-/und Südseite
ausgedehnten Konferenz- und Gastronomiebereiche ge-
leitet. Dies führt zu langen Wegen und Fluren, deren
Raumqualität durch entsprechende Durchgangsbereiche
fraglich ist. Es ist zu prüfen, wie eine kompaktere und frei-
ere Grundrissorganisation Flure und Durchgangsbereiche
verbessern kann.
Dachgarten OG1:
PrüfungderNutzungsanordnung/PufferzoneDachgarten:
Der intensiv begrünte Dachgarten auf der Südseite bietet
durch die vorgelagerte Grünfassade Potenziale, die der-
zeit noch unzureichend genutzt werden. Öffentliche Zu-
gänglichkeit ist nur am Rand gegeben, die angrenzenden
Räume sind anonyme Neben- und Technikräume. Es wird
empfohlendieDefinition„Puffergeschoss“hinsichtlichNut-
zungsanordnung und Raumangebot zu prüfen, um das
Aufenthaltspotential des Dachgartens auszuschöpfen und
dabei auch mögliche Lärmbelastungen aus dem Verkehrs-
aufkommen zu bedenken.
EngereWahl(1014)
Aretz DürrArchitekten, Köln
SvenAretz, Jakob Dürr, Ben Schumann, Luca Stein, Sofija Bozic
EmpfehlungzurÜberarbeitung
Der Ansatz die Fassadenbegrünung zum Ausgangspunkt
des Gebäudekonzeptes zu machen überzeugt zunächst.
Innerhalb der Jury bestehen jedoch Bedenken hinsichtlich
der Umsetzbarkeit und dauerhaften Qualität der vorge-
schlagenen Grünfassade. Da für das architektonische Ge-
samtbild die Grünfassade von entscheidender Bedeutung
ist, wird eine Vertiefung und fachlich nachvollziehbare Er-
läuterung notwendig.
Gleichermaßen konnten Aussagen zur Qualität des kom-
pakten und funktional aufgebauten Baukörpers (Fassaden,
Materialien) in den vorliegenden Plänen nicht eindeutig be-
stimmt werden.
Daher empfiehlt die Jury eine Vertiefung folgender The-
men:
Fachliche Nachweise Grünfassade:
Darstellung und Erläuterung der Fassadenvegetation über
die Jahreszeiten und Himmelsrichtung.
Es bestehen Bedenken, ob die Grünfassade auch zur ve-
getativen Ruhephase (Herbst/Winter) eine ansprechende
Ästhetik(Fassade)alsauchRaumqualitätindenBereichen
des Dachgartens und Atrien und somit auch Nutzungen
(Hotelzimmer) entwickeln kann. Es wird eine fachliche und
gestalterische Ausarbeitung der Grünfassade hinsichtlich
des Vegetationskonzepts sowie Erscheinungsbilder über
die jahreszeitliche Entwicklung erwartet.
Der Entwurf differenziert die vorgeschlagene Fassadenbe-
grünung nicht hinsichtlich Ihrer Ausrichtung. Es bestehen
Bedenken, ob die Vegetation an der Nordfassade ausrei-
chende Wachstumsbedingungen hat. Hierzu wird eine
fachliche Erläuterung zur Versorgungssicherstellung er-
wartet und entsprechende Entwurfsüberarbeitung.
Wie wird die notwendige und qualitative Belichtung der
Räume sichergestellt?
Die hinter Grünfassade und Atrien liegenden Räume
benötigen sowohl funktional als auch qualitativ
Belichtungsmindestmengen. Welche Maßnahmen bzw.
Vegetationsdichte sehen die Entwurfsverfasser, um dies
über alle Jahreszeiten zu gewährleisten?
Grundriss 1. Obergeschoss

196-geschossiger Gebäuderiegel:
• Die kompakte Organisation des den Hotelzimmern die-
nenden Gebäuderiegels ist nachvollziehbar. Dennoch
werden die architektonischen Qualitäten hinsichtlich
Fassadenmaterial, Qualität der Erschließungsflure
(Breite, Belichtung/Ausblick, Materialität), nicht er-
kennbar. Hierzu werden weitergehende Aussagen er-
wartet.
• Die Fassadenabschlüsse der Gebäudestirnseiten sind
durch die Erschließungselemente (Treppenhäuser und
Aufzüge) dominiert, die einen Ausblick und Lichteinfall
verbauen. Es wird eine Prüfung der Auswirkung auf die
angrenzenden Räume und Qualitäten empfohlen und
eine verständliche und nachvollziehbare Darstellung
auch der beiden Stirnfassaden erwartet.
• Die Ausgestaltung der „Atrien“ zwischen Grünfassade
und Baukörper benötigen, in konstruktiver, tragwerks-
technischer und auch atmosphärischer Hinsicht eine
vertiefende Darstellung.
Lageplan Schnitt
Ansicht

20
EngereWahl(1011)
super future collective inArge mit Johannes KapplerArchitektur und Städtebau, Nürnberg
Ames Kader, Johannes Kappler
BeurteilungdesPreisgerichts
Die Schlichtheit und Einfachheit des Entwurfs entfaltet
zunächst einen klaren Kontrast zur Erlebnisarchitektur
des Aqualands. Die damit einhergehende Anmutung
des Hotels wird vor dem Hintergrund der negativen
Konnotation solcher Kubaturen im Stadtteil Chorweiler
von Teilen der Jury jedoch kritisch gesehen.
Der Entwurf erzeugt mit einfachen Mitteln, wie zum Bei-
spiel dem Atrium, gute Raumqualitäten. Die Zonierung
des EG und 1. OG wird positiv hervorgehoben. Durch
die Verortung des Konferenzbereichs und der Küche
auf unterschiedlichen Geschossen entstehen jedoch
lange Laufwege.
Durch die Ausnutzung der gesamten Länge des Bau-
feldsentstehteinsehrlangerBaukörper,dernahandas
Aqualand rückt und einen lediglich sehr schmalen Vor-
platz zwischen Hotel und Aqualand zur Folge hat. Der
fehlende Bezug der Eingangssituation sowie der Stirn-
seite des Hotels werden kritisch gesehen. Durch die
Fassadenrasterung und die „Schublade“, die durchaus
alsAlleinstellungsmerkmal gesehen wird, werdenAsso-
ziationenaneinKongresshotelgeweckt.DerForderung
nach einer Fassadenbegrünung wird nicht nachge-
kommen.
Modell
Ansicht Norden
Grundriss Regelgeschoss
Belichtungskonzept

21
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss 1. Obergeschoss

22 Außenraumbezüge
• Wenngleich die funktionale Qualität vom Grund-
satzherüberzeugt,wirdempfohlen,dieseimDetail
weiter zu profilieren. In diesem Zusammenhang
sollte geprüft werden, ob die Öffnung der Fassade
im Erdgeschossbereich mit der Freisitznutzung zur
Merianstraße hin, insbesondere aus Lärmschutz-
gründen, tragfähig ist.
• Die in derAuslobung formulierteAnforderung einer
Fassadenbegrünung ist zu thematisieren und Vor-
schläge hierfür zu unterbreiten.
Anmutung / Fassade
• Da die Anmutung des Gebäudes aufgrund der
schlichten Kubatur und der Rasterfassade als wie-
derkehrendes Motiv im Kontext der städtebauli-
chen Gestalt Köln-Chorweilers Widerspruch in der
Öffentlichkeit erwarten lässt (Monotonie, Häufung),
wird empfohlen, sich des gestalterischen Erschei-
nungsbildes im Sinne einer sich „zurückneh-
menden“Wirkungnochmalsanzunehmenundkon-
kret darzustellen, welche Materialität geplant ist.
Die optische Qualität der Fassade ist vor diesem
Hintergrund weiterzuentwickeln und deutlicher her-
auszuarbeiten.FürdieGiebelseiten,derenDarstel-
lungen sich in Grund- und Aufriss unterscheiden,
werden ehrliche und konzeptionell nachvollzieh-
bareAussagen erwartet.
Brandschutz / Technik
• EssindgrundsätzlicheAussagenzumBrandschutz
desAtriumbereiches zu treffen.
• Technische Dachaufbauten mitAusnahme von PV-
Anlagen sollen nicht vorgenommen werden. Das
bedeutet, dass ausreichend Technikflächen an an-
derer Stelle vorzusehen sind.
EngereWahl(1011)
super future collective inArge mit Johannes KapplerArchitektur und Städtebau, Nürnberg
Ames Kader, Johannes Kappler
EnpfehlungenzurÜberarbeitung
Die Jury hat den Eindruck, dass das Gebäude mit seiner
Nordseite zu nah an das Gebäude des Aqualandes heran-
rückt und es damit versäumt, eine städtebaulich deutlich
ausformulierte Vorfläche und Eingangsfläche vor dem Frei-
zeitbad und dem Hotel auszubilden. Innerhalb der Jury be-
stehen zudem Bedenken, ob die atmosphärische Qualität,
die in den Details erkennbar wird, sich bei der baulichen
Umsetzung auch einstellt. Hier fehlen eindeutigeAussagen
zu den Materialien der Fassaden. Zudem wird hinterfragt,
ob das eher an ein Tagungshotel erinnernde Gebäude
einenangemessenenBezugzudemOrtundderAufgaben-
stellung, ein Familienhotel für Badegäste zu sein, nach-
kommt, zumal in direkter Nachbarschaft der Freizeiteinrich-
tung Aqualand. Einige Jurymitglieder bemängeln au-
ßerdem die sehr schlichte Kubatur und Rasterfassade des
Gebäudes, die in Chorweiler eher negativ konnotiert ist.
Städtebauliche Setzung / Eingangsbereich
• DenEntwurfsverfassernwirdempfohlen,dieräumliche
Situation des gemeinsamen „Eingangsbereiches“
räumlich und funktional zu optimieren. Hierbei sollte
darauf hingewirkt werden, die Raumbildung insbeson-
dere mit Blick auf den gegenüberliegenden Zugang
zum Aqualand ablesbarer, großzügiger und im Sinne
eines Entrees mit entsprechender Aufenthaltsqualität
zu gestalten. In diesem Zusammenhang soll überprüft
werden, ob der Hotel-Baukörper an seiner Ostseite in
notwendigem Umfang eingekürzt und der Eingang ver-
legt werden könnte. Damit verbindet sich der An-
spruch, eine Win-Win-Situation für beide Baukörper
(Aqualand und Hotel)
• Im Zusammenhang mit dem vorgenannten Eingangs-
bereich wird empfohlen, seine räumlich-funktionale
Wirkung möglichst in den nördlich angrenzenden Frei-
raum fortzusetzen.

23
Lageplan Fassadenansicht
Landschaftsräumliche Setzung Landschaftsräumliche Setzung
Programmatische Schichtung
Skulpturale Gestalt

24 BeurteilungdesPreisgerichts
Die eigenwillige Gebäudekonfiguration (Y-Form) wird
aus der vorhandenen Situation abgeleitet und entwi-
ckelt. Sie lässt den vorhandenen Gehölzbestand weit-
gehend unangetastet und fokussiert die gemeinsame
Eingangssituation von Bestandsgebäude und Neubau
zunächst auf recht schlüssige Weise.
Insgesamt erscheint die Erschließung (Vorfahrt undAn-
lieferung) als nachvollziehbar und gut gelöst.
Es soll ein Gebäude mit "größtmöglicher Hüllfläche" ge-
schaffen werden, was angesichts der gewünschten
Nachhaltigkeitsaspekte auf wenig Verständnis stößt.
Die von den Verfassern beabsichtigte Konzeption "Ge-
bäude der kurzen Wege" wird begrüßt. Allerdings er-
zeugt die Grundrisskonfiguration wenig räumliche Qua-
litäten und bleibt im Ansatz stecken. Die Raumzonen
der öffentlichen Bereiche sind im Erdgeschoss richtig
verortet, die Trennung von Konferenzbereich und
Küche ist jedoch nicht optimal.
Die Erdgeschosszone sowie die (durch die Gebäude-
konfiguration entstehenden) differenzierten Außen-
räume werden positiv bewertet.
Die Fassade zeigt eine horizontale Schichtung und ist -
sachlichtrocken-vonhöchsterSchlichtheit.Eineexten-
sive Dachbegrünung ist angedeutet.
Die vorgeschlagene Hybridkonstruktion ist zeitgemäß.
2.Rundgang(1010)
Studio ELE, Köln
Kilian Eisgruber, Til Ewert, Michael Schürmann, Jonas Schäfer
Modell
Materialcollage
Wellbandprofil Photovoltaikmodul Sockelzone Betonfertigteil
Ansicht Norden
Grundriss Regelgeschoss

25
Perspektive
Grundriss Erdgeschoss

26
2.Rundgang(1010)
Studio ELE, Köln
Kilian Eisgruber, Til Ewert, Michael Schürmann, Jonas Schäfer
Lageplan
Ansicht Süd Ansicht WestAnsicht Ost

27
Grundriss Untergeschoss
Entwurfskonzept FassadenschnittSchematische Darstellung
Fassadenansicht

28 BeurteilungdesPreisgerichts
Die Gebäudekonfiguration eines L-förmigen Gebäudes
auf einem ausladenden Sockelgeschoss, vermag nicht
zu überzeugen. Dem Gebäude fehlt eine Identität und
es stellt keinen Bezug zum Freizeitbad her. Die Verlän-
gerung der Fassade ins Dachgeschoss mit raumweise
ausgebildeten Staffelgeschossen kann weder formal
noch in Hinblick auf Funktionalität oder Wirtschaftlich-
keit überzeugen.Auf dem Sockel- sowie Dachgeschoss
entstehen zahlreiche Restflächen.
Die Verkleidung der Giebelflächen mit Photovoltaikele-
mentenwirdgestalterischhinterfragt.DieAnmutungder
Fassaden vermag nicht zu überzeugen. Die Funktiona-
litätundDarstellungderHolzschalungderFassadewird
hinterfragt.
Insgesamt stellt die Arbeit keinen Beitrag für einen
nachhaltigen Hotelneubau in engem räumlichem Bezug
zumAqualand dar.
2.Rundgang(1013)
pdb architekten, Ruhstorf an der Rott
Peter D. Bergler
Modell
Ansicht Südost
Grundriss Regelgeschoss
Skizze

29
Perspektive
Grundriss Erdgeschoss

30
2.Rundgang(1013)
pdb architekten, Ruhstorf an der Rott
Peter D. Bergler
Lageplan
Ansicht Nordwest Ansicht Nordost Ansicht Südwest
CC
B
A
A
B
SERVICE-OFFICE BANKETT
FOYER BANKETT / VERANSTALTUNG
BANKETT / VERANSTALTUNG 02
BANKETT / VERANSTALTUNG 01
18 m²
18 m²
BUFFET
12 m²
74 m²GEPÄCKLAGER
112 m²
LEERGUT
MÜLL
117 m²
12 m²
SERVER
4.2 m²
ANLIEFERUNG / VERTEILUNG
PERSONALEINGANG
PERSONALAUFENTHALT
NEBENRAUM RESTAURANT
VERWALTUNG
RESTAURANT
TERRASSE
KÜCHE
LOBBY / REZEPTION / BAR
SERVICE-OFFICE BAR
124 m²
376 m²
238 m²
45 m²
25 m²
185 m²
74 m²
52 m²
14 m²
62 m²
BACKOFFICE
21 m²
PV
PV
PV
PV
UG
EG
1.OG
2.OG
3.OG
4.OG
5.OG
6.OG
DG
-3.50
+0.00
+4.92
+7.75
+10.58
+13.41
+16.24
+19.07
+21.82
+24.57
±0.00
+4.77 EXTENSIVE BEGRÜNUNG
TERRASSE
UG
EG
1.OG
2.OG
3.OG
4.OG
5.OG
6.OG
DG
-3.50
+0.00
+4.92
+7.75
+10.58
+13.41
+16.24
+19.07
+21.82
+24.65
±0.00
+24.65
+4.21
EXTENSIVE BEGRÜNUNG
UG
EG
1.OG
2.OG
3.OG
4.OG
5.OG
6.OG
DG
-3.50
±0.00
+4.92
+7.75
+10.58
+13.41
+16.24
+19.07
+22.00
+24.65
EXTENSIVE BEGRÜNUNGINTENSIVE BEGRÜNUNGTERRASSE
VORFAHRT
+4.77+4.77
+4.92
+4.92
+22.00
+22.00
+21.85
+21.85
I
I
MÜLL
MERIANSTRASSE
ZUFAHRT
GARTENTERRASSE
VII
VIII
VII
VIII
VII
Kurve
r außen =10,5m
Aufstellfläche
5 x 11 m
Kurve
r außen =10,5m
Aufstellfläche
5 x 11 m
Aufstellfläche
5 x 11 m
0,4 H= 10.00
0,4 H= 8.80
0,4 H= 8.80
0,4 H= 8.80
0,4 H= 10.00
H= 3.00
H= 3.00
H= 3.00
H= 3.00
H= 3.00
H= 3.00
H= 3.00
+24.66
+24.66
+24.66
+24.66
AN
LIEF
ERUNG
SÜDEN OSTEN LAGEPLAN 1_500
ANSICHT NORDOST 1_200
ANSICHT SÜDOST 1_200
ANSICHT SÜDOST 1_200
ANSICHT NORDWEST 1_200
GRUNDRISS ERDGESCHOSS 1_200
SCHNITT A-A 1_200SCHNITT B-B 1_200
Photovoltaikanlage an den Wänden
mit individueller Farbgebung.
Fensterverglasung mit transparenten
PV Modulen auf den Sonnenseiten. 
Glasbrüstung im Dachgeschoss und
PV Pultdächermit transluzenten PV
Elementen.
SCHNITT C-C 1_200
HOTELNEUBAU AM AQUALAND IN KÖLN-CHORWEILER
1/2
270420
Das Gebäude gliedert sich in zwei Baukörper,
die von einer vertikalen Erschließungsachse
erschlossen werden. 
Die öffentlichen Bereiche und die Funktionsflächen
werden in einem Sockelgeschoss angeordnet,
welches voll unterkellert wird.
Zur Aktivierung der Dachfläche werden 7 Module
aus dem 6. Obergeschoss mit Modulen auf der
Dachfläche, als Maisonette-Apartments mit
Terrasse, verbunden.
Geschlossene Wandflächen an den Stirnseiten
der Baukörper erhalten eine Photovoltaikanlage
oder werden begrünt.

31
SchnittA Schnitt B Schnitt C
Grundriss 1. Obergeschoss
Grundriss Dachgeschoss Fassade

32 BeurteilungdesPreisgerichts
Die grundsätzliche Setzung des Gebäudes wird nach-
vollzogen. Die starke Betonung der Eingangssituation
durch dasAusstanzen der Ecken erscheint jedoch frag-
würdig. Das Hotel wird in seinerAnmutung als unspezi-
fisch kritisiert und entwickelt keinen besonderen Bezug
zum Standort oder dem Bestandsgebäude des Aqua-
lands. Die Gebäudenutzung als Hotel erschließt sich
beimAnblick der Fassade nicht direkt.
Die Idee, die Fassadenbegrünung als wesentlich glie-
derndes Element des Gebäudes einzusetzen, wird
positiv gesehen. Die Funktionalität der Fassadenbegrü-
nung wird jedoch aufgrund der sich stets verjüngenden
Pflanzflächen kritisch hinterfragt.
Auch wenn ein Atrium grundsätzlich zu einer ange-
nehmen Raumatmosphäre beitragen kann, bleibt der
Charakter des Atriums im vorliegenden Fall unklar
(öffentlich oder halb öffentlich?). Die aus Brandschutz-
gründen notwendige Sprinkleranlage wird in diesem
Bereich als nicht wirtschaftlich eingeschätzt.
Die Mitarbeiterräume im EG befinden sich in einer städ-
tebaulich wichtigen Lage und liegen damit ungünstig.
Die räumliche Wirkung der Treppen im Luftgeschoss
über dem EG wird kritisiert.
Durch die Gebäudeform kann der zu schützende
Gehölzbestand weitestgehend erhalten werden.
Ansonsten entsteht durch die Gebäudekonfiguration
kein Mehrwert für die Freiraumqualitäten.
2.Rundgang (1015)
Andreas HellerArchitects & Designers, Hamburg
Andreas Heller
Modell
Ansicht Norden
Grundriss Regelgeschoss
Begrünungskonzept und Funktionsverteilung

33
Perspektive
Grundriss Erdgeschoss

HOTELNEUBAU AM AQUALAND IN KÖLN-CHORWEILER 807069
BEGRÜNUNGSKONZEPT
ANSICHT OST
1:200
ANSICHT SÜD  
1:200
LAGEPLAN   1:500
ANSICHT NORD  
1:200
F ASSADENSCHNITT  
1:50
Aqualand: Rund und Wasser - Das Hotel: Dreieckig und Pflanzen.
Das Ensemble eines Hotelneubaus im Zusammenspiel mit dem bestehenden Aqualand Freizeitbad stellen die 
Verfasser in einen lebendigen und doch schlüssigen Kontrast. Die starke Eingangsgeste des Neubaus ist so-
wohl ein Orientierungspunkt auf dem Weg in Richtung Ortseingang Köln-Chorweiler – gewisser-maßen eine 
Landmarke –, und komplettiert und betont auch die Geste der Haupterschließungsseite zusammen mit dem 
Treppenaufgang zum Aqualand den Vorplatz für beide Einrichtungen. 
Die Architektur des Aqualand Freizeitbads mit ihrer Komposition aus runden Geometrien, farbenfrohen Ge -
bäudehüllen und den auslandenden Gebäudeteilen stellt eine markante, Freitzeitpark-ähnliche Erscheinung 
dar. Die Leitidee für den Hotelneubau an der Merianstraße stellt nun der szenografischen Bäderarchitektur 
einen klaren, lichten Neubau mit seiner nachhaltigen Kernaussage – symbolisiert durch die Begrünung der 
Eingangsfassade – entgegen.
Architektur
Die Architektur des Hotelneubaus beruht einerseits auf einer hohen Effizienz der Architektursprache und an-
dererseits mit einer dem Hotelalltag dienenden Grundrissaufteilung. Die horizontale Gliederung der Fassade 
und die leicht vom Eingangsbauteil sich verschlankende Geschossplatten-Lisenen nehmen in dem vorderen 
Bereich zusätzlich Pflanzkästen auf. Die helle Farbe des Hotels mit seiner außergewöhnlich akzentuierten 
Begrünung setzt ein elegantes bauliches Zeichen für Köln-Chorweiler.
Durch die Anordnung von Foyer, Lobby, Café, Restaurant und Außenterrasse bietet sich ein hoher Erlebnis -
charakter für die Gäste. Die Seminar- und Veranstaltungsbereiche im ersten Obergeschoss sind klar abge -
trennt und werden über die Aufzüge und eine, Freitreppe erschlossen. Die Vorzonen und die obere Lobby zu 
den Seminarräumen bieten den T eilnehmenden Raum zur Muße, zum Austausch und zur Erholung. Die kleine 
Bar und die Außenterrasse vervollständigen das Angebot. Clou ist die Belichtung der Seminar-Lobby durch 
ein Oberlicht über dem offenen Lichthof. 
Im Innern des Hotels nehmen kleine grüne Oasen die Formensprache des Dreiecks und die Pflanzenwelt der 
weitläufigen, umgebenden Landschaft auf und wandeln diese zu Ruhezonen um.
Organisation
Die Organisation des Hotelneubaus ist ebenfalls klar in seiner horizontalen Ordnung ablesbar. Die repräsen -
tative Eingangsgeste führt im Erdgeschoss zur Rezeption, die sich im süd-westlichen Bereich, entlang der 
Merianstraße, in die notwendigen, funktionalen Bereiche der Verwaltung mit Büros, Lagern, Mitarbeiter-Be -
reichen, der Anlieferung sowie der Restaurant-Küche erstreckt. Im Nord-Osten befindet sich der großzügige 
Restaurant-Bereich, der den Hotel-, jedoch auch den Aqualand-Gästen dient. 
Ein zentraler Erschließungskern bietet eine Aufzugsgruppe mit kurzem Weg zu den Hotelzimmern in den 
Obergeschossen. Über eine offene Treppe im Foyer sind die Veranstaltungsbereiche im ersten Obergeschoss 
zu erreichen. Hier sind auch die Seminar- und Konferenzbereiche um ein zentrales Foyer angeordnet. Eine 
Garderobe, zahlreiche T oiletten, Austrittsmöglichkeiten auf den Balkon und die Anordnung der Bar gestalten 
dieses Geschoss als separat und unabhängig zu betreibende Funktions-einheit. Im zweiten bis fünften Ober -
geschoss sind insges. 133 Hotelzimmer um das Atrium angeordnet – jeweils in wirtschaftlich, wiederholender 
Ausstattung eines 4-Sterne Standards. Es gibt zwei Familienzimmer, auf jedem Geschoss gibt es ein barriere-
freies Zimmer und jeweils acht Zimmer können miteinander verbunden werden. Ein separater Service-Aufzug 
und Housekeeping-Bereiche sichern den Service auf jedem Geschoss. Hervorzuheben ist, dass die House -
keeping-Räume überall ausreichend dimensioniert sind. Alle Bereiche sind barrierefrei.
Erschließung und Anlieferung
Der imposante Haupteingang des Hotelneubaus liegt im Osten, dem Eingang des Aqualandes gegenüberge -
stellt. Eine gemeinsame Vorfahrt von Hotel und Freizeitbad dient der Drop-Off Zone, der T axivorfahrt sowie 
der Behindertenvorfahrt. Ein separater Mitarbeiterzugang entlang der südlichen Erdgeschosszone stellt einen 
reibungslosen Betrieb des Hotels sicher. Die Anlieferung des Hotels, sowie die Müllentsorgung befinden sich im 
südlichen, abgewandten T eil des Hotels, nahe der Zufahrt von der Merianstraße. Ausreichende Wendebereiche 
vermeiden Konflikte mit Wegebeziehungen der Aqualand-Gäste.
Konstruktion und Fassade 
Der Hotelneubau ist als Stahlbetonskelettbau in Hybridbauweise mit vorgefertigten Fassaden-Modulen und 
teilweise ausgemauerten Feldern konzipiert. So ist eine weitgehend ressourcenschonende Bauweise möglich. 
Das gleichmäßige Raster der Hotelzimmer ermöglicht es, eine möglichst große Stückzahl dieser Elemente vor-
zufertigen, was große Zeit- und Kostensicherheit in der Umsetzung verspricht. Die modulierten Fassadenele -
mente sind neben den bodentiefen Aluminium-Holzfenstern mit weißen Aluminium-Verbundplatten verkleidet. 
Alle Hotelzimmer sind mit innenliegendem, textilem Blend- und Sichtschutz ausgestattet. Die Lüftung und Be-
heizung der Zimmer erfolgt zum T eil durch die eine durch Fensterklappen realisierte Zuluft und wird durch Wär-
mepumpen in seiner energetisch optimalen Ausrichtung unterstützt. Die gebäudetechnischen Anlagen werden 
unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit geplant und optimiert ausgelegt. Auf dem begrün-
ten Dach unterstützen nachhaltige Ansätze wie integrierte Photovoltaik-Anlagen den wirtschaftlichen Rahmen. 
Freiraumkonzept 
Das Freiraumkonzept umfasst drei Bereiche jeweils mit einer robusten und pflegeleichten Außenraumgestal -
tung.
1) Der gemeinsame V orplatz des Ensembles wird vom Aqualand Freizeitbad und dem Hotel  flankiert. Der 
Auftakt für das „doppelte Vergnügen“ aus Hotelaufenthalt und Bäderlandschaft.
2) Die mark ante begrünte Eingangsgeste des Neubaus sowie die umlaufende, horizontale Fassadenbegrü-
nung betonen die Dynamik zwischen den beiden Gebäuden und den markanten Standort an der Merianstraße.
3) Der Baumbestand im Norden wird v ollständig erhalten und bildet eine harmonische Verknüpfung zum 
weitläufigen Gelände. 
GEGENSÄ TZLICHE + ERGÄNZENDE FORMSPRACHE FUNKTIONSVERTEILUNG
Anlieferung
Vorfahrt
Zugang Mitarbeiter
Haupteingang
Eingang Aqualand
Stellplätze 
Hotelgäste/Mitarbeiter
Ⅵ
Merianstraße
Ⅰ
Ⅲ
Aqualand Freizeitbad
Stellplätze Freizeitbad
+ 20,80m
+ 1,80m
± 0,000m
E-Ladestation
Zufahrt 
T errasse
34
2.Rundgang (1015)
Andreas HellerArchitects & Designers, Hamburg
Andreas Heller
Lageplan
Ansicht Süd

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Fassadenschnitt Fassadenansicht
Grundriss 1. Obergeschoss
SchnittAA
Grundriss Untergeschoss

36

37
Preisgerichtssitzungam21.Juni2022
1. Preis
2. Preis
3. Preis

38 BeurteilungdesPreisgerichts
Am Standort neben demAqualand ist die Urlaubsarchi-
tektur, die insbesondere durch die Freisitze und die
runden Strukturen erzeugt wird, angemessen. Durch
die überarbeitete und nun konsequentere Fügung zwi-
schen Sockelgeschoss und Obergeschossen wird der
gesamte Entwurf geerdet. Die natürliche Belichtung der
Zimmerflure sowie der atmosphärische Patio tragen zur
hohen Raumqualität bei.
Die Strukturierung des Erdgeschosses im Allgemeinen
und der Eingangszone im Speziellen finden Anklang.
Die Eingangssituation könnte jedoch noch weiter aus-
formuliert werden.
Die städtebauliche Gestalt des Hotels nimmt sich ange-
nehm zurück und wirkt dennoch kraftvoll. Die Außen-
raumgestaltung und der Zwischenraum zwischen Hotel
und Freizeitbad sind dem Standort angemessen und
vermögen uneingeschränkt zu überzeugen.
Der Entwurf versiegelt zwar erhebliche Teile des Bau-
felds, dieses Problem wird vonseiten der städtischen
Vertreter allerdings als lösbar eingeschätzt. Im Rahmen
der Planung derAußenanlagen sollte eine Minimierung
der Versiegelung angestrebt werden.
DiePlausibilisierungderModulbauweisekannnachvoll-
zogen werden. Die Fassadenbegrünung in Form der
bodengebundenRankkletterpflanzenistplausibel,funk-
tional und gut umsetzbar. Die Atmosphäre, Optik und
Materialität des Entwurfs tragen zur qualitätvollen An-
mutungdesHotelsbeiunderzeugendasgeeigneteBild
eines Urlaubshotels.
Die Höhe und Geschossigkeit des Hotels wird als ange-
messen beurteilt. Insgesamt hat sich der Entwurf im
Rahmen der Überarbeitung stark verbessert.
1.Preis(1012)
Schultearchitekten, Köln
Marie-Sophie Schulte, Wilhelm Schulte, Jessica Smidt, Vladimir Bludov, Thomas Schäfer, Helena Schulte, Christoph Nagel
Skizze Hotelfoyer und Patio
Schnitt Norden
Grundriss Regelgeschoss
Skizze Hotelgastronomie

39
Fassadenansicht
Grundriss EG
Perspektive

40
1.Preis(1012)
Schultearchitekten, Köln
Marie-Sophie Schulte, Wilhelm Schulte, Jessica Smidt, Vladimir Bludov, Thomas Schäfer, Helena Schulte, Christoph Nagel
Lageplan
Ansicht Süden

41
Fassadenschnitt Grundriss Staffelgeschoss
Schnitt

42 BeurteilungdesPreisgerichts
Der Ansatz die Fassadenbegrünung zum Ausgangs-
punkt des Gebäudekonzeptes zu machen wird in der
Jury kontrovers diskutiert. Der starke Konzeptansatz
hängt wesentlich davon ab, ob dem durch die diagonal
vorgesetzte Begrünung entstehenden Zwischenraum
echte Raumqualitäten zugesprochen werden können.
Hierzu gibt es in der Jury unterschiedliche Einschät-
zungen. Die Raumqualität der Dachterrassen wird vor
dem Hintergrund der das Raumbild prägenden und
deutlich sichtbaren Pflanzkübel hinterfragt. Die Funktio-
nalität der Bewässerung in sommerlichen Hitzeperi-
oden sowie der hohe Pflege- und Instandhaltungsbe-
darf der Bepflanzung werden weiterhin kritisch ge-
sehen. Die Attraktivität des Blickes aus den Hotelzim-
mern in die Grünfassade wird innerhalb der Jury kontro-
vers diskutiert.
Die Überarbeitung des Grundrisses des 1. OG (Veror-
tung der Bar an zentraler Stelle, Verlagerung der
Technik- und Lagerräume in das UG) überzeugt. Die
beidseitige Öffnung der Dachgärten trägt zur Aufent-
haltsqualität bei. Die Rezeption im 1. OG erscheint zu-
nächst ungewohnt, wird aber doch als funktional beur-
teilt.
Die Qualitäten der Rücksprünge im EG bleiben unklar.
Ansonsten kann der – im Vergleich zur ursprünglichen
Abgabe – nun durchlässigere Grundriss im EG über-
zeugen.
Die aufwändige Konstruktion der Grünfassade wird als
wenig wirtschaftlich eingeschätzt, da insgesamt zwei
Fassaden errichtet werden müssen. Die Robustheit der
eingesetzten Materialien bei der Konstruktion der Grün-
fassade wird als dem Standort nicht angemessen emp-
funden. Die Höhenentwicklung des Hotels mitsamt den
Aufbauten wird, insbesondere im Vergleich mit den an-
derenArbeiten, kritisch gesehen.
Der Mut, die Konsequenz und die Innovationskraft des
Entwurfs werden gewürdigt. Angesichts der privaten
Bauherrenschaft, der nach wie vor im Raum stehenden
Frage nach der (wirtschaftlichen) Umsetzbarkeit sowie
fehlende Referenzen ähnlicher Pilotprojekte kann der
zukunftsfähige Entwurf die Jury jedoch nicht vollends
überzeugen.
2.Preis (1014)
Aretz DürrArchitekten, Köln
SvenAretz, Jakob Dürr, Ben Schumann, Luca Stein, Sofija Bozic
Ansicht Osten
Grundriss Regelgeschoss
Ansicht Süden mitAqualand
Statisches System

43
Perspektive
Grundriss Erdgeschoss
Fassade

44
2.Preis (1014)
Aretz DürrArchitekten, Köln
SvenAretz, Jakob Dürr, Ben Schumann, Luca Stein, Sofija Bozic
Lageplan
Blick aus Hotelzimmer Struktur Grünfassade Ansicht Nord-Ost

45
Grundriss Erdgeschoss
Bepflanzung Jahreszeiten Piktogramme Pflanzschema

46 BeurteilungdesPreisgerichts
Die Schlichtheit und Einfachheit des Entwurfs entfaltet
zunächst einen klaren Kontrast zur Erlebnisarchitektur
des Aqualands. Die damit einhergehende Anmutung
des Hotels wird vor dem Hintergrund der negativen
Konnotation solcher Kubaturen im Stadtteil Chorweiler
von Teilen der Jury jedoch kritisch gesehen. Durch die
Fassadenrasterung werden Assoziationen an ein Kon-
gresshotel geweckt. Die Jury hinterfragt, ob diese Hal-
tung die richtigeAntwort auf dieAufgabenstellung ist.
Der Raum zwischen Hotel undAqualand gewinnt durch
die Einkürzung des Baukörpers zwar an Qualität, insge-
samt reagiert die Architektur des Hotelneubaus aller-
dings weiterhin zu wenig auf das Freizeitbad. Auch die
Verlegung des Haupteingangs an die nordöstliche Fas-
sade kann städtebaulich nicht überzeugen.
Der Entwurf erzeugt mit einfachen Mitteln, wie zum Bei-
spiel dem Atrium, gute Raumqualitäten. Die Zonierung
des EG und 1. OG wird positiv hervorgehoben. Durch
die Verortung des Konferenzbereichs und der Küche
auf unterschiedlichen Geschossen entstehen jedoch
lange Laufwege.
Der im Rahmen der Überarbeitung hinzugefügte Bau-
körper steht der ursprünglichen Stringenz des Entwurfs
entgegenundwirktwieeinnachträglicherAnbau.Durch
den Wegfall der „Schublade“ bzw. des Freisitzes verliert
das Hotel gegenüber dem Ursprungsentwurf ein we-
sentlichesAlleinstellungsmerkmal.
Die Betonung der Bel Etage mit einer Fassadenbegrü-
nung vor dem Konferenzgeschoss wird hinterfragt, ist
nicht funktional und besitzt keine ausreichende Sub-
strathöhe für die dargestellte Bepflanzung bzw. Begrü-
nungsintensität.
Die Materialität der Fassade (Holz) ist nicht ablesbar.
Insbesondere die Giebelfassaden lassen in diesem Zu-
sammenhang Qualität vermissen. Insgesamt wurden
die Überarbeitungsempfehlungen nicht ausreichend
umgesetzt, so dass sich der Entwurf im Rahmen der
Überarbeitung nur unwesentlich verbessert hat.
3.Preis(1011)
super future collective inArge mit Johannes KapplerArchitektur und Städtebau, Nürnberg
Ames Kader, Johannes Kappler
Ansicht Norden
Grundriss Regelgeschoss
Schnitt
Belichtungskonzept
Gebäudetypologische Organisation

47
Perspektive
Grundriss Erdgeschoss
Fassadenansicht

48
3.Preis(1011)
super future collective inArge mit Johannes KapplerArchitektur und Städtebau, Nürnberg
Ames Kader, Johannes Kappler
Lageplan
SchnittA Schnitt B

49
Schnitt Foyer/Konferenz/Zimmer Ansicht Süden
Grundriss Erdgeschoss
Ansicht Westen
Ansicht Osten

50

51

Anlage_2_Zweiter_Preis

316 Zeichen

Anlage 2
2. Preis 
Aretz Dürr Architekten, Köln 
Realisierungswettbewerbs nach RPW 2013  
„Hotelneubau am Freizeitbad Aqualand in Köln-Chorweiler“
Ausloberin: AQUALAND Freizeitbad am Fühlinger See GmbH & Co. KG
Dezernat für Planen und Bauen
© AQUALAND Freizeitbad am Fühlinger See GmbH & Co. / Aretz Dürr Architekten

Beratungsverlauf (2)

01.12.2022 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 18.12 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
06.12.2022 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 10.2.7 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3957/2022
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
28.11.2022
Erstellt
21.11.2022 09:33