AN/0987/2018
Gefahrenbewertung zum Neubauprojekt am Clarenbachplatz in Köln-Braunsfeld
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Anfrage von Herr Kremers/FWK
3478 Zeichen
in der Bezirksvertretung
Köln-Lindenthal
Frau Bezirksbürgermeisterin
Helga Blömer-Frerker
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Rolf Kremers
c/o Bezirksrathaus, Aachener Str.220,
50931 Köln
Tel.:0221/437087
Mobil: 0151/17536705
Mail: RolfKremers@netcologne.de
Köln, den 15.6..2018
Zur Sitzung der Bezirksvertretung Lindenthal 2.7.2018
Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
folgende Anfrage bitte ich auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirks-
vertretung Lindenthal zu setzen:
Gefahrenbewertung zum Neubauprojekt am Clarenbachplatz in Köln-
Braunsfeld
Im August 2017 wurde von der Stadt Köln die Baugenehmigung für das Neubaupro-
jekt „Clarenbachplatz“ erteilt. Vorangegangen war ein mehrjähriges Verfahren unter
Beteiligung interessierter Bürger. Allerdings wurden dabei wichtige Aspekte ausge-
klammert, etwa die Frage, wie gefährlich die Fracht der Güterzüge ist, die künftig
durch die neuen Häuser fahren sollen. Weges des Bauprojekts am Clarenbachplatz
herrscht bei vielen Anwohnern große Besorgnis, weil feuergefährliche Gefahrengüter
zukünftig in einem 160 Meter langen, halboffenen Tunnel mitten durch mehrere
Wohngebäude und einen Gewerbekomplex rollen. Bei einem Störfall. - etwa bei Ent-
gleisung eines Zuges oder Schäden an den randvoll mit hochentzündlicher Wirbel-
schichtbraunkohle gefüllten Silotanks - könnte es zur Katastrophe kommen.
Entsprechende Gefahrengutachten sind der Öffentlichkeit und den politischen Gre-
mien nicht bekannt. Auch bleibt die Frage offen, ob neben den vom Bauträger selbst
bezahlten Sachverständigen auch unabhängige Gutachter gehört wurden. Auch die
Bezirksregierung Köln meldete inzwischen weiteren Klärungsbedarf an. Derzeit sol-
len dort noch Fragen zum Brandschutz sowie zu Auswirkungen auf Schall und Emis-
sionen geprüft werden.
Der Kölner Fachjournalist Uwe Herzog ist diesen Fragen ebenfalls nachgegangen
und kommt zu dem Schluss, dass der künftige Brandschutz im Falle eines Unfalls mit
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Gefahrgütern im Wohngebiet am Clarenbachplatz bei derzeitiger Planung an dieser
Stelle nicht mehr gewährleistet wäre. Es geht im Kern um die Frage, ob hier Neubau-
ten eine ohnehin vorhandene potenzielle Gefahrensituation in unzulässigerweise
verschärfen. Die Feuerwehr könnte nämlich nach der derzeitigen Planung bei einer
Leckage eines der Kesselwaggons – anders als bisher – nicht mehr ungehindert an
den Brandherd gelangen. Sie müsste sich mühsam vom Tunnelende an der Aache-
ner Straße an einen möglichen Brandherd heranarbeiten, der sich innerhalb des
Tunnels befindet. Bis dieser schließlich erreicht und bekämpft werden kann, könnten
der Zug oder Teile davon bereits detoniert und in Flammen aufgegangen sein.
Vor diesem Hintergrund bitten die Freien Wähler um Beantwortung folgender Fragen:
1. Liegen der Verwaltung aktuelle Gefahrengutachten zum Brandschutz für das
Neubaugebiet vor, wenn nicht, wird die Verwaltung ein entsprechendes Gut-
achten erstellen lassen?
2. Wird die Verwaltung nunmehr eine umfassende Neubewertung der möglichen
Gefahrensituation, insbesondere des Brandschutzes, vornehmen? Wenn ja,
mit welchen Konsequenzen und Ergebnissen?
3. Hält die Verwaltung aufgrund der Gefahrensituation Planungskorrekturen für
das Neubauprojekt für notwendig?
Mit freundlichen Grüßen
gez. Rolf Kremers/FWK
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0987/2018
- Typ
- Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
- Datum
- 15.06.2018
- Erstellt
- 15.06.2018 11:43