Gefahrenbewertung zum Neubauprojekt am Clarenbachplatz in Köln-Braunsfeld
Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates AN/0987/2018 vom 15.06.2018
Stand: Am 10.12.2018 in der Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen mit erneuter Wiedervorlage.
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Anfrage von Herr Kremers/FWK
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in der Bezirksvertretung Köln-Lindenthal Frau Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Rolf Kremers c/o Bezirksrathaus, Aachener Str.220, 50931 Köln Tel.:0221/437087 Mobil: 0151/17536705 Mail: RolfKremers@netcologne.de Köln, den 15.6..2018 Zur Sitzung der Bezirksvertretung Lindenthal 2.7.2018 Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, folgende Anfrage bitte ich auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirks- vertretung Lindenthal zu setzen: Gefahrenbewertung zum Neubauprojekt am Clarenbachplatz in Köln- Braunsfeld Im August 2017 wurde von der Stadt Köln die Baugenehmigung für das Neubaupro- jekt „Clarenbachplatz“ erteilt. Vorangegangen war ein mehrjähriges Verfahren unter Beteiligung interessierter Bürger. Allerdings wurden dabei wichtige Aspekte ausge- klammert, etwa die Frage, wie gefährlich die Fracht der Güterzüge ist, die künftig durch die neuen Häuser fahren sollen. Weges des Bauprojekts am Clarenbachplatz herrscht bei vielen Anwohnern große Besorgnis, weil feuergefährliche Gefahrengüter zukünftig in einem 160 Meter langen, halboffenen Tunnel mitten durch mehrere Wohngebäude und einen Gewerbekomplex rollen. Bei einem Störfall. - etwa bei Ent- gleisung eines Zuges oder Schäden an den randvoll mit hochentzündlicher Wirbel- schichtbraunkohle gefüllten Silotanks - könnte es zur Katastrophe kommen. Entsprechende Gefahrengutachten sind der Öffentlichkeit und den politischen Gre- mien nicht bekannt. Auch bleibt die Frage offen, ob neben den vom Bauträger selbst bezahlten Sachverständigen auch unabhängige Gutachter gehört wurden. Auch die Bezirksregierung Köln meldete inzwischen weiteren Klärungsbedarf an. Derzeit sol- len dort noch Fragen zum Brandschutz sowie zu Auswirkungen auf Schall und Emis- sionen geprüft werden. Der Kölner Fachjournalist Uwe Herzog ist diesen Fragen ebenfalls nachgegangen und kommt zu dem Schluss, dass der künftige Brandschutz im Falle eines Unfalls mit - 2 - Gefahrgütern im Wohngebiet am Clarenbachplatz bei derzeitiger Planung an dieser Stelle nicht mehr gewährleistet wäre. Es geht im Kern um die Frage, ob hier Neubau- ten eine ohnehin vorhandene potenzielle Gefahrensituation in unzulässigerweise verschärfen. Die Feuerwehr könnte nämlich nach der derzeitigen Planung bei einer Leckage eines der Kesselwaggons – anders als bisher – nicht mehr ungehindert an den Brandherd gelangen. Sie müsste sich mühsam vom Tunnelende an der Aache- ner Straße an einen möglichen Brandherd heranarbeiten, der sich innerhalb des Tunnels befindet. Bis dieser schließlich erreicht und bekämpft werden kann, könnten der Zug oder Teile davon bereits detoniert und in Flammen aufgegangen sein. Vor diesem Hintergrund bitten die Freien Wähler um Beantwortung folgender Fragen: 1. Liegen der Verwaltung aktuelle Gefahrengutachten zum Brandschutz für das Neubaugebiet vor, wenn nicht, wird die Verwaltung ein entsprechendes Gut- achten erstellen lassen? 2. Wird die Verwaltung nunmehr eine umfassende Neubewertung der möglichen Gefahrensituation, insbesondere des Brandschutzes, vornehmen? Wenn ja, mit welchen Konsequenzen und Ergebnissen? 3. Hält die Verwaltung aufgrund der Gefahrensituation Planungskorrekturen für das Neubauprojekt für notwendig? Mit freundlichen Grüßen gez. Rolf Kremers/FWK
Beratungsverlauf
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10.12.2018 zuletzt
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 7.3.33, Antrag / Anfrage. Ergebnis: Kenntnis genommen mit erneuter Wiedervorlage
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