4087/2022
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates, AN/1987/2022
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
4256 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VIII/57/574 Vorlagen-Nummer 11.01.2023 4087/2022 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 13.02.2023 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates, AN/1987/2022 Beantwortung der Anfrage der Fraktion DIE LINKE Gesundheitliche Vorsorge behinderter Menschen in städtischen Einrichtungen und anderer behinderte Einwohner*innen Kölns im Rahmen der Auswirkungen des Klimawandels Die Verwaltung beantwortet die Fragen der Fraktion DIE LINKE wie folgt: 1. Welche Maßnahmen der gesundheitlichen Vorsorge stehen behinderten Menschen in städti- schen Einrichtungen zur Verfügung, und welche Möglichkeiten bieten sich behinderten Einwoh- ner*innen in Köln allgemein? In den Einrichtungen der Eingliederungshilfe werden im Rahmen der pädagogischen Begleitung durch die Mitarbeitenden Maßnahmen zur Hitzereduzierung durchgeführt. Dazu gehören frühes Lüften, Verschatten, erhöhtes Angebot von Getränken etc.. Notwendige Maßnahmen und Verhal- tensmaßgaben werden konzeptionell festgeschrieben. Im Rahmen der Regelprüfungen wird sei- tens der WTG-Behörde die Umsetzung dieser Maßnahmen kontrolliert. Im Projekt „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“ wurden verschiedene Kommunikationswege zur Sensibilisierung bei Hitzeereignissen entwickelt. Diese stehen auch Menschen mit Behinderung offen. Beispielsweise die Hitzewarnung auf der KVB- Laufbandan- zeige, der Hitzeknigge sowie die Internetseite „Hitze-Portal Köln“. 2. Ältere Menschen haben die Möglichkeit in den Seniorenzentren der verschiedenen Stadtteile und Bezirke Rat und Hilfestellung zu suchen. Welche Möglichkeit bietet sich den behinderten Men- schen? Grundsätzlich könnten Beratungen über die KokoBes (Kontakt- und Koordinierungsstellen für Menschen mit Behinderung) erfolgen. Ansonsten steht das Zentrale Beratungstelefon der Stadt Köln als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Dort wird der unter Punkt 3 benannte „Hitzeknigge“ auch beworben. 3. Der Hitzeknigge ist eine Broschüre, die Tipps und Ratschläge zur Thematik gibt. Sie ist nicht in leichter Sprache verfasst und somit nicht für alle Menschen gleich gut verständlich. Des Weiteren sind behinderte Menschen als Zielgruppe nicht aufgeführt. Was ist der Grund dafür? 2 Der Hitzeknigge wurde vom Umweltbundesamt (UBA) konzipiert und steht Kommunen zur Nut- zung zur Verfügung. Die Stadt Köln hat im Rahmen des Projektes „Hitzeaktionsplan für Men- schen im Alter für die Stadt Köln“ die Broschüre erweitert und auf lokale Bedürfnisse angepasst. Ziel des Projektes war die Sensibilisierung von Menschen 65+. Die Inhalte vom Umweltbundes- amt wurden zunächst 1:1 übernommen. Perspektivisch sind die Verstetigung der Projektergeb- nisse und eine Ausweitung auf weitere vulnerable Gruppen geplant. Sinnvoll ist dann auch eine Neuerstellung der Broschüre in leichter Sprache. Auch das UBA sieht hier Anpassungsbedarf und das Thema „leichte Sprache“ soll in der nächsten Fortschreibung berücksichtigt werden. 4. Welche Erkenntnisse sind aus dem dreijährigen Projekt „Hitzeaktionsplan“ gewonnen worden? Das 3,5-jährige Projekt hat die Grundlage für einen städtischen Hitzeaktionsplan mit dem Fokus für Menschen 65 + gelegt. Erste Maßnahmensteckbriefe wurden entwickelt, Multiplikator*innen identifiziert und ein Hitzeeinsatzplan liegt im Entwurf vor. Ziel ist es die Arbeit zu verstetigen, wei- tere Maßnahmen umzusetzen und auf andere Zielgruppen zu erweitern. Der Endbericht steht auf der städtischen Internetseite zur Verfügung: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/klima-umwelt-tiere/klima/hitzeportal- koeln/projektendbericht-hitzeaktionsplan-koeln 5. Wie bringt sich die Rheinenergie in die Maßnahmen ein, und ist dabei geplant, weitere Trinkwas- serbrunnen in Köln zu installieren? Die RheinEnergie AG war einer der Projektpartner zur Entwicklung des Hitzeaktionsplans. Das Thema „trinken“ ist bei Hitze zentral und die RheinEnergie hat zum Thema Trinkwasser die Fa- chexpertise eingebracht. Nach hiesigem Kenntnisstand ist geplant die Anzahl der Trinkbrunnen auszuweiten. Es findet derzeit eine Evaluation und Standortsuche statt. gez. Wolfgramm
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4087/2022
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 11.01.2023
- Erstellt
- 28.11.2022 11:46