Mandari Insight

1105/2018

Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII; hier: "Sommerblut-Kulturfestival e.V."

Beschlussvorlage Ausschuss 12.04.2018

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Nächste Beratung: Jugendhilfeausschuss, Sitzung am 08.05.2018, TOP 2.1.1

Anlage 3 Tätigkeitsberichte ab 2009 Sommerblut-Kulturfestival e.V.

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Ansehen

Anlage 2 Konzept für Jugendkulturbereich Young Culture Sommerblut

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Ansehen

Beschlussvorlage Ausschuss

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1 Satzung Sommerblut-Kulturfestival e.V.

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Ansehen

Anlage 3 Tätigkeitsberichte ab 2009 Sommerblut-Kulturfestival e.V.

21519 Zeichen

Sommerblut eV. Metzer Straße 20 50677 Köln

Festival der Multipolarkultur

Sommerblut Kulturfestival eV.
Rolf Emmerich

Clarenbachstraße 160
50931 Köln

Tel +49 22129 49 91-37
Fax +49 22129 49 91 - 35

info@sommerblut.de
www.sommerblut.de
www.facebook.de/sommerblut

Sommerblut Kulturfestival e.V. und Jugendprojekte

Der Sommerblut Kulturfestival e.V. betreibt seine gezielte Arbeit in der Jugendförderung
seit 2010. Ziel der bisherigen Jugendprojekte des Sommerblut Kulturfestival e.V. war es
junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern. Dadurch wird
ein Beitrag geleistet, vorhandene Benachteiligungen abzubauen und künftige zu
vermeiden. Schwerpunktmäßig sollen Integration und eine gemeinsame Teilhabe an
Kultur und gesellschaftlichem Leben erreicht werden.

An diesem Ziel wird auch künftig festgehalten. Ein wesentlicher Bestandteil in der Arbeit
ist es die jungen Menschen wie auch deren Familien intensiv in die Projekte einzubinden,
um gezielt Impulse für positive Lebensbedingung und eine kinder- und
familienfreundliche Gesellschaft zu setzen.

Grundsätzlich zeichnet sich das Sommerblut Kulturfestival dadurch aus, dass es in
seinen Projekten viele vielfältige Gruppen in ungewöhnlichen Konstellationen
zusammenbringt. Der Fokus wird dabei auf Menschen am Rande der Gesellschaft,
unabhängig von Geschlecht, Sexualität, Alter, Religion, Kultur, ethischer und sozialer
Herkunft, etc. gelegt. Es wird immer wieder mit sogenannten Experten des Alltags und
professionellen KünstlerInnen gearbeitet, die mitunter erstmals einen gemeinsamen
künstlerischen und sozialen Dialog auf Augenhöhe führen. Selbiges gilt für die oft
ungewöhnlichen Aufführungs- und Probenorte, die bevorzugt nah an der
Lebenswirklichkeit der Experten des Alltags gewählt sind. Aber auch dabei werden
bewusst Gegensätze erzeugt. All dies wird auch im Bereich der Jugendprojekte deutlich.
Für Projekte im Rahmen des Sommerblut Kulturfestivals wird immer und unabhängig
vom Thema ein künstlerischer Ansatz der Umsetzung gewählt - wenn notwendig ergänzt
durch psychologische oder pädagogische Unterstützung -, der für die meisten Jugend-

Bankverbindung:

Sommerblut eV.

IBAN: DE77 3705 0198 1900 3189 48

SWIFT: COLSDE33XXX
u Bank: Stadtsparkasse Köln-Bonn

mm = Festival der Multipolarkultur

wie Kinderprojekte neuartig ist. Konkret bedeutet dies, dass der künstlerische Ansatz
durch Experten aus dem Fachbereich Pädagogik unterstützt wird, um eine optimale
Einbindung und Betreuung der jungen Menschen zu gewährleisten. Durch diese
besondere Mischung gelingt es den Projekten des Sommerblut Kulturfestivals
authentische und teils wegweisende Ergebnisse zu erreichen. Die
Projektteilnehmer*Innen erfahren positive Gefühle der Selbstwirksamkeit und des
Selbstbewusstseins aus der für sie in der Regel neuen Erfahrung des künstlerischen
Schaffens mit professionellen Künstlern. Dadurch werden Multiplikatoreneffekte
geschaffen, die direkt in das Umfeld der Teilnehmer*Innen hinein wirken.

Unterstützt wird die Umsetzung dieser Ziele durch zahlreiche, langjährige Kooperationen
mit der regionalen Politik, Vertretern aus Kunst und Kultur, Sozialeinrichtungen,
Bildungseinrichtungen, wie auch internationalen Kunstschaffenden und vergleichbaren
Organisationen. Insbesondere auf die enge Verzahnung mit der Jugendpflege und dem
Jugendamt wird großen Wert gelegt, um eine Anbindung an die Kinder und Jugendlichen
und die Behandlung relevanter, aktueller Themen zu gewährleisten. Dabei sind viele
Projekte an den Kulturrucksack angebunden. Durch diesen Verbund aus pädagogischem
und künstlerisch, kulturellem Know-how kann der Sommerblut Kulturfestival e.V. den
jungen Menschen eine nachhaltige, inhaltlich ausgereifte Förderung zu Gute kommen
lassen.

Übersicht über die bisher geleisteten Projekte zur Jugendhilfe

In den nachfolgend vorgestellten Projekten ist der Fokus insbesondere auf Kinder und
Jugendliche gelegt, die in ihrem natürlichen Lebensalltag Benachteiligung erfahren. Es
wird in allen Jugendprojekten des Sommerblut Kulturfestivals Wert darauf gelegt
verschiedene kulturelle und soziale Hintergründe abzubilden und miteinander im Projekt
arbeiten zu lassen. Durch die Beteiligung an einem Kulturprojekt, das sich mit den für die
Teilnehmern relevanten gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt, werden sie aktiv
an der Mitgestaltung ihrer persönlichen Lebenswelt beteiligt und erfahren eine
Steigerung ihres Selbstwirksamkeitsgefühls. Als Experten sind sie die zentralen Figuren
des Projekts, weshalb die äußeren Rahmenbedingungen wie Orte und Termine ihren
Präferenzen und Eigenschaften entsprechend gesetzt werden. Angesprochen werden
junge Menschen von Kindern über Jugendliche bis hin zu jungen Erwachsenen. Es wird
stets angestrebt die Geschlechter gleichermaßen anzusprechen. Die Familien der
beteiligten Kinder wurden so weit wie möglich eingebunden, um die positiven Effekte der
Maßnahmen auch in das Umfeld der Kinder hineinwirken zu lassen.

OUT TAKES (sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche)

Von September 2009 bis Juni 2010 arbeiteten die jungen Teilnehmer*Innen im Alter
zwischen 14 und 19 Jahren an der Vorbereitung der gemeinsamen
Musiktheaterperformance und dabei in drei unterschiedlichen Modulen, die sich mit den
Darstellungsformen Musik, Tanz und Film auseinandersetzten. Die künstlerische und

Festival der Multipolarkultur

pädagogische Einbindung der Kinder und Jugendlichen oblag jeweils einem
professionellen Künstler. Insgesamt standen am Ende 21 Jugendliche zusammen auf der
Bühne, wobei dabei 9 Jugendliche der Tanzgruppe, 8 Jugendliche der Filmgruppe und 4
Jugendliche der Band angehörten.

Leiter der einzelnen Module waren die Profis Jhane Hill (Tanz & Choreografie), Thorsten
Kellermann (Film & Medien) und Achim Tang (Musik & Gesang). Die künstlerische und
pädagogische Gesamtleitung wurde von dem Regisseur Hans Kieseier übernommen, der
mit einer aufwendigen Dramaturgie die verschiedenen Ergebnisse der Gruppen
miteinander verzahnte und zu einer harmonischen Gesamtperformance verband.

Durchgeführt wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit den folgenden Einrichtungen,
die die pädagogische Betreuung, Zugang zu den Teilnehmer*Innen und öffentliche
Unterstützung ermöglichten:

- Hauptschule Rendsburger Platz (Köln Mülheim),
- Hauptschule Tiefenthalstr. (Köln-Mühlheim),

- Bürgerzentrum Ehrenfeld;

-SKM Köln Bocklemünd,

- Bezirksvertretung Köln Ehrenfeld,

- Kölner Jugendpark.

Bei der Premiere und zwei weiteren sehr erfolgreiche Vorstellungen vom 14.-16. Mai
2010 im Rahmen des Sommerblut Kulturfestivals wurde das Ergebnis des Projekts in der
Bühne der Kulturen in Ehrenfeld einem breiten und vielfältigen Publikum präsentiert.

Zentrales Element der Projektarbeit war der teambildende Prozess. So wurde auch die
Auseinandersetzung mit anderen Kindern und Jugendlichen außerhalb der gewohnten
Freundesgruppe erfolgreich gefördert. Die jungen Menschen entwickelten ein
Gemeinschaftsgefühl und unterstützten als Gruppe den/die einzelne/n. So gelang es
auch die Ängste eigene künstlerische Arbeitsergebnisse vor anderen zu präsentieren,
abzubauen und zu überwinden.

Heldenhaft erwachsen werden - HeldenCamp (sozial benachteiligte Jugendliche)
Das „HeldenCamp“ war ein Projekt, das im Jahr 2010 mit sozial benachteiligten
Jugendlichen in Köln-Bocklemünd durchgeführt worden ist. Das Projekt ist im Rahmen
der Aktion „Stärken vor Ort“ über den Europäischen Sozialfond (ESF) durch das
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert worden.

Die Zielgruppe der sozial benachteiligten Jugendlichen in Köln-Bocklemünd wurde
erreicht. Dabei konnten tatsächlich diejenigen Jugendlichen gewonnen werden, die
sonst im Zentrum "abhängen". Es kamen keine/kaum Gymnasiasten oder Realschüler,
sondern vorwiegend Schüler von Förderschulen und Hauptschulen sowie
Schulabbrecher.

im u Festival der Multipolarkultur

Die sehr "optionale" Einstellung vieler der Teilnehmenden führte zu unregelmäßiger
Teilnahme (v.a. an den "Attraktionen"). Gleichzeitig konnten immer wieder neue
Teilnehmende gewonnen werden. Insgesamt war die Fluktuation damit recht hoch. Ein
Kern von ca. 6-10 Jugendlichen war bei der Mehrzahl der Veranstaltungen anwesend.
Man merkte, dass sich viele Teilnehmende bisher gar nicht oder nur sehr wenig mit dem
Thema berufliche (oder auch private) Zukunft beschäftigt hatten. Daher war es sehr
erfreulich, dass die Teilnehmenden die anfängliche Scheu in Bezug auf diese Themen
ablegen und sich - zumindest phasenweise - auf die Übungen einlassen konnten. Gerade
die sehr dynamischen Gruppenprozesse - v.a. in Form von Konflikten innerhalb und mit
anderen Gruppen - erschwerten jedoch eine kontinuierliche und aufbauende Arbeit. Als
sehr erfolgreich kann daher gewertet werden, dass die Jugendlichen auf der
persönlichen Beziehungsebene Vertrauen zu den Trainern gefasst haben - und somit
auch die für sie persönlich eher noch "trockenen" Themen annahmen. Neben diesen
"geplanten" Themen wurden einige Konfliktlösungsstrategien erfolgreich in der
praktischen Anwendung erprobt.

Die Abschlussveranstaltung zusammen mit den anderen Projekten im Rahmen einer
gemeinschaftlichen, abendlichen Präsentation mit Buffet konnte organisiert und
durchgeführt werden. Die Jugendlichen beteiligten sich bei der Zubereitung der Speisen
und der Organisation vor Ort (Stellwände, Tische, Stühle ab- und aufstellen, aufräumen).

Gypsy__Soul  (geflüchtete und deutsche Kinder und Kinder mit
Migrationshintergrund)

Grundidee war es mit Zigeuner Kids, die einen Flüchtlingshintergrund haben, und
professionellen Zigeunerkünstlern ein künstlerisches Kinder - und Jugendprojekt für das
Sommerblut Kulturfestival 2014 zu entwickeln. Markus Reinhardt und Jan Krauthäuser
entwarfen dafür das Grundkonzept »Gypsy Soul«, ein Jugend-, Musik-und Tanzprojekt,
dessen örtliche Basis der »Jugendtreff Pegasus« im Bürgerzentrum Chorweiler wurde.
Die Sozialpädagogin Gaby Fischer übernahm die Projektpartnerschaft. Gemeinsam mit
dem Festivalleiter Rolf Emmerich, entwickelte dieses Team das künstlerische und
pädagogische Konzept für die Umsetzung des Projekts. Insgesamt bestand das 27
Kinder und Jugendliche umfassende, finale Ensemble aus Sinti aus Chorweiler, Roma
aus Mühlheim und Kalk, wie auch Nichtzigeuner*Innen mit unterschiedlichen
Herkunftshintergründen.

Neben der Gypsy-Soul-Premiere in Chorweiler fanden weitere fünf Auftritte an
Veranstaltungsorten in Köln statt. Ein beeindruckender und emotionaler Höhepunkt war
für alle Beteiligten das Gastspiel auf dem Hof des großen Flüchtlingsheims in der Kölner
Herkulesstraße.

Die Idee Zigeunerkünstler zu beauftragen, junge Menschen - aus mehr oder weniger
schwierigen Verhältnissen - mit Hilfe eines Musik- und Tanzprojekts künstlerisch

_— u Festival der Multipolarkultur

weiterzubringen und dabei pädagogisch zu begliten, konnte wie erhofft realisiert
werden.

Sowohl Sinti- als auch Romakinder erfuhren große Anerkennung dafür die ureigene
(Familien-) Tradition zu erhalten, zu interpretieren und mit modernen Elementen, wie
aktuellen Soul-Songs, verbunden, aufzuführen. Die gemeinsame Arbeit mit gleichaltrigen
Nichtzigeuner*Innen hat sich positiv auf das Miteinander ausgewirkt und
zwischenmenschliche Brücken geschaffen.

Zudem wurden den Zigeunern in Köln viele neue Perspektiven eröffnet. Einerseits
medial: »Wir Zigeuner können für uns selbst sprechen, wir können der Gesellschaft
weiterhelfen, wir sind genauso vielfältig und individuell ansprechbar wie andere
Bevölkerungsgruppen... « - Anderseits persönlich: Alle „Gypsy-Soul“-Teilnehmer*Innen,
Kinder und Jugendlichen, aber auch die Künstler und Organisatoren, nahmen viele neue
Erkenntnisse und Impulse für eine nachhaltige Arbeit mit.

Das Projekt fand im Rahmen des Kulturrucksacks statt und wurde durch pädagogisch
geschulte’Sozialarbeiter begleitet.

*Anmerkung: Der Begriff „Zigeuner“ wird in diesem Zusammenhang auf ausdrücklichen
Wunsch der teilnehmenden Personen gebraucht.

Gvpsy Mania  (geflüchtete und deutsche Kinder und Kinder mit
Migrationshintergrund)

Bei „Gypsy Mania“ handelt es sich um ein Folgeprojekt von „Gypsy Soul“ aus dem Jahr
2014 und „Gypsy Musik und Tanz“ aus dem Frühjahr 2015. Es wurde ebenso im Rahmen
des „Kulturrucksacks“ gefördert. Dementsprechend konnte auf das Wissen vieler
Teammitglieder aus den vorherigen Projekten zurückgegriffen werden. Mit dem Kultur-
Projekt Gypsy Mania beabsichtige der Sommerblut Kulturfestival e.V. die Entwicklung
eines künstlerischen und pädagogischen Kinder- und Jugendprojektes von und mit
Zigeunern.

Es haben zwölf Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren teilgenommen. In
den Jugendeinrichtungen „Boltensternstraße“ und „Dachlow“ in der Neusser Straße,
sollten interessierten Kindern und Jugendlichen aus Zigeunerfamilien, deutschen
Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund ein einfacher Zugang zu Musik,
Tanz und Gesang ermöglicht werden. Dadurch sollten ihnen die Chance und die Freiheit
gegeben werden, sich selbst kreativ auszudrücken, die facettenreiche Kultur der
Zigeuner näher kennenzulernen und diese auch anderen Kindern und Jugendlichen zu
vermitteln und begreifbar zu machen. Vorurteile gegenüber Zigeuner sollten abgebaut,
ihre Kultur zugänglicher gemacht und der Fokus auf die positiven Fähigkeiten und
Fertigkeiten der Personengruppe gesetzt werden.

Die Proben fanden in den Jugendeinrichtungen und Flüchtlingsheimen statt.
Teilnehmer*Innen aus vorangegangenen Projekten wie „Gypsy Soul“ und „Gypsy Musik
und Tanz“ sind ebenfalls in die Abschlusspräsentation integriert worden. Während des
gesamten Projektverlaufs wurde darauf Wert gelegt einen intensiven, pädagogischen

= - - - — u Festival der Multipolarkultur

Austausch mit den teilnehmenden Institutionen zu pflegen. Dies gelang indem alle
Probleme gemeinsam gesprochen und gelöst wurden.

Dabei wurde nicht nur die Zusammenführung und Verknüpfung unterschiedlicher
Kulturen erreicht, sondern auch, dass die teilnehmenden Kinder ihr eigenes kreatives
Potenzial entdecken und entfalten konnten.

Den Abschluss des Projektes bildete eine Aufführung mit von den Kindern selbst
erarbeiteten Konzert- und Performancedarbietungen in der KANTINE in der Neusser
Landstraße am So, 29. November 2015.

Gypsy_ Soul 2015 - Flüchtlingsheim Herkulesstraße (geflüchtete Kinder und
Jugendliche)

Im Rahmen des Sommerblut Kulturfestivals 2015 erfuhr die zuvor bereits vorgestellt
Projektreihe um die Projekte „Gypsy Soul“ und „Gypsy Mania“ seinen chronologischen
wie auch emotionalen Höhepunkt. Die Zielgruppe war die selbe, da jedoch vordergründig
Kinder und Jugendliche aus dem Flüchtlingsheim angesprochen waren, bestand die
Schwierigkeit der hohen Fluktuation der Bewohner. Das Kulturrucksack Projekt ist durch
Markus Reinhard künstlerisch mit der pädagogischen und fachlichen Unterstützung der
Sozialarbeiter konzipiert und umgesetzt worden. Für die im Flüchtlingsheim
Herkulesstraße beherbergten Kinder und Jugendlichen wurden Tanz- und
Musikworkshops angeboten. Die Ergebnisse wurden im Rahmen des
Sommerblutkulturfestivals 2015 auf dem Innenhof der Anlage präsentiert. Es fand sich
ein vielfältiges Publikum ein, dem neben den Bewohnern des Flüchtlingsheims und
Zigeunern auch private Personen aus der Nachbarschaft, der Bezirksbürgermeister, wie
auch der damalige Oberbürgermeister Jürgen Rothers angehörten. Die Anwesenden,
egal ob Flüchtling, Zigeuner oder externer Zuschauer, genossen das musikalische und
tänzerische Programm sichtbar. Einige der dort lebenden Flüchtlinge trauten sich nach
und nach selbst auf die Bühne, um mitzusingen und zu tanzen.

Ibn al Balad - Kinder dieses Landes (Flüchtlingskinder)

Das Kulturprojekt Ibn al Balad wurde vom 01.09.2015 bis zum 11.05.2016 initiiert, um
geflüchteten Kindern und Jugendlichen in Köln die Möglichkeit zu bieten, Erfahrungen mit
den Genre Musik, Theater, bildende Kunst und Poesie zu sammeln.

In Zusammenarbeit mit dem Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Köln e. V., der
Tanzfaktur, dem Kulturbunker Köln Mühlheim, der Syrienhilfe Köln, zwei
Flüchtlingsheimen in Deutz und dem Berufskolleg Weinsberger Straße konnte der
Sommerblut Kulturfestival e.V. insgesamt 5 unterschiedliche Module in den
verschiedenen Kultursparten entwickeln. Diese Module wurden jeweils von 1-2
professionellen Künstler*Innen (Musik-, Theater, Kunst und Literatur) künstlerisch wie
auch pädagogisch geleitet.

Jedes Modul richtete sich an eine andere Altersgruppe:
Poesie- und Kunstkurs: Kinder zwischen 5 und 10 Jahren
Theater: Altersgruppe 10-14 Jahren

beide Musikkurse: 15 und 22 Jahren.

Die Module wurden regelmäßig, zum Teil zwei Mal wöchentlich, angeboten. In den
Osterferien wurden darüber hinaus zweiwöchige Kurse in bildender Kunst und Poesie
angeboten.

Die Module waren so aufgebaut, dass am Ende alle erarbeiteten Ergebnisse im Rahmen
des Sommerblut Kulturfestivals am 07. Mai 2016 im Kulturbunker Köln mit der
Veranstaltung "Ibn al Balad - Kinder dieses Landes" einer vielfältigen Öffentlichkeit
präsentiert wurden.

Festival der Multipolarkultur

Das Projekt "Ibn al Balad" zeichnete sich durch das Einbinden vieler unterschiedlicher
kultureller Genres, unterschiedlicher Altersgruppen und Nationen aus. Erklärtes Ziel war
es hierbei, den Alltag in den Flüchtlingsunterkünften abwechslungsreicher zu gestalten.
Die bewusste Nähe der Proberäume (TanzFaktur und Quartier am Hafen) zu den
Flüchtlingsunterkünften in der Siegburgerstraße, ermöglichte einen engen Kontakt und
eine gute Anbindung zu den Familien und Kindern. Das Ziel die verschiedenen jungen
Menschen ungeachtet ihres Alters, Geschlechts und individuellen Hintergrunds in einer
professionellen Kulturperformance zu vereinen ist voll und ganz gelungen. Probleme in
den Modulen wurden durch die pädagogische Einbindung der Sozialarbeiter*Innen und
Lehrer*Innen in den jeweiligen gemeinsam vertrauensvoll gelöst.

Die Präsentation aller Ergebnisse in der Kulturveranstaltung am 7. Mai im Kulturbunker
vor ca. 500 Menschen, zeichnete sich durch künstlerische Vielfalt der vereinzelten
Module aus. Der Moderator, Hamdan, syrischer Flüchtling, führte in Arabisch und
Deutsch durch den Abend.

Die eingeladen Familien gestalteten das Rahmenprogramm, wie die Verpflegung, und
das sich anschließende musikalische Fest.

Mein selbstgestaltetes Buch (sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche)

Im Projekt „Mein selbstgestaltetes Buch“ haben 10-15 Kinder und Jugendliche vom
10.03. bis zum 07.04.2016 ihr eigenes Buch produziert. Hauptsächlicher
Veranstaltungsort war die AWO Jugendeinrichtung „Club Westend“ in Köln-Bickendorf,
einem Stadtteil mit erhöhtem Jugendhilfebedarf. Betreut wurden die teilnehmenden
Kinder und Jugendlichen pädagogisch durch den Einrichtungsliter Alois Großhans-
Vollmert wie auch künstlerisch durch die beiden Künstlerinnen Krystiane Vajda und Julia
Schneider. Durch das Projekt ist den Teilnehmer*Innen eine sinnvolle Freizeitgestaltung
mit Hinblick auf die anstehenden Osterferien angeboten worden.

Vor den Osterferien lernten die Teilnehmer*Innen an zwei Terminen die Grundlagen des
Buchdrucks kennen. Dabei eigneten sie sich einfache Drucktechniken an und bauten ihre
eigenen Druckplatten aus handelsüblichen Materialien. Ein Highlight stellte am 24.03.
die Exkursion in das Düsseldorfer Atelier des Künstlers Michael Falkenstein dar, der den

Sommer
Ü

TEE EEE ER Festival der Multipolarkultur

10 anwesenden Teilnehmer*Innen weiteres praktisches Wissen in der Drucktechnik
vermittelte. Anstatt, wie ursprünglich erwartet, jeder für sich ein Buch zu gestalten,
haben sich die Kinder und Jugendlichen bewusst dafür entschieden gemeinsam an
einem Buch zu arbeiten. Man hat sich für das Thema „Weltrettung durch Liebe“
entschieden. Dies wurde durch einen offenen Arbeitsprozess ermöglicht in dem sich die
jungen Menschen selbst ausleben konnten und eine Behandlung auf Augenhöhe
erfahren haben.

Jeder Teilnehmer entwickelte durch verschieden farbiges Papier trotz desselben Inhalts
sein eigenes, individuell geprägtes Buch. Im Verlauf des Projekts wurden die
verschiedenen Stärke und Präferenzen der Teilnehmer*Innen berücksichtigt, sodass der
individuelle Schwerpunkt entweder auf der Gestaltung oder dem Druck der Seiten lag.
Besonders gefördert wurde die Eigenschaft Geduld im Rahmen des Bindens der Bücher.
Dabei kamen die Kinder und Jugendlichen mit einer japanischen Bindetechnik in
Berührung, wobei auch einige von ihnen an ihre Grenzen stießen - ihnen wurde also
auch bewusst, wie sie mit einer Schwäche umgehen können.

Bei der öffentlichen Ausstellung der Ergebnisse am 07.04.2016 im Rahmen der
Abschlussveranstaltung vor den Eltern der Teilnehmer*Innen und der lokalen Presse
erfuhren sie pädagogisch wertvoll große Anerkennung für ihre selbst geschaffene
künstlerische Leistung. Insgesamt nahmen an der Abschlussveranstaltung 23 Kinder
und Jugendliche teil.

„Mein selbstgestaltetes Buch“ wurde durch das Förderprogramm „Kulturrucksack“
unterstützt.

Planet Heimat - Theaterprojekt mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Flüchtlingen (2017)

Auf den in Anlage beigefügten Sachbericht wird verwiesen.

Geplante Jugendprojekte in 2018:

Der Sommerblut e.V. beabsichtigt im Bereich „Young Culture Sommerblut“ in 2018
folgende Jugendprojekte durchzuführen:

a) „Ehrenfeld ein Körper“ - Projekt mit dem bildenden Künstler Odo Rumpf
b) „Ehrenfeld ein Körper“ - Projekt mit dem Kölner Spielezirkus, Heiner 9) He r

c) „CLASH - Körper der Kulturen“ - Projekt mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Flüchtlingen, Regie Gregor Leschig.

Anlage 2 Konzept für Jugendkulturbereich Young Culture Sommerblut

5449 Zeichen

Sommerblut eV. Metzer Straße 20 50677 Köln

Festival der Multipolarkultur

Sommerblut Kulturfestival eV.
Rolf Emmerich

Clarenbachstraße 160

Konzept für den Jugendkulturbereich 50931 Köln
Tel +49 22129 49 91 - 37
Young Culture Sommerblut Fax +49 2212949 91 - 35

info@sommerblut.de
www,sommerblut.de
www.facebook.de/sommerblut

„Seit 2009 ist die projektbezogene und dauerhafte kulturelle Arbeit mit Kindern und
Jugendlichen ein wesentlicher Anteil von SOMMERBLUT.

Sie wurde in 2016 aus der originären Kulturarbeit des Sommerblut Kulturfestivals
ausgegliedert und formiert seitdem als selbständiger Teil im Bereich „Young
Culture Sommerblut“.

Das Angebot richtet sich an alle Kinder und Jugendliche, besonders jedoch an Sinti
und Roma, Flüchtlinge, Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und aus
benachteiligten Familie.

Die Durchführung erfolgt in Kooperation mit Trägern der freien Jugendhilfe bzw. es
werden spezielle Sozialarbeiter/innen und Sozialpädagogen/innen für diese
besondere Projekte eingebunden“

Der Sommerblut Kulturfestival e.V. betreibt seine gezielte Arbeit in der Jugendförderung
seit 2010. Ziel der bisherigen Jugendprojekte des Sommerblut Kulturfestival e.V. war es
junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern. Dadurch wird
ein Beitrag geleistet, vorhandene Benachteiligungen abzubauen und künftige zu
vermeiden. Schwerpunktmäßig sollen Integration und eine gemeinsame Teilhabe an
Kultur und gesellschaftlichem Leben erreicht werden.

An diesem Ziel wird auch künftig festgehalten. Ein wesentlicher Bestandteil in der Arbeit
ist es die jungen Menschen wie auch deren Familien intensiv in die Projekte einzubinden,
um gezielt Impulse für positive Lebensbedingung und eine kinder- und familienfreundliche

Gesellschaft zu setzen. Bankverbindung:
Sommerblut eV.
IBAN: DE77 3705 0198 1900 3189 48
SWIFT: COLSDE33XXX
u . Bank: Stadtsparkasse Köln-Bonn

Sommar
5

Festival der Multipolarkultur

2

Grundsätzlich zeichnet sich das Sommerblut Kulturfestival dadurch aus, dass es in seinen
Projekten viele vielfältige Gruppen in ungewöhnlichen Konstellationen zusammenbringt.
Der Fokus wird dabei auf Menschen am Rande der Gesellschaft, unabhängig von
Geschlecht, Sexualität, Alter, Religion, Kultur, ethischer und sozialer Herkunft, etc. gelegt.
Es wird immer wieder mit sogenannten Experten des Alltags und professionellen
Künstler*Innen gearbeitet, die mitunter erstmals einen gemeinsamen künstlerischen und
sozialen Dialog auf Augenhöhe führen. Selbiges gilt für die oft ungewöhnlichen
Aufführungs- und Probenorte, die bevorzugt nah an der Lebenswirklichkeit der Experten
des Alltags gewählt sind. Aber auch dabei werden bewusst Gegensätze erzeugt. All dies
wird auch im Bereich der Jugendprojekte deutlich. Für Projekte im Rahmen des
Sommerblut Kulturfestivals wird immer und unabhängig vom Thema ein künstlerischer
Ansatz der Umsetzung gewählt - wenn notwendig ergänzt durch psychologische oder
pädagogische Unterstützung -, der für die meisten Jugend- wie Kinderprojekte neuartig
ist. Konkret bedeutet dies, dass der künstlerische Ansatz durch Experten aus dem
Fachbereich Pädagogik unterstützt wird, um eine optimale Einbindung und Betreuung der
jungen Menschen zu gewährleisten. Durch diese besondere Mischung gelingt es den
Projekten des Sommerblut Kulturfestivals authentische und teils wegweisende
Ergebnisse zu erreichen. Die Projektteilnehmer*Innen erfahren positive Gefühle der
Selbstwirksamkeit und des Selbstbewusstseins aus der für sie in der Regel neuen
Erfahrung des künstlerischen Schaffens mit professionellen Künstlern. Dadurch werden
Multiplikatoreneffekte geschaffen, die direkt in das Umfeld der Teilnehmer*Innen hinein
wirken.

Unterstützt wird die Umsetzung dieser Ziele durch zahlreiche, langjährige Kooperationen
mit der regionalen Politik, Vertretern aus Kunst und Kultur, Sozialeinrichtungen,
Bildungseinrichtungen, wie auch internationalen Kunstschaffenden und vergleichbaren
Organisationen. Insbesondere auf die enge Verzahnung mit der Jugendpflege und dem
Jugendamt wird großen Wert gelegt, um eine Anbindung an die Kinder und Jugendlichen
und die Behandlung relevanter, aktueller Themen zu gewährleisten. Dabei sind viele
Projekte an den Kulturrucksack angebunden. Durch diesen Verbund aus pädagogischem
und künstlerischem, kulturellem Know-how kann der Sommerblut Kulturfestival e.V. den
jungen Menschen eine nachhaltige, inhaltlich ausgereifte Förderung zu Gute kommen
lassen.

Sommar
5

Festival der Multipolarkultur

3

Es wird in allen Jugendprojekten des Sommerblut Kulturfestivals Wert darauf gelegt
verschiedene kulturelle und soziale Hintergründe abzubilden und miteinander im Projekt
arbeiten zu lassen. Durch die Beteiligung an einem Kulturprojekt, das sich mit den für die
Teilnehmern relevanten gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt, werden sie aktivan
der Mitgestaltung ihrer persönlichen Lebenswelt beteiligt und erfahren eine Steigerung
ihres Selbstwirksamkeitsgefühls. Als Experten sind sie die zentralen Figuren des Projekts,
weshalb die äußeren Rahmenbedingungen wie Orte und Termine ihren
Präferenzen und Eigenschaften entsprechend gesetzt werden. Angesprochen werden
junge Menschen von Kindern über Jugendliche bis hin zu jungen Erwachsenen. Es wird
stets ‚angestrebt die Geschlechter gleichermaßen anzusprechen. Die ‚Familien der

Maßnahmen auch in das Umfeld der Kinder "hineinwirk

0

Köln, im Oktober 2017 Rolf Emmerich
Festivalleiter

Beschlussvorlage Ausschuss

5353 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
IV/510/32 
17 01 
Vorlagen-Nummer 
 1105/2018 
Freigabedatum 
 12.04.2018  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII; hier: "Sommerblut-
Kulturfestival e.V." 
Beschlussorgan 
Jugendhilfeausschuss 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Jugendhilfeausschuss – Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie – beschließt, den „Sommer-
blut-Kulturfestival e.V.“, Metzer Str. 20, 50677 Köln gemäß § 75 Abs. 1 SGB VIII als Träger der freien 
Jugendhilfe anzuerkennen. 
 
Jugendhilfeausschuss 08.05.2018

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 
Begründung: 
Der Verein „Sommerblut-Kulturfestival e.V.“, Metzer Str. 20, 50677 Köln wurde am 15.01.2006 ge-
gründet und am 22.02.2006 im Vereinsregister des Amtsgerichtes Köln unter VR-Nr. 15036 eingetra-
gen. 
Der Verein beantragt nunmehr die Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB 
VIII. 
 
Zweck des Vereins ist gemäß § 2 der Satzung die Förderung der Kultur, die Durchführung und Unter-
stützung von Veranstaltungen, Aufführungen, Projekte und Workshops im Rahmen des Sommerblut-
Kulturfestivals. 
 
Der „Sommerblut Kulturfestival e.V.“ engagiert sich für alternative Kulturprojekte innerhalb des kultu-
rellen Lebens der Stadt Köln. Seine Philosophie ist es, aktuelle politische und kulturelle Themen im 
Spannungsfeld sich ständig verändernder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen aufzugreifen. Dazu 
gestaltet er jedes Jahr ein offenes, alternatives, internationales und vielfältiges Kulturprogramm, bei 
dem vor allem inklusive, integrative und professionelle Kulturprojekte im Fokus stehen. Zu diesem 
Zweck arbeitet der Verein an den Grenzen konventioneller Sehgewohnheiten und überschreitet diese 
bisweilen.  
Ziele des „Sommerblut-Kulturfestival  e.V.“ sind, auf kreative Weise Tabubrüche zu inszenieren, Im-
pulse für gesellschaftliche Diskurse und Weiterentwicklungen zu geben und dem Sommerblut-
Publikum andere Perspektiven und neue Horizonte aufzuzeigen.  
Zur Verwirklichung seiner Grundsätze strebt der Verein ausdrücklich die Zusammenarbeit von Men-
schen mit Behinderung, sozial benachteiligten Menschen sowie Laien und professionellen Künstlern 
an. Er möchte damit behinderten und sozial benachteiligten Menschen eine Plattform auf einem ho-
hen professionellen Niveau eröffnen und darüber hinaus ein künstlerisches Schaffen ermöglichen, 
das seinen Wert und seinen Reiz gerade aus dem jeweiligen Handicap der Einzelnen bezieht. Dafür 
fördert der „Sommerblut-Kulturfestival e.V.“ Eigenproduktionen in den Bereichen Theater, Musik und 
Tanz, welche die kulturellen Veränderungen im Spannungsfeld der unterschiedlichen gesellschaftli-
chen Pole und Strukturen thematisieren. 
Der „Sommerblut-Kulturfestival e.V.“ betreibt seine gezielte Arbeit  in der Jugendförderung seit 2010. 
Ziel der bisherigen Jugendprojekte des „Sommerblut Kulturfestival e.V.“ war es, junge Menschen in 
ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern. Dadurch wird ein Beitrag geleistet, vorhand e-
ne Benachteiligungen a bzubauen und künftige zu vermeiden. Schwerpunktmäßig sollen Integration 
und eine gemeinsame Teilhabe an Kultur und gesellschaftlichem Leben erreicht werden. 
An diesem Ziel wird auch künftig festgehalten. Ein wesentlicher Bestandteil in der Arbeit ist es, d ie 
jungen Menschen wie auch deren Familien intensiv in die Projekte einzubinden, um gezielt Impulse 
für positive Lebensbedingung und eine kinder- und familienfreundliche Gesellschaft zu setzen. 
Seit 2009 ist die projektbezogene kulturelle Arbeit mit Kinder n und Jugendlichen ein Anteil des 
„Sommerblut Kulturfestival e.V.“ 
Sie wurde in 2016 aus der originären Kulturarbeit des Sommerblut Kulturfestivals ausgegliedert und 
formiert seitdem als selbständiger Teil im Bereich „Young Culture Sommerblut“. 
Das Angebot  richtet sich an alle Kinder und Jugendliche, besonders jedoch an Sinti und Roma, 
Flüchtlinge, Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und aus benachteiligten Familien. 
Die Durchführung erfolgt in Kooperation mit Trägern der freien Jugendhilfe bzw. es wer den spezielle 
Sozialarbeiter/innen und Sozialpädagogen/innen für diese besondere Projekte eingebunden.

3 
Für die Vorstandsmitglieder: 
- Mechthild Kreuser 
- Ralf Simon 
- Andrea Asch 
liegen Führungszeugnisse ohne Eintragungen vor.  
Aktuelle erweiterte Führungszeugnisse gem. § 30a BZRG sind beantragt. 
 
Der Verein wurde vom Finanzamt Köln-West als gemeinnützig anerkannt. Ein Freistellungsbescheid 
zur Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer vom 15.11.2017 liegt vor. 
 
Der „Sommerblut-Kulturfestival e.V.“ erfüllt mit seinen Angeboten die fachlichen und personellen Vo-
raussetzungen zur Durchführung von Aufgaben der Jugendhilfe und leistet seit Ausgliederung und 
Formierung des selbständigen Teils im Bereich „Young Culture Sommerblut“ in 2016 einen nicht un-
wesentlichen Beitrag zur Erfüllung von Aufgaben der Jugendhilfe. 
 
Nach Auffassung der Jugendverwaltung ist der Verein im Stande, eine den Zielen des § 75 SGB VIII 
zu Grunde liegende förderliche Arbeit zu leisten und schlägt die Anerkennung als Träger der freien 
Jugendhilfe gemäß § 75 Abs. 1 SGB VIII vor. 
 
Die Satzung und die Konzeption sind als Anlagen 1-3 zur Einsichtnahme unter Session-Nr. 1105/2018 hinterlegt.

Anlage 1 Satzung Sommerblut-Kulturfestival e.V.

9626 Zeichen

Satzungänderung /Ergänzung des Sommerblut-Kulturfestival e.V.
in der MV vom 4. Februar 2017

$ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

IM
Der Verein führt den Namen „Sommerblut-Kulturfestival e.V.“ (im folgenden Verein).

2.
Der Verein hat seinen Sitz in Köln. Er ist beim Vereinsregister des Amtsgericht Köln einzutragen.
3

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

$ 2 Vereinszweck
1.

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts
„steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

2

Zweck des Vereins ist die Förderung der Kultur, die Durchführung und Unterstützung von
Veranstaltungen, Aufführungen, Projekte und Workshops im Rahmen des Sommerblut-
Kulturfestivals.

Gemeinsames Ziel ist dabei die Sicherstellung eines offenen, alternativen und vielfältigen
Kulturprogramms, das aktuelle politische und kulturelle Themen, im Spannungsfeld der sich
ständig verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen aufgreift.

Insbesondere geht es dabei um die Förderung, Teilnahme und Unterstützung
- von Eigen- und Fremdproduktionen in den Bereichen Musik, Tanz und Theater;
- nationaler- und internationaler Künstler, insbesondere aus den EU-Ländern und den USA;
- von einzelnen Künstlern oder auch Künstlergruppen.

Der Verein verfolgt in seinem Engagement einen inklusiven Ansatz, der u.a. sowohl Menschen
mit und ohne Behinderung als auch Menschen mit und ohne soziale Benachteiligungen bzw.
Schwierigkeiten umfasst.

In diesem Sinne verfolgt der Verein auch das Ziel der Förderung von Kindern und Jugendlichen im
Sinne einer kulturellen Bildung und Teilhabe.
3:

Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die
Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder
erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

4.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch
unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Alle Inhaber von Vereinsämtern sind

ehrenamtlich tätig. Die Mitglieder erhalten bei Ihrem Ausscheiden, oder Auflösung des Vereins
keine Anteile aus dem Vereinsvermögen.

6.

Der Verein ist parteipolitisch und konfessionell unabhängig.

$ 3 Erwerb der Mitgliedschaft
1.
Mitglied (Ordentliche Mitgliedschaft) kann jede natürliche und juristische Person sein.
2.

Förderndes Mitglied ohne Stimmrecht (Fördermitgliedschaft) kann jede natürliche und juristische
Person sowie Personenvereinigung werden, die den Zweck des Vereins unterstützt.

3.

Voraussetzung für den Erwerb der Mitgliedschaft ist ein schriftlicher Antrag, der an den Vorstand
zu richten ist. Über den schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand nach Ermessen. Bei
Ablehnung des Antrags ist der Vorstand nicht verpflichtet, dem Antragsteller die Gründe der
Ablehnung mitzuteilen.

$ 4 Verlust der Mitgliedschaft

l.

Die Mitgliedschaft erlischt:
- durch Tod oder, wenn das Mitglied eine juristische Person oder eine Personenvereinigung ist, mit

deren Auflösung.
- durch Austritt

- durch Ausschluss.
2.

Der Ausschluss aus dem Verein kann erfolgen:

- bei schweren Verstößen gegen die Satzung;
- bei unehrenhaften Verhalten innerhalb und außerhalb des Vereins;

- bei Verzug des Vereinsbeitrages über sechs Monate oder bei Nichterfüllung von Verpflich-tungen
dem Verein gegenüber.

Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand nach Anhörung des Auszuschließenden. Gegen den
Ausschluss kann innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Bescheides Beschwerde zur
Mitgliederversammlung eingelegt werden, die endgültig mit einfacher Mehrheit entscheidet.

3.

Der Austritt aus dem Verein kann nur zum Ende eines Kalenderjahres erfolgen und muß mindestens
drei Monate vorher schriftlich gegenüber dem Vorstand erklärt werden.

$ 5 Beiträge und Einnahmen
1.
Von den Mitgliedern wird ein Beitrag erhoben. Zu Beginn der Mitgliedschaft ist der Beitrag für das
laufende Kalenderjahr fällig.
2.

Die ordentliche Mitgliederversammlung beschließt mit einer Mehrheit von 3/4 der anwesenden
Mitglieder über die Mitgliedsbeiträge und deren Zahlungsweise und legt diese in einer
Beitragsordnung fest.

8 6. die Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:

I; die Mitgliederversammlung
2. der Vorstand
3. der Beirat, wenn ein solcher mittels einer Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden

Mitglieder in einer Mitgliederversammlung eingesetzt wird.

$ 7 Mitgliederversammlung
1.

Die Mitgliederversammlung besteht aus den Mitgliedern des Vereins.

2.

Die Mitgliederversammlung wird durch den Vorstand einberufen und tagt in der Regel einmal im
Jahr (ordentliche Mitgliederversammlung).

3.

Die Einladung hat spätestens vier Wochen vor dem Termin schriftlich den Mitgliedern gegenüber
unter Bekanntgabe der Tagesordnung zu erfolgen.

4.

Der Vorstand muss eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, wenn der Beirat oder
ein Drittel der stimmberechtigten Mitglieder dieses unter Angabe des zu behandelnden
Gegenstandes verlangen.

3:
Eine ordnungsgemäße Einberufung der Versammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der
erschienen Mitglieder beschlussfähig. Die Versammlung wählt den Versammlungsleiter aus ihrer

Mitte. Er bestimmt die Protokollführer, die eine Niederschrift über den Verlauf der Versammlung
fertigen. Der Versammlungsleiter und ein Protokollführer haben die Niederschrift zu unterzeichnen.

6.

Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Satzungsänderungen bedürften einer
Mehrheit von ?» der anwesenden Mitglieder.

7.

Anträge zur Tagesordnung sind 14 Tage vor dem Termin zur Versammlung schriftlich bei der Ge-
schäftsstelle einzureichen. Anträge zu Satzungsänderungen oder zur Auflösung des Vereins müssen
in der Einladung zur Mitgliederversammlung mitgeteilt werden. Dringlichkeitsanträge können in
der Versammlung gestellt werden, wenn 2/3 der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder sie
unterstützen.

$ 8 Vorstand
l.
Der Vorstand setzt sich zusammen aus drei Mitgliedern.

Eines der Vorstandsmitglieder nimmt die Aufgaben des Schatzmeisters wahr.

2.

Der Verein wird von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern gemeinschaftlich vertreten.

Die Wahl des Vorstandes erfolgt durch die Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren.
Der Vorstand bleibt nach Ablauf der Amtszeit solange im Amt, bis ein neuer Vorstand gewählt
worden ist. Die Wiederwahl des Vorstandes ist möglich.

4.

Der Vorstand entscheidet in allen Vereinsangelegenheiten, soweit er durch diese Satzung oder Be-
schlüsse der Mitgliederversammlung zuständig ist. Beschlüsse des Vorstandes werden mehrheitlich
gefaßt. Bei Stimmgleichheit gilt die entsprechende Beschlussvorlage als abgelehnt. Der Vorstand
hat in den Mitgliederversammlungen Bericht zu erstatten.

5. -

Der Vorstand fasst seine Beschlüsse in Vorstandssitzungen, deren Abhaltung allen
Vorstandsmitgliedern angekündigt wird. Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn mindestens zwei
Vorstandsmitglieder anwesend sind. Die Beschlüsse sind im Protokoll festzuhalten. Jedes
Vorstandsmitglied erhält eine Kopie der Protokolle.

6.

Bei vorzeitigem Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes rückt ein Nachrücker
nach. Ist kein Nachrücker vorhanden, ist der Vorstand auf der folgenden
Mitgliederversammlung zu ergänzen. Bis zu dieser MV kann sich der Vorstand
übergangsweise einmal selbst ergänzen

$ 9 Beirat
L.
Soweit ein Beschluß nach $ 6 Ziff. 3 vorliegt, kann die Mitgliederversammlung aus dem Kreis der

Mitglieder des Vereins auf Vorschlag des Vorstandes einen Beirat wählen, dem Persönlichkeiten
angehören, die sich in bezug auf den Vereinszweck besonders hervorgetan haben.

2

Der Beirat berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte; gibt ihm Anregungen für die
Förderung des Vereinszwecks und nimmt die ihm darüber hinaus von der Satzung übertragenen
Aufgaben wahr. Die Mitglieder des Beirats können den Verein repräsentativ in der Öffentlichkeit
vertreten und tragen so den Grundgedanken des Vereins nach außen. Seine vereinsbezogenen
öffentlichen Aktionen hat der Beirat zuvor mit dem Vorstand abzustimmen. Dem Vorstand steht
diesbezüglich ein Vetorecht zu, welches mit der einfachen Mehrheit seiner Mitglieder ausgeübt
wird. Macht der Vorstand von seinem Vetorecht Gebrauch, so ist eine außerordentliche
Mitgliederversammlung einzuberufen, die abschließend über die vom Beirat geplante Aktion
befindet.

3;

Der Beirat wird von seinem Vorsitzenden oder vom Vorstand einberufen. Er ist beschlussfähig,
wenn an der Beschlussfassung mindestens die Hälfte seiner Mitglieder teilnehmen. Der Beirat kann
Beschlüsse auch im schriftlichen Verfahren fassen.

4.

Die Mitwirkung im Beirat erfolgt ehrenamtlich.
5,

Der Beirat gibt sich eine Geschäftsordnung.

$ 10 Kassenprüfer

Die ordentliche Mitgliederversammlung bestellt alljährlich zwei Kassenprüfer. Die Kassenprüfer
haben das Recht, jederzeit die Kasse und die Bücher zu prüfen. Sie berichten in der ordentlichen
Mitgliederversammlung über ihre Tätigkeit. Bei Beanstandungen ist der Vorstand unverzüglich zu
unterrichten.

$ 11 Auflösung
1.

Die Auflösung des Vereins kann nur mit einer zu diesem Zweck mit einer Frist von vier Wochen
einzuberufenden außerordentlichen Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von 45 aller
anwesenden stimmenberechtigten Mitglieder gefaßt werden..

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vereinsvermögen
an die Aids-Hilfe Koeln e. V., die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu
verwenden hat. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens, dürfen erst nach
Einwilligung des Finanzamtes ausgefiihrt werden.

Köln, 4. Februar 2017

Beratungsverlauf (1)

08.05.2018 Jugendhilfeausschuss
TOP 2.1.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1105/2018
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
12.04.2018
Erstellt
09.04.2018 14:02