AN/0545/2017
„Luft verbessern – Braunkohleverbrennung in Merkenich beenden, AN/0511/2017
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Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Grüne)
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SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Kölner Rat Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 04.04.2017 AN/0545/2017 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 04.04.2017 „Luft verbessern – Braunkohleverbrennung in Merkenich beenden, AN/0511/2017 Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, Beschluss: Der Beschlussvorschlag soll wie folgt ersetzt werden: 1. Der Rat der Stadt Köln begrüßt, dass die RheinEnergie AG derzeit untersucht, ob und inwieweit der Einsatz von Braunkohle im Kessel 6 des Kraftwerkes Merkenich durch andere Brennstoffe, z.B. Klärschlamm oder Holz, ersetzt werden kann. Beim Einsatz alternativer Brennstoffe ist die Minimierung der Emissionen, die durch Verbrennung auftreten, zu gewährleisten. 2. Für den Fall, dass diese Untersuchungen negativ verlaufen sollten, wird RheinEner- gie aufgefordert, unverzüglich Planungen für eine alternative Gesamtversorgungslö- sung am Standort Merkenich – unter vollständigem Verzicht auf den Brennstoff Braunkohle – einzuleiten. Über die Zwischenergebnisse dieser Untersuchung ist der Ausschuss Umwelt und Grün kontinuierlich zu informieren. 3. Gleichzeitig fordert der Rat die RheinEnergie auf, den Ausbau der Strom- und Wär- meerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien weiter zu forcieren. Über den Fort- schritt bei der Umstellung auf erneuerbare Energien soll dem Ausschuss Umwelt und Grün und dem Finanzausschuss als Beteiligungsausschuss jährlich berichtet werden. Begründung: Würde der Antrag der Fraktion Die Linke beschlossen, so würde die RheinEnergie AG darauf verpflichtet, den Braunkohlekessel nur noch „im Ausnahmefall“, z.B. bei kühler Witterung anzufahren. Technisch ist dies nicht möglich, da jedes Abfahren der Wirbelschichtanlage mehrere Tage in Anspruch nimmt. Die hohen Energieverluste durch häufigeres Anwärmen und Abkühlen des Kessels wären auch unter Umweltgesichtspunkten nicht verantwortbar. - 2 - Der Kessel ist heute für die Versorgungssicherheit des Fernwärmenetzes im Kölner Norden und vor allem für die Wärme- und Dampfversorgung der angeschlossenen Industrieunter- nehmen unverzichtbar. Diese Industrieunternehmen haben damals im Vertrauen auf die Ver- sorgungssicherheit durch das Kraftwerk Merkenich ihre eigenen Erzeugungsanlagen stillge- legt, was zu einem drastischen Rückgang der Emissionen im Kölner Norden geführt hat. Der Ausstieg aus der Braunkohle in Merkenich ist daher nur durch Substitution durch einen anderen Brennstoff oder die Investition in eine Ersatzanlage realisierbar. Da die RheinEner- gie AG mit der Untersuchung dieser beiden Möglichkeiten bereits begonnen hat, ist der o.a. Antrag gegenstandslos. Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. Barbara Lübbecke gez. Niklas Kienitz gez. Jörg Frank SPD-Fraktionsgeschäftsführer CDU-Fraktionsgeschäftsführer GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/0545/2017
- Typ
- Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Grüne)
- Datum
- 04.04.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27