1341/2024
Eröffnung des neuen Kölnischen Stadtmuseums - Rückblick und Ausblick
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VII/4518 Vorlagen-Nummer 23.04.2024 1341/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 30.04.2024 Eröffnung des neuen Kölnischen Stadtmuseums - Rückblick und Ausblick Am 22. März 2024 hat Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker feierlich und mit gro- ßer öffentlicher Aufmerksamkeit das neue Kölnische Stadtmuseum in der Minoriten- straße eröffnet. Den Beginn des Eröffnungstages markierte eine stark frequentierte Pressekonferenz, zu deren Auftakt Oberbürgermeisterin Henriette Reker gemeinsam mit Herrn Beige- ordneten Stefan Charles und Museumsdirektor Dr. Matthias Hamann das rote Band um das Haus durchschnitten und damit das Museum am neuen Standort der Öffent- lichkeit übergeben hat. Die Ergebnisse der Pressekonferenz können sich sehen las- sen: Alle lokalen Medien (Print, Radio, TV), NRW-weite Medien und überregionale Print- und TV-Medien (z. B. Arte) haben über das Kölnische Stadtmuseum berichtet. Die Berichterstattung ist durchweg positiv und attestiert dem Haus ein völlig neues Le- vel, das nun erreicht sei. Die Eröffnungsfeier im Museum selbst und auf dem eigens gesperrten Kolpingplatz fand am selben Abend mit 750 geladenen Gästen aus Politik, Kultur, Wirtschaft, Stadt- gesellschaft und Stadtverwaltung statt. Musikalische Beiträge des Jugendchors St. Stephan begleiteten die Grußworte von Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Mu- seumsdirektor Dr. Matthias Hamann. Die Feier wurde medial begleitet, u.a. mit einer Live-Schaltung der WDR-Lokalzeit. Den Umzug in das Interimsquartier hatte das Museumsteam zum Anlass genommen, das traditionelle Präsentationskonzept fortzuentwickeln. Das Kölnische Stadtmuseum entwickelt sich in einem umfassenden Transformationsprozess zu einem modernen, innovativen „Dritten Ort“ im Zentrum der Stadt. Das neue Haus beeindruckt mit seinem modernen Ausstellungskonzept, unkonventio- nellen Blicken auf die Stadtgeschichte, ästhetischer Ausstellungsarchitektur, digitalen Anwendungen und konsequent umgesetzter Inklusion, Barrierefreiheit und Partizipa- tion. Die Besucher*innen sind dabei an vielen Stellen der Ausstellung eingeladen, kre- ativ zu werden, zu kommentieren oder sich untereinander auszutauschen. Die Berei- che zum aktuellen Stadtgeschehen sind im Rahmen eines partizipativen Projektes er- arbeitet worden. 2 Das hohe Besucher*innenaufkommen bestätigt bereits den Erfolg der noch nicht ab- geschlossenen Transformation. Vom 23. März bis zum 18. April 2024 haben über 8.000 Besucher*innen die neue Ausstellung gesehen; am KölnTag (4. April 2024) bil- deten die Interessierten durchgehend lange Schlangen vor dem Haus. Deutlich wird zudem, dass ganz neue Besucher*innengruppen erschlossen werden: Anders als zu Zeiten des Kölnischen Stadtmuseums an der Zeughausstraße umfasst die Altersstruk- tur der Gäste alle Generationen, mit einem sehr hohen Anteil an Personen unter 40 Jahren. Wie schon das Presseecho, ist auch das Feedback der Besucher*innen sehr positiv. Dies spiegelt sich in den begeisterten Äußerungen vor Ort, zahlreichen Top- Bewertungen in einschlägigen Webportalen und in der hohen Resonanz in den Social- Media-Kanälen. Mit über 16.000 Followern auf Instagram liegt das Kölnische Stadtmu- seum mittlerweile auf Platz 2 der Kölner Museen. Mit dem nun einsetzenden Bildungsangebot für unterschiedliche Zielgruppen ist ein anhaltender Gästestrom zu erwarten, der allerdings eine Limitierung durch bau- und brandtechnische Einschränkungen erfährt: Das Kölnische Stadtmuseum kann nur ma- ximal 200 Personen gleichzeitig aufnehmen; damit ist die mögliche Gesamtbesuchs- zahl begrenzt. Auch Vermietungen und Veranstaltungen sind unter diesen Vorausset- zungen nur sehr eingeschränkt möglich. Um mit dieser Situation produktiv umzugehen, verfolgt das Museum ab Sommer eine zweigleisige Ausstellungsstrategie: „Open Space“ Im frei zugänglichen Foyer finden die Besucher*innen eine kleine variable Ausstel- lungs- und Veranstaltungsfläche, die in Kooperation mit der Kölner Stadtgesellschaft – Künstler*innen, Vereinen, Firmen, Institutionen und Initiativen – gestaltet und bespielt wird. Hier werden immer wieder wechselnd aktuelle Themen gezeigt, erörtert und dis- kutiert. Den Auftakt macht eine Präsentation und Veranstaltungsreihe zum Thema „Migrantischer Fußball in Köln“, die parallel zur Fußball-Europameisterschaft zu sehen sein wird. Dieser Open Space bildet die – allerdings sehr begrenzte – Sonderausstel- lungs- und Veranstaltungsfläche des Hauses. Andere Orte Da im zur Verfügung stehenden Raum größere Themen nicht ausgestellt werden kön- nen, verfolgt das Museum den zweiten Strang: Sonderausstellungen andernorts. Den Auftakt hierfür soll 2025 eine Schau bilden, die vor dem Hintergrund des 100. Jubilä- ums der sog. „Jahrtausendausstellung der Rheinlande“ das Köln des Jahres 1925 be- leuchtet und in Beziehung zur heutigen Stadt setzt. Es handelt sich um ein Kooperati- onsprojekt mit dem LVR und dem Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsarchiv, zu dem vorlaufend im Oktober 2024 eine wissenschaftliche Tagung durchgeführt wird. Zu- gleich will das Museum seine Präsenz im Stadtraum mit entsprechenden Formaten in- tensivieren. Hierfür ist eine Kooperation mit der Forschungsstelle Geschichte Kölns (Universität zu Köln, Historisches Institut) in Vorbereitung. Für Sonderausstellungen dieser Größe benötigt das Kölnische Stadtmuseum eine ent- sprechende Finanzausstattung. Das Haus beabsichtigt daher, seine Sponsorenak- quise zu intensivieren und Fundraising-Modelle aufzulegen. Gez. Charles
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1341/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 23.04.2024
- Erstellt
- 18.04.2024 10:12