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2216/2021

Jahresbericht 2020 der Naturschutzwacht, Bezirk 7 Porz Süd

Mitteilung BV 14.07.2021

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 7 (Porz), Sitzung am 02.09.2021, TOP 10.2.6

Mitteilung BV

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Jahresbericht 2020 Bezirk 7 Süd Herr Witt

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Mitteilung BV

3129 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/57/571 
 
Vorlagen-Nummer 
 2216/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 23.08.2021 
Bezirksvertretung 7 (Porz) 02.09.2021 
 
Jahresbericht 2020 der Naturschutzwacht, Bezirk 7, Porz Süd 
In der Anlage erhalten Sie den Jahresbericht 2020 des Naturschutzbeauftragten Herrn Witt für den 
Bezirk 7 Süd zur Kenntnis. 
 
 
 
Stellungnahme der Verwaltung zu den genannten Missständen 
 
Viele der im Jahresbericht genannten Missstände wurden bereits durch Herrn Witt selber tatkräftig 
angegangen, ob es sich um Müllablagerungen handelt oder illegales Parken und Fahren im Schutz-
gebiet.  
 
 
Silvester-Feuerwerk im Bereich Langeler Auwald 
 
Das gesamte Rheinvorland bei Langel stellt aus naturschutzfachlicher Sicht ein ökologisch hochwer-
tiges Gebiet (Flussauenlandschaft) dar. Es beherbergt viele seltene Vogelarten und ist Lebensraum 
für viele Wintervögel.  
Die Vögel geraten durch das Feuerwerk an Silvester in Stress und brauchen anschließend lange, bis 
sie wieder zur Ruhe kommen. Diese nächtliche Flucht kostet sie wertvolle Energie, die sie gerade in 
langen, kalten Winternächten zum Überleben brauchen 
Das Abbrennen von Silvester-Feuerwerk innerhalb bzw. im Nahbereich hochwertiger Schutzgebiete 
ist nicht erlaubt. Auch zu größeren Wasserflächen ist Abstand zu halten, denn auf letzteren befindet 
sich gerade im Winter eine große Zahl an überwinternden Wasservögeln. Außerdem sollte Feuerwerk 
wegen einer möglichen Waldbrandgefahr nie in der Nähe von Wäldern gezündet werden. 
 
 
Gartenabfälle sowie weggeworfene Zaunelemente am Sportplatz 
 
Die Abfälle wurden durch die AWB zwischenzeitlich beseitigt. 
 
 
Parkende Pkws im Bereich der Frongasse und Nato-Rampe 
 
Hinsichtlich der Pkws im Bereich der Frongasse und Nato-Rampe wurden die zuständigen Dienststel-
len erneut gebeten, an diesen neuralgischen Stellen die Installation einer Schranke zu prüfen und 
diese dort aufzustellen.  
Der städtische Ordnungsdienst wurde gebeten, diesen Bereich auch in diesem Jahr wieder im Rah-
men des Machbaren zu kontrollieren.

2 
 
Von Seiten des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes wurden diverse Bußgelder gegen illegale Par-
ker verhängt. 
 
 
Freilaufende Hunde 
 
Für viele Bodenbrüter der offenen Feldflur, wie Kiebitz, Feldlerche, Rebhuhn sowie anderer Wildtiere, 
wie z.B. Feldhase u.a., stellt das Laufenlassen von Hunden gerade während der Brutzeit ein großes 
Problem dar. Vögel sehen von Natur aus Hunde als ihre Feinde an und versuchen, vor ihnen zu flüch-
ten. Das Gelege kühlt aus und der Vogel kann seine Eier oder seine Jungen nicht vor Nesträubern 
oder vor dem Hund schützen.  
Aber auch in den anderen Gebieten sind freilaufende Hunde eine Gefahr für die wildlebenden Tiere.  
Hier kann aus Sicht der UNB nur an die Vernunft der Hundebesitzer appelliert werden, da eine groß-
flächige Kontrolle nicht zu realisieren ist.  
Grundsätzlich sind neben den naturschutzrechtlichen Bestimmungen die Regelungen der Landes-
hundeverordnung und im Wald die des Landesforstgesetzes zu beachten.

Jahresbericht 2020 Bezirk 7 Süd Herr Witt

4587 Zeichen

Dieter Witt
Jahresbericht 2020
7. Bezirk VII, Porz-Süd
DIETER WITT
In 2020 ist in den Schutzgebieten, an Straßen- und Wegrändern sind die 
anfallenden Mengen an Müll vergleichbar mit 2019. Am Ufer des Rheins fanden 
sich nach Hochwasserständen große Mengen an Plastikmüll, zusätzlich wurden 
auch Kühlschränke, Autoreifen und viel Schwemmholz angespült.
Im Sommer fallen auch größere Müllmengen von Anglern und Badegästen an. 
Die vorhandenen Behälter werden leider nicht ausreichend genutzt. In einigen 
Bereichen wären allerdings noch zusätzliche Müllbehälter erforderlich.
Im Sommer parken bei günstiger Witterung teilweise bis zu 70 Autos von 
Badegästen im Landschaftsschutzgebiet (Frongasse). Die sporadischen 
Kontrollen des Ordnungsamts haben leider keine nachhaltige Wirkung.
Im Auenwald wurde an Silvester weniger Feuerwerk als im Vorjahr abge­
brannt, die Hinterlassenschaften habe ich eingesammelt, etwa ein halber 
Eimer voll.
Der private PKW-Verkehr auf den Wirischaftswegen war im vergangenen Jahr 
mit dem des Vorjahres vergleichbar.
Oft werden Fahrzeuge auch für längere Zeit im Landschaftsschutzgebiet 
abgestellt um mit den Hunden Gassi zu gehen. In diesen Fällen klemme ich 
einen entsprechenden Hinweiszettel hinter den Scheibenwischer.
Bei Stromkilometer 674,7 (NATO-Rampe) war während des gesamten Jahrs 
reger Autoverkehr, wie sich am Müllaufkommen feststellen ließ.
In diesem Jahr habe ich die Kennzeichen-Daten von 21 Haltern an die Untere 
Naturschutzbehörde weitergegeben, da die meisten Halter bei Ansprache 
nicht einsichtig waren. Der Zufahrtsweg sollte zeitnah mit Pfosten abgesperrt 
werden, da im Sommer teilweise Autorennen stattfinden. Weder die 
aufgestellten Hinweisschilder des Amts für Straßen- und Verkehrstechnik, 
noch die Präsens des Ordnungsamts, haben positiven Einfluss auf das 
Verhalten der Autofahrer.
Ordnungsamt und die AWB wurden darauf hingewiesen, dass am Rhein 
zwischen Langel und Zündorf auf einer Strecke von ca. 2 km weder Bänke 
noch Mülleimer stehen. Dieser Mangel wurde auch schon regelmäßig die 
letzten Jahre angezeigt. Inzwischen plant die AWB das Aufstellen von 9 
Mülleimern in diesem Bereich. Die früher vorhandenen Holzbänke wurden in 
diesem Bereich nicht mehr ersetzt.

Dieter Witt
Am Langeier Sportplatz stehen seit 2018 fünf neue Bänke, das Aufstellen der 
Mülleimer ist in Planung. In 2020 musste ich den anfallenden Müll noch 
regelmäßig einsammeln. Der bereitstehende Müllcontainer der AWB wird von 
Anglern und Badegästen teilweise genutzt. Zusätzlich entsorgen dort aber 
auch Bürger aus Lülsdorf und Langel ihren Hausmüll und Bauschutt.
Ein Mitglied des TuS Langel fühlt sich berechtigt Gartenabfälle am Sportplatz 
abzuladen.
Erfreulicherweise wurde der Spielplatz Frongasse in 2019 komplett erneuert. 
Auf meine Initiative wurde der Bereich mit 28 Findlingen abgesperrt. Zwei 
Stellen sind noch für Versorgungsfahrzeuge und Rasenmäher befahrbar und 
wurden inzwischen mit Pfosten abgesperrt.
Bei den Freizeitreitern kamen in 2020 der Kennzeichnungspflicht mit Plaketten 
deutlich besser nach, nachdem sie von der Unteren Naturschutzbehörde ent­
sprechend angeschrieben wurden.
Im heißen und trockenen Sommer 2020 wurden trotz Brandgefahr zahlreiche 
Lagerfeuer entfacht. Meine Hinweise auf die bestehenden Verbote werden in 
der Regel ignoriert. Erst der Verweis auf das Ordnungsamt führt zur Einhaltung 
des Verbots.
Die Zahl der freilaufenden Hunde hat in 2020 wieder zugenommen. Wildtiere 
werden hierdurch massiv gestört und bedroht. Auf entsprechende Hinweise 
meinerseits reagierten die Hundehalter oft uneinsichtig und in einigen Fällen 
sogar aggressiv.
Das Grünflächenamt hat im vergangenen Jahr den Überhang zu den Wegen 
sorgfältig geschnitten. In 2020 wurde auch der Überhang zu den Ackerflächen 
teilweise entfernt.
Das Rasenmähen und der Gehölzschnitt beim Wegkreuz am Holzweg führe ich 
durch, dabei leere ich auch den Papierkorb regelmäßig.
Am schlechten Zustand der landwirtschaftlichen Wirtschaftswege hat sich leider 
auch im vergangenen Jahr nichts geändert. Es wird nach wie vor von den 
Landwirten nur notdürftig mit Schotter ausgebessert. Dem Befahren mit 
schwerem Gerät, insbesondere bei der Rübenernte, halten diese 
behelfsmäßigen Reparaturen aber meist nur eine Saison stand.
Die üblichen Verschmutzungen der Wirtschaftswege durch die landwirt­
schaftliche Tätigkeit werden von den Landwirten in der Regel zeitnah beseitigt.
Die Zusammenarbeit mit ortsansässigen Landwirten und dem Dorfpolizisten 
Herrn Attemeier und seinen Kollegen, war auch in 2020 weiterhin sehr 
angenehm.

Beratungsverlauf (2)

23.08.2021 Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 6.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
02.09.2021 Bezirksvertretung 7 (Porz)
TOP 10.2.6 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2216/2021
Typ
Mitteilung BV
Datum
14.07.2021
Erstellt
08.06.2021 13:45