KRhR 5/2025
Genehmigung der Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der Sitzung der Kommission Rheinisches Revier am 24.01.2025
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Sitzungsvorlage Kommission Rheinisches Revier (Genehmigung der Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der Sitzung der Kommission Rheinisches Revier am 24.01.2025)
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Seite 1 von 1 Sitzungsvorlage Kommission Rheinisches Revier - öffentlich - KRhR 5/2025 Dezernat Regionalplanung, Braunkohlenplanung, Geschäftsstelle Ansprechperson Frau Eva Kuhl Telefon BEZIRKSREGIERUNG Köln Datum 02.10.2025 Beratungsfolge Termin TOP Beratungsaktion Kommission Rheinisches Revier 31.10.2025 3. beschließend TOP: Genehmigung der Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der Sitzung der Kommission Rheinisches Revier am 24.01.2025 Beschlussvorschlag: Die Kommission Rheinisches Revier genehmigt die Niederschrift der 10. Sitzung. Erläuterungen: Anlage(n): 1. Anl. zu TOP 3_Niederschrift_K.RhR 24.01.2025_final_komplett
Sitzungsvorlage Kommission Rheinisches Revier (Anl. zu TOP 3_Niederschrift_K.RhR 24.01.2025_final_komplett)
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Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der 10. Sitzung der Kommission Rheinisches Revier des Regionalrats des Regierungsbezirks Köln am Freitag, dem 24. Januar 2025, von 10:05 Uhr bis 12:58 Uhr, im Plenarsaal der Bezirksregierung Köln Vorsitz: Norbert Spinrath (SPD) Kommission Rheinisches Revier des Regionalrats des Regierungsbezirks Köln 10. Sitzung 24.01.2025 – 2 – Tagesordnung und Beschlüsse 1 Feststellung der Tagesordnung 4 2 Benennung eines stimmberechtigten Mitglieds der Kommission Rheinisches Revier zur Mitunterzeichnung des Ergebnisprotokolls der Sitzung am 24.01.2025 4 Die Kommission Rheinisches Revier bestimmt Günther Weber (CDU) zur Mitunterzeichnung des Ergebnisprotokolls der Sitzung am 24.01.2025. 3 Genehmigung der Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der Sitzung der Kommission Rheinisches Revier am 20.09.2024 4 Drucksache KRhR 1/2025 Die Kommission Rheinisches Revier genehmigt die Niederschrift über ihre Sitzung am 20.09.2024 einstimmig. 4 "Zukunftsstudie zum Strukturwandel im Rheinischen Revier VOL.2 / Blickpunkt Bioökonomie" 4 Drucksache KRhR 3/2025 Vo rtrag von Prof. Dr. David Antons und Dr. Christina Dienhart (RWTH Aachen) 5 Großspeicher für erneuerbare Energien im Rheinischen Revier 5 Drucksache KRhR 2/2025 Vo rtrag von Prof. Dr. Horst Schmidt-Böcking (Universität Frankfurt, Institut für Kernphysik); Vortrag von Michael Eyll-Vetter (RWE) 6 Sachstand der Wasserstoffstrategie / der Wasserstoffnetze für das Rheinische Revier 7 Drucksache KRhR 4/2025 Vo rtrag von Prof. Dr. Phillip Fest (MWIKE), Vortrag von Michael F. Bayer (Hauptgeschäftsführer IHK Aachen) Kommission Rheinisches Revier des Regionalrats des Regierungsbezirks Köln 10. Sitzung 24.01.2025 – 3 – 7 Anträge 8 8 Anfragen 8 9 Mitteilungen 8 9.1 der Bezirksregierung 8 9.2 des Vorsitzenden 8 * * * Kommission Rheinisches Revier des Regionalrats des Regierungsbezirks Köln 10. Sitzung 24.01.2025 – 4 – 1 Feststellung der Tagesordnung Vorsitzender Norbert Spinrath begrüßt die Anwesenden und stellt die form - und fristge- rechte Einladung zur heutigen Sitzung sowie die Beschlussfähigkeit fest. Änderungs- und / oder Ergänzungswünsche bestehen nicht. 2 Benennung eines stimmberechtigten Mitglieds der Kommission Rheinisches Revier zur Mitunterzeichnung des Ergebnisprotokolls der Sitzung am 24.01.2025 (keine Wortmeldung) Die Kommission Rheinisches Revier bestimmt Günther Weber (CDU) zur Mitun- terzeichnung des Ergebnisprotokolls der Sitzung am 24.01.2025. 3 Genehmigung der Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der Sitzung der Kom- mission Rheinisches Revier am 20.09.2024 Drucksache KRhR 5/2024 Die Kommission Rheinisches Revier genehmigt die Niederschrift über ihre Sitzung am 20.09.2024 einstimmig. 4 „Zukunftsstudie zum Strukturwandel im Rheinischen Revier VOL. 2 / Blickpunkt Bioökonomie“ Drucksache KRhR 3/2025 Vortrag von Prof. Dr. David Antons und Dr. Christina Dienhart (RWTH Aachen) Prof. Dr. David Antons und Dr. Christina Dienhart (RWTH Aachen) tragen anhand ihrer Präsentation vor. V orsitzender Norbert Spinrath fragt im Anschluss an diese nach, ob im Rahmen der vorlie- genden Studie auch die Unternehmerbereitschaft untersucht worden sei. Prof. Dr. David An- tons (RWTH Aachen) verneint dies, teilt hierzu aber einen Gedanken: Vor dem Hintergrund, dass ein Unternehmensgründer im Laufe der Zeit auch zu einem Verwalter seines Unterneh- mens würde, würde sich dieser die Frage stellen, wie groß das Risiko sein könnte, dass er gewillt Kommission Rheinisches Revier des Regionalrats des Regierungsbezirks Köln 10. Sitzung 24.01.2025 – 5 – wäre zu tragen. Hier würde er wohl die Abwägung treffen zwischen der Investition in neue Technologie und der Verantwortung bestehender Arbeitsplätze. Hier wäre dem Unternehmer dann möglicherweise das Risiko Arbeitsplätze zu gefährden zu groß, so dass er bei den erprob- ten und bekannten Technologien bliebe. Weitere Wortmeldungen bzw. Fragen gibt es nicht. Vorsitzender Norbert Spinrath bedankt sich für den sehr umfangreichen Vortrag. 5 Großspeicher für erneuerbare Energien im Rheinischen Revier Drucksache KRhR 2/2025 Vortrag von Prof. Dr. Horst Schmidt-Böcking (Universität Frankfurt, Institut für Kernphysik) sowie Vortrag von Michael Eyll-Vetter (RWE) Prof. Dr. Horst Schmidt-Böcking (Universität Frankfurt, Institut für Kernphysik) trägt an- hand seiner Präsentation vor. Im Anschluss daran trägt Michael Eyll-Vetter (RWE) anhand seiner Präsentation vor. Prof. Dr. Horst Schmidt-Böcking vertritt die Position pro Kavernen- kraftwerk als Großspeicher, Michael Eyll-Vetter nimmt für RWE die Position contra Kavernen- kraftwerk und pro Batteriegroßspeicher ein. Vorsitzender Norbert Spinrath bedankt sic h bei beid en Vortragenden für di e engagierten Ausführungen und eröffnet die Diskussions- und Fragerunde. Prof. Dr. Sylvia Knecht (CDU) stellt fest, dass Prof. Dr. Schmidt-Böcking Großspeicher aus der wissenschaftlichen Perspektive, RWE diese aus wirtschaftlicher Sicht betrachte. Prof. Dr. Horst Schmidt-Böcking (Universität Frankfurt, Institut für Kernphysik) erläutert, dass es kostengünstige Materialien gäbe, so das eine vertretbare Wirtschaftlichkeit gegeben sei. Das Kavernenspeicher- System sei zudem ein in sich geschlossenes System, weshalb es keine Wasserbewegungen in Tagebau gäbe. Ebenso habe es zu Kavernenspeichern nie ein Gut- achten gegeben, welches seiner Ansicht nach jedoch notwendig wäre. Horst Lambertz (Grüne) schließt sich der Ansicht von Prof. Dr. Horst Schmidt -Böcking, das ein entsprechendes Gutachten wichtig sei, an. Weiter erläutert er die Speicherfähigkeit von Batteriespeichern und die damit verbundene Kurzzeitflaute. Um sog. Langzeitflauten zu über- brücken bedürfe es Wasserstoff. Konkret fragt Horst Lambertz (Grüne) nach, wie diese 2 Arten von „Flauten“ überbrückt werden sollen Kommission Rheinisches Revier des Regionalrats des Regierungsbezirks Köln 10. Sitzung 24.01.2025 – 6 – Michael Eyll-Vetter (RWE) geht auf den Wortbeitrag von Prof. Dr. Sylvia Knecht (CDU) ein: seitens RWE stünden nicht nur wirtschaftliche Gründe entgegen, sondern auch die technische Durchführbarkeit. Zwischen Manheimer Bucht und Tagebau müsste ein Damm errichtet wer- den, um ein Speicherbecken zu schafffen. Die technische Herausforderung wäre die Schaffung eines Speicherbeckens in einem Lockergestein -Gebiet. Aus bergbaulicher Sicht würde daher die Realisierbarkeit eines solchen Bauwerkes a nders bewertet als Herr Prof. Dr. Schmidt - Böcking dieses bewerten würde. Sodann bezieht sich Michael Eyll-Vetter (RWE) auf die Fra- gen von Horst Lambertz (Grüne). Batteriespeicher seien reine Kurzzeitspeicher, welche lediglich kurzzeitige Schwankungen im Netz abfangen sollen. Neben Grünstrom, produziert in Nord- deutschland, teilweise auch vor Ort in der Region, würde eine gesicherte Leistung, Stand heute, nur über wasserstofffähige Gaskraftwerke erzeugt werden können. Der Wasserstoff müsste zum überwiegenden Teil international beschafft und über das Wasserstoffkernnetz im Land verteilt werden. Wasserstoff müsste zudem günstig sein, gegebenenfalls erzeugt in Nord-Afrika oder Spanien oder Amerika und von dort aus über LNG herantransportiert werden. So wäre eine Versorgung gewährleistet, wenn der Wind nicht wehe und die Sonne nicht scheine. Zuletzt führt Michael Eyll-Vetter (RWE) zu der angesprochenen Studie aus: über eine solche sei be- reits im Landtag ausführlich diskutiert worden mit dem Resultat, eine solche eben dort abzu- lehnen. P rof. Dr. Sylvia Knecht (CDU) teilt die Information, im Fachausschuss im Landtag sei über ein Invest von 500.000,00 € Steuergeld für eine Machbarkeitsstudie diskutiert worden, von der wir im Jahr 2025 wüssten, dass seit 2019 bekannt sei, dass unter dem momentanen energiepoliti- schen Ansatz das Projekt nicht wirtschaftlich durchführbar sei. Bo ris Linden (Neuland Hambach) erklärt, dass der Schwerpunkt der Region immer in der schnellstmöglichen Wiedernutzbarmachung gelegen habe und liegt. P rof. Dr. Horst Schmidt-Böcking (Universität Frankfurt, Institut für Kernphysik) erläutert zum Wasserstoffkreislauf und gibt einige physikalische Hinweise: wenn aus grünem Strom durch Elektrolyse Wasserstoff erzeugt würde, so gingen bei diesem Prozess 20% Energie ver- loren; würde man diesen aus z.B. Marokko nach Deutschland über chemische Wege transpor- tieren, so gingen auf dem Transportweg etwa 30% Energie verloren, erneut dann im Aufwärm- prozess und zuletzt gäbe es einen Energieverlust von etwa 60% bei der Rückverstromung. Man müsse praktisch 8x so viel elektrische Energie erzeugen, wie nachher bei der Rückverstromung gewonnen würde. Dies treibe den Preis hoch. Die Industrie habe nicht davon, wenn diese am Ende Wasserstoff zu horrenden Preisen beziehen müsste. Der Wasserstoff sei viel zu wertvoll als diesen für die Rückverstromung in Gaskraftwerken wieder zu verbrennen. Kommission Rheinisches Revier des Regionalrats des Regierungsbezirks Köln 10. Sitzung 24.01.2025 – 7 – Michael Eyll-Vetter (RWE) stimmt dem Vorgesagten zu: durch das mehrfache Umwandeln seien Wirkungsgradverluste unvermeidbar. Der Wasserstoff solle der Industrie vorbehalten sein, denn die Rückverstromung sei kein effizienter Prozess, wenngleich u.U. ein klimaneutraler Prozess. Stellte man den Aspekt der Klimaneutralität in den Vordergrund und eben nicht die Kosten, dann könnte dies ein Teil der Lösung sein. V era Müller (HD‘in Dez. 32, Bezirksregierung Köln) teilt abschließend zu diesem Tagesord- nungspunkt mit, dass der Braunkohlenplan Hambach seit Weihnachten (2024) genehmigt und dies ein sehr schnelles Verfahren gewesen sei, erforderlich aufgrund der Leitentscheidung. Ein Maxim dabei war die schnellstmögliche Wiedernutzbarmachung, zumal auch dies seitens der angrenzenden Kommunen gewünscht sei. Es sei zu begrüßen, dass der Strukturwandel nun seinen Lauf nehmen könne und gerade keine Verzögerungen zu erwarten seien. Vorsitzender Norbert Spinrath bedankt sich für die spannenden Vorträge und zahlreichen Wortmeldungen. Die Diskussionen zeigten auf, dass es zu diesem Thema unterschiedliche Auf- fassungen, jedoch auch ein gemeinsames Interesse gäbe. Vorsitzender Norbert Spinrath bedankt sich an dieser Stelle bei Michael Eyll-Vetter (RWE) für die gute Zusammenarbeit in den vielen vergangenen Jahren und wünscht ihm für den wohl- verdienten Ruhestand alles Gute sowie viel Energie für diesen neuen Lebensabschnitt. 6 Sachstand der Wasserstoffstrategie / der Wasserstoffnetze für das Rheinische Revier Drucksache KRHR 4/2025 Vortrag von Herrn Prof. Dr. Phillip Fest (MWIKE) sowie Michael F. Bayer (Hauptgeschäfts- führer IHK Aachen) Prof. Dr. Phillip Fest (MWIKE) trägt anhand seiner Präsentation vor, darauf folgt der Vortrag von Michael Bayer (HGF IHK Aachen). Vorsitzender Norbert Spinrath eröffnet im Anschluss daran die Frage- und Diskussionsrunde. Manfred Waddey (Grüne) fragt, wie lange Erdgas - und Wasserstoffnetze parallel betrieben werden sollen. Erdgas solle Schritt für Schritt durch grünen Wasserstoff ersetzt werden. Der Bau von 2 Leitungssystemen bedeute doppelte Kosten, nach vorgenannter Umstellung würde sodann eine Leitung überflüssig. Kommission Rheinisches Revier des Regionalrats des Regierungsbezirks Köln 10. Sitzung 24.01.2025 – 8 – Prof. Dr. Phillip Fest (MWIKE) erläutert, das natürlich erst einmal eine neue Infrastruktur auf- gebaut werden müsse, um sich zwischenzeitlich von der Energieversorgung nicht abzukoppeln. Die laufende Energieversorgung müsse selbstverständlich gesichert bleiben. Dies setze eine gewisse Parallelität für einen gewissen Übergangszeitraum voraus. W eitere Wortmeldungen gibt es nicht, so dass sich der Vorsitzende Norbert Spinrath bei beiden Vortragenden bedankt und den Tagesordnungspunkt schließt. 7 Anträge (keine) 8 Anfragen (keine) 9 Mitteilungen 9.1 der Bezirksregierung (keine) 9.2 des Vorsitzenden (keine) Vorsitzender Norbert Spinrath bedankt sich für die Teilnahme, die sehr informativen Vor- träge und regen Diskussionen. ge z. Norbert Spinrath gez. Günther Weber Aufgestellt: Eva Kuhl (Vorsitzender der Kommission (Mitglied der Kommission (Schriftführerin der Rheinisches Revier) Rheinisches Revier) Geschäftsstelle) Institut für Technologie- und Innovationsmanagement (TIM) RWTH Aachen University Dr. Christina Dienhart & Prof. Dr. David Antons Vorstellung: Zukunftsstudie zum Strukturwandel im Rheinischen Revier Begleitforschung Bioökonomie Verstehen.Verbinden.Unterstützen | TIM RWTH | 24.01.2025 2 • Professor für Entrepreneurship und Innovationsmanagement im Agribusiness, Universität Bonn Vorstellung Prof. Dr. David Antons Dr. Christina Dienhart • Assistant Professor am Institut für Technologie und Innovationsmanagement, RWTH Aachen • Leitung Regional Innovation Lab & Sustainable Innovation Lab, RWTH Aachen Vorstellung: Zukunftsstudie zum Strukturwandel im Rheinischen Revier Begleitforschung Bioökonomie Verstehen.Verbinden.Unterstützen | TIM RWTH | 24.01.2025 3 Begleitforschung Bioökonomie – Verstehen. Verbinden. Unterstützen Die Ziele der Bioökonomie-VVU Identifikation von Herausforderungen Ableiten von Erfolgsfaktoren & Handlungsempfehlungen Entwicklung von Messinstrumenten & Frühindikatoren Modellregion Bioökonomie: Zwischen Strukturwandel und Innovation Bioökonomie-VVU: Zwischen Forschung und Praxis Wir begleiten die Modellregion Bioökonomie im Rheinischen Revier auf ihrem Weg im innovationsgeleiteten Strukturwandel, lernen von ihren Erfahrungen und denen anderer, bereiten die Ergebnisse handlungsorientiert auf und machen diese verfügbar. Unterstützen bei der Bewältigung bestehender Herausforderungen Partner & Fördermittelgeber Vorstellung: Zukunftsstudie zum Strukturwandel im Rheinischen Revier Begleitforschung Bioökonomie Verstehen.Verbinden.Unterstützen | TIM RWTH | 24.01.2025 4 Wir untersuchen Chancen, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren des Strukturwandels im Rheinischen Revier – in der Bioökonomie und darüber hinaus. Welche Akteure im Rheinischen Revier wirken in den verschiedenen Handlungsfeldern, wie sind diese vernetzt und wo gibt es blind-Spots? 1 Wie entwickelt sich das Rheinische Revier zukünftig und wie kann diese Entwicklung frühzeitig gestaltet werden? 3 Wie kann die Transition zu einer sozial und ökologisch nachhaltigen und zugleich wirtschaftlich tragfähigen Region sichergestellt werden?4 Welche Potenziale (Ressourcen, Kompetenzen & Technologien) gibt es bereits in der Region? 2 Unser Ziel ist es, den Strukturwandel im Rheinischen Revier in seiner Vielfalt zu verstehen, für andere verständlich zu machen, Akteure in der Region zu vernetzen und die mannigfaltigen Projekte in der Region bei ihrem Gelingen zu unterstützen. Begleitforschung Zukunftsstudie zum Strukturwandel im Rheinischen Revier Chancen und Hemmnisse im innovationsgeleiteten Strukturwandel Vorstellung: Zukunftsstudie zum Strukturwandel im Rheinischen Revier Begleitforschung Bioökonomie Verstehen.Verbinden.Unterstützen | TIM RWTH | 24.01.2025 6 Konzeption und Durchführung der Zukunftsstudie für das Rheinische Revier Starke Forschungszentren Vielfältige Projektlandschaft Zukunftsthemen Engagement Das Rheinische Revier als Energierevier der Zukunft Technologieführerschaft auf internationaler Ebene Ziele des WSP 1.1: SZENARIEN-ENTWICKLUNG Studienkonzeption und Ableitung von 19 Entwicklungsszenarien aus dem WSP 1.1. Mai – Juli 2023 Vorstellung: Zukunftsstudie zum Strukturwandel im Rheinischen Revier Begleitforschung Bioökonomie Verstehen.Verbinden.Unterstützen | TIM RWTH | 24.01.2025 7 Konzeption und Durchführung der Zukunftsstudie für das Rheinische Revier Wir finden große Unsicherheit und kaum Differenzierung beim Vergleich sehr unterschiedlicher T echnologien in der Region SZENARIEN-ENTWICKLUNG Studienkonzeption und Ableitung von 19 Entwicklungsszenarien aus dem WSP 1.1. Mai – Juli 2023 DELPHI-STUDIE Iterative Bewertung der Szenarien zu den Zeitpunkten 2030 und 2038 August - Oktober 2023 EXPERTEN-WORKSHOP Identifikation von Handlungsansätzen mit Expertinnen und Experten Februar 2024 QUANTITATIVE-BEFRAGUNG Statistische Validierung der Ergebnisse und Handlungsansätze März 2024 Vorstellung: Zukunftsstudie zum Strukturwandel im Rheinischen Revier Begleitforschung Bioökonomie Verstehen.Verbinden.Unterstützen | TIM RWTH | 24.01.2025 8 Ergebnisse 1 – Technologietransfer 2 – Institutionelle Hemmfaktoren 3 – Entwicklungsfokus Vorstellung: Zukunftsstudie zum Strukturwandel im Rheinischen Revier Begleitforschung Bioökonomie Verstehen.Verbinden.Unterstützen | TIM RWTH | 24.01.2025 9 1 – Technologietransfer Umfassender Technologietransfer in alle Kommunen ist notwendig. • Die Teilnehmenden haben nur eine moderate Überzeugung, dass ein erfolgreicher Technologietransfer erfolgt. • Geringere Zustimmung von Teilnehmenden aus weniger F&E geprägten Kommunen. Es braucht Ansätze wie dezentrale, themenspezifische Innovationszentren (Innovation Hubs). Diese müssen auf regionalen Stärken aufbauen! Hochschul-Ausgründungen Hochqualifiziertes Personal Forschungskooperationen mit KMU Erfolgreicher regionaler Technologietransfer durch: Vorstellung: Zukunftsstudie zum Strukturwandel im Rheinischen Revier Begleitforschung Bioökonomie Verstehen.Verbinden.Unterstützen | TIM RWTH | 24.01.2025 10 2 – Institutionelle Hemmfaktoren Diverse Faktoren hemmen den Strukturwandel im Rheinischen Revier. • Der Abbau regulatorischer Hemmnisse und eine angepasste Regulatorik werden als sehr wichtig bewertet. • Teilnehmende sehen kaum eine Chance (20 %) für den erfolgreichen Abbau regulatorischer Hemmnisse bis 2030. Eine entschlossene Umsetzung der Maßnahmen ist erforderlich. Der Fokus liegt auf einer direkten, anwendungsnahen Förderung und der flexibleren Anpassung der Regulatorik Lange Verfahrensdauern verhindern eine rechtzeitige Förderung. Die planungsrechtlichen Rahmenbedingungen sind zu restriktiv. Es existiert kein klares einheitliches Förderregelwerk. Das europäische Beihilferecht verhindert wichtige Förderungen mit direktem wirtschaftlichem Effekt. Kriterien für die Sicherstellung einer nachhaltigen Wirkung von Vorhaben sind nicht ausreichend implementiert. Vorstellung: Zukunftsstudie zum Strukturwandel im Rheinischen Revier Begleitforschung Bioökonomie Verstehen.Verbinden.Unterstützen | TIM RWTH | 24.01.2025 11 3 – Entwicklungsfokus Akteure des Strukturwandels sind täglich konfrontiert mit folgenden Problemen: Eine intransparente, unübersichtliche Förderkulisse und Projektlandschaft Institutionelle Umsetzungshürden Unsicherheit Vorstellung: Zukunftsstudie zum Strukturwandel im Rheinischen Revier Begleitforschung Bioökonomie Verstehen.Verbinden.Unterstützen | TIM RWTH | 24.01.2025 12 3 – Entwicklungsfokus Dem Rheinischen Revier fehlt ein klarer thematischer Fokus und eine gemeinsam gelebte Strategie der Kommunen. „Das RR hat bislang keine eigene gelebte Identität, sondern bezeichnet lediglich einen geografischen Raum, der durch die Einstellung der Tagebauaktivitäten ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich betroffen sein wird.“ (Zitat Delphi-Teilnehmer) Vorstellung: Zukunftsstudie zum Strukturwandel im Rheinischen Revier Begleitforschung Bioökonomie Verstehen.Verbinden.Unterstützen | TIM RWTH | 24.01.2025 13 Handlungsempfehlungen Folgende Handlungsansätze können zur Bildung einer regionalen Identität und Stärkung des Technologietransfers beitragen: Vernetzung regionaler Projekte und themenspezifischer Akteure unter gemeinsamen Schlüsselthemen Community-Building Wissensaustausch Steigerung von Komplementarität und Synergien der Projekte Bildung eines gemeinsamen thematischen Selbstverständnisses Technologietransfer stärken - aus den mit Strukturwandelmitteln finanzierten Forschungsprojekten müssen langfristige wirtschaftliche Effekte in allen Kommunen entstehen! Stärkere Vernetzung der Forschung mit KMU aus allen Kommunen Forschung & Entwicklung umsetzungsorientiert ausgestalten Verstärkte Umsetzung von Transferkonzepten wie Innovation Hubs, aufbauend auf regionalen Stärken Vereinfachung der Förderkulisse & direkte Förderung auf höheren Technology Readiness Level (TRL) Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Dr. Christina Dienhart dienhart@time.rwth-aachen.de LinkedIn: Prof. Dr. David Antons antons@time.rwth-aachen.de LinkedIn: Kavernenkraftwerke als mögliche Folgenutzung in den Braunkohletagenbauen Errichtung sehr großer Speicher für elektrische Energie Horst Schmidt-Böcking und Henry Riße/TH-Aachen et al. NRW wurde und ist das führende Industriegebiet in Deutschland, weil es über kostengünstige fossile Energie (Stein- und Braunkohle) verfügt. In 2023 wurden von RWE > 80 Milliarden kWh Strom aus fossilen Energiequellen, wie Braunkohle ( 6 GW), Gas etc. erzeugt. Da die Energiegewinnung aus den fossilen Kohle- und Gasvorkommen ca. 2032 beendet werden soll, muss NRW, um Industrieland zu bleiben, andere regenerative Energiequellen erschließen. Wie kann dann NRW, bzw. Deutschland, nach 2032 zu jeder Zeit verlässlich preiswerte Energie für Industrie, private Haushalte, Mobilität etc, zur Verfügung stellen? Energie ist der wichtigste Rohstoff des menschlichen Lebens und Wirkens. Die Sonne sendet Energie im Überfluss zur Erde. Das Problem dabei ist: Es gibt sehr große Schwankungen in der Erzeugung durch WK und PV => Im Jahre 2045 gibt es ca. 200 bis 250 Tage mit großen Überschüssen am Tag und Fehlbedarf über Nacht (bezeichne dies als Kurzzeitschwankung, Stunden bis wenige Tage). und außerdem Winterflaute (Langzeitschwankung, Wochen, Monate) Das Ziel der Energiewende ist, 2045 ca. 80% der benötigten Energie aus Windkraft WK und Photovoltaik PV , sowie ca. 20 % aus Biomasse etc. zu erzeugen. Überschussenergie in einer April-Woche: ca. 10 Milliarden kWh = 10.000 GWh Fehlbedarf (Nachtflauten): ca. 3 Milliarden kWh / 3.000 GWh Daher kann man auf große Kurzzeitspeicher (Stunden bis mehrere Tage) nicht verzichten! Überschuss Fehlbedarf 420 300 180 60 Verbrauch Erzeugung aus WK + PV Leistung von erzeugter elektrischer Energie in [GW] Auf 2045 projizierte gesamte elektrische Energieerzeugung durch WK & PV (Haushalt, Industrie & Mobilität) wird bei ca. 1000 TWh/Jahr liegen (Verdopplung zu 2024). Anforderungen an Kurzzeit-Speichertechnologien: Das Speicherproblem Brauche Kurzzeitspeicher (Stunden, Tage…,Tag-Nachtschwankung) Nahezu 15 Milliarden Euro Stromkosten muss der deutsche Verbraucher heute schon pro Jahr für WK und PV Strom zahlen, der wegen fehlender Speicher verloren geht. und Langzeitspeicher (Wochen, Monate…, Windflauten im Winter) Geringe Energieverluste => Hohe Rückverstromungseffizienz > 80% Sehr hohe Speicherleistung > 50 GW (50 KW) und Speichermenge => 0,5 bis 1 TWh Niedrige Speicherkosten (Verbraucher) < 1-3 Cent/kWh Als Kurzzeitspeicher kommen in Frage: Pumpspeicherkraftwerke PSKW und Chemische Batterien (z.B. Li-Ionen, Na-Ionen, ....) Grüne Wasserstoff-Technologie kommt zur Rückverstromung wegen zu vieler Umwandlungsschritte und daher hoher Energieverlusten (60% bis 80%) als Kurzzeitspeicher nicht in Frage (Strom würde sehr teuer werden!) Grüner Wasserstoff ist nur als Langzeitspeicher sinnvoll und als Energieträger für Chemie- und Stahlindustrie etc.. Wichtige Vorteile von Wasserpumpspeichern PSKW sind: PSKW-Technologie ist völlig ausgereift ( > 100 Jahre) Große Leistungen (ca. 50 GW) und große Speicher ( > 500 GWh) möglich. Hohe Energieeffizienz > 80% . Außerdem: In Deutschland sind alle notwendigen umweltfreundlichen Rohstoffe (Wasser, Kies und Zement) vorhanden, um solche Speicher zu errichten. (keine Abhängigkeit vom Import von seltenen Rohstoffen) PSKW haben lange Lebensdauer: Pumpturbinen über 80 Jahre. Betonteile einige hundert Jahre. In ca. 1 Minute betriebsbereit. Sehr niedrige Kosten (< 2 Cent pro kWh Speicherung) Ein großer Energieversorger in Deutschland preist die Pumpspeicherkraftwerke wie folgt: Siehe Orginaltext RWE: https://www.rwe.com/unsere-energie/erneuerbare-energien-entdecken/wasserkraft/ Bei RWE erzeugen wir seit über einhundert Jahren zuverlässig elektrischen Strom aus der Energie des Wassers und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Energieversorgung – wirtschaftlich und CO2-frei. Zudem ist die Wasserkraft als eine der wenigen Technologien im Bereich Erneuerbarer Energien nahezu grundlastfähig und sorgt damit rund um die Uhr für klimaschonenden Strom. Technisch bedingt benötigen PSW nur eine sehr geringe Zeit, um zu starten. Kein anderer Kraftwerkstyp ist so schnell und flexibel wie Pumpspeicherkraftwerke, weshalb diese Sprinter der Stromerzeugung oftmals dazu eingesetzt werden, unvorhersehbare Abweichungen von Erzeugung und Nachfrage im Stromnetz, durch die Bereitstellung von Regelenergie, auszugleichen. Diese Aufgabe wird, durch den steigenden Anteil fluktuierender Einspeisung der Erneuerbaren, immer bedeutender. Pumpspeicherkraftwerke sind somit Garant für die Versorgungssicherheit, insbesondere im Zeitalter der Erneuerbaren Energien. Da eine konstante Spannung im Stromnetz für einen funktionierenden und zerstörungsfreien Betrieb aller elektrischen Verbraucher,wie z. B. Kühlschränke oder Computer, unerlässlich ist, wird diese von allen Großkraftwerken kontinuierlich geregelt. Dazu wird insbesondere der Blindstrom, der Teil des Stroms der z. B. für den Betrieb von Motoren notwendig ist, aber auch durch viele Anwendungen ungewollt entsteht, permanent reguliert. Pumpspeicherkraftwerke sind so konstruiert, dass sie im Leerlauf, dem sogenannten Phasenschieberbetrieb, die Blindleistungsregelung und damit diesen Teil der Spannungshaltung im Netz übernehmen können. Da Windkraft- oder Photovoltaikanlagen bislang nur geringe Möglichkeiten zur Blindleistungsregelung haben, sind Pumpspeicherkraftwerke die notwendige Basis zur Integration der Erneuerbaren Energien. Die wichtigsten Vertreter mechanischer Speicher sind die bekannten Pumpspeicherkraftwerke (PSW). Die Einsatzmöglichkeiten solcher Anlagen sind sehr vielschichtig. Zu verbrauchsarmen Zeiten kann Strom bezogen und zu verbrauchsstarken Zeiten wiedereingespeist werden. Da PSW im Falle eines großflächigen Stromausfalls ohne Fremdstrombezug starten können, also schwarzstartfähig sind, kann das Stromnetz -ausgehend von diesen Anlagen - neu aufgebaut werden. Sie bilden somit in einem solchen Fall das Rückgrat der europäischen Stromversorgung! PSKW-Beispiel Goldisthal: 2004 in Betrieb genommen Investitionskosten: 635 Millionen für 8,5 GWh Speichergröße 75 Euro/kWh. Beispiel Li-Ionenbatterie Neurath: RWE errichtet Li-Ionenspeicher in Neurath Investitionskosten: 140 Millionen Euro für 0,235 Millionen kWh Speichergröße 600 Euro/kWh, außerdem: ca. Li-Batterie hat nur 1/5 Lebensdauer im Vergleich zum PSKW! Kostenvergleich PSKW zu Li-Ionenbatterien pro 1 kWh Speichermenge Problem in Deutschland: Wo erlaubt es in Deutschland die Topographie noch neue große PSKW zu errichten? Um die Energiewende wirtschaftlich zu gestalten, brauchen wir in Deutschland ca. 10 bis 20 mal mehr an Pumpspeichern. d.h. => ca. 200 bis 800 GWh oder mehr. Neuere PSKW-Projekte, wie Atdorf/Schwarzwald oder Rurtalsperre / Eifel, sind alle durch Bürgeriniativen verhindert worden. Suche Topographien, wo PSKW die Umwelt sehr wenig stören und fast “unsichtbar“ bleiben. Mögliche Problemlösung: Unterwasserkavernenspeicher U-PSKW in gefluteten Tagebauseen. Wichtiger Hinweis Bedeutung solcher U-PSKW für die „Grünen Wasserstoff“-Technologie: In Deutschland ist die Elektrolyse nur 1500 h mit grünem Strom zu betreiben. Eine Vorspeicherung macht jedoch 4500 h und mehr Betriebsstunden mit grünem Strom möglich!! => „Game Changer“ für die Wirtschaftlichkeit zumindest für den H2 Einsatz in der Chemie. => Diese Vorspeicherung würde für die Elektrolyse eine Effizienzerhöhung um ca. Faktor 3 -4 oder mehr ergeben! 2019 Sind PSKW in den gefluteten Tagebauseen wirtschaftlich? 2019 MWIDE WI-E-0048 Gutachten: Vorschlag für ein PSKW im Hambacher Tagebau Druckrohre Oberbecken TB Hambach Unterbecken Restsee T Sophienhöhe Dieser Gutachtervorschlag würde jedoch eine Flutung des Tagesbaus und damit den Freizeitraum mit großem See für Wassersport und Erholung verhindern. Außerdem wäre das Gebiet Sophienhöhe als Freizeitraum nicht verfügbar. Pumpturbinen- Station Höhendifferenz h > 400 m Höhendifferenz 200 m Projekt STENSEA 2012: Artist View Originalfolie: Garg e.a.(2012), Hochtief HochTief/Frankfurt und C.Lay HochTief/Essen Zeitschrift, :Bauingenieur, Organ des VDI für Bautechnik, Springer Verlag, Bd 88, Juli/August 2013 Quelle: Hochtief -A.Garg e.a.: Presentation C2 auf IRES 7 (2012): STENSEA (Stored Energy in Sea) -The Feasibility of an Underwater Pumped Hydro Storage System „Ausblick“ im Gutachten (Seite 162) weist auf Errichtung eines Unterwasser-Kavernenpumpspeicher U-PSKW hin als die bessere Lösung und fordert dazu ein weiteres Gutachten. Betonkavernen als Unterbecken T Oberbecken Volumen V in m3 Höhendifferenz h > 400 m Für h ≈ 400 m und V = 1 Million m3 => S = 1 [GWh] Druckrohre Tagebau Hambach Für h ≈ 400 m und V = 120 Million m3 => S = 120 [GWh] Neues U-PSKW Konzept mit vom Tagebau getrenntem Unter- und Oberbecken (z.B. Manheimer Bucht) 120 GWh würde ausreichen, um ganz NRW ca. 10 Stunden mit Strom zu versorgen. Pumpturbinen Konstruktion und Berechnung: Prof. A. Garg und Dr. T. Bender Univ. of Applied Sciences-Mainz Mögliche Kavernenstruktur => Glocken- oder Röhrenform Größe ist ähnlich wie AKW Kühltürme Bei 40 bar Druckunterschied: => Wandstärken ca. 4 - 5 m Betonmenge pro Turm => < 300.000 m3 Kosten (300 Euro/m3) pro Turm ca. 90 Millionen Euro Energie-Ausspeicher-Kapazität pro Turm: 940 MWh Oberbecken als abgetrennter Teil in der Manheimer Bucht Integration des U-PSKW in dem rekultivierten Tagebau Hambach Errichtung eines abgetrennten Oberbeckens Manheimer Bucht Abgetrenntes Oberbecken in Manheimer Bucht Vision: Gefluteter See als Freizeitgebiet mit unsichtbarem U-PSKW auf dem Grund des Sees. Wichtig: Keinerlei Wasserbewegung im Tagebausee. Halten Wasserdruck von 40 bar stand Das neue Konzept verändert kaum die Gesamtmassenbilanz. Es findet kein Eingriff in die Kippe (Böschungen) statt, im Gegenteil: die Betonkavernen können die Böschungen stabilisieren. Die Kavernen werden auf gewachsenem Grund z.B der Tagebausohle errichtet. Der Damm an Manheimer Bucht kann als Schüttdamm ähnlich wie an Wehebachtalsperre mit Tonkerndichtung in gewachsenem Ton eingebunden werden. Da die Speicherfrage das wichtigste noch ungeklärte Problem der Energiewende ist, muss jede Möglichkeit sehr sorgfältig von unabhängigen Experten geprüft werden: Wir sind der Meinung: diese Kavernenspeicher sind eine sehr wirtschaftliche und langlebige Form der Energiespeicherung. Einwände von RWE (Dipl. Ing. Michael Eyll-Vetter) gegen neues Konzept: Gegenstellungnahme von HSB Die hydrologischen Eingriffe sind nahezu NULL. Es findet keinerlei Wasserbewegung im gefluteten Tagebausee statt. Das Oberbecken könnte auch in Kavernenbauweise errichtet werden (unsichtbar). Die Rohrleitungen haben ähnliche Größe wie in Goldisthal auf die gleiche Speichergröße bezogen. Da die Wassersysteme des UPSKW und des gefluteten Tagebaues völlig getrennt sind, gibt es keinerlei Wasserbewegung im gefluteten Tagebausee. Wenn das Oberbecken außerdem in Kavernenbauweise errichtet wird (unsichtbar), gibt es keinerlei ökologische Eingriffe. Es sollte wie im 2019 Gutachten von Tractebel gefordert, umgehend ein Folgegutachten zur Errichtung von Unterwasserkavernen-PSKW in Auftrag gegeben werden. Planung und Genehmigung könnten wie bei LNG Terminals in Monaten erledigt werden und die Bauzeit würde dann nur ca. 5-6 Jahre betragen. Die Inbetriebnahme des Speichers und die Flutung des Tagebaus wäre ab 2031 möglich! U-PSKW in anderen Tagebauen z.B. Tagebau Garzweiler Ober- becken im „Ostloch“ Kavernen am Grunde TB Garzweiler Bauzeit und Kosten Bauzeit eines 100 GWh UPSKW nach Aussage von HochTief ca. 5-6 Jahre Die Kosten pro kWh Speicherkapazität betrugen für des PSKW Goldisthal (2004 in Betrieb genommen) 75 Euro/kWh. Wegen zusätzlicher Errichtung der Betonkavernen würde ein UPSKW im Tagebau Hambach ca. 200 – 250 Euro/kWh kosten. Welche Vorteile bringt ein U-PSKW im Tagebau Hambach für das RR? Beim Bau von PSKW verbleiben rund 95% der Wertschöpfung in Deutschland! RR + NRW würde auf dem Energiesektor der zentrale Umschlagplatz für erneuerbare Energie (inklusiv H2) werden und für viele Generationen bleiben. PSKW sind fast ausschließlich mit lokal verfügbaren und unkritischen Rohstoffen zu bauen. PSKW wären DAS KONJUNKTUR-Programm für die heimische Bauwirtschaft + Maschinenbau. PSKW sind mit Speicherkosten von ca. 2 Ct/kWh die günstigste Speicherform. PSKW haben eine sehr lange Lebensdauer: Pumpturbinen eines PSKW sind ca. 5 bis 6 Lebenszyklen einer Batterie einsatzfähig, Betonteile eines PSKW mehrere hundert Jahre. Diese PSKW machen Deutschland und NRW fast unabhängig von Turbolenzen auf dem internationalen Energie- und Rohstoffmarkt. Ein Unterirdisches Kavernen-PSKW würde das Freizeitgebiet am TB Hambach in keiner Weise stören. Sie bringen dauerhafte Steuereinnahmen für Kommunen. Fraunhofer IEE und Partner errichten Kavernenspeicher auf dem Meeresgrund vor der kalifornischen Küste 1. November 2024 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Nachtrag Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Generationenaufgabe, muss vor Gewinnmaximierung einzelner Unternehmen stehen. Speicherproblem ist NICHT gelöst! Gelingen der Energiewende hängt von der Lösung der Speicherfrage ab! NRW als Industrieland hat besondere Verantwortungaber auch besondere Chancen. Lösung der Speicherfrage muss auf verschiedene Säulen gestellt werden. Reduzierung allein auf Batterien ist fahrlässig (H2 derzeit gänzlich unwirtschaftlich, in Speicherstudie von NRW /Dez. 2024 PSKW-Technologie kaum erwähnt!!!). Große TB-Löcher = einmalige Chance Blick ins Ausland zeigt, dass Pumpspeicher das Rückgrat der Stromspeicherung sind und bleiben (AT, CH, PT, …). Vertiefende Studie ist „No-Regret“-Maßnahme, Pumpspeicher im Rheinischen Revier – ein Schlüssel zur Lösung des Speicherproblems Das RR + NRW haben mehr als 100 Jahre lang von der Braun- und Steinkohle als günstigem Energieträ- ger profitiert und konnten sich dadurch zum führenden Industriezentrum in Deutschland entwickeln. Nun ist der Kohleausstieg besiegelt und eine Ablösung des Energieträgers Kohle absehbar. NRW/Deutschland verfügen dennoch über andere preiswerte Energien! Wind und Sonne, Biogas und Geothermie aber auch etwas Wasserkraft sind im Überfluss vorhanden. Das Kernproblem von Wind und Sonne ist aber deren Unstetigkeit, Tage /Stunden mit riesigen Über- schüssen wechseln mit Tagen Stunden mit fast gänzlich ohne Stromerzeugung aus Wind und Sonne. D.h. es muss ein Ausgleich zwischen Überangebot und Strommangelzeiten geschaffen werden. Diese Speicheraufgabe ist weitaus größer als das bisher technisch, mental und administrativ gedacht und stellt das bisher größte ungelöste Problem der Energiewende dar. Allein der Tag – Nachtausgleich oder den Ausgleich zwischen einen windstarken und einem Schwachwindtag (siehe Grafik 1) erfordert Spei- cher vom 8 bis 10 -fachen der jetzigen Kapazität (rund 50 GWh ), d.h. es wäre n 400 bis 500 GWh an Speicherkapazität, bzw. 30 bis 50 GW Einspeicherleistung erforderlich! Zum Vergleich: Block 1 Neurath hat 1 GW. Ein weiterer ganz wichtiger Aspekt in der zukünftigen Energieversorgung ist die Sicherung der Wasser- stoffversorgung für die Chemie, Stahl und Papierindustrie. Diese Industriezweige warten dringend auf einen Anschluss ans H2-Netz und auf bezahlbaren Grünen Wasserstoff GW. Die dafür geplanten mitten durchs RR verlaufenden H2 -Pipeline‘s (Grafik 2) müssen maßgeblich auch mit heimischen H2 gefüllt werden, der jedoch (einigermaßen) wirtschaftlich erzeugt werden muss. Der Schlüssel dafür ist, dass die Elektrolyseure statt den jetzt möglichen 1800 Vollaststunden (VBh) zukünftig in 4000 VBh im Jahr mit preiswertem erneuerbarem Strom gespeist werden müssen , was wiederum nur durch eine „Vor-Speicherung“ durch große Speicher möglich ist. Wenn jetzt über die Errichtung von Speichern geredet wird, dann bietet das RR ebenfalls eine Beson- derheit, eine ganz besondere und einmalig Chance. So sind mit den Tagebaurestlöchern Großstruktu- ren wie im Mittelgebirge gegeben, wo Höhenunterschiede zwischen 200 und 400 m vorhanden sind. Dort können in direkter Nachbarschaft ein Untersee (Unterbecken) und ein Obersee (Oberbecken) auf unterschiedlicher Meereshöhe errichtet werden. Diese großen Höhenunterschiede sind ideal für die Errichtung von Pumpspeicherkraftwerken, die seit 100 Jahren und bisher das Rückgrat der nationalen und internationalen Speichertechnologien sind. In der Studie zur Nutzbarmachung der Tagebaurestlöcher der Fa. Tractebel (Grafik 3) wurde dies un- tersucht und das riesige P otenzial erkannt, jedoch hört die Studie dort auf, wo es wirklich spannend wird, wo Lösungen angesprochen werden, die geologische Risiken weitestgehend ausschließen und die eine uneingeschränkte Erholungsnutzung ermöglichen. Der Schlüssel dazu liegt im Konzept des Unterwasserkavernen-Pumpspeicherkraftwerkes, bei dem der Untersee in Betonkavernen auf der Sohle des Tagebau-Restloches „eingesperrt“ wird (siehe Grafik4). Der Obersee des PSKW kann auf gewachsenem Grund nahe der Geländeoberfläche angelegt werden. Diese Unterwasserbetonkavernen können in unterschiedlichen Formen ausgebildet werde, diese rei- chen vom Meerei für sehr große Tiefen bis 800 m (Norwegische Rinne), domartigen Kavernen für bis zu 400 m Tiefe und großvolumige Röhrensysteme (Grafik 5). Am Tagebau Hambach kommen noch zwei weitere begünstigende Faktoren dazu; die sehr große Tiefe von ca. 400 m, die hervorragende Infrastruktur der bestehenden Stromtrassen sowie die Manheimer Bucht als Flachwasser auf geeignete n gewachsenen Untergrund mit natürlicher Untergrunddichtung zur Errichtung eines Oberbeckens. Insbesondere der TB Hambach bietet ein Potential von 100 bis 200 GWh Speicherkapazität, womit bis zu 50% der deutschlandweit notwendigen Speicherkapazität für den Tag-Nacht-Ausgleich an einem Standort hier im RR geschaffen werden kann. Die Leistung von rund 10 bis 20 GW ist dann sogar mit den gesamten ehemaligen Braunkohle -Kraftwerkspark im RR vergleich- bar. Dabei ist von den A nlagen oberirdisch praktisch nichts zu sehen, das Ob erbecken kann als abge- trenntes Becken in der Manheimer Bucht ebenfalls mit breitem Strand zum Restsee und zum Ostufer angelegt werden. (siehe Grafik 5) Statt Manheimer Bucht als Oberbecken, könnte man das Oberbecken aus mit Abraum überdeckten Betonkavernen herstellen, so dass auch das Oberbecken völlig unsichtbar bleibt. Der so entstehenden mit Bäumen bepflanzten „Hügel“ kann ein Teil des neuen Freizeitgebietes werden. Warum das Plädoyer für PSKW? Neben PSKW als Kurzzeitspeicher sind sicher auch Batterien notwendig, beide ergänzen sich, PSKW habe jedoch ganz besondere Vorzüge: 1. PSKW sind sehr langlebige Infrastrukturelemente, Lebensdauer bis >100 Jahre im Vergleich zu Batterien mit nur rund 15 Jahren (5 bis 7 Lebenszyklen Batterie = 1 Lebenszyklus PSKW) 2. Beim Bau von PSKW verbleiben rund 95% der Wertschöpfung in Deutschland bzw. Europa, während bei Batterien der Großteil (ca. 2/3) nach Fernost abfließt 3. PSKW sind fast ausschließlich mit heimischen, verfügbaren und unkritischen Rohstoffen zu bauen! 4. PSKW sind DAS Konjunkturprogramm für die heimische Bauwirtschaft + heimischen Maschi- nenbau, dies ohne Subventionen!!! Potential Investitionen 20 bis 40 Mrd. €!!! 5. PSKW sind in der Lage, große Energiepakete auch über weite Strecken und lange Zeit zu lie- fern, was für den Ausgleich zwischen Nord-Süd und Ost-West essentiell ist. 6. PSKW sind mit Speicherkosten von rund 2 Ct/kWh bisher immer noch die günstigste Spei- cherform, andere Länder wie CH, AT und PT setzen stark darauf und helfen uns momentan bei der Stabilisierung der Netze. 7. PSKW im Rheinischen Revier unmittelbar an einer großen DC-Nord-Süd-Stromtrasse sind als ein Schlüssel zur Lösung der Speicherfrage auch essenziell für die Erhöhung der Resi- lienz gegenüber den zu erwartenden protektionistischen Eingriffen in die Energie- und Roh- stoffmärkte Großspeicher für Erneuerbare Energien im Rheinischen Revier Michael Eyll-Vetter – 24.01.2025 Tagebauplanung Seite 224.01.2025 Rheinisches Revier KVBG* in Umsetzung, einschließlich Leitentscheidung 2023 GW installierte Kapazität Veredlungsstandorte Mio. € Mio. t/a Kohleförderung Mio. t/a Veredlungskapazität Beschäftigte** Beschaffungsvolumen im Rheinischen Revier 2023 TWh/a Stromerzeugung Lohn- und Gehaltssumme im Rheinischen Revier für 2023 Mio. € 6 31 3 44 3 4 ~7.400 535 690 *Kohleverstromungsbeendigungsgesetz; aktuelle Eckdaten **Stand 31.03.2024 *** Tagebaue Hambach, Inden & Garzweiler Tagebauplanung Seite 324.01.2025 Erneuerbare Energien im Rheinischen Revier Schwerpunkt der RWE Renewables MWp Agri PV Bedburg MWp PV RWE Neuland Solarparks* Realisiert ∑ MW MW Energiepark Indeland MW WP Titz MW WP Bedburg/Königshovener Höhe MW WP Jüchen MW WP Bergheim – Wiedenfelder Höhe MWp PV Garzweiler/Jackerath* MWp RWE Indeland Solarpark ∑ MWp Ausbauziel bis 2030 Weitere ~500 MWrd. 140rd. 200 * Inklusive BatteriespeicherStand: Dezember 2024 29 42 4 96 20 13 52 19 42 Tagebauplanung Seite 424.01.2025 PV-Anlagen in der Böschung Inbetriebnahme der zweiten Freiflächen-PV-Anlage im T agebau Hambach • Leistung: 35 MWp • Insgesamt über 22.000 Module auf rd. 35 Hektar • Grüner Strom für mehr als 10.800 Haushalte • Baubeginn Juni 2023, IBN Juli 2024 • Gründung der gemeinsamen Projektgesellschaft „RWE Neuland Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG“ Tagebauplanung Seite 524.01.2025 PV-Anlagen in der Böschung Demonstrationsanlage für Agri-PV • Agri-Photovoltaikanlage (Agri-PV) auf rd. 7 ha großer Rekultivierungsfläche mit einer Leistung von 3,2 MW peak • Forschungszentrum Jülich bringt wissenschaftliche Expertise in der Kombination von Pflanzenforschung und Photovoltaik im Kontext der Bioökonomie ein. • Inbetriebnahme erfolgt; Laufzeit der Forschungsaktivitäten mindestens 5 Jahre Tagebauplanung Seite 624.01.2025 Ausbau erneuerbarer Energien Stadt und RWE nehmen neuen Windpark Bedburg in Betrieb • Auf rekultivierten Flächen am T agebau Garzweiler schließen die eingespielten Partner Stadt Bedburg und RWE einen weiteren Windpark mit einer Kapazität von 28,5 Megawatt (MW) erfolgreich ans Netz an. • Fünf Windenergieanlagen des 30 Millionen Euro teuren Projekts „Bedburg A 44n” können genug grünen Strom erzeugen, um jährlichen Bedarf von 28.000 Haushalten zu decken – mehr als Bürger und Betriebe der Stadt verbrauchen. • Fünfte T urbine wird moderne Ressourcenschutzsiedlung Bedburg-Kaster versorgen, die aktuell gebaut wird. Tagebauplanung Seite 724.01.2025 Schwimmende PV-Anlagen Zukunftsvision Beginn der Seefüllung: • Hambach und Inden ab ca. 2030 • Garzweiler ab ca. 2036 Ziel: • Ausbau EE auf T agebauseen ohne Flächeninanspruchnahme Potentiale: • für Floating PV im rheinischen Revier auf allen T agebauseen bis 2040: ➢ ~ 350 - 400 MW ➢ Endausbau ~ 1.000 MW Herausforderungen: • Genehmigungspfade auf T agebauseen weitestgehend unerprobt • T echnische Ausgestaltung von Floating-PV- Anlagen in dieser Dimension Tagebauplanung Seite 824.01.2025 Energiesystem der Zukunft Erneuerbare Energien, gesicherte Leistung und Speicher als Säulen der Energiewende im Rheinischen Revier GuD Weisweiler Batteriespeicher Neurath ▪ Errichtung H2ready Gaskraftwerk mit 800 MW Leistung bis 2030 ▪ Genehmigungsplanung Ende 2023 gestartet ▪ Planung berücksichtigt Umrüstung auf 100% Wasserstoff ab 2035 ▪ Investition genehmigt ▪ Bau läuft, Batterien geliefert ▪ Inbetriebnahme Anfang 2025 Batteriespeicher Ausbau Erneuerbare Energien ▪ Baustart von 6 Windenergieanlagen mit Kapazität von 28,5 MW in Aldenhoven ▪ Inbetriebnahme Photovoltaikanlage „RWE Neuland Solarpark“ im T agebau Hambach mit Leistung von 12 MW und 4,1 MW Speicher, weitere Anlage im Bau (IBN 2024) Stand: 05.04.2024 Tagebauplanung Seite 924.01.2025 Verschiedenste Ideen zur energetischen Nutzung von T agebauseen wurden und werden bei RWE aufgegriffen und geprüft Pumpspeicher mit Oberbecken Sophienhöhe und Unterbecken T agebausee Hambach (~2019) Pumpspeicher mit Oberbecken T agebausee Inden und Unterbecken T agebausee Hambach (~2019) StEnSea Wasserbatterie T echno-ökonomische Analyse der Anwendung des Stensea- Konzepts im Hambacher T agebausee“ Fraunhofer IEE (~2021) Kavernen- pumpspeicher Überarbeitete Konzeptstudie Prof. Schmidt-Böcking mit Oberbecken Manheimer Bucht (~2024) Laufwasser- kraftwerke Energetische Nutzung der einzuleitenden Wassermengen in die T agebauseen Inden und Hambach (~2019/2023) Batteriespeicher in den Böschungsbereichen der T agebaue Inden, Hambach und Garzweiler (~2023) Photovoltaik in den Böschungsbereichen der T agebaue Inden, Hambach und Garzweiler (~2022) Tagebauplanung Seite 1024.01.2025 LANUV hat Möglichkeiten für Pumpspeicherkraftwerke in NRW 2016 umfassend geprüft Veranlassung / Untersuchungsumfang: • Ziel der Studie war es geeignete Vorzugsstandorte für PSW in NRW zu identifizieren und diese unter Einbeziehung ökologischer, sozialer und ökonomischer Faktoren zu bewerten und landesweit das Potential von PSW in Bezug auf Leistung und Kapazität abzuschätzen. • Die Standortsuche und -bewertung erfolgte über eine topographische Analyse geeigneter Flächen (möglichst große Höhendifferenz und Nähe der Becken zueinander), über die Anwendung von Ausschlusskriterien (von der Landesplanung vorgegebene Vorranggebiete), über die Ermittlung von Konfliktpotentialen (Geologie, Hydrologie, etc.), bis hin zur Darstellung der Vorzugsstandorte. Ergebnisse • Insgesamt wurden in NRW 93 potentielle Standorte für PSW gefunden, mit Fallhöhen von 184m bis 416m und einer Spanne der potentiell installierbaren Leistung von 100 MW bis 1.400 MW. • Unter Berücksichtigung von ökologischen und wirtschaftlichen Faktoren wurden anschließend 23 Vorzugsstandorte im Detail untersucht. Zusammen mit den 4 derzeit in Planung befindlichen PSW wurden für die 27 (Vorzugs-)Standorte folgende technisch machbaren Kennzahlen ermittelt. Mindestanforderung entsprechend der Studie sind 2 Faktoren für die Wahl und Wirtschaftlichkeit eines Standorts entscheidend: • Fallhöhe: hier gelten grundsätzlich Fallhöhen unter 200m als unwirtschaftlich. Falls bereits Speicherbecken nutzbar sind, können auch niedrigere Fallhöhen wirtschaftlich sein. • Empfohlene Fallhöhe zu Horizontaldistanz: 200m → 2.000m / 250m → 3.500m / 280m → 5.000m Tagebauplanung Seite 1124.01.2025 Lahmeyer hat 2019 die mögliche energetische Nachnutzung der drei Braunkohlentagebauseen untersucht • Neben umfangreichen Grundlagenuntersuchungen in den Bereichen Geologie, Hydrologie und Hydrogeologie, wurden in der Studie mögliche Pumpspeicherkonzepte für das Gebiet der drei T agebaue erarbeitet werden. • In einem ersten Schritt wurden potentielle Standorte für Pumpspeicherwerke identifiziert und bewertet. Die beiden vielversprechendsten Varianten sollten daraufhin genauer hinsichtlich technischer Machbarkeit, ökologischer Gesichtspunkte und Wirtschaftlichkeit untersucht werden. • Ergänzend wurde unter den alternativen energetischen Nutzungsmöglichkeiten auch die Möglichkeiten der Energiegewinnung aus Wasserkraft während der Befüllung der drei T agebaurestlöcher bewertet. Alle Varianten mit Einbeziehung gefüllter Restseen wurden nicht weiter empfohlen. Auf den ersten 10 Plätzen lagen auf Grund der Fallhöhe und Entfernung von Ober- zu Unterbecken ausschließlich PSW-Kombinationen mit abgesenktem Unterbecken im Bereich der Restlochsohlen. Tagebauplanung Seite 1224.01.2025 Die entsprechenden Fallhöhen werden im Bereich der T agebauseen lediglich während der Füllphase erreicht. Nach der Füllphase bietet die Verbindung zwischen dem T agebausee Inden (+92mNN) und Hambach (+65mNN) bei einer Distanz von 7 km die besten Randbedingungen. Diese Option bleibt jedoch weit hinter den (ökonomischen) Anforderungen an einen potenziellen Standort zurück. Pumpspeicher Ergänzende Bewertung der Lahmeyer Studie durch RWE - 2019 Darstellung aus 2019 Regionale Aspekte • Schwankungsdifferenzen in den T agebauseen machen eine öffentliche Nutzung der Uferlinien nahezu unmöglich. • T agebauseen dienen in den Regionen als Aufhänger für den anstehenden Strukturwandel. • Arbeitsmarktpolitisch sind PSW wenig interessant. Ökologische Aspekte • Durch die regelmäßige Absenkung des Wasserspiegels wären dauerhaft auch die Feuchtgebiete an Niers und Rur betroffen. • Schwankende Seespiegel lassen keine ökologische Entwicklung der Uferzonen zu. • Hohe Entnahmeraten aus den Seen (in beide Richtungen) führen zu negativen Auswirkungen auf die Fischbestände. T echnik • Die wechselnden Strömungsdrücke auf die Böschung sind in Lockergesteinsböschungen nicht beherrschbar und führen zur Instabilität der Ufer • Eine Drainage im Kippenbereich dürfte in Bezug auf die Restsetzungen und Wasserqualitäten schwierig funktionsfähig gehalten werden können • Auf Grund der entstehenden Druckstöße wird eine Gründung im geschütteten Untergrund als kritisch eingestuft. Kosten • Durch die dauerhafte Absenkung würden Ewigkeitskosten entstehen • Die Dimensionierung der notwendigen Leitung führt zu hohen Investitionskosten einhergehend mit einer großen Flächeninanspruchnahme. Tagebauplanung Seite 1324.01.2025 StEnSea Wasserbatterie Grundkonzept gem. Idee Prof. Dr Schmidt-Böcking und Dr. Luther 2011 und Modellversuch Fraunhofer IEE 2016 / 2024 2016 Das Konzept des Pumpspeicherkraftwerk nutzt das Meer (oder See) selbst als oberes Speicherreservoir. Das untere Speicherbecken wird durch einen Hohlkörper auf dem Grund gebildet, der im Pumpbetrieb mit Ladestrom leer gepumpt wird und im Entladebetrieb über eine T urbine zum Generatorantrieb wieder mit Wasser gefüllt wird. In einem Modellversuch im Maßstab 1:10 im Bodensee aus dem Jahr 2016, wurden Detailfragestellungen zu Konstruktion und Bau, Installation und Logistik sowie Betriebsweise und Wartungskonzepten für das Speichersystem untersucht. Sicher ist, dass das Konzept erst ab Wassertiefen von ca. 600-800 Metern im Meer wirtschaftlich anwendbar sein kann. Bei den T ests im Bodensee handelte es sich also um einen einmaligen kurzen T est, mit dem die Anwendung im Meer in einem Nachfolgeprojekt vorbereiten werden soll. 2025 Nach dem T est im Bodensee wollen die Fachleute nun mit dem neuen Projekt den Einsatz in großer Wassertiefe unter Offshore-Bedingungen vor der kalifornischen Küste testen. Sie werden dort im Projekt „StEnSea“ in 500 bis 600 Metern Tiefe eine hohle, 400 T onnen schwere Betonkugel mit neun Metern Durchmesser verankern. Das Ziel es, alle Arbeitsschritte entlang der Herstellung, der Installation, dem Betrieb und der Wartung im Hinblick auf die angestrebte Größe der Kugel – ein Durchmesser von 30 Metern – zu untersuchen und zu bewerten. Quelle: Fraunhofer IEE Tagebauplanung Seite 1424.01.2025 StEnSea Wasserbatterie Masterstudie „T echno-ökonomische Analyse der Anwendung des Stensea-Konzepts im Hambacher T agebausee“ 2021 Fraunhofer IEE - technischer Input durch RWE Power Der StEnSea-Park im Tagebausee Hambach ist auf dem Day-Ahead-Markt nicht rentabel und wird seitens RWE Power daher nicht weiter verfolgt. Methode • Simulation des Marktverhaltens mittels eines linearen Programms • Gewinnmaximierung durch Arbitragehandel auf dem Day-Ahead-Markt • Historische Preiszeitreihen für das Jahr 2019, Preiszeitreihen für das Jahr 2031-2050 aus dem Strommarktsimulationsmodell Power ACE Investitionen Erlöse Rentabilität T eilergebnisse: • Die spezifischen Kosten sind bei der Offshore- Anwendung niedriger als bei einemT agebausee. • Die leistungsspezifischen Kosten sind schon jetzt höher als die von Pumpspeicherkraftwerken (500-1.200 k€/MWhel) T eilergebnisse: • Drei Erlösszenarien für einen Zeitraum von 20 Jahren mit möglichen Erlösen von 43, 90 und 180 Millionen Euro/Jahr wurden ermittelt. T eilergebnisse: • Mittelwert: minus 210.945 € pro Unit und Jahr • Mittlerer Verlust von 140 Millionen Euro für die Anlage pro Jahr Methode • Bestimmung der laufenden Auszahlungen • Schätzung weiterer Eingangsgrößen (Zinssatz, Laufzeit, Preissteigerungen) • Anwendung der Annuitätenmethode nach VDI 6025 Quelle: Fraunhofer IEE Tagebauplanung Seite 1524.01.2025 Unterwasserkavernenpumpspeicher Aktualisierte Konzeptstudie Prof. Schmidt-Böcking 2024 Die Idee: Errichtung von Betonhohlkörpern (Kavernen) auf dem T agebauboden als Unterbecken eines Pumpspeicherkraftwerks und Errichtung eines Oberbeckens in der Manheimer Bucht als Speicherbecken mit 24 GW Leistung und 215 GWh Speicherkapazität. Bewertung RWE: • Vorschlag im Vergleich zu anderen Speicheroptionen nicht wirtschaftlich – vorliegende Berechnungen beruhen auf unzutreffenden Annahmen, u.a. zu Kosten der baulichen Maßnahmen und verfügbarem Speichervolumen • Bergbaulich schwer umsetzbar, u.a. wegen Eingriffen in die Gesamtmassenbilanz, Kippenaufbau, Stabilität des Abschlussdamms für Manheimer Bucht • Hydrologisch mit erheblichen Eingriffen verbunden, insb. Ausschluss anderer Nutzungen der Manheimer Bucht, Größe der notwendigen Rohrleitungssysteme, Böschungsstabilität • Ökologischer Eingriff, u.a. wegen Einschränkungen Ufer- und Flachwasserzonen und durch Betonage Manheimer Bucht keine Anbindung zu GW-Leitern • Verzögerung der Wiedernutzbarmachung durch Baumaßnahmen und langes Genehmigungsverfahren, keine Befüllung See vor 2045/50 möglich Tagebauplanung Seite 1624.01.2025 Randbedingungen: • Maximal einzuleitenden Wassermenge 16,2 m³/s (Rheinwasser, Sümpfung, Entwässerung Sophienhöhe) • Dauer der Befüllung bis Zielwasserspiegel rund 40 Jahre; Wasserstand steigt während dieser Zeit um rd. 350 m an Einleitungstrasse: • T rassenbreite 40 m, Länge der Einleitung ca. 3,5 km • Höhenunterschied ca. 365 m mit Alternierend Flach- und Steilstrecken Favorisierte Variante: Kraftwerkstreppe mit 3 Krafthäusern, die über die gesamte Befülldauer genutzt und inszeniert werden kann. Realisierung bis zur Wassereinleitung 2030. Laufwasserkraftwerke können für die T agebauseen Hambach und ggf. Inden eine wirtschaftlich umsetzbare Alternative sein Tagebauplanung Seite 1724.01.2025 Batteriespeicher am Kraftwerkstandort Neurath wird kurzfristig in Betrieb genommen Weitere große Potentiale für Batteriespeicher im Bereich von Tagebauböschungen vorhanden. Erste Projekte in der Entwicklung und Genehmigungsvorbereitung. Tagebauplanung Seite 1824.01.2025 Fazit • RWE ist Gestalter und Schrittmacher der grünen Energiewelt. • Mit ihrer Investitions- und Wachstumsoffensive Growing Green trägt RWE maßgeblich zum Gelingen der Energiewende und zur Dekabonisierung des Energiesystems bei. • Im Bereich Erneuerbare Energien ist RWE bereits heute eines der führenden Unternehmen und wird bis 2030 weltweit 55 Milliarden Euro in Offshore- und Onshore-Wind, Solarenergie, Speichertechnologien, flexible Erzeugung und Wasserstoffprojekte investieren. • Aufbauend auf dieser Strategie wird auch RWE Power in Zukunft weiter ergebnisoffen mögliche energetische Nutzungen der T agebaue selbst und der entstehenden T agebauseen unterstützen und Projekte, deren Realisierungschancen darstellbar sind, gemeinsam mit den Partnern in der Region umsetzen. • Pumpspeicher stellen aufgrund der geringen Fallhöhen sowie der großen Distanzen möglicher Ober- und Unterbecken zueinander im Rheinischen Revier keine Option dar. • Die StEnSea Wasserbatterie wird von RWE nicht weiter verfolgt. Denkbar, wenn Wirtschaftlichkeit und Machbarkeit nachgewiesen sind. • Unterwasserkavernenpumpspeicher werden von RWE aufgrund der Vielzahl ungeklärter Rahmenbedingungen nicht weiter verfolgt. • Batteriespeicher und wasserstofffähige Gaskraftwerke sind derzeit favorisierte Absicherung der erneuerbaren Energien. Glück Auf! Titel der Präsentation Wasserstoffnetze für das Rheinische Revier Prof. Dr. Phillip Fest Köln, 24.01.2025 Titel der Präsentation Agenda 1. Rückblick: NRW als Vorreiter 2. Überblick: Das Wasserstoff-Kernnetz 3. Überblick: Integrierte Netzplanung 4. Fokus: Das Rheinische Revier 5. Zusammenfassung 2 Titel der Präsentation 1. Rückblick Nordrhein-Westfalen als Vorreiter in Sachen Wasserstoff Titel der Präsentation 1. Rückblick 4 Wasserstoff Roadmap NRW (2020) Quelle: Wasserstoff Roadmap NRW (2020) Quelle: Nationale Wasserstoffstrategie (2020) Quelle: Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie (2023) Nationale Wasserstoffstrategie (2020 & 2023) Titel der Präsentation 1. Rückblick 5Quelle: Integrierte Netzplanung, wirtschaft.nrw Integrierte Netzplanung NRW Leuchtturmprojekt aus dem Jahr 2023 Projekt des MWIKE, OGE, Thyssengas, Amprion und Westnetz Wesentliche Erkenntnis: „Ein systemübergreifender und iterativer, bundesweiter Prozess zur Bedarfsermittlung für Energieinfrastruktur muss für die Realisierung des Klimaneutralitätsnetzes 2045 kurzfristig angestoßen werden.“ (S. 10) Titel der Präsentation 1. Rückblick 6 Energie- & Wärmestrategie NRW (2024) Quelle: Energie- & Wärmestrategie NRW (2024) Bis 2045 wird es einen Bedarf von 129-179 TWh an Wasserstoff und Derivaten in Nordrhein-Westfalen geben Wasserstoff soll vorrangig in den Bereichen zum Einsatz kommen, in denen eine Elektrifizierung oder andere Ausweichmöglichkeiten beziehungsweise Substitute nicht möglich oder wirtschaftlich nicht tragfähig sind. Spätestens im Jahr 2045 soll nur noch grüner Wasserstoff zum Einsatz kommen. Titel der Präsentation 2. Überblick: Das Wasserstoff-Kernnetz Titel der Präsentation 2. Wasserstoff-Kernnetz 22.10.2024: Genehmigung des Wasserstoff-Kernnetzes Das Wasserstoff-Kernnetz in NRW: 8 Leitungslänge Neubau/Umstellung Verdichterleistung Investitionskosten 9.040 km 44% / 56 % 291 MW 18,9 Mrd. € Quelle: Angaben der BNetzA im Zusammenhang mit der Genehmigung des Kernnetzes Leitungslänge gesamt Kernnetz in NRW* Davon Neubau in NRW* Davon Umstellung in NRW* 9.040 km Ca. 1.550km (ca. 17% der Gesamtlänge) Ca. 750km (ca. 48% der Länge des Kernnetzes in NRW) Ca. 800km (ca. 52% der Länge des Kernnetzes in NRW) * grobe Näherungswerte; der tatsächliche Leitungsverlauf wird erst in nachgelagerten Planungsverfahren festgelegt Quelle: Berechnung auf Grundlage der Genehmigung der BNetzA sowie Angaben von FNB Titel der Präsentation 9 Quelle: Darstellung der FNB Gas 2. Wasserstoff-Kernnetz Titel der Präsentation 2. Wasserstoff-Kernnetz 10 Quelle: Darstellung der FNB Gas Titel der Präsentation 3. Überblick: Integrierte Netzplanung Titel der Präsentation 12 Genehmigung des Kernnetzes lediglich erster Schritt Zweiter Schritt: Fortlaufende integrierte Netzentwicklungsplanung für Wasserstoff und Erdgas Das Kernnetz ist lediglich der „Startschuss“, während die Fortentwicklung durch die integrierte Netzplanung erfolgt 3. Überblick: Integrierte Netzplanung Titel der Präsentation 13 1. Schritt: Szenariorahmen Alle zwei Jahre ist ein Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff zu erstellen Erstmalig im Jahr 2024 umfasst mindestens drei Szenarien, die mindestens die nächsten zehn und höchstens 15 Jahre abdecken, zudem drei weitere Szenarien für das Jahr 2045 3. Überblick: Integrierte Netzplanung Titel der Präsentation 14 2. Schritt: Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff Alle zwei Jahre ist ein nationaler Netzentwicklungsplan für das Fernleitungs- und Wasserstofftransportnetz (Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff) zu erstellen Erstmalig im Jahr 2025 3. Überblick: Integrierte Netzplanung Titel der Präsentation 15Quelle: Entwurf des Szenariorahmens für den Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff 2025, S. 17. 3. Überblick: Integrierte Netzplanung Titel der Präsentation 16 Aktueller Stand: Entwurf des Szenariorahmens für den NEP Gas und Wasserstoff 2025 Konsultationsphase vom 02. bis zum 30. September MWIKE NRW hat Stellung genommen Nächster Schritt: Genehmigung durch die BNetzA Quelle: Entwurf des Szenariorahmens für den Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff 2025 3. Überblick: Integrierte Netzplanung Titel der Präsentation 4. Fokus: Das Rheinische Revier Titel der Präsentation 4. Fokus: Rheinisches Revier 18Quelle: Entwurf des Szenariorahmens für den Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff 2025, S. 28. Titel der Präsentation 4. Fokus: Rheinisches Revier 19 Quelle: Entwurf des Szenariorahmens für den Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff 2025, S. 24 ff. (+ eigene Bearbeitung) Berücksichtigte neue Gaskraftwerke (Auswahl): Titel der Präsentation 4. Fokus: Rheinisches Revier 20 Quelle: Entwurf des Szenariorahmens für den Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff 2025, S. 59 Wasserstoffeinspeisemengen im Jahr 2035 Titel der Präsentation 21 Quelle: Entwurf des Szenariorahmens für den Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff 2025, S. 59 (+ eigene Bearbeitung) 4. Fokus: Rheinisches Revier Titel der Präsentation 22 Quelle: Entwurf des Szenariorahmens für den Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff 2025, S. 60 4. Fokus: Rheinisches Revier Wasserstoffausspeisemengen im Jahr 2035 Titel der Präsentation 23 Quelle: Entwurf des Szenariorahmens für den Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff 2025, S. 60 (+ eigene Bearbeitung) 4. Fokus: Rheinisches Revier Titel der Präsentation 24 Quelle: Projekte im NEP 2037/2045 (2023) + eigene Darstellung 4. Fokus: Rheinisches Revier Projekte im Strom-NEP 2037/2045 (2023) Titel der Präsentation 5. Zusammenfassung Titel der Präsentation 26 Das Kernnetz ist „Startschuss“, während die Fortentwicklung durch die integrierte Netzplanung erfolgt Integrierte Netzplanung bietet damit sowohl Perspektiven zur Weiternutzung der Gasinfrastruktur, als auch zur Fortentwicklung des Wasserstoff- Transportnetzes in Richtung weitere Verzweigung Rheinisches Revier hat weiterhin Perspektive als Kraftwerksstandort und als Verbrauchsschwerpunkt für Wasserstoff Stand der Netzplanung: derzeit: Entwurf des Szenariorahmens, liegt zur Genehmigung bei der BNetzA Anschließend: Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff Landesregierung begleitet Verfahren fortlaufend Titel der Präsentation Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Prof. Dr. Phillip Fest Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen Gruppenleitung 62, Referat 621 – Grundsatzangelegenheiten und Energieinfrastruktur E-Mail: phillip.fest@mwike.nrw.de Berger Allee 25 40213 Düsseldorf 27 Wasserstoff im Rheinischen Revier Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Aachen 10. Sitzung der Kommission Rheinisches Revier, 24. Januar 2025 Wasserstofferzeugung- und -nutzung Industrie / Potenzielle Abnehmer H2-Ready Gaskraftwerk Hafen H2-Erzeugung Geplante Inbetriebnahme: 2028 Geplante Inbetriebnahme: 2032 Hohe Dichte von potenziellen H2-Abnehmern Chance frühzeitig über Belgien an das H2- Kernnetz angeschlossen zu werden Dezentrale Elektrolyseprojekte im Bau oder im Betrieb Vielzahl an Zulieferern entlang der H2- Wertschöpfungskette Akteure der H2-Wertschöpfungskette (Auswahl) • NPROXX GmbH • Ecoclean GmbH • iGas Energy GmbH • Neuman & Esser GmbH & Co. KG • Schoeller Werk GmbH Co. KG • Future Pipe Industries • Tec4Fuels GmbH • Centroplan GmbH • Meta Motoren- und Energie- Technik GmbH • ISATEC GmbH • INperfektion GmbH • FEV Europe GmbH • AS Tech Industrie-und Spannhydraulik GmbH • RWTH Aachen University • Fachhochschule Aachen • Forschungszentrum Jülich GmbH • Helmholtz-Cluster für nachhaltige und infrastrukturkompatible Wasserstoffwirtschaft • Fraunhofer IEG - Institution for Energy Infrastructures and Geothermal Systems • H2HS • Bedburg H2 Hub • Grüne Wasserstoffproduktion Brainergy Park Jülich • Shell Elektrolyse • Papierindustrie • Glasindustrie • Chemieindustrie • Verzinkerei • Ziegelbrennerei Wirtschaft Wissenschaft Netzwerke Branche + Perspektive auf Anschluss an das Kernnetz 2028 Best-Practice Genehmigungen von Elektrolyseuren im Revier Verbesserungen durch WassBG – Fehlende Wirtschaftlichkeit Lückenhafte Regulatorik für Verteilnetze Mangelhafte Definition von grünem Wasserstoff Unzureichende Förderungen für „First-Mover“ Netzausbau hinkt hinterher Direktbezug von erneuerbarem Strom schwierig Ist-Zustand Das ist jetzt zu tun: Schnelle Planung und Genehmigung des Kernnetzabschnitts bis Weisweiler Regulatorische Lücken für Wasserstoff-Verteilnetze schließen Finanzierungsmechanismus für H2-Verteilnetze schaffen Vereinfachung des Direktbezugs von Grünstrom zur Elektrolyse Reform und Vereinfachung des Delegated Acts der EU zur Definition von grünem Wasserstoff Mittelstandsfreundliche Klimaschutzverträge oder vergleichbare Anreize für First-Mover Gute Praxis bei Genehmigungen für Elektrolyseure zum Standard machen Mit höchster Priorität: Anschluss des Rheinischen Reviers an die Wasserstoffinfrastruktur ab 2028 sicherstellen! Darum: Regulatorische Lücken schließen und schnellstmögliche Planungs- und Genehmigungsverfahren für das Kernnetz und die Verteilnetze ermöglichen Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- KRhR 5/2025
- Typ
- Sitzungsvorlage Kommission Rheinisches Revier
- Datum
- 31.10.2025
- Erstellt
- 16.10.2025 09:44