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0721/2020

Evalution Kölner Ringe

Mitteilung Ausschuss 11.03.2020

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 27.04.2020, TOP 9.5

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

5156 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
III/66/661/4 
661/4 
Vorlagen-Nummer 11.03.2020 
 0721/2020 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Verkehrsausschuss 12.03.2020 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 27.04.2020 
 
Radverkehrskonzept Innenstadt 
hier: Beschluss des Verkehrsausschusses vom 05.12.2017, TOP 4.1, Radverkehrsführung an 
den Kölner Ringen, Vorlagen Nr. 2825/2017 - 
 
Mit dem Beschluss zur Vorlagen Nr. 2825/2017 wurde die Verwaltung beauftragt, in einem Pilotver-
such auf dem Hohenstaufenring zwischen Zülpicher Platz und der Lindenstraße bei Umnutzung einer 
Kfz-Fahrspur einen Radfahrstreifen einzurichten und das Parken dort neu zu ordnen. Die Pilotstrecke 
wurde im Oktober 2018 in Betrieb genommen, nach einer ausreichend langen Eingewöhnungszeit (> 
6 Monate) wurden Nachher-Erhebungen durchgeführt.  
 
Darüber hinaus wurden von einem externen Gutachter am 11.07.2019 in der Zeit zwischen 13.30 und 
18.00 Uhr die Verkehrsteilnehmenden an der Pilotstrecke befragt (100 zu Fuß Gehende, 79 Kraft-
fahrzeugführende, 192 Radfahrende).  
 
 
Zusammenfassung der Befragungsergebnisse 
 
Bei den hier zusammengefassten Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass zum Zeitpunkt der Unter-
suchung in allen Abschnitten der Pilotstrecke eine „duale Führung“ der Radfahrenden mit Wahlfreiheit 
zwischen dem neu eingerichteten Radfahrstreifen und dem vorhandenen baulichen Radweg gegeben 
war: 
 
 Die meisten befragten Radfahrenden (64 %) und zu Fuß Gehenden (56 %) befahren bzw. bege-
hen die Strecke täglich und kennen sich daher an den Ringen gut aus. Von den Kfz-Fahrenden 
sind nur 33 % täglich auf der Strecke unterwegs. 
 
 Über 70% der Befragten gaben an, das Projekt „RingFrei“ bisher nicht gekannt zu haben. Die 
überwiegende Mehrheit der Befragten bewertet die - für die gesamten Kölner Ringe geplante und 
an der Pilotstrecke bereits umgesetzte - Veränderung der Radverkehrsführung jedoch als gut (36 
%) oder sehr gut (47 %). 
 
 Die empfundene Konflikthäufigkeit mit dem Radverkehr an den Ringen nimmt nach Ansicht der 
Befragten durch die neue Verkehrsführung tendenziell ab. Ein deutlicher Rückgang ist bei den zu 
Fuß Gehenden zu verzeichnen. Diese gaben für die neue Regelung zu 38 % an, dass sie weniger 
Konflikte mit Radfahrenden haben als vorher, lediglich 9 % der zu Fuß Gehenden sehen eine Zu-
nahme der Konflikte.

2 
 
 Auf die Frage nach Verbesserungsvorschlägen/Wünschen für die zukünftige Verkehrssituation 
gaben 43 % der befragten Radfahrenden und 36 % der zu Fuß Gehenden an, dass sie sich den 
kompletten Rückbau des Radwegs wünschen. 
 
 
Die vollständigen Befragungsergebnisse werden auf der Website der Stadt Köln im Downloadservice 
zum Radverkehrskonzept Innenstadt bereitgestellt. 
 
Link: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/verkehr/radfahren/radverkehrskonzept-innenstadt-
radverkehrsfuehrung-ringe 
 
Weitere Untersuchungsergebnisse 
 
Über Videobeobachtungen wurde ermittelt, dass an der Pilotstrecke in nördlicher Fahrtrichtung die 
Akzeptanz des Radfahrstreifens bereits heute bei ca. 70%, gemessen am Nutzungsverhältnis 
zwischen Radfahrstreifen und baulichem Radweg, liegt. Die Befragungsergebnisse lassen erwarten, 
dass mit der geplanten Ausweitung der Pilotstrecke auf weite Teile der Ringe die bereits heute starke 
Akzeptanz zukünftig weiter zunehmen wird. 
 
Die Kfz-Fahrgeschwindigkeiten sind mit Einführung der Tempo-30-Regelung deutlich zurückgegan-
gen, die Durchschnittsgeschwindigkeit von 85 % der Kfz-Fahrenden (V85-Werte) für beide Fahrtrich-
tungen lagen in der Nachher-Messung im September 2019 bei 39 km/h und damit 9 km/h unter den 
Werten der Vorher-Messung im Mai 2018. 
 
Größter Handlungsbedarf wird weiterhin beim Thema Laden & Liefern gesehen. Die Durchführung 
von Schwerpunktaktionen von Polizei und Verkehrsdienst haben gezeigt, dass Probleme im alltägli-
chen Verkehrsgeschehen mit „Laden in zweiter Reihe“ nicht auf fehlende Kapazität an Ladezonen 
sondern auf eine fehlende Regelakzeptanz der Parkplatzsuchenden zurückzuführen sind. Diese 
Parkplatzsuchenden blockieren die ausreichend vorhandenen Ladezonen. Hier wird u.a. durch eine 
verbesserte Kenntlichmachung (Beschilderung, Markierung, Schaffung reiner Lkw-Ladezonen) nach-
gearbeitet und dieses verbesserte Instrumentarium mit der geplanten Ausweitung der Pilotstrecke auf 
weite Teile der Ringe angewendet. 
 
Im Frühjahr 2020 werden systematische Untersuchungen zur Entwicklung der Verkehrsmengen (Rad, 
Kfz) auf den Kölner Ringen und den Parallelstrecken durchgeführt.  
 
Schlussfolgerung 
 
Die unter Vorlagennummer 2825/2017 beschlossene Pilotstrecke hat sich grundsätzlich bewährt. 
Es wird empfohlen, die unter Vorlagennummer 1202/2019 beschlossene Ausweitung des Grundprin-
zips auf andere Abschnitte wie geplant umzusetzen. Neben der konsequenten Verlagerung des Rad-
verkehrs aus den Seitenräumen auf die Fahrbahn wird dem Wegfall des Kurzzeitparkens in allen Ab-
schnitten der Kölner Ringe zwischen Barbarossaplatz und Hansaring und komplementär der Auswei-
tung und Überwachung der Regelungen zum Laden & Liefern weiterhin eine Schlüsselfunktion zu-
kommen. 
 
gez. Blome

Beratungsverlauf (2)

12.03.2020 Verkehrsausschuss
TOP 7.2.12 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
27.04.2020 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 9.5 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Orte (5)

  • Lindenstraße
  • Hohenstaufenring
  • Zülpicher Platz
  • Barbarossaplatz
  • Hansaring

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Details

Aktenzeichen
0721/2020
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
11.03.2020
Erstellt
03.03.2020 09:54