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0485/2022

Strategiekonzept "Wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung" der StEB Köln

Mitteilung Ausschuss 30.03.2022

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Mitteilung Ausschuss

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220328 Konzept_Wawi_Klimafolgenanpassung_final

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Mitteilung Ausschuss

4899 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VIII/VIII 
0485/2022 
Vorlagen-Nummer 30.03.2022 
 0485/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 31.03.2022 
 
Strategiekonzept "Wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung" der StEB Köln 
Starke Regenereignisse können insbesondere in einer dicht bebauten und stark versiegelten  Stadt 
wie Köln zu erheblichen Beeinträchtigungen durch Überflutungen führen.  
Zu den Extremereignissen zählen zudem das vermehrte Auftreten von sogenannten urbanen Hitzein-
seln und langanhaltenden Trockenzeiten. So heizen sich insbesondere die stark versiegelten Berei-
che einer Stadt stark auf. Der nachhaltige Umgang mit Niederschlagswasser kann neben der Begrü-
nung und Verdunstung die Resilienz in Köln gegenüber Starkregen stärken und somit die Folgen von 
Hitze- und Trockenwetterperioden mildern. 
In den letzten Jahren wurden gemeinsam mit den StEB Köln zahlreiche Maßnahmen angegangen 
und umgesetzt. Mit dem hier vorgelegten Strategiekonzept Wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpas-
sung wollen die StEB Köln aus Ihrer Sicht alle bisher vorhandenen Aktivitäten zusammenfassen und 
weiterentwickeln. 
Das Strategiekonzept soll langfristig in Köln einen wesentlichen Beitrag leisten für: 
 die Stärkung des natürlichen Wasserhaushalts 
 den Gewässerschutz 
 den Überflutungs- und Hochwasserschutz  
 die Sicherung und Optimierung der Freiraumqualität  
 die Anpassung an den Klimawandel im Kontext der Schwammstadt. 
Hierzu bedarf es der Etablierung der Leitidee des Schwammstadtkonzepts. Durch Minimierung der  
Eingriffe in den natürlichen Wasserkreislauf bei Neubaugebieten und bei baulichen Veränderungen im 
Stadtgebiet, sowie idealerweise durch eine Verbesserung der vorhandenen Situation im Bestand, soll 
die Resilienz gegenüber Klimaveränderungen deutlich gesteigert werden. Dies erfordert nicht nur 
einen angepassten Umgang mit Niederschlagswasser, sondern auch ein intensives und abgestimm-
tes Zusammenwirken von Stadtplanung, Freiraumplanung und Wasserwirtschaft. 
Zweck dieses Konzeptes ist es, die Aktivitäten der StEB Köln insbesondere zur Hitze- und Trocken-
wettervorsorge zu bündeln. Das  extreme Starkregenereignis  vom 14. Juni 2021 zeigt sehr deutlich, 
dass die bereits vorhandenen Aktivitäten zur Überflutungsvorsorge  gesteigert und ergänzt werden 
müssen. Zudem soll die Resistenz (Widerstandsfähigkeit) sowie die Resilienz (Erholung nach einem 
Schaden) des Kölner Stadtgebietes erhöht werden, indem der örtliche Wasserkreislauf möglichst ge-
schlossen bleibt und Störungen auf das notwendige Maß reduziert werden.  
Bei allen  maßgeblichen Veränderungen wollen die StEB Köln die Auswirkungen  der Veränderungen 
bewerten und Möglichkeiten  zur Verbesserung vorschlagen. Bestandteile einer wassersensiblen 
Stadtentwicklung sollten sowohl eine dezentrale Regenwasserbewirtschaftung (Versickerung und 
Speicherung), als auch eine Vermeidung von Störungen des Wasserkreislaufes (Entsiegelungen, 
Straßen-, Fassaden- und Dachbegrünungen usw) sein. 
Es sollen bewährte Arbeiten beibehalten und bei Erfordernis intensiviert werden. Hierfür werden bei 
Bedarf die erforderlichen finanziellen und personellen Ressourcen bereitgestellt.

2 
 
Um die Ziele einer verstärkten Etablierung der wasserwirtschaftlichen Klimaanpassung zu erreichen, 
sollen nachfolgende Aktivitäten fortgeführt, intensiviert oder neu eingeführt werden: 
 Die laufenden Maßnahmen zur Überflutungsvorsorge sollen fortgeführt werden - unter Fort-
schreibung der Gefahrenkarten, der Weiterentwicklung von Regenwasserrückhaltung und - 
nutzung im Straßenraum, sowie der Sensibilisierung und Beratung  Stadtgesellschaft in Köln. 
 Bei der Entwicklung neuer Baugebiete und bei Veränderungen im Bestand sollen sinnvolle 
Maßnahmen von grün-blauen Infrastrukturmaßnahmen auf Basis des Schwammstadtkonzepts 
systematisch entwickelt und eingeführt werden. 
 Die Überflutungsvorsorge mittels multifunktionaler Flächennutzung im öffentlichen Raum soll 
unter besonderer Nutzung der Rückhaltung und Speicherung von Niederschlagswasser wei-
terentwickelt werden. 
 Anhand von besonders stark betroffenen Kölner Fokusgebieten sollen mittels Pilotprojekten 
die wasserwirtschaftlichen Maßnahmen der Klimaanpassung gemeinsam untersucht, bewertet 
und umgesetzt werden. 
 Bei allen Beteiligten soll durch fachliche Kommunikation und partizipative Planungsprozesse 
die Akzeptanz erhöht werden. Gerade für Änderungen in bestehenden Bebauungen bedürfen 
Klimafolgenanpassungen einer erhöhten Information und Motivation zur Selbstvorsorge. 
Die nötigen organisatorischen Strukturen sollen etabliert werden, mit deren Hilfe eine interdisziplinäre 
Bearbeitung von Klimaanpassungen bei Veränderungen im öffentlichen Raum sowie bei neuen Bau-
gebieten und Neubauvorhaben auf privaten Grundstücken ermöglicht wird. 
 
 
Gez. Wolfgramm

220328 Konzept_Wawi_Klimafolgenanpassung_final

242101 Zeichen

i 
 
Strategiekonzept „Wasserwirtschaftliche 
Klimafolgenanpassung“ der 
Stadtentwässerungsbetriebe Köln

aufgestellt durch: 
Stadtentwässerungsbetriebe Köln 
StEB Köln 
Geschäftsbereich Planung und Bau 
Abteilung Wasserwirtschaftliche Grundlagen 
Stand 25.03.2021

i 
 
Inhaltsverzeichnis 
 
1 Einleitung ................................................................................................................................................... 1 
2 Strategische Ziele der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung.............................. 2 
3 Wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung in der Politik und Verwaltung ............... 4 
4 Aktueller Stand ........................................................................................................................................ 5 
5 Rechtliche Grundlagen .......................................................................................................................... 8 
5.1 Wasserrecht ............................................................................................................................................................. 9 
5.2 Planungs- und Baurecht .............................................................................................................................. 10 
5.3 Daseinsvorsorge und Gefahrenabwehr ..................................................................................................... 13 
6 Akteure zur Umsetzung der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung ............... 14 
7 Stand der Technik, Wissenschaft und Forschung ..................................................................... 17 
7.1 netWORKS ............................................................................................................................................................. 18 
7.2 SAMUWA ................................................................................................................................................................  19 
7.3 KURAS ...................................................................................................................................................................... 19 
8 Umsetzung in anderen Großstädten ............................................................................................. 20 
8.1 Rotterdam ..............................................................................................................................................................  20 
8.2 Kopenhagen ..........................................................................................................................................................  21 
8.3 Hamburg ................................................................................................................................................................ . 22 
9 Bausteine der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung .......................................... 25 
9.1 Potentiale und Möglichkeiten einer fachtechnischen Umsetzung ................................................. 25 
9.2 Blau-Grün-Graue Infrastrukturen ................................................................................................................ 27 
9.3 Maßnahmenübersicht ....................................................................................................................................... 30 
9.3.1 Maßnahmengruppe Gebäudebegrünung ......................................................................................... 31 
9.3.2 Maßnahmengruppe Regenwassernutzung ...................................................................................... 34 
9.3.3 Maßnahmengruppe Entsiegelung ....................................................................................................... 35 
9.3.4 Maßnahmengruppe Versickerung....................................................................................................... 36 
9.3.5 Maßnahmengruppe Künstliche Wasserflächen ............................................................................. 38 
9.3.6 Maßnahmengruppe Reinigung ............................................................................................................. 39 
9.3.7 Maßnahmengruppe Stauraum im Kanal ........................................................................................... 40 
10 Mögliche Förderprogramme ............................................................................................................ 41 
11 Besonders stark betroffene Bereiche - Stadtraumanalyse ................................................... 43 
11.1 Stadt- und Stadtteilanalyse ...................................................................................................................... 44 
11.1.1 Stadtanalyse .................................................................................................................................................... 44

ii 
 
11.1.2 Stadtteilanalyse ............................................................................................................................................. 47 
11.2 Gefährdungsanalyse - Fokusgebiete ........................................................................................................ 50 
11.3 Ausblick – Potentialanalyse und Maßnahmenkonzept .................................................................... 52 
11.4 Ausblick - Bearbeitung der Fokusgebiete .............................................................................................. 54 
12 Kommunikationskonzept.................................................................................................................. 55 
12.1 Städtische, stadtnahe und private Bauträger im öffentlichen Raum .......................................... 55 
12.2 Meinungsbildner .............................................................................................................................................. 55 
12.3 Betroffene ............................................................................................................................................................ 56 
12.4 Ausblick und weiteres Vorgehen ............................................................................................................... 58 
13 Handlungsprogramme ....................................................................................................................... 61 
13.1 Aktueller Stand der Maßnahmenentwicklung ..................................................................................... 61 
13.2 Ausblick - Erweiterung Handlungskatalog ............................................................................................ 64 
14 Zusammenfassung ............................................................................................................................... 65 
Anhänge:........................................................................................................................................................... 66 
Literaturverzeichnis .................................................................................................................................... 67

iii 
 
Abbildungsverzeichnis 
 
Abbildung 1: Schwammstadtprinzip (Quelle: Verband kommunaler Unternehmen). ......................... 2 
Abbildung 2: Die Organisationsstruktur von RISA (Quelle: HSE und BUE 2015). ............................... 23 
 
Abbildung 3: Funktionsweise des Retentionsraums He in-Klink-Stadion in Hamburg (Quelle: Geo 
(2019), 2020-07-29). ..................................................................................................................................................... 25 
Abbildung 4: Multifunktionalität der Regenwassersysteme (eigene Darstellung nach fbr 
Wasserspiegel 3/20). .................................................................................................................................................... 26 
Abbildung 5: Beispiele für multifunktionale Maßnahmen im Regenwassersystem ( COUTTS et al. 
2012: 5). .............................................................................................................................................................................. 27 
Abbildung 6: Identifizierte Bausteine und ihre jeweilige Zuordnung als blaue, grüne oder graue 
Infrastruktur (Quelle: TRAPP et al. 2020). ............................................................................................................. 28 
Abbildung 7: Die strategisch -systemare Verknüpfung von Wasser, Stadt und Freiraum erfolgt 
durch integrierte Maßnahmenkonzepte (Quelle: ILPÖ 2015). .................................................................... 29 
Abbildung 8: Eigenschaften der extensiven und intensiven Dachbegrünung (Quelle: StEB Köln 
2018). ................................................................................................................................................................................... 32 
Abbildung 9: Beispiele künstlicher Wasserflächen (Quelle: Muriel Leitfaden, MUST 
Städtebau/StEB Köln). ..................................................................................................................................................  38 
Abbildung 10: Kategorisierung des Herkunftsbereiches nach der durchschnittlichen täglichen 
Verkehrsstärke (DTV) (Quelle: Bezirksregierung Köln, Fachhochschule Köln, 2009). ..................... 39 
Abbildung 11: Vorgehen Stadtraumanalyse für Köln. ..................................................................................... 44 
Abbildung 12: Der Ist -Zustand des Betrachtungsraums (Flächennutzung, Grü nsystem, 
Gewässersystem. Versiegelung und Kanalsystem). .......................................................................................... 45 
Abbildung 13: Analyse und Gegenüberstellung der Stadtteile. ................................................................... 50 
Abbildung 14: Verortung der 19 priorisierten Fokusgebiete als Ergebnis der Raumanalyse. ....... 51 
Abbildung 15: Beispielhafte Darstellung Fokusgebiet mit Informationen der untersuchten 
Kriterien (hier Vietorstraße in Köln-Kalk). .......................................................................................................... 52 
Abbildung 16: Projektspezifische Potentialpyramide (nach UBA 2019)................................................. 53 
Abbildung 17: Beispielhafte Darstellung eines Überflutungsbereichs auf Kölner Stadtgebiet mit 
angrenzender städtischer Fläche zur potentiellen multifunktionalen Nutzung. ................................. 63

iv 
 
Tabellenverzeichnis  
 
Tabelle 1: Übersicht der Festsetzungsmöglichkeiten in der Bauleitplanung (Quelle: Leitfaden für 
eine wassersensible Stadt und Freiraumgestaltung in Köln 2017: 61) ................................................... 11 
Tabelle 2: Integration wasserwirtschaftlicher Klimafolgenanpassung Stadt Köln: Auflistung 
relevanter Ämter Stand: Januar 2021. ..................................................................................................................... 14 
Tabelle 3: Maßnahmenübersicht (eigene Darstellung verändert nach SAMUWA 2016 und KURAS 
2017). ................................................................................................................................................................................... 30 
Tabelle 4: Maßnahmenübersicht für die Maßnahmengruppe „Gebäudebegrünung“ (verändert 
nach SAMUWA 2016 und KURAS 2017)................................................................................................................ 31 
Tabelle 5: Maßnahmenübersicht für die Maßnahmengruppe „Regenwassernutzung“ (verändert 
nach SAMUWA 2016 und KURAS 2017)................................................................................................................ 34 
Tabelle 6: Maßnahmenübersicht für die Maßnahmengruppe „ Entsiegelung“ (verändert nach 
SAMUWA 2016 und KURAS 2017). ......................................................................................................................... 35 
Tabelle 7: Maßnahmenübersicht für die Maßnahmengruppe „Versickerung“ (verändert nach 
SAMUWA 2016 und KURAS 2017). ......................................................................................................................... 36 
Tabelle 8: Vergleich der Methoden zur Regenwasserbewirtschaftung/Versickerung (Quelle: StEB 
Köln). .................................................................................................................................................................................... 37 
Tabelle 9: Maßnahmenübersicht für die Maßnahmengruppe „Künstlichen Wasserflächen“ 
(verändert nach SAMUWA 2016 und KURAS 2017). ....................................................................................... 38 
Tabelle 10: Maßnahmenübersicht für die Maßnahmengruppe  „Reinigung“ (verändert nach 
SAMUWA 2016 und KURAS 2017). ......................................................................................................................... 39 
Tabelle 11: Maßnahmenübersicht für die Maßnahmengruppe "Stauraum im Kanal" (verändert 
nach SAMUWA 2016 und KURAS 2017)................................................................................................................ 40 
Tabelle 12: Förderprogramme, die für die wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung geeignet 
sind (eigene Darstellung), Stand Januar 2021. ................................................................................................... 41 
Tabelle 13: Übersicht der SWOT-Analyse (eigene Darstellung). ................................................................ 56 
Tabelle 14: Erläuterung Teilmaßnahmen Kommunikation im Rahmen des Strategiekonzeptes 
„Wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung“ ............................................................................................... 59

v 
 
Abkürzungsverzeichnis 
ALKIS  Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem 
BauGB  Baugesetzbuch 
BBSR  Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung 
BHKG  Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz 
BMBF  Bundesministerium für Bildung und Borschung 
BSU  Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (Hamburg) 
BUE  Behörde für Umwelt und Energie (Hamburg) 
BUND  Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland 
DKK  Dänische Krone 
DWA  Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. 
EU  Europäische Union 
FONA  Forschung für nachhaltige Entwicklung 
HmbAbwG  Hamburgerisches Abwassergesetz 
HSE  Hamburger Stadtentwässerung AöR 
HWaG  Hamburgerisches Wassergesetz 
HWRM-RL  Hochwasserrisikomanagementrichtlinie 
INIS  Intelligente und multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige 
Wasserversorgung und Abwasserentsorgung 
IRWM  Integrated Regional Water Management 
K  Kelvin 
KURAS  Konzepte für urbane Regenwasserbewirtschaftung und Abwassersysteme 
LID  Low Impact Development 
LNU  Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt 
LWG NRW  Landeswassergesetz NRW 
MUKLIMO_3  mikroskaliges urbanes Klimamodell, 3-dimensionale Version 
NBK  Niederschlagswasserbeseitigungskonzept 
QT  Querschnittsthemen 
RE  RheinEnergie AG 
RISA  RegenInfraStrukturAnpassung 
SKU  Stauraumkanal mit unten liegender Entlastung 
StEB Köln  Stadtentwässerungsbetriebe Köln 
SUDS  Sustainable Urban Drainage System 
SWOT-Analyse  Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats Analyse 
UBA  Umweltbundesamt 
WBP  Wasserwirtschaftlicher Begleitplan 
WRRL  Wasserrahmenrichtlinie 
WSUD  Water Sensitive Urban Design 
ZO  Zivilgesellschaftliche Organisation

1 
 
1 Einleitung  
Die globale Erwärmung führt neben einer Verschiebung der Niederschlagsmengen von den Som-
mer- zu den Wintermonaten zu einem höheren Wasserdampfgehalt in der Atmosphäre. Die ver -
stärkte Konvektion wirkt sich dabei auch auf die Häufigkeit und auf die Intensität von Starkrege-
nereignissen aus. Gleichz eitig stellen insbesondere in Wachstumsregionen wie Köln der hohe 
Baunutzungsdruck und die fortschreitende Nachverdichtung von Siedlungsflächen die Stadt- und 
Freiraumplanung vor große Herausforderungen. Starke Regenereignisse können besonders in ei-
ner dicht bebauten und stark versiegelten Großstadt wie Köln zu erheblichen Beeinträchtigungen 
durch Überflutungen führen. Zusätzlich signalisieren die inn erstädtische Überwärmung, verlän-
gerte Trockenperioden, die Verschlechterung der Luftqualität, die Lärmbe lastung und der fort-
schreitende Artenschwund durch den Verlust wertvoller Lebensräume dringlichen Handlungsbe-
darf in deutschen Großstädten.  
In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt und Naturschutz, Landwirt -
schaft und Verbrauchersch utz, dem Umwelt - und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln, dem 
Deutschen Wetterdienst und den Stadtentwässerungsbetrieben Köln wurde bereits 2013 das Pro-
jekt „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ durchgeführt  (LANUV Fachbericht 50  & PTAK et al. 
2013). Neben der Erörterung bedeutsamer Handlungsfelder basierend auf Modellberechnungen 
für ausgewählte Klimaszenarien wurden in der Studie erste Handlungsempfehlungen und Anpas-
sungsstrategien zur Bewältigung der prognostizierten Klimawandelfolgen formuliert. Zu neh-
mende Starkregenereignisse und die Überwärmung innerstädtischer Quartiere durch anhaltende 
Trockenwetterperioden und hohe Temperaturen erfordern in diesem Zusammenhang gesamt-
städtische Anpassungen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen auf Kölner 
Stadtgebiet adäquat entgegenzutreten. 
In den vergangenen Jahren konnten im Bereich der Überflutungsvorsorge bereits zahlreiche Maß-
nahmen erfolgreich umgesetzt werden. Neben der zielgruppenorientierten Erstellung von Leitfä-
den und der Durchführ ung zahlreicher Beratungsangebote und Informationskampagnen stehen 
den Bürger*innen der Stadt Köln Starkregengefahrenkarten zur Einschätzung des individuellen 
Risikos am Wohnort zur Verfügung. Städtische Förderprogramme zur Dachbegrünung (Grün -
hoch3) und die Mitarbeit der StEB Köln in klimawandelbezogenen Forschungsprojekten (z.B. Ver-
tiKKA, Iresilience) ergänzen die Bestrebungen für ein klimaangepasstes Köln. Das Engagement 
zahlte sich aus: im Jahr 2018 wurde die Stadt Köln gemeinsam mit der StEB Köln als „Klimaaktive 
Kommune“ ausgezeichnet. Auf diesem Erfolg soll nun weiter aufgebaut werden. 
Eine optimale und effiziente Bewältigung der prognostizierten klimatischen Veränderungen und 
daraus resultierenden Wetterextremen kann dabei letztlich nur als Kombination von oberflächi-
gen, stadtplanerischen und wasserwirtschaftlichen Maßnahmen gedacht werden. Daraus ergibt 
sich die Notwendigkeit einer umfassenden, konzeptionellen Herangehensweise, die auch im ur-
banen Umfeld den Prozessen und Funktionen des natürlichen Wasserkreislaufs genügend Platz 
einräumt. Eine Rückführung des Wassers in seinen natürlichen Kreislauf bietet in diesem Zusam-
menhang vielfältige Möglichkeiten, den klimatischen Herausforderungen auf nachhaltige Weise 
zu begegnen. Eine Stadt, die sich in ihrer strategischen Ausrichtung an diesem Leitgedanken ori-
entiert, bezeichnet man als Schwammstadt.

2 
 
 
Abbildung 1: Schwammstadtprinzip (Quelle: Verband kommunaler Unternehmen).  
Abbildung 1 veranschaulicht das Prinzip der Schwammstadt: Eine Kombination unterschied li-
cher, dezentral angelegter Maßnahmen ermöglicht der Stadt Wasser wie ein Schwamm aufzusau-
gen, zwischen zu speichern, zeitverzögert wieder abzuleiten oder synergistisch für andere Be -
darfe zur Verfügung zu stell en. Sie unterscheidet sich grundlegend von einer zentral angelegten 
Regenwasserbewirtschaftung, bei der Niederschlagswasser vornehmlich über die Kanalisation 
abgeleitet, zurückgehalten, und/oder im Vorfeld über bauliche Anlagen (z.B. Regenklärbecken) 
gereinigt wird. Eine nachhaltige Nutzung der Ressource Wasser im Sinne der wasserwirtschaftli-
chen Klimafolgenanpassung begründet sich im Wesentlichen auf die Nutzung der Prozesse Rück-
halt (bzw. ober- oder unterirdischer Ablauf), Versickerung und Verdunstung. 
2 Strategische Ziele der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung 
I. Stärkung des natürlichen Wasserhaushalts 
Eine am natürlichen Wasserhaushalt ausgerichtete Regenwasserbewirtschaftung sieht im Gegen-
satz zu der konventionellen Ableitung des Regenwassers über die Kanalisation eine Implementie-
rung dezentraler Maßnahmen vor (siehe Kapitel 9). Für eine  langfristig ausgeglichene Bilanzie-
rung des natürlichen Wasserhausha ltes ist es notwendig, negative Effekte auf den Natur - und 
Wasserhaushalt im Rahmen von Bauvorhaben auf ein Minimum zu reduzieren oder zu kom pen-
sieren. Ein natürlicher Wasserhaushalt reguliert das Mikroklima und reduziert Trockenheitsprob-
leme.

3 
 
II. Gewässerschutz 
Oberirdische Gewässer- und Grundwasserkörper sind wesentlicher Bestandteil des Naturhaus -
haltes und in ihrer Funktion als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu erhalten. Punktuelle Ein -
leitungen von Abwasser, Niederschlagswasser und Mischwasser in den Vorfluter oder Grundwas-
serkörper führen neben stofflichen Einträgen zu einer hydraulischen Belastung der an sässigen 
Lebensgemeinschaften. Ziel muss es daher sein, Einleitungen und Abschläge in Gewässer zu redu-
zieren und Niederschlagswasser durc h eine Versickerung in angrenzenden Auen bereichen dem 
Vorfluter bzw. dem Grundwasserkörper zuzuführen. Sofern eine Versickerung über die belebte 
Bodenzone nicht möglich ist, sollte über technische Behandlungsverfahren durch Anlage von Re-
tentionsbodenfiltern oder Regenklärbecken eine gedrosselte Ableitung der Abfluss spitzen und 
Reinigung des infiltrierenden Wassers angestrebt werden.  
III. Überflutungs- und Hochwasserschutz  
Im Zuge des fortschreitenden Klimawandels ist insbesondere die Überflutungsvorsorge in stadt-
planerischen Prozessen frühzeitig zu berücksichtigen. Alternativen Konzepten und Lösungen zur 
temporären Zwischenspeicherung oder dauerhaften Rückhaltung von Starkregenereignissen gilt 
hier besonderes Augenmerk. Der Ausbau multifunktionaler Fläc hennutzungen ist durch die Be -
reitstellung geeigneter Planungsgrundlagen für städtische Akteure voranzutreiben. Ziel ist es, das 
breite Spektrum planungsrechtlicher Festsetzungsoptionen in Bebauungsplänen stärker in den 
Fokus zu rücken und damit das Potent ial planungs- und bauordnungsrechtlicher Möglichkeiten 
für eine wassersensible Stadtgestaltung auszuschöpfen. Die planungsrechtliche Verankerung der 
Errichtung grün-blauer Infrastruktur ist damit wichtiger Baustein für eine zukunftsfähige Über -
flutungsvorsorge.  
IV. Sicherung und Optimierung der Freiraumqualität  
Die Umsetzung dezentraler Maßnahmen der Regenwasserbewirtschaftung ist neben der Stärkung 
des natürlichen Wasserhaushalts mit umfangreichen positiven Effekten u.a. für das Stadtklima, 
Stadtbild und die biologische Vielfalt verknüpft, und führt so zu einer Verbesserung der Lebens -
qualität im urbanen Raum. Lebenswerte Städte gestalten bedeutet, Wasser und Grün in die Stadt-
quartiere zurückzuholen. Blau- grüne Infrastruktur verbindet städtische hydrolog ische Funktio-
nen mit Vegetationssystemen in der Stadtgestaltung und generiert einen hohen sozioöko nomi-
schen Nutzen. Der öffentliche Raum wird wieder für Erholung, Bewegung und soziale Aktivitäten 
erlebbar und nutzbar gemacht. Eine Steigerung der ästhetisc hen Attraktivität um liegender Ge-
bäude und Grundstücke wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden der Anwohnenden aus.  
V. Sicherung der Lebensqualität in Hinblick steigender Temperaturen 
Wetterextreme wie Hitze- und Trockenperioden, lang anhaltende Hitzewellen mit hohen Tempe-
raturen aber auch Starkregenereignisse sind als Folge des Klimawandels schon heute in Köln 
deutlich spürbar. In der Kölner Innenstadt ist gerade in den Sommermonaten durch die Bildung 
einer Hitzeinsel eine überdur chschnittliche Erwärmung im Vergleich zum Umland zu verzeich-
nen. Hohe Temperaturen können  insbesondere für sensible Bevölkerungsgruppen (z.B. Kinder, 
Senioren) eine Gesundheitsgefährdung durch Dehydration/Überhitzung zur Folge haben. Klima-
prognosen gehen davon aus, dass sich der Trend zu  lang anhaltenden Hitzeperioden mit hohen 
Temperaturen (Zunahme von Sommertagen und von heißen Tagen)  sowie milderen Wintern wei-
ter fortsetzen wird. Das Konzept der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung  sieht vor, 
Wasser für Trockenperioden zwischen zu speichern und durch blau-grüne Infrastruktur die Hit-
zebelastung zu reduzieren.

4 
 
Fazit: Die fortschreitenden Klimaveränderungen signalisieren dringenden Handlungsbedarf für 
eine klimafolgenangepasste Wasserwirtschaft. Eine klimafolgenangepasste Bewirtschaftung der 
Ressource Wasser ist mit positiven Entwicklungen für zahlreiche Aspekte verknüpft. Positive Ef-
fekte auf den Natur- und Wasserhaushalt erhalten und werten den städtischen Raum auf und er-
höhen die Resilienz gegen über prognostizierten Klimaveränderungen in Bezug auf Hitze, Tro-
ckenheit und Starkregenereignissen.  
3 Wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung in der Politik und Verwal-
tung 
Klimafolgenanpassung ist ein immerwährendes Thema in verschiedenen Beschlüssen im Kölner 
Stadtrat, seinen Ausschüssen und in den neun Bezirksvertretungen. Ein holistischer  Ansatz, wie 
er in dieser Ausarbeitung dargestellt ist, wurde bisher nicht beschlossen. Dies begründet sich in 
der Verteilung der tangierenden Aufgaben auf die einzelnen Fachämter. Im Bereich der wasser-
wirtschaftlichen Klimafolgenanpassung ist die Stadtverwaltung in den letzten Jahren durch Ein-
zelmaßnahmen aktiv gewesen. In der Folge sollen einige der bisher umgesetzten Einzelmaßnah-
men kurz benannt werden:  
Im Rahmen des Projektes „Klim awandelgerechte Metropole Köln“ (LANUV 2013) wurde das 
Stadtgebiet auf mögliche Folgen des Klimawandels untersucht und Anpassungsstrategien er ar-
beitet. Basierend auf den Erkenntnissen dieser Studie wird der Umgang mit Hitze im u rbanen 
Raum im Rahmen eines Hitzeaktionsplans (Stadt Köln 2020) erörtert. Kinder, Kranke, Menschen 
im Alter und Menschen mit Behinderung reagieren besonders anfällig auf Belastungen durch 
Hitze. Der Hitzeaktionsplan hat zum Ziel, insbesondere diese vulnerablen Bevölkerungsgruppen 
durch konkrete Maßnahmen aufzuklären und zu schützen. In diesem Zusammenhang wurden in 
den letzten Jahren u.a. die Errichtung von Trink wasserbrunnen im öffentlichen Raum diskutiert 
und dieses Vorhaben letztendlich im Jahr 2020 umgesetzt.  
Des Weiteren wurde ein Antrag nach mehr offenen Wasserflächen und Aktivierung der städti -
schen Brunnen in der Bezirksvertretung en Nippes und Innenstadt erörtert. Diese Maßnahmen 
können einen aktiven Beitrag zur Hitze - und Starkregenüberflutungsprävention liefern und den 
öffentlichen Raum insgesamt aufwerten.  
Die attraktive Neugestaltung des Kölner Straßenraums ist seit langem ein Thema im Kölner Rat 
und in der Stadtgesellschaft. Die Stadtverwaltung versucht in diesem Kontext dem Wunsch der 
Bevölkerung nach mehr urbanem Grün Rechnung zu tragen und mehr an Hitze und Trockenheit 
angepasste Straßenbäume zu pflanzen. Dabei hat sich die Stadt Köln im Kontext der Kampagne 
„Stadtgrün naturnah“ (Stadt Köln 2018) zu einem nachhaltigen Umgang mit urbanem Grün ent-
schieden. Gerade durch die Förderung von Dach - und Fassadenbegrünung im Rahmen des För-
derprograms „GrünHoch3“ sollen zusätzlich Grünflächen geschaffen werden. Diese Flächen kön-
nen als wichtiger Zwischenspeicher bei Starkregenereignissen fungieren und W asser kurzfristig 
zurückhalten oder verdunsten lassen.  
Fazit: Die Stadtverwaltung konnte in den letzten Jahren im Bereich der Klimafolgenanpassung 
bereits unterschiedliche Maßnahmen planen und umsetzen. Durch die hier beschriebenen was-
serwirtschaftlichen Klimafolgenanpassungen können die bisherigen Maßnahmen systematisiert, 
weiterentwickelt und in den Kontext eines Gesamtkonzeptes eingebunden werden.

5 
 
4  Aktueller Stand 
Das Klimakonzept Köln als Grundlage des Handelns  
Mit dem Ziel, Schäde n infolge von Starkregenereignissen zu reduzieren, entwickelten die StEB 
Köln 2013 das Klimakonzept Wasser. Im Rahmen des Konzeptes wurden Schadens - und Gefähr-
dungspotenziale bewertet sowie Risikobereiche und Maßnahmen zur Risikovorsorge identifi-
ziert. Da s Wissen aus bereits durchgeführten Forschungsvorhaben, die Erfahrungen aus dem 
Hochwasserschutz sowie die Erkenntnisse aus dem Erfahrungsaustausch verschiedener Groß-
städte und externer Gutachter sind in die Strategie eingeflossen. Diese wurde im Jahr 2014  dem 
Verwaltungsrat und dem Rat der Stadt Köln zur Zustimmung vorgelegt. Das Klimakonzept Wasser 
beinhaltet einen konkreten „Handlungskatalog Starkregen“, der regelmäßig fortgeschrieben wird 
und eine umfassende Gesamtübersicht der geplanten Maßnahmen für die nächsten Jahre bereit-
stellt. Viele Maßnahmen konnten bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Nachfolgend werden 
beispielhaft die bisherigen Aktivitäten der vergangenen Jahre skizziert. 
 
Maßnahmen der Informationsvorsorge 
Die Informationsvorsorge zum Thema Starkregen ist integraler Bestandteil der Kölner Klimaan -
passungsstrategie. Ziel ist es, die Bevölkerung über die Gefahren durch urbane Überflutungen zu 
informieren, Ratschläge für sinnvolle Objektschutzmaßnahmen an die Hand zu geben und auf 
diese Weise die Resilienz gegenüber Starkregenereignissen zu erhöhen. Digitale Informationsan-
gebote bieten in diesem Zusammenhang ergänzend zu analogen Broschüren und Leitfäden eine 
ideale Plattform. Unter Berücksichtigung eingeschränkter personeller Ressourcen u nd der Viel-
zahl der zu informierenden Personen und damit verbundenen Einzelfallbetrachtungen sind digi-
tale Hilfsmittel zur automatisierten Information, Hilfestellung und Vereinfachung der Maß nah-
menfindung besonders erforderlich.  
Vor diesem Hintergrund werden bereits seit vielen Jahren Gefährdungskarten zu Rheinhochwas-
ser und Grundhochwasser online bereitgestellt. Im März 2017 erfolgte schließlich die Ver öffent-
lichung von Starkregengefahrenkarten durch die StEB Köln. Im Sinne einer ganzheitlichen Über-
flutungsvorsorge wurden damit die bereits bestehenden Hochwasser- und Grundhochwasserge-
fahrenkarten komplettiert.  
Die Gefahrenkarten zeigen, wo im Kölner Stadtgebiet besondere Gefahren durch Hochwasser, 
Grundhochwasser und Starkregen bestehen. Alle Gefahrenkarten sind im Internet einsehbar und 
für jedes Grundstück durch die Eingabe von Straßenname und Hausnummer auswertbar. Auf die-
ser Grundlage können interessierte Bürger*innen ihre individuelle Gefahrenlage bewerten und 
nachfolgend sinnvolle Schutzmaßnahmen planen und umsetzen. Zusätzlich dient die Karte als Pla-
nungswerkzeug für die städtischen Fachämter zur Beurteilung der Gefährdung sensibler Objekte 
sowie für städtebauliche Flächenentwicklungen und Änderungen im öffentlichen Verkehrsraum. 
Die Überflutungsgefährdung durch Aufstau im Entwässerungsnetz und somit einem Rück stau in 
die jeweilige Grundstücksentwässerung ist im gesamten Kölner Stadtgebiet einheitlich festgelegt 
und bedarf keiner individuellen Berechnungen von Wasserspiegelhöhen. Die Notwendigkeit von 
Rückstausicherungen bzw. Hebeanlagen und der Einhaltung von einschlägigen fachtechnischen 
Regelwerken ist in diesem Zusammenhang seit vielen Jahren ein kontinuierliches Thema der StEB 
Köln. 
Seit Anfang 2017 wird die Themenseite Starkregen auf www.steb-koeln.de/starkregen regelmä-
ßig aktualisiert. Die StEB Köln informieren hier, warum es bei seltenem Starkregen zu Über flu-

6 
 
tungen kommen kann, welche Gebiete besonders gefährdet sind und was Bewohner zu ihrem ei-
genen Schutz unternehmen können. Konkrete Hinweise zu Schutzmaßnahmen liefert der Leit fa-
den „Wassersensibel planen und bauen in Köln“. Unter Hinzunahme von Fotos und Schaubildern 
wird auf einfache und leicht verständliche Weise erklärt, wie ein sinnvoller Schutz vor Starkregen 
realisiert werden kann. Der Leitfaden liegt u.a. beim Bauaufsichtsamt der Stadt Köln aus, um bau-
willigen Kölnern und Architekten rechtzeitig Beispiele zum Objektschutz aufzuzeigen.  
 
Um Fragen des Objektschutzes zusätzlich zu persönlichen Beratungsgesprächen zu beantworten, 
haben die StEB Köln im Jahr 2020 das Online Beratungs -Tool „Wasser-Risiko-Check“ entwickelt. 
Der „Wasser -Risiko-Check“ kombiniert die Gefahrenkarten, Leitfäden und das Fachwissen der 
Mitarbeitenden der StEB Köln, um gezielt Hilfestellung in der Maßnahmenplanung zu leisten. 
Durch die Adresseingabe und einen einfachen Fragebogen erhalten Interessierte konkrete Aus -
wertungen zur Gefahrenlage und passende Maßnahmenempfehlungen.  
 
2018 wurde Köln für  die Aktivitäten der Überflutungsvorsorge vom Bundesumweltministerium 
und dem Deutschen Institut für Urbanistik als „Klimaaktive Kommune“ ausgezeichnet. In den ver-
gangenen Jahren haben die StEB Köln große Anstrengungen unternommen, um die Bevölkerung 
aktiv in die Überflutungsvorsorge einzubinden.  Eine mehrjährige Informations -kampagne mit 
Ständen auf Straßenfesten, Vorträgen bei Bürgervereinen und einer Wander -ausstellung in den 
Bezirksrathäusern diente dazu, die 2017 veröffentlichten Starkregengefahrenkarten und die zu-
sammen mit den Fachämtern der Stadt Köln erarbeiteten Leitfäden in die Stadtteile zu transpor-
tieren. Ein besonderer Höhepunkt war die Veranstaltung „Starkregen, Hochwasser, Klimaverände-
rungen – was kann ich tun ?“ am 30.03.2019 im VHS Forum  am Neumarkt mit über 300 Besu-
cher*innen. Die StEB Köln sind ebenfalls bei der Kölner Wissenschaftsrunde aktiv. Sie beglei ten 
u.a. die bürgernahen Vorlesungen bei der Vortragsreihe „Wissenschaft im Rathaus“ zusammen 
mit der technischen Hochschule Köln. Abgerundet wird die Informationsbereitstellung durch die 
Beigabe einer Broschüre „Schutz vor Starkregen“ im Rahmen des Grundsteuerbescheids oder 
durch Megalight-Kampagnen auf dem Kölner Stadtgebiet.  
Die Einbindung der Überflutungsvorsorge in die Prozesse der Stadtplanung 
Bei Aufstellung von neuen Bebauungsplänen und Erschließungsplanungen findet frühzeitig die 
Einbindung der Regenwasserbewirtschaftung und des Überflutungsschutzes statt. Bei wasser -
wirtschaftlich relevanten Erschließungen, bei großen Erschlie ßungsgebieten in Rheinnähe oder 
bei Betrachtung kritischer Infrastrukturobjekte wurden wasserwirts chaftliche Fachbeiträge er -
arbeitet und den städtischen Fachämtern bzw. den städtebaulichen Planern zur Verfügung ge-
stellt. Da viele Erschließungsgebiete eine eher kleinräumige Ausdehnung besitzen oder aufgrund 
ihrer Bedeutung keines wasserwirtschaftlichen Fachbeitrags bedürfen, wurde gemeinsam mit 
Mitarbeitern der Stadt Köln der „ Leitfaden zur wassersensiblen Stadt - und Freiraumgestaltung“ 
entwickelt. Er richtet sich an alle öffentlichen Stellen, Stadtentwicklungsgesellschaften, In vesto-
ren und privaten Ingenieurbüros, die an der Gestaltung der städtischen Oberfläche beteiligt sind. 
Ziel ist es, ökologisch und ökonomisc h effiziente Anpassungsmaßnahmen an die sich ändern den 
Niederschlagsverhältnisse im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung aufzuzeigen. Der Leitfa-
den beschreibt verfügbare Planungswerkzeuge, Maßnahmenpotenziale und ihre Einsatzmöglich-
keiten sowie planungsrechtliche Aspekte und vorbildlich umgesetzte Beispiele.  
Ein weiterer Impuls zur Implementierung der Überflutungsvorsorge in die Prozesse der Stadtver-
waltung beschreibt das Vorhaben „Planer im Dialog“. Das Vorhaben „Kommunale Überflutungs -

7 
 
vorsorge: Planer im Dialog“ des Deutschen Instituts für Urbanistik (difu) und der Deutsche Verei-
nigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall Deutschen (DWA) gefördert mit Mitteln der 
Deutschen Umweltstiftung (DBU) untersucht praxisbezogene und interdisziplinäre Lösungen 
zum kommunalen Schutz vor Überflutungen infolge von Starkregenereignissen. Angelehnt an die 
Planspiel-Methode bearbeiteten Vertreterinnen und Vertreter aus den Kölner Fachämtern und 
aus 15 weiteren ausgewählten Städten im Bundesgebiet konkrete Aufgabenstellungen in eintägi-
gen Werkstätten. Neben einer Sensibilisierung für das Thema standen der praxisorientierte Aus-
tausch zwischen den Fachressorts und modellhaftes Entwickeln von Herangehensweisen im Vor-
dergrund der Werkstätten. Das Vorhaben wurde 2018 abgeschlossen.  
Zusammen mit dem Straßenplanern der Stadt Köln wurde weiterhin untersucht, wie die Vergrö-
ßerung des hydraulischen Leistungsvermögen von Straßeneinläufen, sogenannten Gullys, im Köl-
ner Stadtgebiet verbessert werden kann. Das Abflussvermögen von Straßeneinläufen ist teilweise 
bei Starkregen wegen der Verlage von Laub und Blättern stark limitiert, kanalseitige hydraulische 
Leistungsreserven bleiben infolge ungenutzt. 
 
Sanierungsberechnungen als gekoppelte 1D-2D-Berechnung 
Während die Starkregengefahrenkarte als Werkzeug zur Informationsvorsorge dient, werden ge-
koppelte 1D-2D-Berechnungen als Bestandtei l von Sanierungsbetrachtungen durchgeführt . Als 
überflutungsgefährdet identifizierte Bereiche können im Rahmen einer gekoppelten Kanalnetz -
berechnung mit hohem Detaillierungsgrad betrachtet werden. Die Kopplung einer hydrodynami-
schen Kanalnetzberechnung mit einem detaillierten Oberflächenabflussmodell ermöglicht die Be-
rücksichtigung des Kanalnetzes und somit den Wasseraustausch zwischen dem Kanalnetz und der 
Oberfläche in beide Richtungen. Auf Verkehrsflächen stehendes Wasser kann bei dieser Betrach-
tung über Straßeneinläufe und Schachtabdeckungen in das Kanalnetz gelangen. Ferner kann bei 
überlasteten Kanalabschnitten auch Wasser aus dem Kanal an der Oberfläche austreten. Auf die-
ser Grundlage  können verschiedene Sanierungsvarianten im Kanalnetz, an der (öffentlichen) 
Oberfläche und als (privater) Objektschutz berechnet werden, sowie die Wirkung der Maßnahme 
und deren Kosten ermittelt werden. Diese Art der Berechnung wurde in den letzten Jahren in ein-
zelnen Stadtteilen durchgeführt und die Maßnahmen an die unterschiedlichen Fachbereiche der 
Stadtverwaltung weitergegeben. So berücksichtigt beispielsweise das Amt für Straßen und Ver -
kehrswesen der Stadt Köln Bordsteinabsenkungen oder –Anhebungen in zukünftigen Planungen 
bei Erneuerungen oder Sanierungen von Straßen. 
 
Die Forschungsvorhaben 
Die StEB Köln bringt seit vielen Jahren ihre Expertise als Kooperationspartner in Forschungspro-
jekte ein. Das von der deutschen Umweltstiftung geförderte Projekt MURIEL untersucht die Mög-
lichkeiten und Grenzen von multifunktionalen, urbanen Retentionsräumen und leitet daraus 
Handlungsempfehlungen für die Praxis ab. Die Ergebnisse wurden in einem abschließenden Pro-
jektbericht zusammengefasst und stehen auf der Internetseite der StEB Köln zum Download zur 
Verfügung. Es ist vorgesehen, die Konzepte der multifunktionalen Nutzung auf Kölner Stadtgebiet 
weiter zu konkretisieren und umzusetzen.  
Ein weiterer Schritt, um unterschiedliche Akteure und die lokale Bevölkerung bei der Entwicklung 
innovativer Maßnahmen an einen Tisch zu bringen stellt das Projekt Iresilience im Stadtteil Köln-
Deutz dar. In einem mehr jährigen Kommunikations -, Beteiligungs - und Kooperationsprozess

8 
 
werden Akteurinnen und Akteure in den Quartieren sensibilisiert und für Aktivitäten zur Klima -
vorsorge mobilisiert. Iresilience unterstützt die in Köln -Deutz lebenden und sich engagierenden 
Menschen und Einrichtungen dabei, Lösungen zur Klimawandelanpassung zu den Themen Hitze 
und Gesundheit, Starkregen und Grün  zu entwickeln und langfristig umzusetzen.  Die StEB Köln 
sind dabei federführend für den Themenbereich Überflutungsvorsorge zuständig. 
Die geringe Flächenverfügbarkeit insbeso ndere in stark verdichteten Innenstadtbereichen er -
schwert die Errichtung herkömmlicher Baumstandorte und Grünanlagen. Vertikale Begrünungs-
lösungen gewinnen in diesem Zusammenhang immer mehr an Relevanz. An dieser Stelle setzt das 
durch die StEB Köln begleitete Forschungsprojekt VertiKKA an. Das Gesamtziel des Projektes be-
steht in der Entwicklung eines innovativen technologischen Ansatzes zur Steigerung der urbanen 
Energie-, Flächen- und Ressourceneffizienz sowie der lokalen Lebensqualität als auch des Klima-
schutzes. Hierfür werden wartungsarme, selbstregelnde Grünmodule mit integrierten Photovol -
taik-Elementen zum Einsatz an Fassaden entwickelt. Die Module sollen eine Vielzahl von Anfor -
derungen im urbanen Raum erfüllen: Reduktion der Hitzeinsel, Steigerung der urbanen Biodiver-
sität, Entlastung der Kanäle, Produktion regenerativer Energie, Steigerung der Kühlleistung von 
Gebäuden und verbesserte Wärmedämmung, Produktion von Strom durch die Photovoltaik und 
Verbesserung der Luftqualität.  
Derzeit wird die  Software VISDOM unter der Leitung von VRVis Wien, in Kooperation mit dem 
Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft an der technischen Universität in Wien und der wis-
senschaftlichen Visualisierung-Gruppe an der ETH Zürich und den StEB Köln entwickelt. Die Soft-
ware dient zukünftig als Entscheidungshilfe, um Überflutungsszenarien infolge von Hoch wasser 
und Starkregen zu berechnen, zu bewerten und Vorschläge zum Überflutungsschutz zu unterbrei-
ten. Die Software kann perspektivisch für die Gefährdungsabschätzung durch Starkregen und für 
die Maßnahmenplanung, wie z.B. Objektschutz oder auch die multifunktionale Flächennutzung 
eingesetzt werden. 
 
Fazit: 
Um zukünftig den steigenden Herausforderungen durch die prognostizierte Zunahme von Stark-
regen und deren Sturzfluten bewältigen zu können müssen alle Akteure, die Beteiligten des Stadt-
konzerns und die Bürger*innen gemeinschaftlich handeln. Hierzu haben die StEB Köln in den letz-
ten Jahren Impulse gesetzt, viele Beteiligte informiert, Werkzeuge an die Hand gegeben und über 
die Information zur Partizipation angeregt . Vor dem Hintergrund steigender Temperaturen, an -
haltender Trockenperioden und vermehrten Starkregenniederschlägen im Zuge des Klima wan-
dels ist es jedoch zwingend notwendig, den bestehenden Handlungskatalog um weitere Maßnah-
men der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung zu ergänzen. 
 
5 Rechtliche Grundlagen 
Eine einheitliche rechtliche Grundlage wie ein Gesetz oder eine Verordnung speziell zur Notwen-
digkeit der Umsetzung der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung  zur Planung und zur  
Realisierung, sowie zum  Betrieb von Anlagen zur Abmilderung der Klimafolgen liegt derzeit 
(Stand Dezember 2020) nicht vor.  
Konkrete rechtliche Regelungen, die in Bezug zu dem Themenbereich der wasserwirtschaftlichen 
Klimafolgenanpassung im Sinne des hier vorliegenden Konzeptes stehen, sind i m Wasserrecht,

9 
 
im Planungs- und Baurecht, sowie in  den Vorschriften zur  Daseinsvorsorge und zur Gefah-
renabwehr auf den föderalen Ebenen von Bund, Land und Kommune verankert und werden im 
Folgenden kurz erläutert. 
5.1 Wasserrecht 
Die rechtlichen Vorgaben zur Überflutungsvorsorge, zum Hochwasserschutz, zum Gewässer und 
Grundwasserschutz sowie zu den Anforderungen an Planung, den Bau und Betrieb von (de-) zent-
ralen Abwasserableitungs- und Behandlungsanlagen sind national und international vielzählig. 
Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die europäische Wasserrahmenricht-
linie (WRRL) sowie die Hochwasserrisiko managementrichtlinie (HWRM-RL) der EU . Die 
Wasserrahmenrichtlinie (BMU 2020) fordert eine insgesamt stärker auf die Ökologie ausgerich-
tete, ganzheitliche und nachhaltige Gewässernutzung. Auswirkungen von Überschwemmungen 
und Dürren auf die Gewässer sollen vermindert werden. Der Schadstoffeintrag soll verhindert o-
der begrenzt werden. Auch die Kommunalabwasserrichtlinie (UBA 2020) sieht vor, dass die 
Umwelt vor schädlichen Einwirkungen durch nicht ausreichend gereinigtes kommunales Abwas-
ser geschützt wird. Um dies zu erreichen, stellt die Richtlinie Anforderungen an die Mitgliedstaa-
ten für das Sammeln und Reinigen von Abwasser aus Siedlungsgebieten einer bestimmten Größe. 
Die Hochwasserrisikomanagementrichtlinie (EU 2007) dient der Bewertung und dem Ma-
nagement von Risiken durch Hochwasser. Sie verfolgt das Ziel, hochwasserbedingte Risiken für 
die menschliche Gesundheit, die Umwelt, Infrastrukturen und Eigentum zu verringern und zu be-
wältigen. Dabei sollen auch Klimaveränderungen und die veränderte Nutzung des Bodens und 
dessen Wasserrückhaltefähigkeit betrachten werden. Die Grundwasserrichtlinie  (BMU 2017) 
beschreibt Maßnahmen zur Verhinderung oder Begrenzung des Eintrags von Schadstoffen in das 
Grundwasser. Die Vorgaben dieser Richtlinien werden auf nationaler Ebene im Wasserhaushalts-
gesetz des Bundes sowie in den Wassergesetzen der Länder und den darauf beruhenden Rechts-
quellen umgesetzt und damit innerstaatlich verbindlich. 
Die bisherigen, rechtlichen Regelungen bilden größtenteils das Prinzip der Abwassersammlung, -
ableitung und -behandlung ab und definieren Grenzwerte und Standards, um die negative Beein-
flussung von Mensch, Tier, Gewässer und Infrastruktur möglichst auszuschließen oder zu begren-
zen. Seit dem Jahr 1995 ist ein wasserrechtlicher Paradigmenwechsel zu verzeichnen. Bis da hin 
galt es, Wasser möglichst schnell (in Mischsystemen) aus den Städten hinauszuführen. M it der 
Einführung des § 51a in dem damaligen Landeswassergesetz des Landes NRW stellen die Ver-
sickerung von Niederschlagswasser bzw. die ortsnahe Ableitung ein en neuen wasserrechtlichen 
Weg zum naturnahen Umgang mit Niederschlagswasser dar. Durch die Einführung des sogenann-
ten Trennerlasses in NRW wurde die stoffliche Belastung des Niederschlagswassers in „ behand-
lungsbedürftig“ und „nicht behandlungsbedürftig“ kategorisiert und für die Kategorien  spezifi-
sche Behandlungsmethoden vorgegeben. Beide Rechtsquellen unterstreichen die Notwendigkeit, 
das Niederschlagswasser einer Nutzung vor Ort ohne Gewässer/Grundwasserbelastung zuzufüh-
ren und Mischsysteme zu entlasten. 
Fazit: Der wasserrechtlich vorgesehene  Umgang mit (unbelastetem) Niederschlagswasser ent -
spricht den Zielen der hier vorliegenden wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung. Die oben 
beschriebenen Richtlinien und deren Umsetzung auf nationaler Ebene fordern u.a. einen nachhal-
tigen und an den Klimawandel angepassten Umgang mit Wasser im urbanen Raum und beeinflus-
sen damit die wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung nachhaltig. 
Bei längeren Trockenwetterperioden werden auch größere Regenwasserspeicher nicht aus rei-
chen, um genügend Niederschlagswasser zur Bewässerung von Grünflächen bereitzustellen. In

10 
 
diesem Fall muss entweder mit Frischwa sser oder Grundwasser bewässert oder trockenresis-
tente Pflanzen und Bäume gepflanzt werden. Eine Alternative ist die Nutzung von Brauch wasser 
zur Bewässerung von Grünflächen. Die Nutzung von Brauchwasser zur Bewäs serung von Grün-
flächen ist wasserrechtlich problematisch. Brauchwasser, das unter den Begriff des Abwassers im 
Sinne des § 54 Abs. 1 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) fällt, unterliegt der Abwasserbe seitigungs-
pflicht. Abwasser ist das durch häuslichen, gewerblichen, landwirtschaftlichen oder sonstigen Ge-
brauch in seinen Eigenschaften veränderte Wasser und das bei Trockenwetter damit zusammen 
abfließende Wasser (Schmutzwasser) sowie das von Niederschlägen aus dem Bereich von bebau-
ten oder befestigten Flächen gesammelt abfließende Wasser (Niederschlagswasser). Brauchwas-
ser stellt nach dieser Definition in der Regel Schmutzwasser dar und unterfällt damit dem Abwas-
serrecht. Danach hat der nach Landesrecht zuständige Abwasserbeseitigungs pflichtige das Ab-
wasser so zu beseitigen,  dass das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigt wird (§ 55 Abs. 1 
WHG). Abwasserbeseitigungspflichtig sind in NRW grundsätzlich die Kommunen oder Wasser-
verbände, die auf der Grundlage des Wasserverbandsgesetzes (WVG), des Gesetzes über kommu-
nale Gemeinschaftsarbeit (GKG) oder besonderer Gesetze gegründet werden können. Spiegelbild-
lich zur Abwasserbeseitigungspflicht unterliegen die Nutzungsberechtigten eines Grundstücks, 
auf dem Abwasser anfällt, der Pflicht, das Abwasser dem Ab wasserbeseitigungspflichtigen zu 
überlassen, wenn sie nicht selbst abwasserbeseitigungspflichtig sind.  Diese gegenseitige Ver-
pflichtung von Abwasserbeseitigungspflichtigem und Nutzungsberechtigten kann nur durch eine 
Übertragung der Abwasserbeseitigungspflicht auf Dritte aufgehoben werden, die von der zustän-
digen Behörde (in NRW das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) vor-
zunehmen ist.  
Dies wird im Vollzug und auch in der Überwachung derzeit noch als kritisch angesehen. Eine ein-
fache vertragliche Regelung ist in diesem Zusammenhang problematisch, da § 49 LWG eine Ent -
scheidung der zuständigen Behörde voraussetzt. Erforderlich ist ein öffentlich-rechtlicher Vertrag 
zwischen Kommune/Wasserverband, Nutzungsberechtigten und Aufsichtsbehörde (LANUV) ge -
mäß §§ 54 ff. VwVfG. 
Fazit: Die Nutzung von Brauchwasser zur Bewässerung von Grünflächen ist wasserrechtlich kom-
plex. Hier bedarf es zukünftig vertraglicher Regelungen bzw. einer Anpassung des Wasserrechtes. 
5.2 Planungs- und Baurecht  
Der Bund fordert die Städte in der Klimaschutznovelle in § 1 Abs. 5 BauGB vom 30. Juli 2011 dazu 
auf, im Rahmen der Bauleitplanung „eine menschenwürdige Umwelt zu sichern, die natürlichen 
Lebensgrundlagen zu schützen, sowie den Klimaschutz und die Klimaanpassung, insbesonder e 
auch in der Stadtentwicklung, zu fördern“. Die Klimaschutzklausel in § 1a Abs. 5 BauGB verleiht 
den Klimabelangen bei der planungsrechtlichen Abwägung ein zusätzliches, rechtliches Gewicht. 
Sie veranlasst die Stadtplanung dazu, die Koordinierungs - und Steuerungsfunktion der Bauleit -
planung voll auszuschöpfen. Damit soll sie den in § 1 Abs. 6 Nr. 1 BauGB geforderten „allgemeinen 
Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse und die Sicherheit der Wohn- und Ar-
beitsbevölkerung“ mithilfe integrierter Anpassungskonzepte für die Stadt- und Infrastrukturpla-
nung gerecht werden. Gemäß dem bauplanungsrechtlichen Auftrag zur Berücksichtigung der Fol-
gen des Klimawandels bei der Auf stellung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen gibt Ta-
belle 1 zunächst eine Übersicht über geeignete Festsetzungen für die dezentrale Regenwasserbe-
wirtschaftung und für die Starkregenvorsorge im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung.

11 
 
 
Festsetzungsmöglichkeiten zur wassersensiblen Stadtgestaltung in der verbindlichen Bauleitpla -
nung 
§ 9(1) Nr. 1, 2, 3 BauGB Verringerung baulicher Dichte (Maß der baulichen Dichte, Bauweise, über -
baubare Flächen) 
§ 9(1) Nr. 10 BauGB Flächen, die von der Bebauung freizuhalten sind 
§ 9(1) Nr. 14 BauGB Flächen für die Abfall- und Abwasserbeseitigung, einschließlich der Rück-
haltung und Versickerung von Niederschlagswasser 
§ 9(1) Nr. 15 BauGB Öffentliche und private Grünflächen 
§ 9(1) Nr. 16 BauGB Wasserflächen sowie Flächen für die Wasserwirtschaft, für Hochwasser-
schutzanlagen und für die Regelung des Wasserabflusses 
§ 9(1) Nr. 20 BauGB Flächen oder Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von 
Boden, Natur und Landschaft 
§ 9(1) Nr. 21 BauGB mit Geh-, Fahr- und Leitungsrechten zugunsten der Allgemeinheit, eines 
Erschließungsträgers oder eines beschränkten Personenkreises zu belas-
tenden Flächen (z.B. Notwasserwege) 
§ 9(1) Nr. 24 BauGB von der Bebauung freizuhaltende Schutzflächen und ihre Nutzung, die Flä -
chen für besondere Anlagen und Vorkehrungen zum Schutz von schäd li-
chen Umwelteinwirkungen 
§ 9(1) Nr. 25 BauGB Flächen zum Anpflanzen oder Pflanzbindungen für die Erhaltung von Bäu -
men, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen sowie von Gewässern 
§9(3) BauGB Höhenlage (z.B. Erdgeschossbodenhöhe und Straßenoberkante)  
§9(5) Nr. 1 BauGB Flächen, bei deren Bebauung besondere bauliche Vorkehrungen gegen äu-
ßere Einwirkungen oder besondere bauliche Sicherungsmaßnahmen ge-
gen Naturgewalten erforderlich sind  
§9(1) Nr. 20 BauGB Textliche Festsetzungen zur Wasserdurchlässigkeit 
§ 12 (6) & § 14 BauNVO Festsetzung der Unzulässigkeit von Stellplätzen, Garagen oder sonstigen 
Nebenanlagen auf den nicht überbaubaren Grundstücksflächen 
§ 9 (6a) BauGB Nachrichtliche Übernahme von festgesetzten Überschwemmungsschutzge-
bieten gem. § 78 Abs. 2 WHG 
 
Diese Auflistung der planungsrechtlichen Festsetzungsmöglichkeiten des BauGB macht deutlich, 
dass sich – nicht erst seit der Klima -Novelle von 2011 – ein breites Spektrum an Möglichkeiten 
bietet, Maßnahmen der urbanen Überflutungsvorsorge über Planzeichen oder textlich im Bebau-
ungsplan festzulegen. Viele von ihnen werden regelmäßig angewandt – wie die Festsetzung von 
Grünflächen, die Flächen zum Anpflanzen oder Pflanzbindungen u.v.a.m.  
Vertragliche Vereinbarungen im Rahmen von Städtebaulichen Verträgen 
Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und die Anpassung an den Klimawandel werden im 
§ 1 BauGB unter anderem als Ziele benannt, die es im Rahmen der Bauleitplanung zu beachten 
gilt. Diese Vorgaben können unter Beachtung des Abwägungsgebotes eventuell Anlass für ergän-
zende Regelungen in städtebaulichen Verträgen nach § 11 BauGB geben, welche die Durchführung 
wassersensibler Maßnahmen fordern. Zu nennen sind hier beispielhaft Regenwasserbewirtschaf-
tung, Fassaden- und Dachbegrünung, Gestaltung von Tiefgarag endächern und Anlage von Stell-
plätzen in wasserdurchlässiger Bauweise oder der Rückbau baulicher Anlagen oder Entsiegelung 
als Voraussetzung für Neubauvorhaben (Eingriff-Ausgleich) 
Im Regelfall sollen jedoch die o.g. Festsetzungsmöglichkeiten in Bebauungsp länen genutzt wer-
den, da oftmals nur sie im Genehmigungsverfahren herangezogen werden und auch nur sie einer 
Beteiligung der Öffentlichkeit unterliegen.  
Tabelle 1: Übersicht der Festsetzungsmöglichkeiten in der Bauleitplanung (Quelle: Leitfaden für eine wasser-
sensible Stadt und Freiraumgestaltung in Köln 2017: 61)

12 
 
Vertragliche Vereinbarungen im Rahmen der Nutzung von Straßenflächen zur Ableitung von Nie -
derschlagswasser 
Straßenflächen können bei Starkregen für die temporäre Zwischenspeicherung und die oberirdi-
sche Ableitung von Niederschlagswasser von privaten und öffentlichen Flächen dienen. Gemäß § 
48 Satz 1 LWG NRW  sind die Nutzungsberechtigten der privaten Grundstücke verpflichtet, Nie-
derschlagswasser zu überlassen und gemäß § 46 Abs. 1 sind die abwasserbeseitigungspflichten 
Gemeinden – in Köln die StEB Köln - verpflichtet, dieses Niederschlagswasser zu übernehmen und 
zu beseitigen. Hieraus ergibt sich das Problem, dass auf die Straßenfläche Niederschlagswasser 
zufließt, für das der Straßenbaulastträger nicht übernahme - und überlassungspflichtig ist. In ei-
nigen Städten wurde von den dortigen Juristen zur Klarstellung  empfohlen, dass der Abwasser-
beseitigungspflichtige und der Straßenbaulastträger eine Verwaltungsvereinbarung erstellt aus 
der hervorgeht, dass und wie der Straßenraum im Starkregenfall allgemeinwohlverträglich ge-
nutzt wird.  
Auflagen zur Wasserdurchlässigkeit und zur Begrünung von Flächen in der Bauordnung NRW 
Die nordrhein-westfälische Landesbauordnung fordert in § 9 Abs. 1, die nicht überbauten Flächen 
von Baugrundstücken „wasseraufnahmefähig zu belassen oder herzustellen und zu begrünen o-
der zu bepflanzen, soweit dem nicht die Erfordernisse einer anderen zulässigen Verwendung der 
Fläche entgegenstehen.“ Aus der Regelung nach § 9 Abs.1 BauO NRW erwächst die generelle Ver-
pflichtung, die tatsächlich nicht überbauten Flächen eines bebauten Grundstücks stets i m Sinne 
der wassersensiblen Stadtgestaltung zu gestalten. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens kön-
nen somit Forderungen nach einer wasserdurchlässigen Befestigung gestellt werden, sofern nicht 
die Abflussbelastung oder eine zu geringe Durchlässigkeit des Bodens eine Versiegelung erfor-
dert. Auch für Zufahrten, Stellplätze oder als Arbeitsflächen kann die Wasseraufnahmefähigkeit 
verlangt werden, soweit es Art und Größe dieser Anlagen zulassen.  
Städtebauliche Gebote zur Bepflanzung, zum Rückbau und zur Entsiegelung von Grundstücksflä-
chen  
Weiterhin sieht der Gesetzgeber städtebauliche Gebote vor wie zum Beispiel das Pflanzgebot nach 
§ 178 BauGB oder das Rückbaugebot nach § 179 BauGB. In der Praxis finden diese jedoch keine 
Anwendung. Bevor zu Zwangsmitteln de s Ordnungsrechts  gegriffen wird, sollte es immer das 
oberste Ziel sein, einvernehmliche Lösungen mit den betroffenen Grundstückseigentümer*innen 
zu finden. 
Satzungen nach Bauordnung NRW zur Gestaltung von privaten Grundstücksfreiflächen und Einfrie-
dungen 
Die Möglichkeiten von Satzungen nach Bauordnung sind in der Praxis beschränkt. So bietet sich 
gemäß § 89 Abs. 1 Nr. 5 BauO NRW die Möglichkeit, Satzungen über die Art, Höhe und Gestaltung 
von Abgrenzungen und Einfriedungen zu erlassen. Auch wenn letztere auch eine schützende bzw. 
die Ableitung unterstützende Funktion bei Starkregenereignissen erfüllen, so sind diese Regelun-
gen eher als Festsetzungen in Bebauungsplänen vorzuziehen.  
Weiterhin ermöglicht theoretisch § 89 Abs. 1 Nr. 7 BauO NRW den Erlass von S atzungen zur Be-
grünung baulicher Anlagen, wodurch die Begrünung von Dächern unter Festlegung bestimmter 
Maßgaben gefordert werden kann. Da begrünte Dächer einen wichtigen Beitrag zur Retention von 
Niederschlägen leisten können sowie positiven Einfluss auf das Mikroklima haben, könnte sich 
auch hierin ein Ansatzpunkt zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel bieten.

13 
 
Auch hier gilt jedoch der Vorrang von Festsetzungsmöglichkeiten in Bebauungsplänen – die Dach-
begrünung gehört mittlerweile zu den Standardfestsetzungen. 
Für Satzungen, die die Begrünung und Bepflanzung von beispielsweise Vorgärten zum Inhalt ha-
ben (entsprechend § 86 Abs. 1 Nr. 4 BauO NRW a.F.), ist mit der ersatzlosen Streichung der Be-
griffe „Begrünung und Bepflanzung“ die Ermächtigungs grundlage entfallen, wodurch entspre-
chende „Vorgartensatzungen“ unwirksam geworden sind (Änderung der BauO NRW in Kraft seit 
01.01.2019).  Zwar bietet § 89 Abs. 1 Nr. 5 BauO NRW die Möglichkeit Satzungen zur „Gestaltung 
[…] der unbebauten Flächen der bebauten Grundstücke“ zu erlassen, der Gesetzesbegründung fol-
gend schließt dies jedoch die „gärtnerische Gestaltung“ ausdrücklich nicht ein. Damit entfällt die 
Möglichkeit mittels Erlass örtlicher Bauvorschriften, die Freihaltung bestimmter Flächen (z.B. 
Vorgärten, Stellplätze etc.) für den Rückhalt oder die Ableitung von Starkregen zu gewährleisten. 
Auch hier sind Festsetzungen in den Bebauungsplänen grundsätzlich vorzuziehen. 
Informelle Instrumente  
Die Ausarbeitungen zu wassersensiblen Stadtgestaltung können – wie auch andere städtische 
Broschüren im Umweltbereich – Investoren für die Ausarbeitungen von Wettbewerbsauslobun-
gen sowie ihre Planungen mit an die Hand gegeben werden und so für die Umsetzung der einzel-
nen Maßnahmen – soweit sie nicht sowieso verpflichtend sind – werben.  
Als weitere Broschüren können z.B. benannt werden  
• der Flyer zur naturnahen Vorgartengestaltung für den Klima- und Artenschutz „Grün 
statt Grau“ 
• Broschüre zum Projekt „Gärten Grüne Oasen für Spatz & Co –damit Tiere nicht nur 
Zaungäste bleiben“ 
• Klimaleitlinien Stadt Köln 
• Stadtstrategie Kölner Perspektiven 2030 
• „GRÜNhoch3 Dächer | Fassaden | Höfe“ 
• Förderprojekt „Wasser muss zum Baum“ 
 
Fazit: Das Baugesetzbuch und die Landesbauordnung ermöglichen bau - und planungsrechtlich 
die Umsetzung der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung. In der Praxis ist es oftmals 
Thema des Vollzugs, dass Kontrollen und entsprechende ordnungsrechtliche Maßnahmen nicht 
immer umgesetzt werden können. 
5.3 Daseinsvorsorge und Gefahrenabwehr  
Die Garantie der kommunalen Selbstverwaltung gemäß Artikel 28 Absatz 2 GG beschreibt das 
Recht der Gemeinden, die Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in 
eigener Verantwortung zu regeln. Die Ausgestaltung der kommunalen Selbstverwaltung erfolgt in 
den landesrechtlichen Kommunalgesetzen (Gemeindeordnung, Kreisordnung, etc.). Gegenstand 
der kommunalen Selbstverwaltung sind insbesondere die Bereiche der Daseinsvorsorge und der 
örtlichen Gefahrenabwehr. 
Rechtsinstrumente zum Umgang mit Starkregen und anderen Extremwetterlagen finden sich  im 
Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG ). Hiernach 
sind die Gemeinden verpflichtet, unter Beteiligung ihrer Feuerwehr , Brandschutzbedarfspläne 
und Pläne für den Einsatz der öffentlichen Feuerwehr auch im Bereich der Hilfeleistung außerhalb 
von Bränden aufzustellen und umzusetzen (§ 3 Abs. 3 BHKG). Die Kreise haben unter Beteiligung

14 
 
der Gemeinden Katastrophenschutzpläne aufzustellen (§ 4 Abs. 3 BHKG). Sowohl Brandschutzbe-
darfs- wie auch Katastrophenschutzpläne sind alle fünf Jahre unter Würdigung der gesamten ört-
lichen Sachlage fortzuschreiben und gegebenenfalls sich ändernden Rahmenbedingungen anzu-
passen. Zu den einbezogenen Rahmenbedingungen gehören dabei auch veränderte Anforderun-
gen durch den Klimawandel. Zur Koordinierung von Großeinsatzlagen und Katastrophen wie bei-
spielsweise Extremwetterereignissen richten Kreise und kreisfreie Städte Krisenstäbe und Ein-
satzleitungen ein (§ 35 Abs. 1 BHKG).  
Fazit: Die Regelungen im BHKG beziehen sich nicht auf spezifische Maßnahmen zur Starkregen-
vorsorge, sondern betreffen den Einsatz der (örtlichen) Feuerwehr im Brand- und Katastrophen-
fall. Sie regeln die Zuständigkeit der Feuerwehr und bestimmen feuerpolizeiliche Maßnahmen.  
Die wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung verfolgt demgegenüber einen gefahrenspezifi-
schen Ansatz. Sie soll Gefahren aus Starkregenereignissen vorbeugen. Im Kollisionsfall dürfen je-
doch Maßnahmen aus de r wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung den Brand- und Kata-
strophenschutzplänen nicht widersprechen.  
Aus rechtlicher Sicht bestehen keine grund sätzlichen Hinderungsgründe gegen die Umsetzung 
von Maßnahmen der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung . Um langfristig die stra tegi-
schen Ziele der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung zu erreichen, sind im Rahmen der 
rechtlichen Möglichkeiten die Maßnahmen in die jeweiligen Planungsprozesse einzubinden. So 
gilt es, mit der Stadt Köln die Umsetzung de r wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung zu 
verabreden. Dies ist z.B. die Unterstützung bei der Formulierung  von Standards und textliche n 
Festsetzungen und Hinweise im Rahmen von Bebauungsplanverfahren. Die Maßnahmen, die nicht 
über Bebauungsplanverfahren geregelt werden -  dies können z.B. der Neubau, der Ausbau und 
die Sanierung von öffentlichen Flächen, wie Straßen- und Platzflächen, aber auch der öffentlichen 
und privaten Gebäude sein - sind über geeignete Verträge und Vereinbarungen festzulegen. 
 
 
6 Akteure zur Umsetzung der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpas-
sung  
Zur Umsetzung der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung ist eine Kooperation zwischen 
der Stadt Köln und den StEB Köln notwendig. Die unten aufgeführte Liste gibt einen ersten Über-
blick über mögliche beteiligte Ämter und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wird 
deutlich, dass die Umsetzung einer  wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung  eine Quer -
schnittsaufgabe unterschiedlicher Dezernate und Ämter der Stadtverwaltung Köln und der StEB 
Köln ist. Eine enge Kooperation zwischen den einzelnen Dezernaten und Ämtern innerhalb der 
Stadt Köln und der StEB Köln ist zwingend notwendig.  
Tabelle 2: Integration wasserwirtschaftlicher Klimafolgenanpassung Stadt Köln:  Auflistung relevanter Ämter 
Stand: Januar 2021. 
Dezernat/Amt Aufgabenbereich 
Dezernat OB 
Amt für Presse und Öffentlich-
keitsarbeit (13)  
Aktuelle und mediengerechte Information von Presse, Hörfunk, 
Fernsehen, Nachrichtenagenturen und ihren Beauftragten; Konzepti-
onelle Planung und Koordination der gemeindlichen Öffentlichkeits-
arbeit; Veröffentlichung amtlicher Bekanntmachungen als Anzeigen; 
Bürgerbüro

15 
 
Rechtsprüfungsamt (14) Prüfung von städtischen Vergaben 
Dezernat I (Allgemeine Verwaltung , Ordnung und Recht)  
Amt für Informationsverarbei-
tung (12)  
Planung, Weiterentwicklung und Betrieb der IT-, Netz- und Tele-
kommunikationsinfrastruktur, Bereitstellung von (georeferenzier-
ten) Daten 
Amt für öffentliche Ordnung 
(32)  
Nutzung von öffentlichen Verkehrsflächen, z. B. für Großveranstal-
tungen, Umzüge, Sportveranstaltungen, Wahlkampfveranstaltungen, 
Veranstaltungen unter freiem Himmel wie Straßen- und Volksfeste, 
Trödel- und Antikmärkte, Zirkusgastspiele, Vergabe von Festplätzen; 
Sonstige Nutzungen, wie Film- und Drehgenehmigungen, Nutzungen 
von Grünflächen, Informations- und Verkaufsstände, Blumenkübel, 
Warenauslagen, Kioske, Pyrotechnik/Feuerwerk, Erlaubnisse nach 
dem Sprengstoffgesetz 
Amt für Recht, Vergabe und 
Versicherung (30)  
Durchführung der Vergabeverfahren (VOB, VOL, VOF) für alle städti-
schen Ämter, Eigenbetriebe und eigenbetriebsähnlichen Einrichtun -
gen; Rechtsberatung für die Verwaltung 
Dezernat II (Finanzen) 
Kämmerei (20)  Finanzwirtschaftliche Grundsatzfragen; Finanzplanung 
Dezernat III (Mobilität und Liegenschaften) 
Amt für Liegenschaften, 
Vermessung und Kataster (23)  
Verwaltung von unbebautem und bebautem Fiskalbesitz inkl. der 
städtischen Gaststätten sowie der städtischen Parkhäuser und Tief-
garagen; Führung des amtlichen Liegenschaftskatasters; Manage-
ment von Geodaten, Geschäftsstelle Geobeirat; Ingenieurvermes-
sung;  
Bauverwaltung (62)  
Aufgaben zur Verwaltung des Straßenraums im Sinne der Straßen-
gesetze (Widmung und Entwidmung öffentlicher Verkehrsflächen, 
Entscheidung über Inanspruchnahme des Straßenraumes als Son-
dernutzung oder sonstige Benutzung); Durchführung von Erschlie-
ßungsmaßnahmen (insbes. Abschluss und Abwicklung von Er schlie-
ßungsverträgen) und Sicherung der Erschließung im Bauleitplanver-
fahren  
Amt für Verkehrsmanagement 
(64)  
Baustellenkoordinierung, Verkehrserhebungen/Wegweisung, Son-
dernutzungen im öffentlichen Straßenland (Aufstellen von Bau zäu-
nen, Gerüsten, Containern), Verkehrsleitzentrale, Verkehrsum leitun-
gen, Planung, Bau und Betrieb von Lichtsignalanlagen, Öffentliche 
Beleuchtung, Intelligente Verkehrslösungen 
Amt für Straßen und Verkehrs-
entwicklung (66) 
Aufgaben des Wegebaues und der Wegeverwaltung (Entwurf, Neu-
bau und Unterhaltung von öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen 
einschl. Wahrnehmung der Verkehrssicherungspflicht; Entwurf, 
Neubau und Unterhaltung von Straßen, Wegen und Plätzen auf nicht 
öffentlichen städt. Grundstücken im Auftrag der zuständigen Dienst-
stellen); Koordinierung aller Arbeiten der im Straßenraum tätigen 
Versorgungsbetriebe 
Amt für Brücken, Tunnel und 
Stadtbahnbau (69) 
Entwurf, Neubau (Projektleitung und Koordination) und Unterhal-
tung von Stadtbahn-Bauwerken, Brücken, Tunneln, Tiefgaragen, 
Lärmschutzwänden; Vergabe von Lieferungen und Leistungen zur 
Ausführung von Bauvorhaben im Stadtbahn- und Brückenbau sowie 
sonstigem Ingenieurbau 
Dezernat IV (Bildung, Jugend und Sport) 
Amt für Schulentwicklung (40)  
Schulbau und -betreuung; Einrichtungsplanung von Schulneubauten, 
Erweiterungsbauten, industriellen Fertigbauten und Beschaffung 
von Mobiliar, Unterrichtsmitteln und Sportgeräten (Erstbedarf, für 
den naturwissenschaftlichen Bereich auch Ersatzbeschaffung)

16 
 
Amt für Kinder, Jugend und Fa-
milie (51)  
Bauangelegenheiten, Verwaltung und Betrieb der städtischen Tages-
einrichtungen für Kinder und Jugendhilfeeinrichtungen  
Sportamt (52)  Sportstättenbau/-generalinstandsetzung; Pflege und Unterhaltung 
von Sportstätten; Sportanlagenkataster 
Dezernat V (Soziales, Umwelt, Gesundheit und Wohnen) 
Koordinationsstelle Klima-
schutz (V/7)  
Strategische Ausrichtung des gesamtstädtischen Klimaschutzprozes-
ses, zentrale Ansprechpartnerin zu den Themen Klimaschutz und 
SmartCity Cologne für Verwaltung, Politik, Investorinnen und Inves-
toren sowie Unternehmen in Köln, Projektkoordination, Ab stimmun-
gen zwischen den beteiligten Akteurinnen und Akteuren. 
Amt für Soziales, Arbeit und 
Senioren (50)  
Aufsicht über Pflegeheime und sonstige Einrichtungen der Alten- 
und Behindertenhilfe in der Trägerschaft von Verbänden der freien 
Wohlfahrtspflege, privater Trägerschaft und kommunaler Träger-
schaft 
Gesundheitsamt (53)  
Kommunale Aufgaben der Krankheitsprävention und Gesundheits -
förderung einschl. der gesundheitlichen Aufklärung der Bevölke-
rung; Gesundheitlicher Umweltschutz, umweltmedizinische Bera-
tung 
Umwelt und Verbraucher-
schutzamt (57)  
Aufgaben der Unteren Wasserbehörde nach dem Wasserhaushalts-
gesetz, Landeswassergesetz Nordrhein-Westfalen und den hierzu er-
lassenen Verordnungen; Vertretung der Umweltbelange im Bau- und 
Fachplanungsrecht; Anpassung an den Klimawandel, GRÜN hoch 3 
Dächer | Fassaden | Höfe, Hitzeaktionsplanung, Klimawandelge-
rechte Metropole Köln, Iresilience, Arbeitskreis Klimawandelanpas-
sung mit den StEB Köln, Stadtklimatologie  
 
Dezernat VI (Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Wirtschaft)  
Amt für Stadtentwicklung und 
Statistik (15)  
Grundsatzfragen nachhaltiger Stadtentwicklung; Gesamtstädtische 
und teilräumliche Entwicklungsplanungen und Nutzungsstruktur-
konzepte für kleinräumige Projektentwicklungen;  
Gebäudewirtschaft der Stadt 
Köln (26)  
Erstellung der Hochbaustatik. Gutachten und Planung zu Dachauf -
bau, Akustik, Schall-, Wärme-, Brandschutz, Bauphysik in städtischen 
Hochbauten 
Stadtplanungsamt (61)  
Aufstellung und Änderungsverfahren des Flächennutzungsplanes 
(FNP) einschl. großräumige Fortschreibung des FNP mit vorberei-
tenden Integrierten Raumanalysen; Aufstellung von Bebauungs plä-
nen von der Erarbeitung des Städtebaulichen Planungskonzeptes bis 
zur Rechtskraft sowie Änderungen und Aufhebungen; Durchführung 
von Umweltprüfungen und Gestaltung des öffentlichen Raums im 
Rahmen der Bauleitplanung;  
Bauaufsicht (63)  
Baugenehmigungen (Prüfung und Bescheidung von Anträgen bei Er -
richtung, Änderung, Nutzungsänderung und Abbruch baulicher An-
lagen einschließlich evtl. erforderlicher Abweichungen und Befrei-
ungen);  
Amt für Landschaftspflege und 
Grünflächen (67)  
Rekultivierungs- und Renaturierungsplanungen für geschädigte 
Landschaftsbestandteile (Bachläufe, Gruben, Deponien usw.); Pla-
nung, Ausbau und Unterhaltung öffentlicher Grünflächen; Organisa-
tion, Planung und Durchführung von Sonderprogrammen (Fassaden-
begrünung, Hofbegrünung usw.); Pflege des Straßenbegleitgrüns;  
Dezernat VII (Kunst und Kultur) 
Stadtkonservator, Amt für 
Denkmalschutz und Denkmal-
pflege (48)  
Denkmalschutz und Denkmalpflege, Bauforschung

17 
 
 
Neben den StEB Köln und der Stadt Köln sind weitere Akteure und Partner aus der Zivilgesell-
schaft notwendig, um das Strategiekonzept zur wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung er-
folgreich umzusetzen. Diese Kooperation sollte dazu führen, dass die allgemeine Akzeptanz in der 
Gesellschaft für Maßnahmen der Klimafolgenanpassung steigt. Auch können Partner aus der Zi-
vilgesellschaft bei der mittel- und langfristigen Planung und Betreuung von Maßnahmen einbezo-
gen werden. Die unten aufgeführte Auflistung stellt einen ersten Überblick von Partnern aus der 
Zivilgesellschaft dar und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.  
- RheinEnergie (RE) 
- Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) 
- Naturschutzbund Deutschland (NABU) 
- Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) 
- GAG Immobilien  
- Haus und Grund 
- Kölner Zoo 
- Industrie und Handelskammer und Unternehmen (z.B. Messe, Ford, etc.)  
- Bezirksregierung Köln (Regionalplan) 
- Kölner Grünstiftung 
- Feuerwehr Köln (Forschungszentrum) 
- Universität zu Köln und TH Köln sowie weitere Forschungseinrichtungen 
 
7 Stand der Technik, Wissenschaft und Forschung 
Die wissenschaftliche Untersuchung des Klimawandels und seiner weitreichenden Implikationen 
auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen und Handlungsbereiche unserer Gesellschaft ist Gegen-
stand intensiver Forschung. Während die Existenz des Klimawandels aus wissenschaftlicher Sicht 
eindeutig belegt ist und über Modelle und Klimaszenarien zukünftige Entwicklungen abgebildet 
werden können, rückt auch das Themenfeld der Klimafolgenanpassung insbesondere in urbanen 
Gebieten in den letzten Jahrzehnten vermehrt in den wissenschaftlichen Fokus. Eine Abfrage über 
die Suchmaschine Google Scholar zur allgemeinen Literaturrecherche wissenschaftlicher Doku-
mente verdeutlicht den Umfang der Forschungsbestrebungen. Legt man einen Betrachtungszeit-
raum der Jahre 2000-2020 zugrunde, können durch Eingabe unterschiedlicher Suchwortkombi -
nationen die nachfolgenden Ergebniszahlen in absteige nder Reihenfolge generiert werden: 
1.000.000 (Climate change adaption ), 260.000 ( Green blue infrastructure ), 138.000 ( Urban resi-
lience climate change), 87.000 ( Climate change urban heat island ), 47.000 ( Sponge city). Die Da-
tenbank des Kompetenzzentrums Klimafolge und Anpassung (Kompass) des Umweltbundesamts 
(UBA) liefert 542 Ergebnisse für die Forschungslandschaft „Anpassung an den Klimawandel“ auf 
bundesweiter Ebene. Eine vollumfängliche Darstellung des Forschungsgeschehens ist angesichts 
der Fülle und der dynamischen Entwicklung von Forschungsvorhaben daher auch auf bundeswei-
ter Ebene nur schwer möglich. Eine Übersicht der wichtigsten Projekte im Rahmen urbaner 
Klimaanpassung in Deutschland und ausgewählter internatio naler Forschungsvorhaben ist dem 
Anhang 1 zu entnehmen. Das vorliegende Konzept baut partiell auf den Forschungs ergebnissen 
der Projekte KURAS, netWorks und SAMUWA auf. Diese werden nachfolgend näher erläutert.

18 
 
7.1 netWORKS 
Das Projekt NetWORKS teilt sich in 4 Forschungsprojekte auf, di e der Frage nachgehen, wie eine 
Siedlungswasserwirtschaft der Zukunft aussehen kann.  
Das Forschungsprojekt netWORKS 1 wurde im Schwerpunkt "Sozial-ökologische Forschung" des 
Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Zeitraum von 11/2002 - 03/2006 ge-
fördert. Es hatte zum Ziel, ein nachhaltiges Strategiekonzept für die netzgebundene Wasserinfra-
struktur zu entwickeln. Die zugrunde liegenden Annahmen sind, dass sich mit der Änderung über-
geordneter Strukturen, wie z.B. den Siedlungsstrukturen, auch die Anforderungen an das System 
ändern. Dadurch werden Kommunen vor immense Herausforderungen gestellt. Wie kann das Sys-
tem weiterhin zukunftsfähig sein? Wie kann weiterhin die gute Service-Qualität erhalten werden? 
- sind zentrale Forschungsfragen. Ziel von netWORKS 1 ist es, den Kommunen Fachwissen und 
Transformationswissen zu vermitteln, um sich auf diese Weise an die Zukunft anzupassen.  
Die Ergebnisse des Projektes netWORKS 1 wurden im A nschluss-Projekt netWORKS 2 aufgegrif-
fen (Förderzeitraum 07/2007 -  12/2009). Das Forschungsprojekt verfolgt die Grundan nahmen, 
dass es bisher sinnvoll war, Wasserversorgungs - und Entsorgungs-Systeme zentralisiert zu pla-
nen und zu unterhalten. Jedoch stellen Schrumpfungstendenzen und der fortschreitende Klima-
wandel die städtische Infrastruktur vor Herausforderungen: Unter - und Überlasten, sowie ext-
reme Schwankungen innerhalb der Systeme sind die Folge. Diese aktuellen Tendenzen ziehen Pla-
nungsunsicherheiten mit sich – Stadtrückbau, sowie Stadtumbau werden selten ganzheitlich ge-
dacht und die Folgekosten sind oft unklar. netWORKS2 hat das Ziel, Referenzkonzepte zu ent wi-
ckeln und zu untersuchen, wie der wasserwirtschaftliche Anpassungsbedarf in Stadtkonzepte 
über semi- und dezentrale Maßnahmen eingeflochten werden kann. 
Das Forschungsprojekt netWORKS 3 wurde innerhalb der Fördermaßnahme "Intelligente und 
multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Ab was-
serentsorgung (INIS)" im Förderschwerpunkt "Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)" als 
Bestandteil des BMBF-Programms "Forschung für nachhaltige Entwicklungen (FONA)" vom Bun-
desministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert (Förderzeitraum Mai 2013 bis April 
2016). Grundannahme des Forschungsprojektes ist, dass Wasserwirtschaftsunternehmen/ -be-
triebe zunehmend auf weitreichende ökologische, ökonomische und gesellschaft liche Verände-
rungen reagieren müssen. Lösungen wurden bereits vor diesem Hintergrund ent wickelt, fanden 
jedoch bislang keine flächendeckende Anwendung. Als Hauptgrund wurden die vielen Unklarhei-
ten und Unsicherheiten benannt. Um darauf zu reagieren, wurden in netWORKS 3 Handreichun-
gen entwickelt, wie Umsetzungsprozesse neuartiger Systemlösungen gelingen können. Dazu wur-
den Kosten abgeschätzt und i n Modellregionen Systemlösungen simuliert, bewertet und umge-
setzt.  
Während in den netWORKS Forschungsprogrammen 1-3 die Erprobung von einzelnen Maßnah-
men im Vordergrund steht, rückt der Verknüpfungsgedanke bei netWORKS 4 in den Vordergrund. 
Das Forschungsprojekt netWORKS 4 wurde innerhalb der Fördermaßnahme "Nachhaltige Trans-
formation urbaner Räume" im Förderschwerpunkt "Sozial -ökologische Forschung" als Be stand-
teil des BMBF -Programms "Forschung für nachhaltige Entwicklungen (FONA)" vom Bundes mi-
nisterium für Bildung und Forschung (BMBF) im Zeitraum von Oktober 2016 bis September 2019 
gefördert. Die Grundannahme ist, dass Wasserinfrastruktur klimarobust und anpassungs fähig, 
also resilient gegenüber Starkregen und langen Hitzeperioden ausgelegt sein sollte und den res-
sourcenschonenden Umgang mit Wasser unterstützt. Um dieses Ziel zu erreichen, muss blaue, 
grüne und graue Infrastruktur auf sinnvolle Weise miteinander verknüpft werden. Im Rahmen

19 
 
von netWORKS 4 wurden Infokarten entwickelt, die einzelne Maß nahmen vorstellen, um einen 
Dialog auf Augenhöhe mit Fachplanern und fachfremden Akteuren zu ermöglichen, damit eine 
integrierte Planung und Kopplung gelingen kann (WINKER et al. 2019).  
7.2 SAMUWA 
Das vom BMBF im Programm "Intelligente und multifunktionel le Infrastruktursysteme für eine 
zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung" (BMBF -INIS) geförderte For-
schungsprojekt SAMUWA entwickelt die bestehende Planung und den Betrieb von Ent wässe-
rungssystemen weiter. Dazu wird ein interdisziplinäres Vorgehensmodell mit abge stimmten 
Maßnahmen zur wassersensiblen Stadtgestaltung entwickelt und in 4 Beispielquartieren erprobt. 
Ziel der Maßnahmen war es, den natürlichen Wasserhaushalt wieder herzu stellen und das Ma-
nagement des urbanen Wasserhaushaltes anpassungsfähiger zu gestalten. Das im Rahmen von 
SAMUWA entwickelte Vorgehensmodell verzahnt herbei Wasserwirtschaft, Stadt- und Freiraum-
planung.  
Als Modellgebiete wurden Wuppertal, Münster, Reutlingen und Gelsenkirchen  ausgewählt. In 
Wuppertal wurden ein zukunftsfähiges Niederschlagsmanagement, eine verschmutzungsabhän-
gige Abflusssteuerung und Maßnahmen zur dezentralen Niederschlagswasserbehandlung unter-
sucht. In Münster wurde ein Planungstool zur Regenwasserbewirtschaftung, sowie Stufen-Modul-
konzepte entwickelt und erprobt. Im Projektgebiet Reutlingen wurde u.a. die Zuflussmenge der 
Kläranlage im Falle eines Regenereignisses interaktiv gesteuert. Regenwasserrückhalt und –Ver-
sickerung wurden in Gelsenkirchen in urbane Freiräume integriert und ein Tool e ntwickelt, mit 
dem die Interaktionen von Kanalsystem und Grundwasser abgeschätzt werden können. Region  
übergreifend wurde ein Best-Practice-Katalog für Städtebauliche Leitbilder und die Entwicklung 
der Siedlungsentwässerung erstellt, bei denen die Diszip linen Landschaftsplanung und Wasser-
wirtschaft Belange aus den Bereichen urbaner Freiraumgestaltung und Siedlungswasser wirt-
schaft miteinander verknüpft haben. Dazu wurden die Organisation und die institutionellen Rah-
menbedingungen von Planungsabläufen analysiert und Hemmnisse aufgespürt. Darüber hin aus 
wurden Maßnahmen und Simulation zur Abflusssteuerung sowie Software und Leitfäden zur Pro-
zessoptimierung entwickelt. 
7.3 KURAS 
Das Projekt KURA S (Konzepte für urbane Regenwasserbewirtschaftung und Abwassersysteme) 
wurde vom BMBF im Rahmenprogramm „FONA -  Forschung für nachhaltige Entwicklungen“ in-
nerhalb der Fördermaßnahme „Intelligente und multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine 
zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung“ im Zeitraum von Juni 2013 – Okto-
ber 2016 gefördert. Es umfasst die exemplarische Darstellung der Regenwasserbewirtschaftungs-
maßnahmen in zwei Modellquartieren in Berlin, sowie die Untersuchung für Maß nahmen gegen 
Über- und Unterlast im Kanalnetz. 
Im Rahmen des Projektes wurden zwei Leitfäden entwickelt. Im Leitfaden mit dem Schwerpunkt 
„Abwassersysteme“ wurden zunächst beispielhaft an einem Berliner Stadtbezirk die zu erwarten-
den Veränderungen durch den Kli mawandel und die sich verändernde Demografie beschrieben, 
und die Auswirkungen auf das Kanalsystem analysiert. Darauf aufbauend wurden Maßnahmen 
entwickelt und kombiniert, welche dann wiederum experimentell und als Simulation überprüft 
wurden. Daraus ergeben sich Handlungsempfehlungen für Abwassersysteme. Der zweite Leit fa-
den umfasst den Schwerpunkt „Regenwasserbewirtschaftung“. Auch hier wurden zwei Berliner 
Modellquartiere ausgewählt, anhand derer die im Projekt entwickelte KURAS -Methode erprobt

20 
 
wurde. Dazu wurde zunächst die Problemlage analysiert und die Machbarkeit überprüft. In einem 
nächsten Schritt wurden Stakeholder mit in die Planung miteinbezogen. Gemeinsam wurden Ziele 
definiert und darauf aufbauend Maßnahmen ausgewählt und miteinander kombiniert. Diese Kom-
binationen wurden im weiteren Verlauf auf ihre Auswirkungen auf die Wasserbilanz, auf die Frei-
raumqualität, das Stadtklima, die Biodiversität, die Oberflächengewässer und das Grundwasser 
untersucht. Des Weiteren wurden die Ökobilanz und die K osten betrachtet. Die verschiedenen 
Maßnahmen wurden in Steckbriefen erklärt, die Kosten und Nutzen eingeordnet und Hinweise 
für die Planung kommuniziert.  
 
 
8 Umsetzung in anderen Großstädten 
Konzepte zur wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung und daraus abgeleitete Maßnahmen 
werden bereits seit vielen Jahren in anderen Städten  sowohl national als auch international  mit 
großem Engagement entwickelt und umgesetzt. Der Begriff der „Schwammstadt“ wird in diesem 
Zusammenhang häufig als Synonym für eine wassersensible Klimafolgenan passung verwendet. 
Aus Gründen der Vergleichbarkeit in Hinblick auf großklimatische Verhältnisse werden Städte 
aus tropischen oder subtropischen Regionen nachfolgend nicht näher betrachtet. Eine exemplari-
sche Darstellung von Maßnahmen der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung beschränkt 
sich im Folgenden auf die Städte Rotterdam, Kopenhagen und Hamburg.  
8.1 Rotterdam 
Organisation und Regelungen 
Da es für eine effiziente Regenwasserbehandlung sinnvoll ist, sich nicht nur a uf den öffentlichen 
Raum zu konzentrieren, sondern auch gezielte Maßnahmen im privaten Bereich in Betracht zu 
ziehen, wurde in Rotte rdam das Umweltmanagementgesetz erlassen. Mit dem Umweltmanage -
mentgesetz erhält die Gemeinde die Befugnis durch Verordnungen Regeln für die Aufbereitung 
von Regenwasser festzulegen. Die Gemeinde legt diese Regeln in einer Regenwasserverordnung 
fest. Die Regenwasserverordnung wird dadurch zum Teil des Prozesses, den neue Bauprojekte 
durchlaufen müssen, um eine Umweltgenehmigung (und damit eine Baugenehmigung) zu erhal-
ten. Dabei ist die Regenwasserverordnung so zu gestalten, dass sie den Anforderungen des Um -
weltgesetzes entspricht. Die Regenwasserverordnung Rotterdams sieht vor, dass bei Neubaupro-
jekten Regenwasser nicht oder so wenig wie möglich in die Kanalisation eingeleitet wird. Des Wei-
teren sind für bestehende Gebäude die Abtrennung des Regenwassers aus dem Mischsystem und 
der Anschluss an die zentralen Regenwassersysteme vorgesehen.  
Für neue Gebäude gilt eine Mindestanforderung von 50 mm Wasserspeicher , die im Verhältnis 
zur Oberfläche des neuen Bauwerks und der Pflasterung steht. Mit dieser Mindestanforderung 
soll gewährleistet werden, dass der größte Anteil des Niederschlags vor Ort behandelt werden 
kann. Die Zahl basiert auf den Ausführungen des „Standardization of Precipitation Events Stress 
Test Flooding“ und zeigt die erwarteten Wiederkehrzeiten von Niederschlagsereignissen für das 
aktuelle Klima und das zu erwartende Klima im Jahr 2050 (schriftlicher Kontakt mit Rotterdam).  
Für den Ausbau von Kanälen und Wasserwegen, der Schaffung von Gründächern und neuen Grün-
flächen und den Bau von Wasserplätzen (Multifunktionale Flächen) war eine Analyse der derzei-
tigen und zukünftigen wasserwirtschaftlichen Situation Rotterdams auf gesamtstädtischer Ebene 
die Planungsgrundlage.

21 
 
Finanzierung 
Die Anpassungsprojekte werden größtenteils durch Kommunalgelder finanziert. Die Kosten wer-
den durch Wasserbehörden und nationale sowie regionale Subventionen kofinanziert. Die Haupt-
finanzierungsquelle für wasserbezogenen Maßnahmen ist die Abwassergebühr. Die Gebühr 
wurde in den letzten Jahren erhöht, sodass die Investitionskosten der Wasserplätze zum Teil auch 
aus diesem Budget finanziert werden konnten. Zusätzlich gibt es für die Entwicklung von Wasser-
plätzen noch ein von der Regierung genehmigtes Investitionsbudget. Aktuell wird ein Klimaan -
passungsplan aktualisiert (Rotterdams WeerWood) der die Grundlage für eine Budgetanfrage 
beim Stadtrat für die Umsetzung von wasserbezogenen Anpassungsmaßnahmen bilden wird.  
Pilotprojekte 
Die Stadt baut Strukturen, die an Wadis angelehnt sind, und bei Starkregen das Regenwasser auf-
nehmen und gezielt leiten soll en. Weitere Maßnahmen sind offene Wasserflächen. Mit dem Pro -
jekt des Sponge Garden soll getestet werden, welche Begrünung und welcher Untergrund beson -
ders gut geeignet sind, um als Schwamm zu fungieren und damit Wasser zu speichern und gleich-
zeitig Trockenheit vorzubeugen. In Rotterdam werden Projekte umgesetzt, die eine Mehrfachnut-
zung möglich machen. Dadurch findet eine horizontale Finanzierung zwischen den unterschiedli-
chen Ressorts statt, wodurch Projekte einfacher integriert geplant, gebaut und abgerechnet wer-
den können (BBSR 2015).  
Ein öffentlicher Platz, dessen vorrangige Nutzung als Aufenthaltsort und Sportfläche dient, wurde 
zu einer Multifunktionalen Fläche umgebaut. Bei Starkregen sammelt sich Regenwasser im tiefer-
liegenden Bereich des Platzes. Dort wird es in drei Becken mit einer Einstauhöhe von 2 m zwi-
schengespeichert. Das Regenwasser über große Edelstahlrinnen transportiert, die im Normalfall 
von Skatern genutzt werden können. Des Weiteren bietet der Platz eine Wasserwand und ei nen 
Regenbrunnen, die ebenfalls Regenwasser transportieren. Das Dachwasser der benachbarten Ge-
bäude wird über den Regenbrunnen zum Platz geleitet. Im Anschluss an das Starkregenereignis 
wird das Regenwasser über eine unterirdische Filteranlage dem Grundwasserkörper zugeführt  
(KIND et al., 2019).  
Ein weiterer Quartiersplatz wurde im Zuge seines Umbaus als Wasserplatz gestaltet. Dafür wurde 
auf dem grünen Platz eine tiefliegende, versiegelte Fläche geschaffen, die Regenwasser auffängt 
und zurückhält. Bei Hitze kann das Becken auch gezielt geflutet werden, sodass eine Spielmög -
lichkeit für Kinder entsteht. Die Speicherkapazität des Beckens beträgt 864 m³ (KIND et al., 2019).  
8.2 Kopenhagen 
Organisation und Regelungen 
Dem Klimawandel und den daraus resultierenden Folgen wird in Dänemark traditionell eine 
große Beachtung geschenkt. Bereits im Jahr 2011 hat die Stadt Kopenhagen den „Climate Adap -
tion Plan“(COWI et al. 2011)  verabschiedet. Der Plan beschreibt Anpassungsstrategien an sich 
verändernde Klimabedingungen. Auf Basis des Anpassungsplans wurde der „Cloudburst Manage-
ment Plan“ (Kopenhagen 2012) aufgestellt. Hauptziel ist die Erhöhung der Resilienz gegenüber 
Klimawandel bedingten Starkregenereignissen. Des Weiteren soll der Plan auch dazu beitragen, 
die Stadt durch die Schaffung neuer und attraktiver Grünflächen lebenswerter zu gestalten.  
Durch die Anfertigung von Überflutungs- und Risikokarten wurden Maßnahmen definiert, welche 
die Stadt bis 2033 umsetzen soll. Die Maßnahmen sollen die Stadt vor einem Unwetter schützen, 
welches statistisch nur alle 100 Jahre wiederkehren sollte. Gegenwärtig ist die Stadt nur gegen ein

22 
 
10-jähriges Unwetter geschützt. Die Maßnahmen werden nach Priorität umgesetzt. Neben klassi-
schen (multifunktionalen) Retentionsflächen, wie z.B. Parks oder Spielplätzen, wird die Stadt Ko-
penhagen in bestimmten Fällen auch zusätzliche unterirdische und oberirdische Regenwasserka-
näle bauen, um Regenwasser in die Ostsee oder in Stadtseen abzuleiten. Diese Maßnahmen sollen 
insbesondere dort angewandt werden, wo zusätzliche Retentionsräume aus Platzgründen nicht 
umsetzbar sind. Zusätzlich zu den Planungen, welche erst 2033 abgeschlossen sein werden, soll 
ein „Emergency Response Plan“ umgesetzt werden, der besonders die kritische Infrastruktur (z.B. 
Krankenhäuser) vor Starkregenereignissen schützen soll. Insgesamt werden Kosten von 3,8 Mrd. 
DKK (ca. 510 Mio. Euro) zur Umsetzung des „Cloudburst Management Plans“ veranschlagt.  
Der Plan wird maßgeblich von der Stadt Kopenhagen und der angrenzenden Kommunen Fre-
deriksberg getragen. Als wesentliche Akteure sind auch die beiden lokalen Energieversorger 
Energi und Frederiksberg Forsyning zu nennen. Von einem partnerschaftlichen Ansatz aus ge-
hend, sind auch weitere Akteure der Stadtgesellschaft eingeladen sich einzubringen. Insbe son-
dere lokale Unternehmen und Personen sollen aktiviert werden, um vor Ort Maßnahmen auch auf 
privaten Grund umzusetzen und zu betreuen. Anzumerken ist, dass der „Cloudburst Management 
Plan“ rechtlich nicht bindend ist. Um in der Praxis umgesetzt zu werden, müssen die Maßnahmen 
in die allgemeine Stadtplanung, wie den „Municipal Master Plan“, aufgenommen werden.  
Finanzierung 
Gegenwärtig geht man davon aus, dass die Umsetzung des Plans ca. 3,8 Mrd. DKK kosten wird. 
Dieser Summe stehen ca. 5-6 Mrd. DKK (ca. 670 – 810 Mio. Euro) Schäden durch Starkregenereig-
nisse in den letzten Jahren gegenüber. Die Finanzierung soll maßgeblich über die Abwasser ge-
bühren erfolgen. Weiter Finanzquellen sind allgemeine Steuern und private Mittel. Um die Finan-
zierung über die Abwassergebühren zu ermöglichen wurde vorgeschlagen, die Gebührenordnung 
durch die Zentralregierung für ganz Dänemark anzupassen. Bei der Erarbeitung des „Cloudburst 
Management Plans“ war eine Finanzierung über die Gebühren rechtlich unzulässig. Um Starkre-
gen oberirdisch über Straßen ableiten zu dürfen, müsste ebenfalls das Bau- und Umweltrecht an-
gepasst werden. Auch dieses rechtliche Problem soll durch die Zentralregierung für ganz Däne-
mark angepasst werden. 
8.3 Hamburg 
Organisation und Regelungen 
2017 lebten 1,8 Mio. Menschen in Hamburg (Stadt Hamburg). Seit 1990 verzeichnet Hamburg ei-
nen jährlichen Zuwachs an Siedlungs - und Verkehrsflächen von durchschnittlich ca. 163 ha, 
wodurch hauptsächlich landwirtschaftliche Flächen reduziert wurden. Das Stadtgebiet Hamburgs 
weist zurzeit eine Siedlungs- und Verkehrsfläche von 60 % auf (Stand 2009, HSE und BUE 2015). 
Die zunehmende Innenverdichtung Hamburgs trägt dazu bei, dass der Versiegelungsgrad und so-
mit auch der Niede rschlagswasserabfluss erhöht wer den (HSE und BUE 2015 ). Aufgrund der 
komplexen naturräumlichen Situation liegen sehr unterschiedliche Aus gangsbedingungen für 
Siedlungs- und Entwässerungsaktivitäten vor (RISA, Strukturplan Regenwasser 2030). 
Im Rahmen der RISA (Regeninfrastrukturanpassung Hamburg 2030) wurde der Wasserwirt -
schaftliche Begleitplan (WBP ) entwickelt. Der WBP verfolgt das Ziel, eine frühzeitige und inte-
grierte Planung zu veranlassen. Dabei soll eine angemessene und effiziente Integration der Be-
lange der Regenwasserbewirtschaftung in den Bebauungsplanprozess und in vorgeschaltete 
Plan- und Wettbewerbsverfahren erreicht werden. Durch eine frühzeitige und funktionsgestalte-
rische Einbindung der wasserwirtschaftlichen Erfor dernisse in die städtebaulichen Planungen

23 
 
sollen ein funktionierendes Entwässerungskonzept und die dafür benötigten Flächen sicherge-
stellt werden. Derzeit sind diese beiden Planungsinstrumente noch nicht vom Senat beschlossen 
und sollen zunächst in Pilotprojekten auf ihre Tauglichkeit überprüft werden. Nach dem Ende des 
Projekts wird dem hamburgischen Senat eine Entscheidungsgrundlage für die weitere Erstellung 
vorgelegt (BBSR 2015). 
Das Projekt RISA wurde von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) zusammen mit 
HAMBURG WASSER initi iert. Um den unterschiedlichen und komplexen Aufgabenbereichen ge-
recht zu werden, wurden verschiedene Arbeitsgruppen gegründet, die von einzelnen Universitä-
ten wissenschaftlich beglei tet wurden. Im Bereich der Querschnit tsthemen (QT) sollen überge-
ordnete und verbindende Fragestellungen behandelt werden, um Synergien zu bündeln und ge-
meinsame Vorgehensweisen und Strategien zu erarbeiten und zu nutzen.  
 
Abbildung 2: Die Organisationsstruktur von RISA (Quelle: HSE und BUE 2015).  
Um eine wassersensible Stadtplanung umsetzen zu können ist eine enge Zusammenarbeit zwi -
schen der Wasserwirtschaft, der Stadtplanung, der Landschaftsplanung, der Verkehrsplanung, 
der Wissenschaft, der Fachbüros und den Umweltschutzverbänden nötig. Durch das „ Integrated 
Regional Water Management “ (IRWM) wird diese Zusammenarbeit gewährleistet, indem es die 
Organisationsstruktur vorgibt, die sich aus verschiedenen Bausteinen zusammensetzt. Dabei be-
zieht sich die Organisationsstruktur auf Gesetzgebung, Maßnahmen, Planung, Finanzierung und 
Kommunikation (HSE und BUE 2015).  
Finanzierung 
2012 hat Hamburg eine Niederschlagswassergebühr eingeführt, wodurch im Rahmen des Gebüh-
rensplittings indirekt die Umsetzung von dezentralen Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen 
gefördert wird. Staatliche Fördermittel und Ausgleichsregelungen können Anreize für das IRWM 
darstellen. Einen wichtigen Baustein stellen die Grundstückseigentümer dar, die eigenständig zur 
dezentralen Niederschlagswasserversickerung auf ihren Grundstücken beitragen sollen.

24 
 
Die Kosten der dezentralen Niederschlagsentwässerung werden durch Einnahmen der Nieder -
schlagswassergebühr von Hamburg Wasser gedeckt, da die Gebühr dem Kostendeckungsprinzip 
unterliegt. Die Mehrkosten für die zentrale Entwässerung über Binnengewässer und Gräben wer-
den aus dem Haushalt der Stadt Hamburg gedeckt. Durch das Verursacherprinzip wird in Verbin-
dung mit dem Kostendeckungsprinzip von Gebühren gegenüber Steuermitteln eine größere Pla -
nungssicherheit durch die gleichzeitige Zweckbindung der Einnahmen erreicht. Des Weiteren 
wird eine Schutzzulage zur Niederschlagsentwässerungsgebühr für den weitergehenden Gewäs-
serschutz vorgeschlagen. Für übergeordnete und dem Allgemeinwohl dienliche Maßnahmen, die 
bisher nicht durch die Gebührenzweckbindung erfasst werden, werden Fördermöglichkeiten und 
Finanzierungsmodelle geprüft. Für die Erhebung einer Oberflächenentwässerungsgebühr wären 
rechtliche Anpassungen im Hamburgerischen Abwassergesetz (HmbAbwG) und dem Hamburge-
rischen Wassergesetz (HWaG) erforderlich.  
Pilotprojekte 
Seit 2013 gibt es im Hamburger Stadtteil Neugraben -Fischbek den ersten Regenspielplatz 
Deutschlands. Der Spielplatz ist mit Sickergruben und Regenwassermulden ausgestattet und leis-
tet somit bei Starkregen einen Beitrag zur Entwässerung des Stadtteils. Zusätzlich gibt es spezielle 
Spielgeräte entlang der Flutmulde, die zum Spielen mit Wasser einladen. Des Weiteren informie-
ren Informationstafeln über den Zusammenhang von Regen, Versickerung und Grundwasserneu-
bildung, sodass der Spielplatz auch zur Umweltbildung beiträgt. Überschüssiges Regenwasser aus 
dem Hamburger Sielnetz wird bei Starkregen von dem Spielplatz aufgenommen und zu einem 
angrenzenden Brunnenschutzgebiet geleitet. Die Funktionalität und Wirksamkeit des Regenwas-
serspielplatzes konnte bereits validiert werden (UBA 2019). 
Weiterhin hat die Stadt Hamburg hat eine Gründachoffensive für die Hamburger Schulen ins Le -
ben gerufen. Im Zuge dessen wurden seit Auflage des Programms mit einem Budget von 7,5 Mio. 
Euro im Sommer 2018 bereits 3.000 m² Gründächer fertig gestellt. 100.000 m² befinden sich noch 
in der Planung und knapp 30.000 m² werden zeitnah umgesetzt (Quelle: www.hamburg.de, Stand 
22.07.2020). In neuen Bebauungsplänen ist eine Pflicht zur Dachbe grünung bei Neubauten fest-
geschrieben. 
In der Grundschule Wegenkamp im Hamburger Stadtteil Stellingen fand eine Kooperation zwi -
schen RISA und dem Schulbau Hamburg statt. Dabei wurden das Regenwasser- und das Schmutz-
wassersystem saniert und eine Zwischenspeicherung und Versickerung durch Mulden versicke-
rung eingerichtet. Das auf den Dachflächen anfallende Regenwasser wird über offene Pflasterrin-
nen abgeleitet und in mehreren Rückhaltemulden gesammelt. In den Mulden findet eine Drosse-
lung des Regen wassers statt, bevor es an das öffentliche Siel abgegeben wird. Außer dem findet 
ein Wissenstransfer statt, indem das Thema Klimawandel in den Unterricht und in Schulprojekte 
eingebunden wird, es findet Umweltbildung für Kinder, Lehrer und Eltern statt. Des Weiteren läuft 
ein Pilotprojekt zur Mitbenutzung. Die Entwässerungselemente wurden in die Schulgestaltung 
eingebunden (HSE und BUE 2015).

25 
 
 
Abbildung 3: Funktionsweise des Retentionsraums Hein-Klink-Stadion in Hamburg (Quelle: Geo (2019), 2020-
07-29). 
Ein weiteres Pilotprojekt ist das Hein-Klink-Stadion im Stadtteil Billstedt im Osten der Stadt. Das 
Stadion wird zu einem großen Wasserspeicher (siehe  Abbildung 3), der während Starkregener-
eignissen als Retentionsfläche dient, umgebaut. Dazu wird Oberflächenwasser der angrenzenden 
Straßen unterirdisch grob gefiltert und zum Stadion geleitet. In den Boden unter dem Platz wer -
den Rigolen mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 500 m³ eingebaut, die das Wasser auf -
nehmen und versickern. Wenn die Kapazitäten der Rigolen erschöpft sind, wird auch die oberir -
dische Laufbahn des Stadions geflutet. Nötig wird dies ab einer Regenmenge von 24 Litern oder 
mehr pro Quadratmeter und pro Stunde.  
 
9 Bausteine der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung 
Ziel dieses Kapitels ist es, e inen umfassenden Überblick über mögliche Maßnahmen der dezent-
ralen Regenwassernutzung bereitzustellen und diese unter Beachtung ganzheitlicher Wirkungs-
zusammenhänge in Form einer Übersichtstabelle zu bewerten. Ein für die Stadt Köln noch zu kon-
zipierender Handlungskatalog (siehe Kapitel 0) soll des Weiteren als ämterübergreifende, plane-
rische Grundlage fungieren, um mittelfristige Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen  und einen 
belastbaren Orientierungsrahmen für zukünftige Maßnahmenumsetzungen bereitzustellen.  
9.1 Potentiale und Möglichkeiten einer fachtechnischen Umsetzung 
Vor dem Hintergrund der prognostizierten Zunahme von Starkniederschlägen, Hitze und Tro-
ckenperioden im Zuge des Klimawandels sind die ökologischen und gesamtökonomischen Syner-
giepotenziale einer wassersensiblen Stadt- und Freiraumgestaltung zu nutzen, um zukünftig die 
Lebensqualität in Köln maßgeblich zu verbessern. Auch die Forschungsprojekte KLIMZUG (UBA) 
und DynAKlim (UBA) zeigen, dass Maßnahmen  der wassersensiblen Stadtentwicklung als Werk-
zeug zur Klimafolgenanpassung dienen können. Im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung ist 
es notwendig, ökologisch und ökonomisch effiziente Anpassungsmaßnahmen an die sich ändern-
den Niederschlagsverhältnisse zu entwickeln. Der Umgang mit seltenen Starkregen kann sich da-
bei jedoch nicht auf die öffentlichen En twässerungssysteme beschränken. Ein Ausbau bzw. die 
Dimensionierung der Kanalisation für einen vollständigen Rückhalt auch extremer Nie der-
schlagsereignisse ist weder aus betrieblicher noch aus wirtschaftlicher Sicht zielführend. Ne ben 
der Überflutungsvorsorge bei Starkregen muss das Ziel einer „wassersensiblen“ Stadtge staltung

26 
 
sein, Abflussspitzen in Gewässern zu vermeiden, die Gewässerqualität zu verbessern und dem Ziel 
eines naturnahen hydrologischen Kreislaufs möglichst nahe zu kommen. 
Es bedarf daher  künftig in Köln einer Stadt - und Freiraumplanung, die – im Gegensatz zu dem 
bisher verfolgten Ansatz einer möglichst schnellen Ableitung in die Kanalisation – das Ziel ver -
folgt, zunächst nach ortsnahen Lösungen zur Ver sickerung, Verdunstung, Nutzung, sowie zur 
Speicherung und gedrosselten Ableitung von Regenwasser zu suchen. Diese dezentrale Regen-
wasserbewirtschaftung eröffnet vielseitige Optionen, die Gestaltung und die Aufenthaltsqualität 
im öffentlichen Raum zu verbessern. Insbesondere beim Neubau bie ten sich umfangreiche Mög-
lichkeiten für eine wassersensible Gestaltung an. Der dezentrale Umgang mit Regenwasser sollte 
daher hier frühzeitig in die Freiraumplanung einbezogen werden. Neben den gestalterischen 
Möglichkeiten bietet eine wassersensible Gestaltung urbaner Verkehrs- und Freiflächen auch Sy-
nergiepotenziale zur Verbesserung des Lokalklimas. Insbesondere eine Entsiegelung und eine Er-
höhung des Anteils an begrünten Oberflächen können sowohl Wasser aufnehmen, als auch gleich-
zeitig durch Verdunstungskühle zur Hitzevorsorge in dichter bebauten Quartieren beitragen.  
Die Stadtentwässerung sollte für eine wassersensi ble sowie klimaangepasste Stadtentwicklung 
die Multifunktionalität des Regenwassersystems nutzen. Abbildung 4 führt die diversen Aufgaben 
und Nutzen von Regenwassersystemen auf: Gewässerschutz, Überflutungsschutz, naturnahe 
Wasserbilanz, Kanalnetz Entwicklung, Regenwassernutzung, Wasser als Gestaltungselement, Be-
wässerung von Stadtgrün, Kühlungseffekte.  
Diese Multifunktionalität von Regenwasser in der Stadt kann auf unterschiedlichen Ebenen und 
durch unterschiedliche Maßnahmen genutzt werden. In diesem Zusammenhang ist auch von „Wa-
ter Sensitive Urban Design“ (WSUD), „Sustainable Urban Drainage System“ (SUDS) oder „Low Im-
pact Development “ (LID) die Rede. Die se Ansätze beinhalten Maßnahmen, die ganzheitlich im 
Abbildung 4: Multifunktionalität der Regenwassersysteme (eigene Darstellung nach fbr Wasserspiegel 3/20).

27 
 
Sinne des Schwammstadtkonzepts ansetzen. Abbildung 5 zeigt am Beispiel von Maßnahmen, wie 
die Multifunktionalität eines Regenwassersystems auf unterschiedlichen Ebenen im städtischen 
Raum umgesetzt werden kann. 
 
Abbildung 5: Beispiele für multifunktionale Maßnahmen im Regenwassersystem (COUTTS et al. 2012: 5). 
9.2 Blau-Grün-Graue Infrastrukturen 
Kapitel 8  hat bereits aufgeführt, wie wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung in anderen 
Städten umgesetzt wird. Es wird  deutlich, dass ein Zusammenspiel aus verschiedenen Maßnah -
men die Resilienz einer Stadt nachhaltig s teigert und klimafolgenangepasste Entwicklung ganz -
heitlich fördert. Kruse (2015) zeigt  an Referenzbeispielen der Städte N ew York, Rotterdam und 
Singapur, wie aus urbanem „Grau“ permanent grüne, blau-grüne oder temporär blaue Infrastruk-
tur entwickelt werden kann. Diese farblichen Elemente stehen für Bausteine der wassersensiblen 
Stadtentwicklung, die temporär oder permanent zum Einsatz kommen. T RAPP et. al (2020: 16) 
definieren die Elemente im Rahmen von netWORKS wie folgt: 
Blaue Infrastruktur = Infrastruktur mit sichtbaren blauen Elementen in Form von Wasser (z.B. 
künstliche oder neu angelegte Teiche, Wasserflächen, Wasserspiele oder natürliche Gewässer 
Grüne Infrastruktur = Infrastruktur mit sichtbaren grünen Elementen im privaten oder öffentli-
chen Raum. Diese grünen Elemente dienen oft der Ver dunstung oder Versickerung (z.B. entsie-
gelte Freiflächen, Gebäudebegrünung, Versickerungsmulden).  
Graue Infrastruktur = Infrastruktur mit technischen Anlagen der Abwasserentsorgung, Systeme 
der Betriebswassernutzung im und am Gebäude oder unterirdische Versickerungssysteme, wei -
ter Ver- und Entsorgungs- sowie Verkehrssysteme, zum anderen generell bebaute und versiegelte

28 
 
Flächen wie Dächer und Fassaden, Erschließungs- und Freiflächen der Wohn-, Gewerbe-, Sozial- 
oder Bürogebäude. Diese Infrastruktur befindet sich überwiegend unterirdisch oder innerhalb 
von Gebäuden  
Es gibt keine klaren Abgrenzungen zwischen den drei Elementen. Oftmals kommen die Elemente 
auch in Kombination zum Einsatz. Kopplung von blau-grün-grauen Infrastrukturen, sowie deren 
Teilsystemen führen auch zu wirtschaftlichen, organisationalen, ökologischen und sozialen Kopp-
lungen. Abbildung 6 veranschaulicht die drei Komponenten mit zugeordneten Maßnahmen („Bau-
steine“) und deren Schnittstellen.  
 
Abbildung 6: Identifizierte Bausteine und ihre jeweilige Zuordnung als blaue, grüne oder graue Infrastruktur 
(Quelle: TRAPP et al. 2020). 
Konzepte zum Schutz der biologischen Vielfalt und ökologischer Verbundsysteme, Ökosystemleis-
tungen, naturbasierte Lösungen, wassersensible und hitzeangepasste Stadtentwicklung oder dop-
pelte Innenentwicklung ( HANSEN et al. 2017: 22 ) bauen auf der Kopplung von blau, grün und 
grauen Infrastrukturelementen auf. Besonders in Städten mit starker Flächenkonkurrenz kann 
eine Kopplung und Multifunktionalität der drei Elemente positive Auswirkungen haben. Positive 
Effekte sind zum Beispiel eine Reduktion des Hitzestress und der Überflutungsgefahr, die Steige-
rung der Aufenthaltsqualität  und der biologischen Vielfalt, die Schaffung von Naturerfahrungs -
räumen und die Freiflächengestaltung (z.B. auf Brachflächen etc.) (HANSEN et al. 2017: 54f). HAN-
SEN et al. (2017: 54ff) definieren die Multifunktionalität folgendermaßen: „Als Multifunktionalität 
oder auch Multicodierung grüner Infrastruktur wird die Überlagerung und Verknüpfung verschie-
dener Nutzungen bzw. Entwicklung verschiedener Funktionen verstanden, wie Erholung, Freizeit, 
Stadtgestaltung und Naturschutz. Bei Multifunktionalität wird beispielsweise zwischen sozialen, 
ökologischen und ökonomischen Funktionen unterschieden (H
ANSEN und PAULEIT 2014). Die Mul-
ticodierung erweitert den Begriff der Funktionen und bezieht sich auf das Zusammenwirken der 
Akteure mit ihren jeweiligen Interessen (Codes) (BECKER 2014, ebd. 2012). 
Abbildung 7 veranschaulicht, wie Wasser, Stadt und Freiraum durch integrierte Maßnahmenkon-
zepte verknüpft werden können, um die Funktionsweise einer „Schwammstadt“ umzusetzen. 
Nach diesem Beispiel werden alle Elemente und Ebenen miteinander verbunden und agieren als 
ein abgeschlossenes, multifunktionales Regenwassersystem.

29 
 
 
Abbildung 7: Die strategisch-systemare Verknüpfung von Wasser, Stadt und Freiraum erfolgt durch integrierte Maßnah-
menkonzepte (Quelle: ILPÖ 2015).

30 
 
9.3 Maßnahmenübersicht 
 Tabelle 3: Maßnahmenübersicht (eigene Darstellung verändert nach SAMUWA 2016 und KURAS 2017).

31 
 
Wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung entsteht aus der Implementierung vieler einzelner Maß-
nahmen, die für unterschiedliche räumliche Ebenen zusammengefasst werden können (siehe Ta-
belle 3). Die Ebene Kanaleinzugsgebiet umfasst Maßnahmen, die den Stauraum im Kanal beein -
flussen und die sich durch Reinigung erzielen lassen. Auf der Quartiersebene sind die Entsiegelung 
von Flächen, Lösungen zur Versickerung von Regenwasser und die Schaffung von Wasserflächen 
zu nennen. Auf Gebäude- und Grundstücksebene stellen die Begrünung von Gebäuden und die Nut-
zung von Regenwasser zur Gebäudekühlung, als Betriebswasser, zur Bewässerung und zur Ka-
nalspülung mögliche Maßnahmen dar. 
Die einzelnen Maßnahmen wurden hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die Umgebung in Bezug auf 
Qualität, Hitze, Biodiversität und Wasser bewertet. Die durchschnittlichen Kosten für die Investi-
tion und den Betrieb sind dargestellt , sowie Schnittstellen zu anderen Projekten der Stadt Köln 
und der StEB Köln vermerkt. Grundlage für die Tabellen bilden die Forschungsergebnisse der Pro-
jekte KURAS und SAMUWA. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen in den Maßnahmen-
Gruppen vorgestellt. Eine detaillierte Bewertung sowie Beschreibung der einzelnen in Tabelle 3 
aufgelisteten Maßnahmen kann den Maßnahmensteckbriefen des KURAS Projektes entnommen 
werden (KURAS 2017) 
9.3.1 Maßnahmengruppe Gebäudebegrünung 
Die Begrünung von Dächern und Fassaden stellt einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des 
Klimas, der Aufenthaltsqualität, der Wasserspeicherung und zum Erhalt und zur Förderung der 
Biodiversität in Städten dar. Insbesondere in dicht bebauten Innenstädten mit geringem Freiflä-
chenanteil kann durch ihre Anwendung der Grünflächenanteil deutlich erhöht werden.  
Grundsätzlich wird zwischen extensiver und intensiver Dachbegrünung unterschieden. 
 hoher positiver Effekt  hoher negativer Effekt  kein Effekt 
 moderater positiver Effekt  moderater negativer Effekt   
 geringer positiver Effekt  geringer negativer Effekt   
 
Tabelle 4: Maßnahmenübersicht für die Maßnahmengruppe „Gebäudebegrünung“ (verändert nach SAMUWA 
2016 und KURAS 2017).

32 
 
 
Abbildung 8: Eigenschaften der extensiven und intensiven Dachbegrünung (Quelle: StEB Köln  2018). 
Die extensive Dachbegrünung eignet sich besonders für Gebäude mit geringen Lastreserven wie 
Garagen, Industriebauten, Gewerbeimmobilien und Wohnhäuser, die keine Nutzung auf der Dach-
fläche vorsehen. Sie ist kostengünstig, leicht und bedarf wenig Pflege. Für die extremen Standort-
bedingungen, die durch eine starke Sonneneinstrahlung, Wind und Trockenheit ch arakterisiert 
sind, eignen sich anspruchslose Moose, Kräuter, Gräser und Sedum-Arten. Sie bilden rasch einen 
geschlossenen Pflanzenverband, der sich später selbst erhält.  
Mit einem vergleichsweise geringem Aufwand kann eine extensive Dachbegrünung Ersatzlebens-
räume für zahlreiche Pflanzen - und Tierarten schaffen, Regenwasser speichern und verdunsten 
und somit dazu beitragen, das Mikrok lima am Standort zu verbessen. Bei der intensi ven Dachbe-
grünung ist eine Nutzung des Dachs als Aufenthalts-  und Erholungsort vor gesehen. Dachgärten 
lassen sich, ähnlich wie bodennahe Gartengrundstücke. individuell gestalten. Es können Rasen, 
Stauden, Sträucher und Bäume gepflanzt werden. Auch Wege, Sitzplätze, Spielbereiche und Teiche 
können in den Dachgarten integriert werden. Im Vergleich zu extensiv begrünten Dächern sind 
intensive Dachbegrünungen pflegeintensiver und benötigen eine kontinuierliche Bewässerung. 
Des Weiteren gibt es die Möglichkeit einer „einfachen Intensivbegrünung“, die ohne Sträucher und 
Bäume auskommt jedoch eine höhere Wassersp eicherkapazität und eine diversere Auswahl an 
Pflanzenarten ermöglicht, als eine extensive Begrünung. Dadurch können die positiven ökologi -
schen und mikroklimatischen Effekte im Vergleich zu Extensivbegrünungen gesteigert werden. 
Eine weitere Begrünungsmöglichkeit stellt die Fassadenbegrünung dar, bei der zwischen erdge-
bundenem und systemgebundenem Bewuchs unterschieden wird. Neben klimatischen Gründen 
hat die Fassadenbegrünung auch bauphysikalische und ästhetische Vorteile. Dabei verschattet die 
Fassadenbegrünung das Gebäude und verhindert eine Aufheizung. Durch die Verdunstungskälte 
kühlt sie die Umgebung. Laubabwerfende Pflanzen, wie beispielsweise Wilde r Wein, eignen sich 
besonders gut für die Fassadenbegrünung, da die Sonneneinstrahlung im Winter bis zur Fassade 
vordringen kann. 
Für die Bewässerung erdgebundener Systeme eignen sich Mulden, denen Regenwasser von wenig 
verschmutzten, versiegelten Flächen (z.B. Dächer, Gehwege) zugeführt wird und unmittelbar im

33 
 
Wurzelraum der Pflanzen versickert. Detailliertere Informationen zu Begrünungsmaßnahmen 
und deren Planungsgrundlagen können dem Leitfaden „Mehr Grün für ein besseres Klima in Köln“ 
entnommen werden.  
Bewertung Kosten - CO2 Ausgleich 
Die größten positiven Effekte einer Dachbegrünung liegen sowohl bei der extensiven als auch bei 
der intensiven Dachbegrünung in der Biodiversitätssteigerung (siehe Tabelle 4). Moderate posi-
tive Effekte erzielt die Dachbegrünung in der Freiraumqualität und der Minderung des Hitzestress 
durch Verdunstungskühlung, sowie der Reduktion des Abflusses für Oberflächengewässer. Die 
intensive Form der Dachbegrünung hat des Weiteren einen hohen positiven Effekt auf die Reduk-
tion der Abflussspitze. Fassadenbegrünungen weisen für die Freiraumqualität und für das Stadt-
klima moderat positive Effekte auf.  
Dahingegen ist die Gebäudebegrünung allgemein, mit Ausnahme der extensiven Dachbegrünung, 
mit hohen In vestitionskosten verbunden. Dachbegrünungen tragen ebenfalls zur Luftreinigung 
bei indem sie Feinstaub binden und CO2 absorbieren. Nach drei Jahren können 0,9 kg/m² CO2 ge-
bunden werden, das entspricht bei einer 1000 m² großen Dachfläche 900 kg CO2 (Meurer & Vial-
aneix 2020).  
Dachbegrünungen lassen sich sehr gut mit Energiegewinnungssystemen wie Solar - oder Photo-
voltaiktechniken kombinieren. Die Begrünung steigert  durch die Reduzierung der Umgebungs -
temperatur die Leistungskapazität der Anlagen. So  kann der Energieverlust, der im Sommer bei 
überhitzten Photovoltaikanlagen häufig auftritt, ausgeglichen werden. 
Die Dachbegrünung sorgt des Weiteren für eine Kühlung des Gebäudes im Sommer und wirkt im 
Winter als zusätzliches natürliches Dämmmaterial (Meurer & Vialaneix 2020). Bei der Fassaden-
begrünung sollte darauf geachtet werden, dass laub abwerfende Pflanzen verwendet werden, da 
ansonsten im Winter die Aufwärmung des Gebäudes beeinträchtigt werden würde und somit zu 
erhöhten Heizkosten führen würde.

34 
 
9.3.2 Maßnahmengruppe Regenwassernutzung 
 
Dort, wo keine Trinkwasserqualität erforderlich ist, kann zurückgehaltenes Regenwasser gespei-
chert oder direkt genutzt werden.  
Da in Hitzeperioden kein Regenwasser für die direkte Bewässerung zur Verfügung steht, stellt die 
Bewässerung mit gespeichertem Regenwasser eine sinnvolle Alternative dar. Dabei wird Nieder-
schlagswasser von Dächern, Straßen und Wegen zunächst in einer Zisterne zwischengespeichert, 
ggf. aufbereitet und bei Bedarf zur  Bewässerung genutzt. Sollte die Niederschlagsmenge die Ka -
pazität der Zisterne überschreiten, kann das überschüssige Wasser in Versickerungsanlagen, ein 
oberirdisches Sammelbecken oder zur Not in die Kanalisation geleitet werden.  
Niederschlagswasser von Dächern muss vor der Speicherung in geschlossenen und lichtgeschütz-
ten Zisternen eine Feinfilterung durchlaufen. Belastetes Niederschlagswasser von stark befahre-
nen Straßen kann gesondert gesammelt und für eine Aufbereitung einer Pflanzenkläranlage oder 
einem Retentionsbodenfilter zugeführt werden. 
Die Verwendungsmöglichkeiten für gesammeltes Regenwasser sind vielfältig. Da d er Salzanteil 
im Regenwasser sehr gering ist, ist es für die Kühlung von Gebäuden sogar besser geeignet als 
Trinkwasser, da der Wasserbedarf zur Erzeugung von Verdunstungskälte halbiert werden kann. 
Weitere Verwendungsmöglichkeiten stellen beispielsweise d ie Bewässerung von Garten - und 
Fassadenbepflanzungen, die Toilettenspülung oder die Nutzung für die Waschmaschine dar. 
Die Regenwassernutzung kann durch ihren vielfältigen Einsatz dazu beitragen, beträchtliche 
Mengen Trinkwasser einzusparen.  
Bewertung - Kosten - CO2 Ausgleich 
Die Nutzung von Regenwasser zeichnet sich durch ihren hohen positiven Effekt auf die Reduktion 
des Abflusses aus (siehe Tabelle 5). Zusätzlich können Abwassergebühren gespart werden, wenn 
 hoher positiver Effekt  hoher negativer Effekt  kein Effekt 
 moderater positiver Effekt  moderater negativer Effekt   
 geringer positiver Effekt  geringer negativer Effekt   
 
Tabelle 5: Maßnahmenübersicht für die Maßnahmengruppe „Regenwassernutzung“ (verändert nach SA-
MUWA 2016 und KURAS 2017).

35 
 
die hintere Dachfläche vom Kanal abgekoppelt wird und das Wasser in eine Regentonne oder Zis-
terne geleitet wird. Für die (Garten-)Bewässerung wird Trinkwasser eingespart, sodass durch die 
Bewässerung in Trockenperioden keine Nutzungskonflikte für die Nutzung von Trinkwasser ent-
stehen.  
9.3.3 Maßnahmengruppe Entsiegelung 
In Städten sorgt eine Vielzahl versiegelter Flächen ( z.B. Straßenflächen, Parkplätze, Hofflächen) 
dafür, dass sich Städte zu Hitzeinseln und zu potenziellen Überschwemmungsgebieten entwi-
ckeln. Der Grund dafür ist, dass Niederschlagswasser auf versiegelten Flächen nicht versickern 
kann und somit unmittelbar als Oberflächenwasser abfließt und über die Kanalisation abgeleitet 
wird. 
Um dem entgegenzuwirken, könne n wasserdurchlässige Flächenbefestigungen verwendet wer -
den (z.B. wasserdurchlässige Flächenbefestigungen für Fuß- und Radwege, Rasengittersteine für 
Parkflächen). Dadurch wird das Niederschlagswasser dem nat ürlichen Wasserkreislauf zuge -
führt, kann versickern und/oder verdunsten. Positive Effekte daraus sind: Kühlung der Umgebung 
durch Verdunstungskühlung, natürliche Bewässerung, ggf. Grundwasserneubildung und die Ent-
lastung der Kanalisation und den Vorflutern, wodurch ein Beitrag zum Überflutungsschutz geleis-
tet wird (siehe Tabelle 6). 
Bewertung - Kosten - CO2 Ausgleich 
Teilversiegelte Flächen sind für eine Vielzahl öffentlicher und privater Nutzungen geeignet. Dabei 
ist darauf zu achten, dass die wasserdurchlässige Flächenbefestigung an ihre Nutzung angepasst 
ist. Aus diesem Grund unterscheiden sich die Kosten für Material und Baumaßnahmen erheblich. 
Sie reichen von Schotterrasen für etwa 22,50 €/m² bi s zu 60 €/m² für Natursteinpflaster . Die 
Unterhaltungskosten von teilversiegelten Flächen sind vergleichbar mit denen versiegelter Flä-
chen. Jedoch ist unter Umständen mit  einem höheren Pflegeaufwand zu kalkulieren. So müssen 
beispielsweise Pflasterfugen gereinigt werden, um die Versickerungsleistung aufrecht zu halten.  
 hoher positiver Effekt  hoher negativer Effekt  kein Effekt 
 moderater positiver Effekt  moderater negativer Effekt   
 geringer positiver Effekt  geringer negativer Effekt   
 
Tabelle 6: Maßnahmenübersicht für die Maßnahmengruppe „ Entsiegelung“ (verändert nach SAMUWA 2016 
und KURAS 2017).

36 
 
9.3.4 Maßnahmengruppe Versickerung 
Eine dezentrale Versickerung und Regenwasserabkopplung wirkt sich besonders positiv auf 
Oberflächengewässer und den Wasserkreislauf aus.  
Die Mulden- und Flächenversickerung zeichnet sich dadurch aus, dass Niederschlagswasser von 
Dach-, Hof-, und Verkehrsflächen üb er die belebte Bodenzone einer angrenzenden Fläche versi-
ckert. Dabei ist es wichtig, dass der Boden unterhalb von Mulden - und Flächenversickerungen 
eine ausreichende Versickerungsfähigkeit aufweist. Eine Reinigung des Niederschlagswassers vor 
der Infiltration ins Grundwasser findet über die Oberbodenpassage statt. Bei der Muldenversicke-
rung wird das Niederschlagswasser kurzzeitig zwischengespeichert, bevor es in der Mulde versi-
ckert oder verdunstet. Falls unterhalb der Mulde eine vollständige Versickerung aufgrund unzu-
reichender Versickerungseigenschaften des Bodengefüges nicht möglich ist,  kann die Mulde zu-
sätzlich mit einer Rigole kombiniert werden. 
Bei der Rigolen - und Schachtversickerung wird Niederschlagswasser unterirdisch zwischenge -
speichert und anschließend versickert. Dabei wird das Niederschlagswasser nicht signifikant ge-
filtert, sodass  nur das Regenwasser von Flächen mit geringem Verschmutzungsgrad, wie z.B.  
Dachflächen (ausgenommen Metalldächer) oder Geh - und Radwegen, für eine Rigolen versicke-
rung in Frage kommt. Für stärker beanspruchte Flächen, die in einer höheren Verschmutzung des 
oberflächig abfließenden Regenwassers resultieren, ist eine technische Vorbehandlung zur Filt-
rierung notwendig.  
Baumrigolen können durch die Kombination aus Rigole mit temporärer Wasserspeicherung und 
Baumpflanzung die Wasserverfügbarkeit für Stadtbäume, insbesondere in Zeiten mit geringerem 
Niederschlagsaufkommen, begünstigen. Durch die Verdunstung über die Blattoberflächen  wird 
gleichzeitig die Verdunstung sleistung gegenüber anderen Versickerungssystemen  erhöht. Eine 
spezielle Schichtung des Bodensubstrats und Dimensionierung der Pflanzgrube ermöglicht ein 
 hoher positiver Effekt  hoher negativer Effekt  kein Effekt 
 moderater positiver Effekt  moderater negativer Effekt   
 geringer positiver Effekt  geringer negativer Effekt   
 
Tabelle 7: Maßnahmenübersicht für die Maßnahmengruppe „Versickerung“ (verändert nach SAMUWA 2016 
und KURAS 2017).

37 
 
optimales Wurzelwachstum und Wasserspeichervermögen . Es gilt, das Niederschlagswasser 
durch gute Versickerungseigenschaften der oberen Bodenschichten oder durch direkte Einleitung 
dem Wurzelraum zuzuführen. Gleichzeitig ist durch einen ausreichenden Anteil organischer Kom-
ponenten der stoffliche Rückhalt zu gewährleisten. Des Weiteren ist eine technische Belüftung der 
Baumrigole zur Aufrechterhaltung des Gasaustauschs notwendig (KURAS 2017). 
 
Tabelle 8: Vergleich der Methoden zur Regenwasserbewirtschaftung/Versickerung (Quelle: StEB Köln).  
Maßnahme Flächen-
bedarf 
Rückhaltepo-
tential bei 
Starkregen 
Kühlung durch 
Verdunstung 
Wartungsmög-
lichkeiten 
Kosten 
Durchlässige Befestigung  +++   +  ++  +++  ++ 
Flächenversickerung  +++  +  +++  +++  + 
Muldenversickerung  ++  ++  ++  ++  ++ 
Mulden-Rigolenversickerung  ++  +++  ++  +  +++ 
Rigolenversickerung  +  ++  +  +  ++ 
Rohrrigolenversickerung  +  ++  -  +  +++ 
Regenwasserzisterne  +  +  -  +  + 
 +++ hoch   ++ mittel   + gering   - keine Wirkung  
 
Bewertung - Kosten - CO2 Ausgleich 
Versickerungsmaßnahmen zeichnen sich besonders durch ihre hohen positiven Effekte auf Ober-
flächengewässer, die Abflussspitze, die Biodiversität, die Änderung des Hitzestresses und die Frei-
raumqualität bei gleichzeig geringem Investitionsvolumen aus (siehe Tabelle 7 und 8). Die für die 
Versickerung notwendigen Grünflächen und die Vegetation leisten  einen Beitrag für die Aufent-
haltsqualität und begünstigen eine Verringerung der Anzahl der  Tropennächte. Die Zuläufe für 
Versickerungsflächen sollten von Laub freigehalten werden um einen langfristigen Nutzen  der 
Versickerungsanlage sicherzustellen.  
Schacht- und Rigolenversickerung haben bedingt durch ihre unterirdische Lage keine Auswirkun-
gen auf das Stadtklima, die biologische Vielfalt oder die Freira umqualität. Ein großer Vorteil von 
Baumrigolen ist die Kühlung durch Verdunstung bei gleichzeitigem Versickerungspotenzial. Des 
Weiteren eignen sich Baumrigolen auch in schmalen Straßenzügen s ehr gut, da mit ihr sowohl 
begleitende Mulden als auch Baumreihen untergebracht werden können. Der Pflegeaufwand für 
Baumrigolen entspricht dem gleichen Aufwand wie für Straßenbäume ohne Rigole. Die Verkehrs-
sicherheit muss gegeben sein. Das Bodensubstrat sollte regelmäßig auf seine Versickerungs leis-
tung geprüft und ggf. angepasst werden. Da die Herstellung und der Aufbau von Baumrigolen 
komplex sind, sind die Investitionskosten relativ hoch . Positiv auf die Instandhaltungskosten 
wirkt sich der geringe Bewässerungsbedarf der Baumrigole aus.

38 
 
9.3.5 Maßnahmengruppe Künstliche Wasserflächen 
 
 
Zu künstlichen Wasserflächen zählen unter anderem städtische Weiher oder wasserführende 
Gräben, Brunnen oder sonstige Wasser spiele. Sie dienen der Retention des anfallenden Nieder-
schlagswasser und der Erlebbarmachung des Elements Wasser im urbanen Raum. Künstliche 
Wasserflächen können Niederschlagswasser von Dach- oder Gehwegflächen sammeln und kurz- 
oder langfristig speichern. Teiche sind im Gegensatz zu Rückhaltebecken dauerhaft mit Wasser 
befüllt. Das Wasser kann unter - oder oberirdisch über offene Gräben den Wasserflächen zuge -
führt werden. Eine Reinigung des Regenwassers ist zu empfehlen, um den Algenaufwuchs zu re-
duzieren und die mikrobiologische Qualität zu verbessern.  
Bewertung - Kosten - CO2 Ausgleich 
Für künstliche Wasserflächen fallen Kosten für regelmäßige Wartungsarbeiten sowie Land-
schaftspflege an. Die Betriebskosten variieren je nach Gewässertyp (Weiher, Teich, etc.). Auch die 
Investivkosten sind je nach Typ und Nutzung sehr unterschiedlich. Künstliche Wasserflächen ha-
ben durch Verdunstungsprozesse eine kühlende Wirkung  auf ihre direkte Umgebung und erhö-
 hoher positiver Effekt  hoher negativer Effekt  kein Effekt 
 moderater positiver Effekt  moderater negativer Effekt   
 geringer positiver Effekt  geringer negativer Effekt   
 
Tabelle 9: Maßnahmenübersicht für die Maßnahmengruppe „Künstlichen Wasserflächen“ (verändert nach 
SAMUWA 2016 und KURAS 2017). 
Abbildung 9: Beispiele künstlicher Wasserflächen (Quelle: Muriel Leitfaden, MUST Städtebau/StEB Köln).

39 
 
hen als stadtgestalterisches Element die Attraktivität des öffentlichen Raums. Sie tragen des Wei-
teren durch Uferbepflanzung oder schwimmende Vegetationsinseln zur Erhöhung der Biodiver -
sität durch die Schaffung zusätzlicher Lebensräume für Flora und Fauna bei. Gleichzeitig können 
Wasserflächen die Anzahl der Tropennächte erhöhen, da sie durch Wärmespeicherung und –ab -
gabe die Umgebung in der Nacht erwärmen. ( KURAS 2017). Die Umsetzung künstlicher Wasser-
flächen im Bestand ist anspruchsvoll und setzt umfangreiche Planungen voraus. Je nach Dimen -
sion ist hier die Realisierung innerhalb einer Neuerschließung besser geeignet. Eine Schnittstelle 
liegt hier beim Gewässerentwicklungskonzept der StEB Köln. 
9.3.6 Maßnahmengruppe Reinigung 
 
 
Straßen- und Gehwegflächen tragen häufig umweltschädliche Stofffrachten in die Gewässer ein. 
Durch physikalische Verfahren wie Sedimentation od er Filtration können schädliche Stoff frach-
ten aus dem Niederschlagswasser zurückgehalten werden. Man unterscheidet zwischen der Rei-
nigung im Trenn- und Mischsystem. Während im Trennsystem eine hohe Konzentration an Nähr-
stoffen, hygienischen Indikatororgan ismen und anorganischen/organischen Spurenstoffen vor-
kommen, enthalten Mischwasserüberläufe ungereinigtes Schmutzwasser mit schnell abbaubaren 
 hoher positiver Effekt  hoher negativer Effekt  kein Effekt 
 moderater positiver Effekt  moderater negativer Effekt   
 geringer positiver Effekt  geringer negativer Effekt   
 
Tabelle 10: Maßnahmenübersicht für die Maßnahmengruppe  „Reinigung“ (verändert nach SAMUWA 2016 
und KURAS 2017). 
Abbildung 10: Kategorisierung des Herkunftsbereiches nach der durchschnittlichen täglichen Verkehrs-
stärke (DTV) (Quelle: Bezirksregierung Köln, Fachhochschule Köln, 2009).

40 
 
Stoffen wie Ammonium etc. (KURAS 2017). Regenwasserkanäle in Trennsystemen stellen eine di-
rekte Schnittstelle zur Umwelt dar, weshalb in Nordrhein -Westfalen der Trennerlass einheitlich 
die Vorgehensweise regelt. Das Niederschlagswasser wird – ausgehend von Herkunftsbereichen 
– in die Kategorien unbelastet/schwach belastet/stark belastet eingestuft ( siehe Abbildung 10). 
Mit Begründung kann eine vom jeweiligen Herkunftsbereich abweichende Einstufung des Belas-
tungsgrades oder der Art der zu erwartenden Belastung des Niederschlagswassers erfolgen, wenn 
dies nach den konkreten Verhältnissen des Einzelfalls gerechtfertigt ist. 
Bodenfilterbecken zur Abwasserbehandlung, auch als Pflanzenbeete oder Pflanzenkläranlagen 
bezeichnet, werden seit längerem als Alternative zum Anschluss an eine zentrale Kläranlage an -
gewendet. In den letzten Jahren ist jedoch auch ein vers tärkter Einsatz zur Regenwasser - und 
Mischwasserbehandlung zu beobachten. Aufgrund der begrenzten Filterleistung ist ein Bodenfil-
ter zwangsläufig in Kombination mit einem Retentionsvolumen zu sehen. Der Retentionsraum 
kann in Form eines Regenrückhalte- bzw. Mischwasserbeckens vorgeschaltet werden oder in das 
Bodenfilterbecken integriert werden, letzteres wird als Retentionsbodenfilter bezeichnet. (NBK  
StEB Köln 2020). 
Bewertung - Kosten - CO2 Ausgleich 
Die Reinigung von Niederschlagswasser hat wenig bis geringen Wirkungseffekt auf die ausge -
wählten Faktoren (siehe Tabelle 10). Als zentraler Vorgang in der Stadtentwässerung ist die Rei-
nigung von Niederschlagswasser verantwortlich für die Gewässerqualität der Stadt und  spielt 
eine elementare Rolle.  
9.3.7 Maßnahmengruppe Stauraum im Kanal 
Tabelle 11: Maßnahmenübersicht für die Maßnahmengruppe "Stauraum im Kanal" (verändert nach SA-
MUWA 2016 und KURAS 2017). 
 
 
Köln wird zu ca. 94 % über ein Mischsystem entwässert. Regen- und Schmutzwasser werden ge-
meinsam über ein Kanalnetz der Kläranlage zugeführt. Starkregenereignisse können die Kapazi-
tätsgrenzen von Kanälen übersteigen, sodass Mischwasserüberläufe in Gewässer abschlagen. Um 
 hoher positiver Effekt  hoher negativer Effekt  kein Effekt 
 moderater positiver Effekt  moderater negativer Effekt   
 geringer positiver Effekt  geringer negativer Effekt

41 
 
Abschlägen, und damit einer stofflichen und hydraulischen Belastung der Gewässer vorzubeugen, 
kann der Stauraum im Kanal erhöht werden, um mehr Niederschlagswasser temporär aufzuneh-
men. Die Zwischenspeicherung kann durch unterschiedliche Stauräume vorgenommen werden: 
Regenüberlaufbecken, Stauraumkanäle oder vorübergehend durch Einstau des Kanals. Zusätzlich 
können Filtrationssysteme am Auslass in ein  Gewässer zum Einsatz kommen. Stauräume im Ka-
nalsystem können zur Reduzierung der entlasteten Schmutzfrachten sowie des Über laufvolu-
mens führen. (KURAS 2017). In den Kölner Kanalnetzen erfolgt die Niederschlagswasserbehand-
lung durch Nutzung der vorhanden, vergleichswei se flach liegenden Hauptsammler, als Stau -
(raum-)kanäle. Gemäß DWA A 128 und A110 sind Stauraumkanäle so zu planen, dass die Min-
destschleppspannung einzuhalten ist. Die Bezirksregierung Köln fordert in den wasserrechtlichen 
Genehmigungen für Kanalstauräume mit unten liegenden Entlastungen (SKU ) regelmäßig auto-
matische Reinigungsein richtungen, wenn ein rechnerischer Schleppspannungsnachweis nicht 
vorliegt oder nicht vollständig erbracht werden kann. (NBK StEB Köln 2020)  
Bewertung - Kosten - CO2 Ausgleich 
Zusätzlicher Stauraum im Kanal zeigt einen positiven Effekt auf die Reduktion der Abflussspitzen. 
KURAS liegen keine Daten zu Betriebs -/Instandhaltungskosten vor. Inspektionen sind nach Nie-
derschlagsereignissen notwendig.  
 
10 Mögliche Förderprogramme 
In der Tabelle 12 sind die Förderprogramme aufgelistet, die für eine Förderung von Maßnahmen 
im Rahmen einer wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung in Frage kommen. Dabei wurden 
Förderprogramme ausgewählt, die auch von den StEB Köln in Anspruch genommen werden kön-
nen. Die Auswahl des passenden Förderprogrammes muss jedoch individuell für die ent spre-
chende Maßnahme und für die entsprechenden Gegebenheiten vor Ort ausgewählt werden. Zu-
sätzlich sind kurzfris tig ausgerufene Fördergelder in der finanztechnischen Umsetzung zu be-
rücksichtigen und die aktuellen Entwicklungen in der Förderlandschaft aufmerksam zu verfolgen.  
Tabelle 12: Förderprogramme, die für die wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung geeignet sind (eigene 
Darstellung), Stand Januar 2021. 
Förderprogramm Fördergegenstand 
Richtlinie für die Förderung von Maß-
nahmen der Wasserwirtschaft für das 
Hochwasserrisikomanagement und zur 
Umsetzung der Europäischen Wasser-
rahmenrichtlinie NRW 
Maßnahmen der Wasserwirtschaft, insbesondere: Maßnahmen der 
Wasserwirtschaft für das Hochwasserrisikomanagement (Grundsätz-
lich oder überregionale Planungen, Untersuchungen, Wasserbauliche 
Maßnahmen, Flächenbereitstellung, Öffentlichkeitsarbeit, Bildungsar-
beit), Maßnahmen zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmen -
richtlinie (Überregionale Planungen, Monitoring und Untersuchungen, 
wasserbauliche Maßnahmen, Flächenbereitstellung, Öffentlichkeits ar-
beit, Bildungsarbeit) 
Förderrichtlinie Hochwasserrisikoma-
nagement und Wasserrahmenrichlinie 
(FöRL HWRM/WRRL) NRW 
Umwelt- und Naturschutz in NRW, Grundsätzliche und überregionale 
Planungen, Monitoring und Untersuchungen, Wasserbauliche Maß -
nahmen, Flächenbereitstellungen, Öffentlichkeitsarbeit und Bildungs-
arbeit 
KfW-Umweltprogramm Bis zu 10 Mio. Euro pro Vorhaben. Bis zu 100% der Investitionskosten. 
100 % des Kreditbetrags werden ausgezahlt. Abrufbar wahlweise in

42 
 
einer Summe oder in Teilbeträgen. Der Kredit kann innerhalb von 12 
Monaten nach Zusage abgerufen werden. 
Die Kombination mit anderen öffentlichen Fördermitteln ist unter Be-
achtung der EU-Beihilfegrenzen möglich. 
Life - EU-Förderprogramm für den Na-
turschutz 
Als Instrument zur Projektförderung ermöglicht das LIFE-Programm 
die Finanzierung von Personalkosten, Voruntersuchungen, Erstellung 
von Managementplänen, Grunderwerb, Öffentlichkeitsmaßnahmen 
und aktiven Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensräume 
Richtlinie Grüne Infrastruktur  Maßnahmen zur Schaffung, Erhaltung, Wiederherstellung und Verbes-
serung von Elementen der Grünen Infrastruktur in den Städten und im 
Stadtumland als Beiträge zur Umsetzung folgender Strategien, Pro-
gramme und Pläne: Biodiversitätsstrategie NRW, Masterplan Um welt 
und Gesundheit NRW, Landesstrategie „Bildung für nachhaltige Ent-
wicklung – Zukunft lernen NRW (2016-2020)“, Klimaschutzplan, Bo-
den- und Flächenschutz sowie Wasserwirtschaft 
Klimaschutzinitiative - Kommunale Kli-
maschutz-Modellprojekte 
Mit dem Förderaufruf „Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“ sol-
len im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) kommu -
nale Klimaschutzprojekte mit modellhaftem, investivem Charakter ge -
fördert werden. 
Der Modellcharakter der Vorhaben soll sich auszeichnen durch  
- hohe Treibhausgasminderung im Verhältnis zur Fördersumme; 
- die Verfolgung der klimaschutzpolitischen Ziele des Bundes;  
- einen besonderen und innovativen konzeptionellen Qualitätsan-
spruch; 
- den Einsatz bester verfu ̈ gbarer Techniken und Methoden; 
- die Übertragbarkeit beziehungsweise Replizierbarkeit des Ansat-
zes sowie 
- eine u ̈ berregionale Bedeutung und deutliche Sichtbarkeit mit bun-
desweiter Ausstrahlung. 
Richtlinie über die Förderung der Ein-
richtung neuer interkommunaler Ko-
operationen - NRW.BANK.Kommunal 
Invest/NRW.BANK.Kommunale Invest 
Plus 
Den Kommunen in Nordrhein-Westfalen werden zinsgünstige, lang-
fristige Finanzierungsmöglichkeiten für eine Vielzahl von Inves titio-
nen zur Verfügung gestellt. 
Grundsätzlich werden alle Investitionen in die kommunale Infrastruk-
tur mitfinanziert, z.B. im Rahmen der 
- Maßnahmen zur Luftreinhaltung (Fahrzeuge ohne Verbrennungs-
motor, selbstgenutzte Normale- oder Schnellladeinfrastruktur 
etc.), 
- allgemeinen Verwaltung, 
- öffentlichen Sicherheit und Ordnung, 
- Wissenschaft, Technik und Kulturpflege, 
- Stadt- und Dorfentwicklung, 
- touristische Infrastruktur, 
- soziale Infrastruktur (z.B. Kindergärten, Schulen), 
- Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, 
- kommunale Verkehrsinfrastruktur, 
- Energieeinsparung und Umstellung auf umweltfreundliche Ener-
gieträger

43 
 
Grundstücke, die notwendiger Bestandteil eines aktuell anstehenden 
Investitionsvorhabens sind, können mitfinanziert 
werden. Außerdem können Erschließungsmaßnahmen und Aufwen-
dungen für den Grunderwerb, die dauerhaft von der Kommune zu tra-
gen und nicht umlagefähig sind (z. B. für öffentliche Wege), finanziert 
werden.  
Richtlinie zur Förderung von Klima-
schutzprojekten in sozialen, kulturellen 
und öffentlichen Einrichtungen im Rah-
men der Nationalen Klimaschutzini-
titaive vom 22.06.2016 
Nach dieser Richtlinie werden gefördert: 
- die Erstellung von Klimaschutzkonzepten und Teilkonzepten,  
- die Umsetzung dieser Konzepte, 
- Beratungsleistungen für Kommunen, die am Beginn ihrer Klima-
schutzaktivitäten stehen sowie 
- investive Maßnahmen, die zu einer CO2-Emissionsminderung füh-
ren. 
 
Darüber hinaus gibt es lokale Förderprogramme für Privatpersonen oder kleinere Unternehmen, 
die Gelder für die Umsetzung von Klimafolgenanpassungsmaßnahmen zur Verfügung stellen (z.B. 
Förderprogramm GrünHoch3).  
 
11 Besonders stark betroffene Bereiche - Stadtraumanalyse 
Die vorgestellten Maßnahmen aus Kapitel 9 sollen im Sinne einer klimafolgenangepassten Stadt-
entwicklung zukünftig im Bestand sowie bei Neuerschließungen berücksichtigt und angewendet 
werden. Um zu beurteilen, welche Gebiete in Köln einen besonderen Handlungsbedarf aufzeigen, 
wurde in mehreren Schritten eine räumliche Analyse Kölns durchgeführt. Zur zielgerichteten und 
wirkungsvollen Umsetzung potentieller Maßnahmen wurde zunächst der Ist-Zustand Kölns im 
Hinblick auf Klimafolgenanpassung ausgewertet. Aufgrund der hohen Anzahl an betroffenen Flä-
chen der Metropole Köln wurde eine kleinräumige Auswertung besonders hoher Gefährdungspo-
tentiale aus Überflutungen und Hitze sowie Befestigungsgrad vorgenommen, um passende Stand-
orte mit besonders hohem Handlungsbedarf für eine klimafolgenangepasste Stadtentwicklung zu 
identifizieren. Die Untersuchungen erfolgten anhand einer GIS -Analyse. Die Ergebnisse der GIS-
Analyse wurden durch Ortsbegehungen überprüft und 19 besonders stark durch Starkregen und 
Hitze betroffene Fo kusgebiete definiert. Zu diesen gefundenen Fo kusgebieten können anschlie-
ßend die Umsetzungsp otentiale der in Kapitel 9  genannten technischen Maßnahmen bewertet 
und die damit einhergehenden positiven Veränderungen  untersucht werden. Hierzu sollen zu-
nächst in zwei Pilotprojekten in Workshops gemeinsam mit den städtischen Fachdienststellen ge-
eignete Maßnahmen definiert und die Wirksamkeit der Maßnahmen berechnet werden. So sollen 
bei allen Beteiligten Erfahrungen gesammelt werden, um die Maßnahmen im Rahmen eigener Pla-
nungen auf das restliche Stadtgebiet übertragen zu können. 
Als Orientierung für die Analyse dienten der SAMUWA Leitfaden, das Forschungsvorhaben KURAS 
sowie die Dissertation von KRUSE (2014). Das Forschungsvorhaben SAMUWA befasst sich inner-
halb der wassersensiblen Stadtraumplanung mit einem Vorgehensmodell, welches 5 Schritte be-
inhaltet. Die Schritte führen durch 4 Planungsebenen. Dieses Modell lässt sich teilweise auf Köln 
übertragen und erlaubt eine Identifizierung möglicher Projektstandorte.

44 
 
Das Forschungsprojekt KURAS untersuchte ebenfalls Stadtgebiete. Dafür wurden zunächst Ziele 
festgelegt. Anschließend erfolgte eine Problemanalyse. Im Anschluss wurde  eine Machbarkeits-
analyse durchgeführt. Aufbauend auf dieser Grundlage wurde der  Maßnahmenkatalog herange-
zogen und für das Untersuchungsgebiet potentielle Maßnahmen ausgewählt. Das Ergebnis ist eine 
auf das Fokusgebiet abgestimmte Maßnahmenkombination.  
Kruse (2014) untersuchte den Raum Hamburg. Auch hier wurden prioritäre Bearbeitungsgebiete 
durch eine Raum analyse ausgewählt. Dies erfolgte anhand eines integrierten Schichtenmodells, 
welches die Zusammenhänge zwischen Wasserwirtschaft und Stadt- sowie Freiraumplanung dar-
stellt. Das Ergebnis der Arbeit zeigt, dass sich prioritäre Bearbeitungsgebiete durch hoch ver sie-
gelte innerstädtische Bereiche, überflutungsgefährdete Bereiche, Gewässer- und Kanalsystem so-
wie Bereiche mit Freiraumdefizit charakterisieren lassen.  
Die für Köln durchgeführte Stadtraumanalyse fasst die Erkenntnisse dieser Forschungsprojekte 
in ihren wesentlichsten Elementen zusammen und bezieht sich aufgrund der ohne großen Auf -
wand erfassten geringen verfügbaren Datenbasis zunächst nur auf die besonders stark gefährde-
ten Bereiche (Fokusgebiete) . Abbildung 11 zeigt das Vorgehen im Rahmen der Stadtraumanalyse 
für Köln. Es wird deutlich, wie sich im Laufe der Analyse der Schwerpunkt von der gesamtstädti-
schen Fläche zu den einzelnen Fokusgebieten verlagert.  
 
Abbildung 11: Vorgehen Stadtraumanalyse für Köln. 
11.1 Stadt- und Stadtteilanalyse 
11.1.1 Stadtanalyse 
Die Großstadt Köln ist mit 1,1 Millionen Einwohner*i nnen nach Berlin, Hamburg und München 
die viertgrößte Stadt Deutschlands und die bevölkerungsreichste Kommune in Nordrhein-West-
falen. Das Stadtgebiet liegt in der Köln -Bonner Rheinebene (auch als Kölner Bucht bezeichnet) 
zwischen dem Bergischen Land und der Eifel.  
Am Rhein geleg en beläuft sich das Stadtgebiet  von Köln auf ca. 405 km². In Ost -West-Richtung 
beträgt die größte Ausdehnung 27,6 km und in Nord -Süd-Richtung 28,1 km. Das linksrheinische

45 
 
Rheinufer erstreckt sich auf eine r Länge von ca. 40 km, die Länge des  rechtsrheinischen 
Rheinufers beträgt ca. 28 km.  
Köln ist in neun Stadtbezirke aufgeteilt: Innenstadt, Rodenkirchen, Lindenthal, Ehrenfeld, Nippes, 
Chorweiler, Porz, Kalk und Mülheim, die insgesamt wiederum in 86 Stadtteile unterteilt werden. 
Kölns Bevölkerungsentwicklung ist steigend. Im März 2020 lag die mittlere Bevölkerun gsdichte 
bei 2682 Einwohnern/km² (Landesdatenbank NRW 2020). Prozentual ist die größte Be völke-
rungsgruppe die der >65 Jährigen mit 17,4% (31.12.2017) (Information und Technik NRW 2020) 
Diese Bevölkerungsgruppe ist u.a. bei Hitze besonders betroffen und profitiert demnach verstärkt 
von den Maßnahmen der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung.  
Die folgenden Elemente sind für eine großräumige Betrachtung der wasserwirtschaftlichen Kli-
mafolgenanpassung relevant: Flächennutzung, Grünsystem, hydrologisches System, Versiegelung 
und Kanalsystem (siehe Abbildung 12). 
Flächennutzung 
Mehr als die Hälfte (61,1%) der Flä-
che auf Kölner Stadtgebiet ist Sied -
lungs- und Verkehrsfläche. Diese 
teilt sich in Gebäude- und Freifläche, 
Betriebsfläche (32,9%), Erholungs - 
und Friedhofsfläche (11,8%) und 
Verkehrsfläche (16,3%) auf. Damit 
ist die Flächenaufteilung typisch für 
eine Stadt des Typs Großstadt. Im 
Landesdurchschnitt entfällt jedoch 
nur 22,9% auf Siedlungs - und Ver -
kehrsflächen. Es zeigt sich an diesen 
Zahlen, dass die Hälfte des Stadtge -
bietes versiegelt sind, 1/3 des Stadt-
gebiets sind bebaut – hier dominie-
ren in der Peripherie Wohngebiete, 
im Zentrum Mischgebiete. Die 
Hälfte des Stadtgebietes ist nicht 
versiegelt (Erholungs - und Freiflä-
che und Frei fläche außerhalb der 
Siedlungs- und Verkehrsfläche), 
hier sind die größ ten Anteile mit je 
16,6% Landwirt schaftsfläche und 
Waldfläche.  
Grünsystem 
Landwirtschafts- und Waldfläche 
sind überwiegend am Stadtrand zu 
finden, jedoch verfügt Köln über ein 
einzigartiges Grünsystem: Es gibt 
den inneren und den äußeren 
Grüngürtel, die sich beide aus der 
Abbildung 12: Der Ist-Zustand des Betrachtungsraums (Flächen-
nutzung, Grünsystem, Gewässersystem. Versiegelung und Kanalsys-
tem).

46 
 
ehemaligen Stadtbefestigung entwickelt haben. Ersterer umschließt halbkreisförmig die links-
rheinische Innenstadt, Zweiterer legt sich annähernd um das gesamte Stadtgebiet. Die beiden 
Ringe sind durch viele kleine Grünanlagen miteinander verbunden. Damit verfügt Köln über ein 
großes zusammenhängendes System aus Grünflächen, die sich über das Stadtgebiet verteilen.  
Gewässersystem 
Im Stadtgebiet gibt es einige verlandete Mäanderbögen des Rheins, wie z.B. den Worringer Bruch, 
südlich von Worringen, der mit 37,5  m über NN den tiefsten Punkt darstellt. Das Stadtbild prägt 
der Rhein, jedoch gibt es einige Bäche, die das Stadtgebiet durchziehen. Dabei unterscheiden sich 
die linksrheinischen Fließgewässer deutlich von den rechtsrheinischen Bächen. Erstere sind in 
ihrer Wasserführung stark durch den Braunkohle Abbau im Rheinischen Revier und der damit 
verbundenen Grundwasserabsenkung beeinflusst. Zudem verläuft der einzige das S tadtgebiet 
querende Bachlauf (Duffesbach) auf gesamter Strecke verrohrt. Rechtsrheinisch entspringen alle 
Bäche den Bergischen Hochflächen und verfügen über  ein natürliches Wasserangebot. Je weiter 
die Bäche in den innerstädtischen Bereich vordringen, desto mehr Verrohrungen der ursprüngli-
chen Bachverläufe treten auf und befördern das Bachwasser  in Kanälen unter dem Stadtgebiet  
hindurch in den Rhein. Auch fangen Randkanäle an den Stadtgrenzen das von den oberhalb lie -
genden Städten abfließende geklärte und nicht klärpflichtige Abwasser sowie die natürliche Ge-
wässermengen auf und schützen die bebauten Kölner Stadtteile von Hochwasser.  
Ein längerfristiges Niedrigwasser kann in den natürlichen Gewässerläufen zu erheblichen Prob-
lemen für die Fauna und Flora führen. Daher enthält das Gewässerentwicklungskonzept (Ratsbe-
schluss vom 14.05.2020, Vorlagen Nr. 3406/2019) ein eigenes Kapitel zum Umgang mit längeren 
Trockenwetterperioden.  
Makroklima 
Köln gehört großklimatisch zur warmgemäßigten, feuch ten Westwindzone Mitteleuropas. D as 
Klima ist geprägt von milden, feuchten, wolkenreichen Luftmassen mit Südwest- bis Westwinden 
und damit einhergehenden kühlen Sommern und mi lden Wintern. In den  letzten Jahren (2018 -
2020) war es jedoch in den Sommern sehr heiß und trocken. Die Niederrheinische Bucht, zeichnet 
sich durch eine mittlere Jahrestemperatur von 9 °C und mittlere Niederschlagshöhen von 550 mm 
bis 900 mm aus. An der DWD-Messstation am Köln-Bonner Flughafen wurden im Zeitraum 1981 
bis 2010 durchschnittlich 10,3 °C und 839 mm Niederschlag gemessen. Der meiste Niederschlag 
fällt im Juni mit durchschnittlich 90,7 mm, mit 18,8 °C ist der Juli der wärmste Monat, bezogen auf 
den Zeitraum 1981 - 2010. Im Zeitraum 1958 bis 2010 stieg die Temperatur pro Dekade um 0,2  
K, dabei nimmt die Anzahl der Sommertage und der heißen Tage zu. Im Hin blick auf Starkregen 
gab es im Zeitraum von 1958 bis 2010 keinen signifikanten statistischen Trend. Die meisten 
Starkregenereignisse ereignen sich im Sommerhalbjahr (Mai bis Oktober).  
Urbane Wärmeinsel 
Bereits heute heizt sich die Innenstadt und dicht bebaute Stadtquartiere gegenüber den Kölner 
Umland deutlich auf (urbane Wärmeinsel). Dadurch, dass Gebäude und Straßen 
Sonneneinstrahlung als Wärme speichern, ist eine nächtliche Abkühlung nur verzögert möglich. 
In Bereichen mit Grünzügen ist dieser urbane Wärmeinsel- Effekt geringer, da die Vegetation 
durch Transpiration  zu einer Kühlung umgebender  Flächen beiträgt . Für stark  verdichtete 
Bereiche mit geringem Grünflächenanteil bedeutet das jedoch, dass der urbane Wäremeinsel-
Effekt besonders ausgeprägt ist. Die urbane Wärmeinsel führt zu einem erhöhten Hitzestress, der 
für sensibele Bevölkerungsgruppen, wie z.B. Ältere, eine gesundheitliche Belastung darstellt und 
damit die Lebensqualität einschränken kann.

47 
 
 
Kanalsystem 
Köln wird überwiegend durch Mischsysteme  entwässert und verfügt über 5 Klärwerke  zur Ab-
wasserreinigung. Das ist das Großklärwerk Stammheim, wo der überwiegende Anteil (~80%) des 
Abwassers geklärt wird, sowie die vier  Außenklärwerke (Weiden, Langel, Rodenkirchen und 
Wahn). Zusätzlich gibt es in Köln auch Trennsysteme bei denen Schmutzwasser und Regenwasser 
getrennt abgeleitet werden. In Mischsystemen wird Schmutzwasser und Niederschlagswasser in 
einem Abwassersystem vermischt und zu den Kläranlagen geleitet. Bei stärkeren Regen wird das 
Mischwasser auch in den großen, unterirdischen Becken und Staur aumkanälen gespeichert und 
sukzessive zur Kläranlage geleitet. Bei Starkregen und wenn das Beckenvolumen erschöpft ist, 
wird stark verdünntes Mischwasser, der sogenannte nichtklärpflichtige Mischwasseranteil, in den 
Vorfluter eingeleitet. Die Einleitung von Niederschlagswasser und von nichtklä rpflichtigem 
Mischwasser in den Vorfluter führen neben stofflichen Einträgen zu einer hydraulischen Belas -
tung der wasserseitigen Fauna und Flora . Durch die Niederschlagswasserversickerung und  
–nutzung vor der Ableitung des Niederschlagswassers in Kanälen wird die stoffliche und hydrau-
lische Belastung der Vorfluter reduziert. Zusätzlich werden die Misch - und Trennsysteme durch 
die Versickerung und Nutzung des Niederschlagswassers hydraulisch entlastet.  
11.1.2 Stadtteilanalyse  
Aufgrund der Größe des Kölner Stadtgebietes wurden die verfügbaren Daten zu den einzelnen 
Stadtteilen bewertet. Dazu wurden auf Stadtteilebene die nachfolgenden Kriterien ausgewertet: 
- Hitzebelastung 
- Überflutungsflächen  
- Versiegelungsgrad 
- Verkehrsbelastung 
Hitzebelastung 
Die Untersuchung „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ (2013) beschäftige sich mit der Wär-
mebelastung und den Hitzeauswirkungen auf die Bürger*innen in Köln. Dazu wurde MUKLIMO_3, 
das Stadtklimamodell des Deutschen Wetterdienstes DWD, herangezogen. Das Stadtklimamodell 
MUKLIMO_3 dient der Untersuchung stadtklimatologischer Fragestellungen und basiert auf den 
Prinzipien der Massenerhaltung, Energieerhaltung und Impulserhaltung. Das Modell nutz regio-
nale Klimaprojektionen wie zum Beispiel Tagesgang des Windes, Temperatur und Luftfeuchtig-
keit, um Wettertrends zu berechnen. Wolken und Niederschlagsentstehung können nicht model-
liert werden. Die Ergebnisse zeigen die prognostizierte Entwicklung der mittleren jährlichen An-
zahl an heißen Tagen in Köln bis zum Jahr 2050 unter Berücksichtigung der Flächennutzungsän-
derungen (Muklimo_3, Szenario A1B, Modell CLM; Daten vom Umwelt amt und Verbr aucher-
schutzamt). 
Die Hitzebelastung in Köln wird anhand der Planungshinweiskarte Hitze in 5 Klassen eingeteilt, 
wobei Klasse 1 „sehr hoch belastete Siedlungsflächen“ darstellt und Klasse 5 „stark klimaaktive 
Flächen“. Für die Stadtteilanalyse werden die Hitzeklassen 1 und 2 berücksichtigt. Für die Lokali-
sierung kleinräumiger Hot -Spots (Fokusgebiete) wird ausschließlich die Hitzeklasse 1 berück-
sichtigt, um die am höchsten belasteten Bereiche zu identifizieren. 
Überflutungsflächen

48 
 
Grundlage für die Berücksichtigung der Überflutungsflächen waren die Berechnungen der Stark-
regengefahrenkarte. Die Überflutungsflächen wurden mithilfe einer hydraulischen Modellierung 
und einer mehrmonatigen Rechenzeit moderner Computer erstellt. Ein solches Modell speist sich 
aus Niederschlagsdaten und topografischen Höhendaten. Die Methodik orientiert sich unter an -
derem am Merkblatt DWA-M 119. 
Als Niederschlagsdaten wurden Stundenwerte für ein mittleres, ein seltenes und ein extremes 
Starkregenereignis ausgewählt. Die angesetzten Werte sind: 38,5 Liter pro Quadratmeter (30 - 
jährlich/mittleres Ereignis), 43 Liter pro Quadratmeter (50-jährlich/seltene Ereignis) und 48 Li-
ter pro Quadratmeter (100-jährlich/außergewöhnliches Ereignis). Für die topografischen Daten 
wurde ein digitales Geländemodell mit 1x1-Meter-Raster (Stand 2016) verwendet.  
Anschließend wurden die Niederschlagsdaten in dem Rechenmodell mit den topografischen Da -
ten verschnitten. Mi ttels eines speziellen Computerprogramms (nach der Multiflow -Methode) 
wurde für jede der gewählten Geländezellen berechnet, in welche Richtung das Niederschlags -
wasser an der Geländeoberfläche fließt (Fließwegsimulation). Hierbei wurde rechentechnisch an-
genommen, dass der Niederschlag komplett abflusswirksam wird, Verdunstung und Versickerung 
werden somit bei einem Starkregenereignis für die Simulation ausgeschlossen. Dies ist für ein sel-
tenes oder extremes Starkregenereignis eine realistische Annahme, da der Boden sehr große Was-
sermengen innerhalb der kurzen Ereignisdauer nicht aufnehmen kann. Bei der Berechnung der 
Fließwege wurden Gebäude berücksichtigt und anhand des Amtlichen Liegenschaftskataster in-
formationssystems (ALKIS) in das Rechenmodell integriert.  
Bei der Berechnung der  Gefahrenkarten wurde das Kanalnetz nicht berücksichtigt, also wurde 
rechentechnisch davon ausgegangen, dass kein Oberflächenwasser über Gullys und Straßenab -
läufe in die Kanalisation gelangt. Eine gekoppelte Berechnung, d.h. die Berücksichtigung von Ab -
flüssen im Kanalnetz gekoppelt mit denen an der Oberfläche, ist sehr aufwändig und aufgrund der 
Rechenkapazitäten für das gesamte Kölner Stadtgebiet derzeit nicht möglich. Eine gekoppelte Be-
rechnung von Oberfläche und Kanalnetz findet nur bei besonderem Bedarf, wie z.B. bei Hinweisen 
auf hydraulische Kapazitätsprobleme im Kanalnetz, statt. Da die Schachtabdeckungen und Stra -
ßenabläufe lediglich auf ein deutlich g eringeres Bemessungsereignis ausgelegt werden und oft -
mals bei starken Regenereignissen sich durch Laub u.a. zusetzen, muss ohnehin davon ausgegan-
gen werden, dass es bei außergewöhnlichen Starkregenereignissen zu Überflutungen an der 
Oberfläche kommt, bevor die Kanalisation ihre Kapazitätsgrenze erreicht hat. 
Weitere unterirdische Objekte, wie z.B. Unterführungen, Tunnel, U-Bahn, Tiefgaragen, Hauskeller, 
die bei einem Starkregen volllaufen und somit maßgebende Teile des Oberflächenwassers auf-
nehmen könnten, wurden in den Rechenmodellen ebenfalls nicht berücksichtigt, da auch diese 
mittelfristig geschützt werden sollen. Diese sich rechentechnisch nach Abschluss der ausgewähl-
ten Regenereignisse ergebenden Wasserstände wurden in verschiedenen Blautönen visualisiert. 
Die Stellen, die in den Karten dunkelblau dargestellt sind, weisen eine besonders hohe Über flu-
tungsgefahr auf und bedürfen daher einer besonderen Betrachtung (NBK, StEB Köln). 
In Köln gibt es za hlreiche Überflutungsflächen unterschiedlichen Ausmaßes. Es wurde deshalb 
nach Größe und Tiefe der Flächen selektiert. Für die weitere Analyse wurden  nur besonders ge-
fährdende Überflutungsflächen berücksichtigt, Flächengröße von mind. 2.000 m² und einer Über-
flutungstiefe von mind. 30 cm.  
Versiegelungsgrad

49 
 
Das Bundesamt für Naturschutz schreibt in seinem Abschlussbericht zum F+E Vorhaben „Grüne 
Infrastruktur im urbanen Raum: Grundlagen, Planung und Umsetzung in der integrierten Stadt -
entwicklung“ (2018), dass urbanes Grün eine wicht ige Rolle innerhalb der wassersensiblen und 
hitzeangepassten Stadtentwicklung darstellt. Wenig Grün bedeutet, dass die Fläche einen erhöh-
ten Versiegelungsgrad aufweist. Stark versiegelte Flächen erlauben nur wenig bis keine Versicke-
rung. Die Wasserbilanz ist in diesen Bereichen deutlich negativ. Zusätzlich kann Nieder schlags-
wasser sich auf der versiegelten Oberfläche akkumulieren und Überflutungsgefährdungen auslö-
sen. Orte mit erhöhter Versiegelung heizen sich zudem stark auf . Somit stellen stark ver siegelte 
Flächen die Grundlage für multiple negative Klimafolgen dar.  
Verkehrsbelastung 
Die Daten der Kraftfahrzeuge (Kfz) pro Straße pro Tag geben Hinweise darauf, welche Straßen -
züge eine besonders hohe Verkehrsbelastung und demnach durch den Reifenabrieb eine Nieder-
schlagswasserbelastung aufweisen. Weiterhin gibt die Anzahl der Kraftfahrzeuge Aufschluss über 
die Luftqualität. Stark befahrene Straßenzüge weisen höhere Emissionswerte auf. Aus der Ver -
kehrsbelastung der Straßen ergeben sich Anforderungen an den Umgang von Oberflächenwasser 
(vergl. Abbildung 10). 
Für die Stadtteilanalyse werden die Flächen berücksichtigt, die mehr als 2.000 Kfz pro Straße pro 
Tag aufweisen. 
Auswertung  
Die Datensätze wurden für die Stadtteile prozentual zu ihrer Gesamtfläche dargestellt, um eine 
vergleichende Aussagen zu ermöglichen. Diese Übersicht erlaubt Einschätzungen darüber, welche 
Stadtteile vergleichsweise starken oder schwächeren Belastungen ausgesetzt sind.  
Bei der Gefahrenanalyse werden zunächst die Stadtteile untersucht und anhand folgender Eigen-
schaften gegenübergestellt: 
- Flächenanteil Hitzeklasse 1 und 2 im Vergleich zur gesamten Stadtteilfläche 
- Flächenanteil Überflutungsflächen zur gesamten Stadtteilfläche 
- Flächenanteil der > 50% versiegelten Fläche im Vergleich zur gesamten Stadtteilfläche 
- Verkehrsbelastung 
 
Es ist zu erkennen, dass die innerstädtischen Stadtteile ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und 
einen hohen Anteil stark versiegelter Flächen aufweisen, sowie einer höheren Hitzebelastung aus-
gesetzt sind. Beispielhaft zu nennen sind hier Ehrenfeld, Neu-Ehrenfeld, Bickendorf, Kalk, Brauns-
feld, Neustadt-Süd, sowie Altstadt Nord und Altstadt Süd. Die Anzahl der Überflutungsflächen ist 
besonders in den weiter außerhalb liegenden Stadtteilen erhöht. Grund dafür ist vor allem, dass 
dort viele Grün-, Frei- und Ackerflächen große Überflutungsflächen aufweisen. Diese Flächen stel-
len jedoch nur in seltenen Fällen eine erhöhte Gefahr dar. Eine ausführliche Tabelle der Stadtteile 
mit den Ergebnissen der Analyse kann dem Anhang 2 entnommen werden. Abbildung 13 veran-
schaulicht die Ergebnisse der Analyse auf Stadtteilebene.

50 
 
 
11.2 Gefährdungsanalyse - Fokusgebiete 
Eine Identifizierung defizitärer Stadträume mit hohem Handlungsbedarf ermöglicht einen zielge-
richteten Einsatz vorhandener Mittel unter Berücksichtigung des Umweltgerechtigkeitsgedan -
kens.  
 
Die Identifizierung der Fokusgebiete erfolgte in zwei Schritten. Zunächst wurden  anhand festge-
legter harter Kriterien Fokusgebiete mit dem größten Handlungsbedarf  identifiziert. Nach der 
ersten Abfrage waren 61 Gebiete im näheren Fokus (siehe Anhang 3).  
In einem Radius von 250 m um diese 61 Fokusgebiete wurde anschließend der durchschnittliche 
Versiegelungsgrad in die Bewertung einbezogen. Zusätzlich wurde manuell überprüft, welche Ge-
biete aus der automatisierten Abfrage für die weitere Untersuchung nicht in Frage kommen. Ent-
fallen sind somit zum Beispiel Fokusgebiete, die lediglich an einer Unterführung oder auf einer 
Leitfragen Gefährdungsanalyse: 
- Wo akkumulieren sich Defizite mit Handlungsbedarf auf städtischem Raum? 
- Welche Stadtbereiche sind Klimafolgen besonders stark ausgesetzt? 
 
  
          
       
Abbildung 13: Analyse und Gegenüberstellung der Stadtteile.

51 
 
Autobahn Überflutungsflächen aufweisen. Werden nur Fokusgebiete mit einem Versiegelungs -
grad > 50 % (im Verhältnis zur gesamten Fläche des Fokusgebietes) berücksichtigt, ergeben sich 
insgesamt 19 Fokusgebiete mit besonders hohem Handlungsbedarf (siehe Anhang 4). 
Abbildung 14 verortet die 19 priorisierten Fokusgebiete mit höchstem Handlungsbedarf auf Köl-
ner Stadtgebiet und werden im Anhang 4 aufgeführt.  
Abbildung 14: Verortung der 19 priorisierten Fokusgebiete als Ergebnis der Raumanalyse.

52 
 
Für die Prüfung der Abfrage über das Geographische Informationssystem ArcGIS und die weitere 
qualitative Untersuchung der Fokusgebiete sind die Kriterien in unterschiedlichen Layern darge-
stellt. In Abbildung 15 wird als Beispiel die örtliche Überflutungsfläche (> 2.000, tiefer 30 cm) und 
die räumliche Einordnung der Hitzeklasse 1 dargestellt. Ergänzend wurden die Straßen mit einer 
Verkehrsbelastung < 2.000 DTV in das Bild eingeblendet, um diejenigen Straßenabschnitte mit 
einer potentiellen Versickerung zur Reduzierung der Überflutungsgefahr auszuweisen. Durch die 
vorliegende umfangreiche Datengrundlage können nicht alle Layer abgebildet werden. Weitere 
Kriterien wie Fließwege, Senken, etc. liegen der Untersuchung separat vor. 
11.3 Ausblick – Potentialanalyse und Maßnahmenkonzept  
Für die Realisierung einzelner Bausteine der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung sollte 
das Flächenpotential untersucht werden. Die Potentialanalyse für die Nutzung von Regenwasser 
Abbildung 15: Beispielhafte Darstellung Fokusgebiet mit Informationen der untersuchten Kriterien (hier Viet-
orstraße in Köln-Kalk).

53 
 
zur Verdunstungskühlung in deutschen Städten wurde vom Umwelt Bundesamt (UBA) auf den 
Ebenen Gebäude, Quartier und Gesamtstadt durchgeführt. Dieser Grundbaustein lässt sich auf das 
Kölner Vorhaben der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung übertragen. Das UBA unter-
scheidet zwischen vier Potentialstufen: 
- technisches Potential 
- theoretisches Potential 
- wirtschaftliches Potential  
- tatsächlich erschließbares Potential 
 
Wie in Abbildung 16 dargestellt, verringert sich das Potential im Ablauf des Prozesses, da jeweils 
weitere Restriktionen zu berücksichtigen sind. So führt das UBA mit Blick auf das urbane Regen-
wassermanagement z.B. bauliche, natürliche sowie ökonomische Restriktionen (z.B. Kosten-Nut-
zen-Verhältnis von Maßnahmen zum dezentralen Regenwassermanagement) auf. Zudem  sind 
weitere Handlungsrestriktionen zu beachten.  
Technisch betrachtet, wäre jede Maßnahme überall umsetzbar, jedoch bestimmen räumliche Ge-
gebenheiten die tatsächliche Realisierbarkeit. In der ersten Stufe der Potentialanalyse wird unter-
sucht, welche baulichen und natürlichen Restriktionen die Umsetzung beeinflussen. Daraus folgt 
das theoretische Potential. In der zweiten Stufe wird das Kosten-Nutzen Verhältnis untersucht. In 
der letzten Stufe werden die Handlungsrest riktionen überprüft und beschreiben s omit das er -
schließbare Potential: Welche Orte erlauben die Umsetzung der Maßnahme und welche Orte biete 
das größte Potential für eine erfolgreiche Umsetzung? 
Die einzelnen Stufen können folgende Kriterien umfassen: 
Abbildung 16: Projektspezifische Potentialpyramide (nach UBA 2019).

54 
 
Bauliche und natürliche Restriktionen: Wasserschutzgebiet, private Flächen, Denkmalschutz, 
Restriktionen durch den Flächennutzungsplan, Versickerungsfähigkeit, Bodenbeschaffenheit, 
festgesetztes Überschwemmungsgebiet, Grundhoc hwasser, Fließwege, Bauvorgaben (z.B. Ab -
standsregelungen) 
Kosten-Nutzen Restriktionen: Wie teuer wäre der Umbau der Maßnahme? Wie teuer sind die 
Instandhaltungskosten? Wie steht dies in Relation zueinander? 
Handlungsrestriktionen: Welche weiteren Restriktionen gilt es zu beachten? Die örtlichen Ge-
gebenheiten müssen detailliert überprüft und mit den vor Ort Betroffenen abgestimmt werden. 
Handlungsrestriktionen werden zum Beispiel durch politische Entscheidungen gesetzt. Welch e 
Belange gilt es miteinander in Einklang zu bringen?  
Es ist vorgesehene, eine derartige Potentialanalyse bei  zwei Pilotvorhaben bzw. zwei Fok usge-
biete gemeinsam mit allen betroffenen städtischen Dienststellen durchzuführen und mittels eines 
speziellen Berechnungsprogramms die Wirksamkeit der tech nischen Maßnahmen zur Klima fol-
genanpassung zu prüfen. Daraus könnte sich eine Blaupause für eine flächige Anwendung der 
Möglichkeiten ergeben. 
11.4 Ausblick - Bearbeitung der Fokusgebiete 
Durch die Analysen konnten kleinräumige Fokusgebiete mit hohem Handlungsbedarf identifiziert 
werden. Insgesamt wurden anhand der Kriterien 19 Fokusgebiete für die weitere Untersuchung 
identifiziert. Zukünftig sollen diese Straßenzüge vor Ort besichtigt und hinsichtlich ihrer Eignung 
für etwaige Maßnahmen der wasserwirtschaftlichen Klimaanpassung bewertet werden. Mit Hilfe 
eines Vorher-/Nachher-Vergleichs des gegenwärtigen Zustandes mit einer klimaangepassten Pla-
nung durch Implementierung grün-blauer Infrastruktur sollen maßnahmenübergreifende Hand-
lungsanreize geschaffen werden. Für die Überprüfung der Umsetzbarkeit und zur Visualisierung 
unterschiedlicher Planzustände ist eine Anwendung der Software „Green Scenario“ von Ramboll 
Studio Dreiseitl vorgesehen. 
Leitfragen Potentialanalyse 
- Welche Stadtentwicklungsmaßnahmen sind bereits geplant bzw. stehen Umgestaltungen 
an? 
- Wie sind Kapazität und Stand des Kanalsystems? Sind hier Sanierungsmaßnahmen not-
wendig? 
- Ergeben sich Synergieeffekte aus Planungen unterschiedlicher Disziplinen? 
- Urbane Qualitäten und Wassermanagement verbessern: Welche Problematiken und Rest-
riktionen hinsichtlich der Sicherheit und Funktionalität der Wasserinfrastruktur sowie 
der Qualität des öffentlichen Raums herrschen vor (Wasserschutzgebiet, Bodenbeschaf-
fenheit)?  
Datensatz Potentialanalyse (weiche Kriterien) 
- Sanierungsbedarf Kanalnetz 
- Straßen mit weniger als 2.000 Kfz/Tag (geringer Verschmutzungsgrad) 
- Versiegelungsgrad (Auskunft über befestigte Fläche und Grünflächenanteil) 
- Flächen mit Potential zur Multifunktionalen Nutzung 
- Fließwege

55 
 
Green Scenario ist eine softwarebasierte Simulations- und Kollaborationsplattform zur klimaan-
gepassten Stadtplanung. Für Neubauprojekte und im Bestand kann mit Hilfe der Software für un-
terschiedliche Planungsvarianten eine ganzheitliche Bewertung auf Grundlage standort spezifi-
scher Daten vorgenommen werden. Gemäß einer herkömmlichen Machbarkeitsstudie erfolgt eine 
Beurteilung der Ergebnisse nach ökologischem Nutzen, nach sozialem Mehrwert, sowie nach wirt-
schaftlichen Parametern. Das Investitionsvolumen für unterschiedliche Planungs varianten kann 
somit für einen definierten Planungsraum (z.B. Straßenzug oder Quartier) angegeben werden und 
als Referenz zur Kostenabschätzung für weitere Projekte der grün-blauen Infrastruktur herange-
zogen werden. Eine grün-blaue Maßnahmenplanung mittels Green Scenario könnte für zwei Pla-
nungsräume in 2021 erfolgen. Die Auswahl der Planungsräume erfolgt basierend auf der im vor-
liegenden Konzept durchführten A nalyse und in enger Abstimmung mit den zuständigen städti-
schen Ämtern.  
Alle Fachdienststellen sollen durch ihre Beteiligung an diesen besonders anspruchsvollen Gebiet-
splanungen eigene Erfahrungen sammeln und diese bei ihren eigenen Vorhaben anwenden ler-
nen. So soll eine Übertragung zur Anwendung von Maßnahmen zur Klimaanpassung auf alle Be-
reiche und Beteiligte ausgerollt werden. 
 
12 Kommunikationskonzept 
12.1 Städtische, stadtnahe und private Bauträger im öffentlichen Raum 
Eine bedeutsame Aufgabe zur Erreichung der strategischen Ziele und der Gewährleistung einer 
effizienten und bedarfsangepassten Implementierung ist die zeitliche und fac hliche ämterüber-
greifende Koordination potentieller Maßnahmen. Dies setzt einen Ausbau vorhandener Personal-
kapazitäten voraus. Ziel ist u.a. die Identifizierung von Bebauungsgebieten und Sanierungs-/Mo-
dernisierungsvorhaben zur zeitnahen Berücksichtigung von Maßnahmen bei aktuellen oder ge -
planten Bauvorhaben. Hierzu zählt z.B . der Bau von Fahrradwegen, Erneuerung von Rohren für 
die Gas- oder Trinkwasserversorgung und Abwasserableitung, bei Straßensanierungen, Grünflä-
chenumgestaltungen oder sonstigen städtebaulichen Planungen. Hierdurch soll die kontinuierli-
che Einbeziehung von Schwammstadtmaßnahmen in die künftige Stadtentwicklung und rechtzei-
tige Berücksichtigung in der Gebäude - und Raumplanung gewährleistet werden. Eine Verbesse-
rung administrativer Prozesse  ist wünschenswert: Verantwortlichkeiten und Ansprech partner 
müssen klar benannt, Schnittstellen identifiziert und Prozessabläufe transparent gestaltet wer-
den. 
12.2 Meinungsbildner 
Durch die Einbindung von Stakeholdern und die Integration von Bürgern und Vereinen in die Um-
setzung und Betreuung wird ein partizipativer Planungsprozess angestrebt. 
Mittels Durchführung von Informationsveranstaltungen sollen private Eigentümer, Wohnungs -
baugesellschaften und Wohnungseigentümergemeinschaften über die Notwendigkeit zur Umset-
zung von Maßnahmen der Klimafolgenanpassung informiert und Kofinanzierungs-möglichkeiten 
aufgezeigt werden. Zusätzlich denkbar wäre die Ausschreibung von Wettbewerben, Bereit stel-
lung von Simulationssoftware und Best -Practice Beispielen, um Gestaltungsmöglichkeiten und 
Nutzungsvorteile zu kommunizieren. Eine Liste mit potentiellen Softwares und Tools, die hierfür 
genutzt werden könnten, ist dem Anhang 5 zu entnehmen.

56 
 
12.3 Betroffene 
Zur Umsetzung des Konzeptes zur wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung ist ein umfang-
reiches und auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtetes Kommunikationskonzept mit definierten 
und auf Erfolg überprüfbaren Maßnahmen unumgänglich. Nachfolgend werden einige Eckpunkte 
eines noch zu konkretisierenden Kommunikationskonzeptes skizziert.  
Zentrale Funktion des Kommunikationskonzeptes ist die Bekanntmachung der Klimafolgen in der 
Bürgerschaft und der Unternehmerschaft der Stadt Köln. Im Idealfall sorgt die Umsetzung des 
Kommunikationskonzeptes dafür, dass in der Öffentlichkeit ein Diskurs über das Thema wasser-
wirtschaftliche Klimafolgenanpassung  entsteht. Vorbehalte gegen über geplanten Maßnahmen 
können im Rahmen der Kommunikation zur Bürgerschaft und den Unternehmen frühzeitig ange-
sprochen und abgebaut werden.  
Die zentralen Zielsetzungen des Kommunikationskonzeptes  sind in folgenden Punkten zu sam-
mengefasst:  
Die Umsetzung des Kommunikationskonzeptes sorgt durch einen intensiven Austausch mit der 
Bevölkerung dafür, dass die Aufklärung, Bewusstseinsbi ldung und Sensibilisierung zum Thema 
Klimawandel, öffentlicher Raum und Wasser in der Stadt gefördert werden. Die Bedeutung von 
Grünflächen im Allgemeinen und grünen Fassaden im speziellen für urbane Räume wird deutlich. 
Dabei werden kommunikative Schwerpu nkte auf der Anpassung an den Klimawandel (Stadt -
klima), lokaler Starkregen und urbane Biodiversität gelegt. Der negative Aspekt von vermehrt auf-
tretenden Trockenperioden soll ebenfalls beleuchtet werden.  
Im Rahmen des Kommunikationskonzeptes sollen verschiedene Zielgruppen über wasserwirt -
schaftliche Klimafolgenanpassung umfänglich informiert werden. Ziel ist es, durch die Bereitstel-
lung zielgruppenspezifischer Informationsmaterialien zusätzliche Maßnahmen im privaten Raum 
angestoßen. Vorurteile gegenüber Fassadenbegrünung oder Wasserflächen ( zB. Vermehrtes In-
sektenaufkommen) werden nachhaltig abgebaut. Fachwissen aus wissenschaftlichen und nach-
vollziehbaren Studien wird kommuniziert. Ein wichtiger Aspekt des Kommunikations konzeptes 
liegt auf der Bürgerinformation über geplante Maßnahmen auf Kölner Stadtgebiet. Sachliche Ein-
wände und Anregungen der Bürgerschaft sollen aufgenommen werden.  
Im Rahmen der SWOT-Analyse sollen anschaulich Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des 
Kommunikationskonzeptes dargestellt werden. Die SWOT -Analyse sollte für die zu entwickeln-
den Maßnahmen durchgeführt werden, um diese nachvollziehbar zu planen und den Erfolg zu 
messen.  
Tabelle 13: Übersicht der SWOT-Analyse (eigene Darstellung). 
Stärken  Schwächen 
Die StEB Köln hat als zentraler Träger des Kom-
munikationskonzeptes eine hervorragende Ex-
pertise und Glaubwürdigkeit im Bereich der Was-
serwirtschaft. Auch sind die wesentlichen Ak-
teure der Stadtgesellschaft in diesem Bereich be-
kannt und können zielgenau angesprochen und 
eingebunden werden.  
Grundsätzlich scheint es wenige Schwächen zu 
geben. Allerdings ist auch durch die Corona-Krise 
davon auszugehen, dass die Stadtfinanzen über 
Jahre angespannt bleiben. Investitionen in Maß-
nahmen der Klimafolgenanpassung müssen einen 
klar erkennbaren Nutzen haben, um eine gesamt-
gesellschaftliche Akzeptanz zu erhalten.  
Das Thema Klimafolgenanpassung dürfte in wei-
ten Teilen der Stadtgesellschaft sehr positiv be-
setzt sein. Eine bejahende Resonanz aus der Be-
völkerung ist zu erwarten.  
Kleineren Befürchtungen, wie z.B. das Auftreten 
von Mücken oder anderen Insekten durch die Ein-
richtung von Wasserflächen sollte prophylaktisch 
begegnet werden.

57 
 
Durch eine zu erwartende positive Resonanz der 
Bevölkerung auf das Thema „Schwammstadt“ und 
„Wasser in der Stadt“ können über eine zielge-
naue Kommunikation frühzeitig Widerstände ge-
genüber Projekten abgebaut werden. 
 
Chancen Risiken 
Durch das Kommunikationskonzept kann die Be-
reitschaft in der Bevölkerung gesteigert werden, 
gegen Starkregen im privaten Bereich aktiv zu 
werden. Insgesamt könnte mehr Stadtgrün im 
privaten Raum (auch z.B. durch VertiKKA) entste-
hen.  
In bestimmten Fällen könnte das Thema auf Des-
interesse, Gleichgültigkeit oder Ablehnung der 
Bevölkerung stoßen. Die Bevölkerung sollte mit 
den hier skizzierten Themen nicht aufdringlich in-
formiert werden. Unterschiedliche Bevölkerungs-
gruppen haben insbesondere in urbanen Sozial-
räumen dringlichere Probleme (z.B. Wohnungs-
not oder Arbeitslosigkeit). 
Durch eine geschickte Verknüpfung des Themas 
„Schwammstadt“ mit anderen Projekten und Ini-
tiativen der StEB Köln und Stadt Köln (z.B. För-
derprogramm GRÜN hoch 3 Dächer | Fassaden | 
Höfe  können Synergien erzeugt werden.  
Das Strategiekonzept zur wasserwirtschaftlichen 
Klimafolgenanpassung sollte mit breiter Mehrheit 
beschlossen werden, um die gesamtgesellschaftli-
che Akzeptanz zu erhöhen. 
Die Bevölkerung kann durch das Kommunikati-
onskonzept für die Themen Klimaanpassung, 
Starkregen und urbanes Grün sensibilisiert wer-
den.  
Die städtischen Fachämter müssen umfangreich 
und intensiv eingebunden werden, um die Umset-
zung des Konzeptes in die Praxis zu realisieren. 
Nur so kann sichergestellt werden, dass das Kon-
zept auch in alltägliche Abstimmungsprozesse in-
tegriert wird. 
Im Zuge der Entwicklung des Konzeptes könnte 
eine Modernisierung der Gesetzgebung angesto-
ßen werden, um neuen Zielsetzungen gerecht zu 
werden.  
Sollte das Konzept beschlossen, aber keine Maß-
nahmen konkret umgesetzt werden, könnte dies 
zu Enttäuschungen in der Bevölkerung führen.  
Die teilnehmenden Institutionen können einen 
Imagegewinn erwarten.  
 
 
Das Kommunikationskonzept möchte unterschiedliche Zielgruppen adressieren. Je nach Ziel-
gruppe können sich die Kommunikationsinhalte ändern.  
Bürgerschaft der Stadt Köln 
Die Bürgerschaft der Stadt Köln ist die Hauptzielgruppe des Kommunikationskonzeptes. Die Bür-
gerschaft sollte über das Konzept und geplante Maßnahmen informiert werden. Hierzu soll die 
Bürgerschaft zunächst über bestimmte, mit dem Thema „Schwammstadt“ in Verbindung stehende 
Themen, sachlich aufgeklärt werden. Die Unternehmer und Gewerbebetreibenden im Kölner 
Stadtgebiet können vergleichbar angesprochen und motiviert werden.  
 
Der Klimawandel und die Notwendigkeit der stadtplanerischen Anpassung an die veränderten 
Wetterbedingungen: 
- Ein Schwerpunkt liegt auf den Folgen des Starkregens und der Gefahr der Bildung einer 
innerstädtischen Hitzeinsel. Den Menschen sollte bew usst werden, dass diese Probleme 
direkte Auswirkungen auf das eigene Leben haben.

58 
 
Die Bedeutung von Wasser und urbanem Grün: 
- In diesem Zusammenhang sollen auch Aspekte von Trockenperioden und ihre Auswirkun-
gen auf die Stadt thematisiert werden. 
Der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Selbstvorsorge: 
- Des Weiteren  möchte die StEB Köln ein Feedback der Bürgerschaft zum Thema  
„Schwammstadt“ erhalten. Letztlich kann die Konzeption nur erfolgreich umgesetzt wer-
den, wenn die Bürgerschaft ebenfalls Maßnahmen eigenverantwortlich umsetzt und ge-
gen geplante Maßnahmen keine Einwände hat.  
Stadt Köln und StEB Köln 
Die Planungsbehörden der lokalen Verwaltungen in Köln sollen über das Thema „Schwammstadt“ 
informiert und zur Umsetzung sensibilisiert werden. Verschiedene Maßnahmen zur wasserwirt-
schaftlichen Klimafolgenanpassung sollten zum Standard bei neuen Bauvorhanden werden, ohne 
dass diese eingefordert werden müssen. Durch entsprechende Ratsbeschlüsse können bestimmte 
Maßnahmen obligatorisch in der lokalen Stadtplanung etablier t werden, beispielsweise im Zuge 
der Abwägung unterschiedlicher Belange bei Bebauungsplanungen. 
Um die Maßnahmen der Klimaanpassung bei allen städtischen Planungen zu unterstützen und 
deren Umsetzung zu initiieren wollen die StEB Köln aktiv und dauerhaft unterstützen. Hierzu wer-
den Möglichkeiten bereits in den frühzeitigen Planungen aufgezeigt sowie die Auswirkungen der 
Planungen auf den Wasserkreislauf und auf die Klimafolgen berechnet. 
Wohnungsbau- und Wohnungsverwaltungsgesellschaften 
Große Wohnungsbau- und Wohnungsverwaltungsgesellschaften sind mögliche Zielgruppen die -
ses Kommunikationskonzeptes. Auch bei der Sanierung und Neuplanung von neuem Wohnraum 
sollten Maßnahmen zur wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung zum Standard werden.  
Zivilgesellschaftliche Organisationen (ZOs) und engagierte Bürger*innen 
Sachlich arbeitende ZOs und engagierte Bürger*innen können wichtige Partner und Multiplikato-
ren bei der Bekanntmachung und Umsetzung des Konzeptes sein. Insbesondere Grünflächen be-
nötigen eine regelmäßige Pflege, um diese vor Verwahrlosung und Zerstörung zu bewahren. Ne-
ben der Funktion der allgemeinen Bekanntmachung de s Konzeptes, können Verbände als wich-
tige Lobbypartner fungieren. Gerade bau- und wasserrechtliche Fragestellungen könnten zu Dis-
kussionsbedarf bei der Umsetzung von Maßnahmen der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenan-
passung führen. Verbände, wie der Deutsche Städtetag, könnten dazu beitragen, dass die teils ver-
altete Gesetzeslage neuen Gegebenheiten angepasst wird. Auch wenn dies ein sehr lang wieriger 
Prozess ist, scheint dieser Prozess zur Modernisierung der Stadtinfrastruktur unum gänglich zu 
sein. Hierzu sollte schon frühzeitig ein Feedback aus der Bürgerschaft und Unter nehmerschaft 
eingeholt werden, um eventuelle Probleme zu erkennen und zu beheben.  
12.4 Ausblick und weiteres Vorgehen  
Die Träger der Kommunikationsmaßnahmen sind die StEB Köln und Stadt Köln  sowie punktuell 
zivilgesellschaftliche Organisationen. Im Rahmen der Weiterentwicklung eines zielgruppenge-
rechtes Kommunikationskonzeptes müssen Maßnahmen definiert werden. Um sinnvolle und 
nachvollziehbare Maßnahmen zu entwickeln , sollten diese anhand folgender Kriterien ausge ar-
beitet werden:

59 
 
Spezifisch: Jede Maßnahme muss klar definiert sein und sich von anderen Maßnahmen abgren-
zen. Somit soll möglichst vermieden werden, dass sich Maßnahmen überschneiden oder un vor-
hergesehen sekundär Wirkungen auslösen. 
Messbar: Zur Erfolgskontrolle sollte im Idealfall eine Maßnahme statistisch messbare Ergebnisse 
produzieren. Diese könnten wie folgt sein: Interviews (Zahl), Internetaufrufe (Likes), Anzahl an 
Publikationen, die Anzahl von Veranstaltungen und Teilnehmer*innen. Zu jeder Maßnahme sollte 
ein Abschlussbericht erfolgen, in dem die statistischen Ergebnisse kurz beschrieben werden.  
Erreichbar/Realistisch: Jede Maßnahme sollte mit überschaubaren Personal- und Finanzmitteln 
umsetzbar sein.  
Mit einem Zeitplan verbunden : Als Ergänzung zum Kriterium „Erreichbar/realistisch“ sollte 
jede Maßnahme einen Zeitplan aufweisen, welcher von den Trägern einer Maßnahme eingehalten 
werden kann. 
Kommunikationsmaßnahmen müssen im Kontext des Gesamtkonzeptes stehen, um eine zielori-
entierte und stringente Öffentlichkeitsarbeit umzusetzen. Die nachfolgende Tabelle 14 basiert aus 
diesem Grund auf den Maßnahmengruppen eines möglichen Handlungskataloges und möchte mit 
allgemeinen Teilmaßnahmen zur Kommunikation einen ersten Eindruck zur praktischen Heran-
gehensweise an die Öffentlichkeitsarbeit aufzeigen. In der Zukunft müssen diese eher allgemein 
formulierten Teilmaßnahmen weiter ausgearbeitet und ergänzt werden.  
Tabelle 14: Erläuterung Teilmaßnahmen Kommunikation im Rahmen des Strategiekonzeptes „Wasserwirt-
schaftliche Klimafolgenanpassung“ 
Maßnahmengruppe Teilmaßnahmen Kommunikation Zielgruppe 
Informationsbeschaffung, 
-Erstellung und Bereit-
stellung auf kommunaler 
Ebene 
Verbreitung aktualisierter und neuer In-
formationsmaterialien zur Aufklärung 
der Öffentlichkeit auf Basis aktueller und 
nachprüfbarer Daten und Erkenntnisse.  
Investoren, Bürgerschaft 
Information der kommunalen Verwal-
tung und städtischen Betriebe über die 
wasserwirtschaftliche Anpassung an den 
Klimawandel.  
StEB Köln, Stadt Köln, 
THW, Feuerwehr, Kom-
munale Betriebe (z.B. 
RE), Bezirksregierung 
Köln, etc.   
Kommunale Leuchtturm- oder Best-
Practice-projekte als Vorbild für die 
Stadtgesellschaft vermarkten. (z.B. über 
Zeitungsartikel oder bei Veranstaltun-
gen)  
Bürgerschaft 
Veränderung von Prozes-
sen auf kommunaler 
Ebene 
Aufklärung, Fortbildung und Sensitivie-
rung der MitarbeiterInnen der lokalen 
Ebene für Fragen der wasserwirtschaftli-
chen Anpassung an den Klimawandel.  
StEB Köln, Stadt Köln, 
Stadtnahe Betriebe, Be-
zirksregierung Köln und 
Deutscher Städtetag, 
Städte und Gemeinde-
bund, KommunalAgentur 
ua Lobbytätigkeiten zur Anpassung, Verein-
fachung und Modernisierung der gelten-
den Gesetzeslage über den Deutschen 
Städtetag und andere relevante Instituti-
onen.  
Nutzung des „Green Scenario“ zur In-
tegration der Öffentlichkeit bei Projekt-
planungen.  
Bürgerschaft

60 
 
Sensibilisierung der Bür-
ger 
Bürgerschaftsveranstaltungen zur Auf-
klärung und Sensibilisierung zum Thema 
wasserwirtschaftliche Anpassung an den 
Klimawandel.  
Bürgerschaft und Multi-
plikatoren innerhalb der 
Stadtgesellschaft (z.B. 
Haus und Grund, NGOs, 
etc.) Hauseigentümerberatung zur individuel-
len Anpassung an Starkregenereignisse.  
Bereitstellung umfangreicher Informati-
onsmaterialien (auch online) für die Bür-
gerschaft und spezifische Akteure (Haus-
eigentümer, Investoren, Bauherren). 
Artikel, Podcasts und Kurzfilme in loka-
len Medien platzieren, um über die was-
serwirtschaftliche Anpassung an den Kli-
mawandel zu informieren.   
Informationsveranstaltungen und Auf-
klärung der Kommunalverwaltung, um 
über das Thema wasserwirtschaftliche 
Anpassung an den Klimawandel aufzu-
klären. Die Frühzeitige Integration des 
Themas in den Planungsprozess wird ge-
stärkt.  
Kommunalverwaltung 
Warnung  Information der Bürgerschaft über akute 
Gefahrensituationen durch neue Kanäle 
(z.B. Apps).  
Bürgerschaft 
Retentionsräume schaffen 
und anlegen (Grün-blau-
graue Infrastruktur) 
Informationsmaterialien zu den ver-
schiedenen Maßnahmen zur Grün-blau-
grauen Infrastruktur erstellen und der 
Bürgerschaft, insbesondere aber auch 
den zentralen Stakeholdern (z.B. Haus 
und Grund), bereitstellen.  
Bürgerschaft, Stakehol-
der (Multiplikatoren) 
Bürgersprechstunden bei größeren Bau-
vorhaben (z.B. Installation größerer 
Mufus) einrichten, um Vororteile (z.B. 
Mücken, Gefahr für Kinder durch Was-
serfläche) abzubauen und Fragen zu be-
antworten.  
Die Bürgerschaft durch geeignete Infor-
mationsveranstaltungen zum privaten 
Bau von Versickerungsflächen anregen.  
Optimierung des oberirdi-
schen / unterirdischen 
Abflussvermöge0 
Neben der Einbindung der Bürgerschaft 
bei lokalen Bauprojekten, sollten auch 
permanente Kommunikationskanäle 
(z.B. „Sag´s mir“) von der Bürgerschaft 
zur StEB Köln gestärkt werden. Somit 
kann die Bürgerschaft zeitnah beispiels-
weise verstopfte Gullys melden.  
Bürgerschaft 
Objektschutz von öffentli-
chem / privatem Gut 
Informationsmaterialien für den priva-
ten Objektschutz weiterentwickeln und 
für die Bürgerschaft zugänglich machen. 
(Siehe auch vorherige Maßnahmen zu 
Veranstaltungen mit der Bürgerschaft 
und Informationsmaterialien,) 
Bürgerschaft 
Bauträger 
Infrastrukturträger

61 
 
Private Beratung für Immobilienbesitzer 
nach Terminabsprache anbieten.  
 
Die Unternehmen und Gewerbebetriebe werden sinngemäß ebenfalls unter Bürgerschaft verstan-
den. 
 
 
13 Handlungsprogramme 
13.1 Aktueller Stand der Maßnahmenentwicklung  
In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Köln sind die StEB Köln bestrebt, ihre Anstrengungen im 
wasserwirtschaftlichen Bereich der Klimafolgenanpassung in den nächsten Jahren zu intensivie-
ren. Maßnahmen der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung die seitens der StEB Köln be-
reits umgesetzt wurden bzw. werden können vornehmlich den nachfolgenden Themenbereichen 
zugeordnet werden. 
Maßnahmen zur Entwicklung und zum Erhalt von Grünflächen 
Im Städtebau ist die Sicherung und Weiterentwicklung öffentlicher Freiflächen (öffentliche Parks, 
Grüngürtel, Kleingartenanlagen) eine zentrale Aufgabe. Vor dem Hintergrund des Bevölkerungs-
wachstums, das mit Verdichtung und Versiegelung einhergeht, rückt zusätzlich das private Grün 
auf Dächern und Fassaden, in Höfen und Vorgärten in den Fokus. Aus wasserwirtschaftlicher Sicht 
bringen Maßnahmen der Entsiegelung und Begrünung gleich mehrere Vorteile mit sich: Sie fö r-
dern durch Versickerung die Grundwasserneubildung, sie speichern Regenwasser und entlasten 
so die Kanalisation, sie verringern die Überflutungsgefahr und schaffen Kühle durch Verdunstung. 
Die Stadt Köln hat 2018 das Förderprogramm  „Grün hoch 3“  ins Leben gerufen. Die StEB Köln 
unterstützen dieses Programm, in dem sie ihre Strategie der Entsiegelung und Regenwasserbe -
wirtschaftung umgestellt haben. 
Maßnahmen zur Entsiegelung und Regenwasserbewirtschaftung 
Insbesondere der nachhaltige Umgang mit Regenwasser soll in den nächsten Jahren stärker in den 
Vordergrund rücken. Mit dem "Perspektivkonzept 2025“ verfolgen die StEB Köln in Anlehnung an 
§ 55 Abs. 2 WHG das Ziel, zukünftig nach Möglichkeit kein sauberes Regenwasser der öffentlichen 
Kanalisation zuzuleiten. Demnach soll möglichst viel Regenwasser versickern oder in umliegende 
Gewässer eingeleitet werden. Die positiven Auswirkungen der Versickerung auf den Wasserhaus-
halt und das Mikroklima werden hoch gewichtet, sodass die StEB Köln hier auf die Niederschlags-
wassergebühren verzichtet. Auch für Grundstücke, die bereits vor dem in der Fristenregelung von 
§ 44 LWG NRW vorgegebenen Stichtag am 01.01.1996 versiegelt und somit an die Kanalisation 
angeschlossen waren, soll bei städtebaulichen Vorhaben und Einzelbauvorhaben eine Versicke -
rung geprüft und – wenn die örtlichen Bedingungen dies zulassen – umgesetzt werden. Die StEB 
Köln fördern die Strategie der nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung im Bestand und weisen 
im Rahmen von Informationsveranstaltungen die Bevölkerung aktiv auf die Möglichkeit der Ein -
sparung von Niede rschlagswassergebühren hin . Die StEB Köln  befürworten ausdrücklich alle 
technisch realisierbaren Maßnahmen, die darauf abzielen, das auf einem Grundstück anfallende 
Regenwasser vor Ort zu belassen.

62 
 
Ausbau Multifunktionaler Retentionsflächen 
Die multifunktionale Nutzung von Flächen wird in Anbetracht des Klimawandels immer wichti -
ger, gerade weil diese mit den Themen Hitze und Grün kombinierbar sind.  
Im Rahmen der Starkregenvorsorge wurde im Jahr 2020 im Raum Köln eine GIS-Flächenanalyse 
in durchgeführt, um besonders überflutungsgefährdete Bereiche sowie Flächen mit dem Potential 
zur Multifunktionalen Nutzung zu identifizieren. Über eine GIS-Abfrage wurden alle Überflutungs-
flächen ermittelt, die folgende Eigenschaften erfüllten:  
• Überflutungsfläche >2000 m² und mind. 30 cm Überflutungstiefe 
• Abstand zu Gebäuden und sensiblen Objekten 1 m 
• Städtische Fläche (außer Straßenfläche) < 50 m Abstand  
• Abstand < 100 m zu Flächen gemäß dem Forschungsvorhaben MURIEL nutzbar  
Das Ergebnis sind 253 Flächen. Alle 253 Überflutungsflächen  stellen eine besondere Über flu-
tungsgefahr für bestehende Bebauungen dar und befinden sich im unmittelbaren Umfeld zu Flä-
chen, die das Potential zur multifunktionellen Nutzung haben. Das Potential wurde durch die Er-
gebnisse des Forschungsprojektes MURIEL bestimmt. Weiterhin wurden die 253 Flächen über GIS 
manuell überprüft, sodass anschließend eine Bewertung zur Qualität der möglichen Multifunkti-
onalen Flächen im Umkreis vorgenommen werde konnte.  Weiterhin wurde überlegt , wie man 
diese Flächen in Zukunft entlasten könnte, um Schäden vorzubeugen. Zudem konnte durch die 
Abfrage festgestellt werden, welche Flächen in Köln bereits überflutet werden und gleichzeitig 
durch deren Funktion bereits als Retentionsfläche dienen. Ziel sollte es sein, diese Flächen auch 
zukünftig im Sinne der Starkregenvorsorge zu erhalten („Schützenswerte Flächen“).  
Die Ergebnisse der Flächenanalyse ( Flächen mit Potential zur Multifunktionalen Nutzung) wur-
den ins stadtinterne GIS eingepflegt und die städtischen Ämter wurden über das Vorgehen und 
die Darstellung der Ergebnisse informiert. Den Ämtern wurde vermittelt, dass mit Hilfe dieser 
Informationen eingeschätzt werden kann, inwieweit die Integration einer Multifunktionalen Flä-
che für ein bestimmtes Planungsgebiet in Frage kommt oder ob eine „schützenwerte“ Retentions-
fläche innerhalb des Planungsgebietes liegt, die erhalten werden sollte. 
 Die Ergebnisse zeigen Flächen, die das Potential haben als multifu nktionale Flächen zu 
dienen, so die Umgebung zu entlasten und die Überflutungsgefahr zu mindern 
 Die Ergebnisse sollen, wenn möglich, im Rahmen von B -Plan Verfahren die Planer früh -
zeitig dazu motivieren die Oberflächengestaltung so vorzunehmen, dass eine Retentions-
fläche oder multifunktionale Fläche entsteht (Planungshilfe)

63 
 
 
Abbildung 17: Beispielhafte Darstellung eines Überflutungsbereichs auf Kölner Stadtgebiet mit angrenzender 
städtischer Fläche zur potentiellen multifunktionalen Nutzung. 
 
Nach der Erarbeitung theoretischer Grundlagen im Projekt „Multifunktionale Retentionsflächen – 
von der Idee zur Realisierung (MURIEL)“ werden im Stadtteil Porz -Eil die ersten Flächen umge-
staltet. Aufgrund der top ografischen Lage innerhalb  eines ehemaligen Rheinarms besteht hier 
eine besondere Überflutungsgefährdung. Bei der Umgestaltung stehen dabei zwei Flächen im Fo-
kus: der „Eiler Schützenplatz“ und der „Platz an der Leidenhausener Straße“. Durch die Schaffung 
von ca. 470 bzw. ca. 30 m³ Rückhaltevolumen kann die Überflutungsgefahr partiell entspannt wer-
den. Der Ausbau multifunktionaler Flächennutzungen ist vor dem Hintergrund limitierter Flä -
chenverfügbarkeiten im urbanen Raum ein wichtiger Baustein zur Steigerung der Resilienz ge-
genüber dem fortschreitenden Klimawandel und wird seitens der StEB Köln befürwortet. Dieses 
Thema soll in den nächsten Jahren vertieft werden. 
Anlage von Wasserflächen 
Die meisten der in Summe über 70 km langen Kölner Bäche sind anthropogen geprägt und damit 
in ihrer natürlichen Struktur stark verändert. Die europäische Wasserrahmenrichtlinie gibt den 
guten ökologischen Zustand bzw. das gute ökologische Potenzial als Ziel bis 2027  vor. Die StEB 
Köln haben in ihrem Gewässerentwicklungskonzept zahlreiche Maßnahmen  zur Zielerreichung 
definiert. Neben den gewässerökologischen Aspekten werden zunehmend auch die Synergie ef-
fekte mit anderen Bereich wie Städtebau, Landschaftsbild und Erlebbarmachung betrachtet. Die 
Offenlegung von Gewässerabschnitten wird – auch wenn si e wasserökologisch wenig Sinn ma -
chen – aus Gründen der Erlebbarmachung unterstützt.

64 
 
Auch die Schaffung künstlicher Wasserflächen in Köln – sei es auf öffentlichen oder privaten Flä-
chen – wird von den StEB Köln aufgrund der positiven Auswirkungen auf das Klima, das Wohlbe-
finden und weitere Bereiche grundsätzlich begrüßt. Die Stadt Köln plant nach der Verlagerung 
des Großmarkts an den Stadtrand im Kölner Süden, einen neuen Stadtteil: die Parkstadt Süd. Im 
Zuge dessen soll auch der Innere Grüngürtel bis zu m Rhein verlängert werden und ein neuer 
Parksee angelegt werden. Auch bei der Umgestaltung des Deutzer Hafens zu einem gemischt ge -
nutzten Quartier wird das Thema Wasser – von der Einbindung des Hafenbeckens bis zum Regen-
wassermanagement – eine besondere Rolle spielen. 
13.2 Ausblick - Erweiterung Handlungskatalog 
Auch wenn bereits der Weg für eine klimafolgenangepasste Wasserwirtschaft in Köln beschritten 
wurde, ist weiterer Handlungsbedarf dringend angezeigt.  
In Ergänzung zum bestehenden Handlungskatalog „Starkregen“ sollen vor diesem Hintergrund 
zusätzliche Handlungsprogramme und Maßnahmenpakte definiert werden. Es ist vorgesehen, ne-
ben einer textlichen Erläuterung die beteiligten Akteure einschließlich Federführung und den zur 
Umsetzung nötigen Aufwand ein schließlich eines Bearbeitungszeitraums angegeben. Die Hand-
lungsprogramme sollen mit den zuständigen Ämtern abgestimmt oder idealerweise gemeinsam 
erarbeitet werden. 
Seitens den StEB Köln bilden die nachfolgenden Festlegungen die Grundlage der Handlungen zur 
wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung: 
 Der Regenwasserversickerung bzw. -rückhaltung und -nutzung wird im gesamten Stadtgebiet 
unter Berücksichtigung der umweltrechtlichen Möglichkeiten Vorrang vor der Ableitung ein-
geräumt. 
 Bei allen neuen Baugebieten stellen die StEB Köln den städtischen Dienststellen eine Analyse 
und Bewertung der  wasserwirtschaftlichen Auswirkungen einschließlich einer Handlungs -
empfehlung zur Abstimmung und Abwägung zur Verfügung. Der Leitgedanke ist die „Idee der 
Schwammstadt“. 
 Bei allen städtischen Planungen im öffentlichen Raum  und bei neuen Baugebieten Erstellen 
die StEB Köln weiterhin Überflutungsberechnungen für extreme Regenereignisse, um in den 
frühen Planungsphasen die Möglichkeiten aufzuzeigen. 
 Bei den bereits bebauten Stadtgebieten werden Machbarkeitsstudien für wasserwirtschaftli-
che Pilotvorhaben und Maßnahmenentwicklungen der Klimafolgenanpassung im öffentlichen 
Rauminitiiert und erprobt. Dafür wird im Wirtschaftsplan der StEB Köln ein jährliches Budget 
in Höhe von 100.000 EUR bereitgestellt. 
 Bei bestehenden Bebauungen soll mit einer verstärkten Information  zu Handlungsmöglich-
keiten die Motivatio n zur Selbstvorsorge gestärkt werden, um flächige Verbesserungen d er 
Klimafolgenanpassungen zu erreichen.  
 Bei Planungsvorhaben städtische r Dienststellen und s tadtnaher U nternehmen werden die 
StEB Köln zu konkreten wasserwirtschaftlichen Möglichkeiten der Klimafolgenanpassung be-
raten und auf Anforderung bei der Umsetzung betreuen. 
 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu Zukunftsthemen der wasserwirtschaftlichen 
Klimaanpassung werden weiterhin initiiert, begleitet oder durchgeführt, sowie auf ihre Über-
tagbarkeit auf Köln bewertet.

65 
 
 
 
14 Zusammenfassung 
Starke Regenereignisse können besonders in einer dicht bebauten und stark versiegelten Groß -
stadt wie Köln zu erheblichen Beeinträchtigungen durch Überflutungen führen. Zu den Extremer-
eignissen zählen allerdings nicht nur die Starkregen, sondern auch das vermehrte Auftreten vo n 
sogenannten urbanen Hitzeinseln und langanhaltenden Trockenzeiten. So heizen sich insbe son-
dere die stark versiegelten Bereiche einer Stadt besonders auf.  
Die StEB Köln sehen sich als nachhaltiges wasserwirtschaftliches Umweltunternehmen in der Ver-
antwortung mit ganzheitlichen und smarten Ansätzen zum Umgang mit Niederschlagswasser die 
Resilienz in Köln gegenüber Starkregen zu stärken und die Folgen von Hitze- und Trockenwetter-
perioden abzumildern. Hierzu haben die StEB Köln in den letzten Jahren teils  direkt und teils in 
enger Zusammenarbeit mit städtischen Dienststellen bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. 
Mit dem hier vorgelegten Strategiekonzept „Wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung“ sollen 
alle bisher vorhandenen Aktivitäten zur wasserwirt schaftlichen Klimafolgenanpassung zu sam-
mengefasst und weiterentwickelt werden. 
Das Strategiekonzept soll langfristig in Köln einen wesentlichen Beitrag leisten für: 
 die Stärkung des natürlichen Wasserhaushalts, 
 den Gewässerschutz 
 den Überflutungs- und Hochwasserschutz  
 die Sicherung und Optimierung der Freiraumqualität  
 die Anpassung an den Klimawandel im Kontext der Schwammstadt  
 
Hierzu bedarf es der Etablierung der Leitidee des Schwammstadtkonzepts. Durch Minimierung 
von Eingriffen in den natürlichen Wasserkreislauf bei Neubaugebieten und bei baulichen Verän-
derungen im Stadtgebiet sowie idealerweise durch eine Verbesserung der vorhandenen Situation 
im Bestand soll die Resilienz gegenüber Klimaveränderungen deutlich gesteigert werden. Dies er-
fordert nicht nur einen angepassten Umgang mit Niederschlagswasser, sondern auch ein intensi-
ves Zusammenwirken von Stadtplanung, Freiraumplanung und Wasserwirtschaft. 
Um dies zu erreichen, sollen folgende Aktivitäten fortgeführt, intensiviert oder neu eingeführt 
werden: 
• Fortführung der laufenden Maßnahmen zur Überflutungsvorsorge unter Fortschreibung 
der Gefahrenkarten, der Weiterentwicklung von Regenwasserrückhaltung und –nutzung 
im Straßenraum sowie der Sensibilisierung und Beratung der Bevölkerung, der Unter-
nehmen und Institutionen in Köln. 
• Fortführung und Intensivierung der Zusammenarbeit mit städtischen Dienststellen bei 
der Entwicklung neuer Baugebiete unter Einbringung eines wasserwirtschaftlichen 
Fachbeitrags, der Maßnahmen zur Überflutungsvorsorge und zum klimafolgenangepass-
ten Umgang mit Niederschlagswasser aufzeigt. 
• Systematisierung der Klimafolgenanpassung für Neubau und Bestand durch die Aufstel-
lung eines spezifischen Maßnahmenkatalogs von grün-blauen Infrastrukturmaßnahmen 
auf Basis des Schwammstadtkonzepts.

66 
 
• Weiterentwicklung der Überflutungsvorsorge mittels multifunktionaler Flächennutzung 
im öffentlichen Raum unter besonderer Nutzung der Rückhaltung und Speicherung von 
Niederschlagswasser. 
• Identifizierung besonders stark betroffener Fokusgebiete für die Durchführung von Pi-
lotprojekten, um in Workshops und Wirksamkeitsanalysen die technischen Maßnahmen 
der Klimafolgenanpassung untersuchen und bewerten zu können. 
• Schaffung von organisatorischen Strukturen, mit deren Hilfe eine interdisziplinäre Bear-
beitung von Klimafolgenanpassungen bei Veränderungen im öffentlichen Raum sowie 
bei neuen Baugebieten ermöglicht wird. 
• Auswertung der Erfahrungen und Anwendung des Schwammstadtkonzepts bei allen ge-
eigneten Planungen, sowohl im öffentlichen Raum als auch bei größeren Grundstücksbe-
bauungen. 
• Akzeptanzschaffung in der Politik, bei den Stakeholdern und in der Bevölkerung sowie 
den Unternehmen durch fachliche Kommunikation und einen partizipativen Planungs-
prozess. Gerade für Änderungen in bestehenden Bebauungen bedürfen Klimafolgenan-
passungen einer erhöhten Information und Motivation zur Selbstvorsorge. 
Die Erfahrungen in Köln und anderen Städten zeigen auf, dass im breiten Kreis aller Beteiligten 
viele Maßnahmen erst entwickelt und in die Vorplanung gebracht werden müssen, um basierend 
auf diesen Erfahrungen die Anwendung von Klimafolgenanpassungen dauerhaft  einzuführen. Da-
her ist es vorgesehen, für die Initiierung geeigneter Maßnahmen im Umgang mit Regenwasser 
(insbesondere Rückhaltung im Straßenraum und Bewässerung öffentlichen Grüns) sowie für die 
Betreuung von Pilotvorhaben (z.B. für die Bearbeitung der ersten Fokusgebiete und für die Mach-
barkeitsstudien zu Retentionsräumen in öffentlichen Flächen) ein Budget aus der Sparte Abwas-
serbeseitigung bereitzustellen. Weiterhin sind Forschungs - und Entwicklungsvorhaben zur Er-
probung wasserwirtschaftlicher Klimafolgenanpassungen vorgesehen. Zur Steuerung und Umset-
zung der vielen erforderlichen Aktivitäten einer wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung in 
Köln wird entsprechend geeignetes Personal benötigt, welches die bereits begonnenen Aktivitä-
ten der Überflutungsvorsorge ergänzen können. 
 
Anhänge: 
Anhang 1: Forschungsprojekte 
Anhang 2: Ergebnisse Raumanalyse Stadtteilsebene 
Anhang 3: Ergebnisse Raumanalyse alle Fokusgebiete 
Anhang 4: Ergebnisse Auswahl 19 Fokusgebiete 
Anhang 5: Planungstools zur Umsetzung von Maßnahmen der Klimafolgenanpassung

67 
 
Literaturverzeichnis 
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sorge durch die Stadtentwicklung. Strategien und Maßnahmen zum Regenwassermanagement 
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Hansen, R., Born, D., Lindschulte, K., Rolf, W., Bartz, R., Schröder, A., Becker, C.W., Kowarik, I., 
Pauleit, S., (2017). Grüne Infrastruktur im urbanen Raum: Grundlagen, Planung und Umsetzung 
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https://www.steb-koeln.de/Redaktionell/ABLAGE/Downloads/Brosch%C3%BCren-
Ver%C3%B6ffentlichungen/Geb%C3%A4udeschutz/FirstSpirit_1489560439762LeitfadenPla-
nung_ES_140217_web.pdf , 2018-06-20. 
StEB Köln (2018). Mehr Grün für ein besseres Klima in Köln. Leitfaden zur Entsiegelung und Be-
grünung privater Flächen. https://www.steb-koeln.de/Redaktionell/ABLAGE/Downloads/Bro-
sch%C3%BCren-Ver%C3%B6ffentlichungen/LeitfadenMehrGruen_190918_web.pdf, 2020-06-
20. 
Umweltbundesamt (UBA) (2020) Europäische Kommunalabwasser-Richtlinie. https://kommu-
nales-abwasser.de/, 2020-10-05. 
Umweltbundesamt (UBA) (2020). Umweltbelastung durch Verkehr. https://www.umweltbun-
desamt.de/daten/verkehr/umweltbelastungen-durch-verkehr#verkehr-belastet-luft-und-klima, 
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Umweltbundesamt (UBA) (2020). Entwicklung der Luftqualität. https://www.umweltbundes-
amt.de/themen/luft/daten-karten/entwicklung-der-luftqualitaet#entwicklung-der-luftqualitat-
in-deutschland, 2021-01-18. 
Winker, M., Frick-Trzebitzky, F., Matzinger, A., Schramm, E., Stieß, I. (2019). Die Kopplungsmög-
lichkeiten von grünen, grauen und blauen Infrastrukturen mittels raumbezogener Bausteine. Er-
gebnisse aus dem Arbeitspaket 2, netWORKS 4.

Anhang 1 Forschungsprojekte 
Titel  Beschreibung  Laufzeit  Land Bundesland 
Anpassung an die Folgen des 
Klimawandels in der 
Stadtplanung und 
Stadtentwicklung - Der GERICS 
Stadtbaukasten 
Um Entscheidungsträger von Städten und Gemeinden 
individuell bei der Auswahl von lokalen und regionalen 
Anpassungsmaßnahmen zu unterstützen, wurde 
aufbauend auf den Erfahrungen mit Praxispartnern der 
GERICS-Stadtbaukasten entwickelt. 
Januar 2017 bis Dezember 2017 Deutschland alle Bundesländer 
ASCCUE - Adaptation 
Strategies for Climate Change 
in the Urban Environment 
Das Projekt untersucht die Vulnerabilität von Städten 
gegenüber dem Klimawandel und entwickelt Strategien 
zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Dafür 
werden Werkzeuge und Methoden für eine 
Vulnerabilitätsabschätzung der Klimafolgen entwickelt 
und getestet, Anpassungsmöglichkeiten durch strategische 
Stadtplanung und urbanes Design geprüft und die 
Konsequenzen des Klimawandels für Gebäude, urbane 
Grünflächen, menschliches Wohlbefinden und die 
Interaktion zwischen ihnen analysiert. 
Januar 2003 bis Dezember 2006 Grossbritannien  -  
BaumAdapt – Optimierung 
stadtweiter 
Ökosystemleistungen urbaner 
Baumbestände im Einklang 
mit der Resilienz kritischer 
Infrastruktur im Fokus 
sommerlicher 
Starkwindereignisse und 
Klimaanpassung 
Projektziel ist es, zur Steigerung der Resilienz urbaner 
Baumbestände und unter Berücksichtigung der 
Vulnerabilität kritischer Infrastruktur 
Handlungsschwerpunkte zu entwickeln. Im Kontext des 
Klimawandels soll ein möglichst hohes risikofreies Niveau 
hinsichtlich der Ökosystemleistungen erarbeitet und 
anhand von Versuchspiloten in Umsetzung gebracht 
werden. 
seit Januar 2018 Deutschland Nordrhein-Westfalen 
BREsilient – Klimaresiliente 
Zukunftsstadt Bremen 
BREsilient verfolgt im Einzelnen folgende drei 
Ziele:Unterstützung der Priorisierung von 
Anpassungsmaßnahmen, Vorbereitung der Umsetzung 
konkreter Anpassungsmaßnahmen in Bremer 
Pilotprojekten innerhalb der beteiligungsorientierten 
Reallabore, Umsetzung theoretisch-methodisch fundierter 
Koordinations- und Beteiligungsprozesse mit 
Entscheidungsverantwortlichen, Stakeholdern und 
Bürgern.  
seit November 2017 Deutschland Bremen 
Clever kombiniert: 
Klimaschutz und 
Klimaanpassung – 
Flächensynergien am Gebäude 
und im Quartier 
Ziel des Projekts ist die Erarbeitung von intelligenten 
Lösungen, um die Flächenkonkurrenz zu bewältigen und 
Klimaschutz und -anpassung in der Beanspruchung von 
Dach- und Fassadenflächen integriert zu betrachten, sowie 
Ansätze zu untersuchen, die Klimaschutz und -anpassung 
in der Fläche integrieren.  
seit November 2017 Deutschland Hamburg 
Das Regensburger 
Modellprojekt 
Erarbeitung und Diskussion der Leitlinien und Bausteine 
für eine Strategie zur Anpassung an den Klimawandel in 
der Stadt Regensburg; 
Dezember 2009 bis März 2012 Deutschland Bayern  
Förderung einer 
kosteneffizienten 
Reduzierung des 
Hochwasserrisikos durch 
grüne Infrastrukturlösungen 
In diesem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) 
wird eine Reihe von Fallstudien untersucht, die die 
Wirksamkeit sogenannter "GI-Lösungen" belegen. In 
diesem EWR-Bericht werden verschiedene Optionen zur 
Verringerung der Gefahr von Überschwemmungen mit GI-
Lösungen in europäischen Überschwemmungsgebieten 
und verbesserte Beweise für die finanzielle Begründung 
grüner Investitionen dargestellt. 
Januar 2015 bis Dezember 2016 Länderübergreifend 
 
Future Cities - urban networks 
to face climate change 
Das internationale Netzwerk Future Cities kooperiert, um 
Bewertungskriterien für klimataugliche Städte zu 
entwickeln, anzuwenden und zu verbessern. Für die 
beteiligten nordwesteuropäischen Stadtregionen werden 
Maßnahmenpläne aufgestellt und Pilotprojekte baulich 
umgesetzt. Das Projekt konzentriert  sich dabei auf die 
Anpassung bestehender Stadtstrukturen. 
Mai 2007 bis Dezember 2012 Länderübergreifend 
 
GRaBS – Green and Blue Space 
Adaptation for Urban Areas 
and Eco Towns 
Das Projekt GRaBS (Green and Blue Space Adaption for 
Urban Areas and Eco Towns) steht für die Anpassung der 
sog. "Grünen und Blauen Infrastruktur" in Ballungszentren. 
Grüne Infrastrukturen wie Hausgärten, Parks, 
landwirtschaftliche Flächen, Grünverbindungen sowie 
grüne Dach- und Wandlandschaften sowie die blaue 
Infrastruktur mit Gewässern, Flüssen, Kanälen, 
Überflutungsbereichen und nachhaltigen 
Drainagierungssystemen spielen eine wichtige Rolle, um 
eine klimaresiliente Entwicklung zu ermöglichen. 
September 2008 bis August 2011 Länderübergreifend 
 
Grün, natürlich, gesund: Die 
Potenziale multifunktionaler 
städtischer Räume 
Ziel des Vorhabens ist es, Synergien und Zielkonflikte 
zwischen Naturschutz (insb. Erhaltung der Biologischen 
Vielfalt) und Gesundheitsvorsorge hinsichtlich Quantität 
und Qualität städtischer Freiräume, insbesondere der 
Grünflächen und Grünstrukturen, zu ermitteln und die sich 
daraus für den Stadtnaturschutz ergebenden 
Konsequenzen zu diskutieren. 
September 2011 bis Februar 2013 Deutschland Baden-Würtemberg 
Grüne Klimaoasen: Integrierte 
Stadtgrünentwicklung in 
Berlin Marzahn-Hellersdorf 
Mit dem Projektvorhaben wird ein ganzheitliches Beispiel 
angestrebt, das als bundesweites Modell für eine 
integrierte Stadtgrünentwicklung – basierend auf 
Kooperation und Partizipation und flankiert durch 
entsprechende Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit – 
dienen kann. Im Zuge eines partizipativen Prozesses wird 
im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf eine Reihe von 
Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung von "Grünen 
Klimaoasen" umgesetzt. 
seit Dezember 2017 Deutschland Berlin  
InKlaH – Integriertes 
Anpassungskonzept für die 
Stadt Hagen 
Die Ziele des Projekts bestehen darin, vor dem 
Hintergrund von Klimawandel und demografischem 
Wandel aktuelle Entwicklungen in Hagen in einem 
räumlichen Gesamtkontext zu bewerten. Auf dieser Basis 
soll ein integriertes Anpassungskonzept mit konkreten 
Handlungsempfehlungen für die Stadtentwicklungs- und 
Bauleitplanung, die Freiflächenentwicklung und den 
Hochwasserschutz entwickelt werden. 
September 2015 bis August 2018 Deutschland Nordrhein-Westfalen 
KFM: 
KlimaFolgenManagement – 
Regionales Management von 
Klimafolgen in der 
Ziel der Hauptstudie ist es,die Auswirkungen 
von Klimaänderung auf die für die Metropolregion 
relevanten Bereiche zu simulieren, Anpassungs- und 
Optimierungsstrategien zu erarbeiten und in enger 
September 2006 bis April 2011 Deutschland Niedersachsen

Metropolregion Hannover-
Braunschweig-Göttingen 
Abstimmung mit den Fachbehörden Planungsintrumente 
zu entwickeln  
KIBEX – Kritische 
Infrastruktur, Bevölkerung 
und Bevölkerungsschutz im 
Kontext 
klimawandelbeeinflusster 
Extremwetterereignisse 
Ziel des KIBEX-Projektes ist die 
Verwundbarkeitsabschätzung von Bevölkerung und 
Kritischer Infrastruktur (KRITIS) gegenüber 
klimawandelbedingten Extremwetterereignissen 
(Starkregen, Hitzewelle, Dürre). Neben der Entwicklung 
von Kriterien und Methoden zur 
Verwundbarkeitsabschätzung sollen auch mögliche Folgen 
durch Wirkungsketten und Abhängigkeiten abgeschätzt 
werden, die unter anderem als Grundlage für die 
Entwicklung von Anpassungsmaßnahmen dienen 
November 2009 bis Juni 2014 Deutschland Baden-Würtemberg, 
Brandenburg, Nordrhein-
Westfalen  
KlimaExWoSt – Urbane 
Strategien zum Klimawandel 
Neun Modellvorhaben betrachten kommunale Strategien 
und Potenziale zum Umgang mit dem Klimawandel. In 
diesem Kontext wird zur Unterstützung von Kommunen 
auch ein planungsorientierter und intenetbasierter 
Leitfaden (der sog. "Stadtklimalotse") entwickelt. 
Januar 2009 bis Dezember 2013 Deutschland Baden-Württemberg, Bayern, 
Berlin, Sachsen, Thüringen 
klimAix – Klimagerechte 
Gewerbeflächenentwicklung 
in der Städteregion Aachen 
Kernziel des Vorhabens war es, einen Leitfaden für eine 
klimawandelgerechte Gewerbeflächenentwicklung in der 
Neu- und Bestandsplanung zu entwickeln (sowohl 
für Mitigation als auch für Adaptation). 
April 2010 bis März 2012 DeutschlandNor Nordrhein-Westfalen 
KlimaNet - Wassersensible 
Stadtentwicklung: Netzwerk 
für eine nachhaltige 
Anpassung der regionalen 
Siedlungswasserwirtschaft an 
Klimatrends und 
Extremwetter 
Ziel des interdisziplinären Vorhabens ist es, mögliche 
Potenziale in der Siedlungsstrukturentwicklung zu 
erschließen, um die zu erwartenden Folgen des 
Klimawandels mit den notwendigen 
Strukturveränderungen, die aus dem demographischen 
Wandel resultieren, zu kompensieren 
Oktober 2006 bis März 2010 Deutschland Bayern Nordrhein-Westfalen  
KLIMAPAKT – Anpassung an 
den Klimawandel durch 
räumliche Planung - 
Grundlagen, Strategien, 
Instrumente 
m Leibniz-Vorhaben "Anpassung an den 
Klimawandel durch räumliche Planung – Grundlagen, 
Strategien, Instrumente" (KLIMAPAKT) werden 
wissenschaftliche Beiträge für die Formulierung und 
Implementierung von Strategien der räumlichen Planung 
zur Anpassung an die nicht mehr abwendbaren Folgen des 
Klimawandels sowie für die Entwicklung geeigneter 
Instrumente geleistet.  
Januar 2008 bis Dezember 2010 Deutschland Baden-Württemberg 
Klimaresilienter Stadtumbau 
(2017) 
Im 2016 abgeschlossenen Projekt „Klimaresilienter 
Stadtumbau“ wurden die Ergebnisse aus dem Programm 
StadtklimaExWoSt in Bezug auf das 
Städtebauförderprogramm Stadtumbau untersucht.In 
diesem Projekt wurde die Frage geklärt, welche Barrieren 
bei der Planung und Umsetzung von 
Klimaanpassungsmaßnahmen auftreten. Räumlich liegt 
der Fokus auf Stadtumbaugebiete mit historischen 
und/oder stark verdichteten Quartieren. 
Oktober 2017 bis Februar 2019 Deutschland Baden_Württemberg, Hessen, 
Mecklenburg-Vorpommern, 
Nordrhein-Westfalen, 
Sachsen, Thüringen 
KLIMES – Planerische 
Strategien und städtebauliche 
Konzepte zur Reduzierung der 
Auswirkungen von 
klimatischen Extremen auf 
Wohlbefinden und Gesundheit 
von Menschen in Städten 
Vor dem Hintergrund der klimawandelbedingt 
erforderlichen Anpassung in der Stadtplanung an 
Klimatrends und Extremwetter hat das Projekt die 
Entwicklung und Erprobung eines Leitfadens zum Ziel. 
Dadurch soll eine planungsrelevante Einbeziehung von 
Klimaschutzzielen für das Schutzgut "Mensch" erreicht 
werden. 
Januar 2006 bis Januar 2009 Deutschland Berlin, Hessen, Baden-
Württemberg 
KliWiPraKo – Steigerung 
urbaner 
Klimaanpassungskapazitäten 
durch Wissenschafts- und 
Praxiskooperation 
Im Hinblick darauf verfolgt das Projekt das übergeordnete 
Ziel, die Anpassungskapazität der Stadt Kassel zu stärken. 
Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgt das Projekt als 
zentrale Strategie, ein Wissenschaft-Praxis-Tandem als 
Katalysator für die Kooperation zwischen Kommune und 
Wissenschaft zu etablieren. Mit diesem Ansatz soll der 
transdisziplinäre Diskurs und konkrete Kooperationen 
befördert und eine strukturelle Optimierung der 
Anpassungskapazität der Stadtregion Kassel erreicht 
werden. 
Januar 2016 bis November 2018 Deutschland Hessen  
KommAKlima - Kommunale 
Strukturen, Prozesse und 
Instrumente zur Anpassung 
an den Klimawandel 
Bestehende Verwaltungsstrukturen, Prozesse und 
Instrumente wurden im Hinblick auf ihre Relevanz und 
ihre Einsatzmöglichkeiten für die Klimaanpassung 
analysiert und systematisiert. 
Januar 2011 bis Dezember 2014 Deutschland bundesweit 
Möckernkiez Berlin-
Kreuzberg – Integrierte, 
nachhaltige Entwicklung eines 
neuen Stadtquartiers durch 
private Akteure 
In Zusammenarbeit mit verschiedenen 
Kooperationspartnern soll ein einzigartiges Modellprojekt 
verwirklicht werden: Eine gemeinschaftliche und 
Generationen verbindende Wohnanlage, die ökologisch 
nachhaltig, barrierefrei, interkulturell und sozial integrativ 
ist 
Oktober 2010 bis Dezember 2012 Deutschland Berlin  
Nachbarschaftsverband 
Karlsruhe – Innenentwicklung 
versus Klimakomfort 
Der Nachbarschaftsverband Karlsruhe betrachtete in 
seinem Modellprojekt den Zielkonflikt zwischen 
Nachverdichtung im Innenbereich gegenüber heutigem 
und zukünftigem Hitzestress einzelner Quartiere. Zentrales 
Ziel war es, den auch aus klimaökologischer Sicht 
sinnvollen stadtplanerischen Ansatz der Innenentwicklung 
auch unter dem Aspekt Klimawandel "zukunftssicher" zu 
machen. 
Dezember 2009 bis März 2012 Deutschland Baden-Württemberg 
Naturbasierte Lösungen zur 
Anpassung an den 
Klimawandel in urbanen 
Gebieten 
Das Projekt gibt Einblicke in den Umgang von Städten mit 
Herausforderungen der Nachhaltigkeit, indem neue und 
innovative Methoden und Instrumente dargelegt werden. 
Basierend auf konkreten Erfahrungen, modernster 
Forschung und laufenden Praktiken bietet die Serie 
umfassende Einblicke, konkrete und inspirierende 
Fallbeispiele sowie praktische Methoden, Werkzeuge, 
Theorien und Empfehlungen.  
Januar 2015 bis Dezember 2015 Deutschland bundesweit 
Noch wärmer, noch 
trockener? Stadtnatur und 
Freiraumentwicklung im 
Klimawandel 
Ziel des Projektes ist die Erarbeitung von 
Anpassungsstrategien an den Klimawandel auf der Basis 
eines bundesweit übertragbaren Ansatzes für Planung und 
Management von Grün- und Freiraumsystemen in urbanen 
Räumen. 
Oktober 2008 bis März 2010 Deutschland bundesweit 
nordwest2050 – Perspektiven 
für klimaangepasste 
Innovationsprozesse in der 
Metropolregion Bremen-
Oldenburg im Nordwesten 
Im Forschungsvorhaben wird gemeinsam mit den 
regionalen Stakeholdern eine "Roadmap of Change" für 
klimaangepasste Innovationen in zentralen 
Wirtschaftssektoren der Nordwestregion Deutschlands 
entwickelt, erprobt und als Modell für andere Regionen 
dokumentiert 
Februar 2009 bis Januar 2014 Deutschland Bremen, Niedersachsen

RainAhead – Integriertes 
Planungs- und Warnwerkzeug 
für Starkregen in urbanen 
Räumen 
Das Projekt hatte die Aufgabe, die Verwaltung der 
Hansestadt Lübeck darin zu unterstützen, den Folgen 
von Starkregen entgegen zu treten. Dazu wurde eine 
Vielzahl von unterschiedlichen Arbeiten durchgeführt, die 
in ihrer Gesamtheit  einen Werkzeugkasten für die 
handelnden Akteure darstellen. 
Januar 2013 bis August 2016 Deutschland Schleswig-Holstein  
RESIN – Klimaresiliente Städte 
und Infrastrukturen 
RESIN ist ein interdisziplinäres, praxisorientiertes 
Forschungsprojekt, das die Klimaresilienz in europäischen 
Städten untersucht.Das Projekt zielt darauf ab, die 
Methoden zu vergleichen und zu bewerten, die zur Planung 
einer Klimaanpassung verwendet werden können, um eine 
formale Standardisierung von Anpassungsstrategien zu 
erreichen. 
Mai 2015 bis November 2018 Europaweit  -  
RISA – 
RegenInfraStrukturAnpassung 
Das Projekt setzt sich für einen neuen Umgang mit 
Regenwasser in Hamburg ein: vom Leben am Wasser zum 
Leben mit Wasser. Ziel des Projektes ist die Etablierung 
einer zukunftsfähigen Regenwasserbewirtschaftung in 
Hamburg, die in einem "Strukturplan Regenwasser" 
festgeschrieben wird. 
 Januar 2009 Deutschland Hamburg 
Saarbrücken – 
Freiraumplanung als 
Handlungsfeld für 
Adaptionsmaßnahmen 
die exemplarische und auf andere Kommunen 
übertragbare Ermittlung von Anpassungspotenzialen im 
Rahmen einer zukunftsfähigen städtischen 
Freiraumplanung sowie deren Umsetzung in konkrete 
Strategien und Maßnahmenprogramme auf Stadtteilebene, 
2009 bis März 2012 Deutschland Saarland 
SAMUWA – Stadt als 
hydrologisches System im 
Wandel - Schritte zu einem 
anpassungsfähigen 
Management des urbanen 
Wasserhaushalts 
Globale Trends wie der Klimawandel und demografische 
Veränderungen werden von stadtspezifischen 
Entwicklungen überlagert. Beispiele dafür sind wachsende 
beziehungsweise schrumpfende Städte oder der Umgang 
mit überflutungsgefährdeten Wohngebieten. Für die 
Siedlungsentwässerung sind diese Veränderungen von 
besonderer Bedeutung, da sie derzeit auf statische und 
unflexible Systeme treffen. Im Vorhaben SAMUWA werden 
die bestehenden Systeme überdacht und es sollen Wege 
aufgezeigt werden, die Planung und den Betrieb von 
Entwässerungssystemen zu einem anpassungsfähigen 
dynamischen Management zu führen 
Juni 2013 bis Juni 2016 Deutschland Nordrhein-Westfalen 
Baden-Württemberg 
SCORCHIO – Sustainable 
Cities: Options for Responding 
to Climate cHange Impacts 
and Outcomes 
Das SCORCHIO-Projekt ist von der Grundüberlegung 
geleitet, dass erfolgreiche Anpassung in Städten gute 
Werkzeuge zur Folgenabschätzung benötigt, um 
Anpassungsbedarfe in städtischen Gebieten auf der Basis 
verschiedener Klimaszenarien zu analysieren. Im Projekt 
werden Werkzeuge zur Analyse von Anpassungsoptionen 
in urbanen Regionen Großbritanniens entwickelt, mit 
Fokus auf Hitze und menschliches Wohlbefinden in der 
bebauten Umwelt. 
März 2007 bis September 2010 Großbritannien  -  
SiK - Stadtbäume im 
Klimawandel: Klimafolgen-
Monitoring und Anpassung 
Mit dem Projekt SiK wurde ein integrierendes Konzept zur 
Anpassung des Hamburger Baumbestandes an den 
Klimawandel entwickelt. Zunächst wurde 
die Verwundbarkeit der Bäume durch 
Klimaveränderungen langfristig beobachtet und 
dokumentiert. Anschließend wurden Maßnahmen und 
Instrumente entwickelt, um den Baumbestand in Zeiten 
des Klimawandels zu erhalten und weiterzuentwickeln. 
Januar 2015 bis Dezember 2017 Deutschland Hamburg 
SolarGardenCity Hoyerswerda 
Altstadt – Klimagerechte 
Inwertsetzung von 
Stadtbrachen 
In diesem Kontext wurde die Vision der "SolarGardenCity" 
auf zwei zusammen etwa 6 ha großen Stadtbrachen im 
nördlichen Zentrumsbereich entwickelt. Dabei steht 
"Solar" für Klimaschutz, Energieeffizienz und erneuerbare 
Energien, "Garden" für Klimaanpassung, 
Vegetationsaufbau und Temperaturausgleich und "City" 
steht für Innenstadtentwicklung, Urbanität und kurze 
Wege. 
April 2010 bis Dezember 2012 Deutschland Baden-Württemberg, 
Sachsen  
Stadt begegnet Klimawandel – 
integrierte Strategien für 
Essen 
Unter dem Motto "Stadt begegnet Klimawandel" ist es das 
Ziel, ein integriertes Maßnahmenkonzept zur 
klimagerechten Stadtentwicklung im Ballungsraum zu 
entwickeln. Dabei sollen innovative Strategien zur 
Stärkung der kommunalen Handlungsfähigkeit und 
Nutzung des Planungsinstrumentariums entwickelt sowie 
ein breiter Beteiligungsprozess durchgeführt werden. 
Dezember 2009 bis März 2012 Deutschland Nordrhein-Westfalen  
Stadtgrün wertschätzen - 
Bewertung, Management und 
Kommunikation als Schlüssel 
für eine klimaresiliente und 
naturnahe 
Grünflächenentwicklung 
Das Forschungsvorhaben unterstützt die vier Städte 
Augsburg, Karlsruhe, Leipzig und Nürnberg dabei, 
Maßnahmen der Grünflächengestaltung zu identifizieren, 
auszuwählen und umzusetzen, die gleichzeitig sowohl die 
Klimaresilienz urbaner Räume erhöhen als auch zum 
Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen. Hierzu werden 
zentrale Ökosystemleistungen urbaner Grünflächen erfasst 
und ökonomisch bewertet. Durch die Monetarisierung soll 
der Wert von Stadtgrün sichtbar werden. 
seit November 2016 Deutschland Bayern, Sachsen, Baden-
Württemberg 
StadtKlimaLotse Ziel ist die Entscheidungsunterstützung für die 
Stadtentwicklung. Aufbauend auf den wissenschaftlichen 
Grundlagen wird ein in den Kommunen einsetzbares, 
akteursspezifisches 
Entscheidungsunterstützungswerkzeug entwickelt. Der 
Stadtklimalotse soll die Auswahl und Umsetzung von 
Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung für 
die kommunale Stadtentwicklung unterstützen 
anuar 2009 bis Dezember 2013 Deutschland bundesweit 
StadtKlimaWandel Gemeinsam mit Kommunen, Stadtplanern und 
Hausbesitzern sollen Anpassungsmaßnahmen in Städten 
umgesetzt werden. Die Begrünung der eigenen 
Hausfassade oder eine ökologische Umgestaltung einzelner 
Stadtviertel sind Beispiele für eine wirkungsvolle 
Anpassung an Klimaveränderungen in Städten. Ziel des 
Projekts ist es, originelle und ökologisch einfach 
umzusetzende Bausteine für Deutschlands Kommunen zu 
entwerfen, mit denen sie auf den Klimawandel reagieren 
können. 
Januar 2009 bis Dezember 2010 Deutschland bundesweit 
StaKliBo – Aktivierung der 
Bodenkühlleistung für 
stadtklimatische Konzepte zur 
Klimaanpassung am Beispiel 
der Stadt Neuss 
Die natürliche Kühlleistung der Böden ist durch 
Versiegelung, Grundwasserabsenkungen und 
Bodenveränderungen in vielen Städten in großem Umfang 
stark reduziert. Die empirische Erfassung (Messungen, 
Modellierungen, GIS-Analysen) der Zusammenhänge 
Februar 2015 bis April 2017 Deutschland Nordrhein-Westfalen

zwischen Bodenzustand, Wasserverfügbarkeit und 
Vegetationsbestand und dem Kaltluftbildungspotenzial 
(Kühlleistung) soll die Grundlage bilden für ein 
klimatisches Bodenkonzept und ein 
Bodenmanagementsystem. Diese sollen im Projekt unter 
dem Thema der Anpassung an den Klimawandel in eine 
nachhaltige Stadtplanung integriert werden. 
Stresstest Stadt – wie resilient 
sind unsere Städte? 
Das Forschungsvorhaben zielt darauf ab einen 
praxisorientieren Impuls zu geben. Schwerpunkt liegt 
darauf, die Kommunikation in den Städten und Gemeinden 
über Risiken und Resilienz zu initiieren. Es geht dabei nicht 
um einen empirisch abgesicherten Bericht über die 
Resilienz deutscher Städte. Das Test-Konzept ist vielmehr 
als Hilfestellung für Kommunen gedacht, die sich 
strategisch mit Fragen der Resilienz auseinandersetzen 
möchten.  
Dezember 2014 bis Oktober 2016 Deutschland bundesweit 
Urban Water - Sustainable 
Water Management in Urban 
Space 
Im Projekt haben sich acht Partner aus den Ländern 
Deutschland, Niederlande, Großbritannien und Frankreich 
zu einer Projektgemeinschaft zusammengeschlossen, um 
Konzepte für eine moderne Wasserwirtschaft in 
städtischen Gebieten zu erarbeiten. Im Fokus liegt die 
nachhaltige Entwicklung und Sanierung urbaner 
Wassersysteme. Dabei werden ganzheitliche Konzepte für 
Oberflächenwasser- und Abwassersysteme erarbeitet, die 
exemplarisch an einzelnen Standorten verwirklicht 
werden. 
Juli 2003 bis Juni 2008 Europaweit Bayern, Nordrhein-Westfalen  
URBAS - Urbane Sturzfluten: 
Vorhersage und Management 
von Sturzfluten in urbanen 
Gebieten 
Forschungsgegenstand des Vorhabens sind die durch 
Starkregenereignisse und Sturzfluten verursachten 
Schäden in Deutschland. Es sollen Erkenntnisse zu Art, 
Ausprägung und regionaler Häufigkeit 
von Starkregen gewonnen werden. Zugleich sollen 
Informationen zu Schadensbildern und zur regionalen 
Risikoverteilung von Sturzfluten geliefert werden 
Mai 2005 bis April 2008 Deutschland bundesweit 
Zentrum Stadtnatur und 
Klimaanpassung, Teilprojekt 
5 – Vorstudie: 
Klimaanpassung in den 
Städten Bayerns: 
Vergleichende 
Untersuchungen zum Einsatz 
gebietsfremder und 
heimischer Stadtklimabäume 
Im Mittelpunkt dieses Projekts steht ein Vergleich der 
Arthropodenvielfalt dreier heimischer bzw. 
nahverwandter gebietsfremder Baumarten eines urbanen 
Standorts.Die Ergebnisse sollen Informationen für 
Umwelt-, Naturschutzbehörden sowie 
Naturschutzverbände liefern und Empfehlungen für 
Kommunen in Bayern bei der Gestaltung klimatoleranten 
Stadtgrüns bereitstellen. 
September 2016 bis Januar 2019 Deutschland Bayern  
ZURES - Zukunftsorientierte 
Vulnerabilitäts- und 
Risikoanalyse als Instrument 
zur Förderung der Resilienz 
von Städten und urbanen 
Infrastrukturen 
Am Beispiel des Themas „Hitze in der Stadt“ werden für die 
Städte Bonn und Ludwigsburg Triebkräfte kleinräumiger 
Transformationsprozesse erfasst. Analysen zum Ist-
Zustand sowie zu den Veränderungen des Stadtklimas 
werden mittels Szenarien für die gesamtstädtische Ebene 
(Makroebene) und für ausgewählte Fokusgebiete 
(Quartiere und Projekt-gebiete/ Mikroebene) entwickelt 
und mit sozio-ökonomischen und demographischen 
Szenarien zur Vulnerabilität verknüpft. 
 Januar 2019 Deutschland Nordrhein-Westfalen 
Baden-Württemberg 
Klimaanpassung Nürnberg: 
Sommer in der Stadt – dem 
Klimawandel sinnvoll 
begegnen 
Gegenstand des Nürnberger Modellvorhabens war die 
Erarbeitung einer kommunal ausgerichteten Anpassungs- 
und Handlungsstrategie für den Klimawandel. Diese sollte 
vorrangig zur nachhaltigen Verbesserung der 
lokalklimatischen Situation beitragen. 
Dezember 2009 bis März 2012 Deutschland Bayern

Anhang 2:  Ergebnisse Raumanalyse Stadtteilsebene
Neustadt-Nord Innenstadt 74,87 51,19 51,26 1,22 16 4.036.033
Altstadt-Süd Innenstadt 85,9 61,48 76,64 1,16 6 3.539.391
Lindenthal Lindenthal 53,45 30,84 38,68 1,32 30 3.298.154
Mülheim Mülheim 78,43 48,24 23,19 1,03 25 2.829.327
Ehrenfeld Ehrenfeld 96,03 61,57 89,24 0,59 10 2.734.498
Neustadt-Süd Innenstadt 80,03 54,89 71,03 1,02 12 2.705.227
Altstadt-Nord Innenstadt 87,45 68,32 74,31 0,71 5 2.605.491
Sülz Lindenthal 55,07 34,17 45,01 1,53 20 2.251.891
Deutz Innenstadt 66,92 43,85 30,7 0,88 11 1.828.425
Nippes Nippes 78,55 47,1 68,56 1,27 13 1.486.095
Zollstock Rodenkirchen 55,84 32,02 34,2 1,92 31 1.325.063
Kalk Kalk 91,41 55,05 58,15 1,21 14 1.222.298
Dellbrück Mülheim 42,59 20,83 12,65 1,98 50 1.169.672
Braunsfeld Lindenthal 95,82 55,64 89,49 1,58 9 1.159.055
Niehl Nippes 69,15 43,5 21,66 0,6 28 1.139.682
Höhenberg Kalk 55,82 33,44 29,91 1,98 12 1.110.531
Marienburg Rodenkirchen 65,96 36,55 28,63 1,69 17 1.098.838
Junkersdorf Lindenthal 59,6 35,65 16,99 1,5 41 1.095.368
Holweide Mülheim 73,98 38,94 32,92 1,01 18 1.083.152
Müngersdorf Lindenthal 56,14 31,29 13,89 1,6 24 1.052.293
Neuehrenfeld Ehrenfeld 87,38 51,66 78,95 1,03 12 931.150
Porz Porz 83,53 44,94 28,33 0,54 8 870.085
Rath/Heumar Kalk 27,76 14,4 5,45 3,21 72 830.403
Riehl Nippes 66,52 40,41 40,22 0,48 5 824.023
Poll Porz 55,39 31,74 12,07 1,41 27 820.233
Höhenhaus Mülheim 60,43 29,28 35,02 2,05 37 776.930
Eil Porz 22,04 13,94 9,23 3,59 78 766.147
Buchheim Mülheim 65,43 37,50 26,80 1,4 19 758.886
Bilderstöckchen Nippes 72,91 40,25 26,65 1,5 26 733.148
Humboldt/Gremberg Kalk 66,36 40,59 38,35 1,93 21 723.504
Weiden Lindenthal 68,89 36,03 39,07 1,98 22 700.733
Rodenkirchen Rodenkirchen 43,98 23,26 19,67 2,12 48 671.649
Bayenthal Rodenkirchen 83,75 47,93 69,93 0,66 6 661.359
Klettenberg Lindenthal 57,46 34,02 39,67 1,64 10 657.937
Longerich Nippes 54,95 28,41 30,49 1,96 39 615.215
Anzahl 
KFZ/TagStadtteil Stadtbezirk Anteil Befestigte Fläche  (%) Anteil Abflussbeiwert (%) Flächenanteil Hitzebelastug (%)
Überflutungsfläche
Flächenanteil % Anzahl

Zündorf Porz 24,97 12,77 0 2,67 44 572.361
Brück Kalk 32,92 16,96 1,85 2,68 44 565.960
Vingst Kalk 81,59 44,38 69,53 2,88 10 529.161
Ostheim Kalk 55,27 29,56 22,36 1,61 21 519.505
Bickendorf Ehrenfeld 92,37 52,71 67,91 1,28 12 517.126
Raderthal Rodenkirchen 44,25 24,79 30,75 2,94 28 497.757
Weidenpesch Nippes 44,29 24,18 19,09 2,09 25 482.424
Meschenich Rodenkirchen 23,74 12,69 0 2,71 36 477.257
Gremberghoven Porz 64,81 37,04 4,44 0,85 18 469.761
Merheim Kalk 64,3 36,42 15,18 1,77 20 466.748
Urbach Porz 70,69 36,37 26,78 1,45 11 446.184
Bocklemünd/Mengenich Ehrenfeld 44,52 25,62 13,48 1,17 20 418.136
Rondorf Rodenkirchen 39,22 21,83 3,77 2,45 53 404.833
Dünnwald Mülheim 23,20 12,38 6,16 3,4 50 404.450
Lövenich Lindenthal 56,65 29,66 16,85 2,31 22 379.237
Ossendorf Ehrenfeld 58,19 36,09 18,57 1,35 37 375.879
Ensen Porz 63,89 32,66 15,36 0,5 4 373.368
Worringen Chorweiler 42,1 24,79 21,24 1,04 42 362.973
Wahn Porz 69,9 37,57 8,1 1,45 11 353.135
Widdersdorf Lindenthal 42,53 23,25 0,52 1,25 30 341.729
Seeberg Chorweiler 66 35,98 28,31 2,14 14 326.787
Sürth Rodenkirchen 56,25 28,21 0,97 0,92 14 320.695
Buchforst Mülheim 90,15 48,39 26,52 1,5 7 297.633
Chorweiler Chorweiler 59,36 38,94 7,61 2,86 19 280.470
Roggendorf/Thenhoven Chorweiler 14,02 8,73 1,32 3,18 123 279.672
Pesch Chorweiler 59,15 34,97 15,03 1,51 20 264.430
Vogelsang Ehrenfeld 57,02 29,45 31,86 2,64 24 261.409
Westhoven Porz 42,36 23,02 9,36 1,41 18 260.855
Flittard Mülheim 40,98 23,22 18,74 2,25 44 256.442
Wahnheide Porz 81,23 34,05 7,55 3,54 24 251.791
Mauenheim Nippes 86,35 46,38 44,27 0 0 249.391
Merkenich Chorweiler 36,63 22,78 14,38 1,14 48 247.981
Fühlingen Chorweiler 24,38 15,2 1,93 1,17 25 246.590
Heimersdorf Chorweiler 83,12 40,62 43,47 1,21 8 238.442
Stammheim Mülheim 39,76 20,62 12,35 1,76 19 227.159
Neubrück Kalk 72,4 42,73 21,37 0,62 3 226.447
Grengel Porz 83,51 36,02 2,41 3,18 51 209.951
Esch/Auweiler Chorweiler 23,07 12,69 0,02 2,24 48 199.688
Godorf Rodenkirchen 73,51 41,2 20,13 0,64 13 193.289
Lind Porz 61,45 35,24 2,78 2,16 15 187.514
Raderberg Rodenkirchen 96,74 56,51 99,92 0,28 1 171.559

Hahnwald Rodenkirchen 74,4 37,94 5,34 1,62 23 137.970
Volkhoven/Weiler Chorweiler 31,48 17,87 5,02 3,1 42 133.976
Lindweiler Chorweiler 63,83 37,06 26,45 2,72 9 111.403
Elsdorf Porz 25,26 14,07 0,18 2,38 13 89.718
Weiß Rodenkirchen 26,55 12,69 9,88 1,07 13 80.136
Immendorf Rodenkirchen 42,92 25,79 0 1,82 26 78.873
Blumenberg Chorweiler 20,76 12,51 0 3,05 21 74.033
Langel Porz 16,73 8,55 0,48 2,91 28 48.375
Libur Porz 9,83 6,04 0 2,11 39 34.064

Anhang 3 Ergebnisse Raumanalyse alle Fokusgebiete
Stadtteil Stadtbezirk Fokusgebiets-
Nr. (FG)* Straßenzug* Id_UF Überflutungsfläche in 
m² Größe Bufferfläche Anzahl Straßen 
< 2.000 Kfz/Tag
Anzahl 
Straßen > 
2.000 
Kfz/Tag
Befestigungsgrad 
Bufferfläche in %
Altstadt-Nord Innenstadt FG1 Albertusstr. 332 4910 329304 39 29 78
Altstadt-Süd Innenstadt FG2 Am Rinkenpfuhl 307 7677 368091 43 33 76
Ossendorf Ehrenfeld FG3 Hugo-Eckener-Str. 1243 2255 284447 0 4 66
Deutz Innenstadt FG4 Adolphstr. 1047 5538 367553 56 29 66
Ehrenfeld Ehrenfeld FG5 Ehrenfeldgürtel 378 4483 314931 31 23 65
Ehrenfeld Ehrenfeld FG6 Christianstr. 386 2397 289396 2 9 65
Altstadt-Nord Innenstadt FG7 Altengrabengäßchen 354 6517 316877 35 25 63
Nippes Nippes FG8 Baudristr. 1181 4582 320372 64 24 63
Sülz Lindenthal FG9 Ägidiusstr. 258 6441 319856 47 17 63
Kalk Kalk FG10 Bertramstr. 1061 7492 484765 19 32 63
Raderberg Rodenkirchen FG11 Schillerstr. 208 2376 262795 7 21 62
Altstadt-Süd Innenstadt FG12 Am Pantaleonsberg 272 2148 533463 57 28 61
Ehrenfeld Ehrenfeld FG13 Eisenstr. 353 2585 270249 6 10 60
Neuehrenfeld Ehrenfeld FG14 Eichendorffstr. 391 2405 277660 22 27 59
Neustadt-Süd Innenstadt FG15 Bachemer Str. 286 2467 402151 15 20 59
Klettenberg Lindenthal FG16 Breibergstr. 219 2311 281041 29 11 58
Nippes Nippes FG17 Geldorpstr. 1182 3240 295231 48 16 58
Bickendorf Ehrenfeld FG18 Ahornweg 1151 6610 336785 18 26 56
Neuehrenfeld Ehrenfeld FG19 Fritz-Figge-Str. 390 2329 261989 16 9 55
Kalk Kalk FG20 Bennoplatz 1048 3260 300967 5 17 54
Bickendorf Ehrenfeld FG21 Biesterfeldstr. 1167 2222 268412 5 5 54
Holweide Mülheim FG22 Am Bramhoff 1822 3909 296659 18 23 54
Sülz Lindenthal FG23 Auerbachplatz 240 2539 259317 25 16 54
Neuehrenfeld Ehrenfeld FG24 Nußbaumerstr. 2026 2502 281090 21 12 54
Porz Porz FG25 Brüsseler Str. (Porz) 773 2900 273727 0 12 53
Chorweiler Chorweiler FG26 Cosmasweg 1488 5942 342743 2 12 52
Mülheim Mülheim FG27 Berliner Str. 1828 7874 334763 7 11 51
Urbach Porz FG28 Am Schwanebitzer Hof 684 3598 302409 9 17 51
Deutz Innenstadt FG29 Betzdorfer Str. 1035 3258 263131 1 10 50
Braunsfeld Lindenthal FG30 Echternacher Str. 329 3101 291768 12 13 50
Deutz Innenstadt FG31 Alter Mühlenweg 998 2558 249103 17 7 49
Bayenthal Rodenkirchen FG32 Brohler Str. 183 3924 309463 32 14 48
Braunsfeld Lindenthal FG33 Friedrich-Schmidt-Str. 309 2962 287980 10 20 47
Raderthal Rodenkirchen FG34 Albert-Schweitzer-Str. 178 2379 253786 8 11 47
Dellbrück Mülheim FG35 An der Kemperwiese 1825 2618 309483 14 8 47
Nippes Nippes FG36 Bülowstr. 1207 2016 349390 8 12 46
Bilderstöckchen Nippes FG37 Altleiningenweg 1189 4876 310871 12 4 46
Weiden Lindenthal FG38 Arndtstr. (Weiden) 344 5556 306733 14 13 45
Lindenthal Lindenthal FG39 Albertus-Magnus-Platz 280 2400 255213 1 15 44

Bilderstöckchen Nippes FG40 Alzeyer Str. 1227 2709 284239 13 7 43
Bocklemünd/Mengenich Ehrenfeld FG41 Börnestr. 1253 4601 291236 7 9 42
Klettenberg Lindenthal FG42 Dollendorfer Str. 190 4503 290589 32 2 42
Eil Porz FG43 Am Tambourskreuz 743 2013 254423 5 9 40
Flittard Mülheim FG44 Alfred-Werner-Str. 1938 2495 327773 17 5 39
Flittard Mülheim FG45 Eduard-Heis-Str. 1934 2279 431464 21 2 38
Bocklemünd/Mengenich Ehrenfeld FG46 Bertolt-Brecht-Str. 1233 3671 271629 12 3 37
Müngersdorf Lindenthal FG47 Brauweilerweg 358 2719 282664 11 8 36
Longerich Nippes FG48 Bernhard-Falk-Str. 1352 2319 259936 13 3 34
Höhenhaus Mülheim FG49 Am Pfropfbusch 1881 2837 282198 37 0 34
Braunsfeld Lindenthal FG50 Auf dem Hügel 320 5569 280306 3 15 34
Niehl Nippes FG51 Franz-Greiß-Str. 1378 3261 262399 0 1 32
Seeberg Chorweiler FG52 Chrysanthemenweg 1443 3502 266145 2 7 30
Weidenpesch Nippes FG53 Berghauser Str. 1310 4965 571974 8 7 30
Braunsfeld Lindenthal FG54 Am Morsdorfer Hof 316 6629 328133 6 6 30
Raderthal Rodenkirchen FG55 Buschdorfer Str. 165 2977 265252 21 0 29
Dünnwald Mülheim FG56 Albusweg 1915 4038 317155 14 15 27
Seeberg Chorweiler FG57 Am Hetzepetsch 1434 2777 256423 1 1 27
Müngersdorf Lindenthal FG58 Zeisigweg 394 8986 369014 2 1 26
Marienburg Rodenkirchen FG59 Leyboldstr. 784 2110 249831 1 4 24
Dellbrück Mülheim FG60 Mielenforster Str. 1796 4097 274326 2 6 15
Marienburg Rodenkirchen FG61 Zum Forstbotanischen Garten 771 3624 261671 0 1 14
*FG-Nr. sortiert nach Befestigungsgrad in % absteigend
**nur Beispielstraße, da teilweise mehrere Straßenzüge in einem Fokusgebiet liegen

Anhang 4 Ergebnisse Auswahl 19 Fokusgebiete
Stadtteil Stadtbezirk Fokusgebiets-
Nr. (FG)* Straßenzug* Id_UF Überflutungsfläche in 
m²
Größe 
Bufferfläche
Anzahl 
Straßen < 
2.000 
Kfz/Tag
Anzahl 
Straßen > 
2.000 
Kfz/Tag
Befestigungsgrad 
Bufferfläche in %
Altstadt-Nord Innenstadt FG1 Albertusstr. 332 4910 329304 39 29 78
Altstadt-Süd Innenstadt FG2 Am Rinkenpfuhl 307 7677 368091 43 33 76
Ossendorf Ehrenfeld FG3 Hugo-Eckener-Str. 1243 2255 284447 0 4 66
Ehrenfeld Ehrenfeld FG5 Ehrenfeldgürtel 378 4483 314931 31 23 65
Ehrenfeld Ehrenfeld FG6 Christianstr. 386 2397 289396 2 9 65
Altstadt-Nord Innenstadt FG7 Altengrabengäßchen 354 6517 316877 35 25 63
Nippes Nippes FG8 Baudristr. 1181 4582 320372 64 24 63
Sülz Lindenthal FG9 Ägidiusstr. 258 6441 319856 47 17 63
Kalk Kalk FG10 Bertramstr. 1061 7492 484765 19 32 63
Altstadt-Süd Innenstadt FG12 Am Pantaleonsberg 272 2148 533463 57 28 61
Ehrenfeld Ehrenfeld FG13 Eisenstr. 353 2585 270249 6 10 60
Neuehrenfeld Ehrenfeld FG14 Eichendorffstr. 391 2405 277660 22 27 59
Neustadt-Süd Innenstadt FG15 Bachemer Str. 286 2467 402151 15 20 59
Klettenberg Lindenthal FG16 Breibergstr. 219 2311 281041 29 11 58
Nippes Nippes FG17 Geldorpstr. 1182 3240 295231 48 16 58
Bickendorf Ehrenfeld FG18 Ahornweg 1151 6610 336785 18 26 56
Holweide Mülheim FG22 Am Bramhoff 1822 3909 296659 18 23 54
Urbach Porz FG28 Am Schwanebitzer Hof 684 3598 302409 9 17 51
Deutz Innenstadt FG29 Betzdorfer Str. 1035 3258 263131 1 10 50
*FG-Nr. sortiert nach Befestigungsgrad in % absteigend
**nur Beispielstraße, da teilweise mehrere Straßenzüge in einem Fokusgebiet liegen

Anhang 5:  Planungstools zur Umsetzung von Maßnahmen der Klimafolgenanpassung
Software/Tool Wasser Grün Hitze freiverfügbar 
(ja/nein) Hinweis Link
greenscenario ja ja ja nein https://de.ramboll.com/greenscenario
WABILA ja ja nein nein https://webshop.dwa.de/de/catalogsearch/result/?q=Wasserbilanz-Expert
FLOO
Flächenmanagement-Tool für die Erfassung 
und Bewertung von Flächenpotenzialen für 
Städte und Gemeinden in Baden-
Württemberg
https://aktion-flaeche.de/node/35/
Geoventis Kommunaler Flächenmanager nein nein nein nein
Erfassung von Wohnbau-, Gewerbe- und 
Freiflächen, Baulücken und 
Gebäudeleerstände
https://www.geoventis.de/software-stadtplanung
Geoventis StadtCAD nein nein nein nein zur allgemeinen Stadt-, Landschafts-, und 
Freiraumplanung http://www.stadtcad.de/
INKAS-NRW ja ja ja
https://www.dwd.de/DE/leistungen/inkas/inkas_nrw_wirkungsanalyse.html?bebauungsstruktur=lu4
&bebauungsumgebung=lu11
FIS Klimaanpassung ja ja https://www.klimaanpassung-karte.nrw.de/?feld=inkas-nrw
ENVI MET indirekt ja ja nein https://www.envi-met.com/
GREENPASS ja ja ja nein https://greenpass.io/
aREAL nein nein nein nein
Softwareanwendung für Erfassung, 
Digitalisierung, Verwaltung und Aktivierung 
innerörtlicher Potenzialflächen in einem 
nachhaltigen Flächenmanagement
https://www.immovativ.de/produkte/areal/
K.PLAN Planungstool ja ja ja vermutlich nein (keine Angaben zu Kosten gefunden)
Es können Szenarien berechnet werden. 
Bausteine sind: Flächennutzungsdaten, 
Lufttemperaturmessungen, 
Thermalaufnahmen, MapTable
http://k.plan.ruhr/planungstool.html
GEOPLEX Gründach nein ja nein nein Erstellung eines Gründachkatasters. 
Potenziale für Gründächer erkennen. https://www.geoplex.de/apps/gruendachkataster/
visual city systems (im weiteren Sinne) nein Digitale Stadtplanung und 3D-Stadtmodelle https://vc.systems/
Infokarten für die Planung blau-grün-
grauer Infrastrukturen netWORKS 4 ja ja ja ja
Kein Softwaretool, aber ein Tool im Sinne 
einer Hilfestellung bzw. eines Werkzeugs. 
Evtl. folgen im Rahmen von netWORKS 
weitere Tools
https://networks-group.de/sites/default/files/infokarten_networks4_vorschau.pdf
Stadtklimalotse vom BBSR (im weiteren 
Sinne) ja ja ja ja
Es handelt sich um einen 
Maßnahmenkatalog für einen 
klimagerechten bzw. wassersensiblen 
Stadtumbau oder auch Quartierneubau 
(Extremereignisse, Wirkfolgen des 
Klimawandels, Stadtumbau) 
http://www.plan-risk-consult.de/stadtklimalotse/
Andere Hilfestellungen, Leitfäden, Handlungskataloge o.ä

Handbuch Stadtklima - Maßnahmen 
und Handlungskonzepte für Städte und 
Ballungsräume zur Anpassung an den 
Klimawandel 
ja ja ja ja Handlungskatalog vom Regionalverband 
Ruhr 
https://www.rvr.ruhr/fileadmin/user_upload/01_RVR_Home/02_Themen/Umwelt_Oekologie/Klima/
Dokumente/2010_Handbuch_Stadtklima_RVR.pdf
Toolbox Klimaanpassung im 
Stadtumbau - Anregungen für Planende 
in der kommunalen Verwaltung
ja ja ja ja
Toolbox im Sinne von allgemeiner 
Hilfestellung (Maßnahmen, Instrumenten, 
Prozessen, Öffentlichkeitsrabeit, Beteiligung)
https://www.planergemeinschaft.de/toolbox/klimaanpassung-im-stadtumbau
klimREG ja indirekt ja ja
Handlungshilfe "Klimawandelgerechter 
Regionalplan". Das Webtool dient als 
Ideenpool zur Ausgestaltung 
regionalplanerischer Festlegungen. Kein 
Planungstool im engeren Sinne
https://klimreg.de/wp-content/uploads/2016/09/KlimREG_Handlungshilfe_barrierefrei.pdf
Plan4Change ja ja ja ja Leitfaden/Broschüre zu Maßnahmen der 
klimaangepassten Stadtplanung
https://www.bochum.de/C125830C0042AB74/vwContentByKey/W2BLCC86324BOCMDE/$File/P4C_Br
oschuere_final_DruckCMYKRZ_klein_FINAL.pdf

Beratungsverlauf (1)

31.03.2022 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7.6 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: zur weiteren Bearbeitung in die Verwaltung überwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0485/2022
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
30.03.2022
Erstellt
09.02.2022 17:42