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0756/2026

Wohnungs- und Obdachlosigkeit im Stadtbezirk Köln-Mülheim – Situation der Betroffenen verbessern und Lehren für den nächsten Winter ziehen

Mitteilung BV 13.03.2026

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 16.03.2026, TOP 10.2.26

Mitteilung BV

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Mitteilung BV

5446 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/50/507 
 
Vorlagen-Nummer 
 0756/2026 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 16.03.2026 
 
Wohnungs- und Obdachlosigkeit im Stadtbezirk Köln-Mülheim – Situation der 
Betroffenen verbessern und Lehren für den nächsten Winter ziehen 
Am 26.01.2026 beantragte die Fraktion Die Linken in der BV Köln-Mülheim die Durchführung 
einer aktuellen Stunde zum Thema: Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Köln-Mülheim – Situa-
tion der Betroffenen verbessern und Lehren für den nächsten Winter ziehen (AN/0203/2026). 
Die Verwaltung nimmt dazu wie folgt Stellung: 
 
Die Gruppe der wohnungslosen Menschen wird in dem komplexen Netz des Kölner Hilfesys-
tems durch das Amt für Wohnungswesen (Geflüchtete), das Amt für Kinder, Jugend und Fa-
milie (alleinreisende Minderjährige), das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren und beauf-
tragte Kölner Träger der Wohnungslosenhilfe untergebracht.  
Für straßenobdachlose Menschen in Köln stehen ganzjährig, aber besonders in den Winter-
monaten, ausreichende ganztägige Aufenthalts- und Schlafmöglichkeiten in beheizten Räum-
lichkeiten zur Verfügung. Zu den speziellen Maßnahmen der sog. Winterhilfe erfolgen in je-
dem Herbst Presseinformationen für die Kölner Bürger*innen und es gibt Informationen auf 
der Homepage der Stadt Köln (Winterhilfe für Wohnungsnotfälle - Stadt Köln).  
 
Diese Winterhilfe gibt es bereits seit einigen Jahrzehnten in Köln und das Angebot ist den 
Straßenobdachlosen auch sehr gut bekannt. Darüber hinaus wird aber auch durch die Street-
worker, die viele obdachlose Menschen persönlich kennen, regelmäßig darauf aufmerksam 
gemacht. Zusätzlich bestreifen auch noch zahlreiche sog. Kältegänger in kalten Nächten die 
Bereiche, wo bekanntermaßen häufiger obdachlose Menschen nächtigen und sprechen diese 
darauf an, eine beheizte Unterkunft anzusteuern. Zudem sind das gesamte Kölner Hilfesys-
tem für Wohnungslose (freie Träger der Wohnungslosenhilfe) und natürlich auch Polizei und 
Ordnungsamt über die Unterbringungsangebote informiert und die Fachstelle Wohnen des 
Amtes für Soziales, Arbeit und Senioren ist außerdem über eine 24/7-Rufbereitschaft immer 
erreichbar. 
 
Insbesondere die Angebote für straßenobdachlose Menschen sind in Köln bedarfsdeckend. 
Das heißt, dass keine Menschen in der Sammelunterkunft in der Ostmerheimer Str. 220, in 
der die Winterhilfe mindestens von Anfang November bis Ende März angeboten wird, aus 
Gründen fehlender Kapazitäten abgewiesen werden.  
 
Zusätzlich gibt es noch eine weitere Sammelunterkunft für EU-Zugewanderte ohne Sozialleis-
tungsansprüche in der Vorgebirgstraße 22, die ganzjährig und ganztägig Obdach anbietet.  
 
Natürlich können erwachsene Menschen nicht zum Verlassen ihrer Schlafplätze gezwungen 
werden, es sei denn, sie verstoßen gegen ordnungsrechtliche Regelungen. Wenn diese Per-
sonen also die geschützten Übernachtungsangebote nicht wahrnehmen wollen, so ist das ihre

2 
 
freie Entscheidung. Jeder Einzelne könnte in einem beheizten Raum übernachten, lehnt das 
Angebot aber offenbar aus unterschiedlichsten Gründen ab.  
 
Konkrete Zahlen zu wohnungs- oder obdachlosen Menschen in Mülheim bzw. zu einzelnen 
Kölner Stadtteilen liegen nicht vor. Es findet keine Erfassung nach einzelnen Stadtteilen statt. 
 
Weitere Informationen bietet der beigefügte Link: https://www.wohnungslos-in-koeln.de/  
Wohnungslos in Köln – Hilfe und Angebote für wohnungslose Menschen in Köln 
 
 
Im Stadtteil Mülheim gibt es folgende Angebote: 
 
Für junge Menschen von 18 – 27 Jahren: 
 
Work4You im Don-Bosco-Club Köln 
Tiefentalstr 38 
Dort erhalten diese unter anderem Beratung, Tagesaufenthalt, Übernachtungsmöglich-
keit und Kleidung. 
 
Für Frauen die Frauenberatung mit Gewaltschutzzentrum: 
 
Der Wendepunkt 
Danzierstr. 142 
Diakonie Michaelshoven Soziale Hilfen gGmbH 
 
Für alle Obdachlosen: 
 
Arche für Obdachlose e.V. 
Bergischer Ring 40 
Dort steht ein Tagesaufenthalt, Beratung, Duschen, Wäsche waschen und eine Es-
sensausgabe zur Verfügung;  
außerdem eine vom Verein „Caya e. V.“ ehrenamtlich betriebene Arztpraxis, in der Pa-
tienten auch ohne Versichertenkarte kostenlos behandelt werden. 
 
Darüber hinaus sind insgesamt 6 Streetworker*innen der kooperierenden Träger Diakonie Mi-
chaelshoven e. V. und OASE Benedikt Labre e. V. (4 Streetworker*innen nach § 67 SGB XII 
und 2 Streetworker*innen Humanitäre Hilfen) stadtweit tätig. Im Rahmen des Streetwork wird 
insbesondere den straßenobdachlosen Menschen ein aufsuchendes und niedrigschwelliges 
Beratungs- und Begleitungsangebot unterbreitet. Ergänzend sind in der Wohnungslosenhilfe 
ein*e Streetworker*in für das von der Katholischen Wohnungslosenseelsorge im Stadtdekanat 
Köln betriebene Angebot „GUBBIO Obdachlosen-Seelsorge“ und ein*e Streetworker*in im 
Rahmen der durch den SkF e.V. umgesetzten Prostituiertenhilfe für das Angebot „Rahab“ in 
der aufsuchenden Arbeit tätig. 
 
Ferner wird derzeit der Einsatz eines*r Streetworker*in für das Streetwork plus (Deutsches 
Rotes Kreuz) erprobt, welches die Lücke zwischen der aufsuchenden Arbeit nach § 67 SGB 
XII und dem bestehenden Hilfesystem für psychiatrisch erkrankte Menschen schließt. Alle 
Streetworker*innen arbeiten gut vernetzt mit den Streetworker*innen anderer Ämter wie dem 
ASC (Aufsuchendes Suchtclearing) des Gesundheitsamtes als auch denen des Jugendamtes 
zusammen. Ein kontinuierlicher Austausch ist sichergestellt.

Beratungsverlauf (1)

16.03.2026 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 10.2.26 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (6)

  • Ostmerheimer Straße 220
  • Vorgebirgstraße 22
  • Danzierstraße 142
  • Bergischer Ring 40
  • Michaelshoven
  • Straße 22

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Details

Aktenzeichen
0756/2026
Typ
Mitteilung BV
Datum
13.03.2026
Erstellt
13.03.2026 07:41