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1309/2017

Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln - Vordach Philharmonie

Mitteilung Ausschuss 05.05.2017

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Nächste Beratung: Betriebsausschuss Veranstaltungszentrum Köln, Sitzung am 15.05.2017, TOP 2.1

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

5465 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
II/20/201/2 
 
Vorlagen-Nummer  05.05.2017 
 1309/2017 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Betriebsausschuss Veranstaltungszentrum Köln 15.05.2017 
 
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln 
hier: Vordach Philharmonie 
Bedingt durch den Bau der Nord-Süd-Stadtbahn musste in 2004 das alte Glasvordach vor dem 
Haupteingang der Kölner Philharmonie abgerissen werden. Mit Beschluss vom 27.09.2010 hat der 
Betriebsausschuss Veranstaltungszentrum Köln die Verwaltung beauftragt, eine Entwurfsplanung 
inkl. einer detaillierten Kostenrechnung zu erstellen und diese ihm zur abschließenden Beschlussfas-
sung vorzulegen. Die Kosten für das Vordach inkl. Beleuchtung und Schriftzug belaufen sich auf der 
Basis der erarbeiteten Entwurfsplanung und der detaillierten Kostenberechnung der Architekten vom 
15.12.2011 auf 416.800 € zzgl. MwSt. 
 
Ursprünglich war geplant, dass die Finanzierung der Maßnahme über den Wirtschaftsplan der eigen-
betriebsähnlichen Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln als Eigentümerin des Gebäudes erfolgt. 
Aufgrund der schwierigen Haushaltssituation der Stadt Köln und der bereits laufenden aufwändigen 
Generalsanierung der Flora hielt die Betriebsleitung eine weitere Investition in der genannten Grö-
ßenordnung jedoch für nicht vertretbar. 
 
Zur Entlastung des städtischen Haushaltes hatte die städtische Tochtergesellschaft KölnMusik GmbH 
als Betreiberin der Philharmonie angeboten, für das Projekt Drittmittel in Höhe von mindestens 200 
Tsd. € zu akquirieren. Im Rahmen der Akquise stellte sich jedoch heraus, dass die Spender nur bereit 
waren, an die KölnMusik GmbH direkt zu spenden und nicht an die Stadt Köln in ihrer Eigenschaft als 
Eigentümerin des Gebäudes. 
 
Die KölnMusik GmbH hat daraufhin vorgeschlagen, den Einbau des neuen Vordachs in Eigenregie zu 
übernehmen. Die Investition in das von der KölnMusik GmbH angepachtete Gebäude erfolgt dabei 
als Pächtereinbau. Am 07.04.2014 hat der Betriebsausschuss Veranstaltungszentrum Köln dem Ab-
schluss eines entsprechenden Nachtrages des Pachtvertrages Philharmonie zur Errichtung eines 
neuen Vordaches zugestimmt (Vorlagen-Nr. 0958/2014).  
 
Der Nachtrag regelt folgende Eckpunkte: 
 
­ Die KölnMusik GmbH trägt sämtliche mit der Errichtung des Vordachs im Zusammenhang ste-
henden Kosten. 
 
­ Bei Beendigung des Pachtverhältnisses erstattet das Veranstaltungszentrum Köln der KölnMusik 
GmbH den Restbuchwert des bei der Gesellschaft zu aktivierenden Einbaus. 
 
­ Der KölnMusik GmbH ist der Einbau des Vordachs nur gestattet, wenn sie gegenüber dem Ver-
anstaltungszentrum verbindliche Spenden- oder sonstige Drittmittelzusagen in Höhe von mind. 
200 Tsd. € nachweisen kann. Eine Auftragsvergabe zur Errichtung des Vordachs darf erst nach 
einer schriftlichen Bestätigung durch das Veranstaltungszentrum erfolgen.

2 
 
 
­ Das neue Vordach muss sich in den Charakter und die gestalterische Qualität des Bestandsge-
bäudes einfügen und das Urheberrecht beachten. Das Vordach ist gemäß der dem Nachtrag 
zum Pachtvertrag anliegenden Entwurfsplanung und Kostenberechnung der Architekten BHBFH 
zu errichten. 
 
Die KölnMusik hat zwischenzeitlich den geforderten Nachweis über eingeworbene Drittmittel in Höhe 
von 210.475,00 € erbracht. Die Gesellschaft hat diese Drittmittel in den Jahren 2015-2017 über sog. 
Vordachkonzerte eingeworben. Von Seiten der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstaltungs-
zentrum Köln ist die erforderliche schriftliche Bestätigung über den erbrachten Nachweis bereits er-
folgt.  
 
Nach Auskunft der KölnMusik GmbH ist nun folgender Ablauf geplant: 
 
- Übergang der von der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung mit den Architekten und dem Stati-
ker geschlossenen Planungsverträge auf die KölnMusik GmbH. 
 
- Abruf der nächsten Leistungen im Rahmen der mit den Architekten bzw. dem Statiker ge-
schlossenen Stufenverträge, wie insbesondere Baugenehmigungsplanung, Ausschreibungs-
verfahren, Ausführungsplanung, Bauüberwachung etc., Beauftragung des Lichtplaners. 
 
- Ausschreibung/Vergabe der Aufträge. 
 
- Errichtung des Vordachs in Abstimmung mit dem Ausstellungsplan des Museum Ludwig, da 
für den Zeitraum des Einbaus der Zugseile des hängenden Vordaches Träger in der Decke 
der Kabinett-Ausstellungsräume verstärkt werden müssen. Ausführung der weiteren Arbeiten 
wie der Installation der Beleuchtungselemente und des Philharmonie-Schriftzuges. 
 
Nach dieser Planung wird das Vordach in der zweiten Jahreshälfte 2018 fertiggestellt. Sollten sich 
Verzögerungen im Planungs- oder Bauverfahren oder bei der Terminfindung mit dem Museum Lud-
wig ergeben, wäre die Fertigstellung spätestens im Jahre 2019 realistisch. 
 
Da ursprünglich geplant war, dass das Veranstaltungszentrum Köln die – um die Drittmittel vermin-
derte - Finanzierung des Vordaches trägt und die KölnMusik GmbH die Finanzierung nur übernom-
men hat, um die Akquise der Drittmittel sicherzustellen, beabsichtigt die Verwaltung, die anteilige 
Kostenübernahme des Veranstaltungszentrums in der Weise sicherzustellen, dass der KölnMusik 
GmbH die anteiligen Abschreibungen, die sich nach Abzug der Drittmittel ergeben, durch eine Erhö-
hung des städtischen Betriebskostenzuschusses erstattet werden. In Abhängigkeit von den endgülti-
gen Baukosten und der anzusetzenden Nutzungsdauer ergibt sich ein zuzusetzender Betrag zwi-
schen 6.000-10.000 Euro pro Jahr. 
 
 
 
gez. Klug

Beratungsverlauf (1)

15.05.2017 Betriebsausschuss Veranstaltungszentrum Köln
TOP 2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
1309/2017
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
05.05.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27