0008/2024
Evaluation von ÖPP-Projekten - halbjährlicher Bericht, Stand 31. März 2024
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VI/26 Vorlagen-Nummer 06.05.2024 0008/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 17.06.2024 Rechnungsprüfungsausschuss 25.06.2024 Evaluation von ÖPP-Projekten - halbjährlicher Bericht, Stand 31. März 2024 Entsprechend dem Beschluss vom Rechnungsprüfungsausschuss am 18. Februar 2016 berichtet die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln halbjährlich zum ÖPP-Projekt (ÖPP P3). Historie Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 8. April 2014 den Beschluss gefasst, ein drittes Los – es betrifft die Sanierung und den Teilneubau von vier Schulen an drei Schul- standorten - zu realisieren. Die Auswertung der finalen Angebote wurde im Juli 2017 beendet. Das Vergabeverfahren wurde anschließend mit Ratsbeschluss vom 28. September 2017 formal abgeschlossen. Der Vertragsabschluss konnte planmäßig am 12. Oktober 2017 mit dem Bestbieter, der VINCI Facilities SKE GmbH, erfolgen. Der Betrieb der Schulen ist einheitlich ab 1. Januar 2018 auf den Vertragspartner übergegan- gen. An allen Standorten erfolgen die Baumaßnahmen parallel zum laufenden Schulbetrieb und umfassen komplexe Interimskonzepte zur Auslagerung auf dem jeweiligen Gelände. Die vertraglich vereinbarten Bauzeiten für die Standorte betragen zwei beziehungsweise vier Jahre. Zu den drei Standorten wird berichtet: Standort Mülheim, Fürstenbergstraße/Lassallestraße Projektfortschritt Der Umzug in den Neubau ist in den Herbstferien 2020 erfolgt. Die Abnahme des 1. Bauabschnitts des zu generalsanierenden Gebäudes hat im April 2023 erfolgreich stattgefunden. Seitdem ist dieser Gebäudeteil in Schulbetrieb gegangen. Die Arbeiten im 2. Bauabschnitt enden zu Mai 2024. Im Anschluss erfolgt die Abnahme dieses Bauabschnittes. Damit werden die baulichen Arbeiten auch an diesem Standort abgeschlossen sein. 2 Kostenrisiken - Allgemeine Kostenrisiken bei Bestandssanierungen durch Unwägbarkeiten in der vorhandenen, denkmalgeschützten Bausubstanz - Mehraufwand durch eine längere Bauzeit bei der Bestandssanierung - Mehraufwand auf Grund der Quecksilberkontamination - PAK-Belastung im Gussasphaltestrich Aktuell ist damit zu rechnen, dass die prognostizierten Mehrkosten bei circa 30 % bleiben. (Worst Case zum Stichtag 31.03.2024). Terminrisiken - Bauzeitverlängerung durch Mehraufwand bei der Sanierung der denkmalgeschützten Bausubstanz - Bauzeitverlängerung durch die Quecksilberkontamination und Betonsanierungsarbei- ten - Verzögerungen bei den Fertigstellungsterminen in den Bestandsbauten auf Grund der Quecksilberkontamination und Betonsanierungsarbeiten Eine notwendige Bauzeitverlängerung hat keinen direkten Einfluss auf den Schulbetrieb, da die notwendigen Schulplätze im Neubau und in temporären Bauten auf dem Grundstück si- chergestellt sind. Standort Weiden, Ostlandstraße 39 Projektfortschritt Die Neubauten A und B wurden gemäß Terminplan pünktlich fertiggestellt und in den Herbst- ferien 2020 bezogen. Die Sanierung des Bauteils D (Naturwissenschaftsräume) ist abgeschlossen. Die Abnahme der Leistungen hat stattgefunden. Das Gebäude ist in Betrieb gegangen. Der Abriss des alten Schulgebäudes ABC hat sich auf Grund der hohen Schadstoffbelastun- gen verzögert. Dadurch musste ein neues Sanierungskonzept erstellt und durch die Bezirksregierung freigegeben werden. Nach den aktuellen Plänen werden die Asbestsanie- rungsarbeiten im III. Quartal 2024 abgeschlossen sein. Der Abriss des Schulgebäudes ABC wird laut Planung bis zum II. Quartal 2025 andauern. Die Sanierung der Mehrzweckhalle dauert bis zum II. Quartal 2025. Kostenrisiken - Allgemeine Risiken bei Bestandssanierungen in Bauteil F (Sporthallen) durch Unwägbarkeiten in der vorhandenen Bausubstanz - Weitere Asbestfunde im Bereich der Decken und Fußböden und Beflockungen im Bereich der Stahlträger sorgen für weitere Mehrkosten. Inwiefern die Kosten für eine Bauzeitverlängerung durch die Auftragnehmerin an die Stadt Köln durchgesetzt wer- den können, steht derzeit noch nicht fest. Aktuell ist damit zu rechnen, dass die prognostizierten Mehrkosten bei circa 25 % bleiben. (Worst Case zum Stichtag 31.03.2024). Terminrisiken - Die beim Abriss des alten Gebäudes Bauteil ABC entstehenden Verzögerungen haben keine Auswirkungen auf den Schulbetrieb. 3 Standort Ossendorf, Wilhelm-Schreiber-Straße 36 Projektfortschritt Die Maßnahme wurde im April 2022 (mit Ausnahme der Außenanlage) fertiggestellt. Alle Gebäudeteile sind in Betrieb gegangen. Die Nachträge sind alle geprüft. Im Rahmen mehrerer Verhandlungen konnte man sich auf niedrigere Forderungssummen einigen, als ursprünglich von dem Auftragnehmer verlangt. Hierbei konnte die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln bei der Prüfung der jeweiligen Nachträge unter anderem nachweisen, dass gewisse, seitens des Auftragnehmers als Zusatzleistung an- gegebene Forderungen, im Sinne des pauschalen Hauptvertrages bereits abgegolten waren. Weiterhin konnten die Streitigkeiten mit Hilfe eines Mediators - also ohne Klageverfahren – zu einer für beide Seiten akzeptablen Lösung gebracht werden. So ist es gelungen, die prognos- tizierte Kostenfortschreibung von 34 % auf 28 % zu drücken. In absoluten Zahlen bedeutet das bei einem Hauptauftrag von 14,5 Mio. Euro eine Nachtragssumme von rund 4 Mio. Euro. Gez. Greitemann
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0008/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 17.05.2024
- Erstellt
- 02.01.2024 08:47