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1233/2018

Beantwortung einer Anfrage AN/0516/2018 der FDP-Fraktion vom 10.04.2018 "Konzept zur Neuaufstellung der Kölner Museen"

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 17.04.2018

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 17.04.2018

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

6198 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VII/VII/4 
 
Vorlagen-Nummer  17.04.2018 
 1233/2018 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 17.04.2018 
 
Beantwortung einer Anfrage AN/0516/2018 der FDP-Fraktion vom 10.04.2018 betr.: "Konzept 
zur Neuaufstellung der Kölner Museen" 
A. Anfrage der FDP-Fraktion 
Die FDP-Fraktion schildert in Ihrer Anfrage den folgenden Sachstand: 
 
Köln ist einer der wenigen Städte, die sich 9 Museen leistet. Bürgerschaft und Kultur sind stolz darauf. 
Die Kultur gehört zum Kölner Markenkern. Dies bestätigt die Umfrage des Kölner Stadt-Anzeigers 
vom 09.01.2014. Leider gibt es bis heute in der Kulturmetropole Köln kein überzeugendes Konzept 
für Kulturmarketing. 
 
Am 24.08.2008 hat der Rat mit breiter Mehrheit die Umwandlung des Wallraf-Richartz-Museum & 
Fondation Corboud in eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung beschlossen und es am 08.04.2014 
dann dauerhaft in diese Rechtsform umgewandelt. Alle anderen Museen werden weiterhin als „Re-
giebetriebe“ geführt.  
 
Die Boston Consulting Group hat am 04.12.2012 den Evaluationsbericht im Kulturausschuss vorge-
legt und darin überzeugend festgestellt, „dass die Vorteile der Umwandlung der Betriebsform die 
Nachteile überwiegen“. Um das Erfolgskonzept Eigenbetrieb auch auf die anderen Museen zu über-
tragen, lieferte die BCG am 26.04.2013 konkrete Vorschläge zur Neuaufstellung der städtischen Mu-
seen und diese zuletzt am 26.04.2013 noch einmal in überarbeiteter Fassung. Exakt 5 Jahre sind seit 
der Studie verstrichen. Seitdem ist nichts mehr geschehen.  
 
Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach hat nach ihrem Amtsantritt am 01.09.2013 wiederholt 
versprochen, sich der Neuordnung der Museen anzunehmen und die Gespräche mit den Museumsdi-
rektorinnen und Museumsdirektoren zu führen. Im Kulturausschuss hat sie am 19.04.2016 angekün-
digt, darüber mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker zu sprechen und danach darüber zu berichten. 
Weitere Anfragen im Kulturausschuss blieben unbeantwortet bzw. ohne genaue Festlegung in die 
Zukunft verschoben.  
 
Es ist daher jetzt an der Zeit, sich wieder mit der Neuordnung der Museen zu befassen. Auch die von 
der Oberbürgermeisterin Henriette Reker beim traditionellen „Herrenessen“ der Freunde und Förderer 
des Kölnischen Stadtmuseums im Jahr 2016 bekannt gegebene Absicht, für die Museen eine Gene-
raldirektion als „Primus inter Pares“, einzurichten ist offensichtlich leider wieder im Sande verlaufen. 
 
Die FDP-Fraktion bittet in diesem Kontext um die Beantwortung der Fragen: 
 
1. Wann wird die Verwaltung ein tragbares Konzept zur Neuaufstellung der Kölner Museen vorle-
gen? 
2. Was wurde konkret in dieser Angelegenheit seit den oben genannten Daten unternommen und 
wie ist der Sachstand in den offenen Prozessen?

2 
 
B. Stellungnahme der Verwaltung 
Der Rat hatte die Verwaltung mit dem Beschluss zur dauerhaften Führung des Wallraf-Richartz-
Museum & Fondation Corboud als eigenbetriebsähnliche Einrichtung vom 08.04.2014 unter anderem 
beauftragt, das Verfahren zur Erarbeitung einer zukunftsweisenden Betriebsorganisation der Kölner 
Museen konstruktiv und ergebnisoffen zu verfolgen.  
Die Möglichkeiten zur Verbesserung der Betriebsorganisation der Museen werden seit vielen Jahren 
erörtert und mündeten im ersten Schritt 2008 in die Betriebsumwandlung des Wallraf-Richartz-
Museum & Fondation Corboud in eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung. Hiernach wurden die As-
pekte zur Weiterentwicklung der Betriebsorganisation der Museen regelmäßig sowohl mit der Muse-
umsdirektorenschaft als auch mit Herrn Oberbürgermeister Roters und seither mit Frau Oberbürger-
meisterin Reker erörtert.  
Dabei wurde und wird der Fokus auf die Verbesserung der Arbeitssituation der Museen gelegt. Über 
die von Frau Oberbürgermeisterin Reker initiierte Verwaltungsreform zeigen sich gute Anknüpfungs-
punkte, die Thematik in die Gesamtstrategie und den Reformprozess einzubetten.  
Konkret wird das Leitprojekt „Museen, Menschen, Medien – neue Strategien für den Standort Köln“ 
unter Federführung des Museumsdienstes umgesetzt. Die Inhalte dieses Leitprojektes wurden dem 
Ausschuss Kunst und Kultur bereits zur Sitzung am 05. Dezember 2017 per Mitteilung unter der Vor-
lagennummer 3673/2017 vorgestellt. 
 
Dieses Leitprojekt gliedert sich in zwei Handlungsstränge mit folgenden Inhalten 
1. Übernahme zentraler Serviceaufgaben mit dem Ziel einer Entlastung der Museen zugunsten einer 
Konzentration auf die musealen Kernaufgaben sowie Verschlankung und Effizienzsteigerung. 
2. Gewinnung und Bindung von Publikum durch den Ausbau der Handlungsbereiche Marketing und 
Kommunikation sowie Kulturvermittlung und Kulturelle Bildung. 
Insbesondere durch den Punkt 1 sollen die festgestellten Optimierungsmöglichkeiten projektiert ge-
prüft und umgesetzt werden. Dabei soll eine Entlastung der Museen zugunsten einer Konzentration 
auf die musealen Kernaufgaben durch die Übernahme von Serviceaufgaben im Verwaltungsbereich 
mit dem Ziel einer Verschlankung und Effizienzsteigerung im Fokus stehen. U.a. werden im Projekt 
die folgenden Verbesserungen verfolgt: 
 IT-Sicherheit und Datenschutz 
 „Dezentrale“ Vergabestelle entspr. KVO 
 Projektierung zur Optimierung der Kassensysteme 
 strategische IT-Entwicklung z.B. von Komponenten wie eTicketing und ePayment und Fachadmi-
nistration aller Museumsanwendungen 
 Ausbau des IT-Netzes der Museen inkl. WLAN in den Häusern insbes. in den Ausstellungsberei-
chen 
 Unterstützung der Museen in Verwaltungsaufgaben wie die Koordination von Stellenplänen, Bud-
gets und Vergaben, Rahmenverträgen bzw. Bedarfen im Schulterschluss mit den Häusern 
 Terminmanagement/Koordination für Sonderausstellungen 
 Unterstützung und Beratung der Museen bei Drittmittelanträgen und der Akquise von Dritt- und 
Fördermitteln wie auch Fundraising 
 Ansprech- und Betreuungsstelle für Stifter/innen und Sponsoren. 
 
Das Projekt wird mit erster Priorität umgesetzt. Über die weitere Entwicklung und die konkreten Um-
setzungsergebnisse wird an den Ausschuss für Kunst und Kultur berichtet. 
 
 
gez. Laugwitz-Aulbach

Beratungsverlauf (1)

17.04.2018 Ausschuss Kunst und Kultur
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1233/2018
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
17.04.2018
Erstellt
17.04.2018 09:52