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4353/2016

Machbarkeitsstudie für eine "Kölner Südbahn S 16"

Beschlussvorlage Ausschuss 24.01.2017

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Nächste Beratung: Verkehrsausschuss, Sitzung am 31.01.2017, TOP 4.2

Anlage 0 Dringlichkeitsbegründung

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Beschlussvorlage Ausschuss

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Anlage 0 Dringlichkeitsbegründung

932 Zeichen

Anlage 0 
Session-Vorlage 4353/2016 
 
Betreff: Machbarkeitsstudie für eine "Kölner Südbahn S 16" 
 
 
Dringlichkeitsbegründung: 
„Aussagen zum Leistungsumfang der der Machbarkeitsstudie vorzuschaltenden 
betrieblichen Untersuchung lagen der Verwaltung erst in der 2. KW 2017 vor. Um die 
geplanten Untersuchungen zur Machbarkeit einer Kölner Südbahn / S16 beauftragen zu 
können, ist die Bewilligung städtischer Mittel schnellstmöglich zu erteilen.  
Da die S 16 in direktem Zusammenhang mit den großen städtebaulichen 
Entwicklungsprojekten Parkstadt Süd, Deutzer Hafen und TH-Campus steht, würde eine 
Verschiebung des Beschlusses auf die nächste turnusmäßige Sitzung eine Verzögerung der 
Ergebnisse zur möglichen SPNV-Erschließung der genannten Projekte um mindestens zwei 
Monate nach hinten verschieben, was angesichts der jeweils weit fortgeschrittenen 
Projektstadien einer zügigen Realisierung potenziell abträglich wäre.“

Beschlussvorlage Ausschuss

10552 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VI/15/151 
151/3 
Vorlagen-Nummer 
 4353/2016 
Freigabedatum 24.01.2017
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Machbarkeitsstudie für eine "Kölner Südbahn S 16" 
Beschlussorgan 
Verkehrsausschuss 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Verkehrsausschuss stimmt der Beteiligung der Stadt Köln an der Finanzierung einer Machbar-
keitsstudie für eine „Kölner Südbahn S 16“ in Höhe von 50% der Gesamtkosten aus Mitteln nach § 11 
Abs. 2 ÖPNV-Gesetz NRW zu. 
 
 
Alternative: 
Der Verkehrsausschuss beschließt, dass sich die Stadt Köln nicht an der Machbarkeitsstudie beteili-
gen soll. 
 
 
Verkehrsausschuss 31.01.2017

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Begründung: 
Zur Verbesserung der künftigen Verkehrsverhältnisse und der Erreichbarkeit innerstädtischer Ziele ist 
die „S-Bahn-Linie S 16“ als Zukunftsmaßnahme mit dem Zeithorizont 2030+ am 17.03.2016 von der 
Zweckverbandsversammlung der Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) in den Nahverkehrsplan auf-
genommen worden.  
Die Verwaltung möchte, gemeinsam mit dem NVR, die Machbarkeit des Projektes untersuchen las-
sen. Gegenstand der Beauftragung ist der im Nahverkehrsplan des NVR abgebildete Linienverlauf 
von Leverkusen nach Au (Sieg) über Köln Hbf, Köln-Süd, Köln-Deutzer Hafen, Köln/Bonn Flughafen 
und Troisdorf, wobei in dieser Machbarkeitsstudie der Abschnitt zwischen Abzweig Köln-Süd und der 
Einfädelung in die Personenzug- und S-Bahn-Stammstrecke Köln – Troisdorf am ehemaligen Perso-
nenbahnhof Köln-Kalk begutachtet werden soll.  
Zu untersuchen sind sowohl die verkehrliche und technische Machbarkeit als auch die volkswirt-
schaftliche Sinnfälligkeit (Nutzen-Kosten-Analyse).  
Als Angebotsprofil wird für den innerstädtischen Abschnitt eine Bedienung durch die S 16 im 20-Min-
Takt unterstellt. Für die Zielstufe wird der Ausbau der S-Bahn-Stammstrecke Köln für die 2,5 Min-
Taktfolge ebenso unterstellt, wie das Vorhandensein der S-Bahn-Spange zwischen Köln Hansaring 
und Köln-Süd mit eigenem S-Bahn-Gleiskörper. Im Fokus steht hier ausschließlich der öffentliche 
schienengebundene Nahverkehr. Die Untersuchung des Güterverkehrs ist nicht Gegenstand der Stu-
die.  
 
Bestandteil der Untersuchung soll ein Stufenkonzept sein, mit dem – ausgehend von Status quo-
Zustand – der Zielzustand erreicht wird. In einer ersten Stufe sind z.B. Regionalverkehre zu identifi-
zieren, die sich für eine Führung über die Südbrücke eignen und die mit Ausnahme des/der Halte-
punktneubauten möglichst ohne weiteren Infrastrukturausbau geeignet sind. 
Die Untersuchung berücksichtigt für den Zielzustand die geplanten Haltepunkte „Bonner Wall“ (in Hö-
he der Querung der Bonner Straße), „Köln-Deutzer Hafen“ (in Höhe der Eisenbahnüberführung über 
die Siegburger Straße) und „Köln Technische Hochschule“ (in Höhe der Eisenbahnüberführung Deut-
zer Ring/ Gremberger Straße). 
Mit der Realisierung der S 16 würden sowohl die derzeit größten städtebaulichen Entwicklungsprojek-
te in Köln, Parkstadt Süd und Deutzer Hafen, als auch der geplante Campus der TH Köln direkten 
Anschluss an das S-Bahnnetz mit attraktiver Direktverbindung zahlreicher Ziele in der linksrheini-
schen Innenstadt sowie an den Flughafen Köln/Bonn erhalten. 
Damit der potenzielle Flächenbedarf der S 16 im Rahmen der aktuellen Planverfahren zur Parkstadt-
Süd und Deutzer Hafen als Vorgabe berücksichtigt werden kann und die Verfahren nicht verzögert 
werden, haben NVR und Stadtverwaltung eine Vorstudie bereits gesondert beauftragt. Das Ergebnis 
der Vorstudie (Aussagen über den Flächenbedarf anhand einer Grobtrassierung) wird der Machbar-
keitsstudie beigestellt. Das gleiche gilt für die Ergebnisse einer betrieblichen Untersuchung, die eben-
falls vorab beauftragt wird. Ziel der Untersuchung ist es, ein Betriebskonzept zu definieren, das als 
Grundlage für die im Rahmen der Machbarkeitsstudie zu erbringenden Nachweise der technischen 
und verkehrlichen Machbarkeit dient. Folgende Leistungen sollen Bestandteil der betrieblichen Unter-
suchung sein: 
1. Darstellung Fahrplankonzept 2030 (Zielkonzept) 
a. Bahnhöfe hinsichtlich 
i. Bahnsteigkanten 
ii. Bahnsteiglängen 
b. Streckenbeschreibung hinsichtlich 
i. Langsamfahrstellen 
ii. Ein- / Zweigleisigkeit

3 
iii. eigene S-Bahn-Gleise 
d. Umfang des Güterverkehrs (wenn Daten von DB Netz vorliegen) 
a. Bildfahrplanerstellung des Zustandes 2030 
b. Hinweise auf Möglichkeiten zu Verbesserungen der Infrastruktur 
2. Planfall 
a. S-Bahn S 16 im 20-Min-Takt 
3. Planfall Optimierungen hinsichtlich 
a. Reisegeschwindigkeit 
b. Bedienungsqualität (Anzahl der Züge pro Stunde und Halt) 
c. Infrastruktureller Aufwand 
d. Fahrzeugeinsatz 
 
Die eigentliche Machbarkeitsstudie soll in insgesamt vier Module eingeteilt werden. Modul A umfasst 
die technische Machbarkeit, Modul B die verkehrliche Machbarkeit, in Modul C  erfolgt die Berech-
nung des volkswirtschaftlichen Nutzens durch eine vereinfachte Standardisierte Bewertung und Mo-
dul D dient der Dokumentation der Ergebnisse.  
Ein Arbeitskreis aus den Projektbeteiligten (NVR und Stadt Köln) wird die Erarbeitung der Machbar-
keitsstudie in enger Abstimmung begleiten. 
Auf Basis der vom NVR durchgeführten unverbindlichen Preisauskünfte von drei renommierten Pla-
nungsbüros ist von Gesamtkosten in Höhe von 166.964,50 Euro netto bzw. 198.687,76 Euro brutto 
auszugehen. Hierin sind die Kosten der Vorstudie, die sich laut Angebot auf 9.964,50 Euro netto be-
laufen, ebenso enthalten wie die Kosten für die betriebliche Untersuchung von ca. 30.000,00 Euro 
netto. Mögliche Nebenkosten der Vorstudie, wurden auf maximal 5.000 Euro netto geschätzt. 
Es ist vorgesehen, dass NVR und Stadt Köln sich anteilig an den Kosten beteiligen. Der NVR und 
Stadt Köln übernehmen somit jeweils 50% der Kosten der Machbarkeitsstudie, der Vorstudie und der 
betrieblichen Untersuchung sowie der eventuell anfallenden zusätzlichen Kosten, jedoch maximal 
83.482,25 Euro netto.  
Die Finanzierung des Kölner Anteils soll aus den nach § 11 Absatz 2 ÖPNV-Gesetz NRW bereit ge-
stellten Mitteln erfolgen und führt somit nicht zu einer zusätzlichen Belastung des städtischen Haus-
halts. 
Nach erfolgtem Beschluss werden NVR und Stadtverwaltung eine Verwaltungsvereinbarung für die 
gemeinsame Beauftragung der Machbarkeitsstudie unterzeichnen. Der NVR wird daraufhin umge-
hend die Ausschreibung vornehmen. 
Nachfolgend sind die geplanten Inhalte der Machbarkeitsstudie im Einzelnen aufgeführt: 
 
Modul A: Technische Machbarkeit  
 
1. Bestandsaufnahme der heutigen Infrastruktur  
a. Gleisanlagen  
b. Aufzeigen von planungsrechtlichen Randbedingungen hinsichtlich 
i. Planungsrecht (Altlasten, Biotope, Denkmalschutz, Brücken)  
ii. Grunderwerb 
iii. Flächennutzungsplan  
iv. Städtebauliche Planungen/Konzepte 
v. Bebauungsplan  
vi. Zeitliche Aspekte (Beteiligungsverfahren, Aufstellung)  
 
2. Bauliche Maßnahmen durch die unter der betrieblichen Machbarkeit genannten Planfälle 
hinsichtlich 
a. Gleisanlagen

4 
b. Leit- und Sicherungstechnik  
c. Umbauten vorhandener Verkehrsstationen und Neubau der drei S-Bahn-Stationen 
„Bonner-Wall“, „Köln-Poll“ und „Köln Technische Hochschule“ 
d. Anbindung an die Strecken 2621/2651 und 2691/2692 
e. Lage und Dimensionierung von B+R-Anlagen  
f. Bemessung der Zugangsbreiten am Bahnsteig nach dem Verkehrsaufkommen  
g. Bahnsteigbauweisen  
h. Maßnahmen zur Elektrifizierung potentieller neuer Gleisanlagen  
i. Lärmschutz  
j. Barrierefreiheit  
k. Ermittlung der Investitionskosten 
 
Modul B: Verkehrliche Machbarkeit  
 
1. Übernahme der aktuellen Nachfragedaten MIV und ÖPNV aus der Mobilität in Deutschland 
von 2008 (MiD 2008) 
 
2. Übernahme und Sichtung vorhandener Zähldaten 
 
3. Übernahme der heutigen Fahrplanangebotsstrukturen im Untersuchungskorridor  
hinsichtlich 
a. SPNV 
i. Taktangebot  
ii. Bedienungszeiten  
b. ÖPNV 
i. Taktangebot  
ii. Bedienungszeiten 
 
4. Sichtung und Zusammentragen der Informationen zu heutigen Strukturen im Untersuchungs-
korridor hinsichtlich 
a. Pendlerverflechtungen  
b. Strukturdaten (Einwohner, Beschäftigte, Schüler, etc.) unter Berücksichtigung der ak-
tuellen Bevölkerungsprognose IT NRW 2040 
c. Berechnung der entstandenen Nachfrage  
d. Abbildung der aktuellen Nachfragebelastungen im Schienenuntersuchungskorridor 
 
5. Ermittlungen der unter der betrieblichen Machbarkeit genannten Planfälle 
hinsichtlich 
a. Absehbare Strukturentwicklungen unter Berücksichtigung der aktuellen Bevölkerungs-
prognose IT NRW 2040 
b. Absehbare MIV-Netz-Maßnahmen in 2030 
c. Absehbare ÖV-Maßnahmen in 2030 
 
6. Nachfrageszenario für die unter der betrieblichen Machbarkeit genannten Planfälle  
hinsichtlich 
a. Übernahme, Sichtung und Zusammentragung der verschiedenen Konzepte und Maß-
nahmen  
b. Hochrechnung der Nachfragematrizen IV und ÖV anhand der  Strukturdatenverände-
rungen

5 
c. Berechnung der Modal-Split-Veränderungen aufgrund der Netzänderungen durch die 
S-Bahn  
d. Berechnung der neuen Nachfrage  
e. Darstellung der zukünftigen Verkehrsbelastung im Untersuchungsraum auf den Schie-
nenstrecken  
7. Ermittlung der verkehrlichen Wirkung  
a. Überprüfung des Stadtbahnnetzes (Linien 5, 16) hinsichtlich Reisezeitverkürzung Nord-
Süd-Stadtbahn  
b. Überprüfung des Stadtbahnnetzes (Linien 1, 7, 9) auf mögliche Entlastungswirkungen 
an den Schnittpunkten der Westspange (Aachener Straße / Dasselstraße/Bf. Süd) und 
den rrh. Verknüpfungen („Technische Hochschule“ / „Deutzer Hafen“) 
c. Überprüfung des Busnetzes hinsichtlich der Verknüpfungen mit Haltepunkten 
i. Taktanpassung und Taktverschiebung 
ii. Modifizierung von Linienwegen 
d. Einarbeitung der Veränderungen in die Verkehrsnetze  
e. Abschätzung der Fahrgastpotentiale hinsichtlich 
i. Fahrgastnachfrage (Neuverkehre, verlagerte Verkehre vom Regionalverkehr)  
ii. Reisezeiten  
iii. Erreichbarkeit  
iv. Modal-Split  
f. Potentiale zur Verbesserung von Verknüpfungen zwischen IV und ÖV  
g. Ableitung der Potentiale durch Verbesserung der Verknüpfungspunkte durch B+R-
Anlagen  
 
Modul C: Vereinfachte Standardisierte Bewertung  
 
1. Nutzen-Kosten-Untersuchung  
a. Kosten  
i. Betriebskosten  
1. Fahrpersonalstunden  
2. Energieverbrauch  
3. Fahrzeugunterhaltung  
ii. Infrastrukturkosten  
b. Nutzen  
i. Verkehrliche Wirkung (Nachfrage)  
ii. Erlöse  
iii. Umweltbelange  
iv. Reisezeitvorteile  
v. Fahrleistung  
c. Nutzen-Kosten-Indikator  
 
Modul D: Dokumentation  
 
1. Ergebnisbericht (2 Exemplare) 
a. Digital 
b. Heft 
c. Grafische Darstellung der Planungen

Beratungsverlauf (1)

31.01.2017 Verkehrsausschuss
TOP 4.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
4353/2016
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
24.01.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27