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AN/0229/2022

Antrag zur Berücksichtigung der Kölner Migrationsgeschichte bei der Neukonzeption des Kölner Stadtmuseums

Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates 26.01.2022

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Nächste Beratung: Integrationsrat, Sitzung am 08.02.2022, TOP 6.1

FachAK 1 - Antrag Stadtmuseum

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FachAK 1 - Antrag Stadtmuseum

4313 Zeichen

FachAK 1          25.01.2022 
 
 
 
 
An den  
Vorsitzenden des Integrationsrates 
Herrn Tayfun Keltek 
 
An die  
Geschäftsstelle des Integrationsrates 
Herrn Andreas Vetter 
 
 
 
Antrag gem. § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates 
 
Gremium Datum der Sitzung 
Integrationsrat 08.02.2022 
 
Antrag zur Berücksichtigung der Kölner Migrationsgeschichte bei der Neukonzeption 
des Kölner Stadtmuseums 
Beschluss: 
Die Verwaltung wird aufgefordert bei der Neukonzeption des Kölner Stadtmuseums den auf 
Initiative des Integrationsrates gefassten Beschluss des Rates aus dem Jahr 2014 zu beach-
ten und die jüngere Zuwanderungsthematik nach Köln (in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg) in 
angemessener Weise in der Dauerausstellung einzubinden. Hier sollen die unterschiedlichen 
Beweggründe einer Zuwanderung dargestellt, sowie die Größe der unterschiedlichen Zu-
wanderungsgruppen und –ethnien entsprechend berücksichtigt werden. 
 
Begründung: 
Migration gehörte schon immer zu einer Stadt wie Köln. Dennoch hat sich ethnische Vielfalt 
der Kölner Bevölkerung in den vergangenen Jahrzehnten in vorher nicht gekannter Weise 
verändert. Mittlerweile leben in Köln 440.000 Menschen mit internationaler Familiengeschich-
te. Der Integrationsrat begleitet den im Zusammenhang mit der Globalisierung stattfindenden 
Zuwanderungs- und damit auch Veränderungsprozess in der Stadt, engagiert sich für ein 
friedliches Zusammenleben und setzt sich dafür ein, die in der Zuwanderung liegenden Po-
tentiale zu erkennen und zum Wohle der Stadt auszuschöpfen. Gleichzeitig möchte er für die 
Lebensrealität dieser Menschen sensibilisieren. 
Um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt weiter zu verbessern und die Po-
tentiale von Migration deutlich zu machen, ist eine Berücksichtigung der Thematik im Sinne 
des Antragstextes erforderlich. Das Stadtmuseum ist aufgefordert, mit seiner Darstellung der 
Zuwanderung in der Stadtgeschichte einen wesentlichen Beitrag zu einem gemeinsamen 
Kölner Wir-Gefühl leisten. Hierfür ist es von großer Wichtigkeit, dass der Beitrag dieser 
440.000 Kölner*innen an der stadtgeschichtlichen Entwicklung von Köln in angemessener 
Weise deutlich gemacht und vermittelt wird.  
Bei der konzeptionellen Erarbeitung ist es wichtig zu berücksichtigen, inwieweit die konkre-
ten Museumsmitarbeitenden die Kompetenz haben, wichtige Zeugnisqualitäten der Objekte 
und Themen zu erschließen, wie zum Beispiel Kenntnisse der Sprache, Geschichte und (All-
tags-) Kultur der behandelten Zuwanderungsgruppen. Ggfls. sind hier entsprechend kundige 
Fachkräfte zu beauftragen.

Das geplante Haus der Einwanderungsgesellschaft von DOMID in Köln Kalk behandelt das 
Thema auf bundesrepublikanischer Ebene und hat eine andere Schwerpunktsetzung. Dies 
ist kein Ersatz für die beantragte Darstellung im Stadtmuseum. 
Zur Historie: 
Der Rat der Stadt Köln hatte im Jahr 2014 ein Interkulturelles Maßnahmenprogramm mit 
verschiedenen Handlungsempfehlungen verabschiedet https://ratsinformation.stadt -
koeln.de/si0057.asp?__ksinr=13276   
Bzgl. des Stadtmuseums wurde damals folgende Handlungsempfehlung formuliert:  
„Angemessene Darstellung der jüngsten Zuwanderungsthematik in der Stadtgeschichte des 
Stadtmuseum u.a. in Kooperation mit Domid (Dokumentationszentrum und Museum über die 
Migration in Deutschland e.V.). bei der Neukonzeption des Museums nach dessen Gene-
ralsanierung.“ 
Die Kulturverwaltung hatte dies wie folgt kommentiert:  
„Das Thema Migration/Integration ist für viele historische Museen (darunter auch das Stadt-
museum) in den letzten Jahren zu einem wichtigen Aspekt geworden. Migration und Integra-
tion sind Konstanten, die für eine Stadt wie Köln schon seit 2000 Jahren zum Alltag gehören. 
Die Geschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist im KSM nicht präsent. Das 
Stadtmuseum steht vor einer Generalsanierung und Neuinszenierung, so dass für die neue 
Dauerausstellung sowohl die Einbindung des Themas in der chronologischen Präsentation 
als auch ein spezieller Themenraum Migration geplant ist. Es wird weiterhin versucht, das 
Thema in Sonderausstellungen zu berücksichtigen“, 
sowie eine Umsetzung im lfd. Geschäft der Verwaltung angekündigt.  
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
Malik Karaman, Turan Özkücük, Anna Maria Klimaszewska-Golan, Gönül Topuz

Beratungsverlauf (1)

08.02.2022 Integrationsrat
TOP 6.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

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Details

Aktenzeichen
AN/0229/2022
Typ
Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
Datum
26.01.2022
Erstellt
26.01.2022 11:24