0792/2025
Projektanträge im Rahmen des Bürgerorientierten Verfügungsfonds für das Soziale-Stadt-Gebiet „Porz-Mitte“
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Anlage 1: Projektantrag Polit-Talk: Mitreden in Porz-Mitte
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Stadt Köln Soziale-Stadt-Gebiet "Porz-Mitte" Antrag auf Zuwendung aus dem Verfügungsfonds Die Oberbürgermeisterin Amt für Stadtentwicklung und Statistik 152/12 Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln Telefax 0221 / 221- 28493E-Mail vf_porz-mitte@stadt-koeln.de Antrag auf Gewährung einer Zuwendung aus dem Bürgerorientierten Verfügungsfonds "Porz-Mitte" Antragsteller*in Ansprechperson Familienname Vorname Straße und Hausnummer Postleitzahl Wohnort Telefonnummer Faxnummer E-Mail-Adresse Projekttitel Projektbeginn Projektende Beschreibung des Projektes (sofern nötig, kann eine Anlage beigefügt werden) Wie sieht das Projekt im Detail aus? Seite 1 von 4 Jugendzentrum Köln gGmbH Terboven Alexander Christianstraße 82 50825 Köln 017632819902 0221 - 54 600 - 345 a.terboven@glashuette.jugz.de Polit-Talk: Mitreden in Porz-Mitte 15.04.2025 30.06.2025 Beim Polit-Talk handelt es sich um ein Kooperationsprojekt vieler Träger und (vor allem Jugend-) Einrichtungen aus Porz, z.B. HOT Porz, Pro Humanitate, OT Poll u.m... Die Jugendlichen sollen in einen Austausch mit politischen Vertretern aus Porz kommen und über ihre Anliegen, ihre Lebenswelt und vor allem ihren Stadtteil und Porz-Mitte und dessen Entwicklungsprozess sprechen. Die Veranstaltung wird durch das Kinder- und Jugendforum Porz begleitet und organisiert. Professionelle Moderation soll über den Jugendring erfolgen. Professionelle Betreuung der Jugendlichen ist durch pädagogische Fachkräfte vor Ort gegeben. Als Termin ist voraussichtlich der 13. Juni (Freitagnachmittag ab 15 Uhr in der Glashütte) geplant. Das detaillierte Konzept befindet sich im Anhang. Anhang zum Antrag für den bürgerorientierten Verfügungsfond Poli-Talk – Mitreden Demokratieprojekt mit Jugendlichen aus Porz Ein Austausch zwischen politischen Vertretern und Jugendlichen aus Porz Das Projekt richtet sich insbesondere an Jugendliche aus Porz im Alter von 12 Jahren bis 27 Jahre Beschreibung des Projektes Die C orona-Pandemie, der Klimawandel , die weltweiten Kriege und Konflikte, haben bei Jugendlichen Spuren hinsichtlich ihres Verhältnisses zu Demokratie und politischer Te ilhabe hinterlassen, wobei sich bereits bestehende Frustrat ion und Exklusionsdynamiken noch verstärkt haben. Gleichzeitig zeigen viele Jugendliche durchaus Wille und Interesse an demokratischer Partizipation. Es ist zu beobachte n, dass die Politisierung de r Jugend zunehmend außerhalb der Institutionen der repräsentativen Demokratie stattfindet, wie beispielsweise auf der Straße oder in den sozialen Netzwerken. Viele Jugendliche hatten bereits vor der Pandemie das Gefühl politischer Exklusion. Die Krisen der letzten Monate und Jahre verstärken die Frustration über etablierte demokratische Prozesse. Kinder und Jugendliche haben kaum Möglichkeiten, auf politische Proze sse einzuwirken. Die wichtigste Einflussmöglichkeit in unserer Demokrat ie ist die Teilnahme an Wahlen. Dies ist bislang bei den Bundestagswahlen den Erwachsenen vorbehalten . In NRW können Jugendliche schon ab 16 Jahren bei der Landtagswahl und Kommunalwahl teilnehmen. Für die nächste Kommunalwahl im September 2025 wird auch die Porzer Jugend angesprochen sein. Darüber hinaus gibt es verschiedene Formen der Jugendbeteiligung. Sie bieten die Chance, die Sichtweise von Kindern und Jugendlichen in die Politik einfließen zu lassen. Davon profitieren nicht nur die Jugendlichen selb st, sondern die gesamte Gesellschaft. Denn auf diese Weise machen Jugendliche die Erfahrung, dass ihre Meinung gehört wird und dass sie Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen können. Solche Erfahrungen bieten auch die Möglichkeit, „Demokratie zu ler nen“ Die unterschiedlichen Formate einer Jugendbeteiligung fördern die Fähigkeiten, sich mit politischen Fragestellungen auseinander zu setzen und die eigene Meinung zu artikulieren. Darüber hinaus wird die Fähigkeit geschult, die Meinung anderer anzuhören und schließlich Kompromisse zu schließen. Damit werden grundlegende demokratische Werte wie Mitsprache, Gleichheit und Toleranz vermittelt. Porz ist gekennzeichnet durch Diversität und wirtschaftlich herausfordernde Lebenslagen. Für die Besucher*innen de r Jugendzentren besteht ein verstärkter Förderbedarf. O ft fallen sie durch das Raster üblicher Freizeitangebote, die sie aus finanziellen oder familiären Gründen nicht wahrnehmen können. Umso wichtiger ist es, diesen jungen Menschen die Chance zu geben, ei nen leichten und niedrigschwelligen Zugang zu politischen Mandatsträgern aus ihrem Lebensumfeld zu finden und auch mit den jugendpolitischen Sprechern ins Gespräch zu kommen, wo ihre Wünsche, Interessen und Bedürfnisse in den Vordergrund gestellt werden. Eine solche Gesprächsrunde ist geplant. Hierbei soll das grundlegende Interesse an den teilnehmenden Jugendlichen im Vordergrund stehen. Beispielsweise durch Fragestellungen: wie informieren sie sich über das, was auf der bezirklichen Ebene geplant oder en tschieden wurde, was bewegt sie, was ist ihnen wichtig, was läuft ihrer Meinung nach gut, was soll sich ändern. Gerade bei der Revitalisierung der Porzer Innenstadt ist es wichtig, dass sich die jungen Menschen aus Porz mit ihren Wünschen und konkreten Anr egungen einbringen und so jugendrelevante Aspekte in die Neugestaltung der Stadtmitte einfließen. Es können auch allgemeine Themen wie Zukunftsunsicherheit, Umweltproblematik, Kriegsgefahr, Wirtschaftskrisen, Fachkräftemangel, Rassismus, Homophobie etc. zur Sprache kommen. Der Fokus liegt auf den Wünschen und Bedürfnissen der Jugend. Diese beziehen sich in der Regel auf ihr Lebensumfeld und somit auf die Belange des Stadtbezirks Porz. Sie können ihre Fragen an die Politiker*innen im Vorfeld zusammentragen und auf einer Stellwand präsentieren. Unter dem Motto: Jugendliche fragen – Politiker antworten. Aber auch die politischen Mandatsträger selbst können sich mit ihren Fragen aktiv an di e Jugendlichen wenden. So fühlen sich Jugendliche mit ihren Sorgen und Bedarfen ernst und wahrgenommen. Die grundlegende Haltung dabei ist, dass Vertreter politischer Parteien, aber auch pädagogische Fachkräfte und junge Menschen im Dialog miteinander und voneinander lernen. Dies steigert deren Demokratie-Bewusstsein, das eng zusammenhängt mit der Erfahrung von fairem Miteinander. Die Sensibilisierung für den Sinn und Zweck von Rechten sowie das Erfahren von demokratischen Prozessen während der Veranstaltung ist eine wichtige Grundlage für die Entwicklung eines demokratischen Selbstverständnisses bei den teilnehmenden Jugendlichen. Die Jugendlichen werden bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung aktiv eingebunden. Hierdurch erproben sie Methoden der Mitgestaltung und Mitwirkung. Als Wertschätzung können sie ein Mitw irkungszertifikat erhalten und dieses für ihre Bewerbung um Praktikums- und Ausbildungsstellen nutzen. Dieser Demokratietag der Jugend soll in einem attraktiven Veranstaltungsrahmen in der Jugendeinrichtung Glashütte stattfinden. Alle Porzer Jugendlichen s ind angesprochen, insbesondere die aus der Offenen Kinder - und Jugendarbeit. Aber auch darüber hinaus Jugendliche, die keine Einrichtung besuchen und über die Schulen informiert sind. Zum Rahmenprogramm gehört die Bereitstellung von Speisen und Getränken. Zudem soll es verschiedene Mitmachaktionen geben wie beispielsweise eine mobile Kletterwand, ein Sportcontainer, 3 D Brillen. Die inklusive OT Ohmstraße wird sich speziell für Jugendli che mit Einschränkungen mit passenden Angeboten einbringen. Zusätzlich können künstlerische Darbietungen das Event jugendgerecht präsentieren. Zur Umsetzung eines jugendgerechten Dialogtages mit Politiker*innen sind neben der Einbeziehung aller Porzer Ein richtungen im Handlungsfeld der Offenen Kinder - und Jugendarbeit auch Kooperationen mit dem Kölner Jugendring, dem Jugendzentrum digital, der Sportjugend Köln sowie mit weiterführenden Schulen aus Porz geplant. Der Poli-Talk sollte noch vor den Sommerferi en, ca. Mitte Juni, an einem Freitagnachmittag ab 15.00 Uhr in den Räumen der Glashütte und auf dem Außengelände der Glashütte stattfinden. Anhang: Weitere Erläuterungen im Nachgang der Einreichung Zu den Kosten für die Verpflegung: Es wird für das Projekt kein Catering bestellt, sondern das Jugendzentrum kauft selbst Getränke und Essen im Supermarkt ein. Der kalkulierte Betrag beruht auf Erfahrungswerten. Im Zuge der Umsetzung werden dann nur die tatsächlichen Kosten über die Einkaufsbelege abgerechnet. Zu dem Programmposten “Break Dance No Limits”: Um Jugendliche für das Projekt zu gewinnen, sollen weitere Angebote vor Ort stattfinden. An der Break Dance Show nehmen Jugendliche aus dem Umfeld des Jugendzentrums teil, daher gehen die Antragsstellenden davon aus, dass die Ankündigung die Besucherzahlen erhöht. Für die Realisierung fallen Honorarkosten für die Leiter des Projekts an, die deshalb im Antrag mit kalkuliert sind.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0792/2025
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 18.03.2025
- Erstellt
- 13.03.2025 12:58