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KRhR 6/2022

Anfrage der Fraktion DIE LINKE./Volt ,,Nachhaltige Energie im Rheinischen Revier durch Wasserbatterien''

Sitzungsvorlage Kommission Rheinisches Revier 06.05.2022

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Nächste Beratung: Kommission Rheinisches Revier, Sitzung am 06.05.2022, TOP 9.3

Sitzungsvorlage Kommission Rheinisches Revier (Anfrage DIE LINKE-Volt vom 26.04.2022)

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Sitzungsvorlage Kommission Rheinisches Revier (Anfrage der Fraktion DIE LINKE./Volt ,,Nachhaltige Energie im Rheinischen Revier durch Wasserbatterien'')

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Sitzungsvorlage Kommission Rheinisches Revier (Anfrage DIE LINKE-Volt vom 26.04.2022)

7801 Zeichen

Fraktion DIE LINKE. / Volt im Regionalrat Köln 
Zeughausstraße 2-10 | Zimmer H 454, 50667 Köln 
E-Mail: fraktion@linke-volt-regionalrat.koeln 
 
 Dienstag, 26. April 2022 
 
 
 
 
 
Anfrage Kommission Rheinisches Revier zur 4. Sitzung am 06.05.2022 
Nachhaltige Energie im Rheinischen Revier durch Wasserbatterien  
  
Sehr geehrter Herr Vorsitzender Spinrath,   
  
auf insgesamt etwa 2500 Quadratkilometern liegt das größte zusammenhängende Braun-
kohlegebiet Europas. Dort baggert aktuell noch der Energiekonzern RWE in den drei aktiven 
Tagebaugebieten Hambach, Garzweiler und Inden jedes Jahr bis zu 100 Millionen Tonnen 
Braunkohle ab.  
  
In den vergangenen Sitzungen der Kommission Rheinisches Revier sowie des Regionalrates 
wurde anschaulich auf die Szenarien nach dem Braunkohleausstieg ab 2030 eingegangen. 
Die Transformation der gigantischen Baggerlöcher in eine Seenlandschaft gilt als gesetzt, 
obgleich eine Wasserknappheit an Rhein und Ruhr droht.  
  
Im Rahmen der Energiewende und nachhaltigen sowie regionalen Stromversorgung bietet 
sich die aktuelle Neuaufstellung des Regionalplanes auch als Chance, innovative und sau-
bere Energiegewinnung einzubeziehen. Auf der Fläche, die dreimal so groß ist wie Berlin, 
bieten sich diverse Chancen von Photovoltaik und Windkraft sowie Wasserbatterien.   
  
Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat die Notwendigkeit einer europäischen Ener-
gieautarkie einmal mehr aufgezeigt und zwingt Bürger*innen, Politik und Unternehmen zu 
einer Neubewertung und Überarbeitung der Energiebeschaffung.   
  
Der den Mitgliedern des Regionalrates Köln erstellte Fachbeitrag der MUST Städtebau GmbH 
empfiehlt hier eine nachhaltige Strategie zur Regionalplanung, inhaltlich geht man dort al-
lerdings nicht weiter auf die Chancen und Möglichkeiten der Energiegewinnung ein. Dabei 
sind für große Energiebedarfe entsprechende Flächen vorzuhalten, mindestens als klar re-
servierte Flächen. 
  
Auch die IHK Köln hat sich in gleich zwei Positionspapieren an die Fraktionen im Regionalrat 
gewandt.   
  
Im Rahmen der regenerativen Energien spielt das Thema Energiespeicherung eine wichtige 
Rolle. Hier wurde bereits 2019 die Idee einer sehr effizienten Wasserbatterie in den Medien 
angesprochen (siehe Referenzen unten).   
  
„Um das Hambacher Loch als Energiespeicher zu nutzen, soll in die durchschnittlich 450 
Meter tiefe Braunkohlegrube mit einer Sohlenfläche von etwa vier Quadratkilometern eine 
100 bis 200 Meter hohe Betonkonstruktion mit einem möglichst großen Innenhohlraum 
DIE LINKE. / Volt im RR | Zeughausstraße 2-10, Zimmer H 454 | 50667 Köln  
An den Vorsitzenden der Kommission Rheinisches Revier 
Herrn Norbert Spinrath

2 
 
gestellt werden. Anschließend wird geflutet. Damit der Baukörper dem auf ihm lastenden 
Wasserdruck sicher widersteht, setzt man ihn aus mehreren Zellen zusammen. Am Boden 
des Betonbauwerks sorgt ein Rohrsystem dafür, dass die einzelnen Segmente miteinander 
verbunden sind, und das Wasser so zu den am tiefsten Punkt installierten Turbinen strö-
men kann, die dafür sorgen, dass das Wasser zügig aus dem Hohlkörper in den umgeben-
den See gepumpt werden kann – oder zur späteren Gewinnung von Strom wieder zurück-
strömen kann.  
  
Welches Speicherpotential mit einer solchen Wasserbatterie möglich ist, haben die beiden 
Professoren überschlägig berechnet: Bei einer Grundfläche des Hohlkastens von vier Quad-
ratkilometern (1000 mal 4000 Meter) und einer Höhe von 100 Metern – bei einer mittleren 
Tiefe (Wasseroberfläche des Sees bis Mitte des Betonkörpers) von 400 Metern – beträgt die 
im Wasser gespeicherte potentielle Energie 300 Millionen Kilowattstunden (kWh). Bei 400 
Meter Tiefe beträgt die potentielle Energie von einem Kubikmeter Wasser rund eine kWh. 
Damit würden bei einem Zyklus mehr als 270 Gigawattstunden (GWh) an elektrischer Ener-
gie gespeichert werden können, was etwa dem Achtfachen dessen entspricht, was alle klas-
sischen deutschen Pumpspeicherkraftwerke speichern können.  
  
Die Erfinder des Wasserbatterie-Konzepts sehen daher im Hambacher Loch die Chance für 
eine riesige Anlage zum Speichern von Ökostrom durch das Umwandeln in potentielle Ener-
gie. Und sie kalkulieren weiter: Bei einer Höhe des Betonhohlkastens von 200 Metern be-
trage die Speicherkapazität rund 480 GWh. Ginge man noch einen Schritt weiter und würde 
das Loch auf 1000 Meter vertiefen und die Sohle auf zwei Kilometer verbreitern (also acht 
Quadratkilometer Fläche), ergäbe sich mit einem 300 Meter hohen Hohlkasten eine Spei-
cherkapazität von 4000 GWh. Bei 100 Füllzyklen im Jahr ließen sich mehr als 250 Milliarden 
kWh speichern, was der vierfachen Menge der derzeitigen Stromproduktion aus Hambach 
entspricht.“ 
(Quelle: FAZ Artikel)  
  
Aus Sicht der Fraktion DIE LINKE. / Volt im Regionalrat Köln scheint hier Potential zu beste-
hen, die Herausforderungen der regenerativen Energien mit einer Lösung zu versehen und 
dabei keine Belange von Anwohner*innen und Unternehmen negativ zu beeinflussen wie 
zum Beispiel beim Pumpspeicherkraftwerk Ruhrtalsperre.  
  
  
Wir bitten daher, nachstehende Fragen zu beantworten, sehr gerne auch im Rahmen eines 
Fachvortrags durch die Bezirksregierung oder Expert*innen wie beispielsweise die pensio-
nierten Physikprofessoren Horst Schmidt-Böcking aus Frankfurt und Gerhard Luther aus 
Saarbrücken.  
  
1) Gibt es ein zukünftiges Gesamtenergiekonzept für den Regierungsbezirk 
Köln und wie sieht dieses aus?   
2) Wie lassen sich Energieparks z.B. Solar, Wind etc. vernetzen und an eine 
Wasserbatterie im „Hambacher Loch“ anschließen?   
3) Für die Einspeisung ist Speicherwasser notwendig, dass z.B. über die 
Rheinwassertransportschiene eingeleitet werden soll. Wie sieht hier ein

3 
 
entsprechendes Szenario aus und wie würde sich eine solche Wasserbat-
terie auf die benötigte Wassermenge auswirken? 
4) Wie sehen die Planungen weiterer Wind- und Solarparks aktuell aus und 
sind diese Teile eines entsprechenden Konzepts?   
5) Ist für die Regionalplanungsbehörde bereits eine Anfrage oder entspre-
chende Diskussion zu einer Wasserbatterie durch RWE, andere Behörden, 
Ministerien oder Parteien eingegangen? Wenn ja: welche Antworten wur-
den gegeben?   
6) Gab es mit RWE als Betreiberkonzern zu einer Wasserbatterie bereits ei-
nen Austausch und wenn ja, wie ist das Ergebnis?   
7) RWE hat 2021 die Idee der „Super-Batterie“ verworfen, da es nicht wirt-
schaftlich sei. Es wird Bezug genommen auf eine studentischen Ab-
schlussarbeit, die zusammen mit dem Fraunhofer Institut erstellt wurde. 
Liegt diese Arbeit der Bezirksregierung Köln vor? Wenn ja: Welche Ein-
schätzung hat die Bezirksregierung Köln zu der Bewertung der „Wirt-
schaftlichkeit“?  Wir bitten, die Arbeit, falls vorliegend, der Antwort beizu-
legen.   
8) Der Bau der Wasserbatterie wird Millionen Tonnen an Beton benötigen, 
welcher bekanntlich keinen geringen CO2-Abdruck hat. Wurde der Bau 
einer Wasserbatterie auch aus einem ökologischen Standpunkt unter-
sucht? 
9) Welchen Einfluss hat der sich stark ändernde Pegel der Batterie und des 
Sees auf die Umwelt und die Bewohner*innen im Umfeld sowie auf das 
Projekt im Ganzen? 
10) Welche Argumente sprechen aus Sicht der Bezirksregierung Köln für und 
welche gegen eine Wasserbatterie?    
 
 
Freundliche Grüße 
 
 
 
 
 
Friedrich Jeschke    Beate Hane-Knoll 
Fraktionsvorsitzender   stellvertretende Fraktionsvorsitzende 
 
 
Weiterführende Links / Referenzen: 
  
 https://www.scinexx.de/dossierartikel/wasserbatterie-im-hambacher-loch/  
 
 https://www.radioerft.de/artikel/tagebau-hambach-eher-keine-wasserbatterie-im-
spaeteren-see-1085327.html  
 
 https://www.faz.net/aktuell/technik-motor/technik/stromspeicher-fuer-wind-und-so-
larstrom-bau-einer-wasserbatterie-16328424.html#void

Sitzungsvorlage Kommission Rheinisches Revier (Anfrage der Fraktion DIE LINKE./Volt ,,Nachhaltige Energie im Rheinischen Revier durch Wasserbatterien'')

5095 Zeichen

Seite 1 von 3 
Sitzungsvorlage Kommission 
Rheinisches Revier 
- öffentlich - 
KRhR 6/2022 
Dezernat 
Regionalplanung, 
Braunkohlenplanung, 
Geschäftsstelle 
Ansprechperson Herr Holger Schilling 
Telefon 0221-147 2356 
BEZIRKSREGIERUNG 
Köln 
 
 
Datum 03.05.2022 
 
Beratungsfolge Termin TOP Beratungsaktion 
Kommission Rheinisches Revier 06.05.2022 9.3 zur Kenntnis 
 
TOP: 
Anfrage der Fraktion DIE LINKE./Volt ,,Nachhaltige Energie im Rheinischen Revier durch 
Wasserbatterien'' 
 
Vorschlag: 
Die Kommission Rheinisches Revier nimmt die Antwort zur Kenntnis. 
 
 
Erläuterungen: 
1) Gibt es ein zukünftiges Gesamtenergiekonzept für den Regierungsbezirk Köln und wie 
sieht dieses aus? 
 
Die Landesregierung NRW hat ein landesweites Energiekonzept erarbeitet. Darüber hin-
aus wurden für die Erneuerbaren Energieträger entsprechende Potentizalstudien erar -
beitet, die sich auf die einzelnen Regionen bzw. Regierungsbezirke herunterbrechen las-
sen. 
Die Regionalplanungsbehörde Köln hat kein eigenes Energiekonzept für die Planungsre-
gion erarbeitet.  
 
2) Wie lassen sich Energieparks z.B. Solar, Wind etc. vernetzen und an eine Wasserbatterie 
im „Hambacher Loch“ anschließen? 
 
Für das Thema der Energieinfrastruktur hat die Bezirksregierung Köln keine Kompeten -
zen oder Fachkenntnisse. Die Frage bezieht sich auf einen Themenkomplex, der außer-
halb des Aufgaben- und Zuständigkeitsbereichs der Bezirksregierung liegt und kann da-
her im Rahmen dieser Anfrage nicht beantwortet werden. 
 
3) Für die Einspeisung ist Speicherwasser notwendig, dass z.B. über die Rheinwassertrans-
portschiene eingeleitet werden soll. Wie sieht hier ein entsprechendes Szenario aus und 
wie würde sich eine solche Wasserbatterie auf die benötigte Wassermenge auswirken? 
 
Für das Thema der Energiespeichertechnik hat die Bezirksregierung Köln keine Kompe-
tenzen oder Fachkenntnisse. Die Frage bezieht sich auf einen Themenkomplex, der au-
ßerhalb des Aufgaben- und Zuständigkeitsbereichs der Bezirksregierung liegt und kann 
daher im Rahmen dieser Anfrage nicht beantwortet werden. 
 
4) Wie sehen die Planungen weiterer Wind- und Solarparks aktuell aus und sind diese Teile 
eines entsprechenden Konzepts?

Sitzungsvorlage Kommission Rheinisches Revier KRhR 6/2022 Seite 2 von 3 
 
Die Kommunen im Rheinischen Revier haben sich, mit dem Ziel die installierte  
Stromerzeugungsleistung der Erneuerbaren Energien auf mindestens 5 Gigawatt im 
Rheinischen Revier bis zum Jahr 2028 auszubauen, zum Gigawatt-Pakt zusammenge -
schlossen.  
 
5) Ist für die Regionalplanungsbehörde bereits eine Anfrage oder entsprechende Diskussion 
zu einer Wasserbatterie durch RWE, andere Behörden, Ministerien oder Parteien einge-
gangen? Wenn ja: welche Antworten wurden gegeben? 
 
Der Regionalplanungsbehörde Köln liegt eine solche Anfrage nicht vor. 
 
 
6) Gab es mit RWE als Betreiberkonzern zu einer Wasserbatterie bereits einen Austausch 
und wenn ja, wie ist das Ergebnis? 
 
Ein fachlicher Austausch zum Thema Wasserbatterie hat bislang nicht stattgefunden. 
 
7)  RWE hat 2021 die Idee der „Super-Batterie“ verworfen, da es nicht wirtschaftlich sei. Es wird 
Bezug genommen auf eine studentische Abschlussarbeit, die zusammen mit dem Fraunhofer 
Institut erstellt wurde. 
Liegt diese Arbeit der Bezirksregierung Köln vor? Wenn ja: Welche Einschätzung 
hat die Bezirksregierung Köln zu der Bewertung der „Wirtschaftlichkeit“? 
Wir bitten, die Arbeit, falls vorliegend, der Antwort beizulegen. 
 
Über die Pläne von RWE zur Idee der Super Batterie ist der Regionalplanungsbehörde nichts 
bekannt. 
 
Die erwähnte Abschlussarbeit liegt nicht vor. 
 
8)  Der Bau der Wasserbatterie wird Millionen Tonnen an Beton benötigen, welcher bekanntlich 
keinen geringen CO2-Abdruck hat. Wurde der Bau einer Wasserbatterie auch aus einem 
ökologischen Standpunkt untersucht? 
 
Dazu liegen der Regionalplanungsbehörde keine Kenntnisse vor. Die Frage bezieht sich auf 
einen Themenkomplex, der außerhalb des Aufgaben- und Zuständigkeitsbereichs der Be -
zirksregierung liegt und kann daher im Rahmen dieser Anfrage nicht beantwortet werden. 
 
9)  Welchen Einfluss hat der sich stark ändernde Pegel der Batterie und des 
Sees auf die Umwelt und die Bewohner*innen im Umfeld sowie auf das 
Projekt im Ganzen? 
 
Dazu hat die Regionalplanungsbehörde keine Kenntnis. Die Frage bezieht sich auf einen 
Themenkomplex, der außerhalb des Aufgaben- und Zuständigkeitsbereichs der Bezirksre -
gierung liegt, und kann daher im Rahmen dieser Anfrage nicht beantwortet werden. 
 
10)  Welche Argumente sprechen aus Sicht der Bezirksregierung Köln für und 
welche gegen eine Wasserbatterie? 
 
Für das Thema der Energiespeichertechnik hat die Bezirksregierung Köln keine Kompeten -
zen oder Fachkenntnisse. Die Frage bezieht sich auf einen Themenkomplex, der außerhalb 
des Aufgaben- und Zuständigkeitsbereichs der Bezirksregierung liegt und kann daher im 
Rahmen dieser Anfrage nicht beantwortet werden.

Sitzungsvorlage Kommission Rheinisches Revier KRhR 6/2022 Seite 3 von 3 
Anlage(n): 
1. Anfrage DIE LINKE-Volt vom 26.04.2022

Beratungsverlauf (1)

06.05.2022 Kommission Rheinisches Revier
TOP 9.3
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
KRhR 6/2022
Typ
Sitzungsvorlage Kommission Rheinisches Revier
Datum
06.05.2022
Erstellt
29.04.2022 09:33