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Durchführung des Kunstprojektes "Casa Utopia" von HA Schult auf dem Gelände der Deutzer Werft (nördlicher Bereich zwischen Deutzer Brücke und Rheinboulevard) vom 01.09. bis 20.09.2017

Beschlussvorlage Bezirksvertretung 0158/2017 vom 27.01.2017

Stand: Am 09.02.2017 in der Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) geändert beschlossen.

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  • Beschlussvorlage Bezirksvertretung (1) alte Fassung

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/32/327 Vorlagen-Nummer 0158/2017 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Durchführung des Kunstprojektes "Casa Colonia" von HA Schult auf dem Gelände der Deutzer Werft (nördlicher Bereich zw. Deutzer Brücke und Rheinboulevard) im September 2017 Beschlussorgan Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss Kunst und Kultur empfiehlt der Bezirksvertretung Innenstadt die Zurverfügungstellung des Teilbereiches der Deutzer Werft im September 2017 zur Durchführung des Kunstprojektes „Casa Utopia“ vom Verein „Kunst hilft geben für Arme und Wohnungslose in Köln e. V.“ gemeinsam mit Herrn HA Schult. Kunstbeirat 26.01.2017 Ausschuss Kunst und Kultur 31.01.2017 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 09.02.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Der Verein „Kunst hilft geben für Arme und Wohnungslose in Köln e.V.“ beantragt gemeinsam mit HA Schult die Durchführung einer temporären Kunstaktion „Casa Utopia“ vom 01.09.2017 bis 30.09.2017 auf dem nördlichen Gelände der Deutzer Werft (zwischen Deutzer Brücke und Rheinboulevard). Um den Kölner Bürgerinnen und Bürgern zusammen mit ihren Kindern die Gelegenheit zu ermögli- chen, das Kunstobjekt „Casa Utopia“ zu besuchen, möchte der Verein die Kunstaktion unmittelbar nach den Sommerferien im Zeitraum August/September 2017 auf der Deutzer Werft durchführen. Durch diesen Zeitraum ist auch gewährleistet, dass die Fläche der Deutzer Werft für das anschlie- ßend im Oktober stattfindende Herbstvolksfest wieder in vollem Umfang nutzbar ist. Planungsrechtliche Gründe aus dem bestehenden Bebauungsplan 68449/09 mit dem Arbeitstitel „Festplatz Deutz“ stehen der vom „Verein Kunst hilft geben für Arme und Wohnungslose in Köln e. V.“ geplanten Durchführung der temporären Aktionskunst grundsätzlich nicht entgegen, soweit es sich ausschließlich um die Präsentation der Aktionskunst handelt, denn der angesprochene Bebauungs- plan setzt in dem vorgesehenen Bereich eine öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Parkanlage“ fest. Zum Aufbau soll auf einer Grundfläche von ca. 12m x 10m ein 7m hohes Holzfertighaus „Casa Uto- pia“, verkleidet mit Bildern aus Müll (kein Haus-Müll, sondern Gegenstände) kommen – die Auf- und Abbauzeiten werden auf das mindestens notwendige Maß beschränkt und betragen jeweils 3 Tage. Der Aufbau wird durch eine professionelle Baufirma unter Betreuung der GAG durchgeführt; während der Dauer des Kunstprojektes wird eine Security Firma die Bewachung der „Casa Utopia“ überneh- men. Die Finanzierung des Kunstprojektes erfolgt durch Herrn HA Schult. 2010 stellte HA Schult das Kunstobjekt mit großem Erfolg erstmals als „Beach Garbage Hotel“ in Rom unterhalb der Engelsburg vor dem Vatikan aus. 2011 begeisterte es im Herzen von Madrid auf der Plaza des Callao gleichermaßen Einheimische und Touristen. Da die weltweite Resonanz auf das Projekt bis heute anhält, werden lt. dem Künstler „die Augen der Welt auf Köln gerichtet sein“ – neben dem Hinweis auf die Kunst- und Kulturmetropole Köln soll das Kunstprojekt auch für ein soziales und weltoffenes Köln stehen – siehe Anlage 1. Der Aufbau des Kunstprojektes erfolgt unter Beachtung der entsprechenden ordnungs- und baurecht- lichen Vorgaben. Der Antrag für das Kunstobjekt „Casa Utopia“ beinhaltet - begleitend zum Kunstobjekt - den Antrag auf Nutzung von 100 qm Fläche für einen gastronomischen Bereich, der von dem Verein „Kunst hilft geben für Arme und Wohnungslose in Köln e. V.“ mit Unterstützung anderer Vereine zum - Aufstellen von einem Früh-Kölsch-Schankwagen - 1 Kühlwagen von Früh-Kölsch - 2-4 Pavillons (3 x 6 m) mit Essenausgabe, Fingerfood, Grill für Bratwürste - 3-4 Stehtische - 4-6 Bierzeltgarnituren - 1 Infostand zum Verkauf von Postkarten/Plakaten von HA Schult durch den Verein - 1 Beschallungsanlage für Reden und Live-Musik bis 22:00 Uhr - 2-3 mobile Toilettenhäuschen - 1 Abwassertank (500 bis 1000 Liter). benötigt wird. Der wirtschaftliche Gewinn aus Sponsoring, Merchandising und Gastronomie fließt unabhängig von dem Kunstprojekt in den Verein „Kunst hilft geben für Arme und Wohnungslose in Köln e.V.“ 3 Eine derartige Nutzung öffentlicher Flächen, wie in diesem Fall des stark frequentierten Uferbereiches entlang des Rheins, stellt eine erlaubnispflichtige Sondernutzung dar. Aus grundsätzlichen Erwägungen erteilt die Verwaltung jedoch keine Erlaubnisse für Spendensam- mel-Veranstaltungen auf öffentlichen Flächen, sofern nicht ein herausragendes öffentliches Interesse an der Durchführung der Veranstaltung im öffentlichen Raum besteht. In diesem Zusammenhang ist stets eine Abwägung der widerstreitenden Interessen der Allgemeinheit an der uneingeschränkten Nutzung des öffentlichen Raumes einerseits und Ihrem Individualinteresse an der Durchführung einer Spenden-Veranstaltung im öffentlichen Raum vorzunehmen. Hierbei ist in einem urbanen Ballungs- raum wie dem Kölner Stadtgebiet nahezu zwangsläufig dem Interesse der Allgemeinheit ein höheres Gewicht beizumessen. Bei der sich aus der Erlaubniserteilung für eine derartige Veranstaltung aufgrund des Gleichheits- grundsatzes in Bezug auf ähnlich gelagerte Anträge ergebenden rechtlichen Situation, kann in kür- zester Zeit von einer massiven Überbeanspruchung dieser im Focus der Öffentlichkeit stehenden Flächen ausgegangen werden. Die beantragte und aufgezeigte Begleitnutzung zur Präsentation der Aktionskunst steht nicht im Ein- klang mit der vorgenannten Festsetzung einer öffentlichen Grünfläche. Auch die ausnahmsweise Zu- lassung im Rahmen der Erteilung einer Befreiung gemäß § 31 BauGB scheidet aus, denn insbeson- dere die erhebliche gastronomische Nutzung in Verbindung mit der Spendenakquise ist mit den Grundzügen der Planung nicht vereinbar. Aufgrund vorstehender Ausführungen kann dem Antrag auf den gastronomischen Bereich, der aus- schließlich der Spendengewinnung für den Verein dient, nicht entsprochen werden. Anlagen Anlage 1: Antrag Casa Utopia und Projektbeschreibung Anlage 2: Aufbauskizze Anlage 3: Vita HA Schult
  • Beschlussvorlage Bezirksvertretung

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/32/327 Vorlagen-Nummer 0158/2017 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Durchführung des Kunstprojektes "Casa Utopia" von HA Schult auf dem Gelände der Deutzer Werft (nördlicher Bereich zw. Deutzer Brücke und Rheinboulevard) im September 2017 Beschlussorgan Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Innenstadt beschließt die Zurverfügungstellung des Teilbereiches der Deutzer Werft im September 2017 zur Durchführung des Kunstprojektes „Casa Utopia“ vom Verein „Kunst hilft geben für Arme und Wohnungslose in Köln e. V.“ gemeinsam mit Herrn HA Schult unter Ausschluss der beantragten gastronomischen Nutzung. Kunstbeirat 26.01.2017 Ausschuss Kunst und Kultur 31.01.2017 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 09.02.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Der Verein „Kunst hilft geben für Arme und Wohnungslose in Köln e.V.“ beantragt gemeinsam mit HA Schult die Durchführung einer temporären Kunstaktion „Casa Utopia“ vom 01.09.2017 bis 30.09.2017 auf dem nördlichen Gelände der Deutzer Werft (zwischen Deutzer Brücke und Rheinboulevard). Um den Kölner Bürgerinnen und Bürgern zusammen mit ihren Kindern die Gelegenheit zu ermögli- chen, das Kunstobjekt „Casa Utopia“ zu besuchen, möchte der Verein die Kunstaktion unmittelbar nach den Sommerferien im Zeitraum August/September 2017 auf der Deutzer Werft durchführen. Durch diesen Zeitraum ist auch gewährleistet, dass die Fläche der Deutzer Werft für das anschlie- ßend im Oktober stattfindende Herbstvolksfest wieder in vollem Umfang nutzbar ist. Planungsrechtliche Gründe aus dem bestehenden Bebauungsplan 68449/09 mit dem Arbeitstitel „Festplatz Deutz“ stehen der vom „Verein Kunst hilft geben für Arme und Wohnungslose in Köln e. V.“ geplanten Durchführung der temporären Aktionskunst grundsätzlich nicht entgegen, soweit es sich ausschließlich um die Präsentation der Aktionskunst handelt, denn der angesprochene Bebauungs- plan setzt in dem vorgesehenen Bereich eine öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Parkanlage“ fest. Zum Aufbau soll auf einer Grundfläche von ca. 12m x 10m ein 7m hohes Holzfertighaus „Casa Uto- pia“, verkleidet mit Bildern aus Müll (kein Haus-Müll, sondern Gegenstände) kommen – die Auf- und Abbauzeiten werden auf das mindestens notwendige Maß beschränkt und betragen jeweils 3 Tage. Der Aufbau wird durch eine professionelle Baufirma unter Betreuung der GAG durchgeführt; während der Dauer des Kunstprojektes wird eine Security Firma die Bewachung der „Casa Utopia“ überneh- men. Die Finanzierung des Kunstprojektes erfolgt durch Herrn HA Schult. 2010 stellte HA Schult das Kunstobjekt mit großem Erfolg erstmals als „Beach Garbage Hotel“ in Rom unterhalb der Engelsburg vor dem Vatikan aus. 2011 begeisterte es im Herzen von Madrid auf der Plaza des Callao gleichermaßen Einheimische und Touristen. Da die weltweite Resonanz auf das Projekt bis heute anhält, werden lt. dem Künstler „die Augen der Welt auf Köln gerichtet sein“ – neben dem Hinweis auf die Kunst- und Kulturmetropole Köln soll das Kunstprojekt auch für ein soziales und weltoffenes Köln stehen – siehe Anlage 1. Der Aufbau des Kunstprojektes erfolgt unter Beachtung der entsprechenden ordnungs- und baurecht- lichen Vorgaben. Der Antrag für das Kunstobjekt „Casa Utopia“ beinhaltet - begleitend zum Kunstobjekt - den Antrag auf Nutzung von 100 qm Fläche für einen gastronomischen Bereich, der von dem Verein „Kunst hilft geben für Arme und Wohnungslose in Köln e. V.“ mit Unterstützung anderer Vereine zum - Aufstellen von einem Früh-Kölsch-Schankwagen - 1 Kühlwagen von Früh-Kölsch - 2-4 Pavillons (3 x 6 m) mit Essenausgabe, Fingerfood, Grill für Bratwürste - 3-4 Stehtische - 4-6 Bierzeltgarnituren - 1 Infostand zum Verkauf von Postkarten/Plakaten von HA Schult durch den Verein - 1 Beschallungsanlage für Reden und Live-Musik bis 22:00 Uhr - 2-3 mobile Toilettenhäuschen - 1 Abwassertank (500 bis 1000 Liter). benötigt wird. Der wirtschaftliche Gewinn aus Sponsoring, Merchandising und Gastronomie fließt unabhängig von dem Kunstprojekt in den Verein „Kunst hilft geben für Arme und Wohnungslose in Köln e.V.“ 3 Eine derartige Nutzung öffentlicher Flächen, wie in diesem Fall des stark frequentierten Uferbereiches entlang des Rheins, stellt eine erlaubnispflichtige Sondernutzung dar. Aus grundsätzlichen Erwägungen erteilt die Verwaltung jedoch keine Erlaubnisse für Spendensam- mel-Veranstaltungen auf öffentlichen Flächen, sofern nicht ein herausragendes öffentliches Interesse an der Durchführung der Veranstaltung im öffentlichen Raum besteht. In diesem Zusammenhang ist stets eine Abwägung der widerstreitenden Interessen der Allgemeinheit an der uneingeschränkten Nutzung des öffentlichen Raumes einerseits und Ihrem Individualinteresse an der Durchführung einer Spenden-Veranstaltung im öffentlichen Raum vorzunehmen. Hierbei ist in einem urbanen Ballungs- raum wie dem Kölner Stadtgebiet nahezu zwangsläufig dem Interesse der Allgemeinheit ein höheres Gewicht beizumessen. Bei der sich aus der Erlaubniserteilung für eine derartige Veranstaltung aufgrund des Gleichheits- grundsatzes in Bezug auf ähnlich gelagerte Anträge ergebenden rechtlichen Situation, kann in kür- zester Zeit von einer massiven Überbeanspruchung dieser im Focus der Öffentlichkeit stehenden Flächen ausgegangen werden. Die beantragte und aufgezeigte Begleitnutzung zur Präsentation der Aktionskunst steht nicht im Ein- klang mit der vorgenannten Festsetzung einer öffentlichen Grünfläche. Auch die ausnahmsweise Zu- lassung im Rahmen der Erteilung einer Befreiung gemäß § 31 BauGB scheidet aus, denn insbeson- dere die erhebliche gastronomische Nutzung in Verbindung mit der Spendenakquise ist mit den Grundzügen der Planung nicht vereinbar. Aufgrund vorstehender Ausführungen kann dem Antrag auf den gastronomischen Bereich, der aus- schließlich der Spendengewinnung für den Verein dient, nicht entsprochen werden. Anlagen Anlage 1: Antrag Casa Utopia und Projektbeschreibung Anlage 2: Aufbauskizze Anlage 3: Vita HA Schult
  • Anlage 2 Aufbauskizze CASA UTOPIA

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  • Anlage 3 Vita HA Schult

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    HA Schult Venedig flutete er mit hunderttausenden Zeitungen. In Moskau stand sein Volk der Trash People auf dem Roten Platz. In New York ließ er eine schwarze Cessna auf die Müllfelder von Staten Island stürzen. In St. Petersburg zerriss er mit zwei Panzern den Krieg. In Berlin baute er ein Haus aus Liebe. In Peking besetzten seine Trash People die Große Mauer. In Rom stellte er sein Save The Beach Hotel vor den Vatikan, in Madrid auf die Konsummeile der Grand Via. Die wandernden "Müllis", die nur 8.800 Euro pro Stück kosten, sind die größte Kunstaktion der Welt, und an jedem Ort atemberaubend. Sie verschmelzen mit der Örtlichkeit, interpre- tieren Geschichte durch ihre Präsenz. Werke von HA Schult hat's unter anderem im Guggenheim, im MoMA, in der National Gallen/ of Art in Washington D.C., im Staatlich Russi- schen Museum, St. Petersburg, im ZKM Karls- ruhe, im Deutschen Historischen Museum und in zahllosen privaten Sammlungen. Gerhard Charles Rump, Berlin Arbeiten des Künstlers befinden sich unter anderem in folgenden Museen und Institutionen: Solomon R. Guggenheim Museum, NYC MoMA, Museum of Modern Art, NYC Roy Lichtenstein Foundation, NYC National Gallery of Art, Washington, D.C. Tate Gallery, London Centre Pompidou, Paris ZKM Karlsruhe Staatlich Russisches Museum, St. Petersburg CAFA Art Museum, Peking Dahua 1935 - Art Museum, )(ran Zendai Museum, Shanghai Neue Galerie im Joanneum, Graz Museum Ludwig Köln DHM Deutsches Historisches Museum, Berlin Haus der Geschichte, Bonn Getty Research Center, Los Angeles Museum Wiesbaden Ernst-Osthaus-Museum, Hagen Kunsthalle zu Kiel Kunstmuseum Bochum Kunsthalle Mannheim Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen Kunsthalle Nürnberg Kunsthalle Recklinghausen Märkisches Museum, Witten Museum Morsbroich, Leverkusen Museum Schloss Oberhausen Leopold-Hoesch-Museum, Düren Museum am Ostwall, Dortmund Museum Frieder Burda, Baden-Baden Museum Schloss Wolfsburg Kunsthalle St. Annen, Lübeck Mönchehaus Museum, Goslar Museum Karl-Marx-Haus, Trier Ariel Sharon Park, Tel Aviv Kennedy Space Center, Merritt Island Salzstock Gorleben Kurt Schwitters, Robert Rauschenberg und Arman nahmen den Müll als Material, HA Schult machte ihn erstmals zum Thema. Kim Levin, ARTnews, NYC Weder der Künstler HA Schult noch seine Kunst passen in einen Rahmen. Inzwischen hat das einflussreiche amerikanische Kunstmagazin ARTnews den Künstler HA Schult zum Pionier eines starken Zweiges der zeitgenössischen Kunst ausgerufen, zu Recht; als einen, der früh ästhetisches Neuland betreten hat. Klaus Honnef Im Zuge der jüngsten Entwicklung, die offent- sichtlich von vielen marktmüden Kunstfreunden herbeigesehnt wird, ist es nicht unwahrschein- lich, dass die Klassiker der Aktionskunst - von Herrmann Nitsch bis HA Schult - noch einmal tüchtig zulegen werden, dass das Interesse vor allem an ihren frühen Arbeiten neu aufflammen wird. Karlheinz Schmid, informationsdienst KUNST B.Braun Melsungen BFS Bank für Sozialwirtschaft, Köln Schweisfurth Stiftung, München Henkel AG, Düsseldorf Bayer AG, Leverkusen eew Energy from Waste, Helmstedt DEVK Versicherungen, Köln Ford Köln TÜV Rheinland, Köln Remondis, Köln Rotarex Group, Luxemburg Kok Tobe, Almaty AQ Düsseldorf Frankonia Eurobau, Nettetal Rhein Energie, Köln AWB, Köln Toyota Motor Corporation VEMAG Verlags- und Medien AG, Köln Bofferding Beer, Luxemburg Eden Hotel Früh, Köln Corona Beer, Mexico City Sammlung König, Duisburg Schloß Mochental, Baden-Württemberg Rethmann Group, Selm Ethel and William Gofen, Chicago Manuela und Uwe Schmitz, Nettetal Hannelore und Lutz Teutloff, Bielefeld Dr. Marita Ruiter, Luxemburg Hydro Norsk, Oslo Nobel & Hug Sozietät, Zürich Ringier AG, Zürich Tongji University, Shanghai Universität Duisburg-Essen WEF Weltwirtschaftsforum, Genf Israeli Ministry of Environmental Protection Bundesministerium für Umwelt, Berlin Bundesministerium für Bildung, Berlin Sammlung der Bundesrepublik Deutschland Deutscher Bundestag 23. DEZEMBER 2016 KULTURKIRCHE OST KOPERNI FalL 51065 KÖLN i958 e59 1970 vre5 2011, 1939 in Parchim geboren, wuchs HA Schult in den Trümmern von Berlin auf und studierte von 1958 bis 1961 an der Düsseldorfer Kunstakademie bei K.O. Götz. 1962 - 1978 lebt er in München, 1978 - 1980 in Köln, 1980 - 1986 in New York. 1986 gründet er das HA Schult - Museum für Aktionskunst in Essen. 1986 - 1991 pendelt er zwischen "Rhein-Ruhr-City" und NYC, 1991 - 1992 lebt er in Berlin. 1992 zieht das HA Schult - Museum von Essen nach Köln um. 2009 Gründungsdirektor des ÖkoGlobe Instituts an der Universität Duisburg-Essen. In den 60ern erfand er die Begriffe "Macher" und "Biokinetik". Seitdem stellt er die soziale Fauna von Städten und Landschaften in den Mittelpunkt seiner Arbeit. So Venedig ("Venezia Vive", 1976), New York ("Crash", 1977, "Trash City", 1983, "Now", 1983), Berlin ("Die Stadt", 1982, "New York is Berlin", 1985), Köln ("Fetisch Auto", 1989), St. Petersburg ("Marble Time", "Der Krieg", 1994), Deutschland ("Aktion 20.000 km", 1970), das Ruhrgebiet ("Ruhr-Tour", 1978) und das Rheinland ("Rheingeist", 1996). 1998 realisiert er den "Friedensspeicher" in Osnabrück, 1999 das "Hotel Europe" an der Flughafenautobahn Köln-Bonn, 2001 "LoveLetters Building" in Berlin, 2003 "Trees for Peace" auf Zollverein Essen, 2010/11 "Corona save the Beach Hotel" in Rom und Madrid, 2013 "Beaches Are Rebelling", Barcelona, 2014 "Home-Heimat" in Siegburg, "WIR das Tier" in München, 2015 "Angesichts Karl Marx", Trier und "Ratinger Freiheit", Düsseldorf, 2016 "Daheim - At Home", Düsseldorf, "Preussen goes Europe", Berlin, "Freiheit - Freedom", Hamburg, "Face to Face", Düsseldorf, "Kunst Suppe Köln", 2017 "Hope" und "Casa Utopia", Köln, "Expo Astana"17". Seit 1996 standen die "Trash People" in Xanten, Paris, Moskau, Peking, Kairo, Zermatt, Kilkenny, Gorleben, Brüssel, Köln, Graz, Rom, Barcelona, Washington D.C., Syrakus, Fabriano, Telgte, Monschau, in der Arktis, in Tel Aviv, Luxemburg, München und Berlin. In Vorbereitung sind St. Petersburg, Almaty, Lhasa, Buenos Aires und La Silla in der Atacama. 2015/16 entstand für die Globale des ZKM Karlsruhe der Aktionszyklus "Action Blue", Paris, Luxemburg, Trier, Karlsruhe, Köln, Düsseldorf, Melsungen, Berlin, Warschau, Vilnius, Riga, Tallinn, St. Petersburg, Pavlovsk, Moskau, Nischni Nowgorod, Kazan, Tschaikowski, Ufa, Tscheljabinsk, Petropawl, Astana, Karaganda, Balkhash Stadt, Balkhasch See, Almaty, Yueya Quan, Dunhuang, Yumen, Wuwei, Jiayuguan, Dejing, Yinchuan, Yan'an, Wanhuanshen, Xi'an, Talyuan, Duerping, Shijiazhuang, Tongzhou und Peking. HA Schult war einer der ersten Künstler, der das ökologische Ungleich- gewicht in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellte. Damit hat er maßgeblich zum heutigen Umweltbewusstsein beigetragen. 1972 und 1977 nahm er an der documenta teil. Seine Museumsausstellungen sind Publikumsmagneten (Museum Morsbroich, 1969, Museum Wiesbaden, 1973, Museum Folkwang, Kunsthalle Kiel, Lenbach- haus München, 1974, Museum am Ostwall, 1978, Museum Ludwig Köln, 1980, State Russian Museum, 1994, National Geographic Museum,Washington, D.C. 2008, Diözesan Museum, Paderborn, 2013, CAFA Art Museum, Peking, 2017, ZKM Karlsruhe, 2018). www.haschult.de www.action-blue.de www.facebook.com/HA.Schult.Art Info hasetult@hotinaQcorr riirk.kaestel@gag-koeln.de C171 326 9645 0162 233 C701 wviv.dzurtst-Hft-rbzen.Jr. ?.ri6 Besser hier zu Hause kun,5t - 1 ;;114f`sz 1 gehen fili• Arrae 4.end Woi-troungsIotte c.V. GAG>Immobilien AG ae. —.4740t3Hkez,‘.4z,4. 1: • 1968 Kölner Ladenstadt 1974 Kunsthalle Köln 1980 Museum Ludwig Köln 1989 Römisch-Germanisches Museum 1991 Kölnisches Stadtmuseum 1996 Severinsbrüc.ke, Köln Umweltkünstler der ersten Stunde. 1964 beschreibt Marshall McLuhan in seinem Buch Understanding Aledia den Künstler als den einzigen Menschen mit vollem und ganzem Bewußt- sein, als den einzigen, der das Verhältnis der Sinne zueinander berichtigen kann, ehe ein neuer Anschlag der Technik bewusste Vorgänge betäubt, als den einzigen, der sich der Natur der Gegenwart bewußt ist, während er gleichzeitig eine ausführliche Geschichte der Zukunft schreibt. Und einer dieser Propheten - HA Schult - hat 1961 das Leben in die Kunst einbezogen. In der Regierungserklärung Willy Brandts vom 18. Januar 1973 wurden wir aufgefordert, "ein Klima zu schaffen, in dem die Aufgeschlossenheit für die Künstler wächst". Und fast entschuldigend heißt es: "Die Bildende Kunst kann sehr wohl die Qualität unserer Umwelt bestimmen". Karl Rayens Bundesminister für Raumordnung, Städtebau und Bauwesen, 1974 - 1978 HA Schult nennt sich selbst Macher und ist in Wirklichkeit doch ein Poet. Was vordergründig häufig an ihm als Klamauk erscheint hat jedenfalls Ele- mente, die anstossen, erregen, aufmerksam machen und zum Nachdenken zwingen. Vieles von dem, was HA Schult einfällt, richtet sich gegen den Zeit - Zustand. Das macht den Kern von HA Schult aus. Er ist ein Stück radikaler Demokrat. Er setzt seine Konzepte zeitkritisch an, befördert sie in einen Prozess und will mit naiv-verkleidetem Intellekt zu einer Jetztzeit - Kritik herausfordern. Bisweilen überzieht er dabei verbal energisch; denn er selbst ist - darin ein Nebenspieler von Joseph Beuys (was er selbst nie zugeben würde) - als Person immer mit von der Partie: ein Solist seiner selbst. Kunstwerk markiert. Ein Mensch, der seine Einsamkeiten wie kaum einer sonst öffent- lich bekundet. Dabei hat er zu einer perfekten Selbstdarstellung gefunden. Ein Gespräch mit ihm ist immer eine Aufführung wie mit Samuel Becketts Erben. Sprachlosigkeit füllt die Pausen in den sprudelnden Monologen. Irgendwie legen denn auch seine aus den Konzepten geborenen Aktionen Grundzüge in der Sprachlosigkeit der Gegenwart offen. Hugo Borger Generaldirektor aller Kölner Museen, 1972 - 1990 Die ganze Bewegung der Kunst der Sechziger Jahre ist der grossangelegte Versuch, die gesamte Kunst wieder in eine enge Beziehung zum Leben zu- rückzubringen. Denken Sie an die berühmten Plastiken des Amerikaners Claes Oldenbourg, der ein Store, also ein Geschäft in seinen Bildwelten dargestellt hat. Auf dieser Linie des Versuches Kunst und Leben zu einer Einheit wieder werden zu lassen, liegt eine Aktion wie die von HA Schult. Peter Ludwig Kunstsammler und Stifter, 1925 - 1996 Die Kunst des 20. Jahrhunderts hat nicht nur klassische Kunstformen wie Malerei und Skulptur radikal verändert, sondern auch neue Kunstformen wie Aktion und Installation geschaffen. Dabei verließ die Kunst das Museum, Raum der Repräsentation, und ging auf die Straße, den öffentlichen Raum der Realität. Einer der wichtigsten Künstler für diesen Wandel der Kunst ist HA Schult, dessen künstlerisches Programm Aktionen sind gelebte Bilder heisst. Seit Jahrzehnten gelingt es ihm immer wieder, das öffentliche Bewusstsein durch gelebte Bilder (Tableaux) zu beleben, indem er auf öffentlichen Plätzen Themen inszeniert, die genau diese Öffentlichkeit zu verdrängen beliebt. Peter Weibel Chairman and CEO ZKM Karlsruhe, seit 1999 www.haschult.de haschult@hotmail.com www.facebook.com/HA.Schult.Art Lth-tst. 1 bi. I gebe.v% fuv eble Weiiirtungsove e3,/v. www,lainz'a.--hat-geberLee
  • Anlage 1 Antrag CASA UTOPIA

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    Stadt Köln Ordnungsamt z.H. Herrn Hans-Joachim Krüger Antrag auf Genehmigung für das Kunst-Projekt „Casa Utopia" von HA Schult gemeinsam mit „Kunst hilft geben e.V." * Von Freitag, 1.September bis 30.September 2017 (Aufbau: Dienstag, 29. August bis Donnerstag, 31. August 2017 - Abbau 1. Oktober 2017- 4. Oktober Kennedy-Ufer, Köln-Deutz neben der beutzer Brücke. * Es ist ein zertifiziertes Holzfertighaus, verkleidet mit Bildern aus Müll. (kein Haus-Müll sondern Gegenstände) Grundfläche: 12m lang, 10m breit,7m hoch. * Es stand bereits am Vatikan in Rom und im Zentrum von Madrid und ist von den jeweiligen Behörden überprüft und bautechnisch abgenommen worden. * Der Aufbau erfolgt durch eine professionelle Baufirma mit Unterstützung der Handwerkskammer/Dachdecker- und Zimmerer-Innung Köln und mehrerer Dachdecker- Meisterbetriebe, die diese Kunst-Aktion ebenfalls unterstützen. * Der Aufbau und Abbau benötigen jeweils 3 Tage. * IS Köln, HA Schult, Marzellenst Köln Dies ist in erster Linie ein KUNST-PROJEKT, aber auch ein soziales und ökologisches Projekt. Jeder Kölner und jeder Tourist kann es eintrittsfrei besichtigen. Das Projekt wird von HA Schult und Kunst hilft geben finanziert. Bei den Gebühren für die Genehmigung für Aufstellung vor Ort neben der Deutzer-Brücke, Kennedyufer, unterhalb des Lancess-Gebäudes (frühere Lufthansagebäude) sowie die Schank- und Essensausgabe-Genehmigung wird weitestgehende Gebührenbefreiung beantragt (von allg. öffentlichen Interesse für Köln: Für Köln und die Kölner und Sympathie- und Tourismuswerbung) Der Erlös geht komplett in das soziale Projekt „Casa Colonia" des Vereins Kunst hilft geben für Arme und Wohnungslose in Köln e.V. 1.V I IP (L a' kunst hilft geben e.V. c/o Johanneshaus Annostr. 11 50678 Köln-Südstadt 0221-2011-242 0162-2336701 Antrag des Vereins Kunst hilft geben & des Künstlers HA Schult auf Genehmigung des Kunstprojekts „Casa UTOPIA" in Köln von HA Schult in Köln Kennedy- Ufer neben der Deutzer Brück (siehe Foto) HA Schult gilt weltweit als Umweltkünstler der ersten Stunde. Er war zweifacher documenta-Teilnehmer 5 & 6. Aus dem Gedanken heraus, die Verbesserung unserer Umwelt voranzutreiben, entstand sein „Lucky Trash Hotel" Eine vorweggenommene Archäologie. Die Cola-bose von heute ist die Römische Scherbe von morgen. 2010 stellte der Künstler es erstmals als „Beach Garbage Hotel"in Rom aus, unterhalb der Engelsburg vor dem Vatikan. Die Römer strömten dorthin und das Bild ging um die Welt. 2011 stand es im Herzen von Madrid auf der Plaza del Callao und begeisterte ein Millionenpublikum vor Ort. Die weltweite Resonanz auf das Projekt hält bis heute an und wird die Augen der Welt positiv auf Köln richten. Köln in einem Atemzug mit Rom und Madrid. Als Wirtschaftsbotschafter Kölns dient HA Schult mit seinem Weltruhm dem positiven Image der Domstadt. Die Unterstützung des Künstlers für die Armen und Obdachlosen der Stadt ist allgemein bekannt. Er glaubt, dass ihn die Freiheit, die ihm die Gesellschaft für seine Kunst gibt, verpflichtet, ihr mit seiner sozial engagierten Kunst zu dienen. Der wirtschaftliche Gewinn des „Trash Hotel" CASA UTOPIA GUS Sponsoring und Merchandising und Essen und Getränke- Einnahmen kommt dem Verein „Kunst hilft geben für Arme und I st hilft geben für Arme und Wohnungslose in Köln e.V. Wohnungslose in Köln e.V." zugute, den ich seit mehreren Jahren unterstütze. Der Verein sammelt seit 2013 durch Spenden und Kunsterlöse für ein menschenwürdiges Zuhause „CASA COLONIA" für Wohnungslose, die mit Studenten und Künstlern unter einem Dach leben möchten. Das Haus soll möglichst bald auf einem städtischen Grundstück als öffentlich geförderter Wohnungsbau neu gebaut oder einem Altbau saniert werden. Im Erdgeschoss soll ein ART-CAFE' als Integrationsbetrieb entstehen. Partner und Betreiber des Cafe' s und Reataurants wird das Kolping-Bildungswerk. Hier sollen Menschen mit körperlichem, geistigem oder sozialem Handicap (ohne Schulabschluss/Ausbildung) eine Ausbildung und Arbeit erhalten. Geplante Gesamtinvestition für CASA COLONIA: ca. 2,4 Mio. € Köln, Dezember 2016

Beratungsverlauf

  1. 31.01.2017

    Ausschuss Kunst und Kultur

    TOP 7.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ohne Votum in nachfolgende Gremien
  2. 09.02.2017 zuletzt

    Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)

    TOP 3.16, Entscheidung. Ergebnis: geändert beschlossen

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