2009/0326
Festellung des Jahresabschlusses 2008 des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der Stadt Darmstadt (EAD), Verwendung des Jahresergebnisses 2008 und Entlastung der Betriebsleitung
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1. Betriebsleiterin des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der Stadt Darmstadt (EAD) Vorlage für die Betriebskommission des EAD zur Sitzung am 25. Mai 2009 Tagesordnungspunkt: 6 Betreff: Feststellung des Jahresabschlusses 2008 des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der Stadt Darmstadt (EAD), Verwendung des Jahresergebnisses 2008 und Entlastung der Betriebsleitung Vorlage vom 13. Mai 2009 zu beschließen: Die Betriebskommission empfiehlt dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung folgende Beschlüsse zu fassen: 1. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der Stadt Darmstadt (EAD) wird nach erfolgter Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.899.881,77 € (im BZ 7201 nach Steuern) festgestellt. 2. Das Jahresergebnis wird wie folgt verwendet: a) 1.298.166,07€ Zuführung zu den Gebührenausgleichsrücklagen b) 203.174,02 € Zuführung zur Entgeltausgleichsrücklage c) 348.417,98 € Vortrag auf neue Rechnung d) 50.123,70€ Abführung an den Haushalt der Stadt 1.899.881,77 € 3. Der Jahresabschluss und der Lagebericht zum 31. Dezember 2008 werden offengelegt. 4. Die Betriebsleitung wird für den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2008 entlastet. Beschluss der Betriebskommission des EAD vom 25. Mai 2009: Die Betriebskommission stimmt der Vorlage bei den Punkten 1, 3 und 4 einstimmig und bei dem Punkt 2 mit einer Gegenstimme zu. Begründung zur Vorlage vom 13, Mai 2009 1) Die Betriebsergebnisse stellen sich wie folgt dar: B2.6750 Straßenreinigung/Winterdienst BZ 7200 Abfallentsorgung BZ 7204 Kompostanlage BZ 7201 Betrieb gewerblicher Art - vor Steuern - BZ 6760 Kanalbetrieb/ÖWCs Ergebnis 2008 199.318,12 € 1.232.993,35 € 203.174,02 € 141.084,39€ - Bereich Gebühren 468.339,69 € Bereich Steuern 45.062,18 € 423.277,51€ BZ 6300 Straßenunterhaltung -4.726,31 € BZ 6770 Gebäudereinigung -118.380,51 € BZ 7502 Krematorium Waldftieden 36.649,24 € HB 7700 Werkstätten/Betriebshof/Schulbusse € abzgl. Ertragsteuern -40.837,00 € Jahresgewinn nach Steuern 1.899.881,77 € 2) Das Jahresergebnis soll wie folgt verwendet werden: a) Zuführung zur Gebührenausgleichgrücklage Jahresgewinn Straßenreinigung (BZ 6750) Jahresgewinn Abfallentsorgung (BZ 7200) b) Zu ung zur Entgeltausgleichsrücklage Jahresgewinn Kompostanlage (BZ 7204) ©) Vorträge auf nene Rechnung ca) Jahresgewinn Beirieb gewerblicher Art, BgA (BZ 7201) Jahresgewinn vor Steuern 141.084,39 € abzgl. Ertragsteuern Körperschaftsteuer -19.500,00 € Solidaritätszuschlag -1.025,00€ Gewerbeertragsteuer -20.312,00 € -40.837,00 € Jahresgewinn nach Steuern 100.247,39 €, davon für den Haushalt der Stadt (Bruttobetrag) 50.123,70 € eb) Jahresverlust Werkstätten und Betriebshof mit Schulbussen (EB 7700) cc) Jahresgewinn Kanalbetrie/ÖWCs (BZ 6760) ed) Jahresverlust Straßenunterhaltung (BZ 6300) ce) Jahresgewinn Straßenreinigung - Sonstiger Bereich - (BZ 6750) cf) Jahresverlust Gebäudereinigung eg) Jahresverlust Krematorium Waldfrieden Summe Vortrag auf neue Rechnung d) Abführung an den Haushalt der Stadt (s. oben BZ 7201) Summe Ergebnisverwendung = Jahresergebnis 65.172,72 € 1,232,993,35 € für den BAD 50.123,69 € -99 372,56 € 423. 277,51 € -AT2EZIE 134,.145,40 € -118.380,51 € 36.649,24 € 348.417,98 € 50.123,70 € BK Vorlage Begründung 25.05.2009_ Ergebnisverwendung 2008_1.85 Die Gewinne in den Gebührenbereichen der Betriebszweige Abfallentsorgung und Straßenreinigung werden den jeweiligen Gebührenausgleichsrücklagen zugeführt. Der Gewinn in den sonstigen Bereichen (hauptsächl. Winterdienst) der Straßenreinigung wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der Gewinn der Kompostanlage wird der Entgeltausgleichsrücklage zugeführt. Der Verlust des Hilfsbetriebs Werkstätten und Betriebshof mit Schulbussen wird auf neue Rechnung vorgetragen und mit den Gewinnvorträgen aus Vorjahren verrechnet. Der Gewinn im Bereich BZ 6760 Kanalbetrieb/ÖWC wird auf neue Rechnung vorgetragen, um Verlustvorträge aus den Vorjahren zu reduzieren. Der Verlust im Bereich BZ 6300 Straßenunterhaltung wird auf neue Rechuung vorgetragen und mit den Gewinnvorträgen aus Vorjahren verrechnet. Der Verlust im Bereich Gebäudereinigung wird aufneue Rechnung vorgetragen. Der Verlust des Krematoriums wird aufneue Rechnung vorgetragen, Der Jahresgewinn im Betriebszweig gewerblicher Art (BZ 7201) wird zur Hälfte an den Haushalt der Stadt ausgeschüttet (nach Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag zur Kapitalertragsteuer) und zur anderen Hälfte im EAD auf neue Rechnung vorgetragen. Der Vorschlag zur Verwendung des Jahresergebnisses ergibt sich für die Betriebskommission aus $ 7 Abs. 2 Ziffer 5 der Betriebssatzung des EAD, die Beschlussfassung für die Stadtverordnetenversammlung nach $ 9 der Betriebssatzung des EAD. Im Übrigen wird auf den geprüften und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschluss zum 31.12.2008, den Lagebericht sowie auf den beigefügten Prüfbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Werner Bemdt & Partner verwiesen. Gemäß dem Prüfungsstandard 720 des IDW (Institut der Wirtschaftsprüfer) zu $ 53 HGrG (Haushaltsgrundsätzegesetz) in analoger Anwendung des $ 171 Abs. 1 AktG (Aktiengesetz, hier: Teilnahme des Wirtschaftsprüfers an der Sitzung des Aufsichtsorgans über die Verhandlung des Jahresabschlusses) wird zu diesem Punkt Frau Berndt von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wemer Berndt & Partner zur Betriebskommissionssitzung eingeladen. Darmstadt, 13. Mai 2009 Anlage: Prüfungsbericht 2008 BX Vorlage Begründung 25,08.2009_ Ergebnisverwendung 2008 1.xis EAD Darmstadt j Jahresabschluss zum 31.12.2008 zu =D = zu . Prüfungsbericht zum 31. Dezember 2008 Blatt 3 2. Grundsätzliche Feststellungen 2.1 Lage des Unternehmens 2.1.1 Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter Gemäß $ 321 Abs. 1 Satz 2 HGB nehmen wir nachfolgend in unserer vorangestellten Berichterstattung zur Beurteilung der Lage des Eigenbetriebs im Jahresabschluss und im Lagebericht durch die gesetzli- chen Vertreter Stellung. Unsere Stellungnahme geben wir auf Grund eigener Beurteilung der wirtschaftlichen Lage des Eigen- betriebs ab, die wir im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts gewonnen haben. Hierzu gehören vertiefende Erläuterungen und die Angabe von Ursachen zu den einzelnen Ent- wicklungen sowie eine kritische Würdigung der zu Grunde gelegten Annahmen, nicht aber eigene Pro- gnoserechnungen. Unsere Berichtspflicht besteht, soweit uns die geprüften Unterlagen eine Beurtei- lung erlauben. Insbesondere gehen wir auf die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und auf die Beur- teilung der künftigen Entwicklung des Eigenbetriebs ein, wie sie im Jahresabschluss und im Lagebe- richt ihren Ausdruck gefunden haben. Die von uns geprüften Unterlagen i.S.v. $ 321 Abs. 1 Satz 2 HGB umfassten jene Unterlagen, die un- mittelbar Gegenstand unserer Abschlussprüfung waren, also die Buchführung, den Jahresabschluss und den Lagebericht, sowie alle Unterlagen, wie Planungsrechnungen, Verträge, Protokolle und Be- richterstattungen an Gremien, die wir im Rahmen unserer Prüfung herangezogen haben. Die Darstellung und Beurteilung der Lage des Unternehmens und seiner voraussichtlichen Entwicklung durch die Betriebsleitung im Jahresabschluss und im Lagebericht halten wir für zutreffend. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Für das Geschäftsjahr 2008 konnte gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung des Jahresüberschusses um 805 TEuro auf 1.900 TEuro verzeichnet werden. Die Gewinnerhöhung basiert im Wesentlichen auf einer Gebührenerhöhung im hoheitlichen Bereich der Abfallentsorgung, die zu Mehrerlösen in Höhe von 1.470 TEuro geführt hat. Das Ergebnis hoheit- liche Abfallentsorgung wird in Höhe von 1.233 TEuro der Gebührenausgleichsrücklage zugeführt wer- den, so dass das um die Gebührenerhöhung bereinigte Ergebnis des Eigenbetriebs 430 TEuro Gewinn Werner Berndt & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft EAD Darmstadt ı Jahresabschluss zum 31.12.2008 ] B=znD en [>>] ; Prüfungsbericht zum 31. Dezember 2008 Blatt 4 beträgt. Während im Vorjahr erstmals alle Betriebszweige mit einem Gewinn abgeschlossen haben, sind in den Bereichen Straßenunterhaltung (Verlust 5 TEuro), hoheitliche Gebäudereinigung (Verlust 118 TEuro), Krematorium (Verlust 37 TEuro) und Werkstätten (Verlust 99 TEuro) negative Ergebnisse erwirtschaf- tet worden. Die Bereiche Gebäudereinigung und Krematorium sind gegenüber dem Vorjahr hinzuge- kommen und als eigene Profitcenter eingerichtet worden. Die Bereiche Kanalbetrieb und öffentliche WC (Gewinn 423 TEuro) und Kompostanlage (Gewinn 203 TEuro) haben ebenfalls zur Steigerung des Gewinns beigetragen, während in der Straßenreinigung (Gewinn 199 TEuro) und in der gewerblichen Abfallentsorgung und Reinigung (Gewinn 100 TEuro) der Gewinn rückläufig war. Die Finanz- und Wirtschaftskrise beginnend im Herbst 2008 hatte verschiedene Auswirkungen auf die Lage des Eigenbetriebs: Durch die Wirtschaftskrise sind die Abfallmengen sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich zurückgegangen. Gleichzeitig sind die Verwertungspreise gegenüber dem Vorjahr für Abfall um 13% im Durchschnitt gefallen; auf Grund einer Zunahme der verwerteten Mengen in 2008 konnten aber wie schon im Vorjahr rd. 3.500 TEuro an Verwertungserlöse erzielt werden. Auf der anderen Seite ist der Beschaffungspreis für Treibstoffe gesunken. Der Eigenbetrieb hat auf die allgemein drohende Kreditverknappung reagiert und zum Jahreswechsel - genehmigt durch die aufsichtsführende Behörde - zu dem bereits in 2005 aufgenommenen 3.500 TEuro ein weiteres Darlehen von 11.500 TEuro aufgenommen, um die Finanzierung des notwen- digen Neubauvorhabens zumindest z.T. zu gewährleisten. Diese Gelder sind in den Liquiden Mitteln des Eigenbetriebes ausgewiesen und verzinslich angelegt. Auf Grund der rückläufigen Anlagezinssätze seit dem Beginn des Jahres 2009 wird mit kurzfristigen Zinsverlusten bis zum Investitionsbeginn ge- rechnet. In diesem Zusammenhang ist die Chance der Verwertung des bisherigen Geländes zu sehen, welches in einem Wohngebiet gelegen ist. Gemäß Magistratsbeschluss vom 28.09.2007 übernimmt die Stadt Darmstadt alle im Sondervermögen des EAD befindlichen Grundstücke und die dazugehöri- gen Gebäude durch Darlehensübernahme und entsprechende Ausgleichszahlung zu den entsprechen- den Buchwerten. Werner Berndt & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft EAD Darmstadt Jahresabschluss zum 31.12.2008 B=nrD Prüfungsbericht zum 31. Dezember 2008 Blatt 5 Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Die Mengenrückgänge des Abfalls und Verringerung der Verwertungserlöse können It. Aussage der Betriebsleitung durch die Erhöhung einer Ausgleichsrücklage aus der Gebührenerhöhung im Jahr 2008 um 1.233 TEuro abgefedert und mittelfristig voraussichtlich eine Gebührenstabilität im Bereich der ho- heitlichen Abfallentsorgung erreicht werden. Drohenden Umsatzrückgängen wird mit Kundenbindungs- maßnahmen wie kostenlose Seminare und dem Angebot von Nebenkostenabrechnungen entgegen getreten. Weitere Kosteneinsparungsmaßnahmen wegen des Umsatzrückgangs im hoheitlichen Abfall- entsorgungsbereich werden notwendig sein. Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der Stadt Darmstadt hat in einer Forschungspart- nerschaft die zukünftige strategische Ausrichtung des Betriebs analysiert. Dabei wurde deutlich, dass der EAD sich als einen Komplettdienstleister sieht. In diesem Kontext ist die Erweiterung der Tätigkei- ten um die Gebäudereinigung zu sehen. Der Bereich der kompletten Dienstleistung Abfallwirtschaft soll durch Kooperationen mit privaten Dienstleistern weiter ausgebaut werden. Zu diesem Zweck sind au- ßerdem Beteiligungen an einer Speiseresteaufbereitungsanlage und mittelbar über die Tochtergesell- schaft DRZ GmbH an einer Abwassergesellschaft eingegangen worden. Die Erfahrungen und Organisation des EAD im Bereich Rechnungswesen, Leistungserfassung und Kosten- und Leistungsrechnungen führen dazu, dass dem Eigenbetrieb weitere, neben der Abfallwirt- schaft angesiedelte Aufgaben durch die Stadt zugewiesen werden wie z.B. im Jahr 2008 der Betrieb des Krematoriums. Die Übertragungen von Betrieben gewerblicher Art der Stadt Darmstadt in den Ei- genbetrieb haben das Ziel, wirtschaftlichere Strukturen einzurichten und somit Verluste zu verringern. Werner Berndt & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft EAD Darmstadt Jahresabschluss zum 31.12.2008 B=znD Prüfungsbericht zum 31. Dezember 2008 Blatt 6 3. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung 3.1 Gegenstand der Prüfung Die gesetzlichen Vertreter tragen die Verantwortung für die Rechnungslegung und die gegenüber uns als Abschlussprüfer gemachten Angaben. Unsere Aufgabe als Abschlussprüfer ist es, diese Unterla- gen unter Einbeziehung der Buchführung und die gemachten Angaben im Rahmen unserer pflichtge- mäßen Prüfung zu beurteilen. Die Prüfung der Einhaltung anderer gesetzlicher Vorschriften gehört nur insoweit zu den Aufgaben un- serer Abschlussprüfung, als sich aus diesen anderen Vorschriften üblicherweise Rückwirkungen auf den Jahresabschluss oder Lagebericht ergeben. Bei der Prüfung beachteten wir auftragsgemäß die Vorschriften des $ 53 Abs. 1 Nr. 1 und 2 Haushalts- grundsätzegesetz (HGrG). Eine besondere Prüfung zur Aufdeckung von Unregelmäßigkeiten im Geld- und Leistungsverkehr (Unterschlagungsprüfung) war nicht Gegenstand der Abschlussprüfung. Im Verlaufe unserer Tätigkeit ergaben sich auch keine Anhaltspunkte, die besondere Untersuchungen in dieser Hinsicht erforderlich gemacht hätten. 3.2 Art und Umfang der Prüfungsdurchführung Art und Umfang der beim vorliegenden Auftrag erforderlichen Prüfungshandlungen haben wir im Rah- men unserer Eigenverantwortlichkeit nach pflichtgemäßem Ermessen bestimmt, das durch gesetzliche Regelungen und Verordnungen, IDW Prüfungsstandards sowie ggf. erweiternde Bedingungen für den Auftrag und die jeweiligen Berichtspflichten begrenzt wird. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach 8 316 ff. HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Durchführung von Ab- schlussprüfungen vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Buchführung, der Jahresabschluss und der La- gebericht frei von wesentlichen Mängeln sind. Im Rahmen der Prüfung werden Nachweise für die An- gaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsgrund- sätze und der wesentlichen Einschätzungen der Betriebsleitung sowie die Würdigung der Gesamtdar- stellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil bildet. Werner Berndt & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft EAD Darmstadt Jahresabschluss zum 31.12.2008 B=zAD Prüfungsbericht zum 31. Dezember 2008 Blatt 7 Die Prüfung der Einhaltung anderer gesetzlicher Vorschriften gehörte nur insoweit zu den Aufgaben un- serer Abschlussprüfung, als sich aus diesen Vorschriften üblicherweise Rückwirkungen auf den Jah- resabschluss ergeben. Die Aufdeckung und Aufklärung strafrechtlicher Tatbestände, wie z.B. Unter- schlagungen, sowie die Feststellung außerhalb der Rechnungslegung begangener Ordnungswidrigkei- ten waren nicht Gegenstand unserer Abschlussprüfung. Die nachfolgende Darstellung und Beschreibung von Prüfungsumfang und Prüfungsvorgehen ist so an- gelegt, dass es dem Aufsichtsgremium möglich ist, daraus Konsequenzen für die eigene Überwa- chungsaufgabe zu ziehen. Im Rahmen unseres risikoorientierten Prüfungsvorgehens erarbeiteten wir zunächst eine Prüfungsstra- tegie. Diese beruhte auf einer Einschätzung des Unternehmensumfeldes und auf Auskünften der Be- triebsleitung Über die wesentlichen Unternehmensziele und Geschäftsrisiken. Unsere Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen umfassten System- und Funk- tionstests, analytische Prüfungshandlungen sowie Einzelfallprüfungen. Wir haben unsere aussagebezogenen Prüfungshandlungen an den Ergebnissen unserer Beurteilung des rechnungsiegungsbezogenen internen Kontrollsystems ausgerichtet. Bei der Prüfung des rechnungsiegungsbezogenen internen Kontrollsystems sind wir wie folgt vorge- gangen: Ausgehend von den externen Faktoren, den Unternehmenszielen, der Geschäftsstrategie und den Steuerungs- und Überwachungsprozessen auf der Unternehmensebene haben wir anschließend die Geschäftsprozesse analysiert. In diesem zweiten Schritt der Prozessanalyse haben wir beurteilt, in- wieweit die wesentlichen Geschäftsrisiken, die einen Einfluss auf unser Prüfungsrisiko haben, durch die Gestaltung der Betriebsabläufe und der Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen reduziert worden sind. Die Erkenntnisse der Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems haben wir bei der Auswahl der analytischen Prüfungshandlungen und der Einzelfallprüfungen berücksichtigt. Soweit nach unserer Einschätzung wirksame funktionsfähige Kontrollen implementiert waren und damit ausreichende personelle, computergestützte oder mechanische Kontrollen die Richtigkeit der Jahres- abschlussaussage sicherstellten, konnten wir unsere aussagebezogenen Prüfungshandlungen im Hin- blick auf Einzelfälle insbesondere im Bereich der Routinetransaktionen weitgehend einschränken. So- weit uns eine Ausdehnung der Prüfungshandlungen erforderlich erschien, haben wir neben analyti- Werner Berndt & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft EAD Darmstadt Jahresabschluss zum 31.12.2008 M=AD Prüfungsbericht zum 31. Dezember 2008 Blatt 8 schen Prüfungshandlungen in Form von Plausibilitätsbeurteilungen einzelne Geschäftsvorfälle anhand von Belegen nachvollzogen und auf deren sachgerechte Verbuchung hin überprüft. Im unternehmensindividuellen Prüfungsprogramm haben wir die Schwerpunkte unserer Prüfung, Art und Umfang der Prüfungshandlungen sowie den zeitlichen Prüfungsablauf und den Einsatz von Mitar- beitern festgelegt. Hierbei haben wir die Grundsätze der Wesentlichkeit und der Risikoorientierung be- achtet. Die in unserer Prüfungsstrategie identifizierten kritischen Prüfungsziele führten zu folgenden Schwer- punkten unserer Prüfung: Die Übertragung des Krematoriums zum 01.01.2008 ist im Rahmen einer Vorprüfung geprüft worden. Hierbei wurde von uns geprüft, ob alle Vermögensgegenstände und Schulden übertragen worden und die Wertansätze beibehalten worden sind (Buchwertverknüpfung). Die Nutzungsdauern des Anlage- vermögens und die Vollständigkeit der Passivposten haben wir geprüft. Für die neuen Geschäftsbereiche Krematorium und Gebäudereinigung haben wir das rechnungsle- gungsbezogene interne Kontrollsystem aufgenommen und auf seine Wirksamkeit beurteilt. Im Bereich des Anlagevermögens wurden die Zu- und Abgänge geprüft und untersucht, ob die Vor- schriften der Satzung des Eigenbetriebs über die zustimmungspflichtigen Geschäfte eingehalten wor- den sind. Für die Beteiligungen haben wir die Jahresabschlüsse der betroffenen Unternehmen einge- sehen und Darlehensvereinbarungen geprüft. An der körperlichen Bestandsaufnahme der Vorräte haben wir nicht teilgenommen. Die uns vorgelegte Inventur haben wir auf Plausibilität geprüft. Von der zutreffenden Bilanzierung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis- tungen haben wir uns durch Einholung von Saldenbestätigungen nach einer bewussten Auswahl in Stichproben überzeugt. Bankbestätigungen wurden über die Kämmerei der Stadt Darmstadt von Kreditinstituten eingeholt. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Prüfung der Rückstellungen. Hier wurden im Wesentlichen die Mengengerüste für die Bildung der Rückstellung abgestimmt und der Grund für aufzulösende Rückstel- lungen untersucht. Außerdem wurden die Grundlagen der Bildung der Steuerrückstellungen, insbeson- Werner Berndt & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft EAD Darmstadt Jahresabschluss zum 31.12.2008 B=AD Prüfungsbericht zum 31. Dezember 2008 Blatt 9 dere die Abgrenzung des hoheitlichen Betrieos zum gewerblichen Betrieb, geprüft. Wir haben uns hinsichtlich der Verwendung bzw. Verwertung und der Einschätzung von für die Beurtei- lung wesentlichen Prüfungsergebnissen oder Untersuchungen Dritter zusätzlich auf Gutachten von Versicherungsmathematikern gestützt. Werner Berndt & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft EAD Darmstadt Jahresabschluss zum 31.12.2008 B=AD Prüfungsbericht zum 31. Dezember 2008 Blatt 10 4.1.2 Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen Die Aufzeichnungen der Geschäftsvorfälle des Eigenbetriebs sind nach unseren Feststellungen voll- ständig, fortlaufend und zeitgerecht. Der Kontenplan ermöglicht eine klare und übersichtliche Ordnung des Buchungsstoffes mit einer für die Belange des Eigenbetriebs ausreichenden Gliederungstiefe. So- weit im Rahmen unserer Prüfung Buchungsbelege eingesehen wurden, enthalten diese alle zur ord- nungsgemäßen Dokumentation erforderlichen Angaben. Die Belegablage ist numerisch geordnet, so dass der Zugriff auf die Belege unmittelbar anhand der Angaben in den Konten möglich ist. Die Buch- führung entspricht somit für das gesamte Geschäftsjahr den gesetzlichen Anforderungen. Die Organisation der Buchführung, das interne Kontrollsystem, der Datenfluss und das Belegwesen er- möglichen die vollständige, richtige, zeitgerechte und geordnete Erfassung und Buchung der Ge- schäftsvorfälle. Die aus den weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen führen nach dem Ergebnis unserer Prüfung zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in der Buchführung, im nach deutschen Rech- nungslegungsvorschriften aufgestellten Jahresabschluss und im Lagebericht. Die Buchführung wird IT-gestützt unter Verwendung von SAP durchgeführt. Die Verfahrensabläufe in der Buchführung haben im Berichtsjahr nennenswerte organisatorische Än- derungen erfahren. Die Sicherheit der für die Zwecke der IT-gestützten Rechnungslegung verarbeiteten Daten ist gewähr- leistet. Jahresabschluss Wegen einer den Jahresabschluss betreffenden Erweiterung der Abschlussprüfung auf Grund gesetzli- cher Vorschriften berichten wir nachstehend auch über das Ergebnis dieser Prüfung. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung des EAD für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008 sind nach unseren Feststellungen ordnungsmäßig aus der Buchführung und aus den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. Die einschlägigen Ansatz-, Ausweis- und Be- wertungsvorschriften wurden dabei ebenso beachtet wie der Stetigkeitsgrundsatz des $ 252 Abs. 1 Werner Berndt & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft EAD Darmstadt Jahresabschluss zum 31.12.2008 B=AD Prüfungsbericht zum 31. Dezember 2008 Blatt 11 4.2 4.2.1 4.2.2 4.2.3 Nr. 6 HGB. Zur Ordnungsmäßigkeit der im Anhang gemachten Angaben, über die von uns nicht an anderer Stelle berichtet wird, stellen wir fest, dass die Berichterstattung im Anhang durch die gesetzlichen Vertreter vollständig und im gesetzlich vorgeschriebenen Umfang ausgeführt wurde. Lagebericht Unsere Prüfung hat ergeben, dass der Lagebericht mit dem Jahresabschluss und mit den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen im Einklang steht und insgesamt ein zutreffendes Bild von der La- ge des Eigenbetriebs vermittelt. Die wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung sind zutreffend dargestellt und der Lagebericht enthält die nach $ 289 Abs. 2 HGB erforderlichen Angaben. Gesamtaussage des Jahresabschlusses Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses Über das Ergebnis unserer Beurteilung, ob und inwieweit die durch den Jahresabschluss vermittelte Gesamtaussage den Anforderungen des $ 264 Abs. 2 Satz 1 HGB entspricht, berichten wir nachste- hend. Da sich keine Besonderheiten ergeben haben, stellen wir fest, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eigenbetriebs vermittelt. Wesentliche Bewertungsgrundlagen Zur Darstellung der wesentlichen Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die entsprechenden Anga- ben im Anhang, weil ihre Aufnahme in den vorliegenden Prüfungsbericht nur zu einer Wiederholung führen würde. Änderungen in den Bewertungsgrundlagen Grundsätzlich sind nach $ 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB die gewählten Bewertungsmethoden beizubehalten. Für die gesamte Rechnungslegung einschließlich der Ausübung von Ansatzwahlrechten und der Aus- nutzung von Ermessensspielräumen gilt das Willkürverbot. Nach 8 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB sind Durchbrechungen der Ansatz- und Bewertungsstetigkeit im Anhang anzugeben, zu begründen und die Auswirkungen zu erläutern. Werner Berndt & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft EAD Darmstadt Jahresabschluss zum 31.12.2008 B=AD Prüfungsbericht zum 31. Dezember 2008 Blatt 12 4.2.4 4.3 Auf Änderungen in den Bewertungsgrundlagen ist an dieser Stelle einzugehen, wenn diese einzeln oder insgesamt zusammen mit sachverhaltsgestaltenden Maßnahmen einen wesentlichen Einfluss auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses, d.h. auf das vom Jahresabschluss vermittelte Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft, haben. Um Wiederholungen zu vermeiden, wird auf Angaben im Anhang verwiesen. Gegenüber dem Vorjahresabschluss zum 31. Dezember 2007 haben Änderungen bei den wesentli- chen Bewertungsgrundlagen (Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen der wertbestimmenden Faktoren, Änderungen in der Ausnutzung von Ermessensspielräumen) keinen spürbaren Einfluss auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses, d.h. auf das vom Jahresabschluss vermittelte Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, gehabt. Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen Berichtspflichtige Tatsachen aus sachverhaltsgestaitenden Maßnahmen mit wesentlichen Auswirkun- gen auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses lagen nach dem Ergebnis unserer Prüfungshand- lungen im Prüfungszeitraum nicht vor. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage und Kapitalstruktur Vermögenslage und Kapitalstruktur sowie deren Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben sich aus den folgenden Zusammenstellungen der Bilanzzahlen in TEuro für die beiden Abschlussstichtage 31. Dezember 2008 und 31. Dezember 2007. Werner Berndt & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft EAD Darmstadt Jahresabschluss zum 31.12.2008 B=zAD Prüfungsbericht zum 31. Dezember 2008 Blatt 17 4.3.2 Finanzlage Einen Überblick über die Herkunft und über die Verwendung der finanziellen Mittel des geprüften Ei- genbetriebs gibt die nachstehende Kapitalflussrechnung: 2008 2007 TEuro TEuro TEuro Jahresergebnis 1.900 1.095 Abschreibungen auf Sach- und Finanzanlagen 2.575 2.726 Veränderung der Pensionsrückstellungen 170 44 4.645 3.865 Veränderungen der Aktiva: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 714 -80 Forderungen an den Haushalt der Stadt Darmstadt -602 -242 Übrige kurzfristige Forderungen -163 161 -51 -161 Veränderungen der Passiva: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.463 -663 Verbindlichkeiten gegenüber dem Haushalt der Stadt Damstadt 458 403 Übrige Verbindlichkeiten und sonstige Rückstellungen 481 -132 -524 "392 Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 4.070 3.312 Investitionen in das Anlagevermögen -3.456 -1.589 Veränderungen der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 86 -98 Anlagenabgänge (Restbuchwerte) 29 18 Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -3.341 1.669 Einstellungen in die Rücklagen 125 -64 Entnahmen aus den Rücklagen -358 0 Kreditaufnahmen 11.579 0 Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -681 -623 Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit 10.665 -687 Veränderungen des Finanzmittelbestandes 11.394 956 Entwicklung: Finanzmittel Stand 01.01. 15.064 14.108 Finanzmittel Stand 31.12. 26.458 15.064 11.394 956 Die Zunahme des Finanzmittelbestandes um insgesamt 11.394 TEuro resultiert mit 11.500 TEuro aus der Kreditaufnahme für den Neubau auf der Knell und der zusätzlichen Mittel aus der Gebührenerhö- hung in der hoheitlichen Abfallentsorgung mit 1.470 TEuro. Bereinigt um diese Vorgänge sind die Fi- nanzmittel des Eigenbetriebs um 1.576 TEuro zurückgegangen. Werner Berndt & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft EAD Darmstadt Jahresabschluss zum 31.12.2008 BI=AD Prüfungsbericht zum 31. Dezember 2008 Blatt 18 4.3.3 Ertragslage Die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitete Gegenüberstellung der Erfolgsrechnungen im Fünf-Jahres-Vergleich zeigt folgendes Bild der Ertragslage und ihrer Veränderungen: 2008 2007 2006 2005 2004 2003 Gesamtergebnis der Erfolgsbereiche TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro Straßenreinigung/Winterdienst 199,3 371,5 -230,7 -272,1 -164,6 -375,4 Kanalbetrieb ÖWCs 423,3 547 319,7 143,8 -138,2 -27,5 Abfallbeseitigung (hoheitlicher Bereich) 1.233,0 277 -6746 -5576 -885,6 -1.541,2 Kompostierungsanlage 203,2 14,6 -30,7 -95,9 -93,1 -178,4 Werkstätten mit Betriebshof und Schulbussen -994 118,0 20,2 -124,3 -127,2 -437,8 Betrieb gewerblicher Art (BgA) 100,3 466,8 178,5 -81,8 120,7 133,3 Straßenunterhaltung -4,7 41,8 -52,8 32,4 -300,8 -327,1 Gebäudereinigung -118,4 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Krematorium -36,6 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Ergebnis 1.900,0 1.095,1__-470,4 _-955,5 -1.588,8 _-2.754,1 Die weitere Verbesserung des Ergebnisses des Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahr und auch im Zeitablauf beruht auf einer erstmals seit 12 Jahren erfolgten Gebührenerhöhung für den hoheitlichen Abfallbereich in Höhe von 1.470 TEuro. Neben der Gebührenerhöhung hat sich entgegen der Annah- men der Betriebsleitung der Umsatz gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig vermindert. Damit kann der ausgewiesene Überschuss aus diesem Bereich des Eigenbetriebs in voller Höhe der Gebühren- ausgleichsrücklage zugeführt werden. Die neu hinzugekommenen Erfolgsbereiche Gebäudereinigung und Krematorium haben das Ergebnis mit insgesamt 155 TEuro belastet. Bereinigt um diese Sondereffekte hat der Eigenbetrieb einen Gewinn in Höhe von 585 TEuro erzielt. Im Folgenden werden die Ertragslagen der einzelnen Erfolgsbereiche im Detail erläutert: Werner Berndt & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft EAD Darmstadt Jahresabschluss zum 31.12.2008 B=NAD Prüfungsbericht zum 31. Dezember 2008 Blatt 28 5. Feststellungen gemäß $ 53 HGrG Die erforderlichen Feststellungen haben wir in diesem Bericht und in Anlage V (Prüf- und Erhebungslis- te zu den Feststellungen nach $ 53 HGrG auf der Grundlage des IDW PS 720-Fragenkatalogs zur Be- richterstattung über die Erweiterung der Abschlussprüfung nach $ 53 HGrG) dargestellt. Über diese Feststellungen hinaus hat unsere Prüfung keine Besonderheiten ergeben, die nach unserer Auffassung für die Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung von Bedeutung sind. Werner Berndt & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft EAD Darmstadt , Jahresabschluss zum 31.12.2008 M=NAD Prüfungsbericht zum 31. Dezember 2008 Blatt 29 6. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung Nachstehend geben wir unseren nach $ 322 Abs. 5 Satz 1 HGB datierten und an anderer Stelle unter- zeichneten Vermerk über unsere Abschlussprüfung wieder: „Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung, die Erfolgsübersicht und den Lagebericht des Ei- genbetriebs Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der Stadt Darmstadt für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresab- schluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergän- zenden landesrechtlichen Vorschriften und Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwor- tung der Betriebsleitung des Eigenbetriebs. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach $ 317 HGB und $ 27 EigBGes Hessen unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswir- ken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Eigenbetriebes sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rah- men der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- systems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Betriebsleitung des Eigenbetriebes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Werner Berndt & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft EAD Darmstadt Jahresabschluss zum 31.12.2008 D=AD Prüfungsbericht zum 31. Dezember 2008 Blatt 30 Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden landes- rechtlichen Vorschriften und Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eigenbetriebes. Der Lagebericht steht in Ein- klang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Ei- genbetriebes und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Kassel, den 13.05.2009 Werner Berndt & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft" Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450). Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungs- berichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus. Kassel, 13.05.2009 Werner Berndt & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Werner Berndt & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Bilanz zum 31.12.2008 Anlage | Blatt 1 AKTIVA PASSIVA 31.12.2008 31.12.2007 31.12.2008 31.12.2007 Euro Euro Euro Euro Euro Euro A. Anlagevermögen A. Eigenkapital 1. Immaterielle Vermögensgegenstände 1, Stammkapital 6.200.000,00 6.200.000,00 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Rücklagen Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 78.292,93 131.937,84 1. Allgemeine Rücklage 385.621,34 385.021,34 Sachanlagen 2. Zweckgebundene Rücklage 1.297.959.71 1.172.725,85 1.683,581,05 1.558.347,19 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.439.581,05 9.286.666,73 Jahresüberschuss 1.899.881,77 1.098.145,35 2. technische Anlagen und Maschinen 1.743.017,27 1.572.978,77 3. andere Anlagen, Befriebs- und Geschäftsausstattung 4.190.277.24 2.907.580,73 IV. Vortrag auf neue Rechnung 2.560.984,44 1,814.452,17 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau —4135.33924 261.831.14 17.468.214,80 15.729.057,97 B. Rückstellungen Finanzanlagen 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.956,396,00 1.785.581,00 2. Steuerrückstellungen 89.364,00 71.664,00 1. Beteiligungen 162.500,00 137.500,00 3. sonstige Rückstellungen 3.006,282,04 2.373.324,70 2. Ausleinungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis 5.052.042,04 4.220.569,70 besteht 1.334.000,00 574.000,00 3. sonstige Austeihungen — 150.0 1500.00 ©. Verbindlichkeiten 1.488.000,00 713.000,00 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.323.308,25 16.807.715,46 8. Umlaufvermögen 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.449,542,14 2.913.236,25 3. Verbindlichkeiten gegenüber dem Haushalt der Stadt 1.575.497,13 1.117.555,10 1. Vorräte 4. sonstige Verbindlichkeiten 232,448,50 _392.187.07 32.580.796,02 21.230.693,88 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 665.574,48 751.754,46 D, Rechnungsabgrenzungsposten 10.275,68 20.551,36 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.348.545,66 2.063.034,55 2. Forderungen an den Haushalt der Stadt 1.624.845,65 1.022.718,18 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beleiligungsver- besteht 13,310,49 33.183,52 4. sonstige Vermögensgegenstände 161.761.43 811.504,15 3.748.463,23 3.730.440,40 Il, Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 26.457.875,37 15.064.062,24 ©. Rechnungsabgrenzungsposten 61.140,19 29.507,54 49.971.561,00 36.149.759,65 49.977.561,00 36.149.759,68 EAD Darmstadt Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2008 B=AD Prüfungsbericht zum 31. Dezember 2008 Anlage It Blatt 1 Geschäftsjahr Vorjahr Euro ö Euro 1. Umsatzerlöse 46.089.688,03 40.646.900,08 2. sonstige betriebliche Erträge 363.104,94 601.420,13 3. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.190.804,47 2.468.456,02 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 17.674,409,60 15.592.742,24 20.865.214,07 18.061.198,26 4. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 13.672.002,71 12.727.794,08 b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersver- sorgung und für Unterstützung 4.573.452,91 3.776.473,09 18.245.455,62 16.504.267,17 - davon für Altersversorgung Euro 1.592.363,53 (Euro 1.077.173,45) 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlage- vermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Auf- wendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 2.574.766,02 2.725.605,89 6. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.657.247,03 2.404.904,41 7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 700.690,75 516.813,47 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 823.031,86 762.014,35 9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.987.769,12 1.307.143,60 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 40.837,00 159.078,00 11. sonstige Steuern 47.050,35 52.920,25 87.887,35 211.998,25 12. Jahresüberschuss 1.899.881,77 1.095.145,35 Anlage __ll ü Blatt 1 Eigenbetrieb Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der Stadt Darmstadt (EAD) Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 Anhang Allgemeine Vorschriften Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 des Eigenbetrieb Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der Stadt Darmstadt (EAD) wurde nach den Vorschriften des novellier- ten Eigenbetriebsgesetzes vom 9. Juni 1989 aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Positionen der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung sind bis auf wenige Ausnahmen mit denen des Vorjahres vergleichbar. Die im Vorjahr angewandten Bilan- zierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich beibehalten. Ausnahme bil- den die Geringwertigen Wirtschaftsgüter (Wert zwischen 150 € und 1.000 €). Diese wurden seit Beginn des Wirtschaftsjahres 2008 nach den gesetzlichen Vorschriften über 5 Jahre abgeschrieben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- kosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibun- gen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Die Bestände an Vorräten wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet mit dem Wert, der den Vorräten am Bilanzstichtag beizulegen war. Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens wurden zu Nominalwerten ange- setzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbind- lichkeiten. Sie sind in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmänni- scher Beurteilung notwendig ist. I. Anlage II Blatt 2 Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen passiviert. Erläuterungen zur Bilanz Die Aufgliederung des Anlagevermögens ist als Anlage IV beigefügt. Die Forderungen gegenüber der Stadt Darmstadt belaufen sich auf TEUR 830 aus Lieferungen und Leistungen sowie auf TEUR 795 aus Forderungen für Pensionen und Beihilfen für Beamte, welche in der Vergangenheit beim EAD beschäftigt waren oder früher bei der Stadtverwaltung beschäftigt waren und vom EAD in den Ruhestand wechselten. Bei den Forderungen gegen Unternehmen mit denen Beteiligungsverhältnis be- steht in Höhe von TEUR 6 gegen die Darmstädter Recycling Zentrum GmbH und TEUR 8 gegen die biolog GmbH handelt es sich um Zinsforderungen aus Darlehen. Die Darlehensforderung werden mit 5 % bzw. 6 % verzinst. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im wesentlichen um Forderungen aus Termingeldzinsen in Höhe von TEUR 498 sowie um TEUR 200 Steu- erforderungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Abzug von Wertberichtigungen angesetzt. Das hier angewandte Verfahren ist “ zweigeteilt. Einmal handelt es sich hier um die klassische Einzelwertberichtigung bei der die Debitoren in voller Höhe bereinigt werden. Danach werden die restlichen Kun- den je nach Fälligkeitsstatus mit einem pauschalierten Wert berichtigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Vermögensge- genständen sind innerhalb eines Jahres fällig. Eine Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wurde in der Bilanz in Höhe von € 1.956.396,00 gebildet. Daneben bestehen noch Altzusagen, für die keine Rückstel- lungen gebildet wurden. Der versicherungsmathematische Teilwert dieser Altzusagen beträgt € 109.931,00. " Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.006 beinhalten Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit von TEUR 1.782, TEUR 271 für angefallene Über- stunden, TEUR 233 für Zahlungen aus.der Leistungsorientierten Vergütung, TEUR 226 für Beihilfen, TEUR 188 für Urlaubsrückstellungen, TEUR 160 für Verwaltungskosten der Stadt Darmstadt und 146 TEUR für Jahresabschlussprüfung, Grundbesitzabgaben, Energiekosten sowie Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen. Anlage _III Blatt 3 Die Restlaufzeit der bilanzierten Verbindlichkeiten ist dem unten stehenden Verbind- lichkeitsspiegel zu entnehmen. Bezeichnung der davon miteiner davonmit Davonmiteiner davon Verbindlichkeits- Restlaufzeit bis einer Restlaufzeit gesichert positionen zueinem Jahr Restlaufzeit von mehr als durch von zweibis fünf Jahren Pfandrechte Gesamt fünf Jahren 0.ä. Rechte € € € € € 1. Verbindlich- keiten gegenüber Kreditinstituten 29.323.308,25 1.031.510,85 4.066.951,04 24.224.846,36 2. Verbindlich- keiten aus Lieferungen und Leistungen 1.449.542,14 1.449.542,14 0,00 0,00 0,00 2. Verbindlichkeiten gegenüber dem Haushalt der Stadt Darmstadt 1.575.497,13 1.296.004,60€ 109.881,93 169.610,60 0,00 3. Andere Sonstige Verbindlichkeiten 232.448,50 232.448,50 0,00 0,00 0,00 32.580.796,02___4.009.506,09 4.176.832,97 24.394.456,96 0,00 In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 113.963,09 € enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Haushalt der Stadt Darmstadt in Höhe von TEUR 1.575 resultieren in Höhe von TEUR 249 aus Lieferungen und Leistungen, in - Höhe von TEUR 238 aus Verbindlichkeiten aus Rückstellungen für Pensionen und Bei- hilfen für Beamte, welche in der Vergangenheit beim EAD beschäftigt waren und zwi- schenzeitlich zur Stadtverwaltung gewechselt sind, in Höhe von TEUR 550 aus Ver- bindlichkeiten aus Verrechnungen der vergangenen Jahren im Rahmen der Jahresab- schlüsse, in Höhe von TEUR 306 aus Darlehensverbindlichkeiten gegenüber dem Kli- nikum. sowie aus der Gewinnabführung in Höhe von TEUR 233 für das Geschäftsjahr 2007. Anlage __IIl Blatt 4 Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im wesentlichen für in 2009 abzuführende Lohnsteuer (TEUR 114), das Darlehen von den ZVK (TEUR 28), kreditorische Debito- ren (TEUR 64) sowie Verpflichtungen im Personalbereich (10 TEUR ) gebildet. Sie de- cken den voraussichtlichen zukünftigen Aufwand. Zum 31.12.2008 bestanden finanzielle Verpflichtungen für 2009 aus den Bestellungen diverser Fahrzeuge und Behälter in Höhe von TEUR 170, bestehender Mietverträge für das Jahr 2009 in Höhe von TEUR 116 sowie für 2010 bis einschließlich 2014 von je- weils 53 TEUR. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß $ 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamt- kostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die Betriebszweige: TE Straßenreinigung/Winterdienst 6.500,2 Kanalbetrieb/ÖWC’s 5.206, 1 Abfallentsorgung 19.457,9 Kompostierungsanlage 227,4 Betriebszweig Betrieb gewerblicher Art (BgA) 7.067,9 Werkstätten mit Betriebshof und Schulbussen 1.384,9 Straßenunterhaltung 1.755,3 Gebäudereinigung 3.922,3 Krematorium 567,7 46.089,7 In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Wertberichtigungen auf die Forderungen eines Altpapierverwerters in Höhe von 343 TEUR enthalten. Des Weite- ren sind durch Beitragserhöhungen die Kosten für die Kfz-Versicherung um 75 TEUR gestiegen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen von 363 TEUR sind 31 TEUR enthalten, die aus der Auflösung von Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeit resuitieren, 155 TEUR resultieren aus dem Verkauf von Anlagen sowie 50 TEUR aus der Herab- setzung der Wertberichtigung auf Forderungen. Anlage _Ii Biatt 5 Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten das Ergebnis mit 40.837,00 €. Es wird von der Schutzklausel nach $ 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Anlage Il Blatt 6 V. Sonstige Angaben Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der Stadt Darmstadt (EAD) hält folgende Beteiligungen: Name Darmstädter Re- } Darmstädter Ent- biolog GmbH cycling Zentrum |sorgungs- und GmbH Dienstleistungs GmbH Sitz der Gesellschaft Darmstadt Darmstadt Büttelborn Höhe am Anteil des Ka-|50 % 100 % 33,3% pitals per 31.12.2008 Eigenkapital 261.170,24 € 37.812,94 € 38.210,44 € Jahresergebnis 2008 225.191,29 € 2.441,03 € - 36.789,56€ Im Geschäftsjahr 2008 waren durchschnittlich beim Eigenbetrieb beschäftigt: Anzahl Beamte 2 Auszubildende 12 Beschäftigte 459 sl Anlage _Iil Blatt 7 Der Betriebsleitung gehörte in 2008 an: Frau Sabine Kleindiek, 1. Betriebsleiterin Der Betriebskommission gehörten in 2008 an: a) Mitglieder des Magistrats: Herr Bürgermeister Wolfgang Glenz Herr Stadtrat Klaus Feuchtinger — Vorsitzender - Frau Stadträtin Monika Lehr Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung: Herr Stadtverordneter Leif Blum Herr Stadtverordneter Wolfgang Franz Frau Stadtverordnete Doris Fröhlich Frau Stadtverordnete Katrin Kosub Mitglieder des Personalrats: Frau Personalrätin Brigitte Völsen (bis 17. Juni 2008) Herr Personalrat Manfred Glock Herr Personalrat Horst Weber (ab 18. Juni 2008) Wirtschaftlich oder technisch besonders erfahrene Personen: Herr Prof. Dr. Reiner Wackermann Herr Thomas Heldmann Darmstadt, im März 2009 AD Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 1 von 26 Übersicht 1. Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf mit Ertragslage 3. Investitionen 4. Personal 5. Vermögenslage 6. Risiken und Chancen 7. Ausblick I=AD | pe Lagebericht 2008 Anlage !V / Seite 2 von 26 1. Rahmenbedingungen Ausgehend von der Hessischen Gemeindeordnung und in Verbindung mit dem Hessischen Eigenbetriebsgesetz wird der Betrieb ohne eigene Rechtspersönlich- keit als Sondervermögen der Stadt gemäß den Bestimmungen der Betriebssat- zung geführt. Der Zweck des Eigenbetriebes ist die Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen für die Darmstädter Bürger, die Darmstädter Betriebe / Institutionen / Dienstleistungsbereiche, die Reinigung öffentlicher Straßen und Wege und die Durchführung der Verkehrssicherungspflicht im Winter nach dem Hessischen Straßengesetz. Weitere Aufgaben sind der Betrieb der öffentlichen Kanäle mit Ausnahme des Kanalneubaus, die Reinigung der öffentlichen Toilettenanlagen, die Straßenunterhaltung, die Gebäudereinigung öffentlicher Einrichtungen, der Betrieb von Schulbussen und Werkstätten und die Einäscherung von Verstorbe- nen (Krematorium), Der Betriebszweig Krematorium wird als Betrieb gewerblicher Art geführt. Er ist damit der zweite Betrieb gewerblicher Art neben der gewerbli- chen Abfallentsorgung und Reinigung. Die Bereiche werden jeweils als eigene Betriebszweige geführt. Die Gebäudereinigung öffentlicher Einrichtungen und der Betrieb des Krematori- ums sind ab dem 01.01.2008 erstmalig als eigenständige Betriebszweige dem EAD zugeordnet. Der Betrieb kann sich zur Erfüllung der Aufgaben im gesetzlich zulässigen Umfang der Hilfe geeigneter Dritter bedienen sowie im Rahmen der rechtlichen Möglich- keiten die Aufgabenerfüllung auch über das Gebiet der Stadt Darmstadt hinaus erweitern. I=AD ee u Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 3 von 26 2. Geschäftsverlauf mit Ertragslage Im Berichtsjahr wurde-ein Gesamtumsatz von rd. 46,1 Mio. € erzielt, das sind rd. 5,4 Mio.€ (entspricht rd. 13%) mehr als im Jahr 2007. Nach Abzug der Aufwen- dungen von rd. 44,6 Mio. € und der Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von rd. 0,4 Mio. € ergab sich ein Gewinn nach Steuern von rd. 1,9 Mio. € ( Steigerung um rd. 0,8 Mio. € gegen Vorjahr). Die Betriebszweige „Abfallentsorgung“, „Straßenreinigung/Winterdienst“, „‚Kompo- stierungsanlage“ und „Kanalbetrieb/ÖWCs“ weisen eine Überdeckung der Kosten aus. Die Betriebszweige „Straßenunterhaltung“ und „Gebäudereinigung“ sowie der Hilfsbetrieb „Werkstatt schließen mit einer Kostenunterdeckung ab. Der Betrieb gewerblicher Art „Gewerbliche Abfallentsorgung und Reinigung“ erwirtschaftete ei- nen Jahresüberschuss vor Steuern, der Betrieb gewerblicher Art „Krematorium Waldfrieden“ schloss mit einem Jahresfehlbetrag das erste Geschäftsjahr im Rahmen des EAD ab. Eine Hauptursache für den Anstieg der Umsatzerlöse waren die erstmalige Ein- rechnung der kompletten Umsätze der Gebäudereinigung (+3,0 Mio. € Umsatz ge- genüber den Umsätzen aus dem Experiment) und die erhöhten Gebühreneinnah- men der Abfallentsorgung (+1,5 Mio. €) aufgrund Gebührenerhöhung gegenüber Vorjahr. Der Bereich Gebäudereinigung wird dieses Jahr erstmalig als eigenstän- diger Bereich ausgewiesen. Im Vorjahr wurde er unter dem Bereich Kanalbe- trieb/ÖWC ausgewiesen, und zwar im Rahmen eines Experiments mit einem Teil des Umsatzes und der Personalkosten. Auch tragen die Umsätze in Höhe von rd. 0,6 Mio € des Krematoriums zur Umsatzsteigerung bei. Die Kostensteigerungen in 2008 im Bereich Personalaufwand in Höhe von rd. 1,7 Mio € und im Bereich Materialaufwand in Höhe von rd. 2,8 Mio € sind größtenteils begründet durch Tariferhöhungen (s. hierzu die Erläuterungen unter Punkt 4. Per- ZAD 2 BE Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 4 von 26 sonal) und.die Übernahme des kompletten Personals des städtischen Reinigungs- dienstes und sämtlicher Verträge mit Fremdreinigungsfirmen für städtische Ob- jekte. Die Umsatzrentabilität 2008 mit rd. 4,1% liegt über dem Wert von 2007 in Höhe von 2,7 %. Dies liegt vor Allem an dem verbesserten Ergebnis der hoheitlichen Abfallentsorgung. Der letztjährige Gewinnbringer, der Betriebszweig „Gewerbliche Abfallentsorgung und Reinigung“, hat stark unter der Finanzkrise und dem damit einhergehendem Preisverfall auf den Wertstoff-Märkten gelitten. Die Kennzahl hat aber nur informatorischen Charakter, da es in den Gebührenhaushalten Ziel ist, eine den Kosten entsprechende Gebühr festzusetzen. Von der Finanzkrise waren die Preisentwicklungen der Wertstoffe stark betroffen. Nachdem im Oktober die Bankenkrise zu verminderter Liquidität in Betrieben ge- führt hatte, brach der von niederländischen Firmen dominierte Bereich der Zwi- schenfinanzierung von Altpapierexporten ein. Beispielhaft entwickelte sich der Händlerpreis in 2008 nach EUWID für B-19 Ware (Kaufhausaltpapier) von einem Mittelwert im Januar von 72,50 €/t zu einem Wert von 57,50 €/t im September, um dann - im Oktober zunächst bei 47,50 €/t liegend - im November auf 15 €/t zu stür- zen und seit Dezember sich bei 7,50 €/t einzupendeln. Auch für die B-12 Ware (Gemischte Ballen) gab es einen ähnlichen Verlauf, wobei es hierbei am Ende des Jahres unter bestimmten Vertragskonstellationen erstma- lig seit 1998 wieder zu Zuzahlungen kam, der Preis für diese Altpapierware also von einem Höchststand in 2003 von 65,50 €/t auf -9,50 €/t stürzte. Betroffen von dieser Entwicklung sind sowohl die hoheitliche Abfallentsorgung durch die öffentliche Papiereinsammlung, als auch die gewerblichen Geschäftsfel- der im Rahmen des BgA , nämlich Containerdienst und Altpapier im Rahmen der Verpackungsverordnung. Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 5 von 26 Die Verbilligung der Energie- und Treibstoffkosten sind ein positiver Aspekt, waren die Treibstoffkostensteigerungen auch in diesem Jahr ein wesentlicher Faktor für Logistikkostensteigerungen bis zur Finanzkrise. Die Zinserträge sind um 183 T€ gestiegen. In Summe hat sich der Zinssaldo um 123 T€ verbessert. Dies liegt vor allem an dem verbesserten Cash-Flow aufgrund des besseren Ergebnisses. Zu dem Geschäftsverlauf der einzelnen Betriebszweige wird wie folgt berichtet. Hoheitliche Abfallentsorgung Die zum 01.01.2008 in Kraft getretene neue Gebührensatzung für Restabfallbe- seitigung der Behältergrössen 80 —1.100 Ltr. beinhaltete eine 10 prozentige Ge- bührenerhöhung der Grund- und Leistungsgebühr. Kumuliert mit daraus resultie- renden Entscheidungen der Bürger, auf Gebührenerhöhungen durch Verringerung von Gefässgrößen oder Streckung von Leerungsintervallen zu reagieren, ergab sich ein Mehrumsatz von rd. 1.470 TE. Bezogen auf den Vorjahresgebührenum- satz von rd. 16.197 T€ entspricht dies einer rd. 9,1 %igen Umsatzsteigerungen. Die Notwendigkeit der ersten Abfallgebührenerhöhung seit 12 Jahren wurde sei- tens der Bürgerschaft anerkannt. Bei rd. 26.600 abgerechneten Veriragskonten (entspricht der Anzahl der Gebührenbescheide) war die Anzahl der eingelegten Widersprüche (< 10 Stück, entspricht rd. 0,3 Promille) sehr gering. Zwei Wider- sprüche sind noch in Bearbeitung. IzAD I Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 6 von 26 Zusammen mit Umsatzentwicklungen in den anderen Gebührenbereichen und ho- heitlichen Geschäftsfeldern und durch einen Umsatzrückgang um rd. 200 T€ bei der Entsorgung der Liegenschaften der US-Streitkräfte ergab sich in Summe eine Umsatzsteigerung in Höhe von 1.172 TE auf insgesamt 19.458 TE ( + rd. 6%). Der Umsatzrückgang im Bereich der US-Streitkräfte ist dabei weniger stark aus- gefallen als prognostiziert. Zum einen hat sich der Abzug der US-Streitkräfte von Anfang 2008 auf 3. Quartal 2008 verschoben, zum anderen gab es zunächst ein- mal noch Zusatzaufträge, den Abzug noch entsorgungstechnisch mitzubegleiten. Somit halfen diese Umsätze im Jahr 2008 noch, den Einbruch der Altpapierpreise zu kompensieren. Gegen Ende des Jahres wurde ein Fahrzeug aus dem Bereich US-Streitkräfte stillgelegt. Das dort vorherrschende Frontladersystem wurde aber im Betriebszweig beibehalten, indem die freiwerdenden Frontlader-Behälter ver- stärkt bei öffentlichen Einrichtungen im Tausch gegen die Hecklader-Behälter auf- gestellt wurden, um das kostengünstigere Frontladersystem weiter auszurollen. Im Bereich der öffentlichen Altpapiereinsammlung hat die Stadt die strategische Entscheidung getroffen, im Stadtgebiet verteilte öffentliche Altpapiersammelbe- hälter zu reduzieren und dafür die haushaltsnahe Abfuhr auszubauen. Das saube- re Stadtbild rund um öffentliche Standplätze war nicht mehr in den Griff zu be- kommen. Das Angebot an die Bevölkerung wurde gut angenommen. Bis Ende 2008 wurden rd. 1.500 St. 240 Lir.-Behälter, 2.600 St. 120 Ltr.-Behälter und 150 St. 1.100 Lir.-Behälter aufgestellt. Die Beschaffung der notwendigen Behälter spiegelt sich zum Teil wider in dem gestiegenen Materialaufwand. Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 7 von 26 Bei der Abnahme der Ware Papier kam es dann im Zuge der Finanzkrise kurzfri- stig zu einem Lageraufbau, da das Exportgeschäft Richtung China mangels Zwi- schenfinanzierung zum erliegen kam. Ausweichmöglichkeiten waren über die Tochtergesellschaft DRZ GmbH (Darmstädter Recycling Zentrum GmbH ) insoweit gegeben, dass man mit dem privaten Partner in dieser Gesellschaft neue Verwer- tungswege gesucht hat. Einen festen Abnehmer und damit gesicherte Entsor- gungswege konnte im Februar 2009 gefunden werden. Bereits im Vorfeld der ersten Anzeichen der allgemeinen wirtschaftlichen Krise ist der bisherige Verwertungspartner, die Firma Heil , durch Insolvenz ausgefallen. Dies kommt durch die Einstellung in die Einzelwertberichtigung im Bereich sonsti- ger betrieblicher Aufwand zum tragen. Die Forderungen wurden im laufenden In- solvenzverfahren angemeldet. Vorsichtig wurde der gesamte hoheitliche Forde- rungsbetrag in Höhe von rd. 174 T€ einzelwertberichtigt. Der gesamte Materialaufwand ist um 65 T€ auf 8.532 T€ gestiegen, hauptsächlich verursacht durch die Auslieferung der Altpapierbehälter (s.o.). Innerhalb des Mate- rialaufwands sind die Kosten für die Entsorgung des Restabfalls aufgrund Men- genrückgangs um 301 T€ auf 8.084 T€ gefallen. Das Ergebnis im Betriebszweig Abfallentsorgung verbesserte sich im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr deutlich um rd. 1,2 Mio € auf rd. 1,2 Mio €. Die Überdek- kung dient dem Aufbau einer Gebührenrücklage, um den Herausforderungen der nächsten Jahre mit Gebührenstabilität zu begegnen. =AD „u Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 8 von 26 Einen Überblick über die erbrachte Sammelleistung des Beiriebszweigs-gibt nachfolgende Tabelle: Ist 2008 | Plan 2008 | Abw. Eingesammelte Mengen t Straßenkehricht (ins MHKW bzw. auf Deponie) Kehricht zur Verwertung / Aufberei- | t tung Abfälle zur Beseitigung (Restabfall) | t 1.034 2.124 33.707 Abfälle zur energetischen Verwer- t 5.962 tung (Sperrmüll) Sonderabfälle aus der Kleinmen- t igensammlung Altpapier (PPK) Altglas Leichtstoffe im Dualen System LVP _ Organische Abfälle (Biotonne) Grünabfälle, Laub, Wurzeln 11.068 Betrieb gewerblicher Art „Gewerbliche Abfallentsorgung/Reinigung“ Der BgA Gewerbliche Abfallentsorgung/Reinigung zeigt einen unterschiedlichen Geschäftsverlauf innerhalb der einzelnen Profit Center dieses Betriebszweiges auf. Zunächst stiegen Umsatz und betrieblicher Ertrag um rd. 6,1% oder 0,4 Mio € auf nunmehr rd. 7,1 Mio €. Hauptsächlich beteiligt waren der Containerdienst mit 0,3 Mio €, das gewonnene Komplettpaket Wissenschafts- und Kongresszentrum WKZ „Darmstadtium“ (bestehend aus Gebäudereinigung, Flächenreinigung, Ab- fallentsorgung) mit rd. 0,3 Mio € Mehrumsatz und die Reinigung und Abfallentsor- gung der Autobahnparkplätze entlang der A5 mit rd. 0,15 Mio € Umsatzsteigerung. Die anderen Geschäftsfelder verzeichneten sinkende Umsätze, insbesondere der” Bereich Rücknahmesysteme nach der VerpVO mit 0,1 Mio €. =AD d m Lagebericht 2008 Anlage |V / Seite 9 von 26 Mit der Umsatzsteigerung einher ging jedoch im Bereich des Containerdienstes aufgrund der Finanzkrise ein Verfall der Margen. Die oben für die Ware Papier be- schriebenen Preisverläufe waren auch für andere Wertstoffe wie Folien, Metall und Schrott kennzeichnend. Aufgrund mittelfristiger Verträge konnten nicht alle Preise an den Kunden weitergegeben werden. Dennoch ist ein Umsatzplus von rd. 212 T€ im Bereich der Fraktionen zu verzeichnen. Positiv entwickelt haben sich die Umsätze im Transportgeschäft. Hier waren es die Umsätze als Subunternehmer in der Arbeitsgemeinschaft Meinhardt / Darmstädter Entsorgungs- und Dienstlei- stungs GmbH, die einen Mehrumsatz von rd. 80 T€ brachten. Der drohende Forderungsausfall der Papierfabrik Heil belastet den Container- dienst in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit insgesamt rd. 200 TE. Saldiert mit anderen Entwicklungen im Forderungsbereich (Zahlungen erfolgten für wertberichtigte Forderungen) und anderen Kostenarten ergibt sich eine Steigerung des sonstigen betrieblichen Aufwandes um rd. 55 T€. Der Materialaufwand stieg um rd. 14 % oder rd. 322 T€ und verteilt zu 2/3 auf das Profit Center Containerdienst und zu 1/3 auf das Profit Center WKZ. Da der BgA über eine Schlüsselung des Altpapieraufkommens die letzten Jahre stark von den Erträgen in diesem Bereich über die Umlagen profitiert hat, ist es folgerichtig, dass die weniger guten Auswirkungen den BgA auch belasten. Dies drückt sich aus in einer um rd. 165 TE gestiegenen Umlage zwischen den Be- triebszweigen aus. Die Personalkosten sind um rd. 23 T€ gestiegen. Dies betrifft verstärktes Fahrer- personal, um die Aufträge in diesem BgA zu bewerkstelligen. Der Jahresüberschuss ist um rd. 366 T€ auf 100 T€ nach Steuern gefallen, =AD za Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 10 von 26 Kompostierungsanlage Die Überdeckung von rd. 203 T€ (im VJ 15 T€) wird hauptsächlich determiniert von der um rd. 149 T€ gesunkenen Abschreibungen. Im Anlagevermögen war 2007 ein Anlagenteil letztmalig in den Abschreibungen enthalten. Die Überdeckung wird als Zuführung in die Entgeltrücklage für Ersatzinvestitionen genutzt werden. Ansonsten ist von einem stabilen Geschäftsverlauf zu berichten mit nahezu identi- schen Mengen wie im Vorjahr. Straßenreinigung / Winterdienst Die Überdeckung des Betriebszweigs ist von rd. 0,4 Mio € auf 0,2 Mio € gesunken. Dabei ist der gebührenfinanzierte Bereich der Straßenreinigung nahezu stabil zum Vorjahr geblieben. Der vom Haushalt der Stadt finanzierte Bereich des Winter- dienstes hat jedoch ein um rd. 249 T€ schlechteres Ergebnis erzielt. Der harte Winter 2008/2009 hat schon zu Beginn der Winterdienstsaison zu Einsätzen ge- führt. Die größeren Kosten sind jedoch ab Januar 2009 entstanden. Zusammen mit Haushaltskürzungen für das Jahr 2009 kann es in 2009 zu Verlusten kommen. Die milden Winter der vergangenen Jahre führen in der Durchschnittsbetrachtung zu reduzierten Finanzmitteln seitens des Haushalts. Kostentreiber in dem Betriebszweig waren in 2008 gestiegene Treibstoffpreise und Reparaturkosten aufgrund des Alters der Kehrmaschinen. BIZAD ulm Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 11 von 26 Kanalreinigung/ÖWCs (bis Ende 2007 mit Experiment Gebäudereinigung) Der Umsatzrückgang um 945 T€ resultiert vollständig aus der Ausgliederung der Gebäudereinigung in einen eigenständigen Betriebszweig. Die Umsätze des Be- triebszweigs blieben ansonsten mit 5,2 Mio € konstant. Der Materialaufwand ist um 427 TE durch Nicht-Vergabe gesunken, um in Vorjahren zu viel verausgabte Mittel zu kompensieren. Zusammen mit allgemeinen Kostensteigerungen wurde eine Überdeckung in Höhe von 423 TE erzielt, die zum Abbau des Verlustvortrages verwendet wird. Straßenunterhaltung Im Bereich Straßenunterhaltung führten marginale Kostensteigerungen in allen Bereichen bei konstanten Erlösen von rd. 1,7 Mio € zu einem Fehlbetrag in Höhe von 5 T€. Dabei wurden die Mittel gegen Ende des Mittelausgabezeitraumes knapp. Eine Mittelkürzung in diesem Bereich ist gleichbedeutend mit der Einstel- lung von Reparaturaufträgen. Betroffene Straßenabschnitte können dann nur noch abgesperrt werden. Die im Konjunkturpaket beschlossenen Maßnahmen können aber hierfür unter Umständen herangezogen werden. Der EAD erwartet hier über das Straßenver- kehrs- und Tiefbauamt neue Impulse. Gebäudereinigung Die seit Januar 2005, zunächst befristet als Pilotprojekt auf drei Jahre, durchge- führte Gebäudereinigung ausgewählter städtischer Objekte durch den EAD wurde zum Jahresende 2007 erfolgreich abgeschlossen und für 2008 erheblich erweitert. Das Geschäftsvolumen betrug im Jahr 2007 rd. 0,9 Mio € und wurde letztmalig im Bereich Kanalbetrieb verrechnet. Ab 2008 werden die Geschäftsvorgänge in ei- _ nem separaten Betriebszweig abgerechnet.. Es werden rd. 100 Objekte in Eigen- und Fremdreinigung betreut. Auftraggeber ist der Eigenbetrieb Immobilienmana- zAD ee Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 12 von 26 gement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA). Hierzu wurden 87 Reinigungs- kräfte-Stellen vom Haushalt in den EAD verlagert. Das erste Jahr war hauptsächlich geprägt von einer gründlichen Bestandsaufnah- me der Bereiche Personal, Verträge und Liegenschaften. Schnell umsetzbare Or- ganisationsveränderungen wurden getätigt. In 2009 wird der Bereich eine Um- strukturierung erfahren, was sich z.B. auch in geänderten Reinigungszyklen nie- derschlagen kann. Gespräche mit dem Personalrat werden hierzu geführt. In 2008 wurden bei Umsätzen von 3.922 T€ für Material und Fremdleistungen 2.723 TE ausgegeben und für Personal 1.425 TE aufgewendet. Zusammen mit Abschreibungen in Höhe von 7 T€ und sonstigen Kosten von 14 T€ mussten noch 154 TE für die Leitung des Betriebszweigs und die zentralen Services (Gebäude, Personalabteilung, Finanzabteilung und IT) aufgewendet werden. Durch Kosten- verrechnung von Reinigungsleistungen in anderen Betriebszweigen konnten 283 TE erwirtschaftet werden, so dass per Saldo ein Fehlbetrag von rd. 118 T€ ent- stand. Krematorium „Waldfrieden“ Per Magistratsbeschluss wurde der BgA Krematorium zum 01.01.08 in den EAD eingegliedert. Das erste Jahr war geprägt von der Einarbeitung in ein bisher nicht bekanntes Geschäftsfeld. Dabei waren alle Querschnittsabteilungen des EAD be- troffen. Hauptschwerpunkte der Tätigkeiten waren die vertrieblichen Aktivitäten zur Umsatzsteigerung und organisatorisch/technische Maßnahmen zur Kostensen- kung. Zuerst bedurfte es einer gründlichen Analyse des Marktes und dessen Be- sonderheiten, sowie einer Analyse der Geschäftsprozesse. Erkenntnisse hieraus konnten dann im Laufe des Jahres sukzessive umgesetzt werden, wobei sich Wir- kungen daraus teilweise erst in 2009 ergeben werden und deren Umsetzungen auch nur innerhalb der Struktur eines Eigenbetriebes möglich sind. ISAD 3 Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 13 von 26 Als organisatorisch /technische Maßnahme ist die wechselseitige Stilllegung eines Ofens zu nennen, um Betriebskosten zu sparen. Der Ofen kann dadurch in Revi- sion gehen und durch die Minderbelastung länger genutzt werden. Gleichzeitig wurde die Arbeitszeit im Krematorium an die flexible Arbeitszeit des EAD ange- passt, so dass der sich in Betrieb befindliche Ofen besser ausgelastet ist. Neben den klassischen Vertriebsaktivitäten wie Besuche bei Bestattern und Wer- bemaßnahmen wie Werbematerial und Durchführung eines Tag der offenen Tür, wurde zum November 2008 ein neues Vertriebsmodell mit monetären Anreizen für Bestatter in Kraft gesetzt, das marktüblich ist. Das Krematorium schließt mit einem Anfangsverlust im EAD von rd. 37 T€. Ko- stenrückgänge in den Energiekosten wurden wieder kompensiert durch erhöhte Kosten für Werbemaßnahmen. Die Abschreibungen 2008 liegen durch die Vollabschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern — deren Zugang auch in der Vergangenheit lagen - um 26 T€ höher als in 2007, dies ist aber ein Einmaleffekt durch Änderung des Bewertungs- grundsatzes an das handelsrechtlich übliche Verfahren. Werkstatt mit Betriebshof und Schulbussen Das Werkstattgeschäft erzielte einen Mehrumsatz mit den städtischen Ämtern von rd. 47 TE und einen Mehrumsatz mit den anderen Betriebszweigen des EAD von 466 TE. Diese Leistungen wurden jedoch mit einem um 484 TE gestiegenen Mate- rialaufwand erbracht. Der Personalaufwand ist mit 119 T€ höher, was aber zwei Hauptgründe hat. Zum, einen sind in 2008 mehrere Mitarbeiter durch die Altersentwicklung in den Kreis der potentiellen Anwärter auf Altersteilzeit gelangt, was zu einer aufwandswirksa- men Zuführung von rd. 83 TE führte. Aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle konnte D=nD Be us Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 14 von 26 Urlaub nicht abgebaut werden, was zu einer Zuführung zur Urlaubsrückstellung von 24 T€ führte. Zum anderen beschäftigt der Hilfsbetrieb mittlerweile mit 6 Azu- bis doppelt so viele Auszubildende wie in 2007. in den gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Mehrkosten von rd. 110 T€ enthalten, vor allem aufgrund einer starken Beitragserhöhung der Kfz- Versicherungsgesellschaft. Der Hilfsbetrieb schließt mit einer Unterdeckung von rd. 99 T€ gegenüber einer Überdeckung von rd. 118 TE im Vorjahr. Die Umsatzerlöse haben sich im Jahr 2008 folgendermaßen dargestellt: Bereich Umsätze Umsätze | Veränderung in % Straßenreinigung/Winterdienst . 2,23% m ————| Kanalbetrieb mit ÖWC 5.206 5.204 0,04% Straßenunterhaltung 1.755 175 008% Abfallentsorgung 19.458 18.286 6,40 % BgA Gew. Abfallentsorgung/Reinigung 7.068 6.554 7,84 % Kompostanlage - Außenumsatz 227 205 10,73% - _nnenumsatz 1.306 1.331 - 1,87% Werkstätten mit Betriebshof und Schul- bussen - Außenumsatz 1.385 1.338 3,51 % - _Innenumsatz 4.334 3.868 12,04 % Gebäudereinigung 3.922 946" 314,27 % |BgA Krematorium 5681 0,00 100,00 % Summe - Außenumsatz (nach HGB) 46.089 40.647 13,38:% - _Innenumsatz _ 5.640 5.199 8,48 % 1 ‚Betrag war letztes Jahr Im Bereich Kanalbetrieb/ÖWC enthalten m EEE I=AD ! A Bu Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 15 von 26 3. Investitionen Die Investitionen betrugen im laufenden Jahr 5.074 TE. Hiervon entfielen 785 TE auf das Finanzanlagevermögen (25 T€ Beteiligung Biolog GmbH, 760 T€ Auslei- hungen an Unternehmensbeteiligungen) und 4.289 T€ auf das Sachanlagevermö- gen. Die wesentlichen Positionen der Investitionen in das Sachanlagevermögen waren das zu übernehmende Anlagevermögen aus dem Krematorium Waldfrieden in Höhe von 1.618 T€ sowie ein Betrag in Höhe von 2.134 TE für Fahrzeuge und Fahrzeugtechnik. Die Restsumme in Höhe von 537 T€ entfällt auf Container, Soft- und Hardware und sonstiges. 4. Personal Die Zahl der Beschäftigten hat sich in 2008 folgendermaßen entwickelt: Beamte Beschäftigte Auszubildende Stand 01.01.2008 3 452 11 Stand 31.12.2008 2 465 13 2 für 2008 2 459 12 Tarifliche Änderungen gegenüber dem Vorjahr ergaben sich bei den Entgelten durch eine Erhöhung des Sockelbetrages von 50 Euro in allen Enigeltgruppen. Auf den somit neu ermittelten Entgeitbeitrag wurde ein linearer Aufschlag von 3,1% gerechnet. ER) une, Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 16 von 26 Im gesamten Jahr sind folgende Personalkosten aufgewendet worden: - in TE Löhne und Gehälter (Begriff des HGB) 13.672 Soziale Abgaben 2.785 Aufwand für Altersversorgung und 1.788 Unterstützung " 18.245 Gemäß den Tarifbestimmungen konnte für das Jahr 2008 mit der Personalvertre- tung eine Regelung zur Auszahlung einer Leistungsorientierten Vergütung verein- bart werden. Aufbauend auf Stellenbeschreibungen, die standardisiert in 2007 erstellt wurden, wurde eine einheitliche Stellenbewertung in 2008 begonnen, die Ende 2008 noch nicht vollständig abgeschlossen war. 5. Vermögenslage Über die Vermögenslage wird anhand ausgewählter Kennzahlen berichtet. a) Anlagevermögen 2008 2007 2006 |Summe des Anlagevermögen in T€ 19.045 16.574 17.729 Veränderung in T€ 2.471 -1.155 -828 Veränderung in % 14,9 -6,5 -4,5 Anlagenquote in % | 38,1 45,8 49,1 Anlagendeckung durch Eigenkapital in % | 64,7 64,4 54,4 I=AD Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 17 von 26 Das Anlagevermögen stieg um 2.471 TEUR an. Die Anlagenquote (Anlagevermö- gen * 100 / Gesamtvermögen) verringerte sich aufgrund der gestiegenen Bilanz- summe auf 38,1 % (Vj. 45,8 %). Das Anlagevermögen ist zu 64,7 % (Vj. 64,4 %) durch Eigenkapital gedeckt. Gleichzeitig reduzierte sich die Eigenkapitalquote (EK * 100 / Gesamtkapital) von 29,5 auf 24,7 %. b) Eigenkapital 2008 2007 2006 Summe des Eigenkapital in T€ Veränderung in T€ Veränderung in % Eigenkapitalquote in % Eigenkapitalrentabilität in % Aufgrund des Gewinnes in 2008 in Höhe von 1.900 TE ist die Eigenkapitalrentabi- lität (Gewinn * 100 / Eigenkapital) von 10,26 % auf 15,40 % gestiegen. Das Eigenkapital entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt: Stand Entnahme’ | Zuführung Stand 01.01.2008 | Verbrauch 31.12.2008 TE TE TE TE Stammkapital Rücklagen 1. Allgemeine Rücklage 385,6 385,6 2. Zweckgebundene 1.172,7 125,2 1.297,9 Rücklagen IM. Gewinnvortrag 2.909,6 -358,6 2.551,0 IV. | Jahresfehlbetrag/ Jah- 1.900,0 1.900,0 resüberschuss 10.667,9 -358,6 2.025,2 12.334,5 =D zum Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 18 von 26 Die zweckgebundenen Rücklagen entwickelten sich wie folgt: In TE Gebührenausgleichsrücklage Entgeltausgleichs rücklage Straßenreinigung [Abfallentsorgunglkompostanage | |] Stand 01.01.08 867,3 177,7 127,7 1.172,7 Zuführung 2008 aus dem Ergebnis 2007 82,9 27,7 14,6 125,2 Stand 31.12.08 950,2 205,4 142,3 1.297,9 Ergebnis 2008 1.233,0 203,1 1.501,1 Stand nach erfolgter Zuführung für das GJ 2008 in 2009 1.015,2 1,438,4 345,4 2.799,0 c) Rückstellungen [ 2008 °T 2007 | 2006 | Summe des Rückstellungen in T€ 5.052 4.231 4.263 Veränderung in TE 821,0 -32,4 405 Veränderung in % 19,4 -0,76 10,5 Entwicklung der Rückstellungen: Stand Stand 01.01.08 in | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.08 in TE in TE in TE in TE Rückstellung für Pensionen u. ähnl. Verpflichtung 1.785,6 17,6 0,0 188,4 1.956,4 Rückstellung für Körperschaftsteuer sn .0ol 0,0 0,0 Rückstellung für Urlaubsverpflichtungen 201,7 201,7 187,9 187,9 Rückstellung für Jahresabschluss und Prüfung 0,0 0,0 30,0 RSt. für Kosten zur Aufbewahrung von Unterlagen 5,4 Rückstellung für Altersteilzeit 1.703,9 245,3 354,2 1.781,6 Rückstellung für Beihilfen 166,2 0000| sol 226,0 5,4 Rückstellung für Sonstiges 266,1 266,1 4.230,6 730,7 a =D “a Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 19 von 26 6. Chancen und Risiken 6.1 Entwicklung der Recyclingmärkte - Besondere Situation durch die Finanzkrise Die Vermarktung der Abfallströme Papier, Pappe und Kartonagen, FE- und NE- Schrott und Kunststoffen gestaltet sich durch rasante Preisabschläge und Begren- zung der Abnahmemengen seit Oktober 2008 als zunehmend schwieriger. Die ge- genwärtige Krise ist durch die Besonderheit gekennzeichnet, dass erstmals alle, sonst deutlich im positiven Preiskorridor angesiedelten Sekundärrohstoffe, aktuell nahe der kosten- und erlösfreien Preislinie gehandelt werden. Die Kompensation des schwachen Preises einer Abfallfraktion mit dem starken Preis einer anderen ist somit auf breiter Front nicht möglich. Somit steht ein -obgleich in der Wirkung auch begrenztes- Instrument zur Stabilisierung des Entsorgungsmarktes insge- samt, diesmal nicht zur Verfügung. Ein weiterer Aspekt ist die über alle Abfallfraktionen rückläufige Menge infolge des stagnierenden privaten und gewerblichen Konsums, woraus Überkapazitäten für Fahrzeuge und Man-Power resultieren. Von gewerblichen Kunden wird vermehrt die Bitte an uns herangetragen, von ver- traglichen Vereinbarungen aufgrund von regelrechten Auftragseinbrüchen abzu- weichen und z. B. die turnusmäßigen Anfahrten zeitlich zu strecken. Ferner beob- achten wir unter unseren gewerbliche Kunden die Zunahme von Kurzarbeit. Die sinkenden Erlöse, spez. beim Altpapier, konnten durch frühzeitige Umstellung der Preise aufgefangen werden. Alle Papiermengen bei Gewerbekunden werden nach Euwid- Wert abzüglich Handlingskosten berechnet. Somit konnten Zuzah- lungen durch den EAD vermieden werden. : as Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 20 von 26 Die Umsatzentwicklung im BgA Gew. Abfallentsorgung / Reinigung deutet für das erste Quartal 2009 auf einen Umsatzrückgang von ca. 10 — 15 % hin. Die hohsitliche Abfallentsorgung hat vorsichtig im Gebührenbedarf mit niedrigen Erlösen aus den Verwertungsgeschäften kalkuliert. Der Aufbau einer Rücklage in 2008 zeigt dies. In Abhängigkeit der Intensität und Zeitdauer der Weltwirtschafis- krise können Erhöhungen von Abfallgebühren nicht ausgeschlossen werden. Die Gebühr dürfte aber bis Ende 2010 auskömmlich sein. 6.2 Spezielle Wettbewerbsituation Trotz Finanzkrise geht das Alltagsgeschäft und im BgA der Wettbewerb um jeden Kunden weiter. Zu Beginn des Jahres 2009 konnte für 12 Monate der Auftrag für die komplette Entsorgung eines Werkes eines weltweit operierenden Konzerns gewonnen werden. Hierzu fährt der EAD in rheinhessisches Gebiet. Weitere Nie- derlassungen dieses Konzerns im Rhein-Main-Gebiet könnten evtl. folgen. Als direkter Auftragnehmer wird der EAD am Jahresende 2009 nach 5 jähriger Laufzeit einen Darmstädter Großkonzern verlieren. Die Gebäudeverwaltung der Liegenschaften wechselt zu einem Bauunternehmen, die Facility Management be- treiben und ihrerseits bereits einen Rahmenvertrag bis 2011 mit einem Entsorger besitzen. Evtl. wird es möglich sein, als Subunternehmer zu geringeren Konditio- nen zu fahren. Um den Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden und wettbewerbsfähig zu bleiben, ist eine ständige Verbesserung der Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter notwendig. Neben der erforderlichen Erweiterung der fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten wird bei der Fort- und Weiterbildung ein deutlicher Schwerpunkt in die Verbesserung der Führungskompetenzen auf allen Leitungse- =AD 3 Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 21 von 26 benen gelegt. Führung mit Zielsystemen wird dabei im Fordergrund der Maßnah- men stehen. Kundenbindung erfolgt durch z.B. speziell auf Entsorgungsfragen abgestimmte Kundenseminare, die vom EAD kostenlos angeboten und von unseren Gewerbe- kunden zahlreich genutzt werden Als weitere Kundenbindungsmaßnahme wurde im Bereich des Finanz- und Rech- nungswesen ein Projekt zusammen mit der Aareal Bank und SAP durchgeführt. Hier sollen über das Verfahren „Immoconnect" — eine Softwareentwicklung der Aa- real Bank auf Basis SAP — besonders die Wohnungsbaugesellschaften in deren Nebenkostenabrechnung für Mieter entlastet werden. Eine Wohnungsbaugesell- schaft wurde in 2008 auf dieses Verfahren umgestellt, die Zweite — in Deutschland die Größte — wird Anfang 2009 folgen. Weitere werden sukzessive folgen. Durch die Ausweitung der Geschäfte sowohl auf der Seite der Gebührenzahler als auch auf Seiten der Gewerbetreibenden und der ungünstigen wirtschaftlichen Entwicklung wächst das Risiko von Zahlungsausfällen. Die in 2008 eingeführten Maßnahmen zur Optimierung des Forderungsmanagements wurden weiterentwik- kelt , kamen aber z.B. durch die Finanzkrise im Bereich des angedachten Facto- rings nicht zum Tragen. Weitere Schritte werden jetzt in Richtung Einschaltung ei- nes Inkasso-Unternehmens vorbereitet. zAD | | zum 4 u Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 22 von 26 6.3 Chance Standortverlagerung „auf die Knell“ Eine große Chance für die Weiterentwicklung des Betriebes liegt in der Standort- verlagerung von der Niersteiner Straße - bei gleichzeitiger Auflösung aller Außen- stellen wie Haasstraße und Gräfenhäuserstraße — auf das ehemalige Betriebsge- lände der Deutschen Bahn, dem Bahnausbesserungswerk (die sog. „Knell”). Auf dem jetzigen Gelände können keine logistischen Verbesserungen durchgeführt werden. Neben dem Bereich der Werkstatt, die nach den neusten technischen Er- kenntnissen auf die Belange des EAD zugeschnitten wird, sind hier als Stich- punkte die Zusammenführung mehrerer Läger unter einheitlicher Leitung und die Nähe zum Müllheizkraftwerk, die neue logistische Konzepte ermöglicht, zu nen- nen. Auch wird sich die Servicequalität den Kunden gegenüber im Bereich der An- nahme von Abfällen an der Recyclingstation erheblich verbessern und ausweiten. Die derzeitige Situation, die es den Kunden zumuten muss, bei laufendem Werks- verkehr das Betriebsgelände zu betreten, ist nicht optimal. Unter energetischen Gesichtspunkten werden die Gebäude zukunftsweisend geplant werden. Der EAD ist 2008 in die konkrete Planung der Verlagerung eingetreten. Ab Mai 2008 tagte wöchentlich eine Projektgruppe im EAD - bestehend aus EAD Mitarbeitern, Architekten und Fachingenieuren — um den Bauantrag zu erstellen, nebst allen dafür notwendigen Anträgen. Im zweiten Quartal 2009 dürfte nach dem jetzigen Stand der Arbeiten mit dem Be- scheid des RP Darmstadt zu rechnen sein, dass das Gelände altlastenfrei ist. Dann können für den Erwerb des Grundstücks von der Stadt auch die ersten Mittel in Millionenhöhe abfließen,. Planungskosten werden ebenfalls bereits aus dem Darlehen bezahlt. Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 23 von 26 Für den Neubau wurden im Wirtschaftsplan als zweite Tranche 11,5 Mio € etati- siert und vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Einzelkreditvorbehalt im Juli 2008 genehmigt. Die Finanzkrise setzte ab Oktober 2008 den EAD in Zugzwang. Da die Kreditvergaben zum Erliegen kamen, wurden erste Anfragen gestartet, ob es überhaupt noch möglich ist, Darlehen aufzunehmen. Außerdem bestand das Risiko, wenn Geld knapp wird, dass die Zinsen steigen. Unter Einbeziehung der Kämmerei wurden Mittel aus der LTH-Bank für Infrastruktur, Frankfurt/M, über die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und mit dem Verbundpartner Stadt- und Kreissparkasse Darmstadt gefunden. Es handelt sich um einen Sonderfinanzie- rungstopf für infrastrukturelle kommunale Maßnahmen. Auch hier war im Novem- ber 2008 zu entscheiden, wie lange die Mittel hier noch zur Verfügung stehen. Die Zinsen liegen weit unter den derzeitigen, im EAD bilanzierten und über das Anla- gevermögen gedeckten Darlehen. Insoweit war das Angebot mit 4,2 % fest für 30 Jahre sehr günstig. Die Zinsentwicklung im November ergab kein einheitliches Bild. Signale zu Zinssenkungen wurden von den Banken über Darlehnszinsen nicht an die Endkunden weitergegeben. Vor dem Hintergrund der Genehmigungs- lage und unter Abwägung der Informationen, die zur Verfügung standen, wurde dem RP die Aufnahme zur Einzelgenehmigung vorgelegt und nach Erteilung der- selben das Darlehen zu den 0.g. Konditionen aufgenommen. Valutadatum war der 30.12.2008, Aus der ersten Tranche über 3,5 Mio €, die 2005 aufgenommen wurden, konnten zeitweise höhere Guthabenzinsen als Schuldzinsen realisiert werden, da dieses Darlehen zum damaligen historisch niedrigsten Zinsniveau aufgenommen wurde. Zusammen mit diesen Erträgen können auch mitteifristige Zinsverluste wirtschaft- lich vertretbar akzeptiert werden, da der EAD auch die Unsicherheiten der Fi- nanzmärkte in seinen Entscheidungen antizipieren musste. Für das erste Quartal 2009 konnten noch Anlagezinsen von 3,55% realisiert werden. Zum Berichtser- stellungszeitraum sind für sichere Kapitalanlagen noch 1,9 % zu erzielen. Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 24 von 26 Am 13.02.2009 hat der Bundestag das Gesetz zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität in Deutschland beschlossen. In diesem Artikelgesetz ist unter Artikel 7 das Gesetz zur Umsetzung von Zukunftsinvestitionen der Kommunen und Län- der (Zukunftsinvestitionsgesetz-ZulnvG) enthalten. Eine rechtliche Überprüfung hat ergeben, dass eine Förderung von Investitionen im Bereich der kommunalen Abfallwirtschaft aus dem Konjunkturpaket grundsätzlich nicht möglich ist. In 8 3 Abs. 1 S. 2 ZulnvG werden Einrichtungen außerhalb der sozialen Daseinsvorsor- ge, die durch Gebühren und Beiträge vollständig finanziert sind, ausdrücklich aus der Förderung ausgenommen. Gewerbliche Bereiche von kommunalen Betrieben sind per se ausgeschlossen, da nur öffentliche Investitionen gefördert werden. Der EAD wird deshalb den restlichen zu finanzierenden Betrag mit städtischer Hilfe entweder über den normalen Kapitalmarkt aufnehmen oder andere Förder- mittel suchen, die — auch für Teilbereiche — mit dem Bauvorhaben kompatibel sind. 6.4 Forschungspartnerschaft INFRAFUTUR In der Forschungspartnerschaft INFRAFUTUR untersuchten das Wuppertal Institut und 13 Unternehmen der kommunalen Wirtschaft sowie der VKU, der VKS im VKU und die ASEW im VKU, welche Strategien geeignet sind, um die Ver- und Entsorgung von privaten Haushalten und der Wirtschaft in den Sparten Energie, Wasser/Abwasser und Abfall zukunftsfähig zu sichern. Der EAD hat sich an dem Infrafuturprojekt beteiligt, um die eigene kommunale Po- sition mit wissenschaftlicher Begleitung konsequent zu durchleuchten. Im Verlauf des Projektes hat sich der EAD in den Part des kommunalen Komplett- Dienstleisters einsortiert. Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 25 von 26 Die Teilnahme hat zu einer grundsätzlichen Bestätigung der Ausrichtung des EAD geführt. Es wurden klare Akzente im Hinblick auf Kooperationen gesetzt, was ein wesentlicher Bestandteil der Analyse des kommunalen Komplettdienstleisters ist. Die Gründung der biolog GmbH verdeutlicht eine Partnerschaft im Sinne von fach- licher Innovationsbereitschaft, kombiniert mit organisatorischer Kooperationsfähig- keit und der Entwicklung neuer Geschäftsfelder. Im Ausblick ist anzumerken, dass der EAD sich auch an dem Projekt Citizen Value Reporting beteiligt, was ebenfalls Bestandteil der Aufgabenstellung eines kommu- nalen Komplettdienstleisters ist. 7. Ausblick Um die Entsorgungsmöglichkeiten des EAD im Sinne der Zukunftssicherung zu erweitern, hat sich die Stadt Darmstadt entschieden, sich an der Gründung einer Gesellschaft zur Einsammlung, Aufbereitung und Vergärung verwertbarer organik- haltiger Abfälle jeglicher Art und jeglicher Herkunft — hauptsächlich verpackte und unverpackte Lebensmittel - zu beteiligen. Die biolog GmbH wurde gemeinsam mit der Meinhardt Städtereinigung GmbH & Co KG und der Jakob Becker Entsor- gungs GmbH im März 2008 gegründet. Der Bau der Entsorgungsanlage hat in der zweiten Jahreshälfte 2008 stattgefunden. Nach einem erfolgreichen Probebetrieb ist die Anlage im Februar 2009 produktiv gegangen. Das per 01.01.2008 übernommene Krematorium Waldfrieden weist für dieses Jahr noch ein negatives Ergebnis aus. Nach ersten Anlaufschwierigkeiten und der Er- arbeitung von Kostensenkungsmaßnahmen wird hierfür im kommenden Jahr eine Ergebnisverbesserung erwartet SAD A van Lagebericht 2008 Anlage IV / Seite 26 von 26 Für 2009 wurden die Entgelte für den Bereich ÖWC seitens des städtischen Haushaltes im Rahmen des Haushaltskonsolidierungsprogramms um 150 T€ ge- kürzt. Der EAD entwickelt im Frühjahr 2009 ein Konzept, wie die Leistung auf die neue Erlösstruktur angepasst wird. Des weiteren wird sich die EAD über Ihre Tochtergesellschaft DRZ (Darmstädter Recycling Zentrum) an der Gründung einer Gesellschaft beteiligen. Die awaTEch GmbH wird im wesentlichen die Bereiche Kanalreinigung, Flüssigtransporte und Industriereinigung abdecken und zum 01.01.2009 aktiv werden. Im Bereich der Kompostanlage ist im Genehmigungsverfahren die Produktion von Grünholzschnitzeln für die energetische Verwertung in Holzbrennanlagen. Darmstadt, im März 2009
2009/0326
3617 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
26.08.2009
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: EAD
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2009/0326
Magistratsbeschluss-Nr.
Betreff: Feststellung des Jahresabschlusses 2008 des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft und
Stadtreinigung der Stadt Darmstadt (EAD), Verwendung des Jahresergebnisses 2008
und Entlastung der Betriebsleitung
Vorlage vom: 31.07.2009
Beschlussvorschlag:
1. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft und
Stadtreinigung der Stadt Darmstadt (EAD) wird nach erfolgter Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer
mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.899.881,77 Euro
(im BZ 7201 nach Steuern) festgestellt.
2. Das Jahresergebnis wird wie folgt verwendet:
a) 1.298.166,07 Zuführung zu den zweckgebundenen Gebührenausgleichsrücklagen
b) 203.174.02 Zuführung zur Entgeltausgleichsrücklage
c) 348.417,98 Vortrag auf neue Rechnung
d) 50.123,70
Abführung an den Haushalt der Stadt
1.899.881,77
==========
3. Der Jahresabschluss und der Lagebericht zum 31. Dezember 2008 werden offengelegt.
4. Die Betriebsleitung wird für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2008 entlastet.
2
...
Anlagen: Vorlage Betriebskommission vom 25. Mai 2009
Auszug aus Prüfbericht von Werner Berndt & Partner
Datenschutzrelevante Anlage:
Beschluss des Magistrats vom
3
...
Begründung zur Magistratsvorlage vom 31. Juli 2009:
Die Betriebskommission des EAD hat in ihrer Sitzung am 25. Mai 2009 den Bericht der
Betriebsleitung zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 zur Kenntnis genommen, den
Jahresüberschuss in Höhe von 1.899.881,77 € (im BZ 7201 nach Steuern) sowie die
Verwendung des Jahresergebnisses gebilligt.
Gem. dem Prüfungsstandard 720 des IDW (Institut der Wirtschaftsprüfer) zu § 53 HGrG
(Haushaltsgrundsätzegesetz) in analoger Anwendung des § 171 Abs. 1 AktG (Aktiengesetz,
hier: Teilnahme des Wirtschaftsprüfers an der Sitzung des Aufsichtsorgans über die
Verhandlung des Jahresabschlusses) hat Frau Berndt von der Wirtschaftsprüfungs-
gesellschaft Werner Berndt & Partner, an der Betriebskommissionssitzung am 25. Mai 2009
teilgenommen. Werner Berndt & Partner war zum Abschlussprüfer des Jahresabschlusses
2008 bestellt worden. Frau Berndt machte Ausführungen zum Jahresabschluss und zu der
ordnungsgemäßen Geschäftsführung.
Die Betriebskommission des EAD empfiehlt dem Magistrat und der Stadtverordnetenver-
sammlung, die entsprechenden Beschlüsse zum Jahresabschluss 2008 und zu der
Verwendung des Jahresergebnisses 2008 gemäß Beschlusstext zu fassen sowie die
Betriebsleitung für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2008 zu entlasten.
Im Übrigen wird auf den komplett beigefügten Beschluss der Betriebskommission vom 25. Mai
2009 einschließlich der Darstellung der Zusammensetzung des Jahresüberschusses 2008
sowie auf die Auszüge (aus Jahresabschluss 2008 inkl. Lagebericht) aus dem Prüfbericht der
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Werner Berndt & Partner hingewiesen.
Darmstadt, 31.07.2009
Der Dezernent II: Der Dezernent III:
Wolfgang Glenz Klaus Feuchtinger
Bürgermeister Stadtrat
Beratungsverlauf (4)
Orte (2)
- Niersteiner Straße
- Haasstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2009/0326
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 31.07.2009
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00