3142/2018
Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.08.2016 für die Bühnen der Stadt Köln
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2015-16 Anlage 4 - Ergebnisverwendungsvorschlag
1147 Zeichen
Bühnen der Stadt Köln, Köln Jahresabschluss 2015/16 Anlage 4 Seite 1 Ergebnisverwendungsvorschlag der Betriebsleitung Bühnen der Stadt Köln Anlage IV VORSCHLAG ÜBER DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01.09.2015 BIS ZUM 31.08.2016 Die Betriebsleitung der Bühnen der Stadt Köln schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres vom 01.09.2015 bis zum 31.08.2016 in Höhe von EUR 12.042.494,23 wie folgt zu verwenden: EUR Zuführung zu Gewinnrücklagen - Zuführung einer zweckgebundenen Rücklage 9.635.554,36 für die Sanierung der Bühnen Köln Vortrag auf neue Rechnung 2.406.939,87 12.042.494,23 Das Eigenkapital der Bühnen stellt sich nach Ergebnisverwendung wie folgt dar: Gezeichnetes Kapital 50.000,00 Gewinnrücklagen andere (zweckgebundene) Gewinnrücklagen - Rücklage für Interimspielbetrieb 2016/17 ff. 1.274.000,00 - Rücklage für die Sanierung der Bühnen Köln 9.635.554,36 10.909.554,36 Bilanzgewinn 2.406.939,87 13.366.494,23 I Köln, den 08.10.2018 La SsubavcL- / Ol Dr. | pt AR Patrick Wasserbauer Bern 2 jantin der Oper, Interldant des Schauspiels Geschäftsführender Direktor Technischer Betriebsleiter
Beschlussvorlage Rat
11194 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
VII/46
Vorlagen-Nummer
3142/2018
Freigabedatum
05.11.2018
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Betreff
Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.08.2016 für die Bühnen der Stadt Köln
Beschlussorgan
Rat
Gremium Datum
Beschluss:
1. Der Rat der Stadt Köln stellt gem. § 4c der Betriebssatzung der Bühnen der Stadt Köln in Ver-
bindung mit § 26 Abs. 1 der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (Eig-
VO NRW) den Jahresabschluss zum 31.08.2016 sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr
vom 01.09.2015 bis 31.08.2016 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom
17.05.2017 von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dornbach GmbH fest.
2. Der Bilanzgewinn für das Wirtschaftsjahr vom 01.09.2015 bis 31.08.2016 in Höhe von
12.042.494,23 € wird wie folgt verwendet:
Zuführung einer zweckgebundenen Rücklage 9.635.554,36 €
Sanierung der Bühnen Köln
Vortrag auf neue Rechnung 2.406.939,87 €
--------------------
12.042.494,23 €
=============
3. Der Betriebsleitung wird Entlastung erteilt.
4. Dem Betriebsausschuss wird (gem. § 4 EigVO NRW) Entlastung erteilt.
Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 13.11.2018
Finanzausschuss 19.11.2018
Rat 22.11.2018
2
Haushaltsmäßige Auswirkungen
Nein
Begründung
MANAGEMENT SUMMARY ZUM JAHRESABSCHLUSS UND JAHRESBERICHT 2015/16:
Das Wirtschaftsjahr endet mit einem Jahresüberschuss von 9.337 T€.
Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung
I. Feststellungen zur Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung
1. Die Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen
Die Bücher sind ordnungsgemäß geführt.
Die Buchungen sind ordnungsgemäß belegt und sachlich richtig.
Das eingerichtete rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist angemessen.
Keine Beanstandungen.
2. Der Jahresabschluss
Ist richtig und vollständig aus den Büchern entwickelt.
Vermögensgegenstände und Schulden sind ordnungsgemäß nachgewiesen.
Das handelsrechtliche Gliederungsschema für die Bilanz und die GuV (Gesamtkostenver-
fahren) wurde angewandt.
Die handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden beachtet.
Angaben im Anhang sind vollständig und zutreffend.
Nach der Erklärung der Betriebsleitung und den Feststellungen der Prüfung sind sämtliche
Aktiva und Passiva erfasst, die Rückstellungen sind nach den bei Bilanzaufstellung vorlie-
genden Erkenntnissen ausreichend bemessen.
3. Der Lagebericht
Entspricht den gesetzlichen Vorschriften.
Darstellung zutreffend.
Steht im Einklang mit dem Jahresabschluss.
Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung sind zutreffend dargestellt.
II. Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses
1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen und sachverhaltsgestaltende Maßnahmen
Die allgemeinen Grundsätze über die Bewertung und die Wertansätze der Vermögensge-
genstände und Schulden wurden beachtet.
Über sachverhaltsgestaltende Maßnahmen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Dar-
stellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, ist nicht zu berichten.
2. Gesamtaussage
Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Einrichtung.
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ENTWICKLUNGEN VOR BEGINN DER SPIELZEIT 2015/16
Mit Vorlage-Nr. 0932/2015 beschloss der Rat der Stadt Köln am 12.05.2015 den Wirtschaftsp lan der
Bühnen für die Spielzeit 2015/16. Dieser Wirtschaftsplan bildete die zu diesem Zeitpunkt geplante
Neueröffnung der Bühnen Köln am Offenbachplatz inkl. der ersten Spielzeit im sanierten Gebäudee n-
semble ab.
Nachdem die Stadt Köln am 23.07.2015 die Öf fentlichkeit über die Verzögerungen im Sanierungspr o-
jekt und somit über die nicht zu haltende Wiedereröffnung im November 2015 informierte, war klar,
dass sowohl die künstlerischen wie auch die finanziellen Planungen für die Spielzeit 2015/16 überholt
waren. Besonders von dieser Entwicklung betroffen war die Oper. Der Musical -Dome stand nicht wei-
ter zur Verfügung. Das Schauspiel hatte seine Produktionen zwar auf den Offenbachplatz ausgeric h-
tet, verfügte mit dem Depot aber über eine vertraglich verlängerbare Spielstätte, die sehr gut vom
Publikum angenommen war.
Zu den Aufgaben der Bühnen gehörte in dieser absoluten Ausnahmensituation u.a.:
- Interimskonzepte und -budgets neu zu ermitteln und zum Beschluss zu führen.
- Eine neue Spielstätte für die Oper zu finden und herzurichten. Hier gelang es, innerhalb von
rund sechs Wochen nach Ratsbeschluss das Staatenhaus zu einem spielfertigen Haus zu e r-
tüchtigen.
- Verträge mit Gästen der Oper neu zu verhandeln und umzuschreiben.
- Die Bühnenbilder für den Offenbachplatz an d ie Bühnenmaße der Interimsspielstätten anz u-
passen.
- Lösungen für den Spielbetrieb der Cäcilia Wolkenburg zu erarbeiten.
- Bestehende Mietverträge zu verlängern, Neuanmietungen zu finden und zu verhandeln.
Teilbereich SPIELBETRIEB in der Spielzeit 2015/16
Aus dem Spielbetrieb der Bühnen insgesamt resultiert ein Ergebnis in Höhe von -1.100 T€.
Die Oper der Stadt Köln war in der Ausnahmespielzeit 2015/16 besonders von dem Nicht -Einzug in
das sanierte Bühnenensemble am Offenbachplatz betroffen. Zunächst musste in kürzester Zeit eine
neue Ersatzspielstätte gefunden und eingerichtet und der Spielplan für diesen Aufführungsort ang e-
passt werden. Nach einem enormen Krafteinsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnte im N o-
vember 2015 mit der Produktion „Benvenuto Cellini“ im Staatenhaus die Saison eröffnet werden.
Die kurzfristige Spielplanänderung, deutlich geringere Platzkapazitäten im Verhältnis zum Offenbac h-
platz und der Umstand, dass die Cäcilia Wolkenburg ihr Divertissementchen am Barmer Platz au f-
führte, sorgten jedoch dafü r, dass die Umsatzziele nicht erreicht wurden. Die oben dargestellte Au s-
nahmesituation führte zu einem Spartenergebnis für den Spielbetrieb von -2.191 T€.
Die Auslastung der Oper für diese Spielzeit lag bei 78,84 %.
Das Schauspiel eröffnete seine Spielzei t im November 2015 mit der Produktion „Geschichten aus
dem Wiener Wald“ in der Regie von Stefan Bachmann.
Von den Ereignissen um die abgesagte Neueröffnung des Offenbachplatzes war das Schauspiel nicht
so stark betroffen wie die Oper. So musste keine neue Spielstätte hergerichtet werden und auch die
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Platzkapazitäten im Depot unterscheiden sich nicht erheblich vom Schauspielhaus am Offenbac h-
platz.
Im Ergebnis konnte das Schauspiel ein positives Spartenergebnis für den Spielbetrieb in Höhe von
1.089 T€ erzielen und die Auslastung des Schauspiels für diese Spielzeit lag bei 75,99%.
Auch der Tanz an den Bühnen Köln blieb von den Ereignissen nicht vers chont und musste zwei
Tanz-Gastspiele in das Forum Leverkusen verlegen, was der Qualität und dem Zuschauerzuspruch
jedoch keinerlei Abbruch tat. Dementsprechend gut lag die Auslastung im Tanz bei 87,51%.
Der Tanz konnte die Spielzeit mit einem Spartenergebnis Spielbetrieb in Höhe von 2 T€ abschließen.
Vor dem Hintergrund der Unwägbarkeiten und Risiken mit denen die Spielzeit 2015/16 gestartet und
verlaufen ist, ist das Spielbetriebsergebnis unter finanziellen Aspekten nicht überzubewerten. Es ha n-
delte sich um eine absolute Ausnahme-Spielzeit.
Der Spielbetrieb konnte durch den hervorragenden Einsatz der Beschäftigten der Bühnen und den
großen Zuschauerzuspruch auf hohem Niveau aufrechterhalten werden.
Teilbereich INTERIM in der Spielzeit 2015/16
In der Sitzung des Rates vom 12.05.2015, in der auch der Wirtschaftsplan 2015/16 beschlossen wu r-
de, erfolgte mit Vorlage -Nr. 1025/2015 ein Beschluss zur Verlängerung des Interims aufgrund der
Auswirkungen der priorisierten Fertigstellung am Offenbachplatz mit ein em Budget von 1.764.342 €
für die Zeit bis 31.03.2016.
Dem folgte die Vorlage -Nr. 2756/2015 „Verlängertes Interim“ vom 12.11.2015 mit einem Budget von
18,1 Mio. €. Diese Vorlage berücksichtigte die geplanten Entwicklungen in den Spielzeiten 2015/16
und 2016/17.
In der Spielzeit 2015/16 wurde mit Vorlage -Nr. 2092/2016 auch das Bühneninterim bis einschließlich
der Spielzeit 2018/19 mit den Hauptspielstätten Depot und Staatenhaus beschl ossen. Entsprechend
dieser Vorlage wurden 16,44 Mio. € für die Fortführung des Interims beschlossen.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden die Auswirkungen dieser drei Vorlagen auf die
Spielzeit 2015/16 wertmäßig berücksichtigt. Das daraus resultierende Spartenergebnis Interim beläuft
sich auf einen positiven Betrag in Höhe von 802 T€.
Teilbereich SANIERUNG in der Spielzeit 2015/16
Aus der Sanierung resultiert mit 9.636 T€ die deutlichste Auswirkung auf den Jahresüberschuss der
Bühnen für die Spielzeit 2015/16.
Mit der Kämmerei wurde abgestimmt, dass die in 2014/15 und 2015/16 vorgesehenen und vom Rat
beschlossenen, jedoch nicht verbrauchten Mittel für die Sanierung erfolgswirksam gebucht werden
und somit das Jahresergebnis der Bühnen positiv verändern. Es wird vorgeschlagen, diesen Betrag
einer zweckgebundenen Sanierungsrücklage zuzuführen.
In den Folgejahren soll diese zweckgebundene Sanierungsrücklage zum Ausgleich der Abschreibu n-
gen auf sanierungsbedingt vorgezogene, bereits aktivierte Einb auten in Anspruch genommen we r-
den. Diese Vorgehensweise führt dazu, dass der Betriebskostenzuschussanteil für die Sanierung bis
zur vollständigen Inanspruchnahme der Sanierungsrücklage nicht erhöht werden muss.
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Eigenkapitalentwicklung zum 31.08.2016
Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31.08.2016 ergibt sich aus der Anlage 5.
Von den insgesamt 13.366 T€ handelt es sich jedoch bei 10.909 T€ um zweckgebundene Rücklagen,
so dass abzüglich Stammkapital in Höhe von 50 T€ derzeit 2.407 T€ verbeiben und auf neue Rech-
nung vorgetragen werden sollen.
Ausblick auf das Ergebnis der Spielzeit 2016/17
Der Jahresabschluss 2016/17 ist zum Zeitpunkt dieser Vorlage in den Beratungs -/Beschlussgremien
von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dornbach GmbH testiert und wird zeitnah im Anschluss in
Session eingestellt, so dass er zu Beginn des Kalenderjahres 2019 vorliegen wird.
Nach aktuellem Buchungsstand bewegt sich das Jahresergebnis innerhalb dem vom Wirtschaftsplan
vorgegebenen Rahmen.
FAZIT
Abschließend kann festgeha lten werden, dass die Bühnen auch in dieser Ausnahmespielzeit
mit ihren zahlreichen Unwägbarkeiten und Risiken einen abwechslungsreichen Spielplan pr ä-
sentieren und mit einem unter finanziellen Aspekten vertretbaren Spielbetriebsergebnis a b-
schließen konnten.
Im Interimsspielbetrieb stellen sich die Planungen als solide und zutreffend dar, so dass der
Ratsauftrag „Der Rat der Stadt Köln erwartet dennoch, dass im Interim sparsam gewirtschaftet
wird (0772/2011).“ weiterhin als erfüllt betrachtet werden kann.
Unter Berücksichtigung der geplanten Ergebnisverwendung der Betriebsleitung sehen sich
die Bühnen für die kommenden Jahre, vor dem Hintergrund der Unwägbarkeiten des Interim s-
betriebes, solide aufgestellt.
Anlagen
2015-16 Anlage 1 - Bilanz
2164 Zeichen
Bühnen der Stadt Köln, Köln Jahresabschluss 2015/16 Anlage 1 Seite 1 Bilanz 6PBLZLIEBSE ZI TZZLBRSOE 62'812'09p TELSOEOZL S0'ZSL zzB Le BL'ZELEOS'ESZ ErN2220077 €5°'580 20959 4430773 01’E80'286 6LBLS'ELD'SS 00'0 0g'E6S'912 81 LEZLLZGZLL 00'000'005’ZpL SE LPELIL'SZL 00'E81’088°0, 00'BLE ZI Z1 00512 15E9 008250697 00'0 00'086’9E 00'898’525°r lo 72: 277207 ve'Lis’sle'sz 82'890 zvz’rz L2'151’620°% EZ'VEP'IgEEL LELSLEL6E DATIZA0TAR .00°0 00'000’pz2"L 00°000°08 00'000'05 una un3 E47 9LOZELE BRIsseg SH ELLLISBSZ ZI TEILE SOE EINTIEEITZ SO L0r’625 o0'g25’8E6 HL BE'LSO'PRL HL STELE'EOZH gEEFZLOIT sl’opo'zeH'2 E0'9L8'592'8 B8'SSz Por 96590766 1 ZE'6LO'SII'S ve'zvzLls’9 PS'SgL’EegE Ez'LOS' SZ N3LSOISONNZNIYHSVSONNNHOFH 3 UEHayypıpumgiay ablsuog "G 00 BEER 00'z6r gLE'E =— vogawaquaßıg yaqnua6aB uayayyaıpugay *r RZ VOL z667 UIQY JPEIS Jap saqnuabab uajiayypıjpuiguay "C 00'9L1°28E 00'z6EvBE uaßun)s!37 pun uaßunsajar] sne uayayyaıpuıga\ "2 uayninsunpasy JeqnusBab uayayypıpumgaa °L N3LI3XHIITONIBUIA 'Q ESIESS'WSLEHZ BIBHL’ELZIOGE EEIZTEHDENT EITITTPFTOBZ uabunyasyony ablsuog '£ ESTOEBHT OLE EOERIZEERIEI uaßunjajsyonuanals "zZ uauoIsuag ın) uabunasonYy "I 00'rrr'620'r DD'ESZ’ELLY N3ONNTIILSAINE 9 O0'LSLEBE'L 00'SPR'9rL € NISONSIAFSVINV 00'790’220°22 00'z11°296'97 WNZ 3SSNHISNZSNOLLILSZANI UNJ NILSOIYFANOS '8 00'126°v01 00'E01'89 uumaßzugg 'Ill usbeyomuumag "II jendeywweis 1 WLIIYAN393 'V un3 una siozete EINA273 NOS 9102 Jendny Lg unz zuegg UIOy "LION IPEIS Jep uauyng N3LSOISONNZNIYSAVSONNNHOSS O0 LalnySunpaIy Jaq uageying 'puejsaquassey I] apupjsusßaßsusßgunay adlsuos '£ URy IPEIS ap uaßab uaßunsapıoy 'Z uaßun]sı37 pun usßunuayar] sne uaßunsapıog 'L Spuejsuaßaßsusßgunag @BNSUOS pun uaßunJapıo4 uaßungsıa] adıpayun 'Z ayoyssqauag pun -SuIH '-Yoy *L aruoN | NISOWaaAANVmN '8 neg wı uaßejuy pun uaßunjyezuy sjajsıafag "p Bunnejssnesyeyosag pun -sqauyag "£ uaßejuy ajjauyosew pun uauıyosew "zZ ueynegsqauyag yW syomspung ') usßejueypeg uayayy pun uajyoay uayajos UE USZUaZI7] a}MOS ayayyı pun ayaayı aypıluyg pun aypaızınyas aypııqıamab "uauoIssazuoy auaqlomıa yaımaBlug apupjsusßaßsusßgunsy Sjlausyeww "| N39ONY3A39YINV 'V enııaV
2015-16 Anlage 1 - GuV
1776 Zeichen
Bühnen der Stadt Köln, Köln Jahresabschluss 2015/16 Anlage 1 Seite 2 Gewinn- und Verlustrechnung aronna 10. Seite 2 Bühnen der Stadt Köln, Köln Gewinn- und Verlustrechnung für 2015/2016 Umsatzerlöse Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe b) Aufwendungen für bezogene Leistungen Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - davon Erträge aus der Ver- änderung der Abzinsung: EUR 155.677,00 (Vorjahr: EUR 3.310,00) Zinsen und ähnliche Aufwendungen - davon Aufwendungen aus der Ver- änderung der Abzinsung: EUR 399.612,00 (Vorjahr: EUR 406.514,00) . Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit . Steuern vom Einkommen und vom Ertrag . Sonstige Steuern . Jahresüberschuss . Gewinn-/Verlustvortrag . Entnahmen aus Gewinnrücklagen . Zuführung zweckgebundene Rücklagen . Bilanzgewinn 2015/2016 2014/2015 EUR EUR 3.187.229,45 6.515.886,23 83.000,00 552.300,00 479.000,00 307.700,00 78.297.761,30 66.512.718,93 2.480.424,06 12.823.022.98 1.794.994,76 12.869.283,15 15.303.447,04 14.664.277,91 32.144.238,46 29.721.122,02 8.927.942,06 pe = TA ZN] 8.160.581,25 41.072.180,52 37.881.703,27 3.364.840,30 2.460.667,95 12.640.142,26 12.246.681,74 156.426,01 4.710,17 405.505,59 459.080,25 9.417.301,05 6.180.904,21 13.413,44 2.028,85 66.544,65 4.759,99 9.337.342,96 6.174.115,37 3.979.151,27 -7.186.652,24 0,00 4.991.688,14 -1.274.000,00 0,00 12.042.494.23 __3.979.151,27
2015-16 Anlage 5 - Eigenkapitalentwicklung
3471 Zeichen
Bühnen der Stadt Köln, Köln
Jahresabschluss 2015/16
Anlage 5
Seite 1-2
Eigenkapitalentwicklung der Bühnen Köln
vom 01.09.2000 bis 31.08.2016
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2015-16 Anlage 2 - Lagebericht
84209 Zeichen
Bühnen der Stadt Köln, Köln
Jahresabschluss 2015/16
Anlage 2
Seite 1 - 42
Lagebericht
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1
LAGEBERICHT
FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR
1. SEPTEMBER 2015 BIS 31. AUGUST 2016
I. SPIELZEITVERLAUF UND LAGE DER BÜHNEN IM WIRTSCHAFTSJAHR 2015/2016
1. Die wirtschaftliche und kulturpolitische Situation der Bühnen in der Bundesrepublik
Deutschland in der Spielzeit 2015/2016
Auch in der Spielzeit 2015/2016 haben die finanziellen Verhältnisse der öffentlichen Haushalte einen
hohen Konsolidierungsdruck auf die deutschen Bühnen bewirkt. Die öffentlichen Theater und
Orchester, die als personalintensive Einrichtungen mit einem hohen Anteil fixer Personalkosten nur
begrenzt über kurz- und mittelfristig realisierbare Konsolidierungspotentiale verfügen, sind von dieser
Situation in besonderem Maße betroffen.
Die Auswertung der Spielzeitdaten! zeigt für 2015/2016 stabile Verhältnisse: So sind die Besucher-
zahlen der öffentlich getragenen Theater einschließlich der Gastspiele mit rd. 21 Mio. Zuschauern
stabil geblieben. Während die Zahl der Vorstellungen leicht um 0,3 % auf 67.257 zurückging, konnten
die Einnahmen in Höhe von rd. 551 Mio. Euro um 3,0 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.
Im Vergleich zum Vorjahr ist das prozentuale Einspielergebnis von 18,4 % gleich geblieben. Dagegen
erhöhten sich die öffentlichen Zuschüsse an die Theater und Orchester von rd. 2,43 Mrd. Euro um
rd. 3,1% auf rd. 2,5 Mrd. Euro. Die Zahl der fest angestellten Theatermitarbeiter - befristet und
unbefristet — stieg im gleichen Zeitraum leicht von 39.399 auf 39.505.
Vor diesem Hintergrund besteht ein unverändert hoher Konsolidierungsdruck auf alle Kultureinrichtun-
gen in Deutschland. Effektivität sowie Wirtschaftlichkeit dieser Einrichtungen werden von Politik und
Öffentlichkeit stets kritisch hinterfragt. Zugleich werden von der Politik, den Kulturverbänden und den
Kultureinrichtungen selbst immer wieder neue Überlegungen angestellt, wie man durch inhaltliche und
perspektivische Konzepte, Organisationsmodelle und Rechtsformgestaltungen die Einnahme- und die
Kostensituation der Theater verbessern kann. Bei diesen im Wesentlichen auf die ökonomische Effizi-
enz ausgerichteten Überlegungen sollte das übergeordnete Ziel der Theater und Orchester, nicht
gewinnorientiert zu arbeiten, sondern eine Aufgabe für die Allgemeinheit zu erfüllen, nicht aus den
Augen verloren werden.
* Quelle: Theaterstatistik 2015/2016 des Deutschen Bühnenvereins, Heft 51
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 2
2. Der rechtliche Rahmen der Bühnen in der Spielzeit 2015/2016
Gegenstand der seit dem 1.9.2000 als eigenbetriebsähnliche Einrichtung geführten Bühnen der Stadt
Köln ist der Betrieb eines Drei-Sparten-Theaters zur Pflege und Förderung kultureller Aufgaben. Der
Einrichtungszweck umfasst dabei insbesondere die Aufführung von Bühnenwerken aller Gattungen im
Musik-, Tanz- und Sprechtheater. Für die künstlerische und wirtschaftliche Führung ist eine aus nun-
mehr vier Personen bestehende Betriebsleitung gesamtverantwortlich. Der Rat der Stadt Köln und der
Betriebsausschuss (personenidentisch mit dem Ausschuss für Kunst und Kultur der Stadt Köln) ent-
scheiden in allen Angelegenheiten der Bühnen, die ihnen durch die GO NRW, die EigVO NRW, die
Hauptsatzung der Stadt Köln und die Betriebssatzung der Bühnen vorbehalten sind. Das Wirtschafts-
jahr verläuft spielzeitkonform vom 1. September bis zum 31. August.
3. Die künstlerische Bilanz der Bühnen in der Spielzeit 2015/2016
Als wesentlicher Bestandteil der Kulturstadt Köln gehören die Bühnen der Stadt Köln zu den national
bedeutendsten wie international renommierten Spielstätten des Sprech- und Musiktheaters.
Im Sinne des qualitativen Anspruchs, welcher der Größe und Bedeutung der Stadt Köln gerecht
werden soll, gehören beim Sprechtheater die Klassikerpflege ebenso wie die Präsentation moderner
Gegenwartsdramatik und die Realisierung unterschiedlichster Regie- und Ausstattungsstile zu den
traditionellen Aufgaben. Nationale und internationale Gastspiele sollen das Programm des Sprech-
theaters komplettieren.
Die Oper Köln soll den führenden internationalen Opernhäusern zugerechnet werden. Sie ist Mitglied
der internationalen Opernkonferenz, zu der folgende Opernhäuser gehören: Staatsoper München,
Staatsoper Unter den Linden Berlin, Deutsche Oper Berlin, Komische Oper Berlin, Staatsoper Wien,
Opernhaus Zürich, Staatsoper Dresden, Oper Frankfurt, Staatsoper Hamburg, Deutsche Oper am
Rhein Düsseldorf Duisburg, Oper Leipzig und Staatsoper Stuttgart sowie die assoziierten Mitglieder
Opera National de Paris, Royal Opera House London und Teatro alla Scala Mailand. Diese Institutionen
sind geprägt von international renommierten Dirigenten, Regisseuren sowie Sängerinnen und Sän-
gern. In diesem Umfeld ist die Oper Köln bereits seit einigen Jahren neben der Komischen Oper Berlin
ein Mitglied mit einem der geringsten Betriebskostenzuschüsse.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 3
Seit der Auflösung der Tanzcompany pretty ugly tanz köln mit Ende der Spielzeit 2008/2009 wird der
Tanz an den Bühnen Köln durch Gastspiele in den Spielplänen von Oper und Schauspiel vertreten.
Bei einer unverändert angespannten städtischen Haushaltslage war die Spielzeit 2015/2016 der
Bühnen der Stadt Köln geprägt von der geplatzten Wiedereröffnung von Oper und Schauspielhaus am
Offenbachplatz und der - parallel zu den weiterlaufenden Sanierungsmaßnahmen - erforderlichen
Fortführung des Interimspielbetriebs des Musiktheaters (Staatenhaus, Außenspielstätten), der
Kinderoper und des Sprechtheaters (Depot 1, Depot 2, Grotte). Folgende Inszenierungen konnten
realisiert werden:
Neuinsz. (N)/ Anzahl der | Eigenprod.(EP)/
Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/
aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS)
Inszenierungen des Sprechtheaters
3,31.93 Depot 1
Cyrano de Bergerac Depot 1
Der Kuaför aus der Keupstraße Depot 1
Die göttliche Komödie Depot 1
Dogville Depot 1
Ein Buch für die Stadt 2015 Depot 1
Ein Volksfeind Depot 1
En avant, marche! Depot 1
Geschichten aus dem Wiener Wald Depot 1
Glaubenskämpfer Depot 1
Hiob Depot 1
Kabale und Liebe Depot 1
Kimberly Depot 1
Lehmann Brothers Depot 1
Navid Kermani: Buchpremiere Depot 1
Nobelpreistraegerin Swetlana Alexij Depot 1
Troilus und Cressida Depot i
Wie es euch gefällt Depot 1
Die Argonauten Depot 2
Aufstand proben! Depot 2
Der gute Mensch von Sezuan Depot 2
Der letzte Enkel Depot 2
Der Menschenfeind Depot 2
Die Lücke Depot 2
Geh hin, ich weiß nicht wohin... Depot 2
Habe die Ehre
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 4
Neuinsz. (N)/ Anzahl der | Eigenprod.(EP)/
Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/
aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS)
Hit me Baby - Volume II Depot 2
Mitten in Deutschland: NSU Depot 2
Monologe Depot 2
Peter Pan Depot 2
Silk Road Depot 2
Stirb, bevor du stirbst Depot 2
Umbettung Depot 2
Victor oder Die Kinder an der Macht Depot 2
Weihnachtswunderwelt Depot 2
Diverse Einzelveranstaltungen Depot II Depot 2
Die Reise nach Petuschki Grotte
Familiengeschichten.Belgrad Grotte
Furcht und Ekel Grotte
Herzstück/Mauser Grotte
Invasion! Grotte
Magic Afternoon Grotte
Nothing Hurts Grotte
Revolver-Traum/Striptease/Die Liebe Grotte
Diverse Einzelveranstaltungen sonstige Spielorte
Für der Spielzeit 2015/16 - der dritten unter der Intendanz von Stefan Bachmann - sollten nach einer
verlängerten Sommerpause die sanierten Häuser am Offenbachplatz eröffnet werden. Nachdem im
Sommer die Eröffnung abgesagt wurde, hat das Schauspiel den Spielplan angepasst und die Planung
für die bestehenden Interimsspielstätten Depot 1 und Depot 2 sowie die Grotte umgestellt. Bereits in
der ersten Interimspielzeit wurden die neuen Räumlichkeiten mit ihrer Industriehallencharakteristik
sehr gut angenommen. Mit dem Verlauf der zweiten und dritten Spielzeit ist es gelungen, die Spiel-
stätte in Mülheim als festen Kulturort zu etablieren. Neben den beiden Hauptspielorten im Depot
waren und sind auch der Carlsgarten, der als urban-gardening-Projekt auch in der zweiten Spielzeit
fortgesetzt wurde, und die Grotte unter dem Hügel im Carlsgarten prägende Spiel- und Aufenthalts-
orte des Schauspiels, die das Gesamtensemble auf dem Carlswerksgelände in kürzester Zeit zu einem
der urbansten Orte in der Stadt haben werden lassen. Das hat nicht nur dazu geführt, dass der neue
Spielort des Schauspiels von den Theaterbesuchern besonders gut angenommen wird und als ein
identifikatorischer Ort betrachtet wird, sondern hat dem Schauspiel auch eine besondere Rolle als
Motor einer Stadt- und Quartiersentwicklung in Mülheim zukommen lassen.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 5
Eröffnet wurde die Spielzeit im November mit dem Stück „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von
Ödön von Horväth in der Regie von Stefan Bachmann, der in seiner Inszenierung die Demontage
kleinbürgerlicher Gemütlichkeit mithilfe eines spektakulären Bühnenbilds in Szene setzte. „Geschichten
aus dem Wiener Wald“ war Stefan Bachmanns bislang beste Inszenierung in Köln. Das Premierenpub-
likum schien „ähnlicher Meinung“, schrieb der Kölner Stadtanzeiger anlässlich dieses gelungenen Sai-
sonauftaktes, in dem vor allem auch das Ensemble des Schauspiels zeigte, wie sehr es nach zwei
Jahren gemeinsamer Arbeit aufeinander eingespielt ist. Wenige Tage später folgte die Premiere von
„3.31.93.“ von Lars Noren, einem der wichtigsten lebenden Dramatiker Schwedens und großen euro-
päischen Intellektuellen. Der Regisseur Moritz Sostmann brachte das Stück, in dem Verfall und Verein-
samung alle sozialen Schichten erfasst, gemeinsam mit Schauspielern und Puppen auf die Bühne.
Komplettiert wurde der Saisonstart mit der Uraufführung von Ibrahim Amirs Stück „Stirb, bevor du
stirbst" in der Regie von Rafael Sanchez. Neben der Arbeit mit den Hausregisseuren Moritz Sostmann
und Rafael Sanchez begann mit der Spielzeit 2015/16 die Zusammenarbeit zwischen der freien Thea-
tergruppe subbotnik und dem Schauspiel Köln, die zu einer kreativen Auseinandersetzung in den fol-
genden Spielzeiten heranwachsen soll. Subbotnik arbeitet genreübergreifend und verband in „Geh hin,
ich weiß nicht wohin — bring das, ich weiß nicht was“ musikalische Elemente mit Sprechtheater. Auch
David Schalko setzte mit „Kimberly“ einen musikalischen Schwerpunkt im Spielplan. Gemeinsam mit
Kyrre Kvam setzte er ein Singspiel über Einsamkeit, Empathieunfähigkeit und einen ungeschickten
Autofahrer, dessen Leben aus den Angeln gehoben wird, brillant auf die Bühne. „Kimberly“, eine
Abhandlung über menschliche Sehnsüchte und mörderischer Gelüste.
Insgesamt bestand die Spielzeit aus einer ausgewogenen Mischung von Klassikerinterpretationen und
Ur- und Erstaufführungen. Zu Ersteren zählen die Produktion „Troilus und Cressida“ in der Regie von
Rafael Sanchez sowie „Ein Volksfeind“ von Henrik Ibsen in der Regie von Roger Vontobel als auch
„Victor oder Die Kinder an der Macht“ von Roger Vitrac. Regie führte Moritz Sostmann. Auch „Cyrano
de Bergerac“ lässt sich hier anführen. Der Regisseur Simon Solberg übersetzte die romantische Komö-
die von Edmond Rostand im Depot 1 in ein zeitgenössisches Szenario, das den Geist der Hip Hop
Kultur widerspiegelte. Zu den Uraufführungen zählten u.a. Angela Richters „Silk road“ und Jens
Albinus' „Umbettung“. Letzteres war bereits die zweite Arbeit des dänischen Schauspielers und Regis-
seurs im Auftrag des Schauspiel Köln. In der Tradition Ingmar Bergmans und Anton Tschechows
nahm er eine Familie als kleinste soziale Zelle in unserer Gesellschaft zum Ausgangspunkt und
beschrieb sehr komisch und bitterböse, wie die Lebenslügen, die sich mit den Jahren ansammeln,
schließlich zum Fundament der eigenen Existenz werden können.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 6
Ein besonderes Ereignis dieser Spielzeit war die zweite Produktion Stefan Bachmanns. In „Lehmann
Brothers“ erzählt der italienische Dramatiker Stefano Massini in epischer Form vom Aufstieg und Fall
einer jüdischen Familiendynastie. Gleichzeitig entwirft er in großartigen Bildern und frei von ideologi-
scher Färbung eine Chronik des Handels und der Spekulation mit Geld. Die deutsche Erstaufführung
des Stücks entstand als Koproduktion mit dem Staatsschauspiel Dresden. Die Kölner Premiere wurde
im Rahmen der lit.COLOGNE präsentiert.
Nachdem die Produktion „Die Lücke“, die der Autor und Regisseur Nuran David Calis anlässlich des
10. Jahrestages des NSU-Nagelbombenanschlags in der Mülheimer Keupstraße gemeinsam mit
Anwohnern der Keupstraße erarbeitet hatte, zum Ende der vergangenen Spielzeit zum überregionalen
Erfolg und zum Teil des großen Kunst- und Kulturfestes „Birlikte‘ geworden war, folgten nun in der
Spielzeit 2015/2016 „Glaubenskämpfer“. Die Religionssuche zwischen Dom, Moschee und Synagoge.
Der Autor und Regisseur Nuran David Calis hatte im Vorfeld Glaubende getroffen. Christen. Muslime.
Juden. Er hatte mit Imamen gesprochen, mit Pfarrern, Rabbinern, einer katholischen Nonne und
einem ehemaligen Domprobst. Er hat Hassprediger eingeladen und ist Salafisten begegnet,
Konvertiten, radikalen Fanatikern, Dogmatikern und Gelegenheitsbetern. Einige von ihnen stehen nun
gemeinsam mit den Kölner Schauspielern auf der Bühne. Mit „Glaubenskämpfer“ stellte das Schauspiel
auch in der dritten Spielzeit unter Stefan Bachmann unter Beweis, dass es sich mit seinem Programm
aktiv und aktuell mit den Belangen einer sich entwickelnden Stadtgesellschaft auseinandersetzt und
einmischt und dabei auch in der Lage ist, eine große Anzahl von Menschen für diese Themen zu
mobilisieren. Dazu zählte auch das stadtweite Kunst-und Kulturfest „Birlikte".
Ein besonderes Highlight stellte das Projekt „Die Stadt von der anderen Seite sehen“ dar. Im Rahmen
des zweijährigen Projektes wird sich das Schauspiel Köln zwischen 2015 und 2017 mit der „Stadt von
morgen“ beschäftigen und Bewohner, und Stadtplaner aus Köln nach ihren Perspektiven, Träumen
und Visionen befragen. Denn 2013 brachte die Entscheidung, mit dem Schauspiel nach Köln-Mülheim
zu ziehen, eine Fülle von Themen und Herausforderungen mit sich. Durch dieses Projekt soll der
Stadtteil, in dem die Interimspielstätte beheimatet ist, zum vielstimmigen und bunten Experimentier-
raum werden. Auf unterschiedlichen Expeditionsrouten wird die linksrheinische Seite erkundet und mit
der rechtsrheinischen „Außenspielstätte am Offenbachplatz“ verbunden. Konferenzen und Perfor-
mances sollen den Ort beleben, zu einem gemeinsamen Nachdenken über die Formen des Zusam-
menlebens innerhalb der heterogenen, kulturell vielfältigen Stadtgesellschaft anregen. An verschiede-
nen Modellen des Stadtteils soll aufgezeigt werden: „Was gibt es? Was kann bleiben? Was muss
weg?“. Den Höhepunkt des Projektes soll das abschließende Festival „Die Stadt von morgen“ im
Sommer 2017 bilden. Vier Tage lang wird mit Kölnern, Musikern und Experten diskutiert, gefeiert,
gekocht und die Stadt der Zukunft gebaut.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 7
Dass auch die Nachwuchsförderung am Schauspiel Köln einen hohen Stellenwert hat, zeigte nicht nur
der Erfolg des Schauspielstudios am Schauspiel Köln, mit dem sieben Studierende der Leipziger
Schauspielschule einen Teil ihrer Ausbildung direkt am Schauspiel Köln absolvieren und das mit dem
Projekt „Die Argonauten“ in der Regie von Simon Solberg 2014/15 seine erste abendfüllende eigene
Arbeit vorstellte, sondern auch das Programm der Grotte. In der kleinsten Spielstätte des Schauspiel
Köln unter dem Grünen Hügel im Carlsgarten inszenierten alle Regieassistenten in der Spielzeit
2015/16 einen eigenen Abend und etablierten die Grotte so zu einem wichtigen Ort der Gegenwarts-
dramatik in Köln. Die Debütinszenierung der jungen Regisseurin Pinar Karabulut, die „Furcht und Ekel.
Das Privatleben glücklicher Leute“ von Dirk Lauke inszenierte, wurde mit dem NachSpielPreis des
33. Heidelberger Stückemarktes prämiert. Neben Karabulut feierte auch Charlotte Sprenger mit
„Familiengeschichten.Belgrad“ von Biljana SrbljanoviC sowie Matthias Köhler mit „Magic Afternoon“
von Wolfgang Bauer und Andrea Imler mit Falk Richters „Nothing Hurts“ Premiere in der Grotte.
Bühnen der Stadt Köln, Köln j Seite 8
Neuinsz. (N)/ Anzahl der
Wieder- Spielstätte Vorstel-
aufn. (WA) lungen
Eigenprod.(EP)/
Koprod.(KP)/
Gastspiel(GS)
Inszenierungen des Musiktheaters
Aida
Staatenhaus
Benvenuto Cellini Staatenhaus
Cosi fan tutte Staatenhaus
Der fliegende Holländer Staatenhaus
Staatenhaus
Staatenhaus
Staatenhaus
Die Eroberung von Mexiko
Die Kluge
Don Giovanni
Heute Abend: Lola Blau Staatenhaus
Karneval einmal klassisch Staatenhaus
La Boh&me Staatenhaus
La Cenerentola - Konzertant Staatenhaus
Lucia di Lammermoor Staatenhaus
My Fair Lady Staatenhaus
Parsifal Staatenhaus
Jeanne d' Arc - Szenen aus dem Leben der heiligen Johanna Staatenhaus
The rape of Lucretia . Staatenhaus
Tosca Staatenhaus
Tree of Codes Staatenhaus
Einzelveranstaltungen Staatenhaus
Einzelveranstaltungen Excelsior/Columba
Die Nachtigall Kinderoper
Lollo Kinderoper
Vom Fischer und seiner Frau Kinderoper
Zwischen den Seiten Kinderoper
Irgendwie anders Kinderoper
Die Spielzeit 2015/16 war für die Oper ursprünglich als Eröffnungsspielzeit am Offenbachplatz geplant.
Dank des enormen Krafteinsatzes aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und dank der Mitwirkung der
künstlerischen Teams ist es trotz der Absage der Wiedereröffnung am Offenbachplatz gelungen, die
Spielplanung fast vollständig für das Staatenhaus als neuer Ausweichspielstätte zu adaptieren.
Eine spektakuläre Eröffnung der neuen Hauptspielstätte Staatenhaus gelang mit einer Neuproduktion
von Hector Berlioz „Benvenuto Cellini“ in Saal 1 als Kölner Erstaufführung. Frangois-Xavier Roth am
Pult — mit seiner ersten Arbeit für die Oper als Generalmusikdirektor der Stadt Köln - und Regisseur
Carlus Padrissa ließen das Künstlerdrama um den Renaissance-Bildhauer — angereichert mit Artistik
und großen bildlichen Effekten - zu einem großen Gesamtkunstwerk werden.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 9
Der ehemalige Kölner Intendant Michael Hampe inszenierte in Saal 2 eine Neuproduktion von Giacomo
Puccinis „La Boh&me“, die mit ihren ausgefeilten technischen Abläufen und den detailgenau erarbei-
teten Tableaus zum Entzücken des Publikums geriet. Diese Produktion erwies sich als ein idealer
Spielplan-Pfosten für die gesamte Vorweihnachtszeit. Der junge italienische Dirigent Francesco
Angelico am Pult ließ auch erfahrene Puccini-Kenner aufhorchen.
Carl Orffs „Die Kluge“ wurde - in einer Inszenierung, die sich gleichermaßen an jüngere wie an ältere
Zuschauer wandte - in Saal 3 durch Brigitta Gillesen erarbeitet. Mit großer Orffscher Orchesterbeset-
zung und einer hochästhetischen Ausstattung von Christof Cremer erwies sich diese Produktion, ein
Märchen um eine moralisch aufrechte Bauerntochter, der es gelingt, den König durch ihre Klugheit
und Liebe zu überzeugen, als ein wahres ‚Schmuckstück‘ innerhalb des Gesamtspielplans.
Die Oper Köln sieht sich in besonderem Maße der Moderne verpflichtet: Mit der Uraufführung von
„Tree of Codes“ (Saal 3), einem Musiktheaterwerk der australischen Komponistin Liza Lim, basierend
auf dem gleichnamigen Roman von Jonthan Safran Foer und den Erzählungen „Die Zimtläden“ von
Bruno Schulz, gelang es der Oper Köln erneut, ein neues Kapitel in Richtung Zukunft aufzuschlagen.
Die Produktion — eine Koproduktion mit dem Ensemble MusikFabrik - stieß weithin auf Resonanz und
große Anerkennung. Die Zeitschrift Opernwelt nannte das Werk zweimal in der Kategorie „Beste
Uraufführung des Jahres".
Mit der Kölner Erstaufführung von Wolfgang Rihms „Die Eroberung von Mexiko“, dirigiert von dem
jungen argentinischen Pult-Star Alejo Perez, gab es die Begegnung mit einer spektakulären Inszenie-
rung von Peter Konwitschny. Diese Koproduktion mit den Salzburger Festspielen fügte sich mit ihrer
modernen Ästhetik ideal in den Saal 1 des Staatenhauses und bescherte dem Kölner Publikum einen
ganz außergewöhnlichen Saison-Höhepunkt.
Die Serie von halbszenischen Aufführungen erlebte mit der erfrischenden Aufbereitung von Rossinis
„La Cenerentola“ - dirigiert vom neuen Mannheimer Generalmusikdirektor Alexander Soddy, szenisch
eingerichtet von Eike Ecker — einen ganz besonderen Erfolg.
Eine weitere längst fällige Kölner Erstaufführung - und zugleich die Begegnung mit einem von den
Nationalsozialisten verfemten, bedeutenden Komponisten — bescherte die Neuproduktion „Jeanne
d’Arc - Szenen aus dem Leben der heiligen Johanna“ von Walter Braunfels. Mit dem erfahrenen Diri-
genten Lothar Zagrosek und der jungen Erfolgsregisseurin Tatjana Gürbaca fand sich ein Leitungs-
team von besonderer Qualität zusammen. Die großen szenischen Tableaus dieser dem 15. Jahrhun-
dert entlehnten Geschichte wurden — insbesondere auch durch das eindrucksvolle Bühnenbild von
Stefan Heyne - zu einem weit über die Grenzen Kölns ausstrahlenden Ereignis.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 10
In Saal 2 wandte sich Frangois-Xavier Roth mit Mozarts „Don Giovanni“ einer Oper zu, die als eines
der Kernstücke des Repertoires anzusehen ist, und errang damit viel Anerkennung. Es inszenierte
seine künstlerische Weggefährtin, die französische Regisseurin Emmanuelle Bastet.
Im Saal 3 gab es mit einer Neuproduktion von „The Rape of Lucretia” („Die Schändung der Lucretia"),
dirigiert von Rainer Mühlbach, in der mit vielen symbolhaften Elementen arrangierten Inszenierung
der jungen Regisseurin Kai Anne Schuhmacher einen - in diesem Ausmaß gar nicht erwarteten -
Erfolg bei Publikum und Presse. Die Atmosphäre dieses Abends wurde von allen, die ihn erlebt hatten,
auch im Nachhinein noch als ganz außergewöhnlich beschrieben.
Mit einer ambitionierten Konzeption nahm sich Regisseurin Eva-Maria Höckmayr im Saal2 der
Donizetti-Oper „Lucia di Lammermoor“ an. Mit der koreanischen Dirigentin Eun-Sun Kim zeichnete sich
erstmals in der Geschichte der Oper Köln eine weibliche „Doppelspitze“ für eine Neuproduktion ver-
antwortlich. Insbesondere die Personenregie und die gesangsdarstellerischen Leistungen stießen auf
Interesse und lieferten einen wertvollen Beitrag zur Rezeptionsgeschichte des Belcanto.
Auch die Wiederaufnahmen von Produktionen, die nun erstmals in das Staatenhaus umgesetzt
wurden, sorgten für Höhepunkte: Zu einem wahren Sängerfest wurde in Saal 2 die Wiederaufnahme
von Tatjana Gürbacas Inszenierung „Cosi fan tutte“, dirigiert von Francesco Pasqualetti. Das Musical
„My Fair Lady“, das in der Oper am Dom bislang in deutscher Sprache zu hören gewesen war, kam
nun im Staatenhaus (Saal 1) erstmals in englischer Originalsprache zur Aufführung: Die liebevoll-
detailgenaue Inszenierung von Dietrich Hilsdorf, das frische Dirigat von Andreas Schüller und der
brillante Cast, bestehend aus durchweg englischsprachigen Sängern, sorgten gegen Ende des Kalen-
derjahrs 2015 für ein wahres Musical-‚Operetten'-Fest in der Oper Köln. So ‚modern‘, mitreißend und
berührend wie in dieser perfekten englischen Dialogführung war „My Fair Lady“ in Köln noch nie zu
erleben gewesen. Ein großer Triumphakt wurde die Wiederaufnahme von Richard Wagners Bühnen-
weihfestspiel „Parsifal“ mit Will Humburg am Pult. Auch am Beispiel dieser spektakulären Inszenierung
von Carlus Padrissa (La fura dels baus) und seines Teams erwies es sich, dass der Saal 1 des Staaten-
hauses eine hervorragende Spielfläche gerade auch für modernere szenische Setzungen bietet. Als
idealer Rahmen erwies sich der Saal 1 auch für die szenische Umsetzung von Giacomo Puccinis
„Tosca“, die neben mehreren Repertoire-Aufführungen gegen Ende der Saison auch einen Abend mit
Gala-Besetzung als „Fest der schönen Stimmen" bot.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 11
Die Sparte Kinderoper punktete mit Neuproduktionen wie „Lollo“ und „Irgendwie anders“. Die deut-
sche Erstaufführung von „Lollo“ entstand in Koproduktion mit dem ZOOM Kindermuseum Wien. Ein
neues Kapitel der Kinderopern-Historie der Oper Köln wurde mit der Tanz-Uraufführung „Zwischen
den Seiten“ von Jonny Lloyd aufgeschlagen, da hier erstmals eine Tanzproduktion für junge Menschen
ab 6 Jahren vorgestellt wurde. Diese Uraufführung entstand in Kooperation mit der Hochschule für
Musik und Tanz Köln, von der auch sämtliche Tänzer stammten. Als Wiederaufnahmen waren außer-
dem Strawinskijs „Die Nachtigall“ und die Jazz-Oper „Vom Fischer und seiner Frau“ von Ingfried
Hoffmann zu sehen.
Große Begeisterung wurde auch der Wiederaufnahme von Georg Kreislers „Heute abend: Lola Blau“ in
Saal 3 gezollt sowie den konzertanten, auf sängerischem Festspiel-Niveau besetzten Aufführungen von
Wagners „Der fliegende Holländer“ (Saal 1) und Verdis „Aida“ (Saal 2).
Neuinsz. (N)/ Anzahl der | Eigenprod.(EP)/
Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/
aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS)
Inszenierungen des Tanzes
Depot I
Depot I
Depot II
Les Ballets de Monte-Carlo Leverkusen
Nederlands Dans Theater Leverkusen
Plafona Now Depot I
Siena Depot I
Speak low if you speak love Depot I
Tanzbiennale Staatenhaus
(
Vor dem Hintergrund der verschobenen Wiedereröffnung des Ensembles am Offenbachplatz machte in
der Sparte Tanz die spanische Kompanie »La Veronal« mit ihrem Stück »Siena« mit zwei Vorstellun-
gen im ausverkauften Depot 1 den Saisonauftakt. »Fractus V«, eine Koproduktion mit Tanz Köln, riss
das Kölner Tanzpublikum von den Stühlen. Der Choreograf und Tänzer Sidi Larbi Cherkaoui begeis-
terte mit seinem internationalen Ensemble, das sich mit der Gedankenwelt des Sprachwissenschaftlers
Noam Chomsky auseinandersetzt. Auch der Belgier Wim Vandekeybus begeisterte mit seiner brand-
neuen Produktion »Speak low if you speak love« vor zweimal ausverkauftem Haus im Depot 1.
Begleitet wurden die Tänzer/-innen von drei Musikern und einer afrikanischen Jazzsängerin.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 12
Im Hinblick darauf, kontinuierlich junge Choreografen, die den derzeitigen »state of the art« reprä-
sentieren, mit ihren aktuellen Arbeiten zu zeigen, präsentierte der Israeli Hofesh Shechter die Produk-
tion »Barbarians« mit einer Auslastung von nahezu 100 %. Darüber schrieb die Kölnische Rundschau:
„ Seine neun Akteure sind wie immer brillant, die Bewegungen, die sich der israelische Choreograf
erdacht hat, kraftvoll und sanft, erkunden den Übergang von rituellen Tänzen zu scheinbaren Improvi-
sationen.“ Meg Stuart, amerikanische Tänzerin und Choreografin, zeigte mit dem Solo »Hunter« im
Depot 2 die intimste Arbeit der Spielzeit. „Eine unglaublich intensive und interessante Erfahrung,
Musik und Geräusche zur Abwechslung mal zu sehen, statt nur zu hören.“ (Kölnische Rundschau).
Die von den Kölner Zuschauern heiß geliebten Auftritte des Nederlands Dans Theater mussten ins
Forum Leverkusen verlegt werden, was der Qualität und dem Zuschauerzuspruch keinerlei Abbruch
tat, „Goecke, Pite und Lightfoot / Leon - ein hochkarätiges Choreografen-Quartett, getanzt von einem
Ensemble, das nach wie vor Standards setzt im europäischen zeitgenössischen Tanz.“ (Kölner
StadtAnzeiger).
Tanzmainz, das zeitgenössische Ensemble des Staatstheaters Mainz, war mit dem sehr futuristischen
Ensemblestück »Plafona Now« zu pulsierenden Elektrobeats im Depot 1 zu Gast. Den krönenden
Abschluss der Tanzreihe bildete das Gastspiel von »Les Ballets de Monte-Carlo«, welches ebenfalls im
Forum Leverkusen stattfand.
Schließlich war die Oper Austragungsort für die 5. Biennale Tanzausbildung 2016. Die Präsentations-
abende und das Symposium im Staatenhaus waren sehr gut besucht von einem durchweg jungen und
tanzinteressiertem Publikum.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 13
4. Die wirtschaftliche Lage der Bühnen im Geschäftsjahr 2015/2016
a) Leistungsdaten
Die von den Bühnen in der Spielzeit 2015/2016 realisierten Inszenierungen erbrachten folgende
Leistungsdaten:
Veran-
ange- staltung. Besu- Besu- Aus- Erlöse
Spielstätte botene am cher cher lastung | Kartenverk.
Plätze! Standort max. Ist % TEUR
Staatenhaus
Eigenproduktionen - 72.886 58.172
Gastspiele 1.946 687
Einzelveranstaltungen 853 537
m 75.685 59.396
Kinderoper (Altes Pfandhaus)
Eigenproduktionen 36 5.403 4.549
5.403
Excelsior m
Eigenproduktionen 9
Kolumba Museum
Einzelveranstaltungen
Depot 1
Eigenproduktionen
Gastspiele
Depot 2
Eigenproduktionen
Gastspiele
Einzelveranstaltungen
Grotte
Eigenproduktionen
sonstige Orte
Einzelveranstaltungen
euisutinie | el ulm more a er
1 ermittelt als Durchschnitt der dem Publikum für die einzelnen Vorstellungen maximal angebotenen Plätze
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 14
Veran-
staltung. Besu- Aus- Erlöse
Spielstätte am cher lastung | Kartenverk.
ä Ist % TEUR
Summe Musiktheater 78,84 .
Summe Sprechtheater 99
Staatenhaus
Gastspiele
872
»
a
N
NS
1
[53
Depot 1
Gastspiele
Depot 2
Gastspiele
Leverkusen
Gastspiele
Theaterpädagogik
Projektarbeit mit Schülern
Schülerworkshops
Lehrerworkshops /
-fortbildungen
Kooperationen
Führungen
Schultheaterwoche
sonstige Aktivitäten
Summe Theaterpädagogik
Summe Theater gesamt
% ermittelt als Durchschnitt der dem Publikum für die einzelnen Vorstellungen maximal angebotenen Plätze
2 Veranstaltungen der Theaterpädagogik ohne Einnahmen
2.674
LLL 3» 58
Der Datenvergleich (ohne Theaterpädagogik) der Spielzeit 2015/2016 mit dem Vorjahr zeigt, dass sich
die Zahl der Veranstaltungen (im Vorjahr 789) im Verlauf der Spielzeit 2015/2016 insgesamt um 258
bzw. 32,7 % auf 531 vermindert hat. Dies ist im Wesentlichen auf den verspäteten Veranstaltungs-
start infolge des ausgebliebenen Rückumzugs an den Offenbachplatz zurückzuführen sowie den
Umstand, dass mit dem Staatenhaus im Bereich der Oper zunächst eine neue Interimspielstätte ein-
gerichtet und etabliert werden musste. Im Bereich des Schauspiels stand die Halle Kalk nicht mehr als
Veranstaltungsstätte zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund entfällt die Veränderung der Gesamtzahl
an Veranstaltungen mit einem Rückgang um 51 Veranstaltungen auf das Musiktheater, ein Rückgang
um 210 Veranstaltungen auf das Sprechtheater sowie einem Zuwachs um 3 Veranstaltungen auf die
Sparte Tanz.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 15
Im Rahmen der verschiedenen Interimspielstätten reduzierte sich die Zahl der von den Bühnen insge-
samt im Durchschnitt je Veranstaltung angebotenen Plätze gegenüber dem Vorjahr von 430 auf 368
um 62 bzw. 14,4%. Bei einem deutlichen Rückgang der Besucherzahl um insgesamt 106.803
(41,3 %) verbesserte sich die Auslastung gegenüber der Spielzeit 2014/2015 geringfügig um 1,5 %-
Punkte.
Die Analyse zeigt, dass die Besucherentwicklung in den einzelnen Sparten infolge der Akzeptanz und
Bespielbarkeit der Interimspielstätten unterschiedlich ausfiel. So lag die Besucherzahl im Musiktheater
um 71.793 bzw. 52,9% hinter der Besucherzahl des Vorjahres. Dieser Rückgang entfiel mit
25.155 Besuchern (-28,6 %) auf Eigenproduktionen, insbesondere aber auch mit 46.911 (-98,6 %)
auf Gastspiele infolge des von den Bühnen in der Spielzeit 2015/2016 nicht veranstalteten Gastspiels
des Kölner Männer-Gesang-Vereins Cäcilia Wolkenburg. Bei den sonstigen Veranstaltungen im Bereich
des Musiktheaters nahm die Zahl der Besucher um 273 (71,3 %) zu. Die Auslastungsquote ver-
schlechterte sich im Musiktheater um 2,6 %.
Das Schauspiel verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Besucherrückgang um 34.545 bzw. 30,5 %,
der Tanz einen Rückgang um 465 bzw. 4,9 %. Im Schauspiel entfiel der Rückgang an Besuchern mit
33,055 (-30,9 %) auf Eigenproduktionen, mit 1.445 (-31,8 %) auf Gastspiele sowie mit 45 (-2,3 %)
auf Einzelveranstaltungen. Die Auslastungsquote im Schauspiel verbesserte sich dabei insgesamt um
1,5 %. In der Sparte Tanz wurde in 2015/2016 eine Auslastungsquote von 77,8 % (im Vorjahr 76,3 %
erreicht.
Die durchschnittliche Einnahme je Besucher verminderte sich in der Spielzeit 2015/2016 bei unverän-
derten Kartenpreisen im Musiktheater und im Sprechtheater von EUR 21,68 im Vorjahr auf EUR 17,61
(-23,1 %). Der durchschnittliche Betriebskostenzuschuss der Stadt je Besucher für den Spielbetrieb
und das Interim lag mit EUR 426,35 um EUR 184,77 bzw. 76,5 % über dem Vorjahreswert
(EUR 241,58). Bei diesem rechnerischen Durchschnittswert ist aber zu berücksichtigen, dass der mit
der baulichen Sondersituation in der Spielzeit 2015/2016 und dem fortgesetzten Interimspielbetrieb in
den Ersatzspielstätten verbundene deutliche Besucherrückgang insoweit nicht die typische Zuschuss-
situation widerspiegelt.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 16
b) Ertragslage: Periodenvergleich / Budgetvergleich
Infolge der Besonderheiten des fortgeführten Betriebs der Interimspielstätten wird die Ertragslage der
Bühnen auch im Wirtschaftsjahr 2015/2016 unverändert aufgeteilt in Erträge und Aufwendungen im
Zusammenhang mit dem Spielbetrieb sowie Erträge und Aufwendungen, die durch den Betrieb der
Interimspielstätten bzw. weitere Sanierungsmaßnahmen veranlasst wurden.
Periodenvergleich
Gegenüber dem Vorjahr, welches mit einem Jahresüberschuss von TEUR 6.174 abschloss, haben die
Bühnen in der Spielzeit 2015/2016 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 9.337 erwirtschaftet.
Die Analyse dieses Ergebnisses zeigt, dass sich der Überschuss unter betriebswirtschaftlichen Kriterien
im Rahmen des Spielbetriebs zunächst aus einem negativen Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 95
(im Vorjahr mit TEUR +1.845), einem negativen Investitionsergebnis von TEUR 699 (im Vorjahr
TEUR -794), einem negativen Finanzergebnis von TEUR 405 (im Vorjahr TEUR -440) sowie einem
positiven neutralen Ergebnis von TEUR 98 (im Vorjahr TEUR +5.350) zusammensetzt. Ingesamt trägt
der Spielbetrieb somit mit einem Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.101 (im Vorjahr Überschuss in Höhe
von TEUR 5.961) zum Jahresergebnis der Bühnen bei. Daneben weisen der Betrieb der Interimspiel-
stätten für die Spielzeit 2015/2016 einen Überschuss in Höhe von TEUR 802 (im Vorjahr Überschuss
TEUR 213) und der Bereich der Sanierung infolge der Vereinnahmung der noch nicht verbrauchten
Zuschussmittel einen Überschuss in Höhe von TEUR 9.635 (im Vorjahr TEUR 0) aus.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 17
Ertragslage Ertragslage Abweichung
Wj. 2015/2016 Wj. 2014/2015
Spielbetrieb
Erlöse
Kartenverkauf Eigenveranstaltungen
Kartenverkauf Eigenveranstaltungen (kalk.)
Kartenverkauf Fremdveranstaltungen
sonstige Bereiche Spielbetrieb
Bestandsveränderung unfertige Produktionen
andere aktivierte Eigenleistungen
sonstige betriebliche Erträge
(ohne Betriebskostenzuschüsse)
Eigenleistung
sonstige betriebliche Erträge
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig)
Landeszuschuss NRW
betriebliche Erträge
Material-/Leistungsaufwand
Personalaufwand
Kosten Gebäudebewirtschaftung '
Verwaltungsaufwendungen
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit
übrige
betriebliche Aufwendungen
Betriebsergebnis
Investitionszuschüsse 0,0
Erträge Auflösung Sonderposten
für Investitionszuschüsse h x 1,8
Erträge aus Anlageabgängen 0,0
planmäßige Abschreibungen
Verluste aus Anlageabgängen
Aufwendungen Zuführung Sonderposten
für Investitionszuschüsse
Investitionsergebnis
Finanzergebnis
Neutrales Ergebnis
= Ergebnis Spielbetrieb
1 Ohne Gebäudeversicherungen, enthalten in den Verwaltungsaufwendungen
Bühnen der Stadt Köln, Köln
Ertragslage
Wj. 2015/2016
Ertragslage
Wj. 2014/2015
= Ergebnis Spielbetrieb
Betrieb Interimspielstätten
Einnahmeverluste Oper (kalk.)
Einnahmeverluste Schauspiel (kalk.)
Einnahmeverluste Service (kalk.)
Mitfinanzierung Depot aus Schauspieletat
Erträge aus Untervermietung
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig)
Zinserträge
Sonstige Erträge
betriebliche Erträge
Material-/ Leistungsaufwand
Personalkosteneinsparungen
planmäßige Abschreibungen auf Investitionen
Interimspielstätten
Kosten Gebäudebewirtschaftung
(ersparte) Kosten Gebäudebewirtschaftung
Mieten und Pachten
sonstige Verwaltungsaufwendungen
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit
Zinsaufwendungen
betriebliche Aufwendungen
= Ergebnis Betrieb Interimspielstätten
Sanierung
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig)
betriebliche Erträge
Material-/ Leistungsaufwand
planmäßige Abschreibungen auf Investitionen
Interimspielstätten
Verwaltungsaufwendungen
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit
Zinsaufwendungen
betriebliche Aufwendungen
= Ergebnis Sanierung
Jahresüberschuss
Gewinnvortrag / Verlustvortrag
Einstellungen in Gewinnrücklagen =2,
Entnahmen aus Gewinnrücklagen
Bilanzgewinn
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Seite 18
Abweichung
<-100,0
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 19
Im Rahmen des Periodenvergleichs zeigt eine Analyse des Betriebsergebnisses zunächst, dass die
betrieblichen Erträge im Spielbetrieb um insgesamt TEUR 2.653 bzw. 4,3 % über dem Vorjahreswert
lagen. Dies vor dem Hintergrund, dass bei den Umsatzerlösen aus dem Spielbetrieb in Höhe von ins-
gesamt TEUR 6.223 Erlöseinbußen von TEUR 592 bzw. 9,1 % hingenommen werden mussten. Für die
Oper sind dabei kalkulatorische Mehrerlöse in Höhe von TEUR 2.166, für das Schauspiel TEUR 600
und für den Service TEUR 270 in die Umsätze des Spielbetriebs eingerechnet worden, so dass der
Interimspielbetrieb per saldo mit TEUR 3.036 belastet wurde. Die Bestandsveränderung bei den zu
Herstellungskosten bewerteten unfertigen Produktionen trugen mit TEUR -469, die aktivierten Eigen-
leistungen im Bereich der Sanierung mit TEUR +171 und die übrigen Erträge mit TEUR +383 zur Ver-
änderung der betrieblichen Erträge bei. Vor allem fiel aber in 2015/2016 der für den Spielbetrieb
bestimmte Anteil des städtischen Betriebskostenzuschusses um TEUR 3.160 (+6,0 %) höher aus als
im Vorjahr.
Da sich zugleich mit dem Anstieg der betrieblichen Erträge die betrieblichen Aufwendungen gegenüber
dem Wirtschaftsjahr 2014/2015 insgesamt um TEUR 4.593 bzw. 7,6 % erhöhten, fiel das Betriebs-
ergebnis 2015/2016 mit TEUR -95 negativ aus und verschlechterte sich im Periodenvergleich um
TEUR 1.940 bzw. rd. 105,1 % gegenüber dem Vorjahr.
Die in den verschiedenen betrieblichen Aufwandsbereichen eingetretenen Erhöhungen entfielen vor
allem auf die Bereiche Material- und Leistungsbezüge (TEUR +218 bzw. +1,5 %), den Personalauf-
wand (TEUR +3.416 bzw. +9,0 %), die Kosten der Gebäudebewirtschaftung (TEUR +619 bzw.
17,3 %) sowie Kosten für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit (TEUR +227 bzw. +20,3 %).
Die Mehrausgaben im Bereich der Material- und Leistungsbezüge entfielen mit TEUR 377 (23,0 %) auf
die Materialkosten der Bühnenproduktionen und mit TEUR 215 (+3,1 %) auf die Opernbespielung
durch das Gürzenich-Orchester, während bei dem laufenden Leistungsbezug (selbständige Gagen-
kräfte, Gastspiele, Tantiemen und GEMA-Gebühren, Transportkosten, Einsatz von Zeitarbeitnehmern,
Kostenerstattung Berufsfeuerwehr u.a.) ein Rückgang um TEUR 374 bzw. 6,3 % zu verzeichnen war.
Mit rd. 63,8 % (im Vorjahr 61,0 %) bezogen auf die Summe der betrieblichen Erträge der Bühnen im
Spielbetrieb bilden die laufenden Personalkosten unverändert den größten Aufwandsposten. Im
Wirtschaftsjahr 2015/2016 setzten sich diese Kosten wie folgt zusammen:
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 20
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2016° | Vorjahr
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter, Beamtenbezüge
soziale Abgaben
Aufwendungen für Altersversorgung
Aufwendungen für Unterstützung
625 498
Personalkosten der festangestellten Mitarbeiter 38.163 35.391
Gagenkräfte (einschließlich Sozialabgaben 3.135 2.491
Die Personalstatistik weist für die festangestellten Mitarbeiter für das Wirtschaftsjahr 2015/2016 fol-
gende Daten aus:
Jahres- |Zum Vergleich
30.11.15] 28.02.16 | 31.05.16 | 31.08.16) durch- | internes Budget
schnitt 2015/2016
Besetzte Stellen
Beschäftigte nach TVÖD
künstlerische Angestellte
Beamte
Auszubildende 5,00 15,00 15,0
| 637,86] 643,8 654,85] 664,71] 650,32]
Beschäftigte
Beschäftigte nach TVÖD 387 393 403 393
künstlerische Angestellte 285 288 295 309
Beamte 15 15 15 16
Auszubildende 15 15 15 18
I | To] Tu] 72Bl 736] 719,25 741,00
zum Vergleich Vorjahr | _(s89)| __(655)| __(687)| __C709)| (695,00 729,00
Die Personalkosten insgesamt sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen (+9,0 %). Hierbei erhöhten sich
die Kosten der festangestellten Mitarbeiter mit einem Zuwachs von TEUR 2.772 bzw. 7,8 % bei einem
um 3,5 % gestiegenen Mitarbeiterbestand, die Kosten für Gagenkräfte stiegen in der gleichen Zeit um
TEUR 644 bzw. 25,9 %
1 Im Personalaufwand 2015/2016 gemäß Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR 41.072) sind zusätzlich noch
Abfindungen (TEUR 24), die innerhalb der Ertragslage 2015/2016 dem neutralen Ergebnis zugeordnet werden,
enthalten. Des Weiteren wurden die Personalkosten des Spielbetriebs um kalkulatorische Kosteneinsparungen
in Höhe von TEUR 250 im Bereich des Interimspielbetriebs erhöht.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 21
Im Bereich der Gebäudebewirtschaftung entfielen die Kostensteigerungen vor allem auf höhere
Instandhaltungskosten (TEUR +348 bzw. 121,4 %), Reinigungskosten (TEUR +257 bzw. 62,5 %)
sowie Bewachungskosten (TEUR +462 bzw. 686,1 %). Ebenso wirkten sich höhere kalkulatorische
Kosten der Gebäudebewirtschaftung (TEUR +216 bzw. +8,5 %) aus, die in 2015/2016 TEUR 2.766
(im Vorjahr TEUR 2.550) als Gegenposten zu den kalkulierten Kosteneinsparungen in den Interim-
spielstätten umfassten.
Das Investitionsergebnis ist - da der passive Sonderposten entsprechend den Abschreibungen auf die
in den Vorjahren bezuschussten bzw. von der Stadt zum 1.9.2000 übertragenen Anlagegüter kontinu-
ierlich ertragswirksam aufgelöst wird - vor allem mit den Abschreibungsbeträgen auf nicht bezu-
schusste Anlageinvestitionen belastet.
Den im Spielbetrieb aufgewendeten Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 5 (ohne Zinsen für Interi-
minvestitionen) standen im Rahmen des Finanzergebnisses Zinserträge von TEUR 1 gegenüber. Dar-
über hinaus wurde das Finanzergebnis in 2015/2016 in Höhe von TEUR 401 (im Vorjahr TEUR 407)
mit dem Aufzinsungsaufwand aus langfristigen Personalrückstellungen entsprechend den aktuellen
handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften belastet.
Das in 2015/2016 positiv ausgefallene neutrale Ergebnis in Höhe von TEUR 98 (i.V. TEUR +5.350)
wurde im Bereich der neutralen Erträge (TEUR 244) vor allem von Erträgen aus der Auflösung von
Rückstellungen und Verbindlichkeiten (rd. TEUR 185) beeinflusst. Diesen standen neutrale Aufwen-
dungen in Höhe von TEUR 146 gegenüber, die sich aus Abfindungen (TEUR 25), Steueraufwendungen
für Vorjahre (TEUR 63) sowie sonstigen a.o. Aufwendungen (TEUR 58) zusammensetzten.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 22
Das Jahresergebnis des Betriebs der Interimspielstätten wurde erneut maßgeblich von den Mietauf-
wendungen bzw. abgegrenzten Entschädigungszahlungen für die Spielstätten (einschließlich Betriebs-
kosten) in Höhe von insgesamt TEUR 5.264 geprägt. Diese entfallen auf die Oper bzw. Kinderoper mit
TEUR 2.418, auf das Schauspiel mit TEUR 2.067 und auf den Servicebereich mit TEUR 779 (im Vorjahr
TEUR 6.506, davon TEUR 3.691 für die Oper bzw. Kinderoper, TEUR 1.905 für das Schauspiel und
TEUR 910 für den Servicebereich). Zusammen mit dem Materialaufwand (TEUR 623, i.V. TEUR 198),
den planmäßigen Abschreibungen auf die Investitionen in den Interimspielstätten (TEUR 737, 1.V.
TEUR 495), den Kosten der Bewirtschaftung der Interimspielstätten (TEUR 841, i.V. TEUR 150), den
übrigen Verwaltungs- und Werbekosten (insgesamt TEUR 144, i.V. TEUR 119), und den (kalkulato-
risch verrechneten) Einsparungen im Bereich der Gebäudebewirtschaftung (TEUR 2.766; im Vorjahr
TEUR 2.550) und des Personals (TEUR 250; im Vorjahr TEUR 0) führte der Betrieb der Interimspiel-
stätten in 2015/2016 zu Aufwendungen von TEUR 4.593 (im Vorjahr TEUR 4.918). Der im städtischen
Betriebskostenzuschuss enthaltene Anteil für den Interimspielbetrieb in Höhe von TEUR 8.234 (im
Vorjahr TEUR 5.337) konnte zusammen mit den Abzinsungserträgen (TEUR 155; im Vorjahr TEUR 0)
und den übrigen Erträgen von TEUR 42 (im Vorjahr TEUR 394) unter Berücksichtigung der kalkulierten
Einnahmeverluste für die Oper (TEUR 2.166, im Vorjahr TEUR 400), das Schauspiel (TEUR 600, im
Vorjahr TEUR 200) und den Service (TEUR 270, im Vorjahr TEUR 0) zur Erzielung eines Überschusses
von TEUR 802 (im Vorjahr TEUR +213) in diesem Bereich führen. Damit bewegte sich das Ergebnis
des Interimspielbetriebs in der Spielzeit 2015/2016 im Rahmen der kalkulierten Budgets.
Im Bereich der Sanierung stellte der Rat laufende Zuschussmittel in Höhe von TEUR 1.017 (im Vorjahr
TEUR 157) zum Ausgleich der sanierungsbedingten Kosten (Abschreibungen TEUR 818, Verwaltungs-
kosten TEUR 192 und sonstigen Kosten TEUR 7) zur Verfügung. Zudem genehmigte die Kämmerei die
ergebniswirksame Vereinnahmung der noch nicht verbrauchten, aber im Hinblick auf die Fertigstellung
der Sanierungsmaßnahmen am Offenbachplatz zunächst ausgezahlten Betriebskostenzuschussmittel in
Höhe von insgesamt TEUR 9.635 (vgl. dazu Anhang, Seite 18).
Vor dem Hintergrund der im Ergebnisverwendungsbeschluss für 2014/2015 festgelegten Zuführung zu
den zweckgebundenen Gewinnrücklagen (TEUR 1.274) weisen die Bühnen unter Einschluss des
Gewinnvortrags (TEUR 3.979; im Vorjahr Verlustvortrag TEUR -7.187) zum 31.8.2016 damit einen
Bilanzgewinn von TEUR 12.042 (zum 31.8.2015 Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 3.979) aus.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 23
Budgetvergleich
Eine spartenbezogene Analyse des Ergebnisses 2015/2016 in Form eines Soll-Ist-Vergleichs mit dem
vom Rat der Stadt Köln am 12.5.2015 beschlossenen Wirtschaftsplan 2015/2016 sowie den Ratsbe-
schlüssen vom 12.5.2015 zur priorisierten Fertigstellung Offenbachplatz und vom 12.11.2015 bzw.
28.6.2016 zur Fortführung des Interimspielbetriebs zeigt das nachfolgende Ergebnis. Dabei wird auch
der Tanz wieder als gesonderte Sparte ausgewiesen.
Seite 24
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Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 27
Die von den Bühnen in 2015/2016 im Spielbetrieb erwirtschafteten betrieblichen Erträge lagen um
TEUR 1.281 bzw. 1,9 % unter den geplanten Ansätzen. Dies ist im Wesentlichen auf das Defizit der
Erlöse aus dem Kartenverkauf (TEUR -1.489 bzw. -35,3 %), und hier vor allem auf den Bereich der
Oper zurückzuführen. Wegen des nicht erfolgten Rückumzugs an den Offenbachplatz bzw. den darauf-
hin verspätet einsetzenden Interimspielbetrieb konnten die ursprünglich geplanten Einnahmen aus
dem Spielbetrieb nicht mehr realisiert werden. Insgesamt entfiel der Rückgang der betrieblichen
Erträge mit TEUR 2.610 auf die Oper und mit TEUR 24 auf den Tanz, während die Erträge im Bereich
des Schauspiels um TEUR 728 und im Bereich des Services um TEUR 625 über den budgetierten Erträ-
gen lagen.
Da bei den betrieblichen Aufwendungen lediglich TEUR 438 bzw. 0,7 % gegenüber den geplanten
Kosten eingespart werden konnten, fällt das von den Bühnen in 2015/2016 erwirtschaftete Betriebser-
gebnis insgesamt mit TEUR -96 um TEUR 843 und damit rd. 112,9 % schlechter aus, als dies die Plan-
zahlen (TEUR +747) vorgesehen haben. Die Kostenrückgänge sind auf den Material- und Leistungsbe-
zug (TEUR +564), den Personalaufwand (TEUR +36), die Verwaltungsaufwendungen (TEUR +128)
und die Kosten für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit (TEUR +117) zurückzuführen, während die Kos-
ten der Gebäudebewirtschaftung um TEUR 158 und die übrigen betrieblichen Aufwendungen um
TEUR 249 über den kalkulierten Kostenansätzen lagen. Die Einsparungen bei den
Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen entfielen mit TEUR 98 auf die
reinen Materialkosten für Bühnenproduktionen und mit TEUR 564 auf bezogene Leistungen. Bei den
Leistungen im Zusammenhang mit der Opernbespielung durch das Gürzenich-Orchester mussten von
den Bühnen TEUR 98 mehr aufgewendet werden. Spartenbezogen entfielen die betrieblichen
Kosteneinsparungen mit TEUR 1.207 auf die Oper, mit TEUR 737 auf das Schauspiel und mit TEUR 27
auf den Tanz, während der Service Mehrkosten von TEUR 1.533 verursachte, Die von den einzelnen
Sparten erwirtschafteten Betriebsergebnisse lagen damit per saldo um TEUR 1.466 (Schauspiel) und
TEUR 4 (Tanz) über dem jeweils geplanten Betriebsergebnis, während die Oper das budgetierte Defizit
um TEUR 1.404 und der Service dieses um TEUR 908 (vor Umlage auf die Sparten) überschritten hat.
Das geplante Investitionsergebnis von TEUR -791 wurde um TEUR 93 bzw. 11,8 % überschritten. Hier
fielen im Wesentlichen TEUR 115 höhere Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investiti-
onszuschüsse ins Gewicht.
Die Unterschreitung des Planansatzes für das Finanzergebnis um TEUR -64 bzw. 18,8 % bezieht sich
auf den hier ausgewiesenen Aufzinsungsaufwand aus langfristigen Personalrückstellungen. Dieser leitet
sich in seiner konkreten Höhe aus versicherungsmathematischen Bewertungen dieser Rückstellungen
auf den Bilanzstichtag ab.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 28
Der Bereich des neutralen Ergebnisses war wie in jedem Jahr mangels Planbarkeit nur mit einem
minimalen Überschuss (TEUR 5) Bestandteil des Wirtschaftsplans. Die Ergebnisabweichung um
TEUR +93 entspricht damit im Wesentlichen dem tatsächlich im Wirtschaftsjahr 2015/2016 realisierten
neutralen Ergebnis (TEUR +98); zu dessen Zusammensetzung wird auf die Kommentierungen unter
Abschnitt 4.b) „Periodenvergleich“, verwiesen.
Nach Umlage des Zwischenergebnisses für den Service entsprechend dem im Wirtschaftsplan vorgese-
henen Umlageschlüssel von 63,08 % (Oper), 36,92 % (Schauspiel) und 0,00 % (Tanz), weisen die drei
Sparten für den Spielbetrieb 2015/2016 für die Oper ein Defizit in Höhe von TEUR 2.191, für das
Schauspiel eine Überdeckung von TEUR 1.089 und für den Tanz einen Überschuss von TEUR 2 aus.
Die Oper liegt damit um TEUR 1.915 unter dem erwarteten Spartenergebnis. Das Schauspiel liegt um
TEUR 1.192 und der Tanz um TEUR 2 über dem budgetierten Spartenergebnis. Insgesamt haben die
Bühnen damit ihr Planergebnis von TEUR -379 mit TEUR -1.100 um TEUR -721 unterschritten.
Im Bereich der Interimspielstätten wurden die geplanten Erträge um TEUR 197 bzw. 3,8 % über-
schritten, im Wesentlichen als Folge nicht budgetierter Erträge aus der Abzinsung langfristiger Rück-
stellungen (TEUR 156). Da gleichzeitig die budgetierten Kostenansätze um TEUR 605 bzw. 11,6 %
unterschritten werden konnten, verbesserte sich dieser Ergebnisteil nach der Spartenumlage des
Services um TEUR 802 gegenüber den Planansätzen. Die Kostenreduzierungen entfielen dabei vor
allem auf Einsparungen im Bereich der kalkulierten Entschädigungszahlungen bzw. Mieten für die Inte-
rimspielstätten und Probebühnen (TEUR 1.150) sowie Material- und Leistungsaufwendungen
(TEUR 312), denen Mehrkosten für Abschreibungen auf Investitionen in den Interimspielstätten in
Höhe von TEUR 613 und der Gebäudebewirtschaftung in Höhe von TEUR 350 gegenüberstanden.
Im Bereich der Sanierung des Offenbachplatzes wurden den Bühnen im Rahmen des Betriebskostenzu-
schusses 2015/2016 aufgrund der ursprünglichen Kostenkalkulation im Zusammenhang mit der
geplanten Wiedereröffnung insgesamt TEUR 15.011 zugewiesen, die zum Ausgleich der Abschreibun-
gen (TEUR 10.729) und der Finanzierungskosten (TEUR 4.287) geplant waren. Da im Wirtschaftsjahr
2015/2016 infolge der nicht realisierten Wiedereröffnung sanierungsbedingte Kosten lediglich in Höhe
von TEUR 1.017 auszugleichen waren, wurden die Zuschussauszahlungen in Höhe von TEUR 7.966 mit
den Mehrkosten für die weiterhin erforderlichen Interimbespielungen verrechnet. Der übersteigende
Restbetrag (TEUR 6.028) wurde in Abstimmung mit der Kämmerei zusammen mit dem im Vorjahr
überzahlten Zuschussbetrag (TEUR 3.607) von den Bühnen im Geschäftsjahr 2015/2016 unter der
Auflage vereinnahmt, dass ein daraus resultierender Jahresüberschuss unter Einschluss des Gewinn-
vortrags in Höhe von mindestens TEUR 9.635 innerhalb der vom Rat zu beschließenden Ergebnisver-
wendung einer zweckgebundenen Sanierungsrücklage zugeführt wird.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 29
Bei der Gesamtbetrachtung der Ergebnisbestandteile des Spielbetriebs sowie des Ergebnisses aus dem
Betrieb der Interimspielstätten und der Sanierung haben die Bühnen damit spartenbezogen im Wirt-
schaftsjahr 2015/2016 Überschüsse von TEUR 4.601 (Oper), TEUR 4.734 (Schauspiel) und TEUR 2
(Tanz) erzielt. In Summe entspricht dies dem ausgewiesenen Jahresüberschuss der Bühnen in Höhe
von TEUR 9.337.
c) Vermögens- und Finanzlage
Die Vermögenslage der Bühnen stellt sich an den beiden Bilanzstichtagen zusammengefasst wie folgt
dar:
31.08.2016 31.08.2015
| TEUR | % | TEUR [| % | TEuUR % |
290.214 e 243.155 +47. =
5.665 5.665 2, 2
295.879 | ou 248. sul 64 +47.059
11 3.296) 1,3 +80
“ R 1.768 0,7) +1.333
2.602 4.209 16 -1.607
BET-BErBEr BET Bu
sel 0. | al 02 | suol
| ssasl wel zesu| 10
Vermögen
‚Anlagevermögen
Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände
Lang- und mittelfristig gebundene
Vermögenswerte
Vorräte
Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände
Flüssige Mittel / kurzfristige Wertpapiere
Kurzfristig gebundene Vermögenswerte
Rechnungsabgrenzungsposten
+46.975
50 ”
1.274 +1.274
Bilanzgewinn 12.042 3, e78 +8. =
Eigenkapital SET: 4.029 en
Sonderposten Investitionszuschüsse | 24.242|__7,9| __25.320|__9,8| _-1.078]
Sonderposten et a 2
Pensionsrückstellungen
sonstige Rückstellungen
Bankverbindlichkeiten
sonstige Verbindlichkeiten
Lang- und mittelfristiges Fremdkapital
Rückstellungen
Bankverbindlichkeiten
übrige Verbindlichkeiten
Kurzfristiges Fremdkapital
Rechnungsabgrenzungsposten
4.526 1,8
3. u 1,4
0,0| +30.000
" 0,0| +65. =
BECKER EERERBERIBEL SU
= 2.825 FE
145.762 we 142.500 Si +3.262
12 4,2 Ba 2 an
rl sl si 0a ne
305.487 258.512] 100,01 +46.975
Kapital insgesamt
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 30
Die Analyse der Vermögenslage ergibt auf den Stichtag 31.8.2016 eine Eigenkapitalquote! von 12,3 %
(zum 31.8.2015 11,4 %), einen Verschuldungsgrad? von 87,1 % (zum 31.8.2015 88,5 %) sowie einen
Anlagedeckungsgrad? von 13,0 % (zum 31.8.2015 12,1 %). Diese Bilanzstruktur stellt sich allerdings
nur dann ein, wenn der passive Sonderposten für Investitionszuschüsse zu Analysezwecken dem
Eigenkapital zugerechnet wird. Bei isolierter Betrachtung des Eigenkapitals weisen die Bühnen infolge
des Jahresüberschusses 2015/2016 ein positives Eigenkapital in Höhe von TEUR 13.366 (im Vorjahr
TEUR +4.029) aus. Die Investitionsquote* lag im Wirtschaftsjahr 2015/2016 (unter Berücksichtigung
der relativ hohen Buchwerte der Immobilien in Höhe von rd. TEUR 236.617) bei 20,7 % (im Vorjahr
78,8 %).
Änderungen im Bestand der wichtigsten technischen Anlagen der Bühnen waren im Wirtschaftsjahr
2015/2016 - nicht zuletzt aufgrund der laufenden Sanierungsmaßnahmen von Oper und Schauspiel-
haus - nicht zu verzeichnen. Die in der Spielzeit 2015/2016 in den Interimspielstätten genutzten
Anlagen und Geräte waren im Wesentlichen einsatzbereit und verfügbar.
An Mitteln des städtischen Haushalts standen den Bühnen im Wirtschaftsjahr 2015/2016 vor dem Hin-
tergrund der geplanten Wiedereröffnung am Offenbachplatz über den Ergebnisplan zunächst
TEUR 70.732, und damit TEUR 9.288 bzw. 15,1 % mehr als im Vorjahr (TEUR 61.443) zur Verfügung.
Diese städtischen Mittel wurden zum einen als Zuschuss zum Ausgleich des geplanten Betriebsverlus-
tes im Spielbetrieb (TEUR 55.451) und im Betrieb der Interimspielstätten (TEUR 269) benötigt. Von
dem für das sanierte Ensemble am Offenbachplatz, die Nutzung der Werkstätten und des Orchester-
probezentrums vorgesehenen Zuschussbetrag (TEUR 15.011) wurde infolge der Verschiebung der
Wiedereröffnung in 2015/2016 lediglich ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 1.017 benötigt. Nach Ver-
rechnung der mit Ratsbeschluss vom 12.5.2015 bewilligten Mittel zur priorisierten Fertigstellung
(TEUR 1.765) und zur Verlängerung des Interimspielbetriebs gemäß den Ratsbeschlüssen vom
12.11.2015 sowie 28.6.2016 (TEUR 6.201) verblieb ein noch nicht verbrauchter Zuschussanteil in Höhe
von TEUR 6.028. Dieser wurde in Abstimmung mit der Kämmerei zusammen mit dem im Vorjahr über-
zahlten Zuschussbetrag (TEUR 3.607) von den Bühnen vereinnahmt (siehe oben, Abschnitt 4b)
„Budgetvergleich").
Der Vergleich der liquiden Mittelbestände an den beiden Bilanzstichtagen 31.8.2015 und 31.8.2016
ergibt insgesamt eine Verminderung des Finanzmittelfonds um TEUR 1.607, die aus folgenden Quellen
resultiert:
Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Vermögen
Rückstellungen + Verbindlichkeiten / Vermögen
Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Anlagevermögen
Investitionen / Buchwert Anlagevermögen zum Bilanzstichtag des Vorjahres
2une
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 31
Jahresüberschuss
planmäßige Abschreibungen auf Anlagevermögen (+)
Aufwendungen aus der Zuführung zum Sonderposten für Investitionszuschüsse (+)
Buchgewinne (-)/Buchverluste (+) aus dem Verkauf von Anlagevermögen
Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse (-)
Zunahme (+) der langfristigen Personalrückstellungen
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte und Leistungsforderungen
Zunahme (-) / Abnahme (+) der sonstigen Aktiva
Zunahme (+) / Abnahme (-) der übrigen Rückstellungen
Zunahme (+) der Leistungsverbindlichkeiten
Zunahme (-) / Abnahme (+) der übrigen Passiva
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens
-50. a5
Auszahungen für Investitionen in das Anlagevermögen
Cashflow aus Investitionstätigkeit -50.425
Cashflow aus Fi i ‚stätigkeii 48.262
5. Vorläufige Prüfungsfeststellungen nach $ 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes im
Rahmen der Vorjahresprüfung (1.9.2014 — 31.8.2015)
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft DORNBACH GmbH hat auf der Grundlage des Auftrags der
Betriebsleitung der Bühnen vom 18.4.2016 mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-
Westfalen den Jahresabschluss der Bühnen unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts
für das Geschäftsjahr 1.9.2014 bis 31.8.2015 geprüft. Der Prüfungsauftrag umfasste nach & 106 Abs. 1
GO NRW in entsprechender Anwendung des 853 Abs. 1 Nr. 1 und 2 HGrG auch die Prüfung der
Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und die Berichterstattung über wirtschaftlich bedeutsame
Sachverhalte. Im Zeitpunkt der Verfassung dieses Lageberichts war die Prüfung abgeschlossen und ein
Bestätigungsvermerk zum 17.5.2017 erteilt.
Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung führte in Vorjahren zu Feststellungen in
Form einer von den Prüfern ausgesprochenen Empfehlung zur Erstellung eines Organisationshand-
buches. Diese konnte aufgrund der Vielzahl der zusätzlichen Aufgaben aus dem Sanierungsprojekt
Offenbachplatz personalbedingt auch im Wirtschaftsjahr 2014/2015 noch nicht umgesetzt werden.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 32
Des Weiteren wurde festgestellt, dass Abonnementsausweise gegen Rechnung entgegen den Regelun-
gen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bühnen vor Bezahlung ausgegeben wurden. Dies
wurde umgehend abgestellt. Weitere Beanstandungen, die für die Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit
der Geschäftsleitung von Bedeutung waren, wurden nicht festgestellt.
II. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER BÜHNEN / RISIKEN DER KÜNFTIGEN
ENTWICKLUNG
1. Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen
Der im Wirtschaftsjahr 2015/2016 erzielte Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 9.337 führt dazu, dass
die Bühnen zum 31.8.2016 einen Bilanzgewinn von TEUR 12.042 und damit ein positives Eigenkapital
in Höhe von TEUR 13.366 ausweisen.
In Bezug auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen stellte der Rat in seiner Sitzung am
28.6.2016 gemäß 8 4 der Betriebssatzung in Verbindung mit 8 4 der Eigenbetriebsverordnung den
Wirtschaftsplan der Bühnen für das Wirtschaftsjahr 2016/2017 mit folgenden Eckdaten fest:
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 33
Wij. 16/17 | Wj. 16/17 . 16/17 | wi. 16/17 . 16/17
gesamt davon davon davon davon
Oper Schauspiel Tanz Service
TEUR
Spielbetrieb der Bühnen
Umsatzerlöse
sonstige betr. Erträge (ohne Betriebskostenzuschuss Stadt )
Materialaufwendungen
Personalaufwendungen
sonstige betriebliche Aufwendungen
geplantes Betriebsergebnis
Erträge aus der Auflösung Sonderposten Invstitionszuschüsse
planmäßige Abschreibungen
geplantes Investitionsergebnis
geplantes Finanzergebnis
geplantes neutrales Ergebnis
-432
-56.531 -21.381 -12.998
Umlage Spartenergebnis 0| _-13.593 -7.956)
= Planergebnis Spielbetrieb Bühnen (vor BKZ) 56.531] -34.974 -20.954 -400
rieb Interimspielstätten
Umsatzerlöse
sonstige betr. Erträge (ohne Betriebskostenzuschuss Stadt )
Materialaufwendungen
Personalaufwendungen
Abschreibungen
sonstige betriebliche Aufwendungen
geplantes Betriebsergebnis
geplantes Finanzergebnis
-400
0
.
8
= Planergebnis Interimspielbetrieb Bühnen (vor BKZ B 7.799
Planergebnis Sanierungsmaßnahmen (vor BKZ id
= Planergebnis Bühnen (vor BKZ)
darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Spielbetrieb
darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Übernahme
Tariflohnsteigerung
darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Interimspielst.
darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Sanierungmaßn.
= geplante Unterdeckung 2016/2017
Die für 2016/2017 kalkulierte Unterdeckung soll durch Mittelvorgriffe der beiden Sparten auf kom-
mende Spielzeiten ausgeglichen werden.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 34
Auf der Grundlage der Auswertungen der Finanzbuchhaltung für das zwischenzeitlich abgeschlossene
Wirtschaftsjahr 2016/2017 verläuft die wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen im Bereich des Spielbe-
triebs im Vergleich zur internen Ergebnisplanung grundsätzlich positiv. Das für dieses Wirtschaftsjahr
geplante Periodenergebnis (TEUR -748) wurde überschritten und liegt bei TEUR -109 (ohne Berück-
sichtigung von Abgrenzungsbuchungen). Das vorläufige Betriebsergebnis liegt dabei um TEUR 511
bzw. 0,9 % über Plan, Investitionsergebnis, Finanzergebnis und neutrales Ergebnis liegen zusammen
um TEUR 128 bzw. 13,1 % über den budgetierten Ansätzen.
Gemäß dem vom Rat in seiner Sitzung vom 4.4.2017 für die Spielzeit 2017/2018 festgestellten Wirt-
schaftsplans haben die Bühnen für dieses Jahr wie folgt geplant:
wj. 17/18 | wj. 17/18 | wi. 17/18 | wj. 17/18 | wi. 17/18
gesamt davon davon davon davon
Oper Schauspiel a ev
Planergebnis Spielbetrieb
vor Spartenumlage und Betriebskostenzuschuss
Umlage Spartenergebnis
= Planergebnis Spielbetrieb Bühnen vor Betriebskostenzuschuss -57.183| _ -35.804 -20.870 fe
Planergebnis Interimspielstätten
vor Spartenumlage und Betriebskostenzuschuss -9,836 -8.410 -3,266 1.840
Umlage Spartenergebnis 1.148 -1.840
= Planergebnis Interimspielstätten vor Betriebskostenzuschuss -9.856 -7.262 -2.594 FE
= Planergebnis Sanierungsmaßnahmen vor Betriebskostenzusch. u" Er Er Er
= Planergebnis Bühnen vor Betriebskostenzuschuss -400 -749
darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Spielbetrieb
darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Übernahme
Tariflohnsteigerung
darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Interimspielst.
darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Sanierungsmaßn.
= Überschuss 2017/2018
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 35
Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisplanungen sowie der verschobenen Wiedereröffnung der Bühnen
am Offenbachplatz hängt die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen damit maßgeblich von
den konkreten Ertragssituationen in der laufenden Spielzeit 2017/2018 und den Folgejahren sowie der
weiteren Bezuschussung durch die Stadt in diesen Jahren ab. Bei einem unverändert hohen Anteil der
Personalkosten am Gesamtkostenvolumen der Bühnen wird von einem Mittelbedarf in einer Größen-
ordnung auszugehen sein, wie er sich in den Wirtschaftsplänen 2016/2017 und 2017/2018 der Bühnen
für diese beiden Wirtschaftsjahre und die Folgejahre niedergeschlagen hat.
Entscheidend für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen werden dabei folgende Faktoren
sein:
e Erfolgreiche Fortsetzung des neustrukturierten Bauablaufs im Rahmen des Sanierungsprojekts
der Bühnen am Offenbachplatz und Fertigstellung der Sanierungsmaßnahmen in dem geplan-
ten Zeitrahmen;
e Fortsetzung der bereits realisierten langfristigen Finanzierungsvereinbarungen zu den Investi-
tionen im Bereich der Sanierung im Rahmen der vom Rat erteilten Kreditermächtigungen;
e ständige Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Bühnen unter Beachtung der Ermächti-
gungen zur Kreditaufnahme;
e vollständiger Ausgleich der für die Folgejahre aufgrund der verschobenen Wiedereröffnung der
Bühnen anfallenden Zusatzkosten für den fortzusetzenden Interimspielbetrieb;
e Klärung des neuen Standorts der Bühnenwerkstätten und zügige Realisierung eines ent-
sprechenden Nutzungskonzepts;
e finanzwirtschaftliche Deckung der geplanten Mittelvorgriffe durch kontrollierte Kostenein-
sparungen der Sparten Oper und Schauspiel in den Folgespielzeiten.
In Abstimmung mit dem Betriebsausschuss und der Kämmerei bemüht sich die Betriebsleitung im Zeit-
punkt der Abfassung dieses Lageberichts unverändert um eine erfolgreiche Umsetzung dieser Punkte.
Bühnen der Stadt Köln, Köln j Seite 36
2. Entwicklung des Sanierungsprojekts Offenbachplatz und des Interimspielbetriebs
Generalsanierung
Infolge der Notwendigkeit einer Sanierung der Gebäude am Offenbachplatz hatte der Rat der Stadt
Köln am 1.3.2011 die Ergebnisse seiner diversen Prüfaufträge zur Kenntnis genommen und festge-
stellt, dass die Variante 6.0 der Machbarkeitsstudie einschließlich Kinderoper sowie Sanierung der
Opernterrassen mit Studiobühne mit geschätzten und zugleich limitierten Bruttogesamtbaukosten von
253 Mio, EUR die Planungsgrundlage bildet.
Nachdem der Rat die Bühnen mit Beschluss vom 14.7.2011 bereits mit der Planung, Ausschreibung
und Durchführung der sogenannten vorgezogenen Maßnahmen innerhalb des Projekts und der
Genehmigungsplanung für die Hauptmaßnahme beauftragt hatte, erteilte er am 24.11.2011 den Bau-
beschluss und beauftragte die Bühnen auf der Grundlage der Entwurfsplanung mit der Ausführung des
Projekts „Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz“ einschließlich Kinderoper und Sanierung der
Opernterrassen mit Kleinem Haus (Baubeschluss). Dabei sollten die limitierten Bruttobaukosten von
EUR 253.000.000 für die Gesamtmaßnahme nicht überschritten werden.
Aufgrund von gegenüber der Planung deutlich umfangreicheren statischen Ertüchtigungen und Beton-
sanierungen, Problemen beim Spezialtiefbau, verlängerten Gerüststandzeiten, einer deutlichen Steige-
rung des Baupreisindex sowie bereits eingeleiteter Beschleunigungsmaßnahmen, musste der Rat am
12.5.2015 zunächst zur Kenntnis nehmen, dass sich das Sanierungsprojekt am Offenbachplatz voraus-
sichtlich um ca. 10 % auf rund 278 Mio. EUR (ohne Bauzeitzinsen) gegenüber dem ursprünglichen
Baubeschluss verteuern würde. Der Rat bewilligte daraufhin die Sanierung in diesem verteuerten
Umfang. Im Juli 2015 zeigte sich, dass eine Vielzahl an offenen Planungsthemen im Bereich der Haus-
technik zu Störungen und Ausführungskollisionen führte, die auch die Fertigstellung der restlichen Pla-
nungs- und Fachplanungsbereiche behinderten. Bei der Bauausführung der technischen Gewerke
wurde sichtbar, dass insbesondere hinsichtlich der Koordination der Planungen zu den einzelnen Anla-
gengruppen untereinander Mängel in Form von Schnittstellenkollisionen bestanden. Des Weiteren
musste davon ausgegangen werden, dass die Defizite der Haustechnikplanung auch in die Werkstatt-
und Montageplanung der ausführenden Unternehmen für den Bereich der Technischen Ausrüstung
übertragen und in Teilen bereits mangelhaft ausgeführt worden waren, so dass ggf. Umbauten im
Rohbau und der Abbruch neu gebauter Bereiche nötig werden könnten. Außerdem mussten Ab-
weichungen der Bauausführung von der genehmigten Planung sowie der Ausführungsplanung festge-
stellt werden. Daher mussten Bühnenleitung und Verwaltung am 23.7.2015 bekanntgeben, dass die
Wiedereröffnung im November 2015 nicht stattfinden konnte.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 37
Am 10.9.2015 beschloss der Rat, dass die Bühnen zur Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit auf
der Baustelle Verpflichtungen eingehen dürfen, die das genehmigte Budget auf 287,8 Mio. EUR
erhöhten. Die Fertigstellung der Baumaßnahme sollte unter Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel zur
Durchsetzung möglicher Schadensforderungen erfolgen. Die Bühnen Köln wurden außerdem ver-
pflichtet, einen vorgelegten 11-Punkte-Plan detailliert auszuarbeiten, ggf. anzupassen und umzusetzen.
Nachdem die u.a. mit der Errichtung der Schlüsselgewerke Strom und Kältetechnik beauftragte Imtech
Deutschland GmbH & Co. KG Ende 2011 insolvent wurde und sich die Bühnen auch von dem zunächst
beauftragten Fachplaner, der Deerns Deutschland GmbH getrennt hatten, wurden die Planungs- und
Bauleitungsleistungen der Technischen Ausrüstung von dem TA-Planungsbüro INNIUS RR GmbH fort-
geführt. In Ausführung des 11-Punkte-Plans wurde das gesamte Sanierungsprojekt neu strukturiert
und es wurden auf Seiten des Bauherrn, der Projektleitung und der Projektsteuerung Verstärkungen
eingesetzt. Zur Unterstützung des Projektmanagements wurden Sachverständige mit der Feststellung
von Leistungsständen und der Qualitätsverfolgung und baubetrieblichen Unterstützung während der
Bauzeit beauftragt.
Vor diesem Hintergrund beschloss der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am 15.3.2016 u.a. die
Schaffung eines technischen Betriebsleiters als 4. Mitglied der Betriebsleitung der Bühnen. Der neue
technische Betriebsleiter wurde zum 1.5.2016 angestellt und bestellt und hat die vollumfängliche
Wahrnehmung der Bauherrenaufgabe (Planung, Steuerung und Kontrolle der Sanierungsmaßnahme)
übernommen. Er legt seither in aussagefähigen Monatsberichten weiterführende, konkretisierende
Aussagen zu Kosten und Terminen, zur Beauftragung der neuen Planer und Bauleiter und zu den
Ergebnissen der anstehenden Vertragsverhandlungen mit allen Projektbeteiligten vor. Des Weiteren ist
er zusammen mit dem Projektsteuerungsbüro mit einer Neuaufstellung der Planungs- und Objektüber-
wachungsteams der Technischen Ausrüstung, der intensiven Mängelerfassung und Mängelbehebung
sowie dem Aufbau eines Qualitätsmanagements befasst.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 38
Nachdem der Rat in der Sitzung vom 15.3.2016 die Aufstockung des Baubudgets auf zunächst
EUR 347,8 Mio. zur Wiederherstellung eines geordneten Bauablaufs beschlossen hatte, behielt er sich
vor, die Budgetfreigabe für künftig einzugehende Verpflichtungen im Rahmen etwa erforderlicher
Steuerungsmaßnahmen aufzuheben (Rückholrecht). Mit Ratsbeschluss vom 17.11.2016 wurde das
Budget nochmals auf EUR 404 Mio. aufgestockt. Der Rat nahm zur Kenntnis, dass sich die Geltendma-
chung von Ansprüchen gegen Baubeteiligte insbesondere wegen mangelhafter Leistungen und Ver-
zugs, die Inanspruchnahme der Baurisikoversicherung und die im Rahmen der Projektfinanzierung
günstige Zinsentwicklung positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen auswirken. Ansprüche
gegen Baubeteiligte wegen mangelhafter Leistungen etc. sollen durchgesetzt und Nachbesserungsan-
sprüche mit dem Ziel der Mängelbeseitigung realisiert werden.
Die Sanierung ist möglich und machbar, erfordert aber eine umfassende Neuplanung der Haustechnik.
Ein erheblicher Rückbau in diesem Bereich ist wahrscheinlich. So lässt sich die Projektprognose
zusammenfassen, die die Bühnen am 3.7.2017 auf einer Pressekonferenz vorgestellt haben. Dabei
wurde eine Schlüsselübergabe zu den dann fertiggestellten Gebäuden im 4. Quartal 2022 und Gesamt-
kosten in Höhe von 545 Mio. Euro bzw. 570 Mio. Euro (einschließlich aller zu diesem Zeitpunkt
bekannten Risiken) in Aussicht gestellt. Alle Daten werden nach Abschluss der Entwurfsplanung im
ersten Quartal 2019 noch einmal präzisiert. Nach Abschluss dieser Prognose erfolgte der Übergang zur
vertieften Grundlagenermittlung. Das Ergebnis dieser Zustandsfeststellungen und ein 3D-Laserscan
von Opernhaus und Schauspielhaus, in dem alle verbauten Komponenten der Haustechnik genau
dokumentiert sind, bilden seitdem das datentechnische Rückgrat der Neuplanung, die planmäßig mit
der erweiterten Leistungsphase 3 am 7.12.2017 begann.
Zum aktuellen Zeitpunkt stehen die überaus komplexen und aufwendigen Gespräche mit den vielen
projektbeteiligten Firmen kurz vor dem Abschluss. Im Rahmen des Gegenforderungsmanagements
analysieren die Bühnen zudem alle Bauschäden mit entsprechenden Gutachtern und prüfen, ob Scha-
densersatz bei den entsprechenden Versicherungen geltend gemacht werden kann. Durch klar
geregelte Abläufe wurden nachvollziehbare und überprüfbare Projektstrukturen etabliert. So gibt es ein
entsprechendes Risikomanagement, ein Terminmanagement und ein Kostenmanagement, zu denen in
regelmäßig stattfindenden Sitzungen Bericht erstattet wird. Auch die Entscheidungswege wurden
Schritt für Schritt neu definiert und gestrafft. Auf der Grundlage dieser Strukturen erstellt der Projekt-
steuerer jeden Monat den Monatsbericht, den die Bühnen im Ratsinformationssystem bzw. auf ihrer
Website als Pressemitteilung veröffentlichen.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 39
Große Fortschritte lassen sich bei der Bühnentechnik feststellen. Nach aktuellem Stand erwarten die
Bühnen, dass im Laufe des 4. Quartals 2018 95 % der Bühnentechnik aller vier Bühnen fertiggestellt
sein werden. Sobald erreicht sein wird, dass mit der gegebenen Stromversorgung die neue Bühnen-
technik betrieben werden kann, gilt es, die technischen Mannschaften aus Oper und Schauspiel mit
den neuen Möglichkeiten vertraut zu machen und Kinderkrankheiten bzw. Mängel der Anlagen abzu-
stellen. Damit werden für die spätere Phase der Inbetriebnahme Zeit und Sicherheit gewonnen.
Auf positive Resonanz stießen die Eröffnung des neu gestalteten großen Offenbachplatzes, inklusive
des restaurierten Brunnens im August 2016, sowie die provisorische Eröffnung des „Kleinen Hauses" in
den ehemaligen Opernterrassen im September als „Außenspielstätte des Schauspiels",
Interimspielstätten
Nach der Beendigung des Interimspielbetriebs im Musical Dome im Juni 2015 musste auch für die Oper
nach Verschiebung des Wiedereröffnung des Offenbachplatzes eine weitere Interimspielstätte gefun-
den und eingerichtet werden. Nach umfangreichen Recherchen und Analysen der Betriebsleitung
beschloss der Rat in der Sitzung des Hauptausschusses am 17.9.2015 die Nutzung und Herrichtung
des Staatenhauses als Hauptspielstätte der Oper, beauftragte die Betriebsleitung der Bühnen mit der
sukzessiven Einrichtung von drei Spielorten im Gebäude und ermächtigte sie, im Rahmen des vorge-
legten Kostenplanes die entsprechenden Verträge abzuschließen und dem bisherigen Nutzungsberech-
tigten eine pauschale Entschädigung vorbehaltlich einer weiteren wirtschaftlichen und rechtlichen Prü-
fung zu erstatten.
Für die Spielzeiten 2015/2016 und 2016/2017 wurde die Erhöhung des Betriebskostenzuschusses zur
Finanzierung der Interimskosten auf insgesamt 18,1 Mio. EUR begrenzt. Auftretende Mehraufwendun-
gen sollten von den Bühnen im Rahmen der Wirtschaftsplanung kompensiert werden, da eine weitere
Erhöhung des Betriebskostenzuschusses ausgeschlossen wurde. Die Interimszeit der Oper im Staaten-
haus sollte dabei zunächst so kurz wie möglich gehalten werden, maximal bis zum 31.8.2017. Am
15.11.2015 fand nach intensiven Umbau- und Renovierungsarbeiten die erste Premiere der Oper im
Staatenhaus statt.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 40
Vor dem Hintergrund der veränderten Situation der Sanierung hat der Rat in seiner Sitzung am
28.6.2016 einer weiteren Verlängerung des Bühneninterims zunächst bis zum 31.8.2019 zugestimmt.
Für das Depot ließ der Rat eine Mietvertragsverlängerung bis zum 31.12.2022 zu, für das Staatenhaus
eine Anschlussnutzung seitens der Oper und Kinderoper für die Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019.
Der Rat nahm darüber hinaus zur Kenntnis, dass der Anteil des weiteren Interimspielbetriebs am
Betriebskostenzuschuss der Bühnen in den Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019 insgesamt
EUR 16,45 Mio. beträgt. Für sog. Nachlaufkosten der längeren Anmietung des Depots und
verschiedener übergreifender Bereiche über den 31.8.2019 hinaus wurde ein weiterer Zuschussbedarf
von EUR 8,71 Mio, für die Jahre 2019 bis 2022 eingeplant. Für ggf. erforderliche Ausgleichszahlungen
an den ursprünglich vorgesehenen und späteren Nutzer des Staatenhauses hat der Rat auf die
Verfügbarkeit von Zuschussmitteln gemäß Beschluss vom 22.10.2015 verwiesen.
Mit Vereinbarung vom 30.6.2016 wurde die Anmietung des Depots nunmehr bis zum 31.12.2022 mit
zweimaliger Verlängerungsoption für jeweils zwei Jahre geregelt. Die angestrebte Absicht zur Verein-
barung eines langfristigen Anschlussmietverhältnisses bleibt davon unberührt. Die verlängerte Nutzung
des Staatenhauses als Interimspielstätte der Oper wurde durch Zustimmung des ursprünglich vorgese-
henen und späteren Nutzers ebenfalls für Spielzeiten nach dem 31.8.2017 vereinbart.
Werkstätten
Die auf der Basis einer Machbarkeitsstudie mit geschätzten Gesamtkosten von 18,5 Mio. EUR zur Kon-
kretisierung des Bauvorhabens auf dem WDR-Gelände in Bocklemünd notwendigen Planungsmittel in
Höhe von 700.000 EUR wurden im April 2017 vom Rat der Stadt Köln nicht freigeben. Stattdessen
wurden die Bühnen mit der Prüfung alternativer Standorte beauftragt, die entsprechenden Ergebnisse
(22 Standorte) lagen den Gremien im September 2017 vor. Der Rat hat sich für keine der favorisierten
Standortalternativen entschieden und am 19.12.2017 beschlossen, dass für den Neubau von Bühnen-
werkstätten eine Markterkundung für ein Investorenmodell (Mietmodell) erfolgen soll. Dieser Beschluss
befindet sich in der Umsetzung.
Der Kooperationsvertrag mit dem WDR ruht, bis absehbar ist, wo die Bühnenwerkstätten künftig ange-
siedelt werden.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 41
3. Investitionsplanung
Im Rahmen der kurzfristigen Investitionsplanung waren für das Wirtschaftsjahr 2016/2017 bzw. sind
für das Wirtschaftsjahr 2017/2018 von den Bühnen folgende Investitionen vorgesehen:
Wirtschaftsplan | Wirtschaftsplan
2016/2017 2017/2018
Technische Anlagen und Maschinen
(Beleuchtung, Tonanlagen, Bühnentechnik)
EDV-Software / Hardware
Sanierung Offenbachplatz
Die Finanzierung der Investitionsvorhaben soll in Höhe von jeweils TEUR 650 über Aufwandsgegen-
werte aus planmäßigen Abschreibungen sowie in Höhe von TEUR 38.507 (Wirtschaftsjahr 2016/2017)
bzw. TEUR 46.480 (Wirtschaftsjahr 2017/2018) über Kreditaufnahmen abgedeckt werden.
4. Sonstige Entwicklungen
Im Rahmen des von den Bühnen gemäß 8 10 Abs. 1 EigVO NRW vorgehaltenen Risikofrüherkennungs-
systems (RCM-System) liegt ein auf die speziellen Belange der Bühnen zugeschnittenes Handbuch zum
Risiko-/Chancenmanagement vor, die Verantwortlichen und deren Aufgaben zur Erfassung und Kom-
munikation der Risiken und Chancen sind bestimmt. Letztmals zum 31.12.2016 wurde eine nach exter-
nen, leistungswirtschaftlichen, finanzwirtschaftlichen und internen Risiken differenzierte Risikoinventur
mit qualitativer Bewertung durchgeführt und abgeschlossen. Für die einzelnen Risiken wurden - sofern
möglich - Frühindikatoren sowie Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -reduzierung definiert. Aktu-
elle Werte, die es erlauben, Frühwarnsignale abzugeben, sind in den laufend erstellten Auswertungen
enthalten, die den Risiken zugeordnet sind. Die Pflege des Risiko-/ Chancenmangementsystems sowie
die Auswertung der Risikoinventur erfolgten mittels eines Excel-Tools. Die bereits laufend erzeugten
Auswertungen, wie z.B. Produktionsberichte, Kostenstellenberichte, Finanz- und Liquiditätsberichte,
können mit dem aktuellen Risikobericht zu einem zeitnahen, umfassenden Berichtswesen ausgebaut
werden. Mit der Einrichtung eines solchen Informationssystems soll dann sichergestellt sein, dass
mögliche Risiken und Chancen an die jeweiligen Entscheidungsträger der Bühnen rechtzeitig kommuni-
ziert werden, um wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Fehlentwicklungen frühzeitig
entgegenwirken zu können.
Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 42
Seit März 2014 liegt die vom Betriebsausschuss der Bühnen im Oktober 2012 beauftragte Wirtschaft-
lichkeits- und Organisationsuntersuchung vor, die von der Unternehmensberatung actori aus München
durchgeführt wurde. Konkret war die Unternehmensberatungsgesellschaft beauftragt, die Auswirkun-
gen der Sanierung sowie verschiedene strukturelle Fragestellungen zu untersuchen. In der Sitzung am
3.4.2014 des Betriebsausschusses der Bühnen wurde eine erste Zusammenfassung der Ergebnisse
dieser Untersuchung vorgestellt und diskutiert. Durch die Verlängerung des Interims hat sich die Um-
setzung der Ergebnisse der Organisationsuntersuchung verschoben. Allein durch den Zeitablauf und
die damit verbundenen Änderungen aber auch durch die aktuelle konkrete Finanzierungsstruktur der
Bühnen kann das Gutachten nicht mehr unverändert umgesetzt werden. Sobald im Zusammenhang
mit der Sanierung des Bühnenensembles am Offenbachplatz ein neuer Wiedereröffnungstermin
genannt werden kann, wird die Betriebsleitung empfehlen, eine Überarbeitung der Wirtschaftlichkeits-
und Organisationsuntersuchung zu beschließen. In der Zwischenzeit wird in der Mittelfristigen Erfolgs-
und Finanzplanung für die Spielzeiten 2019/20 und 2020/21 eine Erhöhung des Budgets um jeweils
EUR 2,5 Mio. EUR gemäß actori-Vorschlag berücksichtigt. Dieser Betrag soll konkretisiert werden,
sobald das Ergebnis der überarbeiteten Studie vorliegt.
Ansonsten waren Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Wirtschaftsjahres
2015/2016, aber vor Verfassung dieses Lageberichts eingetreten sind, nicht zu verzeichnen.
Köln, den 31. März 2018
Dr. Birgit Mey
Intendantin der Oper In
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tefan Bachmann Borfid Streitberger Patrick Wasserbauer
lant des Schauspiels Tegffnischer Betriebsleiter Geschäftsführender Direktor
2015-16 Anlage 3 - Bestätigungsvermerk
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Bühnen der Stadt Köln, Köln Jahresabschluss 2015/16 Anlage 3 Seite 1-2 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers DORNBACH D) Seite 1 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers An die Bühnen der Stadt Köln, Köln: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Ver- lustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bühnen der Stadt Köln, Köln, für das Wirtschaftsjahr vom 1. September 2015 bis 31. August 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen han- delsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vor- schriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchge- führten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbezie- hung der Buchführung und über den Lagebericht der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach $ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund- sätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prü- fung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht ver- mittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswir- ken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. DORNBACH D Seite 2 Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezo- genen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buch- führung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung sowie die Wür- digung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Er- kenntnisse entspricht der Jahresabschluss den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung und vermittelt unter Beach- tung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Koblenz, 29. Juni 2018 ACH DORNBACH GMBH A RZ Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (®) ST x Steuerberatungsgesellschaft S / WIRTSCHAFTS- & E PRÜFUNGS- - \ GESELLSCHAFT INH Mlkkan N Bokelmann Dr. Müller Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer % 23 +
2015-16 Anlage 1 - Anhang
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Bühnen der Stadt Köln, Köln Jahresabschluss 2015/16 Anlage 1 Seite 3 - 25 Anhang Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 3 JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR 1. SEPTEMBER 2015 BIS 31. AUGUST 2016 ANHANG Der Jahresabschluss der Bühnen der Stadt Köln für das Wirtschaftsjahr 1.9.2015 — 31.8.2016 wurde nach den für Eigenbetriebe geltenden Bestimmungen der 88 21 - 24 der Eigenbetriebsverordnung NRW (EigVO NRW) in der Fassung vom 16.11.2004, zuletzt geändert am 8.7.2016 mit Wirkung ab 16.7.2016, sowie in sinngemäßer Anwendung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften zum Jahresabschluss im Dritten Buch des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung von $ 263 HGB und der ergän- zenden Vorschriften der Betriebssatzung aufgestellt. Dies schließt die Beachtung der Grundsätze ord- nungsmäßiger Buchführung ein. I. _BILANZIERUNSILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unverän- derten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanz wurde nach teilweiser Verwen- dung des Jahresergebnisses (8 268 Abs. 1 HGB) aufgestellt. Im Jahresabschluss zum 31.8.2016 wurden die zum 1.9.2000 auf die Bühnen übertragenen Anlagegüter zu fortgeführten Zeitwerten und die in den Folgejahren angeschafften Anlagegüter zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bewertet. Der Wertminderung wurde durch planmäßige lineare Abschreibungen Rechnung getragen, wobei die Nutzungsdauern bzw. Restnutzungsdauern auf der Grundlage einschlägiger Abschreibungstabellen geschätzt wurden. Die Nutzungsdauer der immateriellen Anlagegüter beträgt 2 bis 5 Jahre. Die Nutzungsdauer der Betriebsbauten und Grundstückseinrichtungen beträgt 4 bis 40 Jahre, der Maschinen und maschinellen Anlagen 1,67 bis 50 Jahre und der Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 20 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt, der im Jahr des Zugangs sowie in den vier folgenden Wirtschaftsjahren mit jeweils !/, gewinnmindernd aufgelöst wird. In die Her- stellungskosten der Anlagen im Bau werden die auf den Herstellungszeitraum entfallenden Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung verwendet wurde, einbezogen. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 4 Der unter den Sachanlagen ausgewiesene Bilanzposten „geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau“ enthält im Wesentlichen die zu Herstellungskosten bewerteten Baukosten einschließlich der aktivierten Bauzeitzinsen im Zusammenhang mit der Sanierung der Oper und des Schauspielhauses. Auch ein Teil- betrag der für das ursprünglich geplante Projekt (Sanierung der Oper und Neubau des Schauspielhauses) zuvor verauslagten Wettbewerbs- und Planungskosten ist mit seinen Herstellungskosten in dem Anlage- posten Anlagen im Bau enthalten. Bei den Vorräten wurden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Einstandspreisen angesetzt. Die als unfer- tige Leistungen ausgewiesenen Schauspiel- und Musiktheaterproduktionen bzw. Neuinszenierungen, für die bereits Kosten vor dem Bilanzstichtag angefallen sind, wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei wurden analog 8 255 Abs. 2 Satz 2 HGB die den Produktionen direkt zurechenbaren Sachkosten sowie Personalkosten für die Mitarbeiter der Produktionskostenstellen, die Gastkünstler, den Opernchor und das eigene Sängerensemble in die Herstellungskosten eingerechnet. In die Herstellungskosten wurden auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Abschreibungen des für die Produktionen eingesetzten Anlagevermögens einbezogen. Die zum 31.8.2016 ausgewiesenen Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Vermögensgegenständen wurden für erkennbare Einzelrisiken angemessene Wertberichtigun- gen aktivisch abgesetzt. Das Stammkapital wurde zu dem in der Betriebssatzung festgelegten Nennwert angesetzt. Der passive Sonderposten für Investitionszuschüsse bzw. zweckgebundene Spenden zur Beschaffung von Anlagevermögen wurde in Höhe des Betrages angesetzt, der den (ggf. anteiligen) Restwerten der bezu- schussten Anlagegüter entspricht. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 5 Gemäß einer Vereinbarung zwischen der Stadt Köln und den Bühnen haben die Bühnen für Beamte, die vor dem 1.9.2000 in den Ruhestand getreten sind, die nach dem Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG) vorgesehenen Versorgungsleistungen vollständig zu übernehmen. Für Beamte, die am 1.9.2000 noch aktiv waren, werden die Bühnen mit Versorgungsleistungen entsprechend dem auf sie entfallenden Dienstzeitenanteil belastet. Für diese ungewissen Verbindlichkeiten wurden Pensionsrückstellungen gebil- det. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte gemäß 822 Abs. 3 EigVO NRW nach 8 36 Abs. 1 der Gemeindehaushaltsverordnung NRW (GemHVO NRW) zum Teilwert unter Zugrundelegung eines festen Rechnungszinsfußes von 5 % und unter Anwendung der neuen Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Erwartbare Änderungen der künftigen Personalkosten waren bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen nicht zu berücksichtigen. Die Wertansätze wurden durch versicherungsmathe- matische Gutachten belegt. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwen- digen Erfüllungsbetrags analog & 253 Abs. 1 HGB passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Rückstellungen für Dienstjubiläen und Altersteilzeitverpflichtungen) wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze wurden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnitt- lichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der deutschen Bun- desbank monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Bei den langfristigen Rückstellungen für Beihilfeverpflichtungen erfolgte die Bewertung entsprechend der Bewertung der Pensionsrückstellungen zum Teilwert unter Zugrundelegung eines festen Rechnungszins- fußes von 5 % auf der Grundlage des durchschnittlichen Beihilfeaufwandes der letzten fünf Jahre. Alle Wertansätze der Beihilfe-, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen wurden durch versicherungs- mathematische Gutachten belegt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Wirtschaftsjahr 2015/2016 ist dem nachfol- genden Anlagennachweis zu entnehmen: Bühnen der Stadt Köln, Köln Posten des Anlagevermögens Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Sachanlagen Grundstücke mit Betriebsbauten Maschinen und maschinelle Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Posten des Anlagevermögens Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Sachanlagen Grundstücke mit Betriebsbauten Maschinen und maschinelle Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Posten des Anlagevermögens Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Sachanlagen Grundstücke mit Betriebsbauten Maschinen und maschinelle Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Seite 6 Anschaffungs- und Herstellungskosten | usoois: | zum | aan | 820 31.8.2015 * Zugang Abgang Umbuchung 31.8.2016 753.483,76 15.035,46 92.116,42 a 676.402,80 1.029.518,80 220.680.729,87 48.759.503,40 285.083.698,48| 50.409.484,99| 1.02051880|_—__0,00| 285.837.182,24|__50.424.520,45| 1.121.655,22] DD o,o0l 88.793,64 1.905,737,87 2.455.477,74 0,00] -4.450.009,25 264.990.224,02 334.463.664,67 335.140.067,47 Abschreibungen Stand 31.8.2015 * Zugang ‚Abgang Umbuchung 31.8.2016 | EUR | EUR | EUR | EUR | Eur | 648.556,76 51.859,46 92.116,42 I 608.299,80 16.377.340,22 2.930.909,06| 12.594.054,33 10.131.768,34 0,00 42.034.071,95 3.312.980,84| 1.029.053800] OD 0,00] 42.682.628,71| 3.364.840,30| 1.121.170022)] ___o0,ool Restbuchwerte 31.8.2015 Restbuchwerte 31.8.2016 Durch- schnittlicher Abschr.satz ? 10.131.768,34 44.317.998,99 44.926.298,79 Kennzahlen Durch- schnittlicher Restbuchwert ? | ER | EUR | % | 68.103,00 104.927,00) 25.967.112,00 3.146.845,00 6.173.253,00 E ‚961,5. 290.145.665,68| 243.049.626,53 290.213.768,68| 243.154.553,53 3 Bezüglich der Aussagekraft des Anlagennachweises ist darauf hinzuweisen, dass die am 1.9.2000 von der Stadt übernommenen Anlagegüter (mit Ausnahme der Grundstücke) mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den bis zum 1.9.2000 aufgelaufenen Abschreibungen (unterstellter Zeitwert) in den Anlagennachweis aufgenommen wurden. 2 Zugang Abschreibungen x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2016 3 Restbuchwerte am 31.8.2016 x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2016 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 7 Die Zugänge (einschließlich Umbuchungen) bei den immateriellen Vermögensgegenständen entfallen auf eine neue Software zur Berechnung von Stabwerken (TEUR 4) und eine neue Software zur Beleuchtungs- automatisierung (TEUR 11). Zugang und Umbuchungen bei den Maschinen und maschinellen Anlagen entfallen auf Gebäudeeinrichtungen in den Interimspielstätten Depot und Staatenhaus (TEUR 2.243) und im Orchesterprobezentrum in der Stolberger Straße (TEUR 55). Im Bereich der Betriebs- und Geschäfts- ausstattung bezieht sich der Zugang (einschließlich der Umbuchungen) ebenfalls auf Anschaffungen im Rahmen der eigenen Immobilien bzw. der angemieteten Interimspielstätten und entfällt auf folgende Anlagegruppe Beleuchtungsanlagen Tonanlagen sonstige Anlagen Werkstatteinrichtungen Fuhrpark Instrumente sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung Hardware Büromöbel Anlagegruppen: Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 8 Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau haben sich im Wirtschaftsjahr 2015/2016 wie folgt ent- Anschaffungs-/ außerplanm. Buchwert Umbuchung / Zugang Stand Herstellungs- Abschreibg. 1.9.2015 Abgang 31.8.2016 in Vorjahren kosten | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | geleistete Anzahlungen 1.003.588,00 ua 1.003.588,00 93.692,28 1.097.280,28 Anlagen im Bau wickelt: Sanierung Oper / Neubau Schauspielhaus (verworfene Variante) 10.361.268,34 10.131.768,34 229.500,00 0,00 0,00 229.500,00) Sanierung Oper / Schauspielhaus .312. 209.312.853,48| -2.446.766,94| 46.237.024,94| 253.103.111,48 Orchesterprobesaal -144.170,47 144.170,47 Werkstatt / Produktions- zentrum Oskar-Jäger-Str. 0,00 116.881,09 Umbau Depot -244.526,91 244.526,91 Umbau Staatenhaus 3.020,05 3.020,05] -1.614.544,93 1.611.524,88 Außenspielstätte Offenbachplatz 0,00 0,00 0,00 297.857,30 219.677.141,87| _10.131.768,34| 209.545.373,53| _-4.450.009,25| _48.665.811,12] 253.761.175,40 | 220.680.729,87| 10.131.768,34| 210.548.961,53] _-4.450.009,25] _48.759.503,40] _254.858.455,68 Modulerweiterung SAP-MM 0,00 0,00 0,00 0,00) 13.825,53 2. Bühnen der Stadt Köln, Köln Vorräte Der Aktivposten Vorräte setzt sich wie folgt zusammen: 3. Material für Produktionen Programmhefte, Plakate, Werbemittel Betriebsstoffe 310 42 23 Büromaterial 9 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.506 Angearbeitete Produktionen Schauspiel 1.486 Angearbeitete Produktionen Tanztheater 0 Unfertige Leistungen 2.992 3.376 Angearbeitete Produktionen Musiktheater Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen folgende Posten: Forderungen Abonnementkunden / Cardkunden Forderungen Vorverkaufsstellen übrige ./. Einzelwertberichtigungen Seite 9 Die Forderungen gegen die Stadt Köln enthalten zum einen die auf den 31.8.2016 fortgeschriebene Restforderung aus der Ausgliederung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zum 1.9.2000 (TEUR 4.376) einschließlich des Anspruchs auf Ausgleich der bis zum 1.9.2002 aufgelaufenen Verluste (TEUR 1.289). Die Stadt hat einen Ausgleich dieses Gesamtbetrages von TEUR 5.665 ohne Zinsverluste frühestens ab dem Haushaltsjahr 2011 zugesagt. Bis zur Aufstellung dieses Anhangs wurden insoweit noch keine Zah- lungen von der Stadt geleistet. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 10 Des Weiteren umfasst der Bilanzposten laufende Verrechnungen zwischen den Bühnen und verschiede- nen städtischen Dienststellen. Restforderung aus der Ausgliederung zum 1.9.2000 Stand 1.9.2015 Tilgung 2015/2016 Stand 31.8.2016 5.665 laufende Forderungen gegen Kämmerei 2.494 Amt für Soziales und Senioren 2 2.496 abzüglich laufende Verbindlichkeiten gegenüber Personalamt Gebäudewirtschaft Amt für Informationsverarbeitung Berufsfeuerwehr Liegenschaftsamt Zentrale Dienste Bauaufsicht Rechnungsprüfungsamt Rechts- und Versicherungsamt anteiliger Landeszuschuss Vorschüsse/Arbeitgeberdarlehen sowie sonstige Forderungen gegen Mitarbeiter debitorische Kreditoren Forderungen Scheckkartenzahler Forderungen aus Projektzuschüssen Guthaben aus Nebenkostenabrechnungen gezahlte Kautionen übrige Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 11 4. Liquide Mittel Am Bilanzstichtag 31.8.2016 verfügten die Bühnen über folgende liquide Mittel: 31.8.2016 Hauptkasse im Umlauf befindliches Geld Handkasse Wechselgeld Sparkasse KölnBonn Konten mit Zins-/Saldenkompensation laufendes Konto 1 laufendes Konto 2 laufendes Konto 3 abzgl.: laufendes Ausgabenkonto Sanierung laufendes Ausgabenkonto Orchesterprobenzentrum sonstige Konten laufendes Konto 4 5. (Aktiver) Rechnungsabgrenzungsposten Folgende für das Wirtschaftsjahr 2016/2017 vorausbezahlte Aufwendungen wurden per 31.8.2016 als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt: 31.8.2016 Vorschuss Cäcilia Wolkenburg Abgaben, Gebühren, Beiträge Co-Produktionen Beamtenbezüge Mieten Erstattung Pensionslasten übrige Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 12 6. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals der Bühnen stellte sich im Wirtschaftsjahr 2015/2016 wie folgt dar: Saldovortrag Jahres- Zuführung Stand 31.08.2015 ergebnis Gewinn- 31.8.2016 2015/2016 rücklagen TEUR TEUR Vom Rat der Stadt Köln laut Satzung zur Verfügung ge- stelltes Stammkapital Gewinnrücklagen - andere Gewinnrücklagen - Bilanzgewinn Die Zuführung zu den zweckgebundenen Gewinnrücklagen wurde vom Rat der Stadt Köln in seiner Sit- zung am 14.11.2017 beschlossen. 7. Sonderposten Der Sonderposten für Investitionszuschüsse entwickelte sich im Wirtschaftsjahr 2015/2016 wie folgt: Saldovortrag Abgang | Auflösung 31.8.2015 | 2015/2016 | 2015/2016 | 2015/2016 | 31.8.2016 Sonderposten für Investitionszu- schüsse der Stadt Köln aus Übertragung des Anlage- vermögens zum 1.9.2000 24.396 0 1.078 23.318 für die Anschaffung von sonstigem Anlagevermögen 924 33 33 924 11 EEE Bee 14 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 13 8. Rückstellungen Die Rückstellungen entwickelten sich im Wirtschaftsjahr 2015/2016 wie folgt: Inanspruch- Auf- / Ab- Stand nahme Auflösung Zuführung zinsung Stand 31.8.2015 | 2015/2016 | 2015/2016 | 2015/2016 | 2015/2016 | 31.8.2016 Pensionsrückstellungen Aktive 1.191 Ausgeschiedene 261 Versorgungsempfänger 3.074 Steuerrückstellungen Sonstige Rückstellungen Personalverpflichtungen Kosten Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses ausstehende Leistungs- abrechnungen Entschädigungen übrige Zum 31.8.2016 bestanden Pensionsverpflichtungen gegenüber 16 Aktiven, 11 Ausgeschiedenen und 15 Versorgungsempfängern. 9. Verbindlichkeiten Die Fristigkeiten bzw. Besicherungen der Verbindlichkeiten zum 31.8.2016 ergeben sich aus folgender Übersicht: davon mit einer Restlaufzeit Gesamt- bis zu zwischen se | davon Bilanzposten betrag einemJahr 1und 5 se | besichert 5 Jahren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten] 175.761.941,25| 145.761.941,25 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber Eigenbetrieben Sonstige Verbindlichkeiten 11.252.112,91| 11.252.112,91 987.083,10 987.083, 10 65.502.085,53 502.085,53| 3.513.513,51 253.503.222,79| 158.503.222,79| 6.888.513,51 sauna) 0.0 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 14 Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfassen — nach Saldierung der zins- und saldenkom- pensationsfähigen Bankverbindlichkeiten mit den Bankguthaben (vgl. Abschn. II.4) - Termingeldaufnah- men in Höhe von TEUR 139.650 (zu Zinssätzen von 0,90 % und Laufzeiten bis zum 20.9.2016 bzw. 30.9.2016), Tagesgelder in Höhe von TEUR 5.950, ein langfristiges Darlehen (TEUR 30.000) sowie Zins- verpflichtungen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 162. Das vereinbarte Darlehen bezieht sich auf die langfristigen Finanzierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Bühnensanierung. Es hat - bei drei tilgungsfreien Jahren - eine Laufzeit bis Mai 2039 bei einem Festzins in Höhe von 0,864 % p.a. über die gesamte Laufzeit. Die Kreditaufnahmen bewegen sich im Rahmen der Ermächtigung, die der Betriebslei- tung im Wirtschaftsplan 2015/2016 zur Kreditaufnahme im Rahmen der Sanierung erteilt wurde. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Bauleistungen im Zusammenhang mit der Sanierung. Strittige Leistungsverpflichtungen sind in Höhe von TEUR 627 in diesem Posten enthalten. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Eigenbetrieben handelt es sich um Verbindlichkeiten aus laufender Verrechnung gegenüber dem Gürzenich-Orchester Köln. Die Sonstigen Verbindlichkeiten umfassen folgende Posten: Schuldscheindarlehen HUK-COBURG Krankenversicherung AG (30.6.2016) Schuldscheindarlehen ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G. (30.6.2016) Schuldscheindarlehen HALLESCHE- Krankenversicherung AG (5.7.2016) 31.8.2016 noch nicht eingelöste Ticketgutscheine Verbindlichkeiten gegenüber Gagenkräften und Mitarbeitern Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern übrige davon aus Steuern davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 15 Die von dem ursprünglichen Darlehensgeber an verschiedene Versicherungen abgetretenen Schuld- scheindarlehen betreffen ebenfalls die langfristigen Finanzierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Bühnensanierung und weisen folgende Konditionen auf: Zinssatz | Zinsbindung | Tilgungs- Darlehensgeber .d. freiheit inJahren | in Jahren HUK-COBURG-Krankenversicherung AG ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G. HALLESCHE Krankenversicherung a.G. Auch diese Kreditaufnahmen bewegen sich im Rahmen der Ermächtigung, die der Betriebsleitung im Wirtschaftsplan 2015/2016 zur Kreditaufnahme im Rahmen der Sanierung erteilt wurde. 10. (Passiver) Rechnungsabgrenzungsposten Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden folgende für bestimmte Zeiträume vorvereinnahmte Erträge abgegrenzt: 31.8.2016 Erträge aus Kartenverkäufen / Abonnements für die Spielzeit 2016/2017 ausgegebene und noch nicht eingelöste Umtauschscheine / Gutscheine Projektzuschüsse Bezirksregierung Köln für September bis Dezember 2016 Projektzuschüsse Bezirksregierung Arnsberg für September bis Dezember 2016 Landeszuschuss Anteil 9-12/2016 Zuwendung Kunststiftung NRW Sponsoringerträge für 2016/2017 (Gaffel) übrige Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 16 III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen: 2015/2016 TEUR TEUR TEUR Erlöse Kartenverkauf aus Eigenveranstaltungen Einzelverkauf Abonnements Theatercard Besucherorganisationen Gastspiele von auswärts auf Beteiligung Erlösberichtigungen Erlöse Kartenverkauf aus Fremdveran- staltungen, Gastspielen, Co-Produktionen sonstige Erlöse Spielbetrieb Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 17 Den Erlösen aus Kartenverkäufen im Rahmen von Eigenveranstaltungen liegen im Vergleich zum Vorjahr folgende Leistungsdaten zugrunde: 2015/2016 Veran- Erlöse | Veran- Besu- | Erlöse | Veran- Besu- Erlöse stal- cher stal- cher TEUR | tungen tungen TEUR Oper Staatenhaus Excelsior Kinderoper Kolumba Altes Pfandhaus Palladium Oberlandesgericht Köln Oper am Dom (mit Foyer) Trinitiatiskirche sonstige Spielstätten fer a oanwraana®ßoooo 2 -8 3 sl uns| 2506) Schauspiel Halle Kalk Depot 1 Depot 2 Grotte Halle Kalk (Neuerburgstraße) sonstige Spielstätten Tanz Staatenhaus +3 Depot 1 h +3 Depot 2 3 Oper am Dom Leverkusen Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 18 Die Kartenpreise für die Oper bzw. das Schauspiel fielen in 2015/2016 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt aus: | _ Dos | Vorjahr 1 Veränderung Preis- | Preis- | Preis- | Preis- | Preis- | Preis- | Preis- | Preis- | Preis- | Preis- | Preis- | Preis- a gruppe | gruppe | gruppe m. gruppe | gruppe En a ar gruppe u u u V u Bot II Fax Fa Fir eur an Fair aucL an as Er 12,00 12.00 12,00 em 12,00 T +0,00 Er u A Preis- | Preis- i Preis- | Preis- | Preis- Preis- | Preis- | Preis- anne er gruppe En er gruppe Sign gruppe | gruppe VII VI [ EUR | EUR | EUR | TEE 81,00) 93,00] 125,00 81,00] 93,00| 125,00 12,00| 15,00] 16,00 12,00| 15,00] 16,00 +0,00] +0,00| +0,00 Vorjahr Veränderung Preis- | Preis- ee — Preis- | Preis- | Preis- Preis- | Preis- | Preis- Dr er gruppe gruppe | gruppe | gruppe gruppe | gruppe | gruppe II I u II I u II Para an [ EUR | EUR | EUR | oe a oo in 2 Platzgruppe 5 ? 10, 2 1200 15, R 10,00| 12,00] 15,00 +0,00| +0,00] +0,00 1 Teuerste Platzgruppe ? Preiswerteste Platzgruppe Platzgruppe 1 * Platzgruppe 7 ? Platzgruppe 1 * Platzgruppe 7 ? Die zunächst für die Spielzeit 2015/2016 vorgesehene Erhöhung der Eintrittspreise um durchschnittlich 5% in der Oper bzw. 25 % im Schauspiel wurde infolge der nicht realisierten Wiedereröffnung am Offenbachplatz zurückgenommen. Der Gewinn- und Verlustrechnungsposten Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen erfasst die erfolgswirksame Veränderung des Bilanzpostens „Unfertige Leistungen“ zu den beiden Bilanzstichtagen. Im Rahmen des Postens Andere aktivierte Eigenleistungen werden die Kosten bühneneigener Mitarbeiter erfolgswirksam abgegrenzt, soweit diese auf Leistungen im Zusammenhang mit den Herstellungsmaß- nahmen der Sanierung entfallen. Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen folgende Posten: Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 19 | re TEUR Erträge Kartenverkäufe zur Weiterleitung an gemeinnützige Organisationen Erträge aus Verkauf / Verleih Dekorationen u.ä. Erträge Fremdleistungen Werkstätten Erträge aus Verkauf von Merchandising-Artikeln Mieterträge (Untervermietung Interimspielstätten) Mieterträge (sonstige) Zuschüsse, Kostenerstattungen, Spenden Betriebskostenzuschuss Stadt Köln laufender Zuschuss Vereinnahmung noch nicht verbrauchte Zuschussmittel Sanierung 2015/2016 Vereinnahmung noch nicht verbrauchte Zuschussmittel Sanierung 2014/2015 Wertausgleich Freikarten Sonderzuschuss Verlustausgleich Sonderzuschuss Tarifmehrkosten 2013/2014 Landeszuschuss NRW Personalkostenzuschüsse Investitionskostenzuschüsse sonstige Kosten- / Projektzuschüsse Kostenerstattungen Spenden Erträge aus Anlagenabgängen Erträge aus der Auflösung von Einzelwert- berichtigungen auf Forderungen Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten nicht eingelöster Gutscheine sonstige Erträge Versicherungsentschädigungen Erträge abzugsfähige Vorsteuer übrige 78 EEE 7 Er 55 +23 13] +11.785 Im Zusammenhang mit dem Betriebskostenzuschuss 2015/2016 wurde den Bühnen die erfolgswirksame Vereinnahmung der bis zum 31.8.2016 noch nicht verbrauchten aber ausgezahlten Zuschussmittel zur Sanierung am Offenbachplatz in Höhe von TEUR 6.028 (aus 2015/2016) sowie TEUR 3.607 (aus 2014/2015) genehmigt. Dies erfolgte unter der Auflage, dass ein daraus resultierender Jahresüberschuss der Bühnen für 2015/2016 - unter Einschluss des Gewinnvortrags — in Höhe von mindestens TEUR 9.635 im Rahmen der vom Rat zu beschließenden Ergebnisverwendung einer zweckgebundenen Sanierungs- rücklage zugeführt werden soll. In den Folgejahren soll diese zweckgebundene Sanierungsrücklage zum Ausgleich der Abschreibungen und sonstigen Kosten im Zusammenhang mit den sanierungsbedingt vor- gezogenen Investitionen in Anspruch genommen werden. Bühnen der Stadt Köln, Köln Der Materialaufwand entfällt auf folgende Posten: EEE Tun aa ' Material für Bühnenproduktionen 2 — u pr Orchester- / Notenmaterial Hire adBare beste, BE Hilfs- und Betriebsstoffe 2.480 1.795| _+685 Betriebskostenerstattung an das Gürzenich-Orchester Köln bezogene Leistungen selbständiger Künstler Kosten Gastspiele / Co-Produktionen Tantiemen und GEMA-Gebühren Transportkosten Betriebskostenerstattung Berufsfeuerwehr übrige Aufwendungen für bezogene Leistungen Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: Bezüge Angestellte, Lohnempfänger, Künstler Grundbezüge Beamte Gagen Gäste / Statisten Sonderzahlungen / Urlaubsgeld Veränderung Rückstellung Altersteilzeit sonstige tarifvertragliche bzw. vertragliche Bezüge ‚Abfindungen Löhne und Gehälter 32.144 29.721] +2.423 Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung Arbeitgeberanteile zur Zusatzversorgungs- kasse / Bayerischen Versorgungskammer Versorgungsbezüge Veränderung der Pensionsrückstellung Beihilfen Veränderung der Rückstellung für Beihilfen sonstige soziale Abgaben Soziale Abgaben und Aufwendungen für ul ul ze ee und für Unterstützung 8.928 8.161 +767 peispsıe 20161 veriehr [_veränderung | 2015/2016 TEUR davon für Altersversorgung 2.302 2.122 Seite 20 Die Zusammensetzung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermö- gens und Sachanlagen ist dem Anlagenachweis zu entnehmen (vgl. Abschnitt TL1.). Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 21 Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen folgende Posten: I Per Gebäudebewirtschaftung e . Abgangsverluste Anlagevermögen Zuführung zum Sonderposten mit Rücklagenanteil Forderungsverluste Verwaltungsaufwendungen Verwaltungskostenerstattungen Stadt Mieten (Interimspielstätten) Entschädigungen (Interimspielstätte Staatenhaus) sonstige Mieten und Pachten Personalnebenkosten Kostenbeteiligung Köln-Ticket (Umweltab- gabe, Veranstaltungsgebühr, Mietgebühr) Versicherungen Jahresabschluss / Abschlussprüfung städtische IT-Struktur EDV-Fremdleistungen Telekommunikation Finanzierung Sanierung übrige Verwaltungsaufwendungen Kosten Werbung, Öffentlichkeitsarbeit Spenden an gemeinnützige Organisationen aus Kartenverkäufen Kostenvorlagen Gürzenich-Orchester übrige 6 1 69 -8 I | 1200l 12207] +30nl Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten im Wesentlichen die Zinserträge aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen (TEUR 155) und aus Steuererstattungen (TEUR 1). Die Zinsen und ähn- liche Aufwendungen betreffen Zinsen für Kreditierungen auf den Girokonten sowie Termin- und Tage- geldkonten und sonstige kurzfristige Fremdmittel (TEUR 53) sowie den Aufzinsungsaufwand der langfris- tigen Personalrückstellungen (Pensionsrückstellungen TEUR 226, Rückstellungen für Dienstjubiläen TEUR 4, für Beihilfeverpflichtungen TEUR 136 sowie für Altersteilzeit TEUR 33). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die sonstigen Steuern umfassen folgende Abgaben: 2015/2016 I — Pr Per Körperschaftsteuer / SoliZ sowie Gewerbesteuer laufendes Jahr 8 +0 Vorjahre 5 +11 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag TE nenne Me Umsatzsteuer Vorjahre 63 1 +62 | Sonstige teuem | ol sl +62] Sonstige Steuern Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 22 Im Rahmen der von den Bühnen für das Wirtschaftsjahr 2015/2016 gemäß 8 23 Abs. 2 EigVO NRW auf- gestellten Spartenrechnung verteilt sich das erwirtschaftete Jahresergebnis 2015/2016 der Bühnen auf die Sparten Oper, Schauspiel, Tanz und Service wie folgt: 1.9.2015- 31.8.2016 EUR EUR Sparte Sparte Sparte alle Oper Schauspiel Sparten . Umsatzerlöse 1.899.366,25 2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen . Andere aktivierte Eigenleistungen . Sonstige betriebliche Erträge 41.346.477,89 42.805.044,14 . Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.533.859,04 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.542.482,74 11.076.341,78 . Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 13.529.987,81 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters- versorgung und für Unter- stützung 2.996.475,32| 2.151.709,18 16.526.463,13| 10.610.804,00 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 669.815,49 514.929,16 2.179.790,38 3.364.840,30 . Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.903.785,33| _2.901.001,54 H 5.746.656,58| _12.640.142,26 10.628.638,41 ‚351. B -9,315.489,76)| 9.666.380,63 . Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 154.517,00 N 749,01 156.426,01 , Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 405.505,59 405.505,59 3,31 0,00 de in | omausai | omzuad sansıos Geschäftstätigkeit 10.783.155,41 8.352.658,67 1.73 -9,720.246,34 9.417.301,05 . Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00 0,00) . Sonstige Steuern 0,00 0,00 0,00 Jahresüberschuss 10.783.155,41 8.352.658,67 1.733,31] -9.800.204,43 Umlage Sparte Servicebereich -6.181.968,95| -3.618.235,48 0,00 9.800.204,43 4.601.186,46| _4.734.423,19 1.733,31 000 . Gewinnvortrag aus dem Vorjahr . Einstellung in Gewinnrücklagen . Entnahmen aus Gewinnrücklagen 18, _Bilanzgewinn 12.042.494,23 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 23 IV. SONSTIGE ANGABEN 1. Organe Die Organe der Bühnen bestehen aus dem Betriebsausschuss und der Betriebsleitung. Die stimmberechtigten Mitglieder des Betriebsausschusses (gemäß 8 5 Abs. 1 der Betriebssatzung perso- nenidentisch mit dem Ausschuss Kunst und Kultur der Stadt Köln) setzten sich im Wirtschaftsjahr 2015/2016 wie folgt zusammen: Dr. Eva Bürgermeister, Stadtverordnete - Vorsitzende - Brigitta von Bülow, Stadtverordnete - 1. Stellvertreterin - Dr. Ralph Elster, Stadtverordneter - 2. Stellvertreter - Elfi Scho-Antwerpes, Stadtverordnete Katharina Welcker, Stadtverordnete Andreas Pöttgen, Stadtverordneter Thomas Welter, Stadtverordneter Berivan Aymaz, Stadtverordneter Gisela Stahlhofen, Stadtverordnete Dr. Ulrich Wackerhagen, Sachkundiger Bürger Peter Sörries, Sachkundiger Bürger Prof. Klaus Schäfer, Sachkundiger Bürger Karin Reinhardt, Sachkundige Bürgerin Die Betriebsleitung setzte sich im Wirtschaftsjahr 2015/2016 wie folgt zusammen: Patrick Wasserbauer Geschäftsführender Direktor Dr. Birgit Meyer Intendantin der Oper Stefan Bachmann Intendant des Schauspiels Bernd Streitberger Technischer Betriebsleiter (ab 1.5.2016) Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 24 Für die aktiven Mitglieder der Betriebsleitung wurden von den Bühnen im Wirtschaftsjahr 2015/2016 fol- gende Bezüge aufgewendet: Gehälter ‚Aktive Mitglieder der Betriebsleitung: Stefan Bachmann Dr. Birgit Meyer Patrick Wasserbauer Bernd Streitberger (ab 5/2016) Für Mitglieder des Betriebsausschusses wurden keine Bezüge aufgewendet. 2. Arbeitnehmer Die Anzahl der Beschäftigten der Bühnen im Wirtschaftsjahr 2015/2016 entwickelte sich wie folgt: Jahres durch- schnitt Mitarbeiter nach TVÖD 394,00 294,25 15,25 künstlerische Angestellte Beamte 703,50 15,75 os | 76 | ne2s Auszubildende HHE 15 15 15 15 Die Bühnen sind Mitglied der Zusatzversorgungskasse der Stadt Köln (ZVK) und der Bayerischen Versor- gungskammer Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen (BVK). Die Versorgungseinrichtungen haben die Aufgabe, den Arbeitnehmern ihrer Mitglieder eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterblie- benenversorgung zu gewähren. Die Umlage beträgt bei der ZVK 5,8% und bei der BVK 9,0 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts. Zum Aufbau einer Kapitaldeckung wird von der ZVK ab 2007 ein Zusatzbeitrag von 3,2 % erhoben. Die umlagepflichtigen Gehälter betrugen im Wirtschaftsjahr 2015/2016 rd. TEUR 28.021 (i.V. TEUR 26.614). Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 25 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Bühnen, die sich zum einen auf am Bilanzstichtag verein- barte Mietverpflichtungen beziehen, werden in den folgenden beiden Spielzeiten zu Liquiditätsabflüssen in Höhe von rd. TEUR 8.129 führen. Darin sind die Miet- und Nebenkostenaufwendungen im Zusammen- hang mit den Interimspielstätten in Höhe von TEUR 4.400 enthalten. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen vor allem aus dem Investitionsvorhaben Sanierung der Bühnen am Offenbach- platz in Höhe der am Bilanzstichtag vergebenen Aufträge. Für die Gesamtinvestitionen bis zur Fertigstel- lung des Projekts wurde bis zum Bilanzstichtag 31.8.2016 vom Rat der Stadt Köln ein Budget in Höhe von 404 Mio. EUR bewilligt. Es wird aber (Stand Juli 2017) davon ausgegangen, dass die Sanierung insgesamt (Baukosten inklusive Baunebenkosten) zwischen 545 und 570 Mio. EUR zuzüglich der Bauzeitzinsen kosten wird. Von diesen sind bis zum Stichtag im Bau befindliche Anlagen mit Herstellungskosten von rd. 253,1 Mio. EUR - vgl. Abschnitt II.1 - bilanziell erfasst. 4. Abschlussprüferhonorare Für die Abschlussprüfungsleistungen für das Wirtschaftsjahr 2015/2016 wurden Honorare in Höhe von TEUR 30,0 aufwandswirksam gebucht. Köln, den 31. März 2018 2? Wassubse Dr. Birgit Meyer Stefan Bachmann B Patrick Wasserbauer Intendantin der Oper ndant des Schauspiels T ischer Betriebsleiter Geschäftsführender Direktor
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (6)
- Keupstraße
- Stolberger Straße
- Oskar-Jäger-Straße 0
- Neuerburgstraße
- Offenbachplatz 0
- Freiheit
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Details
- Aktenzeichen
- 3142/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 06.11.2018
- Erstellt
- 24.09.2018 12:30