3255/2020
Mittelfreigabe in den Haushaltsjahren 2020 und 2021 für die Maßnahme „Zuschuss Heimatlos in Köln e.V.“
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Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/50/503 Vorlagen-Nummer 3255/2020 Freigabedatum 23.11.2020 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Mittelfreigabe in den Haushaltsjahren 2020 und 2021 für die Maßnahme „Zuschuss Heimatlos in Köln e.V.„ Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat beschließt die Mittelfreigabe in den Haushaltsjahren 2020 und 2021 für die Maßnahme „Zu- schuss Heimatlos in Köln e.V.“ in Höhe von jeweils 20.000 Euro. Entsprechende Ermächtigungen sind im Haushaltsplan 2020/2021 in Teilergebnisplan 0504, Freiwillige Sozialleistungen und Diversity, in Teilplanzeile 15, Transferaufwendungen veranschlagt. Die institutionelle Förderung der Maßnahme endet 2021. Finanzausschuss 07.12.2020 Rat 10.12.2020 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 20.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: in 2021 a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. 20.000 € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Mit Beschluss des Rates zum Doppelhaushalt 2020/2021 wurden im Haushaltsplan der Stadt Köln für die Jahre 2020 und 2021 jeweils 20.000 Euro für die Maßnahme „Zuschuss Heimatlos in Köln e.V. (H.I.K.)“ veranschlagt. Die Mittelverwendung wurde unter den Vorbehalt der Freigabe durch den Fach- und Finanzausschuss gestellt (siehe AN/1372/2019 vom 11.10.2019). Da bedingt durch die Corona Pandemie zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Fachausschüsse gebildet werden konnten, kann die rechtzeitige Mittelfreigabe mit Blick auf die Mittel für 2020 nur durch Rats- beschluss erfolgen. Für den H.I.K. e.V. ist die Auszahlung der Mittel noch in diesem Jahr von großer Bedeutung. Der H.I.K. e.V. hat am 14.04.2020 einen Antrag auf anteilige Kostenübernahme gestellt. Unter Be- rücksichtigung der durch die seit Anfang des Jahres bei der zuständigen Fachabteilung vorhandenen Personalsituation gepaart mit der Prioritätensetzung durch die Corona-Pandemie kann die Mittelfrei- gabe jetzt eingeholt werden. Der Verein H.i.K e.V. nimmt sich laut beiliegendem Konzept im Schwerpunkt wohnungslosen Men- schen im Stadtbezirk Köln-Mülheim an. Hierbei befasst sich der Verein bereits seit 2014 im Schwer- 3 punkt mit wohnungslosen Frauen mittels eines niedrigschwelligen aufsuchenden Streetworks als sog. Genesungsbegleitung. Hauptziel des H.i.K. e.V. ist dabei, die betroffenen Frauen in weiterführende Hilfen zu vermitteln. Da- bei wird laut Verein ein besonderes Augenmerk auf die Selbsthilfekräfte und Eigeninitiative der be- troffenen wohnungslosen Frauen gelegt. Noch vorhandene persönliche Ressourcen sollen wieder ge- stärkt und genutzt werden, die Betroffenen im Hinblick auf Inklusion, tagesstrukturierende Maßnah- men und Wiedererlangen eines stabilen Erscheinungsbildes nachhaltig in die Vereinsarbeit einge- bunden werden. Durch die Übernahme von Verantwortung für sich und andere sollen die Frauen da- zu befähigt werden, wieder selbstbestimmt zu handeln und ein integraler Bestandteil unserer Gesell- schaft zu sein. Der Verein möchte im Stadtbezirk Köln-Mülheim insbesondere am Wochenende neben einer Beratung auch existentielle Versorgungsangebote, wie eine kostenlose ärztliche Versorgung für wohnungslose Frauen und deren Tiere, einen Hundehort und eine Tiertafel, Waschmöglichkeiten mit Duschen, Waschmaschinen/Trockner, eine Kleiderkammer und ein ergotherapeutisches Angebot anbieten. Der H.i.K. e.V. kann eine wertvolle Unterstützung für die einzelnen Betroffenen, insbesondere im Stadtbezirk Köln-Mülheim, darstellen. Insofern wird das Konzept des H.i.K. e.V. von der Verwaltung als förderwürdige Leistung bewertet. Die über den politischen Veränderungsnachweis grundsätzlich bereits vom Rat beschlossene Förderung des Vereins ist auch vor der aktuell geltenden Bewirtschaftungsverfügung des Haushaltes dringend geboten, da sie durch Ergänzung des bestehenden Systems der Wohnungslosenhilfe die Sicherung bestehender Strukturen bezweckt. Die Maßnahme des H.i.K e.V. soll durch einen städtischen Zuschuss in Höhe von jeweils 20.000 Euro in den Jahren 2020 und 2021 institutionell gefördert werden. Da der politische Veränderungsnachweis keine Fortschreibung des Zuschusses in der mittelfristigen Finanzplanung vorsieht, ist eine über den 31.12.2021 hinausgehende Förderung nur für den Fall einer entsprechenden Veranschlagung in künf- tigen Haushaltsplänen möglich. Die Maßnahme ist durch einen Verwendungsnachweis, der Bestandteil des Zuwendungsbescheides ist, anhand der vorab beschrieben Arbeitsinhalte vom Verein zu dokumentieren. Darüber hinaus ist vom Verein eine Aussage über die Ziele und deren Ergebnisse sowie Wirkung der Angebote des H.i.K. e.V. und die Anzahl der erreichten wohnungslosen Menschen im Stadtbezirk Köln-Mülheim zu treffen. Anlage: Konzept H.I.K. e.V.
Anlage - Konzept HIK eV
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Vereinskonzept H.i.K. - Heimatlos in Köln Inhaltsverzeichnis 1. Ausgangssituation und Gründungsinitiative 2 2. Vereinsgründung und -zweck 2 3. Zielgruppe und Angebote bzw. Tätigkeitsfelder 3 4. Zielstellung und Leitbilder 4 5. Finanzstatus 5 1. Ausgangssituation und Gründungsinitiative Die Einordnung sozialer Hilfen auf die sozialrechtl ich vorgesehenen Regelleistungen verstärkt die Segmentierung dieser und erschwert insbesondere Men schen mit unspezifischen Problemlagen und fehlender Inanspruchnahmefähigkeit den Zugang zu ei ner bedarfsgerechten Hilfe. Neben der individuellen Not, werden die Auswirkungen von Not verursachenden und stabilisierenden Strukturen zu selten als solche erkannt, falsch beurteilt oder negiert. HiK – Heimatlos in Köln e.V. ist ein gemeinnütziger , eingetragener Verein und richtet sich mit seinen Hilfeangeboten in der Hauptsache an Frauen und Mädc hen, die ausgegrenzt durch ihre prekäre Lebenssituation, bedroht von und/oder bereits betro ffen durch Wohnung- bzw Obdachlosigkeit, in besonderem Maße mit Zugangsproblemen in die Regelversorgung konfrontiert sind. Dagegen bildet die direkte Straßenarbeit die Grundl age der Vereinsarbeit von HiK e.V. An den Orten ihrer Aufenthalte, wird gemeinsam mit den Betroffen en, vom Erstkontakt an der Bedarf individuell ermittelt, klar definierte Hilfen angeboten und wen n notwendig, der Zugang zu spezialisierten Hilfen vermittelt. 2. Vereinsgründung und -zweck Der Verein wurde am 29. Oktober 2014 nach der Visio n von Melissa Linda Rennings in Köln gegründet. Selbst fünf Jahre in Köln von Obdachlosigkeit betroffen, besitzt Melissa Linda Rennings ein besonderes Gespür für die Notlagen von obdachlosen Menschen und damit auch einen einmaligen wie unverwechselbaren Zugang zu den Hilfesuchenden. Aus eigener Erfahrung weiß sie, dass das Angebot für obdachlose Frauen, die oft nicht sichtbar sind, sehr begrenzt ist und ihren Bedürfnissen kaum entspricht. Die Resonanz von Betroffenen auf die Vereinsgründung, hat diese Lücke bereits mehrfach bestätigt. Als Gründungsmitglied und in ihrer Funktion als 1. Vorstand wird Melissa Linda Rennings dabei in folgenden Funktionen unterstützt von: Guido Fahrendholz / 2. Vorstand, Peter Bernards / Buchhaltung und Silke Rosenberg / Schriftführerin. Die temporäre Vereinsadresse lautet: H.i.K. - Heimatlos in Köln, Topsstraße 10a, D - 51063 Köln Neben der aktiven Wohnungslosenhilfe in Form der di rekten Straßenarbeit, bildet die präventive Wohnungslosenhilfe einen wichtigen und stetig wachs enden Teil der zu leistenden Vereinsarbeit. Hervor zu heben sind hierbei die aktive Jugendhilfe bei Gefahr von Bildungsrückstand oder –abbruch, Suchtmittel-Missbrauch, Kriminalität bis hin zur Verwahrlosung, sowie die Alten- und Behindertenhilfe bei Altersarmut und sozialer Ausgrenzung. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Selbsthil fekräften und Eigeninitiativen der betroffenen obdachlosen Frauen und Mädchen gelegt. Noch vorhandenen persönliche Ressourcen sollen wieder gestärkt und genutzt werden, die Betroffenen im Hin blick auf Inklusion, Tagesstrukturierender Maßnahmen und Wiedererlangen eines stabilen Erschei nungsbildes, nachhaltig in die Vereinsarbeit eingebunden werden. Durch die Übernahme von Verantw ortung für sich und andere, werden diese Menschen dazu befähigt wieder selbstbestimmt zu han deln und ein integraler Bestandteil unserer Gesellschaft zu sein. Die Angebote von HiK – Heimatlos in Köln e.V. setze n in jedem Fall immer die freiwillige Inanspruchnahme durch die Hilfesuchenden voraus. 3. Zielgruppe, aktuelle Angebote bzw. Tätigkeitsfel der Der Verein richtet sich schon jetzt aktiv mit seinen Angeboten und seinen Handlungsansätzen an drei unterschiedlichen Zielgruppen. Wohnungslose und Obdachlose in Köln, in erster Lin ie Frauen und Mädchen (Eine statistisch belegte Aussage zur Anzahl Obdachloser in Köln kann zum aktuellen Zeitpunkt nicht getroffen werden) - Einstieg in die Steetworkarbeit - mobile aufsuchende Obdachlosenarbeit zu weiterführenden Hilfen um - Lücken zu schliesen,besonders in den Randgebietn un d / oder Hot Spots wie Köln Mülheim oder Ebertplatz und wo noch Bedarfe si nd. Dazu würden wir versuchen am Wiener Platz in Köln Mülheim ein Steet workerbüro/ Treff zu bekommen .Hier für informelle Gespräche,als Büro,al s Basis ,zur Übergabe an andere Träger und weiterführende Hilfen.Hierzu bedarf es außer der Miete noch Honoramittel für erfahrene Pädagogen Erziehr/Sozialarbeiter die ein Ausbildung haben um auf Honorarbasis mit zu arbeiten und zu u nterstützen. Ferner eine Stelle für eine 450 Euro Kraft Dazu wird ein Internetzugang,Diensthandy(gebraucht), Handykarten,Büromöbel,Computer,Drucker, Lampen, Fahrkosten benötigt . - Arbeitszeiten werden entsprechend dokumentiert wie ein Berichtwesen/ Jahresabschluss. - Einzelgespräche - Einzelfallhilfe , Hilfe und individuelle Beratung und Begleitung be i Behördengängen, Rechtsangelegenheiten, Gesundheitsfrage Kulturelle Teilhabe organisieren , im Rahmen der Vereinsarbeit die Gestaltung und Unterstützung bei Treffen und Kulturveranstaltungen - Nicht-Obdachlose, die sich der Thematik öffnen und sich für Obdachlose engagieren wollen, wobei auch hierbei gilt: „Man hilft mit dem was man selbst am besten beherrscht, oft am meisten.“ Netzwerken , Kontakte zu anderen Nothilfeeinrichtungen pflegen, Zusammenarbeiten und gemeinsame Veranstaltungen organisieren - Öffentlichkeitsarbeit und Werbung, Pflege der Vereinswebsite Unternehmen und Institutionen, die auf Basis sozia ler Zielsetzungen Obdachlose bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft unterstütze n möchten, zum Beispiel durch die Vermittlung von Arbeit, Praktika oder Weiterbildung Für die Durchführung der beste mit anderen sozialen Hilfeeinrichtungen z.B. OASE e.V. mit seinem Projekt Draussenseiter, dem SKM, einem Anwalt, Ärzten, Sozialarbeitern und anderen Vereinen. Zur aktiven Hilfe bietet der Verein darüber hinaus zwei unterschiedliche Vereinsmitgliedschaften an. Die aktive Vereinsmitgliedschaft beinhaltet aktive Beteiligung am Vereinsleben und daran, im Rahmen der regelmäßigen Mitgliederversammlungen, we sentliche anstehende Entscheidungen zur Vereinsarbeit zu beschließen. Mitglieder erhalten d em Anlass gebundene Newsletter, die Protokolle der Mitgliederversammlungen, Einblicke in Rechensch aftsberichte und Bilanzen. Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 50,- Euro bzw. ermäßigt 12 ,50 Euro für Hartz IV- und Sozialhilfeempfänger, Rentner, Schüler und Studenten. Aktive Vereinsmitglieder können nach Absprache bevollmächtigt werden zu: I. Verteilung von Kleiderspenden II. Organisation von Spendenveranstaltungen, Semina ren/Workshops III. Organisation und Verteilung von Frühstücksange boten oder Suppen an öffentlichen Plätzen IV. Organisation, Aufbau und Unterhaltung einer Beg egnungsstätte V. Akquise von Mitgliedern und Sponsoren VI. Lobbyarbeit für obdachlose Frauen und Mädchen Eine Fördermitgliedschaft beinhaltet regelmäßige In formationen über anstehende Höhepunkte der Vereinsarbeit in Form eines Newsletters, Einladunge n zu Kultur- und Begegnungsveranstaltungen. Der freiwillige Fördermitgliedsbeitrag wird vom Antragsteller frei bestimmt. Beide Anträge stehen auf der Vereins-Website zum Herunterladen bereit. 4. Zielstellungen und Leitbilder Mittelfristiges Ziel des Vereins ist es, eine Begeg nungsstätte in geeigneten Räumlichkeiten zu erschaffen, die auf die speziellen Bedürfnisse von obdachlosen Frauen und Mädchen ausgerichtet ist. Das bisherige Hilfeportfolio wird damit erweitert u m: I. Organisation, Aufbau und Unterhaltung einer kost enlosen ärztlichen Versorgung für obdachlose Frauen und ihre Tiere, insbesondere an Wochenenden II. Waschmöglichkeiten mit Dusche, Waschmaschine, T rockner III. Hundehort und Tiertafel IV. Notschlafstelle und Kleiderkammer V. Ergotherapeutisches Angebot VI. stetig bedarfsorientierte Anpassung des Angebot s Das Miteinander im Verein ist geprägt von einem res pektvollen Umgang untereinander, der Achtung der Menschenwürde, Toleranz, Wertschätzung und der Erkenntnis, dass Armut und Not sehr individuell verlaufen, deshalb spezifische Hilfen benötigen. 5. Finanzstatus Derzeit verfügt der Verein über konstante Barmittel von durchschnittlich 13000,- Euro. Diese generieren sich fortlaufend aus Spenden, Sponsoring und Mitgliedsbeiträgen. Im laufenden Jahr 2017 und folgende werden erstmalig auch projektbezogene Fördergelder beantragt.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3255/2020
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 23.11.2020
- Erstellt
- 09.11.2020 06:27