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AN/1076/2020

Sexueller Missbrauch in Kitas und Schulen

Gem. Anfrage nach § 4 (Grüne) 20.08.2020

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Nächste Beratung: Jugendhilfeausschuss, Sitzung am 25.08.2020, TOP 6.2.3

Gem. Anfrage nach § 4 (Grüne)

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Gem. Anfrage nach § 4 (Grüne)

3063 Zeichen

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat 
 
 
 
An den Vorsitzenden des Ausschusses 
für Schule und Weiterbildung 
Herrn Dr. Helge Schlieben 
 
sowie 
 
an den Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses 
Herrn Dr. Ralf Heinen 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 20.08.2020 
 
AN/1076/2020 
 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 24.08.2020 
Jugendhilfeausschuss 25.08.2020 
 
Sexueller Missbrauch in Kitas und Schulen 
Sehr geehrter Herr Dr. Schlieben, sehr geehrter Herr Dr. Heinen, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
in einer Studie der Universität Regensburg* gaben 11,6 % der befragten Frauen und 5,1 % 
der befragten Männer an, als Kind von sexueller Gewalt betroffen gewesen zu sein. Beim 
ersten Übergriff waren die Kinder durchschnittlich 9,5 Jahre alt.  
Noch dramatischer sind die Gewalterfahrungen von Kindern mit Behinderungen oder Beein-
trächtigungen. Hier gaben zwischen 20 % bis 34 % an, Opfer von sexueller Gewalt gewor-
den zu sein. 
Wie mit einem Brennglas haben die nun aufgedeckten Fälle sexueller Gewalt gegen Kinder 
in Lügde, Münster und Bergisch Gladbach den Blick auf diese seit langem bestehende Situa-
tion gelenkt.  Fassungslos blicken die Bürgerinnen und Bürger auf die Größe der Netzwerke, 
in denen die Taten mit Fotos und Filmen zur Schau gestellt und geteilt werden.  
Um Kinder bestmöglich zu schützen, bedarf es einer konsequenten Strafverfolgung der Täter 
und Täterinnen, einer wirkungsvollen Prävention, einer guten Beratung der betroffenen Kin-
der und ihrer Eltern sowie Angebote zur Überwindung der Folgen. 
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

- 2 - 
 
Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen haben eine besondere Verantwortung, aufmerksam 
Anzeichen von sexueller Gewalt an Kinder von Dritten wahrzunehmen. Zudem müssen sie 
sensibel sein, um auch Täter und Täterinnen in ihren Einrichtungen zu erkennen: 
 
1. In welchen Schulen gibt es bereits Schutzkonzepte und wie werden sie umgesetzt? 
 
2. Wie beurteilt die Verwaltung die Situation in den Offenen Ganztagschulen sowie in 
den Kitas und der Tagespflege? Wie kann hier – sofern erforderlich – die Kompetenz 
weiter gefördert werden? Ist der Bedarf an Angeboten der Qualifizierung und Sensibi-
lisierung ausreichend? 
 
3. Welchen Bedarf sieht die Verwaltung im Bereich der Beratung und Unterstützung von 
Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern – auch, um der sexuellen Gewalt im In-
ternet zu begegnen? 
 
4. Gibt es in Köln ausreichend Angebote zur Bearbeitung erlittener Traumata? 
 
5. Wie beurteilt die Verwaltung die vorhanden Präventionsangebote? Wo gibt es Nach-
steuerungsbedarf? 
 
 * Universität Regensburg, Sexueller Missbrauch,  „MIKADO - Missbrauch von Kindern – 
Aetiologie, Dunkelfeld, Opfer“ (MIKADO-Studien), 2015 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Niklas Kienitz     gez. Lino Hammer 
CDU-Fraktionsgeschäftsführer   GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (2)

24.08.2020 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 3.2.2 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
25.08.2020 Jugendhilfeausschuss
TOP 6.2.3 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1076/2020
Typ
Gem. Anfrage nach § 4 (Grüne)
Datum
20.08.2020
Erstellt
20.08.2020 10:57