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3843/2024

Beantwortung einer Anfrage der Fraktion DIE LINKE in der Bezirksvertretung Mülheim vom 18.11.2024 betreffend "Gibt es auch in Zukunft Winterhilfe und Notschlafplätze für Betroffene aus dem Stadtbezirk Köln- Mülheim?"

Beantwortung einer mündl. Anfrage (BV) 29.11.2024

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 02.12.2024

Beantwortung einer Anfrage (BV)

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Beantwortung einer Anfrage (BV)

5104 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/50 
 
Vorlagen-Nummer 
 3843/2024 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 02.12.2024 
 
Beantwortung einer Anfrage der Fraktion DIE Linke in der Bezirksvertretung Mülheim 
vom 18.11.2024 betreffend "Gibt es auch in Zukunft Winterhilfe und Notschlafplätze für 
Betroffene aus dem Stadtbezirk Köln- Mülheim?" 
1. Zur konkreten Ausgestaltung einer Zusammenarbeit der Fachberatungsstellen mit 
dem Amt für Wohnungswesen hinsichtlich Wohnraumbeschaffung (Nachfrage aus 
der Sitzung vom 02.09.2024) 
Die Fachberatungsstellen der Wohnungslosenhilfe Köln als auch die im Einsatz befindli-
chen Streetworker unterstützen wohnungslose Menschen bei der Wohnungssuche. Sie 
beraten die Menschen dazu, an welche Stellen in der Stadtverwaltung sie sich wenden 
müssen. Weiterhin unterstützen sie die Menschenbei Terminvereinbarungen, beim Aus-
füllen von Antragsvordrucken wie z. B. für die Ausstellung eines Wohnberechtigungs-
scheines, Anträgen zu Transferleistungen (z. B. SGB II, SGB XII, Wohngeld u. ä.). 
Alle Fachberatungsstellen unterhalten auch seit vielen Jahren Kontakte in das Amt für 
Wohnungswesen. Über dieses kann jedoch auch kein ausreichender Regelwohnraum für 
wohnungslose Menschen bereitgestellt werden. Die Wohnraumakquise findet daher bei 
Wohnungsgebern statt. Dies sind neben den großen Wohnungsunternehmen auch pri-
vate Anbieter. Mitarbeiter*innen der Fachberatungsstellen nutzen die Kontakte zu Woh-
nungsgebern, um Menschen wieder Zugang zu Regelwohnraum zu verschaffen. 
 
 
2. Was bedeutet "Reso- Dienste"? (Nachfrage aus der Sitzung vom 02.09.2024) 
Die Abkürzung „Reso-Dienste“ ist ein historisch gewachsener Begriff. Der Name wurde 
gewählt, als in der Stadtverwaltung ein Dienstleistungszentrum zur besseren Versorgung 
wohnungsloser Menschen entstand. Reso steht dabei für Resozialisierung. Dies ist ein 
Fachbegriff und stammt aus der Zeit als die Wohnungslosenhilfe noch als Nichtsess-
haftenhilfe bezeichnet wurde. 
Heute ist das ehemalige Dienstleistungszentrum ein Sachgebiet und als solches Teil der 
Abteilung Wohnungsnotfälle des Amtes für Soziales, Arbeit und Senioren. 
 
 
3. Wie viele Streetworker sind zuständig? (Nachfrage aus der Sitzung vom 02.09.2024) 
Für obdachlose Menschen in Köln sind 4 Vollzeitstellen vorgesehen. Diese werden aktuell 
von 6 Personen besetzt. Diese 6 Personen arbeiten im gesamten Kölner Stadtgebiet. Es 
gibt keine festen Gebietsfestlegungen und insofern auch keine nur für Mühlheim im Ein-
satz befindlichen Streetworker*innen. 
 
 
4. Führt ausschließlich das Ordnungsamt die "Kältegänge" durch? 
Die Kältegänge werden nicht vom Ordnungsamt durchgeführt. Dies erfolgt ehrenamtlich.

2 
 
Ein Großteil der „Kältegänger“ sind Mitarbeitende aus den verschiedensten Ämtern der 
Stadt Köln, die in ihrer Freizeit diese Aufgabe übernehmen und dafür eine Aufwandsent-
schädigung erhalten. Die Kältegänge werden im Sachgebiet der „Reso-Dienste“ koordi-
niert.  
 
 
5. Wer hat entschieden, dass nur die Hot Spots in der Köln-Innenstadt bei Minustem-
peraturen aufgesucht wurden? (Nachfrage aus der Sitzung vom 02.09.2024) 
Diese Entscheidung wurde bereits vor sehr vielen Jahren getroffen. Die Gründe dafür 
sind aber bis heute unverändert. Es kann nicht das gesamte Stadtgebiet aufgesucht wer-
den, dafür ist keine ausreichende Ressource verfügbar.  
 
Und es werden nicht nur Plätze an den sogenannten „Hotspots“ aufgesucht. 
In der Zeit vom 01.11. eines Jahres bis zum 30.04. des Folgejahres ist ein „Winterhilfe-
telefon“ eingerichtet. Dort kann jeder anrufen, der eine im Freien lagernde Person melden 
möchte. Diese Meldung wird verarbeitet und Kältegänger*innen gezielt dann dort hinge-
schickt. Die Telefonnummer des Winterhilfetelefons ist auf der Seite der Stadt Köln veröf-
fentlicht. Zum Start der Winterhilfe gibt es auch immer eine Pressemitteilung, in welcher 
ebenfalls diese Telefonnummer bekannt gegeben wird. 
 
 
6. Wie hoch sind die finanziellen Mittel, die bisher für die Winterhilfe eingesetzt wer-
den können, wieviel davon wurde ausgeschöpft und werden die Mittel auch Im Win-
ter 2025 / 2026 zur Verfügung stehen? 
Die Aufwendungen für die Kältegänge hängen von den jährlichen Temperaturentwicklun-
gen ab. In den letzten Jahren lagen diese durchschnittlich bei 1.800 Euro für die gesamte 
Winterhilfesaison. 
 
Hinzutreten noch die Kosten für das niedrigschwellige zusätzliche Ganztages-aufenthalts-
angebot der Winterhilfe, derzeit in der Ostmerheimer Str. 220 in Kalk Merheim unterbrei-
tet. Die Kosten dafür beliefen sich in 2023 auf ca. 1,2 Mio. Euro. 
 
Die Winterhilfe ist eine Maßnahme zur Gefahrenabwehr, so dass diese Mittel auch in dem 
Winter 29025/2026 zur Verfügung stehen werden.  
 
 
5.  Wo werden die Notschlafstellen in welcher Bettenanzahl zukünftig angeboten wer-
den, wenn das Gebäude an der Ostmerheimer Straße nicht mehr zur Verfügung ste-
hen wird? 
Die Verwaltung ist derzeit auf der Suche nach einem Ersatzstandort. Daher kann diese 
Frage noch nicht abschließend beantwortet werden.

Beratungsverlauf (1)

02.12.2024 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3843/2024
Typ
Beantwortung einer mündl. Anfrage (BV)
Datum
29.11.2024
Erstellt
29.11.2024 18:17