AN/1134/2019
Fußballplätze im Bezirk: Kunstrasen-Problematik
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Antrag nach § 3 (Grüne BV2)
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Herrn Bezirksbürgermeister Mike Homann Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/1134/2019 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 16.09.2019 Fußballplätze im Bezirk: Kunstrasen-Problematik Sehr verehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, Die Fraktion „Die Grünen“ bittet darum, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung der BV Rodenkirchen (BV2) am 16.09.2019 zu setzen. Die BV Rodenkirchen möge beschließen: Bei der Wartung bzw. Neuanlage von Fußball-Spielfeldern ist, um sowohl den Ansprü- chen an die Umweltverträglichkeit als auch an die Spielfeldqualität gerecht zu werden, auf folgende Maßgaben zu achten: 1. Bei der Wartung bestehender Kunstrasenplätze soll die Einstreu aus nachhaltigem, also rückstandslos abbaubarem Granulat (Kork oder Ähnlichem) bestehen, damit ein Eintrag der sonst üblichen Mikroplastikpartikel in die Umwelt vermieden wird. 2. Das Re cycling des alten Granulats sowie des verbrauchten Kunstrasens ist ve r- pflichtend und muss dokumentiert werden. 3. Bei der Neuanlage von Fußballplätzen soll die Spielfläche aus natürlichem Rasen, wie etwa Winterrasen, oder anderen für die Natur unbedenklichen Belägen bestehen. Begründung siehe umseitig: Bei der Umsetzung der Sportförderung dürfen die Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit nicht außer Acht gelassen werden. Nach Berechnungen des Fraunhofer-Institutes werden in Deutschland jedes Jahr 8000 Tonnen Mikroplastikteilchen allein durch Fußball - Kunstrasenplätze in die Umwelt emittiert – 20-mal mehr, als durch Kosmetik-, Wasch- und Reinigungsmittel in deutschen Haushalten freigesetzt werden. Verwehungen von künstlichen Sport- und Spielplätzen sind laut Fraunhofer-Institut neben dem Reifenabrieb als Hauptver- ursacher für die Verbreitung von Mikroplastik anzusehen. Plastikteilchen gelangen auch durch Anhaftungen an Schuhen und Kleidung der Sportler*innen sowie durch offene Bewäs- serungssysteme in die Umwelt. Mikro- und Nanoplastikteilchen gelangen über die Nahrungskette sowie durch Inhalation auch in die Körper von uns Menschen. Die Folgen für uns und unseren Planeten sind bislang unabsehbar und noch nicht erforscht. Die Folgen unseres unvergänglichen P lastikerbes werden die nachfolgenden Generationen tragen müssen. gez. Manfred Giesen gez. Carolin Ramrath
Sachstandsbericht BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/02/02-2 ___________________________ Vorlagen-Nummer AN/1134/2019 Stand: 23.06.2022 Sachstandsbericht Fußballplätze im Bezirk: Kunstrasen-Problematik Beschluss der Bezirksvertretung Rodenkirchen vom 16.09.2019 8.1.10 Fußballplätze im Bezirk: Kunstrasen-Problematik, Antrag der Fraktion Die Grünen AN/1134/2019 Beschluss: Die Bezirksvertretung Rodenkirchen fasst folgenden Beschluss: Bei der Wartung bzw. Neuanlage von Fußball-Spielfeldern ist, um sowohl den Ansprüchen an die Umweltverträglichkeit als auch an die Spielfeldqualität gerecht zu werden, auf folgende Maßgaben zu achten: 1. Bei der Wartung bestehender Kunstrasenplätze soll die Einstreu aus nachhaltigem, also rück- standslos abbaubarem Granulat (Kork oder Ähnlichem) bestehen, damit ein Eintrag der sonst üblichen Mikroplastikpartikel in die Umwelt vermieden wird. Abstimmungsergebnis: Mehrheitlich gegen die Fraktion Die Grünen und die Stimmen der Herren Bronisz und Ilg mit fünf Stimmen der CDU-Fraktion, vier Stimmen der SPD-Fraktion und einer Stim- me der FDP-Fraktion abgelehnt. 2. Das Recycling des alten Granulats sowie des verbrauchten Kunstrasens ist verpflichtend und muss dokumentiert werden. Abstimmungsergebnis: Mehrheitlich gegen die Fraktion Die Grünen und die Stimmen der Herren Bronisz und Ilg mit fünf Stimmen der CDU-Fraktion, vier Stimmen der SPD-Fraktion und einer Stim- me der FDP-Fraktion abgelehnt. 3. Bei der Neuanlage von Fußballplätzen soll die Spielfläche aus natürlichem Rasen, wie etwa Winterrasen, oder anderen für die Natur unbedenklichen Belägen bestehen. Abstimmungsergebnis: Mehrheitlich gegen die Fraktion Die Grünen und des Herrn Bronisz mit fünf Stimmen der CDU-Fraktion, vier Stimmen der SPD-Fraktion, eine Stimme der FDP-Fraktion und der Stimme des Herrn Ilg abgelehnt. 2 Status erledigt
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig abgelehnt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1134/2019
- Typ
- Antrag nach § 3 BV2 (Grüne)
- Datum
- 02.09.2019
- Erstellt
- 02.09.2019 10:17