1820/2017
Zuwendung aus dem städtischen Aktivierungsfonds für drei Projekte im Sozialraum Humboldt/Gremberg und Kalk
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Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/15/152 152/1 Vorlagen-Nummer 1820/2017 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Zuwendung aus dem städtischen Aktivierungsfonds für drei Projekte im Sozialraum Humboldt/Gremberg und Kalk Beschlussorgan Bezirksvertretung 8 (Kalk) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Kalk beschließt, 1. dem Antrag der Nachbarschaftsinitiative Humboldt-Gremberg auf eine Zuwendung aus dem städtischen Aktivierungsfonds in Höhe von 964,49 € und 2. dem Antrag des Pavillon e.V. auf eine Zuwendung aus dem städtischen Aktivierungsfonds in Höhe von 1.066,06 € und 3. dem Antrag des Veedel e.V., GWA Kalk-Nord auf eine Zuwendung aus dem städtischen Aktivie- rungsfonds in Höhe von 469,44 € stattzugeben. Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Für den Zeitraum bis zur Genehmigung des Integrierten Handlungskonzeptes (IHK) „Starke Veedel – Starkes Köln“ durch das Land und den darin genannten Förderprojekten wurde der städtische Aktivie- rungsfonds eingerichtet. Adressat sind die Akteure vor Ort wie z. B. Einrichtungen, Vereine oder Bür- gerinitiativen. Ziel ist es, im Vorfeld der Förderphase mit kleinen bedarfsgerechten Projekten und Maßnahmen in den Sozialräumen eine positive „Aufbruch“/-Stimmung zu erzielen. Dieser Fonds wur- de gemäß Ratsbeschluss 2901/2015 vom 12.11.2015 mit einem Budget in Höhe von 55.000,00 € ausgestattet. Verteilt auf die elf Sozialräume sind dies 5.000,00 € pro Sozialraum, ausgeschüttet in zwei Antrags- durchläufen zu 2.500,00 € und erstmals im Frühjahr 2017 ausgeschrieben. Der maximale Zuwen- dungsbetrag pro Maßnahme beträgt 1.249,00 €. Der entsprechen-den Beschlussvorlage 3225/2016 wurde von der Bezirksvertretung Kalk am 08.12.2016 einstimmig zugestimmt. Die Bezirksvertretung übernimmt als Entscheidungsgremium die Beschlussfassung für die Zuwen- dungsanträge aus dem Aktivierungsfonds, nachdem sich die Verwaltung mit dem zuständigen Sozial- raumkoordinator/ der zuständigen Sozialraumkoordinatorin beraten hat. Aus dem Sozialraum Humboldt/Gremberg und Kalk sind drei Anträge eingegangen. Bezirksvertretung 8 (Kalk) 22.06.2017 2 Die Nachbarschaftsinitiative Humboldt-Gremberg beantragt eine Zuwendung i. H. v. 1.240,00 € für das Projekt „Taunusstraßenfest Miteinander (!) leben“. Zuwendungsfähig ist hiervon allerdings nur ein Betrag i. H. v. 1.130,00 €. Der Pavillon e.V. beantragt eine Zuwendung i. H. v. 1.249,00 € für das Projekt „Natur entdecken in Kalk-Nord Nistkastenprojekt“. Der Veedel e.V., GWA Kalk-Nord beantragt eine Zuwendung i. H. v. 550,00 € für das Projekt „Gemeinwesenarbeit Kalk-Nord – Eröffnung Stadtteilbüro Loestr. 2“. Die Fördervoraussetzungen der Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen aus dem städtischen Aktivierungsfonds sind in allen drei Fällen erfüllt. Der Sozialraumkoordinator Herr Tschechowski unterstützt die Förderung der Projekte. Damit alle drei Projekte gefördert werden können, kann die jeweilige Zuwendung nicht in der bean- tragten Höhe ausgezahlt werden. Vorgeschlagen wird eine proportionale Kürzung entsprechend fol- gender Berechnung: Projekt förderfähiger Zuwendungsbedarf % von Antragssumme proportionaler Anteil von 2.500 € Gesamtausschüttungsbetrag proportionale Kürzung um Taunusstraßenfest 1.130,00 € 38,6% 964,49 € 165,51 € Natur entdecken 1.249,00 € 42,6% 1.066,06 € 182,94 € Eröffnung Stadtteilbüro 550,00 € 18,8% 469,44 € 80,56 € Kontrollsumme Antragssumme 2.929,00 € 2.500,00 € 429,00 € Erläuterungen siehe Anlagen
Anlage 1 BV8-Projekte Aktivierungsfonds Humboldt-Gremberg-Kalk
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Sozialraumgebiet 7: Humboldt/Gremberg / Kalk Projekt: Taunusstraßenfest "Miteinander (!) leben" Antragsteller: Nachbarschaftsinitiative Humboldt-Gremberg Beantragte Förderung: 1.240,00 € (Sondernutzungsgenehmigung 110,00 €, Bühne 250,00 €, Strom 150,00 €, Wasser/ Abwasser 80,00 €, Plakate/ Flyer 100,00 €, Gema 200,00 €, Toilette 200,00 €, Straßenabsperrungen/ Hinweisschilder 150,00 €) Eingang: 08.05.2017 Prüfung der Förderfähigkeit gemäß der Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen aus dem städtischen Aktivierungsfonds - Förderfähig als Mitmachaktion im Stadtteil Humboldt/ Gremberg - Förderfähig als geeignete Maßnahme zur Aktivierung der Beteiligten - Zielsetzung: Stärkung der Gemeinschaft - Zielsetzung: Stärkung der Identität mit dem’ Stadtteil Humboldt/ Gremberg Projektbeschreibung: Entstanden aus einer Nachbarschaftsinitiative soll voraussichtlich am 02.09.2017 zum zwei- ten Mal das Taunusstraßenfest „Miteinander (!) leben“ in Kooperation mit dem Integrations- haus e.V. und mit Unterstützung der Sozialraumkoordination stattfinden. Organisiert wird es von Nachbarn für Nachbarn und weitere motivierte und interessierte Anwohnerinnen und Anwohner können in die verschiedenen Beteiligungsebenen eingebunden werden. Zwi- schen Gießener Straße und Feldbergstraße ist ein vielfältiges Programm mit Konzerten, Spiel- und Spaßangeboten für Kinder, verschiedenen Aktionen bspw. Massagen oder Foto- graf und politischen Redebeiträgen geplant. Abgerundet wird das Fest durch kulinarische Köstlichkeiten aus verschiedenen Kulturen zu familienfreundlichen Preisen. Bei dem Fest soll insbesondere die Vielfalt Humboldt/ Grembergs berücksichtigt werden. Das Bühnenprogramm, die Mitmach- und Konsumstände, die Presse- und Öffentlichkeitsar- beit sowie das Planungsteam sollen die Vielfalt des Viertels bestmöglich wiederspiegeln. Vernetzung und Austausch aller in Humboldt/ Gremberg lebenden Menschen und Gruppie- rungen sollen nachhaltig gefördert und Vertrauen geschaffen werden. Das Fest dient dem Abbau von Vorurteilen entsprechend der Maxime: „Humboldt/ Gremberg ist ein buntes, tole- rantes, solidarisches, lebenswertes und schönes Veedel". Die Vorurteile generieren sich unter anderem aus den Vorkommnissen der Kölner Silvester- nacht 2015/ 2016, in deren Fokus Menschen aus nordafrikanischen Ländern geraten sind. Die Folge war eine Reihe von Razzien auf der überwiegend marokkanisch geprägten Taunusstraße. Diese führten zu Unsicherheiten auf allen Seiten der im Stadtteil lebenden Bevölkerung. Votum der Verwaltung: Die Voraussetzungen für die Förderfähigkeit sind erfüllt, allerdings ohne die Gebühren i. H. v. 110,00 € für eine Sondernutzungsgenehmigung der Stadt Köln. Diese sind analog zu den Städtebauförderrichtlinien nicht förderfähig. Der Sozialraumkoordinator Herr Tschechowski befürwortet die Unterstützung des Projektes. Die Verwaltung empfiehlt, das o. g. Projekt auf Basis des förderfähigen Betrages i. H. v. 1.130,00 € anteilsmäßig mit 964,49 € zu fördern. Sozialraumgebiet 7: Humboldt/Gremberg / Kalk Projekt: Natur entdecken in Kalk-Nord - Nistkastenprojekt Antragsteller: Pavillon e.V. Beantragte Förderung: 1.249,00 € (Honorar 900,00 €, Material 450,00 €, davon Eigenan- iu 101,00 €) Eingang: 03.05.2017 Prüfung der Förderfähigkeit gemäß der Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen aus dem städtischen Aktivierungsfonds - Förderfähig als Mitmachaktion für Kinder im Stadtteil Kalk-Nord - Zielsetzung: Aktivierung von Bewohnerengagement - Zielsetzung: Stärkung der Identität mit dem Stadtteil Kalk-Nord Projektbeschreibung: Kinder haben selten oder gar nicht die Möglichkeit, ihren Stadtteil mitzugestalten. Oft sind keine Möglichkeiten vorhanden, die eigene Lebenswelt nachhaltig zu verändern und aktiv am öffentlichen Leben teilhaben zu können. Die Bewohner des Stadtviertels nehmen Kinder oftmals nur als störend wahr. Durch die Aktivierung der Kinder wird auch das friedvollere Miteinander im Viertel gestärkt. Das Projekt ist in fünf Phasen gegliedert: Input zum Thema Singvögel durch einen Referen- ten, Entwurfsbearbeitung für Nistkästen innerhalb des wöchentlichen Kindertreffs, Nistkas- tenbau und - Gestaltung innerhalb des Kindertreffs, Montage der Nistkästen in Innenhöfen des Stadtviertels (Herbst) und Erstellen einer Broschüre durch die Kinder. Zum Abschluss feiern die Kinder im Pavillon ein Fest. Teilnehmen können 30 Kinder im Alter von 7-11 Jahren, die in Kalk-Nord leben, den Kinder- treff besuchen oder im Rahmen der aufsuchenden Arbeit auf den Straßen Kalk-Nords auf das Projekt aufmerksam gemacht werden. Projektziel ist, dass sich die Kinder aktiv mit ihrer Lebenswelt auseinander setzen und sich für die Natur interessieren. Im zweiten Schritt nehmen sie aktiv an der Gestaltung ihres Stadtviertels teil. Bewohner aus dem Stadtviertel nehmen die Veränderungen positiv wahr. Kinder haben nachhaltig ein Interesse an „ihrem“ Nistkasten und beobachten die Verände- rungen vor Ort. Votum der Verwaltung: Die Voraussetzungen für die Förderfähigkeit in der beantragten Höhe sind erfüllt. Der Sozialraumkoordinator Herr Tschechowski befürwortet die Unterstützung des Projektes. Die Verwaltung empfiehlt, das o. g. Projekt anteilsmäßig mit 1.066,06 € zu fördern. Sozialraumgebiet 7: Humboldt/Gremberg / Kalk Projekt: Gemeinwesenarbeit Kalk-Nord - Eröffnung Stadtteilbüro Loestr. 2 Antragsteller: Veedel e.V. Köln, GWA Kalk-Nord Beantragte Förderung: 550,00 € (250,00 € Catering, 150,00 € Flyer, 150,00 € Kühl- schrankmagnete „Stadtteilbüro Loestr 2“ / Gesamtkosten: 650,00 €, davon Eigenan- teil 100,00 €) Eingang: 08.05.2017 Prüfung der Förderfähigkeit gemäß der Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen aus dem städtischen Aktivierungsfonds - Förderfähig als Mitmachaktion im Stadtteil Kalk-Nord - Förderfähig als geeignete Maßnahme zur Aktivierung der Beteiligten in Kalk-Nord - Zielsetzung: Aktivierung von Bewohnerengagement - Zielsetzung: Stärkung der Identität mit dem Stadtteil Kalk-Nord Projektbeschreibung: Das neue Stadtteilbüro Loestr. 2 des Veedel e.V. für Gemeinwesenarbeit möchte den Be- wohnerinnen und Bewohnern in Kalk-Nord Raum geben, um im Stadtteil aktiv zu werden und sie an Beteiligung im Stadtteil heranzuführen. Es dient als Treffpunkt, Anlaufstelle und bietet eine Versammlungsmöglichkeit. Das Stadtteilbüro soll der erweiterten Nachbarschaft Möglichkeiten und Räume eröffnen, im Stadtteil aktiv zu werden. Damit soll einem Rückzug von Menschen aus dem öffentlichen Leben begegnet und einer drohenden Vereinzelung entgegen gewirkt werden. Das Eröffnungsfest dient dazu, das Stadtteilbüro mit seiner Funktion im Quartier bekannt zu machen. Neben Speisen und Getränken wird es auch Angebote für Kinder und Jugendliche geben, um alle Altersgruppen anzusprechen. Votum der Verwaltung: Die Voraussetzungen für die Förderfähigkeit in der beantragten Höhe sind erfüllt. Der Sozialraumkoordinator Herr Tschechowski befürwortet die Unterstützung des Projektes. Die Verwaltung empfiehlt, das o. g. Projekt anteilmäßig mit 469,44 € zu fördern.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (4)
- Taunusstraße
- Gießener Straße
- Feldbergstraße
- Loestraße 2
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Details
- Aktenzeichen
- 1820/2017
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 13.06.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27