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Bericht der drei Träger Auszugsmanagement für den Zeitraum 01.01.-31.12.2018

Mitteilung Ausschuss 1363/2019 vom 16.04.2019

Stand: Am 02.05.2019 im Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/562/2 Vorlagen-Nummer 16.04.2019 1363/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 30.04.2019 Ausschuss Soziales und Senioren 02.05.2019 Bericht der drei Träger Auszugsmanagement für den Zeitraum 01.01.-31.12.2018 Seit Oktober 2011 gibt es das von der Stadt finanzierte Projekt „Auszugsmanagement“, welches Ge- flüchtete in eigenen Wohnraum vermittelt. Das Amt für Wohnungswesen hat die Träger Caritasver- band, Deutsches Rotes Kreuz und den Kölner Flüchtlingsrat mit der Durchführung beauftragt. Mit Ratsbeschluss vom 14.11.2017 ist das Auszugsmanagement als unbefristete Aufgabe übernom- men worden. Im Zuge dessen ist eine unbefristete Vollzeitstelle je Träger zugesichert worden. Die verbleibenden vier Stellen sind auf zwei Jahre befristet bis 31.12.2019. Beigefügt ist der 4. gemeinsame Bericht der drei Träger. Die Verwaltung möchte zu dem Bericht folgende ergänzende Informationen geben: Im Jahr 2018 stand die Planung, Organisation und Durchführung von Workshops für Geflüchtete im Vordergrund. In diesen Workshops wird den geflüchteten Menschen unabhängig kultureller Hinter- gründe, Alter, Geschlecht und Sprachkenntnissen erläutert, was bei der Wohnungssuche zu beachten ist. Die Veranstaltungen zielen darauf ab, zur eigenständigen Suche auf dem Wohnungsmarkt zu befähigen und zu motivieren, auch wenn es in Köln ein langwieriger Prozess ist, Wohnraum in Anleh- nung an den Mietrichtwert zu finden. Die Workshops werden zum Teil in den städtischen Unterbrin- gungseinrichtungen mit vorhandenen Gemeinschaftsräumen oder in anderen Bildungszentren durch- geführt. Die Kooperation mit der GAG wurde um neue Standorte erweitert, die nach der sogenannten Richtli- nie Flü gefördert werden. Die Zusammenarbeit mit zwei Wohnungsbaugesellschaften konnte ausge- baut werden. Darüber hinaus gab es 2018 vereinzelt Angebote von der Vivawest, Baardse Immobilien und Vonovia. Die städtische Koordination hat 2018 ein Controlling eingeführt. Hierbei wird die Einzelfallstatistik der Träger berücksichtigt. In den ersten beiden Quartalen wurden weitere Kategorien hinzugefügt. Die Träger senden ihre ermittelten Zahlen jeweils zum Ende eines Quartals an die städtische Koordinati- on. Das Controlling dient dazu, den kompletten Arbeitsprozess des Auszugsmanagements zu erfas- sen und auszuwerten. Insgesamt wurden 144 Haushalte, das sind 426 Personen im Kölner Stadtge- biet untergebracht. Die Auswertung des Controllings nach dem 2. Quartal 2019 dient als Entscheidungsgrundlage für die Ratsvorlage zur Weiterführung der befristeten Stellen. Gez. Dr. Rau
  • Auszugsmanagement Jahresbericht 2018

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    Auszugsmanagement Jahresbericht 2018 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung ........................................................................................................ 3 2. Statistik & Controlling ................................................................................... 3 3. Einzelbeispiele aus der Arbeit des Auszugsmanagements ....................... 7 3.1. Familie S. .................................................................................................. 7 3.2. Eheleute G. ............................................................................................... 8 3.3. Frau A. ...................................................................................................... 8 4. Workshops und Informationsveranstaltungen ............................................ 9 4.1. Workshop „Wohnungssuche“ ............................................................... 9 4.2. Informationsveranstaltungen zur Wohnungssuche ........................... 10 5. Netzwerkarbeit und Wohnungsgeber ......................................................... 11 5.1. Netzwerkarbeit ....................................................................................... 11 5.2. GAG Immobilien AG .............................................................................. 13 5.3. Weitere Wohnungsgeber ...................................................................... 13 6. Zusammenarbeit mit Kölner Ämtern/Behörden ........................................ 14 6.1. Kooperation mit dem Amt für Wohnungswesen ................................. 14 6.2. Zusammenarbeit mit weiteren Kölner Ämtern/Behörden .................. 14 7. Fazit und Ausblick ....................................................................................... 15 3 1. Einleitung Der vorliegende Jahresbericht des Auszugsmanagements bezieht sich auf den Zeitraum vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018. Ausgehend vom letzten Bericht über den Zeitraum 01.10.2015 - 31.12.2017 gab es im Aus- zugsmanagement einige strukturelle Veränderungen, um d ie Zusammenarbeit zu optimi e- ren. Viele Impulse, die während einer Klausurtagung Anfang 2017 gegeben wurden, sind inzwischen produktiv umgesetzt worden.1 Hier werden diese Veränderung und die Arbeit des Auszugsmanage ments im Jahre 2018 anhand statistischer Daten, aber auch mit Hilfe von Fallbeispielen, die einen lebensweltl i- cheren Eindruck der Arbeit vermitteln, beschrieben. 2. Statistik & Controlling Die im Folgenden dargestellten Diagramme basieren auf den Daten der Liste der Stadt Köln (1 Liste Kandidaten Stand 17.12.2018) und beziehen sich auf die Vermittlungen des Au s- zugsmanagements. Als noch zu vermittelnd gelistet sind dort 2428 Personen verteilt auf 593 Haushalte aus insgesamt 41 Herkunftsländern. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 144 Haushalte und damit insgesamt 426 Personen vom Auszugsmanagement in Wohnungen im Kölner Stadtgebiet untergebracht. 1 Vgl. https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=666119&type=do& (S.5) 0 10 20 30 40 50 60 1 Person 2 Personen 3 Personen 4 Personen 5 Personen 6 Personen 7 Personen 8 Personen 14 Personen Haushaltsgrößen 4 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 Aufenthalts- erlaubnis Aufenthalts- gestattung Duldung Fiktions- bescheinigung Sonstige Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender Aufenthaltsstatus 0 10 20 30 40 50 60 Guinea Mazedonien Serbien Albanien Nigeria Eritrea Irak Iran Afghanistan Syrien Top 10 Herkunftsländer 5 Wie im letzten Bericht beschrieben, geben die bloßen Vermittlungszahlen keinen umfa s- senden Einblick in die Arbeit der Auszugsmanager*innen. Daher wurde auf operativer Eb e- ne von den Trägern eine “Einzelfallstatistik” entworfen, die mehr Möglichkeiten bietet die geleisteten Tätigkeiten abzubilden. Hier die zur Übersichtlichkeit in drei geteilte Tabelle der “Einzelfallstatistik”2 2018: Beratung/Kontakt Klient unabhängig Beratung/Kontakt Klient Schufa WBS Kontakt Vermieter/Makler Haus- besuch Begleitung Wohnung 2036 3768 78 344 1633 110 257 Kaution Kontakt Ämter/Behörden Begleitung Ämter/Behörden Begleitung MV/SÜ Anträge Ämter/Behörden 149 667 114 146 485 Anmeldung Strom etc. Nachbetreuung Sonstiges Anzahl abgelehnter Angebote (Vermieter) Anzahl abgelehnter Angebote (Klienten) < 3 Monate > 3 Monate 117 447 246 87 89 51 Im Laufe des Jahres 2018 ist unter Berücksichtigung der Einzelfallstatistik ein Controlling - Werkzeug vom Amt für Wohnungswesen der Stadt Köln entwickelt worden. Erfasst wird nun auch der administrative Arbeitsaufwand. Zudem wird deutlich, dass jede einzeln e Wo h- nungsvermittlungen beratungsintensiv ist und eine Vielzahl an Terminen und Unterstützung notwendig ist, sowohl im Vorfeld der Vermietung als auch in der Nachbetreuungszeit. Au- ßerdem werden neben den reinen erfolgreichen Vermittlungen auch alle bearbeiteten Woh- nungsangebote berücksichtigt. Die Zahlen, die in diesem Controlling erfasst werden, sind z.T. Näherungswerte, da im Laufe des Jahres 2018 Kategorien hinzugefügt und verändert wurden. Das Controlling sowie die Einzelfallstatistik der drei Träger wird quartalsweise an die Koordinationsstelle der Stadt Köln gesendet.3 Künftig wird ein jährlicher Vergleich dieser Zahlen möglich sein, da durch die Verstetigung der Institution des Auszugsmanagements ein jährlicher Bericht erfolgt und nicht wie bisher ein Abschlussbericht über einen Projektzeitraum (z.B: letzte r Abschlussbericht von 15.10.2015 - 31.12.2017). 2 Zur Übersichtlichkeit wird die Tabelle in drei Teilen dargestellt, eine Spalte, die den Gesamtaufwand mit Ämtern/Behörden summiert, ausgelassen und die Kategorienamen z.T. verkürzt. 3 Die Vermittlungszahlen, die sich aus den Angaben der Träger ergeben und die Vermittlungszahlen, die aus der Liste der Stadt Köln ersichtlich sind, unterscheiden sich. Dies scheint in der Vielzahl der Akteure, die für die Daten verantwortlich sind begründet zu sein. Die Daten für die Controllingdatei des Auszugsmanagements werden von den neun Mitarber*innen des Auszugsmanagements geliefert. 6 Controlling Auszugsmanagement 2018 Trägertreffen 18 Bearbeitete Wohnungsangebote Treffen SK4+Träger 17 Wohnungsangebote GAG 121 Treffen SK+Trägerleitungsebene 11 Wohnungsangebote GAG (OV) 22 Teilnahme an Seminaren/Fortbildungen 37 Wohnungsangebote Privat 90 Seminare/Fortbildungen für Multiplikatoren 8 Wohnungsangebote Sonstige 39 Netzwerktreffen 76 Wohnungsbesichtigungen 200 Infoveranstaltungen für Geflüchtete 20 Erfolgreich vermittelte Wohnungen Aktive Aquise 663 Wohnungsangebote GAG 54 Erstberatungsgespräche 277 Wohnungsangebote GAG (OV) 0 Weitere Beratungsgespräche 3491 Wohnungsangebote Privat 56 Kontakte zu Behörden5 630 Wohnungsangebote Sonstige 26 Begleitungen zu Behörden5 84 Richtlinie Flü 8 Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit 34 gesamt Summe 144 Erfolgreich vermittelte Personen Davon berufstätige Personen Wohnungsangebote GAG 134 Wohnungsangebote GAG 3 Wohnungsangebote GAG (OV6) 0 Wohnungsangebote GAG (OV) 1 Wohnungsangebote Privat 180 Wohnungsangebote Privat 12 Wohnungsangebote Sonstige 97 Wohnungsangebote Sonstige 1 Richtlinie Flü7 15 Richtlinie Flü 3 gesamt Summe 426 gesamt Summe 20 Die Unterbringung von 426 Personen in Wohnheimen und anderen Unterkunftsformen hä t- ten den städtischen Haushalt mit einer Summe von 3.883.7508 EUR belastet. Nach Abzug der städtischen Fördermittel entlastete das Auszugsmanagement der drei Träger den stä d- tischen Haushalt insgesamt um 3.372.7509 EUR. Nach Abzug der durch den Einzug in Privatwohnungen entstandenen Mietkosten i.H.v. 1.739.208 EUR verbleibt rechnerisch eine finanzielle Entlastung i.H.v. 1.633.542 EUR. Zurzeit teilen sich die drei Träger des Auszugsmanagements sieben volle Stellen, d.h. pro Stelle wird der städtische Haushalt im Schnitt um 233.363,1410 EUR erleichtert. 4 SK: Stadt Köln 5 Abweichung der Zahlen im Vergleich auf S. 5, da unvollständige Angaben auf Seiten der Träger nachgetragen wurden . 6 OV: Optionales Verfahren ist ein alternatives Vergabeverfahren der GAG, in denen Wohnungen mit Besonderheiten, wie z.B. Wohnungen mit Kohleofen, Senioren- oder Behindertengerechte angeboten werden 7 Personen, die keine Wohnberechtigungsschein erhalten können, da Sie nur eine Duldung oder Aufenthaltsgestaltung haben 8 Berechnung: 328 Personen im Wohnheim x 705 EUR x 12 Monate + 98 Personen im Beherbergungsbetrieb x 31 EUR x 365 Tage = 3.883.750 EUR. Als Kostensätze wurden die zuletzt bekannten Durchschnittssätze der Stadt Köln als Basis genom- men 9 Berechnung: 3.883.750 EUR – 511.000 EUR Fördermittel = 3.372.750 EUR 10 Berechnung: 1.633.542 EUR / 7 Vollzeitstellen = 233.363,14 EUR 7 3. Einzelbeispiele aus der Arbeit des Auszugsmanagements 3.1. Familie S. Wir haben im September 2018 eine 14 -köpfige Familie aus dem Irak, die seit 2016 in ve r- schiedenen Notunterkünften untergebracht war , in eine Privatwohnung vermitteln können. Das Auszugsmanage ment hat die Familie zur Wohnungsbesichtigung begleitet und dem Vermieter vorgestellt. Bedenken, die der Vermieter im Vorfeld bezüglich einer Vermietung an Geflüchtete geäußert hatte konnten durch das direkte Gespräch mit der Familie und dem Auszugsmanagement als Mittler ausgeräumt werden. Erfreulicherweise zeigte sich der Vermieter dann sehr engagiert, die Familie bei m Umzug und Einrichten der neuen Wo h- nung zu unterstützen. Die Familie erhielt darüber hinaus Unterstützung bei der Abwicklung aller weiteren notwendigen Schritte, die für den Umzug relevant waren, wie z.B. bei der Be- antragung der Erstausstattung, beim Erklären des Mietvertrags, bei der Wohnungsüberg a- be, bei Information über Haftpflichtversicherungen sowie bei der Stromanmeldung. Eine intensive Nachbetreuung wegen fehlender Mietzahlung in den ersten Monaten war ebe n- falls notwendig. Die wichtige Aufklärungs - und Interventionsarbeit der Mitarbeiterinnen zw i- schen den Ängsten der Familie, Bedenken des Vermieters und bürokratischen Hürden führ- te in diesem Fall zu einer erfolgreichen und reibungslosen Wohnungsvermittlung. Die Fami- lie ist heute überg lücklich nun endlich nach langem Aufenthalt in verschiedenen Notunte r- künften und Turnhallen in einer Wohnung zu leben , in der sie ihre Privatsphäre hat. Es fällt allen Familienmitgliedern leichter sich auf das Deutsch lernen zu konzentrieren. Außerdem ist es sehr hilfreich sich mit den deutschen Nachb arn auszutauschen und neue Netzwerke aufzubauen, auch hinsichtlich der Arbeitssuche. Erst mit dem Umzug in die neue Wohnung fühlt sich die Familie in Deutschland angekommen und kann mit einem neuen Lebensa b- schnitt beginnen. Einsparung von Unterkunftskosten am Beispiel der Familie S. Kosten bei Unterbringung in der Flüchtlingsunterkunft monatlich: 10.416 EUR Kosten der Unterbringung in Privatwohnung monatlich: 3.160 EUR Kostenersparnis durch die Vermittlung monatlich: 7.256 EUR 8 3.2. Eheleute G. Ein älteres Ehepaar (Mitte 70) aus Syrien, das durch brutale Übergriffe der ISIS in ihr em Herkunftsland stark traumatisiert ist, war seit 2016 in verschiedenen Notunterkünften und Turnhallen untergebracht. Mit Hilfe der GAG und dem Auszugsmanagement gelingt es im Dezember 2018 das Ehepaar in eine Zweizimmerwohnung zu vermitteln. Erfreulicherweise konnte die GAG in diesem Fall den Wunsch des Ehepaares berücksichtigen, eine Wohnung in der Nähe des Sohnes anzubieten . Der Sohn und die Schwiegertochter unterstützen die Eltern unter anderem bei Behördeng ängen und Arztbesuche n. Auch nach der Abwicklung des Umzuges fanden weitere Beratungsgespräche zwischen dem Auszugsmanagement und dem stark traumatisierten Ehepaar statt, um Ängste vor der Neuorientierung im neuen Lebensumfeld und Hemmnisse in Bezug auf di e bevorstehenden Veränderungen abzubau- en. Die Familie erhält Unterstützung bei der Abwicklung aller notwendigen Schritte , die für den Umzug relevant sind, wie die Einreichung des Mietangebots beim Kostenträger, der Beantragung der Mietk aution sowie Informa tion über Ummeldungsverfahren der neuen Wohnadresse und Stroman meldung. Der Bezug der eigenen vier Wände ist für das Eh e- paar ein großer Schritt in ein menschenwürdiges und vor allem sicheres Leben. 3.3. Frau A. Seit 1994 lebt die siebenköpfige Roma-Familie in Köln. Die älteste Tochter Frau A. ist in Köln geboren und aufgewachsen. Ihre Familie musste nicht nur ihre Heimat verlassen, so n- dern wurde Opfer eines rassistis chen Brandanschlags in Köln. Frau A. wuchs in Köln auf, sprach gut Deutsch, musste aber von einer Flüchtlingsunterkunft zur nächsten wechseln. Im September 2017 kam sie in unsere Beratungsstelle und bat um Hilfe bei der Wohnungss u- che. Allein schaffe sie es nicht mehr, sagte sie. Mehrmals habe sie bei privaten Vermietern und Wohnungsgesellschaften angefragt, aber nachdem Frau A. mitteilte, dass Sie nur eine Duldung besitzt, bekam sie leider immer wieder Absagen. Doch im Juli 2018 erhielt die werdende Mutter ein Wohnungsangebot über das Auszugsmanagement. Sie besuchte die Wohnung zusammen mit einer Mitarbeiterin des Auszugsmanagements und konnte in w e- nigen Wochen die Unterlagen für den Umzug vorbereiten. Die gute Zusammenarbeit zw i- schen dem Wohnungsgeber und dem Auszugsmanagement ermöglichten ihr einen pro b- lemlosen und schnellen Umzug, so dass Frau A. im darauffolgenden Monat in eine neue Zweizimmerwohnung einziehen konnte. Inzwischen lebt sie glücklich mit ihrem neugebor e- nen Baby in der vermittelten Wohnung – ihre Familie unterstützt sie und freut sich mit ihr. 9 4. Workshops und Informationsveranstaltungen 4.1. Workshop „Wohnungssuche“ Mit Beginn 2018 wurde das Angebot des Auszugsmanagement s um systematisierte Info r- mationsveranstaltungen erweitert. Dies wurde bereits im Ausblick des letzten Berichtes a n- gekündigt. Eine Veranstaltung in diesem Sinne gab es bis dahin noch nicht. Es galt somit sich auf Neues einzulassen sowie durch jede Veranstaltung in der Praxis zu lernen und die Vera n- staltung stetig weiter zu entwickeln. Hier zeigt sich eine Form der Heterogenität , wie sie in der Form nur selten anzutreffen ist. Personen mit diversen kulturellen Hintergründen, Alter, Geschlecht und vor allem unte r- schiedlichen Sprachniveaus kommen für ein paar Stunden in Kontakt miteinander und a r- beiten zusammen. So unterschiedlich die Teilnehmer*innen, so gleicht sich die Erwartungs- haltung der Teilnehmenden. Stets steht im Fokus möglichst schnell eine eigene Wohnung zu finden. Die Durchführung selbst ist wiederum sehr different und versucht sich stets den Teilne h- mer*innen anzupassen. So gestaltet sich eine Veranstaltung, bei der Zugang zum Internet möglich ist, als i.d.R. effektiver und hat einen deutlich höheren Anteil an eigenständigen Lernkomponenten. Da dies jedoch nicht immer der Fall ist, gibt es ebenfalls ein Konzept zu einer reinen „Offline-Veranstaltung“. Die Intention des Workshops ist vielschichtig. Zum einen geht es darum den Zugang zum Wohnungsmarkt aufzuzeigen und zum anderen vordringlich Ängste vor dem direkten Kon- takt mit Vermieter*innen abzubauen. Selbst wenn dieser P rozess sich als äußerst langwi e- rig herausstel lt und sich der „Erfolg“ des Unterzeichnens eines Mietvertrages nicht direkt einstellt, so erleben sich die Teilnehmenden dennoch als selbstwirksam . Sie erfahren, was sie selbst aktiv unternehmen können, um ihre Chancen auf dem Wohnungsmarkt in Köln zu erhöhen. Dies zeigt sich auch daran, dass Klienten *innen des Auszugsmanagements, die an einem Workshop teilgenommen hatten, sich in der darauffolgenden Zeit eigenständig auf Wohnungen bewarben und auch Einladungen zu Besichtigungsterminen bekamen. Bisher wurden die Workshops von insgesamt 348 Personen besucht. Je öfter der Workshop durchgeführt und angepasst wurde, desto mehr stiegen die Teilnehmerzahlen je Workshop. Ziel ist es, in jeder durch das Auszugsmanag ement betreuten Unterkunft mindestens eine Veranstaltung durchzuführen. Die Veranstaltungen fanden meistens in den Unterkünften statt, wenn ausreichende Räu m- lichkeiten zu V erfügung standen. In Unterkünften, wo keine ausreichenden Räumlichkeiten zur Verfügung st anden, haben wir Veranstaltungen in den Räumlichkeiten anderer Bi l- dungszentren durchgeführt. 10 Der Bedarf an den Workshops wird auch daran deutlich, dass Kölner Bildungszentren , die mit Flüchtlingen arbeiten, bereits Bedarf an Workshops des Auszugsmanagement s gemel- det haben. So wurde der Workshop bereits in folgenden Institutionen durchgeführt: • DAA – Deutsche Angestellten-Akademie GmbH • TAS – Tages- und Abendschule Köln • Volkshochschule Köln • Bürgeramt Chorweiler • Flüchtlingszentrum Fliehkraft – Kölner Flüchtlingsrat e.V. • Projekt PerF, Caritasverband für die Stadt Köln e.V. Fragen, die von den Teilnehmenden häufig gestellt werden, kreisen jedoch nicht nur um die vordringliche Suche nach einer Unterkunft, sondern vermehrt auch um die Klärung der F i- nanzierung der eigenen Wohnung. Inzwischen befindet sich eine Vielzahl der Geflüchteten in Anstellungsverhältnissen mit äußerst geringem Einkommen. Hier stellt sich vermehrt die Frage nach der Sicherstellung der Finanzierung, bzw. an wen man sich im Falle von Miet- rückständen wenden kann. Eine immer größer werdende Anzahl an Teilnehmern hat zudem vermehrt Fragen zum Thema Bescheide von Ämtern. 4.2. Informationsveranstaltungen zur Wohnungssuche Bereits in der Vergangenheit hat das Auszugsmanagement regelmäßig Infor mationsveran- staltungen zur Wohnungssuche angeboten und durchgeführt, die offen für Geflüchtete und freiwillige Helfer*innen sind. In Zusammenarbeit mit dem Forum für Willkommenskultur fand im Juni 2018 eine solche Veranstaltung in deutscher und arabischer Sprache im Flüch t- lingszentrum Fliehkraft statt, zu der über 60 Teilnehmer*innen erschienen. Hier wurde der enorme Bedarf an Informationen zum Thema Wohnungssuche deutlich, sodass das Au s- zugsmanagement in Zusammenarbeit mit dem Forum für Willkommenskultur d as Angebot an Informationsveranstaltungen ausgebaut hat. Es wurden daraufhin Informationsveranstal- tungen in Willkommensinitiativen, im Bürgeramt Chorweiler (in deutscher und albanischer Sprache) und an der Volkshochschule Köln durchgeführt. Weitere Informa tionsveranstal- tungen wurden von Willkommensinitiativen angefragt. Durchschnittlich erscheinen rund 20 Interessierte zu einer Veranstaltung. Durch die angebotenen Informationsveranstaltungen konnte eine große Anzahl an Geflüch- teten und Freiwilligen mit de n notwendigen Informationen zur Wohnungssuche versorgt werden und die Teilnehmenden erhielten die Möglichkeit, für sie wichtige Fragen zu stellen. 11 5. Netzwerkarbeit und Wohnungsgeber 5.1. Netzwerkarbeit Aufgrund der Aufgabenstellung des Auszugsmanagements ist ein ausdifferenziertes Net z- werk fester Bestandteil unseres Arbeitsansatzes. Dabei unterliegt unser Netzwerk selbs t- verständlich einem stetigen Wandel und wird weiterentwickelt . Die folgende Übersicht b e- nennt die primären und etablierten Kooperations - und Ne tzwerkpartner sowie exemplar i- sche Arbeitsfelder und Angebote unseres Netzwerkes . Im Jahr 2018 fand ein Treffen mit der Verbraucherzentrale und einer Schulung der Mitarbeiter *innen zum Thema Haftpflich t- versicherung statt. Zudem gab es Kontakt zu einem Recht sanwalt, der sich durch eine Schulung zum Thema Mietvertragsrecht bei der Kanzlei Nowak über den Mieterverein ergab. Auch die im Jahr 2017 begonnene Kooperation mit dem Caritas Antidiskrimini e- rungsbüro wurde weiter fortgeführt und ein erster Termin zum The ma Sensibilisierung von Wohnungsgebern und Mitarbeitenden in der Flüchtlingsarbeit fand am 28.02. statt. Am 14.03. stellte sich das Auszugsmanagement beim Netzwerktreffen frühe Hilfen beim Amt für Kinder, Jugend und Familie vor. Im Austausch mit dem Sozial en Dienst wurde am 05.04. das neue Schulungskonzept für Bewohner*innen der städtischen Unterkünfte zum Thema Eigeninitiative Wohnungssuche präsentiert. Das Auszugsmanagement nahm außerdem an mehreren Netzwerktreffen im Bereich G e- flüchtete mit Behinderung teil. 12 Kooperationspartner Auszugsmanagement Aktion Neue Nachbarn/ Willkommensinitiativen Ehrenamtlich Engagierte Kirchengemeinden Erzbistum Rechtsberatungsstellen Verbraucherzentrale Mieterverein Antidiskriminierungsstelle Wohnungsbaugesellschaften und andere Vermieter GAG Ehrenfelder Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft Private Vermieter, Kirchengemeinden/ Erzbistum Behörden Jobcenter Sozialamt Wohnungsamt (WBS-Stelle, Kautionsstelle Flüchtlings- und Sozialberatungsstellen Asylberatung Familienberatung Schuldnerberatung Integrationsagentur/ Mediationsangebot Weitere Caritas Dienste TZFO, Chance+ und PERF Jugendamt KALZ, Vingster Treff, Ombudsstelle, Rom e.V, Stadt Köln Koordinationsstelle Sozialarbeiter/innen des Amtes für Wohnungswesen 13 5.2. GAG Immobilien AG Es finden regelmäßige Treffen zwischen der Koordinationsstelle der Stadt Köln, einem Ve r- treter der GAG und einem Vertreter der Träger des Auszugsmanagements statt . Durch die sich zuspitzende Situation auf dem Kölner Wohnungsmarkt konnte die GAG dem Auszug s- management im Jahr 2018 weniger Wohnungen anbieten als gewollt . Es gab seitens der GAG einen Anmeldestopp im Auszugsmanagement für Singlehaushalte und Familien ab vier Personen. Im Jahr 2018 konnten nur sehr wenige Haushalte vom Auszugsmanagement neu bei der GAG angemeldet werden, da ein großer Teil des Klientels des Auszugsman a- gements aus ebendiesen Haushaltsgrößen besteht. Die Angebote frei finanzierter Wohnun- gen wurden von der GAG nicht für Klienten ohne Wohnberechtigungsschein geöffnet. N e- ben dieser Problematik erhielten jedoch einige Geflüchtete , die keine Möglichkeit haben einen Wohnberechtigungsschein zu erhalten, durch die Richtlinie Flü eine Wohnung von der GAG. Auch im Jahr 2019 werden noch weitere Wohnungen nach Richtlinie Flü angeboten. Nach welchen konkreten Kriterien die GAG Wohnungen an die durch das Auszugsm a- nagement angemeldeten Personen vergibt ist für das Auszugsmanagement nicht nachvol l- ziehbar. Die Bearbeitung der GAG -Angebote durch das Auszugsmanagement bedeutet gemessen an den vermittelten Wohnungen durch hohe bürokratische Anforderungen und Prozesse einen unverhältnismäßig hohen Arbeitsaufwand. Vorschläge:  Mehr frei finanzierte Wohnungsangebote der GAG für Klient*innen ohne Wohnb e- rechtigungsschein  Klare Kriterien zur Vergabe von Wohnungen, wie z.B. Warteliste, Zuzug Köln  Transparenz an beteiligte Partner 5.3. Weitere Wohnungsgeber Mit anderen Immobilienunternehmen wie der Aachener Wohnungsgesellschaft und der E h- renfelder Wohnungsgenossenschaft gibt es seit 2015 eine gute und konstante Zusamme n- arbeit. Im Berichtszeitraum konnten rund 20 Prozent der insgesamt vermittelten Wohnu n- gen über diese und auch vereinzelt weitere Wohnungsgesell schaften (z.B. Vivawest, Baa r- dse Immobilien, Vonovia) gewonnen werden. Annähernd die Hälfte der vermittelten Wo h- nungen im Jahr 2018 wurde über private Vermieter akquiriert, die sich oft erneut mit einer weiteren Wohnung an das Auszugsmanagement wenden. Das Auszugsmanagement wurde am 17.09. bei der Wohnungsgesellschaft Baardse Immobilien präsentiert und initiierte somit eine neue Kooperation. 14 Es wird angestrebt die Zusammenarbeit mit den anderen Wohnungsbaugesellschaften zu intensivieren. Die sich an potenti elle Vermi eter*innen richtende Öffentlichkeitsarbeit des Auszugsmanagements verlief, aufgrund personeller Veränderungen bei den Trägern, lan g- samer als gewünscht. Es hat sich daraus resultierend eine Arbeitsgruppe gebildet, um den Prozess für 2019 zu beschleunigen und vermehrt Vermieter bzw. Wohnungsbaugesel l- schaften und Wohnungsgenossenschaften für das Auszugsmanagement ge winnen zu kön- nen. 6. Zusammenarbeit mit Kölner Ämtern/Behörden 6.1. Kooperation mit dem Amt für Wohnungswesen Es gab im Februar 2018 ein en erneuten Personalwechsel bei der Koordinationsstelle der Stadt Köln. Die Stelle wurde von einer städtischen Sozialarbeiterin besetzt, die vorher U n- terkünfte betreut hat. Dies führte zu einer Vereinfachung der Kommunikation und zu einer effektiveren Zusammenarbeit. Die Liste der zu vermittelnden Kandidat*innen wurde bere i- nigt und umstrukturiert, so dass die Liste von anfänglichen 3800 Kandidaten auf weniger als die Hälfte reduziert werden konnte. Dazu wurden die Unterbringungseinrichtungen wieder an die Träger aufgeteilt. Dadurch ist die Kommunikation zwischen Auszugsmanager*innen, städtischen Sozialarbeiter und wohnungssuchenden Bewohnern vereinfacht. Es war zwar ein hoher Verwaltungsaufwand, der aber zum Ende des Jahres dazu führte, die Liste für mietfähige Kleinfamilien wieder zu öffnen. Seit Februar 2018 finden regelmäßige Treffen mit dem Orga Team und auf Leitungsebene statt, um neue Ideen zu entwickeln, Schwerpunkte zu setzen und Transparenz zu schaffen. Vorschläge:  Engere Zusammenarbeit zwischen Aus zugsmanagement und städtischen Soziala r- beiter*innen, erneute Vorstellung in einer Dienstbesprechung beim Amt für Wo h- nungswesen  Weitere Treffen mit Kölner Behörden  Weiterführung der Besetzung der Koordinationsstelle in vollem dafür vorgesehenen Stellenumfang mit einer Fachkraft der Sozialen Arbeit 6.2. Zusammenarbeit mit weiteren Kölner Ämtern/Behörden Die Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziales und Senioren verbesserte sich im Jahr 2018. Anträge werden schnell bearbeitet und auftretende Probleme können in der Regel unkompliziert gelöst werden. 15 Beim Jobcenter Köln hat sich die Bearbeitung von Mietangeboten durch eine Weisung d a- hingehend verbessert, dass diese zeitnah bearbeitet werden. Pr oblematisch hingegen ist noch immer die Bearbeitung der Anträge auf Erstausstattung, die häufig noch erhebliche Zeit in Anspruch nimmt und somit neue Probleme, wie entst ehende Doppelmieten, veru r- sacht. Problematisch war bisher hierbei zusätzlich, dass ein direkter Kontakt mit de r Sach- bearbeiter*innen-Ebene nicht möglich ist, telefonisch kann nur die zentrale Hotline oder das zuständige Team im Jobcenter per E -Mail kontaktiert werden. Häufig werden E -Mails nicht beantwortet und der/die zuständige Sachbearbei ter*in meldet sich erst mit zeitlicher Verzö- gerung. Es gab zwei Treffen m it der städtischen Koordination und einer Vertretung des Jobcenters. Thema war beispielweise der Umgang mit Mietrückständen durch Ablauf von Ausweisen. Es konnte seitens des Jobcenter s eine Regelung mit der Ausländerbehörde getroffen we r- den, dass eine vorläufige Bescheinigung über die voraussichtliche Weiterbewilligung vor Ausstellung der Ausweisverlängerung beim Jobcenter vorgelegt werden kann, b is der neue Ausweis vorliegt umso Leistungskürzungen und Mietrückstände zu vermeiden. Vorschläge:  Priorität bei der Bearbeitung der Anträge auf Erstausstattung  Direkte Absprachen mit dem/der zuständigen Sachbearbeiter*in, regelmäßiger Au s- tausch zwischen Behörden und Auszugsmanagement und verschriftlichte Abspr a- chen 7. Fazit und Ausblick Die im vergangenen Berichtszeitraum entwickelte gemeinsame Struktur des Auszugsmana- gements hat sich inzwischen etabliert, sodass sich die Arbeit weiter professionalisiert hat. Die gemeinsame Statistik wurde überarbeitet und ein Controlling wurde von der Stadt Köln im Jahr 2018 eingeführt, wodurch es nun möglich ist in kürzester Zeit verschiedene relevan- te Zahlen zu ermitteln. Es finden regelmäßige Besprechungen sowohl unter den Trägern als auch zwischen den Trägern und de r städtischen Koordination stat t, in denen sich ausg e- tauscht und an aktuellen Herausforderungen und Problemlagen gearbeitet wird. Mit der Intensivierung des Angebots an Workshops und Informationsveranstaltungen zur Wohnungssuche hat das Auszugsmanagement seinen Schwerpunkt hin zum Empowerment verstärkt, obwohl die Vermittlung von angemessenem Wohnraum weiterhin ein sehr wicht i- ger Bestandteil der Arbeit des Auszugsmanagements bleibt. Workshops und Information s- veranstaltungen werden auch weiterhin regelmäßig durchgeführt. Da sich in den bisher 16 durchgeführten Workshops gezeigt hat, dass einige Geflüchtete noch weitere Fragen z.B. zu ihren Leistungsbescheiden, zum Umgang mit Nebenkostenabrechnungen oder zu weit e- ren Leistungen wie etwa Wohngeld haben, sollen zukünftig auch zu diesen Themen Ang e- bote geschaffen werden. Hiermit werden die Eigenständigkeit der Geflüchteten und auch die Nachhaltigkeit der Arbeit des Auszugsmanagements weiter gestärkt. Freiwillige, die s ich mit Willkommensinitiativen v ernetzt haben oder sich auch frei in der Flüchtlingshilfe engagieren, kommen oftmals im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten mit dem Thema „Wohnen“ in Berührung. Die drei Träger des Auszugsmanagement fördern das bürgerschaftliche Engagement, kooperieren mit Netzwerken wie dem Forum für Wil l- kommenskultur oder Aktion Neue Nachbarn und stehen den Freiwilligen für Fragen in Z u- sammenhang mit der Umsetzung des Auszugsmanagements und den verwaltungsmäßi gen Abläufen zur Verfügung. Aus Sicht der drei Träger des Auszugsmanagement wäre jedoch eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit Freiwilligen und den Strukturen der ehrenamtli- chen Flüchtlingshilfe auch aus fachlichen Gesichtspunkten und zur Vermeidung von Do p- pelstrukturen wünschenswert. Vorschläge:  Angebote von Schulungen und Informationsveranstaltungen für Willkommensinitiat i- ven und Freiwilligen zum Auszugsmanagement und u.a. zu den Themen Verwa l- tungsabläufe bei Wohnheimauszug, rechtliche Bedingungen, allgemeine Fragen zu Wohnen in Köln  Bekanntmachung des Auszugsmanagements bei der Ehrenamtskoordination und den Runden Tischen in den Stadtbezirken  Halbjähriger Austausch mit dem AK Politik der Willkommensinitiativen In 2019 wird die Zusammenarbeit mit dem IKD gestärkt. Der IKD bietet eine Nachbetreuung bei Umzug in eine private Wohnung an. Es ist eine Beratungsanlaufstelle zu allen releva n- ten Themen außer zur Wohnungssuche. Ziel ist es, die Menschen im Stadtgebiet zu inte g- rieren. Das Auszugsmanagement soll auf Wunsch der Klient*innen, die in den städtischen Einric h- tungen untergebracht sind oder über das Auszugsmanagement vermittelt wurden, an den IKD vermitteln und umgekehrt . Somit erfolgt in der Nachbetreuung gegenseitige Unterstü t- zung. Der IKD hat ei nen Flyer ge fertigt. Das Auszugsmanagement wird ein Merkblatt mit den Themen der Nachbetreuung entwickeln. 17 Von Ende 2011 bis Ende 2018 hat das Auszugsmanagement, das zunächst nur mit drei Stellen ausgestattet wurde, über 3.000 Personen in Privatwohnungen vermittelt. Zusätzlich gibt es eine unbestimmte Zahl von Wohnheimauszügen, bei denen das Auszugsmanag e- ment durch Beratung oder motivierende Unterstützung beteiligt war. Dabei stellt jede ei n- zelne Wohnungsvermittlung nicht nur die Basis sowohl für die Integration in die Stadtteile als auch in die Lebensverhältnisse der Bundesrepublik Deutschland dar, sondern bedeutet auch eine spürbare Entlastung hinsichtlich der Kosten städtischer Unterbringung. Das Auszugsmanagement ist zu einem nachhaltig wirkenden Faktor für die Normalisierung des Alltags, für die positive Gestaltung der Lebenswelten und die effektive Integration der geflüchteten Menschen geworden. Aufgrund der dramatischen Knappheit sowohl an Sozialwohnungen als auch an Wohnu n- gen auf dem freien Wohnungsmarkt, deren Mieten die Mietobergrenzen nicht überschreiten, hat sich das Auszugsmanagement konzeptionell weiterentwickelt: Neben forcierter Wo h- nungsakquise auch durch Öffentlichkeitsarbeit, gilt es nun mehr als bislang, die Potentiale der Geflüchteten zu identifizieren und zu stärken, um sie auf dem Wohnungsmarkt zu orien- tieren und sie für die Wohnungssuche vorzubereiten. Zudem soll die Arbeit mit Multiplikat o- ren, vor allem mit Freiwilligen und ihren Strukturen, ausgeweitet werden, um die Wo h- nungssuche und am Ende die erfolgreiche Wohnungsvermittlung zu fördern. Um die erfolgreiche Arbeit des Auszugsmanagements nicht nur fortzusetzen, sondern sie zukunftsfähig den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen und dabei auch das Fachpersonal zu halten, wünschen sich die drei Träger die Entfristung aller Stellen. In j e- dem Fall sollten aber die befristeten Stellen um zwei weitere Jahre verlängert werden.

Beratungsverlauf

  1. 30.04.2019

    Integrationsrat

    TOP 5.5, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 02.05.2019 zuletzt

    Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren

    TOP 13.4, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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