Mandari Insight

BKA 0789

Anfrage der Fraktion DIE GRÜNEN vom 09.11.2022 Anfragen zu den Auswirkungen der Grundwasserneubildung gemäß der derzeitigen und zukünftig zu erwartenden Niederschlagsmengen auf die Seebefüllungszeiträume

Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss 25.11.2022

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Braunkohlenausschuss, Sitzung am 25.11.2022, TOP 10.1

Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Anfrage der Fraktion DIE GRÜNEN vom 09.11.2022 Anfragen zu den Auswirkungen der Grundwasserneubildung gemäß der derzeitigen und zukünftig zu erwartenden Niederschlagsmengen auf die Seebefüllungszeiträume)

· application/pdf

Ansehen

Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (LANUV Briefbogen)

· application/pdf

Ansehen

Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (BKA Nov 22 neu Fragen zu Auswirkungen Grundwasserneubildung)

· application/pdf

Ansehen

Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Anfrage der Fraktion DIE GRÜNEN vom 09.11.2022 Anfragen zu den Auswirkungen der Grundwasserneubildung gemäß der derzeitigen und zukünftig zu erwartenden Niederschlagsmengen auf die Seebefüllungszeiträume)

726 Zeichen

Seite 1 von 1 
Sitzungsvorlage Braunkohle-
nausschuss 
- öffentlich - 
BKA 0789 
Dezernat 
Regionalplanung, 
Braunkohlenplanung, 
Geschäftsstelle 
Ansprechperson  
Telefon  
BEZIRKSREGIERUNG 
Köln 
 
 
Datum 24.11.2022 
 
Beratungsfolge Termin TOP Beratungsaktion 
Braunkohlenausschuss 25.11.2022 10.1 zur Kenntnis 
 
TOP: 
Anfrage der Fraktion DIE GRÜNEN vom 09.11.2022 
Anfragen zu den Auswirkungen der Grundwasserneubildung gemäß der derzeitigen und zu-
künftig zu erwartenden Niederschlagsmengen auf die Seebefüllungszeiträume 
 
Vorschlag: 
Der Braunkohlenausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis. 
 
 
Erläuterungen: 
 
 
Anlage(n): 
1. BKA Nov 22 neu Fragen zu Auswirkungen Grundwasserneubildung  
2. LANUV Beantwortung

Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (LANUV Briefbogen)

8257 Zeichen

DURCHSCHRIFT  
n 
 
 
Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 3.11.2022 
„Ergänzende Fragen zum wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzept (TOP 6) 
zu den Auswirkungen der Grundwasserneubildung gemäß der 
derzeitigen und zukünftig zu erwartenden Niederschlagsmengen auf die 
Seebefüllungszeiträume“ 
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,  
 
per Mail vom 9.11.2022 haben Sie das LANUV um Beantwortung der Fragen 
der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 3.11.2022 an den 
Braunkohlenausschuss gebeten. 
 
Im Abstimmung mit dem Erftverband beantworten wir hiermit die Fragen. 
 
Frage 1: Welchen räumlichen Umfang haben die Auswirkungen der 
Sümpfung auf die einzelnen Grundwasserstockwerke? 
 Die räumliche Ausdehnung der Auswirkung der Sümpfung auf die einzelnen 
Grundwasserstockwerke wird alle drei Jahre im „Bericht über die Auswirkung 
der Grundwasserabsenkung durch die Entwässerungsmaßnahmen des 
Braunkohlenbergbaus“ der RWE Power AG dargestellt. Der letzte Bericht ist 
zum Stand Oktober 2021 erschienen und liegt den betroffenen Kommunen, 
Bezirksregierungen, dem MUNV, dem MWIEKE, dem GD, dem LANUV und 
dem Erftverband vor. Hiernach beläuft sich die beeinflusste Fläche im oberen 
Stockwerk auf rd. 1.651 km² und in den tieferen Grundwasserleitern auf rd. 
3.122 km². 
 
 
 
LANU V Brief boge 
Auskunft erteilt: 
Dorothee Levacher 
Direktwahl 2232 
Fax  
dorothee.levacher@lanuv.nrw.d
e 
Aktenzeichen  
bei Antwort bitte angeben 
 
Ihre Nachricht vom: 9.11.2022 
Ihr Aktenzeichen  
Datum: 23.11.2022 
Hauptsitz: 
Leibnizstraße 10 
45659 Recklinghausen 
Telefon 02361 305-0   
Fax 02361 305-3215   
poststelle@lanuv.nrw.de  
www.lanuv.nrw.de 
 
Dienstgebäude: 
Duisburg, Wuhanstraße 6 
 
Öffentliche Verkehrsmittel: 
Die Dienststelle liegt unmittelbar 
an der Westseite des Hbf 
Duisburg. 
Bankverbindung: 
Landeshauptkasse NRW 
Helaba 
BIC-Code: WELADEDD 
IBAN-Code: 
DE59 3005 0000 0001 6835 15 
USt-IdNr: DE 126 352 455 
Bezirksregierung Köln 
Dezernat 32 Geschäftsstelle des 
Braunkohenausschusses 
50606 Köln 
- per E-Mail -  
  
 
LANUV NRW, Postfach 10 10 52, 45610 Recklinghausen

Seite 2 / 23.11.2022 Frage 2-4: 
2. Welche Menge an Grundwasserneubildung ist zur Wiederherstellung 
der Verhältnisse vor dem Kohleabbau notwendig? 
3. Ist es möglich, durch Anwendung der REMO - und WETTREG-Modelle 
Aussagen hinsichtlich der Fülldauer und Füllmengen unter 
Berücksichtigung der deutlichen Temperaturzunahme in Deutschland von 
durchschnittlich 2,3°C für den Zeitraum 2071 bis 2100 und der Abnahme 
der Niederschläge im Sommer von etwa 20 % zu machen? Wenn ja, wie 
sind diese Ergebnisse? 
4.  Kann das LANUV unter der Annahme der linearen Fortsetzung der 
Niederschlagsmengen seit 2015 einen Zeitplan zur vollständigen 
Wiederbefüllung der Grundwasserstockwerke berechnen und vorlegen? 
Welche Zeitdauer ist demgemäß zu erwarten? 
4. Kann das LANUV unter der Annahme der durch höhere Temperaturen 
und längerer sommerlicher Trockenphasen höheren Verdunstungsraten 
reduzierten Niederschlagsm engen auf Basis der Daten seit 2015 einen 
Zeitplan zur vollständigen Wiederbefüllung der Grundwasserstockwerke 
berechnen und vorlegen? Welche Zeitdauer ist demgemäß zu erwarten? 
 
Die hier gestellten Fragen lassen sich mit Grundwassermodellen, wie zum 
Beispiel dem Großraummodell des LANUV, beantworten.  
Die Aufgabe des LANUV-Modells und der Schwerpunkt der aktuellen 
Modellierung liegt in der Beurteilung des Bergbaueinflusses auf den 
Wasserhaushalt. Mit dem Großraummodell für das Gebiet der Erft-, Rur- und 
Venloer Scholle lassen sich zum Beispiel die Dauer für die Befüllung der 
Tagebauseen und den Wiederanstieg des Grundwassers abschätzen. Dafür 
werden mittlere Grundwasserneubildungsverhältnisse angesetzt, um die 
Auswirkungen des Bergbaus unabhängig von Wetterverhältnissen oder 
Aspekten des Klimawandels betrachten zu können.  
Nach der zurzeit laufenden Aktualisierung des Modells mit den verkleinerten 
Abbaubereichen und geänderten Tagebauseen für Hambach und Garzweiler 
wird die nächste Simulationsrechnung unter Annahme einer mittleren 
Grundwasserneubildung für den Prognosezeitraum 2022 bis 2200 erfolgen. Im 
Zuge dieser Berechnung wird auch die Fülldauer der Tagebauseen unter der 
Annahme von vorgegebenen Befüllungsstrategien abgeschätzt werden. Dabei 
könnte auch die Grundwasserneubildungsmenge, die zur Wiederherstellung 
vorbergbaulicher Grundwasserstände benötigt wird, bilanziert werden. 
 
Zusätzlich zu der geplanten Prognose können mit dem Modell auch Varianten 
berechnet werden, in die die Veränderung der Grundwasserneubildung auf 
der Grundlage von Klimamodellen oder aktueller Neubildungssummen aus 
Trockenjahren einbezogen werden. Dazu ist anzumerken, dass nicht nur die 
in Frage 3 angesprochenen Effekte (sommerliche Trockenphasen) zum 
Tragen kommen. Von besonderer Bedeutung ist außerdem die klimatische

Seite 3 / 23.11.2022 Entwicklung im Winterhalbjahr, da die Grundwasserneubildung hauptsächlich 
im Winterhalbjahr stattfindet. Seitens des LANUV liegen Projektionen zur 
Entwicklung der Netto-Grundwasserneubildung für NRW unter dem Einfluss 
des Klimawandels vor. Außerdem liegen langjährige Auswertungen zur 
monatlichen bzw. jährlichen Entwicklung der Netto-Grundwasserneubildung 
seit 1961 lückenlos vor (LANUV Fachbericht 110, Teilbericht IX) und werden 
kontinuierlich auf Basis täglicher Daten des DWD fortgeschrieben (Klimaatlas 
NRW), so dass auf Basis dieser Datengrundlagen diverse Szenarien 
abgeleitet werden können. 
 
Generell lässt sich sagen, dass im Rheinischen Revier ein bergbaubedingtes 
Wassermengendefizit von mehr als 20 Mrd. m³ vorhanden ist. Bei einer 
mittleren Grundwasserneubildung von ca. 165 mm/Jahr (1970-2020) würden 
innerhalb der bergbaubeeinflussten Fläche jährlich etwa 500 Mio. m³/Jahr 
neugebildet werden. Innerhalb von Trockenjahren verringert sich die 
Grundwasserneubildung signifikant (ca. 115 mm/a in 2018). 
 
Frage 5: Das der Helmholtz -Gesellschaft angehörige UFZ arbeitet an 
einem räumlich und zeitlich hoch aufgelösten Informationssystem um den 
tages-aktuellen Zustand der Wasserverfügbarkeit u.a. im Boden in 
verschiedenen Tiefen und im Grundwasser verfügbar machen. Aktuelle 
Zahlen sind für das Rheinische Revier nicht vor 2024 zu erwarten. Besteht 
dennoch die Möglichkeit, dass aktuelle Zwischenergebnisse dem 
Braunkohlenausschuss kurzfristig vorgestellt werden? 
Im Rahmen des durch das LANUV initiierten und mit dem Forschungszentrum 
Jülich (IBG-3) als Kooperationspartner durchgeführten Projekt 
„Wasserhaushaltsmonitor NRW“ (WHM) wird basierend auf dem bereits 
bestehenden Wasserhaushaltsmodell mGROWA ein System zur 
tagesaktuellen und räumlich differenzierten Berechnung von 
Bodenwasserhaushaltsgrößen (Bodenfeuchte, Bodenfeuchtedefizit) für NRW 
aufgebaut. Diese Größen dienen zur Darstellung des tages-aktuellen 
Zustands der Wasserverfügbarkeit im Boden (100 x 100 m-Raster) und 
werden, ebenso wie die Projektionen auf Basis der Klimamodelle, im neuen 
Klimaatlas NRW des LANUV kontinuierlich dargestellt 
https://www.klimaatlas.nrw.de/service/aktuelles/ein-herzliches-willkommen-im-
neuen-klimaatlas-des-lanuv-nrw . Als Eingangsdaten werden die für NRW 
landesweit bestverfügbaren Datengrundlagen (hins. Boden, Klima, 
Landnutzung) genutzt. Auch ist eine räumlich hoch auflösende Darstellung 
von Sickerwasserraten und der Grundwasserneubildung für den jeweils 
zurückliegenden Monat möglich. Standardmäßig werden bisher im Mai des 
jeweiligen Jahres (zum Ende der jährlichen Grundwasserneubildungsperiode) 
monatliche und jährliche Sicherwasser- und Grundwasserneubildungsraten für 
NRW in einer Auflösung von 100 x 100 m ausgewertet (aktuell von 1961 bis 
2021 bzw. November 1960 bis April 2022). Diese Berechnungen werden 
weiter automatisiert. 
Eine Aussage zur Wasserverfügbarkeit im Grundwasser kann im Unterschied 
dazu nur auf Basis von Zeitreihen des Wasserstands in 
Grundwassermessstellen sowie in Kenntnis der Mächtigkeit und Ergiebigkeit

Seite 4 / 23.11.2022 der einzelnen Grundwasserleiter erfolgen.  Dazu wiederum dienen die 
vorhandenen Messnetze in Kombination mit geologischen Modellen und 
Grundwassermodellen, wie oben angegeben. 
 
 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
Im Auftrag 
 
gez. 
Dorothee Levacher

Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (BKA Nov 22 neu Fragen zu Auswirkungen Grundwasserneubildung)

7240 Zeichen

Anfragen zu den Auswirkungen der Grundwasserneubildung gemäß der derzeitigen und zukünftig 
zu erwartenden Niederschlagsmengen auf die Seebefüllungszeiträume  
 
 
Sehr geehrter Herr Ulmen,  
 
alle Berechnungen zur Befüllung der Tagebaurestseen basieren auf den Daten der Jahre 1960 bis 
1990 oder günstigenfalls bis 2010. Dies gilt sowohl für die Dimensionierung der RWTL als auch für die 
Annahme der Grundwasserneubildung und damit der Auffüllung d er Grundwasserstockwerke zur 
Verhinderung einer großflächigen Verteilung eluierter Kippenbestandteile durch die Versickerung des 
eingeleiteten Rheinwassers. 
 
Eine Befülldauer der Tagebaurestseen steht daher in direkte r Abhängigkeit von  der verfügbaren 
Niederschlagsmenge und der Versickerung. Betrachtet man die Zahlen der letzten zehn Jahre, so hat 
diese Wassermenge extrem abgenommen.  Nordrhein-Westfalen verzeichnet landesweit einen 
Rückgang der Grundwasserneubildung und damit absinkende Grundwasserstände. D er Anteil 
signifikant zu niedriger Grundwasserstände liegt bei knapp 50 Prozent, geht aus dem 
hydrologischen Statusbericht des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz 
Nordrhein-Westfalen (LANUV) vom 18. Juli 2022 hervor. 
An 49 Prozent der Grund wassermessstellen sind der Behörde zufolge niedrige bis sehr niedrige 
Grundwasserstände zu beobachten und zehn Prozent der Grundwasserstände zeigten ein absolutes 
Minimum. Der Anteil hoher bis sehr hoher GW-Stände sei mit sechs Prozent im Mai und fünf Prozent 
im Juni gleichbleibend niedrig. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Anteil der niedrigen bis sehr 
niedrigen GW-Stände deutlich höher.  
Noch deutlicher fällt das Grundwasserdefizit dem LANUV zufolge beim Vergleich zum Juni 2016 aus. 
Im Juni 2022 seien nur an zehn Prozent der Grundwassermessstellen höhere GW -Stände als 2016 
gemessen worden. Hier zeigten sich die Auswirkungen der deutlich unterdurchschnittlichen 
Grundwasserneubildungsraten in den Jahren 2017, 2018 und 2019. In den Jahren 2020 und 2021 war 
zwar nach Angaben der Behörde ein leichter Anstieg der Grundwasserneubildung erkennbar, jedoch 
lagen auch diese Werte unterhalb der langjährigen Mittelwerte über die gesamte Messdauer der 
jeweiligen Messstelle, wodurch keine nachhaltige Auffüllung der Grundwasserspeicher erfolgen 
konnte.  
Das Umweltbundesamt unterstützt laufende Forschungsarbeiten und lässt zum Beispiel die 
Klimaänderungen, die wir für Deutschland erwarten, mit verschiedenen Modellen projizieren (REMO- 
Herrn 
Gerit Ulmen 
 
Bezirksregierung Köln 
Abt. 32 
Regionalentwicklung / Braunkohle 
im Braunkohlenausschuss 
 
Bezirksregierung, Raum H 455 
Zeughausstraße 2-10 
50667 Köln 
 
gruene.regionalrat-koeln@gmx.de 
www.gruene-regionalrat-koeln.de 
 
 
 
Köln, den 9.11.2022

und WETTREG -Modell). Erste Ergebnisse des  WETTREG – Modells zeigen eine deutliche 
Temperaturzunahme in Deutschland von durchschnittlich 2,3°C für den Zeitraum 2071 bis 2100. 
Dabei wird als Vergleichstemperatur die Temperatur der Zeitperiode 1961 bis 1990 zugrunde gelegt. 
Von großer Bedeutung sind  jedoch nicht nur die projizierten Veränderungen der Temperatur, 
sondern auch des Niederschlags. Das WETTREG –  Modell ermittelt eine Abnahme der Niederschläge 
im Sommer von etwa 20 % in Deutschland. Die veränderte Temperatur und die veränderten 
Niederschläge wirken auf die verschiedenen Größen des Wasserkreislaufs. Wegen steigender 
Temperaturen erhöht sich unter anderem die Verdunstung, die veränderten Niederschläge 
beeinflussen den Abfluss an der Oberfläche sowie die Grundwasserneubildung. Auf diesem Weg 
wirken die veränderten Klimabedingungen auch auf das Grundwasser. 
Das der Helmholtz -Gesellschaft angehörige UFZ hat aufgrund de s Klimawandels und der Zunahme 
von Extremereignissen mit  der Bereitstellung robuster Wasserhaushaltsinformationen  begonnen. 
Dieses Informationssystem soll den tages -aktuellen Zustand der Wasserverfügbarkeit auf der 
Landoberfläche, im Boden in verschiedenen Tiefen, im Grundwasser und in den 
Oberflächengewässern räumlich und zeitlich hoch aufgelöst im operationellen Be trieb verfü gbar 
machen. Leider sind aktuelle Zahlen für das Rheinische Revier nicht vor 2024 zu erwarten. 
 
Auch der Fortschrittsbericht der Vereinten Nationen von 2021 für das sechste Ziel nachhaltiger 
Entwicklung (SDG 6) machte die Defizite bei Grundwasserdaten und - überwachung zum Thema. Er 
nannte die Grundwasserüberwachung eine „vernachlässigte“ Frage. Grundwasser muss im 
Zeitverlauf in Bezug auf Menge und Qualität überwacht werden, um Verhalten und Zustand der 
Grundwasserleiter zu verstehen und um mögliche negativ e Veränderungen wie übermäßige 
Entnahme, verringerte Neubildung (einschließlich der Auswirkungen des Klimawandels) und 
Verschmutzung zu erkennen. Grundwasserneubildung wird dabei meist geschätzt und nicht direkt 
gemessen. Enger überwacht werden müssen Grun dwasserleiter, die  
hochgefährdet sind und/oder Dienstleistungen für Mensch und Umwelt erbringen.  
Die heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse der Hydrogeologie sowie die verfügbaren Methoden  
und Instrumente sind für die Lösung der meisten Fragen der Grundwasserbewirtschaftung  
ausreichend. Die Herausforderung besteht eher im Mangel an zuverlässigen Daten für gebiets - 
spezifische Grundwasserbewertungen und Szenario -Analysen. Jeder Grundwasserleiter und seine  
Randbedingungen sind einzigartig. Daher sind feldnahe Grundwasserbewertungen entscheidend für  
eine fundierte Regulierung und Bewirtschaftung. (UNESCO, 21.3.22) 
 
Um diese allseits anerkannte  Veränderung hinsichtlich der Neubildung von Grundwasser und der 
damit verbundenen verzögerten Wiederauffüllung der Grundwasserstockwerke bei der Planung der 
Restseen berücksichtigen zu können bitten wir zum nächsten Braunkohleaus schuss folgende Fragen 
zu beantworten: 
 
1. Welchen räumlichen Umfang haben die Auswirkungen de r Sümpfung  auf die einzelnen 
Grundwasserstockwerke? 
 
2. Welche Menge an Grundwasser neubildung ist zur Wiederherstellung der V erhältnisse vor dem 
Kohleabbau notwendig? 
 
3.  Kann das LANUV unter der Annahme der linearen Fortsetzung der Niederschlagsmengen seit 2015 
einen Zeitplan zur vollständigen Wie derbefüllung der Grundwasserstockwerke berechnen und 
vorlegen? Welche Zeitdauer ist demgemäß zu erwarten? 
 
4. Kann das LANUV unter der Annahme der durch höhere Temperaturen und längerer sommerlicher 
Trockenphasen höheren Verdunstungsraten reduzierten Niede rschlagsmengen auf Basis der Daten

seit 2015 einen Zeitplan zur vollständigen Wiederbefüllung der Grundwasserstockwerke berechnen 
und vorlegen? Welche Zeitdauer ist demgemäß zu erwarten? 
 
5. Das der Helmholtz -Gesellschaft angehörige UFZ  arbeitet an einem r äumlich und zeitlich hoch 
aufgelösten Informationssystem um den tages -aktuellen Zustand der Wasserverfügbarkeit u.a. im 
Boden in verschiedenen Tiefen  und im Grundwasser verfügbar machen. Aktuelle Zahlen sind für das 
Rheinische Revier nicht vor 2024 zu erwarten.  Besteht dennoch die Möglichkeit, dass aktuelle 
Zwischenergebnisse dem Braunkohlenausschuss kurzfristig vorgestellt werden? 
 
Für die Beantwortung unserer Fragen bedanken wir uns im Voraus. 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
    -Fraktionsvorsitzender-

Beratungsverlauf (1)

25.11.2022 Braunkohlenausschuss
TOP 10.1
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
BKA 0789
Typ
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss
Datum
25.11.2022
Erstellt
17.11.2022 16:13