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AN/2645/2021

Ergänzungsantrag zu 9.2.4

Antrag nach § 3 der GeschO des Rates 03.12.2021

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 3 (Lindenthal), Sitzung am 06.12.2021, TOP 9.2.4.1

Ergänzungsantrag zu 9.2.4

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Ergänzungsantrag zu 9.2.4

5270 Zeichen

Köln, den 02.12.2021 
Frau Bezirksbürgermeisterin 
Cornelia Weitekamp 
 
Frau Oberbürgermeisterin  
Henriette Reker 
 
 
 
 
Sehr geehrte Frau Weitekamp, 
 
sehr geehrte Frau Reker,   
 
 
Wir bitten Sie, folgenden Ergänzungsantrag zu 9.2.4 auf die Tagesordnung der  
Bezirksvertretung Lindenthal zu setzen:  
 
 
Auch die Variante B3  von Köln-Weiden-West nach Widdersdorf / Brauweiler –
Niederaußem wird in die Machbarkeitsstudie aufgenommen. Die 
Taktverdichtung der Linie 1 von Köln Junkersdorf nach Weiden-West wird als 
Tatsache übernommen.   
Der Kapazitätsfaktor auf der Linie 4 und der Linie 1 wird mitbetrachtet.   
 
Die Bezirksvertretung Lindenthal lehnt in der Variante A3 eine U-Bahn bis 
westlich Widdersdorf oder eine alternative Trogstrecke in Widdersdorf ab.  
 
Die Bezirksvertretung Lindenthal lehnt Baumfällungen im Bereich des Äußeren 
Grüngürtels / Landschaftspark Belvedere ab.  
 
Begründung 
 
1. Die Vorstudie weist Mängel auf, die eindeutig zu Lasten des Stadtbezirks 
Lindenthal gehen.  
 
Folgende Punkte sind zu beachten:  
 
 Seit 31.08. 2016 gibt es den Grundsatzbeschluss der Politik alle Verstärker 
der Linie 1, die in Junkersdorf enden, von und nach Weiden-West zu 
verlängern =  5 Minuten Takt in den Hauptverkehrszeiten    
Notwendige Neuberechnung ergeben andere Werte für die B-Fälle

 Die Verkehrswende erfordert auf der Linie 1 bis Weiden West einen ständigen 
5-Minuten Takt einzuführen (Wochenende und abends entsprechend 10 
Minuten / 15 Minuten Takt)  
 
           Begründung:  Allein die heutige Einwohnerzahl im Kölner Westen (2020) :  
 
            Weiden   17.450  Lövenich 9.186  Junkersdorf 15.399    
 
           Summe 41.900 Einwohnende haben alle 10 Minuten 1 Straßenbahn   
 
           Zum Vergleich Stadtteile, die alle 5 Minuten 1 Bahn haben: 
                              Bickendorf             16.560 Einwohnende    
                              Weidenpesch         14.000 Einwohnende  
                              Klettenberg/Sülz    47.300 Einwohnende   
                              Dellbrück               21.980 Einwohnende   
 
            Oder Stadtteile, die alle 10 Minuten 1 Bahn haben: 
                              Rodenkirchen 17.400 Einwohnende  
                              Dünnwald        22.800 Einwohnende 
                              Brück               10.343 Einwohnende   
 
Der Kölner Westen hat aufgrund seiner Einwohnerzahl die eindeutige 
Notwendigkeit des 5-Minuten-Taktes tagsüber, am Wochenende  und abends 
alle 7,5 Minuten / 10 Minuten.  
 
Dies wird als Basis der Kölner Betriebsleistungen zwischen Junkersdorf und 
Weiden-West angenommen.  
 
Die Kapazität der Stadtbahn Linie 4 wird durch längere Fahrzeuge erhöht. Damit wird 
der heutigen Nachfrage entsprochen. Im Ehrenfelder U-Bahn Abschnitt ist heute 
schon die Grenze der Beförderungskapazität erreicht. Eine Verlängerung in die 
Region bedeutet mehr Fahrgäste in der Straßenbahn, bevor Ehrenfelder Stadtgebiet 
erreicht wird. Die Verlängerung der Hochflurfahrzeuge reicht allein nich t aus. Um die 
Verkehrswende zu realisieren braucht es eine dritte Linie in der Ehrenfelder U-Bahn. 
Diese ist nicht in dem Leistungsumfang der Vorstudie beachtet worden.   
Die Kapazität der Linie 1 ist mit dem Langzug + Beiwagen deutlicher höher.    
 
 
Es gibt eine Vielzahl von Mobilitätsverbindungen zwischen Widdersdorf und dem 
Stadtbezirk Lindenthal. Dies ist am heutigen ÖPNV-Angebot schon ablesbar und 
kann mit einer Straßenbahnverbindung nur verbessert werden. Somit weniger 
Autoverkehr innerhalb des Kölner Westen.  
Nur EIN Beispiel: Die Verkehrsuntersuchung zum Gymnasium Widdersdorf ergibt 
aus Junkersdorf 11%, aus Weiden 12% ÖPNV Nutzer:innen, aus 
Bocklemünd/Mengenich dagegen 6%.  
 
Für den Rhein-Erft-Kreis gibt es heute schon eine hohe Anzahl von Zielen, die heute 
mit dem PKW gut zu erreichen sind. Eine Stadtbahn würde eine deutliche 
Verringerung des Autoverkehrs mit BM-Kennzeichen im Stadtbezirk Lindenthal 
bedeuten:  
A) Attraktivität der S-Bahn-Halt Köln-Weiden-West – schon heute im Busangebot und 
auf dem P+R-Platz abzulesen. Zukünftig durch die Taktverbesserungen auf der S-
Bahn noch attraktiver  
B) Weiden Einkaufszentrum + Ärztehaus  
C) Hochschulen wie Sporthochschule, Universität zu Köln  
D) Müngersdorfer Stadion für die FC-Fans

Die Referenzhaltestelle Neumarkt ist somit nicht aussagekräftig. Notwendig ist eine 
umfassende Mobilitätsanalyse für die Variante B3 in der Machbarkeitsstudie  
 
Die vorgesehenen Inhalte der Machbarkeitsstudie auf dem Gebiet der Stadt Köln 
sind problematisch für den Kosten-Nutzen-Faktor von A3. Besonders die 
unterirdischen Abschnitte oder der Trog.     
 
Bei Variante A1 bis A3 ist der Äußere Grüngürtel und der Landschaftspark Belvedere 
durch eine hohe Anzahl von Baumfällungen im Bereich der Freimersdorfer Straße 
betroffen.  
 
Ein solcher Eingriff ist nur zu rechtfertigen, wenn es keine Alternative gibt. Dies ist in 
der Machbarkeitsstudie nachzuweisen. Doch wenn die Alternative B3 gar nicht erst 
geprüft wird, ergibt sich ein Verfahrensfehler. Dagegen kann u.a. von 
Umweltverbänden geklagt werden.    
 
Mit freundlichen Grüßen  
 
 
Gez. Lara Schneider                                                 Gez.  Roland Schüler

Beratungsverlauf (1)

06.12.2021 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 9.2.4.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

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Details

Aktenzeichen
AN/2645/2021
Typ
Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
Datum
03.12.2021
Erstellt
03.12.2021 07:34