1938/2025
Annahme einer Schenkung an das Museum für Ostasiatische Kunst Japanische Holzschnitte und Zeichnungen der Sammlung Ernst Bahn (1901-1978)
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Beschlussvorlage Rat
5132 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VII/VII/4 Vorlagen-Nummer 1938/2025 Freigabedatum 24.06.2025 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Annahme einer Schenkung an das Museum für Ostasiatische Kunst Japanische Holzschnitte und Zeichnungen der Sammlung Ernst Bahn (1901-1978) Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat der Stadt Köln nimmt die Schenkung von 85 japanischen Holzschnitten und 5 japa- nischen Zeichnungen der Sammlung Ernst Bahn durch seinen Enkel Klaus-Martin Bahn an und beauftragt die Verwaltung mit dem Abschluss eines entsprechenden Vertrages. 2. Der Rat erklärt sich mit den mit dem Schenkungsvertrag verbundenen Auflagen einverstan- den. Ausschuss Kunst und Kultur 24.06.2025 Rat 03.07.2025 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung Holzschnitte gelten innerhalb des japanischen Kunsthandwerks als wichtige Gattung, die verschiedene regionale Schulen und namhafte Meister hervorgebracht hat. Im Mu- seum für Ostasiatische Kunst sind sie seit der Gründung 1909 ein relevantes Sammel- gebiet. Die Museumsgründer Adolf und Frieda Fischer legten mit der Schenkung von knapp 500 Holzschnitten und knapp 30 illustrierten Büchern aus ihrer Privatsammlung den Grundstock, seitdem kamen durch Ankäufe und Schenkungen weitere hinzu. Die Holzschnitt-Sammlung Ernst Bahn (*09.08.1901 in Bonn, +14.12.1978 in Münster) ist von ihm von ca. Anfang der 1950er Jahre bis ca. Ende der 1960er Jahre langsam aufgebaut worden. Dieser Aufbau fand parallel zu seiner Restaurierungstätigkeit für die Sammlung Theodor Scheiwe, Münster statt. Ernst Bahn war damals mehrfach zu 3 Kunstauktionen u.a. nach London entsandt worden und brachte immer wieder kleine Kunstobjekte und viele Drucke mit. Da er sehr unter Flugangst litt, blieb es bei Auktio- nen in der erreichbaren Nähe. Die letzte große Ausstellung der Sammlung Scheiwe fand Anfang der 1970er Jahre in der Villa Hügel in Essen statt. Ernst Bahn selbst war Zeit seines Lebens als freischaffender Künstler, Auftragskünst- ler, Graphiker, Restaurator und Kunstlehrer tätig. Seine schöpferische Tätigkeit en- dete ca. Mitte der 1970er Jahre. Seine zweite Frau Helga Bahn (*07.04.1924, +20.08.2022), die er nach dem Tode sei- ner ersten Frau Ottilie Bahn (*17.10.1895, +06.02.1967) am 18.10.1968 heiratete, hatte nach ihrem Tod die Mappen mit japanischen Holzschnitten und einigen Zeich- nungen dem Enkelsohn der ersten Ehe, Herrn Klaus-Martin Bahn, vermacht. Die 85 qualitativen Arbeiten aus dem Nachlass des Sammlers Ernst Bahn, die dem Museum nach dem Tod seiner zweiten Ehefrau von seinem Enkel, Klaus-Martin Bahn, angeboten wurden, würden nach Einschätzung des renommierten Holzschnitt-Exper- ten Professor Dr. Matthi Forrer, Autor des MOK-Bestand-Katalogs „The Printed Image“ und Kurator der MOK-Ausstellung „Das gedruckte Bild“ (2017), eine einzigar- tige Bereicherung für die Museumssammlung darstellen, da sie den Bestand sinnvoll ergänzen. Eckpunkte des geplanten Vertragswerkes Der Enkel des Sammlers, Klaus-Martin Bahn, will mit der Weitergabe an das Museum für Ostasiatische Kunst Köln dafür sorgen, dass die Werke der Nachwelt erhalten blei- ben. Der Gesamtwert der Sammlung wurde durch ein Gutachten eines externen Ex- perten auf 89.675 Euro geschätzt. Das Schenkungsversprechen ist mit folgender Auflage verbunden: Bei Ausstellung und im Leihverkehr werden die Objekte mit der Herkunft „Samm- lung Ernst Bahn, Münster“ bezeichnet. Kosten und Finanzierung Der Stadt Köln, Museum für Ostasiatische Kunst, entstehen durch die Schenkung keine Kosten. Der Transport erfolgte auf Kosten des Schenkenden, alle Objekte sind in einwandfreiem Zustand und bedürfen keiner weiteren konservatorischen Maßnah- men. Die Objekte können im museumseigenen Depot ohne Mehraufwand und Kosten kon- serviert werden. Das Museum beabsichtigt, Objekte aus der Sammlung im Zeitraum vom 2026 bis 2029 der Öffentlichkeit zu präsentieren. Begründung der Dringlichkeit Aufgrund von Abstimmungen innerhalb der Verwaltung konnte eine fristgerechte Ein- bringung in den Ausschuss Kunst und Kultur nicht erfolgen. Eine Verschiebung auf die nächste Sitzungsfolge sollte nicht abgewartet werden, um den weiteren Fortgang der Schenkungsannahme nicht zu verzögern.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1938/2025
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 24.06.2025
- Erstellt
- 12.06.2025 13:57