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0861/2022

Verbesserung des S-Bahn-Takts im Kölner Westen

Mitteilung BV 12.04.2022

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 3 (Lindenthal), Sitzung am 02.05.2022, TOP 11.3.10

Mitteilung BV

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Mitteilung BV

4433 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
III/66/661/1 
 
Vorlagen-Nummer 
 0861/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 02.05.2022 
 
Verbesserung des S-Bahn-Takts im Kölner Westen 
Auf gemeinsamen Antrag (Vgl. Vorlagen-Nr. AN/2581/2021) der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, 
CDU, SPD, Die Linke und FDP hat die Bezirksvertretung Lindenthal in ihrer Sitzung am 06.12.2021 
den folgenden Beschluss gefasst: 
„Die Bezirksvertretung Lindenthal beschließt, die Verbesserung des S-Bahn-Takts auf dem Ast Köln-
Hauptbahnhof – Köln-Lövenich und weiter in den Rhein-Erft-Kreis durch eine weitere Verdichtung des 
Taktes in der Hauptverkehrszeit auf 5 Minuten.  
Zugleich bittet die Bezirksvertretung Lindenthal den VRS die schon beschlossenen Verbesserungen 
für die S-Bahn am Abend und am Sonntag zügig umzusetzen.“ 
 
 
Stellungnahme der Verwaltung: 
 
Die Verwaltung hat den Nahverkehr Rheinland (NVR) um Stellungnahme gebeten. 
Gegenwärtig verkehren mit den Linien S 12 und S 19 nahezu ganztägig (ca. 6:00 - 9:00 Uhr und 
12:00 - 20:00 Uhr) zwei Linien zwischen Köln Hbf und Horrem im 10-Minuten-Takt, welche alle Halte-
punkte bedienen. Ergänzt werden diese Leistungen durch zwei schnelle RE-Verbindungen mit Halten 
in K-Ehrenfeld und Horrem (RE 1 und RE 9) sowie seit Dezember 2021 wieder durch eine weitere 
stündliche RB-Verbindung, welche ebenfalls nur in K-Ehrenfeld und Horrem hält (RB 38). 
Hinsichtlich der Beschlussforderung, den Takt der S-Bahnen auf dem Abschnitt zwischen Köln Hbf 
und Köln-Lövenich in der Hauptverkehrszeit (HVZ, 06:00 Uhr – 09:00 Uhr bzw. 15:00 Uhr – 18:00 
Uhr) auf einen 5-Minuten-Takt zu verdichten, teilte der NVR mit, dass dieser ebenfalls die Notwendig-
keit einer weiteren Angebotsverdichtung auf der angesprochenen Relation sehe.  
Der NVR führte aus, dass mit dem Ausbau und der Elektrifizierung der Erftbahn (Horrem <> Bedburg) 
die angesprochene Linie RB 38 in der Linie S 12 aufgehen würde. Durch die Umwandlung der RB 38 
in die Linie S 12 würde auch die Taktdichte auf der Relation Bedburg <> Köln vom heutigen Stunden-
takt bzw. 30-Minuten-Takt (bis Horrem) auf einen attraktiven 20-Minuten-Takt erhöht. In diesem Zuge 
würden dann die S-Bahn-Verbindungen Richtung Düren wieder von der Linie S 13 (Bonn-Oberkassel 
– Köln/Bonn Flughafen – Köln Hbf – Düren) übernommen und die Linie S 19 das Angebot in der HVZ 
zwischen Horrem – Köln Hbf – Au (Sieg) nachfragegerecht ergänzen. 
Nach Aussage des NVR ergibt sich damit im Zielnetz 2032 auf der Relation Horrem <> Köln Hbf ein 
rechnerischer 6,67-Minuten-Takt mit neun S-Bahn-Leistungen je Stunde und Richtung in den HVZ. 
Das entspricht einem äquivalenten Bedienangebot in der HVZ wie er auch auf dem Ast Köln Hbf – 
Bergisch Gladbach geplant ist. Gleichzeitig würden zudem die beiden schnellen RE-Verbindungen 
(zukünftig gefahren als RRX 1 und RRX 2) erhalten bleiben.

2 
 
Weiter teilte der NVR mit, dass es aus Kapazitätsgründen (Strecke und Wendeanlagen) unter Be-
rücksichtigung der zukünftigen Linien S 12, S 13 und S 19 nicht möglich sei, die S 14 ebenfalls Rich-
tung Horrem zu verlängern. 
 
Hinsichtlich der Beschlussforderung nach Ausweitung des 20-Minuten-Taktes an Sonn- und Feierta-
gen teilte der NVR mit, dass dieser die Forderung weiterhin begrüßt und der 20-Minuten-Takt an 
Sonn- und Feiertagen auf den Linien S 6, S 11, S 12 und S 19 auch bereits in den Ausschreibungs-
fahrplänen für das Vergabeverfahren der S-Bahn Köln Stufe 1 (Laufzeit 12/2023 – 12/2032) berück-
sichtigt wurden.  
Die tatsächliche Umsetzung sei jedoch zum einen abhängig von zusätzlichen Regionalisierungsmit-
teln durch das Land, um die Mehrleistungen zu finanzieren. Denn ohne zusätzliche Landesmittel wäre 
eine Finanzierung der Ausweitung nur durch eine entsprechende Umlage auf die Kommunen denk-
bar. Zum anderen ist der NVR von der Fahrzeugverfügbarkeit abhängig. Bis mindestens 2027 würden 
im Netz der S-Bahn Köln noch Gebrauchtfahrzeuge unterwegs sein, bevor die einzelnen Linien suk-
zessive auf Neufahrzeuge umgestellt würden. Nach Aussage des NVR sei jedoch bisher noch nicht 
absehbar, in welchem Umfang die zusätzlichen Mehrleistungen an Sonn- und Feiertage durch die 
Gebrauchtfahrzeuge, welche alle modernisiert werden müssen, gefahren werden können (Stichwort: 
Anbindung an die Werkstatt).  
Aktuell geht der NVR von einer Realisierung frühestens zum Fahrplanjahr 2026 aus.

Beratungsverlauf (1)

02.05.2022 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 11.3.10 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0861/2022
Typ
Mitteilung BV
Datum
12.04.2022
Erstellt
10.03.2022 09:21