AN/2059/2023
Fortführung und Ausweitung: Pilotprojekte - Kostenlose Menstruationsprodukte
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Gem. Antrag nach § 3 (Volt)
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Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln An die Vorsitzende des Kölner Rates Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker An die Vorsitzende des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern Frau Teresa De Bellis-Olinger Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 20.11.2023 AN/2059/2023 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 04.12.2023 Fortführung und Ausweitung: Pilotprojekte - Kostenlose Menstruationsprodukte Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Teresa De Bellis-Olinger, die antragstellenden Fraktionen bitten Sie, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern am 04.12.2023 zu setzen. Beschluss: Am 13.06.2022 beschloss der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern ein einjähriges Pilotprojekt für kostenlose Menstruationsprodukte in den städtischen Bürgerhäu- sern Chorweiler, Deutz, Kalk und Stollwerck (AN/1149/2022). 1. Hiermit wird die Stadt Köln beauftragt, dieses Pilotprojekt um ein weiteres Jahr zu ver- längern. 2. Außerdem wird die Verwaltung hiermit beauftragt, eine zweite Pilotphase zu starten, in deren Rahmen kostenlose Menstruationsartikel an repräsentativen Schulen in Vee- deln, die die Diversität Kölns abbilden, bereitgestellt werden. - 2 - 3. Die Menstruationsprodukte werden in beiden Piloten weiterhin geschlechtsidentitäts- unabhängig zugänglich gemacht, d.h. alle Toilettenanlagen der städtischen Bürgerhäu- ser werden mit Spenderboxen für Binden und Tampons ausgestattet. Bei ausreichend großen vorgelagerten Fluren sollen die Spenderboxen dort angebracht werden (vo- rausgesetzt, dass sie keine Fluchtwege beeinträchtigen). 4. Evaluation - Mit den Pilotprojekten sollen Erfahrungswerte über den Verbrauch der Menstruationsprodukte in städtischen Gebäuden und Schulen gewonnen werden, die aktuell noch fehlen (siehe Mitteilung 3520/2021). Parallel zur Auswertung soll ein Kon- zept erarbeitet werden, wie die Pilotprojekte künftig auf alle städtischen Toilettenanla- gen und Schulen ausgeweitet werden können. Teil dieser Evaluation soll auch die Frage der umweltfreundlichen Entsorgung der Menstruationsprodukte sein. 5. Qualitatives Feedback - Neben den quantifizierbaren Daten zu Verbrauch und Kosten soll auch das Feedback der Personen aufgenommen werden, die von der Vergabe der Produkte betroffen sind. Die Ausgestaltung der Evaluation ist der Verwaltung überlas- sen. Finanzierung: Die Erstbeschaffung und Montage einschließlich Erstausstattung der Spenderautomaten für Menstruationsartikel erfolgt – vergleichbar mit der Ersteinrichtung für Handtuchspender – nach Vorgabe der Nutzer*innen durch die Gebäudewirtschaft. Die Verrechnung erfolgt über den jeweiligen Flächenverrechnungspreis. Für den Zeitraum der Pilotprojekte begrenzt, erfolgt die Finanzierung der Befüllung der Auto- maten aus dem Teilplan 0106 – Zentrale Dienstleistungen, Zeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen (50.000 €). Alle Haushaltsmittel, die in diesem Jahr nicht ausgeschöpft werden, hat die Verwaltung in das neue Haushaltsjahr zu übertragen. Die Kosten der Weiterführung des Pilotprojektes an den Bürgerhäusern sowie die Auswei- tung auf repräsentative Schulen entsprechen den Berechnungen der Verwaltung in Mittei- lung 3520/2021. Begründung: Das bereits 2022 erstmals beschlossene Pilotprojekt wird durch die Antragsstellenden als Er- folg bewertet und daher verlängert sowie auf repräsentative Schulen ausgeweitet. Damals wie auch jetzt müssen Menstruierende unabhängig von ihren finanziellen Möglichkei- ten am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Hierzu gehören zum Beispiel die Teil- nahme am Berufsleben und an Bildungsangeboten, Freizeitaktivitäten und Sport. Dafür bedarf - 3 - es eines leichten Zugangs zu kostenfreien Menstruationsprodukten. Die Menstruationspro- dukte sollen geschlechtsidentitätsunabhängig verfügbar gemacht werden, damit sie allen menstruierenden Menschen zur Verfügung stehen. Die Bereitstellung von kostenlosen Menstruationsprodukten trägt zur gesetzlich vorgeschrie- benen Gleichstellung der Geschlechter bei und kann außerdem durch die erhöhte Sichtbarkeit Unsicherheiten und Schamgefühle in der Gesellschaft zum Thema Menstruation abbauen. Die antragstellenden Fraktionen versprechen sich von diesem Pilotprojekt wertvolle Informati- onen zu Kosten, Verbrauch, potentiellem Vandalismus, benötigte Materialien, um die kosten- lose Vergabe stadtweit erfahrungsbasiert umzusetzen. Mit freundlichen Grüßen gez. Lino Hammer gez. Niklas Kienitz Grüne-Fraktionsgeschäftsführer CDU-Fraktionsgeschäftsführer gez. Lucas Sickmöller Volt-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/2059/2023
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (Volt)
- Datum
- 20.11.2023
- Erstellt
- 20.11.2023 16:02