3600/2024
Stellungnahme zu Antrag der SPD-Fraktion vom 10.10.2024 (AN/1377/2024) betr. Einrichtung weiterer TaxiBuslinien im Kölner Stadtgebiet und Vereinfachung der Buchung
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Stellungnahme zu einem Antrag (Ausschuss)
4617 Zeichen
Dezernat, Dienststelle III/68/681/1 Vorlagen-Nummer 25.11.2024 3600/2024 Stellungnahme zu einem Antrag öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 26.11.2024 Stellungnahme zu Antrag der SPD-Fraktion vom 10.10.2024 (AN/1377/2024) betr. Einrichtung weiterer TaxiBuslinien im Kölner Stadtgebiet und Vereinfachung der Buchung Der Verkehrsausschuss hat in seiner Sitzung am 29.10.2024 Verwaltung und Kölner Verkehrs- Betriebe AG (KVB) zum Antrag AN/1377/2024 um Stellungnahme gebeten. Die SPD-Fraktion hat in ihrem Antrag folgenden Beschluss vorgeschlagen: „Der Verkehrsausschuss beauftragt die Verwaltung, die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) mit den folgenden Angebotserweiterungen nach Maßgabe des öffentlichen Dienstleistungsauftrags (ÖDLA) zu betrauen. Der Verkehrsausschuss beschließt 1. die Einrichtung einer neuen TaxiBus-Verbindung auf der Strecke Steinstraße/S-Bahn – Theodor-Heuss-Straße – Cheruskerstraße – Talweg – Auf dem Streitacker bis En- sen/Kloster während der Neuerrichtung der Autobahnbrücke Rather Straße als Ersatz für die dort entfallende Linie 152 2. die Umstellung der Anruf-Sammel-Taxi Linie 188 (Gut Leidenhausen) zu einem TaxiBus 3. die Ausweitung der Betriebstage für die TaxiBus-Linie zur Haltestelle „In der Kreuzau“ von drei Tagen auf fünf Tage in der Woche 4. dass die TaxiBus-Angebote seitens der KVB verstärkt beworben werden sollen; dabei soll ein besonderer Fokus auf die Bediengebiete in Köln und das Erreichen älterer Men- schen gelegt werden. 5. eine vereinfachte Buchungsmöglichkeit auch über digitale Endgeräte durch eine App (bevorzugt innerhalb der KVB-App). Stellungnahme Zu 1. Das Gebiet westlich der Steinstraße ist trotz des temporären Entfalls der Buslinie 152 durch die Einrichtung von Ersatzhaltestellen weitgehend erschlossen – auch im Vergleich zu anderen Wohngebieten. Mit Blick auf die Kosten auf Seiten der KVB – und damit im Weiteren auch für den städtischen Haushalt – ist die Einrichtung einer zusätzlichen TaxiBus-Linie aus Sicht von Verwaltung und KVB nicht erforderlich, zumal es sich um eine temporäre Maß- nahme handelt und das Ende der Streckensperrung absehbar ist. Nach Aussage der Auto- 2 bahn GmbH soll der Brückenneubau im September 2025 abgeschlossen sein. In den vergan- genen beiden Jahren war im noch bis Dezember laufenden On-Demand-Pilotprojekt KVB-Isi kein erhöhtes Nutzeraufkommen aus diesem Gebiet zu verzeichnen, so dass auch für ein Ta- xiBus-Angebot nicht mit nennenswerter Nachfrage zu rechnen ist. Zu 2. Das Gut Leidenhausen ist über die Buslinie 423 erschlossen. An den Haltestellen „Kö- nigsforst“ bzw. „Köln/Bonn Flughafen“ bestehen nach kurzer Fahrzeit Umsteigemöglichkeiten zum übergeordneten ÖPNV-Netz (4 bzw. 8 Minuten Fahrzeit). Der aktuelle Sachstand zum Bau der Haltestelle in Fahrtrichtung Königsforst inkl. Querungshilfe wurde dem Verkehrsaus- schuss am 10.09.2024 mitgeteilt (siehe Vorlagen-Nr. 2442/2024). Der AST-Verkehr ergänzt dieses Angebot, ist aber nicht zwingend erforderlich. Im Gegensatz zum Taxi-Bus sind AST-Verkehre zuschlagpflichtig. Wenn der AST-Zuschlag wegfällt, könnte es zu einer verstärkten Nutzung des TaxiBusses durch Schulklassen kommen. Für größere Gruppen gilt in diesem Fall daher schon heute eine Vorbuchungsfrist von 3 Tagen. Größere Gruppen haben aktuell die Möglichkeit, mit der Buslinie 423 Gut Leidenhausen zu erreichen – ohne Zuschlag. In den vergangenen Jahren wurde die AST-Linie 188 von weniger als 80 Fahrgästen pro Jahr genutzt, hinzu kamen einige wenige KVB-Isi-Nutzer. Die Umwidmung der Linie zu einer Taxibus-Linie und die damit verbundene (wenn auch geringe) Attraktivierung durch den Wegfall der Zuschläge vermindert den Umsetzungsdruck für die zusätzliche Halte- stelle der Linie 423 und kann daher nicht empfohlen werden. Zu 3. Die Ausweitung der Betriebstage führt bei entsprechender Inanspruchnahme zu zu- sätzlichen Kosten. Die Beschränkung auf drei Tage je Woche erhöht die Poolingrate, also die gemeinsame Nutzung einzelner Fahrten durch mehrere Fahrgäste und war bei Einrichtung der Linie beabsichtigt. Zu 4. Die KVB wird geeignete Kommunikationsmöglichkeiten prüfen, die die Zielgruppe die- ser Gelegenheitsverkehre verstärkt in den Fokus nimmt. Zu 5. Die Anpassung der KVB-App ist prinzipiell möglich und würde ca. 15.000 € kosten. Eine Umsetzung nach einem entsprechenden Beschluss der politischen Gremien erfordert eine Konzeption und Vergabe und würde rund neun Monate dauern. Die Inbetriebnahme der Funktionalität könnte frühestens nach etwa 18 Monaten erfolgen. Gez. Egerer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (8)
- Theodor-Heuss-Straße
- Cheruskerstraße
- Steinstraße
- Auf dem Streitacker
- Gut Leidenhausen
- Rather Straße
- In der Kreuzau
- Talweg
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Details
- Aktenzeichen
- 3600/2024
- Typ
- Stellungnahme zu e. Antrag (Ausschuss)
- Datum
- 25.11.2024
- Erstellt
- 13.11.2024 10:08