AN/1059/2019
Kein Kölner Plastik in die Meere - Sortierreste in Köln entsorgen
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FDP Antrag nach § 3
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www.FDP-Koeln.de Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker An den Vorsitzenden des Betriebsausschusses der Eigenbetriebe Abfallwirtschaft Herrn Rafael Christof Struwe Rathaus · 50667 Köln Fon 0221. 221-23830 Fax 0221. 221-23833 fdp-fraktion@stadt-koeln.de www.fdp-koeln.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 27.08.2019 AN/1059/2019 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln 12.09.2019 Kein Kölner Plastik in die Meere - Sortierreste in Köln entsorgen Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Vorsitzender, die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Betriebsausschusses der Eigenbetriebe Abfallwirtschaft zu set- zen. Beschluss: Die Eigenbetriebe Abfallwirtschaft stellen, ggf. auch durch Audits, sicher, dass die Gesamt- menge der in Köln über die gelbe Tonne eingesammelten Stoffe ausschließlich innerhalb der EU sortiert wird. Ein Export außerhalb der EU wird ausgeschlossen. Die Stadt Köln lässt die gesamten Sortierreste der in Köln über die gelbe Tonne eingesam- melten Wertstoffe wieder nach Köln zurückführen und in der RMVA (AVG) verbrennen oder über geeignete Verträge als Ersatzbrennstoffe thermisch verwerten. Sofern dies im Einzel- nen nicht zuzuordnen ist, werden mengengleich Sortierreste zurückgeführt. Die entspre- chenden Mengenströme werden dem zuständigen Betriebsausschuss jährlich mitgeteilt. Damit bekennt sich Köln nach dem Verursacherprinzip verantwortlich, was mit ihrem Müll passiert und entsorgt deshalb selbst den Restmüll, insbesondere aus Plastik, um eine Ver- schmutzung von Flüssen und Meeren auszuschließen. Der Ausschuss fordert die Stadt Köln auf, sich über den Städtetag in diesem Sinne für eine bundeseinheitliche Lösung einzusetzen. FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln - 2 - www.FDP-Koeln.de Begründung Wie erst jetzt durch ein Schreiben der AWB vom 19. Februar 2019 bekannt wurde, ist nicht auszuschließen, dass Kölner Plastikmüll in die Weltmeere gelangen und mit zur Vermüllung der Meere beitragen könnte. Der Grund ist, dass der nicht recycelbare Plastikmüll der gelben Tonne (Sortierreste) nicht nach Köln zurückgeführt und in der MVA verbrannt oder anders hier verwertet wird, sondern deren Verwertung dem „globalen Markt“ unterliegt. Plastikmüll in der „normalen“ grauen Abfalltonne bleibt dagegen ausschließlich in Köln und wird hier ver- brannt bzw. verwertet. Es ist skandalös, dass Kölner Plastikmüll erst durch - die notwendige - Mülltrennung und Werkstofftonne in die Weltmeere gelangen kann. Die Antragssteller wollen mit diesem Beschluss ausschließen, dass Plastik aus der Wert- stofftonne in Köln außerhalb der EU verschafft und dort ggf. unkontrolliert in die Umwelt ge- langt, indem die Kölner Sortierreste bzw. deren Menge nach Köln zurückgeführt wird und hier in der MVA oder anders verwertet werden. Wir Kölner sind für unseren Müll und seiner umweltverträglichen Entsorgung zuständig und dafür verantwortlich, dass kein Kölner Plastik in die Meere gelangt. Nach dem Verursacherprinzip haben wir für die Kosten der richtigen Entsorgung in Köln zu tragen. Köln würde eine wichtige Vorreiterrolle spielen, die Stadt sollte sich daher für eine bundes- einheitliche Lösung einsetzen. Mit freundlichen Grüßen gez. Ulrich Breite Dr. Rolf Albach Fraktionsgeschäftsführer Umweltpolitischer Sprecher
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig zurückgezogen
Zur SitzungOrte (1)
- Markt
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Details
- Vorlagen-Nr.
- AN/1059/2019
- Typ
- FDP/KSG Antrag nach § 3
- Datum
- 27.08.2019
- Erstellt
- 24.07.2019 10:33