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V/0114/2025

Entscheidung zur Heideggerstraße

Vorlagen 05.03.2025

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Hiltrup, Sitzung am 12.06.2025, TOP 6.1

Anlage3_A_H_0023_2022_Antrag_CDU-Fraktion

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Ansehen

Anlage6_Auswertung_Mitteilungen

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Ansehen

Anlage A

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage5_Auswertung_Fragebogen

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Ansehen

Anlage1_Anregung-00065-2022_geschwaerzt

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Ansehen

Anlage2_Anregung-2022-00134_geschwaerzt_PDF

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Ansehen

Anlage4__Amt47_Kurzvorstellung_Heidegger

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Ansehen

Anlage7_Leitlinien_Ehrungen_im_öffentl._Raum

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Ansehen

Anlage3_A_H_0023_2022_Antrag_CDU-Fraktion

1872 Zeichen

CDU-Fraktion in der BV-Hiltrup 
 
 
 
 
Münster, 22. Oktober 2022 
 
 
Antrag an die BV-Hiltrup gem. § 21 Abs. 1 Nr. 11 der Hauptsatzung 
 
Heideggerstraße in Hiltrup / Keine Umbenennung ohne Beteiligung der 
Anwohner 
 
 
Die BV-Hiltrup möge beschließen : 
 
1. Vor Beratung und Entscheidung der BV-Hiltrup über die Vorlage  V/0565/2022 ( Umbenennung der 
Heideggerstraße in Marga -Niedenführ-Straße)  werden die in der Heideggerstraße gemeldeten 
volljährigen Anwohner von der Verwaltung befragt, ob sie eine Umbenennung der Straße wünschen.  
2. Das Ergebnis der Befragung ist der BV-Hiltrup vorzulegen. 
 
Begründung: 
 
Mit Vorlage V/0565/2022 ( Umbenennung der Heidegge rstraße in Marga -Niedenführ-Straße)  schlägt die 
Verwaltung aufgrund einer Bürgeranregung ( Nr. 2022 -00065) vom 29. Mai 2022 und eines Antrages aus der 
BV-Hiltrup ( A-H/0015/2015) vom 13. November 2015 die Umbenennung der Heideggerstraße vor. Inzwischen 
liegen eine gegenteilige Bürgeranregung  ( Nr. 2022 -00134) und mehrere  ablehnende Äußerungen von 
Anwohnern vor.  Die Umbenennung ist rechtlich nicht geboten; die BV -Hiltrup entscheidet in ausschließlicher 
Zuständigkeit. 
 
Die betroffenen Anwohner sind zu der beabsichtigten Umbenennung nicht gehört worden , obwohl eine 
Umbenennung erhebliche Kosten und Mühen verursachen würde. Um dem Gebot der Partizipation Rechnung 
zu tragen und zur Vorbereitung einer Entscheidung ist daher eine entsprechende Befragung der Anwohner 
durchzuführen. Da die Heideggerstraße über lediglich 32 Hausnummern erschlossen ist, hält sich der Aufwand 
für eine Befragung in engen Grenzen. 
 
Für die Fraktion: 
 
Martin Schulze-Werner  
Christoph Kunstlewe 
 
 
 
CDU-Kreisverband Münster e.V. 
Mauritzstraße 4-6 • 48143 Münster 
Telefon (02 51) 4 18 42-0 
Telefax (02 51) 4 18 42-44 
post@cdu-muenster.de • www.cdu-muenster.de 
V/0114/2025 - Anlage 3

Anlage6_Auswertung_Mitteilungen

14143 Zeichen

Lfd. Nr. Text*  
Für Umbenennung
1 Alle Sachargumente sprechen für eine Umbenennung. Ich hoffe, dass diese Argumente 
bei der Entscheidung zum Tragen kommen.
2
Die heute bekannten Informationen sprechen dafür, dass Martin Heidegger wegen seiner 
NSDAP-Mitgliedschaft und seiner politischen Positionen nicht durch einen Straßennamen 
geehrt werden sollte. Dies sollte als zentrales Argument bei der Entscheidung 
ausschlaggebend sein.
Gegen Umbenennung
3 Seit der Benennung im Jahr 1975 sind keine neuen Fakten bekannt geworden, die 
hinreichend Anlass zur Umbenennung der Heideggerstraße geben.
4 Es hat sich noch nie jemand an unserem Straßennahmen gestört. 1975 wäre das sonst 
doch schon jemanden aufgestoßen!
5 Wohne seit mehr als 20 Jahren hier. Der Straßenname hat weder bei mir - noch in 
meinem Umfeld - zu Irritationen geführt.
6 Meiner Meinung nach gibt es keinen Anlass die Straße umzubenennen. Seit über 30 
Jahren Heideggerstraße und so soll es bleiben. Geschichte ist Geschichte.
7 Leider gibt es Leute, die wohl nichts zu tun haben. Ich habe bereits immer mit dem 
Namen ohne Probleme gelebt. 
8
"In einer Straße mit diesem Namen möchte ich nicht wohnen", so ein Anwohner bei der 
Anhörung in der Hiltruper Stadthalle. Er ist mit Sicherheit freiwillig hierhergezogen und 
dann missfällt ihm der Straßenname und das reicht aus, um eine Umbenennung zu 
beantragen? In der öffentlichen Wahrnehmung war Martin Heidegger anerkannter 
Philosoph. Seine NSDAP-Mitgliedschaft war eine Episode in seinem Leben, wobei u.a. 
auch die Propaganda-Maschinerie zu jener Zeit berücksichtigt werden muss. Er war kein 
Kriegsverbrecher. Wenn sich die Bezirksvertretung letztlich für eine Umbenennung 
entscheidet, auch gegen den Willen der Anwohner, dann verstehe ich die Welt nicht 
mehr. Diese völlig sinnlose Debatte muss in Hiltrup endlich beendet werden - sie ist nur 
noch peinlich! Wer will sich denn hier profilieren?
9 Verbindung von Heidegger einwandfrei geklärt?
10 Man darf die Vergangenheit nicht wegwischen. Wir müssen daraus lernen. Alles ändern 
macht die Vergangenheit nicht wieder gut.
11
Mein Diskussionsbeitrag siehe unten!
LEIDET
 denn z.Z. jemand unter dem Namen Heidegger? Kann derjenige "gelebte 
Geschichte" nicht akzeptieren? Wir haben doch "UNRUHEHERDE" z.Z. in der Welt 
genug! Müssen dann örtlich
 jetzt zusätzlich noch weitere Diskussionen initiiert werden 
und muss dafür letztlich viel Geld zusätzlich ausgeben werden? Haben wir z.Z. noch nicht 
genug andere Probleme zu bewältigen, für die viel Geld benötigt wird? Und die vor allem 
akuter zu bewältigen sind! Also lasst die "HEIDEGGER-Straße" bitte weiterhin im 
Straßenbestand des schönen Hiltruper Ortsteils und lasst RUHE einkehren!
12
Bei Umbenennungen von Südstr. in 1974/75 hätte man berücksichtigen müssen, dass 
Heidegger etwas mit der NS zu tun gehabt [hat]. Warum jetzt? 
Wenn man etwas werden wollte, musste man in der NSDAP sein!
13 Ich verstehe es nicht, dass jetzt plötzlich auf Herrn Heidegger geschaut wird.
Alle, die etwas werden wollten, wurden gezwungen in [der] NSDAP zu sein!
Fortsetzung 
*) [ Text ] → Anmerkungen / Einfügungen zum besseren Verständnis bzw. aus Gründen des Datenschutzes.
Seite 1 von 5
Umbenennung der Heideggerstraße in Münster-Hiltrup
Bemerkungen: Hier 70 Bemerkungen von 53 Befragten.
V/0114/2025 - Anlage 6

Lfd. Nr. Text*  
Gegen Umbenennung (Fortsetzung)
14 Unverschämtheit! Jede Ecke soll umbenannt werden, weil es irgendeinem grünen 
woke[n] Idioten nicht passt. Wollen wir nicht gleich Münster komplett umbenennen? 
15 Geschichtlich völlig überzogene Bedenken.
16 Die Stadtvertreter sollten sich um wichtigere "Dinge" kümmern als um so einen 
Umbenennungsschwachsinn! [Name genannt]
17 Besser wäre die Aufklärung und Information über die Person in der Politik.
18
Denken Sie bitte mehr an die gegenwärtigen Zustände, die eine positive Denk- und 
Handlungsweise fordern, wie selbstverständliche Hilfemaßnahmen, Kostenersparnisse
für Jung und Alt, Umgang mit den Medien, Unterstützung, Aufmerksamkeit und 
Anerkennung unserer älteren Generation, die die Zeit nach dem Krieg bewältigt haben.
19
Im Sinne der Demokratie ist es wichtig sich mit Geschichte auseinanderzusetzen. Das 
negieren bzw. löschen entspricht nicht diesem Sinne. Der breiten Masse ist Heidegger 
(wenn überhaupt) als Philosoph bekannt. Die Nähe zur NS betrug nur einen geringen
Teil seines Lebens. 
20
Zu einer lebendigen, wehrhaften Demokratie gehört die Auseinandersetzung mit der 
Vergangenheit! Eine Umbenennung kommt einer Zensur gleich und ist das Mittel von 
Diktaturen / Despoten. Die Umbenennung wäre der Mantel des Schweigens und dem 
Wegducken vor der Geschichte, die ein Teil unseres Landes ist.
21 Dann müsste man ebenfalls überlegen, ob wir das Kant-Gymnasium nicht auch 
umbenennen müssen. Heidegger war in erster Linie Philosoph!
22 Er war Philosoph und lebte nicht das Nazitum aus! Wo fängt man da an und wo hört man 
da auf?
23 Man kann die Vergangenheit nicht ändern, nur für die Zukunft aus ihr lernen. Was ist, 
wenn keiner mehr fragt: Wer war Heidegger oder Hindenburg?
Hinweisschild / Plakette / QR-Code / Information
24
Ich rege die Einrichtung einer Steele an mit folgenden Elementen / Gründen:
1.  Antisemitische Aktivitäten / Äußerungen Heideggers
2.  Warnung vor Antisemitismus / Rassismus heute
3.  Methode: Beteiligung von Schulklassen / Bürgerbüro, z.B. durch Facharbeiten,
     Referate, Ausstellungen etc.
Begründung:
a)  Ein bloße Etikettenänderung / Namensänderung wird dem Anliegen nicht gerecht.
     Erinnerung braucht Infos biographischer / historischer Art.
b)  Einstellungsänderung braucht Erinnerung, nicht nur Feierstunden etc.
Ich wäre zur Mitarbeit bereit. [Handynummer und Adresse angegeben]
25
Ich bitte außerdem um einen Erinnerungsplakette oder ähnlichem, welche an den 
problematischen Teil von M. Heideggers Vergangenheit erinnert, damit unsere 
Geschichte nicht ungewollt reingewaschen wird. 
Sollte keine Umbenennung stattfinden, bitte ich ebenso darum mit Hinweistafeln o.Ä. 
auf Heideggers Bezug zum Führerkult etc. aufmerksam zu machen.
26 Ich sehe keinen Bedarf für eine Umbenennung.
Ein kleines Extra-Hinweisschild zur Einordnung würde vollkommen ausreichen!
27 Nicht umbenennen, eventuell mit Zusatz versehen.
Fortsetzung 
*) [ Text ] → Anmerkungen / Einfügungen zum besseren Verständnis bzw. aus Gründen des Datenschutzes.
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Umbenennung der Heideggerstraße in Münster-Hiltrup
Bemerkungen - Fortsetzung: Hier 70 Bemerkungen von 53 Befragten.

Lfd. Nr. Text*  
Hinweisschild / Plakette / QR-Code / Information (Fortsetzung)
28 Eine Ergänzung des Schildes scheint (wie in der Anhörung angeregt) sinnvoll.
29
Man sollte zur weiteren Information ein[en] Hinweis oder QR-Code am Straßenschild 
anbringen. Somit wird jedem die Möglichkeit gegeben, sich zu informieren und nichts 
gerät in Vergessenheit.
30 Durch die Beibehaltung des Namens inkl. QR-Code o.Ä. bleibt die Auseinandersetzung 
mit der Person und seinem Verhalten in der NS-Zeit weiterhin möglich. 
31
Ich bitte Sie, an die Straßenschilder einen QR-Code zu kleben. So können Sie viel Geld 
sparen und unsere Kinder lernen wer Heidegger war. Der Nationalsozialismus darf nie in 
Vergessenheit geraten. Die Folgen könnten dann so sein, wie der Angriffskrieg der 
Russen auf die Ukraine!
Neuer Name
32 Wenn doch, auf keinen Fall "Marga-Niedenführ"! Was einfaches - ohne Namensbezug!
33
Wenn doch Umbenennung, dann bitte "einfachen" neuen Namen, nicht so etwas 
kompliziertes wie "Marga-Niedenführ-Str.". Bitte!!! Das muss man immer durchbuch- 
stabieren, nervtötend!
34 Es wäre schön - wenn es zu einer Umbenennung kommt - weibliche Persönlichkeiten in 
Erwägung zu ziehen.
35
Eine Umbenennung in "Marga-Niedenführ-Str." stimme ich ausdrücklich nicht zu. Eine 
politisch umstrittene Frau, deren Wohnsitz schon vor 1991 nicht mehr in Münster war - 
und danach sich jede Spur verloren hat und damit nur ein Einsetzen für einen Seerund- 
gang als "Auszeichnung" übrigbleibt, ist wohl nicht geeignet geehrt zu werden. Wie war 
Ihre Gesinnung in der NS-Zeit? Wird das auch erst wieder Jahre später bekannt und 
fangen wir dann wieder von vorne an? Für mich eine politische Lokalposse.
Mit freundlichen Grüßen [Name genannt]
36
Marga-Niedenführ-Str. finde ich absolut inakzeptabel. Wenn eine Umbenennung, dann 
bleiben wir doch bitte bei den Philosophennamen.
Vorschlag: Hannah-Ahrendt-Str. oder Simone-Weil-Str. oder Margarethe-Susmann-Str.! 
Ein konsequenter Gegenentwurf: Philosophinnen, weiblich, jüdisch.
37 Ich schlage vor, die Straße in Hannah-Ahrendt-Straße umzubenennen!
38 Sicherlich lassen sich noch Alternativen zu dem Vorschlag Marga Niedenführ finden.
Es wäre schön, wenn der [Name] etwas mit den anliegenden Straßennamen zu tun hätte.
39
Es gibt sicher noch Alternativen zu Marga Niedenführ. Diese Politikerin ist keine nach- 
vollziehbare Option für mich. Eine andere Frau, die sich sozial oder wie auch immer 
engagiert hat, wäre deutlich besser. Ein eindeutig positiver besetzte Rolle, eine wirklich 
ehrenhafte Frau.
40
Der politisch geprägte Ersatz ist nicht akzeptabel. Selbst als Hiltruper seit über 40 Jahren 
ist mir diese Person nicht bekannt. Der Name ist sperrig, zu lang. Bei Heidegger denkt 
die Breite Masse sicher nicht an die NS-Zeit, bei M. Niedenführ aber ganz sicher an gar 
nichts weil absolut unbekannt. 
41
Ich bin dafür, dass der Straßenname "Heideggerstr." beibehalten wird. In jedem Fall 
spreche ich mich gegen eine Umbenennung in "Marga-Niedenführ-Straße" aus.
Für den Fall, dass eine Änderung vorgenommen wird, fordere ich, dass auch Vorschläge 
der Anwohner eingeholt, ergebnisoffen geprüft und ggf. berücksichtigt werden.
Fortsetzung 
*) [ Text ] → Anmerkungen / Einfügungen zum besseren Verständnis bzw. aus Gründen des Datenschutzes.
Bemerkungen - Fortsetzung: Hier 70 Bemerkungen von 53 Befragten.
Seite 3 von 5
Umbenennung der Heideggerstraße in Münster-Hiltrup

Lfd. Nr. Text*  
Aufwand / Kosten 
42
Ich hielte das für jetzt und für die überschaubare Zukunft für eine sinnlose Geldausgabe. 
Was soll das plötzlich nach so vielen Jahren? Leidet heute noch jemand darunter? Muss 
deshalb nach so vielen vergangenen Jahren wieder so viel Geld ausgeben werden, weil 
irgendjemand als "kluger Kopf" sich durchsetzen und "klug erscheinen" möchte? 
43 Wegen dem bürokratischen Aufwand.
44 Geld sparen, schnell entscheiden, Verwaltung entlasten. "Berufspolitiker" sollten endlich 
lernen, mit dem Geld der Bürger verantwortungsvoll umzugehen.  
45 Es gibt so viel Elend und Not auf dieser Welt, Kriege …
Da wäre das Geld für diesen Verwaltungsaufwand besser angelegt.
46 Das Geld für die Umbenennung kann sicher besser eingesetzt werden.
47 Kosten der Umbenennung! Termine für Umschreibung / Ummeldung nicht arbeitnehmer- 
freundlich.
48 Es wäre auch eine Geldverschwendung, die besser in andere Projekte investiert werden 
kann. Es gibt doch wahrhaftig Wichtigeres.
49 Den Aufwand nicht zu vergessen.
50 Verursacht nur unnötigen Aufwand, Kosten etc.
51 Kosten für Münster und Anwohner.
52 Also warum zusätzliche Kosten für Münster und Anwohner?
53 Und dafür soll ich auch noch bezahlen? Ich ziehe rechtliche Schritte in Erwägung. Ich 
werde keine Cent!! für eine Umschreibung meiner Papiere bezahlen!!! 
54 Aufwand + Kosten würden den Nutzen klar übersteigen.
55 Ein unnötiger Aufwand an Steuergeldern und für Anwohner eine unzumutbare Belastung.
56 Die hierfür finanziell notwendigen Aufwendungen wären / sind an anderen Stellen 
wahrhaftig besser angelegt (Schulen, Kitas, Krankenhäuser …).
57
Ich denke, dass die Stadt Münster wirklich wichtigere Dinge angehen sollte!! 
Das Debakel mit dem Kita-Navigator und der damit verbundenen Unsicherheit bei so 
vielen Eltern erscheint mir wesentlich vorrangiger als Straßennamen zu ändern!!!!
58 Es entstehen unnötige Kosten. Enormer Aufwand. 
59
Bitte nicht!!! Es ist für ALLE Beteiligte ein enormer Aufwand für nichts und wieder nichts. 
Die Stadt hat dadurch Kosten die lieber in andere Projekte fließen sollten.
Einige Nachbarn sind selbstständig und müssen dann den Bulli neu bekleben und 
Visitenkarten neu erstellen lassen.
60 Zu viel Verwaltungs- und Folgekosten. Dieses Geld sollte lieber Kindergarten- und 
Grundschulkindern zugute kommen.
61 Das Geld sollte lieber für soziale Projekte verwendet werden.
62 Es wird ein großer Aufwand, wegen Dokumenten und Datenänderung.
63
Mit der Umbenennung bürdet man den Bürgern unnötige Arbeit auf. Auch wenn neue 
Dokumente kostenlos sind, müssen diese beantragt werden. Dies ist derzeit bei der Stadt 
Münster nur mit Aufwand möglich. Zusätzlich ist eine Adressänderung im privaten nicht 
unerheblich.
Fortsetzung     
*) [ Text ] → Anmerkungen / Einfügungen zum besseren Verständnis bzw. aus Gründen des Datenschutzes.
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Umbenennung der Heideggerstraße in Münster-Hiltrup
Bemerkungen - Fortsetzung: Hier 70 Bemerkungen von 53 Befragten.

Lfd. Nr. Text*  
Anderer Heidegger
64
Aus meiner Sicht gibt es mehrere bekannte Persönlichkeiten mit dem Namen Heidegger, 
so dass der Umstellungsaufwand für die Straßenbewohner nicht zu rechtfertigen ist.
Mit freundlichen Grüßen [Name genannt]
65 Es ist nur ein Straßenname! Es gibt viele, die Heidegger heißen.
66 Außerdem gibt es mehrere Heidegger. Warum muss man dann unbedingt vom 
schlechtesten ausgehen - in diesem Fall dem "Nazi"?
Sonstiges
67 Geht mir nicht auf die Nerven!  
68
Ich danke für die Beteiligung an der Umfrage und auch für den organisatorischen Fleiß 
der Beteiligten an der Vorbereitung dieser Aufgabe/Umfrage.
Mit freundlichen Grüßen [Name genannt]
69 Ich empfehle dem Veranlasser eine Psychotherapie zur Behandlung seiner Neurose.  
70
Es stellt sich hier die Frage, wie dann Straßen mit militärischen Bezug oder mit Kontext 
zur Firmen die mit der Rüstungsindustrie oder Zwangsarbeitern in Verbindung noch 
bestehen bleiben können (vgl. Max Winkelmann als Ehrenbürger Hiltrups).
*) [ Text ] → Anmerkungen / Einfügungen zum besseren Verständnis bzw. aus Gründen des Datenschutzes.
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Umbenennung der Heideggerstraße in Münster-Hiltrup
Bemerkungen - Fortsetzung: Hier 70 Bemerkungen von 53 Befragten.

Anlage A

1225 Zeichen

Anlage A zur V/0114/2025 
Kurzüberblick 
Die Heideggerstraße wird nicht umbenannt. Die Anregungen auf Umbenennung der Hei-
deggerstraße bzw. auf den Verzicht der Umbenennung sind erledigt.  
 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Der Verzicht auf die Umbenennung der Heideggerstraße dient dem Ziel »Münster auf der Basis 
unserer Geschichte und des Prinzips von „Toleranz durch Dialog“ zu einer weltoffenen Stadt wei-
terzuentwickeln.« 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 09 02 Vermessung, Kataster, Geoinformation 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja X Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja X Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja X Nein   
Durch den Beschluss entstehen der Stadt Münster keine Kosten und keine Folgekos-
ten.  
 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
X vollständig 
freiwillig 
 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Keine

Beschlussvorlage

8743 Zeichen

V/0114/2025 
V/0114/2025 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Entscheidung zur Heideggerstraße 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   12.06.2025 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Name Heideggerstraße wird beibehalten. 
 
2. Die Anregung nach § 24 Gemeindeordnung NRW Nr. 2022-00065 vom 29.05.2022 mit der Bit-
te die Heideggerstraße umzubenennen (Anlage 1), ist damit erledigt. 
 
3. Die Anregung nach § 24 Gemeindeordnung NRW Nr. 2022-00134 vom 14.10.2022 „die Hei-
deggerstraße soll nicht umbenannt werden“ (Anlage 2), ist damit erledigt. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Es entstehen keine Kosten und keine Folgekosten. 
 
 
 
Begründung: 
 
Mit der Anregung nach § 24 Gemeindeordnung NRW Nr. 2022 -00065 (siehe Punkt I.2.) wird ange-
regt, dem Vorbild der Stadt Freiburg zu folgen und die Heideggerstraße umzubenennen, mit der An-
regung Nr. 2022-00134 (Punkt I.3.) wird das Gegenteil gefordert, die Heideggerstraße nicht umzube-
nennen.  
Zur Person Martin Heidegger 
Martin Heidegger geboren am 26.9.1889 in Meßkirch, Baden, gestorben am 26.5.1976 in Freiburg im 
Breisgau; bekannter Philosoph, 1923-1928 Professor in Marburg, 1928-1945 in Freiburg. 
Vermessungs- und 
Katasteramt 
 
22.04.2025 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Schw abe 
Telefon: 492-6235 
Schw abeNora@stadt-
muenster.de

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V/0114/2025 
Ab 1933 Mitglied der NSDAP, erster nationalsozialistischer Rektor in Deutschland, betrieb die Gleich-
schaltung der deutschen Universitäten. Sein Werk und seine Person führen heute zu kontroversen 
Diskussionen. 
Im Jahr 2014 wurden die bis dahin unbekannten „Schwarzen Hefte“, Denktagebücher Heideggers aus 
den Jahren 1931 bis 1975, veröffentlicht. In den Heften der Jahre 1938 bis 1941 und 1941 bis 1948 
äußert sich Heidegger zum Judentum. Seitdem gibt es eine Debatte über Martin Heideggers Haltung 
zum Antisemitismus.  
In der Anregung Nr. 2022-00065 wird auf ein Gutachten der Stadt Freiburg verwiesen. Dieses Gut-
achten betont Heideggers aktive Rolle als Rektor der Universität Freiburg während der nationalsozia-
listischen Machtübernahme und eine mangelnde Distanzierung nach 1945. Inwieweit die politische 
Haltung Heideggers und seine antisemitischen Äußerungen in Wechselwirkung mit seinem phi loso-
phischen Werk stehen, bleibt weiterhin umstritten. Einstimmig empfahl die Freiburger Kommission die 
Umbenennung, wie dem Abschlussbericht der Kommission zur Überprüfung der Freiburger Straßen-
namen, Seiten 42 - 43 zu entnehmen ist:  
(https://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/get/params_E1625727966/1028363/Strassennamen_Abschl
ussbericht.pdf) . 
Ein Überb licksartikel im Internetportal W ikipedia bietet einen Überblick über die Kontroverse und 
nennt weitere Literatur:  
https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger_und_der_Nationalsozialismus. 
Am 3. März 2020 hat d er Gemeinderat der Stadt Freiburg mehrheitlich für die Umbenennung des 
Martin-Heidegger-Wegs gestimmt. Dabei handelt es sich um einen Spazierweg im Stadtwald ohne 
Anwohnende. 
Rund zwei Jahre später ging bei der Stadt Münster die Anregung nach § 24 der Geme indeordnung 
NRW ein, dem Gutachten und der Entscheidung in Freiburg zu folgen. In einer weiteren Anregung Nr. 
2022-00134 wird gegen eine Umbenennung angeführt, „dass nicht alle unbequemen Dinge unter den 
Teppich gekehrt und verborgen werden“ und der antragstellenden Person als Gewerbetreibender bei 
einer Umbenennung erheblicher Aufwand und Kosten entstehen würden.  
Straßenbenennungen nach Martin Heidegger gibt es insgesamt elf Mal in Deutschland, u.a. in den 
Städten Hamm, Leverkusen, München und Münster. Ab gesehen von der Umbenennung in Freiburg 
ist andernorts bisher nicht über eine Umbenennung des Straßennamens abgestimmt worden. 
 
Bisheriges Verfahren 
Die Verwaltung hat die Anregung zur Umbenennung der Heideggerstraße aufgegriffen und der Be-
zirksvertretung Münster-Hiltrup im November 2022 die Vorlage V/0565/2022 (Umbenennung der Hei-
deggerstraße in Marga-Niedenführ-Straße) vorgelegt. Die Bezirksvertretung hat in ihrer Sitzung am 
15. November 2022 die Vorlage geschoben und den Antrag der CDU -Fraktion A-H/0023/202 (siehe 
Anlage 3) einstimmig beschlossen, in dem die Verwaltung beauftragt wird , eine Informationsveran-
staltung für Bürger*innen durchzuführen und die in der Heideggerstraße gemeldeten volljährigen An-
wohner zu befragen, ob sie eine Umbenennung der Straße wünschen.  
Die Bürgerinformationsveranstaltung fand am 27.2.2023 in der Stadthalle Hiltrup statt. Die Veranstal-
tung wurde durch den Bezirksbürgermeister Herrn Stein geleitet und die Verwaltung hat das Verfah-
ren einer Straßenumbenennung erläutert und eine  kritische Einordnung zu der Person Martin Hei-
degger vorgenommen. Der Inhalt des Vortrags des Stadtarchivs ist als Anlage 4 beigefügt. Die Bür-

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V/0114/2025 
ger*innen konnten Fragen stellen und sich zu der Straßenumbenennung äußern. Die meisten Anwe-
senden sprachen sich gegen eine Umbenennung der Straße aus. 
Im nächsten Schritt wurden die Anwohnenden und die Grundstückseigentümer*innen von der Verwal-
tung befragt, ob sie eine Umbenennung der Straße wünschen. Das Ergebnis wurde der Bezirksvertre-
tung vorgelegt. Von insgesamt 195 verschickten Fragebögen wurden 135 zurückgeschickt. Über 90% 
der Befragten lehnten eine Umbenennung ihrer Straße ab (siehe Anlage 5). In dem angebotenen 
Bemerkungsfeld konnten die Befragten sich zu der Umbenennung äußern. Es gab 70 Einträge von 53 
Befragten (siehe Anlage 6). Dabei gab es u. a.  
 2 Mitteilungen für und 21 gegen eine Umbenennung  
 21 Äußerungen gegen den Aufwand für die Betroffenen und die Kosten für die Verwal-
tung  
 8 Mitteilungen bezogen sich darauf, wie man vor Ort über die Person Martin Heidegger 
informieren könnte (Hinweisschild / Plakette / QR-Code) 
Die Anwohnenden wurden damit, entsprechend des o. g. Antrags der CDU-Fraktion in der BV-Hiltrup, 
beteiligt. 
 
Entscheidung über den Straßennamen Heideggerstraße 
Die Anregungen nach § 24 GO NR W zur Umbenennung beziehungsweise zur Beibehaltung des 
Straßennamens werden mit dieser Beschlussvorlage aufgegriffen.  
Argumente für eine Umbenennung sind dem o. g. Gutachten der Freiburger Kommission und dem 
Vortrag des Stadtarchivs (Anlage 4) zu entnehme n. Argumente gegen eine Umbenennung enthalten 
Mitteilungen der Betroffenen (Anlage 6). 
Nach der ersten Diskussion 2022 und der Bürgerinformationsveranstaltung 2023 hat der Rat der 
Stadt Münster in seiner Sitzung am 11. September 2024 Leitlinien zu Ehrungen im öffentlichen Raum 
und einheitliche Verfahrenswege zur Neubenennung und Umbenennung von Straßen beschlossen, 
die den zuständigen politischen Gremien eine Handlungsorientierung bieten können.  Seit dem Be-
schluss der Leitlinien werden die verschiedenen Ver fahren zu Straßenumbenennungen in den Be-
zirksvertretungen weitergeführt. Die Leitlinien betrachten eine Umbenennung von Straßen als absolu-
te Ausnahme und ermöglichen diese nur, (Ziffer 8) „wenn es aus Gründen der besseren Orientierung 
geboten ist oder Fakten und eine historische Bewertung vorliegen, die zweifelsfrei nachweisen, dass 
die Ehrung der Person(-engruppe) unzulässig ist (vgl. Ziffer 6) oder die ursprüngliche Straßenbenen-
nung propagandistischen Zwecken der nationalsozialistischen Zeit diente“.   
Die wissenschaftlichen Einordnungen, u. a. der Beitrag des Stadtarchivs zur Informationsveranstal-
tung 2023 (Anlage 4), belegen Heideggers Nähe zum Nationalsozialismus. Gleichwohl ist der wissen-
schaftliche Diskurs über die Rückwirkungen Heideggers politischer Haltung auf sein philosophisches 
Werk und damit dessen überzeitlichen Wert nicht abgeschlossen. Die Frage, ob eine Ehrung der Per-
son Martin Heideggers dem Ansehen der Stadt Münster schadet, lässt sich nicht zweifelsfrei beant-
worten und bleibt immer ein Abwägungsprozess.   
Neben der Bewertung der Person sind die Belange der Anwohnenden bei der Entscheidungsfindung 
zu berücksichtigen. Grundsätzlich bleibt das zuständige Gremium in seiner Entscheidung frei. 
Als Fazit aus den vorliegenden Fakten und unter Be achtung der Leitlinien empfiehlt die Verwaltung 
die Beibehaltung des Namens Heideggerstraße. Die Belange der Anwohnenden und Grundstücksei-
gentümer*innen finden damit Berücksichtigung.

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V/0114/2025 
 
 
gez. 
 
Markus Lewe  
Oberbürgermeister 
 
 
Anlagen: 
 
Anlage A  
Anlage 1 Anregung nach § 24 GO NRW Nr. 2022-00065 
Anlage 2 Anregung nach § 24 GO NRW Nr. 2022-00134 
Anlage 3 Antrag der CDU-Fraktion in der BV-Hiltrup A-H/0023/2022 
Anlage 4 Zusammenfassung des Vortrags des Stadtarchivs 
Anlage 5 Auswertung Fragebogen 
Anlage 6 Auswertung Mitteilungen  
Anlage 7 Leitlinien Ehrungen im Öffentlichen Raum

Anlage5_Auswertung_Fragebogen

1079 Zeichen

•  Fragebögen wurden an alle Anwohner/innen im Befragungsgebiet vor Ort verteilt.  
 
  •  Laufzeit der Umfrage: 1 4 . 0 3 . 2 0 2 3   -   3 1 . 0 3 . 2 0 2 3
      (berücksichtigt wurden Eingänge per Post bis zum  04 04.2023)
 Rücklaufquote insgesamt =   69,2 %  (135 von 195 Fragebögen)
 Rücklaufquote Anwohner/innen =   70,1 %  (117 von 167 Fragebögen)
  64,3 %  (  18 von   28 Fragebögen)
Anwohner/innen
Eigentümer/innen
- nicht wohnhaft an 
der Heideggerstraße
absolut absolut absolut  in %
  JA 10           2              12  8,9 %     
  NEIN 107           16              123  91,1 %     
  Gesamt 117           18              135  100,0 %     
Insgesamt gab es Bemerkungen von 53 Befragten. 
Auswertung: Stadt Münster, Stadtplanungsamt
Insgesamt
Umbenennung der Heideggerstraße in Münster-Hiltrup
  •  Eigentümer/innen, die nicht auch an der Heideggerstraße wohnen, erhielten die
      Fragebögen per Post.
 Rücklaufquote Eigentümer/innen 
 - nicht wohnhaft an der Heideggerstraße = 
Befragung der Anwohner/innen und Eigentümer/innen
 Fragebogen
V/0114/2025 - Anlage 5

Anlage1_Anregung-00065-2022_geschwaerzt

2158 Zeichen

Von: Ratsservice
An: Andreas Lembeck; Jürgen Kupferschmidt; Jan Hirsch; Ingrid Dierkes
Betreff: WG: Buergeranregung
Datum: Sonntag, 29. Mai 2022 15:32:24
Von:
Gesendet: Sonntag, 29. Mai 2022 15:32:20 (UTC+01:00) Amsterdam, Berlin, Bern, Rom,
Stockholm, Wien
An: Ratsservice
Betreff: Buergeranregung
Adressat:
Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
Thema: Name der Heideggerstr.
Anregung / Antrag:
Sehr geehrte Bezirksvertretung,
ich bitte darum dem Vorbild der Stadt Freiburg zu folgen und die Heideggerstraße
umzubenennen.
Begründung:
Nachdem ich jetzt seit ein paar Monaten in der Heideggerstr. wohne, habe ich den
Wikipedia Eintrag [1] von Martin Heidegger geöffnet – und habe seitdem Unwohlsein
seinen Namen in meiner Anschrift wiederzufinden. Ich zitiere ein von der Stadt Freiburg
beauftragtes Gutachten [2]:
„
Mag Heidegger als Philosoph Weltruhm genießen, so steht seine verhängnisvolle Rolle bei
der Nazifizierung der deutschen Universität außer Frage („Führerverfassung“). Auch ist in
historischen Recherchen zur Genüge belegt, dass Heidegger bis 1945 die Protektion
höchster Parteikreise erhielt und sich auch nie deutlich vom Nationalsozialismus und
seinem „Irrtum“ distanzierte. Er erhielt von der französischen Besatzungsmacht
Lehrverbot und wurde erst 1957 im Zuge des Universitätsjubiläums (500 Jahre) öffentlich
rehabilitiert. Inzwischen lässt sich anhand von Briefzeugnissen Heideggers nachweisen,
dass er seit dem Ersten Weltkrieg für eine völkisch-nationale Wiedergeburt Deutschlands
eintrat, die in ihrer, von ihm 1933 propagierten Radikalität weit über die
nationalsozialistischen Ambitionen hinausging.
“
Die Kommission, welche das Gutachten erstellt hat, empfahl in Folge dessen einstimmig
die Umbenennung des Freiburger „Martin-Heidegger-Weg“. Dieser Empfehlung kam der
Gemeinderad Freiburgs 2020 nach.
$QUHJXQJ1U
V/0114/2025 - Anlage 1

Danke und mit freundlichen Grüßen, 
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger_und_der_Nationalsozialismus 
[2] https://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/get/params_E- 
874030221/1028363/Strassennamen_Abschlussbericht.pdf 
Eventuelle Dateien befinden sich im Anhang dieser E-Mail.

Anlage2_Anregung-2022-00134_geschwaerzt_PDF

3784 Zeichen

Anregung gemäß § 24 Gemeindeordnung NRW
Ihre Kontaktdaten
Name Vorname
PLZ Ort
Münster
Straße Hausnummer
Telefon E-Mail
Bitte wählen Sie einen Adressaten aus
Adressat1 gewaehlte Option
Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
Adressat2 gewaehlte Option
Bezirksvertretung Münster-Mitte
Ihre Anregung
Thema
Diskussion Umbenennung Heideggerstrasse
Anregung
Die Heideggerstrasse soll nicht umbenannt werden. Ersatzweise soll statt eines Personenbezugs der alte Name
Südstraße verwendet werden.
Begründung
Es gibt dazu drei Punkte:
Zur Beschwerde des konkreten Bürgers: Wenn man an einen neuen Ort zieht, der einem nicht gefällt, muss man
sich anpassen, nicht der Ort und das Umfeld.
Ich bin in der Heideggerstrasse aufgewachsen und habe meine schulische Ausbildung am Immanuel Kant
Gymnasium genossen. Dort habe ich auch Philosophie als Schulfach gehabt. Durch den Strassennamen wurde
im Unterricht sowohl zu Heidegger, Hegel als auch Kant eine kritische Diskussion geführt. Es ist sehr wichtig in
meinen Augen, dass nicht alle unbequemen Dinge unter den Teppich gekehrt und verborgen werden. Ein
Strassenname kann Anlass geben, sich mit der referenzierten Sache zu beschäftigen und auch zur kritischen
Reflektion führen.
Ferner führe ich als Geschäftsführer-Gesellschafter die trion development GmbH in der Heideggerstrasse. Durch
eine Umbenennung würde uns erheblicher Aufwand und auch Kosten (Visitenkarten/Briefpapier Gestaltung,
Druckkosten, Entsorgung alter Materialien) entstehen. Zudem besteht die Gefahr, dass potentielle Kunden durch
im Internet abrufbare alte Informationen den Eindruck gewinnen, dass die Firma nicht mehr bestünde, oder es
Probleme mit der Seriosität gibt. Eine Verhältnismäßigkeit der Umbenennung im Vergleich zu den damit
verbundenen Kosten und Aufwänden für alle Bürger, Gewerbetreibenden und nicht zuletzt auch die Stadt sollte
aus meiner Sicht transparent dargestellt werden. Die konkreten Kosten sind zu beziffern, und Alternativen, wie
z.B. eine Veranstaltung zur kritischen Betrachtung von Philosophen von heute und der Zeitgeschichte oder die
Anbringung eines QR Codes an den Strassenschildern zum Abruf neutraler Diskussionen sind zu betrachten.
Zur behelfsweisen Umbenennung in die Südstraße:  Um jeglichen Verdacht persönlicher Vorteilname
auszuschließen und auch für die Zukunft sicherzustellen, dass keine erneute Umbenennung aufgrund von
Gründen der genannten Person erforderlich wird, soll der ursprüngliche, neutrale, Name Südstraße von 1975
verwendet werden.
Seite 1 von
2
PDF erstellt mit: www.form-solutions.de
Artikel-Nr.: KFAS_00330010
ID=KFAS_00330010
Hxt7uKCj
14.10.22  10:47
$QUHJXQJ1U
V/0114/2025 - Anlage 2

Datenschutz 
Für die Nutzung der von mir ausgewählten Transaktion aus dem Online-Dienstleistungsangebot der 
Stadt Münster ist die Erhebung und Speicherung von personenbezogenen Daten erforderlich. In 
keinem Fall erfolgt eine Weitergabe der Daten an Dritte. Über den Umgang mit personenbezogenen 
Daten informiert die Stadt Münster in ihrer 
Datenschutzerklärung unter https://www.stadt- 
muenster.de/datenschutz .
Die Hinweise der Stadt Münster zum Datenschutz habe ich gelesen. Ich bin damit einverstanden, 
dass meine personenbezogenen Daten ausschließlich zum Zwecke der von mir aktuell ausgewählten 
Transaktion aus dem Online-Dienstleistungsangebot der Stadt Münster erhoben und gespeichert 
werden, damit auf diese zur Bearbeitung und Beantwortung meines Anliegens zurückgegriffen 
werden kann. 
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und nehme diese zur Kenntnis. Ich bin damit einverstanden, dass meine 
Angaben und Daten elektronisch zu den in der Datenschutzerklärung erläuterten Zwecken erhoben und gespeichert 
werden. 
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Anlage4__Amt47_Kurzvorstellung_Heidegger

13949 Zeichen

Bürger*innen-Informationsveranstaltung am 27.2.2023 in der Stadthalle Hiltrup 
Kurzvortrag: Einordnung des Forschungsstands zur Biographie 
Martin Heideggers (1889 - 1976) und seiner Rolle im Nationalsozialismus 
 
Mit Anregungen nach § 24 der Gemeindeordnung NRW wurde die Stadt Münster 
aufgefordert, sich kritisch mit dem Straßennamen Heideggerstraße auseinander zu setzen. 
Ausgangspunkt dieser Überlegungen ist die Entscheidung der Stadt Freiburg, einen Martin-
Heidegger-Weg wegen dessen prominenter, aktiver Rolle im Nationalsozialismus 
umzubenennen. 
Die Straßenbenennung in Hiltrup fand übrigens noch zu Lebzeiten Heideggers statt. Heute 
würde so eine Ehrung erst nach dem Tod ausgesprochen werden. Schon wenige Jahre nach 
Heideggers Tod 1976 erschienen wissenschaftliche Biographien, die sich kritisch mit 
Heideggers Haltung zum und im Nationalsozialismus auseinandersetzten.
1 Für den Einstieg 
oder Überblick über verschiedene diskussionsbedürftige Stationen in Heideggers politischer, 
beruflicher und privater Haltung zum Nationalsozialismus eignet sich ein Wikipedia-Artikel: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger_und_d
 er_Nationalsozialismus.  
Mittlerweile ist auch die Frage, wie sich diese relative Nähe zur NS-Ideologie in Heideggers 
philosophischen Werk niederschlägt, intensiv diskutiert worden. Mehrheitlich sind dabei 
inhaltliche Verbindungslinien gezogen worden, wenn auch über den Durchdringungsgrad 
gestritten wird.
2 
Diese Einordnung ist nicht als Versuch zu verstehen, möglichst viele Anwesende von einer 
Umbenennung zu überzeugen. Es geht darum, eine kritische Einordnung Heideggers 
Persönlichkeit in den Nationalsozialismus zu geben. Welche weiteren Erwägungen neben 
                                                
1 Einen Meilenstein stellte der Sammelband von Victor Farías dar, in der deutschen Fassung mit einer präzisen 
Einleitung von Jürgen Habermas, Heidegger – Werk und Weltanschauung, in: Victor Farías, Heidegger und der 
Nationalsozialismus, Frankfurt a. M. 1989, S. 11-37; außerdem Hugo Ott, Martin Heidegger. Unterwegs zu einer 
Biographie, Frankfurt am Main 1988; etwas später und zurückhaltender: Rüdiger Safranski, Ein Meister aus 
Deutschland. Heidegger und seine Zeit. München 1994. 
2 Richard Wolin, Heideggers „Schwarze Hefte“. Nationalsozialismus, Weltjudentum und Seinsgeschichte, in: 
Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 63 (2015), Heft 3, S. 379-410, online: https://www.ifz-
muenchen.de/heftarchiv/2015_3_4_wolin.pdf.  
Stadtarchiv Münster 
An den Speichern 8 
48157 Münster 
 
Ihr Ansprechpartner: 
Herr Dr. Philipp Erdmann 
Telefon: 02
 51 / 4 92-47 02 
Fax: 02 51 / 4 92-77 27 
erdmann@stadt-muenster.de 
V/0114/2025 - Anlage 4

dieser geschichtswissenschaftlichen Perspektive in der Straßennamen-Diskussion zu 
berücksichtigen sind, muss im politischen Raum erörtert werden.  
Ich werde also keine Ja- oder Nein-Entscheidung präsentieren. Hierfür braucht es mehr 
Perspektiven als nur die geschichtswissenschaftliche. Ich will jedoch darlegen, dass es gute 
Gründe gibt, über Ehrung Heideggers durch einen Straßennamen in Hiltrup nachzudenken. 
Fragen, die zum Nachdenken anregen und bei einer zur kritischen Einordnung helfen 
könnten: 
1. Lassen sich schon vor 1933 antisemitische oder d er NS-Ideologie naheliegende 
Gedanken bei Heidegger finden? 
2. Hat er das NS-System ab 1933 unterstützt, und we nn ja: wie? 
3. Wie hat er sich nach 1945 zur Demokratie und zum  Nationalsozialismus positioniert? 
4. Wie wurde und wie wird sein philosophisches Werk  heute bewertet? 
5. Welche Bedeutung hat Heidegger für Hiltrups Iden tität? 
Die ersten drei Fragen lassen sich mittlerweile recht eindeutig beantworten. Die vierte Frage 
wäre eine, die vor allem von Fachleuten aus der Philosophie zu beantworten wäre, und die 
fünfte Frage ist eine, die in den politischen Raum hier in Hiltrup vor Ort gerichtet ist, und die 
auch alle Anwesenden für sich selbst beantworten sollten. 
Martin Heidegger war 38 Jahre alt, als er 1928 mit seinem ersten Hauptwerk „Sein und Zeit“ 
berühmt wurde. Sein Ziel war nicht weniger, als die gesamte abendländische Philosophie 
und damit das westliche Weltverständnis einer Grundkritik zu unterziehen, nach dem „Sinn 
von Sein“ zu fragen. Sprachlich anspruchsvoll, für manche inspirierend, für manche 
überfordernd und für manche aufgebläht, diente er vielen späteren Denkerinnen und 
Denkern als Inspiration. 
War in diesen Werken aus den 1920ern schon eine nationalsozialistische Haltung 
abzulesen? Es gibt indirekte Hinweise oder eine gewissen „Verwandtschaft“ im Denken, aber 
eine offen pro-nationalsozialistische Äußerung findet sich wohl nicht.
3 Eine 
demokratiebejahende Haltung findet sich aber auch nicht, vielmehr hatte er eine große Nähe 
zu extrem konservativen, in Teilen auch völkischen und antijüdischen Positionen. Damit 
nahm er in seiner Zeit keine Außenseiterrolle ein. Selbst weniger kritische biographische 
Einordnungen, die Heidegger „nur“ als zeitweisen Nazi sahen, betonten, dass er sich nach 
der Überwindung liberaler oder demokratischer Tendenzen der Weimarer Republik gesehnt 
habe, Sympathien für „Führer“-Persönlichkeiten zeigte und in der NS-Bewegung die Chance 
sah, einen radikalen Bruch mit Altem und einen Aufbruch zu etwas Neuem herbeizuführen. 4 
Ein viel größeres Problem bei der Würdigung von Heideggers Werk ist sein Engagement 
während der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933. Er war zu diesem Zeitpunkt 
bereits Professor in Freiburg, wurde am 1. Mai öffentlichkeitswirksam NSDAP-Mitglied, war 
Mitgründer von wissenschaftlichen Organisationen im NS-Staat und im März 1933 Rektor 
der Uni Freiburg, stand mit 44 Jahren mitten im Leben und auf dem Höhepunkt seiner 
wissenschaftlichen wie politischen Karriere – die mindestens öffentliche Unterstützung oder 
gar Begeisterung für den Nationalsozialismus lässt sich kaum als Jugendsünde bezeichnen.  
                                                
3 Vgl. Wolin, Heideggers „Schwarze Hefte“, S. 387f. 
4 Vgl. Geier, Manfred: Martin Heidegger. Reinbeck 2005, S. 45ff, schon zu Lebzeiten: Otto Pöggeler: Philosophie 
und Politik bei Heidegger. 2. Auflage. Alber, Freiburg / München 1972, S. 109.

Obwohl er 1945 vor dem Entnazifizierungsausschuss behauptete, von Kollegen in das 
Rektorat gedrängt worden zu sein, vermuten Historiker heute, dass eine Gruppe 
nationalsozialistischer Professoren systematisch auf die Einsetzung Heideggers 
hingearbeitet hatte. Wie aktiv er selbst daran mitwirkte, ist umstritten. 5 Vergleichsweise 
schnell setzte er das Führerprinzip in „seiner“ Uni durch, hielt massenhaft Reden, darunter 
die berühmt gewordene Rektoratsrede „Die Selbstbehauptung der deutschen Universität“ 
vom 27. Mai 1933. Hier fragte er nach dem „Wesen“ der Universität, sprach von den 
Gefahren, die der Universität aus dem alten, dem demokratischen System und z.B. auch 
durch den christlichen Glauben drohten, und dem revolutionären Aufbruch in neue Zeiten. 6 
Heideggers Amtszeit als Rektor endete nach einem guten Jahr abrupt im April 1934. Er habe 
mit seinem Rücktritt gegen die Entlassung seines Vorgängers protestieren wollen, sagte er 
nach 1945.7 Daran zweifeln heute Fachleute. In Heideggers einjähriger Amtszeit wurden 
relativ viele Beschäftigte aus ideologischen Gründen entlassen; mehr als an anderen 
Hochschulen. Gleichwohl setzte sich Heidegger vereinzelt für jüdische Kollegen ein, 
allerdings auch nur, wenn sie wichtig für das internationale Renommee „seiner“ Uni waren. 8  
Wahrscheinlicher ist, dass er 1934 zurücktrat aus Enttäuschung – nicht über die Ideologie 
und die Gewalttaten des Systems, sondern darüber, dass ihm eine wirklich lenkende 
Funktion im neuen System verwehrt blieb, sodass er sich auch im „Dritten Reich“ falsch 
verstanden fühlte.9 Heidegger wurde schnell in seinem Handlungsspielraum eingeschränkt 
durch Funktionäre, die ihn nutzten – wie einen „Hampelmann“, wie sein ehemaliger Freund 
Karl Jaspers später sagte –, ihn aber zugleich hinderten, seine Vorstellungen umzusetzen. 
Heidegger führte ab 1945 mehrere Verhandlungen vor dem Entnazifizierungsausschuss der 
Freiburger Universität. Jaspers trat als Entlastungszeuge auf. Er schrieb in einem Gutachten, 
Heideggers Denkart sei ihrem Wesen nach „unfrei, diktatorisch“. 10  Für die Erziehung der 
Jugend sei sie vor allem ungeeignet: „ Solange in ihm nicht eine echte Wiedergeburt erfolgt, 
die sichtbar im Werk ist, kann m. E. ein solcher Lehrer nicht vor die heute innerlich fast 
widerstandslose Jugend gestellt werden .“ 11  Er empfahl ein Lehrverbot, zugleich die 
Bereitstellung einer Pension, um dem Philosophen weitere Arbeit zu ermöglichen. Der Senat 
der Universität folgte dieser Empfehlung. 12  Öffentlich schwieg Heidegger über seine Rolle im 
Nationalsozialismus, selbstkritische Töne oder Reue finden sich nicht. 
Die Frage, wie wir heute mit Heidegger und seinem Werk umgehen wollen, ist komplex und 
nicht eindeutig zu beantworten. Es geht um die Einordnung von Heideggers Werk und die 
Frage, in welchem Verhältnis es zu NS-Ideologie, rassistischen oder antisemitischen 
Haltungen steht. Neben der geschichtswissenschaftlichen und philosophiegeschichtlichen 
                                                
5 Bernd Martin, Die Universität Freiburg im Breisgau im Jahre 1933. Eine Nachlese zu Heideggers Rektorat, in: 
Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 136 (1988), S. 445-477. 
6 Die Rede ist in Gesamtausgabe Heidegger, Bd. 16, S. 107–117 publiziert. 
7 Hugo Ott, Martin Heidegger. Unterwegs zu seiner Biographie. Campus, Frankfurt/M. 1992, S. 345. 
8 Julia Christine Meier, online Beitrag 2016: https://ns-ministerien-bw.de/2016/01/die-personelle-gleichschaltung-
der-badischen-hochschulen-1933-1935-konformitaet-und-resistenz-in-heidelberg-karlsruhe-und-freiburg-im-
vergleich/#_ftnref177. 
9 Daniel Morat, Von der Tat zur Gelassenheit: konservatives Denken bei Martin Heidegger, Göttingen 2007, S. 
126f. 
10  Zitiert nach Ott, Heidegger, S. 315-317. 
11  Ebd.; vgl. zur Bewertung auch Morat, Von der Tat zur Gelassenheit, S. 301; Lutz Hachmeister, Heideggers 
Testament. Der Philosoph, der Spiegel und die SS, Berlin 2014, S. 77 f. 
12  Zitiert nach: https://www.historeo.de/datum/1933-heidegger-und-der-nationalsozialismus#.

Forschung lohnt hier auch ein Blick in die Feuilletons der Zeitungen und in die sonstigen 
Medien. 13  
In den letzten zehn Jahren hat diese Debatte neue Fahrt aufgenommen, weil mit den so 
genannten „Schwarzen Heften“ die Privatnotizen Heideggers seit 2014 öffentlich neu 
diskutiert wurden. 14  2016 hat die ZEIT darüber hinaus private Briefe Martin Heideggers an 
seinen Bruder Fritz aus der NS-Zeit veröffentlicht. Kurz darauf erschien ein Sammelband. 
Die mehr als 500 Briefe liegen heute im Deutschen Literaturarchiv in Marbach. In diesem 
ZEIT-Artikel schrieben die Redakteure, dass Heidegger sich „ganz direkt und unverhohlen 
antisemitisch “ zeige, er sei „ ein politisch bestens informierter …, früher und leidenschaftlicher 
Anhänger des Nationalsozialismus“ gewesen “. 15  Allein auf diesen Artikel folgten zahlreiche 
Leserbriefe und in der Online-Fassung über 250 Kommentare. Diese Privatbriefe legen 
genauso wie die zwei Jahre zuvor veröffentlichten „Schwarzen Hefte“ – eine Art Denk- oder 
Notiztagebuch – nahe, dass Heidegger auch nach seinem „Rückzug ins Private“ 1934 
innerlich kaum von der NS-Ideologie Abstand genommen hat – und das unterscheidet ihn 
von konservativen oder nationalistischen Persönlichkeiten, die zunächst Anhänger Hitlers 
waren und etwa im Krieg in den Widerstand gingen. Die Meinung, Heidegger habe als 
genialer Philosoph politisch einfach falsche Einschätzungen getroffen, sei falsch informiert 
oder zu naiv gewesen, lässt sich mit Blick in diese Schwarzen Hefte kaum halten.16  Werk 
und Ideologie sind auch bei Heidegger miteinander verflochten. 17  
Abschließend möchte ich betonen, dass ich mit dieser kritischen Einordnung keinesfalls ein 
„Verbot“ der Auseinandersetzung mit Heidegger oder seinem Werk fordere, wie Einwürfe wie 
der der „cancel culture“ unterstellen. Die Wucht und die Wirkung Heideggers auf die 
Philosophie, sein Einfluss auf zahlreiche andere große Denkerinnen und Denker ist 
unbestritten. Mit Blick auf Hannah Ahrendt, auf Jean-Paul Sartre oder indirekt z.B. auch auf 
theologische Denker wie Kardinal Karl Lehmann zeigt sich, dass es durchaus möglich ist, 
Heidegger mit kritischem Blick weiterführend und konstruktiv auszulegen. Aber an gebotenen 
Stellen war die Distanzierung zu Heideggers Werk gleichermaßen notwendig wie eindeutig.18  
Das schlägt den Bogen zur Umbenennungsfrage: Wir reden hier nicht über eine Verbannung 
von Heideggers Werk, sondern über die Frage, ob es heute mit diesem Wissen eine Ehrung 
durch einen Straßennamen in Hiltrup braucht, oder ob diese Ehrung rückgängig gemacht 
werden soll. 
                                                
13  Hier folgte eine Auswahl von rund 15 Zeitungsartikeln verschiedener politischer Ausrichtung in einer 
Präsentation. 
14  Peter Trawny, Heidegger und der Mythos der jüdischen Weltverschwörung, Frankfurt/M., 2014, S. 69. 
15  https://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-10/martin-heidegger-briefe-
antisemitismus?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F. 
16  Einen Überblick über die Medienberichterstattung 2014 bietet diese Kolumne bei Cicero: 
https://www.cicero.de/kultur/ressentiments-eines-meisterdenkers-heidegger-war-der-braunere-nazi/58959 .  
17  Vgl. Peter Trawny (Hrsg.): Martin Heidegger: Überlegungen XII–XV (Schwarze Hefte 1939–1941). 
Gesamtausgabe, Frankfurt am Main 2014. 
18  So fasst es Hans Ulrich Gumbrecht in einem Beitrag für die NZZ v. 23.2.2021 zusammen: 
https://www.nzz.ch/feuilleton/hans-ulrich-gumbrecht-ueber-martin-heideggers-denkweg-und-erbe-ld.1602702 . 
Sowohl die Zeitung als auch der Autor stehen wohl außer Verdacht, eine vermeintlich „woke“ oder „linke“ Agenda 
zu verfolgen.

Anlage7_Leitlinien_Ehrungen_im_öffentl._Raum

7020 Zeichen

Anlage 1 zu V/0247/2024 
 1 
 
Anlage 1: 
Leitlinien für Ehrungen im öffentlichen Raum  
 
Die Stadt Münster betont ihre historische Bedeutung als eine europäische Friedensstadt und ruft zu 
„Toleranz durch Dialog“ auf. Daraus resultiert die Verpflichtung des Rates und der 
Bezirksvertretungen, die Menschenrechte, das Völkerrecht und demokratische Werte hoch zu 
halten. Sie leiten die demokratisch legitimierten Gremien der Stadt bei der Auswahl und Begründung 
von Ehrungen im öffentlichen Raum. Die nachstehenden Grundsätze und Kriterien sollen als 
Grundlage für die Entscheidungsträger*innen dienen und die Transparenz der 
Entscheidungsfindung für die Bürgerschaft erhöhen. Bei Umbenennungsvorhaben im öffentlichen 
Raum ist neben der historischen Faktenlage zu berücksichtigen, dass sie erhebliche Folgen für 
Anwohnende, Wirtschaft und Behörden haben, so dass sie auf die unabwendbaren Fälle zu 
beschränken sind. 
 
Ehrungen im öffentlichen Raum 
Für alle Formen von Ehrungen im öffentlichen Raum gilt: 
 
1. Münster versteht sich als Friedensstadt und will einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten. 
Ehrungen im öffentlichen Raum müssen zu diesem Ziel passen. 
2. Eine Ehrung durch eine Benennung von öffentlicher Infrastruktur oder die Aufstellung eines 
Denkmals kann nur verstorbenen Personen zuteilwerden. Die Person sollte in der Regel 
mindestens 10 Jahre vor der Ehrung verstorben sein.  
3. Je sichtbarer und zentraler die Benennung positioniert wird, umso größer ist die Auszeichnung 
und umso unstrittiger sollte die zu ehrende Person/Ort/Thema sein.  
4. Die zu ehrende Person(-engruppe) sollte sich in der Regel außerordentlich um die Stadt 
Münster und/oder um ihre Stadtteile verdient gemacht haben. Fehlt ein Münsterbezug, muss 
diese Ehrung detailliert begründet werden. 
5. Ist eine überzeitlich herausragende Leistung nicht erkennbar, sollte auf eine Ehrung verzichtet 
werden.  
6. Verfolgte und Opfer des Nationalsozialismus und von Verbrechen gegen die Menschlichkeit 
können durch die Benennung von Infrastruktur geehrt werden, besonders wenn das erfahrene 
Unrecht in Münster stattfand oder die Betroffenen aus Münster stammen.  
7. Sollten bei der zu ehrenden Person(-engruppe) negative Eigenschaften oder Taten vorliegen, 
sind diese in einem Abwägungsprozess den positiven Faktoren gegenüberzustellen. Im Zweifel 
sind strenge Kriterien anzuwenden und es ist von einer Ehrung abzusehen. 
8. Die Wertmaßstäbe, die sich aus der europäischen Aufklärung entwickelt haben, können in 
Deutschland seit der Mitte des 19. Jahrhunderts als weitverbreitet und von breiten 
gesellschaftlichen Kreisen anerkannt gelten. Die Ehrung von Persönlichkeiten, deren 
Lebenszeit im Wesentlichen vor diesem Zeitraum liegt, kann deshalb nicht ohne Weiteres nach 
den hier aufgelisteten Wertmaßstäben erfolgen. Sie bedarf der Einzelfallprüfung. 
 
Benennung von Straßen und öffentlicher Infrastruktur 
 
1. Straßenbenennungen dienen in erster Linie der Orientierung und im Zusammenhang mit der 
Hausnummerierung der Auffindbarkeit aller Liegenschaften sowie der Gewährleistung der 
öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Vor diesem Hintergrund ist auch die Benennung von 
privaten Straßen möglich.  
2. Für Straßennamen wird in der Regel auf historische Ortsbezeichnungen (z.B. Flur-, 
Gemarkungs-, Gewannen-Bezeichnungen) zurückgegriffen. Die Benennung nach Personen(-
gruppen) stellt eine Ausnahme und besondere Ehrung dar; ein mahnender Charakter ist dabei 
nie intendiert.  
3. Straßennamen sollen aus höchstens 25 Zeichen einschließlich der notwendigen 
Zwischenräume bestehen. 
4. In den Fällen, in denen Orte, Landschaften oder abstrakte Begriffe wie „Frieden“ als 
Namensgeber verwendet werden, sind Anlass und Kontext der Benennung besonders 
V/0114/2025 - Anlage 7

Anlage 1 zu V/0247/2024 
 2 
 
bedeutsam. Revisionistisch motivierte und nationalsozialistische Propagandabegriffe eignen 
sich nicht zur Benennung öffentlicher Infrastruktur. 
5. Der Münsterbezug kann bei Straßenbenennungen gan zer Viertel entfallen, wenn man sich für 
ein semantisches Feld entscheidet.  
6. Unzulässig sind: 
6.1 Neubenennungen nach Personen, Organisationen und Einrichtungen, die Ziele, 
Handlungen oder Wertvorstellungen verkörpern, die dem Grundgesetz der 
Bundesrepublik Deutschland oder der Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen 
entgegenstehen oder dem Ansehen der Stadt Münster schaden. 
6.2 Neubenennungen nach Person, die in Geschehnisse, die gegen die Allgemeine 
Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen verstoßen, verstrickt sind 
oder die aktiv bei sonstigen menschenverachtenden Taten (z.B. sexuelle Gewalt 
oder Unterdrückung von Minderheiten) mitgewirkt haben, nach Orten und 
Ereignissen, die in oben genannten Zusammenhang Raum für Verstöße geben.  
6.3 Neubenennungen, die Anlässe zur Missdeutung oder Verspottung geben oder 
diskriminierende Wirkung haben können. 
7. Beschlüsse des Rates, der Bezirksvertretungen od er von Ausschüssen zum Thema 
Straßenbenennung sind zu berücksichtigen. Sollte dies bei der Auswahl eines neuen Namens 
durch Bürgerschaft oder Politik gewünscht sein, kann zunächst ein Gutachten des Stadtarchivs 
erfolgen. 
8. Eine Umbenennung sollte die Ausnahme darstellen,  nicht aus tagesaktuellen Erwägungen und 
auf Grundlage der folgenden Punkte erfolgen:  
8.1 Sie ist zulässig, wenn dies aus Gründen der besseren Orientierung geboten ist.  
8.2 Eine Umbenennung ist möglich, wenn Fakten und eine historische Bewertung 
vorliegen, die zweifelsfrei nachweisen, dass die Ehrung der Person(-engruppe) 
unzulässig ist (vgl. Ziffer 6) oder die ursprüngliche Straßenbenennung 
propagandistischen Zwecken der nationalsozialistischen Zeit diente. 
8.3 Für den Fall der Umbenennung soll die Beschilderung so erfolgen, dass die alten 
Straßennamen über einen Zeitraum von 3 Jahren neben/unter den neuen 
Straßennamen belassen werden. Der alte Name ist rot zu kreuzen. 
8.4 Beschlüsse über Straßennamen (Neu- / Umbenennungen) besitzen einen 
Bestandsschutz von 20 Jahren, wenn nicht eine neue Sachlage (z.B. das 
Bekanntwerden massiver Vergehen der geehrten Personen) vorliegt, die eine 
Neubewertung nötig macht. 
 
Denkmale und Ehrengräber  
 
1. Für den Errichtungsbeschluss eines neuen Denkmal s gelten die vorgenannten 
Bewertungsmaßstäbe in besonderem Maße, es sollte deshalb in den beschlussfassenden 
Gremien eine Zweidrittelmehrheit für die Errichtung angestrebt werden. 
2. Durch Ratsbeschluss kann einer Person ein Ehreng rab zuerkannt werden. Für die 
Entscheidung gelten die hier festgelegten Bewertungsmaßstäbe. Darüber hinaus steht 
Ehrenbürger*innen nach ihrem Tod ein Ehrengrab zu. Dieses Grab kann auf stadteigenen 
Friedhöfen (vgl. § 20 der Satzung für die Benutzung der Friedhöfe der Stadt Münster vom 
16.12.2023) oder auf Friedhöfen anderer Trägerschaft im Stadtgebiet liegen. Mit der 
Zuerkennung obliegt der Stadt Anlage und Unterhaltung des Grabes, sofern sie nicht durch 
die Angehörigen der verstorbenen Person übernommen werden.

Beratungsverlauf (1)

12.06.2025 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 6.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Heideggerstraße
  • Mauritzstraße 4
  • Südstraße
  • An den Speichern 8

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Details

Aktenzeichen
V/0114/2025
Typ
Vorlagen
Datum
05.03.2025
Erstellt
05.03.2025 11:09