2009/0102
Umsetzung des Nationalen Integrationsplans in Darmstadt
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
anlage 1
24008 Zeichen
ÐÏࡱá>þÿ ceþÿÿÿbÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿì¥Áq¿Nbjbjt+t+,.AA0ÿÿÿÿÿÿ]ÆÆÆÆ * * * * 8b v $* Ém²® ® 4â â â NNNmmmmmmm${oôoq²´m NJJNN´môÆÆâ â h® ôôôNÆâ Æ8â m* * ÆÆÆÆNmôx ôlÚ >eÆþmâ ÀN:ð(É* * ÖÔlº
Vorschlag des Ausländerbeirates an die Stadtverordnetenversammlung
Betreff: Umsetzung des Nationalen Integrationsplanes in den Kommunen
Im Jahr 2007 wurde der Nationale Integrationsplan verabschiedet. Politik, Institutionen und Nichtregierungsorganisationen verständigten sich erstmalig darauf, das Politikfeld der Migration und Integration abzustimmen und gemeinsam zu verantworten. Die Beteiligten haben sich dazu verpflichtet, eigene Beiträge in ihren Zuständigkeitsbereichen zu leisten. Auch die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände hat stellvertretend für die Kommunen Selbstverpflichtungen formuliert. Diese lauten (siehe Nationaler Integrationsplan Seite 31-33):
«Die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände empfiehlt ihrem Mitgliedsbereich/ihren Mitgliedsverbänden,
der Integration eine hohe kommunalpolitische Bedeutung beizumessen, Integration als ressortübergreifende Aufgabe in der Kommunalverwaltung zu verankern und ihrer Bedeutung entsprechend anzusiedeln, kommunale Gesamtstrategien, die den jeweiligen örtlichen Bedürfnissen angepasst sind, zu entwickeln und fortzuschreiben,
sich für eine stärkere Vernetzung der gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Akteure einzusetzen und erforderlichenfalls Vernetzungen zu initiieren, dabei im Rahmen ihrer Möglichkeiten als zentraler Akteur zur Koordinierung und Abstimmung der verschiedenen Integrationsbemühungen aufzutreten,
den Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in den Verwaltungen zu erhöhen, Mitarbeiter in der Weise fortzubilden, dass dem Ziel der Kundenfreundlichkeit und dem Bedarf an interkultureller Kompetenz in der Verwaltung noch wirkungsvoller Rechnung getragen werden kann,
bürgerschaftliches Engagement von, für und mit Migranten zu unterstützen und zu fördern, Menschen mit Migrationshintergrund stärker an den Entscheidungs- und Gestaltungsprozessen in den unterschiedlichsten Bereichen des sozialen und politischen Lebens zu beteiligen und dabei auch für die Einbeziehung der weiblichen Migrationsbevölkerung einzutreten, die Kompetenzen der Zuwanderer als Multiplikatoren und Konfliktmoderatoren stärker einzubeziehen,
als Lotsen Zuwanderer bei der Wahrnehmung von Bildungsangeboten des Bundes und der Länder (z. B. durch Information über entsprechende Angebote) zu unterstützen und zu den Angeboten hinzuführen, durch kommunale Maßnahmen das Bildungsangebot zu ergänzen und diese Angebote mit denen des Bundes und der Länder zu vernetzen,
als Träger von Aufgaben nach dem SGB II die berufliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund mit ihren flankierenden Maßnahmen zu unterstützen, auch in ihrer Rolle als Arbeitgeber einen unmittelbaren Beitrag zur beruflichen Integration zu leisten.
in Sozialräumen mit Integrationsdefiziten durch Quartiersmanagement und Netzwerkbildung das Zusammenleben zwischen den Bevölkerungsgruppen zu fördern, mit niedrigschwelligen sozialen und kulturellen Angeboten die Lebensqualität im und die Identifikation mit dem Quartier zu stärken, von Förderinstrumenten zur Stärkung benachteiligter Quartiere wie z. B. das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt und die Programme des Europäischen Sozialfonds (ESF) stärker Gebrauch zu machen,
im Rahmen kommunaler Wirtschaftsförderungskonzepte der zunehmenden Bedeutung der ethnischen Ökonomie Rechnung zu tragen, in der Bevölkerung und der Verwaltung das Bewusstsein für das Potenzial der ethnischen Ökonomie zu wecken und für den kommunalen Wirtschaftsstandort zu nutzen,
auch weiterhin energisch extremistische und fremdenfeindliche Bestrebungen zu bekämpfen und Fremdenfeindlichkeit in allen Ausprägungen entgegenzutreten, örtliche Netzwerke gegen Extremismus und für Toleranz zu unterstützen,
über die vor Ort verfügbaren Integrationsangebote in geeigneter Weise zu informieren, im Interesse der Effektivität der lokalen Integrationspolitik und eines wirkungsvollen Ressourceneinsatzes ihre Integrationsbemühungen zu dokumentieren, zu evaluieren und gegebenenfalls zu optimieren.
Damit diese Selbstverpflichtungen auch Realität werden können, müssen die einzelnen Mitgliedskommunen sie aufgreifen und in ihrem Verantwortungsbereich, nach ihrer jeweiligen örtlichen Situation, umsetzen.
Der Ausländerbeirat schlägt der Stadtverordnetenversammlung vor zu beschließen:
Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt und unterstützt die Zielsetzung des Nationalen Integrationsplans und setzt sich für die Übertragung der Selbstverpflichtungen der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände auf die Stadt Darmstadt ein.
Die Verwaltung wird dazu gebeten:
Der Stadtverordnetenversammlung zu berichten, welche der in den Selbstverpflichtungen der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände genannten Bereiche bereits in Darmstadt umgesetzt werden.
Ein Konzept zu entwickeln, wie die genannten Empfehlungen auf die spezielle Situation in Darmstadt übertragen werden können.
Insbesondere wird gefragt:
2a. Welche Bestrebungen, Konzepte, Erfahrungen zur Verbesserung der Bevölkerungsstruktur in Darmstadt gibt es, um Ghettoisierung der Einwandererbevölkerung zu vermeiden? Gibt es ebenso Bestrebungen, Konzepte, Erfahrungen, wie diese Zielgruppe in Neubaugebieten der Stadt ihrem prozentualen Anteil entsprechend berücksichtigt werden kann?
2b. Welche Konzepte gibt es in Darmstadt, um Bildungserfolg von Kindern mit Migrationshintergrund zu verbessern?
Zu prüfen, wie insbesondere die im Nationalen Integrationsplan genannten strukturellen und organisatorischen Voraussetzungen (Gesamtstrategie, Moderation, Koordination, Vernetzung, Evaluation) in Darmstadt geschaffen werden können.
Darmstadt, den 21.01.2009
SEITE 4
SEITE
SEITE 2
FGpqðñST"}~ÕÖ01VW" # } ~ R
S
PQv
w
efz{ÊËèécdí
noÑ12|ÉîqrÌÍüý#öðèÞèðÖðÖðÖðÑÊÑÊÑÊÑÊÑÊÑÊÑÊÑÊÑÊÑÊÑÊÑÊÑÊÑÊÑÊÑÊÑÊÑÊÑÊÑÊÑÊÑÄÑÊÑðÑðÖðÖðÖðѽº0J
j0JU5OJQJNHOJQJOJQJB*NHOJQJ5B*NHOJQJ5B*OJQJB*OJQJ5>*B*OJQJIFGH°±"#bc ©
ª
lm®
¯
´µ¬úúôôôôôôôôôêôêôêôêôêôêôêßê
H$7$8$
Ƹp#
&F
H$7$8$H$7$8$dðFGH°±"#bc ©
ª
lm®
¯
´µ¬°±ÑÒÊËíî³´12MN¡¢ýþÿ)5ABCDEFGýýúôîèâÜÖÔÎÈ¿¹³ýýýýý±±®®¬§§§§
@¬°±ÑÒÊËíî³´12MN¡¢ýùïùïùííííííííèíèíííÞÞØØè
Æh hþ
Æh
&F
&F
H$7$8$H$7$8$ýþÿ'()345ABCDEFGHIJKLúúúúúñïíäàíäàíÝÝÝÝÏÍííí$$FÖrÿ© v'$h&`#$øÿ&`#$üÿdð#$%&')*12356=>?@ACGNøóøðøðøðøðøóøðéCJOJQJ0J0JmH
j0JUGHIJKLMNýúøøøö
LMNýødð* 0
0°. °ÆA!°ß"°à#à$à%°°p°p'
[(@ñÿ(StandardmHFF
Überschrift 1$$dà@&5CJRR
Überschrift 2$$@&5B*CJOJQJhnHNN
Überschrift 3$@&5B*CJOJQJhnH>>
Überschrift 4$@&
5hnH<<
Überschrift 5$$@&5NN
Überschrift 6$$dåþ@&5@OJQJPP
Überschrift 7$H$7$8$@&5B*CJOJQJHH
Überschrift 8$dh@&5B*OJQJH H
Überschrift 9 $@&>*@CJOJQJBA@òÿ¡BAbsatz-Standardschriftart,>ò,Titel$
5>*CJ0B0
Textkörper$CJ2@2 Kopfzeile
Ƹp#$)@¢!$
Seitenzahl2þ22 kopfbogenCJOJQJ0 @B0Fußzeile
Ƹp#RþRRFormatvorlage1Å
ÆÅOBCJOJQJJCbJTextkörper-Einzug5CJOJQJnH<Qr<Textkörper 35OJQJnH2þ2VorgabetextCJnHBþOBFormatvorlage2dÞþ@OJQJ<P¢<Textkörper 25CJOJQJLþ²LGraphisches Konzeptdåþ@OJQJFþÂFBody Text 2H$5$7$8$9DCJOJQJ:þÒ:Textdh¤h@
CJOJQJnHJSâJTextkörper-Einzug 3ÐCJOJQJ,ò,Fußnotentext<þ<Standard (Web)
¤d¤dCJ8'@¢8KommentarzeichenCJaJ6"6
Kommentartext"OJQJ8"8Beschriftung#5OJQJFþF
berschrift 7$$5CJOJQJnH2&@¢Q2FußnotenzeichenH*4þb4Fu§zeile
&
Ƹp#nHNÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿN.ÿÿÿÿ((/2#N¬ýLNGN
"$2!´ÿ!!tÿðtð ð,bð$>9£VßÃ0Ñ)t^ÿ¥-ÿÿÿÿ@ñÿÿÿ÷ð ðð0ð( ð,¿
ððB
ðSð¿Ëÿ ?ððHðð0ð( ðr
ð2³ÈÙâ%çü
Pb¢®ÀÎïJKObbªªmm¯ ¯ µ
µ
¬
¬
®¯°¦§ªª ¡&)25@CJKKLOÿÿLatorrer\\S_LIEG1\DATA1\WINDAT\INT_KULT\LATORRE\DateienPL\AB\initiativanträge\09\Umsetzung Nationaler Integrationsplan.docLatorrer\\S_LIEG1\DATA1\WINDAT\INT_KULT\LATORRE\DateienPL\AB\initiativanträge\09\Umsetzung Nationaler Integrationsplan.docLatorrepC:\DOKUME~1\Latorre\LOKALE~1\Temp\AutoWiederherstellen-Speicherung von Umsetzung Nationaler Integrationsplan.asdLatorrepC:\DOKUME~1\Latorre\LOKALE~1\Temp\AutoWiederherstellen-Speicherung von Umsetzung Nationaler Integrationsplan.asdLatorrepC:\DOKUME~1\Latorre\LOKALE~1\Temp\AutoWiederherstellen-Speicherung von Umsetzung Nationaler Integrationsplan.asdLatorrepC:\DOKUME~1\Latorre\LOKALE~1\Temp\AutoWiederherstellen-Speicherung von Umsetzung Nationaler Integrationsplan.asdLatorrepC:\DOKUME~1\Latorre\LOKALE~1\Temp\AutoWiederherstellen-Speicherung von Umsetzung Nationaler Integrationsplan.asdLatorrer\\S_LIEG1\DATA1\WINDAT\INT_KULT\LATORRE\DateienPL\AB\initiativanträge\09\Umsetzung Nationaler Integrationsplan.docOtmannC:\Dokumente und Einstellungen\Otman\Texte\IKUB\Vorschlag Ausländerbeirat - Umsetzung des NIP in Darmstadt.docOtmano\\S_LIEG1\DATA1\WINDAT\INT_KULT\OTMAN\Texte\IKUB\Vorschlag Ausländerbeirat - Umsetzung des NIP in Darmstadt.docZþÿÿÿÿÿÿÿÿ=[?ÿÌ_«ÿ@¸Øø¨ÿjÿõ'1
ÚWÿÿÿÿÿÿÿÿÿ4HV
ÿEØ
ÿÛg¯ÿ
iVÿhóÿ%4N«Pçÿÿÿÿÿÿÿÿÿ×jÿ/:ÿoVÿUNªBÿÿÿÿÿÿÿÿÿXJ4ÿ¨lPÿRM?:îÿÿÿÿÿÿÿÿÿVKÿÚ3?ÿUòÿJrãxL'ÿÿÿÿÿÿÿÿÿ6Ç!ÿ
lÑ"nâêÿÿÿÿÿÿÿÿÿ^´#ÿ÷~%¾|ÿÿÿÿÿÿÿÿÿ²,Ö%ÿ<t2'ÿí:
+ÿçq×0\ *õÿÿÿÿÿÿÿÿÿvlå0VÚ^
ÿSZú2æ«läÿ§ 3ÿ'83ÿBb3ÒÿÝc3ú}T´ÿr2Q4ÿ2&6Æárÿÿÿÿÿÿÿÿÿ06Zÿf<6ÿF'9ÿj]F=ÿõ>ÿêbù?ÿÒ@VÿÿÿÿÿÿÿÿÿO3WCÿÎ{þD8ÿÿÿÿÿÿÿÿÿzGÿ¬=Kÿa´Nÿgl8VÚ2jæÿÿÿÿÿÿÿÿÿâXòÿÿÿÿÿÿÿÿÿM`XY:(Dmÿ69ôYÿozôZÿ#xúZÿ,i[ÿò¶[ÿD5Ø[ÿ+â\Ý@ìÿÿÿÿÿÿÿÿÿ×]"¡ÿÿÿÿÿÿÿÿÿag^'òÿÿÿÿÿÿÿÿÿ;À^ÿôr^_ÖÖ¡ÿÿÿÿÿÿÿÿÿ"N¿`¾|ÿÿÿÿÿÿÿÿÿ]×`ÿf*aÿXraÿleúbø'&Hÿÿÿÿÿÿÿÿÿ32eÀ"£ÿÿÿÿÿÿÿÿÿßaeÿ%«eÿn@fÿkI^gÿhÿ kÊhÿÐ{Òhÿ¾iÿÚMtiÿÖ3kÿu k(Úhÿÿÿÿÿÿÿÿÿ@OÉkÿ4L pÿÿÿÿÿÿÿÿÿWcÁpÿUpsêv4ÿ¡54tÿxìzÿ$}ÿ¶ÿ*hþÆh^h`þ)hþÆh^h`þ)hþÆhOJQJo(-hþÆhOJQJo(·ð
hþÆh^h`þo(hH.
þÆ ^ `þhH.
pLÿÆp^p`LÿhH.
@þÆ@^@`þhH.
þÆ^`þhH.
àLÿÆà^à`LÿhH.
°þư^°`þhH.
þÆ^`þhH.
PLÿÆP^P`LÿhH.hþÆhCJ-hþÆh)hþÆh^h`þCJ-hþÆho(.hþÆh^h`þ)hÐþÆÐ^Ð`þOJQJo(hH·ðh þÆ ^ `þOJQJo(hHohpþÆp^p`þOJQJo(hH§ðh@þÆ@^@`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohàþÆà^à`þOJQJo(hH§ðh°þư^°`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohPþÆP^P`þOJQJo(hH§ðhþÆh^h`þOJQJo(·ðhþÆh^h`þ)hþÆh^h`þOJQJo(·ðh"þÆ"^"`þOJQJo(·ðhò
þÆò
^ò
`þOJQJo(ohÂþÆÂ^Â`þOJQJo(§ðhþÆ^`þOJQJo(·ðhbþÆb^b`þOJQJo(oh2þÆ2^2`þOJQJo(§ðhþÆ^`þOJQJo(·ðhÒþÆÒ^Ò`þOJQJo(oh¢!þÆ¢!^¢!`þOJQJo(§ðhþÆho(.hþÆh^h`þCJ-~úÆ^`~úo(.~úÆ^`~úo(..~úÆ^`~úo(...~úÆ^`~úo(.... ~úÆ^`~úo(
..... `úÆ ^ ``úo(......
`úÆ ^ ``úo(.......
øøÆ^`øøo(........
p÷Æp^p`÷o(.........hþÆhOJQJo(·ðhþÆhCJ-hþÆho(.hÐþÆÐ^Ð`þOJQJo(hH·ðh
þÆ ^ `þo(hH.hpþÆp^p`þOJQJo(hH§ðh@þÆ@^@`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohàþÆà^à`þOJQJo(hH§ðh°þư^°`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohPþÆP^P`þOJQJo(hH§ðhþÆho(.ÐþÆÐ^Ð`þo(.
þÆ ^ `þhH.
pLÿÆp^p`LÿhH.
@þÆ@^@`þhH.
þÆ^`þhH.
àLÿÆà^à`LÿhH.
°þư^°`þhH.
þÆ^`þhH.
PLÿÆP^P`LÿhH.hþÆh^h`þCJ-hÐþÆÐ^Ð`þOJQJo(hHcðh þÆ ^ `þOJQJo(hHohpþÆp^p`þOJQJo(hH§ðh@þÆ@^@`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohàþÆà^à`þOJQJo(hH§ðh°þư^°`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohPþÆP^P`þOJQJo(hH§ðhþÆh^h`þOJQJo(·ðhþÆhCJ-hþÆhCJ-hÐþÆÐOJQJo(·ðh þÆ OJQJo(ohpþÆpOJQJo(§ðh@þÆ@OJQJo(·ðhþÆOJQJo(ohàþÆàOJQJo(§ðh°þưOJQJo(·ðhþÆOJQJo(ohPþÆPOJQJo(§ðÁ?ýÆÁo(.hþÆhOJQJo(-hþÆh^h`þOJQJo(·ðhþÆh)¾GþÆGOJQJo(-Á?ýÆÁ^Á`?ýo(.hþÆhOJQJo(·ðhþÆh^h`þo(.
8þÆ8^8`þhH.
LÿÆ^`LÿhH.
Ø þÆØ ^Ø `þhH.
¨þƨ^¨`þhH.
xLÿÆx^x`LÿhH.
HþÆH^H`þhH.
þÆ^`þhH.
èLÿÆè^è`LÿhH.Á?ýÆÁo(.hþÆhOJQJo(·ðhþÆhOJQJo(·ðhþÆhOJQJo(·ðhþÆh^h`þOJQJo(·ðhþÆh^h`þ)Á?ýÆÁ^Á`?ýo(.0
?ýÆ
^
`?ýo(.X0ýÆX^X`0ýo(..ÈûÆ^`Èûo(... HÈûÆH^H`Èûo( .... t`úÆt^t``úo(.....
8`úÆ8^8``úo(
......
døøÆd^d`øøo(.......
(øøÆ(^(`øøo(........hþÆhOJQJo(·ðÐþÆÐ^Ð`þo(.
þÆ ^ `þhH.
pLÿÆp^p`LÿhH.
@þÆ@^@`þhH.
þÆ^`þhH.
àLÿÆà^à`LÿhH.
°þư^°`þhH.
þÆ^`þhH.
PLÿÆP^P`LÿhH.hþÆh.hþÆh)hþÆh^h`þOJQJo(·ðhÐþÆÐOJQJo(·ðh þÆ OJQJo(ohpþÆpOJQJo(§ðh@þÆ@OJQJo(·ðhþÆOJQJo(ohàþÆàOJQJo(§ðh°þưOJQJo(·ðhþÆOJQJo(ohPþÆPOJQJo(§ðÁ?ýÆÁ^Á`?ýo(Á?ýÆÁ^Á`?ýo(.Ð0ýÆÐ^Ð`0ýo(..8ÈûÆ8^8`Èûo(... 8ÈûÆ8^8`Èûo( .... `úÆ ^ ``úo(.....
`úÆ ^ ``úo(
......
øøÆ^`øøo(.......
øøÆ^`øøo(........hþÆhOJQJo(-hþÆh)hþÆh^h`þOJQJo(·ðhþÆho(.hþÆh^h`þ)hþÆh^h`þCJ-hþÆh^h`þOJQJo(·ðhÐþÆÐ^Ð`þOJQJo(hH·ðh þÆ ^ `þOJQJo(hHohpþÆp^p`þOJQJo(hH§ðh@þÆ@^@`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohàþÆà^à`þOJQJo(hH§ðh°þư^°`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohPþÆP^P`þOJQJo(hH§ðh"þÆ"^"`þOJQJo(·ðhò
þÆò
^ò
`þOJQJo(ohÂþÆÂ^Â`þOJQJo(§ðhþÆ^`þOJQJo(·ðhbþÆb^b`þOJQJo(oh2þÆ2^2`þOJQJo(§ðhþÆ^`þOJQJo(·ðhÒþÆÒ^Ò`þOJQJo(oh¢!þÆ¢!^¢!`þOJQJo(§ðhÐþÆÐ^Ð`þOJQJo(hH·ðh þÆ ^ `þOJQJo(hHohpþÆp^p`þOJQJo(hH§ðh@þÆ@^@`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohàþÆà^à`þOJQJo(hH§ðh°þư^°`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohPþÆP^P`þOJQJo(hH§ðhþÆho(.hÐþÆÐ^Ð`þOJQJo(hH·ðh þÆ ^ `þOJQJo(hHohpþÆp^p`þOJQJo(hH§ðh@þÆ@^@`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohàþÆà^à`þOJQJo(hH§ðh°þư^°`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohPþÆP^P`þOJQJo(hH§ðhÐþÆÐ^Ð`þOJQJo(hHcðh þÆ ^ `þOJQJo(hHohpþÆp^p`þOJQJo(hH§ðh@þÆ@^@`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohàþÆà^à`þOJQJo(hH§ðh°þư^°`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohPþÆP^P`þOJQJo(hH§ðhþÆhOJQJo(·ðhþÆh^h`þOJQJo(·ðhþÆhCJ-hÐþÆÐ^Ð`þOJQJo(hH·ðh þÆ ^ `þOJQJo(hHohpþÆp^p`þOJQJo(hH§ðh@þÆ@^@`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohàþÆà^à`þOJQJo(hH§ðh°þư^°`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohPþÆP^P`þOJQJo(hH§ðhÐþÆÐ^Ð`þOJQJo(hH·ðh þÆ ^ `þOJQJo(hHcðhpþÆp^p`þOJQJo(hH§ðh@þÆ@^@`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohàþÆà^à`þOJQJo(hH§ðh°þư^°`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohPþÆP^P`þOJQJo(hH§ðhþÆhOJQJo(·ðhþÆh^h`þOJQJo(·ðhþÆhOJQJo(·ðhþÆhOJQJo(·ðhþÆh^h`þOJQJo(·ðhþÆhOJQJo(·ðhþÆhOJQJo(·ðhþÆhOJQJo(·ðhþÆh)hþÆh^h`þCJ-hÐþÆÐ^Ð`þOJQJo(hH·ðh þÆ ^ `þOJQJo(hHohpþÆp^p`þOJQJo(hH§ðh@þÆ@^@`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohàþÆà^à`þOJQJo(hH§ðh°þư^°`þOJQJo(hH·ðhþÆ^`þOJQJo(hHohPþÆP^P`þOJQJo(hH§ðhþÆh^h`þOJQJo(·ðhþÆho()hþÆh^h`þo(.,þÆ,OJQJo(-hþÆho(.hþÆhOJQJo(·ðhþÆhOJQJo(·ðhþÆhCJ-[F'9Ð{ÒhVKr2Q4 kÊhkI^gþÿÿÿ4-øBb3XJ4@¸M`XY2&6õ'1
4HV
Ú3?$}j]F=j×]UN]×`<t2'¶Xra¨lPzGôr^_32e%4ag^Î{þDJrãÌ_«Ö3kò¶[^´#Ûg¯"N¿`÷~%leúbu k+â\oV§ 3²,Ö%f*aõ>%«eRM?âX×j/:,i[hóÒ@ozôZa´ND5Ø[êbù?=[?h@OÉkÝc306;À^#xúZUò6Ç!'83vlå0
lÑ"4L p
iV69ôYÚMtiEØ
¬=KWcÁp¡54tgl8Vçq×0¾iUpsí:
+n@ff<6þÿÿÿ-øßaexìzO3WCSZú2ÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿ@-ø @åþOJQJo(·ðÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿ-ø @hÐþOJQJo(·ðÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿZÿ@®®Ðèz®NP@G¢zÿTimes New Roman5Symbol3&¢zÿArialE&News Gothic MT?5¢ zÿCourier New;Wingdings9 Webdings"qÄ©Ó&Ó& ÄÒF2: &Ñ¥À´´0db°ÿÿ0C:\Programme\Microsoft Office\Vorlagen\ProAb.dotformularLatorreOtmanþÿà
òùOh«+'³Ù0X¤°ÀÌÜ ìø
,8@HPæ formular ormLatorreatoProAbeOtmane2maMicrosoft Word 8.0@àÉ@0"Ó(É@0"Ó(É2:þÿÕÍÕ.+,ù®DÕÍÕ.+,ù®Php ¨°¸ÀÈÐ
ØíæMagistrat der Stadt Darmstadt-& b1 formularTitel 6>
_PID_GUIDæAN{6E996A70-C4AD-11D2-83A7-00A024302444}
þÿÿÿ !"#$%&'()*+,-./0123456789:;<=>?@ABCDEFGHIJKLMNOPQþÿÿÿSTUVWXYþÿÿÿ[\]^_`aþÿÿÿýÿÿÿdþÿÿÿþÿÿÿþÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿRoot Entryÿÿÿÿÿÿÿÿ ÀFL¥×µÉ° ?ð(Éf1Tableÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿ!rWordDocumentÿÿÿÿÿÿÿÿ,.SummaryInformation(ÿÿÿÿRDocumentSummaryInformation8ÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿZCompObjÿÿÿÿjObjectPoolÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿ° ?ð(ɰ ?ð(Éÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿþÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿþÿ
ÿÿÿÿ ÀFMicrosoft Word-Dokument
MSWordDocWord.Document.8ô9²q
2009/0102
78501 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
12.03.2009
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Interkulturelles Büro
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2009/0102
Magistratsbeschluss-Nr.
Betreff: Umsetzung des Na tionalen Integrationsplans in Darmstadt
Vorlage vom: 02.03.2009
Beschlussvorschlag:
1. Der Magistrat nimmt den Bericht „Umsetzung des Nationalen Integrationsplans in Darmstadt“ zur
Kenntnis.
2. Die Vorlage ist der Stadtverordnetenversammlung zur Kenntnis vorzulegen.
3. Die Antwort auf den Vorschlag des Ausländerbeirates ist damit erledigt.
Anlagen: Vorschlag Ausländerbeirat
Datenschutzrelevante Anlage:
Beschluss des Magistrats vom
2
...
Begründung:
Der Ausländerbeirat hatte vorgeschlagen, dass die Stadtverordnetenversammlung beschließt, dem
Magistrat Fragen zur Umsetzung des Nationalen Integrationsplanes in Darmstadt zu stellen. Der
nachfolgende Bericht des Interkulturellen Büros geht auf alle gestellten Fragen ein und beantwortet
sie umfassend.
Bericht zur Umsetzung des Nationalen Integrationsplanes in Darmstadt
I.
Umsetzung der Empfehlungen in den Selbstverpflichtung der Bundesvereinigung der
kommunalen Spitzenverbände
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat lange vor der Erstellung des Nationalen Integrationsplans im
Jahr 2007 begonnen, Projekte, Maßnahmen und Aktivitäten im Bereich Integration im Sinne der
Empfehlungen der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände zu konzipieren und
umzusetzen. Im Wettbewerb „gelungene Integration“ unter der Beteiligung von mehr als hundert
Kommunen, organisiert von der Bertelsmann-Stiftung und dem Bundesinnenministeriums im Jahr
2005, kam die Wissenschaftsstadt Darmstadt in die Endrunde mit 14 weiteren Kommunen.
Im Einzelnen wird nun auf die Empfehlungen der Bundesvereinigung der kommunalen
Spitzenverbände eingegangen:
Empfehlung 1)
Die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände empfiehlt ihrem Mitgliedsbereich/ihren
Mitgliedsverbänden, der Integration eine hohe kommunalpolitische Bedeutung beizumessen,
Integration als ressortübergreifende Aufgabe in der Kommunalverwaltung zu verankern und ihrer
Bedeutung entsprechend anzusiedeln, kommunale Gesamtstrategien, die den jeweiligen örtlichen
Bedürfnissen angepasst sind, zu entwickeln und fortzuschreiben.
Zu Empfehlung 1)
Mit einem Magistratsbeschluss vom 10.09.1997 wurde in Darmstadt das Interkulturelle Büro als
kommunale Fachstelle für Integration eingerichtet und damit erneut zum Ausdruck gebracht, dass die
Wissenschaftsstadt Darmstadt der Integration eine hohe kommunalpolitische Bedeutung beimisst.
Später wurde mit der Rundverfügung Nr. 22/ 2001 ein weiterer Schritt unternommen, die Integration in
Darmstadt als eine gesamtstädtische Querschnittsaufgabe der Stadtverwaltung festzuschreiben. Es
wurde ein Verwaltungsablauf festgelegt, der sicherstellt, dass bereits bei der Planung oder
Vorbereitung von Maßnahmen die besonderen Bedürfnisse von Migrantinnen und Migranten erkannt
und berücksichtigt werden. Das Interkulturelle Büro wurde mit der Federführung und Koordinierung
dieser Aufgabe betraut.
In einem weiteren Schritt wurde mit einem Magistratsbeschluss vom 19.09.2007 festgelegt, dass in
allen Angelegenheiten, die die Bedürfnisse und Ansprüche von Migranten/Migrantinnen berühren, vor
der Befassung der Gremien das Interkulturelle Büro zu beteiligen ist. Seine Stellungnahme ist den
jeweiligen Vorlagen beizufügen oder in den Begründungstext einzuarbeiten.
Diese Aufgaben wurden mit einer neuen OB- Rundverfügung Nr. 19/2008 weiter präzisiert:
Die Fachämter, insbesondere in den Bereichen Stadtplanung und Stadtentwicklung, kulturelle
Angelegenheiten, Jugendpflege, Sozialwesen, Wohnungswesen, Gesundheitswesen,
Ordnungsangelegenheiten, Schulwesen, Sportwesen und Personalwesen werden beauftragt, alle
Maßnahmen, die Belange der zugewanderten Bevölkerung berühren, rechtzeitig vor der Befassung
der Gremien dem Interkulturellen Büro zur Prüfung und gg. Bewertung vorzulegen. Die Vorlagen
müssen die jeweiligen Stellungnahmen ausweisen.
Das Interkulturelle Büro wurde beauftragt, alle Verwaltungsstellen bei der fachlichen Umsetzung der
beschlossenen Integrationsziele (Fachberatung) und bei der Erarbeitung des erforderlichen
Handlungsrepertoires (Fortbildungen), beim Zugang zu schwer erreichbaren Zielgruppen
(zweisprachige Vermittlungskräfte) und bei der Vernetzung mit nicht städtischen Kooperationspartnern
und -partnerinnen im Integrationsbereich zu unterstützen.
3
...
Das Interkulturelle Büro wurde ebenfalls ermächtigt, von sich aus Anregungen, Vorschläge und
Empfehlungen an die Fachämter heranzutragen. Die daraus resultierenden Arbeitsergebnisse sind
dem jeweiligen Fachdezernenten vorzutragen.
Werden für ämterübergreifende Projekte Arbeitsgruppen oder Steuerungsgruppen eingerichtet,
übernimmt das Interkulturelle Büro die Geschäftsführung.
Die gesammelten Erfahrungen haben gezeigt, dass für die Sicherung der umfassenden und effektiven
Umsetzung der vorbezeichneten Rundverfügung weitere Organisationsstrukturen erforderlich sind.
Zur besseren Verankerung der Integration als ressortübergreifende Aufgabe in der
Kommunalverwaltung wurde mit dem Magistratsbeschluss vom 19.09.2007 (in Anlehnung an den
Bericht 7/2005 der KGSt) eine städtische Steuerungsgruppe beim für interkulturelle Fragen
zuständigen Dezernat eingerichtet. Die Steuerungsgruppe besteht aus dem Amt für Soziales und
Prävention, dem Jugendamt, der Sozial- und Jugendhilfeplanung, dem Amt für Familie,
Kinderbetreuung und Sport, der Frauenbeauftragten sowie dem Interkulturellen Büro. Andere
Fachämter werden bei Bedarf einbezogen. Die Steuerungsgruppe tagt ein- bis zweimal im Jahr.
Die Steuerungsgruppe trägt alle kommunalen Integrationsmaßnahmen zusammen, wertet sie
mindestens einmal jährlich aus und bereitet Beschlussempfehlungen für die Gremien vor. Zu ihren
Aufgaben gehören eine Ressourcen- und Defizitanalyse, die Formulierung von grundsätzlichen Zielen
und Maßnahmen, die Auswertung der Umsetzung sowie die Weiterentwicklung des
gesamtkommunalen Integrationskonzepts. Bisher befasste sich die Steuerungsgruppe mit folgen
Fragen: Registrierung der Klientinnen und Klienten nach Migrationshintergrund, Feststellung des
Anteils von städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Migrationshintergrund, Erhöhung des
Anteils von städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Migrationshintergrund in Ämtern mit
hohem Anteil von Migrantinnen und Migranten unter der Klientel.
Als weiteres Steuerungsgremium wurde 2009 ein Integrationsforum auch unter Beteiligung von
nichtstädtischen Institutionen und Organisationen eingerichtet. Das Ziel des Integrationsforums ist die
Ausarbeitung von Vorschlägen für Schwerpunkte der kommunalen Integrationspolitik und
Vorbereitung von Handlungsempfehlungen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des
Integrationsforums sind Fach- und Multiplikatorenkräfte aus unterschiedlichen Einrichtungen und
Institutionen, die mit der Integrationsarbeit befasst sind.
Das Interkulturelle Büro wurde vom Magistrat beauftragt, einen Migrations- und Integrationsbericht
zu erstellen. Der Bericht soll Aufschluss über die Situation der zugewanderten Bevölkerung in
Darmstadt in den Bereichen Soziales, Gesundheit und Bildung geben sowie die Partizipation und
antirassistische Aktivitäten und Netzwerke vorstellen.
Gliederung des Migrations- und Integrationsberichtes Darmstadt
Vorwort
Migration in Darmstadt - Historische Streiflichter
Qualitative Berichte zur Integrationsarbeit
- Teilbericht Migration und Arbeit
- Teilbericht Migration und Soziales
- Teilbericht über die Migrantenbeteiligung in den Stadtteilen der „Sozialen Stadt“
- Teilbericht Migration und Gesundheit
- Teilbericht Migration und Bildung
- Teilbericht Migration, Bildung und Soziale Arbeit
- Teilbericht über den Einsatz von Integrationsassistentinnen und -assistenten im Sozial-
und Bildungs- und Gesundheitsbereich
- Teilbericht Partizipation
- Teilbericht Ausländerbeirat
- Teilbericht Antirassismus
Anhang :
Ämterbefragung
Statistischer Teil
- Erläuterungen
- Detaillierte Statistiken nach Kriterium „Pass“
- Bevölkerungsbestand
- Anzahl Einbürgerungen
- Bevölkerungsbewegung
4
...
- Hilfen zum Lebensunterhalt
- Arbeitsmarkt
- Studierende in DA
- Schülerschaft
- Gesundheit
Zur Stärkung des Aspekts der strategischen Steuerung sollen mittelfristig entsprechende Instrumente
für Bestandsaufnahme und Monitoring mit Unterstützung der Abteilung für Statistik und
Stadtforschung entwickelt werden. Durch diese Steuerungsinstrumente kann die Wirksamkeit der für
Integration eingesetzten personellen und sachlichen Mittel besser eingeschätzt und durch
entsprechende Beschlüsse weiter erhöht werden.
Die wichtigste Voraussetzung für ein Monitoring-System ist die Erstellung von Statistiken nach
Migrationshintergrund. Zur Zeit haben erst einige Kommunen in Deutschland die Statistiken auf neuen
Grundlagen gestellt. Ebenfalls wird zur Zeit bundesweit über ein Indikatoren-Set zur Messung von
Integrationserfolgen diskutiert, was die zweite wichtige Voraussetzung darstellt.
Empfehlung 2)
Die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände empfiehlt ihrem Mitgliedsbereich/ihren
Mitgliedsverbänden, sich für eine stärkere Vernetzung der gesellschaftlichen, politischen und
wirtschaftlichen Akteure einzusetzen und erforderlichenfalls Vernetzungen zu initiieren, dabei im
Rahmen ihrer Möglichkeiten als zentraler Akteur zur Koordinierung und Abstimmung der
verschiedenen Integrationsbemühungen aufzutreten.
Zu Empfehlung 2)
Das Interkulturelle Büro der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich für eine stärkere Vernetzung der
gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Akteure im Integrationsbereich eingesetzt und auch
mehrere Vernetzungen initiiert.
Arbeitskreis „Migration und Sozialarbeit“
Seit 1998 besteht der AK “Migration und Sozialarbeit“, dessen Geschäftsführung beim
Interkulturellen Büro liegt. Der Arbeitskreis setzt sich gegenwärtig aus folgenden Teilnehmerinnen
und Teilnehmern zusammen:
• ARGE Darmstadt
• BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) Regionalkoordination
• Caritasverband Darmstadt e.V. – Migrationsdienst
• Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Darmstadt-Stadt e.V. – Migrationsdienst
• Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg – Migrationsdienst
• Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg – Stadtteilwerkstatt Kranichstein
• IB Internationaler Bund/ Jugendmigrationsdienst Darmstadt
• Interkulturelles Büro der Wissenschaftsstadt Darmstadt
• Bürger- und Ordnungsamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt – Ausländerbehörde
• Polizeipräsidium Südhessen – Ausländerbeauftragter
• Sozialkritischer Arbeitskreis e.V. – Bürgerberatung
• Amt für Soziales und Prävention der Wissenschaftsstadt Darmstadt – Fachstelle für besondere
soziale Hilfen
• Studentenwerk Darmstadt – Sozialberatung
• ZWST – Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland e.V.
Zur Klärung von unterschiedlichen migrationsspezifischen Fragestellungen bietet der Arbeitskreis
(AK) „Migration und Sozialarbeit“ eine gute Möglichkeit des Austauschs für Fachkräfte, die in ihrem
Arbeitsbereich mit Migrantinnen und Migranten arbeiten.
Zielsetzung ist der Informationsaustausch der Mitglieder untereinander sowie der Aufbau von
Kooperationen und Vernetzungen. Themenspezifische Fortbildungen, Tagungen und Workshops
sowie die Initiierung von migrationsspezifischen Projekten werden im Rahmen der Sitzungen
vorbereitet und durchgeführt.
Thematisch standen Einzelprobleme, der Bedarf an Integrationskursen mit spezifischen
Schwerpunkten (Alphabethisierung, Kinderbetreuung, Nachmittagskurse) und Fortbildung für
5
...
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unterschiedlichen Fachdiensten im Vordergrund. Im folgenden
einige Beispiele der inhaltlichen Arbeit des Arbeitskreises “Migration und Sozialarbeit”:
• Erstellung einer Kooperationsvereinbarung zwischen den Migrationserstberatungsstellen
(Caritasverband Darmstadt e.V., Deutsches Rotes Kreuz Darmstadt-Stadt e.V., Diakonisches
Werk Darmstadt-Dieburg e.V.), dem Jugendmigrationsdienst (Internationaler Bund e.V.) und der
ARGE Darmstadt zur Förderung der Arbeitsintegration von Menschen mit Migrationshintergrund
.
• Kooperation zwischen den MEB`s (Migrationserstberatungsstellen) und dem JMD
(Jugendmigrationsdienst) mit der Ausländerbehörde der Stadt Darmstadt:
- Einrichtung eines wöchentlichen Beratungsangebotes bei der Ausländerbehörde.
- Vernetzung zum Zwecke der Ansprache von Neuzugewanderten bezüglich der baldigen
Aufnahme von Integrationskursen und der Inanspruchnahme der Angebote der MEB`s und
des JMD
• In Kooperation mit der Volkshochschule Darmstadt und dem Mütterzentrum e.V. konnten
für Integrationskursteilnehmer/innen ca. 15 Kinderbetreuungsplätze eingerichtet werden.
• Durchführung von trägerübergreifenden Fortbildungen:
- Änderungen im Zuwanderungsrecht und ihre sozialrechtlichen Auswirkungen (2007)
- Workshop „Migration“ (in Kooperation mit der ARGE Darmstadt) (2007)
- Aktuelle Änderungen im Zuwanderungs- und Sozialrecht (2005)
- Gemeinwesenarbeit mit Zugewanderten am Beispiel Eberstadt-Süd (2001)
- Entwicklung der Stadtteilarbeit am Beispiel Kranichstein (2000)
• Durchführung einer Fortbildungsreihe für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem
Themenbereich „Migration und Sozialrecht“ (2005): Integrationskurse, Beratungskompetenz,
Staatsangehörigkeitsrecht, Zuwanderungsrecht, Leistungsgewährung, ALG II, Hartz IV, Ein-
Euro-Jobs, Erzieherische Hilfen, Angebote der Altenhilfe, Formen der Sozialleistungen,
Wohngeld und Wohnungsvermittlung, Hilfsangebote für Frauen.
Arbeitskreis „Migration und Gesundheit“
Seit 1999 besteht der AK “Migration und Gesundheit“. Der Arbeitskreis, dessen Geschäftsführung
ebenfalls das Interkulturelle Büro wahrnimmt, setzt sich gegenwärtig aus folgenden
Teilnehmerinnen und Teilnehmern zusammen:
• Caritasverband Darmstadt e.V. – Migrationsdienst
• Caritasverband Darmstadt e.V. – Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle
• Caritasverband Darmstadt e.V. – Tagesstätte für psychisch Kranke
• Demenz Forum Darmstadt e.V.
• Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Darmstadt Stadt e.V. – Migrationsdienst
• Evangelische Fachhochschule Darmstadt - Prof. Dr. Kirsch
• Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt
• Frauenhaus Darmstadt
• Gesundheitsamt der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt- Dieburg
• Horizont e.V.
• Integrationsbüro des Landkreises Darmstadt-Dieburg
• Interkulturelles Büro der Wissenschaftsstadt Darmstadt
• Kinder- und Jugendarzt Herr Dr. Landzettel
• Klinikum Darmstadt
• Magnolya e.V.
• Malteser-Migranten-Medizin (MMM) am Marienhospital Darmstadt, Herr Dr. Kauder
• Pro Familia Darmstadt
• Seniorenrat Darmstadt e.V.
• Sozialkritischer Arbeitskreis e.V. – Internationales MädchenwerkstattTreff
• Sozialpsychiatrischer Verein Darmstadt e.V.
• Amt für Soziales und Prävention der Wissenschaftsstadt Darmstadt – Beratungs- und
Servicezentrum für ältere Menschen in Darmstadt
• Weiterleben e.V.
Der Arbeitskreis (AK) „Migration und Gesundheit“ bietet Fachkräften die Möglichkeit des Austauschs
für alle Fragestellungen, die die gesundheitliche und psychosoziale Versorgung von Migrantinnen
und Migranten in Darmstadt betreffen.
Zielsetzung ist der Informationsaustausch der Mitglieder untereinander sowie der Aufbau von
internen und externen Kooperationen und Vernetzungen. Der AK beschäftigt sich mit
Bedarfsermittlungen und den daraus sichtbaren Versorgungslücken im (psycho-) sozialen und
6
...
gesundheitlichen Bereich in Darmstadt. Entsprechende spezifische Projekte, Fortbildungen,
Tagungen und Workshops werden im Rahmen der Sitzungen initiiert, vorbereitet und durchgeführt.
Folgende Fortbildungen wurden in Kooperation mit dem AK „Migration und Gesundheit“
durchgeführt:
• Besondere Aspekte bei der gesundheitlichen Versorgung von Kinder mit Migrationshintergrundn
(2003)
• Mädchen mit Migrationshintergrund in Krisensituationen (2006)
Die Fortbildung für Gesundheitslotsinnen und Gesundheitslotsen im Projekt „MiMi“ (Von Migranten
für Migranten) wurde in Kooperation mit dem Arbeitskreis in folgenden Themenbereichen
durchgeführt: Unfallprävention, Ernährung und Bewegung, Kinder- und Jugendgesundheit,
Schwangerschaftsvor und -nachsorge, Medikamenten- und Drogenabhängigkeit, Alkohol- und
Tabakkonsum, psychische Gesundheit, Gesundheitswesen in Deutschland, Gesundheitsförderung
und -prävention.
Folgende Tagungen wurden in Kooperation mit dem Arbeitskreis durchgeführt:
• Gesundsein in der „Fremde“ (2002)
• Gesundsein in der Stadt (2004)
• Integration und Prävention (2008)
Arbeitsgruppe „Aktion Weltoffenes Darmstadt“
In Darmstadt gab es seit den 70er Jahren Initiativen neuen Typs gegen Rechtsextremismus und
Rassismus. Der Runde Tisch Antirassismus ist in den 90er Jahren aus den Solidaritätsinitiativen für
Flüchtlinge entstanden und wurde insbesondere durch die Wohlfahrtsverbände und das städtische
Frauenbüro unterstützt. Jeweils im März des Jahres wird mit Beteiligung des Runden Tisches
Antirassismus die „Woche gegen Rassismus“ durchgeführt und im September die „Interkulturelle
Woche“.
Die Arbeitsgruppe „Aktion Weltoffenes Darmstadt“ initiiert und unterstützt laufend Projekt und
Aktivitäten – Öffentlichkeitsveranstaltungen, Stadtteilprojekte, Projekte mit Jugendlichen im
schulischen und außerschulischen Bereich sowie Projekte gegen Antisemitismus und Antiziganismus.
Maßnahmen und Aktivitäten im Rahmen der Arbeitsgruppe „Aktion Weltoffenes Darmstadt“
Vertreterinnen und Vertreter folgender Organisationen bzw. Institutionen sind in der AG „Aktion
weltoffenes Darmstadt“ vernetzt oder sind in Kooperation mit der Arbeitsgruppe:
DGB-Jugend, Jugendring, StadtschülerInnenrat, Jugendforum, Mädchenarbeitskreis,
Jungenarbeitskreis, Verein Kinder- und Jugendarbeit im Johannesviertel, Theaterlabor, Katholische
und evangelische Kirche, Jüdische Gemeinde, Verband Deutscher Sinti und Roma - Landesverband
Hessen, Runder Tisch Antirassismus, Ausländerbeirat, Migrantenvereine, Schulen, Sportvereine,
Gremien der Sportorganisation, Fraktionen der Parteien in der Stadtverordnetenversammlung
Die Arbeitsgruppe hat u. a. folgende Projekte und Aktivitäten initiiert bzw. unterstützt:
• Einrichtung eines städtischen Preises für Zivilcourage, seit 2007 umbenannt in den Preis für
„Gesicht zeigen“.
• Öffentlichkeitsaktionen (Lesungen, Kabarettaufführungen, Filmvorführungen, Ausstellungen und
eine Werbeaktion auf Omnibussen) für die Kampagne „Gesicht zeigen“
• Informationsveranstaltungen zum Thema Rechtsradikalismus (Strukturen in Hessen,
Ausstiegsprogramme, Umgang mit „Holocaust“ in multikulturellen Klassen)
• Interreligiöse Veranstaltungen mit Schwerpunkt Islam
• Aktionstage gegen Rassismus im Stadtteil
• Ausstellungen und Lesungen zur Auseinandersetzung mit dem Thema Antiziganismus
Projekte mit Jugendlichen:
• Projekte des Theaterlabors mit Jugendlichen zur Erprobung und Aufführung von interaktiven
Stücken
7
...
• Schulprojekte zum Besuch von Zentren und Begegnungsstätten zum Thema Antisemitismus
und Antiziganismus
• Schulprojekte zum gewaltfreiem Umgang miteinander und zum interkulturellen Lernen
• Aufführung einer Multi-Media-Animation, die jugendgerecht gegen Gewalt und Rassismus
aufruft, in Jugendveranstaltungen
• Soccer-Mega-Nights im Rahmen des Aktionsprogramms Anstoß
• Fußballturnier „Tore für Toleranz“ in multikulturellen Stadtteilen
• Fussball- oder Ringerturniere eines Sportvereins gegen Fremdenfeindlichkeit unter Beteiligung
von Jugendlichen aus anderen europäischen Städten
Projekte der AG „Aktion Weltoffenes Darmstadt“ in 2008
- Schulprojekt gegen Krieg und Gewalt: Lernort Gedenkstätten des Volksbundes Deutsche
Kriegsgräberfürsorge
- DVD- Projekt des Fördervereins für Demokratie und Menschlichkeit, gegen Rassismus:
- Verlängerung des KICK-Projekts und „Steht auf wenn ihr für x seid...“ des Theaterlabors
- Erlebnispädagogisches Projekt in der Stadtteilschule Arheilgen: Leben in Vielfalt –
- Friedensmarsch und Friedensgebet des Evangelisches Dekanat Darmstadt:
- Rahmenprogramm für das Open-Air Festival der Projektgruppe Open-Air am Steinbrücker Teich
- Interkulturelle Identität Radio gegen Rassismus von Werkhof Darmstadt
- Interkulturelle Wochen der Vorbereitungsgruppe der Interkulturellen Woc hen
- Theaterstück Aicha von Hoffart und Edith-Stein-Schule
- Gedenken am Mahnmal der Orthodoxen Synagoge des Evangelischen Dekanats Darm
stadt
Der Lokale Aktionsplan (LAP) und seine Vernetzungsgremien
2007 wurde die Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Teilnahme an dem Programm "Jugend für
Vielfalt, Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und
Antisemitismus" des Bundesministeriums BMFSFJ ausgewählt. Als externe Koordinierungsstelle
wurde der Förderverein Zentrum für Demokratie und Menschlichkeit, gegen Rassismus e. V.
bestimmt.
Die Steuerungsgruppe für den Lokalen Aktionsplan besteht aus dem Interkulturellen Büro unter
Beteiligung eines externen Coaches sowie der externen Koordinierungsstelle.
Der Begleitausschuss besteht aus den Vertreterinnen und Vertretern der AG „Aktion Weltoffenes
Darmstadt“ sowie fünf Vertreterinnen und Vertreter des Ämternetzwerks und drei weitere für
Jugendliche relevante Gruppen. Mit dem Jugendforum, einem offenen "Parlament" für nicht
organisierte Jugendliche, gibt es neben dem Jugendring und dem Stadtschülerrat eine dritte
Jugendvertretung. Im Mädchen- und Jungenarbeitskreis sind sozialpädagogische Fachkräfte
vertreten.
Somit ist der Begleitausschuss wie folgt zusammengesetzt:
DGB- Jugend, Jugendring, Mädchenarbeitskreis, Jungenarbeitskreis, StadtschülerInnenrat,
Jugendforum, Katholische und evangelische Kirche, Jüdische Gemeinde, Verband Deutscher Sinti
und Roma, Runder Tisch Antirassismus, Ausländerbeirat, Migrantenvereine, mehrere Schulen,
Fraktionen der Parteien in der Stadtverordnetenversammlung, Jugendamt (Abteilung
Jugendförderung), Amt für Familie, Kinderbetreuung und Sport (Sportberatungsstelle), Frauenbüro,
Kulturamt und Interkulturelles Büro.
Der Begleitausschuss hat sich im August 2007 konstituiert, eine Geschäftsordnung gegeben und
hat Kriterien für das Auswahlverfahren der Einzelprojekte festgelegt.
Das Ämternetzwerk besteht aus fünf Ämtern der Stadtverwaltung Darmstadt: Jugendamt (Abteilung
Jugendförderung), Amt für Familie, Kinderbetreuung und Sport, Frauenbüro, Kulturamt und
Interkulturelles Büro.
Projekte des Lokalen Aktionsplans
Abgeschlossene Projekte des Lokalen Aktionsplans (2007-2008):
- Heimat, fremde Heimat - Theaterprojekt unter Beteiligung von älteren Menschen und
jugendlichen aus Migrantenfamilien der Akademie 55plus Darmstadt e.V.
8
...
- "Zigeuner"bilder bei Multiplikatoren und Pädagogen des Landesverbandes Deutscher Sinti und
Roma
- Vielfalt leben! – Respekt ist unser Thema. Projekttage zu den Themen Identität,
Rechtsextremismus, Zivilcourage und Menschenrechte der DGB-Jugend
- "Ich bin wie Du" von Kinder- und Jugendarbeit im Johannesviertel e.V.
- Spurensuche – Zug der Erinnerung des Fördervereins der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule e.V.
- Frühförderung von Integration und sozialer Kompetenz durch Theaterpädagogische
Projektarbeit von Freie Szene Darmstadt e.V. und Theater Lakritz
- Kommunikations- und Informationstag zum Internationalen Tag des Friedens der
- Theater gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit der Freien Szene Darmstadt/ die stromer
- Martinsviertler Tage gegen Rassismus und rechte Gewalt von Miteinander leben e.V.
- Seminare für Multiplikatoren der Kinder- und Jugendarbeit des Freundeskreises Albert-
Schweitzer-Haus e.V.
- Fanprojekt des Internationaler Bund (IB)
- Meine Grenzen - Deine Grenzen - Förderung von Sozialintegration und Toleranz des
Nachbarschaftsvereins Eberstadt-Süd e.V.
- Internet-Plattform gegen Rechtsextremismus des Sozialkritischen Arbeitskreises Darmstadt e.V.
- Mission Toleranz des Sozialkritischen Arbeitskreises Darmstadt e.V.
- "Eigen und Befremdlich" - vom Umgang mit Vorurteilen, Gerüchten und Feindbildern von Transit
theater Forum e. V.
- Rock gegen rechts des DGB-Jugend / StadtschülerInnnenrat
- Theaterwerkschau und Evaluierung der Freie Szene und Praxis-Labor (TU-Darmstadt)
- „Eine Heimat finden“ des Evang. Kirche-Stadtjugendpfarramtes
- Koordinierungsstelle des Fördervereins Zentrum für Demokratie und Menschlichkeit, gegen
Rassismus e.V.
Empfehlung 3)
Die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände empfiehlt ihrem Mitgliedsbereich/ihren
Mitgliedsverbänden, den Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in den Verwaltungen zu
erhöhen, Mitarbeiter in der Weise fortzubilden, dass dem Ziel der Kundenfreundlichkeit und dem
Bedarf an interkultureller Kompetenz in der Verwaltung noch wirkungsvoller Rechnung getragen
werden kann.
Zu Empfehlung 3)
So wie in allen Kommunen bundesweit ist auch in Darmstadt die Anzahl der in der Verwaltung
beschäftigten Migrantinnen und Migranten zu niedrig und entspricht nicht dem Anteil der
Gesamtbevölkerung. Der Anteil der Auszubildenden mit Migrationshintergrund beträgt 15 % aller
Auszubildenden und liegt deutlich unter dem Anteil der Jugendlichen mit Migrationshintergrund in
Bezug zu allen Jugendlichen (bundesweit ca. 1/3).
Aus diesem Grund hat der Magistrat bereits am 14. März 2001 beschlossen, dass „die Ausbildung,
Einstellung sowie Förderung von Personal aus zugewanderten Familien bei der Stadtverwaltung zu
verstärken ist“.
Folgende Maßnahmen sollten daher eingeleitet werden, ohne die Stellenbesetzung ausschließlich
nach persönlicher Eignung, Befähigung und fachlicher Qualifikation in Frage zu stellen:
a) Bewerberinnen und Bewerber aus zugewanderten Familien sollen gezielt geworben werden. In
Ausschreibungen soll darauf hingewiesen werden, dass die Bewerbung von Kräften aus
zugewanderten Familien erwünscht ist.
b) Bei den Einstellungskriterien sollen Zusatzqualifikationen wie Fertigkeiten in Sprachen und
Kenntnissen über die Kulturen der Hauptherkunftsländer sowie anderen interkulturellen
Kompetenzen ein angemessener Stellenwert eingeräumt werden. Um bei deutschen
Sprachkenntnissen bei Wort und Schrift für Nicht-Deutsche Chancengleichheit zu erreichen, soll
in Einzelfällen über eine berufsbegleitende Fortbildung die Möglichkeit einer Nachqualifizier ung
eröffnet werden.
Aufgrund der strengen Auflagen seitens des Regierungspräsidiums über Einsparungen im
Personalbereich wurde im Magistratsbeschluss vom 19.09.2007 insbesondere die real noch
vorhandene Möglichkeit herausgestellt, wonach „die schrittweise Erhöhung des Anteils des
Personals mit Migrationshintergrund über die Einstellung von Nachwuchskräften – bei Vorliegen der
geeigneten Qualifikation“ zu verfolgen sei.
9
...
Diese Personalpolitik des Magistrats steht auch im Einklang mit dem Allgemeinen
Gleichbehandlungsgesetz (AGG).
Um die Kompetenz im Migrationsbereich innerhalb der Ämter mit hohem Publikumsverkehr zu
verbessern und somit dem Ziel der Kundenfreundlichkeit näher zu kommen hat die
Stadtverordnetenversammlung am 13.09.07 beschlossen, dass dem Magistrat und der
Stadtverordnetenversammlung ein Bericht über ein Fortbildungskonzept „Interkulturelle Kompetenz“
für die Stadtverwaltung vorzulegen ist. Das Interkulturelle Büro hat in Kooperation mit der
Personalabteilung des Hauptamtes und der Personalentwicklung ein Konzept mit einem
differenzierten Angebot für unterschiedliche Ebenen sowie unterschiedliche Tätigkeitsfelder bzw.
Zielgruppen erarbeitet.
Das Fortbildungsprogramm wird auf drei Ebenen realisiert: für Nachwuchskräfte, für
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Ämtern mit einem hohen Anteil von zugewanderten Menschen
sowie für Führungskräfte. Die städtischen Nachwuchskräfte wurden im Herbst 2008 in der
Einführungswoche mit dem Thema bekannt gemacht. Die Fortbildung für Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, die schwerpunktmäßig in den Ämtern bzw. Eigenbetrieben mit einem regelmäßigen
Kontakt zu Migrantinnen und Migranten arbeiten, hat 2009 begonnen. Die Fortbildung der
Führungskräfte ist in die bestehende verpflichtende Fortbildungsreihe für die Führungskräfte mit
integriert worden. (Zeitpunkt ca. 2009/2010).
Empfehlung 4)
Die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände empfiehlt ihrem Mitgliedsbereich/ihren
Mitgliedsverbänden, bürgerschaftliches Engagement von, für und mit Migranten zu unterstützen und
zu fördern, Menschen mit Migrationshintergrund stärker an den Entscheidungs- und
Gestaltungsprozessen in den unterschiedlichsten Bereichen des sozialen und politischen Lebens zu
beteiligen und dabei auch für die Einbeziehung der weiblichen Migrationsbevölkerung einzutreten, die
Kompetenzen der Zuwanderer als Multiplikatoren und Konfliktmoderatoren stärker einzubeziehen.
Zu Empfehlung 4)
Das Interkulturelle Büro misst dem bürgerschaftlichen Engagement von, für und mit Migrantinnen
und Migranten eine große integrationspolitische Bedeutung bei und fördert die Partizipation von
Migrantinnen und Migranten an Entscheidungs- und Gestaltungsprozessen mit besonderem Fokus
auf die Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf Eberstadt-Süd und Kranichstein.
Die Stadt Darmstadt ist mit den Standorten Eberstadt-Süd (seit 1999) und Kranichstein (seit 2000)
im Programm „Soziale Stadt“ vertreten. Das Programm sieht die Beteiligung von Bewohnerinnen
und Bewohnern am Stadtteilentwicklungsprozess durch ein Quartiersmanagement bzw.
Stadtteilwerkstätten vor.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung der Teilhabechancen benachteiligter Menschen
in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Erwerbsleben, Kultur und Soziales. In allen Bereichen spielt
die Beteiligung von Migrantinnen und Migranten sowie von Migrantenselbstorganisationen eine
besondere Rolle.
Die gezielte Einbindung von Zugewanderten in die Stadtteilarbeit in Kranichstein begann 1999 mit
der Gründung des Arbeitskreises „MigrantInnen in Kranichstein“ (AK MiKra) durch das Interkulturelle
Büro. Die Mitglieder des Arbeitskreises bilden Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus
unterschiedlichen Communities und Migrantensorganisationen, darunter aus afghanischen,
pakistanischen, somalischen, kurdischen und der arabischsprachigen Communities sowie der
Landsmannschaft der Deutschen aus Russland.
Ziel und Aufgabe des Arbeitskreises ist die Kooperation und Vernetzung von Migrantinnen und
Migranten sowie von Migrantenselbstorganisationen mit den anderen aktiven Arbeitsgruppen und
Gremien im Stadtteil, um darüber eine stärkere Beteiligung der Zugewanderten und ihrer
Organisationen an den Aktivitäten und den Entwicklungsprozessen im Stadtteil zu erreichen.
Darüber hinaus bietet der Arbeitskreis seinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Chance,
Bedarfe und Probleme ihrer Communities zu formulieren und gemeinsame Projektideen dafür zu
entwickeln.
10
...
In Eberstadt-Süd existiert entsprechend die Arbeitsgruppe „Interkulturelle Stadtteilarbeit“ mit
Vertreter/innen aus arabischen, polnischen, somalischen, russlanddeutschen und türkisch-alevitischen
Communities.
Neben der Förderung der Partizipation von Migrantinnen und Migranten in den Stadtteilen unterstützt
das Interkulturelle Büro gezielt die selbstorganisierten Aktivitäten der weiblichen
Migrationsbevölkerung, Die wichtigsten Aktivitäten der in den letzten Jahren in Darmstadt
gegründeten 12 Frauenvereine und -gruppen sind Informations- und Bildungsarbeit für Mädchen,
junge Frauen, Mütter und ältere Frauen.
Viele dieser Selbstorganisationen führen eine beachtenswerte und professionelle Arbeit durch und
leisten dadurch auf kommunaler Ebene einen wichtigen Beitrag zur Integration von Migrantinnen und
Migranten. Sie werden projektbezogen neben der Kommune auch durch Zuschüsse vom Land, Bund
und EU gefördert.
Neben der finanziellen Förderung unterstützt das Interkulturelle Büro die Professionalisierung der
Arbeit von Migrantinnen – durch Fort- und Weiterbildungen zur Entwicklung der persönlichen
Kompetenzen der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (s. Punkt 5) sowie zur Verbesserung der
Organisationsarbeit selbst
Im Jahr 2007/2008 hat das Interkulturelle Büro in Kooperation mit dem Paritätischen Bildungswerk
Hessen und dem Ausländerbeauftragten des Kreises Groß-Gerau unter dem Motto „Integration durch
Bildung. Migrantenselbstorganisationen als Partner im Integrationsprozess“ eine ganzjährige
Fortbildungsreihe für aktive Mitglieder aus den Migrantenselbstorganisationen angeboten, an dem
auch Vertreterinnen der Frauenorganisationen teilgenommen haben.
Vertreterinnen und Vertreter von Migrantenselbstorganisationen nehmen ebenfalls an den Netzwerken
zum Thema Antirassismus teil wie an der Arbeitsgruppe „Aktion Weltoffenes Darmstadt“ und dem
Begleitausschuss des Lokalen Aktionsplans Darmstadt. (s. Punkt 2)
Empfehlung 5)
Die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände empfiehlt ihrem Mitgliedsbereich/ihren
Mitgliedsverbänden, als Lotsen Zuwanderer bei der Wahrnehmung von Bildungsangeboten des
Bundes und der Länder (z. B. durch Information über entsprechende Angebote) zu unterstützen und
zu den Angeboten hinzuführen, durch kommunale Maßnahmen das Bildungsangebot zu ergänzen
und diese Angebote mit denen des Bundes und der Länder zu vernetzen.
Zu Empfehlung 5)
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (oder Lotsinnen und Lotsen) aus den Migranten-Communities
haben eine wichtige Bedeutung beim Integrationsprozess: sie tragen einerseits wichtige Informationen
über die Institutionen der Mehrheitsgesellschaft in die Communities hinein und übernehmen
gleichzeitig auch Kommunikations-, Vermittler- und Brückenfunktionen zu den Institutionen der
Mehrheitsgesellschaft.
Das Interkulturelle Büro hat für Migrantinnen und Migranten verschiedene Fort- und Weiterbildungen
angeboten, die das Bildungsangebot von Bund und Ländern ergänzen, um sie in ihrer
Brückenfunktion zu stärken und ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen zu vertiefen. Im
folgenden werden einige dieser Maßnahmen kurz vorgestellt:
Im Gesundheitsprojekt „MiMi Hessen – Mit Migranten für Migranten“, das in Kooperation mit dem
Ethnomedizinischen Zentrum Hannover, dem Hessischen Sozialministerium und der BKK Hessen
durchgeführt wurde, wurden Multiplikatorinnen und Multiplikatoren fortgebildet, damit diese durch
Informationsveranstaltungen in Migrantenvereinen, Arztpraxen oder Bürgerhäusern einen Beitrag zur
präventiven Gesundheitsarbeit leisten. Migrantinnen und Migranten, denen die Strukturen und
Angebote des deutschen Gesundheitssystems nicht hinreichend bekannt sind, werden so über
wichtige Gesundheitsthemen informiert.
Themen der Fortbildung waren: Das Gesundheitswesen in Deutschland, die Bedeutung der
psychischen Gesundheit, Tabak-, Alkohol-, sowie Drogenkonsum und die Frage der Abhängigkeit
oder Sucht, der verantwortungsbewusste Umgang mit Medikamenten, Schwangerschaftsvor- und –
nachsorge, Kindergesundheit (einschließlich Mundgesundheit), Unfallprävention, Ernährung,
11
...
Bewegung und Vermeidung von Übergewicht sowie Gesundheit im Alter, Inhaltliche Durchführung
einer Informationsveranstaltung, Methodenschulung, Didaktik und Medieneinsatz bei
Informationsveranstaltungen sowie Praxisübungen.
An dieser Fortbildung im Jahr 2006-07 haben 27 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren bzw. Lotsinnen
und Lotsen aus 13 verschiedenen Communities teilgenommen.
Im Jahr 2005 hat das Interkulturelle Büro in Kooperation mit dem städtischen Sozialamt eine
Fortbildungsreihe „Aktuelle Änderungen im Zuwanderungs- und Sozialrecht“ zu folgenden Themen
angeboten: Hilfsangebote für Frauen, Wohngeld und Wohnungsvermittlung , Formen der
Sozialleistungen, Angebote der Altenhilfe, Erzieherische Hilfen, Zuwanderungsgesetz und
Leistungsgewährung, Ausländerrecht (Aufenthaltstitel, Ausweisung Verfestigung des Aufenthalts,
Familiennachzug) Arbeitsaufnahme, Beschäftigungsverordnung, Flüchtlingsrecht,
Staatsangehörigkeitsrecht, Beratungskompetenz.
An dieser Fortbildungsreihe im Jahr 2005 haben durchschnittlich 10 Multiplikatorinnen und
Multiplikatoren aus 8 verschiedenen Communities teilgenommen.
Mit dem Ziel, älteren Migrantinnen und Migranten den Zugang zu den Regeldiensten der
Rentenversicherung durch die Unterstützung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (Informationen
in der Muttersprache, Vorprüfung der benötigten Unterlagen auf Vollständigkeit, Begleitung bei
Antragstellung oder Beratung) zu erleichtern, hat das Interkulturelle Büro im Jahr 2007 in Kooperation
mit der Deutschen Rentenversicherung in Darmstadt eine Reihe zum Thema „Renteninformationen
für ältere Zugewanderte“ angeboten.
An dieser Fortbildungsreihe haben durchschnittlich 14 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus 10
verschiedenen Communities teilgenommen.
In drei einjährigen Weiterbildungskursen zu Integrationsassistentinnen und -assistenten zwischen
2003 und 2007 wurden Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus den Communities geschult. Sie
können von kommunalen oder freien Trägern bzw. in Projekten und Maßnahmen im Bereich des
Sozial- Bildungs- und Gesundheitswesens eingestellt bzw. beauftragt werden. Sie werden dann als
Brücke zur Kommunikation zwischen Institutionen und Migranten-Communities tätig und unterstützen
die entsprechenden Institutionen bzw. Fachkräfte in ihrer Arbeit mit zugewanderten Menschen.
Das Projekt wurde vom Interkulturellen Büro in Kooperation der Hochschule Darmstadt zunächst im
Rahmen des EQUAL-Programms und dann in Kooperation mit dem Internationalen Bund (IB) durch
Förderung des Hessischen Sozialministeriums (ESF-Mittel) und der ARGE durchgeführt.
Die Arbeitsfelder von Integrationsassistentinnen und -assistenten liegen im Bereich der
Konfliktbearbeitung, Stadtteilarbeit, Jugend- und Familienhilfe, Offene Kinder- und Jugendarbeit,
Elternbildung, Gesundheitsberatung, Altenhilfe und -pflege sowie im Bereich der Sprachvermittlung in
Kliniken und Arztpraxen.
Inhalte der Weiterbildung waren: Strukturen des Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesens in
Deutschland; Dienste und Einrichtungen in diesen Bereichen; Vorschul-, Schul- und
Ausbildungssystem in Deutschland; Methoden der Sozialen Arbeit; Grundlagen der
Entwicklungspsychologie; Soziale Kompetenz; ausgewählte Praxisfelder im Bildungs-, Gesundheits-
und Sozialwesen sowie Dolmetschtechniken.
Diese Weiterbildung in den Jahren 2003-2007 haben 60 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus 20
verschiedenen Communities absolviert. 37 von ihnen waren 2008 erwerbstätig, davon 29 im
Bildungs- und Sozialwesen. Von diesen 29 sind 10 beim öffentlichen Dienst und 19 bei freien Trägern
tätig; 21 haben befristete und 8 feste Stellen. 4 sind im Studium oder in Weiterbildung.
Um die bundesweite Anerkennung des neuen Berufsbildes unter einer einheitlichen Bezeichnung zu
erreichen, haben sich drei vergleichbare Projekte in Darmstadt, Wuppertal und Berlin, die sich im
Rahmen des EQUAL-Programms (2002-2007) unter verschiedenen Titeln mit der Weiterqualifizierung
von interkulturellen Vermittlungskräften befasst haben, zusammengeschlossen. Sie haben sich als
vorläufigen Arbeitsbegriff auf „Sprach- und Integrationsmittlerin/-mittler“ zur Bezeichnung des
übergeordneten Berufsbildes geeinigt. Ein entsprechender Antrag zur Vorlage beim
Bundesministerium für Bildung und Forschung wird z.Zt. vorbereitet.
12
...
Empfehlung 6)
Die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände empfiehlt ihrem Mitgliedsbereich/ihren
Mitgliedsverbänden, als Träger von Aufgaben nach dem SGB II die berufliche Integration von
Menschen mit Migrationshintergrund mit ihren flankierenden Maßnahmen zu unterstützen, auch in
ihrer Rolle als Arbeitgeber einen unmittelbaren Beitrag zur beruflichen Integration zu leisten.
Zu Empfehlung 6)
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützt als Träger von Aufgaben nach dem SGB II durch die
reguläre Tätigkeit der ARGE auch die berufliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund.
Das Interkulturelle Büro leistet darüber hinaus durch Initiierung und Mitarbeit von und bei
verschiedenen Projekten ebenfalls einen Beitrag dazu.
Weiterbildung von ALG II-Bezieherinnen und Beziehern zu Integrationsassitentinnen und –assistenten
Die Weiterqualifizierung von Integrationsassistentinnen und -assistenten wurde in Einzelheiten unter
Punkt 5 dargestellt.
Im Jahr 2006/2007 hat das Interkulturelle Büro in Kooperation mit der Hochschule Darmstadt die
dritte Weiterbildung zu Integrationsassitentinnen und –assistenten durchgeführt; in diesem Jahr
zusätzlich in Kooperation mit dem Internationalen Bund (IB). Teilnehmerinnen und Teilnehmer
waren ausschließlich Migrantinnen und Migranten, die sich im ALG II-Bezug befanden.
Von den 20 Absolventinnen und Absolventen der Weiterbildungsmaßnahme waren im Jahr 2008 15
in Beschäftigungsverhältnissen: sieben mit festen Arbeitsverträgen, eine Person in Weiterbildung,
eine weitere in der Ausbildung, drei Personen mit Honorartätigkeiten, zwei auf ABM-Stellen und
eine Person in einem 400 € Job.
Kooperation mit dem Russischen Frauenverein Alice e.V.
Eine weitere Form der Unterstützung der beruflichen Integration von zugewanderten Menschen
besteht in der Unterstützung und Förderung von Migrantenselbstorganisationen, die in diesem Bereich
tätig sind. Exemplarisch sei die Arbeit des Russischen Frauenvereins Alice e.V. angeführt.
Das Ziel der Alice e.V. ist in erster Linie, durch Qualifizierungsmaßnahmen wie Kurse in Buchhaltung,
Bewerbungstrainings und Computerkurse Aussiedlerinnen bei der Arbeitsmarktintegration zu
unterstützen.
Für die Durchführung der Kurse erhält der Verein Zuschüsse vom Hessischen Sozialministerium. Das
Interkulturelle Büro unterstützt diese Kurse durch das Bereitstellen von Drittmitteln und kooperiert mit
Alice e.V..
In den Jahren 2006-2008 hat Alice e.V. 12 Kurse zur beruflichen Weiterbildung mit insgesamt 74
Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt. 48 von ihnen haben einen Arbeitsplatz (Vollzeit oder
Teilzeit) gefunden oder nehmen an weiterführenden beruflichen Bildungsmaßnahmen teil.
Das Interkulturelle Büro bemüht sich bei der beruflichen Integration von Menschen mit
Migrationshintergrund, indem es selbst Weiterbildungsmaßnahmen anbietet oder Träger von
Maßnahmen als Kooperationspartner unterstützt:
Kooperation zwischen Interkulturellem Büro und dem Internationalen Bund (IB) beim Projekt
„Beratungs- und Koordinierungsstelle für berufliche Nachqualifizierung“
Das Interkulturelle Büro unterstützt als Kooperationspartner innerhalb der Projektlaufzeit (2008-
2012) das Projekt „Beratungs- und Koordinierungsstelle für berufliche Nachqualifizierung“ des
Internationalen Bundes (IB) Darmstadt, das dieser im Rahmen des Programms des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „Perspektive Berufsabschluss“ durchführt,
insbesondere im Hinblick auf die Zielgruppe der an- und ungelernten Frauen und Männer zwischen
20 und 30 Jahren mit Migrationshintergrund.
13
...
Das Interkulturelle Büro unterstützt den IB dabei, das Projekt unter Migrantinnen und Migranten in
Darmstadt bekannt zu machen und Zugänge zu Migrantenvereinen und entsprechenden
Multiplikatorenkräften zu finden. Das Interkulturelle Büro unterstützt den IB auch bei Erörterungen
der anstehenden Fragen auf der strukturellen Ebene durch Teilnahme an Netzwerken, Workshops
und Fachtagungen oder durch bilaterale Beratungen.
Kooperation mit ROPE e.V. bei m Projekt „Netzwerk ABBA - Ar beit Bildung und Ausbildung in
Kranichstein“
Das Interkulturelle Büro unterstützt während der Projektlaufzeit vom 01.03.2009 – 31.10.2012 das
geplante „kommunale Bildungsnetzwerk“ zur Bildungsplanung und Weiterentwicklung des
Übergangsmanagements Schule/Beruf in Kranichstein auf steuernder Ebene bei der Erreichung von
Menschen mit Migrationshintergrund.
Das Interkulturelle Büro unterstützt in diesem Kontext ebenso den geplanten „Arbeitskreis Eltern-
arbeit in Kranichstein“ auf steuernder Ebene bei der Erreichung von Eltern mit
Migrationshintergrund, insbesondere unter Einbeziehung von Integrationsassistentinnen und -
assistenten.
Empfehlung 7)
Die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände empfiehlt ihrem Mitgliedsbereich/ihren
Mitgliedsverbänden, in Sozialräumen mit Integrationsdefiziten durch Quartiersmanagement und
Netzwerkbildung das Zusammenleben zwischen den Bevölkerungsgruppen zu fördern, mit
niedrigschwelligen sozialen und kulturellen Angeboten die Lebensqualität im und die Identifikation mit
dem Quartier zu stärken, von Förderinstrumenten zur Stärkung benachteiligter Quartiere wie z. B. das
Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ und die Programme des Europäischen Sozialfonds (ESF)
stärker Gebrauch zu machen.
Zu Empfehlung 7)
Die Maßnahmen und Aktivitäten zur Netzwerkbildung und zur Migrantenbeteiligung in Stadtteilen mit
besonderem Erneuerungsbedarf wurden unter Punkt 4 erörtert.
Ergänzend werden hier Beispiele für Maßnahmen zum Zusammenleben zwischen den
Bevölkerungsgruppen, soziale und kulturelle Angebote zur Erhöhung der Lebensqualität und
Stärkung der Identifikation mit dem Quartier exemplarisch aus Kranichstein aufgeführt.
Über den AK Mikra wird seit 2000 mit organisatorischer Unterstützung der Stadtteilwerkstatt und des
Interkulturellen Büros, die Teilnahme der Migrantenorganisationen am jährlichen Stadtteilfest Bunte
Wiese gewährleistet.
Ein wichtiges Anliegen aus dem AK Mikra, das Anfang 2002 realisiert werden konnte, ist die
Bereitstellung von zusätzlichen Räumen für selbstorganisierte Gruppenaktivitäten im Stadtteil
(muttersprachlicher Unterricht, Hausaufgabenhilfe und Frauentreffs).
Beginnend mit der Preisverleihung des Ludwig-Metzger-Preises für Bürgerschaftliches Engagement
im Herbst 2005 für die beiden Bewohnerarbeitsgruppen der Sozialen Stadt AK MiKra und AG
Kommunikation, wo hauptsächlich Einheimische sich organisieren, hat sich eine Zusammenarbeit der
Gruppen etabliert. Es ist inzwischen ein wichtiges Anliegen der beiden Gruppen geworden, die
Begegnung und den Austausch zwischen Einheimischen und Zugewanderten zu verbessern.
Die Organisation gemeinsamer Kulturabende zur Vorstellung unterschiedlicher in Kranichstein
lebender Communities machte den Anfang. Darüber hinaus wurde gemeinsam vom Interkulturelle
Büro und der Stadteilwerkstatt eine Fortbildungsreihe für die Gruppen organisiert, die den Rahmen
bildete, um über theoretische Wissensvermittlung und praktische Übungen zu Themen wie
Zuwanderung, Migration, interkultureller Kompetenz und Kommunikation, miteinander ins Gespräch
zu kommen.
Diese erfolgreiche Veranstaltungsreihe hat verdeutlicht, dass sowohl die Vermittlung von
Hintergrundwissen über Zuwanderung bei den Einheimischen als auch der Austausch über
Erwartungen und Wünsche von Einheimischen und Zugewanderten Barrieren und Vorurteile abbauen
kann.
14
...
Empfehlung 8)
Die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände empfiehlt ihrem Mitgliedsbereich/ihren
Mitgliedsverbänden, im Rahmen kommunaler Wirtschaftsförderungskonzepte der zunehmenden
Bedeutung der ethnischen Ökonomie Rechnung zu tragen, in der Bevölkerung und der Verwaltung
das Bewusstsein für das Potenzial der ethnischen Ökonomie zu wecken und für den kommunalen
Wirtschaftsstandort zu nutzen,
Zu Empfehlung 8)
Im Rahmen der Stadtteilentwicklung wird in den beiden Stadtteilen Kranichstein und Eberstadt-Süd
auch der Entwicklung der ethnischen Wirtschaft Rechnung getragen.
Das Interkulturelle Büro führt darüber hinaus selbst Qualifizierungsmaßnahmen zur Existenzgründung
von Migrantinnen und Migranten durch bzw. unterstützt Träger, die in diesem Bereich Maßnahmen
durchführen.
Existenzgründungsberatung
Das Interkulturelle Büro hat INBAS GmbH beauftragt, die Absolventinnen und Absolventen der
Weiterbildungsmaßnahme zu Integrationsassistentinnen und -assistenten, die sich zu einem Pool
zusammengeschlossen haben, in Bezug auf Existenzgründung zu beraten.
In diesem Rahmen wurde eine Existenzgründungsberatung mit folgenden Schwerpunkten
durchgeführt:
- Professionalisierung des Pools bei der Akquise möglicher Kundinnen und Kunden und der
Darstellung seines Leistungsprofils.
- Herausfindung der optimalen Rechtsform für den Pool
- Besprechung möglicher Schritte einer Gründung und interner Organisationsformen
- Erläuterung öffentlicher Fördermöglichkeiten und anderer Finanzierungsmodelle
Kooperation mit inbas GmbH – im Rahmen des Projektes: Internationale Unternehmen bilden aus
Das Projekt Internationale Unternehmen bilden aus (IUBA) der INBAS GmbH und der
Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern verfolgt das Ziel, die
Ausbildungsbereitschaft von Unternehmen mit internationaler Unternehmensführung zu erhöhen und
neue Chancen für Jugendliche im Übergang von der Schule in den Beruf zu schaffen durch die
Gewinnung von Ausbildungs- und Einstiegsqualifizierungsplätzen. Die IHK Darmstadt ist mit einer
Sonderberaterin, die ausschließlich für die direkte Ansprache und Begleitung der Unternehmen
zuständig ist, aktiv an dem Projekt beteiligt.
Das Interkulturelle Büro kooperiert im Rahmen dieses Projektes mit Inbas GmbH und der IHK, indem
es Kontakte zu den Migrantenselbstorganisationen herstellt, die wiederum Unternehmer und
Unternehmerinnen aus ihren Communities auf das Projekt, auf ihre Möglichkeit, auszubilden,
aufmerksam machen.
Empfehlung 9
Die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände empfiehlt ihrem Mitgliedsbereich/ihren
Mitgliedsverbänden, auch weiterhin energisch extremistische und fremdenfeindliche Bestrebungen zu
bekämpfen und Fremdenfeindlichkeit in allen Ausprägungen entgegenzutreten, örtliche Netzwerke
gegen Extremismus und für Toleranz zu unterstützen.
Zu Empfehlung 9)
In der Wissenschaftsstadt Darmstadt gibt es eine lange Tradition der demokratischen Rückweisung
von rechtsextremistischen und fremdenfeindlichen Tendenzen. Charakteristisch dabei ist, dass die
15
...
Toleranzschwelle gegen alle Formen des Rechtsextremismus sehr niedrig ist und präventiver Arbeit
hohe Bedeutung beigemessen wird.
In Darmstadt gab es seit den 70er Jahren Initiativen neuen Typs gegen Rechtsextremismus und
Rassismus. Der Runde Tisch Antirassismus ist in den 90er Jahren aus den Solidaritätsinitiativen für
Flüchtlinge entstanden und wurde insbesondere durch Wohlfahrtsverbände und das städtische
Frauenbüro unterstützt. Jeweils im März des Jahres wird mit Beteiligung des Runden Tisches
Antirassismus die „Woche gegen Rassismus“ durchgeführt und im September die „Interkulturelle
Woche“, die mit städtischen Mitteln unterstützt werden.
Die Arbeitsgruppe Aktion Weltoffenes Darmstadt entstand nach dem Attentat auf die Düsseldorfer
Synagoge im Jahre 2000 nach entsprechenden Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung und
des Magistrats 2002 und umfasst auch den Runden Tisch Antirassismus.
In dieser Arbeitsgruppe wirken Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und
Arbeit, Bildung und Religion mit. Die Arbeitsgruppe initiiert und unterstützt laufend Projekt und
Aktivitäten – Öffentlichkeitsveranstaltungen, Stadtteilprojekte, Projekte mit Jugendlichen im
schulischen und außerschulischen Bereich sowie Projekte gegen Antisemitismus und Antiziganismus.
Neben der Jüdischen Gemeinde ist die Einbeziehung des hessischen Landesverbands Deutscher
Sinti und Roma besonders wichtig, der seit 1982 seinen Sitz in Darmstadt hat. Hier gibt es seit ca.15
Jahren eine Tradition der guten Zusammenarbeit. Das Denkzeichen Güterbahnhof für die Opfer des
Nationalsozialismus ist ein gutes Beispiel dafür, dass dem Andenken der Angehörigen sowohl der
jüdischen Gemeinde als auch der Sinti und Roma Raum gegeben wird.
Als erste Stadt in Hessen stellte der Magistrat Mittel zur Verfügung, die lokale Verfolgung der Sinti und
Roma dokumentieren zu lassen und ein Mahnmal vor der Volkshochschule errichten zu lassen. Diese
Reihe setzte sich fort durch die Unterstützung bei der Finanzierung verschiedener Ausstellungen zur
Aufklärung über den Nationalsozialismus, auch in einigen Darmstädter Schulen, wie im Jahre 2004
durch die Präsentation der Ausstellung „Hornhaut auf der Seele – Die Geschichte zur Verfolgung der
Sinti und Roma in Hessen“.
Es gibt in Darmstadt ebenfalls mehrere jugendkulturelle Szenen mit demokratischen Traditionen, die
ebenfalls gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit aktiv sind.
In einzelnen Projekten sind auch Migrantenselbstorganisationen in Kooperation mit anderen Trägern
aufgetreten.
Im Rahmen der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus entwickelte sich eine
„Gedenkkultur“ nicht zuletzt auch gegenüber den Gruppen, derer lange Zeit selbst nicht gedacht
wurde, obwohl sie Opfer des nationalsozialistischen Rassismus waren. Als erste Stadt in Hessen
stellte die Wissenschaftsstadt Darmstadt Mittel zur Verfügung, die lokale Verfolgung der Sinti und
Roma dokumentieren und ein Mahnmal vor der Volkshochschule errichten zu lassen.
Das Denkzeichen Güterbahnhof setzte diese Reihe fort wie auch die Unterstützung bei der
Finanzierung verschiedener Ausstellungen zur Aufklärung über den Nationalsozialismus, auch in
einigen Darmstädter Schulen, wie im Jahre 2004 durch die Präsentation der Ausstellung „Hornhaut
auf der Seele – Die Geschichte zur Verfolgung der Sinti und Roma in Hessen“.
Ende des Jahres 2006 erfolgte die Anweisung des Magistrats der Wissenschaftsstadt Darmstadt für
die Teilnahme an dem Programm "Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – gegen
Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" des Bundesministeriums BMFSFJ.
Das Interkulturelle Büro als federführende Stelle aus der Stadtverwaltung bereitete mit einer
Unterarbeitsgruppe der AG „Aktion Weltoffenes Darmstadt“ den Antrag vor. Als externe
Koordinierungsstelle wurde der Förderverein Zentrum für Demokratie und Menschlichkeit, gegen
Rassismus e. V. bestimmt.
Weitere Einzelheiten zu Aktivitäten und Projekte der Arbeitsgruppe Aktion Weltoffenes Darmstadt und
dem Lokalen Aktionsplan sind unter Punkt 2 aufgeführt worden.
Im Rahmen des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2004“ hat die Wissenschaftsstadt
Darmstadt einen Ehrenpreis erhalten.
16
...
2008 wurde die Wissenschaftsstadt Darmstadt als „Ort der Vielfalt“ ausgezeichnet.
Empfehlung 10)
Die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände empfiehlt ihrem Mitgliedsbereich/ihren
Mitgliedsverbänden, über die vor Ort verfügbaren Integrationsangebote in geeigneter Weise zu
informieren, im Interesse der Effektivität der lokalen Integrationspolitik und eines wirkungsvollen
Ressourceneinsatzes ihre Integrationsbemühungen zu dokumentieren, zu evaluieren und
gegebenenfalls zu optimieren.
Zu Empfehlung 10)
Der Magistrat hat beschlossen durch den Migrations- und Integrationsbericht über die kommunale
Integrationspolitik, die wesentlichen Aktivitäten und Projekte in diesem Bereich und ihre Evaluation
sowie Handlungsempfehlungen zu informieren. Für weitere Einzelheiten s. Punkt1.
Darüber hinaus sind für alle Projekte, die mit externen Zuschüssen aus Land, Bund oder EU
durchgeführt werden, Selbst- oder Fremdevaluationen verbindlicher Teil des Sachberichtes am Ende
einer jeden Förderungsphase.
Ein weiterer Schritt in dieser Richtung stellt die Homepage des Interkulturellen Büros dar. Das
Interkulturelle Büro hat im Rahmen seiner Aktivitäten zu seinem 10jährigen Jubiläum im Jahr 2008
eine eigene Webseite unter www.ikb-darmstadt.de
erstellt und ab 1.1.2009 frei geschaltet.
Die Webseite schafft eine größere Transparenz sowohl über die konzeptionellen Grundlagen als auch
über die aktuellen Projekte und Aktivitäten des Interkulturellen Büros. Auf der Webseite befinden sich
weiterhin die wichtigsten Aktivitäten des Interkulturellen Büros aus den letzten zehn Jahren.
Außerdem befinden sich auf der Webseite nützliche Informationen sowie weiterführende Links zu den
Themenbereichen Migration und Integration.
Auf der Homepage sind ausführliche Informationen zu folgenden Themen zu finden:
- Interkulturelles Büro:
Aufgabenstellung und Service-Leistungen
- Konzept:
Integrationsverständnis, Leitbild, Leitlinie, Hauptressource: Partizipation von Migrantinnen und
Migranten
- Handlungsfelder:
Stadtteilarbeit, Erziehung und Bildung, Soziales und Gesundheit, Kultur, Antirassismus,
Verwaltung
- Projekte:
"Gesicht zeigen! Aktion weltoffenes Darmstadt", Gesprächskreise von Eltern mit
Migrationshintergrund an Schulen und Kindertagesstätten, Integration braucht Partnerschaft,
Interkulturelle Vermittlung im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen, Kulturwochen der
Regionen und Kontinente, Lokaler Aktionsplan Darmstadt (LAP), "Mama lernt Deutsch",
Migrantenvereine als Partner, Partizipation im Quartier, Qualifizierung von Migrantenvereinen ,
Weiterqualifizierung zu Integrationsassistentinnen und -assistenten, Zugewanderte und
Polizeikräfte begegnen einander
- Tagungen, Fachtagungen, Vorträge
- Veranstaltungen:
Informationsveranstaltungen, Kulturelle Veranstaltungen , stadtinterne und –externe Workshops
und Fortbildungen
- Vernetzungen :
AK Migration und Soziales,
AK Migration und Gesundheit
- „Wegweiser durch Darmstadt“: Wichtige Adressen und Kontaktpersonen für Migrantinnen und
Migranten, Fachkräfte und Interessierte
- Veröffentlichungen
- Informationen zur Projektförderung: Integrationsprojekte der Migrantenvereine; "Aktion
Weltoffenes Darmstadt, "Vielfalt tut gut"
Darüber hinaus findet man zahlreiche Links zu folgenden Themen:
17
...
- Antidiskriminierung / Antirassismus
- Ausländerbeiräte
- Bildung
- Daten und Fakten
- Gesundheit
- Integration
- Islam
- Zuwanderungsrecht
II.
Konzept zur Übertragung der genannten Empfehlungen auf die spezielle Situation in Darmstadt
Das Interkulturelle Büro hat bereits lange Zeit vor der Erstellung des Nationalen Integrationsplans ein
Konzept für die Integrationsarbeit in Darmstadt erarbeitet, das alle dort genannten Empfehlungen
berücksichtigt, aber durch die neuen Gremien der städtischen Steuerungsgruppe und des
Integrationsforums weiterentwickelt werden soll.
Integrationskonzept des Interkulturellen Büros der Stadt Darmstadt
Integration
Integration ist der Prozess der Einbeziehung von zugewanderten Menschen in alle Teilsysteme der
Gesellschaft, insbesondere Arbeit und Wirtschaft, Erziehung und Bildung, Soziales und Gesundheit,
Recht und Politik. Der Integrationsprozess verläuft auf den Ebenen der strukturellen, sozialen und
kulturellen Integration.
Integration setzt die wechselseitige „Öffnung“ sowohl der Institutionen der Mehrheitsgesellschaft als
auch der soziokulturellen Netzwerke der zugewanderten Menschen, d.h. der Migranten- Communities
voraus.
Leitbild des Interkulturellen Büros
Die Nachhaltigkeit eines friedlichen Zusammenlebens von Zugewanderten und Einheimischen
erfordert fortschreitende Integration. Das Interkulturelle Büro der Stadt Darmstadt will zur Integration
im kommunalen Rahmen beitragen, indem es Aktivitäten zur Überwindung migrationsbedingter
Ausgrenzung und zur wechselseitigen Öffnung seitens der Zugewanderten und Einheimischen
unterstützt. Die ständige Weiterentwicklung der interkulturellen Handlungskompetenz aller Akteure
und der Kooperation unter ihnen ist die methodische Leitlinie des Interkulturellen Büros. Die wichtigste
Ressource für effektive Erfolge bei der Integration ist ein möglichst hohes Maß an Beteiligung von
Migrantinnen und Migranten.
Dienstleistungsarten des Interkulturellen Büros
• Clearing, Erstberatung, Weitervermittlung für alle
• Antidiskriminierungsberatung / Bündelung der Antirassismusarbeit
• Informationsvermittlung / Aufklärungsarbeit für alle
• Praxisbezogene Weiterqualifizierung für Fachkräfte
• Projektkooperationen mit Ämtern, Institutionen und Vereinen
• Community-Arbeit
• Geschäftsführung für den Ausländerbeirat
Wichtigste Handlungsfelder der kommunalen Integrationsarbeit
• Stadtteilarbeit
• Erziehung und Bildung
• Sozial- und Gesundheitswesen
• Kulturarbeit
• Verwaltung
• Antirassismus
18
...
Methodische Leitlinie: Interkulturelle Handlungskompetenz aller Akteure stärken
„Öffnung“ der Institutionen erfordert eine Qualifizierung auf der Personalebene durch interkulturelle
Weiterentwicklung der fachlichen und sozialen Kompetenz sowie auf der institutionellen Ebene durch
entsprechende Qualitätsentwicklung. „Öffnung“ der Communities erfordert eine Qualifizierung von
Multiplikatoren, die zwischen den Institutionen und den entsprechenden Migranten - Communities
vermitteln können.
Darüber hinaus ist es wichtig, innerhalb der Mehrheitsbevölkerung die Tendenzen der
Zuwanderungsabwehr, Fremdenfeindlichkeit und Minderheitendiskriminierung zurückzudrängen.
Gleichzeitig ist auf die Aktivierung eines bürgerschaftlichen Engagements für eine stärkere
Kooperationsbereitschaft mit der zugewanderten Bevölkerung hinzuwirken.
Innerhalb von Migranten-Communities ist die Auseinandersetzung mit Tendenzen einer pauschalen
Vorwurfshaltung gegen die Mehrheitsgesellschaft oder des isolationistischen Rückzugs in ethnisch-
religiöse Nischen zu führen.
Ressource für Effektivität, Effizienz und Nachhaltigkeit: Kooperation mit Communities und
Partizipation von Migrantinnen und Migranten
Eine effektive, effiziente und nachhaltige Integrationsarbeit setzt ein möglichst hohes Maß an
Beteiligung von Migrantinnen und Migranten voraus. Dazu ist eine allseitige Kooperation mit
Migranten-Communities auf jeder Ebene erforderlich, um auf den vorhandenen Selbsthilfepotentialen
aufzubauen.
Ausgangspunkt ist dabei die Wahrnehmung der sozialen und kulturellen Netzwerke der
zugewanderten Bevölkerung als prägendes Strukturelement innerhalb der Communities. Der nächste
Schritt ist ihre Anerkennung als eine komplexe Realität des Migrationsprozesses. Das bedeutet nicht
unbedingt die Akzeptanz sämtlicher Aspekte dieser Realität. Aber die Anerkennung der Communities,
insbesondere der Migrantenvereine, als Gesprächs- und Kooperationspartner schafft die Möglichkeit,
die positiven Ressourcen der unterschiedlichen Gruppen zur Öffnung der Community-Strukturen zu
nutzen.
Im Rahmen aller Integrationsprojekte ist die Aktivierung der Selbstressourcen und die Entwicklung der
Partizipationsfähigkeit von Migrantinnen und Migranten gezielt zu unterstützen, so dass sie motiviert
und vorbereitet sind, den Integrationsprozess mitzugestalten und über die Modalitäten
mitzubestimmen.
Ziele und Maßnahmen in exemplarischen Handlungsfeldern
Stadtteilarbeit
Ziele
Maßnahmen
Imageverbesserung und stärkere Identifikation mit
dem Quartier
- Öffentlichkeitskampagnen
- Kulturelle Aktivitäten (Stadtteilfeste etc.)
Beteiligung von Migrantinnen und Migranten
Vernetzung von Migrantenarbeitsgruppen im
Stadtteil mit der Stadtteilrunde
Informationsvermittlung
- Informationsveranstaltungen mit Vereinen
- Informationsblätter für Eltern
Interkulturelle Qualifizierung
Fortbildungen in interkultureller Kommunikation,
Konfliktmediation und Gewaltdeeskalation
Erziehung und Bildung
Ziele Maßnahmen
Förderung der Kinder und Jugendlichen Kooperation für Projekttage an Schulen und
19
...
Kindertagesstätten
Interkulturelle Qualifizierung - Fortbildung für pädagogische und
sozialpädagogische Fachkräfte
- Kooperation beim pädagogischen
Tag/Fachtag
Öffnung der Institutionen / Kooperation mit Eltern
und Communities
- “Mama lernt Deutsch”
- Elterngesprächskreise
- Interkulturelle Vermittlung bei schwierigen
Elterngesprächen
Informationsvermittlung
- Informationsveranstaltungen mit Vereinen
- Informationsblätter für Eltern
Soziales und Gesundheit
Ziele
Maßnahmen
Informationsvermittlung
- Informationsveranstaltungen mit Vereinen
- Informationsblätter
Öffnung der Institutionen: Interkulturelle
Qualifizierung
- Fortbildung für Fachkräfte
- Qualitätsentwicklung in Institutionen
Öffnung der Communities:
Multiplikatorenfortbildung und interkulturelle
Vermittlung
- Fort- und Weiterbildung für Multiplikatoren
- Elterngesprächskreise
- Interkulturelle Vermittlung
Vernetzung - Trägerübergreifende Kooperation zwischen
Fachkräften und Multiplikatoren
- Dialog zwischen Institutionen und
Communities
Kultur
Ziele
Maßnahmen
Kultureller Austausch und kritische Verarbeitung
der kulturellen Traditionen
- Jährliches Begegnungsfest
- Kulturwoche der Regionen und Kontinente
- Präsentationen von Beispielen gelungener
kultureller Synthese
- Projekte an Schulen und Jugendzentren
Stärkung sozialer Kommunikation im Stadtteil - Stadtteilfeste
- Stadtteilkulturprojekte
- Projekte an Schulen und Jugendzentren
Antirassismus
Ziele
Maßnahmen
Sensibilisierung der Öffentlichkeit
- Öffentlichkeitsveranstaltungen
- Ausstellungen, Konzerte, Filme, Lesungen mit
entsprechendem Inhalt
- Kooperation mit Organisationen von
Zugewanderten und Minderheiten
Sensibilisierung der Jugendlichen - Schulprojekte mit entsprechendem Inhalt
- Eigenprojekte von Jugendlichen
- Implementierung von jugendgerechten
20
...
Informationselementen in
Großveranstaltungen für Jugendliche
Sensibilisierung der Zugewanderten
- Thematisierung des Umgangs mit Rassismus
im Aufnahmeland und im Herkunftsland
Vernetzung - AG Aktion Weltoffenes Darmstadt
- Vernetzung mit weiteren Netzwerken
Verwaltung
Ziele
Maßnahmen
Bürgerfreundliche Verwaltung für alle
(Interkulturelle Qualitätsentwicklung)
- Fortbildungen
- Fachberatung
- Ämterübergreifende Kooperation
- Dialog mit Verwaltungsstellen
Migration-Mainstreaming - Umsetzung der OB- Verfügung
- Dialog mit Verwaltungsstellen
Erhöhung des Anteils der Beschäftigten mit
Migrationshintergrund
- Dialog mit Personalentwicklung
- Dialog mit Verwaltungsstellen
II a.
Ansätze zur Vermeidung und zum Umgang mit Segregation in Stadtteilen mit besonderen
Erneuerungsbedarf
Im Zuge des Migrationsprozesses haben sich in Darmstadt – genauso wie bundesweit – Tendenzen
zur relativen Überrepräsentation der zugewanderten Bevölkerung in den Unterschichten der
Gesellschaft und zur ungleichen Verteilung der Bildungserfolge herausgebildet, die durch kommunale
Anstrengungen zur Integration nicht aufzuhalten waren. Es gibt Anzeichen dafür, dass diese
Tendenzen sich in der Wechselwirkung stabilisieren und zu einer Negativspirale führen. Somit stellt
die Migration für einen großen Teil der zugewanderten Menschen deutlich ein soziales und
Bildungsrisiko dar. Dies betrifft insbesondere die Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf, wo
ethnische und soziale Segregation zusammenfallen. Die Konzentration von Zugewanderten mit einer
prekären sozialen Lage in einem Umfeld von Armut und wachsenden sozialen Risiken kann dazu
führen, dass die soziale und ethnische Segregation sich gegenseitig verstärken.
Deshalb ist es wichtig, die städtischen Steuerungsmöglichkeiten hinsichtlich einer weiteren ethnischen
Konzentration insbesondere in den Stadtteilen mit höheren sozialen Risiken zu überprüfen. Allerdings
sind durch die Schrumpfung des kommunalen Wohnungsbestands die Steuerungsmöglichkeiten in
diesem Bereich mit der Zeit immer geringer geworden.
Gleichzeitig ist durch konzentrierte Anstrengungen die Integrationsarbeit in diesen Stadtteilen zu
intensivieren („Integration trotz Segregation“). (Siehe dazu die Erläuterungen zur Stadtteilarbeit in den
Punkten 4 und 7).
II b.
Ansätze zur Verbesserung der Bildungssituation von Kindern mit Migrationshintergrund
Der mangelnde Bildungserfolg von Kindern mit Migrationshintergrund ist ein bundesweites Problem. In
der Fachliteratur besteht Konsens darüber, dass strukturelle Benachteiligung von Migrantinnen und
Migranten in allen gesellschaftlichen Bereichen ausschlaggebend für den mangelnden Bildungserfolg
von Kindern mit Migrationshintergrund ist, weshalb hier von Bildungsbenachteiligung gesprochen wird.
Maßnahmen auf kommunaler Ebene können diese Ursachen nicht beheben, sie können allerdings
einen Beitrag dazu leisten, die (Bildungs)misserfolge zu verringern.
21
...
Daher bemüht sich das Interkulturelle Büro, Maßnahmen zu entwickeln und durchzuführen, durch die
der Bildungserfolg von Kindern mit Migrationshintergrund verbessert werden kann. Entsprechend dem
zentralen Handlungsansatz des Interkulturellen Büros, an dem Selbsthilfepotential von Migrantinnen
und Migranten anzusetzen, wird der Focus auf die Stärkung der Eltern mit Migrationshintergrund
gelegt. Verschiedene Projekte sollen dazu beitragen, die Eltern zu stärken, so dass diese eine
bessere Unterstützung für ihre Kinder leisten können. Hierbei kommt der Stärkung der Mütter eine
besondere Bedeutung zu. Neben der Information wird die Aktivierung und Partizipation der Eltern
verfolgt, damit diese sich aktiv am Schulgeschehen beteiligen.
Neben den bereits laufenden Maßnahmen plant das Interkulturelle Büro, sich zukünftig verstärkt
dieser Problematik zu widmen und insbesondere durch eine stärkere Vernetzung mit
unterschiedlichen Bildungsträgern und -einrichtungen Maßnahmen zu entwickeln, um nachhaltig der
Bildungsbenachteiligung von Kinder mit Migrationshintergrundn entgegenzuwirken.
Im Folgenden werden die Maßnahmen aufgeführt, die in Darmstadt von Trägern durchgeführt und von
der Wissenschaftsstadt Darmstadt gefördert werden.
Hausaufgabenhilfe des Caritasverbandes Darmstadt e.V.
Zielgruppe dieses niedrig-schwelligen, präventiven Angebots für Kinder nicht-deutscher und
deutscher Herkunft sind Familien mit schulpflichtigen Kindern im Grund-, Haupt- und
Förderschulbereich. Die Hausaufgabenhilfe wird vorwiegend von Kindern besucht, die schulische
Probleme haben und/oder zu Hause nicht gefördert werden können. Darüber hinaus ist die Beratung
für Eltern über die Bildungsstruktur und -möglichkeiten von großer Bedeutung.
Im Jahr 2007 wurden überwiegend an Grundschulen insgesamt 541 Kinder und Jugendliche im Alter
von 6 - 16 Jahren aus 27 Nationen betreut. Durchgeführt wurde die Hausaufgabenhilfe an 16
Grundschulen, einer Schule für Lernhilfe, in einem Jugendhaus Aktivspielplatz. Wegen des hohen
Bedarfs wurden für Seiteneinsteigerschüler (neu Eingereiste) zwei Sprachförderkurse eingerichtet. Die
Stadt Darmstadt ist seit über 20 Jahren finanziell an der Hausaufgabenhilfe beteiligt.
Angesichts der Tatsache, dass die Angebote in Richtung Ganztagsschule von vielen Kindern aus
Migrantenfamilien aus Kostengründen nicht besucht werden können, wird Hausaufgabenhilfe auf
lange Sicht neben der Schule ihre interkulturelle und fördernde Arbeit fortsetzen müssen.
Beratungs- und Bildungsangebote des ska e.V.
Aufgabenbereiche dieses Angebotes sind:
• Gruppenspezifische Sprachförderung
• Gesundheits-/Ernährungskurse
• Psychomotorik-/Sportangebote, Elternfitnesstraining
• Naturerkundungen und erlebnispädagogische Einheiten
• Schullaufbahn- und Bildungsberatung, Berufliche Orientierung
• Berufliche und lebenspraktische Weiterbildungen im PC- und Handwerksbereich
• Angebote im Bereich Konfliktlösungsstrategien, Gewaltprävention und Mediation
• Kultur-/Weltreisen
• Theater- und Musikgruppen, Lese-/Literaturwettbewerbe
• Allgemeine Lebensberatung vor Ort
Im Jahr 2007 wurden sie von 1.265 Personen in Anspruch genommen.
HIPPY (Home Instruction for Preschool Youngsters) Programm des Migrationsdienstes des DRK
Kreisverband Darmstadt-Stadt e.V.
HIPPY ist ein interkulturelles Bildungsprojekt zur Stärkung, Bildung und Unterstützung der
Erziehungskompetenzen von Eltern, mit 4-6 jährigen Vorschulkindern, das seit 2002 in Darmstadt
angeboten wird. Insgesamt wurden ca. 90 Familien mehrheitlich türkischer Herkunft bis Juni 2008
geschult. Ab Sommer 2008 wurde durch finanzielle Unterstützung der Wissenschaftsstadt Darmstadt
und einem Stifter eine Koordinatorenstelle einrichten.
22
...
Im Programmjahr 2008 / 2009 nehmen 43 Familien teil, 26 Mütter aus der Türkei, neun aus
arabischen Ländern (Tunesien, Palästina usw.), zwei aus Äthiopien, zwei aus Eritrea, eine aus
Honduras, eine aus Korea, eine aus Persien und eine Mutter aus Kamerun. Diese Familien werden
von 4 Hausbesucherinnen begleitet, drei davon sind aus der Türkei und eine aus Tunesien. Für das
Programmjahr 2009 / 2010 ist geplant, ca. 90 Familien aufzunehmen.
.
„Mama-lernt-Deutsch“
Das Projekt ist zunächst ein Kurs für Mütter, die noch nicht ausreichend Deutsch gelernt haben, um
u.a. in Erziehungsfragen mit Lehrkräften kommunizieren zu können. „Mama-lernt-Deutsch“ ist zugleich
ein Projekt zur Öffnung der Schulen und Migranten-Communities. Abbau von Hemmschwellen der
Mütter gegenüber der Schule und umgekehrt, die Herstellung eines festeren Vertrauensverhältnisses
sowie die Verbesserung der Kontakte zwischen den Müttern und Lehrenden sind wichtige
Voraussetzungen dafür, um den Kinder mit Migrationshintergrundn größere Bildungschancen zu
ermöglichen.
In Darmstadt wurde das Projekt „Mama lernt Deutsch“ 1999 als Kooperation einiger interessierten
Schulen, der Volkshochschule und des Interkulturellen Büros eingeführt und in den nächsten Jahren
sukzessive auf sechs Schulen ausgeweitet. Die Organisierung der Kurse wurde 2003-2004 vom
Migrationsdienst des CV Darmstadt und 2005-2008 vom Migrationsdienst des Deutschen Roten
Kreuzes Darmstadt als Träger durchgeführt.
Gesprächskreise von Eltern mit Migrationshintergrund an Schulen und Kindertagesstätten
Das Projekt verfolgt die Ziele, Schulen und Kindertagesstätten stärker zu öffnen und die Kontakte mit
Eltern mit Migrationshintergrund zu stärken, sie über erziehungs- und bildungsrelevante Themen zu
informieren, Dialoge über Unterschiede in den Erziehungs- und Bildungsvorstellungen zu führen, eine
stärkere Teilnahme an Elternveranstaltungen zu erreichen und die gemeinsame Verantwortung für die
Erziehung und Bildung der Kinder zu stärken.
Die Gesprächskreise werden von zweisprachigen Moderatorinnen organisiert, wobei der erste Teil des
2-3-stündigen Elterntreffens entsprechend dem Thema pädagogisch strukturiert wird. Es wird auf
Deutsch (gegebenenfalls mit Sprachvermittlung) das Vorschul- bzw. das Schulsystem erläutert, die
Schule oder die Kindertagesstätte vorgestellt, außerschulische Hilfsangebote bekannt gemacht,
Erziehungs- und Lernprobleme oder Verhaltensauffälligkeiten bzw. Lernstörungen der Kinder
thematisiert und unterschiedliche Erziehungsvorstellungen diskutiert. Die zweite Hälfte des
Gesprächskreises wird als lockere Gesprächsrunde in der Herkunftssprache gestaltet.
Von 2000 bis jetzt wurden Elterngesprächskreise in sechs Schulen und in acht Kindertagesstätten
(teilweise mehrmals in einer Schule oder Einrichtung) durchgeführt. Die Organisierung der Kurse
wurde 2003-2004 vom Migrationsdienst des CV Darmstadt und 2005-2008 vom Migrationsdienst des
Deutschen Roten Kreuzes Darmstadt als Träger durchgeführt.
„Frühwarnsystem“ an Darmstädter Schulen
Das Projekt des Ausländerbeirates in Kooperation mit dem Migrationsdienst des Caritasverbandes
verfolgt das Ziel, einen Teil der Sonderschuleinweisungen von Kinder mit Migrationshintergrundn
durch präventive und intensive Förderung zu vermeiden und dadurch die Bildungs- und
Zukunftschancen dieser Kinder zu verbessern.
Zunächst informiert der Migrationsdienst die Schulen über das Angebot. Die Lehrkräfte an den
Schulen können dann der sozialpädagogischen Fachkraft solche Kinder melden, die von einer
möglichen Sonderschuleinweisung bedroht sind. Diese Kinder werden dann im Rahmen der
Hausaufgabenhilfe in der Schule einzeln gefördert. Durch die Einzelbetreuung werden die
Deutschkenntnisse verbessert und schulische Defizite aufgearbeitet. Parallel zur Einzelförderung wird
der Kontakt zu den Eltern der betroffenen Kinder aufgebaut. Die Elternarbeit beinhaltet Gespräche
mit den Eltern über das deutsche Schulsystem, über Fördermöglichkeiten und die Unterstützung
durch das Elternhaus.
Seit Beginn des Projekts im Jahre 2004 wurden an der Mornewegschule eine Reihe von Schülern und
Schülerinnen, die von Sonderschuleinweisung bedroht waren, durch Einzelförderung von Fachkräften
des Migrationsdienstes unterstützt. In 2007 wurde zusätzlich zur Einzelförderung auch Förderung in
23
...
der Gruppe eingeführt (für Schüler der fünften Klassen, die z.B. wegen Schulwechsels überfordert
waren).
Lehrkräfte und Eltern berichten, dass die Erfolge dieses "Frühwarnsystems" nicht nur in schulischen
Leistungen, sondern auch in sozialer Hinsicht deutlich zu erkennen sind.
Neben diesen Angeboten durch Fachkräfte existieren in Darmstadt auch nicht-professionalisierte bzw.
teil-professionalisierte Angebote der Bildungsarbeit, organisiert durch die
Migrantenselbstorganisationen.
III.
Schaffung der im Nationalen Integrationsplan genannten strukturellen und organisatorischen
Voraussetzungen in Darmstadt
Die strukturellen und organisatorischen Voraussetzungen für eine Weiterentwicklung der kommunalen
Integrationsarbeit sind in Darmstadt größtenteils bereits vorhanden (s. Punkt 1) und sie werden
laufend weiterentwickelt.
Darmstadt, den 03.03.09
531 ot
Der Dezernent V
Jochen Partsch
Stadtrat
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2009/0102
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 02.03.2009
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00