1697/2023
Managementbericht des Dezernates V - Soziales, Gesundheit und Wohnen
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Managementbericht V_ 2021-2022
75398 Zeichen
1
Managementbericht 2021 - 2022
2
Managementbericht V 2021-2022
Inhaltsverzeichnis
1 Das Dezernat für Soziales, Gesundheit und Wohnen...................................................................... 3
2 Integriertes Management und der Masterplan im Dezernat V ....................................................... 4
3 Stand und Entwicklungen – allgemeine Vorbemerkungen ............................................................. 5
3.1 Handlungsfeld Beschäftigung .................................................................................................. 6
3.1.1 Allgemeine Entwicklungen .............................................................................................. 6
3.1.2 Ausgewählte Ergebnisse zu operativen Zielen im Handlungsfeld Beschäftigung ........... 7
3.1.3 Operative Ziele für das Handlungsfeld Beschäftigung, Masterplan Version 2.1 ............. 7
3.2 Handlungsfeld Einkommen ..................................................................................................... 9
3.2.1 Allgemeine Entwicklungen .............................................................................................. 9
3.2.2 Ausgewählte Ergebnisse zu operativen Zielen im Handlungsfeld Einkommen ............. 10
3.2.3 Operative Ziele für das Handlungsfeld Einkommen, Masterplan Version 2.1 .............. 11
3.3 Handlungsfeld Gesundheit .................................................................................................... 13
3.3.1 Allgemeine Entwicklungen ............................................................................................ 13
3.3.2 Ziele und operative Kennzahlen im Handlungsfeld Gesundheit ................................... 14
3.3.3 Operative Ziele für das Handlungsfeld Gesundheit, Masterplan Version 2.1 ............... 18
3.4 Handlungsfeld Wohnen ......................................................................................................... 20
3.4.1 Allgemeine Entwicklungen ............................................................................................ 20
3.4.2 Ausgewählte Ergebnisse zu operativen Zielen im Handlungsfeld Wohnen .................. 21
3.4.3 Operative Ziele für das Handlungsfeld Wohnen, Masterplan Version 2.1 .................... 23
3.5 Handlungsfeld soziale, gesellschaftliche und politische Teilhabe/Einbindung ..................... 25
3.5.1 Allgemeine Entwicklungen ............................................................................................ 25
3.5.2 Ausgewählte Ergebnisse zu operativen Zielen im Handlungsfeld Soziale,
gesellschaftliche und politische Teilhabe/Einbindung .................................................................. 26
3.5.3 Operative Ziele für das Handlungsfeld Soziale, gesellschaftliche und politische
Teilhabe/Einbindung, Masterplan Version 2.1 .............................................................................. 27
3
1 Das Dezernat für Soziales, Gesundheit und Wohnen
Innerhalb der städtischen Verwaltung mit ihren neun Dezernaten gestaltet das Dezernat V mit seinen
rund 28501 Mitarbeitenden auf ungefähr 2480 Stellen wesentliche Themen, die in den 17
Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDG) adressiert und auch für Kommunen2
beschrieben sind:
Keine Armut (SDG 1)
Kein Hunger (SDG 2)
Gesundheit und Wohlergehen (SDG 3)
Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (SDG 8)
Weniger Ungleichheiten (SDG 10)
Nachhaltige Städte und Gemeinden (SDG 11)
Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (SDG 16)
Das Dezernat verfolgt das Ziel, für Menschen in Köln gute Lebensbedingungen erreichbar zu machen,
unabhängig von der eigenen aktuellen Lebenslage. Wir arbeiten dafür, dass
alle Menschen in einer Wohnung wohnen können, auch obdachlose Menschen und
Menschen, die als Geflüchtete nach Köln kommen, und dafür, dass bezahlbarer Wohnraum
zur Verfügung steht; (Vision Handlungsfeld Wohnen: Alle Bevölkerungsgruppen haben
Zugang zu angemessenem und bezahlbarem Wohnraum; SDG 11.1.1: Bis 2030 den Zugang zu
angemessenem, sicherem und bezahlbarem Wohnraum und zur Grundversorgung für alle
sicherzustellen);
Menschen bezahlte, sozialversicherungspflichtige und gute Arbeit haben und sich hierin
weiterentwickeln können; (Vision Handlungsfeld Beschäftigung: Alle Menschen können am
Arbeitsleben teilhaben (SDG 8: Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges
Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle
fördern);
Menschen in besonderen Lebenslagen in ihrem Unterstützungsbedarf Hilfe erfahren und sie
die gesetzlich vorgesehenen und darüber hinaus vom Rat der Stadt Köln beschlossenen
Hilfen erhalten (Vision Handlungsfeld Einkommen: Alle Menschen sind materiell abgesichert,
SDG 1: Armut in jeder Form und überall beenden);
Menschen an allen wesentlichen Aspekten unseres Lebens teilhaben können und dass
vorhandene Barrieren abgebaut werden (Vision: Alle Menschen beteiligen sich am
gesellschaftlichen Leben; SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen);
Gesundheitsgerechtigkeit besteht, also das Gesundheitswesen sowohl in Krisen- als auch in
„normalen“ Zeiten auch für Menschen in besonderen Lebenssituationen und für Menschen
mit geringerem Bezug zu Gesundheitsthemen und -dienstleistungen zur Verfügung steht und
eine hohe fachliche Qualität und die gesetzlichen Bedingungen erfüllt; (Vision: Alle
Menschen in Köln können gesund aufwachsen und leben; SDG 3: Ein gesundes Leben für alle
Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern);
Stadtteile und Quartiere, in denen eine gute Entwicklung der Lebensqualität ihrer Menschen
eingeschränkt ist, besondere Maßnahmen und Unterstützungsleistungen erfahren; (Vision:
1 Stand: 1.5. 2023, inkl. städtische Mitarbeitende Jobcenter
2 SDG-Indikatoren für Kommunen – Indikatoren zur Abbildung der Sustainable Development Goals der
Vereinten Nationen in deutschen Kommunen. 2., vollständig überarbeitete Auflage, Gütersloh 2020.
Bertelsmann Stiftung, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Deutscher Landkreistag, Deutscher
Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutsches Institut für Urbanistik, Engagement Global
(Servicestelle Kommunen in der Einen Welt), Rat der Gemeinden und Regionen Europas / Deutsche Sektion
(Hrsg.). https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/sdg-indikatoren-fuer-
kommunen-all
4
Alle Menschen beteiligen sich am gesellschaftlichen Leben; SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit
und starke Institutionen);
der soziale Zusammenhalt in unserer Stadtgesellschaft gestärkt wird; (Vision: Alle Menschen
beteiligen sich am gesellschaftlichen Leben; SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke
Institutionen).
Mit diesen Zielen und auf der Basis der aktuell vom Kölner Rat beschlossenen Stadtstrategie3 leisten
wir im Dezernat unseren Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Stadt zu einer Stadt des guten
Lebens.
Die Ämter und Dienststellen des Dezernats erfüllen zu einem weit überwiegenden Teil gesetzliche
Aufgaben. In der Gestaltung des Finanz- und Personalhaushalts nehmen diese Aufgaben über 98
Prozent der Ressourcen ein. Ziel ist es, die zur Erledigung dieser Aufgaben notwendigen Prozesse zu
beschreiben, zu optimieren, zu automatisieren sowie zu digitalisieren.
Zusätzlich zu den gesetzlichen „Pflicht“-leistungen ist das Dezernat für die Umsetzung politisch
beschlossener Maßnahmen zuständig, die oftmals als „freiwillige“ Leistungen solche Leistungen
darstellen, die über den gesetzlichen Auftrag hinausgehen. Der Aufbau solcher freiwilligen
Leistungen sowie die Veränderung von wesentlichen Prozessen erfolgen in Projekten. Besonderes
Merkmal von Projekten ist, dass diese zeitlich begrenzt sind. Solche Projekte können in Prozesse
einmünden, sofern sie Leistungen etablieren, die fortgesetzt erbracht werden sollen.
Angesichts der schnellen Veränderungen und Ausweitungen der Aufgaben sowie der durch den
demografischen Wandel verursachten hohen Fluktuation der Mitarbeitenden sind
Prozessentwicklungen, -optimierungen, -beschreibungen und -automatisierungen von
entscheidender Bedeutung, um die Verwaltung nachhaltig weiterzuentwickeln und zukunftsfähig
aufzustellen. Die organisationale Weiterentwicklung des Dezernats und seiner Ämter ist deshalb
relevant für die Sicherung der Leistungsfähigkeit für die Menschen und Einrichtungen in unserer
Stadt. Sie erfolgt im Rahmen eines dezernatsweiten Veränderungsmanagements, das wiederum
wesentliches Merkmal des integrierten Managements des Dezernats ist.
2 Integriertes Management und der Masterplan im Dezernat V
Im Dezernat wurden in den vergangenen fünf Jahren die Grundzüge eines integrierten Managements
etabliert, das uns darin unterstützt, unsere Prozesse und Projekte zu steuern und ihre Effizienz und
Effektivität zu steigern. Wesentliches Merkmal unseres integrierten Managements ist die
Formulierung von Zielbildern in einer Vision. Diese Vision gibt Orientierung; an ihr richten wir
unseren Masterplan als die Strategie zur Zielerreichung aus, den wir in Fünfjahreszyklen überprüfen
und fortschreiben. Der Masterplan enthält strategische Ziele, die in konkreten Projekten und
Prozessen erreicht werden sollen. Wir haben ihn der Kölner Kommunalpolitik im Jahr 2021
vorgestellt4. Eine wesentliche Grundlage für den Masterplan ist der vom Kölner Stadtrat beauftragte
und vom Dezernat im Jahr 2021 vorgelegte 1. Kölner Lebenslagenbericht5. Dieser stellt empirische
Daten für wichtige Lebenslagen der Menschen in Köln zusammen und beschreibt den Ist-Zustand,
von dem aus die weitere Entwicklung erfolgen soll. In regelmäßiger Aktualisierung und Erweiterung
soll der Lebenslagenbericht die Veränderung der Lebensbedingungen aufzeigen und die
Strategieanpassung innerhalb des Masterplans unterstützen. Im Rahmen des integrierten
3 Ratsbeschluss, 1987/2021
4 Mitteilung, 0190/2021
5 Ratsbeschluss, 0615/2020
5
Managements haben wir einen Steuerungskreislauf beschrieben, der einen wiederkehrenden Zyklus
der Anpassung von Zielen, Strategien und Maßnahmen beschreibt.
Die strategischen Ziele des Masterplans und ggf. auch die konkreten Maßnahmen und Kennzahlen
werden mit den internationalen Nachhaltigkeitszielen abgeglichen und weisen auch Bezüge zum
wirkungsorientierten Haushalt der Stadt Köln auf. Nach der Logik „die Finanzen unterstützen die
Strategie“ sollen in den Folgejahren die Strategien des Masterplans Einfluss auf den
wirkungsorientierten Haushalt entwickeln.
Das integrierte Management beschreibt wesentliche Merkmale der Steuerungsprozesse und
-instrumente im Dezernat. Ihre Anwendung erhöht die Transparenz, klärt die Rollen- und
Kompetenzverteilungen und wird die Führungskultur im Dezernat beeinflussen.
3 Stand und Entwicklungen – allgemeine Vorbemerkungen
Gemäß der Bevölkerungsprognose wird die Kölner Bevölkerung bis zum Jahr 2040 weiterwachsen.
Die verschiedenen (Bevölkerungs- und Alters-) Gruppen wachsen jedoch nicht gleich stark. Die Kölner
Stadtgesellschaft verändert sich, sie wird jünger, älter und zugleich bunter:
Der Abhängigkeitsquotient zeigt: Das Verhältnis der abhängigen zu den unabhängigen
(erwerbsfähigen) Altersgruppen verändert sich. Während im Jahr 2018 auf 51 Kinder,
Jugendliche und ältere Menschen 100 Menschen im erwerbsfähigen Alter kommen,
verändert sich das Verhältnis im Jahr 2040 auf 59 zu 100. Dies bedeutet, dass im Jahr 2040
100 Erwachsene im erwerbsfähigen Alter 59 Kinder, Jugendliche und Senioren „versorgen“
müssen: der Anteil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter sinkt.
Die Altersgruppe der ab 65-Jährigen wird bis 2040 um 27 Prozent steigen. Die Gruppe der ab
80-Jährigen wird um 33 Prozent steigen.
Gleichzeitig wird der Anteil der Kölner*innen mit Zuwanderungsgeschichte steigen. Im Jahr
2018 betrug dieser noch 39 Prozent. Bei den unter 18-Jährigen waren es bereits 54 Prozent.
Die demografischen Veränderungen haben Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, das Betreuungs- und
Bildungssystem, das Sozial- und Gesundheitssystem und die Versorgung und Pflege älterer
Menschen. Damit auch in Zukunft für möglichst viele Menschen Existenz und Teilhabe gesichert und
der Zusammenhalt der Stadtgesellschaft gewährleistet wird, ist es wichtig, den demografischen
Wandel der Stadtgesellschaft proaktiv zu gestalten. Wesentliche Aspekte dabei sind:
Wohlstand, Einkommen und damit Existenzen sichern, Armutsrisiken bekämpfen
Fachkräftemangel entgegenwirken - Erwerbstätigkeit von Menschen mit
Zuwanderungsgeschichte fördern - Qualifizierung verbessern
Vereinbarkeit von Familie und Beruf sichern - Betreuungs-, Versorgungs- und
Pflegeinfrastruktur an die demografische Entwicklung anpassen.
Im Folgenden werden für die wesentlichen Handlungsfelder des Dezernats für Soziales, Gesundheit
und Wohnen zunächst allgemeine Entwicklungen skizziert und bewertet; Beispiele aus laufenden
Prozessen und Projekten sollen Einblick in die operative Arbeit geben.
6
3.1 Handlungsfeld Beschäftigung
3.1.1 Allgemeine Entwicklungen
Erwerbstätigkeit bedeutet im ökonomische Sinne: Erwerb eines Einkommens zum Lebensunterhalt
und eines bestimmten Lebensstandards. Der mögliche Lebensstandard wird maßgeblich durch das
Erwerbseinkommen definiert und materielle Notlagen können dadurch abgewendet werden.
Positiv zu bewerten sind:
Die Erwerbstätigenquote ist in Köln zwischen 2011 und 2020 von 68,2 auf 74,3 Prozent
gestiegen.
Die Arbeitslosenquote schwankt insgesamt zwischen 2012 und 2021 um ca. 9 Prozent,
lediglich im Jahr 2018 lag sie bei 7,4 und im Jahr 2019 bei 7,6 Prozent.
Die Quote der Langzeitarbeitslosen ist von 2015 bis 2020 von 5,3 auf 4,6 Prozent gesunken.
Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen ist im gleichen Zeitraum von 45 auf
39,1 Prozent gesunken.
Der Anteil der erwerbstätigen Personen, die ergänzend Hilfe nach SGB II in Anspruch nehmen
(Ergänzer*innen), ist von 25,7 im Jahr 2011 auf 23 Prozent im Jahr 2020 gesunken.
Der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Niedriglohnbereich ist von
16,9 im Jahr 2011 auf 14,7 Prozent im Jahr 2020 gesunken.
Kritisch zu bewerten sind:
Der Anteil der unter 25-jährigen Arbeitslosen ist von 2015 bis 2020 von 5,6 auf 6,5 Prozent
gestiegen, allerdings schwankt dieser Wert seit 2012 zwischen 5 und 6,5 Prozent.
Der Anteil der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer*innen liegt im Jahr 2021
immer noch 13,6 Prozent unter dem Anteil der sozialversicherungspflichtig beschäftigten
Einheimischen, allerdings betrug der Unterschied 2012 noch 19,4 Prozent.
Der kontinuierliche Beschäftigungsanstieg der letzten zehn Jahre ist in Folge der Corona-
Pandemie zum Stillstand gekommen. Mit dem leichten Rückgang um 3.000 Beschäftigte
(- 0,5 Prozent von Mitte 2020 bis Mitte 2019) liegt Köln verglichen mit anderen deutschen
Großstädten im Mittelfeld.6
Insbesondere die Zahl der geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnisse ist um rund ein
Zehntel deutlich zurückgegangen (-11 600 oder -9,1 Prozent). Zeitgleich stieg die Zahl der
Arbeitslosen in Köln im Jahresdurchschnitt 2020 deutlich gegenüber 2019 auf 55.200 (+19
Prozent oder +8 800)7
Von den Beschäftigtenrückgängen und Übergang in Arbeitslosigkeit waren am stärksten die
Jüngeren unter 25 Jahre betroffen8.
Der Lebenslagenbericht weist an verschiedenen Stellen auf eingeschränkte berufliche
Teilhabechancen junger Erwachsener im Alter von 18 bis 34 Jahren hin. Insbesondere junge
Ausländer*innen benötigen mehr Unterstützung beim Übergang in eine Ausbildung und auf dem
Weg zum Ausbildungserfolg. Je früher in der Bildungskette die Unterstützung ansetzt
(Sprachkenntnisse, Schulbildung, ausbildungsbegleitende Hilfen), desto besser sind die Chancen für
einen guten späteren beruflichen Einstieg.
6 vgl. Statistische Nachrichten 7/2021
7 ebenda
8 ebenda
7
3.1.2 Ausgewählte Ergebnisse zu operativen Zielen im Handlungsfeld Beschäftigung
Die für die Jahre 2021/2022 gesetzten Ziele9 (Erwerbsfähige sind dauerhaft in den ersten
Arbeitsmarkt integriert) konnten mit der Strategie „Zielgruppengerechte Aktivierung und
Qualifizierung“ durch das Programm KomProArbeit umgesetzt werden: hier wurde bereits im
Oktober 2021 die Zielzahl von 100 zu integrierenden Langzeitarbeitslosen durch das Amt für Soziales,
Arbeit und Senioren erreicht. In 2022 wurde die Zielzahl mit 104 ebenfalls erreicht bzw. übertroffen.
Auch das Ziel des Jobcenters, mehr als 37 Prozent der Menschen nachhaltig bzw. bedarfsdeckend zu
integrieren, konnte in beiden Jahren erreicht und gegenüber dem Jahr 2021 weiter gesteigert
werden (die Quote lag im Gesamtjahr 2021 bei 58, in 2022 bei 66 Prozent).
Die in 2022 geplante kontinuierliche Beschäftigung von 56 Prozent wurde ebenfalls mit
durchschnittlich 62 Prozent klar übertroffen. Auch das 2021er Ziel, monatlich mindestens 15
arbeitsmarktferne Jugendliche zu erreichen, wurde in den Monaten Januar bis Oktober 2021 mit
durchschnittlich 41 Beratungsgesprächen deutlich übertroffen. Daher wurde die Kennzahl im Jahr
2022 auf 40 zu erreichende arbeitsmarktferne Jugendliche erhöht mit dem Ergebnis von 43
Kontakten im gesamten Jahr. Den besonderen Schwierigkeiten von arbeitsmarktfernen Frauen mit
zielgruppengerechten Kontakt- und Unterstützungsangeboten zu begegnen, konnte dagegen – auch
aufgrund pandemiebedingter Kontaktbeschränkungen – nur z.T. erreicht werden, obwohl auch
digitale Formate erprobt wurden.
3.1.3 Operative Ziele für das Handlungsfeld Beschäftigung, Masterplan Version 2.1
Vision: Alle Menschen können am Arbeitsleben teilhaben10 Strategisches Ziel: Erwerbsfähige sind dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt integriert (B1)11
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
100 Langzeitarbeitslose mit besonderen
Vermittlungshemmnissen sind von
KomProArbeit ergänzend unterstützt
(B1_I1)
Kennzahl aus 2021 unverändert
übernommen.
Zielgruppengerechte
Aktivierung und
Qualifizierung (S1_B)
60 Langzeitarbeitslose mit besonderen
Vermittlungshemmnissen sind in
Kooperation mit dem Jobcenter, Amt 11
und KGAB in der Stadtverwaltung
integriert und perspektivisch geeignet für
den ersten Arbeitsmarkt (SGB II, §16i;
B1_I2)
Kennzahl aus 2021 unverändert
übernommen.
Übergangsmanagement
mit Anbieter*innen und
Fachverwaltung (S2_B)
Mehr als 37 Prozent der Menschen sind
dauerhaft ohne Leistungsbezug
(nachhaltig integriert; B1_I3)
Mehr als 37 Prozent der
Menschen sind nach Integration
in den Arbeitsmarkt mind. 3
Monate ohne Leistungsbezug
(Anteil an bedarfsdeckenden
Integrationen)
Zielgruppengerechte
Aktivierung und
Qualifizierung (S1_B)
Monatlich sind mindestens 15
arbeitsmarktferne Jugendliche erreicht
(B1_I4)
Monatlich sind mindestens 40
arbeitsmarktferne Jugendliche
erreicht (B1_I4)
Zielgruppengerechte
Aktivierung und
Qualifizierung (S1_B)
9 Vgl. Masterplan Dezernat V, 0190/2021, Version 2.0
10 SDG 8: Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und
menschenwürdige Arbeit für alle fördern
11 SDG 8.5.1: Bis 2030 produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle Frauen und Männer,
einschließlich junger Menschen und Menschen mit Behinderungen erreichen
8
Strategisches Ziel: Erwerbsfähige sind dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt integriert (B1)11
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
Mind. 150 sehr arbeitsmarktferne Frauen
(insbesondere auf Grund kultureller
Hemmnisse) sind kontaktiert (B1_I5)
Mind. 150 arbeitsmarktferne
Frauen/Familien (insbesondere
aufgrund kultureller Hemmnisse)
sind kontaktiert (B1_I5)
Zielgruppengerechte
Aktivierung und
Qualifizierung (S1_B)
Bei Qualifizierungsangeboten (beruflicher
Weiterbildung) beträgt der Anteil der
Frauen mind. 35 Prozent (B1_I6)
Bei Qualifizierungsangeboten
(beruflicher Weiterbildung)
beträgt der Anteil der Frauen
mind. 38 Prozent (B1_I6)
Zielgruppengerechte
Aktivierung und
Qualifizierung (S1_B)
Die Integration von schwerbehinderten
Menschen ist um mind. 8,9 Prozent zum
tatsächlich erreichten Jahresendwert 2020
gesteigert (B1_I7)
Die Integration von
schwerbehinderten Menschen ist
um mind. 10 (+ 2 Prozent) zum
tatsächlich erreichten
Jahresendwert 2021 (487)
gesteigert (=497; B1_I7)
Zielgruppengerechte
Aktivierung und
Qualifizierung (S1_B)
Strategisches Ziel: Drehtüreffekte werden vermieden (B2)12
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
Mind. 56 Prozent der Kund*innen im SGB
II-Bezug sind in kontinuierlicher
Beschäftigung (nachhaltig integriert =
nach einer Integration 6 Mon in SVB;
B2_I1)
Kennzahl aus 2021 unverändert
übernommen.
Übergangsmanagement
mit Anbieter*innen und
Fachverwaltung (S2_B)
Lotsenmodell (S3_B)
Instrumentarium zur
Stabilisierung bzw.
Vermeidung von
Abbrüchen für U25 (S4_B) Strategisches Ziel: Erstmalige Arbeitslosigkeit ist vermieden (B3)13
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
Monatlich werden mind. 100 U25-jährige
Leistungsbeziehende durch aufsuchende
Arbeit betreut (SGB II, §16h; B3_I1)
Monatlich werden mind. 140
U25-jährige Leistungsbeziehende
in Projekten für schwer
erreichbare Jugendliche betreut
(SGB II, §16h; B3_I1)
Zielgruppengerechte
Aktivierung und
Qualifizierung (S1_B)
Besondere Konzepte für
Menschen mit
Integrationshemmnissen
(S6_B) Strategisches Ziel: Berufliche Qualifizierung ist verbessert (B4)14
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
Förderung beruflicher Weiterbildung FbW
- Ziel Berufsabschluss; mind. 860
Menschen im SGB II-Bezug haben an einer
abschlussorientierten beruflichen
Weiterbildung teilgenommen (FbW - Ao;
B4_I1)
Kennzahl aus 2021 unverändert
übernommen.
Enge Begleitung und
individueller Zuschnitt von
Unterstützungsangeboten
(S5_B)
Zielgruppengerechte
Aktivierung und
Qualifizierung (S1_B) Strategisches Ziel: Berufliche Perspektiven sind verbessert (B5)15
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
Mind. 37 Prozent der Menschen im SGB II-
Bezug und in einer beruflichen
Weiterbildung (FbW) - erreichen einen
Berufsabschluss; B5_I1)
Kennzahl aus 2021 unverändert
übernommen.
Enge Begleitung und
individueller Zuschnitt von
Unterstützungsangeboten
(S5_B)
12 vgl. SDG 8.5.1, ebenda
13 SDG 8.6: Bis 2020 den Anteil junger Menschen, die ohne Beschäftigung sind und keine Schul- oder
Berufsausbildung durchlaufen, erheblich verringern
14 vgl. SDG 8.6, ebenda
15 vgl. SDG 8.6, ebenda
9
Strategisches Ziel: Berufliche Perspektiven sind verbessert (B5)15
Zielgruppengerechte
Aktivierung und
Qualifizierung (S1_B)
3.2 Handlungsfeld Einkommen
3.2.1 Allgemeine Entwicklungen
Das Einkommen, das den privaten Haushalten zur Verfügung steht, ist eine wichtige Ressource, um
die Lebenslagen in materieller und auch in nichtmaterieller Hinsicht zu gestalten. Langfristig dient
das Einkommen dem Aufbau einer sozialen Sicherung durch den Erwerb von Rentenansprüchen und
Vermögen. Des Weiteren können über den Arbeitsplatz soziale Beziehungen geknüpft werden, die in
mehreren Hinsichten bereichernd wirken können: sie erweitern das soziale Umfeld und die
Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, können partizipationsfördernd im Hinblick auf Vereins- und
Parteimitgliedschaften wirken und sich im Bedarfsfall auch zu informellen Unterstützungssystemen
entwickeln. Ökonomischer Wohlstand, soziale Anerkennung und die Einbindung in soziale Netzwerke
kommen (zusammen mit dem Bildungsstand) im sozialen Status zum Ausdruck. Aus der Perspektive
subjektiver Lebensplanung ist dieser Prozess zunächst als sozialer Aufstieg konzipiert. Dies erweist
sich jedoch vielfach als brüchig – insbesondere bei den Personengruppen, die problembelastete
Startbedingungen haben oder deren Situation sich im Lebensverlauf verschlechtert16.
Positiv zu bewerten sind:
Köln ist ein starker Wirtschaftsstandort. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Kölns betrug im Jahr
2018 64,54 Mrd. Euro insgesamt und damit 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr, 34 Prozent mehr
als im Jahr 2010 (mehr als das 1,5fache des Landesdurchschnitts). Damit zählt Köln zu den
wirtschaftsstärksten Kommunen in NRW.
In der Stadt Köln ist das verfügbare Einkommen im Zeitraum von 2010 bis 2017 um 13
Prozent angestiegen, womit der Anstieg für diesen Zeitraum etwas niedriger war als in
Nordrhein-Westfalen (+15 Prozent) und Deutschland (+16 Prozent).
Kritisch zu bewerten sind:
Obwohl in Köln das BIP pro Kopf über dem Landesdurchschnitt liegt, ist das Einkommen pro
Kopf unterdurchschnittlich, weil am BIP auch Erwerbstätige mitwirken, die von außerhalb
Kölns einpendeln. Dies zeigt sich auch im verfügbaren Einkommen pro Kopf, das im Jahr 2018
„nur“ ca. 22.400 Euro betrug und damit dem Landesdurchschnitt (ca. 22.500 Euro) ensprach.
Die Zahlen zeigen: Nicht alle Kölner*innen profitieren vom starken Wirtschaftsstandort.
23 Prozent der Kölner*innen leben in einem relativen Armutsrisiko, das bedeutet, sie haben
ein Äquivalenzeinkommen unterhalb der Armutsrisikogrenze (weniger als 60 Prozent des
Einkommens-Medians). Auch hier ist eine Zuwanderungsgeschichte mit einem höheren
Armutsrisiko assoziiert: 38 Prozent der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte haben ein
Armutsrisiko, während es nur 17 Prozent der Menschen ohne Zuwanderungsgeschichte sind.
42 Prozent der Haushalte mit drei und mehr Kindern sind armutsgefährdet. Kinder und
Jugendliche aus Familien mit Migrationshintergrund weisen ein dreimal so hohes
Armutsrisiko auf (41%) wie Kinder und Jugendliche aus Familien ohne Migrationshintergrund
(15%).
Kinderarmut hängt zudem eng mit der Qualifikation der Eltern zusammen. Eltern ohne
Berufsabschluss haben zu 59% ein Armutsrisiko.17
16 Kölner Lebenslagenbericht, S. 336
17 Leben in Köln-Umfrage 2016
10
Für die Zukunft der Stadtgesellschaft ist es wichtig, den starken Wirtschaftsstandort zu erhalten und
auszubauen und gleichzeitig Armutsrisiken zu bekämpfen, so dass mehr Kölner*innen am
Wirtschaftsgeschehen teilhaben und höhere Einkommen erzielen können.
Moderiert wird das Einkommen wesentlich von der Beschäftigung. Für Menschen, die kein
Einkommen durch Beschäftigung erzielen können oder im Rahmen ihres Erwerbslebens nur geringe
oder keine Absicherung für den Ruhestand aufbauen konnten, greifen die sozialen
Sicherungssysteme.
3.2.2 Ausgewählte Ergebnisse zu operativen Zielen im Handlungsfeld Einkommen
Die für die Jahre 2021/2022 gesetzten Ziele zur Vision „Alle Menschen sind materiell abgesichert“
und den Teilzielen „Unterstützungsbedürftige sind bedarfsgerecht im richtigen Sozialsystem“,
„Menschen in akuten materiellen Notlagen ist sofort und angemessen geholfen“ und „Menschen
sind bei der Überwindung von Hilfebedürftigkeit/Armutsrisiken/Armutsgefährdung unterstützt“
konnten auf Grund der Pandemie und der akuten Handlungsbedarfe im Kontext des Ukrainekrieges
noch nicht mit den geplanten Indikatoren nachverfolgt werden.
Beobachtbar war bezüglich des Ziels „Existenzsicherung ist im Sinne der Bürger*innen zukunftssicher
aufgestellt“ und dem Indikator „Zahl der Menschen, die Hilfen nach dem 3. Kapitel SBG XII erhalten“
ein leichter Rückgang der Fallzahlen, für den ein coronabedingt geringerer Übergang von
Hilfeempfänger*innen aus dem SGB II vermutet wird. In 2022 hingegen war ein leichter Anstieg der
Fallahlen zu beobachten.
Die Zahl der Empfänger*innen von Leistungen nach dem 4. Kapitel des SBG XII (Grundsicherung im
Alter) ist im Jahr 2021 moderat angestiegen. Im Jahr 2022 stieg die Zahl der Empfänger*innen von
Leistungen nach dem 4. Kapitel des SGB XII gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent an.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften, die in 2021 Leistungen nach dem AsylbLG erhielten, ist um ca. 7
Prozent zurückgegangen. Ende 2022 ist die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften mit Leistungen nach
dem AsylbLG nahezu auf dem Stand wie Ende 2021. Die unterjährige Entwicklung der Anzahl der
Bedarfsgemeinschaften in 2022 im Kontext des Ukrainekrieges zeigt die nachfolgende Grafik:
11
Bedarfsgemeinschaften 2022
Im Steuerungsverständnis des Dezernats V ist neben dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess
auch der Blick auf die „Befähiger-Kriterien“ gerichtet. Hier wurde das Ziel der Stellenbesetzungsquote
(95 Prozent) im Amt für Soziales, Arbeit und Senioren für das Jahr 2021 mit 94,8 Prozent nur um 0,2
Prozentpunkte verfehlt. Dieses Ergebnis konnte trotz coronabedingter Ausfälle erreicht werden. Für
das Jahr 2022 wurde eine Stellenbesetzungsquote von lediglich 93,8 Prozent erreicht. Dies begründet
sich dadurch, dass kurzfristig im 3.Quartal 2022 aufgrund der Ukrainekrise bereitgestellte
Mehrstellen nur verzögert besetzt werden konnten.
3.2.3 Operative Ziele für das Handlungsfeld Einkommen, Masterplan Version 2.1
Strategisches
Ziel:
Unterstützungsbedürftige sind bedarfsgerecht im richtigen Sozialsystem (E1)18
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
Leistungsberechtigte mit laufenden
Leistungen außerhalb von Einrichtungen
3. und 4. Kapitel SGB XII und SGB II pro
1.000 Einwohner*innen (E1_I1)
Kennzahl aus 2021 unverändert
übernommen.
Stärkung
rechtskreisübergreifende
Verwaltung (S1_E)
Sozialraumorientierte
Verwaltung und
Leistungserbringung
(S2_E) Strategisches Ziel: Menschen in akuten materiellen Notlagen ist sofort und angemessen geholfen
(E2)19
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
18 SDG 1.3.1: Den nationalen Gegebenheiten entsprechende Sozialschutzsysteme und -maßnahmen für alle
umsetzen, einschließlich eines Basisschutzes.
19 SDG 1.3.2: Bis 2030 eine breite Versorgung der Armen und Schwachen erreichen.
12
Strategisches Ziel: Menschen in akuten materiellen Notlagen ist sofort und angemessen geholfen
(E2)19
Armutsgefährdungsquote (Quelle
Benchmarking), bundesweiter Wert im
Vergleich zum Ergebnis Stadt Köln (E2_I1)
Kennzahl aus 2021 unverändert
übernommen.
Stärkung
rechtskreisübergreifende
Verwaltung (S1_E) Strategisches Ziel: Menschen sind bei der Überwindung von
Hilfebedürftigkeit/Armutsrisiken/Armutsgefährdung unterstützt (E3)20
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
Kinderarmut: Anteil der Bevölkerung
unter 15 Jahren erhält - selbst oder
indirekt durch die Bedarfsgemeinschaft -
Sozialgeld nach SGB II (E3_I1)
Kennzahl aus 2021 unverändert
übernommen.
Zielgruppengerechte
Aktivierungsangebote
und Maßnahmen (S3_E)
Altersarmut: Leistungsempfänger*innen
Grundsicherung im Alter nach SGB XII
(E3_I2)
Kennzahl aus 2021 unverändert
übernommen.
Maßnahmen zur
Förderung der
Selbsthilfepotentiale
(S4_E) Strategisches Ziel: Existenzsicherung ist im Sinne der Bürger*innen zukunftssicher aufgestellt (E4)21
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
Fallzahl 3. Kapitel SGB XII:
Bedarfsgemeinschaften mit Hilfe zum
Lebensunterhalt (3. Kapitel SGB XII -
Menschen im Alter unterhalb der
Altersgrenze, die vorübergehend nicht mehr
als 3 Stunden tgl. arbeiten können; E4_I1.1)
Kennzahl aus 2021 unverändert
übernommen.
Stärkung Infrastruktur
und Arbeitsumgebung
(S5_E)
Fallzahl 4. Kapitel SGB XII:
Bedarfsgemeinschaften mit Grundsicherung
im Alter und bei Erwerbsminderung (4.
Kapitel SGB XII - Menschen im Alter
oberhalb der Altersgrenze oder Menschen
im Alter unterhalb der Altersgrenze, die
dauerhaft nicht mehr als 3 Stunden tgl.
arbeiten können; E4_I1.2)
Kennzahl aus 2021 unverändert
übernommen.
Fallzahl Asylbewerber-Leistungsgesetz:
Fallzahl mit Leistungen nach dem
Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG;
E4_I1.3)
Kennzahl aus 2021 unverändert
übernommen.
Fallzahl Eingliederungshilfe: Fallzahl mit
Leistungen der Eingliederungshilfe im
Zuständigkeitsbereich des örtlichen Trägers
Stadt Köln (E4_I1.4)
Kennzahl aus 2021 unverändert
übernommen.
Befähiger-Kennzahlen
Am Jahresende beträgt die
Stellenbesetzungsquote 95 Prozent
(E4_BI1)
Kennzahl aus 2021 unverändert
übernommen.
Aufbau eines
strategischen
Personalmanagements
(S6_E)
20 vgl. SDG 1.3.2, ebenda
21 SDG 1.3.1: Den nationalen Gegebenheiten entsprechende Sozialschutzsysteme und -maßnahmen für alle
umsetzen, einschließlich eines Basisschutzes.
13
3.3 Handlungsfeld Gesundheit
3.3.1 Allgemeine Entwicklungen
Im sechsten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung22 wird bestätigt, dass „die
körperliche und seelische Gesundheit […] einen wichtigen Einfluss auf die Möglichkeiten einer Person,
ihr Leben zu gestalten, am Arbeitsmarkt teilzunehmen, sich zu bilden und auf andere Weise am
gesellschaftlichen Leben teilzuhaben [hat]. Umgekehrt haben die Lebensumstände einen wesentlichen
Einfluss auf die Gesundheit. In der Bewältigung der Pandemie zeigt sich besonders deutlich, wie
wichtig ein leistungsfähiges Gesundheitswesen ist. […] Die mittlere Lebenserwartung ab Geburt hat
über die letzten 25 Jahre insgesamt und für alle untersuchten Einkommensgruppen zugenommen, es
sind aber deutliche Unterschiede zwischen den Einkommensgruppen zu beobachten. Dies ist auch
darauf zurückzuführen, dass in Deutschland nach wie vor Bürgerinnen und Bürger mit niedrigerem
sozialem Status häufiger von chronischen Krankheiten und Beschwerden betroffen sind. Höhere
gesundheitliche Risiken und Belastungen im Kindesalter manifestieren sich häufig in gesundheitlichen
Einschränkungen in späteren Lebensjahren. Im gesundheitsrelevanten Verhalten zeichnet sich ein
ähnliches Bild ab. Internationale Studien sehen insbesondere im Tabakkonsum, in ungünstigem
Ernährungsverhalten und Bewegungsmangel, in geringerer Bekanntheit und Nutzung von
Möglichkeiten und Angeboten der Gesundheitsvorsorge sowie größeren Belastungen im Lebens- und
Arbeitsumfeld wichtige Gründe für den Fortbestand dieser Ungleichheiten.“ Im DKV-Report von
202123 bewertet die überwiegende Zahl der 2.800 repräsentativ befragten Menschen ihren eigenen
Gesundheitszustand als gut (39 Prozent) oder sehr gut (21 Prozent). Allerdings erreichen nur 11
Prozent der befragten Deutschen den Benchmark für ein gesundes Leben in den fünf abgefragten
Lebensbereichen körperliche Aktivität, Ernährung, Rauchen, Alkohol und Stressempfinden. Dies ist
seit Beginn der Befragungsreihe im Jahr 2010 der niedrigste Wert (2018: 16 Prozent). Das bedeutet:
die Deutschen fühlen sich gesünder, als ihr Lebensstil es erwarten lässt.
Kinder haben das Recht auf ein gesundes Aufwachsen, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft. Ist
bei Erwachsenen durch eine chronisch schlechte Gesundheit das Risiko für Armut erhöht, verhält es
sich bei Kindern in umgekehrter Weise: Armut macht Kinder krank. Zu diesem Ergebnis kommt die
KiGGS-Studie (Welle 2), die belegt, dass Kinder mit niedrigem sozio-ökonomischen Status einen
schlechteren allgemeinen Gesundheitszustand und häufiger gesundheitsbezogene Einschränkungen
aufweisen. Vor allem bei der psychischen Gesundheit manifestieren sich die Unterschiede. Bildung,
Beruf, und Nettoeinkommen der Eltern beeinflussen demnach unmittelbar den Gesundheitszustand
der Kinder, aber auch das Gesundheitsverhalten der Eltern (z.B. Teilnahme an
Früherkennungsuntersuchungen) und damit auch mittelbar jenes der Kinder (z.B. Sportverhalten
oder Ernährungsverhalten).
Positiv zu bewerten sind:
Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt bis 2040 an: bei Frauen von 83,46 Jahren auf
85 Jahre. Männer haben, von aktuell 79,01 Jahren, bis 2040 ein Lebensalter von 82 Jahren zu
erwarten.
22 Lebenslagen in Deutschland, Der Sechste Armuts - und Reichtumsbericht der Bundesregierung Kurzfassung,
S. LXIII, Berlin 2021
23 Prof. Dr. Ingo Froböse, Dr. Birgit Wallmann-Sperlich, Der DKV-Report 2021 Wie gesund lebt Deutschland?,
Köln, 2021
14
Durch den ÖGD Pakt konnten im Jahr 2022 29 Stellen für rd. 2 Mio. Euro eingerichtet
werden, weitere 51,75 Stellen für rd. 5,3 Mio. € wurden befristet beantragt und sollen
anhand von einer vorgeschriebenen Mindestquote in den kommenden Jahren besetzt
werden. Durch die zusätzlichen Stellen kann das Gesundheitsamt strategisch gestärkt und
ausgebaut werden. Es ist allerdings abzuwarten, ob die befristeten Stellen in unbefristete
Stellen umgewandelt werden, um nachhaltige Effekte zu erzielen.
Der durchschnittliche Anteil der Kinder, die bei der Einschulungsuntersuchung eine U8-
Untersuchung nachweisen konnten, hat sich von 88 Prozent im Jahr 200724 auf 95 Prozent im
Jahr 2018 verbessert.
Der gesamtstädtische Durchschnitt an übergewichtigen Kindern (bei der
Schuleingangsuntersuchung) ist vom Jahr 2012 zu 2018 von 12 Prozent auf 11 Prozent
zurückgegangen.
Die Zahngesundheit von Kindern in der 1. Klasse der Grundschulen in Köln hat sich von
2012/13 bis 2018/19 verbessert (Anteil der Kinder mit naturgesundem Gebiss ist von 57% auf
63% gestiegen).
Kritisch zu bewerten sind:
Vor allem bei der psychischen Gesundheit manifestieren sich die Unterschiede. Das Risiko, im
Kindesalter psychische Auffälligkeiten zu zeigen oder an einer Aufmerksamkeitsdefizit-
/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zu erkranken, ist bei Mädchen und Jungen aus der unteren
sozialen Schicht um das 2,8- bis 4,4-fache höher als bei Kindern, die in einer Familie mit
hohem sozioökonomischem Status leben (Kuntz et al. 2018)
Wichtige Daten (Marker-Indikatoren wie Übergewicht, U8-Untersuchungen) konnten in der
Pandemie nicht wie üblich in den Schuleingangsuntersuchungen erhoben werden. Es besteht
deshalb ein Daten-Defizit für die beiden Jahre 2020 und 2021.
Eine Datenlücke besteht zudem hinsichtlich der Querschnittsthemen, da für die Stadt Köln
keine separierten Kategorien der Daten der Schuleingangsuntersuchung nach
Migrationshintergrund oder nach Behinderung vorliegen. Daher können nur eingeschränkt
Aussagen zur Kindergesundheit dieser Teilgruppen getroffen werden.
Für die Jahre 2016 bis 2018 waren die Anteile von Kindern mit vollständigen U8-
Untersuchungen insbesondere in sozioökonomisch schlechter gestellten Stadtteilen niedriger
als in den wohlhabenderen Stadtteilen. Hinzu kommen die Unterschiede nach dem
Bildungsniveau der Eltern: Bei Kindern, deren Eltern ein hohes Bildungsniveau hatten, lag der
Anteil bei 98 Prozent, bei Kindern mit Eltern mit niedrigem Bildungsniveau betrug dieser 91
Prozent.
Für die 2018 in den Schuleingangsuntersuchungen vorgestellten Kinder lagen die Anteile von
Kindern mit Übergewicht in Familien mit niedrigem Bildungsniveau bei 19 Prozent im
Gegensatz zu 6 Prozent der Kinder aus Familien mit hohem Bildungsniveau.
3.3.2 Ausgewählte Ergebnisse zu operativen Zielen im Handlungsfeld Gesundheit
Die Vision des Dezernates V „Alle Menschen in Köln können gesund aufwachsen und leben“25 und
das für die Jahre 2021/2022 gesetzte Ziel „Eine hochwertige grundlegende medizinische (Grund-)
Versorgung ist für alle Menschen erreichbar“ konnten mit der Strategie „Schaffung
24 Kindergesundheit im Vorschulalter Gesundheitsbericht 2009, Köln 2009, S. 31.
25 SDG 3: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern
15
gesundheitsfördernder Verhältnisse“ durch engmaschige Kontrollen der Apotheken, Krankenhäuser
und Heime umgesetzt werden. Die Zielzahlen wurden – außer im Lockdown Januar/Februar 2021 – in
beiden Jahren erreicht und oftmals sogar übertroffen.
Mit der Pandemie wurde die Bedeutung des öffentlichen Gesundheitsdienstes erheblich deutlicher
und so konnte das Gesundheitsamt die eigenen Weiterentwicklungsüberlegungen mit den
Fördermöglichkeiten durch den ÖGD-Pakt flankieren.
Das Gesundheitsamt ist mit 562 „Vollzeitäquivalenten“ (VZÄ) Corona-Personal ins Jahr 2022
gestartet. Die extrem verlaufende Welle zu Beginn des Jahres hatte es erforderlich gemacht, das
Personal für die Corona-Pandemie auf 660 VZÄ aufzustocken. Einhergehend mit der Bewältigung der
Pandemie wurde das Personal im Jahresverlauf wieder reduziert. Zum Jahresende waren 345 VZÄ in
der Pandemiebekämpfung eingesetzt. In 2023 soll das Corona-Personal bis auf einen noch
festzulegenden Mindestbestand reduziert werden, um dadurch den Erhalt der bewährten Strukturen
des etablierten Pandemiemanagements im Gesundheitsamt zu sichern.
Die Stadt Köln hat sich kontinuierlich an die Lageentwicklung der Corona-Pandemie angepasst und
war hierdurch – im Vergleich zum Bund und anderen Großstädten in Deutschland – in Bezug auf die
Sterberate und die Inzidenz gut aufgestellt.
Insbesondere die Sterberate der Stadt Köln liegt, bis auf eine kleine Abweichung im April und eine
etwas größere Abweichung im Dezember, kontinuierlich unter der des Bundes, teilweise bei der
Hälfte. Ebenso verdeutlicht die Grafik der Inzidenz (Seite 15), dass Köln auch hier kontinuierlich im
Vergleich zum Bund auf einem ähnlichen Niveau ist.
16
Die Bewältigung der Herausforderungen durch die Ukraine-Zuwanderung bzw. die Zuwanderung
insgesamt hat im Jahr 2022 deutliche Personalkapazitäten für die medizinische Versorgung der
Geflüchteten gebunden, wie die untenstehende Grafik verdeutlicht. Durchgängig lagen die Fallzahlen
seit Beginn der Krise im März zwischen 3.400 und 4.000 Fällen pro Monat. In der Spitze gab es 4.213
Beratungsfälle im Monat.
17
In Bezug auf das strategische Ziel „Menschen vor Gesundheitsgefahren zu schützen und übertragbare
Krankheiten zu bekämpfen“ konnten die gesetzten Ziele (anhand der Indikatoren: Beratungen
Prostituiertenschutzgesetz §10, Beratungen und Untersuchungen im Bereich sexuelle Gesundheit
(STI) sowie die Entwicklung der Inzidenzen COVID19) positive Ergebnisse in den Jahren 2021/2022
erreicht und übertroffen werden.
Das strategische Ziel, die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen zu fördern,
konnte pandemiebedingt nicht vollständig erreicht werden. Allerdings wurde im
Sozialraumprogramm des Dezernates („Lebenswerte Veedel – Bürger*innen und
Sozialraumorientierung in Köln“) das Schwerpunktthema Kinder- und Jugendgesundheit bearbeitet,
in zwei stadtweiten Konferenzen die Strategien entwickelt, mit denen zukünftig in der Verwaltung
und in den Sozialraumgebieten an der Verbesserung der Kinder- und Jugendgesundheit gearbeitet
werden soll. Bis Ende 2022 fanden in allen Sozialraumgebieten dazu Sozialraumkonferenzen statt,
aus denen dann spezifische Zielsetzungen und Projekte abgeleitet werden sollen.
Die Umsetzung der Stärkung der Sozialpsychiatrischen Zentren (SPZ) konnte 2022 begonnen werden,
weil über den Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst Mittel für einige Stellen in städtischer
Trägerschaft akquiriert werden konnten. Für das Jahr 2023 sind Haushaltsmittel für die SPZ in
Trägerschaft der Freien Wohlfahrtspflege eingeplant.
Im Hinblick auf das vierte strategische Ziel, der Prävention und der Behandlung des
Suchtmittelmissbrauchs, konnte mit der Einrichtung des Drogenkonsumraums am Neumarkt (wie
zuvor auch schon mit dem mobilen Angebot) ein wichtiger Meilenstein erreicht werden. Der
18
Konsumraum am Neumarkt wird von den Betroffenen sehr gut angenommen; weitere Maßnahmen
zur Entspannung der Situation am Neumarkt sowie in Kalk und in Mülheim wurden begonnen.
Die pflegerische Versorgung – ambulant und stationär – sowohl quantitativ als auch qualitativ weiter
auszubauen, stellt ein weiteres strategisches Ziel im Handlungsfeld Gesundheit dar. Hier wurden mit
dem Projekt „Zukunft Pflege Köln“ wichtige Weichenstellungen vorgenommen Die nächste Erhebung
der Plätze der ambulanten und stationären Versorgung wird erst mit dem 3. Bericht nach dem Alten-
und Pflegegesetzt (APG) NRW möglich sein, der Mitte 2023 zur Veröffentlichung fertig gestellt sein
soll.
Bezogen auf die Tagespflegeplätze ist in 2021 gleichwohl schon ein Ausbau um 28 Plätze und in 2022
um weitere 16 Plätze gelungen. Bezogen auf die Tagespflegeangebote konnte die Anzahl dieser in
2021 um zwei weitere Tagespflegen und in 2022 um eine weitere Tagespflege ausgebaut werden.
Das Ziel einer kleinräumigen Übersicht der ambulanten Palliativversorgung (G1_I2) konnte umgesetzt
werden. Eine Übersicht findet sich hier: https://so-in.stadt-koeln.de/gesundheitsangebote
3.3.3 Operative Ziele für das Handlungsfeld Gesundheit, Masterplan Version 2.1
Vision: Alle Menschen in Köln können gesund aufwachsen und leben26 Strategisches Ziel: Eine hochwertige grundlegende medizinische (Grund-) Versorgung ist für alle
Menschen erreichbar (G1)27
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
Durchführung von
Regelbesichtigungen in den
Apotheken (Anzahl der inspizierten
Apotheken = 72/a; G1_I1.1)
Durchführung von
Regelbesichtigungen in den
Apotheken (Anzahl der inspizierten
Apotheken = 6/Monat; G1_I1.1)
Schaffung
gesundheitsfördernder
Verhältnisse (S2_G)
Krankenhaushygiene: 48
durchgeführte Begehungen/a
(G1_I1.2)
Krankenhaushygiene:
Regelbegehungen pro Monat = 4
(G1_I1.2)
Heimhygiene: 96 durchgeführte
Begehungen/a (G1_I1.3)
Heimhygiene: Regelbegehungen
pro Monat = 8 (G1_I1.3)
Wiederaufnahme der Schuleingangs-
Untersuchungen: 80 Prozent der
Schulanfänger*innen der Jahrgänge
2021/ 2022 sind bis September 2021
untersucht (G1_I2)
Anzahl der
Schuleingangsuntersuchungen,
inklusive der Seiteneinsteigenden-
Untersuchung
Entwicklung und Stärkung von
Gesundheitskompetenz
(S4_G)
Ergebnisse aus Projekten
Gesundheitsamt ist organisatorisch
weiterentwickelt, Projektplan ist
erstellt und Umsetzung begonnen
(G1_BI2)
Projektplan ist erstellt und die
Umsetzung begonnen. Projekt
„Gesundheitsamt der Zukunft“ ist
initiiert und in 2022 weitergeführt.
Schaffung
gesundheitsfördernder
Verhältnisse (S2_G)
Strategisches Ziel: Menschen sind vor Gesundheitsgefahren geschützt; übertragbare Krankheiten
sind bekämpft (G2)28
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
Beratungen
Prostituiertenschutzgesetz § 10: Plan
2021: mind. 700 (G2_I1)
Anzahl der Beratungskontakte,
Beratung nach § 10
Entwicklung und Stärkung von
Gesundheitskompetenz
(S4_G)
26 SDG 3: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern
27 SDG 3.8.2: Zu Zugang zu hochwertigen grundlegenden Gesundheitsdiensten für alle erreichbar
28 SDG 3.3.2: Bis 2030 andere übertragbare Krankheiten (neben Aids-, Tuberkulose- und Malariaepidemien,
vernachlässigte Tropenkrankheiten, Hepatitis und durch Wasser übertragbare Krankheiten) bekämpfen
19
Prostituiertenschutzgesetz: 2022
monatlicher Zielwert: 100; (G2_I18)
Schaffung
gesundheitsfördernder
Verhältnisse (S2_G)
Anzahl der Beratungen und
Untersuchungen im Bereich sexuelle
Gesundheit (STI) : Plan 2021: mind.
7.000 (G2_I2)
Anzahl der Beratungskontakte,
Beratung zur sexuellen Gesundheit,
HIV und andere STI: 2022
monatlicher Zielwert: 450 (G2_I17)
Entwicklung und Stärkung von
Gesundheitskompetenz
(S4_G)
Schaffung
gesundheitsfördernder
Verhältnisse (S2_G)
durchschnittliche Inzidenz Covid-19
(G2_I3), Anzahl der im
Zusammenhang mit der Covid-
Pandemie verstorbenen Menschen
(G2_I4)
Kennzahlen in 2022 nicht weiter
erfasst, keine Steuerung möglich.
Entwicklung und Stärkung von
Gesundheitskompetenz
(S4_G)
Schaffung
gesundheitsfördernder
Verhältnisse (S2_G) Strategisches Ziel: Psychische Gesundheit und Wohlergehen sind gefördert (G3)29
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
Kindergesundheit: kindliche
Adipositas Stichtagsprävalenz
(Einschulung) sinkt im Vergleich zum
Vorjahr (G3_I2)
Kennzahl aus 2021 unverändert
übernommen.
Entwicklung und Stärkung von
Gesundheitskompetenz
(S4_G)
Zahngesundheit steigt im Vergleich
zum Vorjahr (Kinder mit
naturgesundem Gebiss; G3_I3)
Zahngesundheit: Untersuchte
Kinder in Kindertagesstätten und in
Grundschulen, davon Kinder mit
gesunden Zähnen in % (G1_I1.11;
G1_I1.12)
Entwicklung und Stärkung von
Gesundheitskompetenz
(S4_G)
Sicherung der (kinder-)
ärztlichen und zahnärztlichen
Grundversorgung (inkl. ÖDG)
insbesondere für Menschen
mit Zugangshemmnissen, z.B.
Wohnungslose, Suchtkranke,
Menschen mit
Behinderungen, Geflüchtete,
Nichtversicherte (S3_G)
Anzahl krisenpräventiver Angebote
(Beratungen) des
Sozialpsychiatrischen Dienstes ist
höher als die Anzahl von
Interventionen (G3_I4)
Anteil der präventiven an der
Gesamtzahl der Angebote
(Beratungen) des
Sozialpsychiatrischen Dienstes
(Verhinderung von
Kriseninterventionen) in % (G3_I6)
Zielgruppen- und setting-
spezifische Vorgehensweisen
(S11_G)
Ergebnisse aus Projekten
Bearbeitung des
Schwerpunktthemas Kinder- und
Jugendgesundheit im Rahmen des
Programms Lebenswerte Veedel –
Bürger- und Sozialraumorientierung
in Köln
Zielgruppen- und setting-
spezifische Vorgehensweisen
(S11_G)
SPZs sind gestärkt (2021 mehr
personelle Ressourcen ggü. 2020;
G3_I6) –
aktueller Stand: nicht realisierbar, da
keine entsprechenden Mittel
zugeteilt! 2022 noch fraglich.
Sicherung der (kinder-)
ärztlichen und zahnärztlichen
Grundversorgung (inkl. ÖGD)
insbesondere für Menschen
mit Zugangshemmnissen30
(S3_G)
29 vgl. SDG 3.4.2, ebenda
30 Z.B. Wohnungslose, Suchtkranke, Menschen mit Behinderungen, Geflüchtete, Nichtversicherte
20
Strategisches Ziel: Prävention und Behandlung des Suchtmittelmissbrauchs ist gestärkt (G4)31
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
Anzahl der Konsumvorgänge in
Drogenkonsumräumen: 2019 =
10765, 2020: 21371. Für 2021
Beobachtung der Entwicklung.
(G4_I2)
Anzahl der Konsumvorgänge in
Drogenkonsumräumen: 2022
Zielwert 1.250 (G4_I4)
Zielgruppen- und setting-
spezifische Zielgruppen- und
setting-spezifische
Vorgehensweisen (S11_G)
Zwei Drogenkonsumräume im
rechtsrheinischen sind zur
Inbetriebnahme in Vorbereitung Strategisches Ziel: Die Angebote der ambulanten und stationären Versorgung sind quantitativ
ausgebaut und qualitativ weiterentwickelt (G5)32
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
Stationäre Palliativversorgung ist
verbessert (Steigerung der Platzzahl
gegenüber dem Vorjahr 2020 = 40;
G1_I1)
Sicherstellung ambulanter
und stationärer Pflege
(S14_G)
Sicherstellung ambulanter
und stationärer Pflege
(S14_G)
Plätze der ambulanten Versorgung
pflegebedürftiger Menschen sind im
Vergleich zum vorherigen APG-
Bericht quantitativ ausgebaut
(G5_I3.1)
Kennzahl aus 2021 unverändert
übernommen.
Plätze der stationären Versorgung
sind im Vergleich zum vorherigen
APG-Bericht quantitativ ausgebaut
(G5_I3.2)
Kennzahl aus 2021 unverändert
übernommen.
Tagespflegeplätze sind in 2021 um
mindestens 43 Plätze ausgebaut
(G5_4.1)
Tagespflegeplätze sind in 2022 um
mindestens 32 Plätze ausgebaut
(G5_4.1)
in 2021 sind mind. 3 neue
Tagespflegeeinrichtungen ausgebaut
(G5_4.2)
in 2022 sind mind. 2 neue
Tagespflegeeinrichtungen
ausgebaut (G5_4.2)
Die Fachkräftesituation ist im
Vergleich zum vorherigen Bericht zur
örtlichen Planung (APG) verbessert
(G5_I5)
Kennzahl aus 2021 unverändert
übernommen.
Es besteht eine kleinräumige
Übersicht der ambulanten
Palliativversorgung (G1_I2)
umgesetzt: https://so-in.stadt-
koeln.de/gesundheitsangebote
Ergebnisse aus Projekten
Zukunft der Pflege: Gemeinsam die
Pflege in Köln zukunftssicher
gestalten; Projektplan ist umgesetzt
(G5_I6)
3.4 Handlungsfeld Wohnen
3.4.1 Allgemeine Entwicklungen
Im Dezernat V beschäftigen sich vor allem das Amt für Wohnungswesen und das Amt für Soziales,
Arbeit und Senioren mit dem Thema Wohnraum für Menschen, die auf Grund ihres eingeschränkten
31 SDG 3.5: Die Prävention und Behandlung des Substanzmissbrauchs, namentlich des Suchtstoffmissbrauchs
und des schädlichen Gebrauchs von Alkohol, verstärken
32 SDG 3.8.2: Zu Zugang zu hochwertigen grundlegenden Gesundheitsdiensten für alle erreichbar
21
Einkommens oder weiteren Schwierigkeiten nur bedingt Zugang zum allgemeinen Wohnungsmarkt
haben oder von Wohnungslosigkeit betroffen oder bedroht sind.
Gleichwohl ist das Wohnen von gesamtstädtischen Entwicklungen nicht losgelöst zu betrachten.
Detailliert wurde das Thema im Sozialbericht des Landes NRW berücksichtigt33.
Positiv zu bewerten ist der Zuzug jüngerer Menschen.
Kritisch zu bewerten sind neben dem Mangel an Wohnraum und den steigenden Kosten folgende
Aspekte:
Gemäß dem sog. Basis-Szenario der Empirica-Studie (Gutachten zur Ermittlung des künftigen
Wohnungsbedarfs und der Wohnungsnachfrage in Köln bis 2040, vgl. Mitteilung 3435/2020)
steigt die Zahl der Haushalte von ca. 564.000 im Jahr 2018 auf 605.200 im Jahr 2040. Um
diese zusätzlichen Haushalte in den Jahren 2018 bis 2040 mit Wohnungen versorgen zu
können, müssten jährlich rund 1.900 neue Wohnungen in Köln entstehen. Dies ist deutlich
weniger als die jährliche Bauleistung in den Jahren 2000 bis 2018. Im Szenario 3 stiege die
Zahl der Haushalte auf 675.000, was jährlich einen Bedarf von 5.200 Wohnungen bedeuten
würde. Aus diesen Gründen steigt die Zahl der Haushalte, die als unterversorgt gelten
(weniger Räume als Personen). Gleichzeitig sinken die Chancen, innerstädtisch den
Wohnraum den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Dies dürfte einer der Gründe für den
Verlust an Haushalten mit Kindern an das Umland darstellen. Anmerkung: Eine aktualisierte
Wohnraumbedarfsberechnung auf der Grundlage der Bevölkerungsprognose für Köln 2022
bis 2050 (vgl. Mitteilung 3926/2022) liegt derzeit noch nicht vor.
Der Anteil von Senior*innenhaushalten, und hier auch der Einpersonenhaushalte, wird bis
2040 um 27 Prozentpunkte steigen.
Die Mietbelastungsquote betrug bereits im Jahr 2016 33,5 Prozent des verfügbaren
Einkommens und dürfte in den letzten Jahren weiter deutlich gestiegen sein (näheres wird
die nächste „Leben in Köln“-Umfrage erbringen). Überdurchschnittliche Belastungen weisen
Alleinerziehendenhaushalte (41,6 Prozent) und Senior*innen auf (37,2 Prozent).
Die Anzahl und der Anteil geförderter Mietwohnungen sind seit dem Jahr 2000 bis 2021
deutlich zurückgegangen (von 64.658 auf 37.916, von 12,5 auf 6,8 Prozent). Da in den Jahren
2023 bis 2032 über 20.000 Mietwohnungen aus der Mietpreis- und Belegungsbindung fallen
werden, wird dieser Anteil vermutlich weiter sinken.
3.4.2 Ausgewählte Ergebnisse zu operativen Zielen im Handlungsfeld Wohnen
Die Dezernatsvision „Alle Bevölkerungsgruppen haben Zugang zu angemessenem und bezahlbarem
Wohnraum“ wird durch das strategische Ziel „Einkommensschwächere Menschen haben Zugang zu
angemessenem und barrierearmem Wohnraum34 konkretisiert.
Förderergebnis 2021 und 2022 für die öffentliche Wohnraumförderung
Für 2021 konnten Bewilligungen für insgesamt 1.254 Wohnungen ausgesprochen werden, unterteilt
33 Sozialbericht NRW 2020, Arbeitsausschuss Armut und Sozialberichterstattung der LAG FW NRW: Dr. Frank
Johannes Hensel, Michaela Hofmann, Markus Harmann, Marco Eschenbach, Barbara Allebrod
Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege des Landes Nordrhein-Westfalen,
Düsseldorf 2021.
34 SDG 11.1.1: Bis 2030 den Zugang zu angemessenem, sicherem und bezahlbarem Wohnraum und zur
Grundversorgung für alle sicherzustellen.
22
in 845 Wohneinheiten (WE) im Neubau und 376 WE, die modernisiert werden. Für das Jahr 2022
konnten Bewilligungen für insgesamt 1.327 Wohnungen ausgesprochen werden, unterteilt in 334 WE
im Neubau und 993 WE, die modernisiert werden. Alle Wohnungen unterliegen nach Fertigstellung
bzw. Abschluss der Modernisierungsarbeiten einer Mietpreis- und Belegungsbindung.
Umsetzung des Kooperativen Baulandmodells 2021 und 2022
Im Jahr 2021 wurde nur das Vorhaben am Damiansweg als B-Plan-Satzung beschlossen. Es wurde ein
städtebaulicher Vertrag zur Umsetzung des Kooperativen Baulandmodells, u.a. zur Realisierung
öffentlich-geförderten Wohnungsbaus vereinbart. Dort bauen die GAG Immobilien AG und die Vista
Reihenhaus GmbH & Co. KG rund 45.500 qm Geschossfläche Wohnen, aufgeteilt in 245 WE in
Mehrfamilienhäusern und 125 WE in Einfamilienhäusern. 186 WE sind öffentlich gefördert. Durch
Personal- und Lieferengpässe mehrerer Firmen verzögert sich die Fertigstellung bis Anfang 2024. In
2022 wurden insgesamt vier Verfahren abgeschlossen mit einer Geschossfläche von insgesamt
26.640 qm und 279 öffentlich geförderten WE.
Gleichzeitig wurde der Zweckentfremdung von Wohnraum durch eine neue Wohnraumschutzsatzung
Rechnung getragen (gültig ab 1.7.2021).
Wohngeldbewilligungen und Abarbeitung der Anträge vom Zeitraum 01.01.2020 bis 30.06.2021
Die Bearbeitungsdauer der Wohngeldanträge von acht Wochen konnte nicht in 80 Prozent der
Bewilligungen erreicht werden. Lediglich 67 Prozent der Bewilligungen (zwischenzeitlich 43% im März
2021) wurden innerhalb von 8 Wochen beschieden. Die 1.157 offenen Anträge aus dem Zeitraum
01.01.2020 bis 30.06.2021 wurden bis auf 89 Fälle (Stand 11.10.2022, aktuell 71 Fälle) abgearbeitet.
Über diese Anträge konnte bisher nicht entschieden werden, weil auf Rückmeldungen von Jobcenter
(SGB II) und Familienkasse (Kinderzuschlag) gewartet werden muss, um die Beseitigung der
Hilfebedürftigkeit durch die Wohngeldbewilligung nachzuweisen und vorrangige
Erstattungsansprüche zu befriedigen. Das Ziel, eine Stellenbesetzungsquote von 90 Prozent zu
erreichen, wurde erfüllt.
Das strategische Ziel, Menschen mit Wohnhemmnissen (inkl. vulnerable Gruppen) Wohnen zu
ermöglichen, wurde erreicht: 2021 konnten 361 Wohnungen im Rahmen des bestehenden
Belegrechtsvertrags mit der GAG neu bezogen werden und 873 Personen neu mit Wohnraum
versorgt werden.
Die Wohnraumversorgung im Rahmen des Projekts Housing First ist im Jahr 2021 angelaufen. Bis
Oktober konnten fünf Personen so mit Wohnraum versorgt werden. In 2022 wurde deutlich, dass
eine soziale und trägerübergreifende Wohnraumagentur das Projekt voranbringen könnte.
Für das Projekt Obdachlose mit Zukunft (OMZ) konnte 2021 ein Ersatzobjekt (Gummersbacher Str.
25) gefunden werden, jedoch nur befristet bis 2023, in das die Gruppe im Januar 2021 eingezogen ist.
Das Haus in der Gummersbacher Straße steht im Eigentum der GAG AG. Diese plant den Abriss und
die Nutzung des Grundstücks zur Erstellung modernen Wohnraums mit mehr Wohneinheiten im
Rahmen des geförderten Wohnungsbaus.
Das Ziel dieses Projektes war, dass obdachlose Menschen in dem Gebäude gemeinschaftlich und
selbstverwaltet leben. Das Projekt konnte sich nicht stabilisieren. Insbesondere auch aufgrund der
zunehmend heterogenen und wechselnden Bewohnerschaft ist ein Aufbau selbstverwaltender
Strukturen nicht gelungen.
23
Um eine weitere Verschlechterung der Situation zu verhindern und die vorgesehene Neubebauung
voranzubringen, wird die Stadt Köln den Standort nun nach und nach bis Ende Mai 2023 leerziehen.
Das Amt für Wohnungswesen hat die sich dort aufhaltenden Personen darüber per Aushang in
mehreren Sprachen informiert. Das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren macht den Betroffenen
verschiedene Beratungsangebote sowie individuelle Angebote für eine mögliche
Anschlussunterbringung. In Kooperation mit qualitätsgesicherten Kölner Trägern und unter Nutzung
der Erfahrungen beteiligungsorientierter Wohn- und Arbeitsprojekte erarbeitet das Amt für Soziales,
Arbeit und Senioren aktuell ein Nachfolgeprojekt, das Selbstverwaltung als Ziel hat. Für das
Nachfolgeprojekt konnte in 2022 bereits ein neues Gebäude (Winterberger Str. 9) gefunden werden.
Schließlich hat sich auch die Vorhaltung von 1.500 Reserveplätze für geflüchtete Menschen durch
den Krieg in der Ukraine als mehr als notwendig erwiesen. Allerdings ist die Unterbringungssituation
– auch durch den insgesamt angespannten Wohnungsmarkt – extrem schwierig und stellt die
Verwaltung und die Stadtgesellschaft vor enorme Herausforderungen.
3.4.3 Operative Ziele für das Handlungsfeld Wohnen, Masterplan Version 2.1
Vision: Alle Bevölkerungsgruppen haben Zugang zu angemessenem und bezahlbarem Wohnraum Strategisches
Ziel:
Einkommensschwächere Menschen haben Zugang zu angemessenem und
barrierearmem Wohnraum (W1)35
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
Neuschaffung geförderter
Wohnraum: 1000/a (W1_I1)
Entfällt, da keine Aussagekraft Förderung von sozialem
Wohnraum (S3_W)
25 Voranfragen 25 eingegangene Voranfragen
(Projekte) zum öffentlich-
geförderten Wohnungsbau
(Neubau u. Modernisierungen)
Förderung von sozialem
Wohnraum (S3_W)
1.000 eingegangene Förderantrage
mit Wohneinheiten (WE)
1.000 beantragte, öffentlich
geförderte WE (Neubau u.
Modernisierungen)
Förderung von sozialem
Wohnraum (S3_W)
1.000 ausgesprochene
Bewilligungen
1.000 bewilligte, öffentlich
geförderte WE (Neubau u.
Modernisierungen)
Förderung von sozialem
Wohnraum (S3_W)
600 fertig gestellt Neubau
Wohneinheiten
600 fertig gestellte öffentlich
geförderte Neubau-WE
Förderung von sozialem
Wohnraum (S3_W)
140 fertig gestellte modernisierte
Wohneinheiten
Kennzahl unverändert
übernommen aus 2021
Förderung von sozialem
Wohnraum (S3_W)
Neuschaffung von
preisgedämpftem Wohnraum (500
Wohnungen/a, W1_I7)
Ruhend gestellt bis das Konzept
erarbeitet und beschlossen wird.
Baulandmanagement,
Flächenbereitstellung, Einsatz
städtischer Grundstücke
(S2_W)
Kooperatives Baulandmodell
(S9_W)
Beobachtung des Anteils der Fälle
aus dem Kooperativen
Baulandmodell an tatsächlich
später geförderten Förderungen
(W1_I8)
Kennzahl unverändert
übernommen aus 2021
Baulandmanagement,
Flächenbereitstellung, Einsatz
städtischer Grundstücke
(S2_W)
Kooperatives Baulandmodell
(S9_W)
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
35 SDG 11.1.1: Bis 2030 den Zugang zu angemessenem, sicherem und bezahlbarem Wohnraum und zur
Grundversorgung für alle sicherzustellen.
24
Strategisches
Ziel:
Einkommensschwächere Menschen haben Zugang zu angemessenem und
barrierearmem Wohnraum (W1)35
Intensivierung der
Wohnungsaufsicht
(Wohnraumschutzsatzung; W1_I9)
Kennzahl unverändert
übernommen aus 2021
Bestandserhalt durch
Wohnraumschutz (S1_W)
Befähiger-Kennzahlen
durchschnittliche Dauer der
Antragsbearbeitung
Wohngeldanträge geringer als 8
Wochen (W1_Bl1)
Kennzahl unverändert
übernommen aus 2021
Prävention von
Wohnungslosigkeit und
Management von Hilfen für
Obdachlose (S5_W) Strategisches Ziel: Menschen mit Wohnhemmnissen (inkl. vulnerable Gruppen) ist Wohnen ermöglicht
(W2)36 Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
Jährlich sind 250 Wohnungen im
Rahmen des bestehenden
Belegrechtsvertrages mit der GAG
neu bezogen (W2_I1)
Kennzahl unverändert
übernommen aus 2021
Management von
Belegrechtswohnungen (S4_W)
Jährlich sind 750 Personen im
Rahmen des bestehenden
Belegrechtsvertrages mit der GAG
neu mit Wohnraum versorgt
(W2_I2)
Kennzahl unverändert
übernommen aus 2021
Mehr als fünf Menschen in
„housing first“ (W2_I3)
Kennzahl unverändert
übernommen aus 2021
Konzepte für Menschen mit
speziellen
Unterstützungsbedarfen
(S6_W)
Obdachlose mit Zukunft: Gebäude
gefunden (W2_I4)
Kennzahl unverändert
übernommen aus 2021
Prävention von
Wohnungslosigkeit und
Management von Hilfen für
Obdachlose (S5_W)
Ein drittes Frauenhaus ist mit 10
zusätzlichen Plätzen für Köln neu
eingerichtet (W2_I5) (Entwicklung
Projektplan in %)
Kennzahl wurde in 2022
ausgesetzt, da mit dem MHKBD
zunächst eine Finanzierungslösung
gefunden werden muss
Konzepte für Menschen mit
speziellen
Unterstützungsbedarfen
(S6_W)
2021 sind mehr als 20 Menschen in
einem neuen niedrigschwelligen
Wohn- und Arbeitsprojekt (W2_I6)
Kennzahl wurde in 2022
ausgesetzt, da OMZ zunächst bis
2023 im Ersatzobjekt
Konzepte für Menschen mit
speziellen
Unterstützungsbedarfen
(S6_W)
1500 Reserveplätze f. Flüchtlinge
(Korridor zwischen 1250 und 1750;
W2_I7)
Kennzahl unverändert
übernommen aus 2021
Wohnraumversorgung von
Flüchtlingen gemäß Leitlinien
(S7_W)
Steigerung der Unterbringung
Geflüchteter in abgeschlossenen
Wohneinheiten auf 90 Prozent
Wohnraumversorgung von
Flüchtlingen gemäß Leitlinien
(S7_W)
Ergebnisse aus Projekten
Teilnahme am Programm „Erwerb
und Verlängerung Bindungen“
durch das Land NRW (W2_I8)
ruhend gestellt, da das
Landesprogramm aufgrund der
Konditionen nicht von
Wohnungswirtschaft angenommen
wurde.
Management von
Belegrechtswohnungen (S4_W)
36 SDG 11.1.1: Bis 2030 den Zugang zu angemessenem, sicherem und bezahlbarem Wohnraum und zur
Grundversorgung für alle sicherzustellen.
25
Strategisches Ziel: verantwortlicher Ressourcenverbrauch (W6)37
Ergebnisse aus Projekten Strategien
Konzept für nachhaltige Nutzung
von Flächen für Wohnbebauung
liegt vor (W6_I1)
unverändert übernommen aus
2021
Stadtentwicklungsplanung
(S10_W)
Strategisches Ziel: Neue Wohnformen sind entwickelt (W7)38
Ergebnisse aus Projekten Strategien
jährlich ein neues innovatives
Wohnprojekt in Betrieb (W7_I1)
unverändert übernommen aus
2021
Konzepte für Menschen mit
speziellen
Unterstützungsbedarfen
(S6_W) Strategisches Ziel: Segregation ist gemildert (W5)39
Ergebnisse aus Projekten Strategien
2021: Segregationsteilindex
„günstiger Wohnraum“ ist gebildet
und ab 2022 anwendbar (Bau von
gefördertem Wohnungsbau in
NICHT benachteiligten Stadtteilen;
Bau von preisgedämpften
Wohnungen in NICHT
benachteiligten Stadtteilen (W5_I1)
unverändert übernommen aus
2021
Stadtentwicklungsplanung
(S10_W)
Strategisches Ziel: Kölner Wohnquartiere sind insbesondere mit sozialer Infrastruktur versorgt (W9)40
Ergebnisse aus Projekten Strategien
Index „Soziale Infrastruktur“ ist
gebildet und ab 2022 anwendbar
(dezernatsübergreifend; W9_I1)
unverändert übernommen aus
2021
Stadtentwicklungsplanung
(S10_W)
3.5 Handlungsfeld soziale, gesellschaftliche und politische
Teilhabe/Einbindung
3.5.1 Allgemeine Entwicklungen
Gesellschaftliche Teilhabe – die Einbindung in das soziale Umfeld und die politische sowie
zivilgesellschaftliche Partizipation – ist von großer Bedeutung. Soziale Beziehungen bieten in
schwierigen Lebenssituationen Stabilität und Rückhalt. Politische und zivilgesellschaftliche
Partizipation können zudem aus der gemeinwohlorientierten Aktivität heraus das Gefühl vermitteln,
Teil der Gesellschaft zu sein. Damit kann Partizipation einen Beitrag dazu leisten, Gefühle von
Ausgrenzung und Isolation zu reduzieren, die armutsgefährdete Menschen häufiger empfinden. Die
kulturelle und politische Einbindung von Kindern und Jugendlichen ist wichtig für das Funktionieren
einer Demokratie. Insbesondere Minderjährige, die aus sozial belasteten und bildungsfernen
Haushalten stammen, kann die kulturelle und politische Bildung Teilhabechancen eröffnen, indem
ihnen Partizipationsmöglichkeiten in der Gesellschaft aufgezeigt werden. Dennoch ist es so, dass
ehrenamtliches Engagement, politisches Interesse und das Freizeitverhalten der Kinder und
Jugendlichen stark vom finanziellen und sozialen Hintergrund des Elternhauses abhängig sind.
Positiv zu bewerten sind:
37 Vgl. SDG 11.3.1
38 Vgl. SDG 11.3.1
39 SDG 11.3.1: Bis 2030 die Verstädterung inklusiver und nachhaltiger gestalten.
40 Vgl. SDG 11.3.1
26
Die Wahlbeteiligung an den Landtagswahlen hat sich von 59 Prozent im Jahr 2013, über 65
Prozent im Jahr 2017 zunächst positiv entwickelt, ist dann allerdings im Jahr 2022 auf 57
Prozent gesunken. An der Bundestagswahl haben sich 73 Prozent der Wahlberechtigten im
Jahr 2013, 76 Prozent im Jahr 2017 und 78 Prozent der Wahlberechtigten im Jahr 2021
beteiligt.
Große Teile der Jugendlichen sind gesellschaftlich gut eingebunden: In der Jugendbefragung
aus dem Jahr 2018 geben 60 Prozent der Jugendlichen an, sich freiwillig zu engagieren, 61
Prozent geben an, ein (sehr) starkes Interesse für Politik zu haben und dieser Anteil steigt mit
dem Lebensalter an.
Personen im mittleren Erwachsenenalter (35 Jahre bis 59 Jahre) haben ein stärkeres
politisches Interesse als Personen in anderen Lebensphasen und nehmen vergleichsweise am
häufigsten an Wahlen teil. Sie engagieren sich auch am häufigsten zivilgesellschaftlich.
Positiv zu bewerten ist das größere Interesse von Menschen mit Schwerbehinderung,
insbesondere an Kommunalpolitik und Entscheidungen des Stadtrates.41
Kritisch zu bewerten sind:
Das Engagement für die Gemeinschaft und das Interesse von Jugendlichen korreliert negativ
mit den finanziellen Möglichkeiten.
Junge Erwachsene (18 bis unter 34 Jahre) interessieren sich weniger für Politik (41 Prozent
hatten ein starkes Interesse) als Jugendliche und ältere Erwachsene. Junge Erwachsene in
Köln beteiligen sich auch weniger an Wahlen als andere Altersgruppen und nehmen die
Möglichkeit zur politischen Mitgestaltung vergleichsweise wenig in Anspruch.
Das geringere Interesse an Politik insgesamt ist z. T. sowohl auf das mangelnde Wissen über
Partizipationsmöglichkeiten als auch auf die eingeschränkten Möglichkeiten für Menschen
ohne deutsche Staatsangehörigkeit zurückzuführen.
Von sozialer Isolation bedroht sind insbesondere arbeitslose Menschen, Alleinerziehende
und ältere Menschen. Kommen dann noch ökonomische Probleme hinzu, kann das die
Isolationsgefahr noch erhöhen.
3.5.2 Ausgewählte Ergebnisse zu operativen Zielen im Handlungsfeld Soziale,
gesellschaftliche und politische Teilhabe/Einbindung
Die Dezernatsvision „Alle Menschen beteiligen sich am gesellschaftlichen Leben“ wird durch das
strategische Ziel „Das soziale Mit- und Füreinander ist gestärkt“ konkretisiert.
Im Mentoringprogramm für geflüchtete Frauen (Mentegra) konnten sieben Tandems gebildet
werden. Das Projekt wurde inzwischen beendet.
Angestrebt wurde, die Zahl der Nutzer*innen des Köln-Pass zu steigern. Dieses Ziel wurde
coronabedingt 2021 knapp verfehlt (Ziel: > 153.133 Personen; Ist: 152.083 Personen). In 2022 konnte
das Ziel übertroffen werden (Ziel: > 152.083 Personen; Ist: 153.860 Personen) und damit die Zahl der
Nutzer*innen gesteigert werden.
41 (Leben in Köln – Umfrage 2016)
27
Eine erste Version des Förderprogramms „Dritte Orte“ wurde 2021 beschlossen. Das
Förderprogramm wurde im Herbst 2022 aktualisiert und der standardisierte Erhebungs-und
Bewertungsbogen wird seitdem angewendet.
Im Hinblick auf das strategische Ziel „Menschen können Kultur und Freizeitangebote im
Lebensumfeld inklusiv nutzen“ konnte die angestrebte Zahl der Besucher*innen in den
Bürgerhäusern und -zentren coronabedingt leider nicht erreicht werden.
3.5.3 Operative Ziele für das Handlungsfeld Soziale, gesellschaftliche und politische
Teilhabe/Einbindung, Masterplan Version 2.1
Vision: Alle Menschen beteiligen sich am gesellschaftlichen Leben 42 Strategisches Ziel: Das soziale Mit- und Füreinander ist gestärkt (SGP1)43
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
Soziale Integration ist über Mentegra
(Mentoringprogramm für geflüchtete
Frauen) gestärkt. 7 Tandems sind in
Kooperation mit 16 bis 31.12.2021
etabliert (SGP1_I1)
Entfallen, da Mentoringprogramm
beendet
Nachhaltige
zielgruppenspezifische
Angebote (S4_SGP)
Die Anzahl der Nutzer*innen Köln-
Pass liegt über dem Vorjahreswert
mit Stichtag: 31.12.2020 (> 153.133;
SGP1_I2)
Die Anzahl der Nutzer*innen Köln-
Pass liegt über dem Vorjahreswert
mit Stichtag: 31.12.2021 (> 152.083;
SGP1_I2)
Ausbau und
Weiterentwicklung von
Aktivierung und Befähigung
(S3_SGP)
Ergebnisse aus Projekten
Konzeptentwurf für quantitative
Wirksamkeitsnachweise im Sinne
differenzierter
Verwendungsnachweise des
aufzusetzenden Förderprogramms
"Dritte Orte" liegt vor (SGP1_I3)
Förderung von Begegnung
und Integration (S2_SGP)
Förderung
Bürgerschaftlichen
Engagements (S1_SGP)
Strategisches
Ziel:
Menschen können Kultur und Freizeitangebote im Lebensumfeld inklusiv nutzen (SGP2)44
Kennzahlen aus Prozessen 2021 Kennzahlen aus Prozessen 2022 Strategien
250.000 Besucher*innen städtischer
Bürgerzentren (SGP2_I1)
Entfallen Förderung von Begegnung
und Integration (S2_SGP)
28.000 Stunden Raumvergaben
städtischer Bürgerzentren (SGP2_I2)
Entfallen
4 Fazit und Ausblick
Der vorliegende Managementbericht hat sowohl eine Bedeutung in der (Weiter-)Entwicklung des
integrierten strategischen Managements des Dezernats als auch in der internen und externen
Information angestrebter und erreichter Arbeitsergebnisse. Er ist als ein wichtiger Meilenstein zu
sehen. Die fortwährende Weiterentwicklung der Steuerungsinstrumente und Ziele wird auch zu einer
Weiterentwicklung des jährlich angestrebten Managementberichts führen. Perspektivisch werden
die Projekte, Kern-, Unterstützungs- und Führungsprozesse des Dezernats systematisch und digital
unterstützt gesteuert. Hierzu werden die Entwicklungsstände der Meilensteine in den Projekten
42 SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
43 SDG 16.7: Dafür sorgen, dass die Entscheidungsfindung auf allen Ebenen bedarfsorientiert, inklusiv,
partizipatorisch und repräsentativ ist
44 vgl. SDG 16.7, ebenda
28
sowie die Indikatoren der Prozesse erhoben und berichtet. Aus diesen Berichten speist sich der
Managementbericht, der deshalb in weiteren Entwicklungsstufen die Arbeit des Dezernats viel
umfassender abbilden wird als derzeit.
In Verbindung mit dem Lebenslagenbericht zeigt der Managementbericht die Wirksamkeit
verschiedener gesetzlicher und freiwilliger, vom Rat beschlossener Maßnahmen. Er dient der
Verwaltung und der Politik der Reflektion des Erreichten und unterstützt künftige Ziele und
Strategien.
Der Berichtszeitraum war wesentlich durch die Bewältigung der Corona-Pandemie geprägt, in dem
das Dezernat V eine Schlüsselposition innehatte. Dies führte sowohl zu einer Verlangsamung einiger
Projekte und Prozesse als auch der Weiterentwicklung des Integrierten strategischen Managements.
Der vorliegende Bericht ist deshalb eher als ein „work in progress“ denn als endgültig angestrebte
Berichtsform hinsichtlich Umfang und Informationstiefe zu betrachten.
Mitteilung Ausschuss
2496 Zeichen
Dezernat, Dienststelle V/V-1 Vorlagen-Nummer 22.06.2023/ 26.06.2023 1697/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Unterausschuss Wohnen 14.08.2023 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 17.08.2023 Gesundheitsausschuss 22.08.2023 Stadtentwicklungsausschuss 31.08.2023 Integrationsrat 12.09.2023 Managementbericht des Dezernates V - Soziales, Gesundheit und Wohnen Mit vorliegender Mitteilung stellt das Dezernat seinen Managementbericht für die Jahre 2021 und 2022 vor, der über angestrebte und erreichte Arbeitsergebnisse informiert. Der Managementbericht zeigt die Wirksamkeit verschiedener gesetzlicher und freiwilliger, vom Rat beschlossener Maßnahmen. Er dient der Verwaltung und der Politik zur Reflektion des Er- reichten und unterstützt künftige Ziele und Strategien. Der Managementbericht speist sich aus dem dezernatsspezifischen Controlling, in dem Pro- jekte, Kennzahlen, Entwicklungsstände sowie Indikatoren der Prozesse kontinuierlich erhoben werden. Der Berichtszeitraum war wesentlich durch die Bewältigung der Corona-Pandemie geprägt, in dem das Dezernat für Soziales, Gesundheit und Wohnen eine Schlüsselposition innehatte. Dies führte sowohl zu einer Verlangsamung einiger Projekte und Prozesse als auch der Wei- terentwicklung des integrierten strategischen Managements. Der vorliegende Bericht ist eher als ein „work in progress“ denn als endgültig angestrebte Berichtsform hinsichtlich Umfang und Informationstiefe zu betrachten. Aufbau Der Managementbericht ist – entsprechend dem Masterplan des Dezernates – gegliedert in Handlungsfelder, die an die wesentlichen Lebensbereiche angelehnt sind: - Einkommen - Beschäftigung - Gesundheit - soziale, gesellschaftliche und politische Einbindung - Wohnen Zu jedem Handlungsfeld sind jeweils: 2 - allgemeine Entwicklungen, - ausgewählte Ergebnisse, - operative Ziele aufgeführt und erläutert. Dabei sind auch die Ergebnisse des 1. Kölner Lebenslagenberichts 2020 (0615/2020) einbezogen worden. Für die fünf Handlungsfelder werden zudem Bezüge zu den Nachhaltigkeitszielen der Verein- ten Nationen hergestellt (Sustainable Development Goals, SDG). Das Dezernat für Soziales, Gesundheit und Wohnen hat in seiner Mitteilung zum Masterplan (0190/2021) das Steuerungsverständnis des Dezernates sowie seine strategische Zielsetzung erläutert. Anlage Managementbericht des Dezernates V – Soziales, Gesundheit und Wohnen Gez. Dr. Rau
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1697/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 26.06.2023
- Erstellt
- 17.05.2023 16:56